Wie steckt man sich mit streptokokken an

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Streptokokken-Infektionen

Die Mehrzahl an Streptokokkenarten ist harmlos. Einige Stämme jedoch können unter Umständen Erkrankungen auslösen. (Bet_Noire / iStockphoto)

Kurzfassung:

  • Streptokokken sind Bakterien, die meisten Stämme sind harmlos.
  • Einige Stämme jedoch können Erkrankungen auslösen.
  • Die Übertragung erfolgt durch Niesen oder Husten, über direkten Kontakt mit infizierten Wunden oder während der Geburt von der Mutter auf das Kind.
  • Die wichtigsten von Streptokokken ausgelösten Erkrankungen sind Lungenentzündung, Angina, Scharlach, Rotlauf und die Neugeborenensepsis.
  • Streptokokken-Infektionen werden mit Antibiotika behandelt.

Bei Streptokokken handelt es sich um eine große Gruppe von Bakterien mit bestimmten Eigenschaften. Sie sind kugelförmig und meist in Kettenform angeordnet, mithilfe einer speziellen Färbemethode (Gram-Färbung) erscheinen sie bei Betrachtung unter dem Mikroskop blau. Jede Untergruppe zeigt zudem im Labor ein unterschiedliches Wachstum auf speziellen Nährmedien. Dadurch lassen sie sich voneinander und von anderen Bakterien unterscheiden. Weiters sind sie „fakultativ anaerob“, das heißt, sie können auch ohne Sauerstoff wachsen. Ihre Energie gewinnen sie durch Gärung.

Warum sind Streptokokken gefährlich?

Die Mehrzahl an Streptokokkenarten ist harmlos. Gefährlich werden sie dann, wenn die eigene Immunabwehr schwächelt, etwa bei chronischen Erkrankungen, sehr jungen oder alten Personen oder bei allgemein geschwächtem Immunsystem.

Riskant ist auch, wenn Streptokokken in die Blutbahn gelangen, etwa über eine Wunde. Die schädlichen Bakterien erhalten dadurch potenziell Zugang zu allen Organen. Unabhängig davon sind auch einige Streptokokkenarten an sich besonders „aggressiv“.

Wie werden Streptokokken übertragen?

Die Übertragung erfolgt abhängig von der Streptokokkenart durch Niesen oder Husten, über direkten Kontakt mit infizierten Wunden oder während der Geburt von der Mutter auf das Kind.

Streptokokken als Krankheitserreger

Streptokokken-Infektionen können an verschiedenen Stellen im Körper auftreten:

  • Rachen
  • Mittelohr
  • Nebenhöhlen
  • Lunge
  • Haut und Unterhautgewebe
  • Herzklappen
  • Blut

Die drei häufigsten krankheitsauslösenden Streptokokkenarten

1. Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken)

Pneumokokken werden durch Husten oder Niesen übertragen und besiedeln die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum. Bei nahezu der Hälfte der gesunden Bevölkerung finden sich Pneumokokken in den Atemwegen, werden jedoch durch ein intaktes Immunsystem in Schach gehalten und bleiben somit unbemerkt.

Ist das Immunsystem geschwächt, können sich die Erreger unkontrolliert vermehren, ausbreiten und eine schwere Form der Lungen­entzündung auslösen. Säuglinge und Kleinkinder, aber auch ältere Personen sind besonders gefährdet. Für diese Gruppen wie auch für chronisch Kranke ist daher eine Impfung ratsam.

+++ Mehr zum Thema: Pneumokokken-Impfung +++

Unter Umständen können Pneumokokken zu schwerwiegenden, zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen führen (Gehirnhautentzündung, Sepsis, Mittelohrentzündung, Arthritis, Endokarditis).

2. Streptococcus pyogenes (A-Streptokokken)

Bakterien der Spezies Streptococcus pyogenes sind häufige Erreger von typischen Infektionskrankheiten wie Mandelentzündung und Scharlach. Sie können lokalisiert (bestimmte Bereiche des Körpers betreffend) oder systemisch (den ganzen Körper betreffend) auftreten.

Lokalisierte Infektionen:

Mandelentzündung (Angina):
Die Streptokokken-Rachenentzündung wird hauptsächlich durch Niesen oder Husten übertragen. Typische Symptome sind Halsschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Unwohlsein. Bei Kindern kommt es häufig zusätzlich zu Bauchbeschwerden und Erbrechen.

Ansteckende Borkenflechte (Pyodermie, Impetigo contagiosa):
Die Übertragung von durch Streptokokken verursachten eitrigen Hautentzündungen erfolgt durch Kontakt- oder Schmierinfektionen. Es kommt zu einer oberflächlichen Hautinfektion, häufig im Gesicht (um Mund und Nase) und an den Beinen. Es bilden sich typischerweise Bläschen, die aufbrechen und anschließend verkrusten. Weitere Krankheitserscheinungen sowie Fieber treten nicht auf.

Rotlauf (Erysipel):
Auch Rotlauf wird durch Streptokokken ausgelöst und über Hautverletzungen übertragen. Die Diagnose eines Erysipels ist eine Blickdiagnose. Der Rotlauf kann bei bis zu einem Drittel der Patienten rezidivieren (wiederkehren).

Nekrotisierende Fasziitis:
Die Ansteckung erfolgt durch kleinste Hautverletzungen, insgesamt kommt diese schwerwiegende und gefürchtete Infektion jedoch nur äußerst selten vor. Bei der nekrotisierenden Fasziitis befallen die Streptokokken Muskeln und Muskelfaszien. Die betroffenen Stellen werden rot, heiß, schwellen an und werfen Blasen. Später kann es zu einem vollständigen Absterben (Nekrose) von Haut, Unterhaut und der Muskelfaszie kommen.

Infektionen, die sich im Körper ausbreiten:

Durch Einschwemmen von Streptokokken in die Blutbahn kann aus jeder lokalisierten Erkrankung eine Blutvergiftung (Sepsis) entstehen.

Scharlach:
Scharlach entwickelt sich aus der Streptokokken-Rachenentzündung. Es kommt zu eitrigen Belägen und starker Rötung an der Rachen- und Gaumenschleimhaut, zudem sind die Lymphknoten am Hals geschwollen.

Nach etwa 12–48 Stunden tritt der typische hochrote Hautausschlag an den Beugefalten der Achseln und der Leisten auf. Er breitet sich schließlich über den gesamten Körper aus, der Bereich um den Mund bleibt charakteristischerweise blass. Die Haut fühlt sich sandpapier- oder samtartig an. Ab dem dritten Krankheitstag ist die Zunge stark gerötet, kleine Knötchen sind sichtbar (Himbeerzunge). Nach etwa sieben Tagen beginnt die Haut, sich abzuschuppen.

Streptokokken-Toxic-Schock-Syndrom:
Sehr selten kommt es als Komplikation einer Streptokokken-A-Infektion zu einem Schock und Multiorganversagen mit potenziell tödlichem Verlauf.

3. Streptococcus agalactiae (B-Streptokokken)

Streptokokken der Gruppe B spielen bei verschiedenen Erkrankungen eine Rolle:

  • Neugeborenensepsis
  • Wundinfektionen
  • Blutvergiftung
  • Harnwegsinfektionen
  • Hirnhautentzündungen

Neugeborenensepsis:
Streptokokken der Gruppe B sind häufig in der Vagina zu finden und bereiten nur in den seltensten Fällen Beschwerden. Bei Störungen des Scheidenmilieus können sie sich jedoch ausbreiten und vermehren. Sie verursachen typischerweise einen gelblichen, übel riechenden Ausfluss.

Im Falle einer Schwangerschaft kann eine vaginale Streptokokken-Infektion eine Gefahr für das Kind darstellen. Die Übertragung von der Mutter auf das Kind erfolgt vor, während oder auch nach der Geburt. Infizierte Kinder können an der sogenannten Neugeborenensepsis erkranken: Dabei zeigt das Baby eine lebensbedrohliche Allgemeininfektion, die durch Schock, Hirnhautentzündung und Atemnotsyndrom gekennzeichnet ist.

Insgesamt ist das Erkrankungsrisiko jedoch relativ gering: Etwa 5–25% aller Schwangeren weisen eine vaginale Besiedelung mit B-Streptokokken auf. In etwa der Hälfte der Fälle werden die Keime auch auf das Kind übertragen, davon erkranken rund 0,5–1% an einer manifesten Infektion.

Um eine Neugeborenensepsis zu vermeiden, erfolgt daher bei allen Schwangeren kurz vor der Geburt (zwischen SSW 35+0 und 37+0) ein Screening auf B-Streptokokken. Wird eine Infektion festgestellt, so erhält die Mutter unmittelbar vor der Geburt eine Antibiotikabehandlung. Das Kind wird nach der Geburt auf mögliche Symptome überwacht und gegebenenfalls ebenfalls antibiotisch therapiert.

+++ Mehr zum Thema: Therapie bei Scheideninfektion +++

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die Diagnose einer Streptokokken-Infektion wird meist anhand der Symptome (z.B. Ausschlag bei Scharlach) und des Krankheitsverlaufs gestellt. Zusätzlich kann der Erreger direkt im Labor nachgewiesen werden, z.B. aus einem Abstrich des Rachens oder einer Wunde. Dafür wird eine sogenannte Bakterienkultur angelegt. Die Bakterien werden dabei unter speziellen Bedingungen vermehrt und können auf diese Weise exakt identifiziert werden.

Erste Hinweise auf eine Infektion mit Streptokokken der Gruppe A kann ein Schnelltest liefern. Dafür benötigt der Arzt nur einen Schleimhaut- oder Wundabstrich. Innerhalb weniger Minuten liegt das Ergebnis vor. Zur Absicherung der Diagnose wird jedoch üblicherweise im Anschluss noch eine Bakterienkultur angelegt.

Ein zweiter Schnelltest kann Hinweise auf eine Infektion mit Pneumokokken liefern. Dafür werden die Streptokokken in einer frischen Harnprobe nachgewiesen. Zur Diagnosesicherung wird anschließend noch eine Blutkultur im Labor angefordert.

Wie werden Streptokokken-Infektionen behandelt?

Bei leichten Infektionen werden Antibiotika (zumeist Penicillin) in Tablettenform, bei schweren Infektionen intravenös verabreicht. Unter Umständen kommt eine Kombination unterschiedlicher Wirkstoffe zum Einsatz. Im Falle einer nekrotisierenden Fasziitis muss das betroffene Gewebe schnellstmöglich chirurgisch entfernt werden.

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Autoren:
Mag. Astrid Leitner
Medizinisches Review:
Univ.-Prof. Dr. med. Florian Thalhammer
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Stand der medizinischen Information: November 2018

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Scharlach bei Kindern

Scharlach ist eine Infektionskrankheit mit sogenannten Streptokokken. Es ist möglich, mehrmals an Scharlach zu erkranken.

Scharlach bei Erwachsenen und Kindern: Ansteckung und Symptome

Scharlach ist vor allem als Kinderkrankheit bekannt, kann aber auch Erwachsene treffen. Schon während der Inkubationszeit besteht die Gefahr, die Krankheit weiterzugeben. Erfahren Sie hier alles zur Ansteckung, Inkubationszeit der Krankheit und welche Symptome auf Scharlach hinweisen.

Überblick
  • Inkubationszeit
  • Symptome
  • Komplikationen

Die Kinderkrankheit Scharlach (lat. Scarlatina) ist hoch ansteckend und tritt vermehrt im Herbst und Winter auf. Ansteckungsgefahr besteht vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, aber auch in Büros, wenn sich die Eltern bei ihren Kindern angesteckt haben. Je schneller die Infektionskrankheit erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr.

Die Ansteckung mit Scharlach kann auf zwei Arten erfolgen

Die sogenannte Tröpfcheninfektion ist eine Möglichkeit der Ansteckung. Das bedeutet, dass Körperflüssigkeiten einer kranken Person beim Niesen oder Husten in die Luft gelangen. Scharlach wird durch Streptokokken-Bakterien der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) verursacht, welche über das Einatmen in die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum eindringen.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Eine Schmierinfektion ist ein weitaus seltenerer Ansteckungsweg von Scharlach. In diesem Fall befinden sich die Scharlach-Erreger auf alltäglichen Gegenständen, die ein Erkrankter benutzt hat – zum Beispiel auf Geschirr oder Spielzeug. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch durch verunreinigte Lebensmittel hervorgerufen werden.

Inkubationszeit bei Scharlach

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen bei Scharlach einige Tage. Meist machen sich die ersten Beschwerden nach ein bis drei Tagen bemerkbar. Nur selten dauert die Inkubationszeit länger – insgesamt sind bis zu fünf Tage möglich. Wird sofort eine Behandlung mit Antibiotika angeordnet, kann die Ansteckungsgefahr schon innerhalb von 24 Stunden vorbei sein. Werden keine Medikamente verordnet, ist Scharlach noch bis zu drei Wochen nach Ausbruch der Krankheit ansteckend.

Erste Beschwerden und Symptome: heftig oder unspezifisch

Die Streptokokken-Bakterien bilden Giftstoffe (Toxine), wodurch folgende Symptome verursacht werden:

  • Hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden
  • geröteter Rachen
  • geschwollene Lymphknoten und Mandeln
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Im weiteren Verlauf zeigen sich typische Scharlach-Symptome:

  • Belegte Zunge erst weiß, dann himbeerfarben – die sogenannte Himbeerzunge (auch Erdbeerzunge genannt).
  • Hautausschlag aus roten, stecknadelgroßen Flecken. Bei wiederholter Ansteckung kann der Hautausschlag auch fehlen.
  • Sogenannter „Milchbart“ – das Dreieck um den Mund und das Kinn sind vom Hautausschlag nicht betroffen und wirkt milchig blass.

Wann dürfen Kinder wieder in die Kita oder zur Schule?

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist Scharlach eine meldepflichtige Krankheit. Bei Einnahme von Antibiotika kann das Kind in der Regel schon nach zwei Tagen wieder in den Kindergarten oder zur Schule gehen. Ohne eine medikamentöse Behandlung durch den Arzt ist der Besuch der Kita oder der Schule erst dann erlaubt, wenn die Symptome – unter anderem der Ausschlag – vollständig abgeklungen sind – frühestens aber nach drei Wochen. Geschwister, die noch gesund sind, sollten erst dann wieder zur Schule oder in die Kita gehen, wenn es der Arzt erlaubt.

Sollte das Kind noch Hautausschlag haben, reagieren viele Kindergärten und Schulen empfindlich, auch wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Sprechen Sie mit dem behandelten Kinderarzt über eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Ein schriftliches ärztliches Attest ist aber generell nicht erforderlich.

Komplikationen und Spätfolgen

Wird eine Scharlacherkrankung nicht rechtzeitig behandelt oder die Therapie mit Antibiotika zu früh abgebrochen, sind folgende Begleiterscheinungen möglich:

  • Mandelentzündung
  • Lungenentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung

In selteneren Fällen können sich zudem Folgeerkrankungen und Spätfolgen wie rheumatisches Fieber oder eine Nierenentzündung entwickeln.

  • Himbeerzunge, Fieber, Ausschlag: Scharlach-Symptome bei Erwachsenen
  • Das können Sie tun: Die richtige Behandlung bei Scharlach
  • Kinderkrankheitenlexikon: Alle Krankheiten von A bis Z

Keine Immunität nach überstandener Scharlach-Erkrankung

Da es verschiedene Arten von Streptokokken-Typen der Gruppe A gibt, ist man nach überstandener Scharlach-Erkrankung nur gegen diese eine spezifische Art von Streptokokken immun, die die Krankheit ausgelöst hat. An allen anderen Streptokokken-Varianten der Gruppe A kann man immer wieder erkranken. Deshalb können auch Erwachsene noch Scharlach bekommen, wenn auch seltener als Kinder. Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

Streptokokken (Gruppe-B-Streptokokken / GBS)

Streptokokken sind Bakterien, die im Allgemeinen harmlos sind und keine besonderen Symptome hervorrufen. Eine Schwangere mit Gruppe-B-Streptokokken (GBS) in der Scheide kann die Infektion jedoch vor oder bei der Geburt auf das Kind übertragen. Die Folge kann eine Blutvergiftung (Neugeborenen-Sepsis), Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung (Meningitis) beim Kind sein. Besonders gefährdet sind Kinder, die zu früh geboren werden. GBS gelten als die häufigsten Erreger von Neugeborenen-Infektionen.

Ansteckung

Da GBS weit verbreitet sind, wird geschätzt, dass 5 bis 30 Prozent aller Schwangeren GBS haben. Die Bakterien finden sich vor allem in der Scheide und im Enddarm.

Eine Übertragung auf das Kind ist vor allem gegen Ende der Schwangerschaft möglich, wenn GBS ins Fruchtwasser aufsteigen, sowie bei der Geburt über die Scheide oder auch über die Hände der Geburtshelferinnen und -helfer.

Infektion in der Schwangerschaft

Genaue Zahlen lassen sich schwer ermitteln. Deshalb kann nur geschätzt werden, dass eines bis zehn von zweitausend Neugeborenen mit GBS infiziert sind. Dabei werden zwei Formen unterschieden:

Die Frühform der Infektion geschieht meist bereits im Mutterleib und tritt innerhalb der ersten sieben Tage, in manchen Fällen direkt nach der Geburt auf. Sie macht etwa 90 Prozent aller Fälle aus und ist häufig mit einer Blutvergiftung (vor allem bei Frühgeborenen) oder einer Lungenentzündung (vor allem bei reif Geborenen) verbunden. Ein großes Risiko für eine Übertragung auf das Kind besteht besonders dann, wenn

  • GBS in der Scheiden- und Darmflora einer Schwangeren im letzten Monat der Schwangerschaft nachgewiesen werden,
  • eine Frühgeburt vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche droht,
  • nach einem Blasensprung mehr als 18 Stunden vergehen, ohne dass die Geburt beginnt, und
  • die werdende Mutter unter der Geburt mehr als 38 Grad Fieber hat.

Die Spätform der Infektion kann eine bis sechs Wochen oder noch etwas länger nach der Geburt auftreten und verursacht dann häufig eine Hirnhautentzündung beim Kind.

Abstrich-Test

Eine GBS-Besiedelung der Scheiden- und Darmflora kann durch einen Test festgestellt werden, bei dem ein Abstrich nacheinander aus der Scheide und dem Enddarm entnommen wird. Die Kosten für diesen Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nur übernommen, wenn ein konkreter Infektionsverdacht besteht oder es Hinweise auf ein entsprechendes Problem aus einer früheren Schwangerschaft gibt. Der Test wird deshalb häufig als selbst zu zahlende IGeL-Leistung angeboten.

Der Test wird zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche durchgeführt oder früher, wenn eine Frühgeburt befürchtet wird (dann ist er eine Kassenleistung).

Behandlung

Werden GBS nachgewiesen, wird die Frau während der Geburt mit Antibiotika behandelt. Eine Behandlung schon in der Schwangerschaft bringt keinen Nutzen, da die Keime bei bis zu 70 Prozent der Schwangeren dabei nicht endgültig beseitigt werden können und das Kind bei der Geburt gefährden.

Wird bei einem Neugeborenen eine GBS-Infektion festgestellt, wird das Kind ebenfalls mit Antibiotika behandelt.

Vorbeugung

In der Geburtshilfe wird diskutiert, ob und wie sinnvoll es ist, alle Schwangeren zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche auf eine GBS-Infektion zu testen und im gegebenen Fall mit Antibiotika zu behandeln. Oder ob es besser ist, auf die Testung aller Schwangeren zu verzichten, sie aber immer dann mit Antibiotika zu behandeln, wenn einer der genannten Risikofaktoren vorliegt (auch ohne GBS-Nachweis).

Der vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) betriebene „IGeL-Monitor“ bewertet den Nutzen des B-Streptokokken-Tests in der Schwangerschaft mit „unklar“: Nutzen und Schaden der beiden Vorgehensweisen halten sich seiner Bewertung nach die Waage.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.03.2019

Streptokokken Infektion- Ursachen, Symptome, Ansteckung

Streptokokken sind eine Gruppe von Bakterien, deren Arten uns als Erreger unterschiedlicher Krankheiten heimsuchen und sich vor allem auf den Schleimhäuten ansiedeln. Eine Infektion mit Streptokokken ist meist nicht die Ersterkrankung, denn die Bakterien können sich erst im Körper ausbreiten, wenn die Immunabwehr brach liegt.

Inhaltsverzeichnis

Was bewirken Streptokokken?

Streptokokken gelangen in der Regel durch Tröpfchen oder Berührungen eines Infizierten in den Körper. Je nach Erreger lösen sie zum Beispiel eine Entzündung der Mandeln und des Gaumens aus, können aber sogar das Herz und die Lunge entzünden. Dann gefährden die Bakterien bisweilen das Leben. Die Krankheiten entstehen genau genommen nicht durch die Streptokokken selbst, sondern durch ihre Ausscheidungen. Ohne Behandlung breiten sich die Bakterien im Körper aus und Folgekrankheiten entstehen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3 Tagen und zwei Wochen.

Streptokokken sind eine Gruppe von Bakterien, die vielfältige Erkrankungen auslösen können. (Bild: Tatiana Shepeleva/fotolia.com)

Welche Streptokokken-Arten gibt es?

Streptococcus pyogenes bedeutet „Eiter auslösend“. Diese Art gelangt vor allem durch die Mundschleimhäute in den Körper und löst Scharlach, Mandel- und Rachenentzündungen aus. Problematischer sind die Reaktionen des Immunsystems auf diese Bakterien. Diese „Kreuzreaktionen“ können Entzündungen der Haut und der Gelenke sowie der Muskeln und des Herzens auslösen.

Streptococcus pneumoniae befällt vor allem die Schleimhäute der Atemwege und löst typischerweise eine Lungenentzündung aus. Doch diese Bakterien können ebenso eine Hirnhautentzündung, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und Hornhautentzündung der Augen verursachen.

Streptococcus mutans bezeichnet eine Art, mit der fast jeder Mensch in Berührung kommt. Sie löst nämlich Karies aus. Die Ausscheidungen dieser Streptokokken enthalten Säure, die die Zahnoberfläche schädigt. So entstehen Löcher in den Zähnen. Streptococcus mutans beschert uns zudem Entzündungen der Zähne, des Zahnfleisches und der Zunge.

Gefahr für das ungeborene Kind

Die Bakterien stellen für Föten eine Gefahr dar, wenn sie aus dem Genitalbereich in die Fruchthöhle in der Gebärmutter aufsteigen. Schwangere sollten deshalb alle Möglichkeiten, sich mit Streptokokken zu infizieren, meiden.

Die Art Streptococcus pyogenes wird meist über Tröpfcheninfektion oder engen Körperkontakt übertragen. (Bild: Andrey Popov/fotolia.com)

Wie infizieren Sie sich mit Streptokokken?

Streptokokken übertragen sich durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Sie sind weit verbreitet und gewöhnlich haben wir immer eine kleine Anzahl von diesen Bakterien im Körper. Probleme gibt es erst, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist, sei es durch eine chronische Erkrankung, sei es durch eine frisch überstandene Operation oder eine angeborene Immunschwäche.

Auch unmittelbar vorhergehende Krankheiten verschieben die Kräfte zwischen Abwehrkräften und Streptokokken. Das kann bereits ein grippaler Infekt sein, besonders aber schwerere Erkrankungen wie Pfeiffersches Drüsenfieber oder Tumore. Drogen- wie Alkoholmissbrauch schwächen die Immunabwehr in solchem Ausmaß, dass die Erreger sich im Körper einnisten können. Sie können sich jetzt nicht nur besser vermehren, sondern auch eine kleine Menge der Bakterien kann eine Krankheit auslösen.

Ein schwaches Immunsystem ist besonders die Ursache für Streptokokkeninfektionen, die sich im Bereich der Atemwege und Körperöffnungen befinden, also Entzündungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich, im Rachen, an den Mandeln und den Nasennebenhöhlen.

Kontaminierte Oberflächen

Die Bakterien befinden sich auch an nicht gereinigten Oberflächen, an Wasserhähnen, Türgriffen oder auf Sitzen der Straßenbahn. Werden Lebensmittel nicht steril genug gelagert, dann können sie ebenfalls Streptokokken enthalten. Auch bei sachgemäßer Lagerung übertragen sie sich indessen, wenn ein von ihnen Befallener die Nahrung mit seinen Händen anfasst. Im Unterschied zur Tröpfcheninfektion ist hier die Vorbeugung einfach: Waschen Sie sich die Hände, wenn Sie mögliche kontaminierte Oberflächen berührt haben und waschen Sie Lebensmittel gründlich.

Mangelnde Hygiene

Das geht über in das dritte Risiko, nämlich mangelnde Hygiene. Um sich mit Streptokokken zu infizieren, reicht es aus, sich einmal mit Bakterien belasteten Händen die Nase zu wischen oder sich am Zahnfleisch zu kratzen. Dieses Risiko können Sie durch regelmäßiges Waschen der Hände vermeiden.

Küssen, Niesen und Husten

Da sich Streptokokken auch über Tröpfchen verbreiten, können Sie sich auch durch die Nähe zu Erkrankten infizieren. Das muss nicht einmal der Kuss einer infizierten Partnerin sein. Es reicht, dass ein Infizierter ihnen gegenüber in der Straßenbahn sitzt und niest. Gerade Streptokokken in Wassertröpfchen können mit der Luft weite Entfernungen zurück legen. Wenn Sie selbst infiziert sind, achten Sie darauf, in ein Tuch zu schniefen oder zu niesen; wenn jemand anders niest oder schnieft, halten Sie sich ebenfalls ein Tuch vor Nase und Mund.

Offene Wunden laden Streptokokken und andere Bakterien ein. Zum einen ist hier das Immunsystem voll beschäftigt, zum anderen bietet sich hier ein direkter Zugang zum Körper. Achten Sie darum darauf, eine Wunde sofort zu desinfizieren und abzudecken.

Bei einer Streptokokken-Infektion sollten Sie immer in ein Tuch niesen, um andere nicht anzustecken. (Bild: ryanking999/fotolia.com)

Unterschiedliche Symptome

Streptokokkeninfektionen sind „tricky“. Zum einen lösen die unterschiedlichen Arten der Bakterien verschiedene Symptome aus, zum anderen sind diese Symptome unspezifisch und lassen sich erst in ihrer Gesamtheit als von Streptokokken verursacht erkennen.

Streptococcus pyogenes wirkt leicht harmloser als es sein kann: Das „klassische“ Symptom ist hier eine Mandelentzündung. Doch die Mandeln, eine Art Schutzwall für die lebenswichtigen Organe im Körperinneren, entzünden sich aus vielerlei Gründen. Ihre Aufgabe als „Dreckfilter“ bringt es mit sich, dass sie sich häufig entzünden. Nichts in der Evolution ist perfekt, und bei den Mandeln zeigt es sich daran, dass sie häufig durch die von ihnen abgefangenen Substanzen selbst irgendwann so geschädigt sind, dass sie sich immer wieder von Neuem entzünden. Die Diagnose „Mandelentzündung“ kann also ein Hinweis auf Streptokokken sein, muss es aber nicht.

Die gängigen Symptome einer Streptokokkeninfektion treten auch bei anderen infektiösen Erkrankungen, Bakterien- und Virenbefall auf. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Fieber, erhöhter Blutdruck, Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Weitere mögliche Krankheitszeichen sind Ohrenschmerzen, Rötungen, Schwellungen, Störungen des Herzrhythmus, Schwindel, Schüttelfrost, Unwohlsein, allgemeines Schwächegefühl, Übelkeit und Erbrechen.

Blutvergiftung und Nekrose

Diese Ungewissheit wäre auch nicht dramatisch, wenn es bei einer reinen Mandelentzündung bliebe. Doch Pyogenes verbreitet sich gut im Blut, und so folgt auf die Entzündung der Mandeln und des Halses leicht eine Bakterienflut im Blutkreislauf. Jetzt wird es ernst, denn einmal im Blut können die Erreger systemische Erkrankungen auslösen – sogar eine Blutvergiftung, eine Herzentzündung oder Gewebenekrosen, die zum Tod führen.

Borkenflechte

Pyogenes kann die Haut ebenso infizieren wie das Unterhautgewebe, die Muskeln und Faszien. Typisch ist die ansteckende Borkenflechte, besonders an Mund, Nase und Beinen. Es bilden sich Pusteln, diese brechen auf und führen zu Verkrustungen (Schorf).

Scharlach

Scharlach kennen wir als eigenständige Krankheit, es handelt sich jedoch um eine Streptokokkeninfektion, die sich als Exanthem zeigt, das durch ein Gift der bakteriellen Ausscheidungen entsteht.

Die Erkrankung zeigt sich in kleinfleckigen Papeln, die am ersten Tag der Krankheit am Oberkörper auftreten und sich bis auf die Handinnenflächen und Fußsohlen überall ausbreiten. Die Patienten sind blass, ihre Zunge färbt sich charakteristisch himbeerrot. Der Hautausschlag verschwindet nach circa einer Woche, danach schuppt sich die Haut.

Scharlach rückte der Volksmund traditionell wegen seinen Symptomen in die Nähe von Masern, Röteln und Windpocken, und er galt als typische Kinderkrankheit. Doch im Unterschied zu diesen anderen Infektionen führt eine Erkrankung nicht zu einer langfristigen Immunisierung. Das Immunsystem wehrt die Streptokokken nur akut ab, eine mehrfache Infektion mit Scharlach ist jederzeit möglich.

Der toxische Schock

Das Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom ensteht ebenfalls durch die Gifte der Ausscheidungen. Hier kommt es zu einem Schock und einem Multiorganversagen. Jeder dritte Betroffene stirbt. Deutet sich ein toxischer Schock an, ist eine sofortige Behandlung auf der Intensivstation notwendig.

Ob eine Schwangere B-Streptokokken in sich trägt, kann der Gynäkologe leicht durch einen Abstrich feststellen. (Bild: Melpomene/fotolia.com)

B-Streptokokken

B-Streptokokken befinden sich in der Vagina jeder dritten Schwangeren, ohne dass die werdenden Mütter krank sind. Beim Neugeborenen, dass noch keine Immunabwehr entwickelt hat, kann es aber zu einer Erkrankung kommen. Es besteht die Gefahr einer Hirnhautentzündung.

Der Frauenarzt / die Frauenärztin kann am Ende der Schwangerschaft (35. bis 37. Woche) die Bakterien anhand eines Abstrichs aus der Vagina oder dem Rectum nachweisen. Die Betroffene erhält dann ein Antibiotikum, in der Regel Penicillin. Da die Erreger meist in geringer Menge vorhanden sind, reicht normalerweise die ein- oder zweimalige Einnahme.

Diagnose

Um die Bakterien zu erkennen, ist ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patienten notwendig. Dabei geht es um die spezifischen Schmerzen und Symptome. Dann sucht der Arzt den Körper auf optische Veränderungen ab: Ist die Haut gerötet? Der Mundraum? Sind Mandeln oder Lymphen geschwollen? Oder das Ohr?

Hat der Arzt jetzt einen Verdacht auf Streptokokken, nimmt er eine Blut- oder Speichelprobe, an der sich im Labor die entsprechende Bakterienart nachweisen lässt. Zuerst führt der Arzt in der Regel einen Antigen-Schnelltest durch. Ein positives Ergebnis zeigt eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A. Um welche Art es sich genau handelt, kann erst ein Speziallabor feststellen, das ist aber für die Behandlung unerheblich.

Behandlung bei Streptokokken

Streptokokken sind Bakterien und lassen sich deshalb mit Antibiotika behandeln. Diese sind das Mittel erster Wahl, wenn sich die Erreger im Körper eingenistet haben. Für Infektionen der Haut gibt es antibakterielle Salben und Cremes. Die Antibiotika enthalten vor allem Penicillin, Clarithromycin oder Erythromycin.

Pyogenes ist in Deutschland nicht resistent gegen Penicillin. Deshalb wirkt eine 10-tägige Gabe von Penicillin effektiv gegen Infektionen im Rachen und auf der Haut. Reagieren Patienten allergisch auf Penicillin, dann bieten sich als Alternative Cephalosporine, Erythrmycin oder andere Makroliden an. Die sollten ebenfalls bis zu 10 Tagen eingenommen werden. Jedoch ist Pyogenes in 38 % der Behandlungen gegenüber Erythromycin resistent. Bei einem toxischen Schock, einer Sepsis oder Gewebenekrosen ist Clindamycin zusätzlich zum Penicillin notwendig.

Die Symptome der durch Streptokokken ausgelösten Entzündungen am Gaumen, im Rachen oder an den Mandeln lassen sich durch Medikamente gegen Halsweh lindern. Wirksame Hausmittel gegen Halsschmerzen sind Salbeitee und Salzwasser.

Sie sollten frühzeitig zum Arzt gehen, denn eine beginnende Infektion mit Streptokokken lässt sich gut behandeln. Innerhalb weniger Tage sind die Erreger gewöhnlich vernichtet. Eine fortgeschrittene Infektion kann hingegen Sepsis oder sogar den Tod bedeuten.

Häufigkeit der Erkrankung

Infektionen des Rachens durch Pyogenes gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionen bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. In Deutschland gibt es vermutlich bis zu 1,5 Millionen Infektionen pro Jahr. In den meisten Fällen bleiben diese unproblematisch und viele Betroffene nehmen diese als grippalen Infekt oder kurzes Fieber wahr.

Eitrige Hautentzündungen durch Streptokokken sind vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitet, und zwar bei Kleinkindern. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit können sich hier Bakterien gut auf der Haut sammeln, ungenügende hygienische Verhältnisse und Armut bieten den Erregern zusätzlich einen Nährboden. Das Immunsystem der betroffenen Kleinkinder ist oft durch andere Krankheiten und Mangelernährung bereits vorher geschwächt, sauberes Wasser fehlt ebenso wie sterile Nahrungsmittel. Die Bakterien können sich zudem durch das Zusammenleben der Menschen auf engstem Raum bestens verbreiten.

Bei einer Streptococcus pyogenes-Infektion dürfen die Erkrankten laut dem Infektionsschutzgesetz nicht in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten, in denen sie Kontakt zu den Betreuungspersonen haben. (Bild: baranq/fotolia.com)

Rechtliche Bestimmungen

Das Infektionsschutzgesetz verbietet es Menschen, die mit Streptococcus pyogenes infiziert sind, in Gemeinschaftseinrichtungen in der Pflege, Erziehung, Aufsicht und jedem anderen Bereich zu arbeiten, in dem sie Kontakt zu den dort Betreuten haben. Der Arzt entscheidet, wann keine Gefahr mehr besteht, die Krankheit zu übertragen. Bei einer Antibiotikatherapie dürfen Sie am zweiten Tag, wenn keine Symptome mehr auftreten, wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Während der Infektion dürfen die Betroffenen die Gemeinschaftseinrichtungen weder betreten noch benutzen und auch nicht an Veranstaltungen teilnehmen.

Bei Hauterkrankungen, die durch Streptokokken ausgelöst sind, gilt § 42 des Infektionsschutzgesetzes. Betroffene dürfen während der Infektion keine Tätigkeiten ausüben, wo sie mit Kontakt in Lebensmitteln kommen, in Supermärkten ebenso wenig wie in der Gastronomie oder Küche, beim Herstellen oder Transport von Lebensmitteln.

Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen sind verpflichtet, das Gesundheitsamt zu verständigen, wenn in ihrer Einrichtung ein Fall von Scharlach oder einer anderen Infektion mit Streptokokken auftritt.

Besondere Risikogruppen

Streptokokkeninfektionen sind besonders gefährlich für Patienten, die an HIV oder Diabetes leiden. Hier können die Ausscheidungen der Bakterien einen septischen Schock auslösen. (Dr. Utz Anhalt)

Quellen anzeigen Autoren: Dr. phil. Utz Anhalt, Barbara Schindewolf-Lensch Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Bei Streptokokken (Synonyme: Streptococcus; Streptococcusinfektion; beta-hämolysierende Streptokokken; ß-hämolysierende Streptokokken; ICD-10 A49.1: Streptokokkeninfektion nicht näher bezeichneter Lokalisation) handelt es sich um in Kettenform angeordnete grampositive Bakterien. Sie gehören zur natürlichen Bakterienflora von Menschen sowie Säugetieren, können aber auch Auslöser verschiedener Krankheiten sein. Gruppe A-Streptokokken (GAS) sind beispielsweise oft Verursacher von Infektionen in den oberen Atemwegen.

Streptokokken können in mehrere verschiedene Untergruppen eingeteilt werden. Zu den wichtigsten Unterteilungen gehört die Lancefield-Klassifikation, wonach die Bakterien anhand einer bestimmten Struktur in die Serogruppen A bis W eingeteilt werden. Daneben gibt es Bakterien, die nicht in diese Gruppen eingeteilt werden können.
Serologische Einteilung der Streptokokken (nach Lancefield)

Wichtige Vertreter der Serogruppen sind:

  • Serogruppe A – Streptokokkus pyogenes ist der wichtigste Vertreter von GAS (Gruppe A-Streptokokken); diese sind unter anderem verantwortlich für Erkrankungen wie Tonsillitis (Mandelentzündung), Scharlach, Erysipel (Wundrose; eitrige Infektion der Haut und des Subkutangewebes (Unterhaut)), Impetigo contagiosa (Synonym: Impetigo vulgaris; Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung): 2-10 Tage; seltener Streptococcus pyogenes; häufiger Infektion mit Staphyloccocus aureus): hochkontagiöse, oberflächliche Infektion der Haut; Otitis media (Mittelohrentzündung), Pharyngitis (Rachenentzündung) oder nekrotisierende Fasziitis (foudroyant verlaufende lebensbedrohliche Infektion der Haut, der Subkutis (Unterhaut) und der Faszie mit fortschreitender Gangrän; häufig handelt es sich dabei um Patienten mit Diabetes mellitus oder anderen Erkrankungen, die zu Durchblutungsstörungen oder verminderter Immunabwehr führen)
  • Serogruppe B – Streptokokkus agalactiae; diese sind unter anderem verantwortlich für die Sepsis (Blutvergiftung), Wund- und Harnwegsinfekte und Neugeboreneninfektionen
  • Streptokokkus pneumoniae (keiner Serogruppe zuzuordnen) – sie sind vor allem verantwortlich für Pneumonie (Lungenentzündung), Otitis media (Mittelohrentzündung) und Meningitis (Hirnhautentzündung)
  • Oralstreptokokken (keiner Serogruppe zuzuordnen) – Bakterien, die sich physiologischerweise im Rachenraum, Im Magen-Darm-Trakt und in der Vagina befinden; sie sind häufig die Erreger bei der Appendicitis (Blinddarmentzündung), der Endokarditis (Herzinnenhautentzündung) und der Zahnkaries
  • Enterokokken (keiner Serogruppe zuzuordnen) – sie befinden sich physiologischerweise im Darm; sind häufig Erreger von Harnwegsinfektionen

Erregerreservoir ist der Mensch.

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt fäkal-oral (Infektionen, bei dem mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) aufgenommen werden; Schmierinfektion), z. B. Handkontakt mit kontaminierten Flächen, oder aerogen (Tröpfcheninfektion in der Luft).
Indirekte Infektionen über Lebensmittel sind beschrieben, jedoch sehr selten.

Die Dauer der Infektiosität kann bei akuten Streptokokken-Infektion, die nicht spezifisch behandelt wurden, bis zu 3 Wochen betragen, bei solchen mit eitrigen Ausscheidungen auch länger.
Nach Beginn einer wirksamen Antibiotikatherapie erlischt die Ansteckungsfähigkeit für Racheninfektionen nach 24 Stunden.

Verlauf und Prognose: In der Regel lassen sich Infektionen mit Streptokokken gut mittels Antibiotika behandeln. Bei nicht adäquater Therapie können Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Glomerulonephritis (Nierenerkrankung, mit Entzündung der Nierenfilterchen) auftreten.

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. (AWMF-Registernummer: 093-001), März 2014 Langfassung
  • Definition: Streptokokken sind grampositive, unbewegliche Kettenkokken, die keine Sporen ausbilden
  • Spezies: Vielzahl von Streptokokkenspezies; überwiegend als Teil der Kolonisationsflora der Haut und Schleimhäute (insb. Mundhöhle)
  • Humanpathogenität: Nur ein kleiner Anteil der Streptokokkenspezies sind humanpathogen

Einteilung humanpathogener Streptokokkenspezies

Für die Einteilung der Streptokokken bestehen eine Reihe taxonomischer Klassifikationssysteme. Bei den humanpathogenen Spezies haben sich im klinischen Sprachgebrauch die Einteilungen nach Hämolyseart und nach serologischer Gruppe (Lancefield) durchgesetzt.

  • Einteilung nach Hämolyseart
    • Unterschiedliche Hämolysezonen um Kolonien auf Blutagar
      • γ-Hämolyse = keine Hämolyse → keine Hämolysezone
      • β-Hämolyse = komplette Erythrozytenlyse → klare Hämolysezone
      • α-Hämolyse = Reduktion des Hämoglobins → grüne Hämolysezone
    • Unter den α-hämolysierenden (vergrünenden) Streptokokken finden sich zwei klinisch bedeutsame Erreger
      • Streptococcus pneumoniae bzw. Pneumokokken (Diplokokken!)
      • Streptococcus viridans
        • Ein Vertreter der Viridans-Gruppe ist Streptococcus sanguinis: Fakultativ-anaerober Keim der Mundflora
    • Die β-hämolysierenden Streptokokken werden weiterhin nach Lancefield eingeteilt :
      • Gruppe-A-Streptokokken: Streptococcus pyogenes
      • Gruppe-B-Streptokokken: Streptococcus agalactiae
      • Gruppe-D-Streptokokken: Alle Enterokokken (in der Taxonomie mittlerweile als eigene Gattung geführt)
  • Antibiotika-Empfindlichkeit: Streptokokken sind (in Deutschland) meist sensibel gegen Penicillin G
    • Weitere gängige Antibiotika zur Behandlung von Streptokokkeninfektionen
      • Aminopenicilline: Ampicillin und Amoxicillin
      • Makrolide: Bspw. Erythromycin
      • Cephalosporine: Bspw. Ceftriaxon oder Cefuroxim
    • Dosierungen und Therapieempfehlungen sind in den jeweiligen Wissenskapiteln der Erkrankungen zu finden

Prophylaxe der Neugeborenen-Infektion durch Streptokokken der Gruppe B

Wie lassen sich Gruppe-B-Streptokokken nachweisen?

Die Untersuchung sollte am Ende der Schwangerschaft stattfinden, am besten in der 35.- 37.Schwangerschaftswoche. Ihr Arzt macht einen Abstrich von Vagina und/ oder Rektum. Der mikrobiologische Nachweis der Bakterien in der Probe kann von Ihrem Arzt selbst vorgenommen werden.

Muss die Untersuchung bei jeder Schwangerschaft durchgeführt werden?

Ja. Es spielt keine Rolle, ob Sie bei der letzten Schwangerschaft negativ oder positiv getestet wurden. Eine Untersuchung am Anfang oder in der Mitte der Schwangerschaft ist sinnlos. Dies ergibt sich aus der Charakteristik des Erregers – durch sein vorübergehendes Aufkommen und Verschwinden, wie oben beschrieben.

Wie lässt sich die Übertragung auf das Neugeborene verhindern?

Falls der Test auf Gruppe-B-Streptokokken positiv ist, genügt zur Prophylaxe die intravenöse Gabe eines Antibiotikums (meist Penicillin) während der Geburt. Da das Antibiotikum nur über eine sehr kurze Zeit hinweg verabreicht wird, besteht keine Gefahr der Resistenz-Entwicklung.

Eine Antibiotikagabe vor der Geburt hat nicht die gleiche Wirkung wie eine Gabe während der Geburt. Diese präventive Maßnahme kann die Übertragung von der Mutter auf das Kind drastisch reduzieren.

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Antibiotikagabe während der Geburt für Frauen, bei denen Gruppe-B-Streptokokken diagnostiziert worden sind

Frauen, Männer und Kinder aller Altersklassen können Träger von Gruppe-B-Streptokokken-Bakterien (GBS) sein, ohne irgendwelche Symptome aufzuweisen. Gruppe-B-Streptokokken treten vor allem im Verdauungstrakt, in der Scheide und der Harnröhre auf. Das ist sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern der Fall. Etwa 1 von 2000 Neugeborenen leidet an GBS-Infektionen. Meist sind diese durch Atemwegserkrankungen, allgemeine Sepsis („Blutvergiftung“) oder Hirnhautentzündung in der ersten Lebenswoche erkennbar. Das Kind steckt sich während der Geburt bei der Mutter an. Wird der Mutter während der Geburt ein Antibiotikum direkt in die Vene verabreicht, geht die Bakterienanzahl rapide zurück. Dies könnte von Nutzen sein, jedoch müssten alle Schwangeren routinemäßig eine Untersuchung (Screening) durchlaufen. In vielen Ländern bestehen bereits Leitlinien bezüglich GBS-Screening während der Schwangerschaft und der Behandlung mit Antibiotika. Betroffene Ungeborene sind insbesondere dann Risiken ausgesetzt, wenn es sich um eine Frühgeburt mit niedrigem Geburtsgewicht, lange Geburtsdauer, vorzeitiger Blasensprung (mehr als 12 Stunden vor der Geburt), schwerwiegende Veränderungen der kindlichen Herzfrequenz in der Eröffnungsphase oder um Schwangerschaftsdiabetes handelt. Von allen Gebärenden mit GBS sind nur sehr wenige der geborenen Kinder infiziert. Antibiotika können negative Auswirkungen haben wie schwere allergische Reaktionen der Mutter, Zunahme von behandlungsresistenten Keimen und Ansteckungsgefahr des Neugeboren mit resistenten Bakterien sowie Pilzinfektionen von Mutter und Kind nach der Geburt.

Die Gabe von Antibiotika ist bislang nicht durch hinreichende Evidenz belegt. Der Review hat vier Studien mit insgesamt 852 Frauen mit GBS eingeschlossen. Drei Studien, alle älter als 20 Jahre, haben die Gabe von Ampicillin oder Penicillin mit einer Geburtsbegleitung ohne Medikamentengabe verglichen. Das Ergebnis zeigte keine nennenswerten Unterschiede bei Todesfällen von Neugeborenen, obwohl das Risiko einer frühen GBS-Infektion beim Neugeborenen mit Antibiotika gesenkt werden konnte. Zwischen den Antibiotika Ampicillin und Penicillin konnte in einer Studie mit 352 GBS-infizierten Frauen kein Unterschied in der Wirkung festgestellt werden. Selbst wenn ein wirksamer Impfstoff entwickelt werden würde, könnten nicht sämtliche Fälle von GBS-Infektionen im Zusammenhang mit der Geburt verhindert werden.

B-Streptokokken in der Schwangerschaft: Tödlich fürs Baby?

In unserem Organismus leben viele Bakterien, die uns nicht schaden. Jede dritte Frau beherbergt zum Beispiel in ihrer Scheide die sogenannten Streptokokken der Gruppe B – ohne etwas davon zu merken. Umso größer ist der Schreck, wenn eine Schwangere von ihrem Arzt gesagt bekommt, dass diese Streptokokken bei ihrem Baby zu einer ernsthaften Erkrankung, teilweise sogar zu seinem Tod führen können. Doch wie hoch ist die Gefahr wirklich?

Die meisten Eltern kennen Streptokokken im Zusammenhang mit Scharlach. Diese Streptokokken allerdings gehören zur Gruppe A und sind für Neugeborene in der Regel nicht lebensbedrohlich. Bei der Gruppe B allerdings wird es kritischer. Diese Bakterien besiedeln den Genital- und Afterbereich. Was noch nicht weiter schlimm ist – bis die Fruchtblase platzt. Denn dann steigen die Bakterien auf, breiten sich im Fruchtwasser aus und infizieren möglicherweise das Baby. Eine solche Ansteckung vor oder bei der Geburt kann zu schweren Krankheiten wie Meningitis, Lungenentzündung oder auch zu einer Blutvergiftung führen.

Eine Infektion des Neugeborenen kann schlimme Folgen haben

Die meisten Babys, die vor oder während der Geburt Kontakt zu Streptokokken haben, bleiben gesund, erklärt Joachim Martius, ärztlicher Direktor und Chefarzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Krankenhaus Agatharied in Hausham gegenüber der Elternredaktion von t-online.de. „Aber in immerhin ein bis fünf Fällen pro 1000 Geburten muss mit einer kindlichen Infektion gerechnet werden, wobei die Sterblichkeit der betroffenen Kinder bei vier Prozent liegt.“ Auch die überlebenden Kinder sind vor Langzeitfolgen nicht gefeit: „Neurologische Störungen zum Beispiel finden sich regelmäßig.“

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Mit Antibiotika Leben retten

Wird bereits in der Schwangerschaft erkannt, dass Gruppe-B-Streptokokken (GBS) vorhanden sind oder man schon ein erkranktes Kind geboren hat, dann wird das im Mutterpass verzeichnet. So wissen die Ärzte gleich, was zu tun ist und die Gefahr für das Baby verringert sich um einiges. „Mütter, bei denen in der Schwangerschaft GBS nachgewiesen werden konnte, erhalten mit Beginn der Geburt ein Antibiotikum, das über den Mutterkuchen noch vor der Geburt auch das Kind erreicht“, erklärt Martius.

Die betroffenen Frauen bereits im Vorfeld medikamentös zu behandeln, hält er nicht für sinnvoll, da es so nicht gelänge, die Erreger dauerhaft bis zur Geburt zu beseitigen. Auch einen Kaiserschnitt hält der Gynäkologe für keine wirkliche Alternative. Denn nur dann, wenn er geplant wurde und vor Wehenbeginn oder Fruchtblasensprung gemacht wird, kann man beim Säugling tatsächlich auf Antibiotika verzichten.

Betroffene Babys müssen intensiv überwacht werden

Besteht die Gefahr, dass ein Neugeborenes sich mit Streptokokken infiziert hat, achten die Ärzte in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt auf typische Symptome wie einen Temperaturanstieg, einen niedrigen Blutdruck, eine außergewöhnliche Herz- oder Atemfrequenz und einen lethargischen oder auch reizbaren Gesamtzustand. Frauen, bei denen während der Schwangerschaft Streptokokken der Gruppe B festgestellt wurden, rät man daher zu einer Niederkunft im Krankenhaus.

„Von einer Geburt im Geburtshaus ist dringend abzuraten. Die Neugeborenen bedürfen unmittelbar nach der Geburt einer intensiven Überwachung, um mögliche Zeichen einer beginnenden Infektion frühzeitig zu erkennen.“

Eine Infektion zeigt sich in den meisten Fällen sehr schnell

Infektionen mit Streptokokken der Gruppe B zeigen sich normalerweise relativ schnell. 90 Prozent treten innerhalb der ersten 24 Stunden auf. Bei der sogenannten Frühform entwickeln sich häufig Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen. Aber auch die Hirnhäute, das Knochenmark oder die Gelenke können sich entzünden. Diese Erkrankungen sind so schwer, dass fünf Prozent der betroffenen Babys sterben, wobei die Gefahr für die Frühchen am größten ist.

Die Kinder, die die Krankheit überstehen, kämpfen oft ihr Leben lang mit den Folgen. In seltenen Fällen tritt die Infektion als Spätform noch im Lauf der ersten drei Lebensmonate auf. Wer sich Sorgen macht und erste Anzeichen zu bemerken glaubt, sollte den Kinderarzt beziehungsweise auch die Hebamme so bald wie möglich darauf ansprechen.

Kassen zahlen die Tests meistens nicht

Die größte Gefahr für das Baby sich anzustecken, besteht während der Geburt. Es kann also aus medizinischer Sicht durchaus entscheidend sein, ob die Frau in den letzten Schwangerschaftswochen Streptokokken in sich trägt oder nicht. Das allerdings kann man nur herausfinden, wenn man einen entsprechenden Test macht. Dieser wird nicht routinemäßig durchgeführt und ist auch keine Kassenleistung.

Eine Ausnahme stellen die Risikogruppen dar. Dazu gehören unter anderem Frauen, die vor der 37. Woche entbinden sowie solche, bei denen nach einem Blasensprung viele Stunden bis zur eigentlichen Geburt vergehen. Für alle anderen Schwangeren belaufen sich die Kosten auf rund 40 Euro.

Das Thema steht auf der Agenda

In einer gültigen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe wird zu einem Screening aller Schwangeren in der 36. Schwangerschaftswoche geraten. „Derzeit aber ist ein solches Screening nicht Teil der Mutterschaftsrichtlinien“, meint Martius und ergänzt, dass er eine generelle Einführung und vor allem die Kostenübernahme durch die Kassen für durchaus wünschenswert hielte.

Das Thema wird, so die Auskunft des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, demnächst im Gemeinsamen Bundesausschuss beraten. Dieser ist dafür zuständig, welche neuen Leistungen in den Katalog der gesetzlichen Kassen aufgenommen werden. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass der Test auf Streptokokken der Gruppe B bald am Ende jeder Schwangerschaft durchgeführt wird. Und Leben rettet.

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Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit. Wenn ein kleiner Mensch in Ihnen heranwächst, ist das immer wieder ein Wunder. Jede Schwangere hofft, dass ihre Schwangerschaft ohne Probleme verläuft und am Ende mit der Geburt eines gesunden kleinen Erdenbürgers gekrönt wird. Das ist zwar meistens der Fall, aber doch nicht selbstverständlich.

Verschiedene Infektionen der Frau können sich auf das Ungeborene auswirken, teilweise mit fatalen Folgen. Eine dieser Krankheiten ist die Infektion mit Streptokokken. Dabei handelt es sich um Bakterien, die im Darm und auf der Haut sehr weit verbreitet sind. In den meisten Fällen bekommt der Träger das nicht mit, denn die körpereigene Abwehr hält sie in Schach. Es kommt nur selten zu Krankheitssymptomen.

Bei Schwangeren findet sich vor allem die Gruppe B der Streptokokken-Bakterien, welche sich bei 20 bis 30 Prozent der Schwangeren im Genitalbereich ansiedeln. Diese Art kann Probleme wie Harnwegsinfektionen oder Wundheilungsstörungen hervorrufen, aber auch das betrifft nur wenige Frauen.

Streptokokken für Ungeborene meist ungefährlich

Für das Ungeborene sind die Streptokokken in der Schwangerschaft meist ungefährlich. Die Infektion erfolgt erst während der Geburt und kann für Frühchen tödlich enden. Aber auch für reife Neugeborene kann die Infektion mit Streptokokken B verheerende Folgen haben. Aus diesem Grund dürfen Sie das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Streptokokken Test bei einer Schwangerschaft

Um eine Ansteckung des neugeborenen Babys zu vermeiden, sollten Sie einen Test durchführen, ob Sie mit Streptokokken B infiziert sind. Nach weltweit durchgeführten Studien ist jede dritte Schwangere davon betroffen. Doch wie kommt es dazu?

Die Bakterien sind in der Darmflora verbreitet. Vor allem im Analbereich sind sie angesiedelt, wo sie durch Schmierinfektion in die Scheide gelangen. Deswegen sollten Sie sich nach dem Stuhlgang immer in eine Richtung – nach hinten – säubern. So wird die Übertragung auf die Scheide verhindert.

Sind die Bakterien erst einmal in die Scheide gelangt, bereiten sie in der Schwangerschaft selbst meist keine Probleme. Sie werden erst für das Neugeborene gefährlich, das sich beim Geburtsvorgang mit Streptokokken B infizieren kann. Die Folgen können eine Blutvergiftung beim Frühchen sein, welche tödlich enden kann.

Auch für reife Neugeborene kann es gefährlich werden

Nicht nur bei Frühchen sondern auch beim reifen Neugeborenen kann es zu Komplikationen kommen, da die Erreger mit dem Blut im ganzen Körper verteilt werden und so zu den einzelnen Organen gelangen. Das Immunsystem von Neugeborenen ist noch nicht vorhanden, und so kann es zu schweren Infektionen kommen. Besonders gefürchtet ist die Hirnhautentzündung, die von den Bakterien ausgelöst wird.

Um festzustellen, ob sich bei der Schwangeren Streptokokken B in der Vagina befinden, wird eine mikrobiologische Untersuchung (ein sogenanntes B-Streptokokken-Screening) durchgeführt. Diese Untersuchung wird von den Kassen meist nicht übernommen, außer es besteht ein konkreter Verdacht auf eine Infektion. Wenige Krankenkassen übernehmen die Kosten für den B-Streptokokken-Test generell als Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft.

Wie erfolgt die genaue Untersuchung?

Es kommen zwei verschiedene Verfahren zur Anwendung, um Streptokokken B in der Scheide nachweisen zu können. Beim Kulturverfahren muss ein bakteriologischer Abstrich der Scheide und des Enddarms (Rektum) genommen werden. Der Rektumabstrich wird oft als unangenehm empfunden und deswegen von einigen Ärzten durch einen Perianalabstrich, also einen Abstrich aus der Region um den Anus, ersetzt. Studien zeigen, dass die Aussagekraft des Perianalabstrichs gleichwertig zum Rektumabstrich ist. Diese Untersuchung sollte im letzten Trimester der Schwangerschaft (zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche) erfolgen. Bei dieser Art der Untersuchung steht das Ergebnis am nächsten Tag fest.

Schneller geht es mit den Schnelltests: Beim immunologischen Schnelltest liegt das Ergebnis direkt nach dem Abstrich vor. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass sie weit weniger empfindlich sind und Streptokokken oft nicht erkannt werden. Daher wird diese Art von Schnelltest nicht empfohlen. Das molekularbiologische Nachweisverfahren liefert das Ergebnis in wenigen Stunden und ist ebenso zuverlässig wie die Kulturverfahren. Die Kosten sind allerdings sehr hoch und müssen von der Patientin selbst getragen werden.

Wichtiger Hinweis Alle Tests bergen ein gewisses Risiko, dass eine Besiedelung mit B-Streptokokken trotz korrekt durchgeführtem Test nicht nachgewiesen werden kann und es trotzdem zu einer Infektion beim Neugeborenen kommt. Das betrifft Einzelfälle, lässt sich aber nicht gänzlich ausschließen, da es bei einer Laboruntersuchung keine Treffsicherheit von 100 Prozent geben kann.

Streptokokken Geburt

Konnten die B-Streptokokken mit dem Screening nachgewiesen werden, sollten Sie nicht in Panik verfallen. Eine Behandlung während der Schwangerschaft ist nicht notwendig. Die Infektion des Babys erfolgt während dem Geburtsvorgang, wenn die Fruchtblase platzt und so die Keime aus dem Geburtskanal in das Fruchtwasser gelangen. Wenn das Baby das Fruchtwasser schluckt, gelangen die Streptokokken in den Magen-Darm-Trakt. Sobald es seinen ersten Atemzug macht, geraten die Bakterien auch in die Lunge. Dank der guten Vorsorge erkranken nur noch 34 von 100.000 Babys an einer Infektion. Dies sind jährlich 250 Neugeborene in Deutschland. Das ist ein starker Rückgang: Vor zehn Jahren wurden noch rund 50 Prozent mehr Infektionen verzeichnet.

Die Infektion wird im Mutterpass dokumentiert, damit in der Klinik geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Während dem Geburtsvorgang wird Ihnen das Antibiotikum über eine Armvene in regelmäßigen Abständen verabreicht. Die Häufigkeit richtet sich nach der Dauer der Geburt. Das verwendete Antibiotikum ist in der Regel Penicillin. Leiden Sie an einer Penicillinallergie, sollten Sie dies dem Arzt bereits beim Entnehmen des Abstrichs mitteilen. Das Labor, das den Abstrich untersucht, testet dann die festgestellten Streptokokken auf ihre Empfindlichkeit gegen ein anderes Antibiotikum.

Eine Antibiose, also die Gabe von Antibiotika, während der Geburt ist sinnvoll, wenn

  • der B-Streptokokken-Test positiv war
  • vor der 37. Schwangerschaftswoche die Wehen einsetzen
  • die Geburt länger als 18 Stunden andauert oder
  • während der Wehentätigkeit Fieber bei der Gebärenden festgestellt wird.

Wichtig ist, die Informationen über eine B-Streptokokken-Infektion rechtzeitig weiterzugeben. Es ist sinnvoll, sich im Krankenhaus Ihrer Wahl vorher vorzustellen. Sie werden dort untersucht, es wird eine Patientenakte für Sie angelegt und alles darin vermerkt.

Etwas schwieriger ist es, wenn Sie in einem Geburtshaus oder zu Hause entbinden wollen. Die Antibiose muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, was dort nicht gewährleistet werden kann. Es gibt zwar Geburtshäuser, die an Kliniken angebunden sind. Die sind aber selten, so dass Sie sich im Vorfeld erkundigen müssen, ob in dem Geburtshaus Ihrer Wahl die Behandlung mit Antibiotika möglich ist. Die Antibiotikaprophylaxe kann eine Infektion des Neugeborenen in den ersten Lebenstagen meistens verhindern.

Hinweis: Alle Angaben und Daten wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es wird jedoch keine Gewähr für deren Vollständigkeit und Richtigkeit übernommen. Die Website dient als Informationsquelle und ersetzt auf keinen Fall einen Arztbesuch!

Streptokokken erkennen und behandeln

Streptokokken existieren in der Bakterienflora eines jeden Menschen. Wir zeigen Ihnen, wie sich eine Infektion durch die kugelförmigen Bakterien äußert und was Sie dagegen tun können.

Streptokokken sind Bakterien, die auch ohne Sauerstoff wachsen können. Hierzu benötigen sie lediglich einen gärenden Prozess, wodurch sie ihre Energie beziehen. Sie gehören zur normalen Bakterienflora von Mensch und Säugetier dazu, können aber auch krank machen. Streptokokken befinden sich vor allem im Mund, im Rachenraum, im Darm und in der Vagina. Kommt es zu einer Infektion durch Streptokokken, können verschiedene Erkrankungen auftreten – von einer Angina bis zur Wundrose (Erysipel).

Welche Erkrankungen können Streptokokken verursachen?

Streptokokken können für eine ganze Reihe unangenehmer Erkrankungen führen, die in jedem Fall behandelt werden sollten. Besonders gefährlich kann eine Hirnhautentzündung werden, wird diese nicht rechtzeitig erkannt. Erkennen können Sie diese anhand von Symptomen wie Schüttelfrost, Fieber und körperlicher Schwäche.

Andere Streptokokken-Infektionen können unbehandelt im schlimmsten Fall zu einer Sepsis (Blutvergiftung) führen, bei der Bakterien in das Blut gelangen. Ein toxischer Schock ist oft die Folge, was durchaus auch tödlich enden kann.

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Streptokokken: Entzündungen im Hals und Rachenraum

Die langkettigen Bakterien können unter anderem zu Schluckbeschwerden und Halsschmerzen führen. Kinder und Erwachsene sind von der sogenannten Angina durch Streptokokken meist gleichermaßen betroffen. Es kann sich dabei um eine Mandelentzündung (Angina tonsillaris) oder um eine Entzündung des Rachenraums handeln. Zu der Entzündung kann sich zusätzlich die Körpertemperatur erhöhen. Betroffene erkennen die Symptome in den meisten Fällen anhand geschwollener Lymphknoten am Hals und des entzündeten Rachens, der mit teilweise starken Schluckbeschwerden einhergeht. Die verursachenden Streptokokken werden mittels Tröpfcheninfektion übertragen, mit einer relativ kurzen Inkubationszeit von einem bis maximal zwei Tagen.

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Streptokokken können Halsschmerzen verursachen. (c) Colourbox

Streptokokken-Infektion der Haut

Als größtes Organ schützt uns unsere Haut vor schädlichen Einflüssen und Verletzungen. Sie ist von diversen Pilzen und Bakterien, darunter auch Streptokokken, besiedelt, die ebenfalls der natürlichen Flora der Haut angehören. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt oder die Haut verletzt, können diese in die Hautschichten eindringen und zu Infektionen führen. Die Wundrose ist beispielsweise eine Art der Hauterkrankung, die durch A-Streptokokken verursacht wird und zu schmerzenden Rötungen und Schwellungen führen kann.

Weitere durch Streptokokken ausgelöste Krankheiten können sein:

  • Lungenentzündung
  • Scharlach (Kinderkrankheit)
  • Bauchfellentzündung
  • Infektionen der Harnwege
  • Infektionen der Geschlechtsorgane
  • rheumatisches Fieber
  • Blutvergiftung
  • Fußpilz
  • Lymphödem (als Folge einer Wundrose)

Risikogruppen für Infektionen durch Streptokokken

Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer Infektion, die durch Streptokokken hervorgerufen wird, erkranken. Besonders gefährdet sind jedoch ältere Personen oder Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Auch Diabetiker oder Menschen mit diversen Herzerkrankungen zählen zur Risikogruppe.

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Wie werden Streptokokken Infektionen behandelt?

Nachdem der Arzt die Diagnose durch einen Laborbefund oder einen Abstrich des Rachenraums gestellt hat, verschreibt er in der Regel Antibiotika zur Behandlung der Streptokokken-Infektion. Normalerweise dauert diese Behandlung rund zehn Tage. Auch die Einnahme von Amoxicillin oder Penicillin ist möglich. Wichtig für eine erfolgreiche Streptokokken-Therapie ist es jedoch, dass die Medikamente entsprechend ärztlicher Anweisung bis zum Schluss eingenommen werden.

Ein Abstrich vom Rachenraum gibt Aufschluss über einen Bakterienbefall. (c) Colourbox

Ein Abbruch der Antibiotika-Behandlung kann zu einer erneuten Infektion führen, die in manchen Fällen sogar mit noch schlimmeren Symptomen verlaufen kann. Nehmen Sie Antibiotika also am besten immer solange, bis die Packung aufgebraucht ist. Zu Beginn einer Antibiotika-Therapie werden zunächst die schwächeren Bakterien abgetötet und stärkere Bakterien könnten demnach überleben, wird die Behandlung vorzeitig abgebrochen.

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Sind Streptokokken ansteckend?

Generell ja. Mit Streptokokken kann man sich anstecken. Daher ist es wichtig, sich während einer Infektion zu Hause auszukurieren, um seine Mitmenschen nicht anzustecken. Erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika, reduziert sich die Ansteckungsgefahr relativ schnell. Menschen, die keine entsprechenden Medikamente einnehmen, können noch über Wochen ansteckend sein.

Erfolgt keine gezielte Behandlung der Streptokokken-Infektion, kann dies ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Gehen Sie also selbst beim geringsten Verdacht zum Arzt und lassen Sie Ihre Vermutung entsprechend abklären, um Folgeerkrankungen wie rheumatisches Fieber oder eine Lungenentzündung zu vermeiden.

Streptokokken – meist harmlos, manchmal aber auch gefährlich

Streptokokken sind Bakterien, die im und auf dem menschlichen Körper leben. Im Regelfall sind diese Bakterien harmlos. Unter Umständen können sie aber gefährliche Infektionen auslösen. Was Streptokokken darüber hinaus mit Schuppenflechte zu tun haben, erklären wir dir in diesem Artikel.

Inhalt:

Was sind Streptokokken?

Streptokokken sind eine Bakterienart, von der unterschiedliche Ausprägungen vorkommen. Diese Varianten werden “Stämme” genannt. Die meisten Bakterien-Stämme sind völlig harmlos. Einige Stämme können aber Infektionen auslösen. Diese Bakterienart gewinnt Energie durch Gärung und kann auch ohne Sauerstoff wachsen.

Wo kommen sie vor?

Die Bakterien kommen vor allem im Darm, Mundraum und Rachen und in der Vagina vor.

Welche Arten gibt es?

Die Bakterien gibt es in vielen Varianten. Die häufigsten Bakterien werden in drei Hauptstämme eingeordnet.

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae)

Sie befinden sich in den Schleimhäuten von Nase und Rachen und können Lungenentzündungen auslösen.

A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes)

Diese Bakterien betreffen einzelne Teile oder den gesamten Körper. Sie lösen Fieber und Infektionserkrankungen aus.

B-Streptokokken (Streptococcus agalactiae)

Die B-Streptokokken können unterschiedliche Erkrankungen auslösen. Eine besonders gefürchtete ist die Neugeborenensepsis.

Sind Streptokokken gefährlich?

In Normalfall geht von den Bakterien keine Gefahr aus. Tritt aber eine Infektion ein, so ist Vorsicht geboten. Dies gilt für allem für Personen mit geschwächter Immunabwehr und bei Personen, die an einer chronischen Erkrankung leiden. Wird eine Infektion nicht behandelt, so treten unter Umständen schwere Erkrankungen auf. Infektionen sollten daher stets vom Arzt behandelt werden.

Ansteckung mit Streptokokken

Eine Ansteckung erfolgt je nach Bakterienart unterschiedlich.
Die häufigsten Übertragungswege sind

  • Tröpfcheninfektion (Niesen oder Husten)
  • Direkter Kontakt mit infizierten Wunden
  • Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Geburt

Wie eine Infektion vermeiden?

Um sich nicht mit den Bakterien anzustecken, sollten folgende Punkte beachtet werden

  • Den direkten Kontakte mit der erkrankten Person vermeiden.
  • Regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren.
  • Das Immunsystem stärken (ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Vitamine).

Wie wird eine Infektion mit Streptokokken festgestellt?

Liegt der Verdacht einer Infektion mit Streptokokken vor, muss ein Arzt aufgesucht werden. Dieser nimmt dann die Diagnose vor. Um festzustellen, ob eine Infektion vorliegt, gibt es zwei Methoden.

Symptome

In der Regel wird eine Diagnose anhand der vorliegenden Symptome gestellt. Auch der Krankheitsverlauf gibt Auskunft über eine mögliche Infektion.

Labornachweis

Sind die Symptome nicht eindeutig oder liegt der Verdacht auf eine spezielle Form der Infektion vor, führt der Arzt eine Laboruntersuchung durch. So wird eindeutig festgestellt, ob und welche Infektion vorliegt.

Welche Erkrankungen verursachen Streptokokken?

Die Bakterien können zu unterschiedlichen Erkrankungen führen. Je nach Körperstelle unterscheiden sich auch die Symptome und der Krankheitsverlauf.

Die häufigsten Erkrankungen sind:

Angina (Mandelentzündung)

Bei der Angina handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung des Rachens. Weitere Symptome sind Halsschmerzen und Fieber. Vor allem Kinder erkranken häufig an Angina. Die Übertragung erfolgt über die Tröpfcheninfektion. Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika und fiebersenkenden Mitteln.

Scharlach ist eine Kinderkrankheit mit Hautausschlag. Neben den roten Hautflecken, zählen vor allem Fieber, Schüttelfrost und eine schmerzhafte Rachenentzündung zu den Symptomen. Die Übertragung erfolgt durch die Tröpfcheninfektion oder über offene Wunden (Wundscharlach). Die Infektion kann mithilfe von Antibiotika schnell und effektiv behandelt werden.

Bakterielle Nebenhöhlenentzündung

Eine Entzündung der Nebenhöhlen erfolgt oft durch Viren. Streptokokken können allerdings auch eine bakterielle Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) verursachen. Dabei füllen sich die Nebenhöhlen mit Schleim. Das Atmen fällt schwer, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein treten auf. Die Infektion erfolgt durch die Verbreitung der Viren durch die Luft. Meist reichen Hausmittel für die Behandlung aus. In schweren Fällen helfen Kortisonhaltige Nasensprays und Schmerzmittel.

Blasenentzündung

Eine Reihe von Bakterien kann Harnwegsinfekte auslösen. Auch Streptokokken gehörten dazu. Eine Blasenentzündung äußert sich durch Schmerzen beim Wasserlassen und häufigen Harndrang. Die Diagnose erfolgt durch eine Analyse der Symptome. Im Zweifel kann auch eine Untersuchung des Harns erfolgen. Oftmals helfen Hausmittel wie warmer Tee. In schwereren Fällen verabreichen Ärzte Antibiotika.

Lungenentzündung

Die Lungenentzündung ist eine schwerwiegende Erkrankung. Dabei kommt es zu starkem Husten, Schmerzen beim Atmen und schleimigem Auswurf. Hohes Fieber und ein hoher Puls begleiten die Erkrankung. Eine Entzündung der Lunge kann durch Viren, Parasiten oder externe Reize (beispielsweise dem Einatmen von Giftstoffen) verursacht werden. Häufigste Ursache ist aber die Infektion mit Streptokokken, genauer genommen den Pneumokokken. Unbehandelt kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Daher sollte bei Verdacht umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Hirnhautentzündung

Eine Hirnhautentzündung ist eine ernstzunehmende Krankheit. Die Entzündung betrifft die Hirnhäute und benachtbarten Areale im Gehirn. Die Symptome entwickeln sich oft innerhalb weniger Stunden. Typisch sind Fieber und eine Steifheit des Nackens. Darüber hinaus kommt es zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Benommenheit. Wird die Hirnhautentzündung nicht schnell behandelt, treten bleibende Schäden auf. In besonders schweren Fällen tritt der Tod ein. Eine Behandlung der Infektion erfolgt mit Antibiotika.

Neugeborenensepsis

Ist der Genitalbereich einer Schwangeren mit Streptokokken besiedelt, so können die Bakterien bei der Geburt das Kind infizieren. Im Regelfall betrifft dies nur einen sehr geringen Anteil der Neugeborenen. Tritt aber eine Infektion ein, so führt dies zu einer Blutvergiftung. Wird diese nicht behandelt, ist sie lebensgefährlich für das Neugeborene. Daher behandeln Ärzte in Risikofällen die Schwangere während der Geburt präventiv mit Antibiotika. Nach der Geburt wird das Neugeborene sorgfältig auf Krankheitssymptome hin beobachtet.

Streptokokken und Schuppenflechte

Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Die Haut teilt sich dabei viel zu häufig. Dies führt zu Rötungen, Juckreiz und schuppigen Stellen. Streptokokken werden immer wieder im Zusammenhang mit Schuppenflechte genannt. Eine Infektion mit Streptokokken kann Schuppenflechte auslösen. Diese Form der Proriasis wird Psoriasis Guttata genannt.

Was ist Psoriasis Guttata?

Die Psoriasis Guttata ist eine besondere Art der Schuppenflechte. Typisch sind kleine rote Flecken auf der Haut. Daher auch der Name, denn “guttata” bedeutet gesprenkelt. Die Flecken sind nur wenige Millimeter im Durchmesser. Sie befinden sich vor allem auf der Brust, dem Rücken, Armen und Beinen. Sie sind wie kleine Tropfen angeordnet und eher flach. Dadurch, dass die großen verdickten Hautstellen fehlen, können sie deutlich von der gewöhnlichen Schuppenflechte unterschieden werden.

Psoriasis Guttata bei Streptokokken Infektion?

Psoriasis Guttata tritt oft bei Kindern und Jugendlichen auf. Auslöser ist dabei typischerweseise eine Infektion der Atemwege durch Streptokokken. Auch bestimmte Medikamente (beispielsweise Beta-Blocker) stehen im Verdacht, Psoriasis Guttata auszulösen.

Streptokokken als Auslöser für Schuppenflechte?

Eine Infektion mit Streptokokken kann Schuppenflechte tatsächlich auslösen. Dabei müssen zwei Formen dieser Schuppenflechte unterschieden werden:

Vorübergehende Erkrankung

Meist tritt die Psoriasis Guttata im Zusammenhang mit einer Streptokokken-Infektion auf. Wird die bakterielle Infektion geheilt, so verschwindet in vielen Fällen auch die Schuppenflechte wieder. Dies ist vor allem der Fall, wenn vorher noch keine Psoriasis-Erkrankung vorlag.

Chronische Erkrankung

In einigen Fällen verschwindet die Psoriasis Guttata aber nicht. Sie wandelt sich dann in eine chronische Form der Schuppenflechte um. In diesen Fällen breitet sich die Schuppenbildung dann oft auf anderen Körperstellen aus. Typisch ist beispielsweise die Kopfhaut.

Wie wird die Schuppenflechte diagnostiziert?

Durch das charakteristische Krankheitsbild diagnostizieren Ärzte die Psoriasis Guttata meist eindeutig. Die typischen tropfenförmigen Hautrötungen unterscheiden diese Form der Psoriasis von der gewöhnlichen Schuppenflechte. In seltenen Fällen wird die Psoriasis Guttata mit einem gewöhnlichen Ekzem verwechselt. Um sicherzugehen, raten wir, einen erfahrenen Hautarzt aufzusuchen.

Wie Schuppenflechte durch Streptokokken behandelt?

Ärzte behandeln die Psoriasis Guttata auf unterschiedlichen Ebenen.

Ursachen bekämpfen

Damit die Beschwerden schnell abheilen, werden zuerst die Auslöser der Schuppenflechte behandelt. Liegt eine Infektion mit Streptokokken vor, so muss diese auskuriert werden. Wurde der Schub durch Medikamente verursacht, muss der Betroffene diese Medikamente vermeiden. Liegt ein Zusammenhang zwischen einer chronischen Mandelentzündung und der Psoriasis Guttata vor, können die Mandeln operativ entfernt werden. Alle Behandlungsansätze müssen mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Äußere Anwendung

Cremes und Salben helfen juckenden Hautstellen zu beruhigen und Entzündungen zu bekämpfen. Vor allem bei leichteren Formen der Psoriasis helfen äußere Anwendungen oft hervorragend. Je nach Ausprägung der Schuppenflechte unterstützen unterschiedliche Wirkstoffe. Manche Cremes helfen gezielt den Juckreiz zu reduzieren, andere schwächen Entzündungen. Auch rezeptfreie Cremes können die Haut hervorragend unterstützen.

Innere Anwendung

Liegt eine schwerere Form der Schuppenflechte vor, so wirken Medikamente oft ausgezeichnet. Wirkstoffe wie Fumarsäure, Methotrexat oder Ciclosporin verbessern die Symptome oft deutlich. Wichtig ist aber, dass die Medikamente zielgerichtet auf die Symptome ausgerichtet sind. Daher ist die enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt unabdingbar.

Unterstützende Therapien

Zusätzlich zu Cremes und Medikamenten, gibt es eine Reihe von weiteren Therapien, die bei Psoriasis ausgezeichnet helfen. Die wichtigsten Formen sind

  • Lichttherapie
  • Lasertherapie
  • Klimatherapie
  • Vollbäder mit Badezusätzen
  • Pflegende Öle wie Mandelöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl
  • Nährstoffe wie Kurkuma, Vitamin D oder Vitamin A

Je nach Bedarf können diese Therapieformen auch miteinander kombiniert werden.

Streptokokken – richtig behandelt ungefährlich

Infektionen mit Streptokokken haben vielfältige Gesichter. Das Spektrum reicht von harmloseren Erkrankungen wie Blasenentzündungen bis hin zu schwerwiegenden Infektionen wie der Hirnhautentzündung. Auch Schuppenflechte kann durch Streptokokken ausgelöst werden. Grundsätzlich gilt aber: Werden Streptokokken richtig behandelt, besteht keine Gefahr. Auch wenn eine Schuppenflechte durch Streptokokken ausgelöst wird, bekommen Betroffene die Symptome meist gut in den Griff.

FAQ zu Streptokokken

Was sind Streptokokken?

Streptokokken sind Bakterien, die im und auf dem menschlichen Körper leben. Sie kommen vor allem im Darm, Mundraum und Rachen und in der Vagina vor. Im Regelfall sind diese Bakterien harmlos. Streptokokken können jedoch auch schwerwiegende Krankheiten wie Angina, Hirnhautentzündung, Lungenentzündung und Schuppenflechte verursachen. Bei Verdacht auf eine Infektion mit Streptokokken sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Können Streptokokken Schuppenflechte auslösen?

Ja, eine Infektion mit Streptokokken kann Schuppenflechte auslösen. Symptome sind kleine rote Flecken auf der Haut. Diese Form der Psoriasis wird Psoriasis Guttata genannt. Vor allem Kinder und Jugendliche sind von ihr betroffen. In leichten Fällen verschwindet die Schuppenflechte wieder, sobald die Streptokokken ausgeheilt sind. In vielen Fällen wandelt sie sich aber in eine chronische Form der Psoriasis um. Eine Diagnose kann der behandelnde Arzt stellen.

Wie werden Streptokokken behandelt?

Je nach Ausprägung und Krankheitsbild werden Streptokokken unterschiedlich behandelt. In leichten Fällen lindern schon Hausmittel die Infektion. In vielen Fällen werden Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente eingesetzt. Liegt eine schwerwiegende Infektion vor, müssen Antibiotika verabreicht werden. Entsteht durch die Streptokokken-Infektion eine Schuppenflechte, kann diese äußerlich mit Cremes oder innerlich mit Medikamenten behandelt werden.

Hier klicken, dann findest du alle Quellenangaben

Streptokokken-Infektionen – Aktuelle Aspekte zur Diagnostik, Prophylaxe und TherapieRalf R Reinert, UNI-MED Verlag, 2007

Streptokokken-Erkrankungen: Prävention, Diagnostik und Therapie Ralf Rene Reinert, Thieme Verlag, 2002

Streptokokken


Medizinische Qualitätssicherung am 8. April 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Streptokokken besiedeln die Schleimhäute des gesunden Menschen und gelten dort als harmlos. Sie sind jedoch auch für eine Reihe teils schwerer Infektionen und Erkrankungen verantwortlich.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was sind Streptokokken?
  • 2 Bedeutung & Funktion
  • 3 Krankheiten
  • 4 Quellen

Was sind Streptokokken?

Als Streptokokken werden Bakterien bezeichnet, die ein kugelartiges Aussehen besitzen. Ihre Form wird durch den aus dem altgriechischen abgeleiteten Begriff „Kokken“ umschrieben. Es gibt bei den Streptokokken eine Vielzahl an Unterarten, wie etwa Streptococcus pneumoniae oder Streptococcus salivarius.

Beim gesunden Menschen kommen sie im Rachenraum und im Mund sowie im Darm und der Scheide der Frau vor und verursachen dort normalerweise keinerlei Probleme. Sobald das Immunsystem jedoch geschwächt ist, können Streptokokken teilweise schwere Erkrankungen auslösen.

Dazu zählen Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen, Blinddarmentzündungen sowie Halsentzündungen und Scharlach. Streptokokken sind weiterhin verantwortlich für das Auftreten von Blutvergiftungen und Infekten der Harnwege.

Bedeutung & Funktion

Streptokokken siedeln beim gesunden Menschen auf den Schleimhäuten. Sie werden dort durch die normale Immunabwehr in ihrer Zahl so begrenzt, dass keine Krankheiten auftreten können. Jedoch sind sie mit Hilfe von Labortests nachweisbar. Bereits 1924 konnte Streptococcus mutans im Mund isoliert werden.

Dieser Stamm der Bakterie gilt als der Auslöser von Karies und ist zudem verantwortlich für bakteriellen Zahnbelag. Ist das Immunsystem geschwächt, wird durch eine Zunahme der Bakterienzahl das Kariesrisiko entsprechend höher. Gleiches gilt für Streptococcus pyogenes, der im Rachenraum jedes fünften Menschen nachgewiesen werden kann, ohne dass Beschwerden einer Halsentzündung auftreten. Die Zahl der vorhandenen Keime ist für den Ausbruch einer Erkrankung viel zu gering.

Daher ist es wichtig, sich während einer akuten Krankheit zu schonen, denn unbehandelte Infektionen oder eine zu frühe Belastung können zu ernsthaften Folgeerkrankungen am Herzmuskel sowie den Herzklappen und den Nieren führen. Auch das rheumatische Fieber tritt nach einer Infektion mit Streptokokken auf. Meist sprechen die Bakterien gut auf eine Behandlung mit Antibiotika an. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sich bereits Resistenzen ausgebildet haben. Diese Gefahr besteht vor allem bei Patienten, die wiederholt mit Antibiotika behandelt werden mussten.

Auch deshalb ist es wichtig, diese Medikamente immer genau nach Vorschrift einzunehmen und den Arzt erneut zu konsultieren, wenn keine Besserung eintritt. Er kann dann gegebenenfalls den genauen Erreger innerhalb der Familie der Streptokokken bestimmen um ein wirksames Medikament zu finden.

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Streptokokken sind ein häufiger Auslöser von Harnwegsinfekten. Dazu zählen vor allem Blasenentzündungen, die jedoch auch rasch die Nieren befallen können und dort eine Nierenbeckenentzündung auslösen können. Werden die typischen Schmerzen beim Wasserlassen nicht besser und kommen einseitige Schmerzen in der Nierengegend hinzu, muss zügig ein Arzt aufgesucht werden.

Mittelohrentzündungen sind zunächst eine Folge von Erkältungskrankheiten, die sich auf den Gehörgang ausbreiten. Sie sind durch starke Ohrenschmerzen und häufig auch Fieber gekennzeichnet. Auch in diesem Fall muss ein Arzt aufgesucht werden, um einer weiteren Verschlimmerung der Entzündung vorzubeugen. Diese kann in der Folge zur Perforation des Trommelfells führen.

Bakterielle Lungenentzündungen verlaufen ebenfalls mit Fieber und Schüttelfrost sowie einem quälenden Husten. Die verminderte Sauerstoffsättigung ist an den bläulichen Lippen des Patienten zu erkennen. Besonders bei Belastung kann auch das Gebiet unter den Fingernägeln bläulich verfärbt sein. Am bekanntesten sind wohl die Halsentzündung (Angina) und auch der Scharlach. Beide Erkrankungen beginnen mit Fieber und Halsschmerzen.

Beim Scharlach tritt nach wenigen Tagen ein typischer roter Ausschlag in den Leisten auf, der sich über den ganzen Körper ausbreitet. Hier ist eine Behandlung mit Antibiotika vor allem wegen eventuell auftretenden Spätfolgen wie dem rheumatischen Fieber und Nierenschäden sinnvoll. Eine Hirnhautentzündung kann sich ebenfalls aus einer nicht behandelten Infektion im Bereich der Nase oder des Rachens entwickeln.

Bei Kopfschmerzen mit Fieber und einer Steife im Nackenbereich ist eine sofortige Behandlung notwendig. Nach Verletzungen und Operationen kann durch eine Infektion mit Streptokokken auch eine Blutvergiftung (Sepsis) entstehen. Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohliche Entzündungsreaktion mit sofortigem Behandlungsbedarf.

Quellen

Von „https://medlexi.de/Streptokokken“

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Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Streptokokken?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

60stück kommentierte am 22.08.2014

Meine Erfahrung bei einem anderen Menschen: Die Beine waren an manchen Stellen offen. Zusätzlich tritt das Wasser einfach an diversen Stellen aus der Haut aus. Es sollen Streptokokken sein. Was kann das Austreten des Wassers aus der Haut verhindern?

Kalle Kopp kommentierte am 19.04.2015

Ein guter Freund hat mir geschrieben: Nach 8 Wochen Koma und Herz-Lungen-Maschine, wurde ich in eine Lungenklinik verlegt, wo ich nun schon weitere 3 Wochen bin. Das Ziel ist es hier, selbstständig Atmen und Schlucken zu lernen. Ich bin heute auch schon 10 Meter mit Rollator gelaufen. Die Kraft ist ganz weg, aber kann ich ja trainieren. Alles wird gut! Meine Frage: Ist das alles auf eine Streptokokken-Vergiftung zurück zu führen? Wie hat er sich so vergiftet?

Peter kommentierte am 12.04.2016

@ Kalle Kopp: Schau hier: „https://de.wikipedia.org/wiki/Toxisches_Schocksyndrom“ Ich habe dies Anfang des Jahres auch durchleben müssen. Ursache waren Streptokokken. Diese können in ganz seltenen Fällen einen toxischen Schock mit Multiorganversagen auslösen. Ja, bei mir war die Kraft am Anfang auch ganz weg.

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