Wie wird man unfruchtbar

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Fruchtbare und unfruchtbare Tage?

Hallo. Das ist eine sehr wichtige Frage und die Antworten dazu liefert dein Zyklus: der Menstruationszyklus. Er beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet mit dem Tag vor der nächsten Menstruation. Der erste Tag deiner Menstruation ist damit der erste Zyklustag. Der weibliche Zyklus wird in drei Phasen unterteilt: die erste Hälfte beginnend mit deiner Blutung, die Mitte mit deinem Eisprung und die zweite Hälfte vor deiner nächsten Menstruation. Empfänglich für eine Schwangerschaft, fruchtbar, bist du nur gerade am Tag vor und während deines Eisprungs. Wichtig zu wissen ist, dass Spermien 5-7 Tage in den Eileitern der Frau überleben können und der exakte Termin des Eisprungs nur sehr schwer voraus zu sagen ist. Wenn du also nicht schwanger werden willst, heisst das, dass du am besten immer verhütest. Wenn der Eisprung vorbei ist, geht es ca. 14-16 Tage bis du erneut deine Menstruation bekommst. In dieser Zeit bist du nicht empfänglich, unfruchtbar, für eine Schwangerschaft. Der Menstruationszyklus kann zwischen 23 und 35 Tage lang sein. Die Länge der Menstruationszyklen können von Monat zu Monat schwanken. Stress, Krankheit, Medikamente, Ferien etc. nehmen starken Einfluss auf deinen Monatszyklus. Deswegen kommen noch zwei Faktoren dazu, um die fruchtbaren resp. unfruchtbaren Tage heraus zu finden: der Zervixschleim und die Körpertemperatur.

Damit du deinen Zyklus kennen lernst und kontrollieren kannst, ist ein Zykluskalender sehr sinnvoll und vor allem die Körperbeobachtung von deinem Zervixschleim, ein glasiger, spinnbarer Ausfluss um den Eisprung herum und deiner Temperatur. Die Körpertemperatur steigt um den Eisprung herum um ein halbes Grad an und sinkt erst wieder, wenn deine Menstruation einsetzt. All diese drei Faktoren werden bei der sogenannten natürlichen Empfängnisregelung berücksichtigt.

Vorsicht bei der Verwendung von Zyklus-Apps! Das Problem: Diese Apps berechnen Eisprung und Periode rein mathematisch. Sie greifen nur auf bereits vorhandene Kalenderdaten aus früheren Zyklen der Frau zurück oder ziehen statistische Daten anderer Anwenderinnen heran. Da der Zyklus Schwankungen ausgesetzt ist, ist auf reine Durchschnittswerte kein Verlass.

Mehr Infos zum Monatszyklus und wie der Eisprung berechnet werden kann, findest du in unserer Rubrik Zyklus und Schwangerschaft und auf

lilli.ch. Liebe Grüsse, dein 147

Der Zyklus teilt sich in unfruchtbare und fruchtbare Tage auf. Mit diesem Rechner können Sie die wahrscheinlich unfruchtbaren Tage berechnen.

Online-Rechner: Unfruchtbare Tage berechnen

Bitte beachten Sie jedoch, dass das Ergebnis des Rechners nur eine theoretische Annäherung ist und nicht als sichere Verhütungsmethode genutzt werden darf. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Methoden zur Verhütung und Schutz gegen Geschlechtskrankheiten. Gute Informationen rund um das Thema Verhütung finden Sie beim Bundesministerium für Familie. Wenn Sie sich keine Verhütung leisten können, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit der Kostenübernahme.

Inhaltsverzeichnis

Unfruchtbare Tage berechnen – wie geht das?

Theoretisch ergibt sich um den Zeitpunkt des Eisprungs herum ein Zeitraum von etwa sechs Tagen, an denen eine Frau bei ungeschütztem Sex schwanger werden kann.

Um diesen Zeitraum zu berechnen, ist die durchschnittliche Länge des Zyklus und der erste Tag der letzten Periode notwendig.

Mittels dieser Werte kann der ungefähre Zeitraum, zu dem der Eisprung stattfinde, berechnet werden. Zudem kann so auf den Zeitraum geschlossen werden, zudem die Wahrscheinlichkeit geringer ist schwanger zu werden.

Diese Berechnung ist jedoch nicht exakt, da der Zyklus Schwankungen unterliegt und auch durch beispielsweise Krankheiten, absetzen der Pille oder bereits durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten verschoben werden kann.

Für die Verhütung ist die Berechnung unfruchtbarer Tage jedoch viel zu unsicher. Diese Methode eignet sich nur für die Abschätzung ungefährer Daten. Verwenden Sie den Rechner keinesfalls zur natürlichen Verhütung! Konsultieren Sie Ihren Frauenarzt für eine exakte Bestimmung des Zykluszeitpunktes.

Zusammenhang zwischen Eisprung und Schwangerschaft

Wenn männliche Spermien durch die Gebärmutter in den Eileiter gelangen, kann die Eizelle dort befruchtet werden. Beim Eisprung verlässt ein befruchtungsfähiges Ei den Eierstock und wandert diesen entlang. Für einen Zeitraum von zwölf bis 24 Stunden ist es empfängnisbereit. Kennt man also den Zeitpunkt des Eisprungs, kennt man den besten Zeitraum für Sex, wenn man schwanger werden möchte. Da Spermien bis zu sechs Tage im Eileiter auf eine Eizelle warten können, ergibt sich ein fruchtbarer Zeitraum von etwa fünf bis sechs Tagen vor dem Eisprung bis zu 24 Stunden danach.

Die Berechnung des Eisprungs ist aber oft schwierig, da es unterschiedlich lange Zyklen gibt. Bei einem Zyklus von 28 Tagen findet der Eisprung normalerweise zwischen dem 13. und 17. Tag statt. Es ergäbe sich also durch die Berechnung ein ungefährer Zeitraum vom achten bis 18. Zyklustag, in dem die Frau schwanger werden kann. Soll kein Baby entstehen, müsste man nun noch einige Tage zur Sicherheit hinzurechnen, da der Zeitpunkt des Eisprungs nicht sicher vorausgesagt werden kann.

Was ist ein Zyklus?

Ein Zyklus dauert vom ersten Tag der Periode bis zum letzten Tag vor der nächsten Periode. Der erste Blutungstag ist Zyklustag eins. Zyklen können auch bei ein und derselben Frau unterschiedlich lang sein. Dies hängt vom Alter der Frau, ihrer momentanen Gesundheit, körperlicher und seelischer Belastung und vielen anderen Faktoren ab. Daher ist der Tag des Eisprungs nur ungefähr abschätzbar. Einziger Fixpunkt für die Berechnung ist der erste Zyklustag.

Nur sehr wenige Frauen haben einen ganz regelmäßigen Zyklus. Dieser muss nicht bei den oft erwähnten 28 Tagen liegen. Auch wesentlich kürzere oder längere Zyklen sind gesundheitlich nicht bedenklich. Zyklen der „Standardlänge“ von 28 Tagen kommen nur bei etwa 13,1 % der Frauen vor. Bei etwa sechs Prozent der Frauen dauert ein Zyklus mehr als 35 Tage und nur jeder elfte Zyklus dauert 24 Tage oder weniger. Alle Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten aus medizinischer Sicht als völlig normal.

Natürliche Verhütungsmethoden sind nicht sicher

Wer nicht hormonell verhüten möchte und sich ein wenig informiert, der liest bald etwas über die natürlichen Verhütungsmethoden. Am bekanntesten ist die Knaus-Ogino-Methode, die von den beiden Ärzten Knaus und Ogino erdacht wurde. Für die korrekte Berechnung muss die Frau zunächst über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr ihre Periode und ihre Zykluslängen genau protokollieren. Dies sichert eine aussagekräftige Datengrundlage. So können fruchtbare und unfruchtbare Tage berechnet werden und die Wahrscheinlichkeit für eine geplante Schwangerschaft steigt. Was die Methode nicht einberechnen kann, sind unvorhergesehene Ereignisse wie plötzliche Infektionskrankheiten, seelischer Stress oder körperliche Belastungen. Diese können Einfluss auf das Hormonsystem nehmen und den Eisprung verschieben. Für die natürliche Verhütung eignen sich also andere Methoden wie der Ovulationstest oder die Symptothermale Methode besser. Auch diese Methoden sind jedoch nicht sicher im Vergleich zu hormoneller Verhütung in Kombination mit der Verwendung eines Kondoms.

Zusammenfassung:

  • Mithilfe eines Rechners oder der Knaus-Ogino-Methode lassen sich ungefähre Angaben zu fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen machen.
  • Die Berechnung unfruchtbarer Tage ist aufgrund hormoneller Schwankungen im Zyklus und durch äußere Einflüsse nicht sicher. Sie kann nicht als sichere Verhütungsmethode genutzt werden.
  • Wenn Sie gerne schwanger werden möchten, können Sie mithilfe einer Berechnung die Tage berechnen, an denen Sie schwanger werden können. Dies macht einen schnelleren Erfolg bei der Babyplanung wahrscheinlicher.

Unfruchtbarkeit bei der Frau

Bei der Sterilität des Mannes handelt es sich um Zeugungsunfähigkeit. Die Begriffe Sterilität und Infertilität werden häufig synonym verwendet.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland zwischen fünf und zehn Prozent aller Paare ungewollt kinderlos. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen etwa zur Hälfte beim Mann und zur Hälfte bei der Frau. In etwa 15 Prozent dieser Fälle sind die Ursachen ungeklärt.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Ursachen von Unfruchtbarkeit
  • Umweltgifte und Unfruchtbarkeit
  • Woran erkennt man Unfruchtbarkeit?
  • Wie diagnostiziert man Unfruchtbarkeit?
  • Fruchtbarkeitsuntersuchungen
  • Kann Unfruchtbarkeit behandelt werden?
  • Welchen Verlauf hat Unfruchtbarkeit?
  • Wie kann man Unfruchtbarkeit vorbeugen?

Ursachen von Unfruchtbarkeit: Sterilität und Infertilität

Stellt sich trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr in einem Zeitraum von zwei Jahren keine Schwangerschaft ein, ist Sterilität die Ursache dafür. Bei Infertilität kommt es zwar zu einer Schwangerschaft, sie kann jedoch nicht zu einem lebensfähigen Kind ausgetragen werden. Häufig kommt es zum Beispiel zu Fehlgeburten.

Für die Entstehung einer Schwangerschaft und deren positiven Verlauf sind viele verschiedene Faktoren verantwortlich. Bereits die Störung eines einzelnen Faktors kann der Grund für Unfruchtbarkeit sein. Häufige Ursachen sind hormonelle und organische Störungen sowie psychische Belastungen. Auch die Lebensweise hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Hormonelle Schwankungen
  • Fortgeschrittenes Lebensalter
  • Psychische Belastungen und Stress
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Starkes Unter- oder Übergewicht
  • Entzündungen von Eileitern, Eierstock oder Gebärmutterschleimhaut
  • Zysten
  • Tumoren
  • Medikamente und Fruchtbarkeit, etwa eine vorangegangene , Chemotherapie
  • Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus

Umweltgifte und Unfruchtbarkeit

Die zunehmende Umweltbelastung gerät im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit immer häufiger in die Schlagzeilen. Kaum jemand kann sich Umweltgiften entziehen. Längst haben Mediziner nachgewiesen, dass Umweltgifte die Fortpflanzungsorgane schädigen.

Besorgniserregend ist die Tatsache, dass sich die Spermienqualität in den letzten 20 Jahren ständig verschlechtert hat und viele Paare ungewollt kinderlos bleiben, ohne dass zunächst medizinische Ursachen hierfür gefunden werden.

Es gibt keine Grenzwerte, die eine Aussage darüber erlauben, in welcher Konzentration die jeweiligen Schadstoffe sterilisierend wirken. Menschen reagieren unterschiedlich empfindlich auf Umweltgifte. Zudem können sich manche Stoffe im Körper anreichern. Allerdings ist der Einfluss von Umweltgiften auf die Fruchtbarkeit und die Bedeutung von Umweltgiften während der Schwangerschaft für einige Schadstoffe bereits nachgewiesen.

Die Untersuchung von Umweltbelastungen in der Arztsprechstunde ist noch nicht Routine. Nur wenige Spezialisten führen sie durch. Einige Substanzen lassen sich direkt im Blut nachweisen, andere im Harn, Speichel oder Sperma. Bei Schwermetallen aber sind Bluttests unbrauchbar, da der Körper sie in den Knochen, im Gehirn oder in den inneren Organen speichert. Schadstoffbelastungen durch Pestizide und Lösungsmittel können nur indirekt über die Kontrolle des Immunsystems und der einzelnen Organe erkannt werden.

Bei einer Schadstoffbelastung ist eine ganzheitliche Therapie sinnvoll, da immer mehrere Organe betroffen sind. Der Gang zum ganzheitlich orientierten Arzt kann sinnvoll sein. Nach Möglichkeit muss zunächst die Störquelle ausgeschaltet werden, gegebenenfalls Wohnungen und Häuser entgiftet oder sogar Arbeitsstelle oder Beruf gewechselt werden.

Daneben gibt es einige vorbeugende Maßnahmen : Holzschutzmittel, Lösungsmittel, Teppichkleber, Farben und Lacke, sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel sollte man nur mit Vorsicht anwenden oder möglichst ganz vermeiden.

Lesen Sie hier mehr über Umweltgifte und Fruchtbarkeit.

Woran erkennt man Unfruchtbarkeit?

Stellt sich eine Schwangerschaft durch ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nicht ein, ist dies ein Anzeichen für Unfruchtbarkeit, beziehungsweise Sterilität. Kommt es zwar zu einer Schwangerschaft, wird diese aber nicht ausgetragen, entwickelt sich also kein lebensfähiges Kind, weist alles auf Infertilität hin.

Je nach zugrunde liegender Ursache für die Unfruchtbarkeit können starke Zyklusschwankungen oder ausbleibende Menstruation, Schmerzen im Genitalbereich oder beim Geschlechtsverkehr oder Blutungen Symptome einer Unfruchtbarkeit sein.

Wie diagnostiziert man Unfruchtbarkeit?

Zunächst findet ein ausführliches Gespräch über die Krankheitsgeschichte mit dem Gynäkologen statt (Anamnese). Besonders im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zur Menstruation, vor allem im Hinblick auf Regelmäßigkeit und Beschwerden. Eventuelle vorangegangene Schwangerschaften oder Schwangerschaftsabbrüche sowie gynäkologische Erkrankungen sind ebenfalls von Bedeutung bei der Diagnose von Unfruchtbarkeit. Es ist ratsam, sich auf das Gespräch vorzubereiten und vorangegangene Krankheiten zu notieren, auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit Unfruchtbarkeit zu tun haben. Denn auch Stoffwechselstörungen oder andere Krankheiten wie beispielsweise PCO können zu Störungen der Fruchtbarkeit führen.

Der Lebensstil spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Anamnese: Stress, psychische Belastungen und eine ungesunde Lebensweise können ebenfalls zu Unfruchtbarkeit führen.

Fruchtbarkeitsuntersuchungen

Ziel der Fruchtbarkeitsuntersuchung ist es, Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit und Möglichkeiten der Behandlung zu ermitteln. Für das Paar kann es hilfreich sein, sich vor dem Gespräch mit dem Arzt bereits über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und alle Fragen für das Arztgespräch zu notieren, damit man gut auf das Gespräch vorbereitet ist.

Am Beginn der Untersuchungen steht ein ausführliches Gespräch über die Krankengeschichte (Anamnese). Dabei stellt der Gynäkologe nicht nur Fragen beispielsweise zu Zyklus und Regelblutung, Kinder- und Erbkrankheiten, sondern er erkundigt sich auch über sehr persönliche Belange, beispielsweise über das Sexualleben oder die Paarbeziehung.

Nach der Anamnese folgen verschiedene Fruchtbarkeitsuntersuchungen. Die gynäkologische Untersuchung beinhaltet die Abtastung der Fortpflanzungsorgane. Fehlbildungen und Veränderungen in Gebärmutter, Eileitern und Eierstock lassen sich mithilfe der schmerzfreien Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) erkennen. Der zytologische Abstrich (Pap-Test) gibt Hinweise auf Bakterien, Pilze oder Zellveränderungen, die Unfruchtbarkeit bedingen können.

Weitere Untersuchungen, mit denen sich speziell die Fruchtbarkeit untersuchen lässt, sind:

  • Messung der Basaltemperaturkurve
  • Bestimmung der Scheidenflora
  • Hormonuntersuchungen
  • Urinuntersuchung
  • Untersuchung nach dem Geschlechtsverkehr (Postkoitaltest)
  • Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Die Untersuchungen richten sich nach der vermuteten Störung und werden individuell durchgeführt. Oft liegen die Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit in Störungen des Zyklusablaufs begründet. Das Eibläschen wächst nicht oder der Eisprung findet nicht statt (Anovulation). Gleichzeitig werden auch Fruchtbarkeitsuntersuchungen beim Mann vorgenommen, um festzustellen, ob die Ursache für die Kinderlosigkeit die Zeugungsunfähigkeit des Mannes ist.

Kann Unfruchtbarkeit behandelt werden?

Die Therapie von Unfruchtbarkeit richtet sich nach der Ursache. Auch die Erfolgsaussichten einer Behandlung spielen dabei eine Rolle.

Liegen die Ursachen für die Unfruchtbarkeit in seelischen Belastungen oder Stress, ist eine Psychotherapie ratsam. Während der Therapie können auch Entspannungstechniken erlernt werden, um mit Stress und der Belastung durch die ungewollte Kinderlosigkeit besser umzugehen. Wenn Geschlechtsorgane angeborene oder durch eine Krankheit entstandene Fehlbildungen aufweisen, lassen sich diese oft in einer Operation korrigieren. Verklebte oder verwachsene Eileiter werden bei Frauen besonders häufig behandelt. Männer werden hingegen oft operiert, um eine Sterilisation rückgängig zu machen.

Hormonstörungen lassen sich in der Regel durch die Gabe von Hormonen gut therapieren. Mögliche Nebenwirkungen einer Hormonbehandlung sind Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen und Störungen der Blutgerinnung. Hormone spielen auch eine Rolle, wenn die Unfruchtbarkeit nicht ausreichend behandelt werden kann. Dann kann eine so genannte künstliche Befruchtung durchgeführt werden. Je nachdem, ob die Ursachen des unerfüllten Kinderwunschs bei der Frau oder beim Mann liegen, kommen unterschiedliche Techniken der assistierten Reproduktion in Frage. So kann beispielsweise im Rahmen einer Insemination ein Kind mittels Samenspende gezeugt werden. Um die Bildung von Eizellen anzuregen, werden bei der künstlichen Befruchtung häufig Hormone gegeben. Bei Unfruchtbarkeit eignen sich verschiedene Verfahren der künstlichen Befruchtung.

Die Methoden der künstlichen Befruchtung im Überblick

Welchen Verlauf hat Unfruchtbarkeit?

Die Prognose von Unfruchtbarkeit ist sehr unterschiedlich und abhängig von ihren Ursachen. Wurde ein Verfahren der Reproduktionsmedizin angewendet, kommt es überdurchschnittlich häufig zu Mehrlingsschwangerschaften. Die Aussicht auf Erfolg einer künstliche Befruchtung liegt bei etwa 15 Prozent. Konkret bedeutet das: 15 Prozent aller Befruchtungsversuche verlaufen positiv und es kommt zur Geburt eines lebensfähigen Kindes. Mit zunehmendem Alter sinken die Erfolgschancen.

Durch die Gabe von Hormonen kann es langfristig zu Komplikationen wie Blutgerinnungsstörungen oder Zystenbildung kommen.

Wie kann man Unfruchtbarkeit vorbeugen?

Vor allem die Lebensweise hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Es empfiehlt sich deshalb eine ausgewogene Ernährung, maßvoller Genuss von Alkohol, Kaffee und schwarzem Tee und Nichtrauchen. Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training helfen bei der Bewältigung von Stress und psychischer Anspannung.

Yoga stimuliert zudem verschiedene Drüsen und Organe, die wichtig für den Hormonhaushalt sind und soll harmonisierend auf Körper und Geist wirken.

Man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man auf viele Ursachen der Unfruchtbarkeit keinen Einfluss hat. Zudem gibt es auch Frauen, bei denen die Gründe nicht abschließend geklärt werden können. Sich hier durch vermeintlich vorbeugendes Verhalten zusätzlich unter Druck zu setzen, kann seelisch belastend sein und ist deshalb nicht ratsam.

Fünf einfache Übungen Hormon-Yoga

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Unfruchtbare Frau erzählt: So fühlt es sich an, wenn man nicht schwanger wird

In diesem Gastbeitrag beschreibt Autorin Caro Townsend, wie sie und ihr Mann mit der Diagnose umgegangen sind. Sie möchte möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren.

Wie viele Paare haben auch wir nie darüber nachgedacht, dass wir Probleme mit dem Kinderkriegen haben könnten.

Mein Mann und ich waren beide gesund, meine Periode kam immer regelmäßig und ganz ehrlich: Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Unfruchtbarkeit etwas sein könnte, das uns eines Tages betreffen und später unser Leben bestimmen könnte. So wie uns geht es ungefähr jedem zehnten Paar in Deutschland.

Unfruchtbar zu sein, ist vollkommen überwältigend und viele Betroffene halten es bedauerlicherweise sehr lange geheim. Es gibt viel Scham, Verlegenheit, Zweifel und Verwirrung unter unfruchtbaren Paaren. Ich habe mich ständig gefragt, ob wir alles richtig machen und überlegt, ob es vielleicht eine wichtige Sache gab, die wir beide im Sexualkunde-Unterricht verpasst haben.

Aber wen sollten wir fragen? Es war mir peinlich, mit anderen über das Thema zu sprechen und ich wusste einfach nicht, wie ich meine Angst in Worte fassen sollte.

Wir fingen an, zu lügen

Mein Mann und ich hatten kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir nach unserer Hochzeit eine Familie gründen wollten. Und doch bekamen wir kein Baby. Wir waren in der Phase unseres Lebens, in der Freunde und Familienmitglieder ihre “freudigen Nachrichten” verkündeten und wir fühlten uns bloßgestellt, weil es uns nicht gelang, etwas zu erreichen, das als die natürlichste Sache der Welt gilt: Die Fähigkeit, ein Kind zu gebären.

Also fingen wir an, zu lügen. Ein ganzes Jahr lang logen wir, bis uns die Unfruchtbarkeit schließlich von einem Arzt diagnostiziert wurde und wir den Prozess der künstlichen Befruchtung beginnen konnten.

So läuft eine künstliche Befruchtung ab:

Bei einer künstlichen Befruchtung wird die Eizelle der Frau künstlich mit dem Sperma des Partners oder eines fremden Spenders befruchtet. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Die berühmteste ist die In-vitro-Fertilisation. Dabei nicht im Eileiter der Frau, sondern werden im Reagenzglas zusammengeführt und bei einer erfolgreichen Befruchtung in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.

Das Verfahren ist recht unkompliziert: Vor der Fertilistion bekommt die Frau lediglich eine Hormontherapie. 36 Stunden vorher wird ihr dann eine letzte Spritze verabreicht, die eine endgültige Reifung der Eizellen auslöst.

Die Kosten für die In-Vitro-Fertilisation belaufen sich auf 2500 bis 2700 Euro.

Ein günstigeres ist die Insemination, bei der die Spermien des Mannes aufbereitet und in die Gebärmutter der Frau künstlich eingespritzt werden. Diese Prozedur können Paare für 150 bis 200 Euro erstehen.

Niemand träumt davon, unfruchtbar zu sein oder Schwierigkeiten mit der Empfängnis zu haben. Und assistierte Reproduktion in einer sterilen, klinischen Umgebung ist nicht gerade die Szene, die man gerne heraufbeschwört, wenn man sich diese magische Schöpfung eines neuen Lebens vorstellt.

Lange, qualvolle Jahre können vergehen, während man darauf wartet, einen bestimmten medizinischen Grund zu finden, um mit Fruchtbarkeitsbehandlungen zu beginnen. Eine Diagnose, die bei Menschen mit unerklärlicher Unfruchtbarkeit nie eintrifft.

Die Hoffnung ist immer da

Und doch verschwindet die Hoffnung nie ganz.

Am Anfang ist die Hoffnung alles. Wir wissen, dass es bei der künstlichen Befruchtung im Durchschnitt bis zu sechs Monate dauern kann, schwanger zu werden. Uns ist auch bewusst, dass es bei manchen Paaren ein ganzes Jahr dauert. Also beten wir, wünschen und hoffen, dass wir zu diesen Paaren gehören.

Wir verbringen zwei Wochen im Monat mit dem Versuch, daran zu glauben und verzweifelt vorauszuahnen, dass dieser Monat der eine sein könnte. Wir analysieren jedes Symptom, jeden Stich, greifen nach jedem noch so kleinen Strohhalm, bevor wir entdecken, dass Mutter Natur wieder einmal grausam war und die Anzeichen einer regelmäßigen, monatlichen Blutung denen einer frühen Schwangerschaft sehr ähnlich sind. Der Segen eines Kindes wird wieder und wieder durch einen schonungslosen, roten Fluch ersetzt.

Die Verzweiflung ließ uns abergläubisch werden. Einsame Elstern werden nun gegrüßt, Wünsche an Hühnerknochen gerichtet und Münzen herumgetragen, die wir auf der Straße gefunden haben und die uns Glück bringen sollen.

Statt medizinischer Methoden recherchieren wir jetzt Alternativen: Wir drücken Neugeboren gegen unsere Unterleibe, in der Hoffnung, so fruchtbarer zu werden. Wir trinken literweise Hustensaft. Wir sehen uns Videos von Clowns an, direkt nachdem wir “es” versucht haben. Mit klarem Kopf betrachtet erscheinen diese Methoden allesamt lächerlich – und trotzdem glauben wir allzu gerne daran, dass eine von ihnen uns den großen Traum eines eigenen Kindes erfüllen könnte.

Wir leben ein geheimes Leben voller Schande

Wir haben ein Vermögen ausgegeben, um herauszufinden, wann der Eisprung stattfindet und wie die Temperaturkurve verläuft. Dann haben wir auf eine Vielzahl teurer Stäbchen gepinkelt; Frühtests, digitale, altmodische, konventionelle, die mit den zwei Strichen; wir haben gefühlte Stunden damit vergeudet, Eieruhren beim Ablaufen zu beobachten und darauf zu warten, dass mythische Linien erscheinen, um uns zu zeigen, dass wir den Test endlich bestanden haben. Es ist wirklich Geldverschwendung.

Und so machen wir weiter. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr leben wir ein geheimes Leben voller Schande und betrauern einen Verlust, von dem wir glauben, dass er uns nicht zusteht. Wie können wir etwas betrauern, das wir nie hatten? Und währenddessen präsentieren wir so oft die falsche, scheinbar vergnügte Fassade eines Paares, das Reisen und Karriere der Reproduktion vorzieht.

Es kann unvorstellbar schwer sein, anderen davon zu erzählen. Diese inneren Ängste laut auszusprechen, macht es noch realer als es schon ist. Für die meisten ist es eine einsame, schmerzhafte und sehr beängstigende Zeit. Mir ist bewusst, dass niemand die Absicht hat, uns dieses Gefühl zu vermitteln. Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass niemand sich je so fühlen sollte: Unfruchtbarkeit ist keine Schande.

Tabus werden endlich gebrochen

Die Haltung gegenüber Unfruchtbarkeit wird immer besser. Tabus werden gebrochen und es gibt eine unglaublich starke Gemeinschaft von Frauen und Männern, die offen darüber sprechen. Aber obwohl darüber gesprochen wird, gibt es so viel unbeabsichtigte Ignoranz bei allen Themen, die Fruchtbarkeit betreffen. Das gilt auch für die künstliche Befruchtung, bei der Babys auf eine harte, nervenaufreibende Weise gezeugt werden.

Deshalb sollten mehr Menschen sich über Unfruchtbarkeit informieren und versuchen, sich in die Lage der Paare hinein zu versetzen, die nicht auf dem natürlichen Weg Eltern werden können. Jeder sollte einmal versuchen, sich die Angst, Isolation und Verwüstung vorzustellen, mit der diese Familien konfrontiert werden.

Es ist an der Zeit, dass wir mehr Mitgefühl und Verständnis für diejenigen aufbringen, die eine solche Verzweiflung erleben. Wir müssen uns bewusst machen, dass diese Paare zwar häufig nicht so wirken, als ob sie leiden, tatsächlich aber traurig und verängstigt sind und mit einer falsch verstandenen, geheimen Schande leben.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der HuffPost UK und wurde von Gina Louisa Metzler aus dem Englischen übersetzt und redaktionell angepasst.

(ak)

Dieser Artikel wurde verfasst von Caro Townsend

Unfruchtbarkeit des Mannes

Ursachen für Unfruchtbarkeit des Mannes

Ein ungesunder Lebenswandel (Übergewicht, Nikotin, Drogen, Alkohol, Stress) und schädliche Umwelteinflüsse (Schadstoffe, Pestizide) schaden der Fruchtbarkeit von Mann und Frau gleichermaßen. Bei den körperlichen Ursachen gibt es jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede.

Ein unfruchtbarer Mann produziert meist zu wenig gesunde, gut bewegliche Spermien. Damit er ein Kind zeugen kann, sollte ein Milliliter seiner Spermienflüssigkeit (Ejakulat) etwa 20 Millionen Spermien enthalten. Doch die Menge allein macht es nicht: Mindestens 30 Prozent dieser Zellen müssen normal geformt und mindestens 50 Prozent gut beweglich sein. Ist ausreichend Sperma in guter Qualität vorhanden, braucht es letztlich noch einen freien Transportweg. Das bedeutet von den Hoden in die Nebenhoden und anschließend über den Samenleiter bis nach draußen, ermöglicht durch einen Samenerguss.

Männliche Unfruchtbarkeit durch schlechte Spermienqualität

Ist ein Mann zeugungsunfähig, liegt es oft an der schlechten Qualität seines Spermas. Entweder sind zu wenige, zu viele langsame oder zu viele fehlgebildete Samenzellen vorhanden. Treffen alle drei Probleme zu, sprechen Mediziner von dem OAT-Syndrom (Oligo-Astheno-Teratozoospermie).

Auch wenn die Spermien auf den ersten Blick fit und schnell erscheinen, kann ein verändertes Gen verhindern, dass sie es durch den Gebärmutterschleim schaffen. Im Übrigen spielt auch beim Mann das Alter eine Rolle: Je älter, desto weniger und langsamer werden die Spermien.

Befinden sich zu wenige Spermien im Ejakulat (Oligozoospermie), funktioniert entweder die Produktion oder der Transport der Samenzellen nicht optimal.

Verminderte Spermienproduktion

Nur ein intaktes Hodengewebe produziert fertile Spermien. Zahlreiche Faktoren, die mitunter bereits bei Geburt oder im Kleinkindalter bestehen, können die Hoden schädigen und die Samenherstellung und damit die Fruchtbarkeit beim Mann im Erwachsenenalter einschränken:

  • Mumps-Erkrankung (Mumpsorchitis) oder andere Infektionen (z. B. Chlamydien)
  • Angeborene Fehlbildung (z.B. Hodenhochstand)
  • Hormonmangel: zu wenig männliches Hormon (Testosteron) durch Unterfunktion der Hoden (Hypogonadismus), dadurch ist auch meist die Libido vermindert
  • Genetische Anomalien (z.B. Klinefelter-Syndrom: Mann besitzt zwei X-Chromosomen, zu wenig Testosteron)
  • Tumorerkrankung (z. B. Hodenkrebs, Chemotherapie)
  • Operationen (z.B. Prostata)
  • Verletzung (z.B. Hodentorsion)

Insbesondere dauerhafte überhitzte Hoden nehmen Schaden. Steigt die Temperatur in den Hoden durch Krampfadern (Varikozele), Durchblutungsstörungen, Hodenhochstand, besondere Sportarten oder Arbeitsplatzbedingungen über 32 Grad Celcius, sinkt die Spermienmenge.

Gestörter Transportweg

Mitunter verhindert ein verklebter oder durchtrennter Samenleiter ein Ankommen der Spermien (obstruktive Azoospermie). Auslöser dieser Form der Unfruchtbarkeit des Mannes können sein:

  • Infektionen (z.B. Chlamydien)
  • Entzündung von Hoden, Nebenhoden (Orchitis, Epididymitis) und Prostata (Prostatitis) oder Harnröhrenverengung
  • Operation (Leistenbruch)
  • Zystische Fibrose (Mukoviszidose)
  • Angeborene Fehlbildung

Weitere Ursachen für Unfruchtbarkeit beim Mann

  • Mangelhafter Harnblasenverschluss (retrograde Ejakulation): Samenerguss landet in der Blase (im Urin); infolge einer Operation, Diabeteserkrankung, Nervenschädigung oder vergrößerter Prostata
  • Immunologische Sterilität: Antikörper gegen eigene Spermien
  • Hormonveränderungen: Testosteronmangel, Hormone der Schilddrüse oder Hirnanhangsdrüse
  • Einnahme von Anabolika (Bodybuilding)
  • Psyche: Stress kann Libido und Spermienqualität negativ beeinflussen
  • Erektile Dysfunktion

Unfruchtbarkeit bei Frauen: Ursachen und Therapien

Unfruchtbarkeit – wieso werde ich nicht schwanger?

Liegt es an mir oder an ihm? Mediziner sprechen von primärer Sterilität, wenn eine Frau trotz ungeschütztem Sex noch nie schwanger geworden ist. Bei etwa 40 Prozent der Fälle ungewollter Kinderlosigkeit liegen die körperlichen Ursachen bei der Frau. Viele davon sind behandelbar. Hier eine Übersicht über die häufigsten Unfruchtbarkeits-Ursachen bei Frauen.

Endometriose

Was ist das? Eine gutartige Wucherung der Schleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Bei 30 Prozent der Kinderwunschpatientinnen ist sie ein oder der Grund dafür, dass sie nicht schwanger werden. Symptome sind zum Beispiel Schmerzen beim Sex oder sehr starke Regelschmerzen. „Wer die Periode nur mit Tabletten übersteht, hat in etwa 40 Prozent der Fälle eine Endometriose“, sagt der Gynäkologe Professor Frank Nawroth.

Behandlung: Eine Operation unter Vollnarkose. Die meisten Patientinnen können am gleichen Tag wieder nach Hause und sind etwa eine Woche krankgeschrieben. In manchen Fällen wächst die Wucherung später nach, sodass eine weitere OP nötig sein kann.

Lies auch: Schwanger werden – 10 Mythen und die Wahrheit dahinter

Zyklusstörung

Was ist das? Es können keine Eizellen heranreifen, weil der Hormonhaushalt gestört ist. Eine mögliche Ursache dafür ist das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS). Diese Patientinnen haben zu viele männliche Hormone im Blut oder Hautprobleme wie Akne, Haarausfall oder starke Körperbehaarung. Frauen mit starkem Übergewicht neigen eher zum PCOS. Aber auch eine bestehende oder frühere Essstörung kann den Zyklus beeinträchtigen. Bei Magersucht oder Bulimie versucht der Körper, Energie zu sparen, indem er die Produktion der Eisprung auslösenden Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon) herunterfährt. „Auch wenn die Essstörung länger zurückliegt, kann der Zyklus später nachhaltig gestört bleiben. Das ist in etwa 15 Prozent der Fälle so“, sagt Frank Nawroth.

Behandlung: Hormone in Tablettenform und bei einer bestehenden Essstörung eine umfassende Therapie.

Eileitererkrankung

Was ist das? Nur wenige Erreger schaffen es durch den Muttermund in die Gebärmutter. Zu ihnen gehören Chlamydien – Bakterien, die Eileiterentzündungen und in der Folge verklebte Eileiter verursachen können. Im Fall einer Chlamydienerkrankung muss auch der Partner mitbehandelt werden. Manchmal ist der Verlauf der Infektion aber so unauffällig – die Symptome einer Chlamydieninfektion sind grippeartig oder Bauchschmerzen –, dass man sie nicht bemerkt.

Behandlung: Ein Bluttest zeigt, ob eine mitunter Jahre zurückliegende Erkrankung die Ursache ist, die man aber nicht mehr behandelt. Im Urin oder Abstrich vom Muttermund lässt sich eine akute Infektion nachweisen, die man mit Antibiotika behandeln muss. Per Ultraschall oder Bauchspiegelung wird untersucht, ob die Eileiter durchlässig sind. Sind die Eileiter unwiederbringlich erkrankt, bleibt die In-vitro-Befruchtung (siehe Seite 34).

Myome

Was ist das? Die kleinen, gutartigen Knoten im Muskelgewebe der Gebärmutter kommen bei rund 30 Prozent der Frauen vor, mit zunehmendem Alter häufiger. In manchen Fällen verhindern sie, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann, etwa wenn das Myom in der Gebärmutterhöhle liegt.

Behandlung: Eine ambulante Operation (vor allem bei größeren Myomen) oder Tabletten, die das Hormon Progesteron hemmen, das für das Wachstum von Myomen verantwortlich ist. Die Therapie mit Tabletten kann bis zu zehn Monate dauern, für Patientinnen um die 40 ist daher eine OP sinnvoller.

Vorzeitige Wechseljahre

Was ist das? Die Menopause, die letzte Regelblutung, haben Frauen im Schnitt mit Anfang 50. Tritt sie vor dem 40. Geburtstag ein, spricht man von vorzeitigen Wechseljahren: Die Eierstöcke arbeiten nicht mehr. Behandlungen, die die Fruchtbarkeit wiederherstellen, gibt es nicht. Trotzdem können diese Frauen schwanger werden – etwa mit der Eizellspende.

Die häufigsten Ursachen der Unfruchtbarkeit

Die häufigsten Ursachen bei der Frau:

  • Störung der Eibläschenreifung und Ovulation als Folge von ungesunder Lebensweise, Hormonstörungen wie z.B. das Syndrom der polycystischen Ovarien (PCO), Schilddrüsenerkrankungen, Operationen, Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörperbildung, fortgeschrittenem Alter oder einer genetischen Störung
  • Störung der Befruchtung aufgrund des Eitransports und des Spermientransports als Folge von von verklebten Eileitern aufgrund von Entzündungen und Operationen, unzureichender Schleimsekretion im Gebärmutterhals oder von Antikörpern gegen Spermien
  • Störung der Implantation als Folge von narbig-entzündlicher Schädigung wie Verwachsungen (Asherman-Syndrom) oder unzureichender Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut, Fehlbildungen der Gebärmutter, Gebärmutter-Myomen und Antikörpern
  • Endometriose

Die häufigsten Ursachen beim Mann:

  • Ejakulationsstörung (Nervenlähmung, Impotenz etc.)
  • Störungen der Samenzellenbildung als Folge von Entzündung (Mumps etc.) oder Krampfadern am Hoden (Varikozele) oder einem Hodenhochstand, Hormonstörungen, Operationen, Krebstherapie (Chemotherapie, Bestrahlung)
  • Störung des Spermientransports als Folge von Operationen, Entzündungen, Verletzungen, erblich bedingter Fehlanlage
  • deutliches Übergewicht

Beachten Sie!

Interview

Experteninterview mit Prof. Dr. med. Michael von Wolff

Broschüre des Universitäts-Spitals Zürich, Klinik für Geburtshilfe: „Ratgeber Kinderplanung“

Wenn sich der Kinderwunsch schliesslich nicht erfüllt, ist es nur natürlich, sich nach der Diagnosestellung über die Möglichkeiten einer Sterilitätsbehandlung zu informieren.Ungewollte Kinderlosigkeit muss heute nicht mehr als Schicksal hingenommen werden! In vielen Fällen führen einfache, konventionelle Methoden, z.B. eine Änderung des Lebensstils, Abbau von Übergewicht oder ein längerer Urlaub, schon zu einer Schwangerschaft. Manchmal muss allerdings auch eine aufwändigere Behandlung durchgeführt werden.

Bis zu welcher Stufe ein Paar bei der Sterilitätsbehandlung auch geht: Es empfiehlt sich eine psychologische Begleitung. Eine Psychotherapie erlaubt dem Paar einerseits, den Druck zu thematisieren, dem es ausgesetzt ist. Andererseits kann es sich frühzeitig mit Alternativen zum eigenen Kind beschäftigen: Adoption, Pflegekind, Tageseltern, Patenschaft. Oder schliesslich auch vom Kinderwunsch abzulassen, ohne dass die Partnerschaft bedroht wird. Oft bringt gerade das Loslassen den ersehnten Erfolg. Viele Frauen werden ganz wie von selbst schwanger, sobald sie die Hoffnung auf den Nachwuchs begraben haben.

Häufige Frage zum Thema

Ist die langjährige Pilleneinnahme schuld, wenn man nicht mehr schwanger werden kann?

Nein, die hormonellen Empfängnisverhütungsmittel führen nicht zu dauerhafter Unfruchtbarkeit.

Patientinnen mit unregelmässigem Monatszyklus profitieren in jungen Jahren sogar durch eine Einnahme der sogenannten Anti-Baby-Pille, da durch sie eine Normalisierung der Zyklusstörungen stattfindet und…

vollständige Antwort lesen

Newsticker

Kinderlos durch den Job? Jedes sechste Ehepaar bleibt ungewollt kinderlos. Zu den möglichen Ursachen des unerfüllten Kinderwunschs zählen laut einer prospektiven Beobachtungsstudie in Fertility and Sterility auch ein Job mit starker körperlicher Arbeit. Ausgewertet wurden die Spermienproben von 356 Männern. Von den Männern, die beruflich schwere körperliche Arbeit verrichten mussten, hatten 13 Prozent eine Oligospermie. Ihr Ejakulat enthielt zu wenig bewegliche Spermien für eine spontane Zeugung. Von den Männern, die im Büro keine schwere körperliche Arbeit verrichten mussten, hatten nur 6 Prozent eine Oligospermie. Andere berufliche Stressoren wie Hitze, Lärm oder langes Sitzen hatten keinen Einfluss auf die Samenqualität. (swissmom-Newsticker, 14.5.15)

Letzte Aktualisierung : 03-04-18, BH

Schwanger trotz Unfruchtbarkeit? Neue Studie macht Mut!

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Schwanger trotz Unfruchtbarkeit ist möglich! Dieser Blog Post kann und soll vielen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch Mut machen. Denn eine neue Studie aus Neuseeland geht der Frage nach, wie viele subfertile Paare trotz der Diagnose Unfruchtbarkeit ein Kind bekommen.

Unfruchtbar: Trotzdem schwanger

Kann ein subfertiles Paar seine Unfruchtbarkeit überwinden und trotzdem ein oder gar mehrere Kinder bekommen? Als Suberfertilität bezeichnet man hierbei eine eingeschränkte Empfängnis- oder Zeugungsfähigkeit bei Frauen oder Männern.

Die Antwort der Forschungsgruppe um den neuseeländischen Wissenschaftler A.A. Righarts ist ein klares ja: Eine Heilung der Unfruchtbarkeit ist möglich und viele Paare brauchen hierzu keine künstliche Befruchtung.

Kind(er) trotz Unfruchtbarkeit: Neuseeländische Studie

In der Langzeitstudie aus Neuseeland wurden die Daten von 1386 Paaren ausgewertet, die sich zwischen 1998 und 2005 in einer Kinderwunschklinik vorgestellt hatten und deren Entwicklung nachfolgend über einen Median von 13.1 Jahren weiter beobachtet wurde.

Die Ergebnisse machen Mut:

  • 61,7% der untersuchten Paare hatten am Ende der Studie mindestens 1 Kind.
  • Nur die Hälfte dieser 61,7% Paare hatte sich im Vorfeld der Geburt(en) behandeln lassen, die andere Hälfte wurde ohne medizinische Hilfe schwanger.
  • 112 von 373 Paaren wurden spontan schwanger, obwohl die im Vorfeld durchgeführten künstlichen Befruchtungen negativ verliefen.

Sehr interessant ist auch:

  • Das Alter der Frau spielt eine wesentliche Rolle: Je älter die Frauen waren, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit einer Geburt.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Kindes lag bei den 30 bis 34 jährigen, den 35 bis 37 jährigen, den 38 bis 39 jährigen, den 40 bis 41 jährigen sowie den mindestens 42 jährigen Frauen bei 88%, 68%, 51%, 45% und 12%.
  • Zudem verringerte eine sehr lange Kinderwunschzeit von mehr als 4 Jahren die Wahrscheinlichkeit auf ein Kind auf 77% gegenüber Paaren mit einer Wartezeit von weniger als 2 Jahren.
  • Als weitere Risikofaktoren für die Kinderlosigkeit wurden Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m2) mit einer Reduktion der Chancen gegenüber Frauen mit anderem Gewicht auf 64%, eine schwere Endometriose (Reduktion auf 55%) und eine nachgewiesene Tubenpathologogie (Reduktion auf 80%) genannt.

Schwanger trotz Unfruchtbarkeit: Fazit

Am liebsten würde ich die Ergebnisse der Studie allen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch direkt zusenden. Solltest du Betroffene kennen, bitte zögere nicht, den Artikel zu teilen.

Die Prognose für die meisten Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist positiv und viele davon benötigen keine Behandlung für ein Baby. Etwa 60% der Paare der Studie (mit unterschiedlichsten Diagnosen und unterschiedlichem Lebensalter) konnten Eltern werden. Weit höher dürfte der Prozentsatz für eine Empfängnis bei Paaren liegen, die „nur“ unter einem Ausbleiben der Ovulation leiden und hierzu professionelle Hilfe suchen. Schließlich werden die bekannten Risikofaktoren für die Subfertilität genannt, wie das Alter der Frau, eine Endometriose oder eine Adipositas.

Herzliche Grüße
Silke

Weiterlesen:

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HCG Tabelle Urin: Schwangerschaftstest ab wann möglich?

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Literatur:

A.A. Righarts, A Gray, N.P. Dickson, L. Parkin, W.R. Gillett, Resolution of infertility and number of children: 1386 couples followed for a median of 13 years, human reproduction Volume 32 Issue 10 October 2017.

Foto: .com Mario Trainotti

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