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Wie kann ich mein Kind in Mathe fördern? 12 Tipps, wie Kinder besser rechnen

„Wie kann ich mein Kind in Mathe fördern?“ – 12 einfache Tipps

Mathematik ist das meist nachgefragteste Nachhilfefach in Deutschland. Deshalb drehte sich an unserem siebten Elternabend im Netz alles um das Thema „Angstfach Mathe“. Dabei haben wir die ExpertInnen natürlich gelöchert und nach konkreten Tipps gefragt. Herausgekommen sind zwei Mal sechs Tipps, für die Sie selbst kein eigenes Mathewissen brauchen. Denn die wichtigsten Hebel bei Kindern und Rechnen sind eine gesunde Portion Selbstbewusstsein gepaart mit einer positiven Einstellung. Pippi Langstrumpf lässt grüßen.

12 Tipps, wie Kinder (nicht nur in der Grundschule) besser rechnen lernen

Folgende Inhalte warten auf Sie:

Tipp 1: Kind in Mathe durch positive Haltung fördern
Tipp 2: Motivation für Mathe über Bücher und Alltagsmathematik schaffen
Tipp 3: Rechnen mit Bewegung verbinden
Tipp 4: Kindern Erfolgserlebnisse beim Rechnen verschaffen
Tipp 5: Angst vor Noten nehmen
Tipp 6: Ursachenforschung als Ausgang für gezielte Förderung in Mathe
Tipp 7: Extra-Tipp für Rechenschwäche
Tipp 8: Druck aus „Aufgabenberg Mathe“ nehmen
Tipp 9: Gruppenarbeiten zwischen Kindern stärken
Tipp 10: Kinder beim Rechnen zur Selbsthilfe erziehen
Tipp 11: Wenn Hilfestellung, dann beim Herleiten unterstützen
Tipp 12: Textaufgaben bewältigen

Tipp 1: Kind in Mathe durch positive Haltung fördern

Mathe ist schwierig, voll langweilig und, wenn überhaupt, nur etwas für Jungs – in Deutschland ist diese Haltung meist Tagesordnung. Einer der wichtigsten Schritte in Richtung Mathespaß und gute Noten ist deshalb eine positive Grundeinstellung in der ganzen Familie. Eltern können dabei mit einfachen Mitteln die Faszination Mathe erlebbar machen: Zum Beispiel mit Filmen wie „A beautiful mind“ und „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.

Generell: Zeigen Sie Ihrem Kind die kreativen Facetten von Mathematik, zum Beispiel indem Sie gemeinsam geometrische Formen malen und dabei erklären. Oder Rechnen lernen in der Grundschule, wie das Einmaleins, ist viel spannender in einer gesungenen Version, zum Beispiel mit Hilfe von Nena. So fördern Sie Ihr Kind nahezu automatisch in Mathe, da es erlebt, dass Mathematik nicht nur ein reines „Lernfach“ ist, sondern große Abwechslung bieten kann.

► Spielerisch Mathe lernen

Extra-Tipp: Gerade wenn Sie selbst mit Mathe eher auf dem Kriegsfuß stehen, entdecken Sie mit Ihrem Kind gemeinsam die Materie und vermeiden Sie Aussagen wie „Ich habe Mathe schon immer gehasst“.

Tipp 2: Motivation für Mathe über Bücher und Alltagsmathematik schaffen

Kinder lernen am besten, wenn sie sich für etwas interessieren und die Materie für sich entdecken WOLLEN. Versuchen Sie es deshalb doch einmal damit, ihr Kind im Rechnen zu fördern, indem Sie der Mathematik ganz natürlich und lebendig im Alltag begegnen.

Mathe steckt im Backen (wie viel sind 1/8 Liter Wasser), im Einkaufen (wieviel Wechselgeld bekomme ich), im Fußball (Winkel vor dem Torschuss abschätzen), im Youtbube-Star-Dasein (wieviel verdiene ich pro Klick) oder auch in interaktiven Ausstellungen wie dem Mathematikum gibt es Mathe zum Anfassen. Und in den Büchern oder Hörspielen von Albrecht Beutelspacher WOLLEN Kinder Rechenrätsel unbedingt lösen – vielleicht mit Hilfe der ganzen Familie.

  • Christian und die Zahlenkünstler: Ein Mathe-Krimi
  • Wie man durch eine Postkarte steigt: … und andere spannende mathematische Experimente
  • Warum Kühe gern im Halbkreis grasen

Zusatztipp: Kindgerecht aufbereitete (Online-)Lernhilfen wie die scoyo Lernwelt fordern Kinder in multimedial aufbereiteten Alltagsgeschichten ebenfalls auf eine sehr zugängliche Art in Mathe – wer hilft dem netten Hotelangestellten nicht gerne beim Organisieren der Koffer oder überzeugt in der Mathe-Quizshow? Sehen Sie selbst! ( ↪️ Für eine optimale Nutzung mobil bitte ins Querformat drehen 👍 Die Aufgabe stammt aus der zweiten Klasse. Mehr Übungen können Sie mit Ihrem scoyo Testaccount entdecken)

Tipp 3: Rechnen mit Bewegung verbinden

Kinder bewegen sich gerne! Warum also den Spaziergang, ein Laufspiel oder Treppensteigen nicht mit Zählen, multiplizieren, addieren, subtrahieren oder dividieren verbinden? Zum Beispiel: Bei jedem Schritt 3 aufrechnen. Wichtig dabei ist es, die Rechenarten zu mischen. Also nach 5 Minuten bei jedem Schritt 4 subtrahieren/ dividieren. Oder anspruchsvoller: Einen Ball hin-und herwerfen und beim Abwerfen den Kindern eine Rechenaufgabe stellen. Beim Fangen muss das Ergebnis laut gerufen werden.

Mathe- und Bewegungsförderung in Einem: Verbinden Sie den nächsten Spaziergang einfach mit einem Mathe-Spiel | © .com

Tipp 4: Kindern Erfolgserlebnisse beim Rechnen verschaffen

Demotivierte Schüler und schlechte Noten sind häufig vor allem das Erzeugnis aus dem Teufelskreis „Unverständnis/schlechte Noten = Misserfolg –> wenig Selbstbewusstsein/Demotivation –> Unsicherheit/Angst –> schlechte Noten – …“

Diesen Zirkel können Sie ganz einfach durchbrechen, indem Sie Erfolgserlebnisse schaffen. Das fängt damit an, greifbar zu machen, welche Rolle die Mathematik im Alltag und der Welt spielt. (siehe Punkt 1 & 2). Auch Belohnungen können motivieren, doch es müssen nicht unbedingt materielle Belohnungen sein: Virtuelle Lernspiele und -Apps bieten eigene Belohnungssysteme, wie spannende Geschichten oder freischaltbare Kleidungsstücke für selbst erstelle Avatare.

Ebenfalls hilfreich ist es, dem Kind aufzuzeigen, was es schon alles kann und geschafft hat.

Tipp: In der scoyo Lernwelt können die Kinder in der „Kachelansicht“ sehen, welche Themen sie bereits wie gut erarbeitet haben.

Tipp 5: Angst vor Noten nehmen

Ist der Teufelskreis erst einmal durchbrochen, kommt die Motivation und Sicherheit in puncto Mathematik fast von ganz allein | © diego cervo\fotolia.com

Oft hängt Angst vor Mathe auch unmittelbar mit dem Negativerlebnis „schlechte Note“ zusammen. Dann entsteht der oben beschriebene Teufelskreis und der Druck wächst. Eltern sollten Kinder bei schlechten Noten deshalb nicht schimpfen. Besser: Im Gespräch mit der Lehrkraft Kompetenzen und Defizite des Kindes genau analysieren und das Kind dann ganz gezielt in Mathe fördern. Auch hier ist es wieder wichtig, Erfolgserlebnisse zu schaffen und dem Kind zu zeigen, was es schon super kann.

► So reagieren Eltern gut auf Noten

► Lernfrust überwinden: So können Eltern helfen

Tipp 6: Ursachenforschung als Ausgang für gezielte Förderung in Mathe

Es gibt vielfältige Gründe für demotivierte Mathe-Schüler, auch abseits des Fachs | © andy_di\fotolia.com

Speziell im Schulkontext können Sie Ihr Kind im ersten Schritt vor allem fördern, wenn Sie (im besten Fall gemeinsam mit Ihrem Kind und der Klassnlehrkraft) analysieren, woran es bei Ihrem Kind beim Rechnen genau hapert. Denn die Ursachen für demotivierte Schüler und schlechte Noten können sehr vielseitig sein und müssen nicht unbedingt an Defiziten im Fach selbst liegen (möglich auch Probleme mit der Lehrkraft, Ärger mit MitschülerInnen, allgemeiner Schulstress, …)

Wenn wirklich die Mathematik selbst der Schwachpunkt ist, setzt eine nachhaltige Mathe-Förderung bei den Stärken und Schwächen an und trainiert beides. Über die Stärken werden Erfolgserlebnisse geschaffen, sodass ein Kompetenzgefühl erlangt wird. Dann klappt es auch mit dem ungeliebten Stoff, der mit gestärktem Selbstbewusstsein trainiert wird.

► Selbstbewusstsein bei Kindern stärken

Tipp 7: Extra-Tipp für Rechenschwäche

Kinder lernen schon in der Grundschule die Grundlagen des Rechnens. Das „Zahlen zerlegen“ zählt laut den Mathe-Didaktik-Expertinnen Ladel und Plüskow zu den essenziellen Weichen für ein Gelingen in den höheren Stufen. Der weiterführende Mathelehrstoff baut auf eben diesen Grundlagen auf und somit ist ein Verständnis für diese grundlegenden Mechanismen essenziell.

Manchen Kindern erscheinen Zahlen allerdings lediglich als Symbole, nicht aber als verwendbare Maßeinheiten. Grund hierfür ist in keinem Fall ein geringer IQ, sondern eine (temporäre) Teilleistungsschwäche, im Volksmund auch oft „Dyskalkulie“ genannt. Diese Entwicklungsstörung macht Betroffenen das Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren schwer. Wer den Verdacht hat, dass das eigene Kind eine Rechenschwäche entwickelt, sollte sofort handeln. Und auf keinen Fall das Kind als unheilbar behandeln. Vielmehr ist es bei gravierenden Verständnisproblemen beim Rechnen wichtig, offen auf die Lehrkraft zuzugehen. Durch eine frühzeitige Diagnose und individuelle Lernförderung (in Form von einer Förderschullehrkraft) und außerschulische Unterstützung (z.B. dem schulpsychologischen Dienst) können (temporäre) Teilleistungsschwächen, alias Dyskalkulie, gut aufgefangen werden.

► Wenn Zahlen keinen Sinn ergeben: Wie Rechenschwäche bei Kindern begegnen?

► Lernschwächen bei Kindern – Was Eltern wissen müssen

Tipp 8: Druck aus „Aufgabenberg Mathe“ nehmen

Wir kennen das von uns selbst: Wenn der Aufgabenberg schier unüberwindbar ist und die Erfolgserlebnisse ausbleiben, setzt mindestens Demotivation, wenn nicht Panik ein. Sind die Mathe-Hausaufgaben jedes Mal wieder ein großer Streitpunkt, kann eine individuelle Absprache mit der Lehrkraft Abhilfe schaffen. Zum Beispiel, indem das (Haus-)Aufgabenpaket für eine Zeit lang kleiner geschnürt wird. Erfährt Ihr Kind das positive Erlebnis, die Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen, ändert sich auch die Haltung und das Selbstbewusstsein Ihres Kindes gegenüber dem Rechnen.

Auch im Unterricht kann sich schnell ein „Themenberg Mathe“ aufbauen – wenn sich ein Kind im Unterricht eher schlecht konzentriert, oder bei sehr umfangreichen Themen die Übersicht verliert. Dann kann es helfen, sich die betroffenen Themen noch einmal übersichtlich aufzuschreiben. Das ‚Cluster-Verfahren‘ zum Beispiel erleichtert eine übersichtliche Auflistung der wichtigen Punkte: In einer Art Mind Map werden Assoziationsketten erstellt und zeigen den Zusammenhang verschiedener Teilschritte nach dem Motto „was muss wann getan werden?“. Unüberwindlich scheinende Hürden werden dadurch in ihre einzelnen Bestandteile zersetzt und sind für das Kind übersichtlicher und leichter zu managen.

► Lerntechnicken: für jedes Fach die passenden Kniffe

► 5-Tage-Lernplan für die Vorbereitung auf Schulaufgaben (gratis Download)

► Schritt für Schritt Konzentration bei Kindern fördern

► Konzentration steigern: Nahrung fürs Gehirn

Tipp 9: Gruppenarbeit zwischen Kindern stärken

Gruppenarbeiten machen es gleich viel angenehmer, sich durch die Matheaufgaben zu kämpfen | © Christian Schwier\fotolia.com

Kinder empfinden das Rechnen oder Mathe oftmals als langweilig, weil es viel um stures Aufgabenabarbeiten geht. Spaß und Kreativität – Fehlanzeige. Gruppenarbeiten mit anderen Kindern fördern in Mathematik nicht nur Spaß und Abwechslung, sondern auch das Aufgabenverständnis und die Problemlösungskompetenz in der Gruppe. Denn Kinder erarbeiten sich dann die Lösungswege kommunikativ – und auch kreativ. Dann ist es weniger Mathe, als Knobeln mit einem Freund. Warum also nicht einmal den Freund schon zur Hausaufgabenzeit einladen?

Tipp 10: Kinder beim Rechnen zur Selbsthilfe erziehen

Auch wenn Sie Ihrem Kind liebend helfend unter die Arme greifen und schnell selbst das Ergebnis errechnen würden: In der Schule und in der Klassenarbeit sitzen Sie auch nicht unterstützend neben Ihrem Nachwuchs. Stehen Sie aber zu Hause jederzeit zur Verfügung, verlässt sich Ihr Kind auf Ihre Rückendeckung, anstatt aus eigener Kraft nach der Lösung zu suchen. Besser deshalb: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Auch wenn es schwer fällt, geben Sie Ihrem Kind lieber einen angemessenen Zeitrahmen zum Lösen der Hausaufgaben (oder einer Aufgabe) vor und gehen Sie im Anschluss den Lösungsweg gemeinsam durch. Das hilft den Kids nachhaltig und erzieht sie gleichzeitig zur Selbständigkeit. Außerdem lernt Ihr Kind, mit einer vorgegebenen Zeit zu haushalten.

Tipp 11: Wenn Hilfestellung, dann beim Herleiten unterstützen

Unterstützen Sie Ihr Kind beim selbstständigen Erarbeiten des Lösungsweges | © UBER IMAGES\fotolia.com

Will es partout nicht klappen mit einer Aufgabe, lernt Ihr Kind am meisten, wenn es versteht, was zu tun ist. Diktieren Sie also nicht einfach nur die Lösung, sondern setzen Sie sich gemeinsam mit dem LösungsWEG auseinander. Dabei können Sie Ihr Kind in Mathe am besten fördern, wenn Sie es Schritt für Schritt beim Herleiten des Ergebnisses unterstützen. Bei der Aufgabe 23-13 hilft es beispielsweise, die Rechenaufgabe in 23-3-10 zu zerlegen. Zeigen Sie Ihrem Kind die Zusammenhänge zwischen den Rechenarten auf. Zum Beispiel auch: Wer 4+3 rechnen kann, kann auch die Aufgabe 7-4 lösen.

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Hallo Mami0107!
Schön, dass Du Dich mit Deiner Sorge hier an uns wendest!
Ich werde mich bemühen, Dir ein wenig zu helfen und teile Dir hier meine Erfahrungen gerne mit! Ich habe eine Tochter in der 2. Klasse und einen Sohn in der Ausbildung und hatte mit reichlich Schwierigkeiten wegen der Schule bei beiden zu kämpfen. Ich glaube, ich verstehe Eure Situation gut.
Hier meine Tips und Erfahrungswerte:
Es ist kaum zu glauben, wie die Lehrer heutzutage sich selbst und somit die Kinder unter Druck setzen! Lass das nicht zu, dass die Lehrerin dies bei Deinem Sohn macht!
Erstmal vorweg, von der 1. bis zur 4. Klasse darf kein Kind „Sitzenbleiben“. Nur mit Deiner Zustimmung darf die Lehrerin Deinen Sohn in der Grundschule eine Klasse wiederholen lassen und nur freiwillig!
Wegen Mathe ist das überhaupt kein Grund dies schon in der 1. Klasse zu tun! Total nicht zu verstehen! Klares: NEIN! Lass das nicht zu!
Wegen Deutsch schon eher zu verstehen, aber auch hier muss man das sehr gut abwägen, da die Kinder, wenn es keine Doppelklassen sind (1. & 2. / 3. & 4. Klasse zusammen),Ihre Klassenkameraden verlieren und das ein Kind sehr schocken kann!
Ich bin genau Deiner Meinung, dass die Lehrerin nach 3 Monaten sich nicht erlauben darf, so eine Einschätzung zu geben. Das ist einfach unverschämt und total verfrüht. Ich behaupte sogar, dass dies total unpädagogisch ist!
Kinder lernen unterschiedlicih schnell, gleich wie intelligent sie sind! Denn jedes Kind hat seinen speziellen Lerntyp. Es klingt, als wenn Dein Sohn eben ein sehr genauer Lerntyp ist und da ist langsames rechnen normal und wichtig! Die Schnelligkeit kommt über die Jahre meistens von alleine, wenn man das Kind nicht von Anfang frustriert und zuviel verlangt.
Das Schulgesetz besagt: Kinder müssen „individuell gefördert“ werden. Das bedeutet, dass man das Individium Kind erstmal besser kennen lernen muss, was nach 3 Monaten noch nicht gegeben ist.
In der Montessori Pädagogik hat man erkannt, dass ein Kind sich die Zeit, wann es Mathe oder Deutsch lernen möchte, selber aussucht! Irgendwann macht es Klick und das Kind kann es von heute auf morgen besser! Also Geduld ist offensichlich eine immer mehr mangelnde Tugend bei den Lehrern.
Außerdem: Ein Kind was eingeschult wird, braucht mindestens 3 Monate, bis es sich an den neuen Alltag gewöhnt hat und daher sollte man einem Kind seine Gewohnheiten, hier das Zählen mit den Fingern, nicht verbieten. Dein Sohn ist doch nicht in der 5. Klasse, sondern erst in der 1. Klasse.
Kinder dürfen normalerweise im 1 Jahr noch die Finger als „Hifsmittel“ nehmen, das ist vollkommen in Ordnung. Man sollte dem Kind das langsam umgewöhnen, aber doch nicht mit einer so Hauruck-Methode. Es kann sein, dass dadurch Dein Sohn nun eine Rechenblockade hat. Es war richtig, dass Du Deinem Sohn das Rechnen mit den Fingern erlaubt hast.
Das Dein Sohn das so partout aber ablehnte, deutet darauf hin, dass die Lehrerin Deinem Sohn mit irgendetwas gedroht hat. Das ist nur eine Vermutung, wohlgemerkt, aber das ist sehr seltsam. Er scheint Angst zu haben … wie soll ein Kind so dann lernen können??
Die Lehrerin ist hier übermotiviert und es ist eben nur „Ihre Meinung“, dass ein Kind nicht mehr mit den Fingern rechnen sollte. Das verläuft sich meistens im 1. Jahr von allein, wenn die Kinder immer sicherer im Rechnen werden.
Ein Kind, dem man seine Gewohnheiten von heute auf morgen verbietet, setzt man dadurch manchmal auch eine Blockade, da das Gehirn ja erst neue Nervenverbindungen aufbauen muss, damit es ohne Finger klappt.
Daher versteht nun Dein Sohn das mit dem Weiterzählen nicht, denn die Brücke wurde nicht gebaut, die Dein Sohn gebraucht hätte! Und die Basis dieser Brücke ist ZEIT, die die Lehrerin ihm nicht gegeben hat.
Ich würde der Lehrerin umgehend nicht mehr erlauben, Deinen Sohn so unter Druck zu setzen. Sprüche wie: Wir wissen was wir tun… und … Vertrauen sie uns… darauf habe ich mich früher auch verlassen und am Ende des Liedes hatte mein Sohn eine Schulphobie und noch Schlimmeres ….
Wir Mütter dürfen uns von den Lehrern nicht entmündigen lassen!
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber ich möchte Dir empfehlen, dass Du Dich ab sofort nicht mehr so von der Lehrerin verunsichern lässt.
Was heutzutage von den Kindern schon in der 1. Klasse abverlangt wird, finde ich nicht mehr kindgerecht. Da soll das Kind schon bei der Einschulung am besten schon Rechnen und Lesen können …. Früher hat man das noch in der 1. Klasse erst langsam gelernt …
Das ist eine ungute Entwicklung, gegen Du als Mutter konkret was machen kannst, in dem Du zum Beispiel in den Elternrat gehst und solche Extreme ansprichst.
Außerdem würde ich Dir empfehlen Dein Kind eben nicht sofort zu therapieren, nur weil die Lehrerin hier offensichtlich schon zuviel von Ihren Schützlingen verlangt, sondern lieber die Lehrerin bitten, Deinen Sohn einfach mehr Zeit zu geben!
Es ist die Grundschule, erst 1. Klasse, wo Kinder noch spielen sollen und nicht wie Erwachsene behandelt werden sollten, sondern wie Kinder!
Frage mal nach, ob die Lehrerin eine Grundschullehrerin ist oder aus einer höheren Schule (5. Klasse oder höher) kommt, denn das klingt so, als wenn sie früher höhere Klassen unterrichtet hätte.
Informiere Dich, ob es in Deiner Umgebung Privatschulen gibt. Für Deinen Sohn wäre eine Waldorfschule gut, denn dort lassen Sie den Kindern die Zeit, die sie brauchen, um das zu lernen, was sie sollen, wenn sie soweit sind. Auch bei einer Montessori-Schule ist das gegeben.
Ansonsten darfst Du der Lehrerin auch Vorgaben machen, nicht nur die Lehrerin Dir! Du darfst sagen: Nein, Frau …., mein Kind darf noch mit den Fingern rechnen! Auch in der Schule! … Punkt …. Sagen wir bis Ende 1. Halbjahr und dann können wir nochmal sprechen! Machen wir es so! Und dann das Gesprächsthema beenden!
Hier könntest Du zum nächsten Thema übergehen und fragen, was macht denn mein Sohn besonders gut?
In der ersten Klasse sollte man erstmal das, was ein Kind gut kann, besonders fördern! Damit es Selbstvertrauen bekommt! Zum Ende der 1. Klasse beginnt man erst für gewöhnlich mit besonders fördernden Maßnahmen in den Bereichen, wo das Kind nun offensichtlich Schwierigkeiten hat.
Nach 3 Monaten kann man noch nicht sagen, dass ein Kind eine besondere Schwäche hat, es sind nur Tendenzen, nicht mehr!!!!!!
Meiner Tochter, die übrigens hochbegabt ist, hat man nachgesagt, sie hätte eine Lese-Rechtschreib“schwäche“. Da ich sie die 1. Klasse selber unterrichtet habe, wusste ich sofort, dass das nicht stimmt. Sie hat sich einfach für Deutsch noch nicht interessiert. Als dann Ihre Zeit gekommen war, wo es interessant wurde, hat sie so schnell alles gelernt und ist nun eine der Besten in Deutsch! Also nie war es LRS, sie hat sich nur etwas später für Deutsch geöffnet!
Und Mathe?: Sie ist nun in der 2. Klasse und macht aber Mathe bei der 4. Klasse mit. Und dreimal darfst Du raten, wie sie bis Ende der 1. Klasse gerechnet hat?
!!!!!!!!! „“““Mit den FINGERN““““ !!!!!!!!!
Ich hätte noch einen Tip für Dich! Beende das „Lernen“ Zuhause in Mathe. Sondern „Erlebe“ mit Deinem Sohn Mathe!
Spiele zum Beispiel mit ihm Mau Mau. Bei jedem neuen Spiel fangt ihr mit einer Karte mehr an (normal sind ja 7 Karten). Bis ihr den 10-er überschreitet. Dein Sohn wird nun von alleine lernen weiter zu zählen!
Oder so: Kaufe einen Sack voll Äpfel. Lege nun 10 Äpfel auf den Tisch. Dann lege noch 6 Stück extra hin. Nun soll er erst die 10, dann die 6 Äpfel zählen.
Schreibe das Ergebnis nun groß auf ein Blatt.
Streiche die Null durch und setze einen Pfeil von der 6 über die Null und sage: „10 Äpfel plus 6 Äpfel sind 16 Äpfel. Du ersetzt nach der 10 die Null einfach durch die Einer. Hier die 6.“
„Also 10 Äpfel plus 1 Äpfel sind 11 Äpfel.“
„10 Äpfel plus 2 Äpfel sind 12 Äpfel.“
Das kannst Du ihn auch mit den Äpfel nachlegen und zählen lassen!
Dann: “ 10 Äpfel plus 3 Äpfel sind …“ jetzt lässt Du ihm die Antwort sagen! Ich wette er sagt sofort 13!
Alles vorausgesetzt, dass er die Zahlen von 11 bis 20 schon kennt und auch lesen und schreiben kann! Wenn er die Zahlen aber noch nicht kennt, dann kann er ja nicht wissen, welche Zahlen folgen …. finde also das erstmal heraus! Denn wenn nicht, dann ist das eine grobe Nachlässigkeit der Lehrerin!
Dein Sohn nimmt die Finger, also ist er ein Bildermensch! Daher nehme immer Dinge aus dem Leben, um ihm das Rechnen beizubringen und verbinde dann dies mit den Zahlen …. Und bitte, nicht jeden Tag üben! Er braucht auch mal Erholung von Mathe …
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und habe Dir Mut gemacht!
Wie gesagt, fordere von der Lehrerin, dass Sie mehr Geduld haben soll und Deinen Sohn nicht so überfordern soll und sage ihr zum Beispiel: „Ich weiss, mein Sohn ist ein ganz Genauer. Er wird alles lernen, nur eben mit seiner gewählten Zeit! Sie sind verpflichtet, meinen Sohn individuell zu fördern, als geben Sie ihm die Zeit, die er braucht!“ … Wieder Punkt…. keine weitere Diskussion zulassen!
Herzliche Grüße und Alles Liebe
Scheckerin

Tips und Erfahrungenswerte sind immer individuell und sehr subjektiv. Bei mir kommen diese immer von Herzen. Also bitte nehmt eine Aussage, die Euch nicht so zusagt, nicht so persönlich, sondern als das, was es ist: eine „mögliche“ Hilfestellung! Meine Beiträge sind oft 1 – 2 Stunden intensiv durchdacht und bearbeitet. Danke für Euer entgegengebrachtes Vertrauen! Viel Erfolg und alles Gute für Eure Zukunft und das Eurer Kinder!

Zehnerübergang Plus in 10 Minuten gelernt…!

Wie rechnen Sie?

Ist die Plusaufgabe 7 + 9 schwierig zu rechnen für Sie als Erwachsener? Sicher nicht! Mit großer Wahrscheinlichkeit kommen Sie auch sofort auf das richtige Ergebnis! Ist doch einfach…

Die Frage ist allerdings, WIE Sie den Zehnerübergang errechnet haben. Auswendig gewusst? Oder doch gerechnet? Wie genau? Zur 7 noch 3 dazu und dann den Rest, oder zur 9 noch 1 dazu und dann den Rest?

Oder 5 + 5+ 2 + 4?

So einfach ist es also doch nicht. Für viele Kinder ist der Zehnerübergang schwierig. Und in der Schule ist es mittlerweile so, dass der Zehnerübergang teilweise gar nicht mehr thematisiert wird. In der Hoffnung, dass dann weniger Probleme entstehen.

Was genau ist das Problem?

Der Unterschied zwischen Kindern (oder Erwachsenen) ohne Probleme beim Zehnerübergang und Kindern mit Problemen liegt allein an diesen zwei Voraussetzungen:

  1. Sie zählen nicht weiter, sondern rechnen mit Strategie (so wie Sie als Erwachsener das tun)!
  2. Sie verstehen, was sie tun. Bedeutet: Sie haben verstanden, dass bei 10 die Stelle wechselt!

Da wir aber nur 10 Finger haben, verrechnen sich viele Kinder und kommen auf völlig falsche Ergebnisse. Wie ärgerlich! Das Kind bemüht sich, verbraucht viel Energie und Denkleistung und am Ende hat es die Aufgabe falsch gelöst… Das motiviert nicht wirklich!

Damit das nicht passiert, erhalten die Kinder in der Schule (oft auch Zuhause) ein Hilfsmittel als sog. Rechenhilfe, an der sie dann die Aufgabe auch wieder zählend lösen können (z.B. Rechenkette). Diese Hilfe ist aber nicht wirklich hilfreich, sondern führt immer tiefer in die Sackgasse des Zählens!!! (siehe Punkt 1 beim Thema Unterschied) Und vor allem: Die Kinder verstehen nicht, was sie tun (siehe Punkt 2 beim Thema Unterschied)!

Wird der Zehnerübergang also gar nicht wirklich gelernt, sondern nur das Weiterzahlen geübt, wird das das Kind nicht verstehend rechnen können. Überhaupt ist es schwierig, den Zehnerübergang zu verstehen, wenn kein Mengenverständnis vorhanden ist.

So fangen Sie an…!

Mit dem strukturierten Material aus dem Würfelhaus-Konzept und der passenden Anleitung am Kind kann jedes Grundschulkind den Zehnerübergang innerhalb von 10 – 15 Minuten sowohl verstehen als auch richtig rechnen lernen!

Einstieg ins Thema

So legen Sie die Aufgabe zu Beginn hin.

Üben Sie mit dem Kind die Würfelbilder bis 10. Das Kind sollte jede Menge schnell erkennen können ohne abzuzählen. Wie? Holen Sie sich hier mein Report: “Rechnen geht auch ohne Finger”!

Legen Sie die zwei Zahlen (z.B.) 7 + 9 z.B. mit Plättchen (einfarbig!) als Würfelbilder auf den Tisch. Achten Sie darauf, dass die zwei Bilder nicht so dicht aneinander liegen.

Stellen Sie die Ausgangsfrage: “Stell dir vor, du hast 7 Bonbons und ich hab 9. Wie kannst du herausfinden, wie viele wir zusammen haben?”

Das Kind wird jetzt eine Lösung präsentieren, diese kann ganz unterschiedlich aussehen. Wahrscheinlich ist das Ergebnis aber nicht richtig oder eben einfach ausgezählt.

Jetzt klären Sie mit dem Kind, dass es wichtig ist – wenn es so viele einzelne Bonbons sind, nämlich mehr als 10 – 10er zu bilden. Zeigen Sie ihm dazu einen fertigen Zehner als Würfelbild.

Fragen Sie das Kind: “Was meinst du, bei welche Zahl ist es für dich einfacher eine 10 zu machen? Bei der 7 oder bei der 9?” Wenn es nicht spontan antwortet, geben Sie noch eine Hilfe: “Wie viele fehlen bei der 7 noch, bis es 10 sind?” Danach: “”Wie viele fehlen noch bei der 9, bis es 10 sind?” Dann wiederholen Sie die erste Frage noch einmal.

Zusammen sind es…?

Lösungsfindung

Wenn das Kind gemerkt hat, dass es bei der 9 einfacher ist (weil ja nur noch Eins fehlt), fordern Sie es dazu auf, einen Zehner zu “machen”. Das Kind wird dies tun, indem es ein Plättchen von der 7 zu der 9 schiebt. Sie fragen nun: “Wie viele sind es jetzt bei dir? Wie viele sind es jetzt bei mir?”

Danach: “Und zusammen sind das 16: 6 Einzelne (oder Übrige) und 1 Zehner.” Helfen Sie dem Kind, indem Sie zuerst auf die 6 Übrigen und dann auf die Zehn zeigen, während Sie die Zahl sagen. Sie können das Kind auch direkt darauf aufmerksam machen: “Fange immer bei den Einern (Einzelne, Übrige) an zu reden”.

Viele Wege führen nach Rom…

Es gibt auch noch andere Wege zur Lösung zu kommen, z.B. kann das Kind die zwei unteren Fünfer zu einer Zehn zusammenfügen. Bleiben Sie flexibel und achten Sie darauf, dass das Kind logisch und strukturiert handelt.

Wenn Sie so mit dem Kind verschiedene Aufgaben handeln geübt (geschoben) haben, dann lassen Sie das Kind nicht mehr schieben.

Sie gehen den Prozess von der Aufgabenstellung bis zur Lösung genauso durch, nur dass Sie dieses Mal die Plättchen nicht bewegen lassen, sondern mit der inneren Vorstellung arbeiten: “Stell dir vor…” “Was würdest du tun?”

Wenn das Kind dies auch gut kann, decken Sie die zweite Zahl (Menge) ab. Lassen Sie das Kind nur schauen, wenn es die Lösung nicht herstellen kann.

Wenn das Kind in der Lage ist, sich die zuvor geübte Handlung im Kopf vorzustellen, können Sie nur noch mit Zahlen arbeiten. Bei Problemen immer mit dem Bild (oder sogar der Handlung) weiterhelfen.

Das können Sie sich nicht alles merken? Verstehe ich sehr gut! Laden Sie sich hier meine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung herunter, damit Sie während Sie mit dem Kind arbeiten, immer wissen, was Sie fragen und tun müssen.

Haben Sie die Übung einmal durchgeführt, werden Sie sehen, dass der Zehnerübergang eigentlich ganz einfach ist! Und dass das Kind alles schnell versteht!

Ich kann Ihnen versichern: So geübt, funktioniert der Zehnerübergang Plus in kürzester Zeit. Probieren Sie es aus…!

Bei Fragen bin ich für Sie da.

Ihre Christine Strauß-Ehret​

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Zahlen lernen & Spiele mit Zahlen

Zahlen begegnen uns im Alltag, man kann sie in Büchern entdecken oder spielerisch erfahren. Hier kommen sieben Ideen für Spiele mit Zahlen. Für Kinder, die überall nur noch Zahlen sehen.

Als meine Tochter in die “Zahlen-Phase” kam, war das nicht zu übersehen. Ähnlich wie bei der Buchstaben-Phase lagen Zahlen förmlich auf der Strasse und warteten drauf von ihr entdeckt zu werden. Und wie bereits bei der Spielidee zum Buchstaben lernen ausführlich beschrieben, ging ich bei Aktivitäten zum Zahlen lernen von meiner Tochter aus. Mein Ziel war es nicht, ihr irgendwas “beizubringen”, sondern ihren Forscherdrang zu füttern. Ihre Neugier wachzuhalten. Ihr Interesse ernst nehmen und ihr Aktivitäten anzubieten, an denen sie wachsen kann.

Falls eure Kinder auch Interesse für Zahlen zeigen, kommen hier sieben Spielideen zum Zahlen lernen.

#1. Idee zum Zahlen lernen: Zahlen in Alltagsdingen entdecken

Eigentlich brauchen Kinder zu Hause gar keine besonderen Materialien, denn das Leben selbst bietet einiges, das den Zähldurst stillt. Unsere Tochter entdeckte Zahlen in Alltagsdingen, die mir so gar nie aufgefallen wären. Und hat von sich aus alles mögliche abgezählt: Finger, Löffel und Tomaten. Unter anderem fand sie die Zahlenreihe auf dem Lineal faszinierend.

#2 Idee zum Zahlen lernen: Zahlen in Büchern finden

Auch hier gilt: Eigentlich hätte ich keine besondere Zahlen-Bücher besorgen müssen. Meine Tochter fing von sich aus an, die gleichen Dinge in ihren Bilderbüchern abzuzählen. Wie ihr aber wisst, kann ich mich was Kinderbücher angeht, schlecht im Griff halten. Und so investierte ich in ein paar richtig tolle Zahlenbücher. Hier kommt ein Blick ins jeweilige Buch.

1. “Montessori Number Work”

Ein klarer USP des Buches “Montessori Number Work*”: Die Zahlen sind fühlbar und animieren meine Tochter tatsächlich zum nachfahren. Somit wird nicht nur optisch, sondern auch mit Tastsinn gelernt und ausserdem kann man damit das Schreiben üben. Das Layout ist dafür fragwürdig: Das Kind sieht auf einer Seite eine Anzahl Gegenstände und muss blättern, um die Zahl zu sehen. Obwohl meine Tochter mit dem Buch ganz gut klar kommt, hätte ich mir gewünscht, dass die Zahlen und die passenden Gegenstände auf einander gegenüberliegenden Seiten liegen.

2. “Die Zahlen” (Meyers Kinderbibliothek)

Das Buch “Die Zahlen*” aus meiner Lieblingsreihe “Meyers kleine Kinderbibliothek” stellt mit wunderschönen Illustrationen die Zahlen von 1 bis 10 vor. Wenig gelungen ist die erste Seite auf der sich ein kleiner Pinguin hinter einem grossen Pinguin versteckt und somit die Ziffer 1 dargestellt werden soll, da könnte man auch meinen, dass es sich um die Zahl 2 handle, weil da ja zwei Pinguine drauf sind. Ansonsten aber ein sehr schönes Buch, das hier gerne angeschaut wird.

3. “Kennst Du das? Die Zahlen.”

Dudens “Kennst Du das? Die Zahlen*” ist mein eigentlicher Favorit. Das kleine Pappbilderbuch liegt gut in kleinen Händen, hat schöne Fotos und ist interessant aufgebaut.

4. “Zähl dich nett ins Bett”

Wer sagt denn, dass man immer nur Schafe zählen muss, um einzuschlafen? In Daniela Kulots Buch “Zähl dich nett ins Bett*” fliegt eine Fledermaus durchs Treppenhaus, zwei Fische führen uns zu Tische und elf müde Biber kuscheln mit uns lieber. Auf der Bildleiste links ist jeweils eine Ziffer von 1 bis 12. Im Bild rechts ist die passende Anzahl Tiere und ein Reim. Ein wirklich tolles Pappbilderbuch zum mitzählen und reimen.

#3 Idee zum Zahlen lernen: Zahlen im Spiel erfahren

Mein Mann spielt mit meiner Tochter gerne Kaufmannsladen: Hierfür hat er mit ihr zusammen Papiermünzen und -geld gezeichnet und ausgeschnitten und diese in seinem alten Portemonnaie verstaut. Ein kleines Tabourett dient als Ladentheke und schon geht der Handel mit Äpfel und Himbeeren los.

Ich selber finde den Ansatz des spielzeugfreien Kinderzimmers ja ganz wunderbar und habe hier tatsächlich sehr wenige Spielsachen ausgestellt (die meisten liegen bei uns im Kleiderschrank bzw. im Keller und werden von mir ausgewechselt, so entdecken meine Kinder immer wieder “neue” Spielsachen). Ab und zu investiere ich gerne in besonders ansprechendes und sinnvolles Spielzeug. So auch das Steckspiel von Hape* mit welchem sich der Zahlenraum von 1 bis 4 spielend entdecken lässt.

#4 Idee zum Zahlen lernen: DIY-Spielidee mit Holzkugeln und Möbelpolster

Da meine Tochter mit dem zuordnen (wer hier zum ersten Mal mitliest, schaut sich die Spielidee “Tiere zuordnen” an, da wird die Idee genaustens erklärt) bereits vertraut war, habe ich ihr spontan dieses simple Spiel gebastelt. Ich habe dafür:

  • Holzkugeln* (Ø 10mm)
  • Lederschnur*
  • runde Möbelfüsse-Filzgleiter*
  • Blankokarten* (A6)

verwendet. Und meiner Tochter einmal vorgezeigt, wie sie Kugelketten zu entsprechenden Karten zuordnen kann. Sie konnte mit den Fingern die Filzkleber nachfahren und so mitzählen.

#5 Idee zum Zahlen lernen: DIY-Spielidee mit Holzzahlen

Das genaue Vorgehen zu diesem Zuordnungs-Spiel habe ich bereits in der Spielidee zum Buchstaben lernen beschrieben. Für den Sommer habe ich meiner Tochter Karten mit Insekten erstellt. Die Holzbuchstaben (6cm hoch) habe ich bei Betzold (hier mache ich unbeauftragte und unbezahlte Werbung) bestellt, es gibt sie aber auch einiges günstiger bei Amazon*. Alle unsere Druckvorlagen habe ich euch hier zum Download bereitgestellt.

Zuerst habe ich die Karten ganz ausgeschnitten und laminiert und liess meine Tochter nur die Holzzahlen zu den entsprechenden Zahlen zuordnen (dasselbe Prinzip wie im obenerwähnten Spiel “Buchstaben lernen“):

Später habe ich – als ich merkte, dass ich die Schwierigkeit erhöhen darf – die Insekten von den Zahlen abgetrennt, so dass meine Tochter nur noch die Holzzahlen den entsprechenden Insekten-Karten zuordnen konnte. Auf die Rückseite der Insektenkarten habe ich den passenden Zahlenkleber angebracht, damit sie selbst kontrollieren konnte, ob sie auch die richtige Zahl der richtigen Menge zugeordnet hat.

#6 Idee zum Zahlen lernen: DIY-Spielidee mit Zahlenkarten

Falls ihr keine Holzbuchstaben habt, könnt ihr die Karten auch durchschneiden und euren Kindern so anbieten. Sie können dann die Zahlen den entsprechenden Insekten zuordnen:

Gerade grössere Kartenspiele legt meine Tochter gerne auf dem Boden aus, manchmal will sie aber auch etwas Ruhe, weil die Jüngere gerne mal “reinfunkt” und spielt auch oft an unserem Esstisch, wie auf diesem Bild:

#7 Idee zum Zahlen lernen: DIY-Spielidee mit blauen Schmetterlingen

Weil meine Tochter schnell mal merkte, dass die Ziffer Drei zu den Hummeln gehört oder die Sieben zu den Hirschkäfern, habe ich ihr schlussendlich Karten mit einer einzigen Insektenart kreiert: Blaue Schmetterlinge. So konnte sie richtig abzählen und sah auch – als die Karten alle in einer Reihe lagen – dass die Menge der Schmetterlinge stets grösser wird. Auch dieses Spiel geht natürlich mit Zahlenkarten, wenn ihr keine Holzzahlen habt, alle Druckvorlagen aus diesem Beitrag findet ihr hier.

Inspiriert? Ich würde mich freuen, wenn Du “Zahlen lernen” auf Pinterest teilst:

Bildrechte: ©Ellen Girod

Mehr zum Thema:

  • Buchstaben lernen mit Emotionen (inkl. Druckvorlagen)
  • Spielidee: Tiere zuordnen (inkl. Druckvorlagen)
  • Viele weitere Druckvorlagen findest Du in unserer Bibliothek

*Transparenz: Dieser Beitrag enthält Werbung in Form von Markennennung und ohne Auftrag bzw. Bezahlung von den jeweiligen Firmen. Ich habe alle Materialien für diesen Beitrag selbst gekauft. Ausserdem sind diese Verlinkungen sogenannten Affilliate Links, das heisst, wenn ihr auf den Link klickt und ein Buch oder sonst etwas danach bei diesem Shop, z.B. Amazon kauft, bekomme ich eine klitzekleine Provision (wie hoch diese ist, werde ich nach den ersten Käufen herausfinden) und Amazon dafür ein bisschen weniger Marge. Für euch entstehen dadurch natürlich keine Zusatzkosten. Wenn es viele Leserinnen tun, wird es helfen meine Arbeit an diesem Blog zu finanzieren. Falls ihr die Möglichkeit habt, kauft bitte in kleinen, lokalen Buchläden ein. Dann könnt ihr den Amazon-Link dafür nutzen, um die ISBN-Nummer herauszubekommen.

  • Zahlen lernen – tolle Ideen für Kinder

    Kategorie(n): Erziehung

    Überall wird gefördert und gefordert. Kinder sollen am besten bereits vor der Schule das Einmaleins aus dem FF beherrschen. Darüber lässt sich streiten. Während viele Eltern die heutigen Kinder für schlichtweg überfordert halten, sehen andere durchaus etwas positives in der spielerischen Vorbereitung auf die Schule. Tatsächlich spricht im Grunde nichts dagegen, Kindern schon früh ein Verständnis für Zahlen, Formen und Buchstaben zu vermitteln. Solange man mit Spaß an das Lernen heran geht und kein Druck ausgeübt wird.

    Kinder haben tatsächlich schon früh ein erstes Verständnis für das Prinzip des Zählens. Jüngere Forschungen zeigen, dass schon Kinder im Alter von 15 bis 18 Monaten erste Zusammenhänge zwischen gesprochenen Zahlen und den benannten Objekten erkennen Das selbstständige Zählen beginnt etwa im Alter von 2 Jahren. Kleine Fingerreime, Lieder und Verse die sich etwa mit der Anzahl von Ohren, Händen und Füßen befassen, machen den Kleinsten jetzt schon einen heiden Spaß und vermitteln ein erstes Gefühl für Zahlen.

    Tast- und Bewegungsspiele statt trockene Übungen

    Besonders Kindergartenkinder lassen sich gut über Bewegungsspiele mit der Welt der Zahlen vertraut machen. Denn anders als reine Zahlenübungen auf Blatt und Papier steht bei ihnen der Spaß und die Bewegung im Fordergrund. Das Erlernen der Zahlen wird von den Kindern lediglich als Beiwerk zum Spiel wahrgenommen.

    Ein paar Beispiele um spielerisch erste Zahlen zu lernen:

    • blindes Tastspiel
      Ein Tastspiel macht auch schon Dreijährigen Freude. Dazu einfach vertraute kleine Figuren, Klötzchen oder Murmeln in ein kleines Stoffsäckchen geben. Anschließend bekommt das Kind das Säckchen in die Hände und versucht zu ertasten, wie viele Gegenstände darin sind. Das ist spannend und schult neben dem Gefühl für Mengen und Zahlen auch noch die Feinmotorik. Je nach Alter helfen die Großen natürlich ein bisschen mit.
    • Zahlen lernen auf dem Zahlenpfad
      Mit Zahlen bemalte Tücher oder Teppichelemente in geschlängelten Reihen auslegen. Nun gilt es den richtigen Weg zum Ziel zu finden. Die Kinder suchen sich laufend oder hüpfend den Weg von Eins über Zwei zu Drei bis hin zur Zehn. Dabei wird laut mitgezählt. Je nach Alter der Kinder kann natürlich mit kurzen einfachen Reihen anfangen und diese dann immer länger werden lassen. Das Längerwerden der Strecke ist dabei eine große Motivation um immer mehr Zahlen zu erlernen. Auch das Auslegen der Platten durch die Kinder selbst ist eine schöne Alternative, besonders dann, wenn anschließend die Kindergartenfreunde den erfundenen Pfad begehen dürfen, der mit jeder Übung länger wird. Kinder, die schon erste Zahlen lesen können, freuen sich auch über Hüpfspiele wie „Himmel und Hölle“ mit nummerierten Kreidekästchen.
    • Seilspringen
      Größere Kindergartenkinder, die schon begeistert mit dem Sprungseil aktiv sind kann man auch bei diesem Spiel animieren Zahlen zu lernen. Ein großes Seil wird an beiden Enden von größeren Kindern (es ist wichtig das das Seil rhythmisch und in einem schönen, runden Bogen fliegt) geschwungen, während in der Mitte nacheinander jeweils ein Kind über das Seil springen darf. Die Gruppe zählt laut mit: 1 – 2 – 3 – 4 … Je nach Größe der Gruppe darf jedes Kind fünf bis zehn Mal springen.

    Erkennen und Malen für Vorschulkinder

    Kinder im Vorschulalter haben oft Spaß daran, Zahlen in speziellen Malbüchern mit Zahlenbildern mit Buntstiften nachzufahren. Zahlenbilder sind solche, die erst beim Verbinden vieler Punkte, deren Reihenfolge mit Zahlen vorgegeben ist, erkennbar werden. Eine gute Übung zum Zahlen lesen ist auch das gemeinsame Betrachten von Schaubildern mit Zahlen, auf denen einige Zahlen nicht zur Zahlenlogik gehören.

    Spielwaren und Apps zum Zahlenlernen

    erhältlich auf Amazon

    Heute gibt es weit mehr Möglichkeiten Kinder spielerisch an Zahlen heranzuführen als noch vor einigen Jahren. Neben den verschiedenen Malbüchern oder Lernheften gibt es im Handel zahlreiche Lernprogramme und Apps für Tablets, die schon die Kleinsten bedienen können. Auch die Hersteller vieler Spielzeuge haben erkannt, dass Kinder neben dem Spielen sehr aufnahmefähig für Zahlen, Buchstaben, Farben und Formen sind. So gibt es beispielsweise einen tollen Zahlenroboter von Ravensburger, den es mit Zahlen, Formen oder Farben zu füttern gilt. Nur schmackhaftes (also entsprechend der Fragestellung richtiges) „Essen“ wandert aber in den Magen des Roboters.

    Zahlen lernen in den Alltag integrieren

    Häufig denken Eltern viel zu viel darüber nach, mit welchen Spielen, Spielwaren oder Lernprogrammen sie ihre Kinder am besten beim Erlernen von Zahlen unterstützen. Dabei bieten sich im Alltag zahlreiche Möglichkeiten um vor allem das Zählen an sich zu üben.

    Immer dann, wenn man mit Mengen zu tun hat kann man die eigenen Kinder integrieren.

    Ob an der Kasse („Komm, wir legen unsere Einkäufe auf’s Band: Eins, zwei, drei…“), beim Tischdecken („Wie viele Teller brauchen wir? Zähl mal durch: Eins, zwei, …“) oder beim Aufräumen („Wir stellen Bücher in den Schrank. Eins, zwei, drei, vier…“) – fast jede Gelegenheit bietet sich an, ganz nebenbei das Zahlenlernen zu integrieren.

    Auch beim Spazierengehen begegnen Kinder immer wieder den verschiedenen Zahlen. An Hauswänden finden sich Hausnummern und alle Autos sind mit Kennzeichen versehen. Wie wäre es also beispielsweise nach Autos zu suchen, die eine Zwei auf dem Nummernschild haben?

    Es ist ein bisschen wie beim Erlernen der Sprache. Auch wenn das eigene Kind nicht immer beim Zählen oder Suchen von zahlen mit einsteigt, allein das Hören und Sehen von Zahlen oder Zahlenfolgen hilft Kindern später diese selbst zu erlernen.

    Wichtig für alle Altersgruppen:
    Jedes Kind sollte bei seinen ersten Schritten in der Welt der Zahlen liebevoll von Erwachsenen oder großen Geschwistern begleitet werden. Gerade beim Lernen, egal ob es sich dabei um das Schreiben oder Zahlen lernen handelt, ist es wichtig niemals Druck auszuüben. Kinder blockieren häufig oder machen vermehrt Fehler wenn sie unter Leistungsdruck stehen. Misserfolge führen dann umso mehr zu Frustration und Verweigerungshaltung.

    Spielerisch Zahlen lernen

    >> mehr Lernspielzeug in der Übersicht <<

    Kinder-Spiele: Zahlen lernen

    Spaß und intuitive passende Spiel für Ihr Baby oder Kleinkind!
    Die Kinder werden lernen, Zahlen mit den Worten heraus durch Spaß Lernspiel buchstabiert genießen . Zahlen lernen und ihre Aussprache ist einfach und unterhaltsam und Ihr Kind wird es lieben auch!
    3 verschiedene Lernspiele in einer Anwendung :
    – Spiel mit Zahlen richtig
    – Wählen Sie richtige Nummer
    – Fangen alle richtigen Zahlen !
    Ein Kind sollte anfangen zu lernen , was Zahlen sind , in welcher Reihenfolge sie gehören und wie sie zu schreiben, bevor er Kindergarten beginnt . Starten Aussetzen des Kindes auf Zahlen aus , als er ein Jahr alt ist , so dass er sein wird, mit ihnen vertraut , bis er erreicht Vorschule. Integrieren Sie Zahlen in der kindlichen Alltag und machen das Lernen ihnen so viel Spaß wie möglich . Wenn Eltern und Erzieherinnen auf den Unterricht konzentrieren Zahlen , sollte das Kind bequem sein Erkennen und Schreiben von Zahlen Null bis Neun , als er beginnt Kindergarten.
    Bei 2 bis 3 Jahren , beginnen in der Regel entwickeln Kinder Zahlwörter benutzen zu “ zählen „, wie sie spielen , die zeigen, dass beginnen zu erforschen und zu verstehen Zählen . Nach 4 Jahren können viele Kinder beantworten Fragen wie “ Wie viele? “ und “ Gib mir ….. ‚ Fragen für Zahlen bis zu 10 . Sie verstehen „mehr“ oder „weniger“ für kleine Zahlen , aber sie verstehen noch nicht die Ordnungszahl Natur des Nummern-System , das heißt , dass jeder ’next‘ Zahl steht für ‚one more ‚ .
    Eltern sollten ermutigt werden, ihre Aufmerksamkeit des Kindes auf die Nutzung der Nummer in den Alltag zu ziehen und sie in Spielen, die Zählung und Menge zu lehren . Ausgehend von der Kindheit Ihre Kinder werden schnell lernen, Addition und Subtraktion und andere mathematische Aktionen . Zeigen Sie Ihren Kindern , dass Mathematik lustig ist !
    Entwicklung grundlegende mathematische Fähigkeiten durch Spielen macht das Lernen Spaß Mathematik von Anfang an .
    Unsere Anwendung verwendet bunte Bilder , die Spaß für das Kind zu sehen sind . Discovery- Ausbildung mit Hilfe von Bildern zeigt Zahlen als glänzend Volumen Ziffern , die die Aufmerksamkeit eines Kindes zu fangen . Wenn ein Kind , was Zahlen aussehen ausgesetzt , wird es leichter für ihn , das Konzept der Zahlen später verstehen .
    Bunte Bilder mit hoher Auflösung , lustige Musik und viel Freude für Ihr Baby! Dieses Spiel ist ein kleines Abenteuer für Ihr Baby. Lassen Sie ihn zu seinen Eltern zeigt , wie er lernt Zahlen .
    Spiel ist geeignet für Vorschule und Kindergarten Niveau.
    Diese Anwendung ist gut für Tablets und Handys. Jetzt ist es nur in Englisch, Mutter , wenn Sie weitere Sprachen benötigen – kontaktieren Sie uns!
    Vielen Dank an alle , die uns , unsere Spiele zu verbessern hilft.
    Wir freuen uns immer Sie mit Ihrem Feedback , Kommentare und Anregungen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren [email protected]

    Spiele und Aktivitäten zum Thema Zahlen

    Finger zählen

    Zählen Sie anfangs nur bis drei und führen Sie neue Zahlen dann ein, wenn Sie das Gefühl haben, die Kinder sind so weit. Halten Sie einen Finger hoch und sagen Sie zu den Kindern: „Zeigt mir einen Finger“, dann zwei, drei usw. Lassen Sie den Kindern Zeit, ihre kleinen Finger zu sortieren.

    Lieder

    Singen Sie gemeinsam mit den Kindern die Lieder zum Thema Zahlen aus den Videos von Andrea Thionville. Dabei eignet sich das Fingerlied gut für das erste Kindergartenjahr, das Roboterlied für das zweite und das Zahlenlied für das dritte. So können Sie jedes Jahr das Thema Zahlen mit einem neuen Lied aufgreifen.

    Text zum Lied: Fünf kleine FingerText zum Lied: Zehn kleine RoboterText: Zahlenlied

    Die Audiodateien zu diesen Liedern finden Sie in unserer Rubrik Lieder.

    Gegenstände und Bilder

    Zählen Sie Gegenstände aus einem Körbchen oder einer Kiste heraus und wieder hinein, jedes Kind kommt dran, und Sie helfen. Bringen Sie Bilder mit und zählen Sie, was darauf zu sehen ist. Verknüpfen Sie schon bekanntes Vokabular mit neuem, indem Sie zum Beispiel Fahrzeugen, Jungen, Mädchen oder Tiere zählen, die die Kinder schon auf Deutsch kennen.

    Fingerspiele

    Sammeln Sie alte Filzstiftkappen oder Spielhütchen, die man auf die Finger stülpen kann. Teilen Sie sie an die Kinder aus und machen Sie vor, was zu tun ist. Zählen Sie dabei, wieviele Kappen Sie auf die Finger stecken. Wer schafft es, alle zehn Finger voll zu bekommen? Ermutigen Sie die Kinder, beim Spielen laut auf Deutsch zu zählen.

    Fingerspiel: Hand mit Hütchen

    Tiere

    Zeigen Sie Bilder von Tieren und sprechen Sie darüber, wieviele Körperteile diese haben. Zählen Sie die Körperteile von Kuscheltieren und Figuren.

    Fischer und Fische

    Ein in Frankreich beliebtes Spiel für die Turnhalle oder draußen, bei dem die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt werden: die Fischer und die Fische. Die Fischer bilden einen Kreis und einigen sich, ohne dass die Fische es hören, auf eine Zahl – zum Beispiel neun. Nun zählen die Fischer laut bis neun, während die Fische durch das Netz der Fischer, also in den Kreis hinein und wieder hinaus, huschen. Sind sie bei neun angekommen, gehen die Fischer alle gemeinsam in die Knie und schließen so den Kreis. Die Fische, die sich jetzt im Netz befinden, sind gefangen und werden auch zu Fischern. Das Ganze wird wiederholt, bis nur noch ein Fisch übrig ist – der Gewinner.

    Monster

    Malen Sie mit den Kindern zusammen ein Monster und sprechen dabei darüber, wieviele Augen, Arme, Beine, Zähne usw. es hat. Die Kinder können Vorschläge machen. Diese Übung ist toll, auch um Körperteile und Farben zu wiederholen.

    Alltag

    Bauen Sie das Zählen in den Alltag ein. Zählen Sie zum Beispiel auf Deutsch, wenn Sie etwas einsammeln oder austeilen. Zählen Sie mit den Kindern, wieviele Jungen und Mädchen da sind, und wieviele Kinder insgesamt.

    Bibliothek und Gesellschaftsspiele

    Es gibt unzählige Kinderbücher über Zahlen und viele Gesellschaftsspiele, die auf Zählen basieren. Lassen Sie diese nicht in der Bibliothek und dem Regal verstauben, spielen und lesen Sie gemeinsam. Selbst alte Bücher und Spiele sind für junge Kinder oft etwas Neues.

    TIP:
    Finger zählen ist am einfachsten in dieser Reihenfolge:
    Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger und Daumen zum Schluss – so kann man den Daumen benutzen, um die anderen Finger festzuhalten und die Anzahl ist deutlicher zu sehen. Probieren Sie es aus!

    Zahlen lernen: Eins, zwei drei – Ich zähle!

    Wie lernen Kita-Kinder, mit Zahlen umzugehen? Indem sie spielerisch erkennen, dass zu jeder Zahl eine Menge gehört. Mal eine große, mal eine kleine.

    Zahlen braucht man immer und überall

    Das Fach Mathemetik hatte ich in der Schule abgewählt, sobald sich die erste Möglichkeit bot. Hurra, nie wieder Zahlenkram, dachte ich naiv. Um kurz darauf zu merken, dass man den Zahlen nicht entkommen kann. In der Berufsausbildung oder beim Studium, bei Steuer-, Versicherungs-, Bankdingen oder auch nur beim täglichen Einkauf: Überall geht es ums Zählen und Rechnen. Und Weggucken nützt nichts: Die Zahlen wollen sich verstanden fühlen – ob wir Lust auf sie haben oder nicht. Damit daraus eine lebenslange Freundschaft entstehen kann, ist es wichtig, sich schon früh mit ihnen zu beschäftigen. Denn niemandem ist eine Abneigung gegen Zahlen angeboren. Ganz im Gegenteil: Alle Kinder zeigen ein Interesse für Zahlen, schon Kleinkinder lieben das Zählen.

    Die Welt der Zahlen will aktiv entdeckt werden

    Doch anders als beim Sprechen- oder Laufenlernen, baut sich diese Begabung nicht von selbst aus: Wenn es keine spielerischen Anreize gibt, die den Kindern Lust auf mehr machen, verkümmert das Interesse an den Zahlen irgendwann. Die Herausforderung liegt also bei Eltern und Erziehern: Damit die mathematischen Anlagen der Kleinen später in der Schule aufblühen können, ist es von Vorteil, die Neugier auf die Welt der Zahlen schon im Kindergarten spielerisch zu fördern. Und mit dem Zählen geht es los!

    Zu klein für Zahlen? Das gibt’s gar nicht!

    Eins, zwei, drei – was kommt danach? Ab etwa dem 2. Lebensjahr fangen Kinder an zu zählen. Eine Studie der britischen Royal Society bewies sogar: Schon Einjährige begreifen, dass es einen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen gesprochenen Zahlen und einer bestimmten Anzahl von Gegenständen gibt. Natürlich können sie diese Erkenntnis noch nicht in Worte fassen. Aber die Kleinen ahnen: Zahlen haben etwas mit „viel“ oder „wenig“ zu tun. Wie es genau funktioniert, das finden sie in den nächsten Monaten und Jahren heraus. Den Erzieherinnen und Erziehern in der Kindertagesstätte kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu: Die Kinder sollen erstes Zählen lernen – aber die Zahlenreihe nicht bloß auswendig lernen wie etwa einen Liedtext. Und um das Wesen der Zahlen zu verstehen, sollte es tatsächlich etwas zu „begreifen“ geben: etwas, das die Zahlen sinnlich erfahrbar macht.
    „Zahlen lassen sich nur begreifen, wenn man ihre Größe begreift“, erklärt Noemi Dolber, Leiterin des internationalen Kindergartens Mafalda im Hamburger Stadtteil Sankt Pauli. Sie und ihr Team binden diese Erkenntnis in ihre tägliche Arbeit ein. Ein Beispiel: Im Morgenkreis zählen die Kinder jeden Tag, wie viele von ihnen heute anwesend sind. Dafür stehen dann zuerst die Jungs auf und alle Kinder zählen: Wie viele stehen dort? Aha, acht. Danach stehen die Mädchen auf. Es sind vier. Die Kinder erkennen auf einen Blick, dass 4 weniger ist als 8. Und sie stellen fest, dass die Jungs und die Mädchen zusammen eine noch höhere Zahl ergeben. Dies ist nur eine von vielen Gelegenheiten, bei denen deutlich wird: Zahlen sind mehr als nur ein Wort. Sie bilden eine aufregende, eigene Welt – und es macht Spaß, sich an diese Welt heranzutasten und sie zu erforschen!

    Zahlenerziehung gehört zur Frühförderung

    Das Gehirn von Kleinkindern ist unglaublich aufnahmebereit und lernfähig. Gehirnbahnen, die in jungen Jahren angelegt werden, erleichtern das Lernen im gesamten späteren Leben. Heißt das also, man sollte schon Kleinkinder mit möglichst viel Wissen füttern? Nein, denn es geht hier nicht um abrufbare Fakten. Es geht darum, dass kleine Kinder vielseitige Erfahrungen machen können und Anreize bekommen, die unterschiedlichsten Dinge auszuprobieren. Das Gehirn ist an jedem Handgriff, an jedem Gefühl und an jeder Bewegung beteiligt. Es bildet Vernetzungen, auf die sich später aufbauen lässt.
    Auf diese Weise wirkt etwa die musikalische Früherziehung: Wenn ein- oder zweimal pro Woche eine Musikpädagogin mit den Kindern singt, tanzt, trommelt und Rhythmusspiele spielt, stärkt das die grundlegenden musikalischen Fähigkeiten der Jungs und Mädchen, sie werden sich später selbstverständlicher an Instrumente und ans Singen herantrauen. So ähnlich ist es mit der mathematischen Früherziehung: Sie soll kein Schulwissen vermitteln, indem schon in der Kita Rechnen geübt wird. Sie stellt vielmehr spielerisch die Weichen dafür, dass Kinder später keine Scheu vor dem Rechnen haben – sondern es als interessantes Spiel sehen, weil Zahlen ihre Freunde geworden sind.

    Kleinkind

    Mädchen und Mathe – na klar!

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    Zahlenfreunde werden zu Zahlenverstehern

    Mathematische Früherziehung versteht sich also ausdrücklich als eine spielerische Angelegenheit. Viele Kitas, wie auch der Hamburger Kindergarten Mafalda, orientieren sich bei ihrer Arbeit an der wissenschaftlichen Methode des „Zahlenlandes“, die Professor Gerhard Preiß als Professor für Didaktik der Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt hat (www.zahlenland.info). Der Ansatz: „Wer Kindern frühzeitig Gelegenheiten bietet, die Welt der Mathematik anschaulich und geometrisch zu erkunden, schafft eine Basis, auf der sich die unterschiedlichen mathematischen Begabungen der Kinder später entfalten können.“
    Was in der Theorie so sachlich klingt, steckt in der Praxis voller Spaß, denn die Methode nutzt den natürlichen Entdeckerdrang der Kinder. Die Welt der Zahlen wird mit Erlebnissen verbunden, die die Fantasie der Kinder anregen und zu ihren Interessen passen: Durch Bewegungsspiele mit Laufen, Hüpfen, Stufen- steigen, durch Rätsel und Geschichten zu Pflanzen und Tieren, durch lustige Lieder und Abzählreime wird den Kleinen die Welt der Zahlen ganzheitlich und mit allen Sinnen nahegebracht.

    Was hat Stufensteigen mit Mathe zu tun?

    Beim Zählenlernen sollen Kinder mit ihren Sinnen erkennen, dass hohe Zahlen „mehr“ sind als niedrige Zahlen. Sie sollen es mit ihren eigenen Augen sehen, mit den Ohren hören oder mit Händen und Füßen ertasten. Im Kindergarten Mafalda wird dafür auch die kleine Treppe genutzt, die zu den Garderoben führt: Auf jeder Stufe steht eine Zahl. Eine 1 auf der untersten, eine 10 auf der obersten. Die Jungs und Mädchen lieben es, die Zahlen beim Hinaufsteigen zu lesen, und sie erleben dabei: Stufe 9 ist ja mächtig weit oben – während Stufe 1 fast gar nichts ist! Auch ein mit Kastanien, Körnern oder Perlen gefülltes Säckchen hilft, Mengen zu begreifen. Wenn ein Kind die Aufgabe bekommt: „Hole viele heraus!“, dann merkt es: Für hohe Zahlen muss es seine Hand weit öffnen und möglichst groß machen. Wenn es hingegen nur eine herausholen soll, macht es die Hand klein und greift mit spitzen Fingern in den Sack hinein.
    Kinder, die auf solche Weise zählen lernen, begreifen die Zahlen im wortwörtlichen Sinne. Das ist die beste Voraussetzung, um sich auch später mit Freude in der Welt der Zahlen zu bewegen. Denn sich schon in der Kita für Zahlen zu begeistern, das rechnet sich fürs ganze Leben!
    (von Almut Wenge / erschienen in der familie&co 01/2017)

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    Dreierpäckchen

    Bei großen Zahlen ist es immer von Vorteil aus den Zahlen Dreierpäckchen zu bilden, dabei beginnt man von rechts nach links. Oft findet ihr zwischen den Zahlen einen Punkt oder eine kleine Lücke, das ist zur Markierung und Übersicht gedacht

    Beispiel 1

    Lies die Zahl: 2908080357469

    Diese ist schwer zu erkennen, daher schreiben wir sie uns mit einer Lücke nach jeder dritten Zahl von rechts nach links auf: 2 908 080 357 469

    Zur Übersicht tragen wir uns die Zahl einmal in eine Tabelle ein:

    Nun haben wir zusätzlich noch mal die Zahl ein eine Übersichtstabelle gesetzt und können nun ablesen, dass es sich um die Zahl:
    2 Billionen, 908 Milliarden, 80 Millionen, 357 Tausend, 469 handelt.

    Beispiel 2

    Lies die Zahl: 350497300549

    Zunächst setzen wir sie wieder in Dreierpäckchen: 350 497 300 549

    Und nun können wir die Päckchen von rechts nach links abzählen. Erst Hunderter, dann Tausender, dann Millionen und dann Milliarden. Somit haben wir hier die Zahl:

    350 Milliarden, 497 Millionen, 300 Tausend, 549

    Ein gutes Training ist es die Zahlen, die man im Alltag sieht, zu lesen. So bekommt man immer mehr Übung darin und wird auch immer schneller.

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