Wunder po BEI baby

Wunder Po: Was hilft?

Bei Fieber ist seine Haut trockener und es entstehen schneller Risse. Besonders anfällig für einen Windelsoor, also eine großflächige Besiedelung mit Hefepilzen, sind Kinder, die ein Antibiotikum nehmen mussten.

Ist der Po entzündet, sollten Eltern beim Windelwechseln besonders auf die Hygiene achten: vor jedem Wickeln die Hände gründlich waschen, Einmaltücher zum Reinigen verwenden oder den Waschlappen nach einmaligem Gebrauch bei 60 Grad Celsius waschen.

Hat Muttermilch einen Einfluss?

Wer stillt, sollte ein paar Tage lang auf säurebildende Lebensmittel verzichten, weil sie Babys Po weiter reizen könnten. Dazu gehören saure Früchte, Nüsse, Schokolade und Kaffee. Muttermilch kann aber auch den Heilungsprozess unterstützen. Ein paar Tropfen auf die gerötete Hautpartie tupfen und gut antrocknen lassen, bevor Sie die Windel schließen.

Wann können Eltern selbst behandeln?

Dafür gibt es laut Natalie Garcia Bartels folgende Faustregel: Ist die betroffene Haut nur leicht gerötet, betrifft es eine kleine Fläche (kleiner als der Handteller des Kindes), und haben sich noch keine Risse oder Pusteln gebildet, können Eltern versuchen, die Entzündung selbst in den Griff zu bekommen.

Was hilft bei wundem Po schnell?

  • Der Klassiker ist Wundsalbe mit Zinkoxid, das macht die Haut widerstandsfähiger. Die Wundfläche wird abgedichtet und sondert weniger Sekret ab. „Außerdem schützt ein dünner Salbenfilm die Haut vor reizenden Stoffen in Stuhl und Urin“, sagt Christel Sillner, Apothekerin aus Beilngries.
  • Eichenrindenextrakt zum Auftupfen und gerbstoffhaltige Sitzbäder wirken leicht entzündungshemmend, so Christel Sillner. Sehr wichtig:die richtige Dosierung. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke beraten.
  • Bei leichten Rötungen werden auch Salben mit pflanzlichen Wirkstoffen empfohlen wie etwa Ringelblume (Calendula). Natalie Garcia Bartels, die auch Allergologin ist, rät besonders bei Babys mit familiärem Allergierisiko, sich vor der Anwendung mit dem Arzt zu besprechen und nicht zu viel auszuprobieren, um eine frühe Sensibilisierung zu vermeiden.

Wunder Po
– was nun?

Die Haut ist rot und geschwollen. Oft kommt es auch zu Bläschen, Pusteln, Schuppen oder offenen Stellen, die bisweilen sogar bluten. Das Wickeln tut jetzt furchtbar weh. Man traut sich kaum, Babys Haut zu säubern.

Woher kommt plötzlich der wunde Po?

Die Windeldermatitis entsteht dadurch, dass der Po in der Windel luft- und wasserdicht abgeriegelt wird. Im feucht-warmen Klima weicht die Haut auf und wird empfindlich für alle Stoffe, die von außen reizen können. Wenn Ihr Baby bisher noch nie Probleme mit einem wunden Po hatte, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass eine der folgenden Ursachen zutrifft:

  • Ihr Baby reagiert auf ein bestimmtes Produkt:
    Vielleicht haben Sie die Windelmarke gewechselt oder ein neues Hautpflegeprodukt benützt?
  • Ihr Baby bekommt Zähne: Viele Babys haben während des Zahnens Durchfall. Der säuerliche Stuhl reizt die Haut ganz besonders.
  • Ihr Baby bekommt eine neue Nahrung:
    Viele Obstsorten (Orangen, Zitronen, Erdbeeren) werden von Babys noch nicht so gut vertragen. Stillkinder leiden seltener unter wundem Po. Falls doch, hat vielleicht die Mama Zitrusfrüchte (oder Multivitamintabletten) gegessen.

Wunder Po – was kann man tun?

  • Wichtig ist, dass Sie Ihr Baby jetzt ganz besonders häufig wickeln. Am besten nach jedem Essen und sofort, wenn es Stuhlgang hatte.
  • Verzichten Sie vorerst auf Reinigungstücher. Säubern Sie die Haut mit klarem Wasser und tupfen Sie sie danach vorsichtig trocken. Man kann auch den Po mit einem Föhn auf lauwarmer Stufe trocken blasen. Aber Vorsicht, dass Ihr Baby keinen Stromschlag bekommt, wenn es plötzlich Pipi macht! Am besten nur in Bauchlage föhnen!
  • Lassen Sie Ihr Baby jetzt so oft wie möglich ohne Windel strampeln. Die frische Luft um den Po fördert die Heilung. Am besten legen Sie es dazu auf ein dickes Handtuch in einem warmen Raum oder unter einer Wärmelampe.
  • Tragen Sie nach dem Wickeln eine zinkhaltige Creme dünn auf die betroffenen Stellen auf. Man kann sie auch mit einer Heilsalbe (z.B. Bepanthen) mischen. Aber bitte nicht zu dick eincremen! Dann saugt die Windel gar nicht mehr und der Po bleibt nass.
  • Ein altes Hausmittel ist die Gerbsäure im schwarzen Tee. Geben sie stark aufgebrühten, kalten schwarzen Tee auf den wunden Bereich und lassen Sie ihn antrocknen. In der Apotheke gibt es auch fertige Badezusätze und Lotionen mit Gerbstoff.
  • Probieren Sie mal eine andere Windelmarke.

Wunder Po – wann zum Arzt?

Wenn sich das Wundsein nicht innerhalb von 3 bis 4 Tagen bessert oder wenn größere Stellen blutig sind, dann sollten Sie zu Ihrem Kinderarzt gehen. Außerdem, wenn sich auf den wunden Stellen Knötchen oder Schuppen bilden. Das deutet auf Bakterien oder Pilze hin, die sich auf der angegriffenen Haut angesiedelt haben („Windelsoor“). In diesem Fall wird Ihnen Ihr Kinderarzt eine geeignete (verschreibungspflichtige) Salbe geben. Wenn sich die Hefepilze auch im Mund finden („Mundsoor“), muss das unbedingt mit behandelt werden. Sonst steckt sich Ihr Baby über den Darm immer wieder von neuem an.

Wunder Po beim Baby – was tun?

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Wundem Po durch häufigen Windelwechsel vorbeugen

Durch die Windel und alle darin landenden Ausscheidungen, ist ein Babypo besonders leicht reizbar. Das feucht-warme Milieu ist der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze. Deshalb solltest Du die Windel Deines Nachwuchses idealerweise vier bis sechs Mal täglich wechseln und den Po Deines Babys so schön trocken und sauber halten. Aber selbst bei ausreichender Pflege kann es sein, dass es zu Entzündungen kommt.

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Wunder Po trotz häufigem Windelwechsel?

Gründe für einen wunden Po beim Baby können zum Beispiel die Unverträglichkeit der Windel oder bestimmte „aggressive“ Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Zitrusfrüchte oder Paprika, sein. Ein wunder Po tritt daher auch häufiger bei Säuglingen auf, die schon die erste Beikost erhalten. Aber auch wenn ein Baby noch gestillt wird und die stillende Mutter Lebensmittel mit hohem Fruchtsäuregehalt zu sich nimmt, kann sich das auf den Stuhl und Po des Babys negativ auswirken. Um zu erfahren, wodurch genau ein wunder Po hervorgerufen wird, solltest Du einmal den Windelhersteller wechseln oder Stoffwindeln ausprobieren. Auch das Weglassen bestimmter Lebensmittel kann bei der Ursachenforschung helfen. Ein wunder Po kann außerdem durch Allergien und Unverträglichkeiten gegen Pflegemittel oder Badezusätze entstehen.

Wunder Po: Erste Hilfe

  • Wenn der Po einmal wund ist, solltest Du versuchen, Dein Baby so oft wie möglich ohne Windel herumlaufen oder strampeln zu lassen, damit Luft an die strapazierte Haut gelangen kann.
  • Beim Saubermachen ist es besser, wenn Du nur noch klares, keimfreies Wasser benutzt und auf eventuell zuvor verwendete Öle verzichtest. Auch Puder und Öltücher aus dem Drogeriemarkt solltest Du nicht weiter verwenden, um den wunden Po Deines Babys zu schonen.
  • Du kannst dem Wasser, das Du zum Reinigen benutzt, auch einen Schuss Eichenrindenextrakt zusetzen und damit die wunden Stellen am Babypo abtupfen. Kamillentee ist als Zusatz ebenfalls sehr gut geeignet, denn er wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch beruhigend.
  • Auch Ringelblumenöl aus der Apotheke hat eine entzündungshemmende Wirkung, die Du zur Pflege des wunden Babypos nutzen kannst.
  • Achte nach dem Reinigen darauf, den Po Deines Babys gut abzutrocknen. Vor allem die Hautfalten müssen gut und vorsichtig getrocknet werden, um zu verhindern, dass der Po sich weiter entzündet.
  • Im Anschluss kannst Du die wunden Stellen am Po Deines Babys mit einer Zinksalbe eincremen, die dafür sorgt, dass der betroffenen Stelle Feuchtigkeit fern bleibt und die die Wundheilung unterstützt. Dabei solltest Du die Creme aber nicht allzu dick auftragen, denn dann gelangt oft nicht mehr genug Luft an die Haut und der Heilungsprozess verzögert sich.
  • Bleibt die Ursachenforschung und erste Hilfe erfolglos und der Po Deines Sprösslings weiterhin wund, solltest Du unbedingt Deinen Kinderarzt um Rat fragen.

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Was tun bei starken Rötungen?

Wenn Du im Windelbereich offene und stark gerötete Hautstellen entdeckst, solltest Du unbedingt den Arzt aufsuchen. Es kann sich um eine Windeldermatitis oder eine Pilzinfektion handeln, die nur vom Fachmann behandelt werden kann. Dazu verschreibt Euch der Kinderarzt spezielle Salben. Ansonsten gelten die gleichen Hygiene-Tipps wie bei einer leichten Rötung.

Die Hälfte der Menschen, die eine proktologische Arztpraxis aufsuchen, kommt wegen Hautproblemen am After. Die Symptome:

  • Jucken
  • Brennen
  • Nässen
  • Wundsein

„All das sind Zeichen dafür, dass die Haut entzündet ist“, sagt Bernhard Lenhard, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Proktologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Ärzte sprechen dann von einem Analekzem. Das kann von einer Hautkrankheit herrühren, aber auch von einem Analleiden wie Hämorrhoiden. Insgesamt unterscheiden Mediziner drei Typen von Analekzemen: irritativ-toxische, atopische und allergische. Bei Kindern steckt häufig eine Wurmerkrankung hinter dem Analekzem.

Die besten Tipps gegen wunden Po

Wenn nässende Hämorrhoiden schuld am Analekzem sind

„Am häufigsten treten irritativ-toxische Analekzeme auf“, berichtet Lenhard. Sie entstehen durch Flüssigkeit, die sich in der Po-Ritze sammelt und die Haut angreift. Meistens handelt es sich dabei um Sekret aus dem Darm oder aus Analfisteln; sehr oft nässen vergrößerte Hämorrhoiden.

„Viele Analerkrankungen führen dazu, dass der After nicht mehr vollständig abgedichtet ist“, erklärt der Facharzt. Durch die Nässe weicht die Haut um den Anus herum auf. Reibt sie dann beim Gehen gegeneinander, entzündet sie sich leicht und ein irritativ-toxisches Analekzem entsteht. Damit die Haut heilen kann, gilt es vor allem, die Analerkrankung schnell zu behandeln und damit die dauernde Reizung der Haut zu unterbinden.

  • Wissen Sie, welche Behandlungen es bei Hämorrhoiden gibt und wie Sie dem schmerzhaften Leiden am besten vorbeugen?

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Atopisches Analekzem: Variante von Neurodermitis

Am zweithäufigsten treten atopische Analekzeme auf: „Sie sind im Grunde nichts anders als eine Miniaturausprägung der Neurodermitis“, erklärt Lenhard. Manchmal manifestiert sich eine Neurodermitis nur am Po. Und „es kommt auch vor, dass das Ekzem die Körperstelle wechselt“, sagt der Experte.

Ein atopisches Analekzem ist sehr langwierig. Typisch ist, dass über viele Jahre hinweg phasenweise immer wieder Juckreiz auftritt, ohne dass der Arzt ein Hämorrhoidalleiden oder eine andere Analerkrankung finden kann. Es kommt allerdings auch vor, dass vergrößerte Hämorrhoiden und ein atopisches Ekzem gemeinsam auftreten. „Die nässenden Hämorrhoiden bringen das Ekzem dann immer wieder in Schub“, sagt Lenhard.

  • Eine geregelte Verdauung trägt enorm zum Wohlbefinden bei. Ein träger Darm ist dabei allerdings hinderlich. Sind Sie betroffen?

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Oft erkennen Ärzte ein atopisches Analekzem nicht oder erst spät; viele verwechseln es mit einer Pilzinfektion. „Die Diagnose setzt ein dermatologisch geschultes Auge voraus“, betont der Facharzt. „Außerdem muss der Arzt nach anderen Anzeichen einer Atopie suchen: Leidet der Patient an Heuschnupfen oder Asthma? Liegt eine dieser Krankheiten in der Familie?“

Auch Allergie kann zu wundem Po führen

Oft wird das Ekzem durch feuchtes Toilettenpapier oder Feuchttücher hervorgerufen. „Sie sind der absolute Renner. Rund 40 bis 50 Prozent der Patienten, die in meine Sprechstunde für Enddarmerkrankungen kommen, benutzen sie“, sagt Thomas Stavermann vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Doch diese Produkte können mit ihren Duft- oder Konservierungsstoffen die Haut leicht reizen. Manchmal lösen sie sogar Allergien aus.

Die häufigsten Analerkrankungen

Leider sind viele Patienten nur schwer von ihrem Hygienewahn abzubringen, meint Stavermann. Gerade zu Beginn der Pubertät litten viele Mädchen und Jungen unter dem Gefühl, unrein zu sein. Also kämpfen sie gegen alles, das zu unangenehmen Gerüchen führen könnte, sie beschränken sich dabei nicht nur auf Feuchttücher: Oft waschen sie den Intim- und Analbereich nach jedem Toilettengang mit Duschgel, die Mädchen verwenden gern auch duftende Slipeinlagen.

Behandlung des Analekzems

Um ein Analekzem zu behandeln, muss ein Proktologe oder Dermatologe herausfinden, welche Grunderkrankung hinter den Hautbeschwerden steckt. Nur wenn er die Grunderkrankung therapiert, hört das Nässen auf und die Haut kann heilen. Stecken Allergien dahinter, sollte der Auslöser dafür gemieden werden. Irritativ-toxische Analekzeme entstünden dagegen häufig durch vergrößerte Hämorrhoiden, sagt Proktologe Lenhard.

Damit die Entzündung abklingt, empfiehlt er, kurzzeitig eine Kortisonpaste oder -creme anzuwenden. Danach müsse der Betroffene seine Hautpflege optimieren. Unter Aufsicht seines Arztes probiert der Patient verschiedene Cremes aus, bis die passende Hautpflege gefunden ist. Lenhard: „Da der Patient in der Analregion einen Schwachpunkt hat, muss er sie immer sorgfältig pflegen, damit kein neues Ekzem entsteht.“

Hilfreich ist auch, allzu hartes Toilettenpapier aus dem Bad zu verbannen. Manchmal lohnt sich auch ein Verzicht auf scharfe Gewürze, da Curry und Co. ebenfalls ein Analekzem auslösen können.

Zinkpaste und Sitzbäder helfen der Haut beim Heilen

Damit die Haut am After heilen kann, sollte sie am besten mit einer weichen Zinkpaste behandelt werden, empfiehlt Doktor Lenhard. Dazu eignet sich beispielsweise Penatencreme. Auch ein Apotheker kann eine Zinkpaste anrühren. Das hat den Vorteil, dass die Creme keine Duftstoffe oder Konservierungsmittel enthält, die die wunde Haut zusätzlich reizen könnten. Sie verdirbt jedoch schnell und muss daher zügig verbraucht werden. „Auf keinen Fall sollte ein Analekzem mit einer sehr fetthaltigen Salbe bestrichen werden“, warnt der Haut- und Enddarmspezialist. Fett wirke wie eine Versiegelung, sodass Flüssigkeit aus der Wunde nicht abfließen kann.

Heilpflanzen gegen Hämorrhoidenleiden

Zusätzlich lässt sich die Analhaut mit Sitzbädern pflegen. Lenhard empfiehlt dazu Eichenrinde. Sie beruhigt die Haut und hemmt Entzündungen. Am besten zwei Handvoll getrocknete, kleingeschnittene Eichenrinde mit zwei Litern kaltem Wasser angießen und zehn Minuten kochen lassen. Den abgekühlten Sud mit warmem Wasser aufgießen, sodass es für ein Sitzbad reicht. Ärzte raten zu zwei Bädern am Tag.

Einen entzündeten Analkanal mitbehandeln

Wenn ein Patient mit einem Analekzem beim Stuhlgang ein extremes Brennen oder sogar Schmerzen spürt, sollte er auch den Analkanal behandeln, sagt der Proktologe. „Die wenigsten Menschen wissen, dass der After innen noch etwa anderthalb Zentimeter mit Haut ausgekleidet ist. Dieser Analkanal kann an jedem der drei Ekzemtypen beteiligt sein.“

Salben, Zäpfchen, OP: So werden Sie Hämorrhoiden los

Lifeline/Wochit

Pflegetipps, um die Heilung eines Analekzems zu beschleunigen

  • Verwenden Sie weder hartes noch feuchtes Toilettenpapier. Beide reizen die entzündete Haut am After zusätzlich.

  • Säubern Sie Ihren After nach jedem Stuhlgang mit klarem Wasser, zum Beispiel mit einem wassergetränkten Wattepad.

  • Tupfen Sie den After nach dem Säubern vorsichtig trocken (nicht reiben!) oder föhnen Sie ihn mit Kaltluft.

  • Stuhlschmieren, wie es häufig bei Hämorrhoiden vorkommt, fördert Ekzeme. Legen Sie daher nach dem Stuhlgang und wenn das Ekzem stark nässt ein Wattepad, weiche Kompressen oder Tücher zwischen die Pobacken. Diese halten den After trocken und sauber, sollten aber regelmäßig gewechselt werden. Außerdem dürfen die Hilfsmittel beim Gehen nicht scheuern, um die Reizung der Haut nicht zu verstärken.

  • Verwenden Sie aufgrund möglicher Unverträglichkeiten keine alten Salben aus der Hausapotheke.

  • Sorgen Sie für einen weichen Stuhlgang. Hier ist die richtige Ernährung ausschlaggebend:

Die richtige Ernährung bei Hämorrhoiden

Was kann sich hinter einem Ekzem am Po verbergen?

Bei übermäßiger Reizung oder durch bestimmte Erkrankungen kann es zu einer entzündeten Haut kommen. Hier spricht man von einem Ekzem oder allgemein von der Dermatitis. Diese kann an fast allen Hautstellen auftreten. Besonders am Po ist das Ekzem jedoch unangenehm und nicht selten warten Patienten aus übermäßigem Schamgefühl zu lange, einen Arzt aufzusuchen. Tritt es um den After herum auf, wird es in der Medizin als Analekzem bezeichnet. Am Po beziehungsweise in der Anal-Region können im Wesentlichen drei verschiedene Arten von Ekzemen auftreten.

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Irritativ-toxisches Ekzem am Po

In etwa einem Drittel der Fälle von Dermatitis am Po handelt es sich um das irritativ-toxische Ekzem. Geprägt ist diese Art von Ekzem am After durch folgende Symptome:

  • starker Juckreiz
  • nässende Wunde am After
  • Hautentzündung
  • gerötete Haut
  • gegebenenfalls eingerissene Haut
  • die Rötung ist abgegrenzt zu gesunder Haut

Diese Art von Ekzem kann durch mehrere Ursachen entstehen. Durch äußere Einwirkungen entsteht eine starke Reizung der Haut und damit diese Dermatitis. Die Einwirkungen können bestimmte hautreizende Substanzen sein, aber ebenso physikalische Einflüsse und Gegebenheiten. Meist ist die Haut am After durch starkes Schwitzen aufgeweicht. Durchfälle und Sekretabsonderungen können ebenfalls die Ursache darstellen. Zudem kann das Ekzem durch schlechte als auch durch übertriebene Hygiene hervorgerufen werden. Dabei können mitunter Reinigungssubstanzen beteiligt sein.

Leidet der Patient an Hämorrhoiden, begünstigt dies die Entstehung der Dermatitis am After. Schlussendlich kann auch eine Infektion mit Parasiten beziehungsweise Würmern zu einem irritativ-toxischen Analekzem führen. Bei längerer Einwirkung der Störfaktoren kann sich ein sogenanntes kumulativ-toxisches Ekzem am Po entwickeln.

Die Therapie zielt zunächst darauf ab, die Ursache wie etwa die Hämorrhoiden zu behandeln. Zudem können entzündungshemmende Salben („Zugsalben“ wie Ichthyol®) eingesetzt werden. In schweren Fällen, aber nicht für eine Dauerbehandlung geeignet, sind Salben, die Cortison enthalten.

Dermatitis äußert sich oftmals in trockener Haut, wobei gerne wasserhaltige Salben eingesetzt werden. Hier sollte aber auf diese Art von Creme verzichtet werden, damit die Haut nicht noch weiter aufgeweicht wird. Besser ist es, Reibung in der Region des Afters zu vermeiden. Olivenöl kann die Symptome lindern und auch Sitzbäder ohne Badezusatz sowie sanfte Analduschen unterstützen die Heilung.

Atopisches Ekzem

Beim atopischen Ekzem, was ebenfalls etwa 30 Prozent der Ekzeme am Po ausmacht, ist das Immunsystem für die entzündliche Veränderung der Haut verantwortlich. Das atopische Ekzem ist auch unter dem Namen Neurodermitis bekannt. Das Immunsystem des Menschen reagiert bei dieser Veranlagung auf bestimmte Reize, die sich in einer Art Allergie äußern. Die Neurodermitis tritt gehäuft in der Analregion auf, besonders dann, wenn die Haut mit Allergenen (allergisch wirkenden Substanzen), die sich im Stuhl befinden, in Kontakt kommt.

Zur Behandlung des Ekzems kommen zunächst fetthaltige Salben zum Einsatz. Zudem eignen sich Ölbäder, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu beschleunigen. Weiterhin können entzündungshemmende und zinkhaltige Salben eingesetzt werden.

Kontaktallergische Ekzeme

Ein Großteil der Ekzeme am Po werden durch Allergien hervorrufen. Meist sind für die Entzündung Allergene verantwortlich, die sich in bestimmten Pflegeprodukten wie Toilettenpapier, Intimspray oder parfümierten Salben befindet. Der Po reagiert empfindlich auf die Stoffe, was sich wiederum durch Rötung und Juckreiz äußert. Die Behandlung dieser Art von Ekzem zielt darauf ab, die möglichen Ursachen für die Entstehung der allergischen Hautentzündung zu beseitigen. Jegliche Auslöser wie Salben, Arzneimittel oder auch bestimmte Nahrungsmittel, die Allergien hervorrufen können, sind zu vermeiden. Während der Erkrankung sollte der Analbereich nur sanft mit Wasser gereinigt und gegebenenfalls Olivenöl eingerieben werden. Auch hier können fetthaltige und entzündungshemmende Salben maßgeblich zur Heilung beitragen. Für eine Dauerbehandlung sind Salben mit Cortison nicht geeignet, jedoch können sie bei einer akuten Erkrankung schnell Linderung verschaffen. Die Nahrungsumstellung kann dazu beitragen, die Analregion zu schonen. Säurehaltige und scharfe Nahrungsmittel sollten vermieden werden.

Ekzeme am Kinder-Po

Der Windelbereich bei Babys und Kleinkindern ist sehr empfindlich und oftmals über längeren Zeitraum Nässe ausgesetzt, wenn die Windel nicht rechtzeitig gewechselt wird. Hier kann leicht ein Ekzem entstehen, welches auch als Windeldermatitis bezeichnet wird. Die Hautveränderung am Gesäß bei kleinen Kindern kann verschiedenste Ursachen haben. Generell sollten entzündliche Veränderungen der Haut am Po des Kindes dem Arzt vorgestellt werden, damit eine ernstere Erkrankung ausgeschlossen werden kann. Verantwortlich für eine entzündliche Veränderung der Haut am Kinder-Po können neben der Wärme und Nässe beispielsweise Bakterien (Streptokokken) sein. Neben der bakteriellen Infektion kann eine Pilzinfektion eine Entzündung am Po verursachen (Windelsoor). Besonders nach einer Behandlung mit Antibiotika ist die natürliche Darmflora gestört und das Risiko, sich eine Pilzinfektion zuzuziehen, steigt. Bei Kindern sollten jegliche Reize, die zu der Dermatitis am Po geführt haben können, beseitigt werden. Dazu zählen auch bestimmte hautreizende Pflegestoffe und in einigen Fällen die Reibung mit Toilettenpapier.

Was ist eine nässende Wunde?

Als nässende Wunde bezeichnet man Verletzungen, die Flüssigkeit, sogenanntes Exsudat, abgeben und nur langsam heilen. Ursache für eine nässende Wunde ist meist eine Infektion.

In vielen Fällen entstehen nässende Wunden bei Abschürfungen der obersten Hautschicht (Epidermis). Solche Schürfwunden sind oft Folgen eines Sturzes. Dringen dann Keime und Bakterien in die Wunde ein, nässt diese, um Fremdkörper und Bakterien herauszuspülen.

Ärzte unterscheiden drei Grade von nässenden Wunden:

  • leicht
  • stark
  • chronisch nässend

Was tun bei nässenden Wunden?

Wenn eine Wunde nässt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie heilt: Das Wundsekret spült Keime und Fremdkörper aus der Wunde und transportiert Antikörper hinein. Trotzdem sollten Sie Ihren Körper bei der Wundheilung unterstützen:

Sind Sie gestürzt und haben sich eine Hautverletzung zugezogen, säubern Sie diese schnellstmöglich. Steinchen und Splitter lassen Sie am besten von einem Arzt entfernen.Waschen und desinfizieren Sie davor Ihre Hände oder ziehen Sie Einmalhandschuhe an – so beugen Sie Infektionen vor.

Mit einem Wundheilungsspray lässt sich die Verletzung einfach und sicher säubern. Die Stelle wird dekontaminiert und ist frei von Keimen. Durch das Spray wird die Wunde zeitglich befeuchtet – so wird eine schnelle Heilung gefördert. Je nach Größe der Verletzung verwenden Sie ein Pflaster oder eine Wundauflage, um die Wunde darunter weiterhin feucht zu halten.

Ein Pflaster hält die Wunde feucht – das kann den Wundheilungsprozess beschleunigenFoto: iStock/temmuzcan

Stark nässende Wunden behandeln

Bei stark nässenden Wunden gehen Sie ähnlich vor, nutzen jedoch kein Pflaster und keinen Verband ­ – es besteht die Gefahr des Verklebens von Haut und Verbandmaterial. Hier eignet sich eine feuchte sterile Kompresse zur Abdeckung der verletzten Haut besser.

Auf die Wundränder tragen Sie eine Wundsalbe (Apotheke) auf. Die Wunde selbst sollten Sie nicht mit Salbe behandeln, da sonst die Wundflüssigkeit nicht abfließen kann.

Nässende Wunden können chronisch werden

Nach vier Wochen sollte eine Wunde verheilt sein, wenn sie richtig behandelt wurde. Ist das nicht der Fall, gilt sie als chronisch.

Gründe für eine chronisch nässende Wunde können sein:

  • Infektion
  • Durchblutungsstörungen
  • Immunschwäche
  • Diabetes
  • Bettlägerigkeit (Druckwunden)

Heilt eine nässende Wunde nicht ab, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden. Die Heilungsdauer einer chronisch nässenden Wunde hängt von der Ursache ab und kann deshalb nur vom Arzt definiert werden.

Bei chronisch nässenden oder entzündeten Wunden sollten Sie den Arzt aufsuchenFoto: iStock/GeorgeRudy

Wann zum Arzt mit nässender Wunde?

Ist eine Wunde gerötet, pocht oder nässt sehr stark, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. In diesen Fällen besteht die Gefahr einer Wundinfektion, die Komplikationen wie eine Blutvergiftung auslösen kann.

Zahnen bei Babys

Reihenfolge der Zahnentwicklung

Die Anlage der Zähne im Kiefer erfolgt bereits im Mutterleib, etwa 40 Tage nach der Befruchtung. Die ersten 20 Zähne sind die Milchzähne. In der Regel bricht der erste Milchzahn etwa zwischen dem 6. bis 8. Lebensmonat des Babys durch, aber dies kann stark variieren. Das Durchbrechen der Zähne wird als Zahnen bezeichnet. Die Reihenfolge in der die Zähne durchbrechen, ist meistens gleich. Bis zum Alter von zweieinhalb bis drei Jahren sind normalerweise alle 20 Milchzähne durchgebrochen und somit das Gebiss für die nächsten Jahre vollständig.

Zahnen bei Babys: Tipps, um dem Baby das Zahnen zu erleichtern

Zahnen: Nicht alle Babys bekommen Beschwerden

Mehr als die Hälfte der Babys empfinden keine Beschwerden beim Zahnen. Auch Fieber oder Durchfall treten oft nur kurz und in leichter Form auf. Die häufigsten Zahnungsbeschwerden sind ein gerötetes und empfindliches Zahnfleisch an der entsprechenden Stelle. Dadurch können die Babys einen vermehrten Speichelfluss haben und häufiger weinen. Außerdem stecken die Babys fast alles in den Mund, um den Juckreiz zu lindern.

Zahnen ist jedoch keine Krankheit. Zeigt das Baby während des Zahnens Krankheitszeichen wie Schnupfen, anhaltenden Durchfall oder hohes Fieber ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache hierfür abzuklären, da diese Beschwerden oft fälschlicherweise mit dem Zahnen in Verbindung gebracht werden.

Anzeichen für das Zahnen

Typische Anzeichen, dass das Baby gerade zahnt, können sein:

  • quengelig sein, weinen, schlechter Schlaf
  • Kontaktbedürfnis, möchte auf dem Arm sein
  • nimmt alles in den Mund und kaut notfalls auf der Hand rum
  • rote, warme Bäckchen, gerötetes Zahnfleisch, vermehrter Speichelfluss
  • seltener: Durchfall, Fieber, Ausschlag

Globulis, um dem Baby das Zahnen zu erleichtern

Insbesondere beim Zahndurchbruch werden verschiedene homöopathische Kügelchen (Globulis) je nach Zustand des Babys empfohlen:

Chamomilla D12

3x tgl. 3 Globulis

eine Gesichtshälfte ist gerötet und warm, die

andere nicht und das Baby hat Durchfall; will

getragen werden und ist zornig

Rheum D12

3x tgl. 3 Globuli

das Baby hat Durchfall und der Stuhl riecht

säuerlich; das ganze Baby hat einen unan-

genehmen Geruch und will getragen werden

Belladonna D12

3x tgl. 3 Globuli

das Baby brüllt viel mit hochrotem Kopf und

überstreckt sich dabei; Baby will nicht getragen

werden, sondern ins Bettchen

Kreosotum D12

3x tgl. 3 Globuli

das Baby hat Mundgeruch, entzündetes Zahn-

fleisch und starken Speichelfluss sowie Rötungen

am Mund und Popo; will nicht getragen werden

Kontakt

Zahnen und wunder Po (gilt nicht nur für Stoffwindeln)

Obwohl es nicht wissenschaftlich/ medizinisch nachgewiesen ist, beobachten viele Eltern, dass ihre Babys und Kleinkinder während des Zahnens einen roten und wunden Windelbereich bekommen. Das kann mehrere Ursachen haben.

Viele Babys sabbern dann sehr stark, so dass vermehrt Speichel geschluckt wird. Zu Zeiten des Zahnens verändert sich manchmal der Speichel und kann eine festere Konsistenz entwickeln, wodurch der Speichel schwerer verdaut werden kann und somit manchmal als schleimiger Durchfall ausgeschieden wird, der dann schnell die empfindliche Haut im Intimbereich reizen kann.

Auch der Urin kann sich zu Zeiten des Zahnens verändern. Viele Eltern bemerken plötzlich einen scharfen, durchdringenden Geruch in der Windel der an Pumakäftig erinnert. Oft entsteht dann der Verdacht, dass die Windeln falsch gewaschen wurden, doch das Problem verschwindet meistens, sobald die verursachenden Zähne endlich „durch“ sind. Der aggressivere Urin reizt nicht nur die zarte Haut der Babys, sondern kann auch empfindliche Materialien längerfristig beschädigen, so dass es tatsächlich sinnvoll sein kann, die Windeln zu dieser Zeit direkt von Hand auszuspülen oder ggf. mit etwas Zitronensäure einzuweichen und erst dann in der Maschine zu waschen („strippen“).

Wichtig ist, möglich schnell zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Folgen des Zahnens im Windelbereich des Babys zu sehen sind. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge, sondern nur Tipps, um einen harmlosen wunden Po des Babys mit einfachen (Haus-)Mitteln in den Griff zu bekommen und deinem Baby Linderung zu verschaffen. Frage im Zweifelsfall immer einen Kinderarzt. Gerade bei Durchfall kann sich z.B. ganz schnell ein Pilz auf der Haut bilden.

Sobald du merkst, dass dein Baby ausgeschieden hat, solltest du die Windel wechseln – egal ob nur Pipi oder auch Stuhlgang. Lass wenn möglich die Windel einfach ganz weg und halte lieber ein Tuch zum Wischen bereit. Luft ist für einen strapazierten Babypo eine Wohltat und beschleunigt die Heilung.

Bevor du zu Cremes greifst, kannst du die wunden Stellen auch mit schwarzem Tee abtupfen. Dazu den Tee besonders stark ansetzen und lange ziehen lassen. Den abgekühlten Tee kannst du entweder vorsichtig mit einem Lappen auf die Haut tupfen oder – wenn sich dein Baby wegen der Schmerzen nicht anfassen lassen mag – auch aufsprühen. Vorsicht, schwarzer Tee gibt üble Flecken, die sich sehr schlecht auswaschen lassen!

Solltest du stillen, hilft es auch, die Haut mit Muttermilch abtupfen oder vorsichtig mit etwas Lanolin/ Wollwachs einzuschmieren.

Eine Einlage aus Bourettseide (z.B. von Disana) als oberste Schicht auf der Windel beruhigt die Haut zusätzlich. Die dünne Einlage wird von Hand ausgewaschen und trocknet sehr schnell. Sie ist vor allem geeignet, wenn die Haut im ganzen Windelbereich gerötet ist.

Für eher punktuell wunden Stellen eignet sich auch Heilwolle aus der Apotheke oder z.B. von dm. Heilwolle darf jedoch nicht an bereits offene Hautstellen kommen!

Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, nur natürliche Materialien wie Baumwolle oder Hanf an die Haut zu lassen, Mikrofaser bzw. Polyester also zu vermeiden. Sollte der aggressivere Urin den wunden Po verursachen, kannst du auch ungefettete Woll-Liner als oberste Schicht in die Windel legen. Der dünne Stoff transportiert den Urin an die saugende Schicht weiter, fühlt sich an der Oberfläche jedoch recht trocken an. Woll-Liner funktionieren also ähnlich wie Fleece-Liner, sind aber nicht aus Polyester und damit besser für die Haut – vorausgesetzt, dein Kind reagiert nicht allergisch auf Wolle!

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