Wieviel schlaf braucht ein kind mit 2 jahren

Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Jede Altersgruppe braucht ausreichend Schlaf. Er verbessert u.a. die Aufmerksamkeit, die Lernfähigkeit, fördert Ausgeglichenheit – er ist sowohl für die körperliche als auch die seelische Gesundheit wichtig.

„Der Schlafbedarf ist allerdings altersabhängig und kann auch individuell sehr unterschiedlich sein. Babys zwischen vier Monaten und einem Jahr brauchen im Verlauf von 24 Stunden etwa 12 bis 16 Stunden Schlaf, Ein- bis Zweijährige benötigen ca. 11 bis 14 Stunden und Drei- bis Fünfjährige 10 bis 13 Stunden – einschließlich Vormittags- und Nachmittagsschlaf. Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren sollten etwa 9 bis 12 Stunden in der Nacht schlafen und Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sollten 8 bis 10 Stunden Nachtruhe bekommen“, gibt Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich eine grobe Orientierung auf der Basis der aktuellen amerikanischen Empfehlungen, die weitgehend mit den deutschen übereinstimmen.

Sind Eltern unsicher, ob ihr Kind genug schläft, kann ein Schlaftagebuch hilfreich sein. Darin tragen sie drei Wochen lang ein, wann das Kind eingeschlafen ist, wie lange es geschlafen hat, wie oft es aufgewacht ist und unter welchen Bedingungen der Schlaf unterbrochen wurde. „Kleine Kinder können bis zu einem Alter von fünf Jahren noch regelmäßig aufwachen, ohne dass eine Störung vorliegt. Der Kinder- und Jugendarzt kann u.a. anhand der Einträge des Schlaftagebuchs erkennen, ob evtl. Änderungen im Tagesablauf die Schlafqualität des Kindes verbessern können, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind oder ob sich Eltern unnötig Sorgen machen. Oft reicht es aus, eine angenehme und ruhige Routine für die Zubettgehzeit und ein Einschlafritual zu schaffen“, so Prof. Nentwich.
Quellen: JCSM, AAP, DGKJ

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Wie viel Schlaf braucht ein Kleinkind?

Wie viel Schlaf braucht Ihr Kind, wenn es dem Babyalter entwachsen ist? Es braucht weniger, das ist sicher – aber wie viel weniger ist noch genug?

Obwohl das Schlafbedürfnis, genau wie bei den Erwachsenen, auch bei Kleinkindern individuell variiert, gibt es doch allgemeine Richtlinien, wie viele Stunden Schlaf ein Kind im Durchschnitt braucht.

* Manche Kinder, die nachts länger schlafen, benötigen eventuell tagsüber keinen langen Mittagsschlaf und umgekehrt.

Eltern sollten sich bewusst sein, dass Kinder meistens mehr Schlaf brauchen, als ihnen im Allgemeinen zugestanden wird. Wenn ein Kind sich weigert, mittags zu schlafen oder am Abend nicht ins Bett will, nehmen Eltern häufig an, dass es wohl nicht so viel Schlaf benötigt. Doch meistens ist das Gegenteil der Fall, das Kind leidet an einem Schlafmanko und reagiert darauf mit einem hyperaktiven Übermüdungsverhalten.

Mehr Infos

…über das Thema „Schlaf im Kleinkindalter“

Wenn Ihr Kind tagsüber häufig quengelig und reizbar ist und Sie es morgens oft wecken müssen, wenn es beim Autofahren häufig und schnell einschläft und wenn es einen müden Eindruck macht, kann es sein, dass sein Körper weniger Schlaf bekommt, als er eigentlich benötigt.

Um das zu ändern, sollten Sie versuchen, einen guten Schlafrhythmus für Ihr Kind zu finden und feste Schlafgewohnheiten zu entwickeln. Wichtig ist vor allem eine abendliche Bettgehzeit, die den Kleinen ausreichend Nachtschlaf gewährleistet und die so gewählt ist, dass es gar nicht erst zur Übermüdung kommt. Haben Sie das herausgefunden, schicken Sie Ihr Kind möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett. Die Gewöhnung an ein abendliches Schlafritual zur gleichen Zeit wird ihm helfen, gut einschlafen zu können. Wenn Ihr Kind dann langsam keinen Mittagsschlaf mehr benötigt, sollte es doch gute 10 bis 12 Stunden ungestört schlafen können, bis es am Morgen bereit ist für einen neuen Tag.

Der Mittagsschlaf

Abendrituale

Schlafwandeln

Nachtschreck

Schnarchen

Bettnässen

Alleine einschlafen

Newsticker

Schlecht geschlafen? | 18.12.2017

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, können häufig ihre Kinder nachts auch weniger gut schlafen. Dies berichten Psychologen der Universität Basel nach einer Studie mit knapp 200 gesunden Kindern im Primarschulalter. Schlaf spielt eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden von Erwachsenen, aber auch von Kindern. Zu wenig Schlaf kann die psychische Gesundheit, das Gedächtnis und die Schulleistung beeinträchtigen. Untersucht wurde nun, wie Schlafprobleme der Eltern mit dem Schlafverhalten ihrer Kinder zusammenhängen. Das Ergebnis: Kinder von Müttern mit Ein- und Durchschlafproblemen schliefen erst später ein, schliefen weniger lang und wiesen weniger Tiefschlaf auf. Keine Zusammenhänge zeigten sich jedoch mit den Schlafproblemen des Vaters. Mögliche Erklärung: Kinder beobachten die Schlafgewohnheiten der Eltern und machen sie sich zu eigen. Auch Konflikte können den Schlaf der ganzen Familie beeinflussen.

Wenig Schlaf – mehr Gewicht: Neben Fast Food, Softdrinks und zu grossen Portionen, könnte auch Schlafmangel bei Kindern zu Übergewicht führen. An einer US-Studie nahmen 37 Kinder zwischen acht und elf Jahren teil. Etwa ein Viertel davon waren übergewichtig oder sogar fettleibig. In der ersten Woche sollten die Kinder ihr typisches Pensum schlafen. In der zweiten Woche wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine schlief länger, die andere weniger als normalerweise. In der dritten Woche blieben die Kinder bei ihrem veränderten Schlafmuster. Kinder, die ihr Schlafpensum erhöhten, assen im Schnitt pro Tag 134 Kilokalorien weniger und nahmen auch ein halbes Kilo ab. Ausserdem hatten sie niedrigere Blutspiegel des appetitregulierenden Hormons Leptin. (swissmom Newsticker, 5.12.13)

Letzte Aktualisierung : 24-01-20, AG

„Der Schlafbedarf ist allerdings altersabhängig und kann auch individuell sehr unterschiedlich sein. Babys zwischen vier Monaten und einem Jahr brauchen im Verlauf von 24 Stunden etwa 12 bis 16 Stunden Schlaf, Ein- bis Zweijährige benötigen ca. 11 bis 14 Stunden und Drei- bis Fünfjährige 10 bis 13 Stunden – einschließlich Vormittags- und Nachmittagsschlaf. Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren sollten etwa 9 bis 12 Stunden in der Nacht schlafen und Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sollten 8 bis 10 Stunden Nachtruhe bekommen“, gibt Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich eine grobe Orientierung auf der Basis der aktuellen amerikanischen Empfehlungen, die weitgehend mit den deutschen übereinstimmen.

Sind Eltern unsicher, ob ihr Kind genug schläft, kann ein Schlaftagebuch hilfreich sein. Darin tragen sie drei Wochen lang ein, wann das Kind eingeschlafen ist, wie lange es geschlafen hat, wie oft es aufgewacht ist und unter welchen Bedingungen der Schlaf unterbrochen wurde. „Kleine Kinder können bis zu einem Alter von fünf Jahren noch regelmäßig aufwachen, ohne dass eine Störung vorliegt. Der Kinder- und Jugendarzt kann u.a. anhand der Einträge des Schlaftagebuchs erkennen, ob evtl. Änderungen im Tagesablauf die Schlafqualität des Kindes verbessern können, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind oder ob sich Eltern unnötig Sorgen machen. Oft reicht es aus, eine angenehme und ruhige Routine für die Zubettgehzeit und ein Einschlafritual zu schaffen“, so Prof. Nentwich.

Babys

Durchschnittlicher Schlafbedarf

Neugeborene: 12–20 Std., 1-Jährige: 9–14 Std.

Das sagt die Forschung

Neugeborene kennen keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Ihre innere Uhr muss sich erst darauf einstellen. Hilfreich bei diesem Reifeprozess sind regelmässige soziale Zeitgeber wie Ernährung, Pflege und soziale Kontakte. Das Tageslicht hingegen spielt bei Säuglingen eine weniger wichtige Rolle als bei älteren Kindern und Erwachsenen. Für die Hirnentwicklung sind die Babys bis etwa zum sechsten Monat auf nächtliche Mahlzeiten angewiesen.

Das sagt der Entwicklungspädiater

Schon wenige Tage oder Wochen nach der Geburt schläft der Säugling in der Nacht länger als am Tag. Ab dem 6. Lebensmonat entwickelt sich die sogenannte Objektpermanenz; das Kind ist fähig, sich an Gesehenes oder Erlebtes zu erinnern, also auch eine bestimmte Art des Einschlafens. Gewöhnt es sich daran, zum Beispiel an der Brust einzuschlafen, wird es diese Gewohnheit nicht mehr so schnell aufgeben wollen. Schlaflernprogramme, bei welchen man sich vom Kind verabschiedet und es für eine bestimmte Zeit alleine lässt, auch wenn es weint, propagiert man etwa im Kinderspital Zürich nicht. Schläft das Kind unregelmässig und schlecht, während 14 Tagen den Schlaf protokollieren, um herauszufinden, wie gross der Schlafbedarf des Kindes ist. Bei Überforderung Hilfe suchen.

Das sagen die Ratgeber

Ein geregelter Tagesablauf gibt dem Baby Sicherheit, ist Orientierungshilfe und fördert seine Zufriedenheit. Ein Abendritual signalisiert, dass es jetzt zur Ruhe geht. Ob ein Baby alleine einschlafen soll, ab wann es durchschlafen kann und ob es ein eigenes Zimmer braucht, ist eine Frage der Kultur wie auch der persönlichen Vorlieben. Wem frühe Selbstständigkeit wichtig ist, lehrt das Baby allein ein- und durchzuschlafen. Wer dem Kind auch nachts Nähe und Geborgenheit geben will, bleibt bei ihm, bis es schläft, richtet vielleicht sogar ein Familienbett ein.

Tipps von Eltern

Baby tagsüber viel tragen, so fühlt es Körperwärme, hört den Herzschlag und die Stimme der Eltern. Auf Elternbluff à la „mein Zweimonatiger schläft schon acht Stunden durch“ einen trockenen Spruch parat haben und das Thema wechseln, denn weder falsches noch echtes Mitleid helfen weiter. Wacht das Kind nachts mehrmals auf, sich absprechen, wer für die Betreuung zuständig ist. Getrennte Schlafzimmer sind in dieser Zeit ein pragmatischer Entscheid.

Buchtipp

„Schlafen und Wachen“, William Sears, La Leche League; „Ich will bei euch schlafen!“ Sibylle Lüpold, Urania 2009

Kleinkinder

2-Jährige: 10–13,5 Std., 5-Jährige: 9–12,5 Std.

Rund die Hälfte der Kleinkinder wacht nachts auf, viele mehrmals. Darunter auch solche, die als Baby schon mal durchgeschlafen haben. Mögliche Gründe: die Zähne, aber auch Albträume, die zwischen zwei und sechs Jahren häufig auftreten.

Bei ungenügendem Schlaf sind Kinder gereizt und schlecht gelaunt. Zwischen ein und zwei Jahren geben die meisten Kinder ihren Vormittagsschlaf auf und schlafen nur noch einmal am Tag. Der Schlafbedarf bleibt jedoch individuell. Es gibt Zweijährige, die bereits keinen Mittagsschlaf mehr brauchen und Kindergartenkinder, die ohne Nickerchen gegen den Abend quengelig werden.

Sobald die Kinder selbstständig aufstehen können, schlüpfen sie nachts gerne zu Mama und Papa ins Bett. Damit auch die Eltern gut weiterschlafen, für genügend Platz sorgen. Oft ins leere Kinderbett zu wechseln.

Hat das Kind Angst vor der Dunkelheit, vor Monstern im Schrank und Schatten an den Wänden, die wie Einbrecher aussehen, hilft es, den Schrank vor dem Gutenachtkuss nach dem Ungeheuer abzusuchen, die Einbruchgefahr zu besprechen, ein Nachtlicht brennen zu lassen und die Tür nicht zu schliessen.

Schulkinder

7- Jährige: 8–12 Std., Teenager: 6–10 Std.

Schlafen Kinder chronisch nicht genug, sind sie in der Schule weniger leistungsfähig und krankheitsanfälliger, da sich im Tiefschlaf das Immunsystem regeneriert. Häufiges Problem: Vor dem Schlafengehen sitzen viele Kinder vor dem Fernseher, gamen, chatten oder surfen im Internet – alles Aktivitäten, die das Gehirn anregen oder überreizen, statt es zu beruhigen. Im Teenager-Alter beeinflussen die Hormone auch den Schlaf-Wach-Rhythmus; diese Schwankungen sind bei Mädchen und jungen Frauen besonders ausgeprägt. Hormonell geflutete Teenies brauchen durchschnittlich eine Stunde mehr Schlaf als jüngere Kinder.

Im Alter von 6 bis 12 Jahren lassen die typischen Schlafprobleme der frühen Kindheit gewöhnlich nach. Kinder dieses Alters schlafen in der Regel schnell und mühelos ein, haben einen gesunden Schlaf und sind am Tage wach und ausgeschlafen. Zu wenig Schlaf wirkt sich auf die Konzentrationsfähigkeit und die Leistung in der Schule aus.

Im Schulalter sind Kinder oft kaum ins Bett zu kriegen; alles ist interessanter als die langweilige Pritsche. Trotzdem: Streit und Stress rund ums Zubettgehen vermeiden. Rituale stimmen auf die Ruhezeit ein. Die Kinder nicht ins Bett schicken, wenn sie nicht müde sind. Regelmässige Schlafenszeiten sind aber auch in diesem Alter wichtig.

Die Aussicht auf eine Gutenachtgeschichte oder das nächste Kapitel in einem spannenden Buch, hilft, sich aufs Schlafengehen einzustellen oder gar zu freuen. Auch ein „Bettmümpfeli“ kann ein schönes Ritual werden – ein Stück Apfel oder Birne wirken schlaf-, aber nicht kariesfördernd. Kinder lieben es, wenn sich die Eltern vor dem Lichtlöschen zu ihnen ans Bett setzen oder sogar ein Weilchen mit unter die Decke schlüpfen. Die Zeit, um den Tag Revue passieren zu lassen, hilft auch, mit pubertierenden Teenies in Kontakt zu bleiben. Eine Bettflasche in der kalten Jahreszeit macht das Bett zur wohlig warmen Höhle. Kinder selbst beobachten lassen, wie viel Schlaf sie für ihr Wohlbefinden brauchen und ihnen die Verantwortung dafür Schritt für Schritt übertragen.

Erwachsene

8–12 Std.

Schlafmangel ist Folter, sagt der Volksmund. Studien zeigen, dass er dick und krank macht. Wer weniger als sieben Stunden ruht, erkältet sich dreimal häufiger. Ein- und Durchschlafprobleme können zu Herz-Kreislauf-Schwächen, Magen-Darm-Beschwerden und manchmal sogar zu Depressionen führen. Auch Leistungsfähigkeit und Konzentration sind beeinträchtigt. Frauen sind gefährdeter als Männer: Nach der Geburt der Kinder entwickeln sie besonders häufig Ein- und Durchschlafstörungen.

Tipps

Die wichtigste Voraussetzung für Schlaf ist Entspannung. Angenehme, erfreuliche Tätigkeiten oder Gespräche stimmen auf die Nachtruhe ein. TV wirkt auch auf Erwachsene eher anregend. Alkohol kann zwar das Einschlummern vereinfachen, stört aber die Tiefschlafphasen. Einschlafrituale helfen auch Erwachsenen: eine Tasse Tee oder Honigmilch trinken, leise Musik hören. Sex wäre eine Möglichkeit. Schläft das Kind nicht durch, lohnt sich der Gedanke an getrennte Schlafzimmer, sodass zumindest ein Elternteil durchschlafen kann. Wem dieses Privileg zukommt, ist oft das Resultat zäher Verhandlungen. Aufgepasst: Auch wenn die Mutter in der Babypause ist oder keiner Erwerbsarbeit nachgeht, soll der Vater regelmässig die Nachtschicht übernehmen und seine Frau an einem der beiden Wochenendtage ausschlafen lassen.

Wie viel Schlaf braucht ein Teenager?

In der Pubertät gerät für ein paar Jahre, wie vieles andere auch, der Tag-Nacht-Rhythmus junger Menschen durcheinander. Nicht selten kommt es deswegen zwischen Eltern und Jugendlichen zu Spannungen. Eine neue Studie hat untersucht, wie viel Schlaf Menschen in diesem Alter wirklich brauchen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie vom Februar übersetzt, in der die Forscher die schulische Leistung als Maßstab nahmen:

Wie lange sollten 16 bis 18 Jahre alte Teenager am besten schlafen – sieben Stunden oder lieber neun? Scheinbar sind junge Leute, die sieben Stunden schlafen, in der Schule besser als ihre Klassenkameraden, die neun Stunden schlafen, obwohl offizielle Richtlinien neun empfehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von zwei Forschern der Brigham Young University in den USA, die jetzt im Eastern Economics Journal erschienen ist.

Eric Eide, einer der Autoren, sagt:

„Wir empfehlen keinen Schlafentzug. Die Daten zeigen einfach, dass für dieses Alter sieben Stunden optimal sind.“

Eric Eide und Wirtschaftsprofessor Mark Showalter wollten herausfinden, welchen Einfluss die Schlafdauer und –qualität auf die schulische Bildung und Gesundheit junger Menschen haben könnte. Dies ist der erste in einer Reihe von Artikeln über die Studie.

Die Autoren sagen, dass ihre Ergebnisse Regierungsrichtlinien widersprechen, nach denen Teenager so lange schlafen sollten, wie sie möchten.

Showalter sagt:

„Wenn Sie so an eine Richtlinie herangingen, wie viel ein Mensch essen sollte, würden sie ihn in eine schön volle Speisekammer stecken und einfach zusehen, wie viel er isst bis er sich satt fühlt. Das klingt irgendwie nicht richtig.“

Die Forscher wollten untersuchen, ob es einen Zusammenhang von Schlaf und Produktivität oder Leistung gibt, der sich quantifizieren lässt. Sie sammelten Daten über 1724 Grund- und Oberschülern aus den ganzen Vereinigten Staaten. Die Autoren weisen darauf hin, dass ihre Stichprobe repräsentativ für amerikanische Schulkinder war.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Schlafdauer der Schüler auf ihre Leistung bei Standardtests in der Schule auswirkte.

Aber wenn es um Schlaf geht, ist mehr nicht unbedingt besser.

Je älter ein Schulkind wird, desto weniger Schlaf braucht es:

• 10 Jahre: die optimale Schlafdauer ist 9 bis 9,5 Stunden pro Nacht.
• 12 Jahre: die optimale Schlafdauer ist 8 bis 8,5 Stunden pro Nacht.
• 16 Jahre: die optimale Schlafdauer ist 7 Stunden pro Nacht.

Eide sagt:

„Wir sollten das nicht nur aus der einen Perspektive betrachten, dass ein Kind vielleicht zu viel schläft. Auf der anderen Seite des Spektrums könnte ein Kind nur 5,5 Stunden Schlaf pro Nacht bekommen, weil es zu viel um die Ohren hat, aber es könnte mehr leisten, wenn es jede Nacht 90 Minuten mehr Schlaf hätte.“

Die Leistung in diesen Tests hängt von verschiedenen Faktoren ab, schreiben die Autoren. Aber sie haben errechnet, dass eine Anpassung von 80 Minuten in Richtung auf die optimale Schlafdauer einem extra Schuljahr entspricht, das ein Mensch länger zur Schule geht.

Showalter sagt:

„Die meisten unserer Studenten an der BYU, besonders die, die an der Highschool früh morgens Unterricht hatten, werden feststellen, dass die besten Schüler nicht die sind, die 9 Stunden schlafen.“

Quellen:

Medical News Today, 20. Feb 2012

Eide & Showalter. Eastern Economic Journal, Jan 2012

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Wie viel Schlaf braucht man wirklich?

Ein Mensch schläft im Durchschnitt ganze 25 Jahre seines Lebens. Eine ganze Menge, oder? Als Berufstätige oder Eltern, die morgens meistens früh rausmüssen, hat man jedenfalls nicht immer das Gefühl, genug Schlaf zu kriegen. Aber wie viel Schlaf braucht man wirklich? Und kann man das überhaupt pauschal beantworten? Wir gehen der Sache auf den Grund!

So beeinflusst die Dauer des Schlafes Körper und Geist

Die Dauer unserer Nachtruhe hat großen Einfluss auf unser körperliches und psychisches Wohlbefinden. Wahrscheinlich kennt jeder dieses „geräderte“ Gefühl nach einer zu kurzen Nacht. Tatsächlich sorgt zu wenig Schlaf dafür, dass unser Körper sich nicht ausreichend erholen und regenerieren kann. Das Ergebnis: Wir sind müde und unkonzentriert.

Die Wenigsten beachten allerdings, dass uns auch zu viel Schlaf nicht gut bekommt. Dachtest du auch immer, man könnte gar nicht genug schlafen? Wir wissen, wie schön gemütlich dein Schlaraffia Boxspringbett ist! Trotzdem sollte man nicht zu lange schlafen, weil auch dann die kognitiven Fähigkeiten, wie Lernen, Aufmerksamkeit, Orientierung oder Kreativität, abnehmen. Bei zu viel Schlaf steigt zudem das Risiko für Diabetes oder Übergewicht.

Wie viel Schlaf man braucht, hängt vom Alter ab

Wie viele Stunden Schlaf pro Nacht man nun tatsächlich braucht, hängt vom Alter ab. Babys und Kleinkinder brauchen den meisten Schlaf. In den ersten elf Monaten beträgt die optimale Schlafdauer 12 bis 17 Stunden. Kleinkinder zwischen einem bis fünf Jahren brauchen 10 bis 14 Stunden Schlaf pro Nacht. Das hängt damit zusammen, dass sich der Körper stark im Wachstum befindet und die Nachtruhe zur Entwicklung braucht. Auch Sinneseindrücke wirken auf Babys und Kleinkinder noch viel stärker, sodass viel Schlaf benötigt wird, um alles verarbeiten zu können.

Mit der Zeit nimmt die benötigte Schlafdauer ab. Ab etwas sechs Jahren reichen demnach neun bis elf Stunden Nachtruhe. Teenager zwischen 14 und 17 Jahren brauchen noch etwas weniger Schlaf, nämlich acht bis zehn Stunden. Die körperliche Entwicklung ist in diesem Alter fast abgeschlossen, daher nimmt der Schlafbedarf ab.

Als Erwachsener bleibt der Schlaf, den man pro Nacht braucht, bis ins hohe Alter meist unverändert und liegt bei sieben bis neun Stunden Schlaf. Erst ab 65 Jahren kommt man auch mit einer kürzeren Nachtruhe aus.

Wie erkenne ich, wie viel Schlaf ich brauche?

Diese Durchschnittswerte können natürlich von Person zu Person variieren. Es ist deshalb empfehlenswert, den eigenen Körper zu beobachten. Das ist die beste Methode, um festzustellen, ob du dein optimales Schlafpensum erreichst oder nicht.

Achte morgens beim Weckerklingeln und nach dem Aufstehen darauf, wie du dich fühlst. Bist du fit und hast das Gefühl, gut in den Tag starten zu können? Oder brauchst du erstmal einen Kaffee, um überhaupt auf Touren zu kommen? In dem Fall war die Nacht wahrscheinlich zu kurz. Wenn du tagsüber oft müde bist oder du dich schlecht konzentrieren kannst, kann auch das an deinem Schlafpensum liegen.

Wenn du mal mehrere Tage am Stück frei hast und nicht zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen musst, kannst du herausfinden, wie viel Schlaf dein Körper braucht. Achte darauf, optimale Bedingungen zum Einschlafen zu schaffen, also am Abend zum Beispiel keine schweren Mahlzeiten einzunehmen und keinen Alkohol zu trinken. Gehe ins Bett, wenn du müde bist, und schlafe so lange, bis du von alleine aufwachst. Wenn du dich ausgeschlafen und fit fühlst, hast du ausreichend lange geschlafen – also auf die Uhr schauen, wie lange deine Nachtruhe war. Denke daran, dass der Körper eine Weile braucht, um sich auf einen neuen Rhythmus einzustellen. Du solltest deine Schlafdauer also einige Tage nacheinander beobachten und dann die Durchschnittsdauer ermitteln.

Ausschlafen – gut oder schlecht?

Wer unter der Woche früh zur Arbeit gehen oder die Kinder für Kindergarten und Schule fertigmachen muss, freut sich am Wochenende oder im Urlaub aufs Ausschlafen (wenn die Kinder es zulassen 😉). Aber ist Ausschlafen eine gute Idee?

Tatsächlich bringt es den Körper durcheinander, wenn sich deine Schlafenszeiten und deine Schlafdauer regelmäßig ändern. Wenn du nämlich zum Beispiel am Freitag und Samstag länger aufbleibst und dadurch später aufstehst, bist du am Sonntag auch erst später müde. Leider klingelt am Montagmorgen aber erbarmungslos der Wecker – obwohl du nach dem späten Einschlafen eigentlich noch müde bist. Ausschlafen am Wochenende ist auch dann problematisch, wenn du deutlich mehr schläfst, als sonst. Von sechs Stunden Schlaf auf elf zu wechseln, ist eine extreme Umstellung für den Körper. So kann sich kein erholsamer Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen. Für deine Schlafqualität ist es deshalb ratsam, auch am Wochenende lieber nur maximal drei Stunden mehr zu schlafen, als unter der Woche.

Tags: Einschlafen, Nachtruhe, Schlafdauer Kategorien: Allgemein, Schlaf gut

Wie viel Schlaf benötigen Teenager?

Unser Schlafbedürfnis verringert sich mit dem Älterwerden. Kleinkinder im Alter brauchen im Durchschnitt zwölf bis 13 Stunden Schlaf. Sieben- bis Neunjährige dagegen nur elf Stunden. Mit der Pubertät verschiebt sich der Schlafrhythmus deutlich nach hinten. Jugendliche sind also morgens später leistungsfähig und abends länger wach.

Ein Erwachsener braucht durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf, die meisten mindestens sechs. Schlafen sie weniger, kann dies körperliche oder psychische Probleme zur Folge haben, insbesondere dann, wenn sich der Schlafmangel über längere Zeit hinzieht.

Seit Langem ist bekannt, dass das individuelle Schlafbedürfnis von Mensch zu Mensch verschieden ist. Napoleon wird nachgesagt, dass er nie mehr als vier Stunden Schlaf brauchte, während Albert Einstein als Langschläfer einen Schlafbedarf von zwölf Stunden gehabt haben soll. Forscher der Universität von Kalifornien (Los Angeles) um Dr. Fuligni haben jetzt eine Studie über das Schlafbedürfnis von Teenagern vorgestellt. Für die meisten Jugendlichen seien acht bis zehn Stunden Schlafdauer optimal.

Um die Beziehung zwischen der Schlafdauer und der Stimmung tagsüber zu studieren, rekrutierten die Forscher 419 Neun- und Zehntklässler aus Los Angeles. 14 Tage lang vervollständigten die Jugendlichen tägliche Checklisten über drei Seiten vor dem Schlafengehen. Sie beantworteten Fragen über den Schlaf in der letzten Nacht und die Stimmung des darauffolgenden Tages. Um eine genaue, tägliche Berichterstattung zu fördern, sollten die Teenager die Checklisten täglich versiegeln und mit einem elektronischen Zeitstempel versehen.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass einige wenige Teenager gut mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht auskommen, ohne dass ihre Leistung darunter leidet. Schlafstörungen tragen bei Jugendlichen zu einer Reihe von psychischen Problemen bei. Doch sei unklar, ob einige Jugendliche mehr oder weniger schlafen müssten als andere, um gesund zu sein und Bestleistung bringen zu können.

Es stellte sich heraus, dass jüngere Heranwachsende und diejenigen mit häufigen Anzeichen von Angst oder depressiven Symptomen (wie häufige Sorgen und Müdigkeit) über eine bessere Stimmung berichteten, wenn sie mehr geschlafen hatten. Ältere Jugendliche und jene mit weniger Symptomen benötigten dafür weniger Schlaf. Die Experten vermuten deshalb, dass jüngere Jugendliche und diejenigen, die klinisch signifikante Ausmaße von Angst oder depressiven Symptomen angaben, mehr Schlaf benötigen, um ihre volle Leistungskraft zu erreichen.

„Als Gesellschaft unterschätzen wir, wie viel Schlaf Kinder – besonders Jugendliche – brauchen“, ergänzt Fuligni. „Sie haben viel Stress und schlafen weniger, und einige Jugendliche opfern ihren Schlaf, um den Anforderungen der Schule und anderer Aktivitäten gerecht zu werden“. Menschen, die langfristig weniger Schlaf bekommen, als sie benötigen, entwickeln ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Herzinfarkt, Schlaganfall, Übergewicht und Diabetes.

Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Drei typische Schlafprobleme

1. Das Kind wacht nachts auf

Ja nach Alter treten unterschiedliche Schlafschwierigkeiten auf. „Bei Kindern bis vier Jahre sind Durchschlafprobleme am häufigsten“, sagt Schlarb. Bekommen Kinder zu wenig Schlaf, sind sie oft unausgeglichen, haben Wutanfälle oder quengeln viel. „Das kann sich bis zum Alter von zehn Jahren so äußern.“

Durchschlafprobleme können verschiedene Ursachen haben. Eltern sollten daher genau hinsehen: Ist das Kind eher ängstlich und angespannt? „Dann hat es wahrscheinlich nicht genügend Selbstberuhigungskompetenz“, sagt Schlarb. Betroffene Kinder brauchen beim Einschlafen noch die Hilfe der Eltern: Diese setzen sich zum Beispiel neben das Bett, halten die Hand des Kleinen oder legen sich sogar zu ihm. „So lernt das Kind aber nicht, selbst einzuschlafen“, sagt Schlarb. „Es braucht diese Unterstützung dann meistens auch, wenn es nachts kurz aufwacht.“ Die Eltern sollten versuchen, das Kind nach und nach daran zu gewöhnen, alleine einzuschlafen. „Schaffen sie das nicht, können sie in Trainingsprogrammen Techniken erlernen, wie sich das Kind selbst beruhigen kann“, empfiehlt Schlarb.

2. Das Kind testet Grenzen aus

Ist das Kind nicht ängstlich, kann es sein, dass es über das Einschlafen seine Grenzen austesten will. „Es will dann abends im Bett plötzlich noch etwas trinken, essen oder nochmal aufstehen, obwohl es eigentlich satt und zufrieden sein dürfte“, sagt Schlarb. „Das nennt man Schlafschwierigkeiten im Rahmen von elterlichen Grenzsetzungen.“ In diesem Fall können die Eltern ihrem Nachwuchs freundlich, aber bestimmt aufzeigen, wann Essens- und wann Schlafenszeit ist. Untertags sollten sich Kinder zudem ausreichend bewegen und abends am besten mithilfe eines ruhigen Gute-Nacht-Rituals auf das Schlafengehen eingestimmt werden.

3. Das Kind grübelt abends

Auch im Grundschulalter können diese Ablenkungsmanöver noch auftreten. Allerdings haben Kinder dann auch aus anderen Gründen immer öfter Einschlafprobleme. „Sobald sich Kinder über Dinge Sorgen machen können, schlafen sie häufig schlechter ein“, sagt Schlarb. „Zum Beispiel, wenn sie mit ihrer Freundin gestritten haben und sie das abends noch beschäftigt.“ Auch, wenn sie vor etwas Angst haben – zum Beispiel, wenn der Papa am Morgen wegfährt oder der erste Schultag bevorsteht –, könne sich das aufs Einschlafen auswirken. Eltern sollten dem Kind daher am besten schon während des Tages Gesprächsmöglichkeiten bieten. „Bei vielen kommt die Frage ,Was ist heute alles passiert?’ erst abends im Bett“, sagt Schlarb. „Es ist aber nicht gut, wenn die Sorgen mit dem Schlafengehen gekoppelt sind.“

Dauerhafter Schlafmangel kann riskant sein

Schläft ein Kind dauerhaft zu wenig, ist das ein Risikofaktor für Krankheiten. Zum Beispiel treten häufiger Infekte auf, weil das Immunsystem geschwächt ist. „Im Extremfall beeinflusst Schlafmangel die Entwicklung: Sie kann sich sowohl in emotionaler Hinsicht, als auch in körperlicher oder psychischer verzögern“, sagt Schlarb. „Solche Kinder wachsen und gedeihen zum Beispiel manchmal nicht so gut.“ Aber auch deutlich zu viel Schlaf ist mit einem höheren Risiko für körperliche und psychische Krankheiten verbunden. „Solche Hypersomnien sind aber selten“, sagt Schlarb. Schlechter Schlaf geht nicht nur mit einem höheren Krankheitsrisiko einher, sondern kann auch Zeichen einer Erkrankung sein. Schläft das Kind daher deutlich weniger – oder auch mehr – als empfohlen, sollten Eltern mit ihm zum Arzt.

Wie lange sollen Kinder schlafen? BILD fragte den Kinder- und Jugendarzt Dr. Uwe Büsching (56, Bielefeld).

Neugeborene

In den ersten drei Monaten haben Kinder ein großes Schlafbedürfnis. Sie brauchen 14 bis 18 Stunden Schlaf.

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    Wenn Kinder nicht ins Bett wollen: Diplompädagogin und RTL-„Super Nanny“ Katharina Saalfrank verrät die besten Einschlaf-Tipps für Eltern.

Säuglinge

Ab drei bis sechs Monaten sollte das Kind bis zu 16 Stunden Schlaf am Tag bekommen. Generell gilt: Ob das in zwei oder vier Etappen passiert, ist nicht wichtig. Ab sechs bis acht Monaten brauchen Kinder, wenn sie nachts wach werden, nichts mehr zum Essen.

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Kleinkinder

Bis zum vierten Geburtstag sind 11 bis 14 Stunden Schlaf ausreichend.

Schulkinder

Für Kinder ab dem 4. Lebensjahr und Grundschulkinder sollten es 10 bis 12 Stunden sein. Ein Mittagsschlaf ist nicht mehr nötig.

Jugendliche

Kinder bis 15 oder 16 Jahre kommen mit rund 10 Stunden Schlaf aus.

Wie erkenne ich, ob mein Kind genug Schlaf findet?

Dr. Uwe Büsching: „Wenn Kinder morgens problemlos wach werden, haben sie in der Regel genügend Schlaf bekommen. Eltern sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Schlafprobleme bei ihren Kindern verstärkt auftreten. Schlafprobleme sind auch bei Kindern immer Ausdruck von Sorgen.“

Alle aktuellen Artikel aus dem Ressort Ratgeber lesen Sie hier…

Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Wie, wann und wie viel Kinder schlafen, ist sehr verschieden und auch stark vom Alter der Kinder abhängig. Doch wie viel Schlaf brauchen Kinder in welchem Alter? Wie können Eltern feststellen, ob das eigene Kind genug Schlaf bekommt? Alle wichtigen Informationen zu diesem Thema findest du in diesem Ratgeber.

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Schlafbedarf: Von Kind zu Kind verschieden!

Mit zunehmendem Alter und in der Entwicklung verringert sich der Schlafbedarf eines Menschen und trotzdem unterscheidet er sich natürlich nach wie vor von Kind zu Kind stark. Dennoch gibt es einige Richtwerte (auch hier kann es Abweichungen geben, je nach Kind!), an denen du dich etwas orientieren kannst, um herauszufinden, ob dein Kind genügend Schlaf für eine gesunde Entwicklung bekommt:

Kleinkindalter
2 Jahre – ca. 13 Stunden Schlaf täglich
3 Jahre – ca. 12 Stunden Schlaf täglich

Kindergartenkinder
4 Jahre – ca. 11,5 Stunden Schlaf täglich
5 Jahre – ca. 11 Stunden Schlaf täglich

Grundschulkinder
6 Jahre – ca. 10,75 Stunden Schlaf täglich
7 Jahre – ca. 10,5 Stunden Schlaf täglich
8 Jahre – ca. 10,25 Stunden Schlaf täglich
9 Jahre – ca. 10 Stunden Schlaf täglich

Trotz dieser Richtwerte solltest du dir immer vor Augen führen, dass in jedem Alter Abweichungen von bis zu 2 Stunden völlig normal sind. Besonders der Tagesschlaf reduziert sich stark im Vergleich zum Säuglingsalter, jedoch gibt es natürlich auch hier enorme Unterschiede zwischen den Kindern. Während viele Kinder zu Beginn des zweiten Lebensjahres noch etwa 2 Stunden tagsüber schlafen, verzichten manche sogar schon mit 24 Monaten komplett auf das Schläfchen am Mittag, was keinesfalls die Entwicklung beeinflusst.

Wann sollte mein Kind ins Bett?

Die richtige Zubettgehzeit für dein Kind richtet sich nach der Aufstehzeit und dem allgemeinen Schlafbedarf. Wird dein Kind also regelmässig morgens um 6 Uhr wach und benötigt etwa 10 Stunden Schlaf, solltest du es spätestens um 20 Uhr zu Bett bringen. Setze die Zubettgehzeit früher an wenn du merkst, dass dein Kind lange zum Einschlafen braucht. Schläft es tagsüber noch, braucht es in der Nacht natürlich entsprechend weniger Schlaf. Dann solltest du dein Kind idealerweise später zu Bett bringen.

Solange für dein Kind die Aufstehzeiten noch recht flexibel sind, weil es die Schule oder den Kindergarten noch nicht besucht, so achte bei den Schlafenszeiten darauf, welcher Schlaftyp dein Kind ist. Die sogenannten „Eulen“ schlafen morgens gerne lange und sind abends kaum ins Bett zu bekommen, während die „Lerchen“ morgens topfit aus dem Bett steigen, dafür aber am Abend schnell müde werden. Wenn du diese Veranlagung von deinem Kind berücksichtigst, kann das durchaus helfen, Schlafstörungen oder Einschlafprobleme zu vermeiden.

So klappt es mit dem Zubettgehen

Natürlich haben auch Eltern am Abend ein Bedürfnis nach Zweisamkeit und Ruhe. Wird jedoch ein Kleinkind nur aus diesem Grund und entgegen seines Schlafbedürfnisses ins Bett gebracht, wird dies mit ziemlicher Sicherheit keinen ruhigen Abend zur Folge haben, das Kind wird wahrscheinlich nicht einschlafen können/wollen und mit Schlafstörungen in der Nacht reagieren. Jüngere Kinder lassen sich zwar an frühere Zeiten zum Einschlafen gewöhnen, dann muss allerdings auch damit gerechnet werden, dass sie morgens früher aufstehen werden.

Ideal sind Einschlaf-Rituale, diese Vermitteln deinem Kind eine Sicherheit. Kann sich ein Kind schon eine Weile selbst beschäftigen, kannst du mit ihm vereinbaren, dass es die letzte halbe Stunde vor dem Einschlafen noch alleine im Zimmer einer ruhigen Beschäftigung nachgehen darf, wie ein Buch anschauen, eine Geschichte hören. Kommt dein Kind immer wieder aus dem Zimmer, solltest du es in sein Bett zurückbringen – ausser du hast den Eindruck, dass dein Kind deine Nähe braucht. Du als Mami oder Papi spürst genau, ob dein Kind dich braucht (Nähe braucht, Erlebtes noch nicht verarbeitet hat, Angst hat vor etwas, usw.) oder ob es einfach nicht schlafen möchte und seine Grenzen austesten will. Eltern sollten generell auf ihre innere Stimme hören, denn diese ist ein verlässlicher Ratgeber.

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