Zervixschleim wann eisprung

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Die Einnistung ist der erste Kontakt zwischen dir und deinem Baby. Ab jetzt seid ihr eins.

Die Einnistung heißt in der Fachsprache auch Nidation oder Implantation. Sie bezeichnet den Vorgang, bei dem sich die befruchtete Eizelle an der Gebärmutterschleimhaut anheftet. In machen Fällen kommt es zu einer leichten Blutung (Nidationsblutung) bei der Einnistung. Diese kann aussehen wie eine Schmierblutung oder frühe Regelblutung.

Häufig steigt ab dem Zeitpunkt der Einnistung auch die Menge an Zervixschleim an. Dies kann ein erster unsicherer Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Mehr zum Thema „Erste Anzeichen“ findest du im MamiWiki Beitrag…

Wann erfolgt die Einnistung?

Die Einnistung findet circa am 6. Tag nach der Befruchtung der Eizelle bzw. dem Eisprung statt. Sie kann ein unsicherer Hinweis auf eine sehr frühe Schwangerschaft sein. Der 6. Tag ist jedoch lediglich ein statistischer Mittelwert. Die Einnistung kann zwischen dem 4 und 10 Tag nach der Befruchtung stattfinden.

Wann kann ich nach der Einnistung einen Schwangerschaftstest machen?

Kurz nach dem Zeitpunkt der Einnistung verbindet sich der Blutkreislauf des Babys mit dem der werdenden Mutter. Ab diesem Zeitpunkt lässt sich frühestens im Blut (Serum) das Hormon Beta-HCG und damit eine Schwangerschaft nachweisen. Im Urin ist eine Schwangerschaft erst später durch einen Schwangerschaftstest nachweisbar. Frühestens gelingt ein Nachweis einer Schwangerschaft im Urin also 10 Tage nach dem Eisprung oder 4 Tage nach der Einnistung.

Vorsicht: Viele Tests können aufgrund der Nachweisgrenze, dem so genannten Cutoff, so früh noch falsch negativ ausfallen. Dies bedeutet: Der Test ist negativ, obwohl du schwanger bist. Genaueres dazu im MamiWiki „Cutoff„.

Einnistungsblutung versus Regelblutung:

Wann findet also die Einnistungsblutung statt? Es kann sein, dass manche Frauen die Einnistungsblutung mit dem vorzeitigen Beginn der Regelblutung verwechseln. Jedoch wäre die Periodenblutung erst rund eine Woche nach der Einnistung bzw. zwei Wochen nach dem Eisprung zu erwarten. Wie du die Einnistungsblutung von einer Regelblutung unterscheiden kann, findest du im MamiWiki „Einnistungsblutung“.

Verändert sich der Zervixschleim bei einer Einnistung?

Bist du nicht schwanger, bildest du in der zweiten Zyklushälfte durch den Einfluss des Hormons Progesteron relativ wenig cremigen Zervixschleim bis hin zu gar keinem Schleim. Denn eine Frau ist in der zweiten Zyklushälfte nicht mehr fruchtbar. Der Körper benötigt also keinen Zervixschleim nach der Einnistung, vor allem keinen spinnbaren mehr.

Verläuft die Einnistung erfolgreich, entsteht eine Schwangerschaft. Bist du also schwanger, kann es sogar sein, dass du unerwartet mehr Schleim produzierst, als du es sonst von deiner zweiten Zyklushälfte gewohnt bist. Der Zervixschleim nach der Einnistung ähnelt dem Zervixschleim am Ende der ersten Zyklushälfte und ist weißlich-cremig bis eiweißartig-spinnbar. Der Zervixschleim in der frühen Schwangerschaft hat folgenden Zweck: Er dichtet wie ein Pfropf den Ausgang des Muttermunds ab. Dieser Schleimpropf wirkt als Bollwerk gegen mögliche Infektionen. Er löst sich erst wieder wenige Tage vor der Geburt. Eine gesteigerte Menge an Zervixschleim gilt als eines der ersten unsicheren Anzeichen einer frühen Schwangerschaft.

Viele Infos rund um das Thema Zervixschleim während deines Zyklus und in der Schwangerschaft findest du auch im MamiWiki „Zervixschleim“.

Gibt es einen Absacker in der Temperaturkurve aufgrund der Einnistung?

Einige Frauen, die ihre Temperatur während ihres Zyklus mithilfe der Temperaturmethode überwachen, stellen um den 6. Tag nach ihrem Eisprung ein Absinken der Temperatur fest. Bislang gibt es wissenschaftlich keine wirklichen Hinweise darauf, das diese Beobachtung etwas mit der Einnistung zu tun hat. Tritt dieses Ereignis auf, spricht das weder für noch gegen eine erfolgreiche Einnistung.

Östrogenabsacker Theorie:

Eine Erklärung für den oben beschriebenen Temperaturabsacker ist die Östrogenabsacker Theorie: Physiologisch gesehen (das heißt betrachtet man den natürlichen Zyklus einer Frau) kommt es während des Eisprung durch den Einfluss des Hormons LH zu einem drastischen Einbruch der Wirkung des Hormons Östrogen. Östrogen hält die Basaltemperatur auf der niedrigen Ebene. Fällt die Wirkung weg, steigt die Temperatur sprunghaft an. Dies charakterisiert den Temperaturanstieg rund um den Eisprung.

Nach rund einer Woche nach dem Eisprung kommt es noch einmal zu einem natürlichen Anstieg des Hormons Östrogen. Und zwar egal, ob du schwanger bist oder nicht. Diese Menge an Östrogen reicht aus, um noch einmal die Basaltemperatur zu senken. Da jedoch der Gegenspieler, das Hormon Progesteron, nach dem Eisprung ebenfalls steigt und dieses zu einem Anstieg der Körpertemperatur führt, kommt es in der Summe nur zu einem leichten Temperaturabfall überhalb der Coverline. Die Temperatur sinkt nicht wieder so tief auf die Werte der ersten Zyklushälfte ab.

Dieser natürliche Östrogenabsacker fällt leider direkt auf die Zeit, in der auch die Einnistung stattfindet. Das eine hat aber nichts mit dem anderen zu tun.

Dieser Beitrag ersetzt weder einen Arztbesuch, noch stellt er eine Behandlungsempfehlung dar. Er dient lediglich der Information.

Zervixschleim: So erkennst Du Deine fruchtbaren Tage!

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Was weißt du über das Thema Zervixschleim? Die Auswertung der Konsistenz und Farbe des Zervixschleims gehört zu den besten Indikatoren, um deine fruchtbaren Tage zu bestimmen. Mit diesem Post möchte ich dir eine der effektivsten Methoden aufzeigen, um deinen Eisprung zu bestimmen.

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Zervixschleim beobachten

Deine fruchtbaren Tage, im Zyklus sind mit 3-5 Tagen relativ kurz. Indem du lernst das Aussehen und die Konsistenz deines Schleims auszuwerten, kannst du den optimalen Zeitpunkt und das beste Timing für euren Sex herausfinden. Sicherlich ist die Beobachtung und Auswertung deines Zervixschleims anfangs gewöhnungsbedürftig. Allerdings spielt er eine so große Rolle bei der Bestimmung deiner fruchtbaren Tage, dass es sich für dich lohnen wird.

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Was ist Zervixschleim?

Der Begriff „Zervix“ kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet den Gebärmutterhals. Dieser stellt die Verbindung der Gebärmutter in die Scheide dar. Der Zervixschleim ist ein Sekret, das von Drüsen im Gebärmutterhals gebildet wird. Es besteht zum allergrößten Teil aus Wasser und enthält darüber hinaus Schleimstoffe, Zucker, Salze, Aminosäuren und Enzyme.

Lesetipps:

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  • Eizellqualität verbessern: Was an „pimp my eggs“ wirklich dran ist
  • Folsäure bei Kinderwunsch: Was du unbedingt wissen musst!

Der Zervixschleim hat eine dickflüssige Konsistenz und variiert in der Farbe von durchsichtig bis milchig weiß oder milchig gelb. Dabei kann der Schleim nicht nur unterschiedliche Konsistenz und Farbe haben, er kann auch in unterschiedlicher Menge auftreten. All diese Veränderungen ergeben sich im Laufe Deines Zyklus aufgrund des veränderten Östrogenspiegels im Blut.

Brauner Ausfluss vor nach oder statt der Periode: Bist du schwanger?

Wie kann ich Zervixschleim entnehmen?

Du kannst deinen Zervixschleim nach dem Toilettengang durch einen Check des Toilettenpapiers untersuchen. Wenn du Sorge hast, dass dir nach dem Wasserlassen ein erheblicher Teil davon verloren geht, kannst du den Schleim auch vor dem eigentlichen Klogang abwischen und auswerten. Eine andere Methode, um Schleim zu entnehmen, ist möglich, indem du in hockender Haltung einen Finger in deine Scheide einführst und Zervixschleim entnimmst.

Denke bitte an Folsäure!

Wie sieht fruchtbarer Zervixschleim aus?

Jede Frau ist individuell und dies zeigt sich auch beim Thema Zervixschleim. Gleichwohl gibt es Veränderungen in Aussehen und Konsistenz des Schleims im Laufe eines Zyklus und es geht darum genau diese zu erkennen und richtig zu deuten. Alle Veränderungen geben dir sehr präzise Hinweise in welcher Zyklusphase du dich gerade befindest und wann dein Eisprung erfolgen wird. Und genau das ist das Ziel: Um schwanger zu werden, musst du möglichst genau wissen, wann dein Eisprung stattfinden wird.

Dein Zyklus beginnt

Direkt nach der Periode und damit zu Beginn des Zyklus haben viele Frauen keinen oder kaum Zervixschleim. Im Verlauf der nächsten Tage verändert sich dies, das Gefühl von Trockenheit am Scheideneingang wird zunehmend von einem feuchten Gefühl abgelöst. Aussehen und Konsistenz des Schleims lassen sich in dieser Phase deines Zyklus als dickflüssig, cremig und manchmal klumpig beschrieben. Die Farbe ist dabei weiß oder gelblich.

Zervixschleim vor dem Eisprung

Vor dem Eisprung findet eine erstaunliche und sehr bedeutsame Veränderung statt. Je weiter du dich dem Zeitpunkt deines Eisprungs näherst, desto durchsichtiger, dünn flüssiger und transparenter wird der Schleim. Das Gefühl der Trockenheit am Scheideneingang weicht einem Gefühl der Feuchtigkeit und Glitschigkeit.

Weiterhin verändert dein Zervixschleim seine Konsistenz. Er ist nun dehnbar und spinnbar. Bildlich und zum Vergleich kannst du dir das rohe Eiweiß eines Hühnereis vorstellen. Dein Zervixschleim ist glasklar und kann zwischen den Fingern oder dem Toilettenpapier zu Fäden gezogen werden. Auch die Menge verändert sich: Etwa zwei bis drei Tage vor dem Eisprung verdoppelt bis verdreifacht sich die Quantität des Schleims.

Zervixschleim spinnbar © Acaparadora / Wikimedia Commons

Am besten entnimmst du Zervixschleim und hältst ihn zwischen Daumen und Zeigefinger, um ihn dann langsam auseinander zu ziehen. Zieht der Schleim Fäden und ist damit spinnbar, steht dein Eisprung unmittelbar bevor. Deine Chancen schwanger zu werden sind jetzt am größten. Du solltest sehr zeitnah Sex haben. Nach dem Eisprung ist die Eizelle für 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Weiterhin sind die Samenzellen deines Partners rund 72 Stunden in deinem Körper befruchtungsfähig. Damit ergibt sich eine Zeitspanne von 4 bis 5 Tagen pro Zyklus, an denen du fruchtbar bist.

Wie lange dauert der Eisprung?

Nach dem Eisprung

Nach dem Eisprung verändert der Schleim sein Aussehen. Er wird nun wieder weiß bis gelblich, die Transparenz verschwindet und es stellt sich eine Zähflüssigkeit und klumpige Konsistenz ein. Auch die Menge reduziert sich deutlich, bei manchen Frauen verschwindet der Schleim komplett bis zur nächsten Periode.

Zervixschleim nach der Befruchtung

Es ist leider nicht möglich, durch die Beobachtung deines Schleims eine zuverlässige Aussage zu machen, ob du schwanger bist oder nicht. Manche Frauen beobachten Veränderungen in der Konsistenz des Schleims und der Menge während ihrer Schwangerschaft, andere nicht. So sehr der Schleim zur Bestimmung deiner fruchtbaren Tage und dem Zeitpunkt deines Eisprungs nützlich ist, so wenig liefert er verlässliche Hinweise im Hinblick auf eine bestehende Schwangerschaft.

Täglich üben & Erfahrungen sammeln

Wenn du zuverlässig Deine fruchtbaren Tage bestimmen willst, solltest du über mehrere Monate hinweg täglich die Auswertung deines Zervixschleims üben. Schreibe deine Beobachtungen in einem kurzen Protokoll auf.

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Lerne deinen Körper und die zyklusbedingten Veränderungen Schritt für Schritt besser kennen. Um deine fruchtbaren Tage zuverlässig herauszufiltern, kannst du die Zervixschleimbestimmung mit der Temperaturmethode ergänzen. Weiterhin kann ich dir meine Übersicht zum Thema homöopathische Mittel bei Kinderwunsch und zum Thema Zyklustee empfehlen.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zum Thema Zervixschleim

Weiterführende Themen:

Fruchtbarkeitsrechner: Die besten Eisprungrechner 2019

hCG Wert Tabelle Urin & Blut im Quick Check

Einnistungsschmerz: Kann man die Einnistung spüren?

Eisprung Befruchtung

Etwa 50 Pro­zent aller Frauen schei­nen zu wis­sen, wann die beste Zeit für eine Emp­fäng­nis ist und sind in der Lage, die Zei­chen des Kör­per rich­tig zu deu­ten. Bis zu fünf Tage nach einem Geschlechts­ver­kehr sind die Sper­mien befruch­tungs­fä­hig.


Wann eine Frau jedoch tat­säch­lich frucht­bar ist, hängt von ihrem indi­vi­du­el­len Zyklus ab. Die­ser dau­ert zumeist zwi­schen 23 und 35 Tagen. Eine Befruch­tung der Eizelle ist nur nach dem Eisprung mög­lich. Das Wis­sen um die ver­schie­de­nen Pha­sen der Frucht­bar­keit kann dazu genutzt wer­den, die Chan­cen für eine Schwan­ger­schaft, bei Kin­der­wunsch, zu erhö­hen, aber auch eine Schwan­ger­schaft zu ver­hü­ten.

Der Zyklus

Der Monats­zy­klus jeder Frau lässt sich in zwei Pha­sen ein­tei­len. Die erste Phase (die Eirei­fungs­phase) beginnt mit dem ers­ten Tag der Monats­blu­tung und endet mit dem Tag der Ovu­la­tion (Eisprung). In die­ser Zeit fin­det der Rei­fungs­pro­zess der Eibläs­chen im Eier­stock statt. Unter Ein­fluss von Hor­mo­nen (Östro­gen und LH) gibt das am wei­tes­ten ent­wi­ckelte Eibläs­chen eine Eizelle frei. Diese wird dann von dem Eilei­ter auf­ge­nom­men und der Eisprung tritt ein.

Nach dem Eisprung beginnt die zweite Phase des Monats­zy­klus: die Gelb­kör­per­phase. Diese dau­ert bis zur nächs­ten Peri­ode oder bis zum Ein­tre­ten der Schwan­ger­schaft an. Nach dem Eisprung ist die Eizelle noch 12 bis 24 Stun­den lebens- und befruch­tungs­fä­hig. In die­ser Zeit wan­dert sie durch den Eilei­ter. Falls die Eizelle inner­halb der Frist nicht befruch­tet wird, setzt 14 Tage nach dem Eisprung die Peri­ode ein und der neue Monats­zy­klus beginnt.

Körperzeichen richtig deuten lernen

Unter allen Zei­chen, die der Kör­per wäh­rend der Zyklus­pha­sen sen­det und den jede Frau kennt ist die Mens­trua­tion am bekann­tes­ten. Es gibt aber andere Zei­chen des Kör­pers, die nicht so offen­sicht­lich sind und die es zunächst rich­tig zu deu­ten ler­nen gilt.

Eines davon ist der Zer­vix­schleim. Als dick­flüs­si­ger Schleim­tropf ver­schließt er die meiste Zeit des Zyklus den Zugang zur Gebär­mut­ter. Je wei­ter das Wachs­tum der Eibläs­chen vor­an­ge­schrit­ten ist und je mehr Ein­fluss das Hor­mon Östro­gen auf ihn aus­übt, desto flüs­si­ger wird der Zer­vix­schleim. Am Schei­den­aus­gang kann man ihn sehr gut beob­ach­ten. Gleich­zei­tig ver­än­dert sich der Mut­ter­mund. Er wird wei­cher, liegt höher in der Scheide und öff­net sich etwas.

Ein wei­te­res Zei­chen für die Frucht­bar­keit ist der soge­nannte Mit­tel­schmerz. Es ist ein zie­hen­der oder ste­chen­der Schmerz. Die­ser tritt einige Tage vor dem Eisprung auf und ver­kün­det ihn gleich­zei­tig.

Nach dem Eisprung ver­schwin­det der Zer­vix­schleim abrupt. Ver­ant­wort­lich hier­für ist das Hor­mon Pro­ges­te­ron. Der Schleim ver­än­dert sich in sei­ner Kon­sis­tenz und in sei­nem Aus­se­hen. Er ver­wan­delt sich in eine dick­flüs­sige, zähe, gelb­li­che Masse. Auch das Emp­fin­den von Feuch­tig­keit in der Scheide weicht dem eher tro­cke­nen Gefühl in der Scheide. Der Mut­ter­mund ver­schließt sich nun und kann nun leich­ter ertas­tet wer­den. In die­ser Zeit tritt bei eini­gen Frauen ein unan­ge­neh­mes Brust­span­nen auf, das — im Falle einer miss­glück­ten Befruch­tung — die Mens­trua­tion ankün­digt.

Ein Kör­per­zei­chen, das zwar nicht tast­bar oder signi­fi­kant fühl­bar ist, ist die Basal­t­em­pe­ra­tur­me­thode. In der Zeit bis zum Eisprung ist die Kör­per­tem­pe­ra­tur nied­ri­ger als nach dem Eisprung. Mit einem Ther­mo­me­ter kann man die Tem­pe­ra­tur mes­sen und anhand der Mess­ergeb­nisse die frucht­ba­ren Tage bestim­men. Der Vor­teil der Tem­pe­ra­tur­me­thode ist, dass der Zeit­punkt des Eisprungs anhand der zwei Tem­pe­ra­tur­ni­veaus rela­tiv genau ermit­telt wer­den kann.

Der Nach­teil: Nicht jede Frau ist bereit, jeden Tag zur glei­chen Zeit ihre Tem­pe­ra­tur zu mes­sen. Dar­über hin­aus erge­ben sich nicht sel­ten “Tem­pe­ra­tur­aus­rei­ser”, die auf ver­schie­de­nen Fak­to­ren, wie Krank­hei­ten, zu kurze Nacht­ru­hen oder Stress­pha­sen, zurück­zu­füh­ren sind. Diese Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen kön­nen falsch inter­pre­tiert wer­den und ver­fäl­schen die Mess­werte.

Was passiert bei der Eisprung Befruchtung?

Kommt es beim Geschlechts­ver­kehr zur Eja­ku­la­tion (männ­li­cher Samen­er­guss) wer­den ca. 300 Mil­lio­nen Samen­zel­len frei­ge­setzt. Etwa 500 von den Sper­mien errei­chen den Eilei­ter. Einige davon blei­ben an der äuße­ren Hülle der Eizelle haf­ten, was dazu führt, dass bestimmte Enzyme pro­du­ziert wer­den, die die Schutz­hülle der Eizelle auf­lo­ckern.

Sobald es aber einem Sper­mium gelingt an die innere Hülle der Eizelle anzu­do­cken, ver­än­dert diese in nur weni­gen Sekun­den ihre elek­tri­sche Ladung, was bewirkt, dass die Schutz­hülle um die Eizelle här­ter wird und keine wei­te­ren Sper­mien in das Innere der Hülle mehr ein­drin­gen kön­nen. Nun ver­schmilzt die Samen­zelle mit der Eizelle. Bereits bei der Befruch­tung wird auch das Geschlecht des Kin­des fest­ge­legt. Denn wäh­rend Eizel­len aus­schließ­lich das X‑Chromosom tra­gen, besit­zen die Samen­zel­len ent­we­der ein X- oder ein Y‑Chromosom. Eine Kom­bi­na­tion aus XY-Chro­mo­so­men hat einen Jun­gen zufolge, und bei Ver­schmel­zung von XX-Chro­mo­so­men ent­steht ein Mäd­chen.

Nach der Eisprung Befruchtung kommt die Einnistung

Bereits wenige Stun­den nach der Befruch­tung beginnt sich die Zelle (Zygote) zu tei­len. Nach etwa drei Tagen erreicht das Embryo die Gebär­mut­ter, wo er sich nach sie­ben bis acht Tagen nach der Ovu­la­tion ein­nis­tet. In sel­te­nen Fäl­len erreicht die Zygote die Gebär­mut­ter nicht und es kommt zu einer Eilei­ter­schwan­ger­schaft. Der Grund hier­für liegt oft­mals in der Funk­ti­ons­stö­rung des Eilei­ters (ver­min­derte Eilei­ter­durch­gän­gig­keit).

Trotz Eisprung und Geschlechtsverkehr nicht schwanger

Manch­mal kommt trotz Eisprung und Geschlechts­ver­kehr zum rich­ti­gen Zeit­punkt keine Schwan­ger­schaft zustande. Dies kann unter­schied­li­che Gründe haben:

  • Im Eizel­len­fol­li­kel hat sich keine Eizelle gebil­det
  • Die Eizelle war zum Zeit­punkt der Befruch­tung zu unreif
  • Die Eizelle wurde befruch­tet, hat sich aber nicht geteilt
  • Das Embryo ent­wi­ckelt sich nicht wei­ter
  • Die Schleim­haut ist in der aktu­el­len Phase nicht auf­nah­me­fä­hig

Fazit

Nicht jeder Tag im Monats­zy­klus ist frucht­bar. Aber auch nicht jeder frucht­bare Tag muss zwangs­läu­fig zu einer Emp­fäng­nis füh­ren. Eine wich­tige Rolle spielt dabei die Beschaf­fen­heit des Zer­vix­schleims. Denn Stu­dien zufolge, ist das Vor­han­den­sein von frucht­ba­rem — also dünn­flüs­si­gem, faden­zie­hen­dem und gla­si­gem — Zer­vix­schleim sogar wich­ti­ger für die Befruch­tung als der zeit­li­che Abstand zum Eisprung. Es gibt zudem auch einige Metho­den die beim Eisprung aus­lö­sen hel­fen kön­nen.

Obschon die frucht­bars­ten Tage im Zyklus einer jeden Frau von bestimm­ten Zei­chen, wie der Zer­vix­schleim, der Anstieg der Kör­per­tem­pe­ra­tur und Mit­tel­schmerz, gekenn­zeich­net ist, so ist es kei­nes­wegs eine Garan­tie für eine Schwan­ger­schaft. Die maxi­male Wahr­schein­lich­keit, in einem Monats­zy­klus mit täg­li­chem Geschlechts­ver­kehr an den frucht­ba­ren Tagen schwan­ger zu wer­den, beträgt ledig­lich 30 Pro­zent. Die meis­ten Paare wer­den nach etwa sechs Zyklen schwan­ger. Um die frucht­ba­ren Tage zu ermit­teln kann man einen Eisprung­ka­len­der zur Hilfe neh­men.

Die fruchtbaren Tage erkennen

Im normalen Monatszyklus einer Frau gibt es unfruchtbare und fruchtbare Phasen. Mithilfe der symptothermalen Methode lassen sich die fruchtbaren Tage im Zyklus erkennen.

Bei der symptothermalen Methode misst die Frau jeden Morgen vor dem Aufstehen ihre Aufwachtemperatur (Basaltemperatur) und untersucht in den Tagen um den Eisprung die Beschaffenheit des Zervixschleims. Die Kombination der Schleimbeobachtung mit der Messung der Basaltemperatur kann recht zuverlässig anzeigen, wann die Frau einen Eisprung hat. Durch die zusätzliche Beobachtung des Gebärmutterhalses oder des Muttermunds kann die Sicherheit der zeitlichen Bestimmung des Eisprungs noch erhöht werden. Die Messwerte und Beobachtungen werden zusammen in einer Tabelle notiert.

Messen der Aufwachtemperatur

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Die Aufwachtemperatur entspricht in der ersten Zyklushälfte, also vom Beginn der Monatsblutung bis zum Eisprung, der normalen Körpertemperatur von etwa 36,5 Grad Celsius. Nach dem Eisprung steigt sie um mindestens zwei Zehntel Grad Celsius an und bleibt bis zur nächsten Monatsblutung so hoch. Gemessen wird morgens direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Aufstehen. Vor dem Messen sollte die Frau zumindest eine, besser einige Stunden geschlafen haben.

Die Messung wird mindestens drei Minuten lang und am besten in der Vagina oder im After durchgeführt. Wichtig ist, dass innerhalb eines Zyklus immer an der gleichen Stelle und in etwa zur gleichen Zeit gemessen wird. Normalerweise genügt ein einfaches Thermometer. Wer ein Digitalthermometer benutzen möchte, muss darauf achten, dass es zwei Nachkommastellen besitzt und die Batterie voll ist. Auch mit einem digitalen Thermometer muss die Messzeit von drei Minuten eingehalten werden, denn nach dem Piepton kann sich die Temperatur noch verändern.

Die Schleimbeobachtung

Der Schleim, der im Gebärmutterhals gebildet wird und am Scheideneingang zu fühlen und zu sehen ist, verändert sich im Laufe des Zyklus. Zu Beginn des Zyklus fühlt sich der Scheideneingang meist trocken an. Der Zervixschleim ist zunächst milchig-trüb und wird in den Tagen vor dem Eisprung immer klarer. Außerdem wechselt seine Beschaffenheit von klebrig und zäh zu flüssig und fadenziehend (spinnbar wie Eiweiß).

Nimmt man etwas Schleim aus der Scheide zwischen Zeigefinger und Daumen und zieht ihn auseinander, wird deutlich, ob er klar und spinnbar ist oder noch nicht. Zum Zeitpunkt des Eisprungs wird der Schleim dann innerhalb kurzer Zeit wieder zäh und trüb oder verschwindet gänzlich.

Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage

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Temperatur- und Schleimbeobachtung werden zunächst unabhängig voneinander ausgewertet und die Ergebnisse dann verglichen. Dabei lässt sich das Ende der fruchtbaren Periode sicherer bestimmen als der Beginn. Das bedeutet auch: Wenn ein Paar einige Tage sexuell enthaltsam ist und erst am Tag des Anstiegs der Basaltemperatur Geschlechtsverkehr hat, hat es den Eisprung meist „verpasst“.

Je nachdem, ob die Temperaturerhöhung oder der flüssige Zervixschleim später auftritt, beginnt die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung am dritten Abend der erhöhten Temperatur oder am dritten Abend, nachdem der Schleim am flüssigsten, klarsten und spinnbarsten war. Die Temperatur muss an drei aufeinanderfolgenden Tagen höher sein als an den sechs vorangegangenen Tagen. Zudem muss die Temperatur am dritten Tag der Erhöhung mindestens zwei Zehntel Grad über dem höchsten Wert der vorherigen sechs Tage mit niedriger Temperatur liegen.

Der Beginn der fruchtbaren Tage wird anhand der Schleimbeobachtung und der Temperaturkurve aus den zwölf vorangegangenen Zyklen ermittelt. In jedem Fall beginnen sie spätestens dann, wenn der Zervixschleim sich spürbar verflüssigt. Dies prüft man am besten durch eine Fingerprobe. Liegt ein Zykluskalender der letzten zwölf Monate vor, werden vom kürzesten Zyklus 20 Tage abgezogen. Dies ergibt die durchschnittliche Anzahl der unfruchtbaren Tage am Zyklusanfang.

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Beobachtung des Gebärmutterhalses oder des Muttermunds

Die Beobachtung des Gebärmutterhalses oder des Muttermunds kann die symptothermale Methode ergänzen und ihre Sicherheit erhöhen. Gebärmutterhals und Muttermund verändern sich im Laufe des Zyklus. Direkt nach der Menstruation fühlen sie sich geschlossen und fest an und ragen tief in Scheide hinein, sodass sie mit dem Finger relativ gut zu erreichen sind. In der fruchtbaren Zeit ist der Muttermund weich (wie die Lippen) und leicht geöffnet. Außerdem verlagern sich Muttermund und Gebärmutterhals höher in die Scheide.

Durch die tägliche Selbstuntersuchung mit dem Finger lassen sich diese Veränderungen ertasten und so der Beginn der fruchtbaren Zeit bestimmen. Drei Tage danach beginnen die unfruchtbaren Tage mit geschlossenem, hartem Muttermund.

Als alleinige Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Zeit ist die Beobachtung von Gebärmutterhals und Muttermund jedoch nicht ausreichend. Sie dient als zusätzliche Kontrolle, wenn der Zervixschleim nicht ausreicht, um zusammen mit der Temperaturmessung eine verlässliche Zyklusauswertung vornehmen zu können.

Ist Zervixschleim gleich Ausfluss?

Seit vielen Jahrzehnten wird die symptothermale Methode (NFP) von Frauen als hormonfreie Alternative zur Pille oder zum Kinderwunsch eingesetzt.

Neben der Messung der Basaltemperatur erhöht die Auswertung des Zervixschleims die Sicherheit der Berechnung. Hierfür wird der Zervixschleim (auch Zervikalschleim oder Muttermundschleim genannt) täglich beobachtet, das heißt: aus der Vagina entnommen und seine Beschaffenheit ausgewertet.

Jedoch sind Frauen, die gerade erst begonnen haben, ihre Körpersignale zu deuten, aufgrund der fehlenden Erfahrung und Übung oft noch unsicher. Hier erfahren sie, wie die Beobachtung des Zervixschleims funktioniert und was es dabei zu beachten gilt:

Als Zervix (Cervix uteri) wird der Gebärmutterhals bezeichnet – also der untere Teil der Gebärmutter, der die Verbindung zwischen ihr und der Vagina darstellt. Während eines Zyklus produziert die Zervix einen Schleim. Dieser ist nicht zu verwechseln mit Ausfluss, der durch Krankheiten oder Infektionen entsteht. Ausfluss tritt oft in Verbindung mit Juckreiz oder Schmerzen auf. Auch “Erregungsschleim” zählt nicht dazu.

Wie verändert sich der Zervixschleim im Zyklus?

Der Zervixschleim ändert sich im Verlauf des Menstruationszyklus in Bezug auf Menge, Farbe und Konsistenz durch den Einfluss verschiedener Hormone. So kann er bei regelmäßiger und geübter Beobachtung zuverlässig Aufschluss über die Zyklusphase und konkret über den Zeitpunkt des Eisprungs geben.

Welche Aufgabe hat der Zervixschleim?

Die Funktion des Zervixschleim ist es, Spermien zur Eizelle weiterzuleiten und eine mögliche Befruchtung zu fördern.

Wie überprüfe ich den Zervixschleim?

Natürlich funktioniert jede Frau unterschiedlich und muss für sich selbst herausfinden, wie genau sie ihren Zervixschleim am liebsten verfolgt. Für eine aussagekräftiges Kontrolle ist es nötig, den Schleim täglich zur gleichen Tageszeit, in der Anfangsphase am besten sogar mehrmals täglich, zu prüfen.

Dabei machst du dir bewusst, was du an deinem Scheideneingang empfindest: Ein feuchtes oder trockenes Gefühl, manchmal sogar einen Juckreiz.

Zudem prüfst du, was du siehst. Du kannst den Zervixschleim direkt sehen, etwa in deiner Unterwäsche. Zudem lässt sich der Schleim ganz einfach am Scheideneingang mit den Fingern abnehmen, idealerweise vor dem Toilettengang. Bei manchen Frauen wandert die Flüssigkeit nicht immer bis zum Scheideneingang – dann gibt es die Möglichkeit, sie direkt am Muttermund abzunehmen (etwa acht bis zehn Zentimeter in der Vagina).

Wie verändert sich der Zervixschleim um den Eisprung?

Ob der Zervixschleim spinnbar ist, was um den Eisprung herum passiert, kannst du mit Toilettenpapier prüfen. Du siehst dann, ob sich der Zervixschleim als Faden auseinanderziehen lässt.

Dasselbe kannst du auch mit zwei Fingern prüfen. Spinnbarer Zervixschleim fühlt sich ähnlich an wie rohes Eiweiß und sieht häufig auch so aus. Manche Frauen beobachten, dass beim Wasserlassen der Zervixschleim schon durch leichtes Pressen in langen Fäden mit abgeht. Er schwimmt dann im Wasser an der Oberfläche.

Was ist, wenn ich keinen Zervixschleim sehe?

Die beschriebenen Veränderungen sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ob du deinen Zervixschleim in der beschriebenen Art wahrnimmst, anders oder gar nicht bemerkst, heißt nicht, dass kein Eisprung stattfindet.

Die Selbstbeobachtung braucht natürlich auch einige Zyklen Übung, vor allem von Frauen, die mit ihrem Körper und natürlichen Zyklus noch nicht gut vertraut sind.

Bei Frauen, die sehr wenig oder gar keinen Zervixschleim beobachten, ersetzt das Abtasten des Muttermundes als zweites Körpersymptom neben der Temperaturauswertung die Zervixschleimbeobachtung. Die symptothermale Methode ist in der Kombination Basaltemperatur und Muttermund genauso sicher.

Wie werte ich den Zervixschleim aus?

Der nächste Schritt ist die Auswertung der Schleimkonsistenz. Man kann die Entwicklung des Zervixschleims grundsätzlich in drei Phasen einteilen.

  • Zyklusbeginn: Direkt nach der Periode wird nur wenig Schleim produziert und die Scheide fühlt sich trocken oder nur leicht feucht an. Der Zervixschleim ist dann eher gelblich-trüb, klumpig oder zähflüssig.
  • Eisprung: Kurz vor der Ovulation wird die Vagina feuchter und es wird mehr Zervixschleim gebildet. Er ist glasklar, zwischen den Fingern dehnbar und seine Konsistenz erinnert an rohes Eiweiß.
  • Zyklusende: Der Schleim wird wieder zäher, cremiger und weißer.

Wie dokumentiere ich die Veränderungen nach NFP?

Die Phasen und entsprechenden Veränderungen im vaginalen Empfinden und Auftreten von Zervixschleim geben Rückschlüsse auf die Zyklusphase und ganz konkret auf den Eisprung.

Die Zervixschleim Beobachtung basiert auf zwei Prinzipien: Empfinden und Sehen. Der Zervixschleim wird tagsüber beobachtet und in die Ovy App eingetragen. Verändert sich die Zervixschleimqualität, kannst du beide Daten in die App eingetragen. Später wird der Wert in die Berechnung übernommen, welcher eine höhere Qualität hat. Nach der symptothermalen Methode gibt es Abkürzungen für jede Zyklusphase, die wie folgt lauten:

t Zu Beginn des Zyklus, direkt nach der Periode, haben die meisten Frauen keinen oder kaum Zervixschleim am Scheideneingang. In den Tagen nach der Periode, haben Frauen am Scheideneingang ein trockenes, raues, manchmal unangenehm juckendes Gefühl.
Die vaginale Empfindung am Scheideneingang bleibt jetzt aus und das Gefühl ist weder feucht noch trocken. Im Anschluss tritt für einige weitere Tage kein Zervixschleim am Scheideneingang auf.
f In der Mitte der ersten Zyklushälfte stellt sich oftmals ein feuchtes Gefühl ein aber es tritt noch kein Zervixschleim oder nur sehr wenig Ausfluss am Scheideneingang aus.
S Mit Fortschritt der ersten Zyklushälfte wird das vaginale Empfinden feuchter oder es wird weiter keine vaginale Empfindung wahrgenommen. Der Zervixschleim am Scheideneingang tritt aber jetzt vermehrt auf und sieht cremig und dickflüssiger aus. Er ist ebenfalls weißlich, trüb, klumpig, gelblich, klebrig, etwas zäh-elastisch und nicht spinnbar. Diese Qualität des Zervixschleims tritt ebenfalls nach dem Eisprung auf, wenn der Ausfluss wieder weißlich-fest, manchmal klumpig und nicht mehr langgezogen werden kann. Das vaginale Empfinden nach dem Eisprung ist eher feucht, dann mit Fortschritt der zweiten Zyklushälfte stetig trockener.
S+ Je näher der Eisprung rückt, desto feuchter kann das vaginale Empfinden werden oder es wird weiterhin nichts gefühlt. Zusätzlich wird der Zerxischleim glasig, klar, durchscheinend, wie rohes Eiweiß, dehnbar, spinnbar, fadenziehend, flüssig oder ganz dünnflüssig und/oder rötlich, rotbraun, gelblich-rötlich.

S+H Der Höhepunkt wird dann erreicht, wenn sich ein nasses, schlüpfriges, rutschiges, glitschiges, wie eingeöltes und/oder glattes vaginales Empfinden einstellt. Der Zervixschleim wird glasig, glasklar, glasig durchscheinend, wie rohes Eiweiß, (glasig mit weißen Fäden durchsetzt), dehnbar oder spinnbar, fadenziehend, flüssig, dünnflüssig, rötlich, rotbraun und gelblich-rötlich. Die Chance auf eine Schwangerschaft ist jetzt am höchsten.
(S)/(S+) In seltenen Fällen ist die Einteilung in S und S+ zu grob. Für diese Situation gibt es eine Sonderregel. Diese Sonderregel darf nur dann angewendet werden, wenn über mehrere Zyklen beobachtet wurde, dass der Höhepunkt immer deutlich nach der abgeschlossenen Temperaturauswertung bestimmt werden kann. Wird ein Umschwung zu einer minderen Qualität innerhalb der gleichen Kategorie beobachtet, dürfen ausnahmsweise die dem Umschwung folgenden Abkürzungen der gleichen Kategorie eingeklammert werden.

Wie nutzte ich die Ovy App zur Dokumentation?

Die Beobachtungen kannst du im Laufe des Tages oder abends, gerne auch mehrfach durchführen, falls Abweichungen stattfinden. Der Zervixschleim für den jeweiligen Tag mit der höchsten Qualität wird in der Berechnung berücksichtigt.

Auch wenn Ovy dies nicht streng voraussetzt, sollte die Zervixschleimqualität vor allem um den Eisprung zusätzlich zu den Temperaturdaten eingetragen werden. Ganz besonders wenn Ovy benutzt wird, um die Empfängnis natürlich zu regeln.

Kann man den Eisprung spüren?

Wenn Sie Ihren Körper genau beobachten, werden Sie etwa in der Zyklusmitte leise Signale für Ihre fruchtbare Zeit erkennen: Ein Anstieg der Körpertemperatur (Basaltemperatur), der Mittelschmerz im Becken oder eine Veränderung des Zervixschleims… und einiges mehr!

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Die Körpertemperatur (Basaltemperatur) steigt an

Bei einem einigermassen normalen Zyklus steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung an drei aufeinanderfolgenden Tagen um etwa ein halbes Grad an. Diese Veränderung merken Sie normalerweise nicht. Aber wer sich ein Kind wünscht, kann seine Temperatur täglich messen (die sogenannte Basaltemperatur ) und weiss dann im nächsten Zyklus, wann mit dem Eisprung ungefähr zu rechnen ist.

Um eine brauchbare Temperaturkurve zu erhalten, sollte immer zur gleichen Uhrzeit und an derselben Körperstelle gemessen werden. Am fruchtbarsten ist eine Frau zwei bis drei Tage vor dem höchsten Punkt der Temperaturkurve. Das heisst: Wenn die Temperatur zu steigen beginnt, ist es eigentlich schon zu spät, um ein Kind zu zeugen.

Praktisch für die individuelle Auswertung ist deshalb eine interaktive Basaltemperaturkurve. So können die Messungen von ein paar Monaten zur Vorausberechnung der fruchtbarsten Tage benutzt werden. Automatisch wird dies von einem Zykluscomputer erledigt, den Sie in Apotheken und Drogerien kaufen können.

Der Mittelschmerz

Eine von fünf Frauen spürt den sogenannten Mittelschmerz, einen Schmerz im Unterleib, der durch den Eisprung hervorgerufen wird und wenige Minuten bis zu mehreren Stunden dauern kann.

Der Zervixschleim wird „spinnbar“

Ein anderes Zeichen ist die Veränderung des Schleimpfropfs, der den Gebärmutterhals (die Zervix) nach aussen hin verschliesst.

  • Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken und es tritt wenig Zervikalschleim aus. Der Schleimpfropf ist zähflüssig und praktisch undurchdringbar für Spermien.
  • Gegen den Eisprung hin entfaltet das Hormon Östrogen seine Wirkung: Es befindet sich mehr Schleim am Scheidenausgang und er ist dünnflüssiger und durchsichtiger. Zwei Tage vor dem Eisprung, also an den ersten fruchtbaren Tagen, zieht er sogar Fäden zwischen Daumen und Zeigefinger, man nennt das „spinnbar“. Viele Frauen vergleichen den Vaginalschleim in dieser Zeit mit rohem Eiweiss.
  • Am Tag nach dem Eisprung ist der Schleim dann wieder zäher bis sogar fast trocken. Die fruchtbaren Tage sind damit vorbei.

Auch noch praktisch: Der basische Zervixschleim verschiebt in der empfängnisbereiten Zeit den pH-Wert des sonst sauren Scheidenmilieus und bietet so den Spermien ein günstiges Überlebensklima und Nahrung auf dem Weg zur Eizelle.

Gebärmutterhals und Lymphknoten in der Leiste

Der Gebärmutterhals bewegt sich in den Tagen vor dem Eisprung nach oben und wird weicher und offener und die Lymphknoten in der Leiste schwellen etwas an. Die Leistenlymphknoten sind kleine Drüsen auf beiden Seiten des Beckens. Die Schwellung ist auf derselben Seite des Körpers, auf der die Eizelle in diesem Zyklus freigesetzt wird.

Der Herzschlag wird schneller – in den Tagen vor dem Eisprung um etwa zwei Schläge pro Minute (Anstieg der Ruhepulsfrequenz RPR). Die Brüste und Brustwarzen können dann – wie in einer Schwangerschaft – empfindlicher sein und sogar schmerzen. Andererseits kann in den Tagen vor dem Eisprung der hohe Östrogenspiegel die Libido verstärken.

Schwache Mittelblutung um den Eisprung herum

Manche Frauen erleben eine schwache Schmierblutung (Spotting) um den Zeitpunkt des Eisprungs. Im ersten Teil des Zyklus steigt der Östrogenspiegel, wodurch die Gebärmutterschleimhaut wächst. Nach dem Eisprung steigen die Progesteronwerte an, wodurch sich die Gebärmutterschleimhaut verdickt und reift. Spotting um den Eisprung herum kann dadurch verursacht werden, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgrund des hohen Östrogenspiegels schon gewachsen ist, sich jedoch noch nicht verdickt hat, da das Progesteron noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat.

Der LH-Test oder Ovulationstest

Alternativ zur Beobachtung Ihres Körpers gibt es einen Ovulationstest in der Apotheke. Die Teststäbchen werden einfach in den Urinstrahl gehalten und messen die zunehmende Konzentration des Hormons LH in den 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung.

Das Ergebnis ist innert drei Minuten ablesbar. Es besagt leider nur, ob LH nachweisbar ist, aber nicht, ob es danach auch wirklich zu einem Eisprung kommt – es gibt auch einen LH-Anstieg ohne Ovulation. Ein anderes Testverfahren misst den CO2-Gehalt in der ausgeatmeten Luft.

Häufige Fragen zum Thema

Wie erkennt man den Eisprung bzw. die fruchtbaren Tage?

In der Zyklusmitte steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung an drei aufeinanderfolgenden Tagen um etwa ein halbes Grad an. Wer sich ein Kind wünscht, kann seine sogenannte Basaltemperatur täglich messen und weiss dann im nächsten Zyklus, wann mit dem Eisprung ungefähr zu rechnen ist. Um eine…

vollständige Antwort lesen Kann man die Eizellen im Ultraschall sehen?

Nein. Was mit hochauflösendem Ultraschall darstellbar ist, nennt man Follikel (oder Eibläschen). Dies sind flüssigkeitsgefüllte Strukturen, die jeweils eine Eizelle beinhalten.

Der Follikel wächst im Verlauf eines Monats zu einer genügenden (reifen) Grösse heran, bis es zu einem Eisprung kommt….

vollständige Antwort lesen Wie lange ist die Eizelle befruchtungsfähig?

Beim Eisprung, der Ovulation, platzt ein reifer Follikel im Eierstock. Ob dies am linken oder rechten Eierstock geschieht, ist völlig zufällig – und keinesfalls immer abwechselnd. Eine oder mehrere Eizellen werden dann von dem trichterförmigen Ende des Eileiters, der sich über den Eierstock stülpt,…

vollständige Antwort lesen

Forum

Fragen, Anregungen oder Bemerkungen rund um die Temperaturmessmethode, Zervixschleim- und Muttermundbeobachtung oder zum sonstigen Zyklusgeschehen? Dann empfehlen wir, einmal in das swissmom-Forum hineinzuschauen: Temperatur / Zervixschleim / Mumu / Zyklusgeschehen

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Verrät die Stimme den Eisprung?

Letzte Aktualisierung : 27-01-20, BH

Zervixschleim? Noch nie gehört.

Jetzt wirds schleimig: So kannst Du Deinen Zervixschleim richtig deuten

Posted on 18. September 2017 in Methoden, Zyklus

Ok, Ladies, es wird höchste Zeit für diesen Artikel. Bisher habe ich dem Zervixschleim nämlich nicht besonders viel Aufmerksamkeit hier auf dem Blog gewidmet – ein Fehler, wenn ich mir die von Euch gewünschte Themenliste so ansehe. Es haben nämlich doch recht viele Frauen Schwierigkeiten ihren Zervixschleim richtig zu deuten. Doch damit ist heute hoffentlich Schluss!

Bevor ich angefangen habe natürlich zu verhüten hatte ich keinen blassen Schimmer was Zervixschleim überhaupt ist. Und dass es unterschiedliche Qualitäten gibt, die auf den aktuellen Fruchtbarkeitsstatus hinweisen – pffft, noch NIE gehört. Wieso auch? Neun lange Jahre habe ich die Pille genommen und vom Zervixschleim nichts mitbekommen. Auch nach dem Absetzen habe ich mich damit nicht auseinandergesetzt, habe ihn halt einfach nicht „gebraucht“.

Kein Wunder also, dass ich zunächst ziemlich großen Respekt vor diesem Thema hatte: Bekomme ich das hin? Wie bekomme ich das hin? Muss ich irgendwelche gynäkologischen Untersuchungen an mir vornehmen? Schaffe ich es wirklich täglich auf meinen Zervixschleim zu achten? Was, wenn ich ihn falsch deute? Werde ich dann womöglich ungewollt schwanger?

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Trotz all dieser Ängste beschloss ich, es dennoch zu versuchen. Zum Aufzeichnen der Temperatur hatte ich damals ja einen Verhütungscomputer, in den man den Schleimhöhepunkt eingeben konnte. Doch auch ohne diese Eingabe war der Computer zu 97 Prozent sicher, was mich anfangs beruhigt hat.

Ich war dann ziemlich baff, wie schnell und einfach ich mich in die Beobachtung und Deutung des Zervixschleims eingefunden habe. Bis vor einiger Zeit dachte ich, dass es jeder Frau so geht: Dass nach einer gewissen Übungszeit klar ist, welcher Schleim in welche Kategorie gehört. Doch dann erreichten mich immer wieder Nachrichten mit folgendem Tonus:

Auch nach mehreren Monaten mit natürlicher Verhütung tue ich mich immer noch schwer mit der Deutung des Zervixschleims.

Ich habe immer Zervixschleim der gleichen Kategorie oder zumindest ein feuchtes Gefühl. Wie kann ich das korrekt auswerten?

War das jetzt schon der Schleimhöhepunkt? Oder nicht? Oder war der doch schon gestern?

Ich möchte Euch nun nicht mit Erläuterungen langweilen, was genau Zervixschleim ist und wie er ausgewertet wird, denn ich gehe davon aus, dass Ihr das längst wisst und Euch gründlich eingelesen habt. Falls nicht, könnt Ihr das hier nachholen.

Mehr Begriffe für den Zervixschleim

Was ich allerdings tun möchte, ist Euch einen umfangreicheren Überblick über die Zervixschleim-Kategorien zu geben. Denn auf meinen Basic-Seiten zur symptothermalen Methode habe ich mich auf die Hauptbegriffe beschränkt – nicht um etwas zu UNTERschlagen, sondern weil ich niemanden ERschlagen wollte mit so vielen verschiedenen Begriffen. Mein Motto lautet ja: einfach natürlich verhüten und dementsprechend habe ich die Kategorien heruntergebrochen auf die wichtigsten Begirffe bzw. die Kategorie ø zunächst ganz weggelassen. Vielleicht aber helfen die breiteren Begriffe schon der ein oder anderen Frau, ihren Zervixschleim besser deuten zu können.

Die erste Zeile bezieht sich dabei jeweils auf das Empfinden & Fühlen, die zweite auf das Aussehen des Zervixschleims. Die Kategorien sind in auftseigender Reihenfolge, also von der „schlechtesten“ zur „besten“ Schleimqualität:

Kategorie ø

  • nichts gefühlt; keine Feuchtigkeit; keine Empfindung am Scheideneingang UND
  • nichts gesehen; kein Zervixschleim am Scheideneingang

Kategorie t

  • trocken; trockenes, rauhes, juckendes, unagnehemes Gefühl UND
  • nichts gesehen; kein Zervixschleim am Scheideneingang

Kategorie f

  • feucht ABER
  • nichts gesehen; kein Zervixschleim am Scheideneingang

Kategorie S

  • feucht oder nichts gefühlt UND
  • dicklich; weißlich; trüb; cremig; klumpig; gelblich; klebrig; milchig; nicht ziehbar oder zäh

Kategorie S+

  • feucht oder nichts gefühlt UND
  • glasig; glasklar; glasig durchscheinend; wie rohes Eiweiß (glasig mit weißen Fäden durchsetzt); dehnbar oder spinnbar; fadenziehend; flüssig; so dünnflüssig, dass er wegrinnt wie Wasser; rötlich; rotbraun; gelblich-rötlich

Kategorie S+

  • nass; schlüpfrig; rutschig; glitschig; wie eingeölt; glatt UND/ODER
  • glasig; glasklar; glasig durchscheinend; wie rohes Eiweiß (glasig mit weißen Fäden durchsetzt); dehnbar oder spinnbar; fadenziehend; flüssig; so dünnflüssig, dass er wegrinnt wie Wasser; rötlich; rotbraun; gelblich-rötlich

Quelle: Natürlich & sicher – Das Praxisbuch *(Partnerlink)
Illustrationen: www.nicolegebel.com

Wo der Zervixschleim beobachtet werden kann:

Immer wieder erreichen mich Anfragen, ob der Zervixschleim unbedingt am Scheideneingang abgenommen und ausgewertet werden muss. Dies ist die offizielle Regel, ja. Aber ich halte es durchaus für vertretbar, auch den Zervixschleim zu verwenden, der in der Unterhose landet (bevor er jedoch eintrocknet). Ihr könnt außerdem versuchen, ihn am Muttermund abzunehmen, wenn Euch das einfacher oder eindeutiger erscheint. Wichtig wäre nur innerhlab eines Zyklus bei einer Methode zu bleiben und nicht von heute auf morgen, den „Abnahmeort“ zu wechseln.

Das (individuelle) Muster des Zervixschleims:

Der Zervixschleim folgt innerhalb eines Zyklus in der Regel einem groben Muster:

  1. kein Zervixschleim
  2. klebriger, cremiger Zervixschleim
  3. wässriger, eiweißartiger Zervixschleim
  4. klebriger, cremiger Zervixschleim
  5. kein Zervixschleim

Das ganze lässt sich auch in Bildern darstellen:

kein Zervixschleimklebriger, cremiger Zervixschleim wässriger, eiweißartiger Zervixschleim klebriger, cremiger Zervixschleim kein Zervixschleim

Illustrationen: www.nicolegebel.com

Bitte vergesst aber nicht, dass jede Frau ihr eigenes Schleimmuster hat, sprich es völlig OK ist, wenn Du nie die höchste Ausprägung S+ feststellst. Bei einigen Frauen entwickelt sich der Zervixschleim ganz klassisch von trocken zu feucht über klumpig bis hin zu eiweißartig und glasig, bei der anderen wechselt er von nichts direkt auf wässrig, wiederum einige Frauen haben ständig ein feuchtes Gefühl und/oder Zervixschleim der gleichen Kategorie. Wichtig ist, konsequent das zu notieren, was tatsächlich gesehen und gefühlt wird und sich nicht „besseren“ Schleim einzureden. Die Auswertung kann auch problemlos ohne die Kategorie S+ erfolgen!

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Ein wichtiger Aspekt der Beobachtung des Zervixschleims ist zudem folgender Fakt: Es zählt immer die individuell beste Qualität (des Tages). Zwei Beispiele:

1. Euer Zervixschleim weist an Tag XY einen Mix aus cremig, eiweißartig und kleinen Klumpen auf. Er fällt damit in die Kategorie S+, da aus diesen drei Begriffen eiweißartig in die beste Qualität S+ fällt.

2. Ihr habt an Tag XY morgens keinen Zervixschleim gesehen und ein trockenes Gefühl gehabt. Abends wechselte das Gefühl zu feucht. Die richtige Kategorie wäre f, da immer die individuell beste Qualität des Tages zählt.

Was aber wenn Euer Zervixschleim in keine Kategorie passt, nicht dem generellen Muster folgt oder immer gleich ist?

Ich habe mächtig Schwein mit meinem Zervixschleim: denn er passt immer in eine der obigen Katgeorien. Wobei ich nur zwischen S und S+ differenziere und ansonsten nichts in der App notiere. Manchmal gebe ich sogar nur den Schleimhöhepunkt an (z.B. in der Kindara App), zu dem ich gleich auch noch kommen werde. Zunächst aber zu dem möglichen Problem, den Schleim keiner Kategorie zuweisen zu können bzw. sich unsicher zu sein, in welche er denn nun passt:

Patterns of change

Es geht bei der Auswertung des Zervixschleims nicht darum, besonders gut ausgeprägten Schleim in seiner Tabelle zu haben oder alle Kategorien abzudecken. Nein, es geht vielmehr um patterns of change, wie die Amerikaner so schön sagen. Sprich: Ihr sucht nach einer Veränderung, einem siginifikanten Wandel in Eurem Schleimmuster von trocken zu nass und wieder zu trocken. Dabei gilt: Je nasser und dehnbarer der Zervixschleim desto fruchtbarer seid Ihr aktuell.

Es ist also nicht zwingend notwendig, den Zervixschleim den offiziellen Kategorien zuzuordnen. Ihr könnt alternativ einen eigenen Vermerk für Euren Zervixschleim entwickeln: Markiert Euch beispielsweise (besonders) feuchte Tage mit einem X oder einer entsprechenden Notiz in der App und/oder dem Kurvenblatt. Macht einen weiteren Vermerk (z.B. ø) , wenn Ihr überhaupt keinen Schleim sehen und fühlen könnt. Meistens werdet Ihr schnell feststellen, dass der feuchte(ste) Tag recht gut mit dem Zeitraum um die 1. höhere Messung zusammenfällt.

Solltet ihr auch mit dieser abgespeckten Variante des Zervixschleim-Beobachtens nicht gut zurecht kommen, empfehle ich Euch auf die Beobachtung und Auswertung des Muttermundes zu wechseln. Wobei diese natürlich auch etwas Übung erfordert.

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Solltet Ihr hingegen immer ein feuchtes Gefühl haben und/oder stets den „gleichen“ Zervixschleim feststellen, dann ist das eben so und wird entsprechend so notiert (es gibt dann keinen Schleimhöhepunkt und streng genommen ist der Zyklus nicht auswertbar, aber dazu gleich mehr). Manchmal ändert sich das Schleimmuster von einen auf den anderen Zyklus und deckt plötzlich mehrere Kategorien ab (was vor allem nach Absetzen der Pille häufig passiert). Eventuell habt Ihr wenig Übung in der Differenzierung des Zervixschleims und/oder den besonders „flüssigen“ Moment nicht richtig wahrgenommen. Hier hilft tatsächlich nur: Geduld, Geduld, Geduld.

Noch ein paar Worte zum Zervixschleimhöhepunkt:

Der Schleimhöhepunkt lässt sich – genau wie die 1. höhere Messung – immer erst im Nachhinein feststellen. Der Tag des Höhepunkts ist jener mit der individuell besten Schleimqualität, auf den drei Tage mit schlechterer Qualität folgen. Ihr könnt also erst am Abend des 3. Tages nach dem Schleimhöhepunkt feststellen, ob dieser auch tatsächlich stattgefunden hat. Zwei Beispiele (ZT steht für Zyklustag):

  • ZT 15: S+
  • ZT 16: S
  • ZT 17: S
  • ZT 18: S

Dieses Beispiel ist einfach: Nach der besten Qualität S+ folgten drei Tage mit schlechterer. Ihr seht also am Abend des 18 ZT, dass an ZT 15 der Schleimhöhepunkt war. Die Auswertung des Schleims wäre am Abend des 18 ZT erfolgreich abgeschlossen.

  • ZT 15: S
  • ZT 16: f
  • ZT 17: f
  • ZT 18: S

Hier ist die Auswertung nicht am Abend des 18 ZT abgeschlossen, da an diesem Tag wieder die individuell beste Qualität S festgestellt wurde. Es muss weiterhin mit der Zervixschleimbeobachtung fortgefahren werden (wenn ZT 19-21 schlechter als S ausfallen, dann wäre die Beobachtung am Abend des ZT 21 abgeschlossen).

Was, wenn ich keinen Schleimhöhepunkt feststellen kann?

Dann ist der Zyklus nach symptothermaler Methode nicht auswertbar. Denn hier zählen immer BEIDE Auswertungen: die der Temperatur UND die des Zervixschleims. Ich kann aber verstehen, dass es sehr frustrierend sein kann, wenn die Temperatur sich bilderbuchmäßig auswerten lässt, der Zervixschleim allerdings nicht. In diesem Fall wäre wieder die Möglichkeit gegeben, den Muttermund heranzuziehen. Oder aber sich auf die Temperatur zu verlassen, wenn man schon mehrere Zyklen beobachtet hat und sich mit der alleinigen Auswertung sicher fühlt. Der Pearl-Index der Temperaturmethode wird mit 0,8 bis 3 angegeben.

Liebe Ladies, ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Artikel ein kleines bisschen weiterhelfen in Sachen Zervixschleim. Verzeiht mir, dass ich vieles für so selbstverständlich genommen habe! Und schreibt mir bitte, wenn etwas unklar sein sollte und/oder wo noch weitere Probleme in der Beobachtung oder Auswertung liegen, ich lerne an & mit Euch so viel, vielen Dank!

Zervixschleim – das wichtigste Eisprungzeichen

In diesem Artikel geht es darum, warum der Zervixschleim das wichtigste Eisprungzeichen in der Kinderwunschzeit ist. Wenn du schwanger werden möchtest, dann ist es das wichtigste Zeichen, das du beobachten kannst und dir am meisten bringt. Warum erkläre ich dir in diesem Artikel.

Wo wird der Zervixschleim gebildet?

Der Zervixschleim wird in den Krypten des Gebärmutterhalses produziert und gelangt von dort aus nach unten durch die Vagina nach außen.

Der Zervixschleim wird in speziellen Drüsen im Gebärmutterhals (Krypten) gebildet. Der Gebärmutterhals befindet sich am unteren Ende der Gebärmutter und ragt in die Vagina hinein. Kaum zu glauben, dass aus diesem Muttermund auch Menschen-Babys heraus kommen können – so weit kann der Muttermund sich öffnen. Vom Gebärmutterhals aus läuft der frisch produzierte Schleim direkt aus dem Muttermund (Zervix) der Gebärmutter heraus. Durch die Schwerkraft fließt der Zervixschleim nach unten Richtung Vulvina-Ausgang und ist dann meist am Toilettenpapier oder in der Unterwäsche sichtbar.

Der Zervixschleim hat vier wesentliche Aufgaben, die für eine erfolgreiche Befruchtung wichtig sind:

1. Ernährung der Spermien

Gelangen die Spermien nach dem Samenerguss in den Körper der Frau, werden sie in der Vagina von dem Zervixschleim ernährt.

2. Transport der Spermien

Ist der Eisprung erfolgt, werden die Spermien mithilfe des Zervixschleims von der Vagina bis zur Gebärmutter (Uterus) transportiert. Der Transport in den Eileiter, wo die Befruchtung stattfindet, ist überwiegend hormonell zu erklären.

3. Herausfilterung fehlgebildeter Spermien

Spermien, die mindere Qualität haben, werden durch die Struktur des Zervixschleims herausgefiltert. Schließlich soll das Siegerspermium, das sich letztendlich mit der Eizelle verbindet, von bester Qualität sein.

4. Schutz der Spermien vor dem sauren Millieu in der Vagina

Ohne den Zervixschleim können die Spermien nur bis zu drei Stunden im Körper der Frau überleben. Im Zervixschleim können Spermien bis zu fünf Tage befruchtungsfähig bleiben.

Es gilt: kannst du Zervixschleim sehen, kannst du auch schwanger werden!

Warum ist der Zervixschleim das wichtigste Eisprungzeichen?

Im Folgenden möchte ich dir drei wesentliche Gründe erläutern, warum der Zervixschleim mit Abstand das wichtigste Eisprungzeichen ist.

1. Der Zervixschleim zeigt weit vor dem Eisprung an, dass du fruchtbar bist

Im Gegensatz zur Basaltemperatur, die erst nach dem Eisprung in der Regel markant ansteigt, verändert sich der Zervixschleim schon vor dem Eisprung sehr deutlich. Die Veränderung ist bei jeder Frau und von Zyklus zu Zyklus verschieden. Allerdings lässt sich sagen, dass der Zervixschleim in seiner Qualität in den meisten Zyklen bis zum Eisprung zunimmt und anschließend wieder abnimmt. Die Qualität wird je nachdem was du gefühlt oder gesehen hast, in Kategorien eingeteilt und mit Symboliken versehen (z. B. ø,f,t,S,S+) und kann so in einem Zyklusblatt dokumentiert und ausgewertet werden. In der Regel steigt der Wassergehalt in der Eisprungzeit enorm an, weshalb er dann meist immer transparent und spinnbar ist, wie in dieser Grafik dargestellt:

steigende Zervixschleim-Qualität

Der Zervixschleim zeigt dir direkt an, wie es um deinen Östrogenspiegel steht und dieser verändert sich bei jeder Frau vor dem Eisprung sehr eindeutig. Aus diesem Grund ist der Zervixschleim aus meiner Sicht eines der wichtigsten Eisprungzeichen!

2. Zervixschleim zu beobachten ist einfach

Es ist sehr einfach, deinen Zervixschleim zu beobachten. Das einzige was du dafür brauchst, sind deine Finger, eventuell Toilettenpapier und dich selbst. Hierzu kannst du bei deinem Toilettengang, deinen Zervixschleim beobachten. Anhand des Aussehen und der Konsistenz deines Zervixschleims kannst du dann ein Symbol bestimmen (…t,f,S,S+). Für die Symbolbestimmung gibt es eine spezielle Tabelle, welche du auch in meinem Buch findest. Danach kannst du deine Beobachtungen in eine geeignete App oder ein Zyklusblatt eintragen – fertig!

3. Zervixschleim ist kostenlos

Der Zervixschleim zeigt dir eigentlich immer sehr gut an, wann deine fruchtbaren Tage sind. Natürlich ist es noch besser, die Temperatur zu messen und in Kombination mit dem Schleim auszuwerten. Schließĺich kannst du mit deinem Schleim allein nicht feststellen, ob in deinem aktuellen Zyklus wirklich ein Eisprung stattgefunden hat. Dies geht nur mit der Temperatur. Allerdings muss man schon sagen, dass sich kein Fruchtbarkeitszeichen vor dem Eisprung so markant verändert, weshalb es sich immer lohnt Sex zu haben, wenn du Zervixschleim bei dir sehen kannst. Für die Zervixschleimbeobachtung muss man keine Tests und keine Computer kaufen. Der Schleim steht dir kostenfrei zur Verfügung und funktioniert, wenn du dich auskennst, mindestens genauso gut wie Ovulationstests oder ähnliches.

Der Zervixschleim ist das wichtigste Eisprungzeichen, weil er sich bei jeder Frau vor dem Eisprung markant verändert. Im Gegensatz zum Mittelschmerz, den nur wenige Frauen beobachten können, ist der Zervixschleim bei 99% der Frauen beobachtbar und somit als Fruchtbarkeitszeichen super gut nutzbar. Es ist sehr einfach, den Zervixschleim zu beobachten und in einem Zyklusblatt oder App zu dokumentieren. An Tagen mit sichtbaren Schleim, lohnt es sich auf jeden Fall Sex haben, wenn du schwanger werden möchtest. Dank dem Zervixschleim können die Spermien im Körper der Frau etwa drei bis fünf Tage befruchtungsfähig bleiben und auf einen eventuellen Eisprung warten. Ebenso hilft der Schleim beim Transport der Spermien zur Eizelle und filtert missgebildete Spermien heraus. Auch wenn es klasse ist, dass der Zervixschleim jeder Frau kostenfrei zur Verfügung steht und tausend mal besser als ein Ovulationstest funktioniert, muss ich trotzdem darauf hinweisen, dass es sich lohnt, den Schleim in Kombination mit der Temperaturmessung zu beobachten. Nur mit der Messung der Temperatur in Kombination mit dem Zervixschleim lässt sich zweifelsfrei feststellen, ob ein Eisprung stattgefunden hat. Nur mit der Temperatur kannst du ohne Schwangerschaftstest feststellen, ob du schwanger geworden bist. Nur mit der Temperatur in Kombination mit dem Schleim lässt sich eine Zyklusdiagnostik durchführen und Ursachen eingrenzen, warum du bisher nicht schwanger geworden bist. Wie das alles funktioniert und was du für den Start brauchst, erfährst du in meinem Kinderwunsch Starter Set, in dem ich alles zusammengefasst haben, damit du sofort beginnen kannst. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind

DEINE

ANNE

Zervixschleim richtig deuten und verbessern

Anhand des Zervixschleims können mit viel Übung die fruchtbaren Tage bestimmt werden. © istock.com/Deagreez

Der Zervixschleim wird von den Schleimdrüsen des Gebärmutterhalses (Zervix) gebildet. Das wässrige Sekret enthält unter anderem Schleimstoffe, Aminosäuren und Salze. Der Zervixschleim dient der Gebärmutter als Schutz gegen Krankheitserreger. Außerdem verhindert er das Eindringen von Spermien während der unfruchtbaren Tage. An fruchtbaren Tagen hingegen begünstigt er das Zustandkommen einer Schwangerschaft, indem Spermien den Zervixschleim passieren können.

Artikelinhalte im Überblick:

  • Zervixschleim und Zyklus
  • Fruchtbare Tage erkennen
  • Zervixschleim-Tabelle
  • Zervixschleim verbessern
  • Zervixschleimmethode zur Verhütung?

Zervixschleim: So erkennen Sie Ihre fruchtbaren Tage

Die Zusammensetzung des Zervixschleims sowie die abgesonderte Menge verändern sich innerhalb jedes weiblichen Zyklus. Zu Beginn der Monatsblutung, wenn der Östrogenspiegel am geringsten ist, sondern die Drüsen des Gebärmutterhalses nur sehr wenig Schleim ab, weshalb die Scheide in diesen Tagen in der Regel trockener ist. Während der ersten Zyklushälfte steigt der Östrogenspiegel immer mehr an, was zeitgleich die vermehrte Zervixschleimproduktion einleitet. Außerdem verändert sich das Muster des Zervixschleims: Zunächst ist der Schleim trüb, dickflüssig, zäh und teilweise klumpig. Im weiteren Verlauf des Zyklus wird er immer klarer, elastischer und glasiger.

Wässriger, spinnbarer Zervixschleim beim Eisprung

Beim Eisprung ist der Zervixschleim dann besonders wässrig. Er lässt sich nun mit zwei Fingern zu Fäden „spinnen“. Zu diesem Zeitpunkt des Zyklus ist die Beschaffenheit des Zervixschleims besonders durchlässig und verhilft Spermien, das Sekret bis zur Eizelle zu durchdringen und dient den Spermien gleichzeitig als Schutzmantel vor dem sauren Umfeld der Scheide. Dadurch bleiben die Samenzellen des Mannes mehrere Tage lang befruchtungsfähig – die Chancen auf eine Schwangerschaft sind damit höher.

Zervixschleim nach Eisprung

In der zweiten Zyklushälfte nimmt die Menge des Zervixschleims wieder ab. Er wird klumpig und nimmt eine weißliche Farbe an. Spermien können nun nicht mehr durch den Zervixschleim dringen. Der Schleim bildet außerdem einen Pfropfen am Eingang des Gebärmutterhalses. Das zähe Schleimgebilde verhindert, dass Krankheitserreger in die Gebärmutter gelangen.

Fruchtbare Tage mit Zervixschleim erkennen

Eine Methode der natürlichen Familienplanung ist die sogenannte Zervixschleimmethode (Billingsmethode). Mit der täglichen Begutachtung des Zervixschleims erhalten Frauen Informationen über ihren Zyklusverlauf sowie Anhaltspunkte über den Zeitpunkt ihrer fruchtbaren Tage, was vor allem für Frauen mit Kinderwunsch hilfreich ist. So ist etwa nur an den fruchtbaren Tagen der flüssige Schleim am Scheidenausgang vorhanden. Das Sekret ähnelt an besonders fruchtbaren Tagen des Zyklus rohem Eiweiß. Es lässt sich zum Beispiel auf der Toilette auf Toilettenpapier oder zwischen zwei Fingern beurteilen.

Eisprung mit Zervixschleim-Tabelle deuten

Um die fruchtbaren Tage innerhalb eines Zyklus mithilfe der Zervixschleimmethode möglichst genau zu bestimmen, ist viel Übung notwendig. Der wichtigste Indikator ist der Tag des Schleimhöhepunktes. Er lässt sich daran erkennen, dass auf ihn drei Tage folgen, an denen die Schleimqualität geringer ist – folglich kann er erst im Nachhinein definiert werden.

Zyklustag Beschreibung der Zervixschleimqualität Fruchtbarkeit
9 kein Schleim und trockenes Gefühl fruchtbar
10 feuchtes Gefühl, aber kein Schleim sichtbar fruchtbar
11 Schleim dick, trüb, klumpig, nicht ziehbar fruchtbar
12 Schleim dick, trüb, klumpig, nicht ziehbar fruchtbar
13 Schleim glasig, klar wie Eiweiß und spinnbar fruchtbar
14 Schleim glasig, klar wie Eiweiß und spinnbar sehr fruchtbar
15 Schleimhöhepunkt: letzter Tag mit S+-Qualität sehr fruchtbar
16 Schleim dick, trüb, klumpig, nicht spinnbar sehr fruchtbar
17 feuchtes Gefühl, aber kein Schleim sichtbar fruchtbar
18 kein Schleim spür- und sichtbar fruchtbar
19 kein Schleim spür- und sichtbar unfruchtbar
20 kein Schleim spür- und sichtbar unfruchtbar

Zervixschleim verbessern bei Kinderwunsch

Die Qualität des Zervixschleims lässt sich gezielt verbessern. Das ist vor allem für Frauen mit Kinderwunsch interessant. Dabei spielen sowohl das Trinkverhalten als auch die Art der Ernährung sowie Medikamente eine Rolle.

  • Flüssigkeitszufuhr: Es ist empfehlenswert, in der ersten Zyklushälfte viel Wasser und Kräutertee zu trinken. Dadurch wird der Zervixschleim durchlässiger für Spermien.

  • Ernährung: Darüber hinaus wirkt sich eine säurearme und basenreiche Ernährung günstig auf die Gebärmutterhalsschleimhaut aus. Wer schwanger werden möchte, sollte viel Obst und Gemüse essen und auf Fleisch, Milchprodukte, Alkohol und Kaffee weitestgehend verzichten. Eine gesunde ausgewogene Ernährung erhöht die Qualität des Zervixschleims und verbessert die Lebensbedingungen für die Samenzellen während ihrer Wanderung zur Eizelle.

  • Medikamente: Neben der Ernährung können auch Medikamente die Beschaffenheit und Menge des Zervixschleims verändern. Positiv wirken sich beispielsweise Hustenmittel mit dem Wirkstoffen Guaifenesin oder Acetylcystein aus. Gleiches gilt für Jodpräparate. Aus diesem Grund setzen Mediziner diese Arzneimittel in der Fruchtbarkeitsbehandlung bei Kinderwunsch ein. Es gibt aber auch Medikamente, die den Zervixschleim negativ beeinflussen und eine Schwangerschaft erschweren können. Zu diesen zählen Antihistamine, die zum Beispiel gegen Heuschnupfen wirken und den Zervixschleim austrocknen.

    • Als wären Regelbeschwerden nicht schon genug: auch die Tage vor den Tagen werden oft unerträglich. Finden Sie heraus, ob Ihre Beschwerden Ausdruck des prämenstruellen Syndroms (PMS) sind.

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Zervixschleimmethode zur Verhütung geeignet?

Einige Frauen wenden die Zervixschleimmethode auch als Verhütungsmethode an. Allerdings raten Experten davon ab, die Billingsmethode als alleiniges Mittel einzusetzen, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Vor allem der Beginn der fruchtbaren Tage ist alleine mit der Zervixschleimmethode alleine nur sehr unsicher einzuschätzen.

Die Auswertung des Zervixschleims kann deshalb nicht als sichere Methode zur Empfängnisverhütung empfohlen werden. Alternativen Zervixschleimmethode stellen die Messung der Basaltemperatur und die symptothermale Methode als Möglichkeit für die natürliche Familienplanung dar.

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