Wieviel baby trinken

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Woher weiß ich, ob mein Baby genug trinkt? Wieviel ist zu viel? Wir haben für dich die Antworten zu den 10 häufigsten Fragen zum Thema Trinken für Babys.

Was und wieviel soll mein Baby trinken – 10 Antworten auf die häufigsten Fragen zum Trinken (© Thinkstock)

Es kommt bei Säuglingen nicht darauf an, wie hoch die Trinkmenge pro Mahlzeit ist. Bei Stillbabys ist das schwer zu berechnen und ein Wiegen vor und nach dem Stillen ist für Mutter und Kind nur anstrengend. Bei vollgestillten Babys und bei Säuglingen, die ausschließlich Flaschennahrung bekommen, gibt es einige Zeichen, die dir zeigen, dass dein Baby ausreichend versorgt wird:

  • Dein Baby sieht rosig und gesund aus
  • Seine Fontanelle ist nicht eingesunken
  • Es hat etwa vier bis sechs nasse Windeln in 24h
  • Es trinkt mindestens sechs bis acht Mahlzeiten am Tag und schluckt hörbar
  • Dein Baby nimmt an Gewicht zu

Aber gibt es nicht einen groben Richtwert für die Trinkmenge?

Gestillte Babys regulieren ihren Bedarf selbst. Mal trinken sie mehr, mal weniger. Vor allem bei warmen Temperaturen möchten Säuglinge oft nur kurz angelegt werden. Der Grund: sie sind vor allem durstig und kurze Stillmahlzeiten löschen den Durst. Bei langen ausgiebigen Stillen erhält das Kind auch die Muttermilch mit dem höheren Fettgehalt, bei kurzen Mahlzeiten eher die Muttermilch mit dem höheren Wasseranteil. Wichtig ist, dass die Brust bei Hitze häufig angeboten wird.

Nicht gestillten Kinder sollten entsprechend die Flasche mit der Pre-Milch öfter bekommen. Bei Kindern, die spezielle Milchersatznahrung trinken, sollte mit der Hebamme und dem Kinderarzt abgesprochen werden, ab wann Wasser angeboten wird. Anders als Muttermilch ist die Flaschennahrung immer gleich zusammengesetzt. Sie sollte auf keinen Fall auf eigene Faust mit Wasser „gestreckt“ werden, das sonst die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen gefährdet sein könnte.

Brauchen Säuglinge zusätzlich Wasser oder Tee zu trinken?

Nein, Babys die noch keine feste Nahrung bekommen, brauchen keine extra Flüssigkeit. Sie stillen ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf über die Muttermilch oder über die Flaschennahrung. Das gilt auch bei Hitze oder bei Fieber. Eine Extrazugabe von Wasser oder Tee kann sogar gefährlich werden.

Zusätzliches Wasser wird für Babys erst mit der Beikost nötig (©Thinkstock)

Warum ist zusätzliches Wasser gefährlich?

Beim Stillen wird das Prinzip von Angebot und Nachfrage gestört. Weil das Baby weniger Milch trinkt, da der Durst mit Wasser gelöscht wurde, wird weniger Milch produziert. Die Gefahr: das Baby bekommt so nur Vordermilch, weil es nicht lange genug an der Brust bleibt um die sättigende Hintermilch zu erhalten. So entsteht eine Mangelversorgung, die bedrohlich werden kann.

Zu viel Wasser kann bei Säuglingen, die noch keine feste Nahrung bekommen den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören. Dann droht eine Wasservergiftung (Wasserintoxikation). „Wasservergiftung ist, nach Fieber, die zweithäufigste, obwohl absolut vermeidbare Ursache von Krampfanfällen bei Babys“, erklärt die Hebamme und Stillberaterin Regine Gresens: „Dies gilt übrigens auch für Babys, die künstliche Säuglingsnahrung erhalten. Sie sollten daher nie mit gestreckter, also mit extra Wasser verdünnter Säuglingsnahrung gefüttert werden, weder bei heißem Wetter, noch um Nahrungspulver einzusparen.“

Was kann bei einer Wasservergiftung passieren?

Nimmt ein Mensch zu viel Wasser zu sich, wird das Natrium aus dem Blut gespült und das Wasser tritt in das Gewebe über, Hirnzellen werden geschädigt. Säuglinge im ersten Lebenshalbjahr nehmen sehr wenig Natrium über die noch sehr salzarme Nahrung auf. Kinder die noch keine Beikost bekommen, haben grundsätzlich einen sehr niedrigen Natriumspiegel im Blut. Durch eine hohe zusätzliche Wasseraufnahme wird der ohnehin geringe Natriumspiegel von kleinen Kindern und Säuglingen zusätzlich gesenkt.

Der Körper reagiert auf den niedrigen Natriumwert im Blut, in dem der dem Blut die Flüssigkeit entzieht. Hier kommen nun die Nieren in Spiel, die dafür Sorgen, dass das Zuviel an Wasser über die Blase ausgeschieden wird und sich der Elektrolythaushalt wieder stabilisieren kann.

Die Nieren von Kindern im ersten Lebensjahr sind noch nicht ausgereift und können daher eine größere Menge an Flüssigkeit nicht verarbeiten. Weil die Flüssigkeit nicht ausgeschieden werden kann, aber aus dem Blut muss, lagert sie sich in Körperzellen ab und auch in den Gehirnzellen. Das Gehirn kann dann anschwellen und ein lebensbedrohliches Hirnödem bilden. Auch Organe können geschädigt werden.

Woran kann ich eine Wasservergiftung bei einem Baby erkennen?

Kinder die zuviel Flüssigkeit bekommen haben wirken apathisch.“Wenn ein Baby benommen wirkt, eine geringe Körpertemperatur um 36,1 °C oder weniger hat und das Gesicht geschwollen oder ‚aufgedunsen’ wirkt, können dies Anzeichen für eine Wasserintoxikation sein“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Stillende Mütter sollten selbst auch ausreichend trinken (©Thinkstock)

Aber ist denn die Muttermilch wirklich ausreichend?

Ja. Stillende Mütter sollten aber immer – und natürlich insbesondere bei warmem Wetter – auch daran denken selbst ausreichend zu trinken. Wer zuviel trinkt, bildet nicht mehr Milch, sondern scheidet schlichtweg mehr Urin aus. „Als Faustregel gilt 1 Glas oder 1 Tasse zu jedem Stillen und immer dann, wenn Sie durstig sind“, so Hebamme Regine Gresens, Autorin des Buches „Intuitives Stillen“.


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Ab wann brauchen Kinder zusätzlich Wasser?

Sobald ein Kind Beikost bekommt, sollte es auch anfangen, sich an Getränke zu gewöhnen. Die Trinkmenge sollte im Schnitt bei 400 ml liegen, das hängt natürlich auch davon ab, ob und wie viel das Kind noch gestillt wird. Wichtig ist, dass Getränke, am besten stilles Wasser, zu den Mahlzeiten aber auch zwischendurch immer wieder im Angebot sind. Meist funktioniert der so genannte Selbstregulierungsmechanismus gut und das Kind steuert selbst sein Trinkverhalten. Das Getränk sollte häufig angeboten, aber nicht aufgedrängt werden.

Und woran erkenne ich, dass mein Kind zu wenig trinkt?

Wie oben beschrieben, hat ein gesundes Baby eine rosige Gesichtsfarbe. Auch die Fontanelle sollte nicht eingefallen sein. Wirkt ein Baby sehr matt und hat trockene Windeln, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Bei älteren Kinder funktioniert die Selbstregulation meist gut. Trotzdem sollten Eltern vor allem darauf achten, dass gerade in der warmen Jahreszeit immer Getränke zur Verfügung stehen. Es hilft mit gutem Beispiel voran zu gehen und selbst darauf zu achten ausreichend und regelmäßig zu trinken. Das tun wir Erwachsenen nämlich auch nicht immer. Wir sollten 2,6 l Flüssigkeit zu uns nehmen, das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Kinder von eins bis vier Jahren sollten 820 ml Wasser trinken und 350 ml Wasser über die Nahrung zu sich nehmen.

Zu den Mahlzeiten Wasser anbieten – schmeckt gut (©Thinkstock)

Was tun, wenn das Kind nicht trinken mag?

Bei Säuglingen und Babys bitte sofort Rücksprache mit dem Kinderarzt halten. Denn dafür kann es viele Gründe geben, das sollte unbedingt abgeklärt werden. Älteren Kindern sollten immer wieder Wasser und ungesüßte Getränke angeboten werden. Vielleicht trinkt das Kind lieber kalten Früchtetee? Oder eine dünne Saftschorle? Selbstgemachtes Wassereis aus gefrorenem Saft mit Wasser wird auch gern gelutscht und ist gut für den Flüssigkeitshaushalt. Sollte das Kind aber matt wirken, trockene Lippen haben, trockene Windeln oder (bei älteren Kindern) wenig auf das WC müssen, sollte auch hier Rücksprache mit dem Kinderarzt gehalten werden.

Mehr Tipps zum Thema Trinken – auch gut für Stillende und Kinder: Richtig Trinken in der Schwangerschaft

Wie viel Flüssigkeit braucht mein Kind?

Der durchschnittliche Flüssigkeitsbedarf eines Kindes ist in untenstehender Tabelle aufgeführt. Natürlich schwankt die Trinkmenge von Kind zu Kind. Unter diversen Umständen, z.B. bei sommerlichen Temperaturen, körperlicher Anstrengung oder Krankheit, steigt der Bedarf mitunter beträchtlich.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

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Ein Flüssigkeitsmangel kann je nach Ausprägungsgrad rasch oder auch schleichend zu gesundheitlichen Schäden führen, während überschüssige Flüssigkeit einfach wieder ausgeschieden wird. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind zu den Mahlzeiten und zwischendurch reichlich trinkt. Erinnern Sie Ihr Kind nach dem Toben und bei anderen Gelegenheiten ans Trinken, falls es nicht von selbst daran denkt, und bieten Sie die Getränke auch aktiv an, allen voran erfrischendes Wasser. Auch unterwegs sollte die Trinkflasche nie fehlen.

Der durchschnittliche Flüssigkeitsbedarf eines Kindes beträgt pro Tag:

Alter

Körpergewicht

Tagesbedarf an Flüssigkeit

Geburt 3 kg 0,3 Liter
3 Monate 6 kg 0,6 Liter
8 Monate 9 kg 0,9 Liter
18 Monate 12 kg 1,1 Liter
3 Jahre 15 kg 1,25 Liter
5 Jahre 18 kg 1,4 Liter
8 Jahre 25 kg 1,6 Liter
10 Jahre 30 kg 1,7 Liter
12 Jahre 40 kg 1,9 Liter

Beachten Sie, dass in diesen Angaben die in fester Nahrung (z.B. Obst) vorhandene Flüssigkeit enthalten ist. Kurzzeitig kann Ihr Kind auch ein paar Tage lang mit weniger auskommen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Es scheint, dass alle Eltern genetisch mit derselben Verhaltensweise ausgestattet sind: Sobald das Kind zur Welt gekommen ist, sorgen sie sich um die richtige Trinkmenge beim Baby. Fragen kommen auf wie:

  1. Wie viel muss ein Säugling trinken?
  2. Wie viel Milch ist genug?
  3. Kann es sein, dass mein Baby zu viel trinkt?
  4. Wird es zu dick, wenn es zu viel trinkt?

Und diese Sorgen haben nicht unbedingt mit der tatsächlichen Trinkmenge zu tun. Fast alle Mütter, die ich kenne, hatten diese Fragen entweder immer oder zumindest am Anfang. Und gleichzeitig suchen viele Orientierung und verlangen nach einer Tabelle für die optimale Trinkmenge beim Baby. Viele unterliegen aber dabei einem Irrtum, wenn sie diesen Tabellen glauben. Warum dies so ist, werde ich Dir in diesem Artikel erklären.

Auch wenn sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass Babys von Muttermilch und Pre-Nahrung so viel trinken dürfen, wie sie möchten, reicht das zur emotionalen Beruhigung von uns Eltern oft nicht aus. Also, woran erkenne ich, dass mein Kind genug trinkt? Wann sollte ich zum Arzt gehen, wenn ich besorgt bin? Und braucht mein Baby Pausen zwischen den Mahlzeiten?

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Richtige Trinkmenge bei Babys: Auf die Signale hören

Füttern nach Bedarf

Nach einigen Wochen, spätestens Monaten, wirst Du Dir über die Trinkmenge Deines Babys wahrscheinlich keine Sorgen mehr machen. Denn bis dahin hast Du gelernt, seine Signale zeitnah und zuverlässig zu deuten. Außerdem durftest Du hoffentlich erleben, wie Dein Baby sich prächtig entwickelt, wenn Du es nach Bedarf fütterst.

Stillen nach Bedarf bedeutet: Das Baby immer trinken lassen, wenn es nach der Brust verlangt und so lange trinken lassen, wie es möchte. Durch die getrunkene Menge passt sich auch die Milchbildung immer genau dem Bedarf des Babys an. Nur wenige Mütter haben dauerhaft zu viel oder zu wenig Muttermilch.

Auch Babys, die nicht gestillt werden, sollten nach Bedarf mit Pre-Nahrung gefüttert werden, das heißt, dass Du Deinem Baby keinen festen Fütterungsplan auferlegen musst, sondern einfach auf die Signale achten kannst und ihm die Flasche geben, wenn es Anzeichen für Hunger zeigt.

Der Unterschied zum Stillen liegt darin, dass Stillkinder auch zur Beruhigung an der Brust nuckeln. Flaschenkinder sollten für diesen Zweck lieber einen Schnuller erhalten, denn während Muttermilch die Zähne schützt, kann Flaschenmilch die Zahngesundheit ungünstig beeinflussen.

Die Bedürfnisse deuten lernen

Babys können sicht natürlich nicht mit Worten ausdrücken, wann sie welches Bedürfnis haben. Deshalb ist es wichtig, die Signale Deines Kindes richtig kennenzulernen. Dazu ist es vor allem in der Anfangszeit nötig, dass ihr viel, sehr viel Zeit miteinander verbringt. Am besten 24 Stunden am Tag.

Krankenhäuser tragen dieser Notwendigkeit in aller Regel durch Rooming-In und Familienzimmern Rechnung. So kannst Du Dein Baby immer bei Dir haben, es kennen lernen und seine Anzeichen richtig deuten lernen.

In den ersten Lebensmonaten sollte jedes Bedürfnis des Babys nach körperlicher Nähe oder Nahrung unmittelbar gestillt werden. Das reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen und fördert damit die Entwicklung des Kindes.

Ein „Verwöhnen“ im negativen Sinne kann bei Babys noch gar nicht stattfinden, weil ihnen die kognitiven Fähigkeiten dazu fehlen.

Diese Anzeichen verraten Dir, dass Dein Baby Hunger hat und Trinken will

Auch wenn jedes Baby anders reagiert, sind die Anzeichen für Hunger und deren zeitliche Abfolge meist ähnlich.

An diesen Merkmalen erkennst Du, dass Dein Baby Hunger hat:

  • es macht schnelle Augenbewegungen
  • es leckt an seinen Lippen und streckt die Zunge heraus
  • es macht Saugbewegungen und schmatzt
  • es leckt an Gegenständen und saugt an den Fingern oder Händen
  • wenn es in Berührung mit Deiner Haut kommt, fängt es an, die Brustwarze zu suchen
  • es macht hektische Bewegungen mit Kopf und Körper
  • es wird unruhig und macht Töne
  • es weint
  • das Weinen steigert sich zum Brüllen
  • es wird still

Wenn ein Baby weint, ist das Kind sprichwörtlich schon in den Brunnen gefallen. Natürlich kann es, vor allem bei Babys mit Koliken, passieren, dass Du als Elternteil nichts gegen sein Unwohlsein tun kannst. Bei Hunger oder dem Bedürfnis nach Nähe kannst und sollst Du aber schon reagieren, bevor sich das Baby durch Weinen ausdrückt.

Optimale Trinkmenge beim Baby erreicht: Wie merke ich, dass mein Baby satt ist?

Wenn ein Baby satt ist, hört es auf, zu trinken. Ganz einfach. Dies gilt für Babys, die gestillt werden, als auch für Säuglinge, die die Flasche bekommen.

Diese Entscheidung solltest Du unbedingt akzeptieren, auch wenn Dein Baby erfahrungsgemäß schon nach kurzer Zeit zurück an die Brust möchte.

Genauso solltest Du Dein Kind nicht zwingen, mehr Flaschenmilch zu trinken, indem Du das Fläschchen durch irgendwelche Tricks wieder in den Mund führst. Das natürliche Sättigungsgefühl ist ein wichtiges Gefühl, das Du Deinem Kind unter keinen Umständen „abtrainieren“ solltest.

Du kannst sicher sein, dass Dein Kind insgesamt genug Milch bekommt, wenn es nach dem Stillen zufrieden ist, mindestens sechs nasse Windeln pro Tag produziert, die Haut rosig und elastisch, die Augen glänzend und die Fontanelle nicht eingefallen ist. Der Urin ist hell und riecht nicht. Die Gewichtszunahme sollte anfangs ca. 110 g / Woche sein, später weniger.

Wie oft sollte ich mein Baby stillen bzw. füttern?

Wie gesagt solltest Du Dein Baby stets nach Bedarf füttern, also so oft es möchte.

Anfangs gibt es aber sicherheitshalber eine Art Minimum, um sicher zu gehen, dass sich Neugeborene richtig entwickeln. Deshalb sollte es in den ersten Tagen mindestens 8 Mal in 24 Stunden trinken, mindestens alle 3-5 Stunden.

Das heißt auch, dass in den ersten Wochen sehr schläfrige Babys zum Stillen geweckt werden müssen, wenn sie regelmäßig länger als 5 Stunden am Stück schlafen.

Später, wenn sich die Milchbildung nach 6-8 Wochen eingependelt hat und Dein Baby schon etwas an Gewicht zugelegt hat, kannst Du auch längere Pausen zum Schlafen lassen.

Hör hier einfach auf Dein Bauchgefühl, du musst nicht alle drei Stunden Dein Neugeborenes aus dem Tiefschlaf rütteln, um ihm mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Milch einzuflößen.

Vorausgesetzt, es bestehen keine gesundheitlichen oder kognitiven Einschränkungen, hat jeder Mensch von Geburt an einen Überlebensinstinkt. Das heißt, Dein Baby meldet sich mit Sicherheit, wenn es Nahrung benötigt.

Lass Dich nicht von Zahlen oder dem Vergleich mit dem Still-Rhythmus Deiner Zimmernachbarin verunsichern – jedes Baby hat seinen eigenen Rhythmus. Solange Dein Baby in den wachen Phasen gesund und munter ist und stetig zunimmt, ist alles völlig in Ordnung.

Durchschnittswerte für die Trinkmenge beim Baby und warum Tabellen gefährlich sind

Trinkmenge für die ersten Tage nach der Geburt

In den ersten Tagen produziert die Brust nur die Vormilch (Kolostrum) und der Magen von Neugeborenen ist noch sehr klein. Daher trinkt es nur zwischen 2 und 20 ml pro Mahlzeit.

Aber keine Sorge, diese winzigen Mengen reichen aus, denn die Vormilch ist wahnsinnig kalorien- und nährstoffhaltig.

Danach steigt der Bedarf täglich, durchschnittlich um 10 Milliliter pro Mahlzeit.

Trinkmenge für Säuglinge ab Tag 10

Ab dem zehnten Lebenstag gibt es eine Faustformel: Das Baby trinkt in etwa 1/6 vom Körpergewicht (in Gramm) pro Tag. Das heißt, wenn Dein Baby zum Beispiel 3500 g wiegt, sollte es etwa 580 ml / Tag trinken.

Von einer Darstellung in Tabellenform, wie es viele Seiten bieten, würde ich gerne absehen. Ich erkläre Dir auch, warum mir das wichtig ist.

Man braucht keine Tabelle für die optimale Trinkmenge für Babys

Ganz ehrlich, Du brauchst keine Tabelle. Das kann sogar kontraproduktiv sein, wenn Dein Baby zum Beispiel einfach mehr oder weniger braucht, als das, was in der Tabelle für „normale“ Trinkmengen bei Babys steht. In einer normalen Stillsituation weißt Du natürlich nicht, wie viel Dein Baby getrunken hat und das ist auch gut so.

Jedes Baby ist individuell in seinen Bedürfnissen und auch in seinem Stoffwechsel.

Eine Vergleichbarkeit würde viele Eltern dazu bringen, die Menge nach oben oder unten korrigieren zu wollen oder sich Sorgen zu machen, wenn die Trinkmenge beim Baby stark abweicht. Ein regelmäßiges Wiegen mit einer Babywaage vor und nach dem Stillen wird daher schon länger nicht mehr empfohlen.

Kontrolle der Trinkmenge durch Stillproben

Wenn Du allerdings begründeten Verdacht hast, dass Dein Baby zu wenig Milch bekommt, kannst Du eine sogenannte Stillprobe machen. Dazu wiegst Du das Kind vor und nach dem Stillen. Die Differenz ist die getrunkene Menge in Milliliter. Das funktioniert, weil ein Gramm Milch in etwa einem Milliliter entspricht.

Weil allerdings nicht zu jeder Mahlzeit dieselbe Menge aufgenommen wird, solltest Du solche Stillproben mindestens über 24 Stunden, besser über einige Tage hin durchführen und die Trinkmengen protokollieren.

Was, wenn mein Baby plötzlich nicht mehr satt wird?

Bei Stillkindern

Vor allem Anfangs haben viele Eltern fast Panik, dass ihr Baby nicht satt wird. Aber auch später gibt es Phasen, in denen die Kleinen anscheinend einfach nicht genug bekommen.

Diese Sorge ist aber in den allermeisten Fällen unbegründet. Vorausgesetzt, Deine Brust produziert Milch, wird sich die Milchmenge dem Bedarf des Babys anpassen.

Wenn es plötzlich häufiger nach der Brust verlangt, heißt das nicht, dass nicht genug Milch kommt – es bedeutet lediglich, dass der Bedarf gestiegen ist, sich die Menge aber noch nicht angepasst hat.

Leg Dein Baby einfach häufiger an und warte ein paar Tage ab, bevor Du überhaupt anfängst, über die Ursachen zu rätseln – denn meist legt sich das nach 48 Stunden wieder. So lange braucht es, bis sich die Milchmenge angepasst hat.

Auf keinen Fall solltest Du in dieser Zeit zufüttern, denn das würde in vielen Fällen den Prozess des Abstillens einleiten. Zunächst einmal solltest Du Dir eine Stillberatung suchen.

Bei Flaschenkindern

Dasselbe gilt auch für Flaschenkinder. Wenn Dein Baby mehr Hunger hat, gib ihm einfach mehr Milch. Es gibt keinen Grund, von Pre-Milch auf Folgemilch umzusteigen, gib ihm einfach mehr Anfangsmilch. Denn die Pre-Nahrung entspricht in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch am meisten.

Folgemilch enthält lediglich mehr Kohlenhydrate in Form von Stärke und sättigt dadurch länger. Diese Kohlenhydrate bieten aber keinen ernährungsphysiologischen Mehrwert. Wenn Dein Baby 5-6 Monate alt ist, ist es vielleicht auch bereit für die erste Beikost.

Achtung, Schub! Während sogenannter Wachstums- oder Entwicklungsschübe verändert sich das Trinkverhalten der meisten Babys. Das passiert das erste Mal nach fünf Wochen. Viele Babys gehen dann zum sogenannten Cluster-Feeding über, das heißt, sie wollen einige Tage wahnsinnig häufig, dafür aber nur kurz stillen. Das dient der Ankurbelung der Milchproduktion, denn davon benötigen Babys während eines Wachstumsschubes mehr. Wenn Du also auf Dein Baby hörst und es nach Bedarf stillst, kann auch da nichts schief gehen.

Lesetipp: Babyflaschen richtig reinigen und sterilisieren: 6 besten Methoden

Babyspeck: Wird mein Baby zu dick?

Wenn Du zu den glücklichen Eltern gehörst, deren Baby mehr als genug trinkt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Vor allem bei Muttermilch gibt es kein „zu viel“.

Doch auch Flaschenkinder trinken, wenn sie nach Bedarf und nur (!) mit Pre-Milch gefüttert werden, nur so viel, wie sie brauchen.

Dass Babys nach einigen Wochen anfangen, Speck anzusetzen, ist völlig normal und gesund. Spätestens mit dem erhöhten Bewegungsdrang und den Wachstumsschüben als Kleinkind verlieren sich die Pausbäckchen und zusätzlichen Kilos wieder.

Über ein späteres mögliches Übergewicht entscheiden ganz andere Faktoren wie gesunde Ernährung und Bewegung.

Kein Wasser für Babys! Leider wird immer noch manchmal empfohlen, Babys im Sommer zusätzlich Wasser oder Tees aus dem Fläschchen anzubieten. Das ist nicht nur unnötig, sondern kann im Extremfall auch lebensgefährlich werden. Man spricht dann von einer „Wasservergiftung„. Vor allem, wenn hungrige Babys statt Milch nur Flüssigkeit bekommen, trinken sie unter Umständen große Mengen davon – zu viel für die nicht ausgereiften Nieren. Babys sollten bis zur Beikosteinführung nur Muttermilch oder Pre-Milch erhalten, auch wenn ein Schluck Wasser sie natürlich nicht gleich umbringt.

Bei Folgemilch solltest Du darauf achten, dass die Höchstdosierung auf der Packung nicht überschritten wird.

Wann muss ich zum Arzt?

Nicht, wenn das Baby von den empfohlenen Milchmengen abweicht, sondern nur, wenn sein körperlicher Zustand bzw. sein Verhalten Anlass zur Sorge geben.

Wenn Dein Baby also über längere Zeit auch in den Wachphasen ungewohnt schläfrig und lethargisch wirkt, seine Haut fahl und stumpf wirkt, es viel weint oder gar nicht mehr an Gewicht zunimmt, muss das dringend untersucht werden.

Auch wenn Du überall liest, dass Du Dir keine Sorgen machen sollst – wenn Du Sorgen hast und dich nicht beruhigen kannst, hör auf Dein Gefühl und hol dir ärztlichen Rat! Lieber lass Dein Kind ein paar mal zu oft untersuchen, als zu wenig.

Nach kurzer Zeit wirst Du eine realistische Einschätzung darüber bekommen, ob es Deinem Baby gut geht oder nicht. genau so wirst Du ein gutes Gefühl dafür entwickeln, was in welcher Phase der Entwicklung für Dein Baby die optimale Trinkmenge ist.

Der Nachwuchs ist da und mit ihm auch etliche Fragen. Eine ist unter Garantie dabei – nämlich die Frage nach der Trinkmenge des Babys.

Wieviel muss ein Baby trinken? Gibt es Vorgaben, welches die korrekte Trinkmenge eines Säuglings ist? Oder soll man dem Baby so viel geben, bis es satt ist? Nun, eine Faustformel oder Vorgabe, was ein Baby trinken sollte, gibt es zwar, doch weicht die tatsächliche Menge von Fall zu Fall – also von Baby zu Baby – ab. Denn die Trinkmenge des Babys ist vom Alter und vom Gewicht abhängig und zudem kommt es darauf an, ob nur Muttermilch oder Säuglingsmilch oder eine Kombination von beiden, gefüttert wird.

Wieviel muss mein Baby trinken?

Die Trinkmenge des Babys ist abhängig von Gewicht und Alter des Babys und ob Beikost zugefüttert wird. Wobei natürlich in den ersten Wochen und Monaten die ausschließliche Nahrung eures Babys Muttermilch oder Säuglingsmilch sein wird.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen ungefähren Überblick, wieviel ein Baby trinken sollte.

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Alter des Babys Trinkmenge innerhalb eines Tages
Neugeborene 200 – 350 ml
2 – 3 Wochen 450 – 700 ml
4 – 8 Wochen 500 – 750 ml
9 – 12 Wochen 550 – 800 ml
4 – 5 Monate 750 – 910 ml
6 – 7 Monate 600 – 910 ml
8 – 9 Monate 550 – 910 ml
9 – 12 Monate 250 – 910 ml

Bekommen Babys noch keine Beikost, sondern rein nur Muttermilch oder Säuglingsmilch oder eben eine Kombination von beiden, ist die Trinkmenge im Vergleich zu älteren Babys größer. Die größeren, etwas älteren Kinder erhalten meist ab dem 5. oder 6. Monat ihre erste Beikost. Dadurch reduziert sich in der Regel die Menge an Säuglingsmilch stark, wobei die Trinkmenge von der Anzahl der Beikost-Mahlzeiten abhängt. Aus diesem Grund ist die Spanne bei der Trinkmenge von Babys zwischen dem 9. und 12. Monat so groß.

Als kleiner Anhaltspunkt: Bekommt euer Baby nur die Säuglingsnahrung, also noch keine Beikost, rechnet man pro Kilogramm Körpergewicht etwa 150 ml. Wiegt das Baby also 3 Kilogramm, wäre die ungefähre Milchmenge etwa 450 ml auf 24 Stunden verteilt. Bei 5 Kilogramm ist demnach die Trinkmenge etwa 750 ml pro Tag.

Zur ungefähren Ermittlung der Trinkmenge von Babys wird häufig diese Variante angewendet.

Wie erkennt ihr, dass euer Kind Hunger hat?

Natürlich stellt man sich garantiert in den ersten Tagen nach der Geburt die Frage, ob man überhaupt bemerkt, dass das Baby Hunger hat. Ja, ihr merkt das, auch wenn der Appetit von Baby zu Baby variiert – was sich eben in der Menge wiederspiegelt, wie viel Babys trinken. Ihr lernt und erkennt, wann euer Baby Hunger hat, ihr werdet die Bedürfnisse eures Babys innerhalb kürzester Zeit kennen. Weint euer Baby, heißt das keineswegs, dass es Hunger hat, also nicht direkt zur Flasche greifen oder stillen. Es könnte einfach nur etwas Aufmerksamkeit wollen. All das wird sich im Laufe der Zeit von selbst regeln, ebenso werdet ihr die typischen Anzeichen erkennen, wann Baby Hunger hat.

  • Euer Baby dreht den Kopf in Richtung Brust und sucht, öffnet den Mund
  • Euer Baby steckt sein Händchen in den Mund
  • Euer Baby gibt schmatzende Geräusche und Laute von sich

Trinkmenge des Babys ohne Beikost

Die Milch, ganz gleich ob Muttermilch oder Säuglingsmilch, deckt den Flüssigkeitsbedarf eines Babys. Somit sind zusätzliche Getränke nicht unbedingt notwendig. Hat euer Baby allerdings Durchfall, ist ausreichend Trinken sehr wichtig. Allerdings sollte ihr das mit dem Kinderarzt besprechen.

Brauchen Babys zusätzlich noch Tee oder Wasser?

Die Säuglingsnahrung oder Muttermilch reicht für den Flüssigkeitshaushalt eines Babys vollkommen aus. Selbst bei Hitze wird gesagt, dass Babys keine zusätzlichen Getränke bräuchten. Allerdings ist auch nicht verboten, dem Baby etwas Tee oder Wasser zu geben – ungesüßt versteht sich.

Babys – trinken ist wichtig

Stellt ihr euer Kind auf Breikost um, dann ist trinken wichtig. Bei reiner Breikost reicht die Flüssigkeit, die euer Kind geliefert bekommt, nicht aus. Deshalb sollten Babys, um ihren Flüssigkeitshaushalt zu decken, ausreichend trinken.

Getränke im ersten Lebensjahr

Wasser und ungesüßte Tees sind die erste Wahl

Leitungswasser und stilles Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, sind die bevorzugten Getränke im ersten Lebensjahr und auch noch danach.

Wenn Sie Ihrem Kind vor Beginn der Beikost etwas zu trinken geben möchten, dann empfiehlt es sich, spezielle Teebeutel für Säuglinge zu verwenden. Sie unterliegen besonderen gesetzlichen Auflagen für die Säuglingsernährung und sind nahezu schadstofffrei und ungesüßt.

Mit Beginn der Beikost können Sie Ihrem Kind – neben Leitungs- oder Mineralwasser – die gängigen Früchte- und Kräutertees zu trinken geben. Heilkräutertees, wie zum Beispiel Kamillentee, sollte Ihr Kind jedoch nur bei Krankheit bekommen. Auch Fenchel-, Pfefferminz- und Melissentee sollten nicht jeden Tag gegeben werden. Für die darin enthaltenen ätherischen Öle kann eine gesundheitsschädigende Wirkung bei Dauereinsatz nicht ausgeschlossen werden. Am besten wechseln Sie die Teesorten einfach ab.

Gießen Sie den Tee mit sprudelnd heißem Wasser auf und lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen. Ein Beutel Tee auf eine Tasse Wasser ist dabei ausreichend. Der Tee sollte anschließend auf Körpertemperatur abgekühlt werden.

Von Instanttees mit Zuckerzusatz ist abzuraten. Keinesfalls sollten sie zum Dauernuckeln angeboten werden. Vor allem das ständige Umspülen mit der Zuckerlösung kann schwere Karies verursachen – selbst wenn die Zähnchen noch gar nicht durchgebrochen sind.

Trinkmenge beim Baby: Wie viel und wie oft?

In diesem Artikel lesen sie:

  • Trinkmenge beim Baby
  • Menge und Häufigkeit
  • Flaschenernährte Babys
  • Ab wann zusätzlich trinken?
  • Zuviel Flüssigkeit schadet
  • Kuhmilch nur in kleinen Mengen

Trinkmenge beim Baby

Babys in den ersten Lebensmonaten erhalten ausschließlich Milch in Form von Muttermilch oder Flaschennahrung (Pre- oder 1-er-Nahrung). Sie trinken instinktiv soviel, wie sie benötigen. Das Füttern nach Belieben ist also empfehlenswert. Die Höhe der Trinkmenge ist dabei individuell und von Gewicht und Energiebedarf des Babys abhängig. Sehr schläfrige Babys sollten anfangs spätestens alle vier Stunden geweckt und dann gefüttert werden.

Beim Stillen kann die Trinkmenge nur geschätzt werden, während sie sich bei Pre-Nahrung aufgrund der Zubereitung natürlich genauer messen lässt. Ihr Baby meldet sich in aller Regel, wenn es hungrig ist. Mögliche Anzeichen dafür, dass Ihr Baby gefüttert werden möchte:

  • Es bewegt Zunge und Mund wie beim Saugen.
  • Es wird unruhig und macht den Eindruck, als „suche“ es.
  • Es wippt mit dem Kopf vor und zurück (wie beim Saugen).
  • Es schmatzt.
  • Es saugt vermehrt an Gegenständen oder seinen Fingern.
  • Es schaut unruhig mit den Augen herum.

Auch durch Schreien kann ein Baby auf seinen Hunger aufmerksam machen. Dann steht es allerdings bereits unter großem Stress. Achten Sie deshalb lieber auf die frühen Hungersignale Ihres Babys.

Ist Ihr Baby satt, merken Sie das daran, dass es zunächst langsamer und dann ganz aufhört zu trinken. Insgesamt macht es dann einen zufriedenen und entspannten Eindruck. Manche Babys schlafen auch beim Stillen an der Brust ein. Das ist ganz normal.

Trinkmenge und -häufigkeit sind beim Baby individuell

Wohl kaum eine Frage treibt frisch gebackene Eltern so sehr um wie die nach der optimalen Trinkmenge ihres Babys. Dabei lohnt es nicht, nach Schema F vorzugehen, denn jedes Kind hat seinen eigenen Trinkrhythmus. Lediglich zur Orientierung und zur Einschätzung des „normalen“ Rahmens können deshalb Tabellen dienen.

Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt in der ersten Lebenswoche einen Stillabstand von maximal vier Stunden. Wenn nötig, kann das Baby dafür auch sanft geweckt und dann die Brust angeboten werden.

Die Trinkhäufigkeit nimmt in den ersten Lebenstagen stark zu. Ab etwa dem dritten Lebenstag stillen Neugeborene durchschnittlich acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden.

  • 1. Lebenstag: etwa 4 Mahlzeiten (inklusive erster Mahlzeit)
  • 2. Lebenstag: 4 bis 6 Mahlzeiten
  • ab dem 3. Lebenstag: 8 bis 12 Mahlzeiten (alle 2 bis 3 Stunden).

Anfangs ist die Trinkmenge pro Mahlzeit nicht besonders hoch, denn Babys Magen ist noch sehr klein. Die Vormilch enthält aber genügend Nährstoffe und Kalorien. Die Trinkmenge steigert sich in der ersten Lebenswoche täglich.

Etwa vier Wochen nach der Geburt reduzieren sich die Stillmahlzeiten in der Regel auf etwa sechs bis acht Mahlzeiten täglich. Entscheidend ist hier nicht, wie viel ein Baby bei einer Mahlzeit trinkt, sondern welche Trinkmenge es über einen ganzen Tag (24 Stunden) zu sich nimmt. Babys, die häufiger stillen möchten, trinken pro Mahlzeit einfach etwas weniger.

Eine Faustregel zur Berechnung der Trinkmenge für Babys gilt etwa ab dem zehnten Lebenstag: Die Trinkmenge innerhalb von 24 Stunden entspricht etwa einem Sechstel von Babys Körpergewicht. Ein 4.200 Gramm schweres Baby sollte also etwa 700 ml Flüssigkeit pro Tag aufnehmen. Auch hier gilt: Hören Sie auf Ihr Gefühl. Manchmal hat ein Baby mehr Hunger, weil es vielleicht gerade einen Entwicklungsschub durchmacht oder viel erlebt, manchmal etwas weniger. Vertrauen Sie also auch auf Ihr Gefühl. Wenn Ihr Baby wohlauf ist, eine rosige Gesichtsfarbe hat und Sie keinen Grund zur Besorgnis haben, ist alles in Ordnung und Ihr Kind trinkt ausreichend.

Trinkmenge beim flaschenernährten Baby

Auch die Trinkmenge von mit Pre-Nahrung ernährten Babys richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Bitte beachten Sie dafür auch die Hinweise auf der Packung Ihrer Säuglingsnahrung. In den ersten Lebenstagen trinkt ein Baby noch wenig, die Trinkmenge steigert sich aber recht schnell: Von etwa zehn bis 30 Milliliter pro Mahlzeit am ersten Tag bis zu 60 Milliliter pro Mahlzeit am vierten Lebenstag.

Ab dem zehnten Lebenstag bis zum Ende des dritten Lebensmonats steigert sich die Trinkmenge weiter bis zu etwa einem Sechstel von Babys Körpergewicht, verteilt auf fünf bis acht Mahlzeiten. Im Anschluss reduziert sich die tägliche Trinkmenge wieder etwas auf etwa ein Siebtel des Körpergewichts. Auch hier gilt: Trinkt Ihr Baby mehr oder weniger als diese Durchschnittsmengen, ist das kein Grund zur Sorge, sofern es gesund ist und sich auch sichtlich wohlfühlt. Größere Abweichungen über einen längeren Zeitraum sollten Sie zur Sicherheit abklären lassen. Trinkt Ihr Baby dauerhaft sehr viel, kann es sein, dass es nicht richtig satt wird. Sprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Hebamme oder Kinderärztin an. Möglicherweise empfiehlt sich dann der Umstieg auf die stärkehaltigere 1-er-Nahrung.

Mit der Flasche füttern: 5 Tipps für eine emotionale Bindung

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Ab wann müssen Babys zusätzlich trinken?

Der Flüssigkeitsbedarf von Neugeborenen wird über Muttermilch oder Säuglingsersatznahrung in den ersten Lebensmonaten komplett gedeckt. Das heißt: Eine zusätzliche Flüssigkeitsgabe ist bei gesunden Babys nicht erforderlich. Wird mit der Einführung von Beikost begonnen, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Erster und zweiter Brei: Werden ein oder zwei Milchmahlzeiten durch Brei aus dem empfohlenen Beikostplan ersetzt, muss keine weitere Flüssigkeit zugeführt werden.
  • Dritter Brei: Mit der Einführung des dritten Breis deckt ein zusätzliches Getränk in Form von Wasser den Flüssigkeitsbedarf. Bei drei Breien am Tag und zwei verbleibenden Milchmahlzeiten genügen im Alter zwischen vier und zwölf Monaten zusätzlich 200 Milliliter am Tag, wenn durch die anderen Mahlzeiten 800 bis 900 Milliliter Flüssigkeit zugeführt wird.
  • Familienkost: Nimmt das Kind komplett an der Familienkost teil, beträgt die tägliche Trinkmenge 600 bis 700 Milliliter. Zu jeder Mahlzeit wird ein Glas Wasser getrunken, außerdem regelmäßig zwischendurch. Der Flüssigkeitsbedarf steigt auch, weil der Wasseranteil der festen Nahrung geringer ist als der des Babybreis.

Selbst wenn sie nur mit Wasser gefüllt ist – das dauerhafte Nuckeln an der Babyflasche kann den Zähnen schaden. Auch zum Einschlafen und Beruhigen wird es daher nicht empfohlen. Besser: Möglichst früh lernen, aus einem Becher, einer Tasse oder einem Glas zu trinken. Das kann durchaus bereits geübt werden, wenn Sie den ersten Brei einführen. Jetzt geht es noch nicht um die Flüssigkeitsaufnahme, sondern rein um das Training mit der Tassenumgang. Dazu dem Kind den Becher im Sitzen reichen und ihn bis zum Rand befüllen, damit das Wasser die Oberlippe beim Ansetzen benetzt.

Besonderheiten für Säuglinge:

  • Verwenden Sie Trinkwasser direkt aus der Leitung. Lassen Sie das Wasser erst kurz laufen, bis es kalt ist, bevor Sie den Becher damit befüllen. Auf diese Weise verwenden Sie das frische Fließwasser und kein Standwasser.
  • Im Ausland muss Leitungswasser gegebenenfalls abgekocht werden.
  • Nehmen Sie kein Wasser aus Bleileitungen.
  • Trinkwasser aus Hausbrunnen nur verwenden, wenn die Wasserqualität geprüft wurde.
  • Wer sichergehen möchte, dass im Wasser keine verunreinigten Rückstände aus dem Wasserhahn enthalten sind, kann das Wasser in den ersten Lebenswochen oder -monaten zur Zubereitung von Säuglingsnahrung abkochen und dann auf 30 bis 40 Grad abkühlen lassen.
  • Alternativ zum Leitungswasser stilles Mineralwasser verwenden, das laut Kennzeichnung für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist.

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Zu viel Flüssigkeit in den ersten Lebensmonaten schadet Babys

In den ersten sechs Monaten arbeiten die Nieren von Kindern noch nicht wie die von Erwachsenen, sodass sie zu große Mengen Wasser noch nicht verarbeiten und ausscheiden können. Dadurch kann Wasser in die Körperzellen gelangen, was besonders gefährlich ist, denn auch die Gehirnzellen können Wasser aufnehmen. Dies kann sogar lebensgefährlich sein oder es bleiben Schäden, deshalb keinesfalls die Muttermilch oder Milchflasche mit Wasser strecken.

Erst im Alter von ungefähr einem Jahr sind die Nieren des Babys vollständig ausgebildet. Durch das mit der Beikost aufgenommene Natrium (Salz) können sie zudem Wasser besser verarbeiten.

Ihr Baby hat seinen eigenen Trinkrhythmus und wird diesen bei höheren Temperaturen automatisch anpassen, also mehr trinken wollen, wenn sein Flüssigkeitsbedarf steigt. Wenn Sie gerade bei hohen Temperaturen unsicher sind, können Sie auch einfach öfter die Brust oder Flasche anbieten.

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Kuhmilch nur in kleinen Mengen

Kuhmilch oder andere Tiermilch (zum Beispiel Ziegenmilch) ist für Säuglinge in den ersten sechs Lebensmonaten grundsätzlich nicht geeignet. Der Eiweißgehalt von Tiermilch ist im Vergleich zu Muttermilch oder Pre-Nahrung sehr hoch und kann Babys noch nicht voll arbeitende Nieren belasten. Zudem besteht bei zu früher Gabe von Kuhmilch ein erhöhtes Allergierisiko.

Mit Einführung des Milchbreis dürfen maximal 200 ml Tiermilch täglich zum Anrühren des Breis gefüttert werden. Zum Trinken eignet sich Tiermilch erst frühestens ab Ende des ersten Lebensjahres. Verwenden Sie grundsätzlich pasteurisierte Frischmilch oder H-Milch. Roh- oder Vorzugsmilch muss aufgrund einer potentiellen bakteriellen Belastung vorher abgekocht werden.

Vegane Milchalternativen sind ebenfalls für Babys geeignet, sofern sie frei von Zucker, Salz und anderen Zusatzstoffen sind. Behandeln Sie Pflanzenmilch genau wie Tiermilch und geben Sie sie anfangs nur in den Brei. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby genügend Calcium und Eiweiß erhält. Sojamilch ist aufgrund der enthaltenen Phytoöstrogene nicht für Babys und kleine Kinder geeignet.

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Die richtige Trinkmenge: So wissen Sie, ob Ihr Baby genug trinkt

Wie merken Sie, ob Ihr Baby genug Milch bekommt oder genug trinkt? Auch wenn sich die optimale Trinkmenge für Säuglinge nicht genau beziffern lässt, gibt es einige Anhaltspunkte, die zeigen, ob Babys bekommen, was sie brauchen. Wir verraten, worauf Sie achten müssen.

Eltern machen sich oft Sorgen um die Trinkgewohnheiten des Kindes. Aber keine Angst: Das Baby trinkt meist nur, was es braucht. Bild: GettyImages, ArtMarie

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Von Sigrid Schulze

Eben noch wurde das Baby gestillt – nun schreit es schon wieder. „Bekommt es an der Brust zu wenig Milch?“ fragen sich die Eltern beunruhigt. Auch andere Mütter und Väter machen sich Sorgen: „Trinkt das Kind zu viel – kann es zu dick werden?“ überlegen sie irritiert, wenn ihr Säugling gerade einen ganzen Schoppen ausgetrunken hat – und nun noch mehr will. Sie alle wollen wissen, welche Trinkmenge für das Baby angemessen ist.

Beziffern lässt sich der Bedarf an Milch, den Säuglinge haben, nicht. Zu unterschiedlich sind die Babys – und zu sehr variiert ihr Appetit von Tag zu Tag. Zum Glück kennen Säuglinge selbst die richtige Trinkmenge. Mütter können sich von ihren Kindern leiten lassen – sie spüren, wie oft und wie viel Milch sie brauchen.

„Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: Je häufiger die Mutter anlegt, umso mehr Milch wird gebildet“, erklärt die La Leche League Schweiz. Und das bedeutet: Das Baby sollte von Anfang an dann Milch bekommen, wenn es danach verlangt. Im Lauf der Wochen findet es seinen Rhythmus. Die Abstände werden immer länger, bis vier, fünf oder sechs Stunden zwischen den Milchmahlzeiten liegen.

Stillen: die richtige Trinkmenge

Eltern, die sich sorgen, ihr Baby könne zu wenig Milch bekommen, können beruhigt sein: „Sie haben ganz bestimmt genug Milch. Sollten Sie plötzlich den Eindruck haben, dass Ihnen an Milch fehlt, legen Sie Ihr Kind häufiger an, aber immer nach seinem Bedarf“, erklärt Muriel Jaquet, Autorin der Broschüre „Mutter und Kind. Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit und im 1. Lebensjahr“, herausgegeben von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.

Je häufiger eine Mutter stillt, desto mehr regt sie die Milchproduktion an. Sobald sie wieder genug Milch für das Baby hat, normalisiert sich der Stillrhythmus. Doch Vorsicht: nicht jedes Schreien heisst Hunger! Muriel Jaquet sagt: „Manchmal braucht der Säugling statt Milch ganz einfach Schlaf oder Trost.“

Wenn das Baby ersten Babyspeck ansetzt, fragen sich manche Eltern, ob ihr Säugling zu dick werden könnte. „Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Ihr Säugling zu viel Milch trinkt. Er wird nur die Menge trinken, die er braucht“, beruhigt Muriel Jaquet.

Säuglingsnahrung: die richtige Trinkmenge für das Baby

Auch für Eltern, die ihr Kind mit Muttermilchersatzpräparaten füttern, gilt: Sinnvoll ist es, den Bedürfnissen des Säuglings zu vertrauen. Wird die Trinkmenge seinem Appetit angepasst, bekommt er genau das, was er braucht. Diese einfache Regel gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass er Pre-Nahrung bekommt.

Pre-Nahrung ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch am besten angepasst. „Wie die Muttermilch enthält sie als Kohlenhydrat ausschliesslich Milchzucker“, erklären Elke Mattern und Angela Schweer in ihrem Ratgeber „Schwangerschaft, Geburt & Stillzeit“ (Humboldt). „Diese Säuglingsanfangsnahrung deckt den Nährstoffbedarf Ihres Kindes im ersten Lebenshalbjahr.“ Die Pre-Nahrung muss nicht nach einer bestimmten Zeit durch eine andere Milchnahrung ersetzt werden. Stattdessen lässt sie sich im zweiten Lebenshalbjahr mit Beikost ergänzen.

Wer dennoch auf die Folgemilch mit der Nummer 1 umsteigt, muss dagegen aufpassen, das Kind nicht zu überfüttern. Deshalb sollte hier die auf der Packung angegebene Tagestrinkmenge nicht überschritten werden. „Die 1-Nahrung unterscheidet sich in ihrer Zusammensetzung mehr von der Muttermilch als die Pre-Nahrung. Sie ist nur zum Teil der Muttermilch angepasst. Oft enthält sie zusätzlich zum Milchzucker weitere Kohlenhydrate wie zum Beispiel Stärke, was leicht zu einer Überfütterung des Kindes führen kann“, so Elke Mattern und Angela Schweer. Völlig überflüssig: Folgemilchnahrung mit der Bezeichnung 2, 3 und 4. Der hohe Anteil an Eiweiss, Stärke und Mineralstoffen ist belastend für den Stoffwechsel des Säuglings.

Genügend Milch fürs Baby

Das Baby gedeiht gut (bekommt genügend Milch), wenn:

  • es mindestens innerhalb von 24 Stunden fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat. Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, die nichts ausser Muttermilch (kein Wasser, keinen Tee, Saft usw.) erhalten.

  • es in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen hat (später werden seltenere Darmentleerungen normal).

  • seine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme mindestens 110 Gramm pro Woche, ausgehend vom niedrigsten Gewicht, beträgt. (Mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme.)

  • seine Haut eine gute Farbe und eine gute Spannung aufweist.

  • es in die Länge wächst und sein Kopfumfang zunimmt.

  • es in den Wachphasen aufmerksam und lebhaft ist.

Quelle: La Leche League Schweiz

Gleichgültig, ob es sich um Pre-Nahrung oder Folgemilch der Stufe 1 handelt: Bei der Zubereitung der Milchersatzprodukte ist es wichtig, dass das Mengenverhältnis von Milch und Wasser, das auf der Verpackung angegeben ist, genau eingehalten wird. Daher sollten Eltern nur den vorgesehenen Messlöffel verwenden und überschüssiges Pulver mit einem Messer abstreifen. Dem Wasser grössere Mengen Milchpulver als angegeben beizumischen, sei problematisch, so Muriel Jaquat: „Zu energiereiche Schoppen können zu einer Überernährung führen, die sich negativ auf die Gesundheit des Kindes auswirkt.“

Wer dennoch wissen will, wie viel Milch Babys durchschnittlich brauchen, schaut auf die Verpackung des gewählten Produkts. „Doch bedenken Sie, dass es sich nur um Durchschnittswerte handelt“, so Muriel Jaquat. „Der Appetit des Säuglings kann sich von einem Tag zum anderen oder von einer Mahlzeit zur anderen verändern.“ Bleiben Zweifel, hilft ein Gespräch mit dem Kinderarzt. Ist der Kinderarzt mit der Gewichtszunahme zufrieden, können Eltern sicher sein, dass der Säugling die richtige Trinkmenge erhält.

Weiterführende Links zum Thema Stillen und Trinkmenge beim Baby

  • Mutter und Kind. Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit und im 1. Lebensjahr. Herausgeber: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. 4. Vollständig überarbeitete Auflage 2011: www.sge-ssn.ch

  • La Leche League Schweiz: www.stillberatung.ch

  • Schweizerischer Hebammenverband: www.hebamme.ch

Wie viel Milch ist genug?

Woher weiß ich, dass mein Baby genug Milch bekommt?

In den ersten paar Wochen stellen sich viele Mütter diese Frage. Vor allem, wenn das Baby häufig gestillt werden will oder nach dem Stillen unruhig wirkt. Sobald der erste, größtenteils verdöste Tag vorbei ist, scheint Ihr Baby immer hungrig zu sein. Vermutlich ist es das auch, denn Muttermilch ist, wie auch die Flaschennahrung für Säuglinge, innerhalb weniger Stunden komplett verdaut.
Die meisten Neugeborenen möchten nach dem dritten oder vierten Tag acht bis 15 Mal pro Tag gefüttert werden. Stillen Sie Ihr Baby, so oft es danach verlangt. Still-Gewohnheiten und -Regeln machen in diesem Alter keinen Sinn.
Es wird Ihnen nicht helfen, das Baby zu wiegen, um festzustellen, ob es genug Milch bekommt: Die meisten Neugeborenen verlieren nämlich in den ersten drei bis vier Tagen bis zu zehn Prozent Ihres Körpergewichts und nehmen erst danach wieder zu. Nach 14 Tagen sollten sie ihr Geburtsgewicht wieder erreicht haben.
Trotzdem gibt es natürlich Hinweise darauf, ob Ihr Kind sich satt trinkt. Wenn alles in Ordnung ist, dann sollte Folgendes gegeben sein:

  • Ihr Neugeborenes trinkt in den ersten zwei bis drei Wochen mindestens alle zwei bis drei Stunden oder achtmal in 24 Stunden.
  • Ihr Baby hat eine gesunde Farbe und eine feste Haut, sie springt sofort wieder in Form, wenn man ein Stück Haut vorsichtig versucht zusammenzudrücken. (Bei einem dehydrierten Baby bleibt die Haut für einen Moment stehen.)
  • Ihr Kind lässt regelmäßig Urin ab. Es sollten mindestens sechs nasse Windeln innerhalb von 24 Stunden sein. (Das lässt sich bei Stoffwindeln einfacher feststellen als bei Wegwerfwindeln.) Um zu merken, ob eine Wegwerfwindel nass ist, ziehen Sie diese aus, und halten Sie sie mit einer Hand hoch. In die andere Hand nehmen Sie eine frische Windel. Die schmutzige Windel muss deutlich schwerer als die saubere sein. Alternativ können Sie immer ein Blatt Toilettenpapier in die Windel legen, wenn Sie frisch wickeln – dadurch lässt sich die Feuchtigkeit besser nachweisen. Wenn Sie eine Waage im Haus haben, können Sie die Windel auch wiegen.
  • Außerdem sieht man das Baby schlucken, indem es weite ausholende Bewegungen aus dem Kiefer herausmacht.Auch die Schluckgeräusche können Sie wahrnehmen, wenn Sie schon etwas geübt sind.
  • Der Stuhl ist anfangs noch tief grün bis schwarz und sehr klebrig; das nennt man das „Kindspech“ (Mekonium). Das ist noch der Stuhl aus dem Fruchtwasser. Später geht er in ein bräunlich bis ockerfarben/senfgelb/curryfarben mit kleinen Körnern (wie bei Hüttenkäse) über. Er kann aber auch grünlich oder rötlich sein, je nachdem, was Sie vorher gegessen haben.

Was sind Warnsignale, dass mein Baby nicht genug Milch bekommt?

Dehydrierung bei Neugeborenen ist selten, aber sie sollten die Anzeichen erkennen können, um notfalls den Arzt zu rufen. Signale, dass Ihr Baby nicht ausreichend Milch trinkt, können sein:

  • Ihr Baby hört nach zehn Minuten oder noch früher auf zu trinken. Das ist allerdings bei größeren, geübten Kindern normal, sie können schneller satt werden.
  • Sie hören nicht, wie es schluckt.
  • Ihr Baby ist entweder ständig unruhig oder teilnahmslos.
  • Es hat eingefallene Wangen und eine faltige Haut; die Haut sieht aus, als sei sie dem Kind zu groß.
  • Es nässt innerhalb von 24 Stunden weniger als sechs Windeln – und das über mehrere Tage hinweg.
  • Ihre Brüste fühlen sich nach dem Stillen nicht geleert an.
  • Nach einer Woche ist die Haut Ihres Säuglings noch immer faltig und schrumplig.

Wenn Sie sich wegen eines dieser Anzeichen Sorgen machen, dann fragen Sie Ihre Hebamme oder den/die Arzt/Ärztin. Sorgen Sie dafür, dass regelmäßig eine Hebamme zu Ihnen nach Hause kommt, die mit Ihnen zusammen Ihr Kind beurteilen und bei Bedarf auch wiegen kann.
Eines der schwierigsten Dinge zu Beginn des Stillens ist es, sich selbst davon zu überzeugen, dass man dem Baby genug Milch gibt. Das tun Sie zweifelsohne, aber Sie sollten trotzdem nicht zögern, sich bei der Hebamme oder einer Stillberaterin rückzuversichern. Sie werden sehen: Eine oder alle beide können Ihnen noch so manchen wertvollen Tipp geben.
Video: Wie kriege ich das mit dem Stillen hin?Lernen Sie mit Nancy in unserem Video wie Sie beim Stillen Probleme von Anfang vermeiden können und das Stillen ein Genuss für Sie und Ihr Baby wird.
Zum Video: Richtig Stillen lernen
Zuletzt überarbeitet: April 2019

Wie viel Milch braucht mein Baby?

Wenn Sie Fertigmilch verwenden und Ihrem Kind dann den Schoppen geben, wenn es Hunger hat, besteht kaum Gefahr, dass es zu wenig Milch erhält. Prüfen Sie aber dennoch hin und wieder den Zustand des Saugers. Ist das Loch zu klein, kann es vorkommen, dass das Kind zwar stark saugt, aber zu wenig Milch das Loch passieren kann.

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Wieviel Milch ist zuviel?

Grösser ist schon die Gefahr, dass Schoppenkinder überfüttert werden. Zwingen Sie Ihr Kind nie zu trinken, wenn es nicht will. Achten Sie auch darauf, dass das Loch im Nuggi nicht zu gross ist oder wird, damit die Milch nicht in den Mund des Kindes läuft, ohne dass es wirklich saugt. Das Loch ist nicht zu gross, wenn aus der umgedrehten Flasche die Milch nur heraustropft.

Orientieren Sie sich an den auf der Packung angegebenen Mengen von Milchpulver und Wasser, die ein Kind in dem jeweiligen Alter im Durchschnitt zu sich nehmen sollte. Das ist in der Regel ein Sechstel des eigenen Körpergewichts pro Tag. Eine Mahlzeit sollte nicht mehr als 230 ml betragen, um die Aufnahmekapazität des Magens nicht zu überschreiten.

Richtwerte für die tägliche Energie- und Flüssigkeitszufuhr:

Alter Flüssigkeitszufuhr Energiezufuhr
0-4 Monate ca. 800 ml ca. 500 kcal
4-12 Monate ca. 1000 ml ca. 700 kcal

Gesamttrinkmenge täglich:

Körpergewicht Flüssigkeitszufuhr
3000 g ca. 500 – 700 ml
4000 g ca. 600 – 800 ml
5000 g ca. 700 – 900 ml
6000 g ca. 800 – 1000 ml

Für Kinder von 5 Monaten wird eine optimale Flüssigkeitszufuhr von 900 – 1000 ml empfohlen, davon 400 – 500 ml über Getränke (Milch, Tee, Wasser) und 500 ml über in fester Nahrung (Brei, Obst) enthaltene Flüssigkeit.

Wann braucht ein Baby mehr Flüssigkeit?

Aber nicht jedes Baby trinkt gleichviel. Wenn Ihr Baby, nachdem es eine Flasche geleert hat, immer noch Hunger zu haben scheint, bereiten Sie einen weiteren Schoppen von 20 ml vor und bieten Sie ihn an. Ist Ihr Baby gewichtsmässig im obersten Normbereich, können Sie auch etwas mehr Wasser bei der Schoppenzubereitung verwenden. Die Nahrung behält dann den gleichen Energie- und Nährstoffgehalt, die Trinkmenge insgesamt wird aber grösser und dadurch die Sättigung etwas verlängert.

An heissen Tagen oder wenn Ihr Baby Fieber hat, braucht es mehr Flüssigkeit, dies z.B. in Form von abgekochtem Wasser oder ungesüsstem Tee.

Bedenken Sie auch, dass Hunger nicht der einzige Grund ist, warum ein Baby schreit. Man sollte nicht immer gleich die Schoppenflasche parat haben, sondern auch andere Bedürfnisse wie Sehnsucht nach Nähe oder Beschäftigung berücksichtigen.

Man soll ja nicht so früh mit Kuhmilch füttern. Kann man stattdessen Sojamilch nehmen?

Dürfen verschiedene Milchpulver vermischt werden, um einen Schoppen zuzubereiten? Ich habe noch Anfangsmilch und soll jetzt auf HA-Milch umstellen.

Grosse Flasche, dickes Kind | 04.09.2016

Immer mehr Kinder sind bereits im Alter von zwei Jahren zu dick. Eine Studie an vier Kinderkliniken in den USA hat eine logische Ursache gefunden. Im Alter von zwei Monaten wurden 386 Mütter, die ihre Kinder nicht stillten, nach der Grösse der Babyflaschen gefragt und wie häufig sie ihre Säuglinge füttern. Etwa die Hälfte benutzte grössere Schoppenflaschen, die knapp 180 ml fassten. Vier Wochen später hatten die mit den grossen Flaschen gefütterten Säuglinge 5 bis 20 Prozent mehr an Gewicht zugelegt als die Säuglinge, die mit kleineren Flaschen gefüttert wurden und waren für ihr Alter und bezogen auf ihre Körpergrösse zu schwer. Mütter, die ihre Kinder nicht stillen, verlieren schnell das Gefühl für die notwendige Nährstoffmenge. Ein schreiendes Baby ist eben nicht immer ein hungriges Baby. Wenn es beim Füttern abwehrende Bewegungen macht oder den Kopf zur Seite dreht, ist es sicher satt.

Letzte Aktualisierung : 09-11-19, MR

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