Wieviel schlaf kind?

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Schlafbedarf Kinder

(romrodinka / iStockphoto)

Ein erholsamer Schlaf ist für Klein- und Schulkinder von großer Bedeutung. Im Schlaf werden neu Gelernte und die Eindrücke des Tages verarbeitet. Der Körper sammelt neue Energie für den nächsten Tag.

Wie viel Schlaf braucht ein ein- bis dreijähriges Kind?

Ein- bis Dreijährige schlafen meist 10 bis 12 Stunden, in den meisten Fällen hat sich in diesem Alter bereits ein regelmäßiger Schlafrhythmus entwickelt. Wenn es darum geht, Kinder auf das Zubettgehen vorzubereiten, ist ein Gute-Nacht-Ritual in diesem Alter besonders wichtig. Es schafft einen festen Rahmen und die Kinder lernen so, dass der Tag zu Ende geht und die Schlafenszeit kommt.

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Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Alter Schlafbedarf
Neugeborenes 16 bis 19 Stunden
3 Monate 13 bis 14 Stunden
6 bis 12 Monate 12 bis 14 Stunden
1 bis 3 Jahre 10 bis 12 Stunden
3 bis 5 Jahre 10 bis 12 Stunden
ab 6 Jahre (Schulkind) 10 Stunden

++ Mehr zum Thema: Wie viel Schlaf braucht ein Baby? ++

Das Gute-Nacht-Ritual

Ein Gute-Nacht-Ritual ist ein festgelegter Handlungsablauf, der sich täglich vor dem Schlafengehen wiederholt und immer ungefähr zur gleichen Uhrzeit stattfinden sollte. Es könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Lassen Sie Ihr Kind bewusst zur Ruhe kommen, indem Sie mit einem ruhigen Spiel den Tag ausklingen lassen.
  • Suchen Sie gemeinsam den Pyjama heraus.
  • Hören Sie gemeinsam etwas ruhige Musik.
  • Lesen Sie etwas vor oder erzählen Sie einander Geschichten.
  • Bringen Sie Ihr Kind zu Bett. Ein Kuscheltier vermittelt Geborgenheit.
  • Das Gute-Nacht-Ritual sollte 15 bis 30 Minuten dauern.

Wie viel Schlaf brauchen Kinder ab drei Jahren bis zum Vorschulalter?

Auch in diesem Alter schläft ein Kind meist 10 bis 12 Stunden, wobei die Gewohnheiten nun oft schon fest etabliert sind. Denken Sie daran, dass Kinder in diesem Alter häufig Albträume haben. Die Fantasie ist nun besonders ausgeprägt – Monster oder Hexen unter dem Bett oder im Schrank sind da keine Seltenheit.

Zudem werden die Erlebnisse und Eindrücke des Tages, zum Beispiel ein aufregender Tag im Kindergarten, in Träumen verarbeitet und können mit ein Grund für Schlafprobleme sein. Auch Fernsehsendungen können sich auf das Schlafverhalten Ihres Kindes auswirken – bedenken Sie dies bei der Wahl des Fernsehprogrammes.

Was tun, wenn das Kind in der Nacht aufwacht?

Wacht Ihr Kind nachts auf und weint, braucht es Trost und Geborgenheit. Streicheln Sie es sanft und flüstern Sie ihm ein paar beruhigende Worte zu. Nehmen Sie seine Ängste ernst, auch wenn es sich um Angst vor einem Monster handelt – für Ihr Kind ist dieses Monster Wirklichkeit. Diese Phase ist ganz normal, die meisten dieser Ängste verschwinden mit der Zeit von selbst wieder.

Soll man ein Kind aufwecken, wenn man bemerkt, dass es einen Albtraum hat?

Wecken Sie Ihr Kind nicht mehr von sich aus auf, wenn Sie z.B. merken, dass es schlecht träumt. Fragen Sie Ihr Kind auch nicht nach seinem Traum, wenn es nicht wirklich munter ist. Meist wachen Kinder nach einem Albtraum nicht richtig auf und fallen schnell wieder in den Schlaf zurück. Am nächsten Morgen wissen sie dann meist nicht einmal mehr, dass sie geträumt haben.

Schlafen Kinder untertags, klappt es am Abend oft nicht mit dem Zubettgehen

Bedenken Sie auch: Je mehr Ihr Kind untertags schläft, umso weniger Schlaf braucht es in der Nacht. Wenn Ihr Kind also abends Probleme beim Einschlafen hat oder nachts regelmäßig wach wird, überlegen Sie, ob es z.B. wirklich noch einen Mittagsschlaf braucht – spätestens im Vorschulalter ist bei den meisten Kindern damit Schluss.

Wie viel Schlaf braucht ein Schulkind?

Das Schlafbedürfnis eines Schulkindes beträgt in etwa 10 Stunden. Es ist wichtig, die Bettzeiten mit den Aktivitäten des nächsten Tages abzustimmen. Dadurch kann das Kind ausgeruht an die Aufgaben des Tages gehen.

++ Mehr zum Thema: Die innere Uhr von Kindern tickt anders ++

Morgenkämpfe mit einem müden Kind sind alles andere als angenehm. Das gilt für alle Beteiligten. Es ist aber wichtig, dass Sie als Eltern die Grenzen bestimmen, Rituale festlegen und deren Einhaltung durchsetzen.

++ Mehr zum Thema: Fit ins neue Schuljahr starten ++

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Autoren:
Andreas Ploch (Erstautor 2001), Dr.med. Kerstin Lehermayr (2015)
Medizinisches Review:
Petra Welskop
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr. med. Stefanie Sperlich

Aktualisiert am: 17.01.2019 | 13:30

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Die meisten Schlafstörungen bei Kindern lassen sich leicht abstellen. So beruhen z. B. viele Einschlafstörungen darauf, dass die betroffenen Kinder Angst im Dunkeln haben und aus diesem Grund nicht einschlafen können. Allerdings haben manche Schlafstörungen auch schwerwiegendere Ursachen, so kann z. B. im Einzelfall bereits bei Kindern eine Schlafapnoe vorliegen.

Das Problem mit dem Einschlafen
Einschlafen fällt vielen Kindern schwer. Verständlich: Sieht das Kinderzimmer abends im Dunkeln doch so ganz anders, nämlich viel unheimlicher aus. Und auch Geräusche wie das Blubbern der Heizung oder das Knarren von Holz klingen auf einmal viel lauter. Vielleicht verbirgt sich hinter dem Vorhang, der vom Wind aufgebauscht wird, ja doch ein gefährliches Monster?

Die Fantasie von Kindern ist groß und dementsprechend oft auch die Angst, wenn sie allein im Bett auf jedes Geräusch lauschen. Diese Angst sollten Eltern unbedingt ernst nehmen, denn das Kind möchte ja schlafen, aber es kann nicht. Angst sorgt dafür, dass der Organismus Stresshormone ausschüttet. Diese versetzen den Körper in Alarmbereitschaft und verhindern damit das Einschlafen. Deshalb sollten Eltern auf keinen Fall mit ihrem Kind schimpfen, wenn es nicht einschlafen kann, denn das verschlimmert die ganze Situation noch – es werden nämlich noch mehr Stresshormone produziert. Stattdessen ist es sinnvoller, das Kind zu trösten, mit ihm gemeinsam noch einmal das Zimmer abzusuchen und eventuell ein Nachtlicht einzustecken, das etwas Licht spendet und dem Kind ein wenig von seiner Angst nimmt.

Einschlafprobleme können aber auch andere Ursachen haben. Dazu zählen z. B. Alltagsprobleme wie der Streit mit dem besten Freund oder die für den folgenden Tag geplante Mathearbeit. Auch eine unbekannte Umgebung kann das Einschlafen erschweren. Eltern sollten daher auf alle Fälle mit ihrem Kind reden, um den Grund für die Einschlafstörung herauszufinden und das Problem lösen zu können.

Durchschlafen? Schön wär’s!
In den ersten Lebensmonaten wachen die meisten Kinder nachts mehrfach auf. Das ist ganz normal, schließlich handelt es sich bei der Anpassung an den Tag-/Nachtrhythmus um einen Reifungs- und Entwicklungsprozess, der bei manchen Kindern durchaus bis ins dritte Lebensjahr hinein dauern kann. Doch auch danach treten Durchschlafstörungen noch hin und wieder auf. So leiden die meisten Kinder zumindest ab und zu unter Albträumen, die sie aus dem Schlaf schrecken lassen und das erneute Einschlafen erschweren. Aber auch der so genannte Nachtschreck (Pavor nocturnus), Bettnässen, Schlafwandeln sowie die Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom können das Durchschlafen beeinträchtigen.

Albträume hat jedes Kind einmal. Bereits im Kleinkindalter, so ab dem zweiten Geburtstag, treten sie auf. Viele Kinder flüchten nach dem Erwachen aus einem „schlimmen Traum“ ins Bett der Eltern. Kein Wunder, Albträume können unter Umständen große Angst auslösen. In diesem Fall sollten Eltern ihr Kind ruhig gewähren lassen und es trösten. Die Nähe der Eltern sorgt meistens dafür, dass ein Kind rasch wieder einschläft. Am folgenden Tag können die Eltern dann mit ihrem Kind über den Albtraum sprechen und überlegen, wodurch er ausgelöst wurde. War es vielleicht der etwas unheimliche Film vorm Schlafengehen? Oder der Streit beim abendlichen Zähneputzen? Vorbeugen kann man Albträumen zwar nicht völlig, Eltern tragen aber durch einen ruhigen Ausklang des Abends dazu bei, dass sie seltener auftreten. So sollten z. B. aufregende Filme vor dem Schlafengehen tabu sein.

Nachtschreck, Bettnässen und Schlafwandeln
Erschreckend, aber harmlos ist der Nachtschreck (Pavor nocturnus), der meistens bei Kindern zwischen vier und zwölf Jahren auftritt. Etwa eine bis drei Stunden nach dem Einschlafen schrecken die betroffenen Kinder mit einem lauten Schrei hoch, wirken sehr, sehr ängstlich und erregt, sind aber nicht ansprechbar und lassen sich auch nicht beruhigen. Eltern fühlen sich in dieser Situation meistens überfordert und wissen nicht, was sie tun sollen. Viel können sie nicht tun, denn das Kind ist nicht wirklich wach und wird sich auch gegen Berührungen wehren. Nach einiger Zeit, in der Regel wenigen Minuten, ist der Nachtschreck vorüber. Er hat im Allgemeinen keine ernsthafte Ursache, dennoch sollten Eltern durch eine ärztliche Untersuchung ausschließen lassen, dass eine bestimme Form der Epilepsie vorliegt, die sich ähnlich äußert. Zu den Ursachen des Nachtschrecks zählen unbewältigte Stresssituationen, zu denen auch positive Erlebnisse wie die Geburtstagsfeier am Nachmittag gehören können. Normalerweise verschwindet der Nachtschreck mit zunehmendem Alter.

Schlafwandeln ist bei Kindern ebenfalls nicht ungewöhnlich. Das Schlafwandeln kann vom Aufsetzen im Bett bis zu scheinbar sinnvollen Handlungen wie dem Anziehen von Kleidung reichen, dennoch geschieht dies alles während des Schlafs. Charakteristisch ist auch, dass sich das Kind am folgenden Morgen nicht mehr an die nächtlichen „Erlebnisse“ erinnert. Zu den Ursachen zählt die Medizin die Unreife des zentralen Nervensystems, mit zunehmendem Alter verschwindet das Schlafwandeln daher meistens von selbst. Auch nicht verarbeitete Belastungen können Schlafwandeln hervorrufen. Wecken sollten Eltern ihr schlafwandelndes Kind übrigens nicht. Sie führen es am besten zurück ins Bett. Falls ein Kind regelmäßig im Schlaf herumwandert, ist es sinnvoll, Türen und Fenster abzuschließen.

Bettnässen kommt bei vielen Kindern unter sechs Jahren zumindest hin und wieder vor, obwohl sie ansonsten bereits sicher trocken sind. Viele Kinder wachen nachts dann auch auf, weil ihnen aufgrund der Nässe zu kalt wird. Zwar ist das Neubeziehen des Betts und das Waschen der Bettwäsche, Kissen und Decken für die Eltern aufwändig, doch sollten sie kein großes Aufheben um das Malheur machen, denn dadurch verunsichern sie ihr Kind. Falls das Bettnässen häufiger auftritt, kann es sinnvoll sein, dem Kind nachts noch eine Zeit lang eine Windel zu gestatten, bis diese morgens meistens trocken ist. Oder aber man weckt sein Kind gegen etwa 23.00 Uhr noch einmal kurz und geleitet es zur Toilette. Eltern sollten sich klar machen, dass das gelegentliche Bettnässen bis zum Alter von sieben, acht Jahren durchaus nicht selten ist. Etwa 10% aller Kinder sind davon betroffen.

In manchen Fällen können Medikamente oder eine spezielle Art der Verhaltenstherapie mit Hilfe einer Klingelhose, die das Kind aufweckt, wenn es mit dem Einnässen beginnt, einen Nutzen bringen.

Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe und Narkolepsie
Schon Kinder können unter dem Restless-Legs-Syndrom (RLS), den „Zappelbeinen“, wie sie es oft nennen, leiden. Beim RLS handelt es sich um Missempfindungen in den Beinen, die ausschließlich im Ruhezustand auftreten. Die Beine kribbeln, ziehen und bereiten Schmerzen. Linderung verschafft einzig Bewegung – die Kinder stehen kurz nach dem Zubettgehen wieder auf, weil sie einfach nicht liegen bleiben können. Dadurch ist natürlich das Ein-, aber auch das Durchschlafen erheblich gestört.

Die Ursache ist, so vermutet man, eine Störung des Dopamin-Stoffwechsels im Gehirn. Aber auch Eisenmangel kann unter Umständen ein RLS hervorrufen. Bei Verdacht auf RLS sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt den Arzt aufsuchen, denn der erheblich gestörte Nachtschlaf führt zu Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und sogar körperlichen Problemen. Und nur der Arzt kann eine adäquate Behandlung des RLS in die Wege leiten.

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um Atemaussetzer während des Schlafs, die jeweils zu einer kurzen, vom Kind nicht wissentlich bemerkten Aufwachreaktion führen. Die Folge des ständig unterbrochenen Nachtschlafs sind die gleichen wie beim RLS. Eine Behandlung ist daher unbedingt notwendig.

Festgestellt wird die Schlafapnoe in der Regel in einem Kinderschlaflabor. Übergewicht und vergrößerte Mandeln gehören bei Kindern zu den wahrscheinlichsten Ursachen. Schnarcht ein Kind häufig, kann das unter Umständen ein Indiz für Schlafapnoe sein.

Die Behandlung ist bei Kindern abhängig von der Ursache, z. B. kann eine Mandeloperation in manchen Fällen Abhilfe schaffen.

Narkolepsie ist eine Krankheit, die mit übermäßiger Tagesschläfrigkeit einhergeht. Bei manchen betroffenen Kindern treten auch Kataplexien (plötzlicher Verlust der Muskelspannung) auf, sodass sie in den unmöglichsten Situationen hinfallen. Auch Halluzinationen vor dem Einschlafen sind häufig, beim Aufwachen können sich manche Narkoleptiker nicht sofort bewegen.

Behandelt wird die Narkolepsie durch Medikamente, die die Tagesschläfrigkeit reduzieren.

Zu wenig Schlaf fördert Übergewicht bei Kindern
Wenn Kinder zu wenig schlafen, werden sie eher dick. Das mag sich merkwürdig anhören, schließlich verbraucht man während des Schlafs nur wenig Energie, doch Wissenschaftler der John Hopkins School of Public Health in Boston, die verschiedene Studien über den Zusammenhang von Schlafdauer und Gewicht auswerteten und deren Ergebnisse miteinander verglichen, kamen zu diesem Ergebnis. So lag das Risiko für späteres Übergewicht für die Kinder, die am kürzesten schliefen, um 92% höher als für Kinder, die jede Nacht zwischen neun und elf Stunden Schlaf bekamen. Die genaue Ursache hierfür kennt man noch nicht, die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass Änderungen im Hormonstoffwechsel, die durch zu wenig Schlaf ausgelöst wurden, an der Entstehung des Übergewichts beteiligt sind.

Dieses Ergebnis lässt sich wohl auch auf Erwachsene übertragen, wie Untersuchungen nahelegen. Eine Studie der Universität Cleveland, an der sich immerhin fast 70 000 Frauen beteiligten, zeigte, dass die Teilnehmerinnen, die nachts nur fünf oder weniger Stunden schliefen, innerhalb des Studienzeitraums rund 1,5 kg mehr zugenommen hatten, als die Frauen, die sieben Stunden oder länger schlafend im Bett verbrachten.

Kindern das Schlafen erleichtern – Tipps für einen guten Schlaf
Die meisten Kinder und Jugendlichen mögen es gar nicht, ins Bett zu gehen. Schließlich könnten sie ja etwas verpassen! Bei kleineren Kindern kommt oft noch die Angst vor dem Schlafen und dem Allein-im-Bett-Liegen hinzu. Die meisten Eltern hingegen möchten, dass ihr Kind zeitig zu Bett geht, nicht nur, weil sie dann endlich einmal Zeit für sich allein haben, sondern auch, weil ihr Kind morgens ausgeschlafen sein soll. Ein Interessenkonflikt, der sich zwar vermutlich nie ganz lösen lässt, den Eltern aber abschwächen können, indem sie ihrem Kind das Zubettgehen, Ein- und Durchschlafen erleichtern.

Einige wichtige Regeln zur Schlafhygiene gelten nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder:

1 Kurz vor dem Schlafengehen sollten Kinder keinen Sport mehr treiben oder herumtoben, denn sonst sind sie zu aufgekratzt zum Einschlafen. Auch Fernsehen und Computerspiele direkt vor dem Schlafen sind ungünstig.

2 Koffeinhaltige Getränke sind einige Stunden vor dem Einschlafen tabu!

3 Direkt vor dem Einschlafen sollte keine größere Mahlzeit eingenommen werden. Ein Schlummertrunk, z. B. eine Tasse Früchtetee oder ein Glas Milch, ist hingegen in Ordnung.

4 Im Schlafzimmer sollte eine Temperatur zwischen 16 und 18 °C herrschen. Da Kinder meistens im Kinderzimmer schlafen, sollten Eltern vor dem Schlafengehen gut durchlüften, damit es dort – vor allem im Winter – nicht zu warm ist.

5 Störende Geräusche und zu helles Licht können das Einschlafen beeinträchtigen. Im Schlafzimmer sollte es daher möglichst ruhig und dunkel sein. Wenn Kinder Angst im Dunkeln haben, hilft ihnen jedoch oft ein Nachtlicht beim Einschlafen.

6 Das Bett sollte ausschließlich zum Schlafen da sein. Wenn Kinder vor dem Einschlafen noch lesen wollen, sollten sie das an einem anderen Ort tun. Toben im Bett ist natürlich ebenfalls untersagt.

7 Kinder sollten zu regelmäßigen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen. Das ist vor allem auch für Kleinkinder wichtig, die noch keinen durch Kindergarten oder Schule geregelten Tagesablauf haben.

8 Ein immer gleiches bzw. nur wenig abgeändertes Einschlafritual gibt dem Kind Sicherheit und erleichtert das Einschlafen. So bietet sich bei sehr kleinen Kindern z. B. das Singen eines Schlaflieds oder auch das Aufziehen der Spieluhr an, größere Kinder lieben es, wenn ihnen Mutter oder Vater eine Gutenachtgeschichte erzählen, ältere Kinder lesen vielleicht gerne vor dem Einschlafen selbst noch ein wenig.

9 Können Kinder im Vorschulalter abends nicht einschlafen oder wachen sehr früh auf, sollten Eltern darüber nachdenken, den Mittagsschlaf einzuschränken oder abzuschaffen. Vielleicht braucht das Kind nicht mehr so viel Schlaf.

10 Insbesondere kleinere Kinder, die vielleicht auch noch keinen geregelten Schlafrhythmus haben, sollten erst dann ins Bett gebracht werden, wenn sie wirklich müde sind. Denn sonst fällt das Einschlafen schwer.

11 Das Schlafen soll für das Kind angenehm sein. Deshalb sollten Eltern vor dem Zubettgehen Streit mit ihren Kindern möglichst vermeiden.

12 Eltern sollten die Ängste ihres Kindes vor dem Schlafen stets ernst nehmen.

Schlaftabelle: Wann muss mein Kind in der Schulzeit ins Bett?

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Kaum ein Thema treibt Eltern so sehr um wie dieses: Schlaf. Zum einen natürlich der eigene, der vor allem durch kleine Kinder immer wieder unterbrochen wird. Aber auch der Schlaf der Heranwachsenden. Wann muss mein Kind ins Bett? Wie viel Schlaf braucht es, um sich gesund zu entwickeln? Und wann sollte in der Schulzeit das Licht im Zimmer ausgehen?

Die Lehrer an der Wilson Elementary School im US-Bundesstaat Wisconsin haben nach den großen Ferien offensichtlich häufiger mit übermüdeten Schülern zu tun. Zumindest postete die Grundschule auf ihrer Facebook-Seite vor knapp zwei Wochen eine Tabelle, die genau angibt, wann Kinder verschiedensten Alters ins Bett sollten. Demnach soll zum Beispiel ein siebenjähriges Kind um 19.30 Uhr ins Bett gehen, wenn es am nächsten Tag um 6.30 Uhr aufstehen muss, ein zehnjähriges Kind, das zur gleichen Zeit geweckt wird, muss hingegen erst eine Stunde später ins Bett. Die Tabelle verbreitete sich sehr schnell weltweit und trat eine hitzige Debatte los.

Heiß diskutiert: Die Schlafempfehlungen, die eine Grundschule in den USA bei Facebook gepostet hat Quelle: Infografik Die Welt/ZGB grafik

Schlafzeitentabelle nur als Orientierung

Knapp 400.000 Mal wurde der Post seitdem geteilt, knapp 54.000 Leser drückten „Gefällt mir“, und knapp 10.000 kommentierten den Beitrag. Einige begeistert. So schreibt zum Beispiel eine Mutter: „Ich habe drei Kinder, und die Tabelle ist ziemlich genau so, wie ich es mache. Danke für die Rückversicherung, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

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Sehr viele andere äußern sich hingegen skeptisch. Sie weisen darauf hin, dass diese Tabelle in der Realität gar nicht zu benutzen ist – vor allem dann nicht, wenn beide Eltern arbeiten und die Kinder Hobbys haben. Oder auch, dass so ein Werkzeug doch gar nicht benötigt wird, wenn man seine Kinder kennt. Ein Vater: „Wir benutzen keine Tabelle, um unsere Tochter ins Bett zu schicken. Wir nehmen etwas viel Praktischeres … Es nennt sich gesunder Menschenverstand.“

Gymnasium bei Aachen wagt das Gleitzeit-Experiment

Das Gymnasium Alsdorf gibt Schülern der Oberstufe Gleitzeit. Das bedeutet, sie dürfen morgens länger in den Federn bleiben und später zum Unterricht kommen. Ob das etwas bringt, ist umstritten.

Quelle: Die Welt

Schlafzeiten von Kindern und Babys variieren

Obwohl bei der Tabelle keine Quelle angegeben ist, decken sich die empfohlenen Schlafzeiten mit den Erkenntnissen von Kinderärzten und Schlafforschern. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt zum Beispiel für ein fünfjähriges Kind 11,5 Stunden Schlaf, für ein sechsjähriges elf Stunden.

Allerdings weist die BZgA deutlich darauf hin, dass die Werte nur einen groben Anhaltspunkt geben können. Der Schlafbedarf von Kindern sei individuell sehr verschieden. Ein bis zwei Stunden Abweichung von den Durchschnittswerten seien völlig normal, und vor allem bei Babys sei die Spanne noch größer: Bei einem sechs Monate alten Baby kann der Schlafbedarf zum Beispiel zwischen circa 10 und 18 Stunden variieren. Da ist dann wohl doch wieder der gesunde Menschenverstand der Eltern gefragt, die ihrem Kind ansehen, wenn es müde ist.

Ab ins Bett: Wann Ihre Kinder schlafen sollten

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Berlin. Im Internet und in sozialen Netzwerken macht derzeit eine Tabelle die Runde, die empfiehlt, wann Kinder ins Bett gehen sollten – je nach Alter+ und Weckzeit. Die Lehrerin einer Schule in Wisconsin/USA hatte sie gefunden und auf die Facebookseite der Schule gestellt.

Unter Müttern und Vätern lösten die Empfehlungen große Diskussionen aus, denn das Genörgel über Schlafenszeiten ist in vielen Familien ein Thema. Forscher und Mediziner raten dazu, solche Tabellen nicht zu ernst zu nehmen. Denn auf die Frage nach der optimalen Schlafenszeit und Schlafdauer gibt es nicht die eine richtige Antwort.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlaf- und Chronomedizin in Berlin sowie Jakob Maske vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erklären, wie viel Schlaf Kinder tatsächlich brauchen, was Eltern abends beachten können und was chronischer Schlafmangel zur Folge haben kann.

Wie aussagekräftig sind Tabellen, die Schlafenszeiten für Kinder empfehlen?

Nicht besonders. „Sowohl die Zeit, wann ein Kind ins Bett gehen sollte, als auch die Länge des Schlafs sind sehr individuell“, sagt der Berliner Schlafmediziner Dieter Kunz. „Solche Tabellen können immer nur eine grobe Orientierung bieten. Jedes Kind ist anders“, sagt auch Jakob Maske, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde.

Gibt es trotzdem Richtwerte?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) spricht von einer individuellen Schlafvarianz von zwei Stunden. Im Babyalter sei die Spanne noch größer. Das bedeutet: Nicht jedes Kind muss gleich lang schlafen, um morgens ausgeschlafen zu sein.

Die BZgA geht von durchschnittlichen Schlafzeiten aus: Kleinkinder mit etwa zwei Jahren bräuchten zwölf bis 13 Stunden Schlaf, Drei- bis Fünfjährige elf bis zwölf Stunden, Grundschulkinder nur noch zehn.

Wie können Eltern herausfinden, wie viel Schlaf ein Kind braucht?

Das Kind sollte morgens gut aufstehen können und in der Schule wach sein, sagt Jakob Maske. Wie viel Schlaf ein Kind braucht, lässt sich sehr schön zum Beispiel in den Ferien beobachten.

„Eltern sollten ihre Kinder einfach mal ausschlafen lassen und sie auch nicht ins Bett schicken, wann sie es für richtig halten, sondern wenn das Kind wirklich müde ist“, erklärt Dieter Kunz. Denn es gebe auch verschiedene Schlaftypen, die sich nicht in eine Tabelle pressen lassen.

Was gibt es für Schlaftypen?

Es gibt neben den „Normalen“ Früh- und insbesondere um die Pubertät Spättypen. Letztere kann man zum Beispiel nicht einfach um 20 Uhr ins Bett schicken. Sie liegen dann noch stundenlang wach, weil sie nicht schlafen können, und fühlen sich schlecht dabei.

„Dann kann es zur Katastrophe werden, wenn Eltern den Kindern vorschreiben, wann sie zu schlafen haben“, sagt Dieter Kunz. Das ist gerade für Kinder gefährlich, weil sie sich zu Recht ungerecht behandelt fühlen. „Und wer sich als Kind ungerecht behandelt fühlt, macht sich später seine eigenen Gesetze“, so Kunz.

Was halten Sie von dem Vorschlag, der gerade diskutiert wird, die Schule später anfangen zu lassen?

„Sehr viel“, sagt Schlafmediziner Kunz. „Eine Mathe-Klausur morgens um acht Uhr hat nichts mit Chancengleichheit zu tun.“ Auch Kinder- und Jugendarzt Jakob Maske sagt, Kinder könnten dem Schulunterricht besser folgen, wenn er später beginnt. „Aber ein späterer Start bringt natürlich wieder andere Probleme mit sich, weil sich alles in den Nachmittag hinein verschiebt.“

Was sollten Eltern vor dem Zubettgehen der Kinder beachten?

Das Kind sollte zur Ruhe kommen. „Sagen Sie Ihrem Kind etwas Nettes. Unterlassen Sie zumindest abends kluge Sätze die beginnen mit ‘in Zukunft solltest Du …’“, rät Schlafmediziner Kunz.

Darf das Kind im Bett noch lesen?

Zwar gilt, abends kein helles Licht. Aber das Licht einer Leselampe ist in Ordnung. Doch Eltern sollten darauf achten, dass das Licht nur auf das Buch fällt, nicht in die Augen. „Viele Kinder werden beim Lesen sogar müde und schlafen schneller ein“, sagt Jakob Maske. Aber auch hier gilt: das ist von Kind zu Kind anders.

Was ist mit Handy, Computer oder Fernsehen?

E-Books oder Handy sollten vor dem Schlafengehen komplett tabu sein. Denn das Licht suggeriert dem Gehirn, dass es Tag ist. Die Ausschüttung von Melatonin, dem Hormon, das dem Körper mitteilt, es ist Nacht, wird unterdrückt. Auch Fernsehen und Computer sollten tabu sein. „Die bunten Bilder und schnellen Schnitte machen die Kinder wieder wach“, erklärt Kinder- und Jugendarzt Maske.

Die BZgA empfiehlt, das Zubettgehen rechtzeitig einzuläuten und eine Stunde vor dem Zeitpunkt, an dem Kinder schlafen sollten, auf Toben oder starke visuelle Reize zu verzichten. Ein gutes Mittel, um die Nachtruhe einzuläuten seien Einschlafrituale. „Sie helfen ihnen, sich zu entspannen, selbst wenn die Rituale sich mit zunehmendem Alter ändern können“, so die Bundeszentrale.

Wie macht sich Schlafmangel bei Kindern bemerkbar?

„Durch Müdigkeit in der Schule, die dann auch zu einem Leistungsabfall führen kann“, sagt Jakob Maske vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Die BZgA zitiert Untersuchungen aus Israel, die zum Ergebnis hatten, dass bereits eine Stunde Schlaf mehr oder weniger erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Kindern hat. Müde Kinder waren demnach kaum zu Kreativität fähig und zeigten Verhaltensauffälligkeiten wie Nervosität und Ängstlichkeit.

Schlafmangel kann sich aber auch auf den Körper auswirken: Gehäufte Infekte könnten eine Folge von zu wenig Schlaf sein, weil das Immunsystem dann nicht optimal funktioniere, sagt Jakob Maske. Laut BZgA kann sich chronischer Schlafmangel auch auf Wachstum und Entwicklung des Kindes negativ auswirken.

Die ideale, optimale, richtige oder gar perfekte Schlafdauer (Schlafzeit), gibt es sie? Das erörtern wir hier und präsentieren Dir zusätzlich durchschnittliche Schlafzeiten und Empfehlungen jeweils in einer Tabelle!

Allgemein

Die optimale Schlafdauer – Individuelle Unterschiede berücksichtigen

Du möchtest wissen, wie viele Stunden Schlaf Du pro Nacht benötigst, um voller Tatendrang und energiegeladen in den neuen Tag zu starten? Die Empfehlungen, wie lange ein optimaler Schlaf dauern sollte, werden kontrovers diskutiert. Dabei steht die Frage im Fokus, wie lange wir schlafen sollten, um den Morgen ausgeschlafen – und mit aufgeladenen Akkus – zu begrüßen. Während einige Personen betonen, dass die Nachtruhe mindestens 8 Stunden dauern sollte, liefern Studienergebnisse zur perfekten Schlafdauer andere Zahlen.

Die meisten Personen geben übrigens an, zwischen 6 und 7 Stunden zu schlafen. Obwohl eine ausreichende Nachtruhe so wichtig für unsere Gesundheit ist, erreichen ein Viertel Deutsche das Mindestmaß an Schlaf von 6 Stunden nicht. Allerdings zeigen aktuelle Studien auch, dass ein zu langer Schlaf ebenfalls zu negativen Effekten führen kann. Dich interessiert, ob Dein Schlafpensum ausreichend ist, um den Herausforderungen des Alltags eine Extraportion Paroli zu bieten? Dann legen wir Dir folgende Fakten zur perfekten Schlafdauer ans Herz.

Studienergebnisse zur optimalen Schlafdauer

Laut einer Studie der kalifornischen Universität in San Diego liegt die optimale Schlafdauer bei 7 bis 8 Stunden pro Nacht. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Untersuchung wurden die Daten von über einer Million Personen über einen Zeitraum von 6 Jahren ausgewertet. Die Studienergebnisse zeigen, dass Probanden, die ungefähr 7 Stunden schliefen, eine geringere Sterberate aufwiesen, als Vergleichspersonen, deren Schlafdauer kürzer oder länger war.

Zusätzlich fanden die Forscher heraus, dass sich die kognitiven Fähigkeiten verbesserten, wenn die Testpersonen mindestens 7 Stunden schliefen. Dadurch wurde die Orientierung, die Kreativität, die Wahrnehmung und die Lernfähigkeit optimiert. Schliefen die Probanden hingegen weniger als 7 und länger als 8 Stunden, reduzierten sich die kognitiven Fähigkeiten. Zusätzlich stieg das Risiko an Diabetes und an Übergewicht zu erkranken, wenn die Schlafdauer 8 Stunden überstieg.

Es gibt allerdings auch andere Meinungen zur Problematik eines zu kurzen oder eines zu langen Schlafs. Laut des Berichts ‚Mortality Associated With Sleep Duration And Insomnia‘ werden Schlaflosigkeit bzw. ein kurzer Schlaf nur mit einem leicht erhöhten Risiko von Folgeerkrankungen assoziiert. Zusätzlich bedürfe es laut Experten weiterer Untersuchungen, inwiefern sich mehr als 8 Stunden Schlaf tatsächlich negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

Nachteile einer zu kurzen oder zu langen Nacht

Die optimale Schlafdauer von 7 Stunden kann bereits mit einem Minus von 20 Minuten dazu führen, dass die Erinnerungs- und Leistungsfähigkeit reduziert werden. Wer unter Schlafstörungen leidet, ist darüber hinaus häufig von charakteristischen Symptomen wie Tagesmüdigkeit, Unkonzentriertheit und einer schlechten Stimmung betroffen. Im Gegensatz dazu gilt ein Zuviel an Schlaf als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Allerdings sind natürliche Schwankungen der Schlafdauer durchaus normal und vorübergehende Schlafprobleme sind klar von massiven Schlafstörungen abzugrenzen. Daher solltest Du Dich von der magischen Zahl 7 keinesfalls unter Druck setzen lassen, wenn Dein ‚innerer Wecker‘ Dir einen Strich durch die Rechnung macht. Unsere Empfehlung: lass Dich von dem wissenschaftlichen Mittelwert dazu inspirieren, Deinen Schlafbedarf zu reflektieren und grobe Abweichungen Schritt für Schritt zu verkleinern.

Individuelle Unterschiede – Eine Frage des Alters

Wie finde ich meine optimale Schlafdauer? Auch wenn 7 Stunden als goldener Mittelwert gilt, gibt es individuelle Unterschiede bezüglich der notwendigen Schlafdauer. Dabei spielt das Alter eine übergeordnete Rolle. Die optimale Schlafdauer von 7 Stunden gilt insbesondere für die Alterstufe 18 und 64 Jahre. Insbesondere das Schlafpensum von Babys liegt weit über dem Orientierungswert und kann bis zu knapp 20 Stunden betragen. Während für Schulkinder zwischen 6 und 13 Jahren die Empfehlung gilt, zwischen 9 und 11 Stunden zu schlafen, fühlen sich Personen über 65 Jahre bereits nach 5 bis 6 Stunden ausreichend erholt. Im schulpflichtigen Alter müssen Kinder das Gelernte während der Nacht abspeichern und verarbeiten. Teenager sollten hingegen 8 bis 10 Stunden schlafen, um den Körper bei der Umstellung des Hormonhaushalts zu unterstützen.

Diese nachfolgenden Tabellen verdeutlichen, wie unterschiedlich unser durchschnittliches Schlafpensum je nach individueller Lebensphase ist. Die Tabelle 1 (Quelle: Forsa) zeigt, die durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland in 2017 an, die Tabelle 2 gibt eine Auskunft über die durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland in 2016 nach Altersgruppen (Quelle: Statista), die Tabelle 3 zeigt die durchschnittliche Schlafdauer in Stunden pro Tag von Babys und Kindern in Deutschland in 2015 nach Altersgruppen an (Quelle: BZgA) und die letzte Tabelle 4 zeigt eine weltweite Empfehlungs-Liste zur Schlafdauer (Quelle: National Sleep Foundation).

Tabellen zur Schlafdauer

Tabelle 1: Durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland in 2017 (in Prozent)

Schlafdauer Alle Altersgruppen ab 18 Jahren
Bis zu 4 Stunden 7%
5 Stunden 17%
6 Stunden 28%
7 Stunden 32%
8 Stunden 14%
9 Stunden und mehr 2%

Tabelle 2: Durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland in 2016 nach Altersgruppen (in Prozent)

Tabelle 3: Durchschnittliche Schlafdauer von Neugeborenen, Säuglingen, Babys sowie Kleinkindern und Kindern in Deutschland in 2015 nach Altersgruppen (in Stunden pro Tag)

Altersgruppe Schlafdauer
0-3 Monate (6 Wochen, 1, 2 oder 3 Monate) 17 Stunden am Tag
3 Monate 14,5 Stunden am Tag
6-9 Monate (6, 7, 8 oder 9 Monate) 14 Stunden am Tag
1 Jahr (12 Monate) 14 Stunden am Tag
1,5 Jahre (18 Monate) 13,5 Stunden am Tag
2 Jahre (24 Monate) 13 Stunden am Tag
3 Jahre 12,5 Stunden am Tag
4 Jahre 12 Stunden am Tag
5 Jahre 11,2 Stunden am Tag
6 Jahre 11 Stunden am Tag

Tabelle 4: Empfohlene Schlafdauer für Babys, Kinder, Teenager, Erwachsene und Senioren Weltweit 2015 nach Altersgruppen (in Stunden pro Tag)

Altersgruppe (Wochen, Monate bzw. Jahre) Altersgruppe (Typ) Schlafdauer
(empfehlenswert)
Schlafdauer
(noch in Ordnung)
Schlafdauer
(nicht empfehlenswert)
0-3 Monate (6 Wochen, 1, 2 oder 3 Monate) Neugeborene 14-17 Stunden am Tag 11-13 Stunden am Tag bzw. 18-19 Stunden am Tag unter 11 Stunden am Tag bzw. mehr als 19 Stunden am Tag
4-11 Monate (4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 11 Monate) Kleinkinder 12-15 Stunden am Tag 10-11 Stunden am Tag bzw. 16-18 Stunden am Tag unter 10 Stunden am Tag bzw. mehr als 18 Stunden am Tag
1-2 Jahre (12-24 Monate) Kleinkinder 11-14 Stunden am Tag 9-10 Stunden am Tag bzw. 15-16 Stunden am Tag unter 9 Stunden am Tag bzw. mehr als 16 Stunden am Tag
3-5 Jahre ( 3, 4 oder 5 Jahre) Vorschulkinder 10-13 Stunden am Tag 8-9 Stunden am Tag bzw. 4 Stunden am Tag unter 8 Stunden am Tag bzw. mehr als 14 Stunden am Tag
6-13 Jahre (6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 oder 13 Jahre) Schulkinder 9-11 Stunden am Tag 7-8 Stunden am Tag bzw. 12 Stunden am Tag unter 7 Stunden am Tag bzw. mehr als 12 Stunden am Tag
14-17 Jahre (14, 15, 16 oder 17 Jahre) Jugendliche bzw. Teenager 8-10 Stunden am Tag 7 Stunden am Tag bzw. 11 Stunden am Tag unter 7 Stunden am Tag bzw. mehr als 11 Stunden am Tag
18-25 Jahre (18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 oder 25 Jahre) Jüngere Erwachsene 7-9 Stunden am Tag 6 Stunden am Tag bzw. 10-11 Stunden am Tag unter 6 Stunden am Tag bzw. mehr als 11 Stunden am Tag
26-64 Jahre (zwischen 26 und 64 Jahren) Erwachsene 7-9 Stunden am Tag 6 Stunden am Tag bzw. 10 Stunden am Tag unter 6 Stunden am Tag bzw. mehr als 10 Stunden am Tag
+65 Jahre (65 Jahre und älter) Ältere Erwachsene bzw. Senioren 7-8 Stunden am Tag 5-6 Stunden am Tag bzw. 9 Stunden am Tag unter 5 Stunden am Tag bzw. mehr als 9 Stunden am Tag

Fazit & Tipps

Die perfekte bzw. optimale oder richtige Schlafdauer ermitteln oder berechnen

Für einen erholsamen Schlaf ist allerdings nicht nur die empfohlene Schlafdauer – in Abhängigkeit des Alters – von Bedeutung, sondern es gibt auch physiologische Unterschiede. Um herausfinden, wie viele Stunden Dein Körper tatsächlich benötigt, kannst Du folgende Tipps zur ‚Schlafdauer in Perfektion‘ beherzigen.

Bei Dir stehen die Zeichen gerade auf Entspannung und Du möchtest Deiner Arbeit ein paar Tage entfliehen, um Deine innere Mitte – dank einer Extraportion Relaxfaktor – zu balancieren? Ein Urlaub bzw. mindestens drei aufeinander folgende Tage, an denen Du nicht um eine bestimmte Zeit aufstehen musst, eignen sich ideal, um Deine Schlafdauer unter die Lupe zu nehmen.

Los geht`s: Um Deinen optimalen Schlafbedarf zu ermitteln, solltest Du besser auf Alkohol und Zigaretten verzichten und ins Bett gehen, sobald Deine Äuglein schwer werden und Du Dich müde fühlst. Stelle Dir keinen Wecker und stehe am nächsten Morgen auf, wenn Du aufwachst und Dich ausreichend ausgeschlafen fühlst. Nach mindestens drei Tagen summierst Du die jeweiligen Schlafstunden einfach und bildest einen Mittelwert. Dieser zeigt Dir an, wie viele Stunden Du benötigst, um nach einer himmlischen Nacht regeneriert und mit strotzender Energie in den neuen Tag zu starten.

Ein weiteres Indiz, dass Du Deine perfekte Schlafdauer gesunden hast: Wenn Du tagsüber selbst bei sitzender, länger dauernder Tätigkeit konzentriert arbeiten kannst, ohne Dich müde zu fühlen, bist Du auf der sicheren Seite.

Tipp: Solltest Du zu Schlafstörungen neigen oder unter Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leiden, gilt es zunächst, die Ursachen zu reflektieren und Störfaktoren wie Koffein, Stress und Co. bestmöglich zu beseitigen. Hier bekommst Du noch ein paar wertvolle Tipps zum Einschlafen mit an die Hand, um Deine Schlafqualität effektiv zu verbessern bzw. die Einschlafzeit zu reduzieren.

Pro & Contra eines zusätzlichen Mittagsschlafs

Viele von uns fallen übrigens – insbesondere nach reichhaltigen kulinarischen Freuden dank Pommes und Co.- in ein kleines Mittagstief. Falls Du Dir angewöhnt hast, einen Mittagsschlaf zu halten, sollte der Schlaf nicht zu lange dauern. Während ein kurzes Nickerchen neue Energien für die zweite Hälfte des Tages mobilisiert, ist ein zu langer Mittagsschlaf kontraproduktiv. Diesbezüglich kann Dein Kreislauf zu sehr herabfahren, so dass Du Dich während des restlichen Tages müde und schlapp fühlst. Zusätzlich kann die nächtliche Schlafqualität reduziert werden. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte sogar besser ganz auf einen Tagesschlaf verzichten bzw. einen kurzen Power-Nap samt Energiekick bevorzugen, der müde Geister garantiert weckt.

Fazit zur optimalen, richtigen oder perfekten Schlafdauer

Die aktuelle Studienlage zeigt ganz klar, dass ein zu kurzer und ein zu langer Schlaf negative Effekte für unsere Gesundheit bedeuten kann. Es bleibt festzuhalten, dass die goldene Mitte von 7 Stunden als Empfehlung gilt, wobei individuelle Unterschiede – allen voran das Alter – einen Spielraum sowohl nach oben als auch nach unten zulassen. Während die notwendige Schlafdauer eines Babys – im Vergleich mit Senioren – deutliche Unterschiede zeigt, solltest Du die 7 Stunden Nachtruhe als Empfehlung sehen, die im Alltag immer mal wieder Variationen zulässt. Setz Dich also keinesfalls unter Druck und genieß die himmlische Auszeit der Nacht, ohne an starren Vorgaben festzuhalten. Da es neben der exakten Schlafdauer allen voran auf Deine Schlafqualität ankommt, ist ein gesunder Lebensstil genauso wichtig wie eine optimale Schlafhygiene.

Mit 9 schon in der Pubertät: Wie Sie Trotz und Wut richtig begegnen

Wenn die Pubertät plötzlich früher beginnt

Wenn Kinder schon in der Grundschule in die Pubertät kommen, sind viele Eltern stark verunsichert. Der schwierige Lebensabschnitt wird meistens später erwartet, doch der „Umbau“ vom Kind zum Jugendlichen findet heutzutage immer früher statt, und menstruierende Mädchen in der 4. Klasse sind inzwischen im Gegensatz zu früher keine Seltenheit mehr. Jungs sind erst etwas später dran, sie lassen sich im Schnitt ein bis zwei Jahre länger Zeit, um in die Phase der Pubertät einzutreten. Doch erste Verhaltensänderungen können ebenfalls schon die Vorboten der Pubertät sein.

In der Pubertät wird Ihr Kind sich selber fremd

Neben den körperlichen Veränderungen wie dem Haarwuchs am Körper, dem allgemeinen Wachstum oder der Entwicklung der Geschlechtsteile sind die Stimmungsschwankungen und die Identitätssuche bei Jungen und Mädchen am schwierigsten zu bewältigen.Das verunsichert die Kinder ebenso wie ihre Eltern. Besonders wenn Eltern auf die Pubertät noch gar nicht vorbereitet sind, kommt es vermehrt zu Auseinandersetzungen und Krisen in der Familie.

Pubertät beim Mädchen Pubertät beim Jungen
Ausgelöst durch hormonelle Veränderungen, ist das Wachsen der Brust bei Mädchen häufig das erste Zeichen der beginnenden Pubertät. In der Regel findet es im Alter von neun bis zehn Jahren statt, von Mädchen zu Mädchen kann es aber große Unterschiede geben. Bei Jungen beginnt die Pubertät mit dem Wachstum der Hoden, des Penis und der Schamhaare, in der Regel um das elfte Lebensjahr herum. Auch hier gibt es große Unterschiede – sowohl Früh- als auch Spätentwickler sind normal.

Diese Verhaltensänderungen kündigen die Pubertät an

Die hormonelle Umstellung ist für eine Reihe von Veränderungen verantwortlich, die sowohl für die Kinder als auch für die Eltern sehr anstrengend sein können. Dazu zählen unter anderem:

  • Ihr Kind schläft schlechter.
  • Ihr Kind ist manchmal überaus glücklich und dann auch schnell wieder sehr unglücklich.
  • Ihr Kind wird „zickig“.
  • Ihr Kind reagiert aggressiver als sonst.
  • Ihr Kind streitet sich schnell und häufig.
  • Ihr Kind fühlt sich missverstanden.
  • Sie können es Ihrem Kind nur schwer recht machen.
  • Ihr Kind möchte sich nichts mehr sagen lassen und Entscheidungen selbst treffen.
  • Sie sind Ihrem Kind peinlich.
  • Ihr Kind orientiert sich stark an seinen Freunden.

Nehmen Sie es leicht: Krach gehört jetzt einfach dazu

Streit und Auseinandersetzungen sind in der Pubertät kaum zu vermeiden, denn Ihr Kind muss seinen eigenen Weg im Leben finden und sich von den Eltern langsam abnabeln. Dazu gehört es auch, eigene Positionen zu entwickeln und andere Sichtweisen als die der Eltern einzunehmen. Kinder fangen an, über ihr Leben und das der anderen zu grübeln. Sie stellen Fragen und vieles in Frage. Das führt unweigerlich zu Meinungsverschiedenheiten, und auch wenn die manchmal extrem sind, sind sie wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit Ihres Kindes. Vergessen Sie in schweren Momenten nicht: In einigen Jahren ist alles vorüber, und das Verhältnis zu Ihrem Kind wird sich wieder verbessern.

So reagieren Sie richtig bei Wutausbrüchen

Ob mit neun oder mit zwölf Jahren: Wenn Ihr Kind so richtig mittendrin in der Pubertät steckt, kommen Sie um den ein oder anderen Wutausbruch selbst bei den friedlichsten Kindern nicht herum. Lassen Sie sich in diesem Moment nicht auf Diskussionen ein, und nehmen Sie sich auf keinen Fall alles zu Herzen. Akzeptieren Sie die miese Stimmung Ihres Kindes, und vertagen Sie wichtige Entscheidungen oder Vereinbarungen auf später.

5 Tipps, um unbeschadet durch die Pubertät Ihres Kindes zu kommen

Doch was tun, damit das Verhältnis zwischen Eltern und Kind nicht nachhaltig gestört wird und das Zusammenleben erträglich bleibt? Was können Sie erlauben, und wo müssen Sie Grenzen setzen? Unsere fünf Tipps helfen Ihnen, richtig zu reagieren.

1. Nehmen Sie die Emotionen Ihres Kindes nicht persönlich.

Auch wenn es verletzend wird und Ihren wunden Punkt trifft, sollten Sie versuchen, über den Dingen zu stehen. Pubertierende können ungemein kränkend sein, und Sprüche wie: „Ich wünschte, du wärst tot“ sind nicht unnormal. Wissen Sie noch, wie es Ihnen in dieser Zeit ging? Manchmal kann es hilfreich sein, daran zurückzudenken.

2. Lassen Sie Ihrem Kind seine Geheimnisse …

… denn es braucht jetzt das Gefühl, nicht mehr alles mit den Eltern zu teilen. Klopfen Sie an, wenn Sie sein Zimmer betreten, schauen Sie ihm nicht ungefragt beim Chatten über die Schulter, mischen Sie sich nicht in seine Kleidungsvorstellungen ein, und räumen Sie sein Zimmer oder seine Schultasche nicht ungefragt auf.

3. Seien Sie stets gesprächsbereit …

… und nutzen Sie jede Gelegenheit, in der Ihr Kind von sich aus eine Unterhaltung beginnt. Kinder in der Pubertät brauchen ihre Eltern nach wie vor, sie können das aber nur schlecht zugeben. Aufmerksame Eltern erkennen den Zeitpunkt, an dem ein verbindendes Gespräch möglich ist. Hören Sie dann zu, und halten Sie sich mit ungewollten Ratschlägen zurück.

4. Setzen Sie klare Regeln und Grenzen …

… aber schränken Sie diese auf ein Minimum ein, um sich nicht im Dauerstreit wiederzufinden. Es ist jetzt egal, ob Ihr Kind seine Brotdose gleich nach der Schule in die Küche bringt oder seine Zimmerpflanze regelmäßig gießt. Wichtig ist, dass es die Hausaufgaben macht und pünktlich nach Hause kommt.

5. Nutzen Sie diese Zeit, um sich selbst etwas mehr Freiräume zu gestatten …

… und zwingen Sie Ihr Kind beispielsweise nicht, an jeder Familienaktivität teilzunehmen. Wenn es Ihnen gelingt, den Abnabelungsprozess Ihres Kindes nicht nur als Verlust, sondern auch als neue Freiheit für sich selbst zu betrachten, haben beide Parteien etwas davon. Belegen Sie beispielsweise endlich den immer wieder hinausgeschobenen Yoga-Kurs oder das Squash-Treffen mit der Freundin, und binden Sie Großeltern oder gute Freunde ruhig als „Babysitter“ ein.

Geschenkideen für 9-jähriges Mädchen

Tierische Geschenke

Hunde, Katzen, Pferde, Delfine, Vögel – viele Mädchen sind in diesem Alter leidenschaftlichen Tier-Fans. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Erlebnisse, bei denen man wirklich in Kontakt mir den Tieren kommt. Wie wäre es also mit einem Gutschein für Lamawandern, Kamelreiten oder Eseltrekking? Einem Besuch in einer Falknerei oder einem Tag auf dem Bauernhof? Sehr witzig für junge Damen ist auch eine Fischpediküre – in vielen Städten gibt es bereits Kosmetikstudios, die diesen Service anbieten. Sehr beliebt aber sind natürlich auch Bücher, die sich mit Tieren beschäftigen. In „Meyers Tierlexikon für Kinder“ findet man nicht nur spannende Fakten, sondern auch über 500 farbenprächtige Abbildungen. Wie sieht eine Fledermaus von innen aus? Warum geht der riesengroße Blauwal nicht unter? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt das tolle Buch „40 Tiere. Zum Aufklappen und Entdecken“, das auch das aufregende Innenleben von Säugetieren, Vögeln und Reptilien zeigt. Kreativ werden können die Mädchen mit dem „Sculpey Activity Kit Safari“, bei dem man dank einer genauen Step-by-Step Anleitung seinen eigenen Zoo aus Modelliermasse basteln kann. Bei Pferdenärrinnen liegen Sie natürlich auch immer mit Büchern über die stolzen Vierbeiner richtig, und wer lieber zuhört als selbst liest, mag vielleicht die Lesung „Das Pferdemädchen“, bei der es um die tiefe Freundschaft zwischen Irka und ihrer alten, mittlerweile blinden Stute Raya geht. Sie können ein neunjähriges Mädchen aber auch einfach mit einem tollen Zeitschriften-Abo eine Freude machen! Das informative und unterhaltsame Magazin „Tierfreund“ erscheint monatlich im Sailer-Verlag.

Action-Geschenke

Sowohl für drinnen wie für Draußen geeignet ist das aufblasbare Laufrad, allerdings sollte es nur auf weichem Untergrund verwendet werden. Rasant Richtung Himmel geht es mit einem bereits flugfertigen Lenkdrachen, noch mehr Freude bereitet es den Mädchen aber meist, wenn sie ihren Drachen selbst bauen können, beispielsweise mit einem Drachen-Bauset. Viel Spaß bereiten auch Riesenseifenblasen – eine entsprechende Box enthält das nötige Material vom Spezialpulver bis zur speziellen Stabvorrichtung. Komplett zu kaufen gibt es auch alles, was man zum Dosenwerfen im Freien braucht – sind die Büchsen mit Wasser gefüllt, macht das Ganze übrigens doppelt so viel Freude. Ebenfalls rein ins nasse Vergnügen geht es mit dem Wasserhüpfspiel Himmel und Hölle, das einfach an den Gartenschlauch angeschlossen wird.

Kreativ-Geschenke

Experimentieren und Dinge selbst herstellen, ist ein großes Thema bei neunjährigen Mädchen. Unterstützen sie den Entdeckerdrang mit kreativen Geschenken. Mit der „Bastelbox Action Häkeln“ können beispielsweise Jonglierbälle, Crossboule-Kugeln und vieles mehr hergestellt und anschießend mit Filzapplikationen verziert oder bestickt werden.

Das 12-teilige Set „Gips Skulptur“ inspiriert dazu, tolle Figuren entstehen zu lassen, die dann nach Lust und Laune fantasievoll bemalt werden. Ruckzuck fertig ist der „Filzanhänger Vögelchen“: Man muss dazu einfach nur die vorgelochten Teile zusammennähen und lustige Wackelaugen befestigen. Ebenfalls kreativ austoben können sich die kleinen Künstlerinnen mit Set wie „Armbänder zum Besticken“, „Papierschöpfen“, „Korbflechten“ oder „Weben“. Und wer gerne mal ein bisschen Körperkult treiben möchte: Tattoo-Sets sind der letzte Schrei unter den Fast-Teenies

Lese-Geschenke

Bücher sind immer ein super Geschenk – vorausgesetzt die Geschichten sind fesselnd und unterhaltsam. Beides bietet beispielsweise „Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen“, das die spannenden Abenteuer eines schottischen Superschafs erzählt, das einer Bande von Dieben auf der Spur ist. „Gilda Joyce in geheimer Mission“ erzählt von einem ganz besonderen Mädchen, das als selbsternannte Psycho-Ermittlerinnen ihre Nachbarn ausspioniert und dabei ganz schön in Bedrängnis gerät. Immer wieder lesenswert sind auch Klassiker wie „Der Zauberer von Oz“, oder alle Bücher von Astrid Lindgren oder Erich Kästner. Oder Sie verschenken ein Zeitschriften-Abo: Sprachkünstlerinnen werden begeistert sein von „I love English Junior“-Abo, das monatlich im Sailer-Verlag erscheint.

Ab wann darf man laut Gesetz Sex haben?

Ab wann ist Sex legal?

Im Gegensatz zu den verschiedenen Vorschriften zu Alkohol, Rauchen oder Ausgehzeiten für Jugendliche, die im Jugendschutzgesetz (JuSchG) geregelt sind, wird die Frage, ab welchem Alter Sex legal und erlaubt ist, im Strafgesetzbuch (StGB) geklärt. Meist wird dann vom „Sexualstrafrecht“ gesprochen.

Es geht dabei jedoch nicht nur darum, wie alt die betroffene Person, sondern auch, wie alt der Partner ist. Ist der Altersunterschied beispielsweise zu groß, dann machen sich die Jugendlichen strafbar.

Doch ab wann darf man sein erstes Mal haben? Ab welchem Alter ist Sex mit Älteren legal? Was besagt das Jugendschutzgesetz in puncto Sex?

Mit wie vielen Jahren darf man sein erstes Mal haben?

So manche Eltern sind überfragt, wenn sie das erste Mal den Freund der Tochter in ihrem Haus zu Besuch haben. Auch wenn die Vorschriften zum Thema Jugendschutz und Sex nicht im Jugendschutzgesetz festgehalten sind, so orientiert sich das Sexualstrafrecht doch zumindest an gewissen Altersgrenzen. Gleich zu Beginn in § 1 JuSchG wird nämlich zwischen Kindern und Jugendlichen unterschieden:

“Im Sinne dieses Gesetzes

  1. sind Kinder Personen, die noch nicht 14 Jahre alt sind,
  2. sind Jugendliche Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind.“

Ab wann darf man also Sex haben? Die sogenannte „Schutzaltersgrenze“ für Sex liegt in Deutschland bei 14 Jahren. Erst ab diesem Alter haben Jugendliche normalerweise das Recht, Geschlechtsverkehr zu haben. Auf diese Weise sollen Kinder vor sexuellen Übergriffen durch ältere Personen geschützt werden. Haben zwei 13-jährige Kinder einvernehmlichen Sex miteinander, machen sie sich allerdings nicht strafbar. Schließlich sind beide noch nicht strafmündig. In solchen Fällen kann jedoch die Anordnung diverser Erziehungsmaßnahmen durch ein Familiengericht erfolgen.

Generell sollten Jugendliche selbst bestimmen dürfen, wann sie bereit für das erste Mal Sex sind. Gänzliche Freiheit wird ihnen durch die Gesetzeslage jedoch nicht gewährt. Begründet ist dies im Jugendschutz, der vor allem dafür sorgen soll, dass die Entwicklung sowie das seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen keinen Schaden nehmen.

Demnach sollte die Frage eigentlich umformuliert werden: Es sollte nicht mehr heißen: „Ab wann darf man Sex haben?“ sondern vielmehr: „Ab wann darf man mit wem Sex haben?“ Ob Übernachtungen bei Freund oder Freundin zugestimmt werden, ist allerdings allein die Entscheidung der Eltern.

Wer darf mit wem schlafen?

Sex ab 14 ist zwar legal, aber nur wenn der Partner ebenfalls 14 Jahre alt ist und beide auf freiwilliger Basis Geschlechtsverkehr miteinander haben wollen. Doch ab wann darf man miteinander schlafen, wenn der Partner älter ist?

Ab wann darf man Sex mit wem haben?

Folgende Beispiele gelten als sexuelle Übergriffe und können laut Gesetz als Missbrauch gewertet werden:

  • Geschlechtsverkehr zwischen einem 12-jährigen Mädchen und ihrem 14-jährigen Freund
  • Sex zwischen einem 12-jährigen Mädchen und ihrem 18-jährigen Freund

Sind beide Partner 14 Jahre alt, dürfen sie laut Gesetz auch miteinander schlafen.

Liegt ein Altersunterschied von zwei oder drei Jahren vor, so wird dies nicht als Missbrauch angesehen. Ein 14-jähriges Mädchen darf beispielsweise Geschlechtsverkehr mit einem 17-jährigen Jungen haben. Gleiches gilt für Mädchen und Jungen, die beide zwischen 16 und 18 Jahre alt sind.

In der Regel können Minderjährige ab 14 nicht bestraft werden, wenn sie miteinander Sex haben. Erst wenn über 18-Jährige mit unter 14-Jährigen sexuellen Kontakt haben, machen Erstere sich strafbar.

Ein weiterer Fall, in dem von Missbrauch gesprochen werden kann, liegt vor, wenn Jugendliche oder Erwachsene die Zwangslage von unter 18-Jährigen ausnutzen, um diese so zu sexuellen Handlungen zu bewegen. Eine solche Situation liegt vor, wenn die Jugendlichen betrunken oder ohnmächtig sind. Bezahlen Erwachsene beispielsweise für den Sex mit Minderjährigen, liegt ebenfalls eine Straftat vor.

Ein ebenfalls großes Thema im Sexualstrafrecht ist der sexuelle Missbrauch durch Schutzbefohlene. § 174 StGB regelt solche Fälle wie folgt:

“Wer sexuelle Handlungen

  1. an einer Person unter sechzehn Jahren, die ihm zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist,
  2. an einer Person unter achtzehn Jahren, die ihm zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut oder im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist, unter Mißbrauch einer mit dem Erziehungs-, Ausbildungs-, Betreuungs-, Dienst- oder Arbeitsverhältnis verbundenen Abhängigkeit oder
  3. an einer Person unter achtzehn Jahren, die sein leiblicher oder rechtlicher Abkömmling ist oder der seines Ehegatten, seines Lebenspartners oder einer Person, mit der er in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft lebt,

vornimmt oder an sich von dem Schutzbefohlenen vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“

Sex: Ab wann Jugendliche legal miteinander schlafen dürfen, ist gesetzlich geregelt.

Ausbilder, Erzieher, Chefs, Gasteltern von Austauschschülern oder Lehrer sind von diesem Paragraphen betroffen. Wichtig ist, dass diese Personen nicht nur dann mit einer Strafe rechnen müssen, wenn sie sexuelle Handlungen an Schutzbefohlenen vornehmen, sondern auch dann, wenn sie diese Handlungen von Schutzbefohlenen vornehmen lassen.

Sex ist zwar legal ab einem Alter von 14 Jahren, aber nun mal nicht mit einer Person, die beliebig alt ist.

Daher kann es durchaus sein, dass Sex erst ab 16 legal ist, je nachdem, wie alt der Partner ist. Folgende Tabelle zeigt, wer Sex, ab welchem Alter, legal mit wem haben darf:

Ab wann darf man mit wem Sex haben?

** jedoch nur erlaubt, wenn beide miteinander schlafen wollen, kein Geld für Sex verlangt wird oder eine Zwangslage des Partners ausgenutzt wird
*** jedoch nur erlaubt, wenn der Ältere der beiden die “fehlende sexuelle Selbstbestimmung” der jüngeren Person nicht ausnutzt

Welche Strafen sind möglich, wenn gegen das Gesetz verstoßen wird?

Sex mit Minderjährigen wird hart bestraft. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr handelte. § 176 StGB sieht bei Handlungen dieser Art eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Eltern haben hier das Recht, Anzeige zu erstatten.

Jugendschutzgesetz: Eine Partnerschaft mit sexuellem Kontakt zwischen 18-Jährigen und Kindern ist strafbar.

Um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern handelt es sich laut § 176a StGB in folgenden Fällen:

“wenn
1. eine Person über achtzehn Jahren mit dem Kind den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an ihm vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind,
2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird oder
3. der Täter das Kind durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

Das seelische Wohl von Heranwachsenden sowie ihre altersgerechte Entwicklung können nach einem solchen Vorkommnis nicht mehr gewährleistet werden. Aus diesem Grund darf die Freiheitsstrafe hier nicht unter zwei Jahren liegen.

Das Strafgesetzbuch sieht harte Strafen vor, wenn gegen den Jugendschutz verstoßen wird. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie mit einer bestimmten Person schlafen dürfen bzw. ob dies gesetzlich erlaubt ist, stellen Sie sich stets im Vorfeld die Frage: “Ab wann darf man Sex mit wem haben?” Heranwachsende haben das Recht auf eine gesunde und positive Entwicklung und diese sollte stets an erster Stelle stehen.(101 Bewertungen, Durchschnitt: 3,70 von 5)
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