Wie werd ich schwanger

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Warum klappt es nicht? Warum werde ich nicht schwanger? Nicht wenige Paare sind ungewollt kinderlos, das Babyglück scheint sich einfach nicht einstellen zu wollen. Die Krux an der Sache: Jahrenlang hat man verhütet, um eben nicht schwanger zu werden und nun, wo man sich ein Kind wünscht, kann man kaum etwas anderes tun als warten. Und ganz ehrlich: Ich bin im Warten sehr, sehr schlecht. Und so habe auch ich mir schnell die Frage gestellt, warum ich nicht schwanger werde und habe versucht nach Ursachen zu forschen, um diese beheben zu können.

Mögliche Gründe und Ursachen, warum du nicht schwanger wirst, gibt es viele. Aber zunächst einmal sei gesagt: Fast alle Paare halten nach etwa 18 Monaten einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Es gibt nur wenige Paare, die wirklich nicht schwanger werden und selbst dann hat man noch die Möglichkeit sich in einer Kinderwunschklinik helfen zu lassen. Trotzdem war auch bei mir die Angst groß, dass ausgerechnet wir zu den wenigen gehören würden, die keine Kinder bekommen können.

In der Regel sagt man jedoch, dass ein Jahr „Wartezeit“ durchaus normal sind und in dieser Zeit auch noch nichts unternommen werden sollte. Wenn du jung bist (unter 30 Jahre) kann man auch durchaus noch etwas länger warten, älteren Paaren wird empfohlen unter Umständen schon eher einen Arzt aufzusuchen.

Doch auch während der „Wartezeit“ kann man selbst einige Faktoren beeinflussen, die eine Schwangerschaft begünstigen bzw. die dafür sorgen würden, dass man nicht schwanger wird:

1. Stress

Stress ist in unserer Leistungsgesellschaft leider allgegenwärtig, sei es im beruflichen oder im privaten Bereich. Auch Finn und ich waren oft gestresst und wenn wir es ganz genau nehmen, war wahrscheinlich der unerfüllte Kinderwunsch unser Stressfaktor Nummer eins. Die Frage, warum ich nicht schwanger werde, hat mich nahezu jeden Tag gequält.

Studien deuten darauf hin, dass eine dauerhaft hohe Cortisolausschüttung (Cortisol ist das „Stresshormon“) in der Kinderwunsch-Zeit, die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden mindert und das Risiko unfruchtbar zu werden erhöht.

Ein ziemlicher Teufelskreis!

Was man dagegen tun kann? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnun! Ich kenne einige Frauen, die sich erstmal auf andere Sachen konzentriert haben und manche, die sogar den Kinderwunsch aufgegeben haben und dann doch spontan schwanger wurden. Für mich war das schier unmöglich. Am Ende bin ich trotzdem schwanger geworden. Denn ob es nun am Stress liegt oder an anderen Faktoren kann man nicht sagen und möglich ist (fast) alles.

Man kann also auch trotz Stress schwanger werden. Sinnvoll ist es dennoch in dieser Zeit besonders gut ür sich zu sorgen und regelmäßig Auszeiten zu nehmen. Auch ein urlaub kann gut tun und das Zünglein an der Wage sein 😉

2. Rauchen, Alkohol oder Drogen

Rauchen, Alkohol oder gar Drogenkonsum sind nicht nur ungesund für dich selbst, sondern auch im Hinblick auf eine erwünschte Schwangerschaft.

Studien zeigen, dass Frauen, die rauchen, länger darauf warten müssen schwanger zu werden und eher unfruchtbar sind, als Nicht-Raucherinnen. Das gleiche gilt für starken Alkohol- oder Drogenkonsum. Bedenke, dass es auch bei einer Abstinenz länger dauern kann, bis sich dein Körper wieder von den Giftcocktails erholt hat und du endlich schwanger werden kannst.

3. Medikamente

Es ist längst nicht nur die Antibabypille, die eine Schwangerschaft zuverlässig verhüten kann, sondern auch Medikamente, die du zunächst gar nicht damit in Zusammenhang bringen würdest.

Bei Schwangerschaftswunsch solltest du dir daher unbedingt eine Liste deiner Medikamente erstellen und genau abklären, ob mit der Nebenwirkung einer medikamentenbedingten ausbleibenden Schwangerschaft zu rechnen ist.

4. Über- oder Untergewicht

Die Wahrscheinlichkeit, dass du schwanger wirst, sinkt wenn du unter- oder übergewichtig bist.

So kann es bei Untergewicht (bei einem Body-Mass-Index von unter 18) sein, dass dein Zyklus unregelmäßig ist und manche Monate gar kein Eisprung stattfindet.

Auch Übergewicht kann deine Chancen, schwanger zu werden, negativ beeinflussen. Bei Frauen mit Adipositas (ab einem BMI von 30), kann es unter anderem zu Störungen des Hormonhaushalts kommen, wie z. B. einer Hyperandrogenämie.

Falls du also eine Schwangerschaft planst, solltest du möglichst Normalgewicht anstreben.

Allerdings war ich selber auch untergewichtig als ich schwanger wurde. Der BMI ist nur ein Richtwert und kann wenig darüber aussagen, ob du wirklich gesund bist oder nicht. Trotzdem lohnt es sich hier genauer hinzuschauen, wenn es auch nach längerer Zeit einfach nicht klappt.

5. Gynakologische Ursachen bei der Frau

Bestimmte gynäkologische Erkrankungen wie Zysten, Eileiterverschluss, Endometriose (Auftreten von der Gebärmutterschleimhaut ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle) oder das PCO-Syndrom (eine Stoffwechselstörung, die durch Eierstockzysten, Zyklusstörungen und/oder Hyperandrogenämie gekennzeichnet ist) können ursächlich dafür sein, dass du nicht schwanger wirst.

Gebärmutter und Eierstöcke bieten dann krankheitsbedingt nicht die Voraussetzungen zum Eintritt einer Schwangerschaft. Viele dieser Krankheitsgründe können jedoch heutzutage durch geeignete Therapie behoben werden. Die meisten dieser Krankheiten werden bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt schnell erkannt.

6. Hormonelle Störungen bei der Frau

Auch hormonelle Störungen im weiblichen Organismus können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Mit einer Blutanalyse beim Frauenarzt lässt sich herausfinden, ob dein Hormonstatus in Ordnung und dafür geeignet ist, eine Schwangerschaft zu ermöglichen.

Bei der Hormonanalyse bitte darauf achten, dass nicht nur die weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen, sondern auch die Schilddrüsenhormone, T3, T4 und TSH, mitbestimmt werden.

Hormonelle Störungen lassen sich durch angepasste Lebensweise oder auch medikamentös so gut beeinflussen, dass deine Chancen, doch noch schwanger zu werden, weiter steigen können.

7. Schlechte Spermienqualität beim Mann

Der Grund, warum du nicht schwanger wirst, kann auch bei deinem Partner liegen. Wenn beim Mann genügend intakte und gut bewegliche Spermien produziert werden, kann die Eizelle nicht befruchtet werden.

Ursachen dafür können ein früherer oder aktueller Hodenhochstand sein, frühere oder aktuelle Verletzungen (z. B. durch Sport) sowie Infektionen am Hoden. Auch Varikozele (verdickte Venen im Hodensack) stehen ebenfalls im Verdacht, Unfruchtbarkeit beim Mann auszulösen.

Eine ungesunde Lebensweise kann ebenso zur Unfruchtbarkeit beim Mann beitragen. Als erwiesen gilt, dass Rauchen einen negativen Einfluss auf die Produktion und die Befruchtungsfähigkeit von Spermien hat.

8. Sport und Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind sehr wichtig, um physisch und psychisch gesund zu bleiben.

Bewegungsmangel, eine Mangelernährung oder eine zu hohe Kalorienzufuhr können nicht nur zu Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, sondern auch deine Fruchtbarkeit und Schwangerschaftswahrscheinlichkeit negativ beeinflussen.

9. Sex zum falschen Zeitpunkt

Eine Frau ist nur zu bestimmten Tagen ihres Zyklus überhaupt empfängnisbereit. Dies sind die fruchtbaren Tage kurz vor, während und auch kurz nach dem Eisprung. Findet Sex also zum falschen Zeitpunkt statt, kann eine Empfängnis überhaupt nicht stattfinden.

Um die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden zu erhöhen, ergibt es Sinn, mithilfe der symptothermalen Methode oder einem Zykluscomputer wie dem Ava Armband die fruchtbaren Tagen zu ermitteln und genau an diesen Tagen Sex zu haben.

10. Zu wenig Sex

Wenn du nicht regelmäßig mit deinem Partner Sex hast, sinken deine Chancen schwanger zu werden, auch wenn alle anderen Voraussetzungen gegeben sind.

Wenn du schwanger werden willst, ist drei Mal pro Woche Sex ein guter Richtwert. Während der fruchtbaren Tage empfiehlt es sich, mindestens alle zwei Tage Sex zu haben. Übrigens gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass es sinnvoll ist auch nach den fruchtbaren Tagen Sex zu haben, da dies eine Schwangerschaft begünstigen kann.

11. Alter

„Deine biologische Uhr tickt!“, ist wohl ein Satz, den keine Frau gerne hören mag. Leider steckt aber viel Wahrheit darin: Im Gegensatz zu den Männern ist es bei uns leider so, dass ab einem bestimmten Alter kein Eisprung mehr stattfinden wird. Eine Schwangerschaft wird nach diesem Zeitpunk nicht mehr eintreten. Deshalb sollten Frauen oder Paare ihren Kinderwunsch möglichst nicht auf die lange Bank schieben.

Hinzu kommt, dass schon in der Zeot vor den Wechseljahren die Anzahl der Eisprünge abnimmt. Mit jedem Jahr, das vergeht, sinken somit die Chancen, auf natürliche Weise schwanger werden zu können. Außerdem steigt die Gefahr von Risikoschwangerschaften mit zunehmendem Alter.

12. Stillen

Aus hormonellen Gründen ist ein weiterer Kinderwunsch während der Stillzeit oft nicht möglich. Während der Stillzeit wird Prolaktin im Körper der Mutter produziert, ein natürliches Verhütungsmittel, welches den Eisprung und somit eine Schwangerschaft verhindern kann.

13. Scheidenflora

Eine unphysiologische Zusammensetzung der Scheidenflora kann dazu führen, dass du nicht schwanger werden kannst. Dickflüssiger Scheidenschleim erschwert den Spermien den Weg durch die Eileiter zum Eierstock.

Auch die bakterielle Zusammensetzung der Scheidenflora zugunsten schädlicher Keime kann eine Schwangerschaft unmöglich machen. Eine gynäkologische Untersuchung bringt dir hier Klarheit.

14. Infektionen

Fruchtbarkeitsprobleme können auch die Folge von unbemerkten Infektionen sein. So können z. B. eine Chlamydien-Infektionen zur Verklebung der Eileiter und damit zur Unfruchtbarkeit führen. Diese, aber auch andere Infektionskrankheiten, werden häufig durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Manche dieser Erkrankungen verlaufen inapparent, also völlig ohne sichtbare Krankheitssymptome. Ob du unter einer Infektion leidest oder gelitten hast, die als Grund für deine ausbleibende Schwangerschaft eine Rolle spielt, kann dein Frauenarzt feststellen.

15. Umweltschadstoffe

Bestimmte Umweltgifte können sich in unserem Körper anreichern und Körperfunktionen stören. Studien haben gezeigt, dass z. B. Cadmium und Blei die Fruchtbarkeit mindern können, wobei Blei insbesondere Männer beeinflusst. Cadmium kann die Fruchtbarkeit von Mann und Frau gleichermaßen beeinträchtigen.

Weitere Umweltgifte wie Pestizide oder radioaktive Strahlung stehen ebenfalls im Verdacht die Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen, klare Belege gibt es dafür bisher aber nicht.

Fazit

Ungewollte Kinderlosigkeit ist kein Schicksal, sondern in den meisten Fällen gut behandelbar. In den allermeisten Fällen lohnt es sich zunächst einfach abzuwarten und der Natur ihren Lauf zu lassen.

Tut sich jedoch auch nach ein bis zwei Jahren nichts, kann man durchaus ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Wichtig ist es dann, dass du die erforderlichen medizinische Untersuchungen nicht auf die lange Bank schiebst, sondern dich den möglichen Gründen für deine ausbleibende Schwangerschaft stellst.
Dabei beziehe immer auch deinen Partner mit ein. So gewinnst du nicht nur die nötige Klarheit, sondern kannst deine Kinderwunschplanung aktiv und vor allem erfolgreich angehen.

Ansprechpartner für ungewollte Kinderlosigkeit sind der Gynäkologe des Vertrauens oder spezielle Kinderwunschzentren mit ihren erweiterten medizinischen Möglichkeiten, kinderlosen Paaren doch noch zu ihrem Babyglück zu verhelfen.

Quellen und weiterführende Artikel

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Warten auf das Baby: Zweisamkeit für Dreisamkeit

Schwangere und Partner mit Ultraschallaufnahme: Kinderlosigkeit ist ein Problem für viele Paare (© Andres Rodriguez – Fotolia.com / Fotolia.com)

Als ein immer gewichtigerer Grund wird das zunehmende Alter der Mütter gesehen – weshalb Frauen von mancher Seite empfohlen wird, wieder früher Kinder zu bekommen. Moderne Verhütungsmethoden ermöglichen es Frauen, den Zeitpunkt für das erste Kind bewusst immer später zu wählen – das Durchschnittsalter der Frau liegt beim ersten Kind heute bei 29 Jahren, vor einem viertel Jahrhundert lag es noch bei 24 Jahren.

Der Trend geht, bedingt durch lange Ausbildungszeiten und Karriere sowie anderen für die Frau prioritären Gründen zu einer immer älteren Mutter. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, sinkt aber bereits nach dem 30. Lebensjahr sehr stark ab. Zusätzlich steigt die Rate an Fehlgeburten. Wenn man demnach eine „ältere“ Schwangere ist (also über 35 Jahre), sinkt nicht nur die Chance, schwanger zu werden, sondern es erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt.

Hinzu kommt ein Wandel im Sexualverhalten der Jugendlichen: Das frühe Einsetzen sexueller Kontakte, oft gepaart mit mangelndem Schutz, geht mit einer zunehmenden Gefahr einher, sich über Infektionen der Genitalwege den natürlichen Weg einer Befruchtung zu verbauen.

Auch trägt das steigende Übergewicht von Kindern und Jugendlichen dazu bei, später einmal Probleme mit der Fruchtbarkeit zu entwickeln, weil ein großer Anteil der adipösen Kinder auch im Erwachsenenalter nicht das Normalgewicht erreicht. Und: Nicht nur Frauen sind betroffen! Auch die männlichen Partner tragen zu den Fortpflanzungsproblemen bei, unter anderem weil sich die Samenqualität in den letzten Jahrzehnten nicht gerade verbessert hat.

Unfruchtbarkeit ist nicht Unfruchtbarkeit

Bei den Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit unterscheidet man zwischen Sterilität und Infertilität. Sterilität bedeutet, dass es nicht möglich ist, schwanger zu werden, während Infertilität heißt, dass eine Schwangerschaft nicht ausgetragen werden kann.

Ungewollte Kinderlosigkeit wird über einen Zeitraum definiert: Sie liegt vor, wenn nach ein bis zwei Jahren ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist. Es ist ratsam, dass der Mann bereits nach einem Jahr Wartezeit den qualifizierten Urologen für eine Samenqualitätsbestimmung (Spermiogramm) aufsucht und dann die Frau einen Frauenarzttermin für eine Hormonbestimmung fixiert. Die medizinischen Möglichkeiten sind umso effektiver, je jünger vor allem die Frau ist.

Gemeinsam lässt sich viel bewirken

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft liegt bei einem normal fruchtbaren Paar, das zweimal in der Woche Sex hat, bei rund 30 Prozent im Jahr. Eine lustvolle Pflege der gemeinsamen Sexualität kann die Empfängniswahrscheinlichkeit erhöhen. Schön wäre es, wenn Sexualität dabei ohne den Druck einer gewollten Schwangerschaft stattfinden kann.

Auch am Lebensstil kann gemeinsam gearbeitet werden: Der Abbau von Stress – vielleicht durch einen längeren Urlaub – kann sich positiv auswirken. Eine bewusste Lebensweise, die gesunde Ernährung ebenso einschließt wie das Weglassen von Alkohol, Zigaretten und Drogen und für ausreichend Schlaf und Bewegung sorgt, kann die Empfängnis-Wahrscheinlichkeit erhöhen. Bei Übergewicht schafft eine gesunde Gewichtsreduktion verbesserte Voraussetzungen, einen stabilen Menstruationszyklus zu erlangen. Über solche Änderungen des Lebensstils bereiten Paare auch eine gute Startbasis für das Kind, falls eine Schwangerschaft eintreten sollte.

Wir wollen ein Baby, aber nichts passiert!

Meist geraten Paare oder einer der Partner, die vergeblich auf eine Schwangerschaft warten, in eine Krise. Das vermeintlich Natürlichste und Einfachste im Leben funktioniert nicht. Dabei ist es sicherlich wichtig, nicht zu lange allein Zyklus für Zyklus zu warten, ob eine Blutung einsetzt oder es endlich geklappt hat. Frühzeitige, konkrete Beratung durch einen Spezialisten kann die tiefen Krisen vermeiden helfen. Spannungen, die das Warten in eine Partnerschaft bringen kann, können auf diese Weise besser hintangehalten werden.

Manchmal reichen schon allgemeine Informationen zur Empfängnis, um den Kinderwunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Trotz aller Aufklärung in den Schulen und via Medien sind Kenntnisse über den Eisprung, die Fruchtbarkeit und sonstige körperliche Zusammenhänge zu wenig präsent.

Grundsätzlich sollten beide Partner voneinander wissen, wie ausgeprägt der Kinderwunsch beim anderen ist. Sie sollten sich ihre Zukunft mit Kindern vorstellen, gedanklich aber auch eine Zukunft ohne Kinder zulassen, um den Druck zu mindern, dass „es“ endlich klappen muss. Wer die Wünsche und Ängste des anderen kennt, kann bei Fehlschlägen den Schmerz, der vom Gegenüber empfunden wird, besser nachvollziehen.

Mit solchen Gesprächen schafft das Paar eine Basis, die für den Fall, dass weitere medizinische Schritte zur Erfüllung des Kinderwunsches notwendig werden sollten, das gegenseitige Vertrauen stärkt und den Umgang miteinander erleichtert.

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Autoren:
Dr. Britta Bürger

Aktualisiert am: 01.09.2011 | 00:00

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Warum werde ich nicht schwanger? Wie du aus dem quälenden Gedankenkarussell aussteigst

Wenn du dir eine Schwangerschaft wünschst, sie aber einfach nicht eintreten will, stellst du dir vermutlich immer wieder die gleiche Frage, die schmerzt. Unsere Autorin erklärt dir, wie du wieder auf positive Gedanken kommen kannst.

Der Wunsch nach einem Kind

„Warum werde ich nicht schwanger?“ – das ist die natürlichste Frage der Welt, wenn Du Dir ein Baby wünschst und die ersehnte Schwangerschaft noch auf sich warten lässt.

Die große Sehnsucht nach dem Wunschkind ist der Motor unseres Herzens, eine Erklärung zu finden. Die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ ist der Ausdruck unseres Bewusstseins, um von dort aus Lösungen zu finden.

Wir machen uns auf, um Ärzte zu konsultieren. Wir vereinbaren Termine in einem Kinderwunschzentrum oder suchen ergänzend begleitende Praxen auf. Die größte Hoffnung liegt darin, eine Diagnose und eine Erklärung zu finden. In vielen Fällen ist das auch möglich und die Frauen/Paare sind erleichtert, eine Antwort zu haben.

Denn mit dieser Antwort kann man aktiv werden und etwas tun. Man fühlt sich nicht mehr ausgeliefert und hilflos. Auch wenn die Erkenntnis keine Garantie auf eine Schwangerschaft ist: man hat einen Grund gefunden und kann daran arbeiten.

Doch was machen Frauen, die keine medizinische Erklärung ihrer ungewollten Kinderlosigkeit in den Händen halten?

Sie bleiben weiterhin im nagenden Ungewissen. Zum einen sind sie erleichtert, dass keine (schlimme) Diagnose im Raum steht. Zum anderen fühlen sie sich unerlöst, denn keinen Grund zu finden lässt die Seele nicht zur Ruhe kommen.

Frauen, die ohne erkennbaren Grund kinderlos bleiben, stellen sich im Laufe der Monate und Jahre immer wieder diese Frage:

„Warum werde ich nicht schwanger?“

Dein Gedankenkarussell ist längst gestartet. Doch wie es bei einem Karussell immer der Fall ist: es geht rund und rund und rund. Wirklich vorwärts bringt einen das nicht. Spätestens bei der 10. Runde wird einem so schwindelig, dass man sich wünscht, das Karussell würde endlich anhalten.

Die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ kann zu einer alles vorherrschenden Fragestellung werden. Alles im Leben wird nach dieser Frage ausgerichtet, unter die Lupe genommen, auf Links gedreht und neu sortiert.

Jedes Ereignis, jeder Konflikt, jedes ungesunde Lebensmittel, ja sogar jeder Schritt abseits eines vermeintlich perfekten und vorbildlichen Lebensweges kann als Auslöser – und als mögliche Antwort – in Frage kommen.

Frauen geraten auf diesem Weg nicht selten in eine sehr kräftezehrende Spirale, die all ihre Ressourcen fordert. Sie lesen sich in sämtliche medizinische Artikel ein, sind in Facebook-Guppen und reproduktionsmedizinischen Foren unterwegs, kennen längst alle Bücher zu diesem Thema und sind Expertinnen auf dem Gebiet der neuesten Superfood-Forschungen für mehr Fruchtbarkeit.

Im gleichen Atemzug lässt sich erspüren, wie viel Kraft das kostet. Zusätzlich zum ganz normalen Alltagswahnsinn mit Job, Verpflichtungen, Haushalt, Freundschaftspflege und den täglichen Sonderaufgaben.

Die körperliche Kraft ist eine Sache – doch was ist mit der emotionalen Kraft unserer Psyche?

Die emotionale, psychische Kraft kann sich genau so erschöpfen, wie die körperliche Kraft. Beide Kraftressourcen sind gleich wichtig auf dem Kinderwunschweg von dem wir nie wissen, wie lange er dauern wird.

Aus diesem Grund lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen.

Gibt es vielleicht unbewusste Kraft- & Energieräuber?

Wenn Du Dich im Kinderwunsch befindest und diese Fragen von Dir sein könnten, dann sind die folgenden Informationen und Hintergründe vielleicht hilfreich für Dich.

Stellst du Dir immer wieder diese Fragen?

Warum passiert ausgerechnet mir das?

Was habe ich bloß falsch gemacht?

Warum werde ich nicht schwanger?

Diese Art der Fragestellungen haben eine „unsichtbare“ Komponente, die auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar ist: Sie lenken unser Denken und unser Fühlen zum Negativen hin. Sie führen in der Antwortsuche zum Unglücklichsein bzw. zur Unglücksbestätigung. Wie das funktioniert? Mit unserem von Natur aus integriertem Brain-Google.

Brain-Google

Unser Gehirn hat eine Art Suchmaschine integriert. Stellen wir uns eine Frage, sucht es bewusst und unbewusst nach einer Antwort. Ob wir wachen oder schlafen … es sucht radikal und unaufhaltsam auf allen Ebenen. Unser Gehirn sucht so lange, bis es eine plausible Antwort gefunden hat, die erstmal Sinn macht. Doch die Antworten sind bei dieser Art Fragestellungen negativ geprägt und bestätigen, warum etwas nicht geht.

In unserem Fall sucht unser Gehirn so lange nach einer Antwort, warum wir nicht schwanger werden. Die gefundenen Antworten sind in der Regel nicht weiterführend, sondern fungieren als eine Art Sackgasse.

Wenn wir also unsere innere Suchmaschine konstruktiv anwerfen wollen, dann sollten wir das mit einer positiven Frage tun. Wir brauchen die richtige Formulierung – das kann und sollte man üben. Übrigens auch für andere, wichtige Bereiche in unserem Leben.

Konstruktive Übung

Nimm Dir ein leeres Blatt Papier und notiere Deine Frage. Nimm die Frage, die als erstes aus Deinem Inneren hochkommt, wenn Du an Deinen Kinderwunsch denkst.

Untersuche nun Deine Frage: ist sie so forumuliert, dass nur eine positive und weiterführende Antwort erscheinen kann? Du kannst solange an Deiner Frage formulieren oder feilen, bis es nur eine positive Antwort geben kann.

Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich die Fragen unter diesem Aspekt verändern können.

Diese Ausnahme solltest Du kennen

Eines vorab: es gibt eine Ausnahme. Über eine Empfängnis kann man nicht verhandeln. Weder auf dem Papier noch im Gebet. Denn für die Entstehung eines Lebens braucht es ein Wunder, welches wir einladen, aber nicht erzwingen können.

Auch bei der noch so perfekt positiv formulierten Fragestellung können wir nicht die ersehnte Schwangerschaft zum Ziel machen. Folgende Fragestellung klappt also für unsere Suchmaschine nicht:

„Was könnte und müsste ich tun, damit ich mit einhunderprozentiger Sicherheit und Garantie schwanger werde?“

Wie Du „Warum werde ich nicht schwanger?“ in eine positive und hilfreiche Frage umwandeln kannst

Nehmen wir uns das vor, was in der Kinderwunschzeit am allerwichtigsten ist: die Gesunderhaltung unserer Seele und unserers Körpers.

Es kann immer wieder mal ein Auf und Ab geben – das ist nicht weiter schlimm, so lange wir auch Zeiten haben, in denen wir uns gut um uns kümmern und die Balance im Blick behalten.

Versuche die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ nicht weiter zu verfolgen. Wandele sie lieber um in eine hilfreiche und weiterführende
Frage, wie diese zum Beispiel:

„Was könnte und müsste ich tun, damit es meiner Seele gut geht?“

„Was könnte und müsste ich tun, damit ich körperlich in meiner Kraft bleibe?“

„Wie kann ich meine Wahrnehmung wohltuend ändern, dass ich Hilfen auf meinem Weg sicher erkenne?“

Die Antworten hierzu kommen nicht selten über Nacht. Das Gehirn arbeitet zu dieser Zeit auf Hochtouren, sortiert wichtiges von unwichtigem aus, schaltet neue Verbindungen und kappt Verbindungen, die sich als nicht wichtig erwiesen haben. Das hilft uns in der Kinderwunschzeit enorm.

Probiere es einmal aus

Wenn Du den Wunsch hast, aus dem Gedanken-Karussell auszusteigen, probiere es aus und schreibe Deine ganz persönliche Fragestellung auf. Feile an ihr, bis nur noch eine positive und hilfreiche Antwort gefunden werden kann. Du kannst sie auch für den „Cross-Check“ einer vertrauten Person vorlesen: Sollte sie keine negative Antwort finden, ist der Test bestanden.

Lies Deine Frage noch einmal im Bett durch, bevor Du abends das Licht ausknipst. Vertraue darauf, dass Du die Antwort finden wirst. Denn sie ist bereits in Dir drin.

Titelbild:

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Es klappt nicht mit dem Baby? So wird es doch noch was

Du hast das Gefühl, dass in deinem Umfeld gerade alle ein Baby bekommen und nur bei dir klappt es nicht? Lass dich davon nicht unter Druck setzen. Statistisch gesehen liegt die Schwangerschaftsrate bei gesunden Paaren nämlich bei nur 25 bis 30 Prozent pro Zyklus. Es gehört also auch ein wenig Glück dazu und du bist definitiv nicht die Einzige, bei der es mit dem Kinderwunsch etwas länger dauert. Die gute Nachricht: Fast alle Paare, die sich Nachwuchs wünschen, halten früher oder später ihr lang ersehntes Baby im Arm. Die wenigsten Paare bleiben kinderlos.

Die Gründe für eine verzögerte Schwangerschaft sind vielfältig

Dass sich deine Schwangerschaft verzögert, kann viele verschiedene Gründe haben. Meistens lässt sich die Ursache mithilfe verschiedener Untersuchungen klären und gegebenenfalls behandeln. Für eine Verzögerung ist häufig keine vollständige Unfruchtbarkeit verantwortlich, sondern eine vorübergehende Fruchtbarkeitsstörung. Zum Beispiel spielt das Alter eine Rolle. Heutzutage bekommen Frauen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit über 30 Jahren, die Fruchtbarkeit nimmt aber ab 25 Jahren kontinuierlich ab, was oftmals unterschätzt wird. Auch starkes Über- oder Untergewicht, übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum, exzessiver Sport und schwere körperliche Arbeit sind Risikofaktoren und können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Es gibt aber auch biologische Ursachen, die einer Schwangerschaft im Wege stehen. Der fehlende Eisprung ist dabei der häufigste Grund, warum es nicht klappt. Das bekommt ein Arzt meistens medikamentös in den Griff. Auch das PCO-Syndrom, eine Gelbkörperschwäche oder andere, mit Hormonen zusammenhängende, Ursachen können Gründe für das Ausbleiben der Schwangerschaft sein. Bei Männern liegt es häufig an anatomischen Problemen, Chromosomen- oder Hormonstörungen. Vieles lässt sich aber behandeln.

Die Psyche spielt beim unerfüllten Kinderwunsch eine Rolle

Bei 10 bis 15 Prozent der Betroffenen liegen keine biologischen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch vor. Doch auch psychische Belastung beeinträchtigt die Fruchtbarkeit. Kommen dein Körper und dein Geist nicht zur Ruhe, verhindert dein Körper, dass du schwanger wirst. Wenn du unter Dauerstress im privaten oder beruflichen Umfeld leidest, kann dies eine Störung des Hormonhaushalts zur Folge haben. Das kann zu einem Teufelskreis führen. Der ständige Wechsel zwischen Hoffnung und der Enttäuschung, wenn die Monatsblutung doch wieder einsetzt, verursacht bei vielen Paaren oft noch mehr Stress.

Wie viel Wartezeit ist normal?

Wenn du jahrelang hormonell verhütet hast, kann es durchaus eine Weile dauern, bis du schwanger wirst. Geschichten wie: „Gerade erst die Pille abgesetzt und schon schwanger“ sind die Ausnahme. Eine Wartezeit von einem halben bis zu einem Jahr ist sogar völlig normal. Weltweit hat jedes sechste Paar in den ersten 12 Monaten nach Absetzen der Pille Schwierigkeiten schwanger zu werden.

Nach einem Jahr sollten die Ursachen von einem Arzt abgeklärt werden

Du wirst auch nach Monaten des Wartens einfach nicht schwanger? Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation gilt ein Paar als unfruchtbar, wenn sich nach einem Jahr bei regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingestellt hat. In diesem Fall solltet ihr die Ursachen von einem Arzt abklären lassen. Die Gründe für die Unfruchtbarkeit können sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen. Zunächst wird dein Arzt eine ausführliche Anamnese durchführen. Das bedeutet, dass er dich nach deiner Krankengeschichte (z.B. Krankheiten, Operationen etc.), deiner psychischen Verfassung (z.B. Stress, Ängste) und deiner Beziehung (z.B. Sexualleben) befragt. Danach macht er verschiedene körperliche Checks. Bei der Frau werden beispielsweise Sterilitätstests durchgeführt, beim Mann ein Spermiogramm erstellt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei unerfüllten Kinderwunsch?

Je nach Diagnose gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manchmal kann schon ein Zyklus-Monitoring, also die genaue Beobachtung des Zyklus, helfen. Wenn Hormonstörungen für die Kinderlosigkeit verantwortlich sind, bekommst du Medikamente, die zur Normalisierung deines Hormonhaushalts beitragen. Sie stimulieren deine Eierstöcke und können den Eisprung auslösen, damit du auf natürlichem Wege schwanger werden kannst. Für viele Paare stellt sich nach einer Behandlung die ersehnte Schwangerschaft bald ein. Sollte es trotz aller Versuche nicht auf natürliche Weise klappen, besteht auch die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung. Dabei werden die Eizelle und die Spermien außerhalb deines Körpers zusammengeführt und nach der Befruchtung in deine Gebärmutter eingepflanzt.

Lesezeit ca. 6 Minuten

Dies ist mein erster Beitrag auf Papa-Online (PO), dem Blog in dem ich meine Erfahrungen als Vater sowie den Einstellungen und Meinungen, die ich dadurch gewonnen habe mit Euch teilen und diskutieren möchte. Über meine Motive zu diesem Blog im Detail findet Ihr an anderer Stelle im Blog mehr. Grundsätzlich war jedoch die Motivation, dass wir als Männer, Väter, eine viel zu kleine Lobby haben. Väter wollen sich heute vorab informieren was durch die Geburt auf sie zukommt oder wie andere Väter mit bestimmten Situationen umgehen. Es fehlt an Informationenquellen für Männer und genau dies soll PO leisten.

Ich bin kein Pädagoge oder Experte. Ziel von PO ist es auch nicht der ultimative Ratgeber zu sein. Es sind schlicht, wie der Titel schon sagt: „Erfahrungen, Meinungen und Ansichten“ – und zwar meine – die ich gerne mit Euch teilen möchte und über die wir hoffentlich im Laufe der Zeit diskutieren werden.

Ich habe lange überlegt, mit welchem Thema ich meinen Blog über das Vater werden und Vater sein anfange. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand. Vater werden bzw. sein fängt mit dem schwanger werden an. Doch was, wenn es nicht sofort mit der Schwangerschaft klappt?

Für ein Paar mit Kinderwunsch, ist es eine schwierige Zeit wenn der gewünschte Nachwuchs auf sich warten lässt. Ich weiß wovon ich rede bzw. schreibe, denn auch bei uns hat das erste Kind eine ganze Weile auf sich warten lassen. Frauen reagieren, glaube ich, empfindlicher auf das Thema. Ich habe mir zwar auch immer gedacht, dass es jetzt bald mal klappen könnte. Meine Frau hat das Thema aber richtig mitgenommen – das Schlimmste war jedoch, dass wir nicht wussten woran es lag.

Hier liegt oft das Problem – die Forschung nach der Ursache. Wenn man weiß warum etwas nicht klappt, kann man es ändern: lösungsorientierte Ursachenforschung.

Körperliche Ursachen

Ob eine körperliche Zeugungsfähigkeit vorliegt, egal ob bei Mann oder Frau, kann der jeweilige Facharzt herausfinden. Für Frauen ist der Gang zum Gynäkologen Routine. Ich persönlich gehe ja allgemein eher ungern und selten zum Arzt – besonders ungern zum Urologen. Ich kann jeden, der eine solche Untersuchung in Erwägung zieht, beruhigen – sie ist weit weniger schlimm als ich es mir vorgestellt hatte. Ein bisschen abtasten lassen, Ultraschall-Untersuchung, Blutprobe und das war’s. Na gut, nicht ganz. Der Doc benötigt auch eine Spermaprobe zwecks Zählung. Das kann man aber zu Hause erledigen und nach reichen.

Schwanger werden ist Kopfsache

Weit weniger eindeutig feststellbar sind psychische Blockaden der Schwangerschaft – betroffen sind davon eher Frauen.

Warum werden zum Beispiel Paare schwanger die einen One-Night-Stand haben oder keine Kinder wollen?

Warum klappt es auf einmal bei einem Paar, das sich mit der Kinderlosigkeit abgefunden hat, weil die Ärzte dem Mann Unfruchtbarkeit attestiert haben?

Warum klappt es aber bei einem Paar nicht, dass sich nichts mehr wünscht als Kinder zu haben?

Die Psyche spielt beim Thema Schwangerschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei uns war es ganz ähnlich – meine Frau wollte gerne das Thema Kinder mit 30 abgeschlossen haben. Als es im Beruf nicht ganz optimal lief, wuchs der dadurch keimende Wunsch nach einer baldigen Babypause. Es gab nur noch ein Thema, egal ob im Gespräch oder als Lektüre. Ich habe immer wieder zur Gelassenheit gemahnt, was aber Monat für Monat, der erfolglos verstrich, schwieriger wurde. Die medizinischen Untersuchungen haben nichts ergeben und trotzdem passierte nichts.

Was kann „Mann“ tun?

Es gibt leider nicht allzu viel, was der Mann machen kann. Hier eine kleine Liste der Dinge die ich getan habe:

  • Checkup – lass Dich vom Urologen durchchecken bevor Deine Partnerin etwas unternehmen lässt. Man nimmt an, dass die Ursachen für eine ausbleibende Schwangerschaft zu 50 % beim Mann zu finden sind
  • Druck nehmen – versuch den Druck von Deiner Partnerin zu nehmen. Sag ihr, dass es im Schnitt 12-18 Monate dauert bis es klappt. Vorsicht! Sei Dir sicher, wie lange Ihr es schon probiert sonst kann das nach hinten losgehen. Diese Werte sind aller höchstens Durschnittswerte. D. h. bei einigen geht es deutlich schneller, es kann aber auch länger dauern. Jeder Fall ist individuell.
  • Tapetenwechsel – macht zusammen den Fernurlaub den ihr schon lange plant – mit Kindern wird das erstmal nicht mehr gehen
  • Unternehmungen – geht öfters abends schön aus (Abendessen, Kino, Disco) – auch das geht bald nicht mehr so einfach
  • Andere Träume erfüllen – schon immer mal Lust auf Bungeespringen gehabt – jetzt ist die Zeit
  • Habt weiterhin Spaß – lass Dich nicht zum Zuchthengst degradieren – habt nicht nur Sex wenn es gerade „passen“ könnte. Die Zeugung sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern weiterhin der Spaß.
  • Was wenn? – bespreche mit ihr Alternativen (künstliche Befruchtung, Adoption, etc.) – das beweist ihr, dass ihr am gleichen Strang zieht und das Thema für Dich den gleich hohen Stellenwert hat

Alternative Methoden

Auch wenn Du im Zuge des Projektes „Schwangerschaft“ so manche Arztpraxis von innen gesehen hast, sollte man sich nicht nur auf die Meinungen des Facharztes beschränken. Sprecht mit Eurem Hausarzt über das Problem. Er kennt Euren Gesundheitszustand meist am umfassendsten und kommt vielleicht auf ganz andere Ansätze. Unser Hausarzt hat meine Frau untersucht und eine ziemlich heftige Lebensmittelallergie festgestellt. Ursache und Wirkung will ich hier gar nicht allzu sehr zusammenführen, aber nachdem meine Frau Ihre Ernährung umgestellt hat – funktionierte es.

Klammert alternative Medizin nicht aus – Schulmedizin ist kein Königsweg. Holt Euch Rat bei einem Homöopathen, sprecht mit einem Akkupresseur, etc. Für den Kinderwunsch ist kein Weg zu weit.

Es klappt dann, wenn man nicht mehr damit rechnet

Lockerheit ist meiner Meinung – besser – meiner Erfahrung nach, der Schlüssel schwanger zu werden. Soweit kein körperlicher Grund existiert, der einer Schwangerschaft im Wege steht, geht es darum die Partnerin so locker wie möglich zu machen. Je weniger man sich auf den Gedanken, schwanger werden zu wollen, versteift desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bald funktioniert.

Ich kann dies an zwei Beispielen belegen:

Nachdem wir gut 18 Monate lang alles probiert hatten, sind wir zu der Einstellung gekommen, dass es vielleicht gar nicht klappt oder zumindest jetzt noch nicht. Wir haben uns entschlossen unser Leben zu zweit zu genießen und uns zu diesem Zweck ein Mini-Cabrio angeschaut. Die Probefahrt war gemacht, der Preis ausgehandelt – alles wunderbar. Einige Wochen später kam meine Frau zu mir und sagte, dass es nun doch wohl eher ein Kombi werden sollte.

Zweites Beispiel:

Vor gut einem halben Jahr, unser Sohn war mittlerweile knapp ein Jahr alt, haben wir uns entschlossen das zweite Kind in Angriff zu nehmen. Ziemlich knapp auf einander, stimmt. Da wir jedoch mit einer ähnlichen Vorlaufzeit, wie bei dem ersten Baby, gerechnet haben erwarteten wir, dass unser Sohn gute zwei Jahre alt ist wenn das Zweite zur Welt kommt. Alle Planung dahin: Anfang November kommt unser zweites Baby zur Welt – gut ein halbes Jahr schneller als „geplant“.

Kinderlos – warum?

Haben Sie Geduld mit sich. Es ist völlig normal und keineswegs ein Zeichen gestörter Fruchtbarkeit, wenn sich nicht gleich in den ersten Zyklen ohne Verhütung ein Baby ankündigt. Nur etwas über die Hälfte aller Frauen wird innerhalb von sechs Monaten schwanger, jede fünfte muss länger als ein Jahr warten.

Nicht immer ist ein Kinderwunsch sofort erfüllbar. Bis zum erfolgreichen Eintritt einer Schwangerschaft müssen viele Faktoren eng und gut abgestimmt zusammenspielen. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beträgt selbst unter optimalen Bedingungen nur ca. 25 % pro Zyklus. Das heisst, es ist wahrscheinlicher, nicht schwanger zu bleiben, als schwanger zu werden! Hinzu kommt, dass ein hoher Prozentsatz (wahrscheinlich sogar die Hälfte) aller befruchteten Eizellen des Menschen eine Chromosomenanomalie aufweist, mit der das Kind nicht lebensfähig wäre, weshalb die Natur gar nicht erst eine Einnistung in der Gebärmutter zulässt. Sogar von den erfolgreich implantierten und schon sehr früh bewusst registrierten Schwangerschaften, also nach einem positiven Test in der 5. SSW, enden noch etwa 15% in einem Spontanabort. Diese Zahlen zeigen, welche Mechanismen die Natur hat, um entwicklungsgestörte, meistens genetisch defekte, Embryonen auszusondern.

Beachten Sie!

Interview

Experteninterview mit Prof. Dr. med. Michael von Wolff und Dr. med. Peter Fehr

Broschüre des Universitäts-Spitals Zürich, Klinik für Geburtshilfe: „Ratgeber Kinderplanung“

In grossen Untersuchungen bei vielen Paaren mit Kinderwunsch hat sich gezeigt, dass ca. 60% dieser Paare in den ersten 4 Monaten des „Probierens“ schwanger wurden. Annähernd 80% aller Paare konnten sich ihren Wunsch nach einer Schwangerschaft vor Ablauf eines Jahres erfüllen. Von Sterilität spricht man eigentlich erst, wenn beide Partner sich ein Kind wünschen und mit einer normalen sexuellen Beziehung und ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb von zwei Jahren keine Schwangerschaft eintritt. Reproduktionsmediziner raten jedoch vor allem bei etwas älteren Paaren (über 35 Jahre) dazu, höchstens ein Jahr zu warten und dann eine diagnostische Abklärung anzustreben. Mindestens der Hälfte der Paare kann schon allein durch eine gute Beratung und einfache Behandlungsversuche geholfen werden. Der Rest muss sich überlegen, ob aufwändige Therapien wie Insemination und In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) in Anspruch genommen werden sollen.

Wenn es nicht gleich klappt, stehen Sie nicht allein mit diesem Problem: Jedes sechste Paar bleibt ungewollt kinderlos, Tendenz zunehmend. Warum? Experten sehen den Hauptgrund der zunehmenden Unfruchtbarkeit im gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr berufstätige Frauen schieben den Kinderwunsch hinaus: Erst kommt die Karriere, dann die Kinder. Und ganz eindeutig spielt beim Schwangerwerden neben anderen Faktoren auch das Alter der Frau eine Rolle. Je älter eine Frau ist, umso weniger leicht wird sie schwanger und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs.

Früher dachte man oft, ungewollte Kinderlosigkeit sei immer die „Schuld“ der Frau. Heute weiss man dagegen, dass die Ursachen bei Frauen und Männern fast gleich häufig auftreten. In etwa 30% der Fälle liegt die Ursache ausschliesslich bei der Frau, in ca. 30% ausschliesslich beim Mann und in ca. 30% bei beiden Partnern. Nur bei einer Minderheit der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch kann trotz medizinischer Abklärung keine Ursache für die Unfruchtbarkeit gefunden werden.

Häufige Fragen zum Thema

Ist die langjährige Pilleneinnahme schuld, wenn man nicht mehr schwanger werden kann?

Nein, die hormonellen Empfängnisverhütungsmittel führen nicht zu dauerhafter Unfruchtbarkeit.

Patientinnen mit unregelmässigem Monatszyklus profitieren in jungen Jahren sogar durch eine Einnahme der sogenannten Anti-Baby-Pille, da durch sie eine Normalisierung der Zyklusstörungen stattfindet und…

vollständige Antwort lesen Sollte man immer ein Jahr warten, bevor man eine Arzt konsultiert bei unerfülltem Kinderwunsch?

Nein. Das gilt nur, wenn keine augenscheinlichen Probleme vorliegen wie unregelmässige Zyklen, frühere Operationen, Schmerzen im Unterleib, Hormonstörungen oder ausbleibender Eisprung (gemäss Eisprungstest). In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Abklärung sofort zu beginnen.

Die heutige Empfehlung…

vollständige Antwort lesen

Wissen

Anti-Müller-Hormon als neuer Fruchtbarkeits-Marker

Newsticker

Asthma senkt die Fruchtbarkeit: Dänische Forscher fanden nun heraus, dass sich Bronchialasthma negativ auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirken kann. Die Wissenschaftler verglichen Angaben von über 15.000 weiblichen Zwillingen im Alter zwischen 12 und 41 Jahren mit und ohne Asthma. 27 Prozent der Frauen mit Asthma hatten Probleme, schwanger zu werden. Im Gegensatz dazu probierten es nur 21,6 Prozent der gesunden Studienteilnehmerinnen über einen längeren Zeitraum vergeblich. Deutlich wurde aber auch, dass nicht-behandelte Asthmatikerinnen länger auf Nachwuchs warten mussten (30,5 Prozent) als jene, die wegen Asthma in Therapie waren (23,8 Prozent). (swismom Newsticker, 13.2.14)

Letzte Aktualisierung : 25-04-16, BH

Zuerst dachte Keely Favell aus Swansea, Wales, dass sie einfach nur zu viel gegessen hatte. Doch die junge Frau nahm immer mehr Kilos zu, vor allem der Bauch wurde dicker. Der zweite naheliegende Gedanke liegt auf der Hand: Eine Schwangerschaft. Doch etwas ganz anderes – etwas Abnormales – steckte dahinter.

Schwangerschaftstests waren immer negativ – obwohl der Babybauch wuchs

Wie das Nachrichtenportal BBC berichtete, sagte Favell im Interview: „Ich war immer etwas pummelig, aber im Laufe der Jahre habe ich langsam diesen Bauch bekommen. Er wuchs so langsam, dass ich nicht bemerkte, dass irgendwas nicht stimmt. Ich dachte, ich nehme nur zu.“ Die heute 28-Jährige wurde wegen ihres „Babybauchs“ sogar oft darauf angesprochen, wann denn der errechnete Geburtstermin wäre.

Lesen Sie auch auf Merkur.de*: Taxi fährt frontal in Auto – Schwangere schwer verletzt – ungeborenes Kind stirbt

Die junge Frau erinnert sich: „Ich bin mit meinem Freund Jamie Gibbins schon seit zehn Jahren zusammen und wir haben uns schon mehrfach gefragt, ob ich schwanger bin – aber wir haben mehrere Tests zuhause gemacht und die haben das immer ausgeschlossen.“

Diese Geschichte verstört ebenfalls: Frau wird Mutter von falschen „Zwillingen“, weil Klinik fataler Fehler unterläuft.

Riesige Zyste ließ den Bauch von Favell enorm anschwellen

Doch ihre Ärzte sagten ihr – trotz mehrerer negativer Schwangerschaftstests -, dass nichts als eine Schwangerschaft als Grund für ihren dicken Bauch infrage käme. Hier sollten sie sich allerdings gründlich geirrt haben.

Denn als ihre Frauenärztin endlich einen Ultraschall machte und sie zu einem Fachmann überwies, kam der Schock: Keine Schwangerschaft, sondern eine riesige Zyste war der Grund für den angeschwollenen Bauch. „Der Arzt sagte mir, dass ich gar nicht fett war – eigentlich war ich ziemlich dünn. Ich werde den schockierten Gesichtsausdrucks des Arztes nie vergessen, als er mich untersuchte“, erinnert sich Favell.

Sie nehmen trotz Sport einfach nicht ab? Daran könnte es liegen.

„Es sah aus wie ein riesiger Haufen Eiscreme“

Eine Operation war bereits überfällig: Die Waliserin hatte zu dem Zeitpunkt bereits Probleme beim Laufen und Atmen. Schließlich schlug sie sich schon seit zwei Jahren mit der angeblichen Schwangerschaft herum. Die behandelnden Mediziner entfernten die Zyste – und werden den Anblick wohl nie vergessen: Sie wog unglaubliche 26 Kilogramm!

„Ich konnte kaum glauben, dass ich so lange mit diesem medizinischen Alien in mir herumgelaufen bin. Es sah aus wie in riesiger Haufen Eiscreme“, erinnert sich Keely Favell mit Schrecken zurück.

Die junge Frau durfte nach vier Tagen das Krankenhaus verlassen und ist gesund. Ihr bleiben zwar eine Narbe und Schwangerschaftsstreifen, aber sonst wird sie nichts mehr an die schwere Zeit erinnern. Auch einer zukünftigen Schwangerschaft steht nichts im Wege. Ein ähnlicher Fall, der leider tragisch endete, ereignete sich in Großbritannien, wie tz.de* berichtet.

Frau geschockt: Blähbauch hat sie fast unfruchtbar gemacht.

Was ist eine Zyste?

Zysten sind Hohlräume im Gewebe, die eigentlich überall im Körper vorkommen können – etwa in der Brust, im Knie oder in den Nieren. Sie sind wie eine Kapsel geschlossen und können aus einer oder mehreren Kammern bestehen, die mit Blut, Gewebsflüssigkeit, Eiter oder Talg gefüllt sind. Da sie in der Regel keine Schmerzen oder andere Beschwerden verursachen, bleiben sie oft lange Zeit unbemerkt.

Die Britin Sue Radford war auch mit 21 eigenen Kinder nicht ausgelastet, wie extratipp.com* berichtet- sie ist mit Baby Nummer 22 schwanger. So sieht der Alltag der größten britischen Familie aus.

Ein scheinbar normales Ultraschallbild sorgt für Aufsehen. Denn ein bizarres Detail sahen auch die werdenden Eltern erst auf den zweiten Blick.

Frau nimmt trotz Diät immer weiter zu – Ärzte stellen folgenschwere Diagnose.

Weiterlesen: Unvorstellbar – Frau bringt Baby zur Welt – und nur 26 Tage später Zwillinge.

jg

*Merkur.de und tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

Schwanger mit 40

Veröffentlicht von cyclotest 11.12.2017 Kategorie(n): Ich bin (endlich) schwanger, Mein Babywunsch

Vorteile und Risiken einer späten Schwangerschaft

Schwanger mit 40? Mit Ende 30 oder mit über 40 noch ein Baby? Eine späte Schwangerschaft ist längst keine Seltenheit mehr. Doch Erfolgsaussichten, Aufwand und Wartezeit bis zur Schwangerschaft mit 40 sind individuell unterschiedlich.

Immer mehr Frauen verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten und entschließen sich, erst mit 35 oder mit 40 Jahren schwanger zu werden. Als Grund werden längere Ausbildungszeiten und anschließende Karrierephasen genannt – oder es fehlt der passende Partner. Ab 35 Jahren kann die Fruchtbarkeit bereits sinken und es daher notwendig sein, etwas dagegen zu tun. Auch sprechen Ärzte dann von einer Risikoschwangerschaft. Wir erklären, welche Vorteile sich bei einer späten Schwangerschaft ergeben, worauf Du bei einer Schwangerschaft mit 40 achten solltest und wie Du Deine Chancen erhöhen kannst.

Ist die späte Schwangerschaft, also eine Schwangerschaft mit 35 oder 40 Jahren, auf dem Vormarsch? Nicht so ganz. Im Jahr 2015 lag das Durchschnittsalter der Erstgebärenden in Europa bei 28,9 Jahren. Im Durchschnitt waren Mütter in Deutschland bei der Geburt sogar etwas älter – 29,5 Jahre.1 Mit einem späteren Kinderwunsch bist Du aber nicht alleine. Im Jahr 2015 waren beispielsweise 170.365 Mütter in Deutschland älter als 35.2

Die meisten Mütter über 40 gab es 2015 in NRW – es waren 6.323. Prozentual betrachtet entschieden sich in Hamburg die meisten Frauen für eine späte Schwangerschaft – ganze 6 % waren es dort.

Du bist nicht allein: 2015 waren 4 % der Mütter in Deutschland schwanger mit 40.

Aber: Bei einer Schwangerschaft mit 35 oder 40 gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Vorteile einer Schwangerschaft ab 40

Mit 40 braucht man in der Regel länger, um sich von einer durchtanzten Nacht zu erholen. Bedeutet das auch, dass jüngere Mütter mit durchwachten Nächten am Babybett besser umgehen können? Wir denken, dass jedes Alter seine Vor- und Nachteile hat. Unter 40 hat man seltener mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Dafür ernähren sich ältere Mamas häufig gesünder.

Ganz klar – eine Schwangerschaft mit 40 hat noch mehr Vorteile für Dich und Dein Kind:

  • Du hast Dich ausgelebt und seltener das Gefühl, etwas zu verpassen.
  • Du hast schon viele Probleme gemeistert und seitdem Nerven aus Stahl.
  • Deine Joberfahrung kommt Dir beim Wiedereinstieg zugute.
  • Mit 40 ist man finanziell besser abgesichert.
  • Viele Deiner Freundinnen sind bereits Mütter und können Dir wertvolle Tipps geben.

Risiken einer Schwangerschaft ab 40

Allerdings gibt es nicht nur Vorteile einer späten Schwangerschaft. Wenn Du mit 40 Mutter werden willst, nennt man Dir häufig folgende Risiken:

  • Risiko einer Chromosomenstörung (1,3–4,4 Prozent)
  • Gefahr einer Fehlgeburt (20 Prozent)
  • Thromboserisiko (Risikofaktor 1,3 ab 35)
  • Fruchtwasserembolie (0,00006–0,00015 Prozent aller Geburten)

Zwischen 1 und 4 von 100 Föten der 40-jährigen Mütter erhalten die Diagnose Trisomie 21. Mit der Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung wie dem Down-Syndrom steigen leider auch die Fehlgeburten an. Ungefähr jede 5. Schwangerschaft endet vorzeitig mit einem totgeborenen Kind.4 Befruchtete Eizellen mit schweren Gendefekten sterben oftmals nach wenigen Tagen oder Wochen ab – so bleibt diese kurze Schwangerschaft unbemerkt.

Wenn Du ein Kind erwartest, hast Du ein höheres Thromboserisiko, denn Dein Körper ändert das Gerinnungssystem, damit Du bei der Geburt nicht zu viel Blut verlierst. Verglichen mit dem Thromboserisiko von Raucherinnen (2,7), Frauen mit Adipositas (2,6) und Schwangeren mit einem BMI über 30 (4,4), ist das Alter ein vergleichsweise geringer Risikofaktor für Thrombosen – es liegt bei 1,3.7

Einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2006 wird häufig entnommen, dass Schwangere über 35 ein erhöhtes Risiko haben, eine Fruchtwasserembolie zu erleiden – das ist eine gefährliche Komplikation im Verlauf oder nach der Geburt. Die Forscher selbst betonen hingegen das Risiko durch medizinische Geburtseinleitung – unabhängig vom Alter waren 50 % aller Geburten mit diesen Komplikationen medizinisch eingeleitet.5 Die absolute Wahrscheinlichkeit einer Fruchtwasserembolie ist äußerst gering. Sie wird mit 0,00006 % aller Schwangerschaften mit einem einzelnen Kind beziffert und mit 0.00015 % für Mehrlingsschwangerschaften.5

Schwanger mit 40 und Fruchtbarkeit

Leider ist der Weg zur Mutterschaft für Frauen über 40 mitunter lang und steinig. Viele Frauen mit spätem Babywunsch bekommen zu hören, dass sie am „Aniston-Syndrom“ leiden, also zu lange mit dem Kinderkriegen gewartet haben. Davon solltest Du Dich nicht gleich entmutigen lassen. Neben den diversen Risiken und Problemen gibt es einige Möglichkeiten, um Deine fruchtbare Phase optimal zu nutzen und schwanger zu werden.

Die Statistiken zeigen, dass es oft noch möglich ist, auf natürlichem Wege schwanger mit 40 zu werden und ein Baby zu bekommen. Es dauert allerdings länger, da Dein Eisprung aussetzen und Deine Hormonkonzentration problematisch sein kann. Deshalb ist es ab 40 noch wichtiger, den Zeitpunkt der optimalen Fertilität zu bestimmen.

Erstgeburt mit 40 – Wie erkenne ich fruchtbare Phasen?

Nach Jahren und Jahrzenten der Verhütung mit der Pille müssen viele Frauen ihren natürlichen Zyklus erst kennenlernen. Die Furcht vor den Regelschmerzen aus der Teenagerzeit ist meist unbegründet. Mit der Bestimmung der Fruchtbarkeit kommst Du Deinem Eisprung genauer auf die Spur. Hierbei werden am besten zwei Eisprunganzeichen kombiniert. Gerade bei einem späten Schwangerschaftswunsch ist es wichtig, die fruchtbaren Phasen genau zu kennen, wann man schwanger werden kann.

Das Basalthermometer inkl. App cyclotest mySense unterstützt Dich beim Auswerten der Daten. Die Anwendung zeigt Dir auch an, ob überhaupt ein Eisprung stattgefunden hat. cyclotest mySense lernfähig und passt sich an Deinen individuellen Zyklus an. Als Medizinprodukte unterliegt unsere App, aber auch die Computer einer strengen Kontrolle – auch in Sachen Datenschutz. Falls Du cyclotest mySense bereits einsetzt, kannst Du jederzeit vom Verhütungsmodus in den Kinderwunschmodus wechseln und von Zusatzfunktionen wie dem Signal für hochfruchtbare Tage und dem Geburtsterminplaner profitieren.

Anti-Müller-Hormon als Hinweis auf die Fruchtbarkeit

Laut einer Studie aus dem Jahr 2002 haben Frauen zwischen 35 und 39 eine um 50 % geringere Chance, innerhalb eines Jahres eine Befruchtung zu erreichen, als Frauen zwischen 19 und 26.6 Die Studie ergab aber auch, dass nur eine sehr geringe Zahl der älteren Frauen tatsächlich steril ist.

Wie viele Eizellen eine Frau im Alter von 40 Jahren noch in sich trägt, ist ganz unterschiedlich. Die Follikelzahl wird beeinflusst durch:

  1. Das Alter, in dem die erste Periode (Menarche) auftrat.
  2. Die Anzahl der Follikel beim Eintritt der ersten Periode (300.000 bis 400.000 Follikel).
  3. Wie viele Follikel bei jedem Eisprung absterben (Atresie). Schätzungen bewegen sich zwischen 10 und 1000.
  4. Das Alter bzw. die Anzahl der Zyklen mit Follikelsprung.

Aufschluss über Deine spezifische Eierstockreserve bietet das Anti-Müller-Hormon (AMH). Die Konzentration des Anti-Müller-Hormons korreliert immer mit der Anzahl reifungsfähiger Eizellen. Deshalb eignet sich das AMH zur Fertilitätsdiagnose. Wenn Du dann schwanger bist, spielt AMH übrigens eine Rolle bei der Entwicklung der Geschlechtsorgane.

Allerdings ist die Anzahl der Follikel nur einer der Faktoren, der hilft, schwanger mit über 40 zu werden. Manchmal verwendet man den AMH-Test auch dafür, um zu prüfen, ob Deine Eierstöcke noch genügend Eizellen für eine künstliche Befruchtung enthalten. Zusätzlich zum Ergebnis des AMH-Tests werden oft weitere Tests durchgeführt. Erst dann kann Dein Arzt entscheiden, ob Du pflanzliche Heilmittel, Medikamente oder Behandlungen brauchst, um bald schwanger mit 40 zu werden – oder ob regelmäßiger Sex in den fruchtbaren Phasen ausreicht.

Fruchtbarkeit der Frau mit 40 fördern

Experten sind sich einig: Frauen, die spät Mutter werden wollen, sollten ihre Fruchtbarkeit rechtzeitig überprüfen lassen. So lässt sich klären, ob natürliche Familienplanung für Dich geeignet ist oder ob es erst mit einer Kinderwunschbehandlung klappt.

Diese Hilfsmittel gelten in der Naturmedizin als fruchtbarkeitsfördernd:

  • Mönchspfeffer
  • Gesunde Lebensweise
  • Entspannte Haltung zum Kinderwunsch

Folgende Faktoren senken die Fertilität:

  • Rauchen
  • Stress
  • Hoher Erfolgsdruck

Ein unerfüllter Kinderwunsch lässt sich heute auf vielerlei Weise erfüllen. Auf Kinderwunsch spezialisierte Ärzte und die Mediziner in einem Kinderwunschzentrum haben dazu mehrere legale Ansätze. Die Eizellspende von einer jüngeren Frau gilt zwar als erfolgversprechend, ist in Deutschland aber nicht erlaubt.

Späte Vaterschaft: Zeugungsfähigkeit des Mannes fördern

Besonders im fortgeschrittenen Alter ist Unfruchtbarkeit ein Paarproblem. Unabhängig vom Alter tragen aber auch die körperlichen Voraussetzungen und der Lebenswandel beider Partner zur Wartezeit auf das Baby bei.

In Sachen Fortpflanzung sind Männer ein wenig im Vorteil: Während Frauen mit stetig sinkender Eizellenzahl kämpfen, werden Spermien immer neu gebildet. Mit steigendem Alter kann sich aber auch der männliche Körper nicht mehr so gut gegen Umwelteinflüsse schützen. Durch Änderungen in der Lebensweise und bestimmte Mikronährstoffe kann man die Spermienqualität verbessern.

Quellen:
1Statistisches Bundesamt (Destatis): Das Leben von Frauen und Männern in Europa – Ein statistisches Portrait. Tabelle 1.1 Wichtige Lebensabschnitte. 1. Auflage. Wiesbaden 2017.
2Eurostat: Lebendgeburten nach Lebensalter der Mutter und Geschlecht. Datenbank demo_fasec. Abgerufen am 23.11.2017.
3Laue, B.: Schwangerschaft und Geburt: Das Wichtigste rund um Gesundheit, Entwicklung und Vorsorge. 1. Auflage. München 2012.
4Toth, B. (Hrsg.): Fehlgeburten Totgeburten Frühgeburten: Ursachen, Prävention und Therapie. 1. Auflage. Heidelberg 2016.
5Kramer, M. S. et al.: Amniotic-fluid embolism and medical induction of labour: a retrospective, population-based cohort study. Lancet. 368, S. 1444–1448, doi:10.1016/S0140-6736(06)69607-4.2006.
6Dunson, D. B. et al.: Changes with age in the level and duration of fertility in the menstrual cycle. Human Reprod. Volume 17. 2002.
7Rath, Werner et al.: Geburtshilfe und Perinatalmedizin: Pränataldiagnostik, Erkrankungen. 2. Auflage. Stuttgart 2010.

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Schwanger werden mit 20 bis 29 Jahren

Wenn Sie im Alter zwischen 20 und 29 Jahren schwanger werden wollen, dann spielen die Zeit und die biologische Uhr für Sie. Ihr Körper ist gut gerüstet für eine Schwangerschaft – und das wahrscheinlich auch noch, wenn Sie später das zweite Kind planen.
Pro
Streng biologisch betrachtet ist das dritte Lebensjahrzehnt die beste Dekade für die Empfängnis und das Austragen eines Kindes. Nach Experten-Meinung sind Frauen um die 20 am fruchtbarsten.
Jedes Mädchen wird schon mit allen ihr zur Verfügung stehenden Eizellen – ca. einer Million – geboren. Wenn sie in die Pubertät kommt, sind es noch ungefähr 300.000, aber nur ca. 400 Eizellen werden in den fruchtbaren Jahren von den Eierstöcken freigegeben.
Je älter Sie werden, desto öfter kann es bei der Verschmelzung von Eizelle und Spermienzelle zu Problemen bei der Reduplikation des DNS (die Erbinformation wird bei diesem Vorgang verdoppelt) kommen. Dadurch kann es dann zu Fehlentwickungen des Babys in der frühen Schwangerschaft kommen. Solche Anomalien können zum Beispiel zum Down-Syndrom führen.
Das Risiko einer Fehlgeburt ist bei jüngeren Frauen ebenfalls viel geringer: Im Alter von 20 bis 24 Jahren beträgt es nur 10 Prozent gegenüber 18 Prozent bei Frauen im Alter von 35 bis 39 und 34 Prozent bei Frauen zwischen 40 und 44 Jahren.
Im Alter wischen 20 und 29 Jahren ist es unwahrscheinlicher, dass gynäkologische Probleme wie Fibrome und Endometriose auftreten, denn diese entwickeln sich erst im Laufe der Jahre.
Die Schwangerschaft selbst kann für Frauen zwischen 20 und 29 Jahren auch deshalb leichter sein, weil diese Altergruppe weniger von gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck und Diabetes betroffen ist.
Jüngere Frauen neigen auch weniger zu Frühgeburten und zu einer Geburt von Babys mit geringem Geburtsgewicht als Frauen, die älter als 35 Jahre sind.
Laut der Endokrinologin Judith Albert mit dem Spezialgebiet Fortpflanzung ist es unerheblich, ob Sie mit Anfang 20 oder erst mit Ende 20 versuchen, schwanger zu werden: „Der Unterschied in der Fruchtbarkeit einer Frau zwischen Anfang und Ende 20 ist gering“, sagt sie.

Als Mutter im dritten Lebensjahrzehnt wird es Ihnen auch leichter fallen, trotz mehrmaliger Schlafunterbrechung in der Nacht am nächsten Tag nicht völlig übermüdet zu sein. Und wenn es dann einmal an der Zeit ist, dass Ihr Kind selbst Kinder bekommt, dann werden Sie in einem Alter sein, in dem Sie sich immer noch vital und energiegeladen genug fühlen, um eine aktive Großmutter zu sein.
Neben den physischen Vorteilen gibt es noch weitere: „Zwischen 20 und 29 sind Sie noch flexibler, und das ist gut für Ihre Beziehung und den Wechsel zum Elternsein“, meint Familien- und Ehetherapeutin Susan Heitler. „Je später Paare heiraten, desto schwerer fällt es ihnen, einen ‚gemeinsamen Weg‘ einzuschlagen, und es bleibt oft ‚sein Weg‘ oder ‚ihr Weg‘. Das macht es in der Partnerschaft nicht unbedingt leichter und als Eltern erst recht nicht.“

Kontra
Im Alter zwischen 20 bis 29 Jahren arbeiten Sie wahrscheinlich hart an Ihrem Karriereplan oder sind noch im Studium. Wenn Sie die Karriereleiter verlassen, um ein Baby zu bekommen, kann es schwer werden, danach wieder den Anschluss zu finden.
Die amerikanische Autorin Ann Crittenden hat in ihrem Buch „The Price of Motherhood“ (Der Preis fürs Muttersein) den Begriff „Mama-Gebühr“ geprägt – der ökonomische Tribut jeder Frau, die für ihr Kind eine Auszeit vom Beruf nimmt. Selbst wenn eine Frau direkt nach der Geburt an den Arbeitsplatz zurückkehrt, verdient sie statistisch gesehen weniger als ihre kinderlosen Kolleginnen. Diese Aussicht kann für einige Frauen den Ausschlag geben, eine erste Schwangerschaft auf später zu verschieben. „Frauen, die später gebären, haben ein höheres Lebenseinkommen und viel mehr Möglichkeiten als jüngere Mütter“, meint Ann Crittenden.
Während eine Schwangerschaft im dritten Lebensjahrzehnt biologisch gesehen vorteilhaft sein kann, ist sie für die Familienfinanzen eher negativ. „Meine jüngeren Klienten in den Zwanzigern bis hin zu Anfang 30 haben eine Menge Schulden“, berichtet Finanzberaterin Elise Stevenson. „Ausbildungsschulden wie BAföG-Kredite sind da zum Beispiel ein Problem, da stecken sie in der Falle. Und beim Versuch, die Schulden zu tilgen, können sie ganz leicht in die Kreditkartenfalle geraten.“
Laut Leah Seidler, einer Physiotherapeutin, die sich auf Beziehungsprobleme spezialisiert hat, kann ein Kind auch eine schwere Belastung für eine junge Ehe sein. „Junge Menschen haben oft nicht die Lebenserfahrung, um zu erkennen, dass dieser Lebensabschnitt mit einem Baby nur vorübergehend ist“, stellt sie fest. „Eine junge Mutter ist oft niedergeschlagen und fühlt sich überfordert, und der Vater fühlt sich vielleicht von seiner Frau vernachlässigt, die plötzlich nur noch mit diesem kleinen Wesen beschäftigt ist. Idealerweise sollte sich ein Paar in dieser Phase gegenseitig unterstützen und dadurch näher zusammenrücken. Aber bei vielen Paaren baut sich in dieser Zeit eine Distanz auf und sie entfremden sich voneinander, wodurch die Beziehung großen Schaden nimmt.“
Viele Paare um die 20 sind einfach nicht vorbereitet auf die Opfer, die man als Eltern bringen muss, meint Leah Seidler. Das könnte auch eine Ursache für die Ergebnisse von Meinungsforschern sein, wonach Kinder von jüngeren Müttern eher zu Verhaltensproblemen neigen als Kinder von älteren Müttern. Eine Forschungsstudie des Zentralinstitutes für Seelische Gesundheit in Mannheim ergab, dass Kinder von Frauen zwischen 15 und 24 Jahren sich oft als Unruhestifter entpuppten. Die Forscher brachten dieses Verhalten in Verbindung mit den unterentwickelten Fähigkeiten der jungen Mütter, ihre Kinder zu erziehen.
In der Vergangenheit war es normal, mit Anfang 20 Kinder zu bekommen. Aber früher waren die Familien auch größer, und viele Mädchen lernten zwangsweise etwas über Kindererziehung, weil sie sich um ihre Geschwister kümmern mussten. Da das nur noch selten vorkommt, betreten junge Frauen inzwischen bei der Geburt ihres Kindes häufig völliges Neuland.
Nicole, Leiterin für Verkaufsförderung in einem großen Hotel, bestätigt, dass sich bei ihr die Fähigkeit zur Kindererziehung erst mit zunehmendem Alter entwickelt. Sie bekam ihr erstes Kind, als sie in den 20ern war, drei weitere in ihren 30ern und eines mit 41 Jahren. Als 20-jähriger Mutter hätte ihr noch einiges an Wissen und Voraussicht gefehlt. „Wenn man Kinder bekommt und schon älter ist, dann ist man eher bereit, sich auf die Veränderungen im Leben einzulassen. Man kann nicht mehr so viel reisen oder mit Freundinnen shoppen gehen, aber ich glaube, dass macht einem nicht mehr so viel aus wie mit 20.“
Ihre Erfolgschancen
Im dritten Lebensjahrzehnt sind die Statistiken auf Ihrer Seite, sagt Sherman Silber, führender Spezialist zum Thema Fruchtbarkeit und Autor von vier Bestsellern zum Thema Fruchtbarkeit, u.a. „Endlich schwanger“. Sie hätten in jedem Menstruationszyklus eine Chance von 25 Prozent, schwanger zu werden. Ihre Chancen auf eine Empfängnis innerhalb eines Jahres lägen bei 98 Prozent mit Anfang 20 und bei 84 Prozent im Alter von Ende 20.
Nur sieben Prozent der 20-jährigen Frauen haben Probleme mit Unfruchtbarkeit, wohingegen zwei Drittel der Frauen über 40 Jahre Probleme damit haben. Eine 20-jährige Frau hat eine Chance von 94 Prozent, ein Kind zu bekommen, während bei einer 40-Jährigen die Chancen nur noch bei 36 Prozent liegen.
Lesen Sie mehr:

  • Schwanger werden mit 30 bis 39 Jahren
  • Schwanger werden mit 40 Jahren und älter

Quellen

Dieser Artikel wurde unter Verwendung der folgenden Quellen verfasst:
Crittenden, Ann: „The Price of Motherhood: Why the Most Important Job in the World is Still the Least Valued“, 2. verb. Auflage, New York, 2002
Tremblay, R.E., Nagin, D.S., Seguin, J.R., Zoccolillo M., Zelazi, P.D., Boivin, M., Perusse, D. & Japel, C. (2004): „Physical aggression during early childhood: tracectories and predictors.“ Pediatrics, 114(1), E43-50.
Laucht, M., Esser, G. & Schmidt, M.H. (200a): „Längsschnittforschung zur Entwicklungsepidemologie psychischer Störungen: Zielsetzung, Konzeption und zentrale Befunde der Mannheimer Risikokinderstudie.“ Zeitschrift für Klinische Psychologie und Pszchotherapie, 29(4), 246-262.
Carcio, Helen A.: “ Management of the Infertile Woman“, New York, 1998.
Klipstein, S., Regan, M., Ryley, D.A., Goldman, M.B., Alper, M.M., Reindollar R.H.: “ One last chance for pregnancy: a review of 2,705 in vitro fertilization cycles initiated in women age 40 years and above“, in Fertility and Sterility, August 2005, 84(2), 435-445.

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