Will ich noch ein kind

Zweites Kind ja oder nein? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Familienplanung ist eine der entscheidenden Fragen im Leben. Hat man den richtigen Menschen an seiner Seite und will gemeinsame Kinder, so stellt sich nach dem ersten Kind häufig die Frage: zweites Kind ja oder nein? Und wenn ja: jetzt oder später?

Du hast dich entschieden,… nein: Ihr habt euch entschieden, noch einmal ein Kind zu bekommen. Glückwunsch! Das wird allerdings euren Alltag noch einmal gehörig durcheinander wirbeln. Schon beim ersten Kind ändert sich für die jungen Eltern das ganze bisherige Leben. Selbst wenn ihr denkt: Das kennen wir ja, Eltern zu sein, ein Kind zu haben … beim zweiten Kind wird doch alles noch einmal ganz anders und wieder ganz neu.

Beim zweiten Kind wird alles anders.

Auch die Fragen rund um das Thema „zweites Kind – ja oder nein“ werden nicht weniger. Die entscheidendsten davon haben wir für euch bereits beantwortet und hier für den besseren Überblick noch einmal zusammengestellt.

Zweites Kind, ja oder nein: Themen, mit denen Eltern sich befassen

1. Beim zweiten Kind wird alles anders

2. Eltern sind beim zweiten Kind gelassener

3. 10 Dinge, die beim zweiten Kind nicht mehr peinlich sind

4. Video: Aus dem Leben einer zweifachen Mutter

5. Bist du bereit für ein zweites Kind? Mach den Test!

6. Die Frage, die sich alle Eltern stellen: Kann ich alle meine Kinder gleich lieben?

7. Habe ich doch vielleicht ein Lieblingskind?

8. Welcher Familientyp du bist, verrät dieser Test

9. Was ein zweites Kind für die Elternzeit bedeutet und andere Finanzfragen

10. Hilfreich: der Elterngeldrechner

Die Entscheidung für ein zweites Kind fällt manchmal nicht leicht

Zweites Kind, ja oder nein: Aspekte, die Kinder und Geschwister betreffen

1. Wie kann man das erste auf das zweite Kind vorbereiten?

2. Wenn sich das erste Kind auf das Geschwisterchen vergebens gefreut hat

3. So bleibt der Streit unter Geschwistern fair

4. Gerechtigkeit unter Geschwistern – was ist fair?

5. So bleibt die Geschwisterliebe

Zweites Kind, ja oder nein: Wichtige Fragen, von Fachleuten beantwortet

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind?

2. Experten-Interview zum Thema zweites Kind

3. Zweites Kind in kurzem Abstand: Welche Erkenntnisse hat die Forschung dazu?

Ein Ratschlag zum Schluss

Wenn du jetzt trotz unserer umfangreichen Themenliste immer noch nicht weißt, wie du dich entscheiden sollst, hier eine Empfehlung: Mach dir deine persönliche Plus-Minus-Liste und schreibe alles auf, was für ein zweites Kind spricht, und was dagegen. Egal wie dabei das Ergebnis ausfällt – eines solltest du auf keinen Fall außer Acht lassen: dein Bauchgefühl – denn dein Bauch hat meistens recht.

Zweites Kind, ja oder nein?

Aus eins mach zwei

Ein zweites Kind zu bekommen, bedeutet, Ihrem Erstgeborenen eine kleine Schwester oder einen kleinen Bruder zu schenken und sich selbst und Ihren Partner zurück in die Zeit mit Säugling zu beamen. Die Frage, wann die beste Zeit für ein zweites Kind ist, kann man so einfach natürlich nicht beantworten.

Während Sievielleicht in Tagträumen über Ihren neuen Babybauch oder dem erneuten Start Ihres Adoptionsabenteuers schwelgen, stellen wir Ihnen neun Fragen, die Sie sich selbst beantworten sollten, wenn Sie über ein zweites Kind nachdenken.

  1. Sind Sie und Ihr Partner der gleichen Meinung?
    Nicht jedes Paar ist sich einig darüber, ob es ein zweites Kind haben will. Setzen Sie sich also auf jeden Fall hin und sprechen Sie darüber, bevor Sie es tatsächlich angehen.
  2. Haben Sie genug Platz?
    Falls Sie vorhaben, dass Ihre Kinder sich ein Zimmer teilen, holen Sie das Maßband raus. Ein größeres Kinderbett und ein Babybett in denselben Raum zu packen, kann knifflig sein. Ausreichend im Voraus zu planen, wird dafür sorgen, dass Sie, falls notwendig, genügend Zeit zum Renovieren oder für einen Umzug haben.
  3. Haben Sie genug Geld?
    Es führt kein Weg daran vorbei: Zwei Kinder zu haben bedeutet doppelt so hohe Ausgaben, inklusive Essen, Kleidung, Spielzeug, Schulgebühren und so weiter. Sich mit einem Finanzplaner zu treffen, ist eine gute Idee, genauso wie einen Blick auf seine Ersparnisse und seinen momentane Anstellung zu werfen.
  4. Wird Ihr Erstgeborenes es verstehen?
    Ein zweites Kind ist zweifelsohne eine Freude, aber Ihr Erstgeborenes mag da eventuell anderer Meinung sein. Falls Sie sich dazu entscheiden, noch ein Kind zu bekommen, seien Sie darauf vorbereitet, dass Ihr Erstgeborenes gleichzeitig verwirrt, traurig, wütend und glücklich sein kann, wenn Sie ihm erzählen, dass ein anderes Baby unterwegs ist. Um ihm dabei zu helfen, sich darauf vorzubereiten, sollten Sie gemeinsam Bücher darüber lesen und Rollenspiele mit Puppen und Kuscheltieren spielen, damit es ein bisschen Zeit hat, die Neuigkeiten auf seine Art und Weise zu verdauen. Oft hilft es, Zeit mit Familien oder Freunden zu verbringen, die auch gerade ein neues Baby bekommen haben. Und denken Sie daran, die Bindung zwischen Geschwistern ist oft etwas ganz besonderes.
  5. Wie viel Zeit sollte zwischen den beiden Kindern liegen?
    Ein kleiner Altersunterschied erleichtert es den Kindern, Klamotten, Spielzeuge und Gewohnheiten zu teilen (so wie das gemeinsames Baden oder das gleichzeitige Füttern). Andere Eltern mögen wiederum einen größeren Altersunterschied einfacher finden, weil das ältere Kind wahrscheinlich tagsüber in der Schule sein wird. Entscheiden Sie, was das Beste für Ihre Familie ist, aber denken Sie daran, dass es nicht immer so einfach ist, eine Schwangerschaft zeitlich genau so zu planen, wie Sie es gerne hätten!
  6. Wer betreut das Kind?
    Der aktuelle Babysitter ist vielleicht nicht dazu bereit, auch noch auf ein zweites Kind aufzupassen oder Sie müssen vielleicht eine neue KiTa oder Kindergarten finden, der sowohl Kleinkinder als auch ältere Kinder aufnimmt. Überlegen Sie sich außerdem im Vorfeld, wer die Elternzeit übernehmen möchte und wenn ja, wie lange.
  7. Können Sie erlernen, ein Kind anderen Geschlechts zu erziehen?
    Einige Mütter sind besorgt, dass sie keine Erfahrung mit Babys anderen Geschlechts haben. Deswegen gilt es, gut darauf vorbereitet zu sein. Die meisten entscheiden sich dafür, das Geschlecht des Babys schon vorher herauszufinden, damit sie ein bisschen Zeit haben, sich an den Gedanken zu gewöhnen.
  8. Wie werden Sie mit dem Stress umgehen?
    Ein zweites Kind bedeutet, dass Sie sich noch mehr kümmern müssen, ganz zu schweigen von zusätzlichem Geschirr und Wäsche. Aber es macht auch eine Menge Spaß! Seien Sie nicht so streng mit sich selbst und organisieren Sie sich Hilfe (Ihre Mutter, Schwester oder eine Freundin), bevor Sie das zweite Baby bekommen.
  9. Wie kommt man mit zwei Kindern zurecht?
    Vergessen Sie nicht den Papa, wenn es darum geht, ein zweites Kind zu bekommen. Viele Mütter freuen sich auf Zeit alleine mit ihren Kindern – genauso wie Ihr Partner! Versuchen Sie Wege zu finden, wie sie beide eine enge Bindung zu beiden Kindern aufzubauen, und Ihre jetzt noch größere Familie zu zelebrieren.

Die Ankunft eines weiteren Babys ist ein bedeutsames Ereignis und es eine wichtige Entscheidung, die Sie und Ihr Partner zu treffen haben. Entscheiden Sie, was das Beste für Sie ist und teilen Sie Ihre Familienfreuden mit Ihrem Partner!
Dieser Text erschien ursprünglich auf Care.com und wurde aus dem Englischen übersetzt.

Zweites Kind – ja oder nein?

Möchten wir ein zweites Kind – ja oder nein? Eine große Frage für die Familienplanung, mit der sich viele Paare über kurz oder lang konfrontiert sehen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind? Gibt es den überhaupt? Wie viel Altersunterschied zwischen dem Nachwuchs ist ideal? Wir haben Dir und Deinem Partner die wichtigsten Fragen zusammengestellt, damit Euch die Entscheidungsfindung leichter fällt.

Du kommst immer wieder über ein zweites Kind ins Grübeln? Dein Partner oder sogar Dein Kind äußern immer häufiger den Wunsch nach einem weiteren Baby bzw. nach einem Geschwisterchen? Und auch Du hättest nichts dagegen noch ein kleines Würmchen im Kreise Deiner Familie willkommen zu heißen, bist Dir aber nicht sicher, ob es dafür nicht noch zu früh ist? Den richtigen Zeitpunkt für ein zweites Kind gibt es genauso wenig wie beim ersten Baby. Dennoch spielt das Timing eine große Rolle, wenn es zum Thema Familienzuwachs kommt. Solange Ihr aber den Wunsch nach einem weiteren Familienmitglied teilt, lassen sich auch für alle weiteren Fragen Antworten und Lösungen finden.

Möchten wir ein zweites Kind – ja oder nein? Diese Entscheidung sollte wohl überlegt sein!

Welcher Alterunterschied ist der beste?

Den idealen Alterunterschied zwischen Deinen Kindern gibt es nicht. Oder besser gesagt: Er variiert von Paar zu Paar. Viele Eltern denken erst über ein zweites Kind nach, wenn das Erstgeborene aus dem Gröbsten raus ist. Andere Paare schätzen einen möglichst kleinen Altersunterschied zwischen ihren Sprösslingen, damit die Geschwister besser zusammen spielen können und gemeinsam aufwachsen. Aber auch die Fachwelt hat ihre Meinung zur Frage des Altersunterschiedes. So raten Hebammen und Ärzte zu einem nicht zu geringen Altersunterschied, damit der Körper der Mutter sich erholen kann. Sie empfehlen Eltern in den ersten neun Monaten nach der Geburt zu verhüten. Denn eine zweite Schwangerschaft mit einem Baby oder einem sehr mobilen Kleinkind ist nicht nur eine Doppelbelastung, sondern zugleich eine ziemlich große Herausforderung. Egal für welchen Altersunterschied Ihr Euch auch entscheidet: Ob sich Eure Kinder untereinander verstehen werden, ist nicht planbar und hängt weder vom Alter noch vom Geschlecht der Knirpse ab. Sicherlich könnt Ihr als Eltern mit Eurer Erziehung so einiges beeinflussen – etwa indem Ihr kein Kind bewusst bevorzugt – aber eben nicht alles.

Wünscht sich Dein Kind ein Geschwisterchen?

Die Checkliste: Zweites Kind – ja oder nein?

Wenn Ihr Euch ein zweites Kind wünscht, sollten Dein Partner und Du zunächst gemeinsam ein paar Gedanken spinnen – zum Beispiel wie Euer Familienleben mit einem weiteren Mitglied aussehen würde. Die folgenden Fragen können Euch dabei unterstützen und vielleicht auch helfen, den bestmöglichen Zeitraum für ein weiteres Baby etwas einzugrenzen:

  • Wie war meine erste Schwangerschaft?
  • Was würden wir bei einer zweiten Schwangerschaft anders machen?
  • Wie war meine erste Geburt?
  • Wie war der Babyalltag?
  • Hatten wir in der ersten Zeit genug Zeit für uns?
  • Wie fühlen wir uns als Familie – ist noch ein weiterer Platz für ein zweites Kind frei?
  • Wie sieht es mit unserer beruflichen Planung aus?
  • Wer hilft mit dem ersten Kind, wenn es in der zweiten Schwangerschaft Probleme gibt?
  • Wie kann eine Aufgabenverteilung aussehen, wenn zwei Kinder da sind?
  • Wie würden wir mit Schwierigkeiten umgehen?
  • Könnten wir auch mit einer längeren Wartezeit auf ein zweites Kind klarkommen?
  • Was passiert, wenn wir uns dafür entscheiden, nur ein Kind zu haben?
  • Was sagt das Herz – wünschen wir uns noch ein Baby?

Zweites Kind – ja oder nein? Wichtig ist besonders, dass Ihr Euch für diese große Frage ausreichend Zeit nehmt und sie vor allem gemeinsam beantwortet. Was für Euch in Sachen Familienplanung heute noch total einleuchtend klingt, mag Euch in ein paar Monaten vielleicht schon wieder völlig unlogisch erscheinen. Folgt bei dieser Entscheidung also ruhig der Redewendung: Kommt Zeit, kommt Rat. Ist Dein Erstgeborenes bereits alt genug, solltet Ihr es übrigens unbedingt in die Entscheidung mit einbeziehen und im Falle einer erneuten Schwangerschaft Dein Kind auf ein zweites Baby vorbereiten.

Die Babyfrage

Kinder — ja oder nein?

Leider gibt es aus medizinischer Sicht keine nachweisbaren körperlichen Zeichen, die uns sagen, wann es endlich losgehen soll. Wer darauf wartet, läuft Gefahr, den richtigen Zeitpunkt ganz zu verpassen – wenn es den überhaupt gibt. Mit dem Kinderkriegen ist es vielleicht ein bisschen so wie mit dem Traummann: Je länger man auf ihn wartet, desto konkreter und anspruchsvoller wird das Bild, das wir von ihm im Kopf haben. Irgendwann reicht kein echter Mann mehr an die Wunschvorstellung heran. Keine Wow-Gefühle? Dann kann es nicht der Richtige sein. Natürlich gibt es immer wieder die Paare, die von Trommelwirbel und Liebe auf den ersten Blick erzählen, aber so richtig viele sind es nicht, oder? Und wie viele Mütter sind eines Morgens aufgewacht und dachten: „Oh mein Gott, Babys! Jetzt!“ Genauso wenige? Das sollte einem zu denken geben.

Obwohl – ein Anzeichen, dass die Zeit langsam abläuft, soll unser Körper doch abgeben: Die Universität in Austin, Texas, fand heraus, dass sich die Lust von Frauen erhöht, wenn ihre Fruchtbarkeit abnimmt. Bedeutet also: Weil wir insgeheim merken, dass uns langsam die Eizellen ausgehen, versuchen wir auf Teufel komm raus, noch Nachwuchs zu zeugen. Es könnte aber auch schlicht und ergreifend damit zusammenhängen, dass wir mit den Jahren immer besser werden im Bett und somit noch mehr Spaß in selbigem haben. Wie man es auch dreht und wendet, sexuelles Verlangen ist wahrscheinlich nur ein sehr vager Indikator für die Sehnsucht nach Kindern.

Aber auf wen sollte man denn nun hören? Auf die Freundinnen, die von ihrem Kindersegen schwärmen? Auf drängende Eltern? Oder doch ganz allein auf sich selbst? Wahrscheinlich auf alle drei. Wer plötzlich überall nur noch Kinder und strahlende Mütter sieht, ist vermutlich an einem ganz guten Punkt angekommen und sollte einfach loslegen, ohne sich mit unendlich vielen Fragen zu quälen. Meistens werden doch eh immer die Dinge am besten, die man anfängt, bevor man eigentlich weiß, wie sie enden sollen. Schließlich ist und bleibt das Kinderkriegen einfach eine der wenigen Sachen, die sich nicht analysieren und durchkalkulieren lassen. Ist ein Baby erst mal auf der Welt, stellt es sie sowieso auf den Kopf. Da kann man vorher alles noch so gut geplant haben.

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Der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind – gibts es ihn?

Wo ist mein Baby hin? Demian hat in den letzten Wochen einen wahnsinnigen Entwicklungssprung gemacht. Aus ihm ist nun wirklich ein richtiger kleiner Junge geworden. Ein Rabauke durch und durch! Ich glaube, die Uhren ticken schneller, sobald man Kinder hat. Ich stille seit über 2 Monaten nicht mehr, was eine absoluter Luxus für meine Freizeit bedeutet! Denn ich kann ihn jetzt länger bei Papa oder Oma lassen, bin flexibler und habe tatsächlich wieder das Gefühl, mehr am Leben außerhalb der Mamarolle teilzunehmen. Sogar einen Cocktail trinken und mal schick aufgetackelt ausgehen ist jetzt drin – wie cool!

Das habe ich mehrere Wochen auch tatsächlich bewusst genossen. Und nun ist er wieder da. Er kam angeschlichen und obwohl ich ihn schon erwartet habe, kam er doch überraschend schnell – der Wunsch nach einem zweiten Kind. Einem Geschwisterchen für Demian. Einem kleinen Wesen, das mich wieder zur Mama macht, von einem Moment auf den anderen die Kontrolle über meinen Körper übernimmt und es sich im Bauch gemütlich macht. Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind? Und gibt es ihn überhaupt?

Zweites Kind – Ja oder Nein?

Dass Demian kein Einzelkind bleiben würde, war uns schon klar, als wir uns gegenseitig fragten „Wie viele Kinder willst du später?“. Da dürften wir 16 oder 17 gewesen sein. Blutjung, meilenweit davon entfernt, Kinder zu haben. Aber selbst da waren wir uns einig – zwei sollen es werden. (Junge und Mädchen – hallo Wunschdenken, aber wer weiss, ist ja noch offen!).

Und noch als ich mit Demian frisch nach der Entbindung im Krankenhaus lag, war der Wunsch nach einem zweiten Würmchen präsent. Ich habe es mir direkt vorstellen können, noch einmal Mama zu werden!

Ob man überhaupt ein zweites Kind möchte, ist für mich eine globale Entscheidung. Eine gewichtige. Ganz anders als die, ob man sich ein drittes oder viertes etc. wünscht. Denn irgendwie ist das erste Kind direkt von der Entscheidung betroffen. Wird es ein Einzelkind bleiben? Wird es jemals Onkel oder Tante werden können? Wird es einen Verbündeten gegen die Eltern haben? Ganz viele Fragen, die mir da durch den Kopf gehen. Ob dann noch weitere Geschwister dazukommen, finde ich persönlich weniger wichtig. Aber der Status „Einzelkind“ ist mit dem ersten Geschwisterchen definitiv für immer fällig.

Leben als Einzelkind

Ich bin eins. Das verwöhnte Einzelkind. Das nicht teilen kann, egoistisch ist und jeden Tag geweint hat, weil es allein war. …. Spaß beiseite! Es gibt furchtbare und ungerechte Dinge, die über uns Einzelkinder gesagt werden und Pauschalisieren ist hier genauso fehl am Platz wie in diversen anderen Lebensbereichen.

Ich habe meine Kindheit auch ohne Geschwister absolut genossen. Die vielen Freunde haben mir ausgereicht und klar – ich konnte mir natürlich nicht vorstellen, wie das Leben ist, wenn man nicht die volle Aufmerksamkeit der Eltern bekommt. Ich hatte immer einen Horror davor, ein jüngeres Geschwisterchen zu haben. Ich weiss auch nicht, wieso. Irgendwie fand ich die Vorstellung nicht so prickelnd. Einen älteren Bruder habe ich mir jedoch immer gewünscht. Vielleicht wegen seiner gutaussehenden Kumpels später?! Haha, das weiss ich nicht mehr wirklich. Aber wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen, wäre es ein 2-4 Jahre älterer Bruder geworden. Sportlich und gutaussehend natürlich.

Perfekter Altersunterschied zwischen Geschwistern?

Okay, es steht für uns also fest, dass ein zweites Kind super in unsere kleine Familie passt. Suchen wir also weiter nach dem perfekten Zeitpunkt. Ich habe schon öfters Diskussionen miterlebt, in denen es um den idealen Altersunterschied zwischen den Kindern ging. Und wie sollte es anders sein – die Meinungen gehen meilenweit auseinander. Von 10 Monaten (wow – Respekt! Wäre unser Untergang gewesen..) bis 15 Jahre (oder mehr) ist alles dabei.

Und mal ehrlich, jede Ansicht hat ihre Daseinsberechtigung. Denn hört man sich die einzelnen Vorteile an, machen sie alle Sinn. Bei geringen Abstand geht man davon aus, dass die Kinder ähnliche Interessen haben, sich gut miteinander beschäftigen können, immer einen Spielpartner an ihrer Seite haben. Eine sehr schöne Vorstellung, finde ich. Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass es noch die Eltern gibt. Und die dürften sich an bestimmten Tagen die Kugel geben wollen.

Also vielleicht doch lieber ein paar Jahre mehr dazwischen einplanen – z.B. fünf? Dann ist das erste aus dem Gröbsten raus, beschäftigt sich (hoffentlich) schon öfters allein, geht vielleicht in den Kindergarten und schon bald in die Schule. Klingt nach einer Entlastung. Aber ist es das auch? Denn es will auch ungeteilte Aufmerksamkeit und hat Mama viel zu erzählen. Kann man beiden gerecht werden? Andererseits findet es sein Geschwisterchen möglicherweise auch total spannend und geht in der “große Schwester bzw großer Bruder”-Rolle total auf?

Oder noch länger warten? 10 Jahre? Dann kann das Erste sogar sein Taschengeld aufbessern und babysitten! Wenn es denn will.. Aber für die Eltern kann es sicherlich eine tolle Erfahrung sein, wieder ein Baby zu haben. Wieder wickeln, wieder tragen, wieder Babyduft. Kostbare Erinnerungen dürften hochkommen, die einem noch einmal bewusst machen, was für ein Wunder man da gerade vor sich hat.

Kinderwunsch ist ein Herzenswunsch!

Summa sumarum – es gibt ihn nicht. DEN perfekten Zeitpunkt für das zweite Baby. Auch nicht fürs dritte und vierte und zehnte. Es ist eine individuelle Entscheidung, mit der sich das eine Paar sehr gut fühlt und ein anderes dagegen vielleicht total unglücklich wäre. Und genau so ist es auch gut. Die verschiedenen Familienmodelle sind jedes auf seine Art und Weise spannend und einzigartig.

Meine Oma sagte vor wenigen Wochen zu uns, dass wir ein zweites bräuchten. Dass es an der Zeit wäre. Ich nehme es ihr nicht übel, denn ich weiss, wie sie es meint. Und natürlich prallen solche Aussagen an mir ab, denn mir ist sehr bewusst, wie wichtig es ist, für sich selbst den perfekten Zeitpunkt für ein neues Leben zu bestimmen. Keiner von aussen darf es beeinflussen! Kein Mensch dieser Welt darf einem da Druck machen! Auch keine äußeren Umstände wie ein ungeliebter Job oder eine angeknackste Beziehung, die man mit einem neuen Baby vielleicht retten möchte. Und ganz wichtig: beide Partner müssen den Kinderwunsch haben. Ein Überreden gibt es in diesem Fall nicht. Es ist eine Entscheidung, die mit dem Herzen getroffen wird. Dein ganzes Inneres muss dieses Wesen wollen. DANN ist es der perfekte Zeitpunkt. Und den merkt man. Den fühlt man mit jeder Zelle seines Körpers.

Wir sind bereit für Dich, kleines Wesen. <3

Bis bald,

Alina

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