Zu viel süßes

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Wann ist was ungefährlich für mein Baby?

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13 ungesunde Gerichte

Was Sie Ihrem Baby nicht zu essen geben sollten

Warum kann ich meinem Baby nicht alles zu essen geben, was es möchte?

Mütter, die Ihre Babys auf Brei oder feste Nahrung umstellen wollen, bekommen Ratschläge und Warnungen von allen Seiten: „keine Eier, keine Nüsse, keine Zitrufrüchte, kein Weizenmehl, keine Rosinen, keine Kiwi, keinen Spinat“ und vieles mehr. Manche dieser Tipps sind richtig, andere sind eher Gerüchte oder nur richtig , wenn Ihr Baby zu Allergien neigt.
Wenn es in Ihrer Familie Asthma, Neurodermitis oder Lebensmittelallergien gibt, dann sollten Sie Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin konsultieren und dort besprechen, ob Ihr Kind eine spezielle Diät braucht.
Im Folgenden finden Sie eine Liste der wichtigsten Lebensmittel, die in „Verruf“ sind. Lesen Sie die Tatsachen, um entscheiden zu können, was Fakt und was Fiktion ist:

Weizenmehl, Getreide und andere glutenhaltige Lebensmittel

Auch wenn Ihr Baby jünger als sechs Monate ist und gestillt wird, kann es von Beginn der Beikosteinführung kleine Mengen glutenhaltigen Lebensmittel essen oder im Brei gekocht bekommen. Die Einführung von Gluten ist mit einem um 50 Prozent gesenkten Zöliakie-Risiko verbunden. Zöliakie ist eine chronische Darmerkrankung durch Glutenunverträglichkeit.
Gluten enthalten alle Produkte mit Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste. Es betrifft also Nudeln, Brot, Mehl,Getreideflocken, Gries, einige Müsli-Sorten und Zwieback. Auch Hafer kann Gluten enthalten, denn er könnte aus Fabriken stammen, in denen auch Weizen verarbeitet wird.

Eier

Wenn Ihr Baby ein halbes Jahr alt ist, dann können Sie ihm unbedenklich hartgekochte Eier zu essen geben. Rohe Eier sind keine gute Idee, denn sie können gelegentlich Salmonellen-Bakterien enthalten. Dadurch kann Ihr Baby eine Lebensmittelvergiftung bekommen. Deshalb sollten Sie Ihrem Baby nichts geben, das rohe Eier enthält, wie beispielsweise rohen Kuchenteig, Tiramisu oder Mayonnaise – das sind ja auch keine Speisen für Babys.

Nüsse

Wenn Ihr Kind unter fünf Jahren alt ist, sollten Sie ihm keine ganzen Haselnüsse oder Ähnliches geben, denn es könnte sich daran verschlucken.
Aber gemahlene Nüsse oder auch Mandelmus oder Erdnussbutter sind völlig in Ordnung für Babys ab einem Alter von sechs Monaten – falls in Ihrer Familie Allergien gegen Nüsse gibt, konsultieren Sie vorher Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin.
Schwere Nussallergien betreffen nur ein Prozent der Bevölkerung. Ihr Baby könnte anfälliger dafür sein, wenn Sie, Ihr Partner, Brüder oder Schwestern in der Familie eine Allergie wie Heuschnupfen, Asthma und/oder Neurodermitis haben. Noch vor einigen Jahren empfahl man, allergenreiche Produkte erst nach dem sechsten Monat oder nach einem Jahr einzuführen. Man hat aber festgestellt, dass es keine Belege dafür gibt, dass eine diätische Einschränkung einen präventiven Effekt hat. Möglicherweise kann das Vermeiden oder erst spätere Einführen von häufig Allergie auslösenden Lebensmitteln sich sogar negativ auf die Toleranzentwicklung auswirken.
Wenn Sie glauben, dass Ihr Kind eine Erdnussallergie hat, dann gehen Sie zu Ihrem Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin und lassen Sie sich eine Überweisung zum Allergologen /zur Allergologin geben.

Sesam und Sesamprodukte

Sesam-Allergie ist auf dem Vormarsch, vermutlich, weil diese Ölpflanze auch immer häufiger in unserer Ernährung vorkommt. Viele orientalische Gerichte werden mit Sesampaste (Tahina) zubereitet und auch in der türkischen Küche wird Sesam gern verwendet.
Sollten Sie glauben, dass Ihr Kind eine Lebensmittelallergie gegen Sesam hat, dann sollten Sie mit ihm zu Ihrem Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin gehen und sich eine Überweisung zum Allergologen /zur Allergologin geben lassen.

Fisch und Fischprodukte

Es gibt Hinweise, dass der Fischverzehr im ersten Lebensjahr einen schützenden Effekt auf die Entwicklung einer Allergie hat. Insbesondere ist fettreicher Fisch (z.B. Lachs oder Hering) empfehlenswert, der gesunde Omega-3 Fettsäuren enthält. Ein- bis zweimal in der Wochen können Sie das Fleisch im Gemüse-Kartoffel-Brei durch Fisch ersetzen.
Viel wichtiger ist aber, welchen Fisch Sie Ihrem Baby geben. Große Meeresfische wie Hai (Schillerlocken!), Schwert- und Thunfisch sind etwas in Verruf geraten, denn sie weisen erhöhte Quecksilberwerte auf. Dieses Schwermetall kann sich negativ auf das wachsende Nervensystem Ihres Babys auswirken.
Geben Sie Kindern und Babys keine rohen Meeresfrüchte (z.B. Austern), denn dabei besteht ein hohes Risiko für eine Lebensmittelvergiftung.
Fisch, insbesondere fetthaltiger Fisch, kann Teil einer gesunden Ernährung sein. Ein- bis zweimal die Woche sollte er auf dem Speisenplan stehen, egal ob als frischer Fisch wie Lachs, Forelle, Kabeljau und Schellfisch oder als Dosenfisch wie Sardinen und Anchovis. Vermeiden Sie Fisch aus Dosen mit hohem Salzgehalt – nehmen Sie lieber Fisch in Öl. Fischstäbchen oder Backfisch sind für Babys nicht geeignet, da Sie durch die Panade sehr fettreich sein können und der noch nicht hundertprozentig ausgereifte Darm damit belastet werden kann.

Sojabohnen und Sojaprodukte

Sojaprodukte enthalten Isoflavone, hormonähnliche sekundäre Pflanzenstoffe, auch Phytoöstrogene genannt, die wie körpereigene Östrogene oder Antiöstrogene wirken können. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die Aufnahme von Soja nicht empfehlenswert, da Nachteile wegen des Gehalts an Phytoöstrogenen nicht auszuschließen sind.

Außerdem reagieren die meisten Kinder mit einer Kuhmilchallergie auch allergisch auf Soja. Die Symptome einer Sojaallergie sind mit einer Milcheiweißallergie vergleichbar, sie kann also Ausschlag, Durchfall, Erbrechen, Magenkrämpfe und Atemprobleme auslösen. Ganz selten kommt es zum anaphylaktischen Schock.
Spezielle HA-Säuglingsmilch (hypoallergene Nahrung) kann dann eine Alternative für Ihr Baby sein. Fragen Sie Ihren Arzt /Ihre Ärztin um Rat.

Kiwis

Es gibt eine sehr kleine Gruppe Menschen, die allergisch auf Kiwis sind. Die Zahl scheint zuzunehmen, vor allem bei kleinen Kindern, die teilweise sehr heftig Reaktionen haben. Allerdings nehmen Allergien allgemein zu und Kiwis werden in Deutschland immer beliebter – vielleicht gibt es deshalb mehr allergische Reaktionen.
Kiwis sind eine gute Quelle für Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Testen Sie erst kleine Mengen und schauen Sie, ob Ihr Kind die Kiwi verträgt.

Honig

Honig ist ein Zucker und Ihrem Kind Zucker zu geben, kann die Naschkatze in ihm wecken und zu Karies führen.
Außerdem kann Honig als Naturprodukt in seltenen Fällen Bakterien enthalten, die den Darm Ihres Babys angreifen können. Dieser so genannte Säuglings-Botulismus ist eine bakterielle Lebensmittelvergiftung.
Aus diesen beiden Gründen sollten Sie Ihrem Baby im ersten Lebensjahr überhaupt keinen Honig zu essen geben.

Rosinen

Rosinen und andere kleine, getrocknete Früchte wie Sultaninen sind eine gute Zwischenmahlzeit für ältere Babys und Kleinkinder. Da sich Babys jedoch schnell an so kleinen Bissen verschlucken können, sollten Sie Ihrem Baby solches Fingerfood erst geben, wenn es ordentlich kauen und sicher aufrecht sitzen kann. Außerdem sollte es den Pinzettengriff beherrschen, um sich selbst die Rosinen picken zu können. Mit anderen Worten: Rosinen sind erst richtig gut, wenn Ihr Baby etwa neun Monate oder älter ist. Zudem enthalten Trockenfrüchte viel Fruktose. Wird davon zu viel gegessen kann es zu Blähungen und Magen-Darm-Problemen kommen.

Zitrusfrüchte

Zitrusfrüchte wie Orangen, Klementinen, Zitronen und Limetten enthalten viel Vitamin C. Deshalb können Sie Ihrem Baby Fruchtsäfte und Zitrusfrüchte geben, wenn es älter als sechs Monate ist. Diese werden dann vor allem in den Breimahlzeiten verwendet.
Als Durstlöscher sollte Ihr Baby keinen Fruchtsaft trinken, denn die Säfte enthalten auch Zucker und Fruchtsäure, die den Milchzähnen schaden können. Wenn Sie Ihrem Kind unbedingt etwas anderes außer Wasser geben möchten, dann verdünnen Sie Säfte (ein Teil Saft auf zehn Teile Wasser) und beschränken Sie sie auf Mahlzeiten.

Erdbeeren und Himbeeren

Sammelnussfrüchte wie Erdbeeren oder Sammelsteinfrüchte wie Himbeeren können gelegentlich bei Kindern Allergien hervorrufen. Warten Sie bis Ihr Kind sechs Monate alt ist, bevor Sie ihm diese Früchte geben. Die allergische Reaktion auf diese Früchte, die trotz Ihres Namens keine Beeren sind, sind meistens nur mild. Oft bildet sich rund um den Mund ein roter, leicht juckender Ausschlag.

Kuhmilch

Milch gehört im Rahmen der Beikost beim Milch-Getreide-Brei dazu. Sie können Milch auch schon vor dem sechsten Monat geben, je nach dem, wann Sie mit der Einführung des ersten Breis begonnen haben.
Gegen Ende des ersten Lebensjahres können Sie ihm auch Vollmilch als Getränk geben.
Halbfette Milch sollten Sie Ihrem Kind nicht zu trinken geben, bevor es zwei Jahre alt ist. Fettarme Milch ist nicht geeignet für Kinder unter fünf Jahren, denn sie enthält zu wenig Kalorien und Vitamine.

Ziegen- und Schafsmilch

Geben Sie Ihrem Baby keine Ziegen- oder Schafsmilch. Warten Sie damit bis es mindestens ein Jahr ist. Sie enthalten nicht die notwendigen Proteine. Kaufen Sie auch dann nur Produkte, die pasteurisiert sind.

Folgemilch

Folgemilch wird die Milchnahrung für Babys im Beikostalter genannt. Sie basiert auf Kuhmilch und wird mit ihrem vergleichsweise hohen Eisengehalt beworben. Es ist nicht nötig, von der ersten Milchnahrung auf Folgemilch umzusatteln. Wenn Sie es trotzdem tun, sollte Ihr Baby mindestens sechs Monate alt sein.

Käse

Käse ist ein großartiger Lieferant für Kalzium und eine konzentrierte Energiequelle, ist aber erst für Kleinkinder geeignet. Für Säuglinge und Kinder, die gerade erst mit der Familienkost gestartet haben, sind weitere Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Quark noch nicht empfehlenswert.

Ballaststoffreiche Lebensmittel

Ballaststoffe sind bei Erwachsenen gut für die Verdauung. Ihr Baby hat das aber nicht nötig. Deswegen sollten Sie Ihr Baby oder Kleinkind nicht mit zu vielen Ballaststoffen ernähren.
Neben Gemüse kann ein Teil der Mahlzeit aus Nudeln, Brot oder Getreide bestehen, aber zu viel davon macht Ihr Kind zu satt und sein Bäuchlein hat dann keinen Platz für andere Lebensmittel – beispielsweise mit vielen Vitaminen. Brot sollte zudem aus feingemahlenem Mehl hergestellt worden sein und keine groben Körner enthalten.
Mischen Sie keine Kleie in den Babybrei, denn sie verhindert die Aufnahme wichtiger Mineralien im Körper.
Bieten Sie Ihrem Kind Vollkornkost in einer großen Bandbreite an, aber achten Sie darauf, dass es auch viele andere Nährstoffe bekommt, bis es mindestens fünf Jahre alt ist.

Tee

Schwarzer Tee (auch Grüner Tee und Matetee) ist nicht gut für Babys und kleine Kinder. Er behindert während der Mahlzeiten die Aufnahme von Eisen im Körper und er enthält Koffein. Wenn Sie ihn außerdem mit Zucker süßen, können die Milchzähne Ihres Kindes Karies bekommen.
Das Letztere gilt natürlich auch für Früchtetees, die eigentlich gut und gesund sind. Wenn Sie diese Tees gekühlt und ungezuckert verwenden wollen, beachten Sie bitte auch unsere Hinweise zu Zitrusfrüchten, Honig, Erdbeeren und Himbeeren (siehe weiter oben).

Säfte und Softdrinks

Limonade, Cola, andere mit Kohlensäure versetzte Getränke, Energy-Drinks, unverdünnte Vollsäfte und Sirups sind absolut nicht gut für Babys und Kleinkinder. Von den gezuckerten Getränken (z.B. Limo oder Cola) bekommt Ihr Baby Karies in den Milchzähnen.
Außerdem verlieren viele Kinder, die sich durch solche Flüssigkeiten „ernähren“, ihren Appetit auf richtige Mahlzeiten mit wichtigen Nährstoffen. Von unverdünnten Fruchtsäfte in größeren Mengen kann Ihr Baby Durchfall bekommen.
Verdünnen Sie deshalb gekauften und frisch gepressten Fruchtsaft zu je einem Teil Saft auf zehn Teile Wasser. Beschränken Sie Säfte auf die Mahlzeiten, zwischendurch reicht Ihrem Baby Wasser.
Zuletzt überarbeitet: März 2019

Dürfen Babys Kiwis essen?

09/01/2018 09/01/2018 Teilen

Weißt du was das Schönste daran ist ein Baby zu sein? Jeden Tag entdeckt man etwas Neues! Für Erwachsen gibt es nicht mehr so viele Geschmackserlebnisse, die uns nicht schon bekannt sind. Aber für Babys kann jede Mahlzeit ein gewagtes Abenteuer ins Unbekannte sein. Natürlich ist es für Eltern schwierig und sogar unmöglich alle Tipps und Ratschläge aus dem Internet zu lesen, aber nicht verzweifeln: Wir helfen weiter! Unten findest du alle Infos die du zum Thema Babys mit Kiwis füttern brauchst.

1. Ungefähr ab dem 8. Monat kann dein Baby feste Nahrung zu sich nehmen

Da Kiwis sich leicht zerdrücken oder pürieren lassen, sind sie eine ausgezeichnete Wahl für Kleinkinder, die gerade mit fester Nahrung anfangen 1,2. In den darauf folgenden Monaten sind Kiwis als Fingerfood ideal. Du kannst sie in mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden1,2. Allerdings können einige Obstsorten, wie Erdbeeren, Orangen oder Kiwis etwas sauer sein, also solltest du auf mögliche allergische Reaktionen achten (z. B. Hautausschläge), die manchmal durch säurehaltige Früchte entstehen3. Aus diesem Grund, und vor allem wenn dein Baby bereits allergisch auf andere säurehaltige Lebensmittel reagiert hat, empfehlen wie Kiwis erst ein bisschen später in die Nahrung einzuführen, zwischen 8 und 12 Monate.

2. Zespri Kiwis sind randvoll mit Nährstoffen

Für Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder eine gesunde und ausgewogene Ernährung genießen, die sämtliche Vitamine und Mineralstoffe enthält, die die kleinen Körper brauchen. Es ist allgemein bekannt, dass Obst und Gemüse die beste Option ist, aber wusstest du schon wie nährstoffreich genau Kiwis sind? Dieses Frucht enthält nicht nur 17 essentielle Vitamine und Mineralstoffe (mehr als die meisten bekannten Früchte), sondern ist außerdem eine ausgezeichnete Quelle von Ballaststoffen und Kalium und hat außergewöhnlich viel Vitamin C4.

Wusstest du schon?

Es gibt auch Biokiwis von Zespri. Wenn du „Organic Green“ und „SunGold Organic“ auf dem Kiwi-Aufkleber liest, kannst du dir gewiss sein, dass dieses Produkt aus hundertprozentigem biologischen Anbau stammt

3. Zespri Kiwis essen macht Spaß!

Wenn du dein Kind davon überzeugen möchtest neues Nahrungsmittel zu probieren, ist es wichtig, dass das Essen Spaß macht. Was könnte aufregender sein als ein spritziges, leuchtendes Gelb und Grün? Beide Sorten von Zespri Kiwis (SunGold und Green) haben faszinierende Farben und einen genauso interessanten Geschmack! Was meinst du, wird dein Baby eher gelbe oder grüne Kiwis bevorzugen?

4. Kiwis lassen sich ganz leicht für Babys zubereiten

Wenn du meinst, dass der perfekte Zeitpunkt gekommen ist, um deinem Baby Kiwis zu geben, haben wir das ideale Rezept für dich: Zespri Kiwi-Mousse ein einfaches Rezept mit natürlichen Zutaten, das du zuhause innerhalb von nur wenigen Minuten zubereiten kannst. Erfrischend, nährstoffreich mit köstlichem Geschmack, wahrscheinlich werden auch die Erwachsenen ein Gläschen haben wollen!

Quellen

  1. Thomas, B. and Bishop, J. Hrsg. (2007) Manuel of Dietetic Practice (Leitfaden für Ernährungs-Praktiken). Vierte Auflage. Blackwell Publishing and the British Dietetic Association (Verlag Blackwell Publishing und der britische, ernährungswissenschaftliche Verband).
  2. Your baby’s first solid foods (Die erste feste Nahrung für dein Baby). Mehr Infos unter: http://www.nhs.uk/Conditions/pregnancy-and-baby/Pages/solid-foods-weaning.aspx (überprüft am 10. August 2017).
  3. Lucas J.S. und andere. Kiwis zählen zu den wichtigsten Allergenen und werden mit verschiedenen Reaktionsmustern bei Kindern und Erwachsenen verbunden. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15248859
  4. USDA national nutrient database for standard reference. 28. Auflage 2015 (Nahrungsmitteldatenbank des Agricultural Research Service, USA). Mehr Infos unter: https://ndb.nal.usda.gov/ndb/ (überprüft am 9. Januar 2017).

Naschkatzen können in den nächsten Tagen vielerorts Süßigkeiten einsammeln: Dank den Karnevalstagen landen jede Menge Bonbons und Schokoriegel in ihren Händen. Doch was ist, wenn die Kleinen über die Stränge schlagen und sich mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen quälen? Wie finden Eltern das richtige Maß? Wir haben die Antworten.

Warum naschen wir eigentlich so gerne?

Wir wissen es. Natürlich wissen wir es: Süßigkeiten sind ungesund. Das ist die eine Wahrheit. Die andere lautet: Kinder lieben sie trotzdem. Und daran werden wir niemals etwas ändern, denn „süß“ ist die erste Geschmacksrichtung, die sie überhaupt kennenlernen – durch das Fruchtwasser im Mutterleib.

Zu viel Süßes gegessen – und nun?

Karneval, Geburtstage, Besuche bei den Großeltern, Weihnachten und Ostern – das sind nur einige Anlässe, an denen verführerische Süßigkeiten locken. Eltern wollen nicht als Spielverderber gelten – sowohl beim eigenen Kind als auch beim Gastgeber. Und dann darf es eben ein Keks oder ein Stück Torte mehr sein. Eine häufige Folge: Schon sehr bald meldet sich der Magen mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Viele Eltern fragen sich dann besorgt, wie sie richtig reagieren, damit es den Kleinen schnell wieder besser geht. Dabei ist die Behandlung – ähnlich wie bei einer leichten Darminfektion – einfach. Geben Sie dem Kind keinesfalls weitere Nahrung! Schicken Sie es ins Bett. Wenn Kinder sich unwohl fühlen, gehen sie meist von ganz allein. Eine Wärmflasche lindert die Schmerzen auf sanfte Weise. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind am ersten Tag danach ausreichend Kamillen- oder Fencheltee trinkt (1-2 gestrichene Teelöffel mit Traubenzucker pro 100 ml Tee). Geben Sie Ihrem Kind auf keinen Fall Pfefferminztee oder Säfte aller Art – diese reizen den Magen zusätzlich.

Viel Flüssigkeit ist wichtig

Während das Erbrechen in der Regel rasch von selbst aufhört, hält der Durchfall oft noch ein bis zwei Tage länger an. Geben Sie den Kleinen am zweiten Tag einen geriebenen Apfel und eine Banane zu essen. Auch von Zwieback, Kartoffel mit Möhren und Haferschleim können sie sich problemlos ernähren. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind am zweiten Tag weiterhin ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Wann Sie einen Arzt zu Rate ziehen müssen

Wenn die Beschwerden sich allerdings verschlimmern und weitere Symptome hinzukommen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Das können sein: Fieber, eine harte Bauchdecke, starkes Erbrechen, starker Durchfall, starke Schmerzen, auffallender Geruch (süß-saurer Aceton-Geruch) oder auffallende Farbe von Stuhl oder Erbrochenem.

Tipps für das richtige Naschen

Naschen sollte immer etwas Besonderes bleiben, damit Kinder es in vollem Maße genießen können. Dazu gehört auch, dass Süßes nicht nebenher gegessen wird – z.B. beim Spielen und schon gar nicht vor der eigentlichen Mahlzeit. Vielmehr sollte die Verteilung von Gummibärchen und Schokostücken zu einem schönen Ereignis werden. Wenn die Kleinen trotzdem nicht genug davon bekommen können, bieten Sie eine Alternative an – das sensibilisiert die Geschmackssinne für weniger zuckerhaltige Nahrungsmittel. Fruchtzucker ist in Obst oder Joghurts enthalten. Viele Kinder haben großen Spaß daran, ihren eigenen Fruchtjoghurt zuzubereiten, indem sie die mundgerecht geschnittenen Fruchtstücke untermischen und den Joghurt mit Müsliflocken garnieren. Tipp: Kaufen Sie statt auf Vorrat lieber öfter mal kleinere Mengen ein. Denn auf etwas, was nicht im Haus ist, bekommen Kinder auch seltener Appetit.

Wasser füllt den Magen. Wenn Sie die Kleinen auf Feiern viel Wasser oder ungesüßte Tees trinken lassen, wird der Heißhunger auf Süßigkeiten gestoppt. Auch Obst nimmt den Heißhunger. Bieten Sie Ihrem Kind alternativ zu etwas Süßem öfter einmal Obst an. Und was ist mit den Leckereien, die sich nach Karneval, Ostern, Nikolaus oder dem Geburtstag nur so stapeln? Ernährungsberater empfehlen: Die süßen Schätze in einer Schachtel oder Dose sammeln und dann gemeinsam mit dem Nachwuchs Tagesrationen für eine Woche aussuchen.

Wie viel Süßigkeiten dürfen Kinder am Tag essen?

Unsere Tabelle des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) informiert Sie darüber, wie viel Energie Kinder in Form von Süßigkeiten pro Tag zu sich nehmen dürfen:

Empfohlene Tagesmenge an Kalorien:

Zum Vergleich:

100 Kalorien sind enthalten in:

  • 1 Kugel Eis
  • 4 Butterkekse
  • 20g Schokolade
  • 30g Gummibärchen
  • 200ml Limonade.

Ein fünfjähriges Kind sollte demnach nicht mehr als 140 Kalorien (zehn Prozent der empfohlenen 1400 Kalorien am Tag) in Form von Süßigkeiten zu sich nehmen. Das entspricht in etwa einer Kugel Eis und zwei Keksen.

Was hilft gegen Heißhunger auf Süßes?

Kennst Du dieses Gefühl auch? Es überkommt Dich spät abends und es geht meistens um genau das, von dem Du genau weißt, dass es Dich nicht näher an Dein Ziel bringt: Süßes!

Es ist, als würden Deine Gedanken nur noch um den Schokoriegel oder die Tüte Gummibärchen kreisen, die Du heute beim Einkaufen mitgebracht hast.

Und je mehr Du versuchst, an etwas anderes zu denken, desto größer, bunter, verlockender wird das Bild vor Deinem inneren Auge.

Und wenn Du genau darauf achtest, riechst und schmeckst Du diesen unglaublichen Geschmack bereits…

Innerhalb weniger Minuten fühlt sich Dein Magen geradezu leer an – und das, obwohl Du gerade erst vor einer Stunde zu Abend gegessen hast.

Und dann beginnt Dein innerer Dialog:

“Okay, ein Stück. Nur eins. Dann habe ich Ruhe …”

Sind wir nicht manchmal unglaublich gut darin, uns selbst mit vermeintlich triftigen Argumenten von Dingen zu überzeugen, die wir besser nicht täten?

Natürlich bleibt es nicht bei dem einen Stück. Als Du ins Bett gehst, nagt das schlechte Gewissen. Denn die Tagesration Zucker, die Du Dir gerade extra genehmigt hast, bringt Dich ganz sicher nicht näher an Dein Ziel.

Kommt Dir die Geschichte bekannt vor? Dann bist Du in guter Gesellschaft. Jeder von uns hat diese Heißhunger und Appetit-Attacken von Zeit zu Zeit – der eine mit dem richtigen Ernährungsmodell vielleicht seltener als der andere.

Die vielfältigen Ursachen für Appetit und Heißhunger auf Süßigkeiten sind heute nicht unser Thema. Damit setzen sich verschiedene Fachrichtungen – angefangen von Ernährungswissenschaften bis zur Psychologie – auseinander und es wäre sicher ein Einfaches, ein Buch damit zu füllen.

Heute geht es um neue Lösungen: Sieben sofort anwendbare Praxistipps, mit denen Du lästige Appetit-Attacken in den Griff zu bekommen und neue Verhaltensweisen erlernen kannst.

Die überraschende Wahrheit, wie Heißhunger auf Süßes entsteht

Ebenso wie alle anderen Tiere, benötigen wir Menschen Energie, um Leistung zu erbringen und überleben zu können. Die spannende Frage ist dabei: Woher weißt Du, wieviel Energie und Nährstoffe Du benötigst, um Deinen Bedarf zu decken?

Hatten unsere Steinzeit-Vorfahren einen Kalorienrechner oder empfindliche Messgeräte zur Hand, mit denen sie ihren Energiebedarf bestimmen konnten und entschieden dann anhand einer Tabelle eiweißhaltiger Lebensmittel, ob sie heute lieber Antilope oder ein Mammut erlegen, oder lieber einen Gemüse und Beerentag einlegen sollten?

Dein Körper ist ein hochempfindlicher Organismus.

Wir Menschen haben über Jahrmillionen Mechanismen entwickelt, die unseren Hunger kontrollieren.

Wir essen, wenn wir Energie benötigen und hören auf, wenn wir genug getankt haben – so sollte es in der Theorie doch funktionieren, oder?

Es gibt verschiedene Thesen, warum dieser Mechanismus auf “magische Art und Weise” außer Kraft gesetzt wird, wenn wir einem Teller frischer, duftender Schokokekse gegenübersitzen.

In dem Moment, in dem wir mehr Energie zu uns nehmen, als wir verbrauchen, überschreiten wir die Grenze vom physiologischen zum psychologischen Essen – die Nahrungsaufnahme dient nicht mehr unserem Körper, sondern unserem Geist.

Wir “sind” dann nicht mehr hungrig, sondern wir “glauben”, dass wir noch Hunger haben, weil das, was da vor uns steht, einfach so verdammt gut riecht und schmeckt.

Forscher haben herausgefunden, dass wir von bestimmten Lebensmitteln genauso abhängig werden können wie von harten Drogen (vgl. Volkov et al., National Institute on Drug Abuse, 2012). Tatsächlich werden durch Drogenkonsum die gleichen Hirnregionen stimuliert, als wenn wir bestimmte “ungesunde” Lebensmittel sehen, riechen und schmecken.

Und es wird noch vertrackter.

Lebensmittelhersteller kennen diesen Zusammenhang nur zu gut und kombinieren Fett und Zucker in ihren Fertig-Süßigkeiten bewusst so, dass sie unser Hirn extrem stark stimulieren (vgl. Naleid et al, Appetite, 2008).

Mit den folgenden Sofortmaßnahmen kannst Du den Heißhunger auf Süßes stoppen, den die Natur Dir mitgab, als es noch kein Fabrikessen und damit wenig Gefahr gab, aus dem Leim zu gehen.

1. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Achtsamkeit

Vielleicht ist diese erste Maßnahme die allerwichtigste. Denn hier geht es darum, dass Du Dir Deine bisher unterbewussten Gewohnheiten bewusst machst.

Du notierst die Situationen, in denen Du bisher Heißhunger oder starken Appetit auf bestimmte Lebensmittel bekamst.

Dies kannst Du als Notiz anfügen, z.B. wenn Du ein Ernährungstagebuch führst. Deine Notizen sollten folgende Informationen beinhalten:

  • Aussehen bzw. Geruch des Lebensmittels, auf das Du Heißhunger hast
  • Tageszeit
  • Stimmung (z.B. “gestresst” oder “müde”)

Diese Maßnahme alleine kann dazu führen, dass Deine Appetit-Attacken verschwinden oder Du lernst, mit ihnen zukünftig viel besser umzugehen.

2. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Neues Verhalten einüben

Im ersten Schritt hast Du Dir die Situationen bewusst gemacht, in denen Du bisher schwach wurdest. Nun findest Du eine Lösung wie ein Profi-Athlet vor einem Wettkampf – und die gestaltest Du mit allen Sinnen vor Deinem inneren Auge aus.

Du überlegst Dir genau, wie Du Dich ab sofort anders verhältst. Mit allen 5 Sinnen.

Beispielsweise malst Du Dir folgende Lösung aus:

“Wenn ich den Geruch frischer Backwaren auf dem Weg ins Büro rieche, gehe ich einfach weiter.”

Damit übst Du gedanklich bereits im Vorwege Dein neues, besseres Verhalten ein. Wenn Du dann das nächste Mal in die Situation kommst, in der Du bisher in Versuchung kamst, wird es Dir viel leichter fallen, das neue Verhaltensmuster anzuwenden, ohne in einen – nicht sehr hilfreichen – inneren Dialog zu verfallen.

In der Verhaltenspsychologie spricht man beim Verlangen auf Süßes von einem Prozess in 4 Stufen:

  • Reiz
  • Aktivierung
  • Erregung
  • Entspannung

Indem Du das neue Verhalten bereits im Vorwege einübst, stoppst Du den Prozess an seiner Quelle – der Reiz führt zu einem anderen, hilfreicheren Verhalten.

3. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Neue unsichtbare Skripte

Verbinde ungesunde Lebensmittel und solche, nach denen Du früher Heißhunger hattest, mit unappetitlichen Bildern und negativen Emotionen:

Würdest Du das Stück Kuchen auch dann noch essen, wenn ein Hund schon darauf rumgekaut hat?

Oder wie ist es hiermit?

  • Die Schokolade, an die Du denkst, hat schon leicht Schimmel angesetzt und riecht unappetitlich.
  • Und ein Gummibärchen, das in den Matsch gefallen ist, möchtest Du doch sicher nicht essen – oder?
  • Trinkst Du gerne Cola, RedBull & Konsorten? Wie wäre es, wenn Du stattdessen 8 Teelöffel Zucker nacheinander verspeist (Ein Teelöffel Zucker hat 3-4 Gramm und eine Dose RedBull enthält knapp 30 Gramm Zucker)? Das nächste Mal denkst Du anstelle des Drinks an einen Beutel voll reinem Zucker.

4. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Kaugummi kauen

Viele Menschen bekommen Heißhunger, wenn sie müde oder gestresst sind.

Ein Kaugummi kann das Verlangen auf Süßes verschwinden lassen.

Warum?

Weil der Gedanke, das Kaugummi aus dem Mund zu nehmen, dann zu snacken, und dann das Kaugummi weiterzukauen, für die meisten Menschen nicht gerade appetitlich ist.

5. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Wasser trinken

Wasser ist nicht nur ein entscheidender Faktor beim Fettabbau und für Deine allgemeine Gesundheit – es hilft Dir auch, Deinen Appetit zu stoppen.

Oft haben wir eigentlich Durst, interpretieren dieses Gefühl aber als Hunger.

Wenn Du leicht dehydriert bist und eigentlich etwas trinken solltest, kann es sein, dass Dein Körper Dich zu mehr Nahrungsmitteln greifen lässt.

Wenn Du das nächste Mal Appetit verspürst, trink ein Glas Wasser und warte 5 Minuten.

Vielleicht ist der Heißhunger dann schon verflogen.

6. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Gürtel enger schnallen

Dieser einfache Trick erinnert Dich einerseits daran, dass Du überflüssiges Bauchfett reduzieren möchtest und kann Dich dazu motivieren, ungesunde Lebensmittel zu meiden:

Schnalle Deinen Gürtel ein Loch enger.

Auch dieser Tipp hilft Dir dabei, Dich gadanklich neu zu konditionieren.

Du verbindest Deinen Appetit auf Süßes mit einer körperlichen Wahrnehmung, die Dir die Konsequenzen aus Deinem Handeln bewusst werden lässt – nämlich dadurch, dass die Hose immer enger wird.

7. Trick gegen Heißhunger auf Süßes: Klar Schiff machen

Last but certainly not least.

Mit dieser Methode habe ich selbst seit Jahren meine Gelüste nach Süßem erfolgreich im Griff, daher könnte ich diesen Punkt mit Fug und Recht an Nummer 1 stellen.

Aus den Augen, aus dem Sinn.

Dieses Sprichwort ist in seiner Wirksamkeit schwer zu überschätzen! Ich habe einfach nichts ungesundes mehr in meiner Nähe, ob am Schreibtisch, in der Wohnung oder im Auto.

Am besten gehst Du die Orte einen nach dem anderen durch, an denen Du noch Süßigkeiten und “ungesunde” Snacks aufbewahrst, sammelst sie ein und entsorgst sie dann. Leere Kalorien gehören in den Mülleimer und nicht in Deinen Körper.

Und je weniger Gelegenheit Du Dir gibst, an ungesunde Snacks zu denken, desto leichter prägst Du Dein neues Verhalten – gesunde Lebensmittel zu essen – aus und machst es zur Gewohnheit.

Bonus Trick gegen Heißhunger auf Süßes

Hast Du schon Zähne geputzt?

Das abendliche Süßigkeiten-Snacken ist für viele Menschen genauso zur Gewohnheit geworden, wie das Zähneputzen danach.

Du durchbrichst das Verhaltensmuster, indem Du beide Verhaltensweisen vertauschst.

Wenn die Zähne erst einmal geputzt sind, wirst Du es Dir mehrmals überlegen, ob Du wirklich noch naschst – und dann womöglich nochmals putzen musst.

Vermeide es, die Küche nach dem Abendbrot zu betreten.

Viele von uns streifen Abends durch die Wohnung in Richtung Küche wie gehirnlose Zombies (übrigens auch ein “erlerntes” Verhalten) und suchen dort dann nach etwas Essbarem. Wenn Du die Küche von vorneherein meidest, durchbrichst Du diese Verhaltenskette.

Oft hilft es auch, anstelle eines Snacks einen Früchte- oder Kräutertee zu trinken.

Ich liebe für solche Fälle die Tees von Celestial Seasonings, insbesondere die Geschmacksrichtung Bengal Spice.

Fazit

Das Thema Heißhunger und Appetit ist eine Wissenschaft für sich, mit der sich leicht ganze Bücher füllen lassen.

Dieser Artikel bleibt bewusst in der Praxis und gibt Dir einige 7 praktische Tipps an die Hand, die Dir dabei helfen können, schlechte durch gute Verhaltensweisen zu ersetzen.

Welche hier nicht genannten Strategien nutzt Du? Wie gehst Du mit Appetit und Heißhunger um? Schreib einen Kommentar.

Hinweis: Alle meine Empfehlungen sind sorgfältig erwogen und geprüft und für gesunde Erwachsene gedacht, die älter sind als 18 Jahre. Keiner meiner Artikel kann einen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat bieten. Bitte konsultiere einen Arzt, bevor Du mit einem Trainings-, Ernährungs- oder Nahrungsergänzungsprogramm anfängst. Besonders dann, wenn Du in der Vergangenheit bereits Beschwerden gehabt haben solltest.Wenn Du auf Links zu Produkten klickst, die ich empfehle, unterstützt Du den Fortbestand dieses Blogs. Einige Links sind so genannte Empfehlungslinks. Du zahlst nichts extra. Aber falls Du etwas kaufst, erhalte ich eine Kommission. Ich empfehle nur Produkte, die ich selbst nutze, liebe und von denen ich überzeugt bin.

16 Gründe, warum wir Süßes essen, auch wenn wir gar keinen Hunger haben – und was man dagegen tun kann (TEIL 1)

Wir haben das alle schon gemacht: Essen, ohne dass wir eigentlich hungrig sind. Aber warum ist das so? Warum essen wir, auch wenn wir gar keinen Hunger haben? Und vor allem, warum dann Dinge wie Süßigkeiten, Chips & Co …? In diesem Artikel geht es um acht Gründe, die uns dazu bringen können, ohne Hunger zu essen – und was man in so einer Situation tun kann. Die anderen acht Gründe erklären wir in einem weiteren Artikel.

Bestimmte Nährstoffe fehlen

Unser Körper ist schlau. Er weiß genau wie viel er einatmen muss, damit wir genug, aber auch nicht zu viel, Sauerstoff bekommen. Er lässt uns genau so oft blinzeln, dass die Augen nicht austrocknen – und eigentlich weiß er auch ganz genau, was er an Nährstoffen braucht. Und wenn er alles hat was er braucht, dann signalisiert er auch ganz schnell ein Sättigungsgefühl.

Leider liefert unsere Ernährung aber oft nicht das, was unser Körper gerade braucht. Wir essen Mahlzeiten, die nur aus Reis und Gemüse bestehen, bräuchten aber mehr Eiweiß. Oder haben ein alkoholreiches Wochenende hinter uns und jetzt hätte der Körper gerne ein paar Zutaten, die der Leber bei der Entgiftung helfen. Wenn wir eine sehr stressige Phase und damit einen erhöhten Bedarf an B Vitaminen und Magnesium kann, kann mit “belegten Brötchen auf dem Sprung” und einer “schnellen Pasta mit Salat am Abend” genau das aber nicht befriedigt werden. Und dann signalisiert der Körper, dass er noch was braucht. Weil wir aber leider verlernt (oder nie gelernt) haben, wie eine richtige Mahlzeit zusammengestellt werden sollte, essen wir dann eben “irgendetwas”. Dazu kommt noch, dass wir umso mehr Hunger auf Kohlenhydrate/Zucker bekommen, je mehr Kohlenhydrate (also auch Zucker) wir vorher gegessen haben. Ein Teufelskreis.

Unser Tipp:
Versuche in so einer Situation zuerst einmal, ob dir nicht Eiweiß von sehr hoher biologischer Wertigkeit gut tun würde. Eine schnelle Lösung wäre hier z.B. zwei Eier (Rührei oder auch einfach hart oder weich gekocht) zusammen mit einer Faustgröße Kartoffeln. Um eine Mahlzeit nach der Faustformel daraus zu machen, brauchst du dann noch zwei Faustgrößen Gemüse. Achte generell darauf, dass du mehr Vielfalt in deine Ernährung bringst und nicht ständig die gleichen Dinge isst. Iss naturbelassene, unverarbeitete Nahrungsmittel mit einer hohen Nährstoffdichte.

Weil andere Leute essen.

Menschen sind soziale Wesen. Und gerade das “am Lagerfeuer sitzen und zusammen essen” ist ein ganz ursprünglicher Instinkt. Untersuchungen haben ergeben, dass schlankere Menschen bei der Entscheidung, wann sie aufhören zu essen, eher auf innere Signale hören, dickere Menschen auf äußere Signale. Ein schlankerer Mensch hört also in sich hinein und fragt sich: ”Wie fühlt sich das an? Bin ich satt?”, während Menschen, die eher mit Übergewicht kämpfen, das von anderen Faktoren abhängig machen, wie z.B. “Haben die anderen schon aufgehört zu essen? Ist mein Teller leer?” etc.

Die Lösung: Das ist ein schwieriges Thema, weil es so viele tiefe Instinkte und lang erlernte Gewohnheiten berührt. Zuerst einmal wird es wichtig sein, sich dessen selbst bewusst zu werden und zu versuchen in sich hinein zu horchen. Ein Tipp, der helfen kann: Nach jedem einzelnen Bissen die Gabel hinlegen und erst wieder aufnehmen, wenn der Bissen komplett zerkaut und hinunter geschluckt wurde. Das verlangsamt den Essensprozess und gibt dem Körper die Chance Sättigungssignale zu schicken bevor völlig unbewusst mehr gegessen wird, als man Hunger hat.

Weil Essen herumsteht.

Der Spruch “aus den Augen, aus dem Sinn” gilt auch und besonders bei Nahrungsmitteln. Viele Studien haben gezeigt, dass man mehr von den Dingen isst, die man ständig vor Augen hat.

Die Lösung: Dinge, von denen du weniger essen möchtest (Kekse! Bonbons!) sollten nicht sichtbar herumstehen. Wenn es in deinem Büro in der Kaffeeküche, auf der Rezeption oder am Besprechungstisch Keksteller und Schalen mit Bonbons gibt, dann besprich doch mal mit deinem Team, ob man die da wirklich stehen müssen. Glaub mir, den anderen geht es auch so.

Weil der Teller zu groß ist.

Wir essen mehr von größeren Tellern. Ist so. Das ist sogar dann der Fall, wenn du das weißt und direkt vor dem Essen noch mal auf diese Tatsache hingewiesen wirst. Wir essen auch mehr aus großen Chipstüten als aus kleinen, aus großen Schüsseln als aus kleinen etc.

Die Lösung:

  1. Kleinere Teller: Dinge, von denen man weniger essen möchte kommen auf kleinere Teller. (Und Gemüse auf den ganz großen 🙂 ).
  2. “Portionen” abteilen: Man legt die ganze Portion, die man maximal essen möchte, auf einen kleinen, getrennten Teller. Und dann nichts nachholen! Die gleiche Strategie funktioniert auch bei Chips & Co und ähnlichen Nahrungsmitteln.

Endlich Schluss

mit der Zuckersucht!

Weil man Durst hat.

Es fällt vielen schwer Durst und Hunger auseinanderzuhalten. Und weil es außerdem viele Nahrungsmittel gibt, die Flüssigkeit liefern (Obst, Gemüse, Suppen, …), ist es auch gar nicht so “falsch”, wenn der Körper nach Essen verlangt, aber eigentlich Flüssigkeit braucht.

Die Lösung: Bei Hunger erstmal ein oder zwei große Gläser Wasser trinken. Ob das Wasser Kohlensäure enthält oder nicht ist egal, aber es soll keinen “Geschmack” haben – also keine Limonade, kein Eistee und keine “Mineralwasser mit Geschmack” etc. Denn das würde dem Körper ein falsches Signal geben.

Wir trinken das Wasser nicht deswegen, weil es “den Magen füllt und schneller satt macht (Was ein furchtbarer Unsinn ist, denn Wasser bleibt nicht lange im Magen und hilft deswegen nicht der Sättigung), sondern um auszuprobieren, ob das Signal, das der Körper gegeben hat, “Durst oder “Hunger” war. Wenn es Durst war, dann verschwindet es automatisch, wenn es Hunger war, dann kann man jetzt beruhigt etwas essen. Nach und nach lernt man so die Signale des Körpers besser zu verstehen und ihm das zu geben, was er gerade braucht.

Weil Essenszeit ist

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Denn bei vielen kann es extrem hilfreich sein, wenn man Rhythmus in die Ernährung bringt und regelmäßige Essenszeiten einführt. So kann sich der Körper besser darauf einstellen, wann er etwas bekommt und signalisiert nicht irgendwann zwischendrin Hunger. Außerdem kann er sich besser auf die Verdauung vorbereiten. Dieser Teil ist also positiv.

Negativ wird das Ganze, wenn man so gut wie nie zur “Essenszeit” Hunger hat. Ein schönes Beispiel sind Büros mit Kantinen. Oft frühstückt man selber später oder ausgiebiger als andere und hat dann um 11.30 Uhr, wenn die ersten in die Kantine aufbrechen, noch gar keinen Hunger. Aber weil hat schon “Mittag” ist und das eine willkommene Pause in der Arbeit darstellt, geht man halt auch und isst mit.

Unser Tipp: Tagesablauf und Essensrhythmus überdenken. Meistens ist es viel schwieriger, die Fixpunkte wie Mittagessen oder gemeinsames Abendessen zu streichen oder zu verschieben – also eher bei den anderen Mahlzeiten ansetzen und schauen, ob die anderen Mahlzeiten so zu verschieben sind, dass man zu den fixen Essenszeiten auch entsprechend Hunger hat.

Weil man müde ist.

Wer schlecht schläft und oder einfach zu wenig Schlaf bekommt, hat von vornherein schlechte Voraussetzungen. Denn Schlaf ist nicht nur für die Erholung und die Gesundheit wichtig, sondern auch ganz, ganz wesentlich beim Abnehmen.

Wenn der Körper müde ist versucht er sich “schnelle Energie” zu besorgen. Und kaum etwas kann so schnell in Energie umgewandelt werden wie Zucker. Deswegen ist es auch sehr natürlich, dass man vermehrt nach Süßem greift. Gerade das berühmt-berüchtigte “Nachmittagstief” im Büro wird gerne mit Zucker bekämpft. Das Problem dabei: Der Zucker stoppt nicht nur unsere Fettverbrennung, er liefert auch nicht wirklich nachhaltig Energie, sondern gibt uns maximal ein kurzes Hoch, auf das sehr schnell ein noch größeres Tief folgt. Außerdem geraten wir dadurch in den Zucker-Teufelskreis: Je mehr wir davon essen, umso mehr Lust bekommen wir darauf!

Die Lösung:

  1. Um allgemein mehr Energie zu haben über den Tag verteilt kleinere Mahlzeiten essen. und darauf achten, dass jede Mahlzeit ausreichend Eiweiß enthält. Für die meisten funktionieren 4 bis 5 Mahlzeiten sehr gut.
  2. In der akuten Situation ein großes Glas kaltes Wasser trinken oder ein paar Schritte gehen – vielleicht sogar an der frischen Luft. Oder das Fenster aufmachen, tief durchatmen und strecken.
  3. Eine Tasse Kaffee (ohne Zucker oder Süßstoff) hilft hier natürlich auch. Aber Vorsicht: Es gibt Personen, die Koffein nicht so gut vertragen und dann verhindert genau diese Tasse Kaffee das Abnehmen (auch wenn gar kein Zucker drin ist!) und sorgt dafür, dass das Hunger- und Sättigungsgefühl durcheinander kommt.
  4. Wenn man einfach zu wenig Schlaf bekommt, dann sollte die Situation mittelfristig verbessert werden. Oft liegt es ja nur daran, dass wir am Abend zu lange vor dem Fernseher sitzen und einfach regelmäßig zu spät schlafen gehen.

Weil man süchtig ist.

Es ist ein bisschen umstritten, ob Zuckersucht eine “echte Sucht” ist, aber sie hat viele Anzeichen davon. Der Übergang zwischen “Gewohnheit” und “Sucht” ist relativ fließend und manchmal ist es schwierig zu unterscheiden, ob es noch eine Gewohnheit oder schon eine echte Sucht ist. Gerade beim Essen wird sehr viel von Gewohnheiten bestimmt. Über 40 % des Tagesablaufs sind vollautomatische Gewohnheiten, die ablaufen, ohne dass man sich groß Gedanken machen muss. Dazu gehören auch die allermeisten Dinge, die mit dem Essen zu tun haben. Dazu kommt noch, dass Zucker für unser Gehirn einen besonderen Stellenwert hat und wir darauf (vor allem in Kombination mit Fett und Salz) reagieren wie auf nichts anderes.

Die Lösung: Überleg dir, ob du nicht eine Zeitlang ganz auf Zucker jeder Art verzichten möchtest. Ich weiß, das klingt jetzt leichter gesagt als getan, denn du hast vermutlich schon öfter versucht eine Weile keinen Zucker zu essen – und bist dann trotzdem gescheitert. Das ist völlig normal, wenn Süßes Teil deiner täglichen Gewohnheiten (bis fast zu einer Art “Sucht”) geworden ist. Es läuft dann alles vollautomatisch ab und es ist sehr schwierig diesen Teufelskreis ohne richtige Strategie zu durchbrechen. Aber wenn man den Körper dabei richtig unterstützt, ist es viel einfacher als du denkst. Genau dafür haben wir Faustformel Zuckerfrei entworfen.

Im zweiten Teil dieses Beitrags besprechen wir dann die anderen 8 Gründe dafür warum du isst, obwohl du keinen Hunger hast:

  1. Weil ein besonderer Anlass ist.
  2. Weil man nicht NEIN sagen kann.
  3. Weil man gestresst ist.
  4. Weil man unzufrieden, wütend, traurig, frustriert oder einsam ist.
  5. Aus Langeweile.
  6. Weil man am “Sonst wird das Wetter schlecht”-Syndrom leidet.
  7. Weil es gratis (oder billig) ist.
  8. Weil es einfach so gut schmeckt

Wenn du Interesse daran hast, in nur 7 Tagen die Basis dafür zu legen, die Süßigkeitenlade und die Kuchen im Büro auch mal links liegen lassen zu können, dann schau hier rein und informier dich über unser 7 Tage online Programm Faustformel Zuckerfrei!

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