Wieviel kaffee in schwangerschaft?

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Kaffee in der Schwangerschaft

Koffein überträgt sich auf das Ungeborene

Koffein ist ein Aufputschmittel, das die Herzfrequenz erhöht und den Stoffwechsel anregt.

Nehmen Frauen in der Schwangerschaft Kaffee zu sich, kann das Koffein die Plazenta frei passieren und so ungehindert in den Blutkreislauf des ungeborenen Babys eindringen.

Die Folge: Wenn Sie eine Tasse Kaffee trinken hat Ihr Baby kurz darauf fast dieselbe Menge Koffein im Blut wie Sie. Die belebende Wirkung kann sich auf Ihr Baby übertragen, so dass es mitunter etwas unruhig wird.

Darüber hinaus behindert Koffein, direkt vor oder nach dem Essen eingenommen, die Aufnahme von Vitamin C, Eisen und Calcium. Damit Sie und Ihr Baby ausreichend mit diesen wichtigen Nährstoffen versorgt werden, sollten Sie rund zwei Stunden vor und nach Ihren Mahlzeiten keinen Kaffee, schwarzen und grünen Tee oder Cola zu sich nehmen.

Maximal drei Tassen Kaffee pro Tag

Die gute Nachricht für alle Schwangeren: Frauen müssen während ihrer Schwangerschaft nicht vollständig auf das koffeinhaltige Getränk verzichten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Weltgesundheitsorganisation WHO können Schwangere bis zu 300 mg Koffein pro Tag zu sich nehmen.

Es heisst, diese Menge von etwa drei Tassen Kaffee oder sechs Tassen Tee sei auch während der Schwangerschaft unbedenklich. Aber nicht nur bei Kaffee sollten Sie auf den Koffeingehalt achten, der pro Tasse bei bis zu 100 mg liegen kann.

Koffein steckt auch in anderen Getränken und Lebensmitteln, wie zum Beispiel schwarzem oder grünem Tee (pro Tasse bis zu 100 mg), Cola (pro Glas 20 mg), Kakao (pro Tasse 10 mg) und sogar in Schokolade (100 g Halbbitterschokolade bis zu 100 mg). Bei dem Verzehr sollten Sie deshalb die empfohlenen Tagesration von 300 mg Koffein immer im Hinterkopf behalten.

Auswirkungen von starkem Koffeinkonsum auf das Ungeborene

Während ein gemäßigter Kaffeekonsum keine Auswirkungen auf Ihr ungeborenes Baby hat, sieht es bei starken Kaffeetrinkern ganz anders aus: Nach dem Ergebnis wissenschaftlicher Studien aus England und Norwegen kann sich ein sehr hoher Kaffeekonsum in der Schwangerschaft auf das Geburtsgewicht von Babys auswirken.

Je mehr Koffein Schwangere in Form von Kaffee und Cola getrunken hatten, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Baby ein leichteres Geburtsgewicht hatte als Babys, deren Mütter kein Koffein zu sich genommen hatten. Die eindeutige Empfehlung der Wissenschaftler: Schwangere sollten ihren Kaffeekonsum so weit es geht verringern oder im besten Fall ganz einstellen.

Die Ergebnisse einer US-Studie waren noch drastischer: Demnach soll ein regelmäßiger und starker Kaffeegenuss bei Schwangeren das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Vermutlich beeinträchtige das Koffein die Durchblutung der Plazenta sowie die Stoffwechselprozesse des ungeborenen Kindes, welche eine Fehlgeburt auslösen könne.

Gesunde Alternativen zum Kaffeekonsum

Viele Frauen haben während ihrer Schwangerschaft ein ganz besonderes Körperbewusstsein und oft automatisch keine Lust auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola. Andere verzichten durch die Übelkeit bewusst auf Kaffee in der Schwangerschaft.

Wenn Sie nicht zu diesen Frauen gehören, können Sie zum Beispiel Getreidekaffee trinken. Auch koffeinfreier Kaffee ist eine Alternative, der bei übermäßigem Konsum jedoch zu Magenbeschwerden führen kann. Außerdem sollten Schwangere beachten, dass auch im koffeinfreien Kaffee immer ein minimaler Rest an Koffein enthalten ist.

Eine besonders leckere Alternative zu Kaffee, die Ihnen außerdem einen gesunden Energie-Kick verschafft, sind selbstgepresste Säfte und Frucht-Smoothies. Bei der Zubereitung sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Achten Sie aber unbedingt auf eine frische Zubereitung der Säfte. Bei Fruchtsäften und Smoothies im Supermarkt besteht immer die Gefahr, dass Keime und Bakterien in den Getränken auftreten können.

Ist Kaffee in der Schwangerschaft erlaubt?

So wirkt Koffein aufs Baby

„Das Kind nimmt genauso viel Koffein auf wie die Mutter, da dieses ungefiltert die Plazenta passiert“, sagt Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Geburtsklinik am Universitätsklinikum Jena. „Koffein verengt die Gefäße, der Blutdruck steigt, die Schwangere wird munter. Gleichzeitig sinkt aber die Durchblutung des Mutter­kuchens. Es besteht ein gering erhöhtes Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt.“

Norwegische Wissenschaftler wollen auch eine Auswirkung auf das Geburtsgewicht von Babys festgestellt haben. Eine Studie an fast 60 000 Schwangeren ergab, dass das Geburtsgewicht um 21 bis 28 Gramm bei einem Konsum von 100 Milli­gramm Koffein/Tag sank. Klingt wenig, aber der Experte erklärt: „Das ist nur der Mittelwert aus der Studie. In Einzelfällen kann das Gewicht stärker reduziert sein.“ Die Folgen: „Die Neugeborenen leiden häu­figer unter Anpassungsstörungen und haben Probleme, Temperatur oder Blutzucker zu kontrollieren“, so Schleußner.

Was gilt in der Stillzeit?

Das Gleiche wie für die Schwanger­schaft: Zwei bis drei kleine Tassen Kaffee sind okay. Eine brasilianische Studie ergab, dass Säug­linge bei ­dieser Menge noch nicht mit Schlafproblemen reagieren. Da Koffein in die Mutter­­milch übergeht, kann er aber für Bauchweh oder Unruhe sorgen, so die DGE. Gut, wenn Mütter ihren Kaffee deshalb ­direkt nach dem Stillen trinken, dann ist die Wirkung bis zum nächsten Stillen verflogen.

Wie viele Tassen Kaffee sind in der Schwangerschaft noch erlaubt?

Koffein ist z.B. in Getränken wie Kaffee, Schwarztee und Cola und sogar in Schokolade enthalten und besitzt eine stimulierende Wirkung auf das Zentrale Nervensystem, auf Herz, Kreislauf und Atmung. Energiedrinks enthalten noch mehr Koffein als Kaffee. Zum Teil sind auch noch andere Inhaltsstoffe enthalten, mit denen man in der Schwangerschaft zurückhaltend sein sollte, weil ihre Unbedenklichkeit noch nicht erwiesen ist, z.B. Guarana oder Taurin.

In der Schwangerschaft finden sich im Blut Ihres Kindes ähnlich hohe Koffeinspiegel wie bei Ihnen selbst, da Koffein die Plazentaschranke schnell überwindet. Kinder von starken Kaffeetrinkerinnen können deshalb ein etwas niedrigeres Geburtsgewicht haben. Kaffee und schwarzer Tee entziehen ausserdem dem mütterlichen Organismus Flüssigkeit, und schwarzer Tee verschlechtert die Aufnahme von Eisen und führt zu Verstopfung. Gegen zwei bis drei Tassen Kaffee über den Tag verteilt ist aber sicher nichts einzuwenden.

Schwarztee oder Colagetränke enthalten weniger Koffein als Kaffee. Wenn Sie anstatt Kaffee also Tee oder Colagetränke wählen, dürfen Sie davon etwas mehr trinken. Die Menge sollte aber fünf Tassen Schwarztee pro Tag nicht überschreiten. Bei Cola wären vom Koffeingehalt her sogar zwei Liter erlaubt, aber die darin enthaltene Zuckermenge wäre viel zu hoch!

Wenn Sie unter Schlaflosigkeit leiden, sollten Sie abends lieber einen beruhigenden Kräutertee trinken.

Kaffee in der Schwangerschaft: Schadet Koffein dem Baby?

Kaffee gehört für die meisten Menschen zum Morgen und Wachwerden dazu. Denn das Genussmittel hat eine stimulierende Wirkung. Es macht uns unter anderem wach und unterstützt die Verdauung. Allerdings steht Kaffee und das enthaltene Koffein auch immer wieder in der Kritik, wenn es darum geht, wie viel davon in der Schwangerschaft erlaubt ist und ab wann es für das ungeborene Kind zu viel wird.
Für viele Schwangere steht deshalb schnell fest, dass sie auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke verzichten wollen. Jedoch weiß jeder, der schon einmal auf Kaffee verzichten musste oder wollte, dass der Entzug des Koffeeins tatsächlich Nebenwirkungen hat. Viele Kaffee-Trinker leiden ohne die tägliche Dosis in den ersten Tagen unter Kopfschmerzen, Erschöpfung, Reizbarkeit und vielem mehr.

Müssen Schwangere also auf Kaffee verzichten oder reicht es aus, die tägliche Menge Koffein zu minimieren?

Kaffee in der Schwangerschaft: In Maßen erlaubt

Direkt die gute Nachricht vorne weg: Kaffee ist in der Schwangerschaft nicht verboten. ABER: Kaffee-Liebhaberinnen sollten ihren Konsum deutlich reduzieren. Denn das von der werdenden Mama mit dem Kaffee aufgenommene Koffein gelangt ins Blut des ungeborenen Babys. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen fehlen dem Embryo jedoch Enzyme, um das Koffein abzubauen.

Was das für das ungeborene Baby bedeutet, ist nach wie vor in der Wissenschaft umstritten. So gab es Studien, die eine erhöhte Zahl an Fehlgeburten nachgewiesen haben, ein verringertes Körpergewicht bei der Geburt oder Schlafprobleme der Kinder, wenn die werdende Mama sehr viel Kaffee in der Schwangerschaft getrunken hat.

Neuere Studien geben aber Entwarnung. „Ein bisschen Kaffee in der Schwangerschaft ist okay. Ein moderater Koffeinkonsum schadet dem Baby nicht“, sagen unter anderem die Wissenschaftler um Ina Santos von der Federal University of Pelotas, Brasilien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlaubt werdenden Müttern deswegen 300 Milligramm Koffein am Tag. Das sind ein bis zwei Tassen Kaffee, drei Tassen schwarzer Tee oder ein Liter Cola.

Übrigens: Kaffee ist nicht nur in der Schwangerschaft ein Thema. Auch Mütter, die stillen, sollten sich mit dem Kaffee mäßigen und möglichst nicht mehr als ein bis zwei Tassen am Tag trinken. Speziell zu früh geborene Babys verarbeiten das Koffein langsamer und reagieren zum Beispiel mit Schlafproblemen darauf. Am besten genießen stillende Mamas ihren Kaffee unmittelbar nach dem Stillen. Bis zur nächsten Stilleinheit ist ein Teil des Koffeins so schon wieder abgebaut.

Diese Lebensmittel sind in der Schwangerschaft tabu

Während Kaffee in Maßen ist in der Schwangerschaft in Ordnung. Doch auf andere Lebensmittel sollten werdende Mamas verzichten. Dazu gehören:
– Alkohol
– Rohmilchkäse
– Rohes Fleisch wie Mett oder Tatar
– Rohe Wurstsorten wie Salami oder roher Schinken
– Roher Fisch wie Räucherlachs oder Sushi
– Softeis

Im Video: Die wichtigsten Ernährungstipps für Schwangere

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Bisher galten 200 Milligramm Koffein pro Tag als sichere Grenze während der Schwangerschaft. Das entspricht etwa zwei Tassen Kaffee oder drei Tassen Schwarztee. Eine aktuelle irische Studie hinterfragt diese bisherige Angabe. Die Forscher vom University College Dublin gehen davon aus, dass Koffein den Blutfluss in die Plazenta einschränkt und das Wachstum des ungeborenen Babys beeinträchtigt.

Niedrigeres Geburtsgewicht

In der Studie wurden 941 in Irland geborene Mutter-Kind-Paare untersucht. Hauptquelle für Koffein der Mütter war Tee (48 Prozent), gefolgt von Kaffee (38 Prozent). Je 100 Milligramm Koffein, die von der Mutter während der Schwangerschaft täglich aufgenommen wurden, sank das Geburtsgewicht des Kindes um 72 Gramm. Auch die Größe und der Kopfumfang des Babys sowie die Länge der Schwangerschaft wurden durch die Menge des aufgenommenen Koffeins beeinflusst. Frauen, die täglich Koffein aufnahmen, hatten eher eine Frühgeburt als solche, die das nicht taten. Das galt insbesondere dann, wenn das Koffein im ersten Drittel der Schwangerschaft aufgenommen wurde.

Bei der Geburt hatten die Kinder jener Frauen, die am meisten Koffein konsumierten, im Schnitt 170 Gramm weniger als die Kinder der Frauen, die am wenigsten Koffein tranken. Sogar bei Frauen, die weniger als die „sichere“ Menge von 200 Milligramm Koffein zu sich nahmen, wurden Auswirkungen auf das Baby festgestellt.

Koffein & Kaffee in der Schwangerschaft

Kaffee gehört für viele Frauen im Alltag dazu. Doch in Kaffee ist Koffein und dies ist ein Aufputschmittel, das bei einer zu großen Dosis am Tag zu ernsthaften Schäden in der kindlichen Entwicklung führen kann. Trinkt eine Schwangere mehr als 200 mg täglich Kaffee in der Schwangerschaft erhöht sich das Risiko einer Fehlgeburt. Verzichten müssen Schwangere deswegen allerdings nicht ganz auf Ihren Morgenkaffee. Wichtig ist, dass schwangere Frauen in der Schwangerschaft darauf achten nicht mehr als 200 mg Koffein täglich zu sich zu nehmen. Auch in Schokolade, Tees und Energydrinks ist Koffein enthalten, dass mit berücksichtigt werden muss.

Kaffee in der Schwangerschaft: Dosierung beachten

Nur weil Sie schwanger sind, müssen Sie nicht vollständig auf Koffein in der Schwangerschaft verzichten. Haben Sie allerdings bis zur Schwangerschaft mehr als 200 mg Koffein täglich getrunken, sollten Sie die Menge unbedingt reduzieren. Zwei Tassen Instant-Kaffee entsprechen 200 mg Koffein. Besonders Kaffee aus Kaffeevollautomaten sind meist stärker. Trinken Sie während der Schwangerschaft mehr als diese Menge, steigt das Risiko einer Fehlgeburt und Ihr Baby kann zudem auch ein niedriges Geburtsgewicht haben, womit es später gesundheitliche Probleme bekommen kann. Versuchen Sie daher Ihre Koffein in der Schwangerschaft von 200 mg nicht zu überschreiten. Damit verringert sich das Risiko.

Kaffee in der Schwangerschaft: Koffein nicht nur in Kaffee

Koffein befindet sich nicht nur Kaffee, sondern auch in Tee, unter anderem in grünen Tee, Cola, in vielen Engery-Drinks sowie Schokolade. Achten Sie daher bei der Berechnung auch darauf, dass Sie über diese Lebensmittel oder Getränke ebenfalls Koffein zu sich nehmen. Ratsam ist es während der Schwangerschaft vollständig auf Energy-Drinks mit Koffein zu verzichten.

  • 1 Tasse Instant Kaffee = 100 mg
  • 1 Tasse Filterkaffee = 140 mg
  • 1 Tasse Tee = 75 mg
  • 1 Tasse grüner Tee = 50 mg
  • 1 Dose Cola = 40 mg
  • 1 Dose Energy-Drink = 80 mg
  • 1 kleiner Riegel einfache Schokolade = 50 mg
  • 1 kleiner Riegel Milchschokolade = 25 mg

Denken Sie auch daran, dass Espresso oder Kaffee, sowie bei Cappuccino oder Latte der Koffeingehalt je nach Firma unterschiedlich sein kann. Ein Espresso kann zwischen 50 bis 300 mg Koffein enthalten. Auch eine Kräutertees beinhalten Koffein. Lesen Sie daher die Angaben der Inhaltsstoffe. Achten Sie auch darauf, dass manche Kräuter in der Schwangerschaft nicht bedenkenlos zu sich genommen werden können. Auch bestimmte Arzneien, wie Kopfschmerztabletten oder Wachmacher aus der Apotheke beinhalten Koffein. Lassen Sie sich ausführlich beraten und sagen Sie immer, dass Sie schwanger sind.

Kaffee in der Schwangerschaft: Die Wirkung des Koffeins im Körper

Koffein ist ein Aufputschmittel. Mit Koffein wird die Herzfrequenz und der Stoffwechsel angeregt. Durch Koffein fühlt man sich munter. So wirkt dies auch auf Ihr Baby. Trinken Sie Kaffee, fühlt es sich wahrscheinlich unruhig. Ein oder zwei Tassen Kaffee täglich schaden Ihrem Baby nicht. Vergleichbar ist die Menge mit einem eiligen Sprint zum Bus. Die Herzfrequenz wird dabei kurz erhöht und auch der Stoffwechsel angeregt. Zudem macht Koffein nicht süchtig. Wer viel Kaffee und Tee trinkt, kann allerdings das Gefühl haben, dass er unbedingt Kaffee braucht, um überhaupt den Tag hinter sich zu bringen. Zusätzlich wirkt sich eine große Menge davon auch harntreibend aus. Viel Koffein im Körper führt auch oft dazu, dass kein Schlaf gefunden wird oder das Kopfschmerzen entstehen, sobald der Körper kein Koffein mehr hat. Trinken Sie Ihren Kaffee oder Tee am besten zwischen Ihren Mahlzeiten. Denn sowohl Tee als auch Kaffee reduzieren die Aufnahme von Eisen aus nicht-fleischlicher Nahrung.

Koffein in der Schwangerschaft: Ganz darauf verzichten

Manche Frauen wollen Ihren Konsum an Koffein in der Schwangerschaft vollständig einstellen oder reduzieren. In manchen Fällen verringert sich die Lust nach Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken aufgrund der veränderten Geschmacksnerven im ersten Drittel der Schwangerschaft von selbst. Trinken Sie aber gerne morgens oder auf der Arbeit einen Kaffee, müssen Sie nicht vollständig darauf verzichten. Anders als Filterkaffee hat Instant-Kaffee weniger Koffein und ist daher vor allem in der Schwangerschaft empfehlenswert. Reduzieren Sie die Anzahl der Teelöffel noch etwas, damit nehmen Sie ebenfalls weniger Koffein zu sich. Um den Koffeingehalt im Tee zu reduzieren, kann der Beutel bereits nach einer Minute statt nach den empfohlenen fünf Minuten aus dem Wasser genommen werden.

Dadurch reduziert sich der Koffeingehalt um fast die Hälfte. Auch sind koffeinfreie Getränke wie Cola, Kaffee und Tee eine gute Möglichkeit um auf Koffein in der Schwangerschaft zu verzichten. Setzen Sie den Koffein von heute auf morgen ab, und haben bis zur Schwangerschaft sehr viel davon getrunken kann es in den ersten Tagen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und Trägheit kommen. Damit diese Symptome Sie nicht sofort alle überfordern, sollten Sie den Konsum langsam abschwächen. Trinken Sie zum Beispiel täglich eine halbe Tasse weniger. Sollten Sie trotzdem Probleme haben, kann es helfen zusätzlich mit koffeinfreien Kaffee aufzustocken.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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© istockphoto, milos-kreckovic

Eine dampfende Tasse Kaffee am Frühstückstisch oder ein Latte Macchiato auf dem Weg zur Arbeit gehört für viele Menschen morgens zum Pflichtprogramm, um in den Tag zu starten. Zu Beginn einer Schwangerschaft sind werdende Mütter jedoch häufig unsicher, ob sie auf das beliebte Wachmacher-Getränk verzichten müssen. Mit unseren folgenden Tipps und Hinweisen bringen wir Licht ins Dunkel, wie sich Kaffeetrinkerinnen während Schwangerschaft und Stillzeit verhalten sollten.

Koffein: In geringen Mengen unbedenklich

Im Gegensatz zu Alkohol, von dessen Konsum während der Schwangerschaft gänzlich abgeraten wird, gibt es bezüglich des Kaffeegenusses für Schwangere keine klaren Vorgaben. Bekannt ist, dass das im Kaffee enthaltene Koffein die Plazenta passiert und so in den Kreislauf des Ungeborenen gelangt. Doch ob eine hohe Dosis eine schädliche Wirkung haben könnte, ist noch nicht vollständig erforscht.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft besteht zwar kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt oder Frühgeburt bei werdenden Müttern, die in der Schwangerschaft Kaffee trinken. Eine norwegische Studie ergab allerdings Hinweise darauf, dass größere Mengen Koffein zu einem verringerten Geburtsgewicht führen könnte. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Schwangeren, nicht mehr als 300 Milligramm Koffein pro Tag zu sich zu nehmen. Dies entspricht maximal zwei Tassen Kaffee. Beachten Sie allerdings, dass bereits auch in Kakao, Schokolade, grünem und schwarzem Tee sowie in einigen Softdrinks Koffein enthalten ist.

Kaffeekonsum auch in der Stillzeit einschränken

Da Koffein über die Muttermilch vom Säugling aufgenommen wird, sollten auch stillende Mütter Kaffee nur in Maßen genießen. Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für die Stillzeit ebenso wie die WHO eine Grenzmenge von 300 Milligramm Koffein pro Tag. Höhere Dosen können unter Umständen Unruhe, Bauchschmerzen und Schlafstörungen beim Kind verursachen. Genießen Sie Ihren Kaffee zudem am besten direkt nach dem Stillen, damit möglichst viel Koffein vom Körper abgebaut wird, bevor Sie Ihr Kind das nächste Mal stillen.

Leckere Alternativen ausprobieren

Auch wenn Sie in Schwangerschaft und Stillzeit nicht völlig auf Kaffee verzichten müssen, lohnt es sich, Alternativen zu dem anregenden Heißgetränk auszuprobieren. Wir haben für Sie geschmackvolle Ideen zusammengestellt, wie Sie ohne Kaffee durch den Tag kommen können:

  • Smoothies aus Obst der Saison und Milch oder Joghurt liefern morgens Energie und Vitamine. Achten Sie jedoch darauf, ausschließlich pasteurisierte Milch zu verwenden. Denn Rohmilch kann Bakterien enthalten, die für Schwangere gefährlich sein können.
  • Rooibos-Tee ist koffeinfrei und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Spurenelemente und Flavenoide. Zudem soll er eine blutdrucksenkende und krampflösende Wirkung haben.
  • Ein Glas warmes Wasser mit einem Schuss Zitronensaft direkt nach dem Aufstehen bringt den Kreislauf in Schwung und kann gegen die morgendliche Übelkeit helfen.
  • Als Alternative zum koffeinhaltigen Kaffee kann auch ein löslicher Ersatzkaffee aus Gerste, Malz und Roggen dienen. Er enthält kein Koffein und ist bekömmlicher als Kaffee.

Kaffeevarianten wie Cappuccino und Latte Macchiato sind hingegen keine geeigneten Alternativen zum klassischen Kaffee, denn sie enthalten koffeinhaltigen Espresso und sollten daher ebenfalls nur in Maßen genossen werden. Energydrinks stellen für Schwangere ebenfalls keine empfehlenswerte Alternative zu Kaffee dar.

Aktualisiert: 10.07.2019 – Autor: Dr. med. Jana Wittkowski

Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Nicht mehr als 3 Tassen Kaffee pro Tag sind in der Schwangerschaft erlaubt © Hristina Dimova – Ardo medical GmbH

Zu Beginn einer Schwangerschaft sind viele Mütter häufig unsicher, ob sie auf das beliebte Heißgetränk Kaffee verzichten müssen.

Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft erlaubt und welche Auswirkungen hat die Koffeinmenge auf das Baby?

Die gute Nachricht lautet: Es spricht nichts dagegen, wenn Sie Ihren Frühstückskaffee weiterhin genießen. Bis zu drei Tassen am Tag sind in Ordnung!

1. Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Nicht mehr als 3 Tassen Kaffee pro Tag

Laut dem Bundesministerium für Ernährung sollten schwangere Frauen nicht mehr als 300 mg Koffein am Tag zu sich nehmen. Das entspricht, je nach Stärke, 3 bis 6 Tassen Kaffee oder sechs Tassen Tee.

Dasselbe gilt für schwarzen und grünen Tee, sowie Cola-Getränke. Energydrinks sind wegen des hohen Koffein- und Zuckergehalts grundsätzlich eher nicht empfehlenswert.

2. Welche Auswirkung hat Koffein auf den Embryo?

In höheren Dosen kann Koffein das Baby wach halten, die Pulsfrequenz erhöhen und das Herz belasten.

Koffein kann die Plazenta schnell überwinden und in den Organismus des Fötus gelangen. So findet sich dann im Blut des Babys ein ähnlich hoher Koffeinspiegel wie bei der Mutter selbst.

Es scheint daher sinnvoll, wenn Sie den Kaffeekonsum zur Sicherheit in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, in denen das Baby besonders anfällig für Störungen ist, deutlich einschränken.

3. Was sagt die Forschung dazu?

In einer aktuellen norwegischen Studie (Sengpiel et al. 2013) wurde untersucht, ob es Zusammenhänge zwischen dem Koffeinkonsum während der Schwangerschaft und dem Risiko für spontane Frühgeburten und dem Geburtsgewicht des Babys gibt (fast 60.000 Schwangere und ihre Neugeborenen wurden erfasst).

Die Forscher haben keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Koffeinkonsum und einem erhöhten Frühgeburtsrisiko gefunden. Auch Fehlgeburten oder andere Schwangerschaftskomplikationen konnten nicht mit der Aufnahme von Koffein nachgewiesen werden.

Eine Cochrane-Meta-Analyse aus dem Jahr 2009 zeigte, dass das Konsumieren von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf die Schwangerschaftsdauer und das Geburtsgewicht hat.

Trotzdem wird vorsorglich von hohen Koffeinmengen und von Energydrinks, die für gewöhnlich viel Koffein enthalten, abgeraten.

4. Andere beliebte koffeinhaltige Getränke

Koffein ist eben nicht nur in Kaffee, sondern auch in Schwarztee, Cola, Kakao, Energydrinks und Schokolade enthalten. Es wirkt stimulierend auf das Zentralnervensystem, auf Herz, Kreislauf, Atmung und die Konzentration.

4.1. Espresso vs. (Filter-)Kaffee?

Wegen der kurzen Brühzeit enthält Espresso wesentlich weniger Koffein als Filterkaffee. Ein Tässchen Espresso enthält etwa 50 mg Koffein, 1 Portion Filterkaffee das Doppelte.

4.2. Cappuccino und Latte Macchiato?

Cappuccino und Latte Macchiato sind leider keine geeigneten Alternativen zum klassischen Kaffee, denn sie enthalten koffeinhaltigen Espresso und sollten daher ebenfalls nur in Maßen genossen werden.

4.3. Energydrinks

Energydrinks enthalten noch höhere Koffeinmengen als Kaffee, deswegen sind sie keine passende Alternative. Außerdem sind darin weitere weniger geeignete Inhaltsstoffe wie Guarana oder Taurin zu finden.

5. Alternative zu Kaffee

Eine Alternative zu koffeinhaltigem Kaffee ist z.B. Ersatzkaffee aus Gerste, Malz und Roggen, da er kein Koffein enthält kein. Frisch gepresste Säfte und Smoothies bieten Ihnen übrigens auch einen Energie-Kick.

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Quellen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (03.05.2013): Neue Studie: Kaffee in der Schwangerschaft – Empfehlungen des Netzwerks bleiben unverändert URL: http://www.gesund-ins-leben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/neue-studie-kaffee-in-der-schwangerschaft-empfehlungen-des-netzwerks-bleiben-unveraendert/?tx_ttnews%5Bday%5D=03&tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&tx_ttnews%5Byear%5D=2013&cHash=365f87d883f3e711a9f566143e97f8bf Holzgreve, Brigitte (2003): 300 Fragen zur Schwangerschaft. Der große GU Kompass. GU Verlag.

Wieviel Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit ist erlaubt? Mit einem positiven Schwangerschaftstest treten plötzlich Tausende solch neuer Fragen auf. Viele davon drehen sich um die Ernährung, da man nun ja nicht mehr für sich alleine isst. Werdende Mütter sorgen sich beispielsweise, dass sie durch ihren Kaffeekonsum das Wohl des ungeborenen Kindes gefährden können. Obwohl ich selber noch nicht in dieser Situation war, frage ich mich als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und werdende Mutter in Spe schon jetzt:

Ist Kaffee in der Schwangerschaft schädlich?

Nun ist diese eine Frage ja fast schon zu global. Vielleicht gibt es ja gar kein klares Dafür oder Dagegen, sondern irgendetwas dazwischen. Auf jeden Fall lassen sich die Sorgen über Kaffee in der Schwangerschaft noch weiter herunter brechen, vor allem hinsichtlich der befürchteten Folgen:

  • Ist es schlimm, wenn ich in den ersten Wochen der Schwangerschaft, in denen ich ja vielleicht noch gar nichts davon weiß, beim Kaffeekonsum über die Stränge schlage?
  • Gibt es allgemeine Empfehlungen, wie viele Tassen Kaffee für eine werdende Mama und in der Stillzeit immer zu viel sind?
  • Drohen meinem Kind – und damit auch mir – dank Koffein schlaflose Nächte, wenn ich Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit zu mir nehme?
  • Muss ich eine Frühgeburt, Fehlbildungen oder ADHS befürchten, falls ich normalen Kaffee in der Schwangerschaft – anstelle z.B. koffeinfreien Kaffee – trinke?

Solche Fragen schwirren mir als Frau im Kopf herum. Deshalb beobachte ich immer etwas erleichtert, wenn werdende Mütter aus meinem Umfeld ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag trinken. Meistens kommentieren sie das mit einem entspannten “Der Arzt hat mir das erlaubt” und einem Lächeln. Aber natürlich ist mir klar, dass das, was für die eine laut Medizin ok ist, für die andere völlig falsch sein kann – denn Menschen, Schwangerschaften und Stillsituationen sind nun einmal völlig verschieden. Platt gefragt: Kann der Genuss von Kaffee in der Schwangerschaft wirklich keine schädlichen Auswirkungen haben? Was sagt eigentlich die Wissenschaft dazu?

Kaffee in der Schwangerschaft? Ein Jein von der Wissenschaft

Bisher wurden noch nicht alle Fragen zu den Auswirkungen von Kaffee in der Schwangerschaft wissenschaftlich geklärt. Dazu fehlen bisher schlichtweg genügend aussagekräftige (klinische) Studien am Mensch – was bekannt ist, werden wir gleich etwas genauer ansprechen. Klar zu sein scheint nur, dass Kaffee als Lebensmittel eine Art „Grauzone“ ist: Während manche Dinge wie Alkohol, Zigaretten, roher Fisch oder Rohmilchkäse in der Schwangerschaft komplett tabu sind, so scheint es beim Kaffeekonsum auf die Menge, die Konstitution von Mutter und Kind, und der ärztlichen Einschätzung abzuhängen. Doch mal abgesehen davon: Selbst wenn Kaffee in der Schwangerschaft (in Maßen und nur nach einem „Go“ vom Arzt genossen) für manch Frau und ihr Baby nicht zwangsläufig schädlich sein muss, so ist ein Glas frisch gepresster Orangensaft mit Sicherheit besser.

So wirkt sich Kaffee in der Schwangerschaft auf dein Baby aus

Sicher ist, dass Koffein relativ schnell vom Körper der werdenden Mama aufgenommen wird. Somit gelangt es auch in die Plazenta und damit in das Blut des ungeborenen Babys. Damit gleicht die Koffein-Konzentration im Blut des Embryos also in etwa derjenigen im Blut der werdenden Mutter. Und man muss kein Wissenschaftler sein um zu verstehen, dass für den Embryo schon deutlich geringere Mengen an Koffein schädlich sein können. Doch was passiert genau, wenn du Kaffee in der Schwangerschaft nur in kleinsten und vom Arzt erlaubten Mengen zu dir nimmst: Bekommt der Embryo dann denselben Wachkick wie du, wird unruhig und vollführt einen Tanz im Mutterleib? Oder tangiert ihn das Koffein kaum, und er schwimmt gelassen und wohlbehütet weiter durchs Fruchtwasser?

Tatsächlich nahm man lange an, dass Kaffee in der Schwangerschaft Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Embryos haben muss. Heute stellt man sich eher die Frage, wie viel „zu viel“ ist, sofern die werdende bzw. stillende Mama und ihr Baby gesund sind. Nach umfassender Sichtung der wissenschaftlichen Studienlage hat Die Bundesregierung zusammen mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein Statement über die maximal zulässige Koffeinmenge herausgegeben:

Laut EFSA soll eine gesunde Schwangere bzw. stillende Mutter höchstens die Hälfte der maximalen Koffeinmenge zu sich nehmen sollte, die für einen gesunden Erwachsenen gilt. Dies entspräche maximal 100 Milligramm Koffein als Einzeldosis (etwa eine Tasse Kaffee) bzw. 200 Milligramm Koffein über den Tag verteilt (etwa zwei Tassen Kaffee). Wohlgemerkt handelt es sich hierbei nur um einen groben Richtwert, der vom betreuenden Arzt unbedingt auf die Anwendbarkeit im jeweiligen Fall bewertet oder ggf. nach unten korrigiert werden muss!

Als Zwischenfazit lässt sich also festhalten, dass Kaffee in der Schwangerschaft nicht zwangsläufig schädliche Einflüsse auf die werdende Mama und das ungeborene Kind haben muss – aber je nach der individuellen Gesundheitssituation und Unverträglichkeiten eben haben kann.

Was sagt die Wissenschaft zu Kaffee in der Schwangerschaft?

Einen besonders guten Überblick über die Forschungserkenntnisse zu Kaffee in der Schwangerschaft findest du auf medizin-transparent.at – hier werden die meist englischsprachigen Studien und ihre Aussagen zusammengefasst. Falls du dir nun aber Hinweise auf konkrete Risiken erhoffst, müssen wir dich leider enttäuschen: So wird z.B. von einer Tierstudie berichtet, laut der sich Koffeinkonsum der Mutter sich leicht negativ auf die Gehirnentwicklung des Fötus auswirkte – aber eben bei Mäusen, die nicht 1:1 mit Menschen vergleichbar sind. Gleichzeitig wird von Übersichtsstudien (Cochrane 2015 & Maslova et al. 2010) berichtet, die bei moderatem Kaffeekonsum der Mutter keine spezifischen Hinweise auf Fehlentwicklungen des Babys, das Risiko einer Frühgeburt oder ein geringeres Geburtsgewicht fanden. Wohlgemerkt sind diese Aussagen aber nicht sonderlich aussagekräftig, da eben die Konstitution von Mutter und Kind als auch der Lebenswandel der Mutter eine große Rolle spielen und nicht in die jeweiligen Untersuchungen mit eingeflossen sind.

Ebenfalls interessant, aber auch nicht zu 100% auf den Einzelfall zu übertragen, ist eine große brasilianische Studie aus dem Jahr 2012, die sich mit dem Einfluss von moderatem Kaffeekonsum in Schwangerschaft und Stillzeit auf das Schlafverhalten des Säuglings befasste. In einer weiteren, groß angelegten Kohortenstudie aus Amsterdam im Jahr 2010 aus der Fachzeitschrift Pediatrics wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft untersucht und dem Risiko des Neugeborenen, an ADHS oder anderen hyperkinetischen Störungen zu erkranken. Hier fand man bei heraus, dass größere Mengen an konsumierten Koffein (weit über die o.g. maximale Verzehrempfehlung hinaus) eindeutig negative Auswirkungen hatten – bei denen aber weitere Einflussfaktoren eine Rolle gespielt haben. Auch hier also wieder: Keine klare Aussagen für den Einzelfall.

Fakt scheint eines zu sein: Konsumiert die werdende oder stillende Mutter regelmäßig und viel Koffein pro Tag, so sind negative Auswirkungen auf sie selbst und das Kind (z.B. Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, frühzeitige Wehen, Geburtsdefekte und Störungen aus dem ADHS-Spektrum) nicht auszuschließen. Achtung: Dieselben Risiken könnten im Falle besonderer Unverträglichkeiten, Empfindlichkeiten oder spezifischen Besonderheiten in der Schwangerschaft eventuell schon bei der kleinsten Koffeinmenge ausschlaggebend sein! In jedem Fall muss sollte der individuelle Kaffeekonsum bzw. Verzicht immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Kontinuierlicher Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit?

Spannend ist, dass es scheinbar nicht nur auf die Menge und individuellen gesundheitlichen Faktoren von Mutter und Kind, sondern auch auf die Kontinuität im Konsum anzukommen scheint. Denn wir sind auf folgende Hinweise gestolpert, die ebenfalls von wissenschaftlichen Studien kommen sollen: Verzichten Mütter auf Kaffee in der Schwangerschaft und fangen damit während der Stillzeit wieder an, dann neigen die Säuglinge besonders stark zu Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Darauf basierend könnte man nun annehmen, dass Kinder kaffeetrinkender Mütter eine gewisse Toleranz gegenüber Koffein entwickeln, falls sie damit schon im Mutterleib konfrontiert wurden. Vielleicht aber auch eine gewisse Abhängigkeit? Das ist die Frage… Auf jeden Fall muss man daran denken, dass Koffein dem Kind schaden kann.

Falls du während der Stillzeit laut deinem Arzt Kaffee trinken darfst und dich dafür entscheidest, dann am besten gleich nach dem Stillen. So kann sich das Koffein bis zum nächsten Stillen etwas abbauen – was aber nicht bedeuten muss, dass du über die Muttermilch nicht dennoch gewisse Mengen an dein Baby weitergibst.

Laut Medical News Today gehen angeblich nur maximal 1% des von der Mutter konsumierten Koffeins in die Milch über. Allerdings hängt das natürlich immer davon ab, wie viel man davon trinkt, wie oft und zu welchem Zeitpunkt. Außerdem sollen Frühchen noch viel empfindlicher auf Koffein in der Muttermilch reagieren, weil sie es deutlich langsamer abbauen können. Also noch einmal der Hinweis: Bitte, bitte sprich Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit mit deinem Arzt ab! Genauso übrigens den Konsum anderer koffeinhaltiger Lebensmittel!

Achtung: Nicht nur Kaffee enthält Koffein!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und auch die WHO lehnen sich an die oben genannten Aussagen der ESFA zu den maximal pro Tag zu konsumierenden Koffeinmengen für gesunde Schwangere und stillende Mütter an. Doch wer diese nun einfach in die Anzahl an Tassen Filterkaffee umrechnen will, dem sei gesagt: So einfach ist die Rechnung nicht! Denn neben Kaffee gibt es weitere koffeinhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Kakao, Cola, Energy Drinks sowie schwarzer Tee und grüner Tee. Nach dieser Koffeintabelle sehen die Koffeinwerte der relevanten Getränke in etwa wie folgt aus:

  • Arabica Kaffee: etwa 100mg Koffein (eine Tasse)
  • Robusta Kaffee: etwa 150mg Koffein (eine Tasse)
  • Grüner Tee: etwa 120mg Koffein (eine Tasse)
  • Club Mate: 100mg Koffein (500ml)
  • Red Bull: 80mg Koffein (250ml)
  • Schwarzer Ceylon Tee: etwa 70mg Koffein (pro Tasse)
  • Cola: 33mg Koffein (330ml)
  • Kakao: 11mg Koffein (eine Tasse)

Demnach müsstest du nicht nur darauf achten, wieviel Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit konsumiert wird, sondern auch andere Lebensmittel mit einkalkulieren. Gerade Erfrischungsgetränke mit Koffein müssen zum Schutz von Mutter und (ungeborenem) Kind darum die Koffeinmenge und entsprechende Warnhinweise auf der Packung angeben. Übrigens warnt das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) vor allem vor Energydrinks, weil sie neben Koffein noch andere Stimulanzien enthalten können (Quelle: Die Bundesregierung).

Statt Kaffee: Alternative Wachmacher in der Schwangerschaft

Da jeder Körper individuell und die gesundheitliche Lage unterschiedlich ist, solltest du vor dem Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft oder Stillzeit – bzw. dem Konsum jeglicher koffeinhaltiger Lebensmittel – immer deinen Arzt zu Rate ziehen. Viele werdenden oder frischgebackenen Mütter haben aber plötzlich auch gar kein Verlangen mehr nach Kaffee. Für sie gibt es Kaffeealternativen, die teils auch für Kinder geeignet sind. Andere entscheiden sich bewusst gegen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee in der Schwangerschaft bzw. Stillzeit. Doch was trinkt man denn dann? Oder in dem Fall, dass du nach den erlaubten zwei Tassen trotzdem noch einen kleinen Wachmacher brauchst? Gute Nachricht: Es gibt koffeinfreie Möglichkeiten! Hier haben wir einige Tipps.

Koffeinfreier Kaffee in der Schwangerschaft?

Du hast noch Lust auf einen dritten oder vierten Kaffee? Dann probiere vielleicht mal koffeinfreien Kaffee aus. Er ist eine gute Wahl, wenn es dir mehr um den Geschmack als um die erweckende Wirkung geht. Eigentlich heißt er richtig „entkoffeinierter Kaffee“, da normalen Kaffeebohnen hierfür das Koffein entzogen wird. Das kann mittels chemischer Prozesse geschehen oder mit natürlicheren Stoffen wie Wasser und Kohlensäure. Oft ist aber nicht ersichtlich, wie die Entkoffeinierung erfolgte. Weil dann eine chemische Verarbeitung nicht ausgeschlossen, eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft aber besonders ratsam ist, sollte auch koffeinfreier Kaffee nicht maßlos konsumiert werden. In ihm ist außerdem oft noch ein kleiner Rest an Koffein enthalten!

Extra-Tipp für (werdende) Mamas: Probier mal Lupinenkaffee aus! Er wird aus gerösteten Lupinensamen gewonnen und ist von Natur aus koffeinfrei. Außerdem schmeckt er überraschend gut.

Pfefferminztee: Erfrischend und lecker

Pfefferminztee wird eine anregende und erfrischende Wirkung nachgesagt. Denn er kühlt den Körper, selbst wenn man ihn warm genießt. Nicht umsonst ist er in Wüstengegenden als „Berber Whiskey“ bekannt, obwohl natürlich kein Alkohol hineinkommt. Für die volle Wirkung vom Pfefferminztees nimmst du am besten keine vorgefertigten Teebeutel, sondern übergießt frische Minze direkt im Glas mit heißem Wasser. Etwas Honig dazu – lecker!

Ingwer-Tee: Für etwas Würze

Ingwer ist nicht nur extrem gesund und hat eine entgiftenden Wirkung, sondern bringt durch seine Schärfe auch den Stoffwechsel so richtig in Schwung. Er kann einen empfindlichen Magen beruhigen – was gerade werdende Mamas im ersten Trimester sehr gut gebrauchen können. Kleingeschnittener Ingwer mit etwas Zitrone ergibt einen leckeren Ingwertee, der außerdem eines der Top-Hausmittel gegen Erkältungen ist.

Kefir Smoothie: Ein Plus an Folsäure

Folsäure ist für die Entwicklung des Ungeborenen im Mutterleib extrem wichtig. Im Superfood Kefir steckt eine ganze Menge davon drin. Deshalb ist es eine gute Idee, sich mal einen Kefir-Smoothie mit frischen Früchten zu mixen. Bei den angesagten grünen Smoothies ist hingegen in der Schwangerschaft etwas Vorsicht angesagt, wenn sie viele Kräuter enthalten – und deren Wirkung auf das Baby ist mitunter noch nicht ausreichend genug erforscht.

Dunkler Kakao: Richtig viele Glückshormone

Zwar enthält auch Kakao Koffein, jedoch bei weitem nicht so viel wie Kaffee. Du kannst ihn also während der Schwangerschaft trinken. Achte dennoch auf das Koffein, das du zu dir nimmst, und trinke nicht zu viel. Dunkles Kakao-Pulver (wie man es etwa zum Backen verwendet) mit etwas Zucker in heißem Wasser aufgegossen ist ein erweckender Genuss, der zudem die Glückshormone in Wallung bringt. Nach Bedarf kannst du etwas Milch oder auch Ingwer mit hineingeben!

Eiskalte Dusche: Sie wirkt Wunder

Sie kostet etwas Überwindung, bringt aber den Kreislauf in Schwung: Morgens eine eiskalte Dusche ist für dich vielleicht genauso erweckend wie es früher (im nichtschwangeren Zustand) ein Espresso war! Falls dir das eine Nummer zu heftig ist: Eine Kneipp-Kur – also die Waden mit eiskaltem Wasser abduschen – ist fast genauso hilfreich. Und eine Wohltat bei geschwollenen Beinen!

Spaziergang an der frischen Luft

Fehlt uns der Sauerstoff, werden wir müde. Ein Spaziergang an der frischen Luft macht dich wieder frisch und hält dich fit. Da empfohlen wird, sich während der Schwangerschaft auch sportlich zu betätigen, kannst du deinen Spaziergang auch zu einer kleinen Jogging-Runde ausweiten. Achtung: Joggen empfiehlt sich in der Schwangerschaft nur, wenn du bereits vorher regelmäßig gelaufen bist. Ansonsten sind sanftere Sportarten wie Schwimmen oder Yoga besser geeignet.

Tanzen und sanfter Sport macht putzmunter

Für mich der ultimativer Wachmacher: Die Musik aufdrehen und einfach mal tanzend durchs Zimmer fegen. Danach bist du garantiert wach und glücklich! Da Kinder schon im Mutterleib positiv auf äußere Reize wie Musik und Bewegung reagieren, wird dein Baby auch Freude an deiner kleinen Tanzeinlage haben. Und entwickelt bestimmt einen super Musikgeschmack…

Ich hoffe, wir konnten etwas Licht ins Dunkel bringen, wie es mit dem Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit aussieht. Auch hier gilt wie immer: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker

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Über die Autorinnen:

Mit Latte Macchiato aus dem heiß geliebten Porzellan-Espressokocher beginnt für Deva ein guter Start in den Tag. Sie hat Philosophie und performative Kunst studiert und lebt und arbeitet in Hamburg. Neben Kaffee interessiert sie gesunde Ernährung, Tanzen und Surfen.

Heidi liebt Kaffee, vor allem in Kombination mit einem gesunden Frühstück. Wenn sie gerade keine Beiträge auf Happy Coffee schreibt, berichtet die Weltenbummlerin auf ihrem Blog meerdavon.com über ihre Reisen.

Wissen: Dürfen schwangere Frauen eigentlich Kaffee trinken?

Ist Kaffee schädlich während einer Schwangerschaft?
Gifte schädigen das Kind im Mutterleib. Schwangere fragen sich deshalb: Darf ich Kaffee trinken, denn auch Koffein kann schädlich wirken. Die Antwort ist: Ja, aber in Maßen.

Kaffee ist nicht gleich Kaffee
Milch im Kaffee schont den Magen, weil sie Bitterstoffe bindet. Allerdings hemmt sie auch die verbesserte Konzentration.

(Bild: auremar/fotolia.com)

Bei Erwachsenen hilft Kaffee der Gesundheit
Extremer Kaffeekonsum schadet zwar dem Körper, doch Kaffeegenuss kann die Verdauung anregen.

Dürfen Schwangere Kaffee trinken?
Experten sagen: Ja. Die Gesundheitsbehörden sind sich international aber uneinig, wie viel Koffein für das Baby unschädlich ist. In Deutschland gilt ein Grenzwert von 300 Milligramm Koffein pro Tag, in den USA 200 Milligramm.

Wie viel Kaffee ist das?
Laut dem Rat der US-Behörden sind also zwei kleine Tassen kein Problem, in Deutschland gelten drei kleine Tassen als Richtwert. Dabei ist ein kleiner Espresso gleichwertig mit einem großen Milchkaffee.

Koffein nicht Kaffee
Dabei geht es nicht um Kaffee, sondern um Koffein. Das ist auch in Mate, Cola, schwarzem Tee und Energy-Drinks enthalten, sowie in Schokolade. Wenn Sie zum Beispiel einen Energydrink von 250 ml trinken, entspricht das einer großen Tasse Kaffee.

Worauf verzichten?
Verzichten sollten Schwangere auf Koffeintabletten sowie Getränke mit erhöhtem Koffeingehalt, sogenannte Wachmacher. Meiden Sie gefährliche Energy-Drinks mit Zusatzstoffen.

Fertigprodukte?
Fertigpulver wie Cappuchino, 3 in 1 etc., sind weniger problematisch, das der Kaffeegehalt sehr gering ist und lediglich bei 9 % bis 15 % liegt. Der Rest besteht vor allem aus Zucker und Milchpulver. Achten Sie hier auf den Zuckergehalt und die Zusatzstoffe.

Was kann passieren?
Studien legen nahe, dass eine hohe Zufuhr an Koffein Frühgeburten auslösen kann. Außerdem schränkt zu viel Koffein das Wachstum ein.

Kaffee für Stillende?
Für Stillende gilt das Gleiche wie für Schwangere. Das Baby nimmt das Koffein auf. Deshalb sollten Sie beim Kaffeelimit bleiben.

Bauchweh
Studien in Brasilien ergaben: Zwei bis drei kleine Kaffeetassen pro Tag hindern das Baby nicht am Schlafen. Bei höheren Dosen kann aber Bauchweh des Kindes die Folge sein.

Tipps für die Muttermilch
Es gibt jedoch einen Trick: Wenn Sie den Kaffee unmittelbar nach dem Stillen trinken, sinkt der Koffeingehalt im Körper bis zum nächsten Stillen rapide ab.

Kaffee hilft, schwanger zu werden
Um ein Kind zu empfangen, ist Kaffee sogar gut: Regelmäßiger Kaffeekonsum kann die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft steigern.(Dr. Utz Anhalt)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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