Wieviel fett hat muttermilch

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Muttermilch: Optimale Ernährung für Säuglinge

Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe in ganz natürlicher Qualität, die ein Baby für ein gesundes Wachstum benötigt, ist leicht verdaulich und passt sich den Bedürfnissen des Babys in seiner Entwicklung an. Sie enthält außerdem viele wichtige Abwehrstoffe zum Schutz vor Krankheiten. Das kindliche Immunsystem wird durch die in der Muttermilch enthaltenen Immunbotenstoffe gestärkt.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Zusammensetzung von Muttermilch
  • Vorteile für das Baby
  • Vorteile für die Mutter
  • Abpumpen
  • Muttermilch einfrieren
  • Erwärmen
  • Schadstoffe in der Muttermilch
  • Milchbildung hemmen oder fördern

Zusammensetzung der Muttermilch

Die Zusammensetzung von Muttermilch verändert sich im Laufe der Stillbeziehung. In den ersten fünf Tagen nach der Geburt fließt das Kolostrum, die sogenannte Vormilch. Sie ist eher dünnflüssig, und enthält eine große Zahl an Abwehrstoffen, die für das Immunsystem des Babys essentiell sind. Immunglobulin A, Leukozyten und das enzymähnliche Lactoferrin versorgen das kindliche Immunsystem mit wichtigen Abwehrstoffen. Die Muttermilch ist in dieser Phase noch relativ arm an Laktose und Fett, enthält aber viel Protein.

Etwa ab dem fünften Tag bis zu zwei Wochen nach der Geburt verändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch das erste Mal. Sie wird nun etwas dickflüssiger und fettreicher, der Proteingehalt nimmt ab. Diese sogenannte Übergangsmilch verändert sich schrittweise, bis spätestens vier bis sechs Wochen nach der Geburt die Muttermilch als „reif“ gilt.

Reife Muttermilch enthält die Makronährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate und dazu zahlreiche Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie besteht zu 87 Prozent aus Wasser, sodass der Säugling immer mit genügend Flüssigkeit versorgt wird. Das ist auch der Grund dafür, warum ein voll gestilltes Baby keine zusätzliche Flüssigkeit benötigt.

  • Fett: Muttermilch hat einen natürlichen Fettgehalt von durchschnittlich 3,5 Prozent. Im Laufe des Tages kann sich der Fettanteil von Stillmahlzeit zu Stillmahlzeit verändern. Vor allem nachmittags und am Abend ist ihr Fettanteil relativ hoch. Die enthaltenen Fette können vom kindlichen Organismus besonders gut aufgenommen und verwertet werden. Muttermilch ist sehr reich an langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vor allem an der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure und der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure. Sie sind für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem essentiell, können vom Säugling aber nicht selbst gebildet werden. Ein Baby bezieht etwa die Hälfte seines Energiebedarfs aus dem Fett in der Muttermilch.

  • Kohlenhydrate: Frauenmilch enthält etwa 7 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Milliliter, vor allem Laktose. Der Milchzucker fördert das Wachstum bestimmter erwünschter Darmbakterien (vor allem Lactobacillus bifidus) und ist damit ein wichtiger Baustein für den Aufbau einer gesunden Darmflora und die Abwehr krankmachender Keime. Vermutlich ist das ein Grund dafür, warum gestillte Babys seltener an schweren Durchfällen erkranken. Der hohe Gehalt an Kohlenhydraten ist außerdem wichtig für das Wachstum des Babys. Etwa 40 Prozent der täglichen Energie bezieht ein Baby aus den Kohlenhydraten der Muttermilch.

  • Eiweiß: Ihr Proteingehalt ist mit durchschnittlich 1,2 Gramm pro 100 Milliliter relativ niedrig (zum Vergleich: Kuhmilch hat einen Eiweißgehalt von 3,3 Gramm). Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung werden die Proteine in der Muttermilch vom kindlichen Organismus vollständig aufgenommen, sodass die noch nicht voll arbeitenden Nieren des Babys nicht belastet werden.

  • Mikronährstoffe: Die Versorgung des Babys mit Vitaminen wird auch von der mütterlichen Ernährung in der Stillzeit beeinflusst. Eine ausgewogene, nährstoffdichte Ernährung in der Stillzeit sorgt in der Regel auch für einen ausreichenden Gehalt an Vitaminen in der Muttermilch. Lediglich für die Vitamine K und D gibt es eine Supplement-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Der Mineralstoffgehalt der Muttermilch wird nur sehr begrenzt von der mütterlichen Ernährung beeinflusst. Bei mangelhafter Versorgung der Mutter mit bestimmten Nährstoffen werden diese aus den körpereigenen Reserven der Mutter „entnommen“. Bei anderen wiederum entsteht beim Baby ein Mangel. Besonders auf eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen, Fettsäuren, Jod, Selen und Mangan sollte deshalb geachtet werden.

Das passiert beim Stillen in der Brust

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Zusammensetzung von Vormilch, Übergangsmilch, reifer Muttermilch und Kuhmilch im Vergleich

Angaben nach Stiefel et al. (2013)

Stillen und Ernährung: Diese Lebensmittel sind besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Vorteile der Ernährung des Babys mit Muttermilch

Muttermilch ist aufgrund ihrer Zusammensetzung die beste Nahrung für Babys. Auch Frühgeburten oder Babys, die per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind, können gestillt werden – Frühchen profitieren besonders. Gestillte Babys leiden seltener unter Verdauungsproblemen, denn Frauenmilch ist wesentlich besser verdaulich als Pre-Nahrung und enthält viele Stoffe, die das Wachstum einer gesunden Darmflora fördern. Außerdem leiden mit Muttermilch ernährte Babys seltener an Erkrankungen der Atemwege und Ohren, Magen-Darm-Infektionen und Durchfall. Vor allem das Immunsystem wird gestärkt, es wird der sogenannte Nestschutz aufgebaut. Verantwortlich dafür sind zahlreiche Schutzstoffe des Immunsystems, insbesondere:

  • Antikörper (Immunglobuline) A, D, G und M
  • Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  • Lysozym
  • Lactoferrin

Zusätzlich sorgen zahlreiche andere Stoffe für ein schnelles und differenziertes Wachstum und Gedeihen des Kindes, haben eine hormonähnliche Wirkung oder regulieren den Stoffwechsel.

Weitere Vorteile der Muttermilch für das Baby:

  • Sie ist praktisch immer verfügbar.

  • Sie fördert die Mutter-Kind-Bindung.

  • Sie schützt vor Allergien.

  • Mit ihr ist eine Überernährung unmöglich.

  • Sie belastet den Stoffwechsel nicht.

  • Die enthaltenen Nährstoffe haben eine hohe Bioverfügbarkeit.

  • Das Risiko, an Leukämie, Diabetes (Typ I und II) oder nekrotisierender Enterokolitis zu erkranken, ist geringer.

  • Das Risiko des plötzlichen Kindstods ist geringer.

  • Kinder, die mindestens drei Monate gestillt werden, erkranken seltener an kindlichem Asthma.

  • Das Saugen an der Brust fördert die Kieferentwicklung.

Vorteile für die Mutter

Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Es bewirkt ein Zusammenziehen der Gebärmutter, sodass diese sich schneller zurückbildet. Länger stillende Frauen haben ein geringeres Risiko, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Es gibt Hinweise darauf, dass Frauen, die in ihrer Schwangerschaft keinen Schwangerschaftsdiabetes entwickelten und nach der Geburt gestillt haben, später ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2 hatten. Zudem leiden stillende Frauen seltener unter Wochenbettdepressionen. Das Füttern des Babys mit der Brust empfinden viele Frauen als praktischer, da keine Zubereitung erforderlich ist, was besonders in der Nacht sinnvoll sein kann.

Muttermilch abpumpen

Wenn Sie Ihre Muttermilch abpumpen und Ihr Baby zu einem späteren Zeitpunkt damit füttern möchten, haben Sie die Auswahl zwischen manueller und elektrischer Milchpumpe. Pumpen Sie Ihre Milch am besten zwei Stunden nach dem letzten Stillen ab. Am ehesten fließt die Milch jedoch, wenn Sie während des Stillens abpumpen. Stillen Sie dafür Ihr Baby an einer Brust und pumpen Sie an der anderen ab. Achten Sie darauf, dass Sie die Seiten variieren, also beim nächsten Mal die Seiten tauschen.

Sie können Ihre Muttermilch im Kühlschrank bei maximal sechs Grad Celsius bis zu 72 Stunden lang aufbewahren. Bitte verwenden Sie sie nicht zu einem spätere Zeitpunkt oder wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Milch noch gut ist.

Worauf Sie beim Muttermilch-Abpumpen achten sollten:

  • Waschen Sie sich vorher die Hände mit Wasser und Seife.

  • Reinigen Sie Ihre Milchpumpe gemäß Anleitung stets gründlich.

  • Sorgen Sie für eine lückenlose Kühlkette: Stellen Sie die Milch gleich in den Kühlschrank oder frieren Sie sie unverzüglich ein.

Muttermilch einfrieren

Im Gefrierfach ist Muttermilch bei mindestens minus 18 Grad Celsius bis zu sechs Monate lang haltbar. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Gefriergerät diese Temperatur wirklich erreicht, kontrollieren Sie dies am besten vorab mit einem Thermometer. Frieren Sie die Milch möglichst in kleinen Portionen ein, sodass Sie diese einzeln entnehmen können. Bereits aufgetaute Muttermilch darf nicht wieder eingefroren werden.

Muttermilch erwärmen

Sie können Muttermilch aus dem Kühl- oder Gefrierschrank problemlos erwärmen. Achten Sie zunächst darauf, dass tiefgefrorene Milch vorher langsam (im Kühlschrank) aufgetaut werden sollte, bevor Sie sie erwärmen. Verwenden Sie zum Erwärmen der Muttermilch auf 37 Grad Celsius am besten ein Wasserbad, da dies die schonendste Methode ist. Kontrollieren Sie die Temperatur bitte unbedingt mit einem Thermometer, bevor Sie die Milch füttern. Achten Sie während des gesamten Prozesses darauf, dass die Muttermilch niemals über 55 Grad Celsius erhitzt wird, denn ab dieser Temperatur werden wichtige Inhaltsstoffe zerstört. Verwenden Sie nicht die Mikrowelle, da die Milch darin zu ungleichmäßig erwärmt wird. Einmal erwärmte Muttermilch darf nicht erneut erwärmt werden, da die Gefahr einer bakteriellen Vermehrung besteht.

Schadstoffe in der Muttermilch

Umweltgifte, Schwermetalle und andere Schadstoffe lassen sich auch in der Muttermilch nachweisen. Bereits 2005 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) über 350 Schadstoffe in Frauenmilch gefunden. Zwar scheint die Belastung in den vergangen Jahren vermutlich durch strengere Vorschriften zurückzugehen. Man muss jedoch davon ausgehen, dass Schadstoffe in der Muttermilch enthalten sind und damit auch auf das Kind übergehen. So wurden zum Beispiel Pestizide, die mittlerweile verboten sind, in Muttermilch nachgewiesen. Was heißt das für die Praxis? Zunächst einmal: Kein Grund zur Panik. Ihre Milch ist immer noch die beste Nahrung für Ihr Baby. Es empfiehlt sich jedoch, die Aufnahme von Schadstoffen, die man selbst beeinflussen kann, zu vermeiden: Das gilt zum Beispiel für Schadstoffe aus Zigarettenrauch (auch Passivrauchen!), Alkohol oder Medikamenten. Greifen Sie nach Möglichkeit zu Bio-Obst und -Gemüse und essen Sie in der Stillzeit keine Raubfische wie Thunfisch oder Schwertfisch, da diese durch das Schwermetall Quecksilber belastet sein können. Meiden Sie Umweltgifte nach Möglichkeit bereits in der Schwangerschaft.

Milchbildung hemmen oder fördern

Die Bildung von Muttermilch richtet sich in der Regel nach der Nachfrage: Je mehr das Baby trinken möchte, desto mehr Milch wird produziert und umgekehrt. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einem übermäßigen Milchfluss. Mittlerweile gibt es in Deutschland auch die Möglichkeit, Muttermilch zu spenden. Möglicherweise ist das eine Alternative zum Abpumpen und Wegschütten der Milch.

Angeregt wird die Milchbildung eigentlich durch das Saugen des Babys an der Brust. Manchmal kann eine falsche Stilltechnik für eine zu geringe Milchproduktion verantwortlich sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby die Brustwarze vollständig mit dem Mund umschließt, legen Sie es öfter an und kuscheln Sie viel. Auch Stress kann zu einer geringeren Milchbildung führen. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme oder Stillberaterin eine geeignete Technik zeigen. Die Krankenkassen übernehmen nach dem Ende der Nachsorgezeit bis zu acht Beratungsgespräche. In der Volksheilkunde wird oft ein Tee aus Anis, Kümmel und Fenchel getrunken, um die Produktion von Muttermilch zu fördern. Ob dieser oder andere die Milchbildung anregende Tees wirken, ist bislang nicht wissenschaftlich untersucht worden. Wenn Sie unter Heuschnupfen leiden, achten Sie bitte bei solchen Tees darauf, dass diese keine Allergene enthalten.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie man die Milchbildung anregt.

Wenn Sie abstillen möchten, lassen Sie sich und Ihrem Baby genügend Zeit dafür, um Problemen wie Milchstau vorzubeugen. Nehmen Sie bitte nicht eigenständig Kräuter oder gar Medikamente ein, welche die Milchproduktion zum Versiegen bringen.

Lesen Sie hier mehr über das Abstillen.

Baby-Ernährung: Die besten Ernährungstipps für die Kleinsten

Die Zusammensetzung der Muttermilch

Die Muttermilch ist genau auf die Bedürfnisse eines heranwachsenden Neugeborenen mit seinem noch nicht ausgereiften Verdauungssystem abgestimmt, obwohl sie dünner und fettarmer aussieht als Kuhmilch.

Mit dem Wachstum des Babys ändert sich auch die Zusammensetzung der Muttermilch entsprechend seinen Bedürfnissen. So wird unmittelbar nach der Geburt eine dünne, gelblich-klare bis orangefarbene Vormilch, das so genannte Kolostrum produziert. Es enthält einen höheren Anteil an Eiweiss und zusätzliche Vitamine sowie Antikörper, die das Neugeborene vor Infektionen schützen und Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugen. Zwischen dem 2.-6. Lebenstag folgt dann die eher gelbliche so genannte Übergangsmilch. Sie wird erst in der dritten Woche von der reifen Muttermilch abgelöst, die weiss und dünnflüssig ist. Der Milcheinschuss kann leichte Beschwerden verursachen.

Babys, die mindestens ein Vierteljahr gestillt wurden, erkranken auch in der späteren Kindheit seltener an Infektionen und haben einen besseren Schutz vor Allergien. Bei gestillten Babys kommt es seltener zum plötzlichen Kindstod, und das Risiko für eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) im späteren Leben ist geringer.

Muttermilch ist ausserdem reicher an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mineralien und fast alle Vitamine (ausser Vitamin D und Vitamin K und später auch Eisen) sind ausgewogen vorhanden und gut verträglich. Durch eine Stimulierung der Bifidusbakterien im Darm des Kindes wird eine physiologische Darmflora gefördert. Laktoferrin, ein eisenbindendes Protein, sorgt für eine bessere Eisenversorgung des Babys. Auch die Kohlenhydrate kommen in idealer Form, nämlich als Milchzucker vor.

Gestillte Kinder können kaum überfüttert werden, denn sie trinken, was sie brauchen, und das immer zur richtigen Zeit, wenn sie den Trinkrhythmus selbst bestimmen dürfen. Muttermilch ist ausserdem stets frisch und hat immer die richtige Temperatur.

Immer wieder wird von der Schadstoffbelastung der Muttermilch berichtet. In vielen Studien hat sich aber herausgestellt, dass zumindest im ersten halben Lebensjahr die Vorteile der Muttermilch gegenüber künstlicher Säuglingsnahrung bei weitem überwiegen. Deshalb wird von UNICEF und von der WHO die ausschliessliche Muttermilchernährung über vier bis sechs Monate empfohlen.

Da Muttermilch direkt vom Kind aufgenommen wird und mit der Aussenwelt nicht in Berührung kommt, braucht es beim Stillen keine besondere Hygiene, denn es besteht kaum die Gefahr, mit der Milch gefährliche Keime zu übertragen.

Newsticker

Geschlecht des Babys beeinflusst Brustmilch | 05.06.2019

Muttermilch unterscheidet sich je nach Geschlecht des Babys sowohl in der Menge als auch in der Zusammensetzung. Bei Jungen ist die Muttermilch reicher an Fett und Proteinen – und damit an Energie, Mädchen dafür bekommen mehr Milch, wie Forscher der Harvard-Universität berichteten. Bei Rhesusaffen und Kühen fanden Wissenschaftler ähnliche Unterschiede. Über die Gründe wird noch gerätselt. Eine Theorie: Bei Rhesusaffen enthalte die Milch für weibliche Neugeborene mehr Calcium, damit diese sich rascher entwickelten und früher geschlechtsreif würden. Männliche Affen benötigten dies nicht, da ihrer Fortpflanzungsfähigkeit keine Altersgrenzen gesetzt seien. Dagegen gleiche die Muttermilch für sie stärker einem Energydrink, weil sie viel mehr Zeit mit wilden Spielen verbrächten als ihre Altersgenossinnen. Jüngste Studien an Milchkühen haben gezeigt, dass die Mütter mehr Milch produzierten, wenn das Kalb weiblich war – und zwar auch, wenn das Kalb wie üblich wenige Stunden nach der Geburt weggenommen wurde.

Knoblauch in der Muttermilch | 26.11.2016

Noch recht wenig ist bekannt, welchen Einfluss die Nahrung der stillenden Mutter auf die Ernährungsprägung der Säuglinge hat. Man nimmt heute an, dass Kinder diese Geschmäcker dann im späteren Leben bevorzugen, weil sie an Kindheitserlebnisse erinnern, vor allem an gute. Viele Aromastoffe werden jedoch im Körper so stark verändert, dass sie nur noch wenig mit dem typischen Geschmack des Ausgangsprodukts zu tun haben. Zum Beispiel ändern Fischöl und Stilltee das Aromaprofil der Muttermilch nicht, während Eukalyptuskapseln (gegen Erkältungskrankheiten) deutlich herauskommen. Die Forscher vermuten, dass der Körper der Mutter eine Schutzfunktion übernimmt, indem er nicht alle Inhaltsstoffe der Nahrung zum Säugling durchlässt. Knoblaucharomen jedenfalls scheinen den Appetit anzuregen, wie in einer anderen Studie an Säuglingen gezeigt wurde. Sie tranken mehr Milch, wenn die Mutter Knoblauch gegessen hatte.

Stammzellen in der Muttermilch: Brustmilch von weiblichen Mäusen enthält Stammzellen, die später zu Teilen des Körpers eines Nachkommen werden, wie australische Wissenschaftler herausgefunden haben. Ob das auch beim Menschen der Fall ist, bleibt offen. Vor einigen Jahren hatten Mediziner entdeckt, dass die menschliche Muttermilch auch eine Art von Stammzellen enthält. Das Resultat der nachfolgenden Tierstudie: Die Zellen, die aus dem Magen in das Blut gelangen, integrieren sich komplett und übernehmen eine Funktion im kindlichen Blut und im Gewebe von Gehirn, Thymusdrüse, Bauchspeicheldrüse, Leber, Milz und den Nieren. Diese Erkenntnis könnte bald einen gezielten medizinischen Einsatz sinnvoll machen. (swissmom Newsticker, 18.12.14)

Letzte Aktualisierung : 25-11-19, BH

Hintergrundwissen zum Milchspendereflex und Fettgehalt der Muttermilch

Muttermilch wird in den traubenartig angelegten Milchbläschen (Alveolen) durch die milchbildenden Zellen (Lactozyten) produziert und im Lumen der Alveolen gespeichert. Die Milchgänge leiten die Milch von den Alveolen zur Brustwarze.

Wie wird Muttermilch während einer Stillmahlzeit aus der Brust entleert? Und wie verändert sich der Fettgehalt im Laufe der Stillmahlzeit? Durch das Verständnis dieser Zusammenhänge lassen sich manche Phänomene der Laktation gut erklären.

Der Milchspendereflex

Muttermilch wird in den so genannten Milchbläschen (Alveolen) des Brustdrüsengewebes gebildet und gespeichert. Saugt das Baby an der Brust, werden die Milchbläschen − vermittelt durch das Stillhormon Oxytozin – durch winzige Muskeln zusammengedrückt. Die Milchgänge weiten sich. Der Inhalt der Alveolen, die Muttermilch, schießt über die Milchgänge Richtung Brustwarze. Das ist der so genannte Milchspendereflex. Die Mutter verspürt in ihrer Brust ein leichtes Kribbeln, Ziehen oder Wärme, auch in der gegenüberliegenden Brust.

Die Milchbläschen werden während des Milchspendereflexes durch glatte Muskelzellen zusammengedrückt, die Milch schießt in die Milchgänge.

Ohne Milch­spen­de­ref­lex, allein durch Saugen oder Ausdrücken, können nur wenig, 1 bis maximal 10 ml Milch entleert werden; die restliche Milch verbleibt in der Brust.
Der Milchspendereflex wird u.a. durch Saugen des Babys an der Brust, auch durch Pumpen, Handentleeren oder Gedanken ans Baby ausgelöst. Pro Stillmahlzeit und Brust gibt es 2 bis 3, max. 9, während einer 15-Minuten-Pumpsitzung 3 bis 6 Milchspendereflexe. Ein besonders langer Milchspendereflex dauert bis zu 3,5 Minuten, ein kurzer z.B. 45 Sekunden.

Der erste Milchspendereflex (MSR) ist am stärksten. Anschließende Milchspendereflexe sind zunehmend schwächer.

Der erste Milchspendereflex während einer Stillmahlzeit ist am stärksten: Da fließt am meisten Milch (durchschnittlich 45% der pro Mahlzeit transferierten Gesamtmilchmenge) und am schnellsten. Bei den nachfolgenden Milchspendereflexen fließt weniger Milch und langsamer. Viele Frauen können den ersten Milchpendereflex spüren, die nachfolgenden Milchspendereflexe nehmen aber die wenigsten Frauen wahr. Vor allem die ersten beiden Milchspendereflexe können auch ineinander fließen, sodass das Baby kontinuierlich Milch bekommt. Das Muster der Milchspendereflexe ist für jede Frau charakteristisch und bleibt über mehrere Geburten erhalten.

Milchspendereflexe fließen häufig ineinander über.

Babys docken sich manchmal von der Brust ab, wenn zum Ende einer Stillmahlzeit ein neuer Milchspendereflex kommt: Sie sind bereits satt.

Durch Wechselstillen und häufiges Anlegen lassen sich immer neue Milchspendereflexe auslösen. Auch bei einer Brustkompression, also einem Zusammendrücken der Brust während einer Stillmahlzeit, z.B. wenn das Baby aufgrund des nachgelassenen Milchflusses eindöst, wird ein neuer Milchspendereflex imitiert: Durch das Zusammendrücken des Drüsengewebes fließt Milch aus den Alveolen Richtung Brustwarze, das Baby erhält wieder Milch. Durch das wiederholte Auslösen des Milchspendereflexes lässt sich die Brust zu einem hohen Grad entleeren.

Die Milch, die bei einem Milchspendereflex Richtung Brustwarze transportiert, aber nicht entleert wird, fließt anschließend in die Alveolen zurück (retrograder Milchfluss). Das ist z.B. der Fall an der zweiten, inaktiven Brust während einer Stillmahlzeit, an der das Kind gerade nicht trinkt: Der Milchspendereflex wird immer an beiden Brüsten ausgelöst. Aber auch die aktive Brust wird während einer Stillmahlzeit oder Entleerung durch die Mutter nie vollständig entleert – die übrig gebliebene Milch fließt in die Alveolen zurück.

Fettgehalt der Muttermilch während einer Stillmahlzeit

Synthese der Muttermilch in den Laktozyten: Wasserlösliche Milchbestandteile werden direkt in das Milchplasma abgegeben. Das Milchfett wird in Form von Lipidglobuli von der Zellmembran abgeschnürt und bleibt von einer Membran umgeben. Die Lipidglobuli bleiben an den Laktozyten haften, bis sie durch die Milchspendereflexe mit dem Milchplasma vermischt werden.

Das Milchfett besteht aus vielen kleinen Lipid-Kügelchen, auch Globuli genannt, welche von einer Membran umgeben sind. Das Milchfett separiert sich in der Brust genauso von der wässrigen Phase der Milch (Milchplasma) wie in einem Sammelgefäß nach dem Abpumpen: Viele Frauen haben beobachtet, dass sich in ihrer abgepumpten Milch eine obere Lipidphase und eine untere wässrige Phase bildet, wenn man die Milch eine Weile stehen lässt. Schüttelt man die Milch, entsteht eine Suspension, die Fettkügelchen verteilen sich wieder in der wässrigen Phase.

Direkt aus der Brust gewonnen sind die Fettkügelchen der Muttermilch mit dem wässrigen Milchplasma vermischt. Lässt man die Milch stehen, setzt sich das Milchfett oben, an der Luftoberfläche ab. Schüttelt man das Gefäß, vermischt sich das Milchfett wieder mit dem Milchplasma.

In den Alveolen findet eine Trennung der beiden Phasen ebenfalls statt. Zwischen zwei Stillmahlzeiten setzen sich die Fettkügelchen im Lumen der Alveolen an der Oberfläche der Laktozyten ab. Fängt das Baby an zu trinken, dann schießt beim Milchspendereflex zuerst die wässrige Phase der Milch Richtung Brustwarze. Somit ist die erste Milch (auch Vordermilch genannt) relativ fettarm. Die Fettkügelchen brauchen eine Weile, bis sie sich – ausgelöst durch die Milchspendereflexe – von den Alveolen ablösen.

In der Brust setzen sich die Fettkügelchen zwischen zwei Stillmahlzeiten an der Oberfläche der Laktozyten im Lumen der Alveolen ab (links). Der Milchspendereflex wirkt wie ein Durchschütteln: Die Fettkügelchen lösen sich von der Oberfläche und vermischen sich mit dem Milchplasma (rechts).

Der Milchspendereflex ist vergleichbar mit einem Schüttelvorgang: Er bringt die Fettkügelchen in Suspension. Während die Milch aus den Alveolen im Laufe einer Stillmahlzeit entleert wird, steigt der Fettgehalt der Milch an. Die später getrunkene Milch (auch Hintermilch genannt) ist somit fettreicher. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Alveolen mit der Entleerung der Brust immer kleiner werden. Dadurch wird die Oberfläche, an der die Fettkügelchen haften könnten, immer kleiner und die Kügelchen werden in die Suspension „gezwungen“. Das ist auch der Grund, warum die Milch in gut entleerten Brüsten fettreicher ist als in vollen Brüsten.

Der Fettgehalt der Muttermilch ist somit höher:

  • wenn die Brust stärker entleert ist
  • am Ende einer Stillmahlzeit

Wird ein Kind an beiden Brüsten nacheinander gestillt, ist der Fettgehalt an der zweiten Brust bereits zu Beginn höher als an der ersten Brust, da der Milchspendereflex immer an beiden Brüsten einsetzt und die Fettkügelchen auch an der zweiten Brust in Suspension gebracht werden, an der das Baby gerade nicht trinkt.

Die Vordermilch (also die Milch, die in den ersten 2–3 Minuten einer Stillmahlzeit oder einer Pumpsitzung entleert wird) wird auch fettreicher, wenn häufig gestillt oder gepumpt wird (die Fettkügelchen brauchen Zeit, um sich nach dem Stillen wieder an der Wand der Alveolen abzusetzen), wenn die Brust vor dem Stillen und zwischendurch durchmassiert wird (die Massage löst die Fettkügelchen von den Alveolenwänden und bringt sie in Suspension) oder wenn die Brust anstelle einer Milchpumpe per Hand entleert wird (Handentleerung wirkt wie eine Massage und bringt das Fett in Suspension).

Mit zunehmender Entleerung der Brust steigt der Fettgehalt der Muttermilch an. Fließt beim Stillen oder Abpumpen keine Milch mehr, lassen sich durch Wechselstillen, Brustkompression, Clusterstillen oder PowerPumping weitere Milchspendereflexe (MSR) auslösen. Die dabei gewonnene Milch ist besonders fettreich und wertvoll.

Das heißt, zwischen Vordermilch (die ersten Minuten einer Stillmahlzeit oder Pumpsitzung) und Hintermilch (Ende einer Stillmahlzeit oder Pumpsitzung) steigt der Fettgehalt zwar immer an, aber das Gefälle kann sehr unterschiedlich sein. In einem Fallbeispiel, in dem die Mutter ihr Kind insgesamt 7-mal in 24 Stunden (also sehr selten) gestillt hat, betrug der Fettgehalt der Vordermilch 2,5% und der der Hintermilch 15,6%, das Gefälle war also sehr groß. Dies lag einerseits daran, dass während der langen Pausen zwischen zwei Stillmahlzeiten die Fettkügelchen genug Zeit hatten sich an der Oberfläche der Alveolen abzusetzen. Außerdem sammelt sich in der langen Pause zwischen den Mahlzeiten viel Milch in der Brust an, die Oberfläche der Alveolen – wo das Fett haften bleiben kann – ist dadurch sehr groß.

Hintermilch ist fettreicher als Vordermilch. Das Gefälle ist aber variabel: bei seltenen Stillmahlzeiten ist der Unterschied größer, bei häufigen geringer. Das Baby erhält am Ende des Tages jedoch die gleiche Fettmenge .

Bei einer anderen Frau, die sehr häufig gestillt hat (21-mal in 24 Stunden) war der Fettgehalt der Vordermilch 4,7%, und der der Hintermilch 7,8%, d.h. das Gefälle war sehr niedrig: Die Fettkügelchen hatten wenig Zeit, an die Oberfläche zu diffundieren, die Brüste wurden nie so voll wie bei der anderen Frau, außerdem stillte sie oft mit beiden Brüsten hintereinander: Bei der zweiten Brust war der Fettgehalt der Milch von Anfang an höher. Trotz dieser Unterschiede erhielten im Laufe von 24 Stunden beide Babys etwa gleich viel Milchfett, und zwar ca. 30 g.

Praktische Bedeutung dieser Zusammenhänge

Die meisten Mütter brauchen sich um die Theorie der Milchspendereflexe und der Milchfettverteilung nicht zu kümmen. Stillen sie anhand der Signale ihres Babys (nach Bedarf), können sie darauf vertrauen, dass die Nachfrage das Angebot regelt und ihr Kind an der Brust bestens versorgt ist. Bei bestimmten Stillproblemen ist es allerdings hilfreich, diese Zusammenhänge zu verstehen.

Baby überwältigt an der Brust

Wie die Grafiken über die Milchspendereflexe zeigen, läuft am Anfang der Stillmahlzeit viel Milch mit hohem Tempo – so schnell, dass manches Baby gar nicht in der Lage ist, mit dem Schlucken und dem Atmen nachzukommen. Im Laufe der Stillmahlzeit, während die Brust geleert wird, fließt die Milch langsamer, es wird einfacher für das Baby an der Brust zu trinken. Durch zurückgelehntes Stillen kann die Mutter den Milchfluss verlangsamen: gegen die Gravitation fließt die Milch langsamer. Mehr zu diesem Thema im Artikel Zu viel Milch.

Baby ungesättigt beim Stillen, zu wenig Milch, zu langsame Gewichtszunahme

Ist das Baby am Ende der Stillmahlzeit unruhig, ist dies manchmal ein Hinweis darauf, dass es noch mehr Milch haben will. Manchmal nehmen Babys zu langsam (nicht perzentilenparallel) zu, obwohl sie das mit ihrem Verhalten nicht zeigen. Manche Frauen bilden aufgrund von ungünstigen Startbedingungen noch nicht ausreichend Milch für ihre Säuglinge und möchten die Milchbildung steigern. Bei diesem Problemfeld sind die Kenntnisse um Milchspendereflexe und Milchfett sehr hilfreich. Denn durch Wechselstillen, Clusterstillen und Brustkompression lassen sich immer wieder Milchspendereflexe auslösen. Auch wenn dabei nicht so viel Milch läuft wie nach einer größeren Pause zwischen zwei Stillmahlzeiten, ist diese Milch besonders reichhaltig an Fetten und sättigt gut. Durch die zusätzlichen Milchspendereflexe wird die Brust zu einem hohen Maße entleert und die Milchbildungsrate wird gesteigert (Mehr zum Thema im Artikel Die Milchmenge steigern: Wie man mehr Milch bilden kann).

Milchgewinnung fürs Baby

Kann ein Baby aufgrund einer Frühgeburt, Erkrankung oder Saugschwäche nicht direkt oder nicht effektiv genug an der Brust trinken, dann muss die Milch per Pumpen und Handentleeren für das Baby gewonnen werden. Betroffene Mütter sind von der gewonnenen Milchmenge manchmal enttäuscht. Es kommt bei lange ausschließlich stillenden Müttern außerdem häufig vor, dass die Milchmenge mit der Zeit zurückgeht. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich zu wissen, dass Milchspendereflexe erneut ausgelöst werden können, auch nachdem bei einer Pumpsitzung keine Milch mehr zu kommen scheint. Durch eine Brustmassage vor und während des Abpumpens und manuelles Milchgewinnen lässt sich der Fettgehalt der Milch steigern. Durch wiederholtes Abpumpen in kurzer Sequenz und Brustmassagen zwischendurch lässt sich die Brust gut entleeren und die Milchbildung ankurbeln. Die gewonnene Milch ist besonders fettreich und nahrhaft. Auf diesem Prinzip beruht das so genannte Powerpumping, das zur Milchbildungssteigerung und -erhaltung bei ausschließlich pumpenden Müttern eingesetzt wird.

Laktoseüberladung

Es kommt manchmal vor, dass ein Baby zu viel Vorder- und zu wenig fettreiche Hintermilch erhält und dass es dadurch zu einer Laktoseüberladung im Darm des Babys kommt. Dies zeigt sich an vielfältigen Symptomen, wie am exzessiven Schreien, Blähungen und schaumigen, explosiven, zum Teil grünlichen Stühlen (mehr dazu im Artikel Zu viel Milch und Laktoseintoleranz? Stillen bleibt die beste Option). Die fettreiche Hintermilch sorgt für Sättigunsgefühl und verlangsamt die Darmpassage. Rauscht eine große Menge Vordermilch durch den Darm des Babys, kann die darin enthaltene Laktose im Dünndarm nicht ausreichend verstoffwechselt werden. Im Dickdarm angekommen verursacht die Laktose die Symptome. Zu einem solchen Vordermilch-/Hintermilch-Ungleichgewicht kann es kommen, wenn die Mutter zu viel Milch hat, die Häufigkeit und Dauer der Stillmahlzeiten begrenzt, zur anderen Brust wechselt, bevor das Baby die erste Brust von sich aus loslässt, immer die vollere Brust anbietet und das Stillen zum Einschlafen und zum Trösten nicht zulässt. Durch Stillen nach Bedarf löst sich das Problem oft schon allein: Babys erhalten viel fettreiche Milch, wenn sie an der Brust zu Ende trinken dürfen, zum Einschlafen gestillt werden und Clusterstillen praktizieren dürfen. Kehrt das Baby nach einer Stillmahlzeit wieder an die Brust zurück, kann ihm wieder dieselbe Brust angeboten werden. Diese hat nicht mehr so viel Milch, aber die fettreiche Hintermilch, die gut sättigt.

Auch bei Babys, die nur mit abgepumpter Milch ernährt werden, kann eine Laktoseüberladung manchmal vorkommen, weil die Pumpe allein das Milchfett nicht so gründlich entfernt wie das direkte Stillen. Durch Handentleeren oder Hands-on-Pumping lässt sich der Fettgehalt der gewonnenen Milch steigern.

Quellen:

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  • Douglas PS: Diagnosing gastro-oesophageal reflux disease or lactose intolerance in babies who cry a lot in the first few months overlooks feeding problems. J Paediatr Child Health 2013;49:E252-E256.
  • Gardner H, Kent JC, Prime DK, Lai CT, Hartmann PE, Geddes DT: Milk ejection patterns remain consistent during the first and second lactations. Am J Hum Biol 2017;e22960.
  • Gardner H, Kent JC, Lai CT, Mitoulas LR, Cregan MD, Hartmann PE, and Geddes DT: Milk ejection patterns: an intra- individual comparison of breastfeeding and pumping. BMC Pregnancy and Childbirth 2015 DOI 10.1186/s12884-015-0583-3.
  • Geddes DT: The anatomy of the lactating breast: Latest research and clinical implications Infant 2007:3(2):59-63.
  • Kent JC: Breastfeeding expectations. Infant 2015;11(3):78-82.
  • Mangel L, Ovental A, Batscha N, Arnon M, Yarkoni I, Dollberg S: Higher Fat Content in Breastmilk Expressed Manually: A Randomized Trial. Breastfeed Med 2015;10.
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  • Morton J, Wong RJ, Hall JY, Pang WW, Lai CT, Lui J, Hartmann PE, Rhine WD: Combining hand techniques with electric pumping increases the caloric content of milk in mothers of preterm infants. J Perinatol 2012;32:791–796.
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  • Vorherr H: The breast: morphology, physiology and lactation. New York, 1974, Academic Press. Zitiert in Lawrence RH, Lawrence RM: Breastfeeding. A guide for the medical profession. Elsevier, 8. Aufl. 2016 S. 72.

„Meine Muttermilch ist zu dünn – kann das wirklich sein?“

Kann Muttermilch tatsächlich zu dünn sein?

Die Zusammensetzung von Muttermilch ist weltweit bei jeder Mutter genau die gleiche und ist durch die jeweilige Ernährung nahezu nicht zu beeinflussen! Sie enthält:

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Muttermilch

Dass heißt: selbst wenn du dich in den ersten Wochen nach der Geburt ausschließlich von Tiefkühlkost ernährst, weil du absolut keine Hand zum kochen frei hast, ändert dies die Zusammensetzung deiner Milch nicht!

Ich will damit auf keinen Fall eine solche Ernährungsform empfehlen, ich möchte euch nur deutlichen machen, dass es keinen Grund gibt, nicht zu stillen weil man meint, die eigene Ernährung wäre grade nicht optimal genug für ein Baby. Muttermilch enthält zudem unheimlich viele Imunglobuline, die zum Aufbau eines gesunden Immunsystems und einer intakten Darmflora notwenig sind. Eine tolle Übersicht darüber gibt diese Tabelle.

Ein Ammenmärchen…

Das Ammenmärchen der zu dünnen Milch kommt wahrscheinlich daher, dass deine Milch tatsächlich unterschiedlich aussehen kann. Zum Beispiel dann, wenn es sehr warm ist und dein Baby mehr Flüssigkeit benötigt. Diese Flüssigkeit wird deinem Baby über die Muttermilch zugeführt, denn der Speichel deines Babys kommuniziert mit deiner Brustwarze und deine Milch wird so an die aktuellen Bedürfnisse deines Babys perfekt angepasst. Die Milch kann also tatsächlich dünner aussehen, wenn der Wassergehalt in der Muttermilch grade höher ist. Das heißt aber nicht (!!) dass deine Muttermilch tatsächlich weniger Kalorien enthält oder weniger nahrhaft wäre. Die Muttermilchmenge insgesamt steigert sich einfach, wenn der Flüssigkeitsbedarf deines Babys grade höher ist, da Wasser in der Muttermilch enthalten ist, aber der Nährstoffgehalt deiner Milch nimmt dadurch nicht ab!

Deine Milch kann und wird also niemals zu dünn sein! (es sei den du hast zum Beispiel eine schwere Hormonstörung oder ähnlich schwerwiegende Erkranungen)

Um euch eine Idee davon zu geben, wie unterschiedlich Muttermilch aussehen kann, haben mir einige Leserinnen Bilder von abgepumpter Muttermilch zurVerfügung gestellt die total unterschiedlich aussehen um euch zu zeigen, das eure Muttermilch nahrhaft ist, EGAL wie sieht aussieht:






Stillen – Die hartnäckigsten Ammenmärchen

„Stillen ruiniert den Busen.”

Falsch. Man kann deinem Busen ansehen, ob du schwanger warst, aber nicht, ob du gestillt hast. Wahr hingegen ist, dass die Rückbildung nach dem Abstillen sehr individuell verläuft und das Bindegewebe mit zunehmendem Alter natürlicherweise an Spannkraft verliert.

„Flaschenkinder schlafen besser durch.”

Nein, durchschlafen ist ein Reifeprozess, der bei jedem Baby anders verläuft.

„Man sollte mindestens zwei Stunden Pause zwischen den Stillmahlzeiten einlegen.”

Das stimmt nicht: Stillen in kurzen Abständen führt weder zu Blähungen noch zu Bauchschmerzen. Stille dein Baby einfach nach Bedarf – egal, in welchen Abständen.

„Meine Brüste sind zu klein zum Stillen.”

Falsch. Die Größe und Form deines Busens wird durch den Fett- und Bindegewebsanteil bestimmt. Wie viel Milch du produzierst, hängt davon ab, wie viel Drüsengewebe du während der Schwangerschaft aufgebaut hast und wie oft du dein Baby stillst.

„Meine Muttermilch ist zu dünn, mein Baby wird nicht satt.”

Das kann wirklich nicht sein: Zu dünne oder wässrige Muttermilch gibt es nicht. Die Zusammensetzung deiner Milch entspricht immer den Bedürfnissen deines Babys. Bei einem Wachstumsschub will es oft ununterbrochen trinken. Das ist völlig normal. Durch häufiges Anlegen („Clusterfeeding“) produzierst du sogar mehr Milch.

„Stillen und Sport verträgt sich nicht.”

Ganz und gar nicht, natürlich darfst du Sport treiben. Stille dein Baby vorher, um dich freier bewegen zu können. Nach sportlichen Exzessen kann die Milch aber bitter oder säuerlich schmecken.

„Stillen ist eine gute Verhütungsmethode.”

Nein, in der Stillzeit kannst du jederzeit schwanger werden, wenn du keine Verhütungsmittel benutzt.

„Bei einer Brustentzündung muss abgestillt werden.”

Falsch. Wichtig ist, die gestaute Milch bestmöglich zu entleeren – das kann niemand so gut wie dein Baby. Frage bei einer Therapie nach stillfreundlichen Medikamenten. HIER findest du ein paar Tipps unserer Hebamme bei einer Brustentzündung.

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Muttermilch

Die Zusammensetzung der Muttermilch weist eine hohe Variabilität auf. So verändert sich ihre Zusammensetzung während der Stillzeit und während einer Stillmahlzeit. Zudem gibt es individuelle Unterschiede von Frau zu Frau.

++ Mehr zum Thema: Ratgeber Stillen ++

Neben der Ernährung der Mutter, die vor allem die Zusammensetzung der Fette sowie den Vitamingehalt beeinflusst, haben auch das Gestationsalter – „Alter“ des ungeborenen Kindes oder auch des Neugeborenen ab dem mutmaßlichen Tag der Befruchtung – , das Alter sowie der Allgemeinzustand der Mutter Einfluss auf die Zusammensetzung ihrer Milch.

Zusammensetzung der Muttermilch

Die Muttermilch besteht zu fast 90 Prozent aus Wasser. Darin sind alle anderen Bestandteile wie Eiweiße, Enzyme, Hormone, verschiedene Immunglobuline, Laktose und andere Kohlenhydrate sowie Fette (v.a. Triglyceride, Phospholipide und Fettsäuren) und Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verteilt.

Hauptnährstoffe der Muttermilch

Fette

Der Säugling benötigt Fette als Transportmedium für die fettlöslichen Vitamine, die Entwicklung des Gehirns und als Vorläufer von Prostaglandinen und Hormonen. Außerdem sind sie wichtige Bausteine der Zellmembranen.

98 Prozent des Fetts in der Muttermilch machen die Triglyceride aus. Auch Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch. Ein zu hoher Cholesterinspiegel wird bei Erwachsenen mit negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System assoziiert. Bei Säuglingen ist ein hoher Gehalt wünschenswert, da das Cholesterin wichtig für dessen Hirnwachstum ist. Künstliche Säuglingsnahrung enthält zwar denselben Anteil an Fett – allerdings ausschließlich pflanzliches Fett.

Zudem enthält Muttermilch einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie α-Linolensäure und Docosahexaensäure (langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Diese sind essentiell für die neurologische Entwicklung des Säuglings und bedeutend für die Entwicklung der Retina (Netzhaut) und des Nervengewebes.

Die Ernährung der Mutter kann die Fettzusammensetzung der Frauenmilch deutlich beeinflussen. Je nachdem ob sich die Frau eher von tierischen oder pflanzlichen Fetten ernährt oder ob sie unterernährt oder überernährt ist. Die Fettmenge wird von der Ernährung nicht beeinflusst.

Auch die Tageszeit beeinflusst den Fettgehalt der Muttermilch. So ist der Fettgehalt in der Muttermilch in den Nachmittags- und Abendstunden am höchsten und in der Nacht am niedrigsten.

Eiweiß

Muttermilch enthält prinzipiell zwei Arten von Eiweiß: Kasein und Laktalbumin (Molkeneiweiß). Diese beiden Eiweiße sind zwar auch in Kuhmilch enthalten, allerdings in einem anderen Verhältnis. So ist das Verhältnis von Laktalbumin zu Kasein in der Frauenmilch 60 zu 40 Prozent. Während das Verhältnis in der Kuhmilch 20 zu 80 Prozent beträgt. Demnach kann Muttermilch wesentlich schneller und leichter verdaut werden. Kuhmilch kann zudem Darmblutungen verursachen und in weiterer Folge zu einer Eisenmangelanämie führen.

Die Bausteine der Eiweiße sind Aminosäuren. Die Frauenmilch enthält alle für den Säugling lebensnotwendigen Aminosäuren im richtigen Verhältnis.

Molkenproteine

Das wichtigste Molkenprotein ist α-Laktalbumin. Laktalbumin sowie Laktoferrin und sekretorisches Immunglobulin A (sIgA) machen bis zu 60 bis 80 Prozent des Muttermilchproteins aus. Die sekretorische Komponente sorgt dafür, dass das Protein nicht verdaut wird. Dem sIgA kommt eine wichtige Immunfunktion zu: es soll den Säugling vor Atemwegs- und Darmbakterien sowie Viren schützen.

Kasein

Das Kasein in der Muttermilch gehört überwiegend dem β-Typ an, während das Kasein in der Kuhmilch überwiegend (50 Prozent) dem α-Typ angehört. α-Kasein in der Kuhmilch verringert die Eisenabsorption, welches der Säugling für seine Entwicklung benötigt.

Kohlenhydrate

Das Hauptkohlenhydrat in der Muttermilch ist die Laktose. Laktose ist ein Zweifachzucker und besteht aus Glucose und Galaktose. Damit macht dieser Zucker etwa 40 Prozent der Gesamtkalorien der Frauenmilch aus.
Obwohl mengenmäßig mehr Kohlenhydrate als Fette in der Muttermilch zu finden sind, liefert das Fett mehr Kalorien. Reife Muttermilch enthält circa 7 g Laktose pro 100 ml Milch. Im Gegensatz dazu enthält Kuhmilch nur 4,8 g Laktose pro 100 ml Milch.

Ein hoher Laktosegehalt ist wichtig für den Säugling, da es ein saures Milieu im Darm schafft, das die Ansiedelung ungewollter Bakterien verhindert. Zudem verbessert es die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Phosphor aus der Milch. Weiters unterstützt Laktose das Wachstum von Milchsäurebakterien.

Vitamine

Man unterscheidet fett- und wasserlösliche Vitamine. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen A, D, E und K. Sie kommen alle in der Muttermilch vor, jedoch verändert sich die Konzentration dieser Vitamine im Laufe der Zeit beträchtlich.

Allgemein lässt sich sagen, dass ein chronisch niedriger mütterlicher Vitaminstatus zu niedrigen Vitamingehalten in der Muttermilch führt.

Der Vitamin D-Gehalt unterliegt starken Schwankungen, da er durch die Ernährung der Mutter beeinflusst wird. Besonders bei streng vegetarisch lebenden Müttern kann der Gehalt dieses Vitamins sehr niedrig sein.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen Vitamin C und sämtliche B-Vitamine wie Folsäure, Vitamin B1, 2, 3, 6, Biotin und B12.
Der Gehalt an wasserlöslichen Vitaminen – mit Ausnahme der Folsäure – nimmt im Verlauf der Stillperiode ab. Es ist aber kein Mangel zu befürchten, da die Milchmenge zunimmt und dadurch Gesamtmenge an aufgenommenen Vitaminen ident bleibt.

Immunologische Bedeutung der Muttermilch

Das Immunsystem des neugeborenen Säuglings ist unreif. Die immunologischen Abwehrmechanismen des Kindes entwickeln sich verzögert und überwiegend in den ersten Lebensmonaten. Die Muttermilch trägt ihren Beitrag dazu bei. Der Säugling erhält über die Muttermilch antimikrobielle, antientzündliche und immunmodulierende Faktoren, die das Kind passiv schützen. Durch diese Substanzen in der Muttermilch wird die Entwicklung des kindlichen Abwehrsystems unterstützt und geprägt. Diese Prägung des Immunsystems hält ein Leben lang an und kann das Kind im späteren Leben vor chronischen Erkrankungen schützen. In diesem Belangen kann industriell hergestellte Säuglingsnahrung nicht mit Muttermilch konkurrieren.

Unterschiedliche Formen der Muttermilch

Kolostrum

Bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche wird das Kolostrum in unterschiedlicher Menge gebildet. Einige Frauen bemerken in den letzen Wochen vor der Geburt, dass diese Vormilch von selbst oder beim Ausstreichen der Brustwarzen abgesondert wird.

Die Flüssigkeit ist dickflüssig und wegen des hohen Gehalts an Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A) gelblich. Das Kolostrum hat für das Neugeborene eine besondere Bedeutung. Es ist reich an Eiweiß, Vitamin A, E, B12 und Antikörpern wie Immunglobulin (z.B. sIgA). Außerdem enthält es relativ viel Salz.

Die hohen Anteile an Immunglobulinen, Laktoferrin, Lysozym und Makrophagen schützen das Kind vor Viren, Bakterien und verschiedenen Krankheiten. Das Kolostrum wird daher im Volksmund auch als „erste Schutzimpfung für Neugeborene“ bezeichnet. Es ist ein hochkonzentriertes Nahrungsmittel in geringer Menge. Es regt die Darmtätigkeit an, wodurch die Ausscheidung des Mekoniums – der erste Stuhl des Neugeborenen – erleichtert wird.

Verglichen mit reifer Frauenmilch enthält das Kolostrum neben einem höheren Eiweiß- und Natriumanteil, auch einen höheren Gehalt an Zink und aller Vitaminen. So ist zum Beispiel der Gehalt an Vitamin K etwa doppelt so hoch wie in der reifen Frauenmilch.
Dafür ist der Gehalt an Fett und Kohlenhydraten geringer. Es ist aufgrund des geringeren Fett- und Milchzuckergehaltes kalorienarm und deshalb für das Neugeborene leicht verdaulich.

Transitorische Milch (Übergangsmilch)

Diese Milch wird in der frühen Nachgeburtsperiode gebildet, wenn die Bildung des Kolostrums nachlässt und sich die reife Muttermilch entwickelt. Im Vergleich zum Kolostrum ist die Übergangsmilch flüssiger und weißlicher. Die Zusammensetzung ändert sich weiter bis zur Bildung der reifen Muttermilch.

Die Übergangsmilch wird etwa vom 3. – 14. Tag nach der Geburt gebildet.

Reife Muttermilch

Ab circa dem 14. Tag wird die Milch als reife Muttermilch bezeichnet, deren Zusammensetzung die ganze Stillzeit über relativ stabil bleibt.

Die reife Milch besteht zu einem Großteil aus Wasser, wodurch der Flüssigkeitsbedarf des Säuglings auch bei Hitze gedeckt werden kann. Laktose ist das Hauptkohlenhydrat der Muttermilch. Die reife Muttermilch hat mehr Kalorien, als das Kolostrum, enthält einen höheren Anteil an Kohlenhydraten (Laktose) und Fett (v.a. Triglyceride). Dafür enthält die reife Milch weniger Protein, Mineralstoffe, Natrium, Zink und v.a. fettlösliche Vitamine.

Zu Beginn der Stillmahlzeit wird die sogenannte Vordermilch freigesetzt, die wässrig- durchschimmernd aussieht. Diese wird zwischen den Stillmahlzeiten gebildet und in der Brust gespeichert. Während einer Stillmahlzeit wechselt die Milch ihre Farbe.

Über den Milchspendereflex wird anschließend die fettreiche Hintermilch freigesetzt, die während bzw. am Ende einer Stillmahlzeit ausgegeben wird. Sie ist weißlich und gleicht fetter Sahne. Sie ist vier- bis fünfmal so fett wie die Vordermilch.

Die Menge regelt sich nach der Saugleistung des Kindes. Tageszeit und Dauer einer Stillmahlzeit beeinflussen den Kaloriengehalt der Muttermilch erheblich.

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Autoren:
Helga Quirgst MSc
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr. med. Stefanie Sperlich

Aktualisiert am: 10.07.2015 | 00:00

American Academy of Pediatrics (AAP): Breastfeeding and the Use of Human Milk. Official Journal of the American Academy of Pediatrics 2012;129(3):1098-4275.
Biancuzzo M: Zusammensetzung der Muttermilch. In: Stillberatung.1. Auflage 2005, Urban Fischer Verlag 2005, 66-72.
Bundesinstitut für Risikobewertung: Unterschiede in der Zusammensetzung von Muttermilch und industriell hergestellter Säuglingsanfangs- und Folgenahrung und Auswirkungen auf die Gesundheit
von Säuglingen. Stand der Information Juli 2012
Griebler U et al.: Gesundheitliche Aspekte von Tiermilchkonsum bis zum Ende des dritten Lebensjahres – Systematische Übersichtsarbeit. Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie, Donau-Universität Krems / Daten, Statistik, Risikobewertung – Zentrum Ernährung & Prävention, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. 2012.

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Muttermilch Fettgehalt

Antwort auf:

Muttermilch Fettgehalt

Liebe TB0308,
reife Muttermilch enthält etwa 7,3 g/100 ml Laktose sowie kleinere Mengen anderer Kohlenhydrate (Oligo und Polysacharide, Glykoproteine, Glukosamine usw.). Der Fettgehalt der reifen Muttermilch beträgt 4,2 g/100 ml, wobei der größte Teil davon auf die Triglyceride entfällt. 57 % der Fettsäuren der Muttermilch sind ungesättigt. Der Fettanteil der Muttermilch beinhaltet auch die fettlöslichen Vitamine, Phospolipide und Cholesterin. Reife Muttermilch enthält 0,9 g/100 ml Eiweiß. Zu den Molkeneiweißen gehören die Immunglobuline, Lysozym, Laktoferrin und Alphalaktalbumin.
Außerdem enthält Muttermilch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Weitere Bestandteile sind Hormone, Enzyme und Wachstumsfaktoren.
Reife Muttermilch bleibt in Bezug auf Kaloriengehalt, Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate usw. in ihrer Zusammensetzung während der gesamten Stillzeit gleich, lediglich bei den Antikörpern und bei einigen Vitaminen und ergeben sich Veränderungen. So steigt der Antikörpergehalt mit etwa einem halben Jahr und dann nochmals im zweiten Lebensjahr (jeweils dann, wenn das Kind mobiler wird und mehr Kontakt mit der Außenwelt aufnimmt) an. In der Abstillphase kommt in Bezug auf den Salzgehalt zu Veränderungen.
Wenn dein Baby zu wenig zunimmt, solltest Du vermehrt anlegen.
Aus der Distanz kann ich dir jetzt keines Falls sagen, was in deinem Fall erfolgen sollte. Am besten setzt Du dich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe in Verbindung und sprichst nochmals mit der Kinderärztin/arzt, ob es möglich ist, zunächst zu versuchen, das Kind durch ausschließliches Stillen weiter zu ernähren oder ob sofort Handlungsbedarf also die zusätzliche Gabe von künstlicher Säuglingsnahrung besteht.
Ist es notwendig zusätzliche Säuglingsnahrung zu geben, dann sollte diese Nahrung möglichst nicht mit der Flasche, sondern mit einer alternativen Fütterungsmethode nach dem Anlegen gegeben werden (z.B. Becher). Gleichzeitig sollte durch die im folgenden beschriebenen Maßnahmen versucht werden, die Milchmenge der Mutter zu erhöhen und das Kind zu häufigerem Trinken an der Brust anzuregen. Die Maßnahmen zur Steigerung der Milchmenge gelten auch dann, wenn keine Zusatznahrung erforderlich ist.
Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb solltest Du dein Baby in den nächsten Tagen oft anlegen.
Um das Interesse deines Babys an der Brust wach zu halten, kannst Du es mit Wechselstillen versuchen. Dabei legst Du Dein Baby an und stillst es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nimmst Du es sanft von der Brust (vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und lässt es aufstoßen, streichelst seine Fußsohlen oder massierst es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Du es wieder etwas ermuntert hast. Dieses „Wecken und Wechseln“ wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, wie bereits erwähnt tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden
Eventuell ist es sinnvoll zusätzlich zu pumpen. Wenn gepumpt wird, dann sollte eine möglichst effektive Pumpe verwendet werden, am besten eine vollautomatische, elektrische Kolbenpumpe mit Doppelpumpset. Zu wenig Milch ist eine medizinische Indikation für die Verordnung der Pumpe durch den Arzt (auf der Verordnung muss „mit Zubehör“ stehen, sonst musst Du das Zubehör selbst zahlen).
Richte dich mit deiner Flüssigkeitszufuhr nach deinem Durstgefühl. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus“) und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkst Du zu wenig. Schwarzer Tee, Matetee und Kaffee sollten nur mäßig genossen werden. Auf Limonaden oder Colagetränke sowie künstlich gesüßte Getränke sollte möglichst verzichtet werden. Auf die (angebliche) milchflussfördernde Wirkung von Bier oder Sekt sollte verzichtet werden. Alkohol geht bereits in kleinen Mengen in die Milch über und belastet den Stoffwechsel des Babys.
Achte darauf, dass DU ausreichend und möglichst ausgewogen isst. Kohlenhydratreiche Nahrung hat einen positiven Einfluss auf die Milchbildung.
Ruhe dich oft aus und entspanne dich. Arbeite für eine Weile so wenig wie möglich. Die Hausarbeit läuft dir nicht davon! Stress wirkt sich ungünstig auf den Milchspendereflex und auf die Milchbildung aus. Vielleicht kannst Du ja ein paar „Stilltage“ einlegen, das heißt Du legst dich mit deinem Baby ins Bett und kümmerst dich ausschließlich um dein Baby und das Stillen.
Wenn möglich, sollte dein Kind keinen Schnuller und auch keine Flaschensauger bekommen, denn diese können dazu führen, dass dein Baby nicht mehr weiß, wie es richtig an der Brust trinken soll. Die eventuell notwendige Zusatznahrung sollte mit einer alternativen Fütterungsmethode gegeben werden.
Außerdem solltest Du unbedingt Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass Du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen.
Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, ihm eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken… Oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln.
Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben.
Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Baby ganz sicher einen Schub machen.
Probier es mal aus!
Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst.
Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter:
http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).
LLLiebe Grüße
Biggi

von Biggi Welter, Stillberaterin am 10.11.2017

Die Muttermilch liefert dem Neugeborenen für etwa das erste Lebensjahr alle Nährstoffe, die es für seine Entwicklung benötigt. Außerdem sind in der Muttermilch Immunstoffe enthalten, die das Kind gedeihen lassen und die Abwehrkräfte aufbauen. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich allerdings mit der Zeit.

Inhaltsstoffe der Muttermilch

Hauptbestandteile von Muttermilch sind Wasser und Milchzucker, sie machen etwa 96 Prozent der Gesamtmasse aus. Der Rest setzt sich unter anderem aus Proteinen, komplexen Kohlenhydraten und Fetten zusammen.
Im ersten Monat durchläuft die Muttermilch drei Stadien, in denen sich ihre Zusammensetzung unterscheidet. Vom zweiten bis zum dritten Tag wird die Muttermilch Kolostrum genannt, zwischen dem sechsten bis zum zehnten Tag Übergangsmilch, ehe sie in der Folge als reife Milch bezeichnet wird. Als Kolostrum hat sie den höchsten Proteingehalt, mit 2,6 g pro 100g. Ihr Energiegehalt ist im Vergleich zu reifer Muttermilch geringer, da sie eine niedrige Konzentration von Fett und Kohlenhydraten aufweist.

Tabelle: Vergleich Kolostrum und reife Milch

Direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Muttermilch hat die Ernährung der Mutter. Daher kommt es zu starken Schwankungen in puncto ungesättigter Fettsäuren in der Muttermilch. Fettsäuren sind wichtig für die Ausbildung des Gehirns. 85 Prozent der Kohlenhydrate sind Lactose, der Rest größtenteils komplexe Kohlenhydrate. Der Milchzucker trägt unter anderem dazu bei, dass sich eine gesunde Darmflora ausbildet. Bis zu 200 verschiedene Zuckerketten mischen Mütter ihrer Milch bei, hat Carlito Lebrilla herausgefunden, Zuckerchemiker an der Universität von Kalifornien. Nur die Hälfte dieser Molekülsorten sind aber bei jeder Mutter identisch. Die anderen 50 Prozent werden individuell produziert.
Doch es sind nicht nur Nährstoffe, die in der Muttermilch enthalten sind. Auch Hormone, Wachstumsfaktoren, Immunglobuline, Zytokine, Enzyme sowie eine große Diversität an Prä- und Probiotika finden sich in ihr. Sie helfen unter anderem das Immunsystem des Babys aufzubauen und es so vor Krankheiten zu schützen – auch im späteren Leben.

Baby schnupfen | Säugling | Hausmittel gegen verstopfte Nase

Was Sie zu Hausmitteln gegen Baby-Schnupfen wissen müssen:

Wenn der Schnupfen erstmal da ist, braucht er seine Zeit, um wieder zu verschwinden. Einige Hausmittel lindern die Symptome effektiv und ohne Risiken. Zudem gibt es inzwischen zahlreiche Nasensprays oder Nasenduschen, welche auf die Bedürfnisse des Babys angepasst sind. In der vorgeschriebenen Dosis und unter Einhaltung der empfohlenen Anwendungsdauer, bieten auch diese eine risikofreie Abhilfe bei einem verstopften Näschen.

Inhalieren und die richtige Luft bei Baby Schnupfen

Ist die Nase verstopft, können gewisse Dämpfe helfen, um diese wieder frei zu bekommen. Bei Erwachsenen werden zu diesem Zweck gerne ätherische Öle eingesetzt. Da diese jedoch bei Babys und Kleinkindern zu allergischen Reaktionen führen können, ist davon dringend abzuraten!

Alternativ sondern Zwiebeln befreiende Dämpfe ab. Die Zwiebel hierfür einfach schälen und in kleine Würfel schneiden. Anschließend in eine Babysocke oder ein Stofftuch wickeln, sodass ein kleiner Sack entsteht. Diesen hängen Sie über das Bett des kleinen Patienten.

Feuchte Handtücher sind ebenfalls ein gutes Hausmittel, um die Luftfeuchtigkeit entsprechend anzupassen. Hängen Sie hierfür nasse Handtücher im Kinderzimmer auf. Die Schleimhäute werden so besser mit Feuchtigkeit versorgt und schwellen weniger schnell an. Nutzen Sie gutes Wetter, um einen kurzen Spaziergang an der Luft zu wagen – die frische Luft erzielt den gleichen Zweck und tut Eltern und dem verschnupften Baby gut.

Bei Schnupfen denken viele schnell an das Thema Inhalieren. Auch für Ihr Baby kann Wasserdampf eine gute Lösung sein, um vorübergehend die Atemwege zu befreien. Setzten Sie Ihr Kind jedoch nicht direkt dem heißen Dampf aus. Drehen Sie stattdessen das heiße Wasser in der Dusche an und nehmen Sie Ihr Kleines auf den Arm. Gemeinsam können Sie nun ein paar Minuten im dampfigen Badezimmer verweilen. Anschließend muss darauf geachtet werden, dass die Kleidung dabei nicht feucht geworden ist. Sie können Ihr Baby zuvor in ein kuscheliges Handtuch wickeln und ihm anschließend trockene Sachen anziehen.

Muttermilch & Nasentropfen bei Baby-Schnupfen

In der Muttermilch ist alles enthalten, was Ihr Kind zur Stärkung braucht – auch Abwehrstoffe. Diese helfen dem Kind dabei, sich gegen Krankheitserreger zu wehren und unterstützen das noch nicht ausgereifte Immunsystem Ihres Kindes. Ein paar Tropfen der Muttermilch können chemische Mittelchen ersetzen und in das verstopfte Nasenloch geträufelt werden. Die Milch wirkt abschwellend und beruhigt die Schleimhäute.

Bei einer stark verstopften Nase hilft nach allen Hausmitteln der Griff zu Nasentropfen. Dabei eignet sich vor allem eine einfache Kochsalzlösung, welche leicht selbst hergestellt werden kann. Hierzu wird ein Liter Wasser mit einem Teelöffel Kochsalz vermengt. Wer sich über ein solches Thema informiert, wird auf den Begriff „physiologische Kochsalzlösung“ stoßen. Physiologisch bedeutet in der Medizin, dass etwas den natürlichen Lebensvorgängen entspricht. Bei einer so betitelten Kochsalzlösung handelt es sich um eine zusammengesetzte Konzentration, die in den wesentlichen Punkten der Zusammensetzung des menschlichen Blutes entspricht. Auf diese Weise wirkt sie im Vergleich zu anderen Nasensprays sanft auf den Körper Ihres Kindes. Dennoch sollte die verschriebene Dauer der Anwendung nicht überschritten werden, um eine zusätzliche Reizung der Schleimhäute nicht zu provozieren.

Erhöht schlafen bei Baby-Schnupfen

Wenn das Atmen schwer fällt, wirkt sich das auch auf den Schlaf des Kindes aus. Da Säuglinge zunächst ausschließlich durch das Näschen atmen, kann die verstopfte Nase nicht durch die Mundatmung ausgeglichen werden. Der kleine Patient beginnt zu schreien, um die fehlende Luftzufuhr auszugleichen. Der erholsame Schlaf bleibt aus und auch Mama und Papa bekommen kaum ein Auge zu. Optimieren Sie die Schlafposition, indem Sie für eine erhöhte Haltung des Oberkörpers sorgen. So kann das Sekret besser nach unten abfließen und die Atmung fällt leichter.

Da sich vor allem Säuglinge unkontrolliert im Schlaf bewegen, sollte kein zusätzliches Kissen ins Bettchen gelegt werden – es besteht Erstickungsgefahr. Legen Sie eine Kissenrolle oder Handtücher stattdessen unter die Matratze des Bettes und schaffen Sie so eine leichte Erhöhung für Kopf und Oberkörper.

Vaseline gegen gereizte Haut

Der Schnupfen alleine ist schon lästig. Damit nicht weitere Beschwerden dazu kommen, wie eine strapazierte Haut im Bereich der Nase und Oberlippe, raten wir Vaseline zu benutzen. Das Auftragen verhindert das wund werden. Benutzen Sie diese vorbeugend und nicht erst, wenn eine deutliche Reizung sichtbar wird.

Liebe & Ruhe als Hausmittel gegen Baby-Schnupfen

Das beste Hausmittel gegen Schnupfen, Erkältungen und auch Krankheiten ist Liebe. Kuscheln Sie mit Ihrem Kind und schenken Sie Ihrem kleinen Wunder Friedlichkeit und Geborgenheit durch körperliche Nähe. Neben Ruhe haben Sie hier das absolute Wundermittel gefunden. Deshalb gilt für die Zeit, in der das Kind gegen eine Erkrankung ankämpft, auch für die Eltern: Sich viel Zeit und kleine Auszeiten nehmen! Lassen Sie den Haushalt liegen, schicken Sie die älteren Geschwister ruhig einmal öfter zu Freunden oder Großeltern und wechseln Sie sich mit dem Partner ab. Ihr Kind braucht Ihre Kraft und auch Ihre Nerven für eine erfolgreiche und schnelle Genesung.

Zudem unterstützen Sie so Ihr Immunsystem, um die schlaflosen Nächte zu überstehen.

Hausmittel & Nasensauger bei Baby-Schnupfen

Ein Schnupfen vergeht nicht über Nacht. Dennoch können die Hausmittel die Zeit der Erkältung deutlich angenehmer gestalten. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden und für eine anhaltend freie Nase zu sorgen, nutzen Sie einen der zahlreichen Nasensauger. Mit einem Taschentuch lässt sich das Nasensekret nur oberflächlich entfernen, da Ihr kleines Wunder noch nicht mithelfen und ausschnauben kann. Mit dem passenden medinaris® Nasensauger befreien Sie das Näschen auch von tiefsitzendem Sekret. Vor allem für die Nacht kann so vor dem Einschlafen für eine gute Ausgangsposition gesorgt und längerer Schlaf gewährleistet werden. Kochsalzlösung und Nasensprays wirken ebenfalls besser, wenn zuvor die Nase richtig geputzt wurde. Mit ein paar einfachen Handgriffen befreien Sie die verstopfte Nase innerhalb von Sekunden – ohne dabei das empfindliche Näschen zu reizen.

Die Anwendung von altbewährten Tipps und Tricks und der medinaris® Nasensauger erleichtern Ihnen garantiert die verschnupfte Zeit!

7 hilfreiche Hausmittel im Überblick

1. Zwiebeldämpfe & frische Luft
2. Muttermilch
3. Physiologische Kochsalzlösung
4. Erhöhtes Schlafen
5. Vaseline gegen gereizte Haut
6. Liebe & Zuneigung
7. Nase regelmäßig absaugen

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