Würmer im stuhl kinder

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Wie lange sollte man bei einem Madenwürmer-Befall zu Hause bleiben?

Zu den bevorzugten „Opfern“ von Madenwürmern zählen Kinder. Das liegt daran, dass Kinder nicht so sehr auf ihre Hygiene achten wie Erwachsene. Da werden nach dem Buddeln im Sandkasten gerne mal die schmutzigen Finger in den Mund gesteckt oder nach dem Toilettengang die Hände nicht gewaschen (Stichwort Re-Infektion). Schnell sind Madenwurmeier verschluckt und das Kind ist mit den Parasiten infiziert. Klagt der kleine Patient über ständigen nächtlichen Juckreiz am After, kann man fast sicher sein, dass das Kind Madenwürmer hat. Häufig sind auch im Kot kleine weiße Würmer sichtbar. Ein Arztbesuch ist in diesem Fall dringend angeraten.

Viele Eltern fragen sich, ob das Kind mit einem Madenwurmbefall den Kindergarten oder die Schule besuchen kann. Die Antwort ist Jein, da das die Eltern entscheiden müssen. Manchen ist es vielleicht lieber, dass der Nachwuchs in dieser Zeit zuhause bleibt. Aus der Sicht von Ärzten, Kindergärtnern und Erziehern kann das Kind in den Kindergarten oder in die Schule gehen, wenn das Kind auf seine Hygiene achtet und nach dem Toilettengang sich ordentlich die Hände wäscht.

Mit Madenwürmern zu Hause bleiben oder nicht?

Ob das Kind (oder der Erwachsene) mit einer Madenwurminfektion zuhause bleibt oder nicht, ist eine Entscheidung der Eltern. Grundsätzlich spricht aber nichts gegen einen Kindergarten- oder Schulbesuch. Madenwurmeier sind zwar hochinfektiös, halten sich Betroffene aber an hygienische Regeln, ist ein Kindergarten- oder Schulbesuch prinzipiell möglich. Das Gleiche gilt bei Berufstätigen für den Arbeitsplatz.

Da die Madenwürmer vor allem nachts den quälenden Juckreiz auslösen und ihre Eier rund um den After ablegen, gilt es direkt nach dem Aufstehen für Hygiene zu sorgen.
Folgende Maßnahmen sollten eingehalten werden:

  • Morgens sollte das Kind nach dem Aufstehen duschen. Dabei muss der Haut um den After besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Damit ist gesichert, dass die Eier, die die Weibchen nachts ablegen, abgewaschen werden.
  • Die Unterwäsche wechseln. Nach dem Duschen sollte das Kind frische Unterwäsche tragen.
  • Die Hände müssen gewachsen werden, damit sich keine Wurmeier an den Händen und unter den Fingernägeln befinden.
  • Die Fingernägel der kleinen Patienten sollten möglichst kurz geschnitten werden, damit verhindert wird, dass sich darunter die Eier des Wurms ansammeln.

Mit Madenwürmern zu Hause bleiben?

Was für Kinder gilt, gilt auch für Erwachsene.

Ist das Kind infiziert, dann sollte man den Kindergarten beziehungsweise die Schule informieren, dass das Kind sich Madenwürmer „eingefangen“ hat. Eine Madenwurminfektion ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern kann prinzipiell jeden treffen. Eine falsche Scham ist hier fehl am Platz. 20 bis 40 Prozent der Fünf- bis Neunjährigen waren 2012 gelegentlich Madenwurmträger. Eine Infektion mit Madenwürmern ist aber nicht meldepflichtig.
Durch die Information kann dann auch die Schule beziehungsweise der Kindergarten entsprechende Maßnahmen einleiten. So kann es notwendig sein, dass das betroffene Kind in der Zeit, bis die Madenwürmer erfolgreich bekämpft sind, eine Extra-Toilette benutzen muss und gesonderte Handtücher bekommt. Gerade Kindergartenkinder sind häufig von den kleinen Parasiten betroffen und die Angestellten sollten Erfahrung mit einer Madenwurminfektion haben.
Die Würmer lassen sich durch Wurmmedikamente rasch beseitigen. Die Eier der Würmer sind für zwei bis drei Wochen ansteckungsfähig. So lange sollten Patienten die Hygienemaßnahmen strikt einhalten oder eventuell zuhause bleiben.

Kindergartenfreundin zu Besuch: „Ich habe Würmer“

Hi,
die häufigsten Würmer, die sich JEDER irgendwo einfangen kann sind ansteckend. Könnten Spulwürmer gewesen sein in unserem KIGa, bin mir nicht mehr so wirklich sicher. Sie werden über Schmierinfektionen (Kontakt mit Stuhl einer betroffenen Person, und dann muss das ganze noch in den Mund gelangen…) weitergegeben.
Alles definfizieren – das kannst du machen, wenn du willst.
Wir hatten die Teile im Kindergarten, und da wurde sicher nicht alles desinfiziert. Die Kinder wurden angehalten, sich die Hände extra gründlich zu waschen (und wer Kinder kennt weiß, wie gut man sich darauf verlassen kann).
Es blieb bei einem betroffenen Kind. Das durfte übrigens nicht in den Kindergarten bis irgendeine Behandlung erfolgt war und/oder die Teile nicht mehr nachweisbar waren…frag mich nicht mehr, ist schon etwas her. Die Erkrankung war auf freiwilliger Basis dem Gesundheitsamt gemeldet und die Aufklärung erfolgte dann auch über das Amt.
Es war übrigens nur zufällig festgestellt worden, denn Symptome treten nicht immer wirklich bemerkbar auf (und schon gar nicht sofort).
Ob das Kind nun das hat kann ich dir natürlich nicht sagen. Warum die Mutter nichts gesagt hat? Vielleicht hat sie schon mal den Fehler gemacht irgendwo zu sagen „mein Kind hat Würmer/Läuse/Flöhe…“ und wurde anschließend monatelang behandelt wie früher Aussätzige?
Vielleicht schämt sie sich (obwohl es dafür wohl keinen Grund geben würde), weil es einfach so blöd klingt? Vielleicht hat sie einen altnernativ angehauchten Kinderarzt, der die Auffassung vertritt „ansteckend, wieso, stört doch nicht, trainiert das Immunsystem, da müssen Kinder halt durch!“?
Ruf sie an und frag nach. Meldepflichtig sind die übrigens nicht. Von daher war es bei uns wohl einfach Glück, dass die Eltern vom betroffenen Kind so ehrlich waren, den Kindergarten darauf hinzuweisen dass sich andere Kinder hätten anstecken können (und die Eltern zumindest auf bestimmte Symptome achten konnten).
viele Grüße
Miau2

Würmer im Stuhl: So erkennen Sie Würmer bei Menschen

Für die meisten Menschen sind Würmer im Darm eine Horrorvorstellung. Einige dieser Parasiten, die in der Regel über die Nahrung in den Magen-Darm-Trakt gelangen, können schwere Krankheiten auslösen. Erfahren Sie mehr über die häufigsten Wurmarten im Darm: Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer.

Die häufigsten Würmer (Helminthen), die in Europa den Menschen befallen, sind Parasiten. Zu dieser Art der Schmarotzer, die sich im Laufe ihres Lebens einen oder mehrere Wirte oder Zwischenwirte suchen, gehören Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer.

So kommen Würmer in den Körper

Parasitenbefall im Darm, After oder Po ist vor allem bei Kindern (Kindermadenwurm) ein häufiges Problem. Aber auch Erwachsene werden von Würmern befallen. Die Wurmeier gelangen in der Regel über verunreinigte Nahrung oder durch Körperkontakt mit befallenen Tieren in den Körper des Menschen und lösen Beschwerden aus. Die Eier und Larven der Würmer reifen im menschlichen Körper und vermehren sich. Einige Wurmarten werden auch durch Stechmücken oder Fliegen übertragen, diese kommen allerdings nicht natürlich in Europa vor, sondern werden zumeist als unfreiwilliges Mitbringsel aus dem Urlaub importiert.

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Ansteckend sind nicht die Würmer, sondern die Eier. Diese sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, weil sie äußerst klein sind. Sie können leicht verschluckt werden, gelangen durch Einatmen in den Körper und nisten sich gern unter den Fingernägeln ein.

Madenwürmer im Darm: typische Symptome

Eine Infektion mit Madenwürmern oder Springwürmern (Enterobius vermicularis) gehört zu den häufigsten Wurmerkrankungen in Deutschland und ist an sich harmlos. Etwa die Hälfte aller Menschen wird einmal im Leben von Madenwürmern befallen. Die Parasiten, die zur Gattung der Rund- und Fadenwürmern gehören, legen ihre Eier mit Vorliebe in den Falten des Afters ab, was zu lästigem Juckreiz führt.

Typische Symptome für einen Befall der kleinen weißen Würmer, bei denen die Weibchen bis zu 13 Millimeter (Männchen etwa 5 Millimeter) groß werden können, sind:

  • starkes Jucken, vor allem am Abend und in der Nacht
  • Appetitlosigkeit
  • Nachweisbarkeit der Parasiten im Kot mit bloßem Auge
  • In schlimmen Fällen kann es durch den Juckreiz und das Kratzen zu Entzündungen am After kommen.
  • Gewichtsverlust, Durchfall, Bauchschmerzen und rektale Blutungen am Anus bei schwerem Befall

Bei einigen Menschen verläuft die Wurmerkrankung aber auch relativ symptomlos und bleibt daher oftmals unbemerkt. In der „Apotheken-Umschau“ erklärt der Parasitologe Dr. Thomas Romig von der Universität Hohenheim, dass vermutlich die meisten Menschen in ihrer Kindheit schon einmal einen Befall durch Madenwürmer gehabt haben.

Wie infiziert man sich mit Madenwürmern?

Die Infektion kann über verunreinigte Nahrung, Türklinken, Spielzeug, Tiere oder über die Luft geschehen. Mit den kleinen Parasiten infizieren sich vor allem Kinder schnell.

Gelangen die Eier in den Körper, nisten sie sich im Dickdarm ein und ernähren sich dort von dem Nahrungsbrei. Die weiblichen Madenwürmer legen ihre bis zu 10.000 Eier bevorzugt nachts in den Falten des Anus ab und verursachen dort starken Juckreiz. Über den Kontakt mit der Hand können die Eier wieder über den Mund gelangen und eine weitere Infektionskette auslösen. Madenwürmer bei Menschen befallen vor allem Kleinkinder und Frauen. Die Parasiten sind im Kot sichtbar.

Werden Madenwürmer bei Menschen nicht behandelt, kann dies bei Kleinkindern zu Entwicklungsstörungen führen. Bei Frauen besteht das geringe Risiko, dass die Madenwürmer auch die Scheidenregion befallen und dort Entzündungen auslösen.

Spulwürmer bereiten Magen-Darm-Probleme

Gefährlicher als Madenwürmer sind Spulwürmer. Sie sind rosaweiß, zwischen 25 bis 45 Zentimeter lang und siedeln sich im Dünndarm an. Die Infektion erfolgt über kothaltigen Staub oder Salat und Gemüse, die mit Fäkalien gedüngt wurden.

Die Larven der Parasiten rufen häufig allergische Reaktionen hervor und befallen innere Organe. Ausgewachsene Spulwürmer können aufgrund ihrer Größe die Gänge der Bauchspeicheldrüse sowie die Gallengänge blockieren und Koliken verursachen.

Typische Symptome durch Spulwürmer

Bei geringem Spulwurmbefall treten kaum Beschwerden auf. Bei starkem Wurmbefall kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Unterernährung
  • Blutarmut

Dringen die Larven über das Blut bis zur Lunge vor, können Husten und asthmatische Anfälle auftreten. In schweren Fällen können die Parasiten einen Darmverschluss oder eine Darmlähmung verursachen.

Bandwürmer können gefährlich werden

Eine weit verbreitete Wurmart im Darm sind auch die Bandwürmer, die zur Familie der Plattwürmer gehören. Sie sind, wie der Name bereits sagt, platt und je nach Art zwischen drei Millimetern und 20 Metern lang. Bandwürmer bestehen aus einem Körper mit abgeflachten Gliedern und einem Kopf mit Saugnäpfen und Haken, mit denen sie sich an der Darmwand festhalten. Es gibt verschiedene Varianten wie den Fischbandwurm, den Hundebandwurm, den Fuchsbandwurm und Schweinebandwurm. Die Infektion erfolgt durch unvollständig gegartes Fleisch oder Fisch oder durch den Verzehr von ungewaschenen Waldpilzen oder Waldbeeren, die am Boden wachsen.

Infektion mit dem Hunde- und Fuchsbandwurm

Besonders gefährlich ist eine Infektion mit den Parasiten des Hunde- und Fuchsbandwurms (Echinokokkose), die in Deutschland meldepflichtig ist. Die Erreger werden meist über Kontakt mit infizierten Tieren wie Hunden oder Katzen auf den Menschen übertragen. Eine regelmäßige Entwurmung der Haustiere ist deshalb wichtig.

Nach Aufnahme der Fuchsbandwurm-Eier bilden sich in verschiedenen Organen Zysten. Besonders Leber, Lunge und Gehirn sind häufig betroffen. Die Zysten können sogar die Größe eines Balls erreichen. Weil zwischen Infektion und Ausbruch von Krankheitserscheinungen über zehn Jahre liegen können, sind Diagnose und Therapie schwierig.Infektion mit dem Hunde- und Fuchsbandwurm

Infektion mit dem Schweinebandwurm

Auch eine Infektionen mit dem Schweinebandwurm kann gefährliche Folgen haben. Wenn die Wurmeier aus dem Stuhl in den Magen-Darm-Trakt gelangen, entwickeln sich dort Larven, die die Darmwand durchbohren und ins Blut gelangen. Über den Blutkreislauf setzen sie sich in der Muskulatur oder in verschiedenen Organen wie dem Herzen oder dem Gehirn fest und verursachen schwere Schäden.
Bei einem Befall mit dem Fischbandwurm kann es dagegen zu Vitamin B12-Mangel kommen. Ansonsten verläuft die Infektion unauffällig.

  • Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Symptome, Behandlung, Vorbeugung

Typische Symptome durch Bandwürmer

Ein Befall mit Bandwürmern äußert sich in folgenden Symptomen:

  • Weiße Bandwurmstücken im Stuhl
  • Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Durchfall
  • Mangelerscheinungen
  • Schwellungen (durch Zysten)
  • Gewichtsverlust
  • Reizhusten und Atemprobleme (falls Hundebandwürmer in die Lunge geraten)
  • In schweren Fällen Organschäden (Lunge, Gehirn, Leber)

Würmer im Stuhl: Diagnose und Behandlung mit Medikamenten

Die Diagnose einer Wurmerkrankung erfolgt beim Arzt je nach Wurmart auf unterschiedliche Weise. Manchmal hilft ein Stuhltest weiter, um die Wurmeier unter dem Mikroskop zu identifizieren. In anderen Fällen führen Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren wie Ultraschall weiter.

Fadenwürmer, Rinder- und Schweinebandwürmer lassen sich mit Medikamenten leicht therapieren und die Prognose ist nach der Therapie gut. Antihelminthika (Anti-Parasitenmittel) helfen gegen zahlreiche Wurmarten. Einige Anti-Wurmmittel sind rezeptfrei erhältlich. Die Medikamente enthalten Wirkstoffe wie Pyrantel, Albendazol und Mebendazol. Diese verursachen eine Lähmung oder den Tod der Würmer, die tot oder lebendig ausgeschieden werden. Enge Kontaktpersonen sollen nach Möglichkeit immer mitbehandelt werden und ebenfalls eine Wurmkur machen.

  • Flöhe: Mensch und Tier erkennen und behandeln
  • Zecken, Würmer, Leberegel: Diese Parasiten können gefährlich werden
  • Bettwanzen: Wie Sie sie erkennen und bekämpfen

Hausmittel gegen Würmer im Stuhl

Daneben gibt es auch Hausmittel, die bei einer Wurmerkrankung eingesetzt werden können. Hierzu gehören einige Früchte und Gemüsesorten, die die Darmparasiten nicht mögen:

  • Grapefruitkern-Extrakt: Der Saft aus der Schale und den Kernen der Frucht wirkt gegen die Parasiten. Schwangere, stillende Frauen und Kleinkinder sollten darauf jedoch verzichten.
  • Roher Knoblauch wirkt gegen Darmparasiten wie Madenwürmer. Er enthält schwefelhaltige Aminosäuren die als natürliche Wurmkur im Darm bei Kindern und Erwachsenen aufräumt.
  • Weißkohlsaft: Ist in Drogerie oder Reformhaus erhältlich und sollte morgens auf nüchternen Magen getrunken werden.
  • Frische Karotten: Sie sind reich an Beta-Carotin, das die Eier von Darmparasiten abtöten kann.
  • Kerne von Kürbis und Papaya: Sie enthalten Enzyme, die Darmparasiten abtöten können.
  • Schwarzkümmelöl: Dieses Öl wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. Ist auch in Kapseln erhältlich.
  • Kokosöl: Über den Tag verteilt ca. 3 bis 4 Esslöffel natives Kokosöl einnehmen hilft, die Parasiten aus dem Darm zu vertreiben und gleichzeitig das Immunsystem zu stärken. (eignet sich auch bei Wurmbefall bei Hunden)
  • Sitzbäder mit Salzwasser und Eincremen mit Vaseline: hilft gegen das Jucken am After
  • Parasit im Körper: Bandwürmer erkennen und behandeln
  • Wühlen im Leib: Rinderbandwurm – Infektion, Symptome und Therapie
  • Ekliges Souvenir: Fadenwürmer beim Menschen – Parasiten aus den Tropen

Achtung: Würmer verschwinden in der Regeln nicht ohne eine medikamentöse Behandlung. Sie sind so gut an ihren menschlichen Wirt angepasst, dass das Immunsystem den Parasiten nicht als solchen erkennt und bekämpft. Hausmittel sollten daher nur zur Unterstützung der Therapie angewendet werden. Auch die richtige Hygiene unabdingbar. Betroffene sollte vor allem darauf achten, sich häufig die Hände zu waschen und die Fingernägel kurz zu halten, da sich unter diesen Wurmeier ansammeln können. Auch bei der Zubereitung von Speisen ist Hygiene wichtig.

Maden­wur­min­fek­tion

Weibliche Madenwürmer gleichen weißen, gut drei bis zwölf Millimeter langen Fäden, die im Stuhl recht gut sichtbar sind. Männliche Madenwürmer sind nur wenige Millimeter lang und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen.

Wie infiziert man sich mit Madenwürmern?

Madenwürmer gelangen durch den direkten Kontakt mit bereits infizierten Menschen oder verunreinigten Gegenständen, aber auch durch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Kot verunreinigt sind, in den Körper. Außerdem können Wurmeier eingeatmet werden, beispielsweise, wenn sie an Staubpartikeln haften. Im Dünndarm entwickeln die Eier sich innerhalb von vier bis acht Stunden zu Madenwürmern.

Nachts wandern die weiblichen Madenwürmer zum After des infizierten Patienten und legen dort ihre Eier ab.

Ansteckungskreislauf

Wenn sich der Patient im Afterbereich kratzt und anschließend Gegenstände berührt oder die Finger in den Mund nimmt, kommt es zu einer erneuten Ansteckung mit Madenwurmeiern. Ohne hygienische Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen stecken die Betroffenen sich auf diese Weise ständig erneut bei sich selbst an.

Besonders Kinder sind betroffen

Von einem Madenwurmbefall sind besonders häufig Kinder betroffen, da sie oft Gegenstände in den Mund nehmen und auf diese Weise immer wieder sich selbst und andere über ihre verunreinigten Hände anstecken.

Was sind die Anzeichen eines Madenwurmbefalls?

Oftmals bleibt der Madenwurmbefall unbemerkt, da er nur selten Beschwerden verursacht. Gelegentlich kommt es bei einem massenhaften Auftreten von Madenwürmern zu vermehrtem Stuhldrang, Schmerzen und Juckreiz im Bereich des Afters, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Blässe, Gewichtsverlust sowie allgemeinem Unwohlsein. Eventuell sind über Nacht abgestorbene weibliche Würmer in der Bettwäsche, in der Nachtwäsche oder im Stuhl zu sehen. Ärzte sprechen dann von einer Madenwurmerkrankung (Enterobiasis oder Oxyuriasis).

Außerdem können nässende, entzündete Hautstellen und Infektionen mit Viren oder Bakterien hinzukommen.

Durch den sehr starken, vor allem nächtlichen Juckreiz in der Aftergegend leiden die Betroffenen in der Folge oftmals unter Schlafstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Durch häufiges Kratzen im Afterbereich können sich die Wurmeier auf die Geschlechtsorgane ausbreiten und bei Mädchen und Frauen eine Scheiden- oder Eileiterentzündung verursachen. In seltenen Fällen treten auch Entzündungen der Augenlider und Augenmuskelerkrankungen auf. Sehr seltene Komplikationen sind eine Entzündung des Blinddarms oder die Ausbildung eines Dickdarmgeschwürs.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Der Arzt stellt die Diagnose meist schon anhand der vom Patienten beziehungsweise den Eltern geschilderten Beschwerden. In den meisten Fällen sind die Würmer im Stuhl mit dem bloßen Auge zu erkennen. Gelegentlich findet man in der Bettwäsche oder im Schlafanzug tote Würmer. Mit einem Klebestreifen können Wurmeier von der Region um den After abgenommen und anschließend unter dem Mikroskop nachgewiesen werden.

Wie wird eine Madenwurminfektion behandelt?

Eine Behandlung erfolgt mit Wurm abtötenden Medikamenten. Die Therapie dauert meist wenige Tage bis zu einer Woche. Sie ist in der Regel gut verträglich. Auch Patienten, die keine Beschwerden haben, sollten behandelt werden. Anschließend sind Nachkontrollen und gegebenenfalls eine Wiederholung der Therapie notwendig.

In der Regel ist eine Behandlung sämtlicher im Haushalt lebender Angehöriger und anderer enger Kontaktpersonen sinnvoll.

Mangelnde Hygiene begünstigt die Ausbreitung der Madenwürmer. Bei Madenwurmbefall ist daher auf folgende Maßnahmen zu achten: Fingernägel kürzen, täglich duschen, täglich Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche wechseln und am besten bei 90 Grad Celsius waschen, regelmäßig Hände waschen und dabei auch eine Nagelbürste verwenden, vor allem nach jedem Stuhlgang und vor dem Essen. Da die Ansteckung mit Madenwürmern auch durch Einatmen von „Staubeiern“ erfolgen kann, die zum Beispiel mit der Bettwäsche aufgeschüttelt werden, sind Madenwurminfektionen jedoch selbst durch die beste Hygiene nicht hundertprozentig zu verhindern.

Wurm im Stuhl! Madenwürmer loswerden

Madenwürmer sind Parasiten, die vor allem Kinder befallen. Sie legen ihre Eier am Anus ab, was einen starken Juckreiz hervorruft. Adobe Stock, (c) jarun011

Es beginnt mit einem juckenden Po und später winden sich weißliche Würmer in der Toilette: Madenwürmer! Sie gehören zu den ekelhaftesten Parasiten, die den Menschen befallen können. Und obwohl sie keine gefährlichen Krankheiten übertragen, kann es ziemlich schwierig sein, die fiesen Parasiten wieder loszuwerden. Wir verraten, wie du Madenwürmer erkennst, wie du sie loswirst und wie du eine erneute Ansteckung vermeiden kannst.

Wie sehen Madenwürmer aus?

Der Madenwurm (lat. Enterobius vermicularis), der auch als Springwurm, Pfriemenschwanz oder Aftermade bekannt ist, gehört zur Art der Fadenwürmer und ist weltweit der häufigste Darmparasit. Madenwürmer sind weißlich, etwa einen halben Millimeter dick und die Weibchen werden bis zu 13 mm lang. Die Männchen sind mit zwei bis sechs Millimetern deutlich kleiner. Jedes Jahr werden weltweit rund 500 Millionen Infektionen mit Madenwürmern verzeichnet. Fachsprachlich nennt man eine solche Infektion, je nach Ausprägung, auch Enterobiasis, Enterobiose, Oxyuriasis oder Oxyuriose.

Wo leben Madenwürmer?

Der Madenwurm ist auf das Leben im menschlichen Darm spezialisiert, kann zur Not aber auch in Affen überleben. Normalerweise werden die Eier oral aufgenommen und gelangen so in den menschlichen Darm, wo sich schon nach sechs Stunden die ersten Larven entwickeln. Anders als beim Bandwurm findet hier keine Finnen- bzw. Zystenbildung statt, sondern die Larven schlüpfen und häuten sich direkt im Zwölffingerdarm. Von dort aus wandern sie in den Dünndarm, häuten sich erneut und schlängeln sich dann Richtung Blinddarm. Dort saugen sie sich an der Darmwand fest und beginnen, sich vom Darminhalt des Wirts zu ernähren. Ab dann heißt es nur noch: fressen, wachsen, vermehren.

Der Madenwurm ist ein auf Menschen spezialisierter Parasit, der sich bevorzugt in der Gegend um den Blinddarm aufhält. Foto: Adobe Stock, (c) Kateryna_Kon

Wo kommen Madenwürmer her?

Die entsetzte erste Reaktion auf die weißlichen Würmer im Stuhl ist normalerweise: „Warum habe ICH Madenwürmer?!“ Tatsächlich ist eine Infektion aber gar nicht so seltsam oder ungewöhnlich, wie viele denken. Man schätzt, dass weltweit etwa die Hälfte aller Menschen mindestens einmal im Leben von Madenwürmern befallen werden. Der Beiname Kindermadenwurm, wie der weißliche Parasit auch oft genannt wird, ist insofern falsch, als dass Kinder zwar ein höheres Infektionsrisiko haben, der Madenwurm bei der Wahl seines Wirtes grundsätzlich aber keinesfalls nach Alter unterscheidet.

Übrigens: Nur, weil du nach dem Toilettengang noch nie Würmer entdeckt hast, heißt das NICHT, dass du nicht schon einmal infiziert gewesen bist. Bei einem leichten Befall ist das Immunsystem nämlich durchaus in der Lage, die Madenwürmer selbst zu bekämpfen. So verschwinden die Parasiten häufig, bevor der Wirt sie bemerken konnte oder die Gesundheit ernsthaft gelitten hätte.

Warum jucken Madenwürmer?

Das erste Anzeichen für eine Infektion mit Madenwürmern ist ein quälender Juckreiz in der Aftergegend, der vor allem in der Nacht auftritt. Das liegt daran, dass die weiblichen Aftermaden sich nachts, wenn der Organismus inaktiv ist, zum Darmausgang schlängeln und ihre Eier (5.000 bis 17.000 innerhalb von 10 bis 30 Minuten) in den Anusfalten ablegen. Sowohl das Herausschlängeln der Würmer aus dem After als auch die Eier selbst verursachen einen starken Juckreiz, dem die Betroffenen in der Regel automatisch durch Kratzen nachgeben.

Madenwürmer bei Kindern: Ansteckung

Madenwürmer bei Kindern sind keine Seltenheit. Im Gegenteil: Man schätzt, dass weltweit etwa ein Drittel aller Kinder mit Madenwürmern infiziert ist. Und dafür gibt es auch einen guten Grund: Kinder fassen einfach alles an. Und sie stecken sich alles, inklusive ihrer Hände, in den Mund. Ist ein Kind infiziert, gelangen die Wurmeier durch Kratzen am Po unter die Fingernägel, von wo aus sie zwangsläufig irgendwann im Mund (Anus-Finger-Mund-Kontakt) und damit wieder im Darm landen. Durch diese ständige Selbstinfektion kann es durchaus sein, dass die Wurminfektion monate- oder sogar jahrelang andauert.

Die männlichen Madenwürmer sterben direkt nach der Paarung, die Weibchen verenden unmittelbar nach der Eiablage. Adobe Stock, (c) Kateryna_Kon

Wie lange überleben Madenwurm Eier?

Kinder infizieren sich zwar häufig selbst, aber es gibt auch andere Wege, wie die Wurmeier in den Mund gelangen können. Das Problem ist nämlich, dass die länglich-ovalen Eier außerhalb des menschlichen Körpers bis zu drei Wochen lang überleben können. Es ist also durchaus möglich, die Eier des Madenwurms über kontaminierte Nahrung aufzunehmen oder über aufgewirbelte Luft zu inhalieren. Kinder infizieren sich häufig im Kindergarten oder auch in der Schule, da die Eier an Möbeln, Kleidern oder Spielsachen haften bleiben. Auch eine Infizierung über Sand aus der Sandkiste ist möglich.

Was hilft gegen den Juckreiz?

Die Bekämpfung von Madenwürmern mit parasitentötenden Medikamenten ist sehr erfolgreich. Das Problem ist nur, dass weder die Würmer noch der Juckreiz sofort nach der Medikamenteneinnahme verschwinden. Gegen das unangenehme Jucken helfen folgende (Haus)mittel:

  • Vaseline und andere stark fettende, parfümfreie Cremes rund um den After (und die Vagina) verteilt beruhigen und pflegen die empfindliche Haut.
  • Heiße Bäder mit Bittersalz lindern den Juckreiz und desinfizieren die Haut zusätzlich.
  • Essigtücher (1 EL Essig auf 1 L Wasser) kühlen die irritierte Haut und lindern den Juckreiz.
  • Umschläge mit Joghurt oder Topfen kühlen und pflegen die juckenden Hautstellen.
  • Wer nachts Handschuhe trägt, verhindert ein instinktives Kratzen.

Sind Madenwürmer gefährlich für mein Kind?

Normalerweise ist eine Infektion mit Madenwürmern zwar unappetitlich, aber weitgehend harmlos. In sehr seltenen Fällen kann sich der Blinddarm entzünden oder es kann zur Bildung von Dickdarmgeschwüren kommen. Bei Mädchen tritt außerdem manchmal eine Scheidenentzündung auf, weil sich die Eier durch Reiben und Kratzen in den Vaginalbereich ausbreiten. Eine häufige Begleiterscheinung von Enterobiose (=Befall mit Madenwürmern) ist außerdem ein Gewichtsverlust. Besteht ein Verdacht auf Madenwürmer, solltest du auf jeden Fall den Kinderarzt beziehungsweise deinen Hausarzt aufsuchen.

Madenwürmer erkennen: Symptome bei Madenwurm-Befall

Spezifische Anzeichen für einen Madenwurm-Befall sind der starke Juckreiz am After, ausgewachsene Madenwürmer im Stuhl und manchmal auch abgestorbene Würmer im Schlafanzug oder auf dem Bettlaken. Es gibt aber auch eine Reihe eher unspezifischer Symptome, die mit einer Infektion einhergehen können:

  • chronische Bauchschmerzen (vor allem im Leistenbereich)
  • chronische Verstopfung oder unregelmäßiger Stuhlgang
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen, die zu Reizbarkeit und geringerer Belastbarkeit führen
  • Appetitlosigkeit und häufig Gewichtsverlust
  • Blässe und Augenringe
  • allgemeines Unwohlsein

Was tun gegen Madenwürmer? Medikamente und Hausmittel

Was macht der Arzt bei Madenwürmern?

Häufig genügt eine Stuhlprobe, um den Parasitenbefall nachzuweisen. Bringt dies keine Ergebnisse, untersucht der Arzt den Bereich um den Darmausgang und macht zum Beispiel einen Klebestreifen-Test. Hierfür drückt er ein Stück Klebeband an die Haut um den After, zieht es ab und untersucht es anschließend unter dem Mikroskop auf Wurmeier. Häufig genügt aber auch schon die Schilderung der Symptome (Afterjucken, Würmer am Bettlaken usw.), um einen Madenwurm-Befall zu diagnostizieren. Die Behandlung erfolgt medikamentös (orale Einnahme von parasitentötenden Medikamenten) und dauert nur wenige Tage bis zu einer Woche.

Geschwister infizierter Kinder werden häufig prophylaktisch mitbehandelt, da man von einer Ansteckung ausgehen kann. Es wird empfohlen, am Tag nach der Behandlung Pyjama und Bettwäsche auszukochen. Nach etwa einer Woche erfolgt eine Nachuntersuchung. Nach dieser Zeit ist die Erkrankung normalerweise auch nicht mehr ansteckend.

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Hausmittel gegen Madenwürmer: Was muss ich essen?

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Madenwürmer auf natürliche Weise zu bekämpfen. Wie das funktioniert? Natürlich direkt im Darm! Bestimmte Lebensmittel wirken wie eine natürliche Wurmkur und machen den fiesen Parasiten den Garaus.

  • Knoblauch steckt voller schwefelhaltiger Aminosäuren, die die Würmer natürlich bekämpfen. Auf nüchternen Magen zwei gehackte Zehen mit einer Prise gemahlener Nelken essen oder drei gehackte Zehen in einem Glas Milch trinken. Das Ganze zwei Wochen lang täglich wiederholen.
  • Kürbiskerne (drei EL) hacken, mit 750 ml kochendem Wasser aufgießen, 30 Minuten ziehen lassen und auf nüchternen Magen trinken. Das Ganze ein bis zwei Wochen lang täglich wiederholen.
  • Karotten sind voller Beta-Carotin, das die Wurmeier abtöten kann. Auf nüchternen Magen drei geriebene Karotten essen und anschließend bis zum Mittagessen fasten, das Ganze zwei Wochen lang täglich wiederholen.
  • Nelken sind ein uraltes und sehr wirksames Hausmittel gegen Darmparasiten aller Art. Morgens, mittags und abends drei EL frisch (!) gemahlene Nelken in eine Tasse warmes Wasser geben und trinken, das Ganze eine Woche lang wiederholen.
  • Kurkuma bekämpft nicht nur Entzündungen im Körper, sondern ist auch wirksam gegen Madenwürmer. Mindestens eine Woche lang einen gehäuften TL Kurkumapulver in ein Glas warme Milch geben und morgens (auf nüchternen Magen), mittags und abends trinken.

Kurkuma hilft gegen Madenwürmer. Kinder sollten aufgrund der großen Ansteckungsgefahr aber medikamentös behandelt werden. Adobe Stock, (c) matttilda

Was hilft gegen Madenwürmer? Vorbeugende Maßnahmen

Die wichtigste Maßnahme gegen Madenwürmer ist Hygiene. Indem du täglich duschst und die Kleidung wechselst, dir nach jedem Toilettengang gründlich die Hände wäschst und einmal pro Woche deine Bettwäsche reinigst, verhinderst du vielleicht keine Erstinfektion, aber du durchbrichst den Teufelskreis der Selbstinfektion. Bei Kindern helfen folgende vorbeugende Maßnahmen gegen Madenwürmer:

  • Die Kleidung, vor allem die Unterwäsche, sollte täglich und die Bettwäsche einmal pro Woche gewechselt werden.
  • Anal- und Vaginalregion sollte täglich gründlich gereinigt werden.
  • Das Kind sollte lernen, keine Gegenstände in den Mund zu nehmen, und sich regelmäßig (und richtig!) die Hände zu waschen.
  • Die Fingernägel deines Nachwuchses sollten möglichst kurz sein, damit die Wurmeier im Zweifelfall nicht darunter haften bleiben können.

Hier findest du die bestbewerteten Hausärzte in deinem Bundesland:

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Nele Nikolaisen

Nele ist Online-Redakteurin für HEROLD. Außerdem ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und leidenschaftliche Kuriositätensammlerin.

Madenwürmer (Enterobiasis, Würmer im Stuhl)

Krankes Kind: In manchen Fällen sind die Würmer im Pyjama des Kindes zu finden. (Renata Osinska )

Kurzfassung:

  • Schätzungsweise sind weltweit ein Drittel aller Kinder von Madenwürmern betroffen.
  • Die Würmer sind sehr robust und können mehrere Wochen in Kleidern oder Spielsachen überleben.
  • Madenwürmer im Stuhl können manchmal mit dem freien Auge erkannt werden, andernfalls verschafft eine Stuhlproble Klarheit.
  • Behandelt werden Madenwürmer mit einem parasitentötenden Medikament.
  • Einer Infektion mit Madenwürmern kann man durch regelmäßiges Händewaschen vorbeugen.

Informationen auf dieser Seite:

Madenwürmer leben im Dickdarm des Menschen. In vielen Ländern ist der Madenwurm der am häufigsten vorkommende Parasit. Man schätzt, dass weltweit etwa ein Drittel aller Kinder mit Madenwürmern infiziert ist. Optisch ähneln sie einem weißen Nähfaden, deshalb bezeichnet man sie oft als Fadenwürmer. Madenwürmer sind extrem widerstandsfähig und können mehrere Wochen in Möbeln, Kleidern oder Spielsachen von Kindern überleben.

Wie erfolgt die Infektion mit Madenwürmern?

Der Madenwurm breitet sich vor allem durch mangelnde Hygiene und nicht ausreichendes Händewaschen aus. Kommen beispielsweise Sand aus der Sandkiste (in den Ausscheidungen von Katzen können Wurmeier vorhanden sein), verunreinigte Gegenständen oder Lebensmitteln in den Mund, gelangen die Eier des Madenwurms in den Körper des Kindes. Dort entwickeln sie sich innerhalb von vier bis acht Stunden zu ausgereiften Würmern.

Nachts, wenn das Kind schläft, kriechen die weiblichen Madenwürmer aus dem After. Sie legen ihre Eier im Bereich der Analfalten, in nächster Umgebung des Darmausgangs, ab. Anschließend sterben sie. Die männlichen Madenwürmer bleiben im Darm.

Wenn sich die Kinder am After kratzen, bleiben die Eier unter den Fingernägeln hängen. Berühren sie Gegenstände oder nehmen anschließend die Finger in den Mund, infiziert sich das Kind immer wieder von neuem.

Infizierte Kinder übertragen die Madenwürmer leicht auf andere Kinder oder Familienmitglieder, z. B. durch engen Körperkontakt, Nahrungsmittel oder gemeinsame Kleidung.

Was sind die Anzeichen einer Fadenwurminfektion?

Ausgeprägte Anzeichen für eine Erkrankung gibt es nicht. Folgende Symptome deuten jedoch auf eine Infektion durch Fadenwürmer hin:

  • Häufiger Juckreiz im Afterbereich
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Chronische Verstopfung
  • Augenringe
  • Müdigkeit und daher Konzentrationsschwäche
  • Schlafstörungen, tagsüber Reizbarkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Blässe
  • Gewichtsverlust
  • Eventuell über Nacht abgestorbene weibliche Würmer im Schlafanzug oder in der Bettwäsche oder im Stuhl sichtbar
  • Allgemeines Unwohlsein

Wie werden Madenwürmer diagnostiziert?

Der Arzt untersucht den Bereich des Darmausgangs und macht eventuell einen Analabstrich. Die Würmer sind manchmal mit freiem Auge zu sehen – das Weibchen, das den Darm verlässt, wird bis zu elf Millimeter lang (mit sehr dünnem Schwanzbereich).

Madenwürmer sind manchmal auch in einer Stuhlprobe nachweisbar. Da sie jedoch oft weder in der Stuhlprobe noch mit Klebestreifen gefunden werden können, ist eigentlich die Schilderung der Eltern für die Diagnose ausschlaggebend.

Wie werden Madenwürmer behandelt?

  • Um eine weitere Übertragung zu vermeiden, sollten Madenwürmer auf jeden Fall behandelt werden.
  • Familienmitglieder sollten auf ähnliche Symptome achten, bei Bedarf mituntersucht und manchmal bei schlechten hygienischen Bedingungen prophylaktisch mitbehandelt werden.
  • Parasitentötende Medikamente helfen gegen den Wurmbefall.
  • Zusätzlich ist hygienische Sorgfalt besonders wichtig. Dazu gehört, die Fingernägel zu kürzen, täglich zu duschen und sich regelmäßig, vor allem nach jedem Stuhlgang, die Hände zu waschen.
  • Die Behandlung dauert meist wenige Tage bis zu einer Woche, am Tag nach der Behandlung empfiehlt man, Pyjama und Bettwäsche auszukochen. Anschließend erfolgt eine Nachuntersuchung.
  • Mädchen, die die Wurmeier durch häufiges Kratzen verbreiten, können eine Scheidenentzündung bekommen.
  • Die Infektion mit Madenwürmern kann zu Gewichtsverlust führen.
  • Sehr selten kann sich der Blinddarm entzünden oder sich ein Dickdarmgeschwür bilden.

Wie kann man einer Madenwurminfektion vorbeugen?

  • Lehren Sie Ihrem Kind, sich regelmäßig die Hände zu waschen und keine Gegenstände in den Mund zu nehmen.
  • Schneiden Sie die Fingernägel Ihres Kindes möglichst kurz.
  • Wechseln Sie regelmäßig die Kleidung Ihres Kindes.
  • Die Analregion des Kindes sollte gründlich und regelmäßig gereinigt werden.

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Autoren:
Dr. Edgar Tichatschek
Medizinisches Review:
Priv.-Doz. DDr. Tamás Fazekas
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Stand der medizinischen Information: Januar 2015

Madenwürmer


Medizinische Qualitätssicherung am 6. November 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Der Befall mit Madenwürmern ist ein Parasitenbefall, der selten zu schweren gesundheitlichen Schäden führt. Allerdings ist die Re-Infektionsrate sehr hoch, sodass eine Behandlung wichtig ist.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was sind Madenwürmer?
  • 2 Ursachen
  • 3 Symptome, Beschwerden & Anzeichen
  • 4 Diagnose & Verlauf
  • 5 Komplikationen
  • 6 Wann sollte man zum Arzt gehen?
  • 7 Behandlung & Therapie
  • 8 Aussicht & Prognose
  • 9 Vorbeugung
  • 10 Nachsorge
  • 11 Das können Sie selbst tun
  • 12 Quellen

Was sind Madenwürmer?

Madenwürmer rufen zunächst keine eindeutigen Symptome oder Beschwerden hervor. Bei der Ausscheidung der Würmer kann im Bereich des Afters ein unangenehmer Juckreiz auftreten, oft verbunden mit brennenden Schmerzen oder Problemen beim Stuhlgang.
© Anatolii – stock.adobe.com

Der Madenwurm ist ein Menschenparasit. Das bedeutet, dass er fast ausschließlich Menschen befällt (in Ausnahmefällen können auch Primaten wie Menschenaffen von Madenwürmern betroffen sein). Beim Menschen sind meist Kinder von den Madenwürmern betroffen, aber auch für Erwachsene besteht eine hohe Infektionsgefahr.

Schätzungsweise zeigt die Hälfte aller Kinder im Laufe ihres Lebens mindestens einmal einen Madenwurmbefall. In der Fachsprache wird ein Madenwurmbefall auch als Oxyuriose bezeichnet. Madenwürmer siedeln sich beim Menschen in Dick-und Dünndarm an. Häufig verursacht ein Madenwurmbefall einen starken Juckreiz im Bereich des Afters. Vor allem nachts ist der Juckreiz dabei stark ausgeprägt. In anderen Fällen bleibt der Madenwurmbefall aber symptomlos und somit oft unentdeckt.

Bei einem Madenwurmbefall kann die Kolonie der Madenwürmer, die sich im Darm ansiedelt, mehrere hundert Parasiten umfassen.

Ursachen

Zu einem Befall mit Madenwürmern kann es beispielsweise durch den Kontakt mit infizierten Menschen kommen. Auch durch Kontakt mit Exkrementen kann der Madenwurm übertragen werden. Eine Infektion geschieht dabei in der Regel durch Aufnahme von Madenwurmeiern, aus denen sich Larven entwickeln, die sich schließlich im Darm ansiedeln.

Ein Madenwurmbefall kann auch entstehen durch den Kontakt mit Kleidung oder Spielzeug von infizierten Menschen, da die Eier des Madenwurms hier über mehrere Wochen hinweg überleben können.

Weitere mögliche Ursachen für einen Madenwurmbefall können der Verzehr von Fisch oder Fleisch sein, das nicht ausreichend gekocht wurde oder der Verzehr von Waldbeeren oder Pilzen, die nicht gewaschen wurden. Schließlich kann ein Madenwurmbefall auch durch den Konsum von Obst, Gemüse oder Salat hervorgerufen werden, das mit Fäkalien gedüngt wurde.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Madenwürmer rufen zunächst keine eindeutigen Symptome oder Beschwerden hervor. Bei der Ausscheidung der Würmer kann im Bereich des Afters ein unangenehmer Juckreiz auftreten, oft verbunden mit brennenden Schmerzen oder Problemen beim Stuhlgang. Der Juckreiz kann wiederum Folgesymptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Nervosität hervorrufen. Äußerlich zeigt sich die zunehmende Erschöpfung an Hautblässe und Augenringen.

Die Madenwürmer selbst können Eier legen und dadurch chronische [[Magen-Darm-Erkrankungen|Magen-Darm-Beschwerden, Hämorrhoiden und andere gesundheitliche Probleme hervorrufen. Langfristig kann ein massiver Wurmbefall zu chronischem Durchfall, rektalen Blutungen oder Anzeichen einer Appendizitis führen. Begleitend dazu kann es zu einem Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen kommen.

Werden die Madenwürmer nicht behandelt, nimmt das Wohlbefinden weiter ab und die Beschwerden nehmen an Intensität zu. Im schlimmsten Fall ruft ein Befall eine chronische Erkrankung des Magen-Darm-Traktes hervor. Die Symptome für einen Befall mit Madenwürmern machen sich meist nach ein bis zwei Tagen bemerkbar.

Die abgelegten Eier rufen nach wenigen Stunden bis Tagen weitere Beschwerden hervor. Bei einer frühzeitigen und umfassenden Behandlung werden die Beschwerden nach einigen Tagen schwächer und klingen schließlich ab. Spätfolgen treten bei einem Befall mit Madenwürmern in aller Regel nicht auf.

Diagnose & Verlauf

Nur sehr selten führt ein Madenwurmbefall zu ernsthaften Gesundheitsschäden bei einem Betroffenen. Allerdings ist bei einem Befall mit Madenwürmern das Risiko einer Wiederinfektion sehr hoch: Weibliche Madenwürmer verlassen bei einem Madenwurmbefall vorzugsweise nachts den Enddarm, um rund um den Bereich des Afters ihre Eier abzulegen. Diese Eier sind bereits nach einigen Stunden infektionsfähig.

Zu der Verdachtsdiagnose Madenwurmbefall kann es zunächst aufgrund des typischen, starken Juckreizes im Afterbereich kommen. Bestätigt werden kann diese Diagnose beispielsweise durch das Auffinden weiblicher, abgestorbener Madenwürmer an Bettwäsche oder Schlafanzug. Diese Madenwürmer sind mit dem bloßen Auge zu erkennen. Bei einem Madenwurmbefall können mithilfe eines Abstriches im Bereich des Anus die Eier der Madenwürmer unter dem Mikroskop erkannt werden.

Komplikationen

In der Regel handelt es sich bei den Madenwürmern nicht um eine schwerwiegende Erkrankung. Sie kann in den meisten Fällen relativ einfach und schnell wieder behandelt werden, sodass es dabei nicht zu besonderen Komplikationen kommt. Die Beschwerden dieser Erkrankung sind allerdings sehr unangenehmen und können zu psychischen Beschwerden oder zu Minderwertigkeitskomplexen führen.

Vor allem nach einer erfolgreichen Behandlung können die Madenwürmer auch erneut auftreten. Die Betroffenen selbst leiden dabei an einem sehr unangenehmen Jucken im After. Auch im Stuhlgang sind weiße Würmer ersichtlich. Nicht selten schämen sich die Patienten für diese Beschwerde. In der Regel kann die Diagnose sehr schnell erfolgen, sodass auch eine frühzeitige und schnelle Behandlung dieser Beschwerde möglich ist.

Die Behandlung der Madenwürmer erfolgt in den meisten Fällen mit Hilfe von Medikamenten. Diese können die Madenwürmer abtöten, sodass die Beschwerden relativ schnell wieder verschwinden. Die Betroffenen sind allerdings auf eine erhöhte Hygiene angewiesen, damit es nicht erneut zu dieser Beschwerde kommt. Die Lebenserwartung wird durch diese Krankheit nicht verringert. Ebenso können die Madenwürmer auch auf andere Menschen übertragen werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Treten beim Toilettengang wiederholt Unregelmäßigkeiten und Auffälligkeiten auf, ist ein Arztbesuch anzuraten. Bei Juckreiz, einem unangenehmen Gefühl im Bereich des Afters oder einer Gereiztheit sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kommt es zu offenen Wunden, wird eine sterile Wundversorgung benötigt. Sofern diese nicht ausreichend vom Betroffenen gewährleistet werden kann, ist ein Arzt aufzusuchen, da es andernfalls zu einer Sepsis kommen kann.

Bei Blut im Stuhl oder bei rektalen Blutungen sollte ein Arzt die Symptome abklären. Kommt es zu einer Abnahme des Gewichts, diffusen Mangelerscheinungen oder einem allgemeinen Unwohlsein, ist ein Arztbesuch anzuraten. Eine Veränderung des Hautbildes, eine Blässe der Haut oder die Bildung von Augenringen sind Hinweise einer Erkrankung, die untersucht und behandelt werden muss.

Anzeichen wie Sensibilitätsstörungen, ein brennendes Hautgefühl oder Probleme beim Stuhlgang sind mit einem Arzt zu besprechen. Bei Durchfall, einer Mattigkeit, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen liegen gesundheitliche Beschwerden vor, die von einem Arzt näher untersucht werden sollten. Zeigt der Betroffene ungewöhnliche Verhaltensauffälligkeiten, eine erhöhte Nervosität oder eine innere Unruhe, ist ein Arztbesuch nötig. Die Bildung von Hämorrhoiden und eine chronische Entwicklung vorhandener Beschwerden sind Gründe für die Konsultation eines Arztes.

Behandlung & Therapie

Um einen Befall mit Madenwürmern zu behandeln, ist meist eine Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen erforderlich. Eine geeignete medikamentöse Behandlung des Madenwurmbefalls ist oft die Anwendung eines Wurmmittels, das beispielsweise in Apotheken erhältlich ist. Das Wurmmittel trägt bei Madenwurmbefall dazu bei, die Madenwürmer abzutöten oder zumindest ihre Fähigkeit zum Eierlegen zu unterbinden.

Wichtig ist meist, dass bei einer solchen Behandlung des Madenwurmbefalls auch die Personen einbezogen werden, die mit der infizierten Person einen Haushalt teilen. Häufig empfiehlt sich bei einem Madenwurmbefall einige Wochen nach der Behandlung eine weitere Wurmkur, um noch lebende oder neu entstandene Würmer abzutöten. Ungeeignet kann die Anwendung eines Wurmmittels beispielsweise bei Schwangeren sein.

Da ein Wurmmittel zwar die Madenwürmer, nicht aber deren Eier abtöten kann, ist es neben der medikamentösen Behandlung bei einem Madenwurmbefall wichtig, strenge Hygienemaßnahmen einzuhalten: So sollten beispielsweise Bett- und Unterwäsche regelmäßig gekocht werden. Auch ein sehr gründliches Reinigen der Hände und ein Kurzhalten der Fingernägel empfehlen sich, um eventuell anhaftende Wurmeier entfernen zu können. Selbstverständlich sollte man bei Wurmbefall nicht die Finger in den Mund nehmen, da durch das Kratzen am Po oftmals Eier der Madenwürmer unter den Fingernägeln sind. Der Kreislauf der Infektion beginnt sonst wieder von vorn.

Hier finden Sie Ihre Medikamente

Die Prognose bei Madenwürmern ist grundsätzlich günstig. Es handelt sich um keine Erkrankung, die ernste oder schwerwiegende gesundheitliche Folgen hat. Dennoch sollte für eine Heilung eine medizinische Versorgung in Anspruch genommen werden. Der Betroffene benötigt ein Wurmmittel, damit die Keime absterben und aus dem Organismus transportiert werden können. Andernfalls bleiben die Madenwürmer im menschlichen Körper und können sich dort ungehindert vermehren. Der gesundheitliche Zustand ist insgesamt herabgesetzt, dennoch treten meist keine weiteren Beeinträchtigungen auf.

Trotz einer erlangten Beschwerdefreiheit ist die Rate des Wiederbefalls bei Madenwürmern sehr hoch. Sofern sich der Betroffene einmal infiziert hat, gehört er zur Risikogruppe für eine Re-Infektion. Wenngleich die Prognose auch bei einem erneuten Vorhandensein von Madenwürmern günstig ist, sollte dennoch auf die weitere Entwicklung geachtet werden. Der Kontakt mit Fäkalien ist zu vermeiden darüber hinaus ist der Verzehr von Lebensmitteln strenger zu kontrollieren.

Obst und Gemüse sollte keinesfalls roh verzehrt werden. Es ist anzuraten, dass Lebensmittel vor der Aufnahme in den Mund gut gewaschen oder ausreichend gegart werden. Andernfalls kann es schnell zu Entstehung von neuen Madenwürmern kommen. Der Verzehr von rohem Fleisch sollte unter keinen Umständen stattfinden. Insbesondere schwangere Frauen sollten auf ihrer Nahrungsmittelzufuhr verstärkt achten.

Vorbeugung

Um einem Madenwurmbefall vorbeugen zu können, ist vor allem ein regelmäßiges, gründliches Reinigen der Hände wichtig. Finger und Hände sollten, wie bereits erwähnt, nicht in den Mund genommen werden. Besonders bei Kindern ist darauf zu achten, dass sie nicht am Daumen lutschen oder an den Fingernägeln knabbern.

Auch andere potenzielle Infektionsquellen sollten gemieden werden: So sollten beispielsweise Obst, Gemüse und Salat vor dem Verzehr gewaschen und Fleisch bzw. Fisch durchgegart verspeist werden. Das Wichtigste also, um den Madenwürmern vorzubeugen, ist es einen Kontakt ungewaschener Hände mit dem Mund zu vermeiden.

Nachsorge

Da es sich bei Madenwürmer um eine relativ harmlose und leicht zu behandelnde Krankheit handelt, bringt diese auch keine besonderen Maßnahmen der Nachsorge mit sich. Nach der akuten Behandlungsphase liegt der Fokus daher darin, die Unterwäsche gründlich abzukochen, um eventuell verbliebene Eier abzutöten. Sollte die Erkrankung schwerwiegenderer Art gewesen sein, müssen eventuelle Nährstoffmangel und Gewichtsverlust behutsam ausgeglichen werden. Dazu eignet sich eine spezielle Diät, die den Körper nach und nach wieder an die gewohnte Nahrungsaufnahme anpasst und für einen Ausgleich an fehlenden Nährstoffen und Vitaminen sorgt.

Das können Sie selbst tun

Eine Infektion mit Madenwürmern ist in der Regel nicht gefährlich, aber höchst unangenehm und lästig. Vielen Betroffenen ist die Erkrankung auch peinlich. Dennoch sollte unbedingt zeitnah ein Arzt aufgesucht und das soziale Nahfeld, insbesondere Personen, die im gleichen Haushalt leben, informiert werden, da die Madenwürmer hochansteckend sind.

Der Betroffene selbst kann am besten durch die Einhaltung strikter Hygiene zu seiner Genesung beitragen. Weibliche Madenwürmer verlassen den Darm nachts über den Anus um ihre Eier abzulegen. Es ist deshalb äußerst wichtig, Schlafanzüge, Unterwäsche und Bettwäsche regelmäßig in kurzen Abständen zu wechseln und bei wenigstens 60 Grad zu waschen. Diese Maßnahme sollte aus Vorsichtsgründen von allen Mitgliedern eines Haushalts eingehalten werden. Da Madenwürmer auch durch den Kontakt mit Kleidung oder Spielzeug infizierter Personen übertragen werden können, ist hier höchste Vorsicht geboten. Häufig sind Kinder, die ersten Familienmitglieder, die sich infizieren. In diesem Fall muss auch das gesamte Spielzeug regelmäßig gründlich gesäubert werden. Plüschtiere und Puppenkleidung sollte auf wenigstens 60 Grad gewaschen werden. Für Haustiere besteht, sofern keine Primaten gehalten werden, keine Ansteckungsgefahr.

Mittel gegen Madenwürmer sind auch freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich. Bei akuten Anfällen im Urlaub oder in anderen Ausnahmesituationen ist deshalb auch eine Selbstmedikation möglich. Wer beruflich oder privat in Regionen mit stark unterentwickelten Hygienestandards reist, sollte die Reiseapotheke vorsorglich um eine Wurmkur ergänzen.

Quellen

Von „https://medlexi.de/Madenw%C3%BCrmer“

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Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Madenwürmer?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

julia kommentierte am 27.05.2015

Ich bin 42 Jahre alt. Ich habe immer wieder Madenwürmer. Alle paar Monate entdecke ich sie im Stuhlgang. Früher, als Kind, hatte ich auch schon mal diese Sorte Würmer und dann viele Jahre nicht.
Ich arbeite in der Schule und habe drei Kinder. Könnte es daher kommen? Ich halte mich eigentlich an hygienische Grundregeln – ebenso der Rest der Familie. Woher kann das kommen? Wie kann ich mich behandeln, ohne immer wieder Vermox zu nehmen? Gibt es ein anderes rezeptfreies Medikament?

Anja kommentierte am 08.06.2015

Ich habe ein ähnliches Problem wie Julia, 42. Ich habe auch drei Kinder, von denen eines seit Eintritt in die Kita vor etlichen Jahren alle paar Monate wieder Würmer hat. Ich habe bereits alles versucht. Unsere letzte Hoffnung war, dass sich das Problem mit dem Schuleintritt von alleine löst, was aber nicht so war. Kann man ausser den Hygienemassnahmen vorbeugen? Wir bekommen immer alle 5 Helmex, das letzte Mal war es Vermox, aber keines davon hilft dauerhaft, auch nicht bei 3-maliger Gabe im Abstand von je 2 Wochen. Ist es unter Umständen sinnvoll, die Würmer klassifizieren zu lassen, oder notfalls stationär dagegen vor zu gehen? Bitte um Tipps!
LG Anja

Frank kommentierte am 09.06.2015

Kinder, aber auch Erwachsene, kratzen sich häufig bei Madenwurmbefall nachts unbewusst am After, denn die Madenwürmer kommen zum Teil aus dem Enddarm und legen in den Po-Falten ihre Eier ab. Dieser Prozess kann Juckreize auslösen, die dann zum Kratzen führen. Die Eier der Madenwürmer werden dann, auch bei normaler Hygiene, durch essen und trinken wieder in den Mund und damit in den Darm aufgenommen. Hier hilft nur, wer sich dauerhaft die Fingernägel sehr kurz schneidet, sich vor jedem Essen gründlich die Hände mit einer Bürste wäscht und Gemüse und Obst (auch hier können durch biologische Dünger-Fäkalien (Gülle) Eier abgelagert sein) gründlichst vor dem Verzehr reinigt. Bei Daumenlutscher-Kindern sollte den Kindern das Bewusstsein geschärft werden, dass durch das Daumenlutschen und Finger-in-den-Mund-nehmen, die Würmer immer wieder kommen werden.

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