Wie lange dauert es bis magen darm ausbricht?

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Inkubationszeit bei Magen-Darm-Grippe • So schnell geht’s

Vor allem im Januar und Februar grassieren Viren, die Brechdurchfall auslösen. Besonders Kitas, Schulen, Büros und Pflegeeinrichtungen sind betroffen. Ursachen für die Magen-Darm-Grippe (medizinisch Gastroenteritis) sind bestimmte Erkältungsviren, die nicht nur die Schleimhäute in Nase und Hals angreifen, sondern auch auf Magen und Darm gehen können. Die Inkubationszeit, bis sich die Magen-Darm-Grippe bemerkbar macht, ist dabei unterschiedlich lang. Neben Erkältungsviren haben jetzt auch Rotavirus und Norovirus Saison.

Magen-Darm-Grippe: Ansteckung über Luft oder Türklinken

Erkältungsviren, aber eben auch Noroviren können sich per Tröpfcheninfektion über die Luft ausbreiten. Dagegen erfolgt der Ansteckungsweg bei Rotaviren – sowie bei Magen-Darm-Grippe auslösenden Bakterien – fäkal-oral (Schmierinfektion). Das bedeutet, dass sich die Krankheitserreger über den Stuhl oder Erbrochenes ausbreiten. So gelangen die Keime auf Türgriffe, in Handtücher, haften auf Spielzeug und können dadurch wieder andere Personen anstecken. Wie leicht Sie sich bei Magen-Darm-Grippe anstecken können, lesen Sie hier.

Ansteckungszeit: Nach vier Stunden geht’s los

Je nach Keim und wie gut das persönliche Immunsystem aufgestellt ist, können die ersten Symptome nach vier bis 48 Stunden auftreten. Das Tückische an einer Magen-Darm-Grippe: Noch bevor sich die ersten Anzeichen zeigen, können die Viren und Bakterien bereits weitergegeben werden. Erkrankte sind also schon ansteckend, obwohl sie sich noch gar nicht krank fühlen. Das erklärt, warum sich die Magen-Darm-Grippe oft so rasch ausbreiten kann.

Typische Beschwerden bei Magen-Darm-Grippe

Die wichtigsten Anzeichen einer Infektion sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • massiver Durchfall
  • manchmal Fieber

Das große Problem bei der Magen-Darm-Grippe: Weil der Körper dabei große Mengen an Flüssigkeit verliert, kann er dehydrieren. Dieses Risiko besteht vor allem für Babys, Kleinkinder, Senioren und chronisch Kranke. Deshalb sollten diese Personen bei einer Magen-Darm-Grippe immer ärztlich betreut werden. Bei sonst gesunden Menschen kann’s aber auch so klappen. So werden Sie die Magen-Darm-Grippe natürlich los: Elf Hausmittel.

Magen-Darm-Grippe: Mit dieser Dauer müssen Sie rechnen

In der Regel sind die Beschwerden wie Fieber und Co. nach spätestens einer Woche abgeklungen. Wer ansonsten sehr gesund ist, überwindet die Magen-Darm-Grippe oft schon nach einem oder zwei Tagen. Doch auch danach sollten Sie noch eine strenge Hygiene einhalten. Denn auch wenn der Infekt überstanden ist, können Sie noch für mehrere Tage ansteckend sein – im Höchstfall eine Woche.

Insgesamt kann die Ansteckungsgefahr bei einer Gastroenteritis, also Magen-Darm-Grippe also fast drei Wochen betragen: Von der Ansteckung über den Ausbruch (Inkubationszeit) und bis zu einer Woche, nachdem sich die Magen-Darm-Probleme wieder gelegt haben.

Zu den Schutzmaßnahmen vor einer Magen-Darm-Infektion gehören

  • die Hände häufiger als normal zu waschen,
  • die Toilette zu reinigen und zu desinfizieren,
  • weder das Besteck noch die Tasse beziehungsweise den Becher eines Erkrankten zu benutzen sowie
  • engen körperlichen Kontakt zu vermeiden.

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Ansteckung bei Magen-Darm-Erkrankungen: So schützen Sie Ihre Familie

Es beginnt mit einem flauen Gefühl im Magen. Schon kurze Zeit später muss sich Ihr Lebenspartner oder Ihr Kind plötzlich übergeben und bekommt Durchfall. Die Diagnose: Magen-Darm-Infekt. Entzündungen im Magen-Darm-Trakt gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten und sind für die Betroffenen in der Regel sehr unangenehm. Glücklicherweise klingt eine Magen-Darm-Grippe meist schon nach wenigen Tagen wieder ab. Eines bleibt jedoch länger bestehen: die Ansteckungsgefahr. Damit die restliche Familie nicht auch noch mit „Magen-Darm“ im Bett liegt, ist es ratsam, sich gut über das Thema Ansteckung bei Magen-Darm-Infekten zu informieren.

Möglichkeiten der Ansteckung mit Magen-Darm-Erkrankungen

Eine Magen-Darm-Grippe wird hauptsächlich durch Viren und Bakterien verursacht. Unser Körper scheidet die jeweiligen Erreger dann über Erbrechen und Durchfall wieder aus. Das bedeutet, dass sich im Stuhl sowie im Erbrochenen und Speichel eines Erkrankten jede Menge Keime befinden. Wer davon schon kleinste Spuren abbekommt, kann ebenfalls erkranken. Das Grundprinzip der Infektion ist immer gleich. Die Erreger gelangen in den Körper und lösen nach einer bestimmten Zeit Krankheitssymptome aus. Wie ein Magen-Darm-Virus oder ein durchfallauslösendes Bakterium aber überhaupt in unseren Organismus gelangt, ist unterschiedlich. Die häufigsten Ursachen von Magen-Darm-Infekten sind:

  • Schmierinfektion
  • Tröpfcheninfektion
  • Lebensmittel

Schmierinfektion

Bei der Schmierinfektion gelangen kleinste Spuren von Erbrochenem, Stuhl oder Speichel mit Magen- Darm-Erregern in den Körper. Dies kann beispielsweise passieren, wenn Sie ein erkranktes Familienmitglied oder mit Keimen befallene Flächen berühren. Hierzu zählen unter anderem Türklinken, Toilettendeckel oder Trinkgläser. Die Erreger wandern dann von den Händen in den Körper. Meist reichtdafür schon eine unbewusste Berührung von Mund oder Nase.

Tröpfcheninfektion

Eine Ansteckung mit einem Magen-Darm-Infekt kann ebenso über die Luft geschehen. Wenn jemand erbricht, gelangen kleinste Tröpfchen mit Viren oder Bakterien in die Atemluft. Die Erreger fliegen oft meterweit, und wer sie einatmet, liegt unter Umständen ebenfalls bald flach.

Lebensmittel

Eine weitere Möglichkeit der Ansteckung bei Magen-Darm-Erkrankungen ist der Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln. Auf Speisen und in Getränken können sich ebenfalls Bakterien oder Viren sammeln, die einen Magen-Darm-Infekt auslösen.

Endlich symptomfrei? Eine Ansteckung mit Magen-Darm-Infekt ist weiter möglich

Auch wenn Durchfall und Erbrechen überstanden sind, besteht für die restliche Familie weiterhin die Gefahr einer Ansteckung mit dem Magen-Darm-Infekt. Denn der Körper scheidet die verbliebenen Erreger noch über einen längeren Zeitraum mit dem Stuhl aus. Wie lange das andauert, hängt vom jeweiligen Erreger ab:

  • Noroviren sind noch bis zu zwei Wochen nach Abklingen der Beschwerden ansteckend. Zudem können sie mehrere Tage lang auf Gegenständen und mehrere Wochen im Wasser überleben.
  • Rotaviren werden noch bis zu acht Tage lang ausgeschieden.
  • Eine Adenoviren-Infektion ist nach Abklingen der Beschwerden noch bis zu einer Woche übertragbar.
  • Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter werden nach überstandenem Magen-Darm-Infekt noch mehrere Wochen lang ausgeschieden.

Die Magen-Darm-Grippe geht um: Was tun?

Sie können einiges dafür tun, um das Risiko einer Ansteckung mit „Magen-Darm“ in der Familie zu reduzieren. Dazu zählt in erster Linie eine sorgfältige Hygiene. Achten Sie darauf,

  • dass sich alle mehrmals täglich und gründlich die Hände waschen (insbesondere nach dem Toilettengang).
  • dass sich niemand mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fasst.
  • dass die Familie den direkten Kontakt mit dem Erkrankten möglichst einschränkt.

Im Optimalfall bleibt Ihr kranker Schatz während des Infekts in seinem Zimmer. Falls Sie mehrere Toiletten haben, sollte die restliche Familie auf das zweite stille Örtchen ausweichen. Lüften Sie Ihr Zuhause mehrmals täglich und achten Sie ebenso auf eine gründliche Sanitärhygiene. Desinfizieren Sie die Toiletten regelmäßig und benutzen Sie beim Wegwischen von Stuhl und Erbrochenem Einmalhandschuhe und Papierhandtücher. Darüber hinaus ist es ratsam, die Kleidung des Erkrankten bei 90 Grad zu waschen. Das tötet Keime zuverlässig ab. Nicht zuletzt kann eine sorgsame Küchenhygiene entscheidend sein. Insbesondere Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter nisten am liebsten auf rohen Lebensmitteln oder zwischen schmutzigen Schneidebrettern, Tellern und Besteck.

Arbeiten gehen mit Magen-Darm-Grippe?

Trotz aller Vorkehrungen kann eine Ansteckung mit dem Magen-Darm-Infekt dennoch erfolgen. Hat es Sie selbst erwischt, sollten Sie sich bei Ihrer Arbeit krankmelden. Denn insbesondere in Berufen mit viel Menschenkontakt verbreiten Sie die Magen-Darm-Erreger weitflächig. Bleiben Sie Ihren Kollegen zuliebe also zu Hause und warten Sie die Genesung ab. Nach dem Abklingen der Beschwerden können Sie wieder loslegen, müssen aber an der Arbeit ebenfalls auf eine sehr sorgfältige Hygiene achten.

Norovirus: Symptome, Ansteckung, Dauer und Behandlung

Inhaltsverzeichnis

· Norovirus: Ansteckungsgefahr und Inkubationszeit
· Norovirus: Wie steckt man sich mit Noroviren an?
· Norovirus: Symptome und Dauer
· Norovirus: Vorsichtsmaßnahmen und Tipps
· Norovirus: Risikogruppen und Vorkommen
· Norovirus: Behandlung

Norovirus: Ansteckungsgefahr und Inkubationszeit

Noroviren breiten sich besonders schnell aus, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen kommen – zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Kliniken oder Seniorenheimen. Eine Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis), die durch Noroviren verursacht wird, kann besonders schnell ausbrechen: Von bereits wenigen Stunden nach der Ansteckung bis zu zwei Tagen danach. Wichtig für Sie zu wissen: Noch bis zu zwei Tage nach der akuten Phase der Erkrankung besteht Ansteckungsgefahr. Im Stuhl bleiben die Viren sogar bis zu mehreren Wochen nach der Infektion nachweisbar. Da es so viele verschiedene Noroviren-Typen gibt, ist es sogar möglich, dass Sie sich nach einer überstandenen Erkrankung gleich wieder anstecken.

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Noroviren: Wie steckt man sich an?

Die Viren können von Mensch zu Mensch als sogenannte Tröpfcheninfektion, aber auch über Gegenstände oder Lebensmittel übertragen werden. Noroviren können zum Beispiel auf Gegenständen wie Handtüchern, Türklinken oder Toilettensitzen überleben und sogar Temperaturen bis zu +60 Grad Celsius für mehrere Minuten überstehen. Auch durch verunreinigte Lebensmittel, hauptsächlich in rohem Zustand, wie zum Beispiel Salat, Früchte, Fleisch und Fisch kann es zu einer Übertragung der Viren kommen. Da sie enorm resistent gegenüber Umwelteinflüssen sind, können Noroviren auf verunreinigten Gegenständen bis zu 12 Tage überleben. Auch geteilte Getränke, Essen und Besteck sind Quellen der Virenübertragung.

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Norovirus: Symptome und Dauer

Da die Infektion mit Noroviren zu einer akuten Magen-Darm-Grippe führt, leiden Betroffene auch an den typischen Magen-Darm-Grippe Symptomen:

  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchkrämpfe

Häufige Begleitsymptome des Norovirus sind auch:

  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Müdigkeit

Im Gegensatz zur Infektion mit anderen Erregern, wie zum Beispiel Bakterien, treten die Symptome bei einer Norovirus-Infektion nach einer besonders kurzen Zeit abrupt auf, meist nach 12 bis 48 Stunden. Wenn Sie sich angesteckt haben heißt das aber nicht, dass Sie unter allen typischen Magen-Darm-Grippe Symptomen leiden. Wie stark oder wie schwach die einzelnen Symptome auftreten, hängt zum einen von der Schwere der Norovirus-Infektion und zum anderen auch von Ihrem persönlichen Gesundheitszustand ab. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen klingt der unangenehme Brechdurchfall so schnell wieder ab, wie er gekommen ist – oft schon nach 12 bis 48 Stunden.

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Norovirus: Vorsichtsmaßnahmen und Tipps

Der Virus kommt in vielen verschiedenen Variationen vor und entwickelt sich ständig weiter. Durchschnittlich wird seit 2002 alle 2 Jahre ein neuer Norovirus-Typ entdeckt, dessen Erbgut sich von bisherigen Erregern unterscheidet. Eine Immunisierung gegen Noroviren ist damit quasi unmöglich, daher gibt es auch keine vorbeugende Impfung.
Da der Norovirus besonders ansteckend ist und sowohl als Tröpfcheninfektion, als auch über Gegenstände übertragbar ist, haben wir ein paar nützliche Tipps für Sie, wie Sie sich vor einer Ansteckung schützen können:

  • Waschen und Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände. Wichtig beim Schutz gegen Noroviren: Achten Sie darauf, dass Sie beim Händewaschen ein Desinfektionsmittel benutzen, das auch gegen Viren wirkt.
  • Achten Sie besonders darauf, sich vor der Zubereitung und dem Verzehr von rohen Lebensmitteln die Hände zu waschen. So vermeiden Sie die Übertragung von Viren, die Sie eventuell an den Händen haben. Garantiert virenfrei ist das Essen allerdings erst, wenn es gekocht ist. Außerdem sollten Sie frische Lebensmittel und Restmahlzeiten im Kühlschrank aufbewahren, um die Kontaminationsgefahr möglichst klein zu halten.
  • Benutzen Sie nicht dieselben Handtücher, Hygieneartikel (zum Beispiel Seife) oder Bettwäsche wie die erkrankten Personen. Einmalhandtücher sind empfehlenswert.
  • Waschen Sie Kleidung, Bettwäsche und Handtücher des Erkrankten bei mindestens 60°C, denn Noroviren sind bis zu dieser Temperatur wärmeresistent.
  • Desinfizieren Sie die Toilette jedes Mal vor der Benutzung und nach der Benutzung durch den Erkrankten.
  • Denken Sie daran, dass die Viren besonders dort lauern, wo sich viele Menschen aufhalten: zum Beispiel im Bus oder im Büro. Versuchen Sie deshalb, möglichst wenig anzufassen, was viele Menschen anfassen: Türklinken, Haltegriffe im Bus, Computermäuse.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit körperlichen Kontakt zu Ihrer Familie und anderen Mitmenschen, um Ansteckungen zu vermeiden.

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Norovirus: Risikogruppen und Vorkommen

Prinzipiell kann sich jeder mit dem Norovirus anstecken. Besonders häufig ist eine Infektion allerdings bei Kindern unter 5 Jahren und Erwachsenen über 70 Jahren zu beobachten. Daher sind Noroviren auch in Kindergärten und Altersheimen sehr häufig die Ursache für eine regelrechte Grippewelle. Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren sind Noroviren, nach den Rotaviren, die zweithäufigste Ursache einer infektiösen Magen-Darm-Grippe.

Generell sind auch Personen mit einem geschwächten Immunsystem anfälliger für eine Ansteckung. Noroviren sind weltweit verbreitet und treten gehäuft in den Wintermonaten zwischen Oktober und März auf – daher wird der Erreger auch „Winter-Virus“ genannt.

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Norovirus: Behandlung

Wenn Sie vermuten, dass eine Infektion mit Noroviren vorliegt, weil zum Beispiel aus der Nachbarschaft Fälle bekannt geworden sind, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Er wird Sie richtig beraten. Eine spezielle Behandlung für Magen-Darm-Grippen, die durch Noroviren ausgelöst werden, gibt es nicht. Bei der Behandlung sollten Sie darauf achten, Ihre Symptome weitestgehend in den Griff zu bekommen (symptomatische Behandlung), vor allen Dingen Durchfall und Erbrechen. Bei Nicht-Behandlung riskieren Sie durch den vermehrten Flüssigkeits- und Elektrolytverlust eine gefährliche Dehydratation (Austrocknung).

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, viel zu trinken und den Flüssigkeitsverlust und Elektrolytverlust durch orale Rehydratationslösungen auszugleichen. Diese Elektrolytlösungen bekommen Sie, genau wie Mittel gegen Durchfall und Erbrechen, in der Apotheke.

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Brechdurchfall: So können Sie sich vor dem Noro-Virus schützen | BR24

Wer unter dem Brechdurchfall leidet, fühlt sich furchtbar. Das Tröstliche daran: Der Spuk ist meist nach 48 Stunden ausgestanden – auch, wenn Noro-Viren Ursache für den Brechdurchfall sind. Für die meisten Menschen ist das „große Kotzen“ zwar äußerst unangenehm, aber harmlos. Doch für kleine Kinder, chronisch Kranke und alte Menschen kann Brechdurchfall im Extremfall tödlich enden.

Ein Drittel aller nichtbakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern werden durch Noro-Viren verursacht. Bei Erwachsenen sind diese Erreger sogar für die Hälfte der nichtbakteriellen Erkrankungen verantwortlich.

Was tun, wenn einen das Noro-Virus erwischt hat?

Trinken, verstärkte Hygiene und Bettruhe – das ist das Einzige, was man tun kann, wenn der Noro-Virus einen erwischt hat. Medikamente gibt es nicht! Das Gefährliche am Brechdurchfall ist der Flüssigkeitsverlust. Besonders Kleinkinder und ältere Menschen trocknen sehr schnell aus. Sie müssen gegebenenfalls ins Krankenhaus an den Tropf. Deshalb bei diesen Patienten frühestmöglich einen Arzt holen.

Damit es nicht soweit kommt …

1. Hygiene ist wichtig: Hände waschen!

Einzig und allein Hygiene bietet einen gewissen Schutz vor dem Noro-Virus: Nach jedem Toilettengang, besonders auf öffentlichen Toiletten, nach jedem Einkauf und nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt mehr denn je: gründlich Hände waschen – und zwar mit warmem Wasser und Seife.

2. Bei direktem Kontakt: desinfizieren

Hat man Kontakt mit Erbrochenem oder Stuhl eines Erkrankten, zusätzlich Desinfektionsmittel beim Händewaschen benutzen. Wichtig: Es muss auch gegen Viren wirksam sein.

3. Heiß waschen

Versteht sich von selbst: Handtücher und Waschlappen des Kranken nicht mitbenutzen. Diese bei 60-95 Grad mit Vollwaschmittel waschen. Das gilt auch für Bettwäsche und Kleidung des Kranken.

4. Toilette desinfizieren

Die Toilette desinfizieren, wenn ein Kranker sie benutzt hat. Wenn möglich, sollten gesunde Familienmitglieder eine andere Toilette benutzen. Auch wenn der Erkrankte wieder gesund ist: Die Kontaktflächen der Toilette gründlich reinigen. Denn auch wenn der gerade wieder Gesunde keine Symptome mehr zeigt, scheidet er noch bis zu drei Wochen das Virus aus!

5. Geschützt putzen

Ist jemand erkrankt und hat Bad und Toilette benutzt, Türgriffe, Waschbecken, Toilette, Böden mit Gummihandschuhen und Mundschutz gründlich reinigen – dabei Einmaltücher verwenden, denn sonst verbreiten sich die Viren via Putzlappen ungehindert weiter.

6. Kontaktsperre

Bis auf den Pflegenden sollten andere Familienmitglieder möglichst wenig Kontakt zum Kranken haben. Gefährdet sind besonders ältere Menschen und Kinder.

7. Nicht für andere kochen!

Erkrankte sollten kein Essen für andere zubereiten.

SOS – Was tun bei einer Infektion mit Norovirus?

Bei einer Norovirus-Infektion sollte man Bettruhe halten. Da Durchfall und Erbrechen dem Körper Wasser und Elektrolyte entziehen, muss die Flüssigkeit kontinuierlich ersetzt werden. Entweder durch regelmäßiges Trinken von Wasser beziehungsweise Kräutertee mit etwas Zucker und Salz, verdünntem Saft oder durch eine spezielle Elektrolyt-Mischung aus der Apotheke. – Erkranken Neugeborene, Säuglinge, kleine Kinder sowie ältere oder geschwächte Menschen am Norovirus, sollte umgehend ein Arzt informiert werden. Da Norovirus für diese Patientengruppen lebensgefährlich sein kann, empfiehlt sich meist die Behandlung im Krankenhaus.

Was sind Noroviren?

Noroviren lösen Magen-Darm-Infektionen (Magen-Darm-Grippe, Gastroenteritis) aus. Die Viren sind hochansteckend und verbreiten sich sehr leicht. Am Norovirus Erkrankte leiden an Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Der Erreger kommt weltweit vor. Er kann auf Lebensmitteln überleben, auf verschiedenen Oberflächen wie Türklinken, Wasserhähnen oder Toilettenbrillen. Selbst Temperaturen von bis zu 60 Grad kann das Virus mehrere Minuten überstehen. – Für einen Großteil der nicht bakteriell verursachten Magen-Darm-Entzündungen sind laut Robert Koch-Institut Noroviren verantwortlich. Die Ansteckungsgefahr mit dem Erreger besteht über das ganze Jahr hinweg. Wie lange die Infektionserkrankung dauert und wie sie verläuft, hängt vom individuellen Gesundheitszustand des Betroffenen ab.

Wie wird das Norovirus übertragen?

Winzige Mengen von zehn bis 100 Viruspartikeln reichen schon, um sich mit der hoch ansteckenden Krankheit zu infizieren. Bereits eine einzige erkrankte Person kann eine lokale Epidemie auslösen. – Viele der Viren befinden sich im Erbrochenen und im Stuhl von Betroffenen. Werden kleinste Reste der Ausscheidungen mit Noroviren dann über die Hände, zum Beispiel beim Händeschütteln, auf einen anderen Menschen übertragen, kann der sich rasch infizieren. Es reicht schon, wenn man sich mit der Hand an Mund oder Nase fasst. Über die Schleimhäute gelangen die Viren dann in den Körper. Mediziner sprechen dabei von einer fäkal-oralen Ansteckung. Noroviren können mehrere Tage auf Objekten wie Handtüchern, Türklinken, Wasserhähnen, Toilettensitzen und -spülungen überleben. Eine Ansteckung über den Kontakt mit derart verunreinigten Gegenständen wird auch als Schmierinfektion bezeichnet. Ebenso halten sich Noroviren problemlos in Getränken sowie auf Nahrung, selbst wenn diese gut gekühlt oder gar sauer eingelegt ist. Häufig werden die Viren über kontaminierte Lebensmittel wie Salate, Beeren oder rohe Muscheln übertragen. Ein weiterer Ansteckungsweg ist die sogenannten Tröpfcheninfektion: Beim Erbrechen werden Noroviren häufig, eingeschlossen in winzige Tröpfchen, über die Luft verbreitet. Die Viren gelangen so in Mund oder Nase eines anderen Menschen.

An Noroviren kann man das ganze Jahr über erkranken, allerdings häufen sich die Krankheitsfälle während der Winterzeit. Das Immunsystem der meisten Menschen ist dann oft anfälliger und auch die Schleimhäute sind weniger gegen Krankheitserreger geschützt. Sehr rasch breiten sich die Viren an Orten aus, an denen sich viele Menschen aufhalten. Beispielsweise in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen. Grund dafür ist meist mangelndes Hygieneverhalten.

Norovirus: Symptome

Die ersten Symptome einer Norovirus-Infektion treten meist wenige Stunden nach der Ansteckung auf. Betroffene leiden unter schwallartigem Erbrechen und Durchfall, auch als Brechdurchfall bezeichnet. Hin und wieder kommt es allerdings nur zu einem der beiden Symptome, also entweder zu Erbrechen oder zu Durchfall. Auch eine asymptomatische Infektion ist in seltenen Fällen möglich. Dann zeigen sich überhaupt keine Norovirus-Symptome.

Zusätzlich zu den typischen Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen, leiden Betroffene häufig unter Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen, unter Übelkeit, leichtem Fieber sowie Abgeschlagenheit.

Dauer der Symptomatik

Die charakteristischen Norovirus-Symptome können sich bereits sechs Stunden nach Infektionsbeginn bemerkbar machen. Es kann aber auch bis zu 50 Stunden dauern, ehe die ersten Beschwerden auftreten. Die Symptome beginnen oft sehr plötzlich und in voller Stärke, obwohl Betroffene sich noch kurz zuvor völlig gesund fühlten. In der Regel halten Durchfall und heftiges Erbrechen zwischen drei und fünf Tagen an. Kraftlosigkeit und Erschöpfung sind oft noch einige Tage nach der Erkrankung spürbar. Bei älteren und geschwächten Menschen können die Symptome auch länger andauern. Es ist oft nötig, die Patienten im Krankenhaus behandeln zu lassen. Dort kann man auf mögliche Komplikationen, wie Kreislaufprobleme, rasch reagieren.

Norovirus – wann zum Arzt?

Treten die typischen Symptome einer Norovirus-Erkrankung auf, sollte umgehend der Hausarzt konsultiert werden. Er kann feststellen, ob es sich tatsächlich um Norovirus oder um eine andere Magen-Darm-Erkrankung handelt. Denn auch andere Ursachen können die Magen-Darm-Probleme hervorrufen. Die baldige Behandlung durch einen Arzt ist insbesondere bei Säuglingen, Kindern, Schwangeren und älteren oder geschwächten Menschen angezeigt.

Norovirus – Diagnose

Der Arzt wird sich im Vorfeld der körperlichen Untersuchung nach den aktuellen Beschwerden und der bisherigen Krankengeschichte erkundigen. Wichtig sind unter anderem Angaben zu Symptomen wie Durchfall und Erbrechen. Gegebenenfalls ist es auch relevant anzugeben, was vor Auftreten der Beschwerden gegessen und getrunken wurde. Bestand erst kürzlich Kontakt zu ebenfalls erkrankten Personen, muss dies ebenfalls mitgeteilt werden. Anschließend wird der Arzt mit dem Stethoskop die Darmgeräusche abhören und vorsichtig den Bauch abtasten. Um eine infektiöse Gastroenteritis, hervorgerufen durch Norovirus, sicher zu diagnostizieren, wird eine Stuhlprobe oder eine Probe des Erbrochenen im Labor untersucht. Konnte der Norovirus nachgewiesen werden, ist insbesondere bei Aufenthalt in Gemeinschaftseinrichtungen wie Altenheimen oder Schulen, rasches Handeln erforderlich. Es gilt nun, die weitere Ausbreitung des Erregers zu stoppen.

Kommt es zu einer Infektion mit dem Norovirus, muss dies entsprechend dem deutschen Infektionsschutzgesetz an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Der reine Verdacht auf eine solche Infektion ist dann meldepflichtig, wenn die betroffene Person mit Lebensmitteln oder in einer Einrichtung mit Gemeinschaftsverpflegung arbeitet. Dies soll dabei helfen, lokale Norovirus-Epidemien früh zu erkennen und aufzuhalten.

Norovirus – Verlauf

Der typische Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Norovirus ist recht kurz, dafür aber sehr heftig. Meist klingen die Symptome nach ein bis drei Tagen ab. Norovirus heilt problemlos aus, wenn keine Komplikationen auftreten und sowohl Flüssigkeits- als auch Elektrolythaushalt gut ausgeglichen werden. – Bei älteren oder geschwächten Menschen kann sich die Erkrankung stärker äußern und länger andauern. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern fällt der Verlauf öfter schwerer aus. Es kann manchmal nötig sein, den Patienten im Krankenhaus zu behandeln, insbesondere dann, wenn der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten erheblich ist. Sonst besteht das Risiko, dass innere Organe geschädigt werden. In seltenen Fällen führt eine Norovirus-Infektion zum Tod.

Die Ansteckungszeit mit dem Norovirus ist individuell unterschiedlich. Die meisten Betroffenen leiden bereits wenige Stunden nach der Ansteckung unter ersten Symptomen. In anderen Fällen kann es ein bis zwei Tage dauern, ehe die Erkrankung nach der Infektion ausbricht. Die mögliche Zeitspanne zwischen einer Norovirus-Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome liegt zwischen sechs und 50 Stunden. – Für andere Personen sind an Norovirus Erkrankte bereits während der Inkubationszeit ansteckend, also bevor es zum Ausbruch von Symptomen kommt. Die Ansteckungsgefahr nimmt mit Beginn der Krankheitssymptome noch stärker zu.

Norovirus – Behandlung

Da es gegen eine Norovirus-Infektion keine medikamentöse Therapie gibt, fokussiert man sich bei der Behandlung auf die Linderung der Symptome. Für Patienten ist es wichtig, sich zu schonen. Am besten hält man Bettruhe ein. Abhängig von der individuellen Ausprägung der Symptome, werden unterschiedliche Maßnahmen empfohlen:

Leidet jemand an leichten bis mittelschweren Krankheitssymptomen, reicht es, auf den Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes zu achten. Die durch Erbrechen und Durchfall verlorene Flüssigkeit sowie Mineralsalze wie Natrium, Chlorid und Kalium müssen dem Körper unbedingt wieder zugeführt werden. Ansonsten können Benommenheit, Kreislaufprobleme und Herzrhythmusstörungen die Folge sein. Empfohlen wird das Trinken von Wasser oder Tee mit etwas Salz und Zucker, Brühe oder verdünnten Säften. Kleinkinder und Säuglinge benötigen mehr Muttermilch als üblich oder einen gleichwertigen Ersatz. Wenn möglich, sollte trotz der Beschwerden etwas gegessen werden. Dabei eignen sich unter anderem Zwieback, Knäckebrot oder Butterkekse. So kann sich die Darmschleimhaut rascher erholen. Auf leicht verdauliche Lebensmittel sollte man auch in der ersten Zeit nach der Infektion setzen.

Ist der Verlauf des Infektes schwerer, dann kann man mit einer sogenannten Substitutionslösung aus der Apotheke den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgleichen. Häufig ist dies sinnvoll, wenn der Erkrankte es nicht schafft, ausreichend viel Flüssigkeit oder etwas Nahrung zu sich zu nehmen. Die Substitutionslösung, häufig auch als orale Rehydratationslösung (ORL) bezeichnet, enthält Traubenzucker und in Wasser gelöste Elektrolyte wie Kochsalz oder Kaliumchlorid. Bei starkem Erbrechen kann der Arzt auch ein Antiemetikum (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen) verordnen. Eine Wärmflasche hilft vielen gegen Bauchkrämpfe.

Bei einem schweren Krankheitsverlauf sollten Betroffene im Krankenhaus behandelt werden. Der erlittene Verlust an Flüssigkeit, Elektrolyten und wichtigen Nährstoffen kann dort über eine Infusion in die Vene schnell ausgeglichen werden. Zudem wird häufig ein Antiemetikum gegeben. – Da Kinder und ältere Menschen meist sehr empfindlich auf hohen Flüssigkeits- und Elektrolytmangel reagieren, werden sie oft von Anfang an im Krankenhaus behandelt.

Homöopathie bei Norovirus

Die Stärkung der Selbstheilungskräfte ist eines der Ziele in der homöopathischen Behandlung. Dies kann auch bei einer Infektionserkrankung mit Norovirus hilfreich sein. Zudem lassen sich häufig die typischen Symptome wie Durchfall und Erbrechen lindern. Bei einem starken Krankheitsverlauf, mit hohem Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten, den man selbst nicht ausgleichen kann, sollte der Patient unbedingt im Krankenhaus therapiert werden.

Bei Übelkeit und Erbrechen werden bevorzugt folgende homöopathischen Mittel empfohlen (Auswahl):

  • Arsenicum album
  • Nux vomica
  • Veratrum album

Akupunktur bei Norovirus

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) arbeitet man mit feinen Nadeln, die je nach individueller Diagnose auf bestimmten Punkten der Haut, entlang den sogenannten Energieleitbahnen, gesetzt werden. So sollen Funktionsstörungen aufgehoben und Energieblockaden gelöst werden. Bei einer Erkrankung mit Norovirus wird unter anderem das Ziel verfolgt, die körpereigene Abwehrschwäche zu stärken und den Organismus besser in die Lage zu versetzen, die körperfremden Eindringlinge im Magen-Darm-Trakt, zu bekämpfen.

Norovirus vorbeugen

Tatsächlich kann man der Infektion mit dem Norovirus nicht vorbeugen, da es keine entsprechende Impfung gibt. Allerdings lässt sich das Ansteckungsrisiko durch Einhaltung einiger Hygiene-Maßnahmen eingrenzen:

  • Regelmäßiges Händewaschen. Das gilt besonders vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch.
  • Hände desinfizieren. In der Apotheke erhält man ein Norovirus-wirksames Desinfektionsmittel. Es muss mindestens 30 Sekunden lang einwirken. Lebt man zusammen mit einem Erkrankten in einem Haushalt, sollten möglichst Türgriffe, Lichtschalter, Toilette, und weitere gemeinsam genutzte Objekte desinfiziert werden. Am besten trägt man dazu Handschuhe, um seine Haut zu schützen.
  • Mundschutz tragen. Ist ein Familienmitglied im gemeinsamen Haushalt erkrankt, kann ein Mundschutz verhindern, dass man Viruspartikel einatmet.
  • Wäsche bei 90 Grad waschen. Um Noroviren abzutöten, sollte die Wäsche des Patienten immer sofort und bei 90 Grad gewaschen werden.
  • Abstand halten: Erkrankte sollten noch bis zu zwei Tage nach der Infektion mit dem Norovirus zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken.
  • Hygienemaßnahmen bis zu einer Woche nach Erkrankung weiter durchführen: Dazu zählt insbesondere gründliches Händewaschen- und desinfizieren.

Norovirus in der Schwangerschaft

Eine Norovirus-Infektion in der Schwangerschaft ist für das Ungeborene in der Regel nicht gefährlich. Allerdings kann sich durch Erbrechen und/oder Durchfall bei der werdenden Mutter sehr viel Druck im Körper aufbauen, so dass ein frühzeitiges Einsetzen der Wehen droht. Für Schwangere ist es außerdem ganz besonders wichtig, dass sie lückenlos mit ausreichend viel Flüssigkeit, Elektrolyten und Nährstoffen versorgt sind.

Norovirus bei Neugeborenen und Säuglingen

Für Neugeborene und Säuglinge kann eine Norovirus-Infektion sehr gefährlich sein. Da das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist, reagieren sie sehr stark auf das Virus. Zudem kann sich der Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und/oder Durchfall lebensbedrohlich auswirken. Sobald der Verdacht auf eine Norovirus-Infektion besteht, sollte man daher vorsorglich den Arzt informieren. Die Behandlung von Neugeborenen und Säuglingen erfolgt meist im Krankenhaus. Bei Erkrankung älterer Geschwister oder anderer im Haushalt lebender Personen, sollte man darauf achten, dass möglichst kein Kontakt zum Säugling besteht. Die notwendigen Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen, müssen unbedingt befolgt werden.

Norovirus bei Kindern

Da Antibiotika gegen eine Viruserkrankung nicht wirken, zielt die Behandlung bei einer Norovirus-Infektion auf den Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts ab. Besteht der Verdacht, dass sich ein Kind mit Norovirus infiziert hat, sollte der Kinderarzt verständigt werden. Das kranke Kind muss sich nun schonen und Bettruhe halten. Um einer Dehydrierung (Austrocknung) vorzubeugen, sollten Eltern dem Kind immer wieder etwas zu trinken anbieten. Das kann stilles Wasser sein, Kräutertee oder verdünnter Saft. Auch Elektrolyt-Glukose-Lösungen aus der Apotheke können zum raschen Ausgleich bei hohem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust beitragen. Als mögliche Nahrung eignen sich Suppe oder Brühe. Hat sich der Magen etwas beruhigt, können Zwieback, Knäckebrot, Butterkekse sowie Nudeln oder Bananen gegeben werden. Leidet das kranke Kind auch unter Durchfall oder zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit und Bauchkrämpfen, kann der Arzt ein altersgerechtes Arzneimittel zur Linderung der Beschwerden verordnen. Um andere Familienmitglieder vor einer Ansteckung zu schützen, sind gründliches Händewaschen und Händedesinfektion wichtig. Falls es im Haushalt zwei Toiletten gibt, sollte während der Virusinfektion auf eine getrennte Toilettennutzung geachtet werden. So kann man die Ausbreitung des Virus eventuell verhindern.

Bei Kindern unter fünf Jahren kann es schnell zu einem gefährlichen Flüssigkeitsverlust kommen. Daher ist oft eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich.

Norovirus bei älteren Menschen

Für ältere Menschen kann eine Norovirus-Infektion lebensgefährlich werden, da der Körper durch den Brechdurchfall sehr viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Der Verlust muss stets durch die Gabe von Tee, Wasser oder verdünnten Säften ausgeglichen werden. Auch Elektrolyt-Glukose-Lösungen aus der Apotheke sind hilfreich. Gegebenenfalls ist in der akuten Phase eine rasche Behandlung im Krankenhaus sinnvoll. Hier kann der Verlust der lebensnotwendigen Flüssigkeit, von Mineralsalzen und gegebenenfalls auch von Nährstoffen über eine Infusion in die Vene zugeführt werden.

Norovirus – ICD-Code

Jeder Krankheit ist in der Medizin ein eigener ICD-Code zugeordnet. Die Abkürzung ICD (englisch) steht dabei für International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. Das Klassifizierungssystem ist weltweit anerkannt und eines der wichtigsten für medizinische Diagnosen. So wird beispielsweise eine „Akute Gastroenteritis durch Norovirus“ unter dem ICD-Code „A08.1“ erfasst. Häufig hilft die Eingabe dieses Codes auch bei der Recherche im Internet weiter.

Norovirus – Wie finde ich das richtige Krankenhaus?

Auf der Suche nach einem passenden Krankenhaus, das sich mit der Behandlung einer Norovirus-Erkrankung gut auskennt erhält man über die Webseite www.aerzteblatt.de einige hilfreiche Verlinkungen. Unter anderem zu www.weisse-liste.de, www.kliniken.de und www.krankenhaus.de. Eine besonders umfassende Übersicht bietet die Seite www.kliniken.de. Hier sind aktuell 3.846 Krankenhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelistet. Zusätzlich gibt es detaillierte Informationen zu Fachabteilungen der Kliniken sowie Qualitätsberichte.

Auf die Startseite von www.kliniken.de gehen: Unter dem Menüpunkt „Top-10“ kann man speziell nach Krankheiten und Diagnosen suchen. Für Erkrankungen durch Norovirus hier in der linken Spalte (unter „Krankheiten und Diagnosen nach ICD10“) auf das Feld „I Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten“ gehen. Klickt man darauf, öffnen sich darunter weitere Felder. Nun hierauf klicken: „A00-A09 Infektiöse Darmkrankheiten“ und anschließend noch einmal auf „A08 Virusbedingte und sonstige näher bezeichnete Darminfektionen / Durchfallkrankheit, ausgelöst durch Viren oder sonstige Erreger“ klicken. Dann erscheinen rechts in der Maske die entsprechenden Krankenhäuser, sortiert nach dem Ranking ihrer Fallzahlen. Auf Platz 1 findet sich das Evangelische Klinikum Bethel in Bielefeld, auf Platz 2 das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen und Platz 3 belegt das Agaplesion Allgemeines Krankenhaus Hagen, usw.

Norovirus – Was bezahlt die Krankenkasse und was muss man selbst bezahlen?

Angehörige einer gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich ein Recht auf stationäre sowie ambulante Versorgung, auf Arzneimittel und weitere Leistungen. In aller Regel sind jedoch bestimmte Eigenleistungen (Zuzahlungen) gesetzlich festgeschrieben. Diese Zuzahlungen betragen 10 Prozent der Kosten, pro Zuzahlung aber maximal 10 Euro. Kostet die Leistung weniger als 5 Euro, hat der Versicherte den tatsächlichen Preis zu entrichten.

Bei Arzneimitteln gelten diese Grenzen ebenfalls. Wenn der Betroffene ein besonders preiswertes Präparat erhält, entfällt die Zuzahlung. Dabei dürfen die Krankenkassen feste Beträge bestimmen, die sie erstatten, sofern mehrere Präparate mit gleichem Wirkstoff erhältlich sind. Arzneimittel, deren Preis 30 Prozent unter diesem Festbetrag liegt, werden von den Krankenkassen ohne Zuzahlung erstattet.

Zudem besteht die Regelung, dass die GKV bei bestimmten Präparaten nicht mehr den Einzelpreis des jeweiligen Arzneimittels erstatten muss, sondern nur den Festbetrag, der für eine Gruppe von vergleichbaren Präparaten festgelegt wurde. Ist das verschriebene Medikament teurer, muss der Patient den Mehrpreis selbst zahlen plus der gesetzlichen Zuzahlung für den erstatteten Kostenanteil.

Zuzahlungen fallen ebenfalls bei einem Krankenhausaufenthalt an. Sie betragen 10 Euro pro Kalendertag, wobei die Zuzahlung nur für maximal 28 Tage pro Jahr geleistet werden muss. Dabei können mehrere Krankenhausaufenthalte in einem Jahr zusammengenommen werden, so dass die maximale Zuzahlung bei stationärer Behandlung 280 Euro pro Kalenderjahr beträgt.

Bei häuslicher Krankenpflege werden einmalig zehn Euro für die Verordnung fällig. Darüber hinaus sind 10 Prozent pro Tag als Eigenanteil zu tragen. Die Zuzahlung ist auf 28 Kalendertage pro Kalenderjahr begrenzt und wird nur bei Erwachsenen über 18 Jahren erhoben. Auch bei häuslicher Krankenpflege gilt die Obergrenze von 280 Euro pro Kalenderjahr. Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte werden bei der Obergrenze der Zuzahlung für häusliche Krankenpflege angerechnet.

Wenn die Kosten für eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten leisten. Die Grenzen liegen bei mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Kalendertag. Diese Zuzahlungspflicht gilt für den gesamten Zeitraum, in dem eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen wird.

Bei Hilfsmitteln müssen Versicherte eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises leisten, wobei ebenfalls eine Ober- und Untergrenze von 10 und 5 Euro pro Verordnung gelten.

Die Höhe der Zuzahlungen für Rehabilitationsmaßnahmen hängt von der Maßnahme und vom jeweiligen Kostenträger ab.

Die Kosten für eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik übernimmt in der Regel jede gesetzliche Krankenkasse, da es sich um eine vertragsärztliche Leistung handelt. Allerdings können weitere Kosten (wie z. B. Zuzahlungen für Verordnungen) privat anfallen.

Die Kosten einer klassischen Körperakupunktur werden von allen gesetzlichen Krankenkassen, bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenkarthrose, übernommen. Der Leistung wird vorausgesetzt, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. In solchen Fällen haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall innerhalb von maximal sechs Wochen. Eine erneute Behandlung kann frühestens zwölf Monate nach Abschluss der letzten Akupunkturbehandlung erfolgen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten nur, wenn die Behandlung von einem qualifizierten Arzt durchgeführt wird. Akupunktur bei einem Heilpraktiker wird nicht übernommen. Die Kosten sind dann privat zu leisten.

Norovirus – Was übernimmt die DFV?

Die ambulante Krankenzusatzversicherung DFV-AmbulantSchutz erstattet Ihnen gesetzlich vorgesehene Zuzahlungen für Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel und die Fahrtkosten im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Der DFV-AmbulantSchutz bietet Ihnen zudem erweiterte Vorsorgeleistungen und steht Ihnen auch finanziell zur Seite, wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird.

Im Falle einer Erkrankung warten Sie mit der Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Exklusiv nicht länger als 5 Tage auf einen Termin bei einem spezialisierten Facharzt.

Sie profitieren zudem von Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, freier Krankenhauswahl und Krankenhaustagegeld bei einem stationären Klinikaufenthalt. Der DFV-KlinikSchutz macht Sie zum Privatpatienten im Krankenhaus inkl. Auslandskrankenversicherung.

FAQ zum Thema: Norovirus

Wie lang ist die Inkubationszeit beim Norovirus?

Der Zeitraum zwischen der Ansteckung mit dem Norovirus und dem Ausbruch der Erkrankung ist individuell unterschiedlich. Bei einigen Menschen vergehen lediglich sechs Stunden, ehe die ersten Symptome der Noroviren-Infektion auftreten. In anderen Fällen kann die Inkubationszeit bis zu 50 Stunden betragen.

Wie gefährlich ist Norovirus?

Infizieren sich sonst gesunde Menschen, verläuft die Erkrankung in der Regel ohne Komplikationen. Der Magen-Darm-Infekt dauert zwischen einem und drei Tagen an, zeigt sich allerdings meist mit sehr heftigen Symptomen. Typisch sind Erbrechen (auch schwallartiges Erbrechen) sowie Durchfall. Erkranken Säuglinge, Kleinkinder, ältere oder geschwächte Menschen, kann eine Norovirus-Infektion lebensbedrohlich sein. Auch Schwangere sollten bei Verdacht auf Norovirus den Arzt aufsuchen. Da es bei Norovirus zu einem hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommt, ist eine Infusionsbehandlung im Krankenhaus sehr oft hilfreich. In seltenen Fällen führt die Infektion zum Tod.

Was tun bei Norovirus?

Wer an Norovirus erkrankt ist, sollte Bettruhe halten. Bei starkem Erbrechen kann man sich vom Arzt oder Apotheker ein Antiemetikum (gegen Übelkeit und Erbrechen) geben lassen. Der Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ist bei Norovirus sehr groß, daher muss unbedingt darauf geachtet werden, den Flüssigkeits- und Mineralsalzhaushalt auszugleichen. Am besten trinkt man kontinuierlich stilles Wasser oder Kräutertees mit etwas Zucker und Salz. Auch verdünnte Säfte sind möglich. Vom altbekannten Hausmittel Cola sollte man absehen, denn das Koffein der Cola kann den Flüssigkeitsverlust noch verstärken. Erkranken Säuglinge, Kleinkinder oder ältere beziehungsweise bereits geschwächte Menschen, ist meist eine Behandlung im Krankenhaus mit einer Infusion nötig.

Kann man gegen Norovirus immun werden?

Noroviren bilden unterschiedliche Subtypen aus, die sich zudem ständig verändern. Wer einmal an Norovirus erkrankt war, ist daher nur gegen dieses spezielle Virus immun und nicht gegen andere Subtypen des Norovirus. Daher ist es möglich, sich immer wieder neu anzustecken.

Wie kann ich mich vor Norovirus schützen?

Gegen eine Infektion mit Norovirus gibt es keine Impfung. Daher wird zum Schutz vor Ansteckung auf einige Prophylaxe-Maßnahmen gesetzt. Gesunde Menschen sollten den direkten Kontakt zu Kranken meiden. Lebt man mit einem an Norovirus Erkrankten im selben Haushalt, kann das Tragen eines Mundschutzes sinnvoll sein, denn Noroviren werden auch als Tröpfcheninfektion in der Luft weitergegeben. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist sehr wichtig. Zudem ist eine Ansteckung über die gemeinsame Nutzung von Gegenständen möglich (Schmierinfektion). Aus diesem Grund sollten Türklinken, Fenstergriffe, Treppengeländer, Lichtschalter und Toiletten desinfiziert werden. Dabei eignen sich nur Mittel mit ausgewiesener Wirksamkeit gegen Viren. Die Wäsche von Patienten ist immer unmittelbar zu waschen, und zwar bei 90 Grad Celsius. Alle Hygienemaßnahmen sollten noch bis zu einer Woche nach dem Ende der Erkrankung beachtet und durchgeführt werden.

Quellen

Alle Angaben ohne Gewähr.

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