Ziehen der mutterbänder

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Mutterbänder: Dehnungsschmerzen in der Schwangerschaft

Anatomie der Mutterbänder

Im Bauchraum der Frau gibt es zwei Bänder, die jeweils paarig angelegt sind und die Aufgabe haben, die Gebärmutter in ihrer normalen Lage zu halten. Das runde Mutterband (Ligmentum teres uteri) zieht sich jeweils rechts und links vom oberen Drittel der Gebärmutter bis hinunter zum vorderen Becken und sind innerlich mit dem Bindegewebe der großen Schamlippen verwachsen. Das breite Mutterband (Ligamentum latum uteri) beginnt am hinteren unteren Drittel der Gebärmutter und verläuft nach hinten unten zum jeweils seitlichen Beckenrand. Durch diesen Bandapparat bleibt die Gebärmutter in ihrer aufrechten, leicht nach vorne gebeugten Position.

Tipps gegen schmerzende Mutterbänder

Schmerzen durch Mutterbänder in der Schwangerschaft

Viele Frauen spüren Dehnungsschmerzen zu Beginn der Schwangerschaft als ein Ziehen auf beiden Seiten. Dies kann bereits von der Mutterbändern kommen, wahrscheinlicher ist jedoch, dass es allgemeine Veränderungen von Gebärmutter und umliegenden Gewebe sind, die dies verursachen. Später in der Schwangerschaft, zwischen der 17. und 24. Schwangerschaftswoche, wirken vermehrt Zugkräfte auf die Mutterbänder und verursachen Dehnungsschmerzen, die sich als Ziehen äußern. Die Mutterbänder müssen dann die immer größer werdende Gebärmutter halten und sich mit ausdehnen. Dies kann zu stechenden oder dumpfen Schmerzen links und rechts am Unterbauch zur Leiste hin führen. Manche Schwangere spüren sogar ein Ziehen bis ins Kreuzbein. Aufgrund hormoneller Veränderungen lockern sich die Mutterbänder im Laufe der Schwangerschaft, was auch ein Grund für Rückenschmerzen sein kann.

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Dehnungsschmerzen der Mutterbänder sind normal

Schmerzende Mutterbänder sind an sich harmlos. Allerdings sollte die Hebamme oder die Ärztin informiert werden, wenn die Schmerzen sehr stark werden, um andere Ursachen für die Schmerzen auszuschließen. Oft verschwinden die Schmerzen nach der 24. Schwangerschaftswoche wieder.

Schmerzende Mutterbänder – Was tun?

Schmerzen an den Mutterbändern werden durch die wachsende Belastung auf die Bänder ausgelöst. Bei akuten Schmerzen ist daher Ruhe in einer entlastenden Position, wie beispielsweise Rückenlage, sinnvoll, auch in Verbindung mit Wärme. So können die Dehnungsschmerzen der Mutterbänder meist gelindert werden. Fachleute raten Schwangeren auch, ab dann auf hohe Schuhe zu verzichten. Dies ist nicht gut für die ohnehin veränderte Haltung der Schwangeren.

Deine Mutterbänder haben während der Schwangerschaft die Aufgabe, Deine Gebärmutter in ihrer Position zu halten. Sie sorgen dafür, dass die Gebärmutter zu jeder Zeit stabil ist, ganz egal, wie Du Dich bewegst. In der Schwangerschaft wirst Du öfter ein Ziehen oder auch stärkere Schmerzen in der Gegend spüren, in der sich die Mutterbänder befinden. Eines vorweg: In der Regel sind diese Schmerzen vollkommen harmlos!

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Was genau sind Mutterbänder?

Mutterbänder sind starke Muskelfaserstränge, die von beiden Gebärmutterseiten bis zum Schambein reichen. Du hast ein rundes Mutterband und ein breites Mutterband. Beide Mutterbänder halten Deine Gebärmutter in einer aufrechten, leicht nach vorne gebeugten Position.

  • Das runde Mutterband verläuft jeweils rechts und links vom oberen Drittel der Gebärmutter bis nach unten zum vorderen Becken und ist mit dem Bindegewebe der großen Schamlippen verwachsen
  • Am unteren hinteren Drittel der Gebärmutter befindet sich das breite Mutterband, welches nach unten zum seitlichen Beckenrand rechts und links verläuft.

Stell Dir vor, dass Fäden von Deiner Gebärmutter ausgehen und in Deinem Becken festgespannt sind. So bleibt die Gebärmutter in ihrer Position und ist immer geschützt, egal, wie Du dich bewegst.

Schmerzen an den Mutterbändern während der Schwangerschaft

Deine Gebärmutter wird im Laufe der Schwangerschaft größer und schwerer, deshalb dehnen sich die Mutterbänder. Hauptsächlich zwischen der 17. und 24. Schwangerschaftswoche wirst Du immer wieder ein Stechen, Ziehen oder krampfartige Schmerzen im Unterbauch und rechts und links in der Leiste spüren. Es kann auch sein, dass sich der Schmerz bis zum Kreuzbein hinzieht. Die Schmerzen treten während den Wachstumsschüben der Gebärmutter auf oder auch, wenn Du Dich anstrengst. Zum Beispiel, wenn du lange stehst, gehst oder etwas trägst. Aufgrund der hormonellen Veränderung lockern sich die Mutterbänder im Laufe der Schwangerschaft wieder, was zu Rückenschmerzen führen kann.

Wie schon gesagt: Schmerzen an den Mutterbändern sind eine ganz normale Erscheinung während der Schwangerschaft und in der Regel harmlos. Zögere trotzdem nicht, die Schmerzen sicherheitshalber bei Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt anzusprechen, falls Du sie als sehr stark empfindest — denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Du das Ziehen mit einer anderen Erkrankung verwechselst. Eine Blinddarmentzündung, eine Ablösung der Plazenta oder Nierensteine können sich unter Umständen ähnlich anfühlen wie Schmerzen an den Mutterbändern.

Was tun bei schmerzenden Mutterbändern?

  • vermeide Belastungen
  • gönn Dir Ruhe
  • lege Dich auf den Rücken, um die Mutterbänder zu entlasten
  • Wärme (Baden, Wärmflasche oder warme Wickel – warm, aber nicht zu heiß!)
  • massiere Deine Leistengegend (nimm’ dazu etwas Öl und führe kreisende Bewegungen aus)
  • vermeide ein Hohlkreuz
  • verzichte auf hohe Absätze
  • probiere Schüssler Salze (Magnesium phosphoricum drei Mal täglich drei Tabletten oder Calcium phosphoricum zwei Mal täglich fünf Tabletten)
  • ein Stützgürtel (Baby Belt) kann entlastend wirken

Wann gehen die Schmerzen vorbei?

Wie schon geschrieben, tauchen Schmerzen an den Mutterbändern normalerweise im zweiten Schwangerschaftsdrittel auf und verschwinden in der Regel nach der 24. Schwangerschaftswoche. Sind sie danach immer noch vorhanden oder treten in Verbindung mit weiteren Symptomen auf, solltest Du mit Deinem Frauenarzt oder Hebamme sprechen, um andere Ursachen auszuschließen.

Was tun bei Schmerzen der Mutterbänder?

Fast alle Frauen kennen den Dehnungsschmerz in den Mutterbändern, der vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt. Lesen Sie hier, was es damit auf sich hat und was dagegen helfen kann.

Foto: Valeria Aksakova / .com

Bei den Mutterbändern handelt sich um Stränge aus Muskelfasern, die von der Gebärmutter zum Schambein ziehen. Die Mutterbänder, genau genommen das runde und das breite Mutterband, halten die Gebärmutter in Position. Egal, in welcher Körperhaltung Sie sich gerade befinden, die Mutterbänder sorgen dafür, dass der Uterus in einer aufrechten, leicht nach vorne gebeugten Position verbleibt.
Schmerzen an den Mutterbändern entstehen, wenn diese während der Schwangerschaft gedehnt werden. Denn die Mutterbänder müssen die immer größer und schwerer werdende Gebärmutter halten – und sich mit ihr zusammen dehnen. Das verursacht einen Dehnungsschmerz, der sich dumpf oder stechend äußern kann. Die Schmerzen treten meist an Unterbauch und Leiste auf, können aber auch bis zum Kreuzbein ziehen. Wenn sich die Mutterbänder im Laufe der Schwangerschaft lockern, kann dies zu Rückenschmerzen führen.

Schmerzen der Mutterbänder – so verschaffen Sie sich Linderung

Schmerzende Mutterbänder sind normal und in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Nur wenn die Schmerzen unerträglich stark werden oder länger bestehen, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen. Auch wenn weitere Symptome hinzukommen, wie etwa Fieber, Durchfall oder Erbrechen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit einfachen Mitteln können Sie sich Linderung verschaffen:

  • Ruhe: Legen Sie sich hin und ruhen Sie sich aus, vermeiden Sie ruckartige Bewegungen beim Aufstehen.
  • Entspannung: Planen Sie Entspannungspausen im Alltag ein.
  • Wärme: Ein warmes Bad, feucht-warme Wickel, ein Körnerkissen oder auch eine Wärmflasche entspannen und wirken krampflösend.
  • Massagen: Massieren Sie die Leistengegend. Geeignet ist zum Beispiel Lavendelöl. Helfen kann Ihnen auch eine Ölkompresse mit Lavendel in der Leistengegend.
  • Yoga: Schwangerschaftsyoga dehnt Ihre Muskeln und Sehnen und hält Ihren Körper beweglich.

Welche Mittel aus der Apotheke können helfen?

Ihre Apotheke unterstützt Sie in vielfältiger Weise, um gut durch die Schwangerschaft zu kommen. So erhalten Sie hier zum Beispiel wertvolle Öle für die Massage der Leistengegend. Mit folgenden naturheilkundlichen Mitteln aus der Apotheke können Sie Ihrem Körper in der Schwangerschaft zusätzlich etwas Gutes tun:
Schüßler-Salze haben sich bewährt gegen Mutterbandschmerzen.
Geeignet sind Magnesium phosphoricum D6 (Schüssler Salz 7):

  • 3 mal 2 Tabletten auf der Zunge zergehen lassen oder als „heiße Sieben“ trinken.
  • Die „heiße Sieben“ ist im Allgemeinen durch ihre Anwendung bei Schlafstörungen und Nervosität besonders bekannt. Es werden mit einer halben Tasse abgekochten, warmen Wassers zehn Tabletten des Magnesium phosphoricums aufgelöst und umgerührt. Zum Umrühren bitte keine metallischen Gegentande verwenden, anstattdessen zum Beispiel einen Holzstab, –löffel oder ähnliches.
    Danach die Mischung in sehr kleinen Schlucken langsam trinken. Des Weiteren unterstützt Calcium phosphoricum (Schüssler Salz 2) die Muskelbewegung und kann in dieser Zeit sinnvoll sein.
  • Den persönlichen Bedarf und Dosierung können Heilpraktiker oder Ärzte mit Naturheilkundlicher Spezialisierung individuell auch gezielt festlegen und empfehlen.

Gut zu wissen: Auf Schmerzmittel wie Ibuprofen und Aspirin sollten Sie in der Schwangerschaft verzichten!

Passende Produkte zu diesem Thema:

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Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Schwangerschaft & Bauchschmerzen: Keine Seltenheit!

Schwangere Frauen leiden häufiger unter mehr oder minder starken, aber in der Regel ungefährlichen Bauchschmerzen. Die Schmerzen sind stechend, ziehend, pochend, stumpf oder krampfartig und können vom Unterleib bis zum Oberbauch auftreten.

In den meisten Fällen lösen die enormen körperlichen Veränderungen die Schmerzen aus: Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto intensiver sind oft die Beschwerden. Obwohl diese Bauchschmerzen in der Schwangerschaft harmlos sind, machen sich einige Frauen Sorgen um das Wohl ihres Kindes. Sie sollten dann das Gespräch mit der Hebamme oder dem Frauenarzt suchen. Diese können die werdende Mutter in aller Regel beruhigen.

Ziehen im Unterleib: Schwangerschaft macht sich bemerkbar

Bei manchen Frauen signalisiert als Erstes ein leichtes Ziehen im Unterleib, schwanger zu sein: Das Ziehen tritt auf, wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. In den ersten Schwangerschaftswochen entwickelt sich außerdem die Plazenta. und ihre wurzelähnlichen Zotten durchdringen nach und nach die Gebärmutter. Zudem werden neue Blutgefäße zur Versorgung des heranwachsenden Kindes ausgebildet. All diese Prozesse gehen nicht immer spurlos und umbemerkt an der Schwangeren vorüber.

Von leichtem Ziehen bis hin zu Krämpfen: Mutterbänder

Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto stärker die Unterleibsschmerzen. Schwangere beklagen teilweise starke krampfartige Schmerzen, die von den sogenannten Mutterbändern ausgehen können. Die beiden flexiblen Muskelfaserbänder verankern die Gebärmutter am Becken und stabilisieren ihre Lage, indem sie sich wahlweise dehnen und wieder nachgeben. Dies löst teilweise starke Schmerzen im seitlichen Unterleib aus, vergleichbar mit einer Muskelzerrung.

Auch ein träger Darm verursacht oft Bauchschmerzen

Schwanger zu sein bringt oft Verdauungsprobleme mit sich: Bis zu 44 Prozent aller Schwangeren leiden unter Bauchschmerzen, Verstopfung und Blähungen. Für die Beschwerden ist hauptsächlich die hormonelle Umstellung verantwortlich: Höhere Hormonkonzentrationen – beispielsweise des Hormons Progesteron – verlangsamen die Tätigkeit des Magen-Darm-Trakts. Das kann Blähungen, Verstopfung, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Sodbrennen auslösen.

Platzmangel steigert Bauchschmerzen

In der Schwangerschaft wird der Platz im mütterlichen Bauchraum immer kleiner: Gebärmutter und Kind werden größer und fordern zunehmend mehr Raum. Es wird eng! Dadurch werden die umliegenden Organe zusammengedrückt. Zunehmender Druck auf den Darm beispielsweise führt zu Blähungen und Verstopfung, ein langanhaltender Druck gegen den Magen zu Magenschmerzen. Bewegungen und Tritte des Kindes tragen ebenfalls zu Bauchschmerzen in der Schwangerschaft bei.

Schwangerschaftssymptome, die Sie immer beachten müssen

Selbst wenn Sie schon viel zu dem Thema Schwangerschaft gelesen und mit anderen Müttern darüber gesprochen haben, wird es trotzdem Momente geben, in denen Sie sich fragen, ob das, was Sie fühlen, normal ist oder nicht. Generell gilt dann: Lieber einmal zu viel nachfragen als zu wenig.
Die folgenden Symptome sollten die Alarmglocken bei Ihnen läuten lassen. Wenn Sie sie bemerken, sollten Sie Ihre Hebamme oder Ihre/n Ärztin/Arzt sofort anrufen, damit diese ernsthafte Probleme ausschließen können.

Ich fühle mich einfach nicht gut

Falls Sie sich eines Symptoms nicht sicher sind, Sie sich unbehaglich oder einfach nicht auf der Höhe fühlen, vertrauen Sie auf Ihr Urteilsvermögen und gehen Sie zu Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Die sind auf solche Hilferufe vorbereitet und beraten Sie gern. Arzt und Hebamme wissen um die schnellen körperlichen Veränderungen, die Sie in dieser Phase durchleben und wissen auch, dass es für Sie manchmal sehr schwierig ist zu unterscheiden, ob Ihre Empfindungen normal sind oder nicht.

Ich habe Schmerzen im mittleren Bauchbereich

Heftige oder stechende Schmerzen im mittleren oder höheren Bauchbereich mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen können verschiedene Ursachen haben. Es könnte sich zum Beispiel um eine ernsthafte Verstopfung, Sodbrennen (Crafter 2009), einen Magenvirus oder eine Lebensmittelvergiftung handeln.
Wenn Sie in der zweiten Hälfte Ihrer Schwangerschaft sind, könnte dieser Schmerz auf Präeklampsie (Crafter 2009, NCCWCH 2008b: 108) hinweisen. Das ist eine ernsthafte Erkrankung, die einer sofortigen Behandlung bedarf. Aber Sie können sicher sein, dass dies nicht der Grund für Ihre Schmerzen ist, wenn Sie noch nicht 20 Wochen schwanger sind.

Ich habe Schmerzen im Unterleib

Der Grund für heftige Schmerzen im Unterleib, egal ob einseitig oder beidseitig, muss geklärt werden. Nur so kann man sicher sein, dass es nichts Ernsthaftes ist. Sie könnten ein Mutterband (Aguilera 2005, Crafter 2009) überdehnt oder gezerrt haben. Dies kommt häufig in der Schwangerschaft vor. Oder es könnte ein Zeichen sein von:

  • einer Eileiterschwangerschaft (ektopen Schwangerschaft) (Crafter 2009, RCOG 2010a)
  • einer Fehlgeburt (Crafter 2009)
  • vorzeitigen Wehen
  • Leiomyom (gutartiger Tumor), der in sich hinein blutet (Baker 2006:127, Crafter 2009)
  • einer Plazenta-Ablösung (die Plazenta löst sich von der Gebärmutterwand) (Crafter 2009)

Ich habe Fieber

Wenn Sie Fieber haben und Ihre Temperatur liegt über 38 Grad Celsius, aber Sie haben keine Grippe- oder Erkältungssymptome, rufen Sie am besten Ihre/n Ärztin/Arzt noch am gleichen Tag an.
Falls Sie mehr als 39 Grad Celsius haben, rufen Sie Ihre/Ihren Ärztin/Arzt bitte sofort an. Sie leiden wahrscheinlich an einer Infektion. Ihr/e Arzt/Ärztin wird Ihnen vermutlich Antibiotika und Ruhe verschreiben. Wenn Ihre Temperatur über einen längeren Zeitraum 39 Grad Celsius übersteigt, könnte dies Ihrem Baby schaden.

Ich sehe alles verschwommen und aufblitzende Lichtpunkte

Rufen Sie Ihre/n Ärztin/Arzt oder Ihre Hebamme an, wenn Sie in der zweiten Schwangerschaftshälfte Sehstörungen haben, die länger als zwei Stunden anhalten. Sehstörungen sind: Sie sehen

  • doppelt
  • alles verschwommen
  • zu dunkel
  • aufblitzende Lichtpunkte und Lichter

Diese Sehstörungen können ein Zeichen von Präeklampsie (NCCWCH 2008b:24) sein.

Meine Hände und Füße sind geschwollen

Schwellungen oder Aufgedunsenheit (Ödeme) der Knöchel, Unterschenkel, Hände, Füße, des Gesichts und der Augen kommen häufig im letzten Teil der Schwangerschaft vor. Sie sind in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung (NCCWCH 2008: 82). Aber wenn die Schwellungen ernsthafte Formen annehmen und plötzlich zusammen mit Kopfschmerzen und Sehstörungen auftreten, könnte das auf eine Präeklampsie (NCCWCH 2008b: 82) hinweisen.

Ich habe heftige Kopfschmerzen, die nicht weggehen

Kopfschmerzen treten häufig in der Schwangerschaft auf. Suchen Sie aber Ihre/n Ärztin/Arzt auf, wenn Sie starke und hartnäckige Kopfschmerzen haben.
Wenn heftige Kopfschmerzen länger als zwei oder drei Stunden anhalten und Sehstörungen und starke Schwellungen im Körper dazu kommen, könnte dies auf eine Präeklampsie (NCCWCH 2008b: 82) hinweisen. Kopfschmerzen, die durch eine Präeklampsie verursacht werden, kommen nur in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft vor.

Ich habe vaginale Blutungen

Rötlicher Ausfluss oder sehr leichte Blutungen ohne Schmerzen sind im Frühstadium der Schwangerschaft sehr häufig. Dies können Durchbruchblutungen (Blutungen außerhalb der Menstruation) sein, weil die Hormone, die Ihren Menstruationszyklus steuern, weiterhin stark genug sind, leichte Blutungen zu verursachen.
Selbst wenn das so ist, sollten Sie Ihre/n Ärztin/Arzt oder Hebamme anrufen, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Ihrer Schwangerschaft Blutungen haben. Dies kann ein Hinweis auf ernsthafte Komplikationen sein, wenn es:

  • Blutungen sind, die sich von Ihrer normalen Periode unterscheiden, die leichter fließen und von dunklerer Farbe als sonst sind. Dies zusammen mit stark anhaltenden Schmerzen auf einer Seite Ihres Bauchs können ein Hinweis auf eine ektopische Schwangerschaft (PRODIGY 2010) sein.
  • Schwere Blutungen, insbesondere in Kombination mit anhaltenden Rücken- oder Unterleibsschmerzen, können ein Anzeichen von einer Fehlgeburt (Symonds 2009) sein.
  • Plötzliche Blutungen ohne Schmerzen. Das kann eintreten, wenn Sie eine Plazenta praevia (der Mutterkuchen liegt zu nahe oder vor dem Geburtskanal) (Crafter 2009, NCCWCH 2008: 251) haben, die vermutlich bei Ihrer Ultraschalluntersuchung um Woche 20 herum entdeckt wurde.
  • Dunkle Blutungen mit Klumpen könnten bedeuten, dass es sich um eine Plazenta-Ablösung handelt, die dadurch entsteht, dass die Plazenta beginnt, sich von der Gebärmutterwand zu lösen (Crafter 2009, Gaufberg 2008).
  • Schwere Blutungen können bedeuten, dass vorzeitige Wehen beginnen, wenn Sie weniger als 37 Wochen schwanger sind (Crafter 2009).

Aus meiner Vagina tritt Flüssigkeit aus

Wenn vor SSW 37 aus Ihrer Vagina Flüssigkeit austritt, kann dies bedeuten, dass die Fruchtblase zu früh geplatzt ist. Sie müssen vielleicht ins Krankenhaus gehen, damit Ihr/e Arzt/Ärztin Ihr Baby untersuchen kann. Sie werden behandelt, um eine Infektion zu verhindern.
Wenn Ihre Fruchtblase geplatzt ist, sinkt der Schutz gegen Infektionen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich auf eine vorzeitige Geburt (RCOG 2006: 3-4) vorbereiten müssen. Im Krankenhaus steht Ihnen ein Team von Fachkräften zur Verfügung, das sicherstellt, dass Sie und Ihr Baby die richtige Behandlung bekommen.
Nach Woche 37 sind Sie offenbar kurz vor Ihren Wehen, wenn die Fruchtblase geplatzt ist. Rufen Sie Ihre Hebamme an, um zu erfahren, was Sie am besten tun sollten, wenn die Wehen nicht innerhalb von 24 Stunden nach dem Platzen der Fruchtblase beginnen (NCCWCH 2007: 206).

Die Bewegungen meines Babys sind langsamer geworden

Wenn nach Woche 20 die Bewegungen Ihres Babys für mehr als 24 Stunden aufhören oder langsamer werden, könnte es in Not sein. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Baby sich weniger als sonst bewegt, nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt auf (NCCWCH 2007: 106, NCCWCH 2008b: 276).
Lesen Sie mehr über die Bewegungen Ihres Babys und wann Sie um Hilfe bitten müssen.

Mich juckt es am ganzen Körper

Wenn es nur ein leichtes Jucken ist, versuchen Sie, sich nicht zu viele Sorgen zu machen. Ein bisschen Juckreiz ist normal, weil Ihre Haut sich beim Anpassen an das wachsende Baby dehnen muss. Aber eine Kontrolle ist in jedem Fall besser. Dies ist besonders der Fall, wenn der Juckreiz nachts stärker ist und besonders stark an Ihren Fußsohlen und Handflächen ist (RCOG 2007).
Wenn Sie besonders nachts ein starkes Jucken am ganzen Körper verspüren, haben Sie vielleicht eine Schwangerschafts-Cholestase (OC) (Crafter 2009). Dies ist ein Leberproblem. Dabei kann Ihr Harn dunkel und Ihr Stuhlgang blasser als sonst sein. Sie könnten vielleicht auch Gelbsucht haben.

Ich muss mich ständig übergeben

Wenn Sie sich täglich mehrmals übergeben müssen, könnte Sie das dehydrieren und schwächen. Obwohl das für Sie unangenehm ist, ist es unwahrscheinlich, dass Ihr Baby Schaden nimmt.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrer Hebamme oder Ihrer/Ihrem Ärztin/Arzt über heftiges und anhaltendes Erbrechen (Hyperemesis gravidarum oder HG), weil Sie behandelt werden müssen. Manchmal bedeutet das, dass Sie einige Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, damit die Symptome bekämpft und Sie mit Nahrung und Flüssigkeiten versorgt werden können (PRODIGY 2008, Symonds 2009).
Wenn Sie sich in der zweiten Hälfte Ihrer Schwangerschaft übergeben müssen, kann dies ein Anzeichen von Präeklampsie sein. Dies ist besonders der Fall, wenn Sie auch starke Schmerzen unterhalb der Rippen und plötzliche starke Schwellungen in Ihrem Gesicht und an Ihren Händen und Füßen haben (NCCWCH 2008b: 218).
Erbrechen zusammen mit Durchfall kann ein Zeichen von einer Lebensmittelvergiftung oder einem Magenvirus sein (NCCWCH 2008:92). Wenn Sie sich übergeben müssen und Schmerzen und Fieber haben, könnte eine Niereninfektion die Ursache sein. Wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie Kontakt mit Ihrer/Ihrem Ärztin/Arzt aufnehmen (PRODIGY 2008).

Ich habe plötzlich stechenden Durst

Plötzlicher Durst und dunkelgelber Harn können ein Anzeichen für Dehydrierung (BDA 2007) sein. Wenn Sie durstig sind und Ihr Harndrang sehr viel stärker als normalerweise ist, könnte das ein Zeichen von Schwangerschaftsdiabetes (Tieu et al 2008) sein. Beide Ursachen können das Risiko von Komplikationen bei Ihnen und Ihrem Baby erhöhen (NCCWCH 2008a: 76). Deshalb sollten Sie Ihre/n Ärztin/Arzt oder Ihre Hebamme informieren.

Ich spüre ein Brennen beim Urinieren

Sie haben vielleicht eine Entzündung der Harnwege (UTI), wenn:

  • Sie beim Urinieren ein schmerzhaftes oder brennendes Gefühl haben
  • Ihr Urin trüb, blutig oder übelriechend ist
  • Sie erhöhte Temperatur haben
  • Sie zittern
  • Sie Schmerzen in Ihrem Becken, im Unterleib, im unteren Bereich Ihres Rückens oder in der Seite haben

Wenn Sie irgendeins dieser Symptome haben, sollten Sie Ihre/n Ärztin/Arzt aufsuchen, damit Ihre Harnwegsinfektion mit Antibiotika behandelt werden kann (PRODIGY 2009).

Ich fühle mich schwach und mir ist schwindelig

Wenn Sie nicht genug gegessen haben, könnten Sie sich schwach und schwindelig fühlen. Aber es könnte auch bedeuten, dass Sie niedrigen Blutdruck haben, was zu Beginn der Schwangerschaft häufig vorkommt (Murray and Hassall 2009). Niedriger Blutdruck kommt häufig vor, weil das Ansteigen des Schwangerschaftshormons Progesteron die Wände der Blutgefäße schlaff werden lässt.
Vielen Frauen ist während der Schwangerschaft schwindelig. Wenn Sie aber ohnmächtig werden, sollten Sie danach Ihre/n Ärztin/Arzt aufsuchen, um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist.

Ich bin gefallen und habe einen Stoß in den Bauch bekommen

Ein Sturz oder ein Stoß sind nicht immer gefährlich (Cahill et al 2008). Aber rufen Sie trotzdem Ihre/n Ärztin/Arzt oder Hebamme noch am selben Tag an und erklären Sie ihr/ihm, was geschehen ist. Auch wenn Sie die Treppe heruntergefallen sein sollten und sich das Steißbein verletzt haben, müssen Sie sich wahrscheinlich keine Sorgen machen, denn Ihr Baby ist durch die Gebärmutter und das Fruchtwasser gut geschützt.
In seltenen Fällen gibt es aber doch Komplikationen (Cannada et al 2010). Wenn Sie Kontraktionen bekommen, Fruchtwasser verlieren oder irgendwelche Blutungen feststellen, rufen Sie gleich Ihre/n Ärztin/Arzt oder Hebamme an oder steuern Sie die nächste Notfall-Aufnahme an.
Lesen Sie auch in unserer Rubrik, was normal ist in der Schwangerschaft und was nicht.
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Quellen

Baker P (Ed). 2006. Obstetrics by ten teachers. 18th edition. London: Arnold
BDA. 2007. Fluid – why you need it and how to get enough. British Dietetic Association.
Cahill AG, Bastek JA, Stamilio DM et al. 2008. Minor trauma in pregnancy–is the evaluation unwarranted? Am J Obstet Gynecol. 2008 Feb;198(2):208.e1-5.
Cannada LK, Pan P, Casey BM et al. 2010. Pregnancy outcomes after orthopedic trauma.J Trauma. Sep ;69(3):694-8; discussion 698
Crafter H. 2009. Problems of pregnancy. In: Fraser DM, Cooper MA. eds. Myles Textbook for Midwives. 15th ed. Edinburgh: Churchill Livingstone, 333-359
Gaufberg S. 2008. Abruptio Placentae. emedicine. www.emedicine.medscape.com
Murray I, Hassall J. 2009. Change and adaptation in pregnancy. In: Fraser DM, Cooper MA, eds. Myles Textbook for Midwives. 15th ed. Edinburgh: Churchill Livingstone, 189-225
NCCWCH. 2007. Intrapartum care: care of healthy women and their babies during childbirth. National Collaborating Centre for Women’s and Children’s Health (NCCWCH). London: RCOG Press.
NCCWCH. 2008a. Diabetes in pregnancy management of diabetes and its complications from preconception to the postnatal period. National Collaborating Centre for Women’s and Children’s Health (NCCWCH). London: NICE.
NCCWCH. 2008b. Routine antenatal care for healthy pregnant women.
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PRODIGY. 2008. Nausea and vomiting in pregnancy: Clinical topic. www.prodigy.clarity.co.uk
PRODIGY. 2009. Urinary tract infection (lower) in women: Clinical topic. www.prodigy.clarity.co.uk
PRODIGY. 2010. Ectopic pregnancy: Clinical topic. www.prodigy.clarity.co.uk
RCOG. 2006a. Obstetric cholestasis. Royal College of Obstetricians and Gynaecologists, Green-top guideline, 43. London: RCOG press.
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Symonds IM. 2009. Abnormalities of early pregnancy. In: Fraser DM, Cooper MA. eds., Myles Textbook for Midwives 15th ed. Edinburgh: Churchill Livingstone, 313-32
Tieu J, Crowther CA, Middleton P. 2008. Dietary advice in pregnancy for preventing gestational diabetes mellitus. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 2. Art. No.: CD006674. www.mrw.interscience.wiley.com

30. SSW: Unterleibsschmerzen und Übelkeit

Sie sind in der 30. SSW im achten Monat und im letzten Drittel Ihrer Schwangerschaft angelangt. Noch etwa zehn Wochen sind es noch bis zum errechneten Entbindungstermin. Ihr Körper nutzt die bevorstehende Zeit und bereitet sich intensiv auf die Geburt vor. Um die 1400 Gramm wiegt Ihr Baby in der 30. SSW und wird noch mehr als die Hälfte in den kommenden Wochen zunehmen. Das bedeutet auch für die Gebärmutter, dass sie nun zusätzliches Gewicht tragen muss. Daher dehnen sich die Mutterbänder wieder stärker und es kommt zu Unterleibsschmerzen ab der 30. SSW. Mit dem zusätzlichen Gewicht im Bauch kann es auch zu Übelkeit ab der 30. SSW kommen. Rückenlage ist nun fast gar nicht mehr möglich, und auch nicht mehr empfehlenswert.

Unterleibsschmerzen ab der 30. SSW

In der Schwangerschaft entstehen mehrere Beschwerden, die auch mal schmerzhaft sein können. Für eine werdende Mama, die das erste Mal schwanger ist, können diese Schmerzen oft von Sorgen begleitet werden. Doch in den meisten Fällen sind Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft, sofern Sie nicht von Blutungen oder starken Ausfluss begleitet werden, kein Grund zur Sorge. Auch im späteren Schwangerschaftsverlauf und ab der 30. SSW können zunehmend Unterleibsschmerzen entstehen. Das Baby ist weiter am Wachsen, die Gebärmutter hat hier ein stärkeres Gewicht zu tragen und die Mutterbänder dehnen sich. Das kann sich deutlich mit Schmerzen und einem Ziehen im Unterleib bemerkbar machen.

Etwa ab Mitte der Schwangerschaft treten zudem auch Übungswehen auf. Bei manchen Frauen gehen diese spurlos vorbei, andere spüren ein Ziehen im Unterleib. Dabei wird der Bauch auch kurzzeitig hart. Übungswehen sind die Vorbereitung des Körpers auf die bevorstehende Entbindung und vollkommen normal. Treten diese nicht in regelmäßigen Abständen auf und sind nicht von weiteren Symptomen, wie Blutungen und Ausfluss oder sogar starke Krämpfe begleitet, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Machen Sie sich trotz dessen Sorgen, suchen Sie Ihren Frauenarzt oder sogar Ihre Hebamme auf und lassen Sie sich hier kurz durchchecken. Vorbeugen ist hier in jedem Fall besser und beruhigt Sie. Ein Magnesiummangel kann auch der Grund für ein unangenehmes schmerzendes Ziehen im Unterleib sein. Nehmen Sie aber keine Präparate ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein. Um Unterleibsschmerzen zu lindern, sollten Sie sich immer eine Pause gönnen, wenn der Schmerz auftritt. Setzen oder legen Sie sich ruhig einige Minuten hin, eine Wärmeflasche kann den Schmerz reduzieren, auch warme Bäder helfen hier.

SSW 30: Entwicklung des Babys

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Übelkeit in der 30. SSW

Übelkeit macht sich in der Schwangerschaft sehr stark in den ersten drei Monaten bemerkbar. Doch kann auch in den späten Schwangerschaftswochen noch Übelkeit auftreten. Je größer der Bauch wird umso stärker drückt Ihr Baby und auch die Gebärmutter auf die inneren Organe. Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden kommen und Übelkeit kann sich ab der 30. SSW bemerkbar machen. Neben Übelkeit treten aber auch Sodbrennen, Verstopfungen oder sogar Durchfall auf. Lindern Sie Ihre Beschwerden im Magen-Darm-Bereich mit bekannten Hausmitteln. Viel Trinken und kleinere Snacks entlasten und liegen nicht schwer im Magen. So beugen Sie auch Übelkeit vor. Das flaue Gefühl im Magen können Sie mit stillen Getränken und Kräutertees lindern.

Zudem beruhigt Kamille oder Pfefferminz den Magen. Verstopfungen beugen Sie durch eine ballaststoffreiche Ernährung und Bewegung vor. Bei Sodbrennen hilft es, ab und zu ein Glas Milch zu trinken, Ananas zu essen oder sogar Mandeln zu kauen. Das neutralisiert die Magensäure. Liegen Sie im Bett oder auf dem Sofa immer etwas erhöht, das verhindert das die Magensäure aufsteigen kann. Achten Sie auch darauf, dass Sie sich nicht auf den Rücken drehen. So lastet das ganze Gewicht auf wichtigen Nerven und Adern und kann sogar kurzzeitig den Blutfluss stoppen und Übelkeit verursachen. Legen Sie sich bevorzugt auf die linke Körperseite. Das hilft Ihrem Kreislauf und stellt eine optimale Versorgung Ihrer Organe dar. Bei starken Übelkeiten ab der 30. SSW wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Mutterbänder

Die Mutterbänder – Wissenswertes & praktische Tipps bei Dehnungsschmerzen

Ziehende Unterleibsschmerzen werden häufig durch die Dehnung der Mutterbänder verursacht. Meist besteht hinsichtlich dieser typischen Beschwerden kein Grund zur Sorge, dennoch führen sie insbesondere bei Erstgebärenden häufig zu großer Verunsicherung. Sind diese Beschwerden normal oder solltest du dir bei bestimmten Anzeichen Sorgen machen? Informiere dich jetzt – wir nennen dir in diesem Artikel interessante Fakten und geben dir praktische Tipps zur Linderung der Schmerzen.

Verlauf und Funktion der Mutterbänder

Die Mutterbänder (Ligamenta) bestehen aus Muskelfasern und gehören zu den Parametrien (Beckenbindegewebe), die auch als Befestigungsapparat des Uterus betrachtet werden können. Sie verlaufen auf beiden Seiten von deiner Gebärmutter ausgehend bis zum Schambein und dienen der Stabilisierung des Uterus. Während der Schwangerschaft sind die Ligamenta (Mutterbänder) aufgrund des starken Wachstums deiner Gebärmutter großen Belastungen ausgesetzt. Es kommt zur Dehnung der Mutterbänder (Ligamentum latum uteri und Ligamentum teres uteri). Starke Zugkräfte wirken auf das gesamte Gewebe im Unterleib. Das runde Mutterband (Ligamentum teres uteri) ähnelt einer klassischen Sehne und zieht sich beidseitig vom oberen Drittel der Gebärmutter vorbei an den Eierstöcken durch den Leistenkanal bis zu den großen Schamlippen. Am unteren Drittel der Gebärmutter beginnt im hinteren Bereich das breite Mutterband (Ligamentum latum uteri). Es erinnert an ein breiteres Webtuch und verläuft von beiden Seiten hinunter in den hinteren Bereich bis zum jeweils seitlichen Rand der Beckenwand. Die Zugkräfte aufgrund der Dehnung der Mutterbänder während der Schwangerschaft wirken sich auch auf Beckenwand und Leistenkanal aus.

Dehnungsschmerzen in der Schwangerschaft

Wenn du bereits zu Beginn deiner Schwangerschaft in der Leistengegend auf beiden Seiten unter ziehenden Schmerzen leidest, ist das in den meisten Fällen kein Anlass zur Sorge. Es ist durchaus möglich, dass diese Beschwerden von den Mutterbändern ausgehen. Meist werden diese Schmerzen mit den allgemeinen Veränderungen in Verbindung gebracht, die ausgehend von der Gebärmutter auch das umliegende Gewebe betreffen. Während der Schwangerschaft vergrößert die Gebärmutter ihr Volumen etwa um das Hundertfache. Daher ist es wenig verwunderlich, dass es mit fortschreitender Schwangerschaft auch häufiger zu schmerzhaften Beschwerden aufgrund der hohen Belastung der Mutterbänder kommen kann. Ab etwa der 17. Schwangerschaftswoche können vermehrt Dehnungsschmerzen auftreten, die sich als Ziehen im Unterleib äußern. Der Zeitpunkt für das erstmalige Auftreten dieser Mutterband-Schmerzen kann jedoch durchaus erst in der 19. oder 20. Schwangerschaftswoche auftreten. Die Mutterbänder dehnen sich mit zunehmender Größe der Gebärmutter aus, daher sind dumpfe, ziehende und häufig auch stechende Schmerzen durchaus normal und keine Seltenheit. Meist verspürst du diese Beschwerden durch die Dehnung der Mutterbänder beidseitig im Unterbauch. Manchmal kommt es auch vor, dass werdende Mütter über schmerzhaftes Ziehen klagen, das sich bis zum Kreuzbein ausbreiten kann. Begünstigt werden diese Beschwerden zudem auch durch die Bewegungen des wachsenden Kindes, die du in der Regel zwischen der 20. und der 23. SSW spüren kannst. Sie wirken sich ebenfalls belastend auf die ohnehin schon stark strapazierten Mutterbänder aus. Ein weiterer Aspekt sind die hormonellen Veränderungen in deinem Körper, die während der Schwangerschaft für die Lockerung der Mutterbänder sorgen. Dies kann auch zur Entstehung von Rückenschmerzen beitragen und viele Schwangere klagen über ein anhaltendes Ziehen bis zum Kreuzbein.

Dehnungsschmerzen oder vorzeitige Wehen?

Auch wenn diese ziehenden Beschwerden in der Leistengegend eher unangenehm sind, deuten sie in der Regel keinesfalls auf ernste Erkrankungen hin. Sie sind harmlose Begleiterscheinungen einer normalen Entwicklung in der Schwangerschaft. Nach Ende der 24. SSW verschwinden sie meist wieder, sie begleiten dich also nicht bis zum Geburtstermin. Solltest du jedoch unter besonders starken Schmerzen leiden, ist der Kontakt zu deiner Hebamme oder zu deinem Frauenarzt empfehlenswert. Solltest du jedoch unter besonders starken Schmerzen leiden, ist der Kontakt zu deiner Hebamme oder zu deinem Frauenarzt (falls du noch keinen hast, kannst du Portale wie www.frauenarte-im-netz.de nutzen.) empfehlenswert. Durch eine einfache Untersuchung kann dann sicher festgestellt, ob es sich um normale Schmerzen im Unterleib durch die Dehnung der Mutterbänder handelt oder ob vorzeitige Wehen vorliegen. Wenn du zudem feststellst, dass sich dein Bauch bei Auftreten der schmerzhaften Beschwerden verhärtet und anschließend wieder weich wird, ist Vorsicht geboten, da dies Anzeichen für vorzeitige Wehen sein können. Auf der anderen Seite ist es jedoch durchaus normal, dass dein Bauch während der Schwangerschaft hin und wieder hart wird. Hierbei handelt es sich meist um sogenannte Übungswehen. Sie treten bereits in der Frühschwangerschaft auf, meist wirst du sie etwa in der 20. bis 25. Schwangerschaftswoche spüren. Im Gegensatz zu vorzeitigen Wehen und Geburtswehen sind Übungswehen jedoch schmerzlos und treten meist unregelmäßig auf. Sie dienen der Vorbereitung auf den Geburtstermin und es kommt nicht zur Öffnung des Muttermundes. Kommen jedoch Schmerzen und/oder Blutungen hinzu, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen. Insbesondere bei einer diagnostizierten Risikoschwangerschaft solltest du keinesfalls ein Risiko eingehen und besser umgehend deinen Frauenarzt konsultieren. Bei einer Risikoschwangerschaft kann es aufgrund vorzeitiger Wehen zu hohen Risiken für Mutter und Kind kommen. Ein Arztbesuch ist auch dann ratsam, wenn sich die schmerzhaften Beschwerden plötzlich verschlimmern und/oder weitere Probleme wie Erbrechen, Durchfall und Fieber auftreten.

Senkwehen – Countdown zum Geburtstermin

Nach Dehnungsschmerzen und Übungswehen wirst du bei näher rückendem Geburtstermin auch mit den Senkwehen konfrontiert. Wenn du auf die Zielgerade deiner Schwangerschaft einbiegst, bereitet sich auch deine Gebärmutter auf den großen Tag vor. Etwa ab der 35. bis 37. SSW gehen die nun schon bekannten Übungswehen in Senkwehen über und befördern dein Baby langsam in Richtung des Geburtskanals. Jede Frau nimmt diese unregelmäßig auftretenden Senkwehen auf eine andere Art wahr. Manchmal sind sie kaum spürbar und können nur anhand des tiefer sitzenden Bauches identifiziert werden. Es kann jedoch auch zu unterschiedlich intensiven Wehenschmerzen und Ziehen in Unterleib, Rücken und Leistengegend kommen. Auch spürbare Kontraktionen sind möglich. Wenn die Beschwerden länger anhalten oder stärker werden und du dich unwohl fühlst, solltest du zur Sicherheit deinen Frauenarzt aufsuchen. Auch hier ist bei einer Risikoschwangerschaft besondere Vorsicht geboten – aus Rücksicht auf dein Kind und deine eigene Gesundheit solltest du auch häufige Besuche bei deinem Frauenarzt nicht scheuen.

Tipps zur Linderung von Dehnungsschmerzen

Wenn Du aufgrund der starken Zugkräfte unter Dehnungsschmerzen leidest, die durch die Dehnung der Mutterbänder (Ligamenta) entstehen, gibt es einige Tipps, die dir Linderung verschaffen können. Der Uterus, die Beckenwand, der Leistenkanal und insbesondere das runde sowie das breite Mutterband (Ligamentum latum uteri und Ligamentum teres uteri) sind starken Belastungen ausgesetzt und du wirst möglicherweise von unangenehmen Beschwerden geplagt, die sich bis zum Kreuzbein auswirken können. Mit den nachstehenden Tipps kannst du für Entlastung sorgen und von der Schmerzlinderung profitieren:

Ruhe

Eine kurze Auszeit kann manchmal wahre Wunder vollbringen. Wähle eine entlastende Ruheposition im Bett oder auf dem Sofa und gönne deinem Körper eine kleine Pause. Empfehlenswert zur Entlastung der Mutterbänder ist insbesondere die Rückenlage. Dies sorgt für eine effektive Entlastung der Mutterbänder und fördert die Linderung.

Wärme

Bei Periodenschmerzen kann Wärme für Linderung sorgen – auch bei den durch die Mutterbänder verursachten Dehnungsschmerzen sorgt ein Bad in warmem Badewasser für wohltuende Entspannung. Ebenfalls hilfreich sind ein Wärmekissen oder die klassische Wärmflasche.

Massage

Bei Beschwerden durch die belasteten Mutterbänder wirkst du mit einer Massage den unangenehmen Beschwerden entgegen. Empfehlenswert ist die Verwendung von ätherischen Massageölen (Rosenholz, Lavendel, Kamille, etc.). Bei besonders schmerzhaften Beschwerden kann eine Ölkompresse im Leistenbereich helfen.

Entlastung

Mit wachsendem Babybauch kannst Du die Mutterbänder und das belastete Gewebe tagsüber durch das Tragen eines speziellen Bauchtuches oder eines Stützbandes entlasten. Während der Nacht solltest du diese Entlastungshilfe für die Mutterbänder jedoch ablegen, damit eine optimale Durchblutung gewährleistet bleibt.

Wenn Du also unter unangenehmen Dehnungsschmerzen leidest, sind dafür lediglich die Mutterbänder verantwortlich. Sie sind großen Belastungen ausgesetzt und sorgen dennoch für die wichtige Stabilität deiner Gebärmutter. Diese Beschwerden mögen unangenehm sein, sind auf der anderen Seite jedoch ein Zeichen für einen normalen Verlauf deiner Schwangerschaft.

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Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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