Wieder schwanger nach kaiserschnitt

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Sex nach der Geburt

Nach der Geburt eines Kindes brauchen Paare meist eine Weile, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Darunter kann auch die gemeinsame Sexualität leiden.

© mauritius images / Jennie Hart / Alamy

Erfahrungsgemäß dauert es einige Zeit, bis Frau und Mann sich nach der Geburt des Kindes als Liebespaar wieder neu finden. Sehr früh und unkompliziert zur Sexualität nach der Geburt zurückzukehren ist wohl eher die Ausnahme als die Regel.

Wer sich über Jahre hinweg körperlich gut verstanden hat, hat es meist leichter, auch die Veränderungen der Sexualität nach der Geburt eines Kindes zu bewältigen. Wenn sich durch das Kind das ganze Leben wandelt, braucht es meist seine Zeit, sich auch in der Sexualität neu und befriedigend zu finden.

Der Neubeginn braucht Zeit

Nicht nur während der Schwangerschaft, auch nach der Geburt des Kindes erlebt eine Frau enorme körperliche Veränderungen. Die Geburtswunden müssen verheilen, die Gebärmutter, die während der Schwangerschaft auf das 20-fache angewachsen war, muss sich zurückbilden. Der Hormonhaushalt verändert sich wieder und stellt sich auf die Produktion von Muttermilch ein.

Die Wunde in der Gebärmutter, die durch die Ablösung des Mutterkuchens entstanden ist, heilt langsam ab, was der sogenannte Wochenfluss anzeigt. Im Allgemeinen versiegt er nach etwa sechs Wochen; es kann auch etwas länger dauern. Bis der weibliche Körper alle Umstellungen nach der Geburt bewältigt hat, vergehen oft einige Monate.

Die ganz normale Lustlosigkeit

Nach den Anstrengungen der Geburt und in der Zeit der körperlichen und seelischen Umstellungen des Wochenbettes steht vielen Frauen zunächst einmal nicht der Sinn nach Sex. In der ersten Zeit kann der Geschlechtsverkehr schmerzhaft sein, oder die Angst vor Schmerzen führt dazu, dass keine Lust aufkommt. Auch können die Brüste – vor allem bei stillenden Frauen – empfindlich sein und die Brustwarzen keine Berührung vertragen.

Stillende Mütter berichten zudem häufig, dass ihr Bedürfnis nach körperlicher Nähe durch das Kind gewissermaßen abgedeckt wird und sie auch deshalb wenig sexuelle Lust spüren. Nicht selten fühlen sich Mütter in der ersten Zeit nach der Geburt in ihrem Körper auch noch nicht richtig wohl. Es dauert oft eine Weile, den veränderten Körper anzunehmen und sich wieder als sexuell attraktiv zu empfinden. Manchmal tragen auch die hormonellen Umstellungen zur Lustlosigkeit bei.

Auch Väter brauchen oft eine gewisse Zeit, bis sich die sexuelle Lust wieder meldet. Unsicherheiten gegenüber dem veränderten Körper der Partnerin, der noch eine ganze Weile auf das Nähren des Säuglings eingestellt ist, Berührungsängste oder Sorgen, ob ihr der Geschlechtsverkehr Schmerzen bereitet, sind normal. Zudem können auch Väter durch die neue Lebenssituation seelisch so stark mitgenommen sein, dass sie vorübergehend die Lust am Sex verlieren. Oder sie sind, weil auch sie sich um das Neugeborene kümmern, einfach ebenso zu müde…

Einander zugewandt bleiben

Manchmal wird die Sexualität auch zum Austragungsort für andere Konflikte in der Partnerschaft. Ängste oder Selbstzweifel angesichts der neuen Verantwortung können dazu beitragen, dass Probleme in der Beziehung aufkommen. Gelegentlich fühlen Väter sich gegenüber dem Säugling an der Brust zurückgesetzt. Enttäuscht beobachten sie vielleicht, wie hingebungsvoll sich die Frau nicht ihnen, sondern dem Kind widmet. Einander zugewandt zu bleiben und über die eigenen Wünsche und Gefühle zu sprechen, fällt in solchen Situationen oft beiden Partnern schwer. Trotzdem sollte man versuchen, die gemeinsame Sexualität nicht aus den Augen zu verlieren.

Verhütung nach der Geburt

Wenn die Frau das Kind nicht stillt, kann ihre erste Menstruation schon kurz nach dem Ende des Wochenflusses wieder eintreten. Da der Eisprung rund 10 bis 14 Tage vor der Monatsblutung stattfindet, kann sie ab diesem Zeitpunkt wieder schwanger werden.

Stillt die Frau, bremst das milchbildende Hormon Prolaktin die Aktivität der Eierstöcke und wirkt damit hemmend auf den Eisprung. Solange sie ausschließlich und regelmäßig mindestens sechsmal am Tag stillt, nicht zufüttert und auch noch keine Monatsblutung hat, besteht ein hoher, aber dennoch nicht ganz sicherer Empfängnisschutz. Möchte die Frau sicher sein, dass sie nicht erneut schwanger wird, ist also ein geeignetes Verhütungsmittel nötig.

Die gewöhnliche Antibabypille, die Östrogen und Gestagen enthält, kommt während der Stillzeit nicht infrage, weil Östrogen die Milchproduktion verringern kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Baby zu viele Hormone mit der Muttermilch aufnimmt. Anders ist es bei der sogenannten Minipille. Sie enthält als Hormon nur Gestagen, das für Säuglinge als unschädlich gilt. Deshalb wird sie umgangssprachlich manchmal auch als „Stillpille“ bezeichnet. Die Minipille muss täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden.

Das einfachste Verhütungsmittel in den Monaten nach der Geburt eines Kindes ist das Kondom. Denn es bedeutet keinen Eingriff in den noch erholungsbedürftigen Körper der Frau und hat keine Auswirkungen auf die Muttermilch.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 05.10.2016

Wie gefährlich sind zwei Schwangerschaften innerhalb von kurzer Zeit?

Es ist ein Mythos, dass Frauen nicht schwanger werden können während sie stillen. Durch die besondere hormonelle Situation ist dies zwar nicht so wahrscheinlich wie sonst, dennoch sollte man auch in der Stillzeit unbedingt an die Verhütung denken.

Mehr Gesundheitsthemen finden Sie hier

Frauen, die kurz nach einer Geburt wieder schwanger werden, sind häufig überrascht, dass der Körper dazu schon wieder in der Lage ist. Durch das Stillen verschiebt sich bei den meisten Frauen nämlich die erste Menstruation nach der Geburt.

Die Hormone müssen erst einmal wieder ins Gleichgewicht kommen. Darüber hinaus wird beim Stillen das Hormon Prolaktin ausgeschüttet: Es unterdrückt den Eisprung und macht damit eine Befruchtung unwahrscheinlicher.

Unmöglich ist es aber nicht, kurz nach der Geburt und während der Stillzeit wieder schwanger zu werden. Nicht immer unterdrückt Prolaktin tatsächlich den Eisprung.

Bei einer längeren Stillpause kann es durchaus vorkommen, dass doch ein Eisprung stattfindet – dann kann eine Frau schwanger werden, auch wenn sie nach der Geburt womöglich noch gar keine Menstruation hatte.

Sind Sie schwanger, verändert sich oft Ihre BH-Größe. In diesem Ratgeber erhalten Sie Tipps zur passenden Körbchengröße in der Schwangerschaft.

Eine Schwangerschaft kurz nach einer Geburt ist eine Herausforderung

Wer sehr kurz nach einer Geburt wieder schwanger wird, stellt seinen Körper vor eine besondere Herausforderung.

„Kurz nach der Geburt ist die Rückbildung der Gebärmutter noch nicht abgeschlossen“, sagt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es besteht die Gefahr, dass dann der Muttermund noch nicht wieder stabil genug ist.“

Dadurch kann es zu Komplikationen kommen: Studien zeigen zum Beispiel, dass bei einem kurzen Abstand zwischen zwei Schwangerschaften das Risiko für eine Frühgeburt um etwa das 1,5-fache erhöht ist, sofern weniger als 18 Monate zwischen beiden Schwangerschaften liegen.

Frauen, die schnell wieder schwanger werden, sollten deshalb besonders auf die Vorsorgeuntersuchungen achten und mit ihrem Gynäkologen sprechen.

Anfangs ist das Infektionsrisiko erhöht

Nach der Geburt haben Frauen außerdem ihren Wochenfluss: Bei der Geburt löst sich die Plazenta von der Gebärmutterwand. Dabei entsteht dort eine Wunde. Beim Wochenfluss werden restliches Plazentagewebe, Wundsekret, Blut und Schleim ähnlich wie bei der Menstruation ausgeschieden.

Der Wochenfluss dauert etwa vier Wochen und tritt auch bei Frauen auf, die ihr Kind durch einen Kaiserschnitt bekommen haben. „Wenn der Gebärmutterhals noch nicht geschlossen ist, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr“, sagt Albring.

Infektionen in der Gebärmutter erhöhen das Risiko für Komplikationen bei einer Schwangerschaft, im schlimmsten Fall können sie zu einer Fehlgeburt führen.

Das bedeutet nicht, dass in jedem Fall ein Gesundheitsrisiko besteht, falls man bereits während des Wochenflusses wieder schwanger wird – Frauen sollten in so einer Situation aber ganz besonders auf ihren Körper achten.

Ärzte raten deshalb zum Beispiel auch dazu, während des Wochenflusses ein Kondom zu verwenden, damit erst gar keine Keime in die Scheide eindringen können.

Frauen sollten besonders auf eine gute Nährstoffversorgung achten

Für die Mutter ist diese Situation eine besondere Herausforderung: Sie braucht mehr Energie und Nährstoffe, um reichhaltige Muttermilch produzieren zu können. Zugleich benötigt auch das ungeborene Kind Nährstoffe, damit es sich entwickeln kann.

„Stillen plus Schwangerschaft ist anstrengend“, sagt Albring. Deshalb sollten Frauen in dieser Zeit ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten und sich ausreichend Ruhepausen gönnen.

Frauen sollten in dieser Situation mit ihrem Arzt besprechen, ob ihre Versorgung mit Nährstoffen ausreichend ist. Es kann notwendig sein, zusätzlich ein Präparat mit Vitaminen und Spurenelementen einzunehmen.

Albring empfiehlt, zudem darauf zu achten, dass die Mutter genügend hochwertige Proteine und Fettsäuren zu sich nimmt: „Wichtig ist, dass die Milch für das Baby in dieser Situation nahrhaft genug bleibt.“

Körper regelt oft selbst, ob er bereit für eine Schwangerschaft ist

Kathrin Herold arbeitet als Hebamme in Rostock und ist Vorsitzende des Landeshebammenverbands Mecklenburg-Vorpommern.

Auch ihrer Erfahrung nach ist eine Schwangerschaft in dieser Situation anstrengend. „Wenn der Körper noch nicht bereit dafür ist, regelt er das allerdings auch selbst“, sagt sie. „In den meisten Fällen wird eine Frau dann erst gar nicht schwanger.“

Wenn es doch passiert und die Schwangerschaft gut verläuft, steht einer Frau, die zugleich einen Säugling versorgt, eine anstrengende Zeit bevor. „Es ist dann außerordentlich wichtig, sich frühzeitig um Unterstützung zu kümmern“, rät Herold.

Über die Krankenkasse sei es beispielsweise möglich, eine Haushaltshilfe zu beantragen. Sobald die Schwangerschaft feststeht, haben Frauen außerdem Anspruch auf die Begleitung durch eine Hebamme. Diese kennt oft noch andere Unterstützungsmöglichkeiten und hat weitere hilfreiche Tipps.

Auch in der Stillzeit ist eine passende Verhütung wichtig

Wer nicht sofort wieder schwanger werden möchte, sollte auch in der Stillzeit verhüten. Eine herkömmliche Pille, die die Hormone Östrogen und Gestagen in Kombination enthält, darf dabei aber nicht zum Einsatz kommen.

Die beiden Hormone werden in den Eierstöcken produziert. Sie spielen eine wichtige Rolle beim Menstruationszyklus, haben aber noch weitere Funktionen im Körper.

Weil Östrogen in die Muttermilch übergeht, dürfen Frauen beim Stillen keine Pille einnehmen, die Östrogen enthält. Außerdem hemmt Östrogen die Milchbildung und wäre daher in der Stillzeit ungünstig.

Wer hormonell verhüten möchte, kann aber die Minipille einnehmen, die nur Gestagen enthält. „Möglich ist es auch, die Kupfer- oder die Hormonspirale zu verwenden“, sagt Herold.

Günstig sind in den meisten Fällen zunächst Kondome. „Am besten wählt die Frau aber das Verhütungsmittel, mit dem sie am besten zurechtkommt.“

Verwendete Quellen:

  • Gespräch mit Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte
  • Gespräch mit Kathrin Herold, Hebamme in Rostock und Vorsitzende des Landeshebammenverbands Mecklenburg-Vorpommern
  • Hebammenblog.de: „Verhütung in der Stillzeit und der erste Sex nach der Geburt“
  • Profamilia.de: „Verhütung nach der Geburt“
  • Birth Spacing
  • dpa

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Stark wie Popeye? Nasehochziehen ist gefährlich? Gesundheitsmythen im Check

Bloß nicht die Nase hochziehen, nie mit den Fingern knacken, Spinat macht stark! Stimmen diese Gesundheitsmythen wirklich?

ab wann kann/soll/darf man nach einer Geburt wieder schwanger werden

Hallo Anne,
erst einmal Glückwunsch zum 1. Baby!
Also grundsätzlich kannst Du sofort wieder schwanger werden. Meine Mutter war mit mir bereits 3 Monate nach der Geburt meines älteren Bruders (der aber leider 2 Tage nach der Geburt starb) schwanger und ich habe eine Freundin, die auch noch nicht mal 1 Jahr jünger ist wie ihr älterer Bruder. Rein theoretisch ist also alles möglich.
Du bzw. Ihr solltet Euch aber mal die Frage stellen, ob ihr Euer junges Familienglück nicht erst einmal etwas geniessen wollt. Eine Freundin von mir wurde nur 6 Monate nach der Geburt ihres Sohnes ungeplant wieder schwanger mit !Zwillingen!
Dumm nur, dass diese Schwangerschaft alles andere als easy war und sie die meiste Zeit liegen musste. Und nun versuch das mal einem Baby/Kleinkind klarzumachen…
Andererseits ist natürlich auch praktisch, so alles in einem Aufwasch zu erledigen. Dann ist der Nachwuchs auch schneller wieder flügge.
Mein Tipp: tatsächlich alle Für und Wider abwägen und dann eine Entscheidung treffen. Solltet Ihr Euch aber doch zumindest ein paar Monate Zeit lassen wollen dann wäre Verhütung unbedingt erforderlich.
Alles Gute und viel Glück,
ellewoods
„Believing in yourself never goes out of style:“

Einmal Kaiserschnitt – immer Kaiserschnitt?

Auch wenn Sie schon einen Kaiserschnitt hinter sich haben, gibt es keinen Grund, eine spätere vaginale Entbindung auszuschliessen. Ein erneuter Kaiserschnitt ist nur dann von vornherein nötig, wenn der Grund für die damalige Schnittentbindung bei der nächsten Schwangerschaft auch noch besteht: Zum Beispiel wenn das Becken zu eng ist oder sich das Kind auch dieses Mal in einer ungünstigen Geburtslage befindet. Für eine vaginale Entbindung nach früherem Kaiserschnitt sollte das Baby auf weniger als 4000 g geschätzt sein und sich in Schädellage befinden. Weitere Kriterien finden Sie weiter unten.

Die meisten Frauen haben grosse Angst, dass ihre Gebärmutternarbe dem Druck der Wehen nicht standhalten wird (sog. Uterusruptur oder Gebärmutterriss, Gebärmutterbruch, Gebärmutterruptur). Das passiert aber sehr selten, in etwa einem von 200 Fällen, und dann v.a. wenn die Wehen zu schwach sind und künstlich stimuliert werden. Die Festigkeit der alten Narbe wird für gewöhnlich durch eine sorgfältige Untersuchung schon früh beurteilt, damit ein eventuelles Risiko gar nicht erst eingegangen wird. Auch der Einsatz einer PDA ist bei einer vaginalen Geburt nach vorhergehendem Kaiserschnitt problemlos möglich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen, die ihr voriges Kind per Kaiserschnitt bekommen haben, bei der nächsten Geburt entgegen der Planung „notfallmässig“ dann trotzdem wieder per Kaiserschnitt entbinden müssen, ist eins zu drei. Positiv ausgedrückt: In zwei von drei Fällen hat eine Frau nach einem Kaiserschnitt eine ganz normale vaginale Entbindung. Wenn bei Ihnen schon einmal ein Kaiserschnitt gemacht wurde und die Wehen dieses Mal von selbst einsetzen, liegt die Wahrscheinlichkeit einer normalen Entbindung sogar bei ungefähr 80 %, bei künstlich eingeleiteten Wehen aber nur noch bei ungefähr 50 %. Ausserdem ist die Gefahr einer Uterusruptur bei künstlich eingeleiteten Wehen im Vergleich zu natürlichen Wehen erhöht. Da das im Voraus nicht abzusehen ist, müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Geburtshelfer, Ihrer Geburtshelferin entscheiden, ob ein geplanter Kaiserschnitt das Beste für Sie ist oder ob Sie zunächst eine vaginale Entbindung versuchen wollen.

Die Vorteile einer vaginalen Entbindung sind eindeutig: Sie werden sich schneller erholen, die Mutter-Kind-Beziehung wird früher etabliert und Sie können sich auch eher um Ihr Kind kümmern. Eine weitere normale Geburt zu einem späteren Zeitpunkt sollte dann problemlos möglich sein. Das ist ein wichtiger Aspekt, da sich das sonst sehr niedrige Risiko eines Narbenrisses und einer Blutung aus der Plazenta mit jedem weiteren Kaiserschnitt etwas erhöht.

Andererseits ist ein geplanter Kaiserschnitt, bei ansonsten gesunden Frauen aufgrund der modernen medizinischen Sicherheitsvorkehrungen heutzutage ein relativ ungefährlicher Eingriff sogar mit gewissen Vorteilen, den manche Schwangere heute sogar bewusst fordern (Wunsch-Kaiserschnitt). Dagegen ist das Risiko, dass es nach einem notfallmässigen Kaiserschnitt zu Komplikationen kommt, deutlich erhöht. Deshalb meinen manche Fachleute, dass die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen beim Versuch einer vaginalen Entbindung und bei einem geplanten Kaiserschnitt etwa gleich hoch ist.

Die meisten Ärzte raten unter den folgenden Bedingungen von einer vaginalen Entbindungen ab:

  • wenn die Kaiserschnitt-Operation weniger als 18 Monate zurückliegt
  • wenn schon zwei Kaiserschnitte durchgeführt wurden
  • wenn (sehr selten) die Gebärmutter beim Kaiserschnitt der Länge nach aufgeschnitten wurde, z.B. bei einem sehr kleinen Frühgeborenen
  • wenn es schon einmal einen Gebärmutterriss gegeben hat (s.o.)
  • wenn der Mutterkuchen zu tief liegt (Placenta praevia)
  • wenn die Schwangere deutlich übergewichtig ist (BMI >30)
  • wenn das Baby nicht in der Schädellage liegt
  • wenn das Baby deutlich zu klein oder zu gross ist.

Wenn Sie sich eine grosse Familie wünschen, noch nicht mehr als eine Kaiserschnittentbindung hatten oder noch nicht 30 Jahre alt sind, sollten Sie auf jeden Fall über eine vaginale Geburt nachdenken. Selbstverständlich ist jedoch, dass diese dann optimal überwacht werden muss. Für rasche Massnahmen in einer Notfallsituation ist ein Spital besser ausgerüstet als ein Geburtshaus.

Häufige Frage zum Thema

Kann man nach einem Kaiserschnitt auch „normal“ entbinden? Kann die alte Narbe platzen?

In vielen Fällen steht einer vaginalen Entbindung nach einem Kaiserschnitt nichts entgegen. Ausschlaggebend ist im Einzelfall, warum die damalige Schnittentbindung durchgeführt wurde. Besteht derselbe Grund immer noch, kann ein geplanter Kaiserschnitt sinnvoll sein. Beispiel: Wenn das mütterliche…

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Wissen

Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt

Newsticker

Natürlich gebären nach Kaiserschnitt? Frauen, die ein Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht haben, fürchten oft, dass auch in Zukunft keine natürliche Geburt mehr möglich ist. Eine grosse britische Studie mit mehr als 140.000 Frauen belegt nun das Gegenteil: Zwei von drei Frauen können ihr nächstes Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen. Besonders gut standen die Chancen für jüngere Frauen und nach einem unkomplizierten Kaiserschnitt. Heute wird die Gebärmutter meist mit einem waagerechten Schnitt eröffnet, was im Vergleich zum senkrechten Schnitt ein geringeres Risiko für einen Gebärmutterriss nach sich zieht. (swissmom Newsletter, 30.11.13)

Letzte Aktualisierung : 29-04-16, BH

Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt?

Das erste Baby kam per Kaiserschnitt zur Welt – was heißt das für weitere Geburten? Bei der Antwort gehen die Meinungen der Experten auseinander. Ein Interview mit Chefarzt Dr. Eckhard Röhrig, Leiter der Geburtshilfe der Frauenklinik Dr. Geisenhofer in München.

Nach einem Kaiserschnitt haben viele Frauen Angst vor einer weiteren Schwangerschaft. Zu Recht?

Nein, das ist völlig unbegründet. Wichtig ist nur, dass die Frau nach einer Geburt per Kaiserschnitt etwa ein Jahr abwartet bis sie wieder schwanger wird. Die Narbe vom Kaiserschnitt wird ja wieder neu belastet und muss dem Druck der Wehen standhalten. Ansonsten kann ich alle Frauen beruhigen: Auch nach einem Kaiserschnitt brauchen Sie keine Angst vor einer erneuten Schwangerschaft zu haben!

Ein Kaiserschnitt bedeutet aber doch immer eine Narbe an der Gebärmutter. Erhöht das nicht das Risiko in der Schwangerschaft?

Lassen Sie mich vorweg ganz kurz etwas erklären: Die Gebärmutter ist ein Muskel. Ein Muskel dehnt sich. Das ist von der Natur so vorgesehen. In dem Körperbereich, in dem Narbengewebe ist – also an der Stelle, an der bereits ein Kaiserschnitt gemacht wurde – ist allerdings keine Dehnung des Muskels mehr möglich, weil die Narbe nicht dehnbar ist. Ist die Belastung durch Wehen und Kontraktionen gegen Ende der Schwangerschaft größer als normal, besteht tatsächlich ein gewisses Risiko, dass die Narbe aufreißt. Zum Glück kommt das aber nur sehr selten vor.

Können Frauen nach einem Kaiserschnitt überhaupt noch natürlich gebären?

Ja, nach nur einem Kaiserschnitt ist das auf jeden Fall möglich. Das Risiko für eine vaginale Geburt nach vorangegangenem Kaiserschnitt ist etwas erhöht.

Oft liest man, dass es zu einer Uterusruptur kommen kann. Wie häufig kommt das tatsächlich vor? Und was bedeutet das genau?

Hierbei handelt es sich insbesondere für das Ungeborene um eine lebensbedrohliche Komplikation, denn die Gebärmutter reißt während der Geburt im Bereich der alten Narbe. Zum Glück kommt das aber nur extrem selten vor. Durch eine engmaschige Kontrolle vor dem errechneten Geburtstermin kann der Arzt auch ganz gut beurteilen, wie hoch das Risiko dafür ist.

Was ist, wenn eine Frau schon zwei Kaiserschnitte hatte? Ist hier eine spontane Geburt noch möglich?

Ja, aber ich würde davon abraten. Das Komplikationsrisiko ist zu groß.

Weil es auch hier wie so oft in der Geburtshilfe sozusagen Trends gibt: Einige Ärzte, speziell an den Unikliniken, sagen momentan, dass selbst nach zwei Kaiserschnitten eine natürliche Geburt möglich ist. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Risiken groß sind. Deshalb empfehlen viele Mediziner nach zwei Kaiserschnitten jedes weitere Kind auch per Kaiserschnitt zu entbinden. Ich persönlich halte das auch für den besten Weg für Mutter und Kind.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Spontangeburt nach zwei Kaiserschnitten noch möglich?

Wenn die vorausgegangenen Operationen unkompliziert waren. Wenn das Ungeborene nicht sehr groß ist. Eine ausführliche Aufklärung über die Risiken ist hier äußerst wichtig. Auch nach dem zweiten Kaiserschnitt muss die Frau mindestens ein Jahr abwarten bevor sie wieder schwanger wird. Neueste Empfehlungen aus den USA mit einer großen Anzahl an Untersuchungen besagen, dass die Geburt nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt nicht eingeleitet werden soll. Hierbei ist das Risiko erhöht, dass es zu einem Riss der inneren Narbe kommt.

Welche medizinischen Umstände erfordern immer eine operative Entbindung?

Normalerweise ist das der Fall, wenn sich das erste Kind in Beckenendlage positioniert hat – also statt mit dem Kopf mit den Beinen voraus liegt. Auch hier gibt es in der Geburtshilfe aber momentan unterschiedliche Meinungen: Obwohl das Risiko bei einer Spontangeburt definitiv erhöht ist, sagen einige Universitätskliniken, dass diese bei einer Beckenendlage möglich ist. Weitere medizinische Gründe, die immer eine operative Entbindung erfordern, sind vorangegangene größere Operationen an der Gebärmutter. Auch wenn die Frau beispielsweise schon mal einen Beckenbruch hatte, erfordert das eine Geburt per Kaiserschnitt. Ist erkennbar, dass das Kind deutlich mehr als viereinhalb oder fünf Kilo wiegt, muss immer eine ausführliche Aufklärung erfolgen und die Möglichkeit eines Kaiserschnitts erörtert werden. Allerdings kommt es auch immer auf die Größe und Konstitution der Frau an.

Was meinen Sie damit genau?

Ich hatte mal eine Frau, die war 1,90 Meter und hat ein 5,1-Kilo-Kind normal geboren. Das hat prima funktioniert – auch, weil sie nicht nur ausgesprochen groß war, sondern weil es zudem noch ihr drittes Kind war. Eine kleine, zierliche Frau hätte so ein Riesenbaby wahrscheinlich nicht natürlich gebären können.

Heutzutage wird der sanfte Kaiserschnitt nach Misgav-Ladach gemacht. Hat diese schonende Methode Vorteile für spätere Geburten und auch Kaiserschnitte?

Nein. Im Gegensatz zur klassischen Methode wird hier zwar größtenteils auf eine scharfe Durchtrennung der Bauchschichten verzichtet. Dadurch ist es möglich, Gefäße und Nerven zu schonen. Allerdings das hat mit der Narbenbildung an der Gebärmutter, auf die es ankommt, überhaupt nichts zu tun. Das bedeutet: Narbe bleibt Narbe. Diese Methode hat also keine Vorteile für spätere Geburten und auch Kaiserschnitte.

Wie kann man sich auf eine Geburt nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt vorbereiten?

Ganz normal wie auf jede andere Geburt auch. Die Entscheidung, ob es noch mal ein Kaiserschnitt wird, fällt ohnehin erst, wenn Wehen da sind. Vorher kann man gar nicht sagen, ob es ein Kaiserschnitt wird – es sei denn, das Baby ist riesig und wiegt mehr als viereinhalb oder fünf Kilo.

Ihr Rat an alle Frauen, die nach vorangegangenem Kaiserschnitt unsicher sind: Wie gewinnt man wieder Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit?

Zunächst kommt es darauf an, wodurch die Frau verunsichert ist. Hatte das erste Kind zum Beispiel eine Beckenendlage und ist das jetzt, beim zweiten Kind, nicht der Fall gibt es überhaupt keinen Grund verunsichert zu sein. Das sollte der behandelnde Frauenarzt der Schwangeren deutlich machen und versuchen, ihr die Angst zu nehmen.

Dr. Eckhard Röhrig, ist Chefarzt und leitender Arzt der Geburtshilfe an der Frauenklinik Dr. Geisenhofer in München. Jährlich kommen hier rund 2500 Babys zur Welt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind? Neben der Frage nach dem besten Altersabstand der Geschwister beschäftigt viele Frauen die Frage: Wann ist der Körper nach einer Geburt überhaupt wieder bereit für eine erneute Schwangerschaft?

Worauf solltest Du nach einem Kaiserschnitt oder nach einer Geburtsverletzung achten? Wie beeinflusst das Stillen die körperlichen und hormonellen Prozesse nach einer Geburt? Und welche grundsätzlichen Dinge solltest Du bei der Babyplanung beachten?

Mit diesen Fragen möchte ich mich heute beschäftigen.

Inhalt

Ohne Eisprung keine zweite Schwangerschaft

Dass die grundsätzliche Vorraussetzung für ein Geschwisterkind natürlich überhaupt erst einmal ein Eisprung ist, ist klar. Den zu beeinflussen liegt natürlich nur sehr bedingt in Deiner Hand.

Im Folgenden erkläre ich Dir, wann Dein Körper aus medizinischer Sicht frühestens wieder bereit für eine Schwangerschaft ist – sofern Dein Zyklus wieder eingesetzt hat.

Zweite Schwangerschaft nach problemloser Spontangeburt

Dein Baby ist “ganz normal” und relativ unkompliziert auf die Welt gekommen? Super! Damit stehen Dir im Prinzip alle Möglichkeiten offen was die Planung eines Geschwisterchens betrifft.

Natürlich hängt es neben der Geburt auch von dem Verlauf der Schwangerschaft und Deiner körperlichen Verfassung nach der Geburt ab, wann Du Dich körperlich zu einer neuen Schwangerschaft bereit fühlst.

Aus medizinischer Sicht ist die Wundheilung kleinerer Rissverletzungen oder auch eines Dammschnittes ebenso wie die innerliche Wundheilung mit dem Ablauf des Wochenbettes abgeschlossen. Das heißt, nach etwa 6-8 Wochen.

Ein Hinweis dafür, dass die Wundfläche, die durch das Ablösen der Plazenta (Nachgeburt) entsteht, komplett verheilt ist, ist das völlige Abklingen des Wochenflusses.

Wenn darüber hinaus keinerlei Einschränkungen durch die Naht mehr bestehen, Du beim Sex keine Schmerzen hast, kannst Du davon ausgehen, dass eine erneute Schwangerschaft keine größeren Probleme mit sich bringt. Allein aufgrund des kurzen Abstands und rein körperlich zumindest.

Zweite Schwangerschaft nach Saugglocken- oder Zangengeburt

Wenn Du eine Saugglockengeburt hattest, hängt es in erster Linie davon ab, wie es Dir körperlich geht. Wenn die Saugglocke nur gemacht wurde, weil Deinem Baby der letzte “Schubs” gefehlt hat oder Du nicht mehr genug Kraft zum aktiven Mitschieben hattest, heilen die körperlichen Wunden oft genauso unkompliziert wie bei einer normalen Geburt. Dann spricht zumindest aus medizinischen Gründen nichts gegen ein baldiges Geschwisterchen (wie oben beschrieben).

Wenn es aufgrund der Saugglocke oder der Zange zu größeren Geburtsverletzungen kam (z.B. hoher Scheidenriss oder Zervixriss), kann die Wundheilung länger dauern.

Auch ein damit einhergehender höherer Blutverlust sorgt wahrscheinlich dafür, dass Du Dir eine erneute Schwangerschaft nicht so schnell zutraust.

Bei schwerwiegenden Geburtsverletzungen und großem Kinderwunsch empfehle ich Dir, das Gespräch mit Deinem Frauenarzt zu suchen.

Zweite Schwangerschaft nach Ausschabung

Nach einer Geburt oder auch nach einer Fehlgeburt kann es vorkommen, dass nicht alles Gewebe von alleine heraus kommt. Dann muss eine Ausschabung gemacht werden.

Wann nach einer Ausschabung wieder aktiv am Kinderwunsch gearbeitet werden kann, da scheiden sich die Geister. Früher war die Empfehlung, mindestens drei Zyklen zu warten, damit die Schleimhaut sich wieder optimal aufbauen kann.

Neuere medizinische Empfehlungen sehen diese Wartezeit nicht mehr zwangsläufig vor.

Zweite Schwangerschaft nach Kaiserschnitt

Nach einem Kaiserschnitt wird in der Regel empfohlen, ein Jahr zu warten, bis Du aktiv den Kinderwunsch angehst.

Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass man befürchtet, dass eine frischere Narbe in der Gebärmutter dem Druck durch das rasche Wachstum in der Schwangerschaft nicht gut standhält. Dann kann es zu einer sogenannten Uterusruptur, also einem Reißen der Gebärmutter, kommen. Und zwar nicht erst bei der Geburt, sondern bereits im Vorfeld. Wenn die Narbe zu stark gedehnt wird, weil Gebärmutter, Fruchtwassermenge und Kind wachsen.

Darüber hinaus bedeutet ein Abstand von weniger als eineinhalb bis zwei Jahren meistens, dass erneut ein Kaiserschnitt empfohlen wird. Das ist bei längerem Abstand vielleicht nicht unbedingt notwendig. Mehr dazu erklärt Dir Hebamme Monika in ihrem Artikel “Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt?”

Kinderwunsch und Stillen

Wenn Du voll stillst, setzt für gewöhnlich noch kein regelmäßiger Zyklus und somit auch kein regelmäßiger Eisprung ein. Allerdings sollstest Du hierbei wissen, dass “voll Stillen” einen Rhythmus von maximal zwei bis drei Stunden Pause zwischen den Stillmahlzeiten voraussetzt. Und zwar immer.

Das heißt, dass es durchaus auch einige Frauen gibt, die stillend bereits wieder einen Zyklus entwickeln und auch stillend schwanger werden.

Zum Thema “Stillen und Zyklus” empfehle ich Dir außerdem diese Artikel:

  • Die erste Periode nach der Geburt
  • Stillen in der Schwangerschaft und Tandemstillen

Fazit: Wann ist Dein Körper bereit für eine zweite Schwangerschaft?

Eine Folgeschwangerschaft kannst Du aus medizinischer Sicht frühestens angehen, wenn:

  • … nach einer Spontan- oder unkomplizierten Saugglockengeburt kein Wochenfluss mehr kommt, Du keine körperlichen Beschwerden hast und Dich nicht eingeschränkt fühlst, was Empfindungen oder auch die Kontrolle des Beckenbodens angeht.
  • … im Anschluss an eine Ausschabung oder schwereren Geburtsverletzungen keine Blutung mehr vorhanden ist, alle Wunden gut verheilt sind und der Frauenarzt sein OK gibt.
  • … nach einem Kaiserschnitt die Wundheilung gut abgeschlossen ist und man davon ausgehen kann, dass die innere Kaiserschnittnaht gut verheilt ist und keinerlei Einschränkungen mehr bestehen (ca. nach einem Jahr).

Der richtige Zeitpunkt für die zweite Schwangerschaft: Meine Meinung als Hebamme

Zum Abschluss möchte ich meine persönliche Meinung zum Thema abgeben.

Ich denke, dass Du Dich schon sehr genau damit auseinandersetzen solltest, wann Dein Körper wirklich wieder bereit ist, eine erneute Schwangerschaft gut durchzustehen.

Gib Deinem Körper Zeit, sich für die zweite Schwangerschaft zu erholen

Da geht es gar nicht einmal nur um das “Durchhalten” einer zweiten oder dritten Schwangerschaft, sondern auch um die eventuell deutlich größeren Probleme im Wochenbett, was die Rückbildung und das Wiedererreichen des Ursprungszustandes betrifft.

Eine Schwangerschaft ist eine große Belastung für den Beckenboden, den Rücken und den gesamten mütterlichen Organismus.

Schnelle Folgeschwangerschaften können Gewichtsprobleme verursachen

Es macht einen Unterschied, ob Du Dir nach der ersten Geburt sagst “Ich hab zwar noch 10 kg mehr drauf, aber ich hab ja Zeit und die verschwinden auch wieder”, oder ob Dein Körper gar keine Zeit zur Regeneration hatte. Und Du nach zwei Schwangerschaften vielleicht denkst, dass Du das eh nicht mehr schaffst, “Deinen” Körper zurück zu bekommen, weil es halt jetzt plötzlich 20 oder 30 kg mehr sind.

Damit möchte ich nicht sagen, dass Du erst einmal wieder abspecken musst, um schwanger werden zu dürfen. Natürlich kann man mit nahezu jedem Gewicht gut ein Baby bekommen – aber die körperliche Belastung wird halt einfach immer größer.

Auch rein optische Aspekte spielen da natürlich mit rein. Ein Bauch, der binnen ganz kurzer Zeit zweimal maximal gedehnt wird, sieht anders aus, als einer, der zwischendurch wieder in den Normalzustand zurück gefunden hat.

Passt eine zweite Schwangerschaft zum Alltag mit Baby?

Wichtig finde ich auch immer, zu bedenken, wie der Schwangerschaftsverlauf war. Wenn Du in der Schwangerschaft gefühlt 12 Stunden am Tag geschlafen und Dich zwanzig Mal täglich übergeben hast, ist das natürlich mit einem Baby von wenigen Monaten anders zu bewerkstelligen als mit einem Kleinkind von zwei oder drei Jahren, das auch mal fremdbetreut werden kann.

Ich empfehle, ein Jahr zu warten

Wenn Du mich also nach meiner persönlichen Meinung fragst, würde ich dem Körper vermutlich etwa ein Jahr Zeit geben, bis er die Strapazen einer Schwangerschaft erneut durchmacht.

Aber das ist wirklich meine persönliche Meinung – und aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es auch Frauen gibt, die drei Monate nach Kaiserschnitt wieder schwanger sind und völlig problemlose Schwangerschaften erleben durften.

Insofern gilt wie so oft: Diese individuelle Entscheidung solltest Du Dir zwar nicht allzu leicht machen. Aber am Ende wirst Du ganz bestimmt die für Deine Situation und Euch als Familie richtige Entscheidung treffen.

Nach Kaiserschnitt: Wann darf man wieder schwanger werden?

Wie lange soll man warten und was sollte man beachten, wenn man möglichst schnell wieder schwanger werden will?

Frauen, die mit einem Kaiserschnitt entbunden haben und noch mehr Kinder haben möchten, stehen vor einem Dilemma: Wie lange sollen sie mit ihrer nächsten Schwangerschaft warten? Auf der einen Seite wollen sie den Altersabstand zwischen den Geschwistern nicht zu groß werden lassen, auf der anderen Seite könnte eine zu frühe Schwangerschaft viele Risiken bergen.

Nach Kaiserschnitt: Wann soll das nächste Kind kommen?

Das Wichtigste ist, dass die Operationsnarbe gut verheilen kann, das passiert bei gesunden Frauen nach drei Monaten. Dieser Schnitt wurde zumeist horizontal an der Gebärmutter ausgeführt und erfolgte am Rand der Schambehaarung. Er wird auch Bikini-Schnitt genannt, da Frauen danach immer noch einen Bikini tragen können, ohne dass man die Folgen des Kaiserschnitts sehen kann.

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Die Narbe muss verheilen

Ärzte und Hebammen raten, mindestens ein halbes Jahr mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten, denn es gibt das geringe Risiko, dass die Wand der Gebärmutter um die alte Narbe reißt. Das passiert nur sehr selten, aber deshalb gibt es die Empfehlung, sechs Monate verstreichen zu lassen, bevor man wieder schwanger wird. Ganz Vorsichtige empfehlen ein Jahr, um auf der sicheren Seite zu sein, dass die Narbe vollständig verheilt ist. Bei Unsicherheit sollte man immer den Arzt aufsuchen, der die Narbe untersuchen kann.
Eine weitere Komplikation einer Folgeschwangerschaft nach einem Kaiserschnitt kann sein, dass die Plazenta in das Narbengewebe der Gebärmutter wächst und es nach der Geburt zu einer Blutung kommt. Die Frauen müssen dann meist eine Bluttransfusion bekommen und damit wächst die Infektionsgefahr. Das passiert aber eher selten.

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Hat man als Frau schon einen Kaiserschnitt hinter sich, fragt man sich, ob die nächste Geburt wieder so sein muss. Das kann eigentlich nur passieren, wenn der Grund für den Schnitt geblieben ist – wenn die Beckenstellung zu eng ist oder das Kind zu groß ist, um es durch den Geburtskanal zu bekommen. Falls dem nicht so ist und die Wehen natürlich eingesetzt haben, liegen die Chance auf eine Vaginalgeburt ziemlich hoch. Sollte es aber wieder zu einem Kaiserschnitt kommen, wird in den meisten Fällen die alte Narbe geöffnet, so bleibt den Frauen eine zweite Narbe erspart. Wenigstens etwas.

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