Wiederbefüllbare nespresso kapsel

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Test: Wiederbefüllbare Nespresso-Kapseln

Nespresso-Kapseln liegen im Trend. Doch die Kaffeekapseln sind überteuert, verschwenden Rohstoffe und hinterlassen tonnenweise Müll. Besser gehts mit wiederbefüllbaren Systemen wie Mycoffeestar, Coffeeduck, Mister Barista. Utopia hat sie ausprobiert.

Kaum zu glauben: Deutsche sparen ja an allem möglichen, doch beim Kaffee sitzt das Geld scheinbar locker. Zwar nicht beim Bio-Fairtrade-Kaffee für preiswerte 20 €/kg (gehobener Bio & Fairtrade-Kaffee). Dafür aber beim Kapsel-Kaffee, der es auf unglaubliche 70 Euro pro Kilo Kaffee bringt. Es reicht offenbar, überteuerten Kaffee in bunte Wegwerf-Kapseln zu verpacken – schon ist jeder Preis möglich.

Nespresso-Kapseln sind Müll (Foto: Utopia/aw)

Alle Beteiligten wissen: das ist Wahnsinn. Pro Jahr entstehen auf diese Weise 8 Milliarden Kaffeekapseln aus 7800 Tonnen Aluminium (Schätzung), die sofort wieder weggeschmissen werden. Doch der Anteil der Kaffeekapseln im Gesamtröstkaffeemarkt wuchs 2015 zweistellig um 16 Prozent (PDF). Kein Konzern will sich das entgehen lassen – weshalb leider auch andere Kaffeeröster meinen, hier mitmüllen zu müssen.

Wiederverwendbare Nespresso-Kapseln

Schon ein Upgrade kann deine Nespresso-Maschine umweltfreundlicher machen. Das Geheimnis sind wiederverwendbare Nespresso-Kapseln wie Mycoffeestar, Mister Barista, Coffeeduck und andere, die wir unten detaillierter vorstellen.

Für eilige Leser die Bildergalerie zum Durchklicken:

Aber ist das überhaupt sinnvoll? Ja! „Mit Mehrweg-Kaffee-Kapseln spart man auf lange Sicht zum einen Geld“, bestätigt Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe, „Zum anderen verursacht man 14mal weniger Verpackungsabfall im Vergleich zu den Einweg-KK.“ Es ist also wirklich ganz einfach, sich Hunderte von Euro (!) zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Auf eigenes Risiko: Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass die meisten Hersteller die Garantie als verfallen betrachten, wenn die Maschine durch Fremdkapseln zu Schaden kommt.

Die alternativen Nespresso-Kapseln im Einzelnen:

1. Mycoffeestar: Schraub-Alternative zu Nespresso-Kapseln

Mycoffeestar (Foto: Utopia/aw)

Im Frühjahr 2012 brachte die Schweizer Firma Mycoffeestar erste wiederbefüllbare Nespresso-Kapseln auf den Markt. Nach eigenen Angaben sind sie verwendbar in allen Nespresso-Maschinen nach 2003.

Das Besondere an der wiederverwendbaren Kaffeekapsel von Mycoffeestar: Sie besteht vollständig aus Edelstahl und lässt sich mit einem Schraubgewinde öffnen, füllen und sicher wieder schließen. Prinzipiell ist die Mycoffeestar daher frei von Verschleißteilen. Nur bei einigen Maschinen (erkennbar an Rillen in der Maschine) ist ein Dichtungsring aus Silikon nötig (zwei werden mitgeliefert); wir brauchten ihn nicht.

Ein Faltblatt erläutert die Anwendung (auch im Web). Bei der Handhabung erweist sich das Schraubgewinde als etwas mühsam, vor allem im nassen Zustand, dafür aber als sehr sicher. Mycoffeestar empfiehlt ausdrücklich einen fein bis sehr fein gemahlenen Kaffee und liefert auch eine Kaffeeprobe mit. Den Geschmack finden wir dünner als bei echten Nespresso-Kapseln, aber in Ordnung.

Die wiederverwendbare Kaffee-Kapsel von Mycoffeestar ist unser Favorit, weil besonders robust und langlebig gebaut.
Ca. 40 Euro (Dichtungsringe 6,25€/10 Stück)
Zu haben im Shop von mycoffeestar.com oder bei Amazon**.

2. Mister Barista: preiswerter Doppel-Brüher

Mister Barista (Foto: Utopia/aw)

Mit Mister Barista bieten zwei Tüftler aus Österreich seit 2014 eine wiederbefüllbare Alternative zu Wegwerfkapseln. Die Packung selbst verspricht nicht ausdrücklich Kompatibilität, doch die Website nennt „alle Nespresso-Kaffeemaschinen ab 2003“ als passend.

Mister Barista besteht aus einer Edelstahlkapsel und einem Deckel aus Metall und Gummi. Mitgeliefert werden zwei: ein rot-brauner Deckel für Filterkaffee, ein schwarzer für Espresso. Er wird einfach auf die gefüllte Kapsel gelegt, diese muss dann fest zugedrückt werden, bevor man sie in die Maschine einsetzt. Mister Barista nennt die Deckel Verschleißteile und gibt im Kleingedruckten an, dass sie etwa ein bis zwei mal jährlich auszutauschen sind.

Zur Packung gehören ein Kaffeelöffel und eine Halterung. Die Plastikteile erscheinen überflüssig, der Löffel erweist sich aber als nützlich. Die Rückseite der Packung erläutert die Anwendung auch auf Deutsch, könnte aber klarer zeigen, wie genau der Deckel zum Schließen aufzulegen ist. Hat man den Bogen raus, gibt es keine Probleme, auch nicht in der Maschine. Auch bei Mister Barista fällt der Geschmack subjektiv etwas hinter dem Nespresso-Original zurück.

Die Kaffee-Kapsel von Mister Barista ist nicht so stabil wie die Mycoffeestar, aber ein Preistipp – und interessant wegen der Benutzbarkeit mit normalem Kaffee.
Ca. 15 Euro (Ersatzdeckel: ca. 10 Euro/2 Stück)
Zu haben im Shop von mister-barista.biz oder bei Amazon**.

3. Coffeeduck: wiederverwendbare Nespresso-Kapseln aus Plastik

Coffeeduck (Foto: Utopia/aw)

Die wiederverwendbare Coffeeduck aus den Niederlanden eignet sich laut Verpackung für Maschinen ab Oktober 2010. Wir fanden Coffeeduck im Handel unter den Namen „Xavax Nachfüllbare Kaffeekapseln“ und „Scanpart Coffeeduck“, beide enthalten identische Inhalte von „The Coffeeduck Company“, die übrigens auch wiederverwendbare Senseo-Pads anbietet.

Bei Coffeeduck erhält der Kunde gleich drei Kaffee-Kapseln pro Packung. Das ist nützlich, wenn man etwa drei Tassen hintereinander machen will. Die Coffeeducks sind zwar wiederverwendbar, bestehen aber aus Kunststoff. Das Verbrauchermagazin Ökotest fand darin 2013 PAK-Rückstände (Heft 10/2013), was vielleicht nicht jeder akzeptiert. Eine Coffeeduck-Kapsel dürfte zudem nicht ganz so lange halten wie etwa der Stahl der Mycoffeestar.

Eine Gebrauchsanleitung erklärt jeweils die Benutzung. Kapsel und Deckel sind bei Coffeeduck eine Einheit, die man einfach füllt und mit leichtem Druck schließt. Sonstige Teile gibt es nicht. Im Test fällt positiv auf, dass die Kapsel beim Herausnehmen nicht so heiß erscheint wie die Wettbewerber aus Metall. Der Geschmack erscheint uns hier als am kräftigsten.

Coffeeduck ist in der Handhabung unproblematisch, aber aus Plastik – die Alternativen aus Stahl gefallen uns besser.
Ca. 15 Euro/3 Stück.
Zu haben im Shop von coffeeduck.com oder bei Amazon**.

4. Sealpod: ein bisschen Etiketten-Schwindel

Sealpod (Foto: Utopia/aw)

Der Sealpod aus Taiwan kommt in einer umweltfreundlichen Pappschachtel und erweckt so einen positiven ersten Eindruck. Der verschwindet aber, sobald man das System genauer betrachtet. Sealpod besteht nämlich aus einer Edelstahl-Kapsel mit fest aufgebrachtem Dichtungsring aus Silikon sowie, und hier ist der Haken, einigen Blättern mit insgesamt 24 Metallfolien-Aufklebern (nicht im Bild).

Die Sealpod-Kapsel ist also wiederverwendbar, die Folien-Aufkleber sind es nicht. Sealpod ist in Wirklichkeit ein Wegwerfsystem. Immerhin eines, das deutlich weniger Abfälle produziert als die Nespresso-Kapseln.

Geld sparen kann man mit Sealpod natürlich trotzdem. Dennoch raten wir eher zu Mycoffeestar oder Mister Barista: Einerseits wegen des geringeren Wegwerf-Anteils als beim Sealpod, aber auch weil die Handhabung mit den Klebefolien sich im Test als recht fummelig erwies, sowohl beim Füllen als auch beim Entsorgen. Geschmacklich stellen wir keine Unterschiede zu den anderen Metallkapseln fest.

Sealpod ist eine nur „angegrünte“ Kapsel mit Wegwerf-Etiketten – wir raten eher zu Mycoffeestar, Mister Barista oder Coffeeduck.
Ca. 20 Euro (12 Euro/100 Folien).
sealpod.com

Capsul’in: außer Konkurrenz (weil zum Wegwerfen)

Capsul’in: Müll zum Selbermachen (Foto: Utopia/aw)

Einige Nutzer wollen mit wiederbefüllbaren Kapseln nicht die Umwelt schonen, sondern bloß Geld sparen. Gut mit den oben genannten Kapseln, schlecht mit Produkten wie „Capsul’in“: Diese Wegwerf-Kapseln bestehen aus Kunststoff und haben jeweils aufzuklebende Alufoliendeckel, die man selbst befüllen kann – mit Bio- oder Fairtrade-Kaffee, aber natürlich auch mit Billig-Kaffee.

Im Test stellt sich das Füllen mit den Klebedeckeln als ziemliche Fummelei heraus. Auch wirft man damit genauso viele Kapseln weg wie beim Original-Wegwerfsystem von Nespresso. Und Plastik ist hier keineswegs besser als Alu. Utopia rät ab.

Capsul’in sind befüllbar, aber nicht wiederverwendbar – diese Kaffee-Kapseln braucht keiner.
Ca. 12 Euro / 50 Stück.

Schmeckt der Kapsel-Kaffee überhaupt?

An dieser Stelle ein ehrliches Wort: Der echte Nespresso-Kapsel-Kaffee schmeckt ziemlich gut. Das liegt natürlich auch daran, dass Kaffee und Kapseln hier mit viel Erfahrung und maximaler Kontrolle aufeinander abgestimmt sind. Das im Handbetrieb nachzubauen ist nicht einfach.

Die Handhabung ist meist okay (Foto: Utopia/abr)

Im Test probierten wir mit den vier wiederbefüllbaren Kapseln einen einfachen, eher fein gemahlen, Bio-Fairtrade-Espresso von Basic. Die Kräftigkeit des Originals erreichte bei uns keine Kapsel auf Anhieb. Bei den Metallkapseln haben wir den Eindruck, dass diese Anfangs einen Teil der Wärme des Wassers aufbrauchen und erst dann guten Kaffee produzieren, weswegen uns der Kaffee aus den Coffeeduck-Kapseln tatsächlich etwas besser geschmeckt hat.

Es ist aber eine Frage der Erfahrung. Beim Test stellen wir fest, dass vor allem der Mahlgrad (möglichst fein), die Frische (möglichst frisch) und die Konsistenz des Kaffeepulvers (nicht zu feucht) darüber entscheiden, ob der Kaffee in Mycoffeestar, Coffeeduck, Mister Barista gelingt. Auch der Füllzustand der Kapsel ist wichtig: Ist sie nicht dicht genug befüllt, wird der Kaffee gerne mal zu dünn; ist sie zu vollgepresst, streikt vielleicht mal die Maschine. Als ideal haben wir auch den manuellen Modus empfunden, wo man selbst die Wasserzufuhr stoppt, sobald erkennbar wird, dass der Kaffee nun dünner wird.

Es kann eine Weile dauern, bis du die optimale Mischung aus Kaffeesorte und Mahlgrad für deine Kapsel in deiner Maschine herausgefunden und auch den Bogen bei der Befüllung raus hast. Es soll nicht verschwiegen werden, dass anfangs wahrscheinlich so manche Enttäuschung in die Tasse plätschert. Wer aber den Trick raus hat, kann sich über guten Kaffee freuen – und Tonnenweise Alu-Müll zu vermeiden ist die Mühe wert.

Es bleibt natürlich das Risiko, dass die Maschine Schaden nimmt und der Hersteller dann Gewährleistungsansprüche zurückweist, weil man nicht die Nespresso-Kapseln verwendet hat.

4 Gründe, jetzt auf wiederbefüllbare Nespresso-Kapseln umzusteigen

  1. Preiswerter als Original-Nespresso-Kapseln: Eine Kapsel enthält 6 Gramm Kaffee und kostet im Nespresso-Shop 35 bis 42 Cent. Ergo kommt das Gramm auf 5,83 bis 7 Cent, das Kilo also auf 60 bis 70 Euro. Bei wiederbefüllbaren Kaffee-Kapseln wie Mycoffeestar verwendest du genau jenen Kaffee, den du haben willst und bezahlen kannst.
  2. Weniger Müll als Nespresso: Jede Nespresso-Kapsel landet im Müll. Das wertvolle Aluminium wurde mit viel Aufwand und Umweltverschmutzung aus der Erde gewonnen. Es kann in Teilen recycelt werden, und auch das nur mit viel klimabelastender Energie. Pro Kapsel fallen 1 bis 2 Gramm Alu an: Verwendet man eine wiederverwendbare Kaffee-Kapsel wie die robuste Mycoffeestar 1000 Mal, spart jeder Nutzer bereits über 1 Kilo Alu ein, mehrere Millionen von Nespresso-Kunden also viele Tausende von Tonnen.
  3. Umweltfreundlicher als das Original: Umweltprobleme begleiten die konventionelle Kaffeeproduktion, etwa durch Pestizide oder Monokulturen. Der Kaffee in Nespresso-Kapseln ist größtenteils durch das „AAA Sustainable Quality Program“ zertifiziert. Noch nie gehört? Tja, weil Nespresso sich damit nur selbst zertifiziert. Bio ist das jedenfalls nicht. Liegt’s am Preis? Wohl kaum: Bio-Kaffee ist ja sogar preiswerter als Nespresso, mit Systemen wie Mister Barista oder Coffeeduck kannst du also fairen Bio-Kaffee verwenden – und dennoch sparen.
  4. Fairer als das Original: Im Jahr 2013 gaben Nespresso und Fair Trade Deutschland eine Zusammenarbeit bekannt. Demnach bezieht Nespresso einen kleinen Teil seiner Kaffeebohnen auch aus fairem Handel. Gut so, und weiter so! Aber: Für eine Fairtrade-Zertifizierung reicht es offenbar bis heute nicht. Schade, aber kein Problem: Bei einer wiederbefüllbaren Kapsel bestimmst du selbst, ob du Fairtrade- oder Gepa-zertifizierten Kaffee oder den Third-Wave-Kaffee deiner Wahl einfüllst.

Fazit: Lohnt der Umstieg?

Wiederbefüllen statt Wegwerfen – mach mit! (Foto: Utopia/aw)

Wiederverwendbare Kaffeekapseln wie Mister Barista, Coffeeduck oder Mycoffeestar kosten 15 bis 40 Euro, einige Konsumenten finden das teuer. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass Nespresso-Kapseln oft einzeln in Cent abgerechnet werden und mit Preisen um die „0,35 Euro“ günstig erscheinen.

Aber rechnen wir das doch mal durch. Ein Kilo Kaffee (Bio, Fairtrade) kostet 20 Euro. Die wiederverwendbare Mycoffeestar kostet 40 Euro. Zusammen also 60 Euro für ein Kilo Bio-Fairtrade-Kaffee mit der Kapsel-Maschine. Wie viel Kaffee in Kapsel bekäme man für diese 60 Euro? Bei einem niedrig angesetzten Kapsel-Preis von 35 Cent = 6 Gramm Kaffee pro Kapsel käme man ebenfalls auf etwa 1 Kilo Kaffee.

Ergo: Schon nach 1 Kilo hat sich selbst die teure Mycoffeestar-Kapsel amortisiert. Danach geht das Sparen erst richtig los: Der Wegwerf-Kunde kauft weiterhin Abzock-Kaffee für über 60 Euro pro Kilo (ohne Bio, ohne Fairtrade), wer hingegen wieder befüllt, zahlt nach dem ersten Kilo nur noch die normalen 5 Euro (billiger Kaffee) bis 20 Euro (Bio-Fairtrade-Kaffee) pro Kilo. Auf die Kapsel umgerechnet wären das 3 bis 12 Cent pro Kapsel statt 35, also etwa ein Drittel bis ein Zehntel des Nespresso-Preises.

Das heißt: Na klar lohnt sich das, für den Geldbeutel ebenso wie für die Umwelt!

Hier nochmal die Bildergalerie zum Durchklicken:

Und kompostierbare Kapseln? Wir werden uns diesem Thema noch zuwenden, aber nach einer ersten Recherche raten wir im Vergleich zu wiederverwendbaren Kapseln eher ab, denn diese Kapseln landen eher nicht auf dem Kompost, sondern meist ebenfalls im Hausmüll und werden mit ihm verbrannt. Selbst wenn sie im Kompost landen, sind sie dort noch lange nicht automatisch nützlich und können in der Praxis nicht automatisch kompostiert werden, auch wenn sie theoretisch kompostierbar sind. „Viele Kompostierer sortieren heute Verpackungen oder Produkte aus Biokunststoffen noch vor dem Eingang in die Rotte aus dem Bioabfall aus. Das aussortierte Plastik geht direkt in die Verbrennung.“, so Philip Sommer von der Deutschen Umwelthilfe. „Die vom Verbraucher gutgemeinte Entsorgung kompostierbarer Verpackungen in der Bioabfallsammlung ist nicht nur nutzlos, sondern kann wegen des hohen Sortieraufwands auch zu höheren Abfallgebühren führen.“

English version available: Review: Refillable Pod Coffee Maker Capsules

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Die besten Alternativen zu Nespresso-Kaffee
  • In English: Review – Refillable Pod Coffee Maker Capsules
  • Keine Ausreden mehr: hier findest du Fair-Trade-Kaffee
  • Warum überhaupt fairen Kaffee trinken?
  • Coffee-to-go: 5 Gründe gegen den Pappbecher
  • Liste: Der beste Bio-Kaffee und Fairtrade-Kaffee

Kaffeekapseln für Nespressomaschinen

Folgende wiederbefüllbare Kaffeekapseln für Nespressomaschinen haben wir einem Vergleich unterzogen:

  • Capsulone
  • Coffeeduck
  • EZA
  • King do way
  • Mister Barista
  • Mycoffeestar
  • SealPod

In der Testtabelle finden Sie Infos und Beurteilungen zu: Material, maximale Füllmenge in g, Handhabung, Sensorische Qualität, Dauer Brühvorgang, Temperatur Espresso, Dauerprüfung, u.a. – Lesen Sie auch unseren Ethik- und Umweltreport zu Kaffeekapseln 11/2015 .

Sehen Sie in unserem Video, wie wir die wiederbefüllbaren Kaffeekapseln getestet haben:

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.

Was ist das beliebteste Getränk in Österreich? Kaffee natürlich! Wie könnte es im Land der klassischen Kaffeehäuser auch anders sein. Knapp drei Tassen Kaffee trinkt jeder von uns pro Tag. Das entspricht in etwa 162 Litern im Jahr.

Kapselmaschinen boomen

Mit dem schwarzen, aromatischen Getränk lässt sich daher ein gutes Geschäft machen. Das gilt nicht nur für die gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen. Auch im Markt für Kaffeemaschinen steckt viel Geld. Auf der Siegerstraße sind hier seit einigen Jahren die Kapselmaschinen unterwegs – in fast 44 Prozent aller heimischen Haushalte findet sich bereits eine.

Der ungebrochene Trend zum sogenannten Einzelportionskaffee – erfunden von Nespresso – hat gute Gründe. Man muss bloß eine Kapsel in die Maschine geben, den Hebel umlegen und schon fließt der Kaffee in die Tasse. Doch diese Bequemlichkeit hat einen hohen Preis: Die meisten Kaffee­kapseln sind verhältnismäßig teuer, ihre Produktion verschwendet wertvolle Rohstoffe, und am Ende steht ein riesiger Müllberg.

Test: wiederverwendbare Kaffeekapseln

Wer das alles nicht will, muss trotzdem nicht auf seine Kapselmaschine verzichten. Der Ausweg heißt wiederbefüllbare bzw. wiederverwendbare Kaffeekapseln. Wir haben sieben davon getestet, und zwar solche, die in die meisten Maschinen von Marktführer Nespresso passen. Geprüft wurde nicht nur, wie gut sich die Kapseln handhaben lassen, sondern auch, welchen Kaffee sie liefern.

Mister Barista im Praxis-Test: Viel Müll und hohe Kosten: Lösen wiederbefüllbare Kapsel das Problem?

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Nespresso Kapseln selbst befüllen: Nachhaltig und günstig

1. Anleitung: Nespresso Kapseln selbst befüllen

Nespresso Kapseln selbst befüllen ist sehr einfach. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen.

Da nachfüllbare Kapseln in aller Regel nicht von Nespresso autorisiert sind, kann unter Umständen die Garantie des Gerätes erlöschen, wenn Sie Mehrwegkapseln verwenden. Informieren Sie sich daher im Vorfeld über die Garantiebestimmungen Ihrer Maschine.Die Anzahl der Einstechlöcher spielt eine Rolle dabei, ob eine Mehrwegkapsel in eine bestimmte Maschine passt.

Folgende Utensilien benötigen Sie, um Nespresso Kapseln selbst befüllen zu können:

  • Eine spezielle Mehrwegkapsel aus Edelstahl oder Kunststoff
  • Kaffeepulver, fein gemahlen und mit hohem Robusta-Anteil
  • Gegebenenfalls einen Löffel mit Kapselhalterung

So befüllen Sie Nespresso Kapseln selbst:

  1. Wenn ein Löffel mit Kapselhalterung vorhanden ist, setzen Sie die Kapsel in diese ein.
  2. Befüllen Sie die Kapsel vollständig mit Kaffeepulver, indem Sie entweder die Kapsel mithilfe des Löffels in das Pulver versenken oder einen kleinen (Espresso-)Löffel nutzen.
  3. Streichen Sie das Pulver an der Oberfläche glatt, drücken es jedoch nicht fest. Die Kapsel sollte nun vollständig und gleichmäßig mit Kaffee gefüllt sein.
  4. Verschließen Sie die Mehrwegkapsel mit dem Deckel und setzen Sie sie wie gewohnt in Ihre Nespresso Maschine ein.

Vergessen Sie nicht, die Kapsel nach jedem Gebrauch zu leeren und zu säubern.

Das folgende Video demonstriert Ihnen das Befüllen einer Mehrwegkapsel von Mister Barista. Das Prinzip lässt sich indes auch auf die Kapseln anderer Hersteller übertragen:

(c) KaffeeTV

Welches Kaffeepulver eignet sich, um Nespresso Kapseln selbst zu befüllen?

Prinzipiell eignet sich fast jedes Kaffeepulver, um Nespresso Kapseln selbst zu befüllen. Im Idealfall sollte es fein gemahlen sein und einen hohen Anteil an Robusta-Kaffeebohnen aufweisen, da dies charakteristisch für Getränke mit Espresso-Basis ist.

Hier alle Kaffeepulver ansehen

2. Was sind die Vorteile, wenn man Nespresso Kapseln selbst befüllt?

Nespresso-Kapseln selbst zu befüllen, anstatt auf fertige Kapseln aus dem Handel zurückzugreifen, bringt einige Vorteile mit sich:

  • Es ist umweltschonend: Da die Mehrwegkapseln, in die Sie das Kaffeepulver einfüllen, wiederverwendbar sind, wird die Umwelt geschont und weniger Müll produziert als mit vorportionierten Einwegkapseln.
  • Es ist individuell: Mit Mehrwegkapseln sind Sie nicht an die Verfügbarkeit von Geschmacksrichtungen gebunden. Nutzen Sie einfach Ihr Lieblings-Kaffeepulver, um Nespresso Kapseln selbst zu befüllen oder kreieren Sie ihre eigene Mischung.
  • Es ist günstiger: Nespresso Kapseln selbst zu befüllen ist deutlich kostengünstiger als fertige Kapseln zu kaufen. Neben den einmaligen Kosten für die wiederbefüllbare Kapsel zahlen Sie lediglich den Preis für normales Kaffeepulver.

In der untenstehenden Tabelle sehen Sie die durchschnittlichen Preise der verschiedenen Zubereitungsarten von Kaffee. Der niedrige Preis orientiert sich dabei an Handels- oder Eigenmarken, der höhere an Markenprodukten.

Kaffeezubereitung Preis pro Portion (125 ml) Preis pro Kilogramm
Nespresso Kapseln 0,18 bis 0,38 Euro 35 bis 69 Euro
Instantkaffee 0,05 bis 0,10 Euro 23 bis 50 Euro
Kaffeebohnen 0,06 bis 0,12 Euro 7 bis 14 Euro
Kaffeepads 0,07 bis 0,10 Euro 10 bis 13 Euro
Kaffeepulver (Filterkaffee) 0,06 bis 0,10 Euro 7 bis 12 Euro
Nespresso Kapseln selbst befüllen 0,04 bis 0,07 Euro 7 bis 12 Euro

Jährlich verursachen Nespresso Kapseln schätzungsweise über 5.000 Tonnen Müll – und das nur in Deutschland. Da die Kapseln aus Aluminium hergestellt werden, können Sie zwar relativ gut recycelt werden, dafür müssen sie jedoch in der Wertstofftonne entsorgt werden.

3. Informationen zu Mehrwegkapseln

Um Nespresso Kapseln selbst befüllen zu können, benötigen Sie zunächst eine Mehrwegkapsel. Äußerlich ähneln diese Modelle den vorportionierten Kapseln, allerdings sind sie zum einen stabiler und zum zweiten mit einem verschließbaren Deckel versehen. So können Sie das Kaffeepulver in die Kapsel füllen und es nach der Zubereitung wieder entsorgen.

Wie lange halten Mehrwegkapseln?

Wie lange Sie eine Mehrwegkapsel nutzen können, unterscheidet sich von Modell zu Modell, jedoch sind in der Regel zwischen 100 und 200 Durchgänge möglich. Der Hersteller Mister Barista gibt zum Beispiel an, dass seine Kapseln aus Edelstahl zwischen 150 und 200 Mal verwendet werden können.

3.1 Material und Zubehör

Wiederbefüllbare Kapseln werden meist aus einem der folgenden Materialien hergestellt:

  • Metall oder Edelstahl: Mehrwegkapseln aus Edelstahl sind stabil und besitzen meist einen abnehmbaren Deckel, der mit Silikon versehen ist und die Kapsel somit dicht verschließt.
  • Plastik: Kapseln aus Plastik sind leichter und weniger robust als Varianten aus Edelstahl, allerdings sind sie oft auch etwas günstiger. Der Deckel ist meist mit der Kapsel verbunden und lässt sich zum Befüllen und Ausleeren zur Seite biegen.

Viele Mehrwegkapseln sind zusammen mit einer Art Löffel erhältlich, der Ihnen das Befüllen erleichtert. Einige Modelle enthalten zusätzlich eine kleine Reinigungsbürste. Die Kapseln von Mister Barista bieten zwei Deckel mit unterschiedlichen Wasserdurchlässen, die sich für die Zubereitung von Espresso und Espresso Lungo eignen.


Kapsel aus Edelstahl von Mycoffeestar
Kapsel aus Plastik von Coffeeduck

Eignet sich jede Mehrwegkapseln für jede Nespresso Maschine?

Neuere Nespresso Maschinen sind in der Regel mit wiederbefüllbaren Kapseln kompatibel, allerdings sollten Sie stets die Produktbeschreibung lesen. Dort ist angegeben, für welche Maschinen-Serien und -Baujahre die jeweilige Mehrwegkapsel geeignet ist. Wichtig ist vor allem, wie viele Einstiche auf der Unterseite der Kapseln gemacht werden.

3.2 Reinigung

Nach jeder Benutzung sollten Sie die Mehrwegkapsel reinigen, um beispielsweise Schimmelbildung vorzubeugen. Hierzu öffnen Sie den Deckel, entfernen das Kaffeepulver aus dem Inneren und spülen die Kapsel aus.

Tipp: Viele wiederbefüllbare Kapseln sind spülmaschinenfest, was die Reinigung noch komfortabler gestaltet. Achten Sie diesbezüglich auf die Produktbeschreibung und Angaben des Herstellers.

3.3 Ausgewählte Modelle

Mehrwegkapseln werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Während das Funktionsprinzip stets gleich bleibt, unterscheiden sich dabei zuweilen die Handhabung (etwa, ob der Deckel fest mit der Kapsel verbunden ist oder nicht) und das Material (Edelstahl oder Plastik). Zu den bekanntesten Herstellern zählen:

  • Coffeeduck
  • Mycoffeestar
  • Mister Barista

Wiederverwendbares Pad für eine Senseo-Maschine

Übrigens können Sie nicht nur Nespresso Kapseln selbst befüllen, auch für andere Kaffeemaschinen-Systeme sind Mehrwegbehältnisse erhältlich, zum Beispiel:

  • Senseo
  • Dolce Gusto

Wie Sie Kaffeepads selber machen, lesen Sie in unserem passenden Beitrag zum Thema.

Das Geschäft mit den Kaffeekapseln ist weiter auf dem Vormarsch, denn der Trend geht eindeutig zum Portionskaffee. Nicht ganz ohne Grund, denn komfortabler und schneller lässt sich Kaffee einfach nicht zubereiten. Neben generellen Geschmacksdiskussionen, die eher subjektiver Natur sind, gibt es aber einen sehr objektiven Problembericht dazu. Kaffeekapseln aus Aluminium oder Kunststoff von Nespresso, Tchibo und Co. sind bei genauerer Betrachtung nämlich relativ große Umweltverschmutzer. Deshalb widmen wir uns oft und gerne der Suche nach ökologisch korrekten Kaffeekapseln. Das bislang beste Beispiel: Das Schweizer Unternehmen Beanarella, das eine zu 100% kompostierbare Kapsel entwickelt hat. Denn leider ist es so, dass durch Kaffeerückstände „verunreinigtes“ Aluminium oder Plastik nicht oder nur mit Abstrichen recycelt werden kann. Auch hängt es vom Verbraucher ab, inwieweit dieser zur Mülltrennung beiträgt, zudem ist jene nicht in allen Ländern so rigoros geregelt wie in Deutschland. Die Wiederverwertung muss also schon an anderer Stelle stattfinden: Im Idealfall bei der Kaffeezubereitung. Einige (alternative) Hersteller führen nachfüllbare Kapseln in ihrem Sortiment. Aber wie gut oder schlecht ist diese Lösung? Und welche Hersteller gibt es überhaupt?

Vorteile von wiederbefüllbaren Kapseln

Umweltschutz

Wie bereits erwähnt, sind Fertigkapseln eine nicht schönzuredende Umweltbelastung. Jährlich konsumieren allein wir Deutschen den Inhalt von rund zwei Milliarden Kapseln. Das produziert unter dem Strich einen Müllberg von zirka 4.000 Tonnen. Jährlich wohl bemerkt. Und das ist ja nur das Ende der Fahnenstange. Auch die Herstellung stellt einen enormen Ressourcenverbrauch dar. Die Aluminiumproduktion beispielsweise gilt als besonders energieaufwändig. So werden rund 14 kW Strom benötigt, um 1 kg Aluminium zu produzieren. Mit nachfüllbaren Lösungen würden sich diese Unsummen ganz erheblich reduzieren lassen.

Wunschespresso

Wer die Sache mit der Umweltverschmutzung als nicht so tragisch einstuft, der dürfte spätestens jetzt hellhörig werden. Denn: Bei nachfüllbaren Kaffeekapseln ist es nicht nur möglich, seine Lieblingskaffeesorte einzufüllen, sondern auch die Menge individuell zu dosieren! Dabei sollte man bei ganzen Bohnen auf den optimalen Mahlgrad achten, ansonsten eignet sich auch handelsübliches Espressopulver. „Portionskaffee goes Barista“ wenn man so will. Die Zubereitung dauert dadurch freilich etwas länger, aber von einer Komforteinbuße kann man nun wirklich nicht sprechen. Der Vorteil überwiegt ganz klar: Bestimme selbst, welchen Kaffee du trinken willst und vor allem wie stark dieser sein soll. Bei Fertigkapseln kann man da bekanntlich nicht variieren, außer aus den vorgegebenen Abstufungsgraden zu wählen.

Kostenbilanz

Die von uns im Folgenden getesteten Systeme schlagen mit 10 – 30 Euro zu Buche. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass eine Fertigkapsel im Durchschnitt ca. 30 Cent kostet. Auf Dauer gesehen, spart man so bares Geld. Man darf allerdings nicht vergessen, dass man jetzt das Espressopulver separat anschaffen muss. Hier ein Rechenbeispiel: Angenommen es wird täglich der Inhalt von 4 Kaffeekapseln konsumiert. Diese Menge würde auf das Jahr hochgerechnet, einen Verbrauch von 1460 Kapseln bedeuten. In einer Kapsel befinden sich ungefähr 4 g Espressopulver. Diesen Wert multipliziert mit der Zahl 1460, macht 5,8 kg Kaffeepulver im Jahr. Die Kosten würden sich demnach auf 438 €/Jahr belaufen. Jetzt kommen die ermittelten 5,8 kg Espressopulver ins Spiel. Gutes Espressopulver kostet in einer 250 g Dose im Schnitt 6 €. Aufgerundet wären das 24 Dosen pro Jahr. 24 multipliziert mit 6 € macht insgesamt 144 €. Jetzt noch maximal 30 € für die Mehrwegkapsel dazu addiert, ergeben 174 €/Jahr. Die Jahresersparnis würde sich auf 294 € belaufen. Ein Kurzurlaub.

Hersteller von Mehrwegkapseln im Test

Alle getesteten Kaffeekapseln werden folgendermaßen befüllt: Kapsel in die Hand nehmen und durch das Kaffeebehältnis tauchen und so die Wunschmenge einfüllen. Danach Rückstände an der Außenseite der Kapsel entfernen und den Kaffee leicht (!) andrücken (tampen). Der Zeitaufwand beträgt vielleicht 30 Sekunden.

Coffeeduck: Wiederverwendbare Kaffeekapseln aus Kunststoff

Die wiederbefüllbaren Plastik-Kapseln aus den Niederlanden sind für Senseo- und Nespresso-Systeme geeignet. Geliefert wird dabei grundsätzlich im Dreierpack für ca. 10 Euro. Im Grunde eine einmalige Anschaffung. Allerdings verschleißen die Teile wohl nach längerer Benutzung. An diesem Punkt sind wir zwar noch nicht angekommen, aber eine entsprechende Tendenz zeichnet sich ab. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn billiger als die Original-Kapseln kommt auch Coffeeduck. Selbstverständlich muss die Kapsel nach dem Aufbrühen gereinigt werden. Dazu reicht es aber, die Kaffeerückstände unter fließendem Wasser auszuspülen – laut Herstellerangabe ist die Kapsel sogar spülmaschinentauglich. Die Handhabung gelingt ähnlich gut wie bei den Einwegkapseln, keine Verklemmung in der Maschine oder andere Inkompatibilitäten. Man sollte das Espressopulver allerdings nicht zu stark tampern, da der Kaffee unter Umständen derart verdichtet, sodass das heiße Wasser nur tröpfchenweise durchfließt.

Mycoffeestar: Edelstahlkapsel für die Nespresso-Maschine

Schweiz ist ein gutes Pflaster für Kaffee – von traditionellen Röstereien und Kaffeehäusern bis zu modernen Startups und Konzernen. Nicht nur Nestlé ist dort beispielsweise ansässig, sondern auch Beanarella. Und eben Mycoffeestar, die ihren Landsleuten von Nestlé ganz schön Konkurrenz machen. Jedenfalls lassen sie Kritik an dem Großkonzern recht offensiv anklingen. Ihre wiederbefüllbare Kapsel aus Edelstahl eignet sich sogar ausschließlich für Nespresso-Maschinen und soll ein „Leben lang“ halten. Der verwendete Edelstahl lässt daran keinen Zweifel, der Preis ist mit 30€ hinsichtlich dieser Umstände vertretbar. Zudem hat ÖKÖ-Test die Kapsel mit „sehr gut“ bewertet, der „Swiss Innovation Award“ war ihnen 2012 auch sicher. Aber Achtung: Je nach Nespresso-Modell wird ein unterschiedlich großer Dichtungsring mitgeliefert, deshalb vorher genau nachprüfen, um welches Nespresso-Modell es sich bei euch handelt. Der Dichtungsring befindet sich an der Unterseite des Schraubverschlusses und muss perfekt abdichten. Das Einlegen in die Maschine funktioniert einwandfrei, leider ist das Metall nach der Zubereitung recht heiß. Ungünstig, wenn man mehrere Tassen hintereinander aufbrühen möchte. Auch die Mycoffeestar-Kapsel muss nach jeder Benutzung kurz abgespült werden, damit Kaffeerückstände nicht dazu führen, dass der Kaffee seitlich ausläuft.

Fazit

Das Selbstbefüllen mag für viele Kaffeekapsel-Fans einen Kritikpunkt darstellen. Dafür haben wir zwar Verständnis, aber richtig nachvollziehen können wir das nicht. Denn die Vorteile in Form von Wunschsorte und –menge überwiegen den geringen „Komforteinbruch“. Natürlich muss man da aber erst ein wenig Experimentieren, damit wirklich der Wunschespresso am Ende durchläuft, Stichwort: Mahlgrad. Welche Kapsel würden wir empfehlen? In unseren Augen ist die Mycoffeestar die beste Wahl. Sie verfolgt den Mehrweganspruch am konsequentesten. Dazu ist sie wertig und leicht in der Handhabung. Allerdings ist sie nur mit Nespresso-Maschinen kompatibel. Wer also andere Systeme benutzt, dem können wir auch die Coffeeduck empfehlen.

Artikel aktualisiert am 23. November 2017 von Alex

Wer sich auf eine Kapselmaschine festlegt, der legt sich meistens auch auf ein bestimmtes Kapselsystem fest. Denn viele der Anbieter haben es bis heute geschafft, dass keine Alternativkapseln auf dem Markt sind. Ein Beispiel hierfür ist das Tassimo Disc-System.

Verbrauchte Tassimo Discs

Aber auch die Kapseln für andere Hersteller sind sozusagen nur für die eigene Maschine zu gebrauchen. Eigentlich nicht besonders problematisch, wenn man die Kaffeesorten mag. Allerdings hat man natürlich nicht die Ausweichmöglichkeiten auf günstigere Alternativkapseln.

Aber natürlich hat man den Vorteil, dass Maschine und Kapseln perfekt zusammenpassen, und der Kaffee dementsprechend gut schmeckt. Auch bei Problemen mit der Kapselmaschine muss man sich keine Gedanken darüber machen, ob man nun irgendwelche nicht zugelassenen Kapseln verwendet hätte. Durchaus ein Faktor, der bei der Garantieinanspruchnahme eine Rolle spielt.

Inhalt

Ein Grund für die günstigen Anschaffungspreise bei Kapselmaschinen

Natürlich sind die etwas teureren Kaffeekapseln auch ein Grund, warum so viele Kaffeekapselmaschinen so günstig sind. Denn wenn man nur die Kaffeekapseln des einen Kapselsystems und des Herstellers der Kaffeemaschine kaufen kann, dann kommt das Geld sozusagen im Nachhinein rein.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man auf Alternativkapseln zurückgreifen kann. Wie zum Beispiel bei den Espresso-Kapseln.

Hier gibt es inzwischen zahlreiche Konkurrenten auf dem Markt, die espressofähige Kaffeekapseln für diese Kapselmaschinen von Krups und DeLonghi anbieten.

Alternativkapseln für die originalen Nespresso-Kapseln

Bosch Tassimo Vivy Testgerät

Weit über 20 Konkurrenten sind inzwischen auf dem Markt, die alternative Kaffeekapseln für das Nespresso-System anbieten. Trotzdem sind die meistverkauften Kaffeekapseln immer noch die originalen Nespresso-Kapseln.

Natürlich auch, weil das Unternehmen viel Geld in das Marketing steckt, und sehr gute Werbung macht. Aber unserer Meinung nach auch, weil die originalen Nespresso-Kapseln einfach besser schmecken. Das ist zumindest meine Meinung – als Autor dieses Artikels – und deswegen bin ich auch bereit für die Original-Kapseln mehr Geld zu bezahlen.

Denn ich habe mir keine Kaffeemaschine gekauft, um dann Kaffee zu trinken der mir nicht hundertprozentig schmeckt. Übrigens auch ein Grund wieso meine kleine Tassimo Vivy oft im Einsatz ist. Ich mag den Latte Macchiato aus dieser Maschine einfach am liebsten.

Nur wenn mein Kaffeevollautomat benutzt wird, dann ist der Latte Macchiato noch besser. Denn die kleine Tassimo Vivy kostet gerade einmal 29 € und arbeitet nicht mit einem Milchaufschäumsystem. Allerdings ist die Zubereitung sehr schnell und auch wenn es 2 Tassimo Discs sind, die hierfür Verwendung finden, schmeckt mir der Latte Macchiato eben einfach gut.

Einige bekannte Hersteller, die Nespresso-Alternativkapseln anbieten:

  • Lavazza-Kapseln,
  • Bellarom von Lidl,
  • Starbucks Espresso Kapseln,
  • Moreno von Aldi,
  • Dallmayr Capsa,
  • Ethical Coffee Company
  • usw.

Die bekanntesten Kapselsysteme im Überblick

Auch auf dem Kaffeekapseln Markt gibt es natürlich ein paar Gewinner. Die meisten davon waren schon sehr früh dabei und haben die Kapselmaschinen sozusagen als erste auf den Markt gebracht. Die Nachrücker haben es dann naturgemäß schwerer ihre Kapselsysteme auf dem Markt zu verbreiten.

Schließlich fragt sich auch jeder Käufer irgendwann mal, ob man das 15. Kapselsystem jetzt tatsächlich noch braucht. Deshalb haben sich viele Kaffeehersteller inzwischen auf die Produktion von Nespresso-fähigen Alternativkapseln konzentriert. Denn die Maschinen sind einfach extrem weit verbreitet.

Eine Übersicht über die bekanntesten Kapselsysteme:

  • Nespresso-Kapselsystem von Nestlé
  • Dolce Gusto von Nestlé
  • Cafissimo von Tchibo
  • Tassimo Disc-System von Bosch

Dahinter gibt es noch ein paar Anbieter mehr. Aber das sind die Anbieter, die sie in fast jedem Supermarkt finden und auch bei den meisten Elektronikmärkten, wenn sie eine Kapselmaschine kaufen möchten. Besonders hervorzuheben ist der sicherlich Nespresso, Dolce Gusto und Tassimo.

Das Tassimo Disc-System finden Sie in fast jedem Supermarkt. Diese sind auch immer mal wieder im Sonderangebot.

Kaffeekapseln selber nachfüllen – eine sinnvolle Alternative?

Ehrlich gesagt ist meine Meinung dazu: Nein! Ich werde in meiner Freizeit bestimmt keine Kaffeekapseln nachfühlen und wieder mit irgendeiner Folie bedecken, um 10 Cent zu sparen. Die Sache ist nämlich die: wenn man sich eine Kaffeekapselmaschine kauft, dann muss einem klar sein, dass die Kaffeekapseln, egal von welchem Kapselsystem, relativ teuer sind.

Eine Kaffeemaschine mit Filter mit einem günstigen Kaffee aus dem Supermarkt wird immer günstiger. Die Kapseln haben einfach den Vorteil, dass die Zubereitung einfach ist, die Kapseln das Aroma und die Qualität des Kaffeepulvers schützen, die Zubereitung schnell geht, die Kapselmaschinen günstig sind

Wer kein Geld ausgeben will für Kaffeekapseln, der soll sich einfach keine Kapselmaschine kaufen. Das ist zumindest meine Meinung. Trotzdem will ich nicht verschweigen, dass man tatsächlich inzwischen Kaffeekapseln selber nachfüllen kann.

D.h. man kann ein beliebiges Kaffeepulver dort einführen und die Kapseln wieder verwenden. Findige Verkäufer bieten inzwischen sogar Nespresso Ersatzkapseln an, die man einfach mit irgendeinem anderen Kaffee befüllen kann. Alternativ kann man natürlich eine bereits verwendete Kapseln nutzen und diese nachfüllen. Eine Garantie das es dann wirklich funktioniert gibt es allerdings nicht.

Wiederbefüllbare Nespresso-Kapseln als Beispiel

Wiederbefüllbare Kaffeekapseln für Nespresso-System

Da es bei den Nespresso-Kapseln besonders einfach ist, will ich hier kurz einmal darstellen, wie man diese nachfüllt und wieder verwendet. Dafür sind folgende Schritte notwendig:

  • Die Folie auf der Oberseite der Kapsel wird entfernt
  • Die Kapseln gründlich ausspülen
  • Die Kapseln trocknen lassen
  • Kaffeepulver bis zum Rand der Kapsel auffüllen
  • Eine Alufolie passend zurecht schneiden und draufsetzen.

Diese Kapseln kann man in seine Nespresso Kapselmaschine tun und muss natürlich hoffen, dass die Alufolie ihren Halt nicht vorher verliert und der Kaffee sich in der ganzen Maschine verbreitet.

Ziemlich viel Aufwand für 0,20 € und wir würden uns das sparen. Denn einmal funktioniert es nicht und dann hat man die ganze Kapselmaschine „versaut“ mit einem Kaffeepulver. Außerdem ist nicht klar, dass es hier nicht zu einer Beschädigung der Kapselmaschine kommt. Die Garantie ist damit natürlich auch hinfällig.

Wiederbefüllbare Kapseln – Permanent-Kapseln

Die bereits angesprochenen wiederbefüllbaren Kapseln werden auch als Permanent-Kapseln im Handel angeboten. Meistens bei Onlinehändlern. Wenn man das braucht sollte man einfach mal nach den beiden Begriffen suchen. Diese Kapseln sind meistens aus Plastik hergestellt und haben einen eingebauten Deckel, den man dann einfach verschließen kann, wenn man das Kaffeepulver eingefüllt hat.

Diese Kapseln kann man dann beliebig oft wieder verwenden und kann so tatsächlich seine eigene Kaffeebohnensorte verwenden. Kauft man sich noch eine kleine Kaffeemühle dazu, dann kann man prinzipiell jede Kaffeebohne in seiner Kapselmaschine zubereiten. Bevor man irgendwie mit Alufolie rum hantiert, würde ich auf jeden Fall zu dieser Variante. Einfach diese wiederbefüllbaren Kapseln gekauft, einen sehr guten Kaffee eingefüllt, und vielleicht hat man dann ja noch einen fast besseren Geschmack wie das Original.

Sehr gute wiederbefüllbare Kapseln auf Amazon

Fazit zu den Kapselsystemen

Der Kaffeekapsel-Markt ist heiß umkämpft. Das ist ganz natürlich, weil die Umsätze enorm sind. Die kleinen Kaffeemaschinen erobern immer mehr Marktanteile im Kaffeemarkt und die meisten Kaffeehersteller sind inzwischen auf diesen Zug aufgesprungen.

Es ist völlig unklar, ob in Zukunft die Kaffeevollautomaten die heimischen Haushalte dominieren werden, oder die Kapselmaschinen. Der Hauptvorteil der Kapselmaschine liegt im günstigen Anschaffungspreis und im hervorragenden Kaffeearoma.

Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass ein guter Kaffeevollautomat mit Milchschaumsystem einen deutlich besseren Kaffee zubereiten kann. Allerdings zahlt man hier auch deutlich mehr Geld. Der Hauptvorteil des Kaffeevollautomaten ist neben dem hervorragenden Kaffeegeschmack natürlich auch der günstigere Preis für den Kaffee.

Denn selbst sehr gute Kaffeebohnen kosten nicht annähernd so viel, wie wenn man die gleiche Kaffeepulvermenge in Kaffeekapseln kauft.

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Nespresso®-kompatible nachfüllbare Espresso-Kapseln aus Edelstahl

Produktinformationen „Nespresso®-kompatible nachfüllbare Espresso-Kapseln aus Edelstahl“

Jetzt gibt es CAFÉ KOGI auch in der Nespresso®-Maschine1!

Ein Kunde über die Kapseln: „Heute Früh haben meine Frau und ich den ersten Kaffee Kogi genossen, das war ein wunderbares Erlebnis. Die Edelstahlkapseln funktioniert bestens, welch geniale Idee den Müll mit den Alukapseln so zu vermeiden. Sie haben mit uns neue Kunden gewonnen, vielen Dank für Ihr Engagement.“

Stecken Sie einfach die Kapsel in den Kunststoffhalter und benutzen Sie ihn wie einen Löffel. Füllen Sie die Kapel randvoll, streichen Sie was zuviel ist ab – dafür ist die andere Seite des Kunsstoffhalters – und pressen Sie nicht! Testen Sie aus, ob mit ein wenig mehr Kaffeepulver und leichtem Pressen der Kaffee genausogut läuft und möglicherweise besser schmeckt. Dann drücken Sie den Deckel darauf – fertig.

Am besten nehmen Sie CAFÉ KOGI ZHIGONESHI gemahlen, der bietet in der Kapsel das volle Aroma. Zudem kostet Sie jede Tasse viel weniger und schmeckt besser.

Inhalt: 2 Stück Espresso-Kapseln samt Deckel, Kunsstoffhalter (Ersatzdeckel finden Sie ebenfalls bei uns im Shop)
Material: Edelstahl und Silikon

Vorsicht, die Kapsel ist nach Durchlaufen des Kaffees heiß!

Maschinen, bei denen die Kapseln nicht passen

Alessi RS05
Maschinen Baujahr 2003 oder früher mit nur einer Nadel

Bedienungsanleitung

Warnhinweis: Die nachfüllbare Kaffeekapsel, Deckel und Scoop sind von Kindern fernzuhalten!

Vor Gebrauch bitte spülen – produktionsbedingt könnten Verunreinigungen anhaften.

Die Edelstahlkapsel unter Einsatz des Scoops (Einfüllhilfe aus Kunststoff) locker mit Kaffee befüllen – nicht stopfen.

Den Kapselrand von Kaffeeresten befreien – das funktioniert sehr gut mit der flachen Unterseite des Scoops.

Den schwarzen Deckel (Verwendung siehe Punkt 4) mit dem dickeren Silikonring nach außen gewandt* fest auf die befüllte Kapsel drücken bis ein leichtes „Klick“ hörbar bzw. spürbar ist.

Die verschlossene Kapsel wie gewohnt in die Nespresso®-Kapsel-Kaffeemaschine einsetzen und starten – fertig.

Nach Gebrauch den Deckel entfernen, den Kaffeetrester in den Bioabfall entsorgen, Deckel und Kapsel unter fließendem Wasser spülen, mit weichem Tuch trocknen und schon kann der nächste Kaffee zubereitet werden. Deckel, Kapsel und Scoop sind auch spülmaschinengeeignet.

Tipp: Das Befüllen und Verschließen der Kapsel erfordert etwas Übung. Daher empfehlen wir vor dem ersten Kaffeegenuss das Verschließen der Kapsel – ohne Kaffee – zu üben.

* Der Deckel hat zwei unterschiedliche Strukturen: Die flache Seite ist die Innenseite. Die Seite mit der dickeren Silikonwulst ist die Außenseite. Bitte achten Sie darauf, dass der Kapselinnenrand beim Schließen möglichst sauber und nicht mit Kaffeepulver bedeckt ist.

FAQ

Mit welchen Maschinentypen funktioniert die nachfüllbare Kaffeekapsel?

  • Die Kaffeekapsel ist für alle Nespresso®-Maschinen ab Baujahr 2003 geeignet.

Ist die Kaffeekapsel auch für andere Kapselsysteme geeignet?

  • Nein. Die Kapsel ist ausschließlich für Nespresso®-Maschinen geeignet.

Wie stelle ich fest, ob die Kapsel mit meiner Maschine funktioniert?

  • Prüfen Sie die Rückseite einer benutzten original Nespresso®- Kapsel auf die Anzahl der Einstichlöcher. Weist die Rückseite drei Einstichlöcher auf, ist die Kapsel einsetzbar.

Wie verschließe ich die Kapsel?

  • Der Deckel hat zwei unterschiedliche Strukturen.
    Die flache Seite ist die Verschluss- bzw. Innenseite. Die Seite mit der dickeren Silikonwulst ist die Außenseite. Achten Sie darauf, dass der Rand der Edelstahlkapsel beim Schließen sauber und nicht mit Kaffee bedeckt ist.

Wie reinige ich die Kapsel?

  • Den Deckel abnehmen, die Kapsel leeren und unter Wasser ausspülen. Deckel, Kapsel und Scopp sind spülmaschinenfest.

Wie lange hält der Deckel?

  • Bei sachgemäßer Anwendung der Aromamembran sind ca. zwischen 80 und 120 Füllungen möglich. Sie sollten die Aromamembran dann austauschen, wenn der Kaffee nicht mehr die gewünschte Qualität aufweist.

Warum hält der Deckel nicht?

  • Der Deckel hält immer dann nicht, wenn er zuvor nicht fest auf die Kapsel aufgesetzt wurde. Vor dem ersten Kaffeegenuss sollte das verschließen und öffnen der Kapsel ohne Kaffee geübt werden.

¹ Nespresso® ist eine eingetragene Marke der Société des Produits Nestlé S.A. und wird hier nur zur Artikelbeschreibung verwendet.

Weiterführende Links zu „Nespresso®-kompatible nachfüllbare Espresso-Kapseln aus Edelstahl“

Klicken Sie hier für weitere Artikel von URWALDKAFFEE GmbH

Hersteller-Beschreibung „URWALDKAFFEE GmbH“

Die URWALDKAFFEE GmbH steht für feinsten Kaffee mit Sinn. Unsere Vision ist es, die Herzen der Menschen zu verbinden – über feinsten Kaffee zum Wohle der Erde. Urwaldkaffee wurde 2014 gegründet um in Partnerschaft mit indigenen Völkern erstklassigen Kaffee in Europa anzubieten, der Sinn macht. Seit April 2015 importieren und verarbeiten wir gemeinsam mit den Kogi-Indianern den vielleicht nachhaltigsten Kaffee der Welt, den es in ganz Europa nur bei Urwaldkaffee und ausgewählten Händlern und Cafés gibt. Das konventionelle Modell des Kaffeehandels von Verkäufer und Käufer versuchen wir durch einen ganzheitlichen Ansatz zu ersetzen.

Das Projekt CAFÉ KOGI ist kein Handel unter Geschäftsleuten, sondern eine Partnerschaft von Kaffeebauern, den geistigen Oberhäuptern der Kogi, dem deutschen Partner Oliver Driver, Röster und Konsumenten. Wir wollen weg von einer Kette des Handels hin zu einer Gemeinschaft Produzent – Verbraucher. Zwischenhändler schließen wir – wo möglich – aus, so dass wir faire Preise bezahlen können.

Seit 2017 importieren wir weitere Kaffees und erwietern langsam unser Angebot – immer auf der Suche nach zu uns passenden Kaffees. Aus erlesenen Rohkaffees aus aller Welt möchten wir Ihnen einen Kaffee anbieten, der schmeckt. Und etwas verändert.

Geröstet werden die noch grünen Kaffeebohnen bei niedriger Temperatur über 18 – 22 Minuten per Hand im Trommelröster geröstet. So können sie während der Langzeitröstung ihre ganz individuellen Aromen frei entfalten – die beste Basis für Genusserlebnisse der besonderen Art.

Mit jeder Bohne frisch gerösteten Kaffees, mit jeder Tasse Kaffee, verbinden sich Menschen in Europa mit Menschen in der Sierra Nevada de Santa Marta, die ihr Herzblut in diesen Kaffee gesteckt haben. Wir unterstützen ein außergewöhnliches Volk dabei, dass es seine sehr wichtige Botschaft über den Umgang mit der Erde weitergeben und so auch die eigene Kultur erhalten kann.

Nahezu wild wachsender Waldkaffee wie CAFÉ KOGI wirft nur geringe Erträge ab, dafür ist das Aroma konzentrierter und intensiver. Im Laufe von Jahrzehnten hatten die Kaffeebäume viel Zeit, langsam und in Ruhe zu wachsen und sich optimal an ihren Standort anzupassen. Mit viel Liebe schützen die Kogi diese wertvollen Bäume, begehen Rituale und greifen so wenig wie möglich in die Natur ein.

Der Kaffee kommt aus der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens. Die Sierra ist das höchste Küstengebirge der Erde. Hier treffen auf einem Streifen von 50 Kilometer Breite traumhafte karibische Strände und tropisch feuchter Dschungel auf trockene Wüsten, Nebelwald und mit ewigem Eis bedeckte Berge mit 5800 m Höhe. Die Sierra ist ein Abbild der Klimazonen der Erde, für die Kogi ist sie das Herz der Welt.

Behütet von kalashe, dem Gott des Waldes und der Bäume, und den Schatten der anderen Bäume, hat jede Kaffeebohne viel Zeit zu reifen und sich zu entwickeln. An steilen Berghängen und dennoch nahe am karibischen Meer wächst der Kaffee in einem einzigartigen Klima, welches für intensive Aromen sorgt.

Die Kogi leben noch wie vor Hunderten von Jahren bewusst sehr einfach und bescheiden. 1600 Familien bauen diesen Kaffee an, um mit den Einnahmen ihre heiligen Stätten zurückzukaufen. Es geht ihnen nicht darum, Geld zum Kauf alltäglicher Dinge zu haben, denn sie haben alles, was sie brauchen. Die geistlichen Oberhäupter der Kogi, die Mámas, wissen jedoch, dass sie ihre Kultur nur retten können, wenn sie ihr altes Land und insbesondere ihre heiligen Stätten wieder besitzen und sich so besser vor unserer westlichen Zivilisation schützen können. Sie brauchen diese Stätten, um in ihre Aufgabe als Hüter der Erde zu erfüllen.

Bayern 1 – Experten-Tipps

Kaffeekonsum in Deutschland

  • Die Deutschen trinken leidenschaftlich gerne Kaffee. Pro Kopf – durchschnittlich – täglich gut 0,4 Liter. Mit 6,4 Kilo Kaffee pro Jahr, verbrauchen wir sogar mehr als der Durchschnittsitaliener (5,4 kg).
  • Während früher der Kaffee ausschließlich aus der Kanne kam, werden vor allem in den Firmen aber auch in immer mehr Haushalten Einzelportionen beim Kaffeebrühen verwendet. Entweder in Zellstoff-Pads, Kunststoff- oder Aluminium-Kapseln. Dennoch lag der Marktanteil für 2016 in Deutschland nur bei insgesamt 14 Prozent (Dt. Kaffeeverband) für Kapseln und Pads zusammen.
  • Die Hersteller selbst geben an, dass pro Minute – weltweit – etwa 12.300 Tassen Alu-Kapsel-Kaffee getrunken – pro Minute wohlgemerkt. Und das Geschäft boomt. Auch wenn Kaffeekapseln nur 5,6 Prozent des Marktanteils ausmachen, beanspruchen sie dennoch rund 15 Prozent des Kaffee-Gesamtumsatzes in Deutschland (2016).
  • Auch der vergleichsweise hohe Preis schreckt die Kaffeetrinker nicht ab. Wer die Marken kauft – wie zum Beispiel „Nespresso“ – zahlt zwischen 38 Cent und mehr für eine Alu-Kapsel ( je nach Sorte). Da in der Regel etwa 6 Gramm in einer Kapsel sind, kostet ein Kilo Kaffee auch mal schnell über 60 Euro. Selbst wenn man kostengünstigere Pads aus dem Discounter verwendet, kostet ein Kilo Kaffee gut 13 Euro, also weit über dem derzeitigen Marktpreis.

Sind Kapseln ein Wertstoff oder ein Müllproblem?

Ob Café-to-go-Becher, Plastikmüll oder Kaffeekapseln aus Aluminium, viele Verbraucher sind in den letzten Jahren sensibler geworden, was Müll angeht. Das macht auch den großen Playern wie Nespresso zu schaffen. Der Absatz stieg zuletzt nicht mehr ganz so heftig wie in den Jahren zuvor.

Marktführer Nespresso hat deshalb reagiert und 2017 eine großangelegte Studie vorgestellt, die in einem Ökobilanzvergleich die Umweltverträglichkeit des Kaffees vom Kaffeeanbau über die Zubereitung bis hin zum Abfall von Kapsel-, Filter- und Vollautomatenkaffee vergleichen soll. Das Forschungsinstitut Quantis (hat auch Ökobilanzen für BOSS oder die UEFA erstellt) kommt dabei – nicht ganz überraschend – zu dem Ergebnis, dass Kapselkaffee ökologisch mit den anderen Zubereitungsarten mithalten kann, wenn nicht sogar besser ist. Der TÜV Rheinland hat zumindest bestätigt, dass die aufgestellten Berechnungen richtig und ordnungsgemäß sind. Mehr aber auch nicht.

Ökobilanz von Kaffeekapseln

Alu-Kapseln verbrauchen in der Herstellung sehr viel Energie.

Ökobilanzen sind immer relativ und es kommt darauf an, welche Aspekte und Kriterien berücksichtigt wurden und welche – auch oft aus Kostengründen oder Problemen bei der Vergleichbarkeit – weggelassen wurden. Nespresso hat auch nicht die gesamte Studie veröffentlicht, sondern nur eine Zusammenfassung. Aus Wettbewerbsgründen, wie es heißt. Grundlage des Vergleichs ist, dass zweimal täglich jeweils drei Tassen Kaffee gebrüht werden. Neben dem Kaffeeanbau und dem Energieverbrauch der Maschinen, ist natürlich auch das Recycling positiv berücksichtigt. Achim Drewes, Sprecher von Nestlé: „Wir nehmen die aktuelle Diskussion mit Sorge zur Kenntnis, weil da auch ein großes Missverständnis dahintersteht. Aus unserer Sicht sind Kaffeekapseln nämlich kein Abfall, sondern sie sind ein Wertstoff.“

Das Problem: Auch Nestlé kann nicht wissen, wie viele ihrer verkauften Kapseln tatsächlich wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Das ist aber ein ganz entscheidender Faktor. Die allgemeine Aussagekraft einer solchen Vergleichsstudie ist also begrenzt. Tatsächlich ist Aluminium gut recycelbar. Für Alt-Aluminium reduziert sich der Energieeinsatz bei der Produktion um 90 bis 95 Prozent. 5 bis 10 Prozent des ursprünglichen Energieeinsatzes bleiben also und würden so auch die Umweltbilanz von Kaffeekapseln verbessern. ABER: Wie hoch die Rückgabequote auch sein mag, die Produktion der Kaffee-Kapseln ist immer auch auf Neu-Aluminium angewiesen. Daraus sind nicht nur die Verschlussfolien, ein geringer Teil davon ist selbst für Alu-Recyclingprodukte nötig. Wirklich nachhaltig ist das natürlich nicht.

Und auch ohne Ökobilanz zeigt sich in puncto Verhältnismäßigkeit ein Problem: Die etwa sechs Gramm Kaffee, werden nämlich von etwa 4-5 Gramm Kapsel plus Umverpackung umhüllt.

Das Alu-Problem:

Die Herstellung von Aluminium ist alles andere als umweltfreundlich. So beansprucht die Gewinnung von etwa 1 Kilogramm Aluminium aus Bauxit, ein enormes Maß an Energie. Der Stromverbrauch liegt bei gut 14 Kilowattstunden, allein dafür werden 8 Kilogramm Kohlendioxid frei.
Aus einem Kilogramm lassen sich wiederum etwa 1.000 Alukapseln formen. Klingt viel. Rechnet man aber aus, dass derzeit pro Jahr – geschätzt – etwa acht Milliarden Kapseln verkauft werden, braucht es dafür mindestens 8 Millionen Kilo Aluminium. Kaffeetrinker verursachen also mit Kapselmaschinen jede Minute mehr als 15 Kilogramm Aluminium-Abfall.
Dass bei der Aluminium-Produktion Bauxit abgebaut, Regenwald abgeholzt, Landschaften zerstört und giftiger Rotschlamm entsteht, ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

Alternativen auf dem Markt

In Deutschland sind mehr als 30 Kaffee-Kapseln im Handel erhältlich, die teils auch in Nespresso-Maschinen passen. Kaffeeröstern wie Dallmayr, Darboven oder Jacobs sowie die Discounter Aldi und Lidl verkaufen diese Kapseln. Es gibt mittlerweile sogar wiederbefüllbare Mehrwegkapseln.

Einer der größten Konkurrenten von Nespresso auf dem deutschen Kapselmarkt ist der Anbieter Tchibo. Tchibos Systemkapseln QBO sind aus Plastik, sagt Arndt Liedtke: „Diese Kapseln sind sehr klein. Sehr kompakt. Mit weniger Material. Sie bestehen ausschließlich aus recycelfähigem Prolypropylen-Kunststoff. Sie enthalten kein Aluminium und sind sortenrein über den Gelben Sack ins Recycling zu überführen.“ Hört sich gut an, aber auch hier ist die optimale Recyclingquote fragwürdig, findet Mirko Kaiser vom Magazin „Ökotest“: „Allerdings ist immer wieder die Frage, landen diese Kapseln tatsächlich in der Gelben Tonne, d.h. werden sie dem Recycling zugeführt oder landen sie im Restmüll, dann werden sie sowieso verbrannt.“

Kompostierbare Kaffeekapseln – sind sie besser?

Mittlerweile gibt es in Deutschland auch Anbieter, die gezielt damit werben, kompostierbare Kapseln anzubieten. Doch sind diese tatsächlich besser?

Vorreiter war vor vielen Jahren bereits der Schweizer Produzent „Ethical Coffee Company“, die vom ehemaligen Nestlé-Manager Jean-Paul Gaillard gegründet worden ist. Vor allem in Frankreich und der Schweiz sind die Kapseln aus Zellulosefasern verkauft worden. Der Gründer ist mittlerweile nur noch Aktionär beim Nespresso-Konkurrenten und das Geschäft mit den alternativen Kapseln eher zu vernachlässigen. Auch ein deutsches Unternehmen, das mit biologisch abbaubaren Kaffeekapseln von Bremen aus den Markt erobern wollte, gibt es nicht mehr.

Schaut man sich die Produktbeschreibung der verschiedenen Anbieter genauer an, wird klar, dass oft doch nicht alles an der Kapsel tatsächlich kompostierbar ist. Der Deckel ist beispielsweise oft aus herkömmlichen Plastik. Für Thomas Fischer, Kreislaufexperte der DUH, macht es letztlich aber keinen Unterschied. Das Problem: Die etwa sechs Gramm Kaffee, werden von etwa 4-5 Gramm Kapsel plus Umverpackung umhüllt. „Am Ende des Tages ist es dann auch egal, ob das Kunststoff oder Bio-Kunststoff ist. Das Verhältnis des eingesetzten Materials zum Füllgut ist derart schlecht, dass in der Gesamtheit für ganz wenige Mengen Kaffee wahnsinnig große Müllberge anfallen.“ Greenwashing nennt das die Deutsche Umwelthilfe. Denn auch wenn die Kaffeekapsel aus Zellulose, Maisstärke oder anderen abbaubaren Stoffen geformt ist: Sie wird letztlich nur einmal kurz benutzt und wandert dann in den Müll.

Wann zerfällt Bio-Plastik in der Kompostieranlage?

Die Entsorger sehen Bioplastik und auch kompostierbaren Plastikersatz äußerst kritisch, vor allem in den Kompostieranlagen. Der Ablauf für Bioabfälle in einer herkömmlichen Trockenfermentationsanlage (TFA) verläuft nämlich ungefähr so: Die Bioabfälle kommen zunächst in den Fermenter und gären dort für fünf bis sechs Wochen. Spezielle Bakterienkulturen produzieren dabei Biogas. Eine Kompostierung (Rotte) des Materials findet dort nur zum (kleinen) Teil statt. Anschließend werden die Gärreste kompostiert, was etwa 6 Wochen dauert. Und dann wird ausgesiebt. Die Siebung erfolgt erst nach der Vergärung und nach der Kompostierung. Dabei wird zwischen Plastik und Bio-Kunststoffen nicht unterschieden. Bio-Kunststoffe haben sich bis dahin zwar zum Teil zersetzt, aber eben oft nicht vollständig.

Die gesetzlichen Anforderungen für biologisch abbaubare Kunststoffe sind klar umrissen. Gemäß der DIN-Norm EN 13432: Vollständige biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und nach 3 Monaten darf nicht mehr als 10 % des Produktes übrigbleiben. Doch viele Bio-Kunststoffe zersetzen sich nur unter Laborbedingungen gemäß dieser DIN-Norm, moderne Kompostieranlagen aber arbeiten anders, bemängelt Günter Langer von den Abfallwirtschaftsbetrieben München (AWM). Weil die Prozesse dort schneller gehen, wird Bioplastik eben aussortiert. Damit würde aber die eigentlich abbaubare Bio-Plastikverpackung – wie herkömmlicher Plastikmüll auch – mehrheitlich verbrannt. Der positive Effekt der Kompostierbarkeit ginge somit flöten. Letztlich können auch die Mitarbeiter der Entsorger auf den ersten Blick nicht zwischen Bioplastik und herkömmlichem Plastik unterscheiden. Beim Vorsortieren, landet daher meist alles im Restmüll und wird verbrannt.

Gelbe Tonne oder Kapselpfand

Markenführer „Nespresso“ preist die Vorteile des Materials Aluminium. Aluminium ist geschmacksneutral und hält dem hohen Brühdruck, mit bis zu 19 bar, sicher stand. Nestlé hat seine Kapseln in Deutschland außerdem für das Duale System lizenzieren lassen, d.h. die gebrauchten Kapseln sollen in den gelben Sack oder die gelbe Tonne, um dann dem Recycling zugeführt zu werden. Um den Müll anständig zu trennen, müssten Verbraucher die Kapseln eigentlich (rest-)entleeren, um dem Material bessere Chancen zu geben, wiederverwertet zu werden. Dazu nutzen einige Kunden den „Outpresso“, eine Art Zange, in die man die Kapsel legt und die beim Zusammenkneifen das Kaffeepulver herausdrückt. Doch in der Realität werden das nur die Wenigsten machen. Und, wie bereits erwähnt, gibt es keine verlässlichen Zahlen, wie hoch die Recyclingquote von Aluminiumkapseln überhaupt ist.

Immer wieder wird auch eine Art Pfandsystem für Kaffeekapseln diskutiert, die allerdings von Nestlé, mit Verweis auf das Duale System, eher abgelehnt wird. Auch das Umweltbundesamt findet das keine praktikable Lösung. Eine Art Kapsel-Sonderabgabe lässt sich ebenfalls kaum durchsetzen.

Die beste Alternative: Wiederbefüllbare Kaffeekapseln

Mittlerweile gibt es mehrere Anbieter, die Mehrweg-Kapseln, also wieder auffüllbare Kaffeekapseln anbieten. Ist mittlerweile auch ganz einfach, meint Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe: „Jetzt glaubt der eine oder andere, das dauert ganz lange, da muss man da irgendwie reinstopfen und das ist nicht praktikabel. Aber ganz im Gegenteil. Jeder, der sich mit Mehrweg-Kaffeekapseln mal auseinandersetzt, wird merken, dass man so eine Kaffeekapsel in zehn bis 15 Sekunden befüllen kann. Also das geht viel schneller, als man denkt.“ Und günstiger ist die Tasse Kaffee dann ohnehin.

Was die Garantie der Kapselmaschinen angeht, sehen sich allerdings die Hersteller nicht mehr in der Pflicht, wenn ihre Maschinen durch fremde Kapseln Schaden nehmen. Das dürfte in der Regel nicht vorkommen, aber man sollte es wissen.

Entsorgungsvorteil bei Pads und Filter:

Kaffee mit gutem ökolischen Gewissen zu trinken, ist gar nicht so einfach.

Übrigens laut Deutschem Kaffeeverband brühen hierzulande immer noch 65 Prozent ihren Kaffee ganz klassisch mit dem Filter. Wenn Sie die Filtertüten entsorgen, schaden Sie der Umwelt nicht. Sie können zur Gänze in den Biomüll oder den Komposthaufen geworfen. Die Filter verrotten mit.

Die Verpackung des löslichen Kaffeepulvers kann recycelt werden: Sie sollten sie immer in die Gelbe Tonne werfen – dann produzieren Sie nur 0,2 Gramm Abfall pro Tasse Kaffee. Im Vergleich zu anderen Systemen landet die Filtertüte damit auf Platz eins!

Bei Kaffeepads ist die Umverpackung das größere Problem.

Pads schaden der Umwelt vor allem durch die Verpackung. Auch ein Kaffeepad darf in den Bio-Müll. Aber: Bei den Pads schlägt die Verpackung negativ zu Buche: 0,8 Gramm Müll verursacht jede Tasse Pad-Kaffee. Pads schaden damit der Umwelt im Vergleich mehr als die traditionellen Filtertüten.

Wasserverbauch beim Kaffeeanbau

Was den Kaffeegenuss in erster Linie ökologisch bedenklich macht, ist der Kaffeeanbau selbst. Kaffee hat allgemein eine schlechte Ökobilanz. Für den Anbau wird unter Umständen Urwald gerodet, Düngemittel und Pestizide kommen zum Einsatz. Sie belasten das Grundwasser und reduzieren die Artenvielfalt. Der Wasserverbrauch ist enorm! Die Herstellung von 1 Kilogramm Röstkaffee, erfordert in der Herstellung etwa 21.000 Liter Wasser. Pro Tasse sind das – Achtung!!! – mehr als 140 Liter. (Zum Vergleich: Ein Viertelliter Tee kommt in der Produktion mit 30 Litern Wasser aus). Rechnet man zusammen, was bei Anbau, Transportwege und Zubereitung anfällt, werden pro Tasse etwa 50 bis 100 Gramm CO2 produziert.

Die Zeiten des Filterkaffee aus der Maschine scheinen vorbei.

Kaffee aus nachhaltigem Anbau ist immer noch ein Nischenprodukt, doch nicht nur Bioläden, sondern auch Supermärkte haben ihn im Sortiment. Wollen Sie umweltverträglichen Kaffee trinken, kommen Sie um Biokaffee nicht herum. Und dann – so das Ergebnis einer Schweizer Studie von 2011 – schneiden der Kaffee aus der Espressokanne, löslicher Kaffee und der traditionelle Filterkaffee (vorausgesetzt, die Kanne wird leer getrunken) am besten ab. In puncto Ökobilanz sind sie die Gewinner. Bei den Einzelportionen führt der Kaffee im Zellstoff-Pad die Rangliste an ( Studie 2011 – Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA).

Fazit:

Eine bewusste Kaffeewahl ist auf jeden Fall das Beste für die Umwelt. Wer Kaffee mit Nachhaltigkeitslabeln kauft, trinkt jedenfalls den umweltfreundlicheren Kaffee. Das gilt auch für Kapselkaffee, obwohl dort Pulver aus nachhaltigem Anbau erst langsam im Kommen ist.

Kaffeeanbau hat eine schlechte Ökobilanz.

Im schlechtesten Fall macht die Kaffeekultivierung rund 70 Prozent der Umweltbelastung einer Tasse Kaffee aus, im besten Fall aber gerade noch ein Prozent. Mit der richtigen Wahl des richtigen Kaffees fängt es also an.

Unterm Strich gilt nach wie vor, dass Filterkaffee die nachhaltigste Form des Kaffeegenusses ist, gefolgt von Vollautomaten und bei den Einzelportionen sind Pads immer noch besser als Kapseln. Wegen der unterschiedlichen Materialmengen der Kapseln und deren Verpackung gibt es auf dem Markt sehr große Unterschiede. Bei einem durchschnittlichen Kaffee macht die Kapsel rund einen Viertel der Umweltbelastung aus. Relativ schwere Kunststoffkapseln und solche, die zusätzlich noch einzeln verpackt sind, schneiden schlechter ab. Werden Aluminiumkapseln recycelt – und nur dann – sind sie ebenbürtig.

Bei über drei Milliarden verkauften Kaffeekapseln, rechnet Mirko Kaiser vom Magazin „Ökotest“ kurz vor: „Allein die Kaffeekapseln, die in Deutschland produziert werden, reichen aneinandergereiht aus, um eineinhalb Mal die Erde zu umrunden. Und das ist auch ein sehr plastisches Beispiel, wo man mal sieht, wie viel dann auch irgendwo im Müll landen.“

Wer schon einen Kapselautomaten hat und den gerne auch behalten würde, sollte sich von den grünen Versprechungen der Anbieter nicht täuschen lassen. Jede Verpackung, jedes Produkt, das nur einmal verwendet wird, ist problematisch. Ob Plastik oder Bioplastik ist dabei nicht weiter wichtig. Mehrweg ist deshalb immer die bessere Alternative. „Diese Mehrweg-Kapsel-Alternativen, die sich ganz besonders schnell wiederverwenden lassen“, sagt Thomas Fischer von der DUH, „gibt es noch gar nicht lange im Markt, und die sind ja auch noch gar nicht weit verbreitet. Erst Ende letzten Jahres kamen wirklich praktikable und schnell befüllbare Mehrwegkapseln.“ Geschmacklich muss jeder für sich testen, wie Kaffeepulver, Konsistenz und Menge miteinander am besten harmonieren.

Die Folgen unseres Umweltkommissars können Sie auch als BR Podcast hören!

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The Swiss eco-capsule mycoffeestar won the reddot award and the International Design Award. ÖKO-TEST has awarded the stainless-steel capsules the rating “very good”.

Billions of disposable aluminium or plastic capsules are consumed every year, producing mountains of garbage. Isn’t there an alternative!?
It has been ten years since we developed the global success story of the world’s first refillable stainless-steel Nespresso capsule in a small design studio in Zurich. For many Nespresso machine users, the wish for a cheaper, ecological alternative to disposable capsules has come true: mycoffeestar capsules made from medical grade stainless steel last a lifetime, there is no more waste produced and the coffee does not contain any problematic substances!

Many users of other capsule systems wanted a reusable capsule for their coffee machines too. In addition to the refillable capsules for NESPRESSO we have therefore also developed more eco-friendly alternatives for DOLCE GUSTO, TCHIBO CAFISSIMO and CAFFITALY.

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