Zahnwechsel BEI kindern

Inhalte

  • Das Milchzahngebiss ist in der Regel mit etwa 30 Monaten vollständig ausgebildet. In einem Alter von durchschnittlich fünf Jahren werden die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt.
  • Der Zahnwechsel beim Kind verläuft in verschiedenen Phasen. Dabei gibt es eine feste Reihenfolge, in der die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.
  • In der Zeit des Zahnwechsels kommt es zu einer Umstellung des gesamten Körpers, die auch mit seelischen Veränderungen einher geht. In manchen Fällen können zusätzliche Probleme, wie schief wachsende Zähne oder Zahnfleischentzündungen hinzukommen.

Der Zahnwechsel beim Kind geht klassischerweise mit dem Übergang vom Kleinkindalter zum Schulalter einher. Obwohl der Zahnwechsel in den meisten Fällen ohne Schmerzen abläuft, haben viele Kinder in dieser Zeit mit Ihrer Psyche zu kämpfen. Warum ist das so?

In unserem Ratgeber bekommen Sie viele wichtige Informationen rund um den Zahnwechsel bei einem Kind. Wir erklären Ihnen, in welchem Alter der Zahnwechsel beginnt und wie lange es dauert, bis die bleibenden Zähne komplett durchgebrochen sind. Zudem zeigen wir Ihnen auf, welche Probleme mit dem Zahnwechsel verbunden sein können.

1. Milchzähne vs. bleibendes Gebiss – Die wichtigsten Unterschiede

Im Gegensatz zum Milchzahngebiss besteht das bleibende Gebiss nicht aus 20, sondern aus insgesamt 32 Zähnen.

Im Laufe des Lebens stehen Menschen zwei verschiedene Garnituren von Zähnen zur Verfügung: die Milchzähne und die bleibenden Zähne. Die bleibenden Zähen bleiben uns oftmals bis ins hohe Alter erhalten. Bereits im Mutterleib entwickeln sich die Anlagen für das jeweilige Gebiss.

Als Baby hat der Mensch noch keine Zähne. Dies ist auch gut so, da diese die Brust der Mutter beim Stillen verletzten würden. Erst in einem Alter von sechs bis acht Monaten zeigen sich die ersten kleinen Zähnchen.

Die Milchzähne entwickeln sich von vorne nach hinten. Das bedeutet, dass sich zuerst die Schneidezähne, dann die Eckzähne und daraufhin die Backenzähne herausbilden. Mit etwa 30 Monaten ist die Entwicklung des Milchzahngebisses abgeschlossen. Dieses besteht aus insgesamt 20 Zähnen.

Achtung: Auch wenn die Milchzähne wieder ausfallen, sollten sie so gut wie möglich gepflegt werden. Regelmäßiges Zähneputzen ist daher enorm wichtig. Bildet sich Karies, kann dies die weitere Ausbildung des Kiefers negativ beeinflussen.

Das bleibende Gebiss besteht inklusive der Weisheitszähne hingegen aus insgesamt 32 Zähnen. Das bedeutet, dass die alten Zähne nicht nur ersetzt werden, sondern auch neue hinzukommen, die sogenannten Zuwachszähne.

Ein kindgerechtes Video zum Thema Zähne und Zahnwechsel finden Sie hier:

2. Der Zahnwechsel verläuft in verschiedenen Phasen

Die bleibenden Zähne lösen die Wurzeln der Milchzähne auf, sodass diese ausfallen.

Ab einem Alter von etwa fünf Jahren beginnt bei den meisten Kindern der Zahnwechsel. Durch die neuen Zähne werden die Wurzeln der Milchzähne aufgelöst, sodass Platz für die zweiten, bleibenden Zähne geschaffen werden kann. Das bedeutet, dass die Milchzähne nach und nach wackeln und daraufhin ausfallen.

Im bleibenden Gebiss gibt es sowohl Ersatzzähne als auch Zuwachszähne. Während die Ersatzzähne die Milchzähne ersetzen, wird durch die Zuwachszähne die Zahnanzahl insgesamt erhöht. Die Ausbildung des gesamten bleibenden Gebisses kann bis zum 30. Lebensjahr dauern.

Der Zahnwechsel durchläuft insgesamt drei verschiedene Phasen, die jedoch immer die gleiche Reihenfolge aufweisen:

  • Erste Phase: Zu Beginn bildet sich der erste Backenzahn, der sogenannte Stockzahn, heraus. Im Anschluss fallen die Milchschneidezähne aus, woraufhin die bleibenden durchbrechen. In einigen Fällen kommen die bleibenden Zähne sogar schon zum Vorschein, wenn die alten Zähne noch gar nicht ausgefallen sind.
  • Zweite Phase: Die zweite Phase beginnt mit etwa neun Jahren. In einer Zeitspanne von etwa 3 Jahren brechen die Backenzähne sowie die Eckzähne durch.
  • Dritte Phase: In dieser letzten Phase bilden sich lediglich die vier Weisheitszähne heraus. Wie lange es dauert, bis diese Zähne durchgebrochen sind, ist sehr individuell und kann nicht vorhergesagt werden. Einige, wenige Menschen besitzen bis ins hohe Alter gar keine Weisheitszähne.

Die Initiative proDente stellt zum Thema Zahnwechsel eine interaktive Grafik zur Verfügung. Dort können sich Eltern zusammen mit Ihren Kindern anschauen, wie der Zahnwechsel vonstattengeht. Diese Grafik finden Sie hier.

Die Zeitangaben der einzelnen Phasen sind lediglich Richtwerte. Machen Sie sich daher keine Sorgen, wenn der Zahnwechsel bei Ihrem Kind verspätet eintritt.

3. Zähne richtig pflegen, um Probleme zu vermeiden

Während des Zahnwechsels ist die Pflege der Zähne besonders wichtig.

In der Regel verläuft der Zahnwechsel komplikationslos. Sie können Ihr Kind jedoch unterstützen, indem Sie die lockeren Milchzähne in regelmäßigen Abständen vorsichtig wackeln. Auf diese Weise kann der Zahn schneller und leichter ausfallen.

Kinder freuen sich zumeist über das Ausfallen der Zähne, da sie ganz gespannt auf die neuen Zähne warten können. Stellen Sie Ihrem Kind am besten eine Dose zur Verfügung, in dem es die alten Zähne sammeln kann.

Im Gegensatz zum ersten Zahnen bereitet der Zahnwechsel häufig keine Schmerzen, da der Milchzahn ein sogenannter Platzhalter ist. So können sich die bleibenden Zähne einfach in die Lücke schieben. Bei einigen Kindern kann es beim Zahnwechsel jedoch zu Störungen und Problemen kommen, die sehr unangenehme Folgen haben können.

Fluidhaltige Zahnpasta hilft beim Zahnwechsel

Fluide sind enorm wichtig, um Karies vorzubeugen. Sie härten den Zahnschmelz, sodass dieser widerstandsfähiger gegenüber Säuren ist. Bereits bei Milchzähnen sollte eine fluoridhaltige Zahnpasta eingesetzt werden.

Das häufigste Problem ist, dass die bleibenden Zähne nicht an der vorgesehenen Stelle durchbrechen. Dadurch kann sich das Zahnfleisch entzünden, sodass Mundgeruch, Übelkeit und Schmerzen die Folge sind. Wenn die Wurzeln der Milchzähne daraufhin nicht aufgelöst werden und die Zähne nicht von selbst ausfallen können, müssen Sie von einem Zahnarzt gezogen werden.

Die Fehlstellungen können durch einen zu engen Kiefer oder permanenten äußeren Druck zustande kommen. Die Schiefstände lassen sich am besten durch das Einsetzen einer Zahnspange richten.

Während des gesamten Zahnwechsels ist eine intensive Zahnpflege notwendig. Das liegt vor allem daran, dass die Schmelzreifung der bleibenden Zähne noch nicht abgeschlossen ist. Ist die Hygiene des Mundes unzureichend, kann das zu einem entzündeten Zahnfleisch, Karies oder Parodontitis kommen. Suchen Sie daher zur Prophylaxe regelmäßig einen Zahnarzt auf.

4. Der Zahnwechsel wirkt sich auch auf die Psyche der Kinder aus

Während des Zahnwechsels leiden viele Kinder unter plötzlichen Stimmungsschwankungen.

Aber nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche kann durch den Zahnwechsel beim Kind in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch die Veränderung des Körpers kommt es auch zu einer inneren Zerrissenheit. Viele Eltern berichten, dass ihr Kind in dieser Zeit häufig unruhig, traurig oder sogar aggressiv ist.

In diesem Fall handelt es sich wahrscheinlich um die sogenannte Zahnlückenpubertät. Diese beginnt häufig bereits im Vorschulalter. Die Kinder fangen an zu rebellieren und äußern den Wunsch nach mehr Selbstständigkeit.

Folgende Symptome sprechen für die Zahnlückenpubertät:

  • ein neuer Wackelzahn
  • plötzliche Wutanfälle und Stimmungsschwankungen
  • erhöhtes Bedürfnis nach Selbstständigkeit
  • der Wunsch nach Ruhe und dem Alleinsein
  • Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie Ihr Kind während der Zeit des Zahnwechsels unterstützen können. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind Geborgenheit schenken und das Gefühl vermitteln, dass Sie immer da sind. Um die Psyche zu stärken, können in einigen Fällen auch äußerliche Veränderungen hilfreich sein. Eine neue Frisur oder ein anderer Kleidungsstil tragen oftmals zu einem ganz neuen Körpergefühl bei.

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Durchbrechen der Zähne – Wenn das Zahnwachstum seinen Lauf nimmt

Nahezu jeder, der Kinder hat, kennt das Problem: Viele Babys haben große Schmerzen, wenn die Milchzähne durchbrechen. Da der kleine Kiefer eines Kindes keinen ausreichenden Platz für die bleibenden Zähne bietet, bildet das Kind ein Milchgebiss aus, das aus 20 Zähnen besteht. Das Durchbrechen der Zähne setzt bei den meisten Kindern ab dem 6. Lebensmonat ein. Bei einigen Kindern erfolgt das Durchbrechen der Zähne bereits mit dem 4. Lebensmonat, bei einigen Kindern sogar erst ab dem 14. Lebensmonat. Ein verspätetes Durchbrechen der Milchzähne hat einen verzögerten Durchbruch der späteren bleibenden Zähne zur Folge. Dabei erscheinen die Zähne in einer bestimmten Reihenfolge.

Die mittleren Schneidezähne erscheinen zuerst, es folgen die seitlichen Schneidezähne, dann die ersten Backenzähne, die Eckzähne und zum Schluss die zweiten Backenzähne. Die ersten Zähne erscheinen im Unterkiefer, die entsprechenden Gegenzähne durchbrechen etwa vier Wochen später den Oberkiefer. Bei den meisten Kindern ist das Durchbrechen der Zähne zum Ende des 3. Lebensjahres abgeschlossen. Die Zähne werden ab diesem Alter voll genutzt, allerdings sind die Zahnwurzeln noch nicht vollständig ausgebildet.

Die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne und werden bis zum Zahnwechsel genutzt. Im 6. Lebensjahr kommt es wieder zum Durchbrechen der Zähne, denn der erste bleibende Backenzahn erscheint hinter der Milchzahnreihe. Daran anschließend setzt der Zahnwechsel ein. Er beginnt bei den meisten Kindern zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr mit dem Verlust der mittleren Schneidezähne. Die weiteren Milchzähne werden nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt. Damit es beim Zahnwechsel nicht zu Schmerzen beim Durchbrechen der Zähne kommt, gilt es, das Milchgebiss zu pflegen, damit die Milchzähne nicht vorzeitig entfernt werden müssen. Der Zahnwechsel ist zumeist mit dem 13. Lebensjahr abgeschlossen.

Behandlung von Schmerzen beim Durchbrechen der Zähne

Das Durchbrechen der Zähne wird bei Babys von Speichelfluss begleitet. Neben Schmerzen kann es zu Fieber und zu Durchfall kommen. Um Schmerzen beim Durchbrechen der Zähne zu lindern, können Eltern das Zahnfleisch des Kindes mit dem Finger leicht massieren. Gekühlte Karotten oder Apfelstücke können den Kindern zum Beißen gegeben werden, ebenso wie Beißringe. Dies fördert die Durchblutung. Damit das Kind diese Dinge nicht verschluckt, sollten die Eltern das Kind mit diesen Hilfsmitteln nicht allein lassen. Kamillen- oder Salbeitee kann dem Kind zum Trinken gegeben und auf das Zahnfleisch aufgetragen werden.

Dies wirkt entzündungshemmend. In der Apotheke werden Veilchenwurzeln, Zahnungstropfen und Zahnungsgele angeboten. Die Veilchenwurzeln sollten regelmäßig ausgekocht werden, Tropfen und Gele dürfen keinen Alkohol und keinen Zucker enthalten. Man sollte rechtzeitig nach dem Durchbrechen der Zähne mit der Zahnpflege beginnen. Eine spezielle Babyzahnbürste mit Gummilamellen ist dafür geeignet, Zahnpasta ist noch nicht erforderlich. So gewöhnen sich die Kinder schon früh an das Zähneputzen. Beim Durchbrechen der Zähne brauchen Kinder besonders viel Zuwendung. Die Beschäftigung mit einem neuen, spannenden Spielzeug kann von den Schmerzen ablenken. Da das Durchbrechen der Zähne mit einem verstärkten Speichelfluss verbunden ist, sollten Gesicht und Hals des Kindes mit einer fetthaltigen Gesichtscreme gepflegt werden.

Anomalien beim Durchbrechen der Zähne

Um den Kindern mit gesunden Zähnen einen guten Start in das Erwachsenenleben zu ermöglichen, kommt es darauf an, frühzeitig den Zahnarzt aufzusuchen. Der erste Zahnarztbesuch kann schon im Alter von drei Jahren erfolgen, wenn das Durchbrechen der Zähne weitgehend abgeschlossen ist. Die Zahnmedizin bietet verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Kinder an. Dazu gehört die Korrektur von Fehlstellungen der Zähne durch kieferorthopädische Maßnahmen. Im Kindesalter lassen sich diese Fehlstellungen noch am besten korrigieren. Der Zahnarzt untersucht das Milchgebiss auf Karies und kann kleine kariöse Erkrankungen sofort behandeln, um größere Schäden zu verhindern.

Eine halbjährliche zahnmedizinische Kontrolle sollte nicht versäumt werden. Nicht alle Kinder bilden ein vollständiges oder regelmäßiges Gebiss aus. Die Ursachen können vielfältig sein. Der Zahnarzt entscheidet, welche Maßnahmen erforderlich sind. Werden beim Zahnwechsel nicht alle Zähne ausgebildet, können künstliche Zähne im Rahmen der Implantologie eingesetzt werden. In schwerwiegenden Fällen liegen Zähne quer im Kiefer. Eine Operation kann helfen. Es kommt darauf an, eine regelmäßige Zahnstellung und ein gesundes Gebiss zu erreichen, denn schlechte Zahnstellungen und kranke Zähne können erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Selbst im Erwachsenenalter kann das Durchbrechen der Zähne noch zu Problemen führen, denn die Weisheitszähne erscheinen nicht selten erst nach dem 20. Lebensjahr. Da die Wurzeln der Weisheitszähne oft sehr unregelmäßig geformt sind und es zu Komplikationen kommen kann, ist vor der Entfernung der Weisheitszähne zumeist eine Röntgenuntersuchung erforderlich. Um die Zähne so lange wie möglich zu erhalten, kommt es auf gründliche Zahnpflege, gesunde Ernährung und regelmäßige Zahnarztbesuche an.

Autoren & Experte: Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V. Journalist: Horst K. Berghäuser Heilpraktiker: Felix Teske Literatur, Quellen und Verweise: Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin Thieme Verlag Praktische Labordiagnostik – Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie Grönemeyers Buch der Gesundheit Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 18.03.2019 statt.

Dentition

Das menschliche Gebiss ist essenziell für die Zerkleinerung der Nahrung und bildet damit die Grundlage für eine gute Verdauung und damit wiederum für die menschliche Gesunderhaltung. Darüber sollten die bleibenden Zähne ästhetisch weiß und gerade sein und ein gepflegtes Aussehen unterstützen. Der Durchbruch der Zähne wird dabei als Dentition bezeichnet. Störungen beim Zahndurchbruch sollten rechtzeitig behandelt werden, um ein gepflegtes und vor allem rundum funktionstüchtiges Gebiss zu erhalten.

Was heißt Dentition?

Unter Dentition versteht man den Durchbruch der im Kiefer angelegten Zähne in die Mundhöhle. Bei dem bei Kleinkindern auch als Zahnen bezeichneten Vorgang entsteht zunächst eine Dentitionszyste. Diese wird als kleine Blase im Mund sichtbar, bevor der Zahn durchbricht.

Wann erfolgt die Dentition?

Im Rahmen der Ausbildung des menschlichen Gebisses wird zwischen einer ersten und einer zweiten Dentition unterschieden. Die erste Dentition erfolgt im Kleinkindalter beim Durchbruch der ersten Zähne, dem sogenannten Milchgebiss. Bei der zweiten Dentition kommen ab dem 6. Lebensjahr die bleibenden Zähne zum Vorschein.

Wie erfolgt die Zahnentwicklung?

Die Zahnanlage erfolgt bereits im Mutterleib. Ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat entwickeln sich beim Embryo Zahnleiste und Zahnkeime. Die Zahnknospen sind glockenförmig, der entstehende Apparat wird als Schmelzorgan bezeichnet. Bei der Ausbildung des Milchgebisses werden die ersten Zähnchen sichtbar.

Wie erfolgt die Ausbildung des Milchgebisses?

Die erste Dentition beginnt mit dem Durchbruch eines unteren Schneidezahns im Alter von etwa 6 Monaten und endet meist im dritten Lebensjahr, wenn das Milchgebiss vollständig ist. Normalerweise stehen dann 20 Zähnchen im Mund: jeweils vier Schneidezähne, zwei Eck- und zwei Mahlzähne im Ober- und Unterkiefer. Vom mittleren Schneidezahn bis zum hinteren Mahlzahn kommen die Zähne auf jeder Seite im Allgemeinen exakt der Reihe nach zum Vorschein.

Reihenfolge des Zahndurchbruchs im Milchgebiss

Zwischen dem 5. und 16. Monat bilden sich die unteren und oberen Schneidezähne aus, sodass Ihr Kind jeweils unten und oben mit vier Frontzähnen strahlen kann. Die oberen und unteren Eckzähne folgen im Anschluss. Ab dem 12. Monat ist mit den ersten Backenzähnen, den Molaren, zu rechnen. Je nach Entwicklung des Kindes kann mit etwa 2,5 bis 3 Jahren mit einem vollständigen Milchzahngebiss mit etwa 20 Zähnen gerechnet werden.

Welche Symptome treten beim Zahnen auf?

Vor dem Zahnen ist das Kleinkind oft weinerlich, das Zahnfleisch ist geschwollen und gerötet. Die Wangen sind gerötet, das Baby weist einen vermehrten Speichelfluss auf und sabbert zunehmend. Es beginnt, auf Gegenständen herumzukauen, um den entstehenden Zahndruck zu kompensieren. Parallel zum Zahnen können auch Fieber und Verdauungsbeschwerden auftreten.

Was tun bei Schmerzen des Kindes beim Zahnen?

Das Zahnen und der Durchbruch der ersten Zähne bereitet dem Kind oft Schmerzen, weshalb es hilfreich sein kann, eine Zahnfleischmassage des Kindes durchzuführen. Darüber hinaus sollten dem Kind auch Beißringe gegeben werden. Hierbei sollten Silikon-Produkte verwendet werden, die mit Wasser befüllt sind und sich im Kühlschrank kühlen lassen. Kalte Waschlappen können ebenso zur äußerlichen Kühlung verwendet werden. Darüber hinaus können auch in der Drogerie erhältliche Zahnungshilfen und Zahnungsgels genutzt werden.

Warum ist die Pflege der Milchzähne von besonderer Bedeutung?

„Die fallen ja sowieso aus“ ist kein Argument gegen sorgfältiges Putzen der Milchzähne. Milchzähne sind nicht nur zum Kauen nötig, sie haben auch eine wichtige Platzhalterfunktion für die Zähne des bleibenden Gebisses. Geht ein Milchzahn vorzeitig verloren, rücken die Nachbarzähne schon nach kurzer Zeit enger zusammen. Kommen später die bleibenden Zähne, fehlt ihnen sozusagen die Führung. An manchen Stellen finden sie zu viel Platz vor, an anderen zu wenig – die Folgen sind Fehlbiss und Schiefstand, die später kieferorthopädisch korrigiert werden müssen. Im Milchgebiss treten dagegen Probleme mit Zahnfehlstellungen so gut wie nie auf.

Wie erfolgt die zweite Dentition?

Ab dem sechsten Lebensjahr erfolgt der zweite Schritt der Zahnentwicklung. Nun machen die Milchzähne langsam Platz für die Bleibenden. Ihre Zahnwurzeln werden vollständig aufgelöst, und sie fallen aus. Aber bevor der erste Milchzahn locker wird, brechen meist hinter den Milch-Mahlzähnen die ersten Molaren (Backenzähne) durch. Oft werden sie kaum bemerkt oder als verspätete Milchzähne angesehen. Den „offiziellen“ Anfang machen auch beim bleibenden Gebiss wieder die unteren Schneidezähne. Die anderen folgen fast der Reihe nach, allerdings gibt es noch eine Ausnahme: Im Oberkiefer kommen die ersten Prämolaren vor den Eckzähnen.
Die insgesamt acht Prämolaren ersetzen im bleibenden Gebiss die Mahlzähne. Zwei Molaren sowie ein Weisheitszahn kommen auf jeder Seite noch dazu. Der Weisheitszahn lässt sich mit dem Wachsen jedoch oft Zeit bis ins Erwachsenenalter. Das vollständige bleibende Gebiss umfasst dann 32 Zähne.

Welche Probleme sind beim Durchbruch der bleibenden Zähne bekannt?

Im Gegensatz zum Milchgebiss gibt es beim Durchbruch der bleibenden Zähne nicht selten Probleme. Häufig müssen Schiefstand und Fehlbisse (gleiche Zähne in Ober- und Unterkiefer beißen nicht aufeinander) im bleibenden Gebiss korrigiert werden. Die Ursachen können vielfältig sein: Vielleicht fehlt den Zähnen aufgrund vorzeitig verloren gegangener Milchzähne die richtige Führung, vielleicht hat einmal ein heftiger Sturz, die im Kiefer angelegten Bleibenden in Schieflage gebracht, oder der Kieferknochen ist nicht groß genug, sodass sich die Zähne gegenseitig in die Quere kommen.

Dentitionsstörung

Bricht ein angelegter Zahn nicht durch, spricht man von einer Dentitionsstörung oder Retention. Die Ursache ist auch hier meist Platzmangel. Solche retinierten Zähne können sich im Kiefer querstellen, außerhalb der Zahnreihe vorn oder gar im Gaumen durchbrechen. Besonders häufig betroffen sind die oberen Eckzähne, da sie in die Lücke zwischen den bereits vorhandenen bleibenden Eckzähnen und ersten Prämolaren einwachsen müssen.

Wie können Zahnfehlstellungen korrigiert werden?

Bei Jugendlichen können retinierte Eckzähne meist durch eine aufwendige kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange wieder in die Zahnreihe integriert werden. Eine nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung zu tragende Zahnschiene sowie ein eingesetzter Draht, auch Retainer genannt, verhindern, dass sich die Zähne wieder verschieben. Eine Korrektur von Zahnfehlstellungen ist auch im Erwachsenenalter möglich. Unsichtbare Zahnspangen für Erwachsene oder Brackets aus Keramik mit unsichtbaren Drähten ermöglichen hierbei eine ästhetische und zugleich effektive Behandlung.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 22.01.2020 von Autor Dr. Frank Seidel.

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Der Mensch bildet zwei komplette Garnituren von Zähnen aus, die aufeinanderfolgen. In den ersten 2 bis 3 Lebensjahren bildet sich ein Milchgebiss heraus, das etwa ab dem 6. Lebensjahr durch bleibende Zähne ersetzt wird.

Milchzähne

Die Anlagen für die Zähne entwickeln sich schon vor der Geburt im Mutterleib. Ab dem sechsten Monat nach der Geburt brechen die ersten Milchzähne durch, das heißt, sie erscheinen in der Mundhöhle. Bis zum 30. Lebensmonat sind in der Regel alle 20 Milchzähne durchgebrochen. Diese hat das Kind so lange, bis es mit etwa 6 Jahren die ersten bleibenden Zähne bekommt.

Auch wenn die Milchzähne noch einmal ausgetauscht werden, sollten sie gut gepflegt werden: Zum einen sind sie anfälliger für Karies, da ihr Zahnschmelz dünner als bei bleibenden Zähnen ist. Zum anderen ist die Pulpahöhle bei Milchzähnen größer, sie sind also auch empfindlicher.

Unterstützung beim Zahnen

Milchgebiss und Erwachsenengebiss mit Durchbruchszeitpunkten
Gerda Raichle, Ulm

Bei manchen Kindern verläuft das Durchbrechen der Zähne völlig problemlos, andere haben dabei Schmerzen. Eltern können den Prozess durch eine regelmäßige, sanfte Massage der Kiefer mit einer Zahnbürste unterstützen. Auch ein mit Gel gefüllter oder aus weichem Kunststoff hergestellter Beißring kann das Zahnen beschleunigen – das Kind erhält etwas Weiches, auf dem es herumkauen kann, und massiert dabei das Zahnfleisch. Bei starken Beschwerden hilft ein schmerzstillender Saft oder ein gekühlter Beißring. Das Putzen der schon vorhandenen Zähne reduziert die Gefahr von schmerzhaften Entzündungen an den Durchbruchstellen.

Komplementärmedizin: In der Homöopathie haben sich Osanit®-Kügelchen bei zahnenden Kindern bewährt. Sie werden unter die Zunge gelegt und zergehen dort langsam.

Zahnwechsel

Mit etwa 6 Jahren beginnen die Milchzähne nach und nach auszufallen und Platz für die zweiten Zähne, die bleibenden Zähne, zu schaffen. Diese sind seit der Geburt im Kiefer herangereift und erscheinen nun nach und nach. Bei diesem Vorgang wird durch den neuen Zahn die Wurzel des Milchzahns langsam aufgelöst, er fängt an zu wackeln und fällt schließlich aus. Der neue Zahn nimmt seinen Platz ein. Manchmal brechen die neuen Zähne neben den Milchzähnen durch die Mundschleimhaut – in diesem Fall muss der überflüssige Milchzahn entfernt werden.

Als Erstes kommen die unteren Schneidezähne und die so genannten 6-Jahr-Molaren. Sie sind die ersten bleibenden hinteren Backenzähne (die späteren Sechser im Erwachsenengebiss) und übernehmen eine wichtige Aufgabe: Sie stabilisieren die Zähne von Ober- und Unterkiefer zueinander und sorgen für eine gute Bisslage. Die 6-Jahr-Molaren kommen sehr oft unbemerkt hinter den Milchzähnen aus der Mundschleimhaut, da für sie keine Zähne ausfallen müssen. Weil sie so unauffällig auftauchen, verwechseln viele Eltern die 6-Jahr-Molaren mit Milchzähnen und pflegen sie weniger als andere bleibende Zähne.

Als Nächstes folgen die seitlichen Schneidezähne und die Backenzähne. Am Schluss (mit etwa 11–13 Jahren) kommen die Eckzähne und die 12-Jahr-Molaren (Siebener) als zweite Mahlzähne. Sie sind die letzten „normalen“ Zähne, später kommen – wenn überhaupt – nur noch die Weisheitszähne im Alter ab etwa 17 Jahren.

Unterstützung beim Zahnwechsel

Gründliche Reinigung und vorsichtiges Wackeln unterstützen den Zahnwechsel. Bereits gelockerte Milchzähne können durch regelmäßiges, vorsichtiges Wackeln leichter entfernt werden – zum Greifen eignet sich ein trockenes Taschentuch. Gegen Entzündungen und Reizungen helfen Kamillespülungen.

Manchmal sitzt ein ausfallender Milchzahn nur noch ganz leicht im Mund fest, tut aber sehr weh. Dies liegt daran, dass er nur noch wie ein umgedrehter Becher auf dem Zahnfleisch sitzt und mit seinen scharfen Rändern scheuert. Der Übeltäter kann entweder vorsichtig selbst gezogen oder von einem Zahnarzt entfernt werden.

Autoren

Dr. med. dent. Gisbert Hennessen; Thilo Machotta; Dr. med Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am 30.01.2020 um 16:55 Uhr

Die Zahnentwicklung

Die ersten Zähne erscheinen in der Regel zwischen dem sechsten und achten Monat, es sind die Schneidezähne. Danach folgen fast immer ab dem 12. bis 16. Monat die Eckzähne und in mehrmonatigen Abständen die Milch-Mahlzähne hinter den Eckzähnen und zwischen dem 20. und 40. Monat die hinteren Mahlzähne. Ungefähr im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchzahngebiss vollständig.

Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben, unter anderem als Wegbereiter und Platzhalter für die bleibenden Zähne oder für den Spracherwerb.

Zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr vollzieht sich in der Regel der so genannte Zahnwechsel. Das Gebiss setzt sich in dieser Phase aus noch vorhandenen Milchzähnen und aus neu erschienenen bleibenden Zähnen zusammen. Der Wechsel beginnt mit etwa sechs Jahren mit dem „Sechsjahrmolaren“. Danach brechen die vorderen ersten Schneidezähne durch, es folgen die seitlichen Schneidezähne. Ungefähr nach einer einjährigen Pause kommt es zur zweiten Phase des Zahnwechsels: Zwischen dem 9. – 10. Lebensjahr erscheinen Eckzähne und vordere Backenzähne, mit etwa 12 Jahren der zweite bleibende Backenzahn und ab dem 16. Lebensjahr die dritten Backenzähne, die so genannten Weisheitszähne.

Zu einem komplikationsfreien Zahnwechsel kann man unter anderem durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, eine intensive Zahnpflege und bei einem frühen Milchzahnverlust durch Lückenhalter beitragen.

Zahnende Babys und worauf Eltern achten sollten

Wenn Babys mit rund sechs Monaten mit dem Zahnen beginnen, zeigt sich dies oft an geröteten, dickeren Wangen oder dadurch, dass die Kinder unruhig sind und „quengeln“. Unter Umständen haben Sie dabei auch eine erhöhte Körpertemperatur. Diese kann jedoch auch durch eine zufällig mit dem Zahnen zusammenfallende Infektion hervorgerufen sein. Bei Verdacht auf eine Erkrankung sollten Sie daher Ihren Kinderarzt informieren. Manche Säuglinge wiederum haben kaum Schmerzen, wenn ihnen die ersten Zähnchen wachsen.

Sie können Ihrem Kind helfen

Salben aus der Apotheke

In Apotheken erhalten Sie für Babys geeignete Salben, die die Schmerzen beim Zahnen lindern. Fragen Sie bei Bedarf auch nach homöopathischen Mitteln. Mit den Salben wird das Zahnfleisch Ihres Kindes eingecremt. Allerdings sollten sie sparsam und am besten nur abends vor dem Schlafengehen verwendet werden. Erkundigen Sie sich auch bei Ihrem Kinderarzt nach dem korrekten Gebrauch.

Zäpfchen

Nur für den Notfall und in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt sind Fieber- und Schmerzzäpfchen zu empfehlen.

Ohne Medikamente

Sinnvoller als Schmerzmittel ist es in vielen Fällen, wenn Sie Ihr Baby auf den Arm nehmen, es wiegen, beruhigen und anderweitig ablenken.

Beißringe

Babys kauen mit Vorliebe auf Gegenständen herum. Zahnmediziner vermuten, dass dies damit zu tun hat, dass Säuglinge unbewusst ihre Zähne „massieren“, um die Schmerzen abzuschwächen und den Durchbruch der Zähne zu fördern. Dabei kann es jedoch passieren, dass sie sich im Mund verletzen: Manche Gegenstände weisen Kanten auf, darüber hinaus ist Spielzeug gelegentlich nicht farbecht.

Möchten Sie Ihrem Kind helfen, kaufen Sie einen griffigen, leichten Beißring. Bei guten Ringen löst der Speichel keinerlei Farbe ab und sie sind passend abgerundet. Beißringe aus Polyethylen oder Polypropylen können Sie Ihrem Kind bedenkenlos geben. Achten Sie beim Kauf darauf, dass auf der Verpackung die Vermerke „ohne Weichmacher“, „ohne Phtalat“ oder „PVC-frei“ stehen. Lassen Sie sich in der Apotheke oder der Drogerie beraten.

Alternativen zu Beißringen

Ist kein Beißring zur Hand, hilft auch ein Stück Möhre oder eine Brotrinde. Manche Eltern greifen auch zu Veilchenwurzeln, die man in Apotheken erhält. Achten Sie dabei darauf, die Wurzel regelmäßig auszukochen, da sich sonst Bakterien ansammeln.

Die Milchzähne

Aufbau und Entwicklung des Milchzahngebisses

Das Milchgebiss besteht aus insgesamt 20 Zähnen: Im Ober- und im Unterkiefer finden sich jeweils zwei Schneidezähne, zwei seitliche Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Mahlzähne.

Im Alter von ungefähr sechs Monaten erscheinen bei Babys die ersten Zähnchen: In der Regel brechen die Schneidezähne zwischen dem sechsten und achten Monat durch, danach folgen fast immer ab dem 12. bis zum 16. Monat die Eckzähne. Die Milch-Mahlzähne hinter den Eckzähnen folgen zwischen dem 15. und 20. Lebensmonat. Als letzte Zähne des Milchgebisses treten die hinteren Mahlzähne hervor. Für sie ist es zwischen dem 20. und 40. Monat so weit.

Allgemein gilt: Ungefähr im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchzahngebiss vollständig. Die Anlagen für die bleibenden Zähne sind dann ebenfalls bereits vorhanden.

Besonderheiten und Aufgaben der Milchzähne

  • Die wichtigste Funktion ist die Nahrungszerkleinerung.
  • Milchzähne sind Wegbereiter und Platzhalter für die später erscheinenden bleibenden Zähne. Sie füllen den Platz im Kiefer zunächst aus, die bleibenden Zähne können später problemlos durchbrechen. Ist ein Milchzahn beispielsweise überhaupt nicht gewachsen, kann der Durchbruch der bleibenden Zähne zu Schmerzen führen oder es entstehen Engstände. In diesem Fall sollten zum Beispiel so genannte Platzhalter eingesetzt werden, die die Funktion der Milchzähne übernehmen.
  • Muss ein Milchzahn gezogen werden, weil sich eine Karies zu sehr ausgebreitet hat, oder weil das Kind durch z. b. einen Sturz einen Milchzahn verloren hat, wachsen die verbliebenen Milchzähne schief in die entstandene Lücke hinein. So lassen sie keinen Platz mehr für die bleibenden Zähne. Dies kann kieferorthopädische Behandlungen nach sich ziehen. Um dies zu vermeiden, helfen auch hier Platzhalter.
  • Die vorderen Milchzähne erfüllen zusätzlich eine wichtige Funktion beim Spracherwerb des Kindes. Fehlen die Frontzähne, kann das Kind Schwierigkeiten haben, die Zischlaute S, T oder Z zu erlernen.

Zahnwechsel und Wechselgebiss

Der so genannte Zahnwechsel vollzieht sich in der Regel zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr. In dieser Zeit setzt sich das Gebiss sowohl aus noch vorhandenen Milchzähnen als auch aus bleibenden Zähnen zusammen, man spricht vom Wechselgebiss.

Ab unserer Geburt wächst und entwickelt sich unser Körper. Auch die Kieferknochen wachsen mit und das ausgeglichene Verhältnis zwischen Kiefergröße und Zahnzahl und -größe geht verloren. Durch den Zahnwechsel gleicht unser Körper den Platzmangel aus.

Schon von Geburt an sind die bleibenden Zähne mit angelegt und entwickeln sich im Kieferknochen. Ist die Zahnkrone dieser Zähne vollständig ausgebildet, beginnen Zellen mit dem Abbau der Milchzahnwurzeln. Die Milchzähne werden locker und beginnen heraus zu fallen.

Die zeitliche Abfolge des Zahnwechsels

Der Zahnwechsel beginnt mit dem Durchbruch des „Sechsjahrmolaren“ im Alter von etwa sechs Jahren. Er erscheint hinter dem letzten Backenzahn des Milchzahngebisses. Er ist ein so genannter Zuwachszahn, da er keinen Milchzahn ersetzt, sondern einen neu entstandenen Raum einnimmt.

Mit etwa sieben Jahren brechen die vorderen ersten Schneidezähne durch. Sie ersetzen die Milchschneidezähne und werden daher als Ersatzzähne bezeichnet. Es folgen die seitlichen Schneidezähne mit ca. 8 Jahren. Dabei erscheinen die Zähne im Unterkiefer etwas früher als die im Oberkiefer.

Ungefähr nach einer einjährigen Pause kommt es zur zweiten Phase des Wechselgebisses. Zwischen dem 9. – 10. Lebensjahr erscheinen die Eckzähne und die vorderen Backenzähne (Prämolaren). Die Prämolaren ersetzten die Milchbackenzähne. Der zweite bleibende Backenzahn ist wieder ein Zuwachszahn. Er bricht mit ca. 12 Jahren durch und füllt den Raum aus, der durch das Kieferwachstum neu entstanden ist. Ab dem 16. Lebensjahr beginnen die dritten Backenzähne herauszuwachsen. Sie werden wegen ihrer späten Durchbruchszeit auch Weisheitszähne genannt.

Welche Probleme können auftreten?

Die Wechselgebissphase findet in der größten Wachstumsphase des Menschen statt. Viele Faktoren müssen zusammen funktionieren, damit sich ein korrektes bleibendes Gebiss entwickelt. Bei der Wechselgebissphase kann es daher zu Begleitsymptomen, zu Problemen für den bleibenden Zahn und zu Fehlstellungen kommen.

Die Milchzähne erfüllen auch die Aufgabe von Platzhaltern für die später erscheinenden bleibenden Zähne. Kommt es zu einem frühzeitigen Verlust, kann es zu Platzmangel kommen, die ein korrektes Erscheinen der bleibenden Zähne behindert. Platzmangel führt in den meisten Fällen zu Fehlstellungen. Teilweise werden die Zähne auch im Durchbruch behindert und können nicht mit der gesamten Zahnkrone erscheinen.

Manchmal kommt es vor, dass bleibende Zähne nicht erscheinen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Der bleibende Zahn kann zum Beispiel mit dem Kieferknochen verwachsen sein. Häufig sind einzelne Zähne gar nicht erst angelegt. Der Milchzahn kann so nicht ausfallen.

Oft kann es im Bereich an dem der bleibende Zahn erscheint, zu Zahnfleischentzündungen kommen. Besonders der Weisheitszahn ist häufig davon betroffen. Man spricht dann von einem erschwerten Zahndurchbruch.

Wie kann man zum komplikationslosen Zahnwechsel beitragen?

Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen sind in der Phase des Zahnwechsels sehr wichtig. Werden eventuelle Komplikation früh erkannt, können schwerwiegende Folgen für die bleibenden Zähne vermieden werden. Durch die regelmäßige Kontrolle und Röntgen-Übersichtsaufnahmen können Nichtanlagen oder Hindernisse erkannt werden.

Während des Zahnwechsels zwischen dem 6 und 16. Lebensjahr ist eine intensive Zahnpflege wichtig. Dadurch wird das Risiko für eine Karies der bleibenden Zähne verringert und Zahnfleischentzündungen vorgebeugt.

Neben den regelmäßigen Zahnarztbesuchen kann man auch selbst regelmäßig kontrollieren, ob die Zähne zeitgerecht und komplikationslos erscheinen. Vermuten Sie Probleme, sollten Sie in unsere Praxis kommen.

Erscheinen die bleibenden Zähne nicht direkt unter dem Milchzahn, kann dieser in zweiter Reihe verbleiben. Der störende Zahn kann problemlos entfernt werden, um zusätzliche Schmutznischen für Zahnbeläge zu vermeiden. Auch ein sehr früher Milchzahnverlust kann die Wechselgebissphase erschweren und zu Problemen führen. Durch Lückenhalter kann man dazu beitragen, dass es nicht zu einem Platzmangel für die bleibenden Zähne kommt.

Zahnwechsel bei Kindern – so funktioniert er reibungslos

Die Anlagen für die Zähne bilden sich bei Ungeborenen schon im Mutterleib zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche. Später entwickeln sich aus diesen Zahnkeimen erst die Milchzähne, und dann das bleibende Gebiss. Jeder Mensch hat also zwei „Sätze“ von Zähnen. Ein gängiger Mythos ist, dass Sie die Milchzähne nicht unbedingt pflegen müssen, weil sie ohnehin ausfallen und neuer „Ersatz“ kommt. Dies ist jedoch falsch!1,2 Denn geschädigte Milchzähne, etwa durch die Volkskrankheit Karies, können später auch ungesunde, bleibende Zähne bedeuten. So kann der Kariesauslöser – das Bakterium Streptococcus mutans – von den Milchzähnen auf die bleibenden „Beißer“ übergehen. Außerdem sind defekte Milchzähne genauso schmerzhaft wie kaputte, spätere Zähne. Und sie können ihre Aufgaben als Platzhalter für die „Nachkommenschaft“ im Ober- und Unterkiefer nicht ausreichend erfüllen.

Milchgebiss und bleibende Zähne – so viele sind es3

Ein komplettes Kindergebiss besitzt insgesamt 20 Milchzähne – je zehn im Ober- und im Unterkiefer. Pro Kiefer sind es:

  • vier Milchschneidezähne
  • zwei Milcheckzähne
  • vier Milchbackenzähne

Ab dem sechsten Lebensmonat zeigen sich die ersten Babyzähnchen. Etwa bis zum 30. Lebensmonat sind meist alle Milchzähne im Mund durchgebrochen und sichtbar.

Das spätere Gebiss besteht jedoch aus insgesamt 32 Zähnen – jeweils 16 im Ober- und Unterkiefer. Pro Kiefer kommt man auf folgende Zahl:

  • vier Schneidezähne
  • zwei Eckzähne
  • vier kleine Backenzähne
  • vier große Backenzähne
  • zwei Weisheitszähne

So läuft der Zahnwechsel1,2,3

Der Zahnwechsel kann einige Jahre in Anspruch nehmen. Bis der letzte bleibende Zahn durchgebrochen ist, vergehen oft zwei Jahrzehnte. Diese Zeitspanne für den Zahnwechsel ist jedoch individuell sehr verschieden. Mit dem Eintritt in die Schule, also etwa ab dem sechsten Lebensjahr, beginnen die Milchzähne auszufallen. Als erstes sind die Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer dran. Beim Lachen offenbaren Kinder dann ihre Zahnlücken. Dann lockern sich schrittweise die restlichen Milchzähne. Und in dieser Reihenfolge kommen die bleibenden Zähne nach (nur ungefähre Anhaltspunkte):

  • 6 Jahre: erste große Backenzähne – oft bemerken Eltern und Kinder den Durchbruch nicht, weil er hinter den Milchzähnen stattfindet und kein Milchzahn dafür ausfällt.
  • 7 Jahre: mittlere Schneidezähne – jetzt beginnt erst der eigentliche Zahnwechsel; die Milchzahnwurzeln lösen sich auf, die Milchzähne wackeln, fallen aus und ihre Nachfolger rücken nach.
  • 8 Jahre: seitliche Schneidezähne
  • 9 Jahre: Eckzähne und erster kleiner Backenzahn im Unterkiefer
  • 10 Jahre: erster kleiner Backenzahn im Oberkiefer
  • 11 Jahre: Eckzahn und zweite kleine Backenzähne im Ober- und Unterkiefer – der eigentliche Zahnwechsel ist jetzt abgeschlossen
  • 12 Jahre: zweite große Backenzähne (auch hier muss kein Milchzahn weichen)
  • 15 Jahre: die bleibenden Zähne sind komplett sichtbar
  • 18 bis 25 Jahre (oder sogar später): Weisheitszähne, bei manchen sind die Weisheitszähne auch nicht im Kiefer angelegt

Besuchen Sie mit Ihrem Kind in dieser Zeit öfters einen Zahnarzt. Er kontrolliert, ob sich das Gebiss normal entwickelt und kann schnell eingreifen, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll.

Tipps für den Zahnwechsel bei Kindern2,4

Die Milchzähne fallen in der Regel von selbst und ohne Probleme aus. Aber manchmal müssen Sie vielleicht ein wenig nachhelfen, weil ein wackeliger Zahn im Mund sehr unangenehm sein kann. Einige Tipps für den Zahnwechsel:

  • Achten Sie auf eine gründliche Zahnreinigung bei Ihrem Kind. Vergessen Sie vor allem die zuerst erscheinenden großen Backenzähne nicht. Ihr Durchbruch verläuft oft unbemerkt. Und manchmal fällt der lockere Milchzahn schon durch das Zähneputzen aus.
  • Eine zahngesunde Ernährung5 ist ebenfalls wichtig beim Zahnwechsel: Versorgen Sie Ihr Kind ausreichend mit Kalzium (Milch, Milchprodukte, Gemüse, Mineralwasser), geben Sie ihm Nahrungsmittel, die es gut kauen muss (z.B. Vollkornprodukte, Karotten) und sorgen Sie dafür, dass es nicht allzu viel Süßigkeiten nascht.
  • Wackeln Sie an gelockerten Milchzähnen regelmäßig, aber vorsichtig! Waschen Sie sich zuvor gründlich Ihre Hände, sonst bringen Sie eventuell Krankheitserreger in den Kindermund ein. Verwenden Sie ein trockenes Taschentuch, um den rutschigen Zahn besser packen zu können.
  • Manchmal entzündet sich das Zahnfleisch an der Stelle des Zahnwechsels. Dann ist vorsichtiges Putzen wichtig. Zudem lindern Spülungen mit Kamille (Tee, fertige Lösung aus der Apotheke oder Drogerie) Entzündungen und Reizungen im Mund. Im Zweifelsfall fragen Sie den Zahnarzt um Rat.
  • Ein lockerer Zahn kann schmerzhaft sein, etwa wenn die scharfen Kanten am Zahnfleisch reiben. Suchen Sie sicherheitshalber mit Ihrem Kind einen Zahnarzt auf, der ihn professionell entfernt.
  • Auch wenn Milchzähne partout nicht ausfallen wollen, ist ein Gang zum Zahnarzt nötig. Auf einem Röntgenbild erkennt er, ob der bleibende Zahn überhaupt angelegt ist oder sich die Wurzel des Milchzahns nicht auflösen will.

Und zuletzt: Arbeiten Sie beim Zahnwechsel mit Ritualen und spannenden Geschichten. Gut bewährt haben sich Zahnfee und Zahnmaus. Sie kommen nachts, nehmen die ausgefallenen Zähne mit und lassen im Tausch dafür ein Geschenk zurück. Besorgen Sie auch eine hübsche Dose nach dem Geschmack Ihres Kindes, in der es die Milchzähne sammeln kann. So gelingt der Zahnwechsel positiv!

Einzelansicht

Im Alter zwischen sechs und acht Jahren lockern sich mit den mittleren unteren Schneidezähnen die ersten der insgesamt 20 Milchzähne. „Der erste Wackelzahn fällt gleich auf. Meistens haben aber Kinder und Eltern noch gar nicht bemerkt, dass bereits der Sechs-Jahr-Molar mit seiner großen, gefurchten Kaufläche hinter der Milchzahnreihe durchgebrochen ist“, erläutert Dirk Kropp von proDente. Der Backenzahn stabilisiert und erweitert den Seitenzahnbereich des Kindes, in dem die größten Kaukräfte auftreten. Das bleibende Gebiss vervollständigen die zwischen dem 17. und 30. Lebensjahr durchbrechenden vier Weisheitszähne. Unser Gebiss zählt dann insgesamt 32 Zähne. Doch häufig bleiben ein oder mehrere Weisheitszähne ganz oder teilweise im Kieferknochen stecken oder sind gar nicht vorhanden.

Große individuelle Unterschiede

Der Zahnwechsel läuft in zwei Abschnitten ab. In einer ersten Phase – zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr – kommt der erste bleibende Backenzahn und es wechseln alle Schneidezähne oben und unten. Danach schließt sich eine Pause von etwa ein bis zwei Jahren an. In der zweiten Zahnwechselphase wechseln die Zähne der sogenannten Stützzone, das sind die kleinen Backen- und die Eckzähne. Der Durchbruch des zweiten großen Backenzahns schließt die zweite Zahnwechselphase mit 11 bis 14 Jahren ab. Die Wechselzeiten der einzelnen Zähne sind individuell sehr unterschiedlich, daher findet man in Übersichten oft breite Zeitspannen für den Wechsel bestimmter Zähne. Bei „Frühzahnern“ zum Beispiel sind schon mehr Milch- und später auch bleibende Zähne vorhanden, als es dem chronologischen Alter entspricht. „Spätzahner“ hinken bezüglich ihrer Zahnentwicklung ihrem Alter hinterher. 80 Prozent aller Kinder sind „Normalzahner“. Lange bevor die bleibenden Zähne sich durch das Zahnfleisch schieben, hält der Körper sie schon bereit. Sie werden oberhalb der Milchzahnwurzeln im Kieferknochen gebildet, indem die Zähne langsam von der Krone bis zu den Wurzeln ausmineralisieren. Beim ersten bleibenden Backenzahn beginnt dieser Prozess bereits zum Zeitpunkt der Geburt.

Wann kommt welcher Zahn?

  • 6 Jahre: 1. großer Backenzahn (1. Molar oder 6-Jahr-Molar)
  • 6 bis 8 Jahre: mittlere Schneidezähne; als Erstes wechseln die unteren, etwa ein halbes Jahr später die oberen
  • 8 bis 9 Jahre: seitliche Schneidezähne
  • 9 bis 11 Jahre: Eckzahn im Unterkiefer
  • 10 bis 12 Jahre: 1. kleiner Backenzahn (1. Prämolar)
  • 11 bis 13 Jahre: Eckzahn im Oberkiefer und 2. kleiner Backenzahn (2. Prämolar)
  • 12 bis 14 Jahre: 2. großer Backenzahn (2. Molar)
  • 17 bis 30 Jahre: 3. großer Backenzahn (3. Molar oder Weisheitszahn)

proDente visualisiert den Zahnwechsel

Die Initiative proDente e. V. visualisiert den Zahnwechsel in einer übersichtlichen Grafik. Das Zahnwechselschema steht als PDF-Version zum Download oder zum Ausdruck bereit. Zusätzlich gibt es eine animierte Version, die beim Abfahren eines Zeitstrahls mit dem Cursor die in diesem Zeitraum wechselnden Zähne anzeigt.

Zahnwechsel bei Kindern – Von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen

Während des Zahnwechsels lösen sich die Wurzeln der Milchzähne langsam auf, bis die Milchzähne ausfallen. Innerhalb weniger Wochen werden die so entstandenen Lücken im Gebiss durch die bleibenden Zähne gefüllt. Der Zahnwechsel bereitet im Normalfall keine Schmerzen. Kann jedoch, wenn ein Zahn etwas braucht bis er ausfällt, etwas unangenehm werden.

Welche Probleme und Herausforderungen können beim Zahnwechsel auftreten?

Während der Phase des Zahnwechsels kann es zu verschiedenen Problemen mit den bleibenden Zähnen kommen. Zum einen kann es durch zu früh verlorene Milchzähne zu Fehlstellungen sowie bei dem frühen Verlust der Schneidezähne zu einer Sprachentwicklungsstörung kommen. Bei Weisheitszähnen kann es zu einem erschwerten Zahndurchbruch kommen, indem sich das Zahnfleisch entzündet und so Schmerzen auftreten. Wenn Milchzähne nicht ausfallen wollen ist ein Besuch beim Zahnarzt angebracht. Auf einem Röntgenbild wird dann geschaut, ob die bleibenden Zähne schon angelegt sind und ob die Wurzel des Milchzahns noch vorhanden ist oder nicht. Falls sich die Wurzel noch hinter dem Zahn befindet, kann diese den Zahnwechsel blockieren. Wenn die bleibenden Zähne schief wachsen oder Zahn-Anomalien vorkommen oder gelbliche oder braune Flecken auf den bleibenden Zähnen zu sehen ist, sollte ein Zahnarzt kontaktiert werden.

Was können Eltern für einen problemlosen Zahnwechsel tun?

Um einen problemlosen Zahnwechsel Ihres Kindes zu gewährleisten bietet es sich an, regelmäßige Kontrolluntersuchungen während des Zahnwechsels durchzuführen. Denn nur, wenn eventuelle Komplikationen früh erkannt werden, können negative Folgen für die bleibenden Zähne vermieden werden. Zudem sollte das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen durch eine gute Zahnhygiene vorgebeugt werden. Dieses gilt jedoch auch für die richtige Zahnpflege vor und nach dem Zahnwechsel. Falls Sie Probleme vermuten, sollten Sie direkt in unsere Praxis kommen.

Haben Sie weitere Fragen oder suchen Sie nach einem Zahnarzt, der Ihr Kind behandelt? Kontaktieren Sie uns gerne und vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie!

Zahnwechsel – wann müssen die Milchzähne den bleibenden Zähnen weichen?

Im frühen Kindesalter quälen wir Menschen uns zunächst mit dem Durchbruch der Milchzähne herum. Diese verrichten ihren Dienst allerdings nur bis zu einem Alter von 6 bis 11 oder 12 Jahren. In dieser Zeit erfolgt dann der Zahnwechsel zu den bleibenden Zähnen. Doch wann kommen, welche bleibenden Zähne durch?

Vordere Backenzähne machen den Anfang unter den zweiten Zähnen

Die vorderen großen Backenzähne erscheinen bereits bevor der erste Milchzahn ausfällt. Im Alter von 6 Jahren brechen diese als erste bleibende Zähne durch. Diese sogenannten „Sechser“ (sechste Position ausgehen vom mittleren Schneidezahn gezählt) sitzen weit hinten in der Mundhöhle und stellen breite Mahlzähne dar. Für diese Zähne gibt es allerdings kein Pendant im Milchgebiss, so dass kein Milchzahn herausfallen muss. Häufig bemerken Kinder und Eltern nicht einmal, wann sie kommen. Um einen gleichmäßigen Kieferaufbau zu gewährleisten, sind die Backenzähne allerdings sehr wichtig und sollten darum auch besonders gut gepflegt werden.

Wann kommen die nächsten bleibenden Zähne und welche sind es?

Kurze Zeit später, spätestens bis zum 8. Lebensjahr, verlieren Kinder zunächst die mittleren Milchschneidezähne und dann die seitlichen. Wann kommen dann die neuen? Ganz einfach, der Zahnwechsel von Milch- zu bleibenden Zähnen geht Hand in Hand. Im Normalfall verdrängen die neuen Zähne nach und nach die Milchzähne von ihrem Platz. Der Zahnwechsel dauert in dieser Form bis zirka zum zwölften Lebensjahr. In dieser Zeit lösen sich die Wurzeln der Milchzähne langsam auf, bis die Milchzähne von ganz allein ausfallen. Innerhalb weniger Wochen werden die so entstandenen Lücken im Gebiss durch die bleibenden Zähne gefüllt.

Die letzten des bleibenden Gebisses – die hinteren Backenzähne

Die sogenannten „Siebener“ stellen die Mahlzähne im hinteren Bereich der Mundhöhle dar. Diese zweiten großen Backenzähne brechen zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr durch. Ebenso wie bei den vorderen großen Backenzähnen sind an deren Stelle keine Milchzähne vorhanden, so dass der Durchbruch nicht merklich geschieht. Damit ist das bleibende Gebiss nun erstmal mit 28 Zähnen komplett.

Wann kommen die Weisheitszähne?

Die Weisheitszähne zählen nicht wirklich zum regulären Gebissaufbau, da nicht jeder Mensch welche bekommt. Die sogenannten „Achter“ sind eine zusätzliche Verstärkung des Gebisses, in dessen Genuss die meisten Menschen erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres kommen. Da die Weisheitszähne eigentlich nicht sein müssten, bereiten sie manchen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen. Häufig reicht der Platz im Kiefer nämlich nicht wirklich aus. Um späteren kieferorthopädischen, chirurgischen und kariesbedingten Problemen vorzubeugen, werden diese bleibenden großen Backenzähne daher in vielen Fällen vorsorglich entfernt.

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