Zucker pro tag kind

Mamawissen: Wie viel Zucker dürfen Kinder pro Tag essen?

Die meisten Eltern wissen, dass zu viele Süßigkeiten und zu viel Zucker ungesund sind. Aber wie viel Zucker ist zu viel für Kinder? Und wie viel Gramm pro Tag sind okay? Das entscheiden die meisten Mütter aus dem Bauch heraus und jede sieht das ein bisschen anders. Hier gibt’s die wissenschaftlich fundierte Antwort, an der man sich orientieren kann.

Will man sich gesund ernähren, sollten höchstens zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr mit Zucker gedeckt werden, rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese Empfehlung gibt auch das Robert Koch Institut. Die WHO empfiehlt darüber hinaus seit 2015, dass man lieber nur fünf Prozent der täglichen Energiezufuhr mit Zucker decken sollte. Dabei geht es um den Zucker, der Speisen und Getränken zugesetzt wird sowie Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist. Unproblematisch ist dagegen Zucker, der von Natur aus in Obst, Gemüse und Milch steckt. Im Zusammenhang mit seinem Konsum haben Forscher bisher keine negativen Folgen nachweisen können.

Fakt ist, dass Kinder teilweise mehr als das Dreifache der empfohlenen Menge Zucker pro Tag verzehren, denn sie sind im Alltag permanent einem Überangebot zuckerhaltiger Lebensmittel ausgesetzt. Neben Süßigkeiten sind dafür vor allem zuckerhaltige Getränke – insbesondere Fruchtsäfte – verantwortlich. Die Folge: Mittlerweile ist jedes fünfte Kind in Deutschland zu dick. Deshalb sollten Eltern wissen, wie viel Gramm Zucker pro Tag Kinder konkret zu sich nehmen können, ohne dass es ihnen schadet.
Dazu muss man erstmal wissen, wie viele Kalorien Kinder pro Tag benötigen. Das ist von Kind zu Kind etwas unterschiedlich und hängt auch vom Gewicht und der Größe ab. Körperlich sehr aktive Kinder benötigen mehr als ruhigere. Generell gilt, dass Einjährige im Schnitt 1000 Kilokalorien zu sich nehmen sollten. Zwei- bis Dreijährige 1300 Kilokalorien und Vier- bis Sechsjährige 1800 Kilokalorien.

Damit wären bei einjährigen Kindern zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr 100 kcal pro Tag, bei Zwei- bis Dreijährigen 130 kcal pro Tag und bei vier- bis sechsjährigen Kindern 180 kcal pro Tag. So viele Kalorien dürfen Kinder also aus Zucker zu sich nehmen. Je nachdem um welchen Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose, Dextrose…) es sich handelt, hat ein Gramm Zucker zwischen 3,65 und 4,09 Kilokalorien. Wenn wir also annehmen, dass ein Gramm Zucker rund 4 Kilokalorien hat, dann ergeben sich folgende Zuckermengen, die Kinder pro Tag zu sich nehmen dürfen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden:

  • Einjährige: höchstens 25 Gramm Zucker pro Tag, besser wären 12,5 Gramm Zucker
  • Zwei- bis Dreijährige: höchstens 32,5 Gramm Zucker pro Tag, besser 16,5 Gramm Zucker
  • Vier- bis Sechsjährige: Höchstens 45 Gramm Zucker pro Tag, besser 22,5 Gramm Zucker täglich

Für Erwachsene liegt die empfohlene Menge übrigens bei 50 Gramm bzw. 25 Gramm Zucker pro Tag. Süßigkeiten bestehen zum Teil aus bis zu 70 Prozent aus Zucker, da ist die Tagesdosis schnell erreicht. Wer wissen will, welche bei Kindern beliebten Süßigkeiten wie viel Zucker enthalten, der kann das in diesem Post nachlesen.

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Zwar möchte kaum jemand auf den süßen Geschmack von Zucker verzichten, doch in zu hoher Dosis kann sich das Genussmittel negativ auf Gewicht und Gesundheit auswirken. Hinsichtlich einer gesunden Ernährung soll man den täglichen Energiebedarf maximal zu einem Anteil von 10 Prozent in Form von Zucker decken.

Ein Gramm Zucker enthält vier Kilokalorien, entsprechend sollten bei einer Kalorienaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag durchschnittlich nur etwa 50 g Zucker verzehrt werden. Dieser Wert gilt für Frauen, Männer dürfen etwas mehr, nämlich 65 g Zucker pro Tag zu sich nehmen. Die neuen Richtlinien (seit 2014) der WHO sind allerdings noch strenger. Da werden höchstens 5 Prozent Zucker an der Gesamtkalorienmenge empfohlen. Das entspricht dann nur ca. 25 g Zucker am Tag.

50 g Zucker finden sich beispielsweise in zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Süßigkeiten. Die empfohlene Tagesmenge entspricht etwa 100 g Gummibärchen oder 90 g Vollmilchschokolade. Zucker ist jedoch nicht nur in Süßigkeiten enthalten, das süße Genussmittel verbirgt sich unter anderem auch in Fertigprodukten, Säften, Soßen oder Softdrinks. Vor dem Lebensmitteleinkauf lohnt sich also ein Blick auf das Etikett mit der Zutatenliste. Je weiter vorne Zucker auf der Liste genannt wird, desto mehr ist in einem Produkt enthalten.

Zucker dient dem Körper als Energielieferant beinhaltet jedoch keine weiteren Nährstoffe. Daher bezeichnet man die Kalorien als „leere“ Kalorien. Zuckerhaltige Lebensmittel wie z.B. Süßigkeiten sollten deshalb nur in geringem Umfang auf dem Speiseplan stehen. Zuckergesüßte Getränke erhöhen zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit das Risiko, übergewichtig zu werden und daraus folgernd an Diabetes zu erkranken. Der häufige Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln kann außerdem Karies verursachen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) veröffentlichen heute gemeinsam ein Konsensuspapier mit einer Empfehlung zur maximalen Zufuhr freier Zucker in Deutschland. Mit dem Konsensuspapier schließen sich die drei Fachgesellschaften der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015 an und sprechen sich für eine maximale Zufuhr freier Zucker von weniger als 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus. Bei einer Gesamtenergiezufuhr von 2 000 kcal/Tag entspricht diese Empfehlung einer maximalen Zufuhr von 50 g freien Zuckern/Tag. Dazu zählen Monosaccharide und Disaccharide, die Hersteller oder Verbraucher Lebensmitteln zusetzen sowie in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten natürlich vorkommende Zucker. Die quantitative Empfehlung der drei Fachgesellschaften ist nicht im Sinne einer empfohlenen Zufuhr zu verstehen, sondern als maximale Obergrenze.

Eine hohe und häufige Zuckerzufuhr fördert die Entstehung von Übergewicht und Adipositas sowie zahlreiche mit Übergewicht assoziierte Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 und kardiovaskuläre Erkrankungen und die Entstehung von Karies. Gesundheitsfördernd ist eine zuckerarme Ernährung.

Zuckerzufuhr in Deutschland

Daten aus Verzehrstudien zeigen, dass die Zufuhr freier Zucker in Deutschland insbesondere bei jüngeren Altersgruppen deutlich über der Empfehlung von unter 10 Energieprozent (En%) liegt. Während in der Altersgruppe zwischen 15 und 80 Jahren die Zufuhr bei Frauen rund 14 En% beträgt, liegt sie bei Männern bei 13 En%. Das entspricht einer Zufuhr an freien Zuckern bei Frauen von 61 g/Tag und bei Männern von 78 g/Tag. Kinder und Jugendliche konsumieren bis zu 17,5 En%. Um die Zufuhrempfehlung freier Zucker nicht zu überschreiten, müsste die aktuelle Zufuhr um mindestens 25 % gesenkt werden.

Ein großer Anteil der Zufuhr freier Zucker stammt in Deutschland aus Süßwaren (36 %) und zuckerhaltigen Getränken wie Fruchtsäften und Nektaren (26 %) sowie Limonaden (12 %). Insbesondere der hohe Konsum zuckerhaltiger Getränke kann zu einer positiven Energiebilanz und in der Folge erhöhtem Körpergewicht sowie gesteigerten Krankheitsrisiken führen. Da zuckergesüßte Getränke keinen Sättigungseffekt haben, führt ihr Konsum leicht zu einer insgesamt zu hohen Energiezufuhr. Das erhöhte Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 durch den Verzehr zuckergesüßter Getränke besteht zudem auch unabhängig vom Einfluss auf die Energiebilanz.

Weniger Zucker ist mehr

Die DGE empfiehlt Verbrauchern in ihren 2017 aktualisierten „10 Regeln für eine vollwertige Ernährung“, Zucker generell einzusparen. Danach kann, wer stark verarbeitete und zuckergesüßte Lebensmittel selten und maßvoll verzehrt und zuckergesüßte Getränke durch Wasser oder ungesüßte Tees ersetzt, die Zufuhr freier Zucker reduzieren. Kinder sollten sich erst gar nicht an eine hohe Zuckerzufuhr und den damit verbundenen Süßgeschmack gewöhnen. Speziell für Kinder beworbene Lebensmittel sind oft stark zuckerhaltig und deshalb überflüssig.

Bisher haben verhaltenspräventive Maßnahmen zur Förderung gesundheitsfördernder Lebensstile nicht zur gewünschten Reduktion von Übergewicht bzw. Adipositas und den damit assoziierten ernährungsmitbedingten Erkrankungen geführt. Aus diesem Grund werden derzeit weltweit verschiedene ernährungspolitische Maßnahmen aus dem Gebiet der Verhältnisprävention angewendet, auch mit dem Ziel der bevölkerungsweiten Reduktion der Zuckerzufuhr. Auch in Deutschland werden ab 2019 bis 2025 die Zuckergehalte in Fertigprodukten reduziert.

Langfristig ist eine abgestimmte Kombination von Verhaltensprävention mit verschiedenen verbindlichen Maßnahmen der Verhältnisprävention, d. h. ein ganzheitlicher Ansatz, sinnvoll, um dem multikausalen Problem von Übergewicht bzw. Adipositas sowie den assoziierten ernährungsmitbedingten Erkrankungen gerecht zu werden.

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Süßigkeiten: Wie viel dürfen Kinder naschen?

Kinder lieben Süßes. Ob es an der frühen Geschmacksprägung liegt? Denn sowohl Fruchtwasser als auch Muttermilch schmecken süßlich. Forscher vermuten auch, dass Kinder naschen, weil ihr Körper in den Wachstumsphasen mehr Kalorien braucht. Zu viel Süßes ist aber ungesund. So finden Eltern das richtige Maß.

Wie bei allen Lastern muss auch der Umgang mit Süßigkeiten erlernt werden. Eltern kommt hier eine wichtige Vorbildrolle zu. Wer sich ständig mit Schokolade und anderen Süßigkeiten vollstopft, kann von seinen Kindern kaum erwarten, dass sie freiwillig auf Süßes verzichten. Auch ein komplettes Verbot macht keinen Sinn, da Kinder meist Wege finden, sich Süßigkeiten anderweitig zu besorgen, etwa von Freunden oder den Großeltern.

Süßes erst nach dem Essen

Solange Kinder noch keine Süßigkeiten kennen, vermissen sie sie meist nicht. Sind sie auf den Geschmack gekommen, dürfen auch Kleinkinder einmal am Tag eine kleine Hand voll Süßigkeiten naschen. „Am besten essen Kinder Süßigkeiten direkt nach dem Essen“, rät Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert. So lernen sie einen bewussten Umgang mit den Leckereien.

Das hat gleich mehrere Vorteile: Der Blutzuckerspiegel steigt nicht so stark an, als wenn ständig genascht wird. Ein weiteres Plus: Die Kinder gewöhnen sich an die feste Zeit für Süßes und quengeln weniger zwischendurch. „Wichtig ist, dass Süßigkeiten nicht zum Sattwerden, sondern zum Genuss gegessen werden“, erläutert Koletzko. Vor allem sollten sie nicht zum Ruhigstellen oder Trösten dienen. Sonst besteht die Gefahr, dass Kinder auch später bevorzugt zu Schokolade greifen und übergewichtig werden.

Versteckter Zucker

„Der meiste Zucker hat sich in Lebensmitteln versteckt, die ganz harmlos aussehen oder sogar den Ruf haben, gesund zu sein – wie Fruchtjoghurt oder Müsli-Riegel. Tomatenketchup besteht sogar zu einem Viertel aus Zucker. Schwer ins Gewicht fallen auch die flüssigen Süßigkeiten: In einem halben Liter Limo stecken 18 Zuckerwürfel“, sagt Iris Schürmann-Mock, Autorin des Buches „Mahlzeit, Kinder – Ernährungstipps für eilige Eltern“.

Warum zu viel Süßes schädlich ist

Wenn Kinder viel naschen, nehmen sie nicht nur zu viel Zucker zu sich, gleichzeitig bleiben auch andere, gesündere Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Gemüse auf der Strecke. Für eine gesunde Entwicklung ist aber eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung wichtig. Essen Kinder dauerhaft zu einseitig, hat das lebenslange Folgen für die Gesundheit, denn das Essverhalten wird im Kindesalter geprägt.

Wie viel Süßes sollten Kinder am Tag essen?

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) empfiehlt, nicht mehr als zehn Prozent der Tageskalorienmenge in Form von Süßigkeiten oder Snacks zu sich nehmen.

Empfohlene Tagesmenge an Kalorien:

Alter der Kinder Mädchen & Jungen Mädchen Jungen
2 – 3 1100
4 – 6 1400
7 – 9 1800
10 – 12 2100
13 – 14 2200 2700
15 – 18 2500 3100

100 Kalorien sind enthalten in:

  • 1 Kugel Eis
  • 4 Butterkekse
  • 20g Schokolade
  • 30g Gummibärchen
  • 200ml Limonade

Demnach sollte beispielsweise ein fünfjähriges Kind am Tag nicht mehr als 140 Kalorien (zehn Prozent der empfohlenen 1400 Kalorien am Tag) in Form von Süßigkeiten zu sich nehmen, was in etwa einer Kugel Eis und zwei Keksen entsprechen würde.

Auch Kinder mit Zöliakie dürfen naschen

Kinder mit einer Glutenunverträglichkeit müssen nicht auf Naschereien verzichten. Voraussetzung ist, dass Eltern dafür kein normales, glutenhaltiges Mehl aus Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste oder Grünkern verwenden. Gesunde und schmackhafte Pfannkuchen oder Muffins zum Beispiel lassen sich aus Buchweizen- oder Quinoamehl zubereiten, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Auch entöltes Mandelmehl oder Kokosnussmehl bieten sich als Basis an, um etwas für Menschen mit der auch Zöliakie genannten Erkrankung zu backen.

Süßes bleibt immer die Ausnahme

Als Ersatz für normales Mehl bieten sich auch Erzeugnisse aus Soja, Kastanien, Johannisbrotkernen oder Tapioka an. Bei Kindern eher unbeliebt sind nach Einschätzung des BVKJ stärkehaltiges Reismehl oder Kartoffelstärke. Die Experten raten davon ab, erkrankte Kinder mit gekauften glutenfreien Süßigkeiten oder glutenfreiem Fast Food zu belohnen. Wie bei gesunden Kindern auch sollte so etwas nur ausnahmsweise mal erlaubt sein.

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Bei Zöliakie verträgt der Körper nicht das in vielen Getreiden enthaltene Klebereiweiß Gluten. Schon kleinste Mengen können bei den Betroffenen zu Durchfall und Magenbeschwerden führen. Auf lange Sicht kann das Wachstum gestört und der Dünndarm geschädigt werden sowie die Knochenkrankheit Osteoporose entstehen.

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Foodwatch-Jahres-Berechnung
Kinder am Zucker-Limit

Kinder essen im Schnitt zu viel Zucker. So viel, dass sie laut Foodwatch heute schon ihre empfohlene Jahresdosis aufgebraucht haben. Deshalb hat die Organisation den 12. August zum „Kinder-Überzuckerungstag“ erklärt.

Fruchtjoghurt, Müsliriegel, Ketchup: Größere Mengen an Zucker stecken nicht nur in den klassischen Süßigkeiten. Das führt oft zu einer schnellen Überzuckerung – vor allem bei Kindern. Die für sie empfohlene Jahresdosis ist nach Angaben von Foodwatch rechnerisch in Deutschland heute schon aufgebraucht. Deshalb erklärte die Verbraucherorganisation den 12. August nun zum „Kinder-Überzuckerungstag“.

Basis der Berechnung sind Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und von Fachorganisationen wie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Demnach sollten höchstens zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr aus freiem Zucker bestehen. Nach Daten aus der sogenannten DONALD-Studie von 2016 liegt der Wert bei Kindern und Jugendlichen hierzulande aber bei 16,3 Prozent – und damit 63 Prozent über der Empfehlung. Untersucht wurden 1312 Kinder im Alter zwischen drei und 18 Jahren.

Umgerechnet erreichen die Heranwachsenden laut Foodwatch damit schon am 224. Tag des Jahres – also dem 12. August – ihr Zucker-Limit für ein ganzes Jahr.

Mehr als 60 Gramm täglich – statt 38 Gramm

Mädchen essen laut Foodwatch im Durchschnitt mehr als 60 Gramm freien Zucker pro Tag, obwohl sie maximal 38 Gramm zu sich nehmen sollten. Bei Jungen liegt der durchschnittliche Tagesverbrauch demnach bei mehr als 70 Gramm freiem Zucker, obwohl sie nicht mehr als 44 Gramm essen sollten.

Mit freiem Zucker ist der Zucker in der Nahrung gemeint, der vom Hersteller oder bei der Zubereitung zu Hause dazugegeben wird oder der natürlich in Säften enthalten ist. Der Zuckergehalt von unverarbeitetem Obst und von Milch fällt laut Foodwatch hingegen nicht darunter.

Überzuckerte Getränke und Junkfood

Für die Fehlernährung der Kinder trage die Lebensmittelindustrie eine entscheidende Mitverantwortung, kritisierte Foodwatch. „Natürlich ist es kein Problem, wenn Kinder mal Süßigkeiten essen“, betonte Oliver Huizinga von der Organisation. Das Problem sei aber, dass die Lebensmittelindustrie „völlig ungehemmt fast ausschließlich Süßigkeiten, überzuckerte Getränke und anderes Junkfood an Kinder vermarktet“, kritisierte er.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner müsse sich daher für Werbebeschränkungen einsetzen, forderte Foodwatch. Nur noch ausgewogene Produkte sollten demnach an Kinder vermarktet werden dürfen.

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen überschreiten nach Angaben von Foodwatch ihr jährliches Zucker-Limit schon deutlich vor Jahresende: Bei den Männern in Deutschland ist der „Überzuckerungstag“ umgerechnet am 20. September, bei Frauen am 8. Oktober.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 12. August 2019 um 10:35 Uhr.

Dass Zucker schädlich ist, ist keine neue Information. Doch wie schädlich ist er wirklich? Wie werden wir von der Industrie in einen hohen Konsum gedrängt und welche Alternativen gibt es? Gerade wenn man an seine Kinder denkt, bekommt man Angst. Wie gefährlich kann der Zuckerkonsum für sie sein? Damit habe ich mich genauer beschäftigt.

Haben Sie schonmal versucht, auf Zucker zu verzichten? Ich habe Anfang des Jahres probiert, meinen Konsum ein wenig zu verringern. Nach drei Tagen habe ich das Projekt beendet. Ich war müde, schlaff und hatte wenig Antrieb. Die Umstellung hat mein Körper nicht so gut verkraftet. Wussten Sie, dass jeder etwa 34 Kilo Zucker pro Jahr zu sich nimmt? Warum ist Zucker schädlich und trotzdem allgegenwärtig? All das lesen Sie heute bei uns.

Zucker: Ein vielfältiges Lebensmittel

Bevor Sie jetzt aber alle Sorten Zucker verteufeln und drastisch auf ihn verzichten wollen, sollten wir uns mit den verschiedenen Sorten auseinander setzen. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Haushaltszucker und natürlichen Zuckersorten.

Die Saccharose – der Haushaltszucker – ist die gemeine Sorte. Sie besteht aus Glucose und Fructose. Glucose wird durch den Insulinhaushalt gesteuert, Fructose hingegen baut sich über den Darm ab. Ist der Insulinhaushalt außer Kontrolle so kann eine Diabetes entstehen. Das Problem an Fructose hingegen ist, dass sie nicht satt macht und daher die Gefahr besteht, dass Sie mehr essen. Dadurch legt der Körper gemeine und gefährliche Fettpolster an. Im schlimmsten Fall entsteht so eine Fettleber.

Ist Zucker schädlich für Kinder?

Auch für Kinder ist Fruchtzucker eine gefährliche Geschichte. Gerade für Kinder kann Zucker wie eine Droge wirken. Er putscht auf und wirkt im Gehirn ähnlich wie Alkohol und Nikotin. Daher sollten Sie den Konsum von Zucker ein wenig „überwachen“. Das soll nicht bedeuten, dass Ihre Kinder ab sofort keinen Zucker mehr zu sich nehmen dürfen. Aber wie in vielen Bereichen zählt auch hier wieder das Motto: Das richtige Maß finden.

Zuckerfrei im ersten Lebensjahr

Haben Sie sich vielleicht bewusst dazu entschieden, im ersten Lebensjahr Ihres Kindes auf Zucker zu verzichten? Ich hatte dieses Ziel damals. Aber nach den ersten heißen Sommertagen durfte meine Tochter mit ihren elf Monaten dann auch mal ein Eis probieren. Über Zucker wird viel gesprochen und viele Wissenschaftler machen ihn für eine Hand voll Krankheiten verantwortlich. So soll der übermäßige Konsum zu Lernschwächen und Hyperaktivtät führen.

Dass Zucker schädlich für die Zähne ist, hat schon meine Mutter immer gepredigt und eine gute Zahnhygiene sollte daher das A und O sein. Gerade für Babys ist die Pflege der ersten Zähne sehr wichtig, denn nur so kann eine vernünftige Hygiene erlernt werden.

Wie viel ist zu viel?

Auch der Zuckerkonsum muss erlernt werden. Kinder, die von klein auf nur den Geschmack von süßem und Zucker kennen, werden auch in ihrem späteren Leben auf diesen bauen. Das heißt, trinkt Ihr Kind jetzt nur Säfte und gesüßte Tees ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es im Erwachsenenleben wenig Ungezuckertes trinken wird. Wussten Sie, dass in den meisten Sachen für Kinder in fast allen Fällen Zucker zugesetzt ist? Müslis, Fruchtquetschies und Obstkonserven sind voll mit Zucker. Daher sollten Sie vor dem Konsum immer mal wieder auf die Zutaten schauen….

Das tägliche Zähneputzen sollte auf keinen Fall vergessen werden. Für Babys empfehle ich gerne zwei Zahnbürsten, eine für Mama und einen für die kleinen Fingerchen. Denn so kann das Baby alles ganz alleine erkunden.

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