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Die 9 besten Hausmittel für Kinder bei Erkältung

Kaum ziehen Nässe, Kälte und eisige Winde ins Land, werden viele Menschen von Husten, Schnupfen und Halsweh geplagt. Kinder sind von Erkältungen besonders häufig betroffen. Zwar sollten die unangenehmen Symptome niemals unterschätzt werden, da sich aus ihnen eine Grippe entwickeln kann, doch vieles können Eltern selbst dafür tun, dass es ihren Sprösslingen schnell wieder besser geht. Unter anderem lindern traditionelle Hausmittel die Beschwerden.

1. Angemessene Kleidung

Eine Erkältung ist nicht zwangsläufig ein Grund, im Bett zu bleiben. Bei nur leichten Symptomen empfiehlt sich sogar ein Aufenthalt im Freien, da die Schleimhäute besser befeuchtet werden und dem Organismus vermehrt Sauerstoff zugeführt wird.

Wichtig ist, das Kind dem Wetter entsprechend zu kleiden. Neben Mütze, Schal und Jacke sollte auch das Schuhzeug auf die Witterung abgestimmt werden. Kalte Füße verschlimmern nämlich die Beschwerden.

2. Natürliche Hilfe bei Fieber

Ab ins Bett
Wenn Kinder Fieber haben, fühlen sie sich meist unwohl und schwach. Sie sollten im Bett bleiben, damit sich der Körper regenerieren kann. Die körperliche Schonung und die Wärme lindern zumindest teilweise die Gliederschmerzen.

Allzu warm sollten sie nicht zugedeckt werden, damit es nicht zum Hitzestau kommt.

Tee trinken
Holunderblüten- oder Lindenblütentee hilft beim Schwitzen und somit beim Fiebern.

Wadenwickel
Um hohes Fieber abzusenken, empfehlen sich Wadenwickel. Dafür zwei Tücher aus Baumwolle in kühles Wasser (dies sollte um 5 Grad kälter sein, als die aktuelle Körpertemperatur des Kindes) tauchen, leicht ausdrücken, auf die Waden legen und ein trockenes Handtuch darübergeben. Die Tücher solange dort belassen, bis sie sich erwärmt haben. Die Anwendung kann ca. viermal hintereinander wiederholt werden, jedoch sollte die Dauer maximal 30 Minuten betragen.

Arzt aufsuchen
Bei Temperaturen über 39 Grad, wenn das Fieber länger als zwei Tage anhält oder wenn sich die Symptome der Erkältung deutlich verschlimmern, sollte ein Arzt aufgesucht werden, weil es sich dann um eine Grippeerkrankung handeln kann. Sie muss medikamentös behandelt werden.

3. Vorsicht bei sogenannten Grippemitteln

Gegen Erkältungen bieten Apotheken verschiedene Medikamente an. Viele davon sind ausschließlich für Erwachsene gedacht.

Kinder vertragen entweder die Wirkstoffe nicht wie beispielsweise Acetylsalicylsäure oder deren Konzentrationen sind für sie zu hoch. Deswegen dürfen sie den Kleinen nicht verabreicht werden.

Weiterhin ist Vorsicht geboten beim Einsatz sogenannter Grippemittel. Sie bestehen meist aus einem Mix an unterschiedlichen Wirkstoffen. Auch hierauf können Kinder empfindlich reagieren. Insbesondere fertige Salben zum Einreiben in die Haut können allergische Reaktionen auslösen. Nicht selten rötet sich nach der Anwendung die zarte Haut der Kinder oder es kommt zur Bildung von Pusteln. Im schlimmsten Fall tritt aufgrund des in der Salbe enthaltenen Menthols ein Atemstillstand auf.

Deswegen ist die Anwendung von Hausmitteln eine bessere Alternative.

4. Halsschmerzen lindern

Kräutertee zubereiten
Gerade in den ersten Tagen einer Erkältung ist ein Kratzen im Hals ein typisches Symptom. Manchmal ist es mit einer Heiserkeit verbunden.

Lindern lassen sich diese Beschwerden, indem die Schleimhäute gleichmäßig feucht gehalten werden. So bleiben sie intakt und sind in der Lage, die Keime schneller aus dem Körper zu schleusen. Ein warmer Kräutertee wird gern angenommen. Er sollte je nach Vorliebe des Kindes zubereitet werden:
• Der Bestandteil Kamille wirkt entzündungshemmend
• Thymian und Salbei töten Erkältungsviren ab

Gurgeln
Übrigens eignet sich dieser Tee nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Gurgeln. Mögen Kinder überhaupt keinen Tee, kann dem Gurgelwasser eine Prise Kochsalz zugefügt werden.

Gegurgelt werden darf mehrmals täglich.

Lutschtabletten
Zusätzlich hilft das Lutschen von Pastillen mit natürlichen Wirkstoffen wie Isländisch Moos oder das Einnehmen eines Löffels Honig. Allerdings ist Bienenhonig ein Naturprodukt, das mit Keimen belastet sein kann. Deswegen dürfen es Kinder erst im Alter von einem Jahr verzehren.

Solange sich die Stimme heiser anhört, sollte sie geschont werden. Da Eltern ihren Kleinen schlecht ganz den Mund verbieten können, sollten sie sie zum Flüstern animieren.

Halswickel
Weiterhin können kalte oder warme Halswickel sinnvoll sein, die Entzündung schneller zum Abklingen zu bringen. Die Kinder sollten selbst entscheiden, welche Art als angenehmer empfunden wird.

Um die wärmende Wirkung der letzteren Variante zu steigern, können weich gekochte, warme Kartoffeln gequetscht, auf ein Baumwolltuch aufgetragen und um den Hals des Kindes gewickelt werden. Eine Folie oder ein Küchentuch deckt den Wickel ab. Diese Anwendung wirkt auch bei Husten.

5. Aromatherapie

Rosmarin- oder Thymianöl sind zur Behandlung einer Erkältung sehr empfehlenswert. Dabei 2-3 Tropfen von dem Öl in eine Duftlampe geben und zusätzlich Wasser und eine Prise Salz hinzufügen.

6. Wirksame Hausmittel gegen Schnupfen

Inhalation
Eine verstopfte Nase behindert die Atmung und stört den Schlaf, den Kinder zum Genesen unbedingt benötigen. Um den festsitzenden Schnupfen zu lösen, empfehlen sich Inhalationen mit Kamille, Thymian oder Salbei.

Bei kleineren Kindern und Säuglingen müssen die Eltern den Inhalator unbedingt festhalten und den Abstand des Dampfbades zur Nase sorgfältig kontrollieren, damit es nicht zu Verbrühungen kommt.

Muttermilch
Um den Schnupfen bei Babys zu behandeln, kann Muttermilch wahre Wunder wirken – hierfür einige Tropfen der Milch mit einer Pipette in die Nase tropfen.

Zwiebel
Zwiebel enthält ätherische Öle, die das Atmen unterstützen. So kann zum Beispiel ein Teller mit einer zerkleinerten Zwiebel ins Kinderschlafzimmer gestellt werden.

Eine andere Alternative sind Zwiebelsocken. Hierfür eine Zwiebel in Scheiben schneiden, über Wasserdampf etwas erwärmen, auf die Ferse legen und einen Wollsocken darüberziehen.

Nasendusche
Ältere Kinder können lernen, eine Nasendusche mit lauwarmen Wasser anzuwenden. Auch sie sorgt dafür, dass sich der Schnupfen löst und dass die Keime über die Nasenschleimhaut abtransportiert werden.

Luftfeuchtigkeit erhöhen
Da Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet, ist es sinnvoll, nasse Handtücher in der Wohnung und vor allem im Schlafzimmer aufzuhängen. Auch ein Dampfbad im Badezimmer sorgt dafür, dass die Atemwege befeuchtet werden. Weiters ist es wichtig öfters am Tag zu lüften.

7. Husten natürlich behandeln

Gegen Husten sind mehrere Kräuter gewachsen. Grundsätzlich sollten Kinder beim Auftreten von Husten viel trinken.

Am besten sind Kräutertees geeignet. Gegen Husten empfehlen sich insbesondere Pfefferminz-, Thymian-, Salbei-, Spitzwegerich- und Efeu-Teemischungen.

Zwiebelsaft
Zu den traditionellen Hustenmitteln zählt auch der altbewährte Zwiebelsaft, der schleimlösend und beruhigend wirkt.

Hierfür eine große Zwiebel hacken, in eine Tasse geben und mit Zucker bestreuen. Die Tasse abdecken und über Nacht an einen warmen Ort stellen.

Am darauffolgenden Morgen lässt sich der Zwiebelsaft abseihen. Das Kind sollte ihn löffelweise über den Tag verteilt einnehmen.

Topfenwickel
Ein Wickel mit Topfen ist vor allem bei Reizhausen, der vorwiegend in der Nacht auftritt, empfehlenswert. Für die Anwendung etwas Topfen auf ein Baumwolltuch streichen, dabei die Enden des Tuchs einschlagen und den Wickel auf Zimmertemperatur erwärmen, dies kann mit einer Wärmeflasch erfolgen. Anschließend den Wickel auf die Brust des Kindes legen, mit einem Wollschal fixieren und am besten die ganze Nacht dort belassen.

8. Wärme

Eine Rotlichtlampe kann für eine Linderung der Erkältungsbeschwerden sorgen. Hierfür am besten das Kind auf den Schoss nehmen und die Lampe auf des Gesicht des Kindes richten. Die Wärme sollte zwar auf das Kind einwirken können, jedoch sollte die Lampe in einem Abstand platziert werden, sodass es nicht zu heiß wird. Die Anwendungsdauer sollte 10 bis 15 Minuten betragen.

9. Viel Obst und Gemüse essen

Während der Erkältung hat das Kind meist wenig Appetit. Es erhält leicht verdauliche Speisen, warme Suppen sowie auch zwischendurch frisches Obst und Gemüse. Dieses enthält viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die das Immunsystem stärken. Besonders Vitamin C kann bei einer Erkältung wahre Wunder wirken.

Weitere Hausmittel zur Behandlung von Erkältungssymptomen, wie Schnupfen oder Husten gibt es hier.

Gastbeitrag von fitundgesund.at

Erkältung bei Kindern

Eine Erkältung ist im Normalfall harmlos und klingt nach etwa einer Woche von selbst ab. (WavebreakmediaMicro / Fotolia.com)

Kurzfassung:

  • Kinder sind aufgrund ihres nicht vollständig ausgereiften Immunsystems anfälliger für Erkältungen.
  • Die Übertragung erfolgt via Tröpfcheninfektion.
  • Typische Symptome sind Müdigkeit, Schnupfen und Niesreiz.
  • Eine Erkältung bei Kindern wird mit Ruhe, Schlaf, viel Trinken und Hausmittel behandelt.

Die „echte“ Grippe (Influenza) wird zwar auch durch Viren übertragen, zählt aber nicht zu den Erkältungskrankheiten. Sie beginnt plötzlich mit hohemFieber und schwerem Krankheitsgefühl. Im Gegensatz zu den Erkältungsviren weiten sich Influenza-Viren sehr häufig auf Lunge, Gehirn oder Herz aus.

Wie entsteht eine Erkältung bei Kindern?

Kinder sind wegen ihres noch nicht vollständig ausgereiften Immunsystems besonders anfällig für Erkältungen. Es gibt über 200 verschiedene Viren, die eine Erkältung auslösen können. Bei jedem Kontakt mit einem bislang unbekannten Virus ist das Immunsystem zunächst wehrlos, die Viren können sich ungehemmt vermehren und die typischen Symptome auslösen. Erst im Laufe der Erkrankung werden Abwehrstoffe gegen die Erreger gebildet, das Kind erwirbt Immunität gegen das entsprechende Virus.

Erkältungskrankheiten treten vermehrt in der nasskalten Jahreszeit auf. In einem unterkühlten Körper (kalte Finger, Zehen, Nase und Ohren) sind die Schleimhäute weniger gut durchblutet und damit leichter angreifbar für Erreger. Auch ein bereits geschwächtes Immunsystem oder Stresssituationen können das Entstehen von Erkältungen begünstigen.

Die Übertragung der Viren erfolgt beim Niesen, Sprechen oder Husten (Tröpfcheninfektion), aber auch durch direkten Kontakt über Spielsachen, Taschentücher oder ungewaschene Hände. Da Viren auch über mehrere Stunden an der Hautoberfläche überleben können, sind allgemeine Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen im Krankheitsfall, von besonderer Bedeutung.

Hat eine Ansteckung stattgefunden, so befallen die Viren zuerst die Nasen- und Rachenschleimhaut. Von dort können sie auf die Lunge oder die Nasennebenhöhlen übergreifen. Viren sind auch immer Wegbereiter für nachfolgende bakterielle Infektionen. Zwischen einer Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit liegt eine Inkubationszeit von etwa zwei bis fünf Tagen.

Was sind die typischen Symptome einer Erkältung?

Zu Beginn der Erkältung fühlt sich das Kind müde und niedergeschlagen. Die häufigsten Krankheitssymptome sind:

  • Müdigkeit
  • Schnupfen
  • Niesreiz
  • Erschwerte Nasenatmung
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • Kopfschmerzen

Schnupfenviren besiedeln die Nasenschleimhaut, die sich entzündet, anschwillt und vermehrt Sekret produziert. Zunächst wird ein wässrig-klares Sekret gebildet, das allmählich dickflüssig und im Fall einer zusätzlichen bakteriellen Information grüngelb wird.

Aufgrund der geschwollenen Nasenschleimhäute und der verstopften Nasennebenhöhlen ist die Atmung durch die Nase erschwert. Entzündete Nasennebenhöhlen äußern sich in einem unangenehmen Druckgefühl hinter den Wangenknochen oder Augen.

Besonders ausgeprägt sind die Schmerzen beim Bücken oder direkt nach dem Aufstehen. Erkältete Kinder klagen über ein Kratzen im Hals, leichte Schluckbeschwerden, Husten und Kopfschmerzen. Die Augen können gerötet sein, die Halslymphknoten geschwollen und berührungsempfindlich. Gelegentlich bekommen Kinder leichtesFieber.

Durch die Erkältung kann auch die im Normalfall offene und luftdurchgängige Verbindung zwischen Mund und Nase („eustachische Röhre“) mit Schleim verlegt sein und ein unangenehmes Druckgefühl verursachen.

Viele Kleinkinder erkranken infolge eines Schnupfens an Ohrenschmerzen bis hin zu einer Mittelohrentzündung, weil die Krankheitserreger aus der Nase über die Ohrtrompeten (Tubae auditivae) in die Ohren wandern. Durch die Infektion ist das Mittelohr nur noch unzureichend oder gar nicht mehr belüftet. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Anfälligkeit meistens ab.

Für Säuglinge ist schon ein „banaler“ Schnupfen sehr unangenehm. Babys fühlen sich durch eine verlegte Nase und die damit einhergehende Behinderung der Nasenatmung sehr gestört, sie werden unruhig und oft auch weinerlich.

Vor allem die Nahrungsaufnahme (Säuglinge können trinken, während sie atmen) ist behindert, da es nicht mehr möglich ist, beides gleichzeitig zu tun. Der Säugling muss sich erst auf die neue Situation einstellen und lernen, zwischendurch das Flascherl oder die Brust auszulassen, um wieder atmen zu können.

++ Mehr zum Thema: Fieber bei Kindern ++

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Eine Erkältung dauert mit oder ohne Behandlung meist sieben bis zehn Tage. Da es sich im Normalfall um eine harmlose Erkrankung handelt, ist es – wenn das Kind nicht zu sehr beeinträchtigt ist – vertretbar, erst einmal abzuwarten.

In den meisten Fällen kann die Diagnose schon aufgrund der geschilderten Symptome gestellt werden. Eine Erkältung ist meist leicht zu erkennen, nicht aber, welches Virus die Erkältung verursacht. Wenn der Verdacht auf eine Lungenentzündung oder die echte Grippe besteht, wird der Kinderarzt weiterführende Untersuchungen anordnen.

Wie wird eine Erkältung bei Kindern behandelt?

  • Ruhe und Schlaf
  • Flüssigkeitsaufnahme: Viel trinken macht den Schleim flüssig, der dadurch besser abfließen kann.
  • Nasentropfen oder -sprays lassen die Nasenschleimhaut abschwellen und erleichtern die Atmung. Bei länger als zweiwöchiger Anwendung kann es jedoch zu einer Irritation der Nasenschleimhautgefäße kommen. Langfristig unbedenklich ist die Anwendung von Meerwassersprays sowie Wasser-Kochsalz- und Dampfinhalationen.
  • Moderate Bewegung an der frischen Luft, sobald der Gesundheitszustand des Kindes es zulässt
  • Gurgeln mit Salzwasser oder Salbeitee hilft gegen Halsschmerzen.
  • Luftbefeuchter oder das Auflegen nasser Tücher lindern Kratzen im Hals.
  • Fieber sollte nur in Ausnahmefällen (bei über 39 Grad) medikamentös gesenkt werden.

Bei der Behandlung einer Erkältung können nur die Symptome gelindert, nicht aber die eigentlich krank machenden Viren bekämpft werden. Der Einsatz von Antibiotika ist nur dann erforderlich, wenn eine bakterielle Infektion der Atemwege hinzukommt.

Prognose

Eine Erkältung ist meist harmlos und dauert etwa sieben bis zehn Tage. In seltenen Fällen treten Komplikationen wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen auf. In diesen Fällen sollten Sie mit Ihrem Kind unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Vorsorge

Im Gegensatz zur echten Grippe gibt es gegen Schnupfenviren keine Impfung. Die beste Vorsorge besteht in einem gesunden Immunsystem, einer ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und im Meiden von potenziellen Ansteckungsquellen. Allgemeine Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen und sofortiges Entfernen von gebrauchten Taschentüchern, können das Ansteckungsrisiko weiterer Familienmitglieder reduzieren.

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Stand der medizinischen Information: Oktober 2016

Hausmittel gegen Erkältung

Was tun bei Erkältung? Es muss nicht immer gleich Chemie sein, auch bekannte Hausmittel können bei Husten und Schnupfen helfen. Hier kommen Thymian, Ingwer und Co.

Die erste Pflicht bei einer Erkältung lautet: Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Denn der Körper und das Immunssystem haben mit den Viren zu kämpfen und sollten nicht mit zusätzlicher Anstrengung belastet werden. Besonders wenn Fieber im Spiel ist, sollte man besser im Bett bleiben. Außerdem wichtig: viel trinken. Dadurch wird der festsitzende Schleim in Nase und Bronchien verflüssigt und kann leichter abtransportiert werden. Wenn die Erkältung langsam abklingt, ist nichts gegen Spaziergänge und ein bisschen frische Lust einzuwenden, hören Sie jedoch auf Ihren Körper und sehen Sie von Gewaltmärschen ab.
Hausmittel aus der Natur können den Körper bei der Virenabwehr unterstützen. Wir haben für Sie auf den folgenden Seiten Hausmittel gegen Husten, Halsschmerzen, Schnupfen und Fieber zusammengestellt. Den Anfang machen Hausmittel, die generell auf die Erkältung und das Immunssystem wirken:

Ingwer gegen die Erkältung

Erkältung ohne Ingwer? Das ist fast schon unmöglich. Ingwer hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem, außerdem wirkt er antiviral und entzündungshemmend. Doch nicht nur das, außerdem löst Ingwer den Schleim und regt die Durchblutung an, was wiederum den Abtransport der Sekrete fördert.

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Immunsystem stärken: die besten Tricks

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Ingwer kann pur verwendet werden, hierzu kann man einfach zwischendurch eine Scheibe geschälten Ingwer langsam kauen. Genauso wirkungsvoll ist Ingwertee. Für eine Kanne Tee ca. 5-6 cm Ingwer in Scheiben schneiden und mit kochendem Wasser aufgießen, abkühlen lassen und trinken.
➤ Ingwertee ist auch für Kinder geeignet. Hier sollte man jedoch weniger Ingwer verwenden und ggf. mit fruchtigen Teesorten kombinieren, um die Schärfe zu mildern.
➤ Einschränkung: Ingwer wird wehenfördernde Wirkung nachgesagt und sollte in hoher Konzentration in der Schwangerschaft gemieden werden.

Hühnersuppe gegen Erkältung

Eine frische Hühnersuppe ist eine tolle Unterstützung für das Immunsystem. Sie enthält nicht nur viele Elektrolyte und Vitamine, sondern auch jede Menge Mineralstoffe wie Kalzium, Zink & Co. Und sie ist magenfreundlich. Wer die Suppe zusätzlich mit etwas Ingwer zubereitet, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Dazu Sojaflocken bzw. Soja-Geschnetzeltes und schon ist für das Extra an Eiweiß gesorgt, was für den Stoffwechsel und das Immunsystem essenziell ist. Noch ein paar Buchstabennudeln und buntes Gemüse – schon macht die Hühnerbrühe auch Kindern Spaß.
> Sie haben keine Ahnung, wie man eine Hühnersuppe kocht? In unserem Video wird es ganz einfach erklärt: Hühnersuppe gegen Erkältung

Schwarze Johannisbeeren gegen Erkältung

Schwarze Johannisbeeren sind wahre Vitaminbomben. Vitamin C-Mangel ist damit sicherlich kein Problem mehr. Wer seinen Tee einfach mit 1-2 Teelöffeln Johannisbeermarmelade süßt, hat gewonnen. Übrigens nicht nur, wenn‘s schon zu spät ist, sondern auch zur Vorbeugung.
➤ Einschränkung: keine, auch für Schwangere und Kinder geeignet

Propolis gegen Erkältung

Propolis ist ein Allrounder und eine Art natürliches Antibiotikum. Das Bienenharz wirkt gegen Bakterien, Viren und sogar Pilze. Mittlerweile gibt es Propolis-Kapseln in jedem Drogeriemarkt zu kaufen, wobei die Lösung konzentrierter ist. Der Haken: Propolis-Lösung schmeckt schrecklich. Deswegen am besten als Zusatz in den Tee geben, damit der Geschmack ein wenig gemildert wird.
➤ Einschränkung: keine, auch für Schwangere und Kinder geeignet

Erkältung vorbeugen: 15 Tipps für die ganze Familie

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Hausmittel gegen Halsschmerzen

Mit einem Kratzen im Hals kündigt sich die Erkältung oft an, im Verlauf kann das Halsweh richtig schlimm werden – das Schlucken wird zur Qual. Was Sie gegen leidige Halsschmerzen tun können? Hier kommen ein paar Tipps.

Zimt-Tee gegen Halschmerzen

Zimt wurde schon im alten Ägypten als Heilmittel geschätzt, gegen Erkältungsbeschwerden ist Zimt aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften sehr wirkungsvoll.
Zimt-Tee gibt es bereits gebrauchsfertig im Reformhaus oder der Apotheke zu kaufen. Als Alternative kann man auch einige Zimtstangen mit kochendem Wasser überbrühen, ziehen lassen und den Sud trinken. Bereits der Duft hilft, das Allgemeinbefinden zu verbessern, denn Zimt hat auch eine positive Wirkung auf die Stimmung und den Kreislauf.
➤ Kinder können den Tee ebenfalls problemlos trinken, wobei der Zimtgeschmack aber zu stark sein kann. Abhilfe ist jedoch einfach: Mischen den Zimt-Tee einfach mit etwas Apfel- oder Zitronenteepulver, durch den süßeren Geschmack werden sicher auch kleine Mäkler überzeugt.
➤ Einschränkung: Zimt kann in größeren Mengen wehenfördernd wirken, deswegen sollten Schwangere vorsichtig mit dem Gewürz umgehen. Im normalen Gebrauch als Küchengewürz oder auch im Tee ist Zimt zwar unbedenklich, trotzdem sollten Sie vorher Ihre Hebamme um Rat fragen.

Calendula-Spülung gegen Halsschmerzen

Calendula (Ringelblume) wirkt beruhigend und antibakteriell auf die Schleimhäute und lindert so den Halsschmerz und sorgt für das Abklingen der Entzündung.
So geht’s: Die frischen Ringelblumen (ca. zwei Hände voll) mit zwei Litern kochendem Wasser aufgießen und zugedeckt ziehen lassen. Wenn der Sud nur noch lauwarm ist, abseihen. Mit der Lösung mehrmals am Tag gurgeln.
➤Einschränkung: Kinder sollten erst ab dem Kindergartenalter gurgeln, bzw. wenn sie das Ausspucken sicher beherrschen. Zwar ist es nicht schlimm, ein bisschen von der Gurgellösung zu schlucken – jedoch ist die Gefahr des Verschluckens bei sehr kleinen Kindern hoch.
➤ Die Calendula-Spülung ist auch für Schwangere geeignet.
Statt Calendula kann auch Salbei verwendet werden.

Halswickel gegen Halsschmerzen

Auch Zitronenwickel helfen bei Halsentzündungen: Heißes Wasser mit dem Saft einer Zitrone mischen, ein Baumwolltuch in den Sud legen, auswringen und angenehm temperiert auf den vorderen Hals legen. Dann ein trockenes Tuch faltenfrei um den ganzen Hals wickeln und befestigen. Bis zum Auskühlen einwirken lassen.
Ebenfalls entzündungshemmend wirken Quarkwickel – zudem sind sie angenehm kühlend: Zimmerwarmen Quark fingerdick auf eine Mullkompresse streichen. Zu einem Paket zusammenfalten und auf den vorderen Hals auflegen, mit einem Tuch fixieren. Einwirken lassen, bis der Quark trocken ist (dauert ca. 15 Minuten).
➤ Einschränkungen: keine, Halswickel sind auch für Kinder und Schwangere geeignet.

Hausmittel gegen Fieber

Eine schwere Erkältung geht meist mit Fieber einher. Welche Hausmittel das Fieber senken können, wenn es zu hoch ist? Das lesen Sie hier.

Vorab: Auch wenn man sich schwer krank und matt fühlt – Fieber ist an sich ein gutes Zeichen. Denn das Immunsystem wehrt sich mit erhöhter Betriebstemperatur gegen Krankheitskeime: Sie werden bei über 38,5 Grad vernichtet und regelrecht „ausgeschwitzt“.
> Wann Sie Fieber aktiv senken bzw. einen Arzt aufsuchen sollten sowie weitere wissenswerte Infos über das Fieber lesen Sier hier <
Generell sollten Sie sich bei Fieber schonen und am besten im Bett bleiben. Halten Sie sich warm, aber achten Sie darauf, dass Sie nicht überhitzen. Außerdem gilt: Trinken Sie ausreichend. Durch das Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit, das gilt es auszugleichen.

Lindenblüten-Tee gegen Fieber

Ein Mix aus Lindenblütentee und Holundersaft unterstützt das Schwitzen: 1 EL getrocknete Lindenblüten mit kochendem Wasser übergießen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Dann 1TL Holundersaft dazugeben. Jede Stunde eine Tasse Tee möglichst warm trinken.
➤ Wann nicht: Bei Kindern nicht anwenden, wenn sie sich sehr schlapp fühlen und einen langsamen Puls haben.
➤ Einschränkungen: keine, auch für Kinder und Schwangere geeignet.

Waschungen gegen Fieber

Steigt das Fieber bis auf 39 Grad, können Sie durch Abwaschungen die Körpertemperatur um ein Grad absenken, weil Verdunstungskälte die Wärme aus dem Körper ableitet.
Dazu 25 Grad warmes Wasser mit dem Saft einer Zitrone oder 1 EL Essig mischen. Waschlappen eintauchen, gut auswringen. Dann den Körper rasch abreiben: Hände und Arme, Füße und Beine, Bauch und Rücken – immer in Richtung Herz. Ohne abzutrocknen den Schlafanzug anziehen und ab ins warme Bett, das eventuell schon mit einer Wärmflasche „vorgeheizt“ ist.
➤ Einschränkungen: keine, auch für Kinder und Schwangere geeignet.

Wadenwickel gegen Fieber

Nach dem gleichen Prinzip wie die Waschungen funktionieren Wadenwickel. Dafür Baumwolltücher in kühles Wasser tauchen, leicht auswringen und um die Waden wickeln. Wenn sich die Tücher erwärmt haben, werden sie entfernt. Insgesamt kann die Prozedur bis zu vier Mal am Stück wiederholt werden, wobei die Tücher nicht länger als eine halbe Stunde aufliegen sollten.
➤ Achtung: Das Wasser sollte nicht zu kalt sein (nicht mehr als fünf Grad kälter als die aktuelle Körpertemperatur).
➤ Einschränkungen: keine, auch für Kinder und Schwangere geeignet. Und wenn das Baby fiebert? Wir informieren Sie zum Thema Fieber beim Baby: ab wann man beim Baby von Fieber spricht, in welchen Phasen es verläuft und wann Sie zum Arzt sollten. Einfach auf das Bild klicken!
Sie haben noch einen Hausmittel-Tipp gegen Fieber? Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Hausmittel gegen Husten

Husten ist bei einer Erkältung nicht nur lästig, sondern auch oft anstrengend und Schlaf raubend. Zum Glück gibt es einige Hausmittel gegen Husten, die wirklich helfen.

Thymian-Tee gegen Husten

Durch seine schleimlösende und antibakterielle Wirkung ist Thymian ein echter Helfer in der Husten-Not. Für den Tee einfach 2 Teelöffel/Tasse getrockneten oder frischen Thymian mit heißem (ca. 90°C) Wasser aufgießen. Zugedeckt 10-15min ziehen lassen und dann trinken. Wer es etwas süßer mag, kann etwas Honig in den Tee geben und entspannt damit den kratzigen Hals.
➤ Einschränkungen: keine, für Kinder und Schwangere unbedenklich.

Thymian-Brustwickel gegen Husten

Auch ein Thymian-Brustwickel wirkt schleimlösend: Dazu 1 EL Thymian mit heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Ein dünnes Baumwolltuch in den Sud legen, auswringen, über die Brust legen, mit einem trockenen Tuch abdecken. 30 Minuten einwirken lassen.
➤ Einschränkungen: keine, für Kinder und Schwangere unbedenklich.

Zwiebeln gegen Husten

Die Zwiebel enthält eine Vielzahl entzündungshemmender Wirkstoffen und ist der Star der Sekretlösung – auch wenn das nicht gerade lecker klingt. Eine Zwiebel neben dem Bett hilft oft Wunder gegen den Husten.
So geht’s: Eine Zwiebel klein schneiden und mit etwas Salz bestreuen, um die Wirkstoffe zu lösen. Neben dem Bett atmet man die freigesetzten Stoffe einfach ein und diese lösen den Schleim quasi über Nacht. Einziger Haken: Der Geruch, wobei man sich an diesen relativ schnell gewöhnt.
➤ Einschränkungen: keine, für Kinder und Schwangere unbedenklich.
Mehr zum Thema: Welche Arten von Husten es gibt und worauf bei der allgemeinen Behandlung zu achten ist, das erfahren Sie in unserem Husten-Special.

Hausmittel gegen Schnupfen

Was tun gegen Schnupfen, laufende Nase und verstopfte Nebenhöhlen? Wir haben ein paar Hausmittel für Sie zusammengetragen.

Kamille-Thymian-Dampfbad gegen Schnupfen

Das Dampfbad ist nicht umsonst ein Klassiker in der Erkältungsbekämpfung. Die im Dampf gelösten ätherischen Öle können von den Schleimhäuten besser aufgenommen werden und erreichen wirklich jede Ecke in Nase, Nebenhöhlen und Bronchien. Kamille und Thymian wirken entzündungshemmend und beruhigend auf die Schleimhäute.
So geht’s: Die frischen Kräuter (2 Hände voll) mit ca. 2 Liter kochendem Wasser aufgießen und zugedeckt rund fünf Minuten ziehen lassen. Danach den Kopf mit einem Handtuch abgedeckt über die Schüssel halten und ca. 10 bis 15 Minuten tief einatmen. Wichtig: Augen geschlossen halten. Danach das Gesicht kalt abwaschen.
➤ Achtung: Bei Kindern sollte man das Dampfbad etwas länger ziehen und damit abkühlen lassen. Einfach darauf achten, dass das „Bad“ abgedeckt ziehen kann, sodass die Dämpfe nicht verloren gehen. Die Inhalationszeit auf 10 Minuten begrenzen.
> Was Sie noch beachten sollten: Inhalieren bei Kindern
➤ Die Kräuter sind für Schwangere unbedenklich.

Nasensalbe gegen verstopfte Nase

Einfach die Salbe in beide Nasenlöcher geben, Nase zuhalten und kräftig durch die Nase einatmen bzw. „anziehen“. Dann die Nase wieder „aufmachen“. So kommt die Nasensalbe bis in die Nebenhöhlen und kann dort helfen, die Schleimhaut zu beruhigen. Auch wenn’s komisch klingt und danach etwas Druck auf der Nase liegt, es hilft wirklich.
Das „Hochziehen“ ist übrigens – entgegen aller Vorurteile – gesünder als Schnäuzen. Denn durch den Druck beim Schnäuzen wird der „Schnodder“ eher noch tiefer in die Nebenhöhlen gepresst.
➤ Alle Nasensalben, die für Schwangere erlaubt sind, sind unbedenklich.
➤ Auch für Kinder ab dem Kindergartenalter geeignet.

Ingwer für Kleinkinder?

Ingwer ist für Kinder unter sechs Jahren angeblich nicht zu empfehlen. Gilt das auch für die Zubereitung beispielsweise von Hühner- oder Kürbissuppe? Ich habe eine zweijährige Enkeltochter.
Antwort

Da Ingwer auch pharmakologische Eigenschaften hat, die den Stoffwechsel anregen, die Magen- und Gallensaftproduktion ankurbeln, im ayurvedischen Sinne also Hitze und Feuer entstehen lassen, sollten Kinder ihn tatsächlich nicht in hohen Dosen verzehren. Meist mögen sie die enthaltenen Scharfstoffe auch gar nicht. Wenn Ihre Enkelin jedoch nichts gegen die Speisen auszusetzen hat und sie gerne isst, dann stimmt die Dosierung in den Speisen wahrscheinlich für sie.

Kinder brauchen die hitze- und durchblutungsfördernden Substanzen aus dem Ingwer eigentlich nicht, da sie diese Fähigkeiten noch selbst in sich entwickeln. Generell gehören zu Kindern eher die nährenden Lebensmittel, die durchaus auch süß sein können (wie Griesbrei oder Ähnliches). Nach ayurvedischer Lehre befinden sich Kinder in der Kaphaphase ihres Lebens, d. h., sie brauchen aufbauende, nährende Lebensmittel, die ihnen eine gute Grundlage bieten. Im Prinzip gehören Kürbissuppe und Hühnerbrühe durchaus dazu, allerdings nur mit minimaler Dosierung an Ingwer.

Sollten Kinder Ingwer nehmen?

Die Frage, ob Kinder Ingwer einnehmen dürfen, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Viele Eltern sind daher verunsichert, ob und in welchem Alter sie ihren Kindern Ingwer geben dürfen. Die bei den Erwachsenen so beliebte „scharfe Knolle“ sollte bei Kindern nur angewendet werden, wenn man sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt hat.

Sollten Kindern Ingwer nehmen?

Kurze Antwort: Nein, sie sollten nicht. Aber wenn sie Ingwer vertragen, dann dürfen sie. Ich würde allen Eltern dazu raten, unbedingt auf die Reaktion des Kindes zu achten. Es gibt sicherlich viele Kinder, die keinen Ingwer mögen und dann sollte man es auch dabei belassen. Der Instinkt eines Kindes ist meist deutlich intakter als bei erwachsenen Menschen und der Bedarf nach heilenden Substanzen für einen jungen Körper meist geringer. Kleinen Kindern würde ich prinzipiell keinen Ingwer geben, speziell nicht Kindern unter 3 Jahren. Darüber hinaus sollte man Für und Wider gründlich abwägen und den Kinderarzt befragen.

Was bei Ingwer für Kinder zu beachten ist

Ein leckerer Ingwertee, der die Abwehr stärkt, ist auch für etwas jüngere Ingwerfans eine tolle Sache. Auch ein angeschlagenes Immunsystem kann bei jüngeren Menschen positiv angekurbelt werden. Da manche Kinder den Ingwer im Tee nicht mögen, empfiehlt es sich, ihn mit Honig zu süßen. Möchte das Kind noch immer keinen Ingwertee, dann ist dies ein deutliches Zeichen, es dabei zu belassen. Manche Kinderärzte sagen, dass viele Kinder die Schärfe des Ingwers sowieso nicht mögen. Prinzipiell besteht für sie erstmal kein gesundheitliches Risiko durch den Verzehr von Ingwer, vorausgesetzt, der kleine Mensch ist nicht allzu jung und nicht schwer krank. Besteht eine deutliche Abneigung gegen die kleine Knolle, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kinderkörper ihn nicht verträgt, deutlich größer. Ich würde immer davon abraten, Kindern ein hochdosiertes Ingwerpräparat zu geben. Gegen eine gezielt therapeutische Verwendung spricht, dass Ingwer den Stoffwechsel und die Magensaftproduktion anregt sowie die Gallensaftproduktion fördert. Ingwer erzeugt laut der ayurvedischen Medizin Hitze im Körper, weshalb er durch eben diese Effekte bei Kindern kritisch zu bewerten ist. Wie schon weiter oben angesprochen, ekeln sich die Kinder eher von den Scharfstoffen, die wir Erwachsenen oftmals lieben. Die körpereigenen Regulationsmechanismen funktionieren in Kinder-Körpern meist noch sehr gut, weshalb hier eine Substitution nicht notwendig ist.

Fazit: Pro und Contra bei Ingwer für Kinder

Allgemein kann man sagen, dass es eher keine Hinweise gibt, dass Ingwer für Kinder generell schlecht ist. Eltern sollten ihr Kind genau beobachten, ob der Ingwer ihm oder ihr überhaupt schmeckt. Denn viele Kinder mögen die enthaltenen Scharfstoffe im Ingwer sowieso nicht. Wichtig scheint, die Dosierung des Ingwers bei Kindern zu beachten. Hohe Dosen oder gar Ingwerkapseln in hochkonzentrierter Form sind natürlich nicht ratsam, da die Selbstheilungskräfte bei Kindern meist noch ausgeprägter als bei Erwachsenen sind. Prinzipiell sollte man Kindern unter drei Jahren eher keinen Ingwer geben und der Ingwertee bei größeren Kindern sollte nicht zu scharf sein. Die Vorzüge des Ingwers, in der Erkältungszeit das Immunsystem zu stimulieren und innerlich zu wärmen, können aber ab dem Alter von 5-6 Jahren, in Absprache mit dem Kinderarzt(!) genutzt werden. Allgemein kann man sagen, wenn ein Kind Ingwer mag, dann darf es diesen auch essen. Auch in Suppen, Aufläufen oder als Gewürz – Ingwer ist gesund in Maßen, auch für Kinder.

Ingwer

Wir möchten einen Irrtum klarstellen: Ingwer ist sehr wohl gut für Kinder! Einfach auf die Dosierung achten. Die meisten Kinder empfinden die Scharfstoffe (Gingerole) der Wurzel als störend. Dafür ist die gesundheitliche Kraft der Knolle unübertroffen!

Die Knolle ist reich an ätherischen Ölen, Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor und Eisen. Sie kann durch ihre Wirkung gegen Erbrechen bei z.B. Reiseübelkeit (kandierten Ingwer mit ins Gepäck) und Verdauungsproblemen wirken und man sagt ihr eine entzündungshemmende und antivirale Wirkung nach.

Das Rhizom wirkt antibakteriell und kann somit zu einer gesunden Darmflora beitragen. Die Knolle hält also definitiv gesund. Sie wirkt virusstatisch, hemmt also die Vermehrung von Viren.

In der traditionellen chinesischen Medizin und in der Ayurveda-Lehre hat er einen hohen Stellenwert und das zu Recht. Die Kinder sind dort von klein an an den Geschmack gewöhnt und der Organisumus wird so auf natürliche Art und Weise wunderbar unterstützt. Und: die Kinder haben zwar auch mit Krankheiten zu kämpfen, aber die sind anderer Natur. Würden wir unsere Kinder schon früh an den Ingwer gewöhnen, könnten wir großartige Erfolge sehen in der Gesundheit. Lasst sie einfach immer mehr an den geschmack gewöhnen – irgendwann kauen sie freiwillig auf einer Scheibe rohen Ginger herum, wenn es im Hals kratzt.

Unser Tipp: einfach in kleinen Stücken in Currys, Smoothies oder Limonaden anbieten. Nicht nur während der Erkältungszeit, sondern das ganze Jahr über ein gesunder Begleiter für Groß und Klein.

Zwiebelsirup und Zwiebeln am Bett bei Erkältung und Husten

Uns hat es erwischt. Auch meine Tochter ist jetzt erkältet, mit 19 Monaten zum ersten Mal. Schnupfen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen und ein wenig erhöhte Temperatur lässt bei mir grüßen. Da ich die Kleine noch stille, hat es sie nicht so stark erwischt. Zumindest bis jetzt. In der Muttermilch sind ja bereits Antikörper enthalten, die ich gerade produziere und ihr jetzt bei der Erkältung zugute kommen. Die Natur ist unglaublich gut und hat sich so etwas Tolles ausgedacht.

Was uns in der ersten Nacht sehr geholfen hat, ist eine aufgeschnittene Zwiebel direkt am Bett/Kopfende. Die erste Nachthälfte hat meine Tochter durch die Nase schlecht Luft gekriegt. Sie war sehr unruhig und unzufrieden. Mir viel ein, dass eine aufgeschnittene Zwiebel sehr gut helfen soll. Einige schwören darauf. Sofort holte ich ein Schälchen mit einer in Stücke geschnittenen großen Zwiebel und stellte sie an unser Kopfende des Bettes. Die ätherischen Öle der Zwiebel entfalteten ihre Wirkung. Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass meine Tochter deutlich besser Luft bekam und ruhiger schlief. In der zweiten Nacht stellte ich gleich wieder die Zwiebel auf und siehe da: Eine freie Nase und weniger Unruhe.

Aus dem Rest der Zwiebel habe ich den berühmten Zwiebelsirup gemacht. Er soll bei Husten toll sein und Schleim lösen. Ich habe den Zwiebelsirup aber auch jetzt bei Halsschmerzen genommen und merke, dass der Schmerz nicht mehr so stark ist. Die Apfelsüße überdeckt den Zwiebelgeschmack sehr gut, so dass selbst die Kleine etwas davon haben wollte und mehr verlangte.

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2-3 EL Apfelsüße z.B. von MorgenLand

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in ein Glas mit Verschluss geben. Apfelsüße dazu geben und das Glas im Kühlschrank mind. drei Stunden stehen lassen. Es bildet sich ein Saft, denn man dann nach Bedarf einnehmen kann.

Das sind also zwei ganz einfache Hausmittel, die bei uns sehr gut funktioniert haben. Schlimm fand ich es übrigens nicht, dass das Schlafzimmer nach Zwiebel roch. Es gibt wirklich Schlimmeres und man ist froh, wenn das Kind von der Wirkung des Zwiebelaromas profitiert. Wie sind denn eure Erfahrungen?

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 27. September 2015 veröffentlicht.

Hausmittel gegen Erkältung & Co | Der Allrounder Zwiebel

Darf ich vorstellen: die Zwiebel. Nicht nur zum Kochen ist sie bestens geeignet, sie Die Zwiebel ist ein Allrounder und hilft gegen viele andere Wehwehchen. Die ist ein gutes Hausmittel gegen Erkältung & Co.

Die Zwiebel enthält viele verschiedene entzündungshemmende Stoffe (Flavonide/sekundäre Pflanzenstoffe). Die Flavonide sind auch der Grund, warum sie zur Behandlung vieler Erkältungsleiden, wie Husten, Schnupfen oder Ohrenschmerzen im Winter so gut geeignet ist, da diese entzündungshemmend wirken und Schutz vor Krankheitserregern bieten. Natürlich nur bei leichten Beschwerden, wer wirklich schwere Schmerzen hat, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen. Eine Mittelohrentzündung ist nichts, an dem man ohne Kontrolle selbst herumdoktern sollte.

Bei der letzten Anwendung mit Zwiebel letzten Winter hat das Kinderzimmer hat einen Tag lang gerochen wie eine schlecht gelüftete Kebabbude. Aber wir haben keinen Tropfen andere Medizin gebraucht, um die Ohrenschmerzen vom kranken Fräulein zu beseitigen. Zwiebelwickel am Ohr und Kuscheln mit dem „Kebab-Kind“ hat geholfen. Sie hat keine Sekunde mehr über Ohrenschmerzen geklagt. Und nach eineinhalb Stunden im stinkenden Zimmer riecht man es fast gar nicht mehr. Versprochen!

Ohrenschmerzen: Zwiebel-Wickel am Ohr

  • Zwiebel zerkleinern und in Watte verpacken. Das Wattepad nehmt ihr dazu am besten teilweise in der Hälfte auseinander und schiebt den Zwiebel hinein.
  • Ans Ohr legen
  • Mit einem Stirnband oder einer Haube fixieren
  • Kuscheln und Vorlesen

ALTERNATIVE (haben wir so gemacht): einen bunten Waschlappen nehmen, Zwiebel einfüllen und diesen ans Ohr legen. Fixieren ist besser, bei uns hat es aber auch ohne geklappt.

Die Geruchsbelästigung war wie erwartet fies, aber es hat geholfen. Das Fräulein fand es ganz faszinierend, dass sie sich den Handschuh mit Zwiebel auf das Ohr legen sollte. Einfach er ist die ganze Sache auf jeden fall mit Wattebausch, den kann man nämlich einfacher entsorgen.

Husten: Zwiebel-Hustensaft

Der Zwiebel-Hustensaft ist eine gute Alternative zum Hustensaft aus der Apotheke und kommt auf dauern natürlich auch etwas günstiger. Meine Kinder waren am Ende leider geschmacklich nicht so begeistert davon, ich fand ihn eigentlich ganz ok. Auch wenn wir wieder auf den St. Wolfganger Wipferlsirup umgestigenen sind, möchte ich euch den Zwiebel-Hustendaft druchaus empfehlen, weil er genauso gut hilft.

  • Zwiebel klein würfeln und in ein leeres Schraubglas füllen (z.B. kleines Marmeladenglas)
  • Honig (alternativ normaler Zucker oder auch Kandiszucker und etwas abgekochtes Wasser) zugeben
  • Zuschrauben und Masse schütteln
  • Ziehen lassen, bis die Mischung flüssiger wird.

Exaktere Mengenangaben sind hier nicht möglich/nötig, das müsst ihr nach Gefühl machen. Ich habe eine sehr kleine Zwiebel genommen und ca. eineinhalb Esslöffel Honig darüber gegeben – diese Menge war perfekt. Mit dem Löffel kann man ganz gut an den Zwiebelstücken vorbei den Hustensaft herausnehmen oder ihr fischt den Zwiebel vorher heraus.

Erkältung und Halsschmerzen: Zwiebelsocken

Es hilft hie rnicht nur die Zwiebel sondern sie Kombination von Wärme und Zwiebelsaft. Wärmt oder behandelt ihr eure Füße, wirkt sich das reflektorisch auf verschiedene andere Bereiche eures Körpers aus, da es dort die Durchblutung fördert.

  • Zwiebel in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und anwärmen (z.B. im Wasser/Dampfbad)
  • Fußsohlen vorwärmen, Zwiebel darauf legen und mit einer Mullbinde befestigen
  • Socken drüber und fertig.
  • Am besten für 3-4 Stunden drauf lassen (über Nacht?) und die Füße auch gleich auf der Wärmeflasche liegen lassen.
  • Bevor die Socken ausgezogen werden am besten eine Runde auf den Zwiebeln gehen, damit der Saft herausgepresst wird und einziehen kann. Das regt die Durchblutung noch einmal extra an.

Alternativ könnt ihr je nach Verfügbarkeit die (natürlich warmen) Fußsohlen auch mit Knoblauch einreiben. Das hat einenc ähnlichen Effekt.

Halsschmerzen: Zwiebelwickel am Hals

Dafür fixiert ihr ein warmes Zwiebelsäckchen am besten zuerst mit einem Seidenschal am Hals und wickelt euch drumherum noch mit einem warmen Schal ein. Alternativ könnt ihr die Zwiebel statt in Stückchen im Säckchen auch in Scheiben schneiden und mit einem dünnen Baumwolltuch um den Hals wickeln. Lasst den Wickel ca. ein bis zwei Stunden wirken.

Schnupfen: Zwiebelsackerl

Zwiebelsackerl neben oder über dem Bett sind Sehr einfach und effektiv. Auch wenn sie nicht besonders gut riechen, ist es einen Versuch wert, um die Nase besser fri zu bekommen. Bei richtig schwerem Schnupfen hat es bei uns aber leider gar nicht geholfen.

  • Zwiebel würfeln und in z.B. einen Waschlappen oder in ein Baumwollsackerl füllen.
  • Sackerl ein wenig in der Hand quetschen, damit die ätherischen Öle austreten können.
  • In sicherer Entfernung aber noch in Kopfnähe am Bett aufhängen.

Ich bin gerade dabei, all meine Hausmittel für mich selbst zusammen zu schreiben, deshalb gibt es die „Hausmittel für die ganze Familie“ ab sofort in Serie. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr sowieso alle gesund bleibt und gar keine Hausmittel braucht!

Wien/AT-Tipp: Wer in einem Workshop mehr zum Thema Hausmittel erfahren möchte, dem möchte ich Claudias Workshop „Kinder mögen Hausmittel“ ans Herz legen. Hier geht es zu ihrer Facebook-Seite. Ich habe den Workshop letztes Jahr besucht und bin sehr bereichtert nach Hause gefahren. Egal ob ihr nur eine Aufrischung braucht oder noch gar nichts vom Thema wisst.

Wisst ihr, welches die 10 Must Haves in der winterlichen Hausmittel Apotheke sind? Dann schaut hier rein!

Welche Hausmittel verwendet ihr regelmäßig und könnt ihr empfehlen?

Natürliche Heilkraft der Zwiebel: Zwiebelsäckchen und Zwiebelsocken

Die natürliche Heilkraft der Zwiebel

Vom „Weinen“ beim Zwiebelschälen kennen Sie die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle. Diese stark schwefelhaltigen Stoffe sind wahre Alleskönner: Sie wirken desinfizierend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, entgiftend und schleimlösend.

Die Zwiebel hilft bei:

  • Erkältungen
  • Husten, Ohrenentzündung
  • Insektenstichen
  • Sehnen- und Gelenkproblemen
  • Rheuma
  • Knochenbrüchen
  • Blasenentzündung
  • und kann als Zwiebelauflage bei Ohrenschmerzen, als
    Zwiebelwickel oder -socke und als Zwiebelsud angewendet werden.

1. Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen: das Zwiebelsäckchen

Ohrenschmerzen kommen bei Kindern häufig vor – und die meisten Eltern sind froh, wenn sie schnell wieder vorübergehen. Zwiebelsäckchen – kleine am Ohr befestigte Zwiebelauflagen – riechen zwar kräftig, helfen aber auch kräftig. Selbst bei akuten Ohrenschmerzen können sie schnell Erleichterung bringen und die Entzündung abklingen lassen.

Anwendungsbereich:

Kinder ab 1 Jahr und Erwachsene bei Ohrenschmerzen: stark schmerzstillend und entzündungshemmend

Das brauchen Sie:

  • eine Zwiebel
  • dünnen Baumwollstoff oder Verbandmull, ca. 15 x 15 cm
    (Auch eine dünne Baumwollsocke eignet sich hervorragend)
  • wenn vorhanden etwas Heilwolle
  • Mütze, Schal oder Stirnband
  • Pflaster oder Klebestreifen

So wird’s gemacht:

Zwiebel in kleine Würfel schneiden und leicht auf Körpertemperatur erwärmen (hierzu eignet sich besonders ein umgedrehter Topfdeckel über einem Topf mit kochendem Wasser, auf dem Sie die Zwiebelwürfel leicht erwärmen)

  • Zwiebelwürfel etwa 1 cm dick auf das mittlere Drittel des Tuches oder Verbandmulls geben. Daraus ein flaches Päckchen packen und mit Pflaster zukleben
  • Bei empfindlicher Haut den Bereich ums Ohr mit einer Fett-Creme vorbereiten
  • Anschließend das Zwiebelpäckchen aufs Ohr legen und mit Mütze, Stirnband oder Schal befestigen
  • Dauer: Eine Stunde – kann aber auch über Nacht auf dem Ohr bleiben
    (und nur so lange, wie das Kind mag!)

Achtung: Lassen Sie starke oder anhaltende Ohrenschmerzen immer auch vom Arzt abklären!

2. Alleskönner: die Zwiebelsocken

Bei diesem Wickel wird die Verbindung zwischen den Fußsohlen und ihrer Verbindung zum ganzen Körper (Fußreflexzonen) ausgenutzt. Er wirkt hervorragend bei Erkältungen, Fieber und beginnender Blasenentzündung.

  • Mein Tipp: Anfangs wird Ihr Kind sich vielleicht wundern, warum Sie ihm plötzlich Zwiebeln auf die Füße legen. Erklären Sie ihm etwas über die Kraft der Zwiebel, die die Krankheit aus dem Körper ziehen kann und gestalten Sie die ganze Prozedur so kindgerecht wie möglich. Bei kleinen Kindern könnten Sie z. B. vorher Gesichter auf die Füße malen oder ihm ein Tattoo auf die Fußsohlen kleben.
  • Wichtig: Wenden Sie diesen Wickel nur an, wenn Ihr Kind warme Füße hat! Bei kalten Füßen erst ein warmes Fußbad machen, allerdings nur, wenn Ihr Kind kein Fieber hat.

Anwendungsbereich: Für Kinder ab 6 Monaten und Erwachsene bei:

  • Beginnender oder schon bestehender Erkältung
  • Fieber
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Blasenentzündung (zusätzlich zur ärztlichen Behandlung)
  • Zahnungsbeschwerden
  • 1 bis 2 Zwiebeln
  • Mullbinde
  • Heilwolle oder Watte
  • Wollsocken
  • Wärmflasche

So wird’s gemacht:

Die Zwiebel schälen, in ca. 1/2 bis 1 cm dicke Scheiben schneiden und z. B. auf einem umgedrehten Topfdeckel im Wasserdampf erwärmen. Legen Sie Ihrem Kind anschlie- ßend die Zwiebeln auf die Fußsohle, so dass diese bedeckt sind (ohne Zehen). Dann legen Sie etwas Heilwolle oder Watte darauf und wickeln zuletzt die Mullbinde um die Füße. Anschließend Wollsocken darüber ziehen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben, bis das Kind nicht mehr mag (ca. 1 bis 4 Stunden, die Füße müssen warm bleiben).

Ingwer, die „Wunderknolle“

Heilwirkung von Ingwer

Ingwerknollen sind die Wurzelstöcke einer schilfartigen Staudenpflanze, die in warmen tropischen Gegenden wächst. Ihre Heilwirkung beruht hauptsächlich auf den enthaltenen Scharfstoffen und ätherischen Ölen. Forscher haben herausgefunden, dass vor allem das enthaltende Gingerol in seiner chemischen Struktur und Wirksamkeit dem Aspirin sehr ähnlich ist. Auch gegen Übelkeit und andere Verdauungsbeschwerden wirkt Ingwer mindestens ebenso gut wie chemische Medikamente. Das enthaltene Vitamin C sowie wichtige Mineralstoffe helfen zudem bei der Vorbeugung gegen Grippe und Erkältung.

Ingwer hilft Ihrem Kind außerdem bei …

  • Erkältungen mit Frösteln, Husten und Halsschmerzen (möglichst schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder auch vorbeugend!)
  • Übelkeit, Reisekrankheit und Appetitlosigkeit
  • Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl und Magendrücken
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Verspannungen und Verkrampfungen

Schützen Sie Ihr Kind vor diesen 7 gefährlichen Medikamenten. Jetzt mehr erfahren…

Wie Sie Ingwer als Heilmittel anwenden können

Besonders gut entfaltet Ingwer seine Heilwirkung als Teeaufguss – aber auch als Zutat im Essen wirkt er gegen verschiedene Beschwerden und macht die Nahrung leichter verdaulich. Bei Erkältungen und Muskelschmerzen oder wenn Ihr Kind keinen Ingwer mag, sind Einreibungen und Kompressen mit Ingwertinktur hilfreich. Wenn es einmal schnell gehen muss oder für unterwegs, erhalten Sie in der Apotheke auch fertige Ingwertropfen sowie Tabletten oder Kapseln mit Ingwerextrakt. Bei leichten Beschwerden können Sie Ihrer ganzen Familie mit den folgenden Ingwerrezepten gut selbst helfen. Allerdings sollten Sie bei entzündlichen Magenleiden, Sodbrennen und Gallensteinen sehr vorsichtig mit Ingwer umgehen. Auch während der Schwangerschaft sollte Ingwer sparsam dosiert werden, da er in größeren Mengen Wehen auslösen kann.

Ingwertee selber machen: Tipps für die Zubereitung

Tipps für Ihren Ingwertee

  • Verwenden Sie am besten Bio-Ingwer. Vor allem wenn Sie die Schale mitkochen, sollte die Knolle pestizidfrei sein.
  • Frischen Ingwer erkennen Sie an einer glatten und festen Schale.
  • Ingwer immer frisch aufschneiden.
  • Schälen Sie die Ingwerwurzel nicht – gerade in der Schale stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe.
  • Alternativ können Sie auch Ingwerpulver verwenden, das jedoch weniger ätherische Öle enthält.

Was ist Ingwerwasser?

Ingwerwasser ist die erfrischende kalte Alternative zum wärmenden heißen Ingwertee. Für Ingwerwasser können Sie entweder den heißen Tee abkühlen lassen, Sie können ihn aber auch kalt ansetzen. Das schmeckt herrlich besonders an heißen Sommertagen mit klirrenden Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe!

So gesund ist die Wunderknolle Ingwer

Ingwer enthält viele Vitamine, dazu Magnesium, Eisen, Kalzium und Kalium. Die Scharfstoffe und ätherischen Öle wie Gingerol, Schogaol oder auch Borneol sind es aber, die die Knolle so wertvoll für unsere Gesundheit machen.

„Die von außen so unscheinbare Wurzel verbirgt in ihrem Inneren auch eine breite Palette an medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen und ist damit ein in der Naturheilkunde gerne verwendetes Heilmittel“, erklärt Dr. Roman Huber, Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde gegenüber der Universitätsklinik Freiburg.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) spielt Ingwer seit Jahrhunderten eine große Rolle und gilt als Heilmittel bei Erkältungskrankheiten, Schmerzen und bei Übelkeit und Migräne. 2018 wurde die scharfe Knolle zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Ingwer kann bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen helfen:

  • stärkt das Immunsystem und hilft bei Erkältungsbeschwerden
  • hilft bei Übelkeit (auch Reiseübelkeit) und Verdauungsproblemen
  • wirkt entzündungshemmend
  • lindert Menstruationsbeschwerden
  • ist allgemein schmerzlindernd
  • kann bei Migräne helfen

Weiterlesen auf oekotest.de:

  • Kräutertee im Test: Noch immer mit vielen Pestiziden belastet
  • Zucker, Koffein, schädliche Zusätze: Fertig-Eistee kann für Kinder schädlich sein
  • 20 Mittel gegen Reisekrankheiten im Test
  • Zu heißer Tee kann das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen
  • Glühwein-Test: Nur jeder zweite Wein empfehlenswert

Ingwertee: Abnehmen mit dem Schlankmacher – die richtige Zubereitung

Ingwer kann beim Abnehmen helfen. Denn das Gewürz ist dafür bekannt, dass es den Stoffwechsel ankurbelt. Genau diese Eigenschaft ist bei einer Diät sehr förderlich. In Form von Tee oder Ingwerwasser kann das Getränk in doppelter Hinsicht zum Gewichtsverlust beitragen: indem es Kalorien verbrennt und dem Körper hilft, Gift- und Schadstoffe auszuscheiden.

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Wirkung: Ingwertee als Flüssigkeitszufuhr

Beim Abnehmen hilft es, jede Menge zu trinken. Das empfiehlt fast jede Diät. Ohne Wasser funktioniert unser Körper nicht, er benötigt es insbesondere für den Stoffwechsel. Gift- und Schadstoffe werden über die Nieren mit Hilfe von Flüssigkeit ausgeschieden. Ist nicht genügend Wasser da, verbleiben gefährliche Stoffe eventuell im Körper und können Schäden anrichten.

Genau solche Stoffe werden bei der Fettverbrennung erzeugt. Um diese also so schnell wie möglich aus dem Körper zu transportieren, sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ingwertee kann dabei nicht nur als Wasserlieferant dienen, sondern auch den Stoffwechsel auf Trab bringen, was zusätzliche Kalorien verbrennt.

Wie hilft Ingwer beim Abnehmen?

Natürlich können Sie allein durch das Trinken von Ingwertee nicht abnehmen. Zu einer richtigen Diät gehören eine bewusste Ernährung und viel Bewegung. Doch der Gewürztee kann Sie auf dem Weg zum Wunschgewicht unterstützen. Die Scharfstoffe im Ingwer erhöhen die Betriebstemperatur des Körpers und beschleunigen damit spürbar den Stoffwechsel – ähnlich wie auch Chilli.

Dieser Effekt wurde in einer Studie der Columbia Universität in New York bestätigt. Auch die Fettverdauung im Darm wird durch Ingwer gefördert. Das Gewürz regt die Produktion von Magensäure an, wodurch auch andere Speisen schneller und leichter verdaut werden können. All diese Prozesse tragen dazu bei, dass mehr Abfallprodukte vom Körper ausgeschieden werden können. Ingwertee und Ingwerwasser haben also zusätzlich noch eine entschlackende Wirkung.

Die Zubereitung von Ingwertee

Ingwertee ist in Beuteln erhältlich. Doch Sie können die Knolle auch frisch kaufen und Ihren Tee selbst zubereiten. Achten Sie beim Kauf auf die Optik und die Konsistenz der Ingwerknollen: Sie sollten eine hellbraune Farbe haben und prall und fest sein. Ist die Knolle weich oder riecht muffig, lassen Sie lieber die Finger davon.

Wenn Sie eine frische Ingwerknolle zu Hause haben:

  1. Schneiden Sie zwei bis drei Scheiben davon ab – das reicht für eine ganze Teekanne.
  2. Übergießen Sie die Scheiben mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee je nach Geschmack fünf bis zehn Minuten lang ziehen.
  3. Ingwer ist relativ aromatisch und kann dem einen oder anderen sogar zu scharf werden. Nehmen Sie sich deshalb Zeit, um sich an den Tee zu gewöhnen und lassen Sie ihn anfangs nur kurz ziehen.
  4. Mit einem Schuss Zitronensaft können Sie den Tee abschmecken, etwas Honig verleiht ihm eine leichte Süße.
  5. Der Tee kann warm und kalt getrunken werden.

Ingwertee kann auch bei vielfältigen anderen Beschwerden eingesetzt werden und kann:

  • Trendgetränk „Infused Water“: Gurkenwasser – Leichter Fitnessdrink
  • Was das Wundermittel alles kann: Ingwer ist die Heilpflanze 2018
  • Grüner Tee: Hilfreicher Schlankmacher?
  • Heilpflanzen: Ingwer in der Schwangerschaft mit Vorsicht genießen
  • Pflanzliche Hilfe: Kann Ingwer gegen Bluthochdruck helfen?
  • gegen Übelkeit helfen;
  • Seekrankheit vorbeugen;
  • Heiserkeit lindern.

Allgemeine Tipps gegen Halsschmerzen

Wenn dein Hals weh tut, solltest du dich und deine Stimme so lange schonen, bis die Schmerzen abgeklungen sind und du dich wieder fit fühlst. Halte deinen Hals möglichst warm, aber nicht zu heiß und achte darauf, viel Wasser und Kräutertee zu trinken. Das hält die Schleimhäute feucht und hilft dabei, die Krankheitserreger schneller loszuwerden. Darüber hinaus verschaffen dir die folgenden Hausmittel Linderung:

Heilerde

Für einen Wickel 3 El Heilerde (Drogeriemarkt) mit Wasser zu einem Brei rühren, auf einem dünnen Baumwolltuch verteilen und um den Hals wickeln. Darüber einen Wollschal tragen und umbehalten, bis die Erde trocken ist. Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Zwiebelwickel

Dafür 2-3 Zwiebeln in Ringe schneiden und leicht erwärmen (Pfanne). Dann fingerdick auf ein Leinentuch geben, einschlagen und um den Hals legen. Zur Fixierung ein Baumwolltuch darüber wickeln. Tragen, bis die Wärme nachlässt (3-mal täglich). Tötet Keime ab und hilft gegen die Schmerzen.

Leinentuch

Hemmt den Entzündungsprozess. Ein Leinentuch der Länge nach zusammenfalten und in kaltes Wasser tauchen. Nach dem Abtropfen locker um den Hals legen und ein trockenes Handtuch darüber wickeln. Dieses Hausmittel gegen Halsschmerzen etwa 15 Minuten tragen, anschließend erneuern (2-mal täglich).

Kartoffelwickel

Hierfür 1 Pfund Kartoffeln kochen, auf ein Tuch geben und dieses zusammenklappen. Kartoffeln im Tuch zerdrücken, etwas abkühlen lassen. Wenn der Wickel nicht mehr zu heiß ist (am Unterarm testen!), um den Hals legen, mit einem Schal fixieren (2-3 Std.). Schmerzlindernd und beruhigend.

Ebenfalls gut zu wissen: Das kannst du beim ersten Kratzen im Hals tun

Myrrhe- oder Salbeilösungen

Etwa 10-20 Tropfen in ein Glas lauwarmes Wasser geben, damit 4-mal tägl. gurgeln. Wirkt antibakteriell und beruhigt die Schleimhäute.

Mehr zum Thema: Tipps gegen entzündete Stimmlippen, Räusperzwang und Heiserkeit

Propolistinktur

10 Tropfen Propolis-Tinktur (Apotheke) in einem Glas Wasser verrühren und damit 2-3-mal täglich gurgeln. Propolis hilft gegen Viren, Bakterien und Entzündungen.

Apfelessig

2 TL Apfelessig mit 100 ml warmem Wasser verdünnen, 3-mal täglich gurgeln. Apfelessig hat eine antiseptische und adstringierende (zusammen ziehende) Wirkung, macht so die Rachenschleimhaut widerstandsfähiger und befreit sie von Keimen.

Kochsalzlösung

Einen halben TL Salz in 250 ml Wasser auflösen, damit alle 2-3 Stunden gurgeln. Dabei sollte man das Hausmittel gegen Halsschmerzen möglichst weit in den Rachen laufen lassen, damit auch wirklich jede Stelle behandelt wird. Kochsalz befeuchtet die Schleimhäute und desinfiziert.

Teebaumöl

Wirkt sowohl gegen Viren als auch gegen Bakterien. 5-10 Tropfen Teebaumöl in ein Glas warmes Wasser geben, umrühren und damit alle 2-3 Stunden gurgeln. Achtung: Nicht schlucken – innerlich sollte Teebaumöl nur nach ärztlicher Verordnung angewandt werden.

Auch interessant: Teebaumöl: 19 überraschende Anwendungsmöglichkeiten

Salbei

Wirkt antibakteriell und beruhigt die Schleimhäute. 1 TL Salbeiblätter mit 150 ml heißem (nicht kochendem!) Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Tägl. 2-3 Tassen.

Eibischwurzel oder Malve

Enthalten Schleimstoffe, die Reizungen im Mund- und Rachenraum lindern. Je 2 TL mit 250 ml kaltem Wasser (Eibisch) oder lauwarmem Wasser (Malve) übergießen, dann 30 Min. (Eibisch) bzw. 5-10 Std. (Malve) ziehen lassen, zum Trinken erwärmen. 3-4 Tassen pro Tag.

Holunderblüten mit Honig

Pro Tasse 2 TL Holunderblüten mit kochendem Wasser übergießen, 15 Min. zugedeckt ziehen lassen, 1 TL Honig zufügen. Holunder wirkt entzündungshemmden und immunstimulierend, Honig leicht antibiotisch.

Thymian

Halsschmerzen werden fast immer von Viren ausgelöst. Gegen diese hilft Thymian: 1 TL (frisch oder getrocknet) etwa 1 Min. in 250 ml Wasser kochen, abseihen. Tägl. 3-4 Tassen.

Pfefferminze

Tötet Keime ab und hemmt Entzündungsprozesse. 1 TL Pfefferminzblätter mit heißem (nicht kochendem!) Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 2-3 Tassen tägl.

Kamille

Das bekannteste Hausmittel gegen Halsschmerzen desinfiziert und lindert Schmerzen. 2 Teelöffel Kamillenblüten (Apotheke) mit 1 Tasse Wasser heiß überbrühen (nicht kochen!), 5-10 Minuten bedeckt ziehen lassen.

Schüssler Salz Nr. 4 Kalium chloratum

So nennt man das Salz der Schleimhäute, da es beruhigend auf diese wirkt. Anwendung: 3-6 mal täglich 1-3 Tabletten

Viel trinken

Bei Halsschmerzen sollten Betroffene möglichst viel trinken. Das hält die Schleimhäute feucht. Erkältungsviren können sich so nicht so gut vermehren.

Honig

Studien weisen auf seine antibiotische und entzündungshemmende Wirkung hin. Doch Honig aus dem Supermarkt, der während der Produktion erhitzt wurde, besitzt nicht ausreichend Wirkstoffe. Als Hausmittel gegen Halsschmerzen nur auf kaltgeschleuderten Bienenhonig guter Qualität zurückgreifen. Pur essen oder in Tee oder heiße Milch einrühren (vorher etwas abkühlen lassen!). 1-2 EL pro Tag.

Lesetipp: Ist Honig gesund? Der Qualitäts-Check

Knoblauch

Seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien. Wer es verträgt, sollte reichlich Knoblauch essen, gefolgt von etwas Petersilie. Das hilft gegen den Knoblauchgeruch und liefert gleichzeitig Vitamin C.

Lutschen

Regt die Speichelproduktion an und befeuchtet die Schleimhäute. Isländisch Moos oder Spitzwegerich-Pastillen bilden zudem einen schützenden Film auf der Schleimhaut.

Zwiebel-Honig

Eine rohe, fein gehackte Zwiebel mit einigen Löffeln Honig vermischen, über Nacht ziehen lassen. Wirkt antibakteriell. 5mal pro Tag 1 TL nehmen.

Tipp: Wusstest du, dass Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerzen und Zwiebelsäckchen gegen Ohrenschmerzen hilft?

Achtung! Grippeähnliche Symptome solltest du nicht unterschätzen. Nicht selten verbergen sich dahinter erste Anzeichen eines Pfeifferischen Drüsenfiebers.

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Bereits seit langer Zeit gelten Zwiebel als Heilmittel. Das liegt unter anderem an den Sulfiden in der Zwiebel. Sie sind nicht nur Schuld daran, dass uns die Tränen in die Augen schießen, sie können auch gegen verschiedene Krankheiten helfen. Wir zeigen euch, wie ihr einen wirksamen Hustensaft aus Zwiebeln selber machen könnt.

Zwei Rezepte für Hustensaft aus Zwiebeln

Für unseren Hustensaft aus Zwiebeln braucht ihr lediglich eine oder zwei Zwiebeln und etwas Kandiszucker. Dann geht ihr wie folgt vor:

  1. Die Zwiebeln schneiden wir in Würfel und kochen diese mit Wasser und dem Kandiszucker bei geringer Hitze kurz ab.
  2. Anschließend lassen wir den Sud langsam abkühlen und dabei noch ziehen.
  3. Sobald das Getränk dann kalt ist filtern wir den Hustensaft aus Zwiebeln mit Hilfe eines Kaffeefilters.

So einfach habt ihr einen wirkungsvollen Hustensaft selber gemacht. Jetzt könnt ihr ihn teelöffelweise einnehmen.

Ein weiteres Rezept funktioniert ein wenig anders und vor allem dauert es länger. Dafür braucht es Zwiebeln und Honig (bzw. Zucker oder Agavendicksaft).

  1. Wir schneiden wieder eine Zwiebel in Würfeln und geben diese in ein Glas.
  2. Darüber geben wir entweder flüssigen Honig oder Zucker und lassen das Ganze über Nacht ziehen.
  3. Am nächsten Morgen hat sich am Boden eine Flüssigkeit gebildet. Diese enthält konzentriert den Wirkstoff der Zwiebel.

Hausmittel: Zwiebeln bei Erkältung und Halsschmerzen

Unser Hustensaft aus Zwiebeln ist ein tolles Hausmittel. Man muss sich vielleicht ein wenig an den Geschmack gewöhnen, aber er hilft. Das Schöne ist, nicht nur gegen Husten, auch bei Halsschmerzen oder Erkältung gilt das Zwiebel Hausmittel gegen Husten als natürliche Geheimwaffe.

Im Zwiebelsaft befinden sich nicht nur viele Sulfide, sondern auch noch viele weitere gesunde Inhaltsstoffe, die ihr über den Hustensaft aufnehmen könnt. Dazu zählen verschiedene ätherische Öle, Flavonoide und schwefelhaltige Verbindungen. Gemeinsam wirken sie keimtötend und können gegen leichte Entzündungen helfen.

Zwiebel gegen Husten hat seine Grenzen

Man sollte aber immer Bedenken, dass pflanzlich Hausmittel nicht die selbe Konzentration an Wirkstoffen aufweisen, wie das bei verschreibungspflichtigen Medikamenten aus der Apotheke der Fall ist. Werden die Beschwerden zu stark, ist deshalb auf jeden Fall anzuraten einen Arzt aufzusuchen. Bei einem aufkeimenden Infekt können aber Hausmittel aus Zwiebeln gegen Husten und Halsschmerzen sehr gut helfen. Allerdings sind die selbstgemachten Hustensäfte aus Zwiebeln nicht für Babys geeignet!

Zwiebeltee selber machen: Schnelle Hilfe bei Erkältungen

Kratzender Hals, Husten, verstopfte Nase? Selbstgemachter Zwiebeltee ist ein traditionelles Hausmittel bei Erkältungen. Wir zeigen dir, wie du ihn zubereitest.

Zwiebeltee: Zubereitung und Dosierung

Zutaten:

  • eine Zwiebel
  • Wasser
  • optional Zucker oder Honig

Zwei Tassen Zwiebeltee bereitest du ganz einfach so zu:

  1. Schäle eine Küchenzwiebel und schneide sie in Scheiben.
  2. Koche sie in 400 Milliliter Wasser für etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze.
  3. Gieße den Zwiebeltee durch ein Sieb.
  4. Optional kannst du etwas Zucker oder Honig hinzugeben.

Dosierung: Trinke den Zwiebeltee möglichst warm und in kleinen Schlucken. Bei hartnäckigem Husten solltest du über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen Zwiebeltee trinken.

Zwiebeltee: So wirkt das natürliche Hausmittel bei Erkältungen

Eine Erkältung kann leicht mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden. (Foto: CC0 / / Mojpe)

Eine Erkältung kannst du mit vielen verschiedenen Hausmitteln kurieren. Zwiebeltee gehört zu den natürlichsten, einfachsten und günstigsten Wegen, um Beschwerden wie Husten und Halsschmerzen zu lindern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zwiebel als hilfreiches Mittel zur Linderung von Erkältungssymptomen anerkannt.

Laut des Uni-Klinikums in Freiburg wirken Zwiebeln entzündungshemmend und können daher gegen hartnäckigen Husten und Bronchitis eingesetzt werden. Sie verfügen außerdem über viele schwefelhaltige Verbindungen. Laut eines Interviews mit Claus Jacob, Professor für Bioorganische Chemie an der Universität des Saarlandes, scheidet der Körper nach dem Konsum von Zwiebeln diese schwefelhaltigen Verbindungen nicht über die Verdauung, sondern über die Atemwege aus. Dabei bekämpfen sie in Lunge und Bronchien Erkältungsviren.

Der Genuss heißen Tees sorgt außerdem für eine wohltuende Wärme, die auf die Atemwege ausstrahlt und sie beruhigt.

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