Wird mein baby satt

Woran merkt man, ob man zufüttern muss?

Hallo,
es ist ganz normal, dass man phasenweise (so etwa alle acht Wochen) mal zu wenig Milch hat. Nämlich dann, wenn das Kind plötzlich mehr braucht und sich die Brust noch nicht darauf eingestellt hat (Wachstumsschub). Es kann etwa zehn Tage dauern, bis die Brust mit der gesteigerten Produktion wieder nachkommt. Bis dahin muss man anlegen so oft es geht, egal ob es stündlich ist, oder seltener, oder sogar noch öfter. Nur häufiges Anlegen regt den Milchfluss an.
Dass die Brust weicher wirkt als früher, heißt übrigens nicht, dass sie weniger Milch enthält. Wenn sich das Stillen gut eingependelt hat, kann die Brust wieder so weich werden, wie vor der Schwangerschaft und auch ihre Größe kann deutlich abnehmen. Trotzdem reicht die Milch dann völlig aus. Dass nach dem Stillen noch Milch kommt, wenn Du drückst, heißt, dass wahrscheinlich auch genug da ist. Es macht dem Kind nix, wenn es mal eine Zeitlang etwas öfter trinken muss, um satt zu werden.
Wenn Dein Kind rosig und gesund aussieht und stetig zunimmt (inh. der Tabelle bleibt), besteht kein Grund zur Sorge. Vorübergehenden Mehrbedarf durch Wachstumsschübe beim Kind muss man durchstehen. Jetzt zuzufüttern wäre der Anfang vom Ende einer natürlichen Regulation der Milchmenge.
Aber: Natürlich soll Dein Baby nicht hungern. Bei mir war es so, dass meine Tochter in solchen Phasen eben sehr oft trank (manchmal halb- bis stündlich), dafür dann nur kleine Mengen. Danach hat sie dann aber nicht mehr geweint. Wenn Du mehrere Tage lang das Gefühl hast, Deine Kleine weint wirklich trotz ständigen Anlegens vor Hunger, solltest Du mal mit einer kostenlosen Stillberaterin (Telefonnummern unter www.lalecheliga.de) sprechen, BEVOR Du Dich zum Zufüttern entscheidest. Zufüttern ist nur extrem selten wirklich nötig.
Liebe Grüße,
Mimi

Woran merkt man das ein Baby satt ist beim stillen?

Hallo,meien Tochter ist heute 9 Wochen und 1 Tag alt und wird voll gestillt nach bedarf und ich wollte mal fragen woran man merkt das sie satt ist?
Im Internet liesst man,sie sind satt wenn sie aufhören zu saugen und loslassen,das macht sie aber oft wärend einer Mahlzeit und wenn ich ihr die Brustwarze wieder gebe saugt sie weiter,wenn ich aber merke(was nicht oft der Fall ist) das es immer wieder passiert das sie wieder los lässt,dann nehme ich sie vom Busen ab und meistens ist sie dann auch ruhig aber manchmal meckert sie dennoch rum und dann lege ich sie wieder und und sie ist ruhig bis ich sie dann nach ein paar minuten wieder abnehme und dann bleibt sie meistens auch ruhig.
Nun ist es so das wir dennoch oft eine halbe bis dreiviertel stunde da sitzen um zu stillen,manchmal auch nur 20 bis 25 minuten aber eher selten.Ich lese oft das es weniger wird mit der zeit aber irgendwie dauert es immer noch lange,ab wann wurde es bei euch weniger?
Seit einigen Tagen ist es ja sehr warm,nun ist mir aufgefallen das sier weniger Pullern muss und weniger volle Urinwindeln hat,liegt das an dem Wetter weil sie ja auch schwittz oder muss ich mir sorgen machen,das sie zu wenig zu trinken bekommt?
Seit 4 Tagen stille ich ca 15 minuten die erste Seite bis sie machmal rummeckert,dann bekommt sie die zweite seite bis sie nicht mehr mag,einschläft oder ich sie abnehme und dann hält sie teilweise auch schon 3 bis 4 stunden durch,was vorher immer nur 2 stunden war.Aber das ist halt am Tag,wenn ich ihr nur eine seite gebe was in der nacht der fall ist dann reicht es manchmal auch nur für 1 bis 2 stunden(manchmal auch 3 stunden)weil sie in der nacht meistens dabei einschläft und ich auch.
Durchschlafen tut sie auczh nicht,sie schläft dank des pucksackes von ca 21 uhr bis 3 uhr durch(manchmal auch nur bis 1 uhr) oder etwas länger,dann stille ich sie bis sie wieder einschläft(manchmal auch nicht dann ist sie eine bis 2 stunden wach) dann schläft sie wieder so bis gegen 6,dann stille ich sie wieder und wnen wir glück haben lässt sie uns dann wieder bis 8 oder 9 schlafen,aber das stört mich nicht ich hab mich dran gewöhnt,letztens bin ich sogar um 3 aufgewacht von alleine,weil sie nicht wach wurde und ich konnte erst wieder schlafen als sie dann endlich kam und hunger hatte 😉
Sorry das es so lang geworden ist 😉

Eltern-Angst: Mein Baby wird nicht satt!

Muttermilch sei Dank: Kaum möglich, dass das Baby nicht satt wird

Gerade die ersten Wochen nach der Geburt sind aufregend: Der kleine Liebling entwickelt sich rasend schnell, lernt immer wieder Neues – und braucht dementsprechend viel Nahrung. Wenn das Baby auch nach dem Füttern noch schreit, sind stillende Mütter oft verunsichert, ob die eigene Milch ausreicht. Fakt ist: Muttermilch nährt das Kind in den ersten Lebensmonaten am besten. Und: Nahezu jede Mutter kann stillen. Nur die wenigsten Mütter haben wirklich nicht ausreichend Milch. Die Nährstoffe in der Muttermilch sind auf die besonderen Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt und stärken sein Immunsystem. Stillen wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Gesundheit des Kindes aus: Es fördert auch die Uterusrückbildung bei der Mutter. Gleichzeitig festigt das Stillen die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind.

Stillen: So wird jedes Kind gut genährt

Experten empfehlen, das Kind ab der Geburt bis mindestens zum fünften Lebensmonat zu stillen. Wenn ausschließliches Stillen nicht möglich oder nicht gewünscht ist, sollte das Baby zumindest teilweise mit Muttermilch und teilweise mit Säuglingsnahrung gefüttert werden. Diese Anfangsnahrung ist ab dem ersten Lebenstag für das Baby geeignet. Im Handel erkennt man sie daran, dass sie mit den Zusätzen „Pre“ oder „1“ gekennzeichnet ist. „Pre“-Milch ist dünnflüssig und der Muttermilch am ähnlichsten, während „1er“-Milch zusätzliche Stärke enthält. Dadurch muss das Gewicht des Babys aber stärker kontrolliert werden – es droht Übergewicht.

Wie viel darf mein Baby essen?

Wie häufig und wie lange gestillt wird, richtet sich nach dem Bedarf des Kindes. Innerhalb der ersten Lebenswochen werden die meisten Babys zwischen zehn und zwölf Mal am Tag gestillt. Danach kann es weniger werden, in besonderen Wachstumsphasen auch wieder mehr. Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht benötigt das Kind 150 Milliliter Milch über den Tag verteilt. Wiegt das Baby drei Kilogramm, benötigt es 450 Milliliter Milch am Tag. Wiegt es fünf Kilogramm, sollten es im Laufe des Tages 750 Milliliter Milch sein.
Die tatsächliche Menge Babynahrung sowie Häufigkeit und Dauer des Fütterns können jedoch abweichen. Ob das Baby satt oder nicht satt wird, lässt sich einfach herausfinden: Ein eindeutiger Indikator für eine ausreichende Versorgung ist die Gewichtszunahme.

  • Normalerweise verlieren Babys kurz nach der Geburt erst einmal Gewicht. Spätestens nach zwei Wochen sollten sie das Geburtsgewicht aber wieder erreicht haben.
  • Dann legen sie in den ersten drei Monaten pro Woche bis zu 200 Gramm Körpergewicht zu.
  • Im Alter von vier bis sechs Monaten beträgt die Gewichtszunahme etwa 150 Gramm pro Woche.
  • Im zweiten Lebenshalbjahr kommen in einer Woche rund 100 Gramm mehr auf die Waage.

Schwankungen bestätigen hier aber die Regel. Wichtig ist, dass generell stetig an Körpergewicht zugelegt wird. Die Hebamme und später der Kinderarzt kontrollieren die Zunahme. Ein Zuviel an Muttermilch gibt es nicht.

Häufiger stillen, falls das Baby nicht satt wird

Um „Heißhungerattacken“ beim Baby zu vermeiden, empfiehlt es sich, schon bei den ersten Anzeichen von Hunger die Brust anzubieten. Wenn das Kind den Kopf in Richtung Brust dreht und den Mund öffnet, schmatzende Geräusche macht oder seine Hand in den Mund steckt, sind das eindeutige Signale für Hunger. Je häufiger gestillt wird, desto mehr Milch produziert die Brust. Stillberater empfehlen weiterhin, eine geeignete Stillposition zu finden und mit sogenanntem Wechselstillen die Milchbildung anzuregen. Dazu wird das Kind während einer Stillmahlzeit mindestens zweimal an jeder Brust angelegt.

Schreiendes Baby: Wird es nicht satt?

Wenn das Baby nach dem Stillen trotzdem noch schreit, kann das auch andere Gründe als Hunger haben: Es vermisst den Körperkontakt und möchte wieder die vertraute Wärme spüren. Oder es hat Probleme mit der Verdauung und drückt das durch Brüllen aus. Wer trotzdem Angst hat, dass das Baby nicht satt wird, wendet sich vertrauensvoll an die Hebamme oder den Kinderarzt. Frühestens mit Beginn des fünften Monats und spätestens ab dem siebten Monat sollte ohnehin Beikost gefüttert werden. Ungefähr alle zwei Wochen kann eine weitere der täglichen Muttermilch-Mahlzeiten durch Brei oder Gläschen ersetzt werden. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollte Säuglingsmilch jedoch fester Bestandteil der Ernährung bleiben.

Wie viel darf mein Baby trinken?

Zusammen mit der Beikost können Eltern anfangen, ihrem Kind auch andere Getränke als Säuglingsmilch anzubieten. Nur wenn das Baby Fieber hat oder stark schwitzt, ist eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr auch bei ausschließlich gestillten Babys sinnvoll. Spätestens wenn es dreimal täglich Brei gibt, sind Wasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Fruchtschorlen erste Wahl. Anfangs reichen 100 Milliliter Flüssigkeit am Tag. Je fester die Nahrung wird, desto mehr Getränke sind notwendig. Übrigens: Nasse Windeln mit hellem Urin und weichem Stuhl sind Indikatoren dafür, dass das Baby ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Wenn der Bub minutenlang gierig an meiner Brust trinkt und ihm dabei die Milch aus den Mundwinkeln wieder herausläuft, frage ich mich manchmal wie viele Milliliter er sich wohl pro Mahlzeit einverleibt. In diesen Augenblicken wünsche ich mir eine „Milchanzeige“, nicht weil ich in Sorge bin er könne verhungern, sondern aus purer Neugier.

Doch zum Glück gibt es weder bei meinem Sohn noch bei anderen Babys solch eine Füllstandsanzeige, denn statt ihnen regelmäßig eine bestimmte Menge Milch einzuverleiben, die wir Eltern (ihr Kinderarzt oder ihre Hebamme) für angemessen halten, müssen wir ihnen einfach vertrauen. Und das ist gut so, schließlich weiß niemand besser als unsere Babys selbst, wann sie hungrig bzw. satt sind und wie viel Nahrung sie benötigen.

Inhalt

Hungerzeichen

Für eine entspannte Stillbeziehung empfiehlt es sich, ein Neugeborenes immer dann anzulegen, sobald es die ersten „leisen“ Hungersignale sendet. Dazu gehört das Suchen der Brust, das heißt das Baby dreht sein Köpfchen hin und her und öffnet leicht den Mund. Gleichzeitig beginnt es die Zunge aus dem Mund zu strecken, zu saugen und zu schmatzen. Außerdem wird ein hungriges Baby zunehmend unruhiger – es fuchtelt mit Ärmchen und Beinchen.

Übersehen wir diese leisen Mitteilungsversuche, folgt Alarmstufe rot. Das Baby schreit und bringt es dabei auf eine Schallstärke von 82 Dezibel – knapp unter dem Schalldruck eines Presslufthammers, damit es sicher gehen kann, dass dieses Signal ankommt, egal wie weit wir von ihm entfernt sind. Ein überlebensnotwendiger Mechanismus, schließlich ist dieses hilflose Geschöpf voll und ganz auf unsere unverzügliche Hilfe angewiesen.

Schreien gilt als spätes Hungersignal – es setzt in der Regel erst ein, wenn wir nicht auf die oben genannten Hungerzeichen unseres Babys reagiert haben. Jedoch gibt es auch immer wieder Situationen, beispielsweise wenn ein Baby nach mehreren Stunden Schlaf erwacht, in denen es direkt und ohne jegliche Vorwarnung losbrüllt. Dann hilft nur noch Anlegen und den Hunger des Babys so schnell wie möglich zu stillen.

Sättigungszeichen

Trinkt das Baby an der Brust, können wir beobachten wie es sich mehr und mehr entspannt. Es füllt zunächst in großen, deutlich hörbaren Schlucken seinen Magen und dann entspannt sich sein ganzer Körper: Das Baby öffnet seine Händchen, es lässt Arme und Beine locker herunter hängen. Viele Babys schlafen beim Stillen ein, falls nicht, lassen sie die Brust los und drehen den Kopf weg.

Stillschwierigkeiten durch wachsende Neugier

Allerdings drehen ältere Babys (ab 4/ 5 Monaten) auch gerne den Kopf beim Stillen zur Seite, weil sie etwas Interessantes gesehen oder ein lautes Geräusch gehört haben. Diese wachsende Neugier gestaltet das Stillen recht schwierig, zumal sie beim Wegdrehen gerne die Brustwarze festhalten. Gelingt es meinem Knaben (6 Monate) nicht, sich auf das Trinken zu konzentrieren, dann ziehe ich mich zurück. Im Moment klappt es bei uns am besten, wenn wir alleine sind und uns dabei hinlegen.

Weinen bedeutet nicht unbedingt Hunger

Wird mein Bub zappelig und unruhig, biete ich ihm immer die Brust an, ganz egal ob die letzte Stillmahlzeit 3 Stunden oder 30 Minuten zurück liegt. Meist ist er dann glücklich und zufrieden, doch manchmal schlägt er nach dem Trinken mit seinen Fäustchen auf meine Brust und beginnt zu weinen. Dreht er dabei mehrfach den Kopf weg weiß ich, dass er nicht hungrig, sondern müde oder aus anderen Gründen unzufrieden ist (siehe „Warum weint mein Baby? Und wie kann ich ihm helfen?“). In diesen Situationen stecke ich ihn ins Tragetuch und gehe mit ihm spazieren – das hilft fast immer.

Mein Baby nuckelt doch nur!

Selbst wenn ein Baby pappsatt ist, kann es das Bedürfnis verspüren (teils stundenlang) weiter zu nuckeln. Dieses “non nutritive” Saugen ist ebenfalls von Bedeutung für ein Baby. „Denn Stillen ist weit mehr als Ernährung: Das Saugen an der Brust und die Muttermilch stillen den Durst, lindern Schmerzen, verbessern das Wohlbefinden, senken den Blutdruck, intensivieren die Atmung, regulieren die Körpertemperatur und erleichtern das Einschlafen. Das Stillen ist zudem eine wunderbare Möglichkeit, innere Spannungen abzubauen” (siehe „Stillen nach Bedarf“).

„Viele Leute denken, dass das Baby nicht “schon wieder” das Bedürfnis zum Saugen haben sollte und sie wundern sich, wie es schon wieder hungrig sein kann. Es ist möglich, dass es in diesem Fall nach der Brust verlangt, weil es friert, weil es sich alleine oder aufgeregt/ schläfrig/kränklich fühlt. All diese Bedürfnisse sind gleich berechtigt“ (siehe „Das nicht ernährungsbedingte Saugen“).

Die Geheimsprache hungriger Babys- Wie Dein Baby Dir zeigt wann es hungrig ist und wann es satt ist

Von Christina Law-McLean IBCLC

Eine der größten Unsicherheiten neuer Mütter und Väter ist:
„Wann ist mein Baby hungrig?“, „Woran kann ich erkennen, dass mein Baby trinken möchte?“
Danach gefragt, würden vermutlich die Meisten antworten: „Ein Baby hat Hunger wenn es weint!“ Nein, soviel bereits vorweg, Weinen ist erst ein sehr spätes Hungerzeichen! Dein Baby fängt erst dann an zu weinen, wenn alle anderen subtileren Zeichen versagt haben und es befürchtet, dass sein Bedürfnis nicht erkannt wird. Es schreit erst dann, wenn es keinen anderen Weg mehr sieht, Dich auf sich aufmerksam zu machen.

Stillen nach Bedarf? Ja!
Aber Wann ist der Bedarf denn da?

Diese subtilen Zeichen zu erkennen, ist gar nicht so einfach für frischgebackene Eltern und das verursacht Unsicherheit. Diese Verunsicherung bringt vielleicht auch Dich oft dazu, dass Du Dir ganz genaue Angaben wünschen würdest, wie oft und wie lange Dein Baby trinken soll.
Der Standardsatz „nach dem Kind, nicht nach der Uhr stillen“ stimmt zwar für termingeborene gesunde Neugeborene voll und ganz, aber wenn man nicht weis, was „nach dem Kind“ bedeutet bringt dieser Ratschlag einem wenig.

Nähe und gemeinsame Zeit: Der beste Sprachkurs für Babys Hungerzeichen

Wenn Mama, Papa und Baby von Anfang an viel entspannte gemeinsame Zeit verbringen, entdecken sie ganz von selbst die Vielfalt an Mimik und Gestik, die bereits ein Neugeborenes zeigt.
Auch fällt es Euch durch dieses innige Zusammensein immer leichter, diese kleinen Signale zu sehen und auch zu „lesen“ was Euer Neugeborenes Euch damit „sagen“ möchte. Das schließt natürlich nicht aus, dass Du und Dein Baby Euch dabei auch immer wieder einmal missversteht, aber das gehört dazu.
Deine Hebamme, die Krankenschwester auf der Wochenstation oder Deine Stillberaterin können Dich hierbei sozusagen als „Sprachlehrer“ unterstützen. Sie helfen Dir dabei, zu erkennen wie Dein Baby Dir zeigt, dass es gerne trinken möchte.

Bereits auf erste Zeichen reagieren

Sobald Dein Baby wach und aufmerksam ist und erste Hungerzeichen zeigt, ist der Zeitpunkt ideal, Deinem Baby Gelegenheit zum Trinken zu geben und die Brust anzubieten.
Das Schöne daran, Dein Kind ist zu diesem Zeitpunkt meist noch ruhig und geduldig und die Stillmahlzeit kann so für Euch beide entspannt starten. Denn ein aufgelöst schreiendes Neugeborenes geht meist nicht so ohne weiteres an die Brust. Zunächst einmal muss man ihm helfen, sich beruhigen zu können. Das kann mitunter recht schwierig sein, vor Allem wenn man selbst noch unsicher und die Situation ungewohnt ist.

Babys sprechen mit dem ganzen Körper

Aber was sind denn nun diese subtilen Zeichen, diese „Geheimsprache“?
Babys sprechen quasi mit ihrem ganzen Körper. Und bereits hier zeigen sie ihren ganz individuellen Charakter und ihr ganz eigenes Temperament. Die einen Kinder lassen sich Zeit zwischen erstem Signal „ich bin hungrig“ und dem letzten Schritt, dem Schreien. Andere wiederum sind ungeduldiger und die Spanne in der sie „von 0 auf 100“ sind ist entsprechend kürzer.

Die Hungerzeichen/ Stillzeichen

  • Dein Baby dreht seinen Kopf rasch hin und her, es zeigt den Suchreflex, Rootingreflex
  • Es hat angespannte geballte Fäustchen
  • Dein Baby schmatzt und/oder leckt mit Zunge
  • Es gibt glucksende Laute von sich
  • Dein Baby bewegt Arme und Beine (Strampeln)
  • Es leckt und saugt an Fingern/Fäustchen
  • Weinen ist ein spätes Hungerzeichen!

Biete Deinem Baby ruhig einfach immer wieder
die Brust an, wenn es wach und aufmerksam ist!

Ganz wichtig: Bedürfnisse erkennen und befriedigen ist nicht „verwöhnen“

Das Reagieren auf feine Signale des Babys und das Erkennen und Erfüllen von dessen Bedürfnissen ist nicht gleichbedeutend mit „Verwöhnen“, ganz im Gegenteil!
Bei Deinem Kind stärkt die Tatsache dass Du seine Bedürfnisse rasch erkennst und diese dann befriedigt werden Urvertrauen und Zufriedenheit. Dein Baby ist hierdurch ruhiger, denn es hat die Sicherheit zu wissen, dass wenn es Angst, Hunger oder ein anderes Bedürfnis hat, es nicht erst lange schreien muss, bis Du oder Dein Partner auf seine Signale oder Hilferufe reagieren.

Schon wieder Hunger? Das kann doch gar nicht sein, oder?

Doch, auch das kann sein. Babys und ihr Hunger richten sich nicht nach festen Zeitplänen. Auch ihr Hunger ist tagesformabhängig und Phasen unterworfen. Keinen festen Zeitplan zu haben heißt beispielsweise auch, dass es gut sein kann, dass Dein Baby manchmal mehrfach innerhalb einer Stunde stillen möchte. Und das ist vollkommen in Ordnung so.

Gesunde termingeborene Neugeborene sollen gestillt werden, wann, wie oft und wie lange sie wollen. Allgemein ist es gut, wenn sich Eure Stillmahlzeiten so einpendeln, dass Dein Baby mindestens 8-12 mal innerhalb 24h trinkt.

Wenn sich diese Stillmahlzeiten gleichmäßig verteilen, wäre das spätestens alle 2-3 Stunden. Allerdings ist ein solch gleichmäßiges Schema eher ungewöhnlich. Manchmal möchten Babys sehr oft nacheinander trinken und machen danach dann vielleicht eine etwas längere Pause von mehr als 3 Stunden.

Diese Häufung von Mahlzeiten ist ganz normal, oft auch am Abend. Man nennt dies „Clusterfeeding“.

Schneller Snack oder ausgedehnte Genießermahlzeit?

Auch wie lange Dein Baby an der Brust trinkt, soll es selbst entscheiden. Es darf erst an Deiner einen Brust trinken, bis es dort fertig ist, und darf dann noch an Deiner anderen Brust so lange trinken, bis es satt ist. Es hört sich zwar einfach an, aber manchmal ist es ganz schön schwierig zu wissen, wann Dein Baby mit seiner Mahlzeit fertig ist, wann es satt ist.

Sättigungszeichen – Wann trinkt mein Baby gut, wann ist mein Baby satt?

Ähnlich den sogenannten „Hungerzeichen“ oder auch „Stillzeichen“ gibt es auch eine Reihe von Anhaltspunkten, die darauf hinweisen können, dass Dein Baby gut getrunken hat und nun satt ist. Nach und nach wirst Du auch diese immer besser interpretieren können.

Signale während und direkt nach der Stillmahlzeit, die zeigen können, dass dein Baby gut getrunken hat und satt ist
  • Dein Baby schluckt hörbar und hat einen guten Saugrhythmus während der Mahlzeit
    (kleinere Pausen sind hierbei normal)
  • Es ist Milch im Mund Deines Kindes und an Deiner Brust sichtbar
  • Hände und Beine Deines Babys entspannen sich
  • Dein Baby saugt und schluckt nach einiger Zeit seltener, die Pausen werden größer oder es lässt Deine Brust von selbst los
  • Dein Kind zeigt keine der frühen Hungerzeichen mehr
  • Dein Baby schläft ein
Mögliche Zeichen für gutes Trinken deines Babys An Deiner Brust
  • Deine andere Brust tropft
    (Zeichen für ausgelösten Milchspendereflex)
  • Du empfindest Nachwehen, Verstärkung vorhandener
    Nachwehen, verstärkten Wochenfluss
  • Du fühlst Dich schläfrig
  • Du verspürst Durstgefühl
  • Deine Brüste sind nach dem Stillen entlastet (ab ca. 3. Tag)

Hunger auf mehr als Milch?

Manchmal kann man sich als Eltern beim besten Willen nicht vorstellen, was ein unzufriedenes Neugeborenes denn noch wollen könnte: Die Windel ist frisch gewechselt, der Tag war nicht zu anstrengend, es ist weder zu warm noch friert es.
Es ist auch nicht immer Hunger nach Milch, wenn Dein Neugeborenes in den ersten Stunden und Tagen unruhig ist. Dein Baby braucht viel Nähe und Geborgenheit.
(Mehr zum „Hunger nach Mama und Papa“>>…..)

In diesem Sinne: Entspannt Stillen

Genug Milch für mein Baby?

Bloß nicht hetzen lassen – das sollte für Mama und Baby beim Stillen die oberste Devise sein. Aber warum eigentlich? Eine Stillmahlzeit ist für dein Baby wie eine Art 3-Gänge-Menü – am Anfang wird der Durst durch die Vordermilch gelöscht. Erst danach kommt die sättigende Hintermilch. Trinkt dein Baby also nur kurz an deiner Brust, dann wird es wahrscheinlich nicht satt. Klar, der erste Durst ist gelöscht – nicht aber der Hunger! Die Folge: dein Baby wird schon bald Nachschub einfordern. Achte deshalb beim Stillen darauf, dass dein Baby die Brust voll entleert. Und dafür braucht ihr eben einfach etwas Zeit. Wusstest du, dass am Anfang eine Stillmahlzeit bis zu einer Stunde dauern kann? Später, wenn dein Baby kräftiger saugt, reichen euch vielleicht auch schon fünf Minuten – denn auch hier macht Übung den Meister!

Aber woran kannst du jetzt erkennen, dass dein Baby satt ist? Gute Frage! Wahrscheinlich wird sich dein Baby, wenn der Hunger weg ist, selbstständig von deiner Brust lösen. Es kann aber auch sein, das es einschläft, noch bevor es genug getrunken hat – ist ja auch einfach zu schön bei Mama. Dann kannst du deinem Baby durch sanften Zug oberhalb des Brustwarzenvorhofs die Brust entziehen. Du spürst leichte rhythmische Bewegungen? Dann trinkt dein Baby noch. Alles ruhig? Dann kannst du den Saugschluss sanft lösen. Und so geht’s: Schiebe deinen kleinen Finger zwischen den Mundwinkel deines Babys und deiner Brustwarze – dein Baby wird dann deine Brust loslassen.

Habe ich genug Milch für mein Baby?

Mit der richtigen Stilltechnik haben Sie bestimmt genügend Milch – sogar für Zwillinge! Um Ihnen mehr Zuversicht zu geben: Im Mittelalter, als sich die feinen Damen der Gesellschaft zu edel waren, ihre eigenen Babys zu stillen, hat eine Amme bis zu sechs Kinder mit ihrer Milch grossgezogen!

Bekommt mein Baby genügend Milch?

Das erste Anzeichen, ob Ihr Baby genug zu trinken erhält, sind seine Windeln: Wenn Ihr Baby jeden Tag fünf oder mehr Wegwerfwindeln nass macht und Sie zwei oder mehr Stuhlgänge pro Tag finden, dann hat Ihr Schatz weitaus genug zu trinken.

Wenn Sie es noch genauer wissen wollen, dann können Sie das Zunehmen Ihres Babys durch Wiegen festhalten. In Apotheken und Sanitätshäusern gibt es spezielle Babywaagen zum Ausleihen.

Wenn Ihr Baby weniger als fünf nasse Windeln hat oder ständig unzufrieden ist und kaum zunimmt, sollten Sie unbedingt mit einer Stillberaterin oder dem Kinderarzt Kontakt aufnehmen, bevor Sie zur Säuglingsnahrung greifen. Denn sobald Sie mit dem Zufüttern beginnen, wird Ihre eigene Milchproduktion zurückgehen. Ein „Teufelskreis“ beginnt und schon bald wird Ihr Baby Ihre Milch nicht mehr brauchen und Sie haben abgestillt.

Ihr Baby regelt Ihre Milchproduktion

Ihre Milchproduktion wird durch den Hunger Ihres Babys geregelt: Je mehr es trinkt, je intensiver und länger es saugt, desto mehr Milch werden Sie produzieren. Die Milchproduktion hängt also ab von der:

  • Häufigkeit der Stillmahlzeiten: Setzen Sie Ihr Baby häufiger an, werden Sie auch mehr Milch produzieren.
  • Intensität, wie fest Ihr Baby saugt.
  • Menge, die Ihr Baby bei einer Stillmahlzeit trinkt: Ihr Baby leert Ihre Brust praktisch nie. Es trinkt nur so viel, wie es braucht. Wenn es mehr trinkt, wird mehr Milch nachproduziert.

Diese Tatsachen zeigen, dass eine Mutter immer genügend Milch haben wird, solange Sie Ihr Kind regelmässig und richtig ansetzt und ihm genügend Zeit zum Trinken gibt.

In nur ganz seltenen Fällen können medizinische Probleme dazu führen, dass zu wenig Milch produziert wird.

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