Wieviel milch kleinkind

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Was und wie viel sollten Babys und Kinder trinken?

Als „Kindergetränk“ deklarierte Getränke sind nicht unbedingt für den Nachwuchs geeignet. Meist enthalten sie viel Zucker. Was Kinder im Alter bis fünf Jahren stattdessen trinken sollten, haben US-amerikanische Wissenschaftler in neuen Leitlinien zusammengetragen.

Verschiedene Gesundheits- und Ernährungsorganisationen aus den USA haben gemeinsam neue Empfehlungen veröffentlicht, was Babys und Kinder trinken sollten. Darin raten die Experten von der

  • Academy of Nutrition and Dietetics,
  • American Academy of Pediatric Dentistry,
  • American Academy of Pediatrics,
  • American Heart Association
  • und dem Forschungsprojekt Healthy Eating Research,

dass Kinder – je nach Alter – Muttermilch beziehungsweise Muttermilchersatz, Wasser und Milch trinken sollten. Von zuckerhaltigen Getränken und auch von pflanzlichem Milchersatz wie etwa Hafer- oder Sojamilchgetränken raten sie hingegen ab.

Schon früh an gesunde Ernährung heranführen

Die frühe Kindheit sei eine wichtige Zeit, um damit zu beginnen, Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln, wird Megan Lott vom Projekt Healthy Eating Research in einer Pressemitteilung zitiert. „In den ersten fünf Lebensjahren sind Getränke eine wichtige Quelle für Nährstoffe und Kalorien. Sie können auch noch weit in die Zukunft einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben“, so Richard Besser von der Robert Wood Johnson Foundation, die ebenfalls an der Entwicklung der neuen Leitlinien beteiligt war. Familien benötigen seiner Meinung nach klare und konsistente Leitlinien, was ihre kleinen Kinder trinken sollten und was nicht.

US-amerikanische Leitlinien: Diese Getränke sind für Kinder geeignet

Die Leitlinien der Experten sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Sie gelten für gesunde Kinder und beziehen individuelle medizinische Situationen wie etwa eine Milchunverträglichkeit nicht mit ein.

Alter Empfehlung
0 bis 6 Monate Babys brauchen ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung.
6 bis 12 Monate Sobald Beikost eingeführt wird, sollte zusätzlich zur Muttermilch eine kleine Menge reines Trinkwasser angeboten werden – damit sich Babys an den Geschmack gewöhnen können. Ein paar Schlucke während des Essens sind ausreichend.
12 bis 24 Monate Empfohlen werden in diesem Alter Vollmilch und Trinkwasser.
2 bis 5 Jahre Auch in diesem Alter werden Milch und Wasser empfohlen. Die Milch sollte weniger Fett als Vollmilch enthalten.

Quelle: „Healthy Drinks. Healthy Kids.“

Frühestens, wenn Kinder ein Jahr alt sind, sollten sie den US-Experten zufolge Saft trinken. Dieser sollte aus 100 Prozent Frucht bestehen und keinen zusätzlichen Zucker enthalten. Nur eine kleine Menge davon sei in Ordnung, am besten verdünnen Eltern ihn mit Wasser zu einer Schorle. Gesünder sei es aber, dem Kind klein geschnittenes Obst zu essen zu geben.

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Kinder generell kalorienfreie Getränke: Trinkwasser, Mineralwasser und ungesüßte Kräuter-, Früchte- und Roibuschtees. Wasser sei die erste Wahl, da es gut den Durst löscht, keine Kalorien enthält und neutral schmeckt. Tees bieten Abwechslung im Geschmack. Die Gesellschaft rät, sie dünn aufzubrühen, da Kinder noch sehr intensiv schmecken.

Saftschorlen (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) seien „akzeptabel“. „Bieten Sie Schorle nur ab und zu an“, lautet die Empfehlung. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass Fruchtsäfte viele Kalorien enthalten, da die Früchte selbst Zucker enthalten.

Die Empfehlungen der DGE sind in dieser Tabelle zusammengefasst:

Alter Empfehlung
0 bis 5 Monate Alle Säuglinge sollten, wenn es möglich ist, mindestens bis zum 5. Lebensmonat gestillt werden. Wenn gar nicht oder nicht voll gestillt wird, sollte das Baby eine industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung erhalten.
5/7 bis 9 Monate Während des Stillens oder Fütterns mit fertiger Milchnahrung sind keine weiteren Getränke notwendig. Das gilt auch für die ersten Monate, in denen Beikost eingeführt wird. Die Ausnahme liegt vor, wenn der Säugling an heißen Tagen stark schwitzt oder Fieber hat. In diesen Fällen kann in Absprache mit dem Kinderarzt zusätzlich etwas Wasser gegeben werden. Kinder, die gestillt werden, werden in diesem Fall öfter angelegt. Erst wenn die dritte Mahlzeit durch einen Brei (Getreide-Obst-Brei) ersetzt wird, braucht das Baby Flüssigkeit zusätzlich zum Stillen beziehungsweise zur Säuglingsnahrung (ca. 200 ml pro Tag). Säuglinge sollten zur Beikost bevorzugt kalorienfreie Getränke erhalten. Das beste Getränk für Babys ist Trinkwasser; auch ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind passende Durstlöscher. Säuglingstees in Instant-Form werden hingegen nicht empfohlen. Sie enthalten oft Maltodextrin oder anderen Zucker.
10 bis 12 Monate Es wird ca. 400 ml Flüssigkeit pro Tag empfohlen, am besten in Form von Wasser oder ungesüßten Tees.
bis 4 Jahre 820 ml Flüssigkeit pro Tag werden empfohlen.
4 bis 7 Jahre 940 ml Flüssigkeit pro Tag werden empfohlen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Das empfiehlt die DGE in Sachen Milch

Trinkmilch ist der DGE zufolge im ersten Lebensjahr für die Ernährung des Säuglings nicht geeignet. Grund ist ihre Zusammensetzung: Sie hat einen hohen Protein- und Mineralstoffgehalt sowie einen zu geringen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eisen und Jod. „Milchmahlzeiten im ersten Lebensjahr sollten aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrungen bestehen“, so eine Expertin der DGE im Gespräch mit t-online.de. Darüber hinaus gibt die DGE folgende Tipps:

  • Kleine Mengen Trinkmilch (bis zu etwa 200 ml pro Tag) können zur Zubereitung eines Milch-Getreide-Breis verwendet werden. Wenn gegen Ende des ersten Lebensjahres die Breimahlzeit durch eine Brotmahlzeit ersetzt wird, kann dieselbe Menge Milch zum Trinken gegeben werden.
  • Kinder zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr brauchen täglich etwa 300 bis 330 ml Milch und Milchprodukte, am besten auf drei Portionen verteilt. Zum Beispiel ein kleines Glas Milch zum Frühstück, nachmittags ein kleiner Becher Joghurt und zum Abendessen ein Käsebrot.
  • Als Durstlöscher ist Milch aufgrund ihres Energiegehaltes nicht geeignet.
  • Roh- oder Vorzugsmilch birgt erhebliche gesundheitliche Risiken für Säuglinge, da sie mit Bakterien kontaminiert sein kann, die bei Säuglingen und auch Kleinkindern schwere Erkrankungen auslösen können. Deshalb sollte für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern ausschließlich wärmebehandelte (pasteurisierte oder ultrahocherhitzte) Milch verwendet werden.
  • Pflanzenmilchgetränke sind keine Alternative zu Kuhmilch. Sie sind ernährungsphysiologisch nicht wertvoll, da sie nur wenige Nährstoffe liefern. „Ab und zu ein Glas kann aber auch kleineren Kindern durchaus schmecken“, so die Expertin der DGE.

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Einige Kinder vertragen keine Milch, weil sie auf das Eiweiß in der Kuhmilch reagieren oder den enthaltenen Milchzucker schlecht verdauen können. Wenn das eigene Kind betroffen ist, sollten Eltern sich von einem Ernährungsexperten beraten lassen. Laktosefreie Milchprodukte können dann eine Alternative sein. „Sie enthalten genauso viele Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß wie herkömmliche Milchprodukte“, erklärt die DGE.

Milch und Milchprodukte für Kinder: Gesund oder gefährlich?

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse, Buttermilch oder Kefir sind wichtige Nährstofflieferanten. In den Lebensmitteln stecken Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink, Jod, Magnesium sowie die Vitamine A, D, E, K, B1, B2 und B12.

Artikelinhalte auf einen Blick:

  • Warum ist Milch so wichtig?
  • Wie gut ist Milch für Kinder?
  • Ab wann dürfen Kinder Milch trinken?
  • Wie viel Milch wird für Kinder empfohlen?
  • Vollmilch oder fettarme Milch?
  • Welche Milchsorte ist für Kinder geeignet?
  • Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz?

Warum ist Milch so wichtig?

Für den Menschen ist Milch vor allem deshalb so wertvoll, weil die Nährstoffe in einer Form vorliegen, die der Körper besonders gut verwerten kann: Das Eiweiß, das in der Milch enthalten ist, besitzt nach dem Hühnerei die höchste biologische Wertigkeit. Auch dem Milchfett werden aufgrund seiner einzigartigen Zusammensetzung Eigenschaften zugesprochen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Frühere Behauptungen, Milchfett sei gesundheitsschädigend, gelten heute als widerlegt.

Ein moderater Verzehr von Milch soll zum Beispiel das Risiko für Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Dickdarmkrebs reduzieren. Ein dauerhaft übermäßiger Milchkonsum wird hingegen mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Prostatakrebs assoziiert. In bestimmten Fällen ist es möglich, dass Milch Akne fördert.

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Wie gut ist Milch für Kinder?

Milcheiweiß besteht unter anderem aus Molkeprotein, das zum Beispiel für die Stabilität der Knochen und den Aufbau von Muskeln verantwortlich ist. Milch und Milchprodukte enthalten darüber hinaus einen weiteren wichtigen Nährstoff: In 100 Millilitern Trinkmilch (Kuhmilch mit 3,5 Prozent Fett) stecken 120 Milligramm Kalzium, in Joghurt aus Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent 123 Milligramm. Kalzium ist in der kindlichen Entwicklung sowohl für die Knochen als auch für die Zähne bedeutsam. Zwar befindet sich Kalzium ebenfalls in grünem Gemüse oder Mineralwasser, doch mit Milch und Milchprodukten lässt sich der Bedarf besonders leicht decken. Kefir, Buttermilch, Quark oder Joghurt enthalten zudem Milchsäurebakterien, die zum Aufbau der Darmflora benötigt werden.

Uneingeschränkt wird der Konsum von Milch und Milchprodukten trotzdem nicht empfohlen. Denn gerade bei Säuglingen und Kleinkindern kann es durch den hohen Proteingehalt zu einer Belastung der Nieren kommen. Außerdem begünstigt ein Zuviel an Milch bei Kindern das Risiko für Adipositas (Fettleibigkeit).

Ab wann dürfen Kinder Milch trinken?

Kuhmilch spielt in der Ernährung von Kindern frühestens ab dem sechsten Lebensmonat eine Rolle. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt wird im Beikostplan der zweite Brei eingeführt. Der Milch-Getreide-Brei wird aus 200 Millilitern Vollmilch, Getreideflocken und Obstsaft oder Obstpüree zubereitet. Verwenden Sie für die Breizubereitung ausschließlich pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Kuhmilch. Alternativ kann der Brei anfangs auch mit Muttermilch oder Säuglingsersatzmilch hergestellt werden.

Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres kann Kuhmilch mit dem Übergang zur Familienkost zu einer Brotmahlzeit gereicht werden. Säuglingsmilchnahrung darf nicht aus Kuhmilch oder anderen Milchalternativen selbst hergestellt werden. Ausschließlich industriell gefertigte Ersatznahrung ist geeignet.

Übrigens: Das Netzwerk Gesund ins Leben weist darauf hin, dass auch Babys mit einem erhöhten Kuhmilchallergierisiko den Milch-Getreide-Brei bekommen sollten. Im Gegensatz zu früheren Empfehlungen geht man heute davon aus, dass ein bewusster Kontakt die Entwicklung der Toleranz fördert. Ein erhöhtes Allergierisiko bei Kindern besteht dann, wenn mindestens ein Elternteil oder ein Geschwisterkind eine Allergie hat. Besprechen Sie das Vorgehen zur Sicherheit mit Ihrem Kinderarzt.

Wie viel Milch wird für Kinder empfohlen?

Milch ist ein Nahrungsmittel, das maßvoll genossen werden sollte. Das heißt, es dient weder zum Sattessen wie Gemüse, noch zum Durststillen wie Wasser. Aufgrund ihres Energiegehalts wird Milch auch nicht zu den Getränken gezählt, sondern als Lebensmittel betrachtet.

Innerhalb des ersten Lebensjahres gilt die geringe Menge Kuhmilch für die Breizubereitung ab dem sechsten Lebensmonat als geeignet, darüber hinaus sollte es keine weitere Kuhmilch geben. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt zwischen dem zweiten und zehnten Lebensjahr eine tägliche Aufnahme von 300 bis 400 Millilitern Milch oder Milchprodukten. Am besten wird der Verzehr auf drei Portionen pro Tag verteilt: Morgens trinkt das Kind zum Beispiel ein Glas Milch, mittags isst es einen kleinen Joghurt und abends eine Scheibe Käse. Zwischenmahlzeiten sollten nicht aus Milch oder Milchprodukten bestehen.

Tipp: Kindern, die Milcherzeugnisse pur nicht mögen, können Sie Zubereitungen mit Milch anbieten – etwa Suppen, Pürees oder Puddings. Kaufen Sie außerdem ungesüßte Milchprodukte wie Joghurt und peppen Sie diese zu Hause mit Obst auf. Spezielle Kinderprodukte wie Fruchtjoghurts oder Milchsnacks, die angeblich wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, sind meist stark gezuckert und für die Ernährung von Kindern deshalb nicht empfehlenswert.

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Vollmilch oder fettarme Milch: Was ist für Kinder besser?

Für Babys ist zur Zubereitung des Milch-Getreide-Breis ausschließlich Vollmilch geeignet, da sie einen höheren Energiegehalt hat. Als Trinkmilch sollten ältere, normalgewichtige Kinder ab dem zweiten Lebensjahr fettarme Milch (1,5 Prozent Fett) bekommen. In diesem Punkt herrscht unter Experten allerdings immer wieder Diskussionsbedarf. Trinkt ein Kind lieber Vollmilch, wird aktuell aber dazu geraten, den Fettgehalt dann an anderer Stelle im Speiseplan zu reduzieren.

Ein niedrigerer Fettgehalt als 1,5 Prozent wird für Kinder nicht empfohlen, da bei der starken Entrahmung auch Nährstoffe verloren gehen. Käse sollte maximal einen Fettgehalt von 45 Prozent haben.

Welche Milchsorten gibt es und welche sind für Kinder geeignet?

Nicht jede Milchsorte kann für Kinder uneingeschränkt empfohlen werden:

  • Pasteurisierte Milch: Sie wird über einen kurzen Zeitraum von 15 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad erhitzt. Dabei werden Mikroorganismen abgetötet und die Haltbarkeit verlängert. Die Milch ist für Kinder geeignet. Bei ESL-Milch handelt es sich um eine Variante, die bei höheren Temperaturen noch kürzer erhitzt wurde. Die Haltbarkeit wird durch das spezielle Verfahren verlängert.
  • H-Milch: Diese Milch wurde bei 135-150 Grad ultrahocherhitzt. Dadurch wird die Haltbarkeit auf mehrere Monate verlängert. Einmal angebrochen muss jedoch auch H-Milch im Kühlschrank aufbewahrt werden. H-Milch hat durch den Verarbeitungsprozess einen anderen Geschmack und einen geringfügig niedrigeren Gehalt an Vitamin B1, B2 und B12. Da der Kalziumgehalt beim Erhitzen erhalten bleibt, ist sie für Kinder trotzdem geeignet.
  • Rohmilch: Bei Rohmilch handelt es sich um unbehandelte Milch, die für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet ist. Da sie nicht hocherhitzt wird, kann sie krankmachende Keime wie Salmonellen enthalten. Diese können im jungen Alter zu schweren Erkrankungen führen. Von Rohmilchprodukten wird daher auch Schwangeren abgeraten.
  • Vegane Milch: Produkte aus Soja, Mandeln, Hafer oder Reis dürfen im Handel nicht als „Milch“ deklariert werden und tragen daher den Zusatz „Drink“. Vegane Milchvarianten können in die Ernährung von Kindern eingebunden werden, allerdings müssen Eltern die Nährstoffzufuhr dann auf anderen Wegen sicherstellen. Pflanzliche Drinks enthalten nämlich nicht die gleiche Menge Nährstoffe wie tierische Milch.

Verzicht auf Milch: Kuhmilchallergie und Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz liegt eine Unverträglichkeit gegen den enthaltenen Milchzucker (Laktose) vor. Sehr selten ist diese Nahrungsmittelintoleranz angeboren. Tritt sie schon beim Baby auf, fehlt dem Säugling bereits bei der Geburt das Enzym Laktase, das für die Verdauung von Milchzucker verantwortlich ist. Dieser sogenannte kongenitale Laktasemangel erfordert einen lebenslangen Verzicht auf Laktose.

In den meisten Fällen entwickelt sich eine Laktoseintoleranz erst im Laufe des Lebens, indem die Aktivität des Enzyms langsam abnimmt. Kann die Laktose nicht mehr ausreichend verdaut werden, treten nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall auf. Meist kann in solchen Fällen eine individuell tolerierbare Menge an Laktose ermittelt werden.

Anders sieht das bei einer Kuhmilchallergie aus: Bei einer Kuhmilcheiweißallergie muss meist konsequent auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichtet werden, da das Immunsystem Antikörper gegen die Milcheiweiße (Casein oder Molkeprotein) entwickelt hat. Von einer solchen Allergie sind zwei bis fünf Prozent der Kinder in Europa betroffen.

Typische Symptome bei einer Kuhmilchallergie:

  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Ekzeme
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • in seltenen und sehr schweren Fällen: anaphylaktischer Schock mit Atemnot und Kreislaufstillstand

Ist eine Kuhmilchallergie durch eine ärztliche Diagnose bestätigt, muss die Ernährung zusammen mit einem Experten umgestellt werden. Hierbei ist es wichtig, den Nährstoffbedarf durch geeignete Alternativen zu decken. Beim Einkaufen verrät ein Blick auf die Zutatenliste, ob Milch in dem Produkt enthalten ist. Über lose Ware müssen die Verkäufer Auskunft geben können. Stuten-, Ziegen- oder Schafsmilch werden von betroffenen Kindern häufig ebenfalls nicht vertragen, weil sich die enthaltenen Eiweiße ähneln.

Da eine Kuhmilchallergie, die im Säuglings- oder Kindesalter auftritt wieder verschwinden kann, sollte durch eine ärztliche Kontrolle regelmäßig überprüft werden, ob diese noch besteht.

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Welche Milch ist gut für mein Kleinkind?

Kuhmilch, Kindermilch oder doch lieber Soja- oder Nussmilch*? Wir haben einige wichtige Punkte zusammengefasst, die ihr über beliebte Milchsorten und ihren Einsatz in der Kleinkind-Ernährung wissen solltet.

Mit dem ersten Geburtstag wird ein Baby zum Kleinkind – und auch in punkto Ernährung ändert sich manches. Die Umstellung zur sogenannten Familienkost steht jetzt an – nach und nach nehmen die Kinder an den Mahlzeiten der Familie teil und essen mit, was auch beim Rest der Familie auf den Tisch kommt. Und auch beim Thema Milch gibt es nun neue Rahmenbedingungen: Viele Eltern haben im ersten Lebensjahr auf Milch verzichtet oder sie nur zur Zubereitung von Getreide-Milch-Brei verwendet. Mit dem Ende der Babyzeit wird das Thema Milch nun aber endgültig aktuell.

Das große Fragezeichen vor dem Supermarktregal

Dabei gibt es einiges zu klären. Denn blickt man in ein herkömmliches deutsches Supermarktregal, stellt man schnell fest: Die Liste an Alternativen zu Kuhmilch ist mittlerweile ellenlang – von Sojamilch über verschiedene Nussmilchen bis hin zu Reis- oder Hafermilch.

Nicht zu vergessen die Kindermilch, die speziell für Kleinkinder im zweiten und dritten Lebensjahr hergestellt wird und die sich in ihrer Zusammensetzung an den besonderen Bedürfnissen im Kleinkindalter orientiert. Da stellt sich natürlich schnell die Frage: Was ist denn nun gut für mein Kind?

Mit unseren Ernährungsexperten haben wir uns die beliebtesten Milchsorten einmal angesehen.

Kuhmilch

Kuhmilch ist ein natürliches Produkt, wenngleich es heutzutage stark verarbeitet wird, um die Milch haltbar zu machen. Das Wort „pasteurisieren“ hat sicherlich jeder schon mal gehört. Dabei wird die Milch für 15 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 °C erhitzt. Daneben wird sie homogenisiert – das bedeutet, dass die enthaltenen Fettkügelchen unter hohem Druck zerkleinert und dadurch gleichmäßig in der Milch verteilt werden.

Milch gibt es mit unterschiedlichem Fettgehalt – gängig sind 1,5 Prozent und 3,5 Prozent Fett. Der Unterschied: Natürlich der Fettanteil und damit auch etwas weniger gesättigte Fettsäuren sowie weniger Energie und Kalorien für die fettreduzierte Milch.

Und dann gibt es noch H-Milch, die ultrahocherhitzt wird und damit noch länger haltbar ist als Frischmilch. Deswegen kann man sie auch bei Zimmertemperatur lagern. Kleiner Nachteil: ein Teil der B-Vitamine (einer der wichtigsten Pluspunkte der Kuhmilch) geht bei dem Verfahren verloren. Wobei H-Milch durchaus eine praktische Alternative für die Vorratshaltung ist – beispielsweise wenn man nämlich mal vergessen hat, Frischmilch zu kaufen und die Kinder nach ihrer Milch rufen.

Einer der bekanntesten Milchbestandteile ist sicherlich das Calcium. Es ist unabdingbar für den Knochenbau, den Zahnschmelz und auch für die Arbeit des Muskelapparats. Großer Vorteil von Kuhmilch: Das enthaltene Calcium kann besser vom Körper aufgenommen werden als das in zahlreichen Milch-Alternativen künstlich zugesetzte Calcium. Ein dickes Plus für das natürliche Produkt!

Außerdem findet man in Kuhmilch die Vitamine A, B1, B2, B12 und zudem geringe Mengen von Eisen, Jod, Magnesium und Zink, Folsäure und Vitamin D. Ein 200ml-Glas Milch mit 3,5 Prozent Fettanteil kann – bezogen auf Kleinkinder – einen Teil des täglichen Vitamin A- (10%), Vitamin B2- (50%) und Vitamin B12-Bedarfs (80%) sowie 40 % des täglichen Calcium-Bedarfs decken.

Kindermilch

Kindermilch ist eine Mischung aus Magermilchpulver, zugesetztem Milchzucker, pflanzlichen Ölen, zugesetzten Mineralien, Vitaminen sowie teilweise zugesetzten Ballaststoffen und Probiotika. Energetisch bestehen kaum Unterschiede zu einer teilentrahmten Milch mit 1,5 bis 1,8 Prozent Fett.

Der entscheidende Unterschied ist eine auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnittene Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. So findet man einen höheren Anteil an ungesättigten Fetten, auch der Anteil an Eisen, Vitamin C und Vitamin D ist höher als der vergleichbare Wert in Kuhmilch. Weitere zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe sind Vitamin E, Zink und Jod. Die Calciumzufuhr entspricht in etwa der von Kuhmilch.

Gut zu wissen: Der Eiweiß-Gehalt in Kindermilch ist reduziert – ein wichtiger Punkt, da Kleinkinder in Deutschland sehr häufig vergleichsweise viel Eiweiß zu sich nehmen. Studien zur Kleinkind-Ernährung sehen einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Zufuhr von Eiweiß im Kleinkind-Alter und späterem Übergewicht (mehr Details erfahrt ihr in dieser Infografik).

Mehr zum Thema Kindermilch findet ihr in unserem Übersichtsartikel mit den 8 wichtigsten Fakten zum Thema Kindermilch.

Sojamilch

Für die Herstellung von Sojamilch werden Sojabohnen eingeweicht, gemahlen, gekocht und schließlich filtriert. Die daraus gewonnene Flüssigkeit stellt den sogenannten Sojadrink dar, aus dem auch Tofu hergestellt wird.

Sojamilch ist sehr eiweißreich, allerdings kann das enthaltene Eiweiß weniger gut verwertet werden als das in Kuhmilch enthaltene Eiweiß. Sie ist laktose- und glutenfrei und daher bei bestehenden Unverträglichkeiten eine beliebte Alternative – ebenso im Rahmen einer veganen Ernährungsweise.

Sojamilch in der naturbelassenen Form ist sehr kohlenhydratarm – allerdings ist sie oftmals mit Zucker gesüßt oder kommt als Variante mit Schoko- oder Vanillegeschmack daher – und wird dann schnell zur Kalorienbombe. Calcium wird oft beigesetzt – das lässt sich leicht an der Packung ablesen. Ihr Vitamingehalt ist etwas niedriger als der von Kuhmilch.

Was Sojamilch allerdings komplett fehlt, ist Vitamin B12 – daher ist sie auch keine alleinige Milchalternative für Kleinkinder, die dieses Vitamin unbedingt benötigen (lest dazu auch unseren Artikel zur veganen Ernährung von Kleinkindern).

Hafermilch

Hafermilch wird aus Vollkorn-Haferflocken und Wasser hergestellt. Dazu werden die Flocken in Wasser eingeweicht und püriert. Nach einer kurzen Fermentationsphase wird der Haferbrei gefiltert – die entstehende Flüssigkeit ist die Hafer-„Milch“. Teilweise werden noch Zusatzstoffe wie etwa Calcium oder Stabilisatoren hinzugefügt und das Produkt durch Ultrahocherhitzen haltbar gemacht.

Hafermilch ist im Vergleich zu Kuhmilch und anderen „Milch“-Sorten eher eiweißarm, beinhaltet aber die „richtigen“ Eiweiße, die besonders wichtig für den Körper sind. Sie ist fettarm, cholesterinfrei und enthält viele ungesättigte Fette. Zudem ist sie frei von Laktose und Eiweiß, beinhaltet aber als Getreidemilch natürlich Gluten. Sie hat mit den höchsten natürlichen Zuckeranteil innerhalb der Milchalternativen und ist daher teilweise so süß wie Softdrinks. Dafür punktet sie mit mehr Ballaststoffen als andere Milchalternativen.

Aber: Auch Hafermilch enthält kein Vitamin B12 und ist daher im Rahmen einer ausgewogenen Kleinkind-Ernährung keine ausschließliche Alternative. Ab und zu ein Glas kann aber auch kleineren Kindern durchaus schmecken.

Reismilch

Für die Herstellung wird gekochter Vollkornreis püriert, mit Wasser vermischt und gefiltert. Reismilch ist laktosefrei, milcheiweißfrei sowie glutenfrei, enthält aber so gut wie kein Eiweiß. Durch zugesetztes Pflanzenöl enthält sie einen kleinen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Sie hat einen sehr hohen Kohlenhydratgehalt, wovon ein Großteil aus Zucker stammt. Als Milchersatz für Kleinkinder und Kinder unter 5 Jahren ist sie eher nicht geeignet – wer sich noch weiter in die generelle Thematik von Reisprodukten einlesen möchte, sollte sich die interessanten FAQs unter diesem Link ansehen.

Fun Fact am Rande: Für Erwachsene ist Reismilch durchaus empfehlenswert – durch ihre leicht isotonische Wirkung beispielsweise nach sportlichen Aktivitäten als Alternative zu den herkömmlichen Sportgetränken.

Mandelmilch

Mandelmilch entsteht durch die Mischung von Mandelmehl mit Wasser. Nach einer Ruhephase entsteht eine milchartige Konsistenz. Diese Flüssigkeit wird dann abgeseiht und oftmals noch mit Zucker, Honig oder Agavendicksaft gesüßt.

Naturbelassene Mandelmilch enthält durch das Einweichen und das Filtern kaum Calcium, Vitamine und Mineralstoffe. Der Fettanteil entspricht dem von Kuhmilch – als Nussmilch enthält Mandelmilch aber natürlich ausschließlich pflanzliche Fette. Der Zuckergehalt ist niedrig, allerdings nur bei ungesüßten Varianten – durch zugesetzte Süße, beispielsweise durch Agavendicksaft, enthalten viele Mandeldrinks eine große Menge Fruchtzucker.

Auch bei dieser Milch-Alternative stellt sich die Problematik des fehlenden Vitamin B12. Zudem kann die Aufnahme von Jod durch die mandeleigenen Nährstoffe etwas herabgesetzt werden. Zusammengefasst ist also auch Mandelmilch keine alleinige Alternative für Kleinkinder.

Fazit in Kürze

  • Kuhmilch oder Kindermilch sind für Kinder unter 3 Jahren die Milch der Wahl:
  • Das Eiweiß in tierischer Milch ist besonders „wertig“ und das enthaltene Calcium kann vom Körper besser aufgenommen werden. Als natürliches Lebensmittel ist Kuhmilch (und deren weitere Produkte) daher in der Ernährung von Kleinkindern unverzichtbar.
  • Kindermilch punktet durch ihre enthaltenen („guten“) pflanzlichen Fette, zugesetzte Mineralstoffe und Vitamine sowie ihren niedrigeren Eiweißgehalt. Durch ihre auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnittene Zusammensetzung stellt Kindermilch eine optimierte Variante dar, die sich leicht in den täglichen Speiseplan integrieren lässt.
  • Und der sieht idealerweise so aus: Empfohlen werden für Kleinkinder allgemein 3 Portionen Milch und Milchprodukte am Tag – neben Milch und Kindermilch in flüssiger Form können das auch Joghurt, Quark oder Käse sein.
  • Pflanzen- und Nussmilchen können den Speiseplan ab und zu ergänzen, sie sollten aber in der Kleinkind-Ernährung niemals als alleiniger Ersatz gegeben werden – vor allem weil wichtige Vitamine wie B12 oder D fehlen oder nur minimal enthalten sind.
  • Zudem sollte man unbedingt darauf achten, dass in vielen der alternativen „Drinks“ Zucker zugesetzt ist (auch Zuckeralternativen wie Agavendicksaft zählen dazu!), was zwar gut schmeckt, aber die Kalorienzufuhr stark erhöht.

*Allgemeiner Hinweis: Nach aktueller Rechtsprechung dürfen pflanzliche Milchsorten nicht mehr als „Milch“ bezeichnet werden, da dies der tierischen (Kuh)Milch vorbehalten ist. Der Einfachheit halber bezeichnen wir sie hier dennoch als „Milch“ – auf den Packungen findet ihr oft den Begriff „Drink“ – also Sojadrink, Reisdrink etc.

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Die Milch macht’s

Milch-Muffeln Alternativen bieten

Laut Ernährungsbericht 2000 nehmen Grundschüler durchschnittlich nur ca. 70% der empfohlenen Calcium-Menge auf. „Wenn Kinder Milch „pur“ nicht mögen, sollten Eltern nicht vorschnell aufgeben, sondern mögliche Alternativen testen. Unter Milchmischgetränken, Joghurt, Dickmilch oder Käse findet sich für fast jeden Geschmack etwas. Notfalls lassen sich Milchprodukte sogar „verstecken“: in Cremesuppen, Kartoffelpüree oder Pudding“, empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Brigitta Tummel.

Auch H-Milch ist unbedenklich

Der Gehalt an Mineralstoffen wie z.B. Calcium verändert sich durch das Erhitzungsverfahren bei ultrahocherhitzter Milch, kurz H-Milch, nicht. Die Vitamine A und B2 sind ebenfalls hitzestabil und bleiben deshalb fast in vollem Umfang erhalten. Lediglich der Gehalt an Vitamin B1, B6 und B12 sinkt durch das Erhitzen in geringem Umfang.

Kinder bevorzugen oft Milchmischgetränke

Milchmischgetränke sind besser als gar keine Milch. Milchmischgetränke bestehen aus Milch und bis zu 30% aus weiteren Zutaten wie Früchten, Kakao, Zucker, Malz und Aromen. Der Gehalt an zugesetztem Zucker liegt in der Regel bei 3-8% und damit zum Beispiel unter dem von Fruchtjoghurt. Allen Milchmischgetränken ist gemeinsam, dass sie die Akzeptanz des Calcium-Lieferanten „Milch“ bei Kindern und Jugendlichen steigern.

Wieviel Kuhmilch am Tag

Liebe Maike,
auch im zweiten Jahr braucht Ihre Karoline Milch zur ausreichenden Kalziumversorgung. Laut den Empfehlungen etwa 300 ml bzw. g Milch oder Milchprodukte, am besten in 2 -3 Portionen über den Tag verteilt.
Das können ein Becher Milch zum Brot sein, ein Milchbrei, ein Müesli, der Käse auf dem Brot, ein kleiner Joghurt zwischendurch.
Auch andere milchhaltige Mahlzeiten wie Milchreis, Pürees mit Milch, Milchshakes, mit Käse überbackene Aufläufe etc. sind geeignet.
In der Empfehlung von etwa 300 ml Milch sind also nicht nur die Trinkmilch sondern auch die anderen milchhaltigen Speisen einberechnet. Je nach restlichem Speiseplan wären also 400 oder gar 600 ml Milch/Kuhmilch zu viel.
Reichen Sie doch einfach einen kleinen Becher Milch zum Frühstück und/oder Abendbrot dazu. Üben Sie das jetzt ein. Das macht Karoline bestimmt Freude. Etwa 100-150 ml – je nach Gesamtmilchgehalt des Tagesplanes – reichen da ja schon aus. Oft gibt es ja noch einen kleinen Joghurt, oder ein Käsebrot oder einen Milchbrei.
Nach dem ersten Geburtstag können Sie Ihrem Mädel Kuhmilch als Trinkmilch geben. Keine Frage. Oder unsere Kindermilch ab dem 12. Monat, die im Nährstoffprofil genau auf die Bedürfnisse Ihrer Kleinen zugeschnitten ist, oder bei der gewohnten Säuglingsnahrung bleiben. Alle drei Varianten sind möglich.
Fällt die Milchmenge jetzt in der Übergangsphase noch so hoch aus, würde ich eine fertige Säuglingsmilch bevorzugen. Diese hat deutlich weniger Eiweiß als Kuhmilch und das ist ein Vorteil.
Ich würde die HiPP Kindermilch ab dem 12. Monat wählen. Diese ist in wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Kalzium besonders gut an diese Wachstumsphase angepasst. Die HiPP Kindermilch eignet sich wie in diesem Alter üblich prima in Kombination zu Getreide (Brot oder Müesli). Sie kann aber genauso gut als Trinkmilch zwischendurch gereicht werden.
Herzlicher Gruß
Ihr HiPP Expertenteam
PS: Achten Sie mal darauf, warum Ihre Tochter noch so viel Milch trinkt. Oft ist es Gewohnheit oder Durst. Bei Durst sind aber Wasser oder Babytees die geeigneten Getränke.

Frischmilch – Vollmilch – H-Milch – Magermilch – Vorzugsmilch –> KUHMILCH

Verschiedene Produktbezeichnungen, welche auf verschiedene Behandlungsmethoden der Milch zurückführen. Sie haben alle eins gemein, sie kommen von der Kuh.
Kuhmilch ist – so sah die Natur es einst vor – die „Muttermilch“ fürs Kälbchen. Und ein Kälbchen (welches von Geburt an steht und geht) hat andere Bedürfnisse für seine Entwicklung als ein Baby und Kleinkind. Deshalb gibt es auch deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung von

Die wichtigsten Inhaltsstoffen im Vergleich (Daten von Dr. Ursula Wachtel).

Auch der/dieungeübte Analysenleser/inwird feststellen, zwischen Kuhmilch und Muttermilch liegen Welten. Diese „Welten“ zu überbrücken hat sich die Babynahrungsindustrie zur Aufgabe gemacht. Hier wird aus dem Rohstoff Kuhmilch nach den Richtlinien offizieller Gremien eine muttermilchähnliche Schadstoff kontrollierte Babynahrung hergestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt eine Erklärung zum Einsatz von Vollmilch (3,5 % Fett) ab, welche besagt Vollmilch als Muttermilchersatz ist im 1. Lebensjahr nicht empfohlen.

Für die Allergieprophylaxe spielt der Verzicht auf Milchprodukte mittlerweile keine Rolle mehr.

Meine Empfehlung:

Nach heutigem Kenntnisstand über die hervorragende Qualität der Baby-Milchprodukte würde ich raten auf Frischmilch mindestens im 1. Lebensjahr zu verzichten.

Nachdem es nach wie vor nicht verboten ist, die Milch kranker Kühe oder mit Antibiotika behandelter Kühe zu verwenden sehe ich hierin auch Schäden für unsere Gesundheit kommen. Ställe werden mit Insektiziden bespritzt, die Rückstände sind in der Milch zu finden. Das Futter ist meist billig und kommt selten aus Deutschland (Stichwort Soja Gen?!). Vom Pestizid, zum Schimmelpilz, das alles kann in der normalen Milch schwimmen.

Die Auswirkungen der Pflanzenschutzmittel auf unsere Kinder sind nach heutigem Wissensstand noch nicht überschaubar. Die regelmäßige Aufnahme (wie z.B. durch Milch, aber auch normales Gemüse etc.)von giftigen Stoffen kann zur Schädigung des Nervensystems und einer Schwächung des Immunsystems führen.

Frischmilchrezepte auf Flockenpackungen

Sämtliche Anbieter von Reis- und Schmelzflocken, werden nicht müde die Frischmilchrezepte ab dem 5. Monat auf ihre Päckchen zu drucken. Auch diese Tatsache ist wie ein Freibrief für die Frischmilchernährung zu verstehen.

Hier wäre eine klare Stellungnahme ALLER Gremien und Meinungsbildner in Zusammenarbeit mit der Industrie wünschenswert um von dem leidigen Thema Kuhmilch fürs Baby weg zu kommen.

Frischmilchflaschen bergen folgende Nachteile

  • schwankende Zusammensetzung wegen der Rohstoffe
  • ungenaue Dosierung mit Teelöffel ….. andere Maßeinheiten
  • kein Eisen
  • kein Jod
  • schwankende Vitaminierung abhängig je nach Saft
  • Hygiene? Aufbewahren der fertigen Nahrung?
  • zuviel Eiweiß – Nieren und Stoffwechsel belastend, Darmbluten kann auftreten
  • zuviel Salz / Mineralien

Frischmilchflaschenzubereitungen werden von allen Gremien abgelehnt. Diese Zubereitungen enthalten nicht das was ein Baby tatsächlich braucht. Lediglich der Preis ist günstig – das Risiko einer Fehlernährung aber sehr groß.

Kostengründe

Häufig werden Kostengründe angeführt für die Zubereitung der Frischmilchnahrung im 1. Lebensjahr. Neben der optimalen Stillvorbereitung und Stillunterstützung – der kostengünstigsten und besten Ernährungsform – sollte auch eine gute Aufklärung über die Muttermilchersatznahrungen erfolgen. (z.B. in der Entbindungsklinik, Geburtsvorbereitungskursen und beim Kinderarzt) Auch hier gibt es preislich attraktive Nahrungen und bei Einhaltung eines optimalen Speiseplans ohne überflüssige Dessert- und Fertigzwischenmahlzeiten ist die Babyernährung auch bei schmalen Budget gesund und ausgewogen möglich. Ich hoffe dass ich mit meiner Seite einen guten Beitrag dazu leisten kann.

Kuhmilch im 2. Lebenshalbjahr

Es wird im 2. Lebenshalbjahr von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Kuhmilch 3.5% Fett 200 ml ausschließlich zur Zubereitung des Milch-Getreide-Breies empfohlen. Kuhmilch aus der Flasche oder Tasse wird im ersten Jahr abgelehnt wegen der hohen Eiweißzufuhr. Auch weitere Milchprodukte wie Joghurt oder Quark usw. werden nicht empfohlen.

Zur besseren Verträglichkeit muss die Vollmilch abgekocht werden.

Mein Buch „Kunterbunte Familienküche“

Für alle Mamas und Papas die sich auf Familienküche einstellen und aus frischem Zutaten leckere Gerichte für Groß und Klein kochen wollen. Auch für Kochanfänger geeignet, mit wichtigen Hinweisen wenn Babys und Kleinkinder mitessen sollen. Die Rezepte sind jahrelang in unserem Haushalt gekocht, fleischlos und schmeckten auch unseren (kinderlosen) Gästen.

Weitere Familienrezepte in der „Märchenhaften Familienküche“. Darin führt die Märchenfee durch die Rezepte und lädt auch Kinder ein selbst bei der Zubereitung zu helfen bzw. zu kochen. Beide Büchle sind mehr als Rezept-Sammlungen. Einzelne Seiten dürfen von den Kindern angemalt werden, kleine Rezeptkärtchen können ausgeschnitten werden und per Los kann ein Wochenspeiseplan zusammengestellt werden. Auch das Vorlesen der Rezepte bzw. selbst lesen wird den Kindern Freude bringen. Denn es richtet sich an die kleinen Küchenhelfer direkt.

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Stellungnahme der Ernährungskommission

der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin erschienen in der Pädiatrie aktuell (09/02) Der übernommene Originaltext in Farbe.

Bis zum Ende des 1. Lebensjahres soll mindestens eine Milchmahlzeit pro Tag gegeben werden, die aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung besteht. In den ersten 10 – 12 Lebensmonaten wird die Verwendung handelsüblicher Trinkmilch nicht empfohlen.

Die Begründungen der Ernährungskommission in Kurzform

  • niedriger Eisengehalt der Trinkmilch plus Behinderung von Nichthämeisen aus anderen Lebensmitteln
  • bei Säuglingen gehäuft okkulte Blutverluste im Stuhl (verstecktes Darmbluten)
  • mehrfach höherer Proteingehalt (Eiweiß) in Kuhmilch gegenüber Muttermilch

Stand September 02 bis Heute so in aktueller Broschüre

DGE Empfehlung zum Thema Kuhmilch im 1. Jahr

Frischmilch säuert, H-Milch wird bitter

Hygienetipps rund um die Milch

(aid) – Wenn Milch verdirbt, riecht sie zuerst sauer, dickt dann ein und schmeckt schließlich bitter. H-Milch dagegen verdirbt ohne Säuerung, da die Milchsäurebakterien beim Erhitzen abgetötet wurden. Ist sie verdorben schmeckt sie bitter. Der Beginn des Verderbs ist also meist nicht erkennbar. Damit bei Ihnen die Milch nicht sauer wird, gibt der aid infodienst, Bonn, Tipps zum Umgang mit Milch im Haushalt.

Pasteurisierte Milch und Milcherzeugnisse müssen immer gut gekühlt werden. Achten Sie schon beim Einkauf darauf, dass die Packungen unbeschädigt sind um im Kühlregal stehen. Zuhause müssen die Produkte auch wieder schnell in den Kühlschrank. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an wie lange die Produkte ungeöffnet mindestens haltbar sind. Auch danach müssen sie nicht zwangsläufig verdorben sein. Geöffnete pasteurisierte Milch hält sich gekühlt noch etwa drei bis vier Tage. Verdirbt pasteurisierter Quark, so schmeckt er hefig oder leicht bitter, Jogurt kann schimmeln oder gären.

H-Milch und H-Milchprodukte können bei Zimmertemperatur in der geschlossenen Packung lagern. Beachten Sie hier das Mindesthaltbarkeitsdatum. Ist die Packung geöffnet, müssen auch diese Lebensmittel in den Kühlschrank. H-Milch hält sich dort noch zwei bis drei Tage, H-Sahne oder H-Kondensmilch etwa eine Woche.

Milch ist empfindlich gegenüber Licht. Der Vitamingehalt sinkt durch Licht und der Geschmack verändert sich. Auch nimmt Milch sehr schnell Fremdgerüche an. Lagern Sie Milch und Milchprodukte daher nicht neben stark riechenden Lebensmitteln.

Rohmilch wird weder erhitzt noch in einer Molkerei bearbeitet und meist ab Hof verkauft. Die Rohmilch vor dem Trinken unbedingt abkochen. Im Handel wird sie unter der Bezeichnung „Vorzugsmilch“ angeboten. Sie darf dann nicht älter als 24 Stunden sein und ist geöffnet zwei bis drei Tage haltbar.

aid, Heike Rapp

FSME – Nicht nur Zecken sind Überträger

Rohmilch kann Erreger enthalten

(aid) – Das Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird normalerweise durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Aber auch über Nahrungsmittel ist eine Infektion möglich. Zum Beispiel können in Rohmilch (unbehandelte Milch frisch von der Kuh) FSME-Viren enthalten sein. Darauf hat Professor Jochen Süss vom Bundesinstitut für Risikobewertung auf einem Reisemedizin-Symposium in Frankfurt hingewiesen. Wie es in einer Meldung der Ärzte-Zeitung weiter heißt, sind gerade Rinder häufig Träger von FSME-Viren. In Osteuropa nehme die Bedeutung dieses Übertragungsweges über die Nahrungsmittel zu. Vor allem in Russland sowie den baltischen Staaten, aber auch in Polen und der Slowakei sei die alimentäre (über die Nahrung erworbene) FSME bereits aufgetreten.

was-wir-essen.de

Expertenantwort von Maren Krueger am 01.02.2013 14:40 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in

vielen Dank für Ihren Beitrag, den ich gern bearbeite.

Auch wenn Ihr Kleiner Milch anscheinend liebt, 750 ml sind zu viel. Ihre Vermutung ist also richtig. Für Kleinkinder werden 300 ml Milch bzw. Milchprodukte empfohlen. Milch und Milchprodukte sind gesunde Lebensmittel. Sie liefern vor allem den Knochenbaustein Calcium, hochwertiges Eiweiß, gesunde Fette. Eine dauerhafte Überschreitung der empfohlenen Tagesmenge bedeutet neben einer erhöhten Kalorienzufuhr auch eine große Belastung für die Nieren. Außerdem nimmt die Milch in diesen großen Mengen ihm möglicherweise den Appetit auf andere Lebensmittel und Mahlzeiten. Ich möchte Ihnen also empfehlen, die Milchmenge zu, die er trinkt, zu verkleinern. Geben Sie ihm Milch nie als Durstlöscher.
Pro Tag sind für Kleinkinder drei Portionen genug, z. B. morgens eine kleine Tasse Milch, nachmittags eine kleine Portion Joghurt und abends eine Scheibe Käse. Damit ist die empfohlene Tagesmenge von 300 ml schon erreicht.

Bieten Sie Ihrem kleinen Sohn eine abwechslungsreiche Mischkost. Das ist die beste Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung. Neben Milch und Milchprodukten gehören dazu Gemüse und Obst, Fleisch und Wurst, Fisch, gesunde Fette und Öle sowie Brot und andere Getreideprodukte. Was und wie viel Kleinkinder täglich essen sollten, zeigt Ihnen sehr schön diese Broschüre

Das beste Essen für KleinkinderEmpfehlungen für die Ernährung von 1- bis 3-Jährigen

Mit freundlichen Grüßen

Maren Krüger
Ernährungswissenschaftlerin

Kuhmilch für Kleinkinder

Die Milch macht’s. Sie ist gesund, enthält Kalzium und unterstützt das Wachstum. So heißt es zumindest. Aber wie gut ist Kuhmilch wirklich für Kleinkinder?

Zu viel tierisches Eiweiß im Kleinkindalter kann zu Übergewicht führen. Foto: Thinkstock

Lange Zeit galt die Empfehlung: Kleinkinder sollen regelmäßig Milch trinken. Neue Erkenntnisse zeigen jetzt, dass übermäßiger Konsum von Kuhmilch und anderen Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an tierischem Eiweiß bei Kleinkindern zu späterem Übergewicht führen kann.

Hoher Eiweißgehalt kann zu Übergewicht führen

Kuhmilch weist genauso wie Fleisch, Wurst und Eier einen hohen Eiweißgehalt auf. Eine eiweißreiche Ernährung regt nicht nur das Längenwachstum, sondern auch die Entwicklung von Fettzellen an. Daher kann eine übermäßige Eiweißzufuhr im Kleinkindalter zu einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) und Übergewicht im Schul- und Erwachsenenalter führen.
Hier geht’s zu unserem BMI-Rechner für Kinder.

Maximal ein Drittel Liter Milch am Tag ist für Kleinkinder gesund

Kleinkinder in Deutschland nehmen zu viel Eiweiß zu sich. Das hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) im Rahmen der „DONALD“- Langzeitstudie herausgefunden. Getestet wurde die Höhe der Proteinzufuhr bei Babys und Kleinkindern im Alter zwischen neun und 36 Monaten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Einjährige im Schnitt mehr als die empfohlene Milchmenge, und somit auch mehr als die empfohlene Dosis an Proteinen zu sich nehmen. Das FKE rät für Kleinkinder zu einer Tagesdosis von maximal 300 ml Milch und Milchprodukten, am besten fettarm.

Kindermilch als Alternative zu herkömmlicher Kuhmilch

Kalzium, Jod, Eisen und Vitamin D – diese Nährstoffe sind für die körperliche und geistige Entwicklung von Kleinkindern sehr wichtig. Kuhmilch kann diese Nährstoffe liefern, jedoch nicht in der ausreichenden Menge. Deshalb sollten Eltern darauf achten, ihren Kleinkinder eine abwechslungsreiche Mischkost mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse, Fisch und Reis zukommen zu lassen. Für eine eiweisarme und nährstoffreiche Ernährung von Kleinkindern eignet sich Kindermilch. Sie ist proteinarm und mit zusätzlichen Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäure, Eisen und Jod angereichert. (tat)
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