Wie kommen die zähne

Wann kommen die „bleibenden Zähne“?

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Bleibende Zähne: Zuerst erscheinen die vorderen Backenzähne

Noch bevor der erste Milchzahn ausfällt, erscheinen etwa im Alter zwischen sechs und sieben Jahren erste bleibende Zähne. Die ersten Zähne, die durchbrechen, sind Backenzähne, genauer: die so genannten Sechser. Das sind breite Mahlzähne weit hinten in der Mundhöhle. Da sie keinen Vorgänger im Milchgebiss haben, bemerken die Kinder oft nicht, dass sie durchbrechen. Doch gerade die Sechser sollten die Kinder besonders gut pflegen, denn sie sind wichtig für einen gleichmäßigen Kieferaufbau.

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Bleibende Zähne: Als nächstes kommen die Schneidezähne

Zwischen dem sechsten und dem achten Lebensjahr, verlieren die Kinder zuerst die mittleren Schneidezähne, dann die seitlichen. Nach und nach, wird jeder Milchzahn durch einen bleibenden Zahn ersetzt, bis der Zahnwechsel ungefähr mit zwölf Jahren abgeschlossen ist. Die Wurzeln der Milchzähne lösen sich in dieser Phase allmählich auf. Deshalb lockern sich die Kinderzähne und fallen schließlich aus. Innerhalb weniger Wochen wachsen bleibende Zähne in die entstandenen Lücken hinein.

Bleibende Zähne: Zuletzt kommen die hintersten Backenzähne

Mit dem Durchbruch der hintersten Backenzähne, der so genannten Siebener, ist das bleibende Gebiss im Wesentlichen komplett: Es hat nun 28 Zähne. Die Weisheitszähne, die Achter, kommen – wenn überhaupt – erst nach dem 18. Lebensjahr zum Vorschein.

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Bleibende Zähne besonders pflegen

Der Zahnschmelz der neuen Zähne ist nach dem Durchbruch noch nicht vollständig mineralisiert und deshalb anfälliger für Karies. Lockere Milchzähne, Zahnlücken und durchbrechende Zähne erschweren die Mundhygiene während des Zahnwechsels. Ein erhöhtes Kariesrisiko ist die Folge. Ab dem sechsten Geburtstag sind Kinder zwar in der Lage, sich alle Flächen ihrer Zähne selber zu putzen, allerdings erreichen sie noch keine vollständige Belagentfernung. Deshalb empfiehlt es sich, bleibende Zähne Deines Kindes täglich nochmals selbst zu putzen. Dabei solltest Du den Kauflächen der, neu durchbrechenden, bleibenden Backenzähne, besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn diese liegen lange Zeit tiefer als die noch vorhandenen Milchbackenzähne. Ab wann Dein Kind wirklich selber putzen kann, kannst Du in unserem Beitrag „Ab wann kann mein Kind selber putzen?“ nachlesen.

Zahnpasta und Zahnputztechnik für bleibende Zähne

Um die neuen bleibenden Zähne vor Karies zu schützen, solltest Du ab dem siebten Geburtstag für Dein Kind eine Zahnpasta mit einem höheren Fluoridgehalt (1.000 – 1.500 ppm) wählen. Zur Reinigung eignen sich vor allem Zahnbürsten mit X-Borsten oder eine elektrische Zahnbürste, die bis in die Zahnzwischenräume gelangen und so eine bessere Entfernung von Zahnbelag ermöglichen kann. Alles über die richtige Zahnpasta findest Du in unserem Beitrag „Die richtige Zahnpasta und weitere Helfer„. Über die richtige Zahnputztechnik für Milchzähne, informieren wir in unserem Beitrag „So putzt man Milchzähne richtig“. Schau auch in unserer Expertengruppe „Zahnpflegetipps für Kinder“ vorbei und stell Deine Fragen an unsere Experten.

Zahnen: Wenn das Baby die ersten Zähne bekommt

Babys bereiten sie häufig Schmerzen und Eltern schlaflose Nächte: die Milchzähne. Wenn ein Kind mit dem Zahnen beginnt, viel weint und nicht schlafen kann, ist das kein Grund zur Sorge. Lesen Sie hier, was gegen Zahnschmerzen hilft und wie Sie die Zähne Ihres Babys richtig pflegen.

Wenn die ersten Zähne kommen, sollten Sie gleich mit der Zahnpflege beginnen. Foto: Photodisc, Thinkstock

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Von Angela Zimmerling

Viele Babys sind unruhig und quengeln viel, weil ihnen das Zahnen weh tut. Eltern bemerken bei ihrem Kind häufig gerötete und dickere Wangen. Das Baby produziert mehr Speichel und steckt die Faust in den Mund. Manche Säuglinge bekommen Fieber, Durchfall und schlafen schlecht.

Ein Kind bekommt in der Regel zwischen dem fünften und 30. Lebensmonat insgesamt 20 Milchzähne. Sie sind wichtig, um Nahrung zu zerkleinern und um richtig sprechen zu lernen. Sie sind ausserdem Platzhalter für die ab dem sechsten Lebensjahr nachstossenden Dauerzähne. Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchzahngebiss vollständig. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die erste Untersuchung bei einem Zahnarzt sinnvoll. Natürlich können Sie schon früher, ab dem ersten Durchbruch der Zähne, zu Ihrem Zahnarzt gehen, um sich über Zahnpflege und zahngesunde Ernährung beraten zu lassen.

Übersicht über Reihenfolge der Milchzähne

  • Mit etwa 6 Monaten kommen die unteren zwei Schneidezähne.
  • Zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat brechen die oberen zwei Schneidezähne durch.
  • Zwischen dem 8. und 10. Monat kommen zwei weitere obere Schneidezähne dazu und zwischen dem 10. und 12. Monat folgen zwei untere Schneidezähne.
  • Zwischen dem 12. und 16. Lebensmonat erscheinen die oberen und unteren ersten Backenzähne.
  • Zwischen dem 16. und 20. Monat kommen die oberen und unteren Eckzähne hinzu.
  • Schliesslich folgen zwischen dem 20. und 30. Lebensmonat die zweiten oberen und unteren Backenzähne.

Quelle: www.optident.ch: Zahnarzt Alexandros Stassinakis

Die Rubrik „Zahngesundheit“ wird präsentiert von
Dr. Kübler – Ihr Zentrum für Ganzheitliche Zahnmedizin. Orale Medizin mit Bezug zur Allgemeinmedizin, Komplementärmedizin und Physiotherapie. Mehr Infos…

  • 1. Teil Zahnen: Wenn das Baby die ersten Zähne bekommt
  • 2. Teil Mittel gegen Schmerzen beim Zahnen
  • 3. Teil Richtige Mundhygiene bei Milchzähnen

Das natürliche Gebiss

Zwei Sätze von natürlichen Zähnen stehen dem Menschen im Laufe seines Lebens zur Verfügung: die Milchzähne und die bleibenden Zähne. Beide sind schon vor der Geburt im Kiefer angelegt. Bis der letzte bleibende Zahn durchgebrochen ist, vergehen rund zwei Jahrzehnte.

Die Zähne des Erwachsenen

Das natürliche Gebiss des Erwachsenen besteht, wenn alle Weisheitszähne vorhanden sind, aus 32 Zähnen, je 16 im Ober- und Unterkiefer.

In ihrer Form und Funktion sind die einzelnen Zähne sehr verschieden. Die vier vorne im Kiefer liegenden Schneidezähne (Incisivi) sind recht flach. Ihre dünnen, scharfen Kanten dienen dem Abbeißen beziehungsweise dem Zerteilen der Nahrung. Rechts und links der Schneidezähne befindet sich jeweils ein Eckzahn (dens caninus). Er hat von allen Zähnen die längste Wurzel, seine Zahnkrone ist nach unten hin spitz geformt. Weil er sehr robust ist, kann er die Nahrung besonders gut festhalten und abreißen. Neben den Eckzähnen liegen auf beiden Seiten des Kiefers je zwei kleine Backenzähne (Prämolaren). Ihre Kauflächen sind mit kleinen Höckern und Mulden versehen, die die Speise beim Kauvorgang erfassen und weiter zerkleinern. Nach den kleinen Backenzähnen folgen je zwei große Backenzähne (Molaren) auf jeder Kieferseite. Sie werden auch Mahlzähne genannt, weil sie die Nahrung ganz fein zerkleinern. Anders als die kleinen Backenzähne haben die großen mehrere Wurzeln, sind also besonders fest im Kiefer verankert. Am hinteren Ende des Kiefers können noch die Weisheitszähne liegen, je einer auf jeder Seite. Nicht jeder Mensch hat sie; oft sind sie gar nicht im Kiefer angelegt, in manchen Fällen sind sie zwar angelegt, brechen aber nicht durch.

Zahnmediziner bezeichnen die einzelnen Zähne nach einem international einheitlichen Zahlensystem. Schaut der Zahnarzt dem Patienten in den Mund, sieht er den Ober- und den Unterkiefer jeweils als Halbkreis. Beide Halbkreise unterteilt er noch einmal in einen linken bzw. rechten Viertelkreis (Quadranten). In jedem Quadranten werden die Zähne dann von vorne nach hinten durchnummeriert:

1. Quadrant
oben rechts
18 17 16 15 14 13 12 11
2. Quadrant
oben links
21 22 23 24 25 26 27 28
48 47 46 45 44 43 42 41
unten rechts
4. Quadrant
31 32 33 34 35 36 37 38
unten links
3. Quadrant

Die erste Ziffer jeder zweistelligen Nummer gibt den Quadranten an, in dem sich der Zahn befindet, die zweite Ziffer steht für die genaue Lage des Zahnes im Quadranten. Wenn der Zahnarzt zum Beispiel von Zahn 18 („eins acht“) spricht, meint er den Weisheitszahn, der auf der rechten Seite des Oberkiefers liegt. Spricht er von Zahn 31, meint er den ersten Schneidezahn auf der linken Seite des Unterkiefers.

Das Kindergebiss – die Milchzähne

Der erste Satz Zähne, den der Mensch erhält, sind die Milchzähne. Ein komplettes Kindergebiss besteht aus 20 Zähnen, je 10 im Ober- und im Unterkiefer. Pro Kiefer wachsen dem Kind 4 Milchschneidezähne, 2 Milcheckzähne und 4 Milchbackenzähne (Molaren).

Die Zahnnummern der Milchzähne lauten:

oben rechts
55 54 53 52 51
oben links
61 62 63 64 65
85 84 83 82 81
unten rechts
71 72 73 74 75
unten links

Wie die bleibenden Zähne sind auch die Milchzähne mit Wurzeln im Kiefer verankert. Der Zahnschmelz der Milchzähne ist jedoch höchstens 1 mm dick und damit nur halb so dick wie bei bleibenden Zähnen. Auch sein Mineralstoffgehalt fällt deutlich geringer aus als beim Schmelz der bleibenden Zähne. Das erklärt, warum die Milchzähne viel anfälliger für Karies sind als ihre Nachfolger und besonderer Pflege bedürfen.

Vom Zahndurchbruch und Zahnwechsel

Die ersten Milchzähne zeigen sich meist, wenn das Baby etwa ein halbes Jahr alt ist. In der Regel brechen die unteren Schneidezähne zuerst durch, etwas später dann die oberen. Ungefähr ein Jahr später sind auch die Eckzähne und die ersten Backenzähne sichtbar, im Alter von zwei bis drei Jahren ist das Milchgebiss meist komplett. Ab dem sechsten Lebensjahr beginnt mit dem ersten großen Backenzahn der Durchbruch der bleibenden Zähne. Er verläuft oft unbemerkt, da die Backenzähne hinter den Milchbackenzähnen durchbrechen und dafür kein Milchzahn ausfällt. Der eigentliche Zahnwechsel startet ca. ein Jahr später: Nach und nach lösen sich die Milchzahnwurzeln auf, die Milchzähne fallen aus und werden durch ihre Nachfolger ersetzt. Im Alter von ca. elf Jahren ist der Zahnwechsel vollzogen. Erst danach brechen die zweiten großen Backenzähne durch. Den Abschluss bilden die Weisheitszähne, die sich, sofern sie angelegt sind, erst im Erwachsenenalter zeigen.
Der genaue Zeitpunkt des Zahndurchbruchs und auch die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, können individuell sehr verschieden sein. Ein verspätetes Zahnen bei Kleinkindern oder eine ungewöhnliche Reihenfolge beim Zahndurchbruch sind für Eltern kein Grund, beunruhigt zu sein. Regelmäßige Zahnarztbesuche mit dem Kind sind aber wichtig, da der Zahnarzt auch die Gebissentwicklung kontrolliert und bei Fehlentwicklungen rechtzeitig eingreifen kann.

Die folgende Tabelle der Durchbruchszeiten zeigt deshalb nur grobe Anhaltswerte:

Lebensabschnitt Alter ca. Welcher Zahn bricht durch?
Milchzähne
Säuglinge/Kleinkinder 6 Monate Mittlere Milchschneidezähne
9 Monate Seitliche Milchschneidezähne
18 Monate Erster Milchbackenzahn
18 Monate bis 2 Jahre Milcheckzähne, zweiter Milchbackenzahn
3 Jahre Milchzähne komplett sichtbar
Bleibende Zähne
Kinder 6 Jahre Erster großer Backenzahn
7 Jahre Mittlere Schneidezähne
8 Jahre Seitliche Schneidezähne
9 Jahre Eckzahn und erster kleiner Backenzahn im Unterkiefer
10 Jahre Erster kleiner Backenzahn im Oberkiefer
Jugendliche 11 Jahre Eckzahn und zweiter kleiner Backenzahn im Oberkiefer, zweiter kleiner Backenzahn im Unterkiefer
12 Jahre Zweite große Backenzähne
15 Jahre Bleibende Zähne komplett sichtbar
Erwachsene 18 bis 25 Jahre, auch später noch möglich Weisheitszähne

Vom ersten Zahn bis zum fertigen Milchgebiss

20 Zähne hat das Milchgebiss eines Babys. Bis alle Zähnchen durchgebrochen sind, dauert es fast zwei Jahre. In unserer Infografik siehst du, wie sich das Milchgebiss nach und nach entwickelt und welche Zähnchen als erstes kommen.

Entwicklung des Milchgebisses

Die fertigen Anlagen für sein Milchgebiss hatte dein Baby schon, als es noch friedlich in der Gebärmutter schaukelte. Jetzt müssen die Zähnchen nur noch durchbrechen. Nur noch ist natürlich absolut untertrieben. Bis das Milchgebiss komplett da ist, bedeutet das harte Arbeit für das Baby.

Hilfe und Erleichterung beim Zahnen

Kein Wunder, dass es jetzt öfter schlecht gelaunt ist. Zahnen ist einfach unangenehm für das Baby. Dabei helfen kannst du ihm leider nicht viel. Diese Tipps bringen trotzdem etwas Erleichterung:

  • Kauhilfen anbieten. Ob Beißringe oder auch nur ein feuchtes Tuch: Dein Baby mag es jetzt besonders gerne, dem Kaudrang nachzugeben. Damit die Schmerzen ein wenig gelindert werden, kannst du das Tuch in ein wenig Kamillentee tauchen.
  • Beißringe sind hingegen besonders beliebt, wenn sie gekühlt sind. Lege sie also ein paar Stunden – am besten über Nacht – in den Kühlschrank.
  • Salbei- und Kamillentee können helfen, Entzündungen vorzubeugen und die Schmerzen zu lindern. Siehe davon ab, Süßungsmittel wie Zucker oder Honig in den Tee zu mischen.
  • Eine Zahnfleischmassage kann helfen, mag aber nicht jedes Kind. Reinige deine Hände gründlich und übe ganz leichten Druck auf das Zahnfleisch aus.
  • Es gibt auch spezielle Zahnen-Öle und -Gele, die den Schmerz lindern sollen und sogar etwas betäubend sind. Sprich diese am besten vorher mit deinem Kinderarzt ab.

So entwickelt sich das Milchgebiss

Jedes Zähnchen schiebt sich nach und nach mühevoll durch das Zahnfleisch. Als erstes brechen die unteren Schneidezähne durch. Meistens ab dem 6. – 8. Monat. Kurz darauf kommen auch die oberen Schneidezähne, direkt gefolgt von den seitlichen. Damit das Essen von fester Nahrung endlich auch richtig Spaß macht, kommen ab dem ersten Lebensjahr die sogenannten Milchmahlzähne dazu. Also die ersten breiteren Milchzähne, die beim Kauen helfen. Die Eckzähne brechen erst ziemlich spät durch – etwa ab dem 16. Monat. Ein zweites Paar Milchmahlzähne machen das Milchgebiss komplett.

Zu seinem zweiten Geburtstag kann dein Baby dann schon mit allen seinen Zähnen lachen. Die behält dein Kind auch bis etwa zum sechsten Lebensjahr. Dann können die ersten Milchzähne ausfallen. Sie werden nach und nach von den bleibenden Zähnen ersetzt. In unserer Infografik siehst du noch einmal im Überblick, wie sich das Milchgebiss entwickelt.

Milchgebiss: So entwickeln sich die Zähne des Babys

Die Milchgebiss-Grafik steht dir auch zum kostenlosen Download zur Verfügung. Klicke dafür einfach auf das Bild, speichere die Grafik oder drucke direkt aus. Auf der Grafik findest du außerdem Checkboxen zum Abhacken. Jedes neue Zähnchen kann dann genau dokumentiert werden.

Richtige Pflege von Anfang an

Damit das neue Milchgebiss auch gesund bleibt, ist die richtige Pflege ganz wichtig – von Anfang an. Am Anfang genügt es, den Milchzahn einmal am Tag mit einer weichen

Zahnbürste und vorerst nur mit Wasser zu putzen. Später kannst du dann auch einen etwa erbsengroßen Klecks Kinderzahnpasta auf die Zahnbürste geben. Gestalte die Zahnpflege ruhig spielerisch, erzähle dabei zum Beispiel eine Geschichte. So wird das Zähneputzen schon bei deinem Baby zu einem festen Ritual am Abend.

Zahnpflege-Produkte für Kinder

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Ab etwa zwei Jahren – also wenn dass Milchgebiss komplett durchgebrochen ist – sollten die Milchzähne zwei Mal am Tag geputzt werden. Auch wenn es am Anfang noch nicht richtig klappen will, lasse dein Kind ruhig erste eigene Putzversuche wagen. Mit lustigen Zahnpflegeprodukten macht dass auch doppelt so viel Spaß.

So viele Zähne hat Ihr Hund

Gesunde Zähne und ein kräftiges Gebiss sind für Hunde von großer Bedeutung. Doch wie viele Zähne hat ein Hund eigentlich, was hat es mit dem Zahnwechsel auf sich und wie können Halter dafür sorgen, dass die Zähne ihres Vierbeiners gesund bleiben? Diese und weitere Frage beantworten wir Ihnen in folgendem Beitrag.

Wie viele Milchzähne hat ein Hund?

Genau wie wir Menschen werden Hunde ohne Zähne geboren und bekommen dann zunächst Milchzähne, die nach einer Weile von ihren bleibenden Zähnen ersetzt werden. Im Ober- und Unterkiefer wachsen jeweils sechs Schneidezähne, zwei Fangzähne und sechs Backenzähne. Das Milchgebiss besteht bei Hunden also aus insgesamt 28 Zähnen, die für gewöhnlich zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche durchbrechen.

Der Zahnwechsel beim Hund

Der Zahnwechsel vollzieht sich bei Hunden in der Regel zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat. In dieser Phase verliert der junge Vierbeiner seine Milchzähne. An deren Stelle treten die bleibenden Zähne. Die Dauer des Zahnwechsels kann unterschiedlich ausfallen, wobei er bei größeren Rassen generell schneller abgeschlossen ist als bei kleineren.

Wie viele bleibende Zähne hat ein Hund?

Das bleibende Gebiss besteht bei Hunden aus insgesamt 42 Zähnen. Im Oberkiefer befinden sich neben sechs Schneidezähnen, zwei Fangzähne sowie zwölf Backenzähne. Ähnlich sieht es im Unterkiefer aus. Allerdings haben Hunde dort zwei Backenzähne mehr als im Oberkiefer.

Mögliche Probleme beim Zahnwechsel

In der Regel verläuft der Zahnwechsel bei den meisten Hunden ohne größere Probleme. Viele Hundehalter bekommen ihn so gut wie nicht mit. Die ausgefallenen Milchzähne werden teilweise verschluckt oder bleiben im Spielzeug des Vierbeiners stecken.

Es kann jedoch durchaus sein, dass der Zahnwechsel bei Ihrem Hund nicht ohne Störungen verläuft und mit starken Schmerzen verbunden ist. Meist liegt das daran, dass ein Milchzahn nicht ausfällt und der darunter liegende bleibende Zahn dennoch durchbricht. Die Ursache dafür sind für gewöhnlich Störungen im Wachstum der Kieferknochen.

Dabei können unter anderem folgende Beschwerden auftreten:

  • Zahnschmerzen
  • Fieber
  • Lustlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust

Die beschriebenen Probleme beim Zahnwechsel sind insbesondere bei kleinen Hunderassen verbreitet. Ist Ihr Hund davon betroffen, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Denn häufig ist das Ziehen des Milchzahns in diesem Fall unvermeidlich, um dem neuen Zahn den Platz zu geben, den er braucht.

So können Sie Ihren Hund beim Zahnwechsel unterstützen

Als Halter haben Sie einige Möglichkeiten, um Ihren Hund beim Zahnwechsel zu unterstützen. Mit geeigneten Kausnacks und Kauspielzeug sorgen Sie für Ablenkung und schützen ganz nebenbei auch Ihre Einrichtung vor den Zähnen des Vierbeiners.

Auf Zerrspiele mit Ihrem Hund sollten Sie während des Zahnwechsels hingegen verzichten. Falls Ihr Vierbeiner das Fressen von Trockenfutter verweigert, kann es helfen, dieses einzuweichen. Alternativ können Sie ihn aber auch mit Nassfutter füttern, um ihm die Nahrungsaufnahme trotz möglicher Zahnschmerzen zu erleichtern.

Zahnpflege ist auch bei Hunden unverzichtbar

Ihr Hund ist auf gesunde Zähne angewiesen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie seiner Zahnpflege ausreichend Aufmerksamkeit schenken.

Mit Kauartikeln, wie zum Beispiel Kauknochen aus Rinderhaut, kann Ihr Vierbeiner seinem natürlichen Kautrieb nachgehen und seine Kiefermuskulatur trainieren. Zudem werden durch das Kauen auf dem zähen Snack Speisereste zwischen den Zähnen entfernt, der Speichelfluss angeregt und das Gebiss von Belägen befreit.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, die Zähne Ihres Hundes regelmäßig zu putzen. Nutzen Sie zu diesem Zweck nicht Ihre eigene Zahnpasta, sondern ein für Hunde geeignetes Produkt sowie eine spezielle Zahnbürste mit langen und weichen Borsten. Alternativ können Sie auch eine sogenannte Fingerzahnbürste verwenden. Diese verfügt über Noppen und lässt sich über den Finger stülpen.

Trainieren Sie das Zähneputzen mit Ihrem Hund möglichst schon in jungen Jahren. Das hilft dem Vierbeiner dabei, sich an diese zunächst unbeliebte Prozedur zu gewöhnen.

Zahnerkrankungen bei Hunden frühzeitig behandeln

Gerade bei kleinen Hunderassen ist Zahnstein ein weit verbreitetes Problem, das mit der Zeit schmerzhafte Zahnerkrankungen wie Parodontitis zur Folge haben kann. Neben einer gründlichen Zahnpflege ist es daher ratsam, die Zähne Ihres Hundes regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren und Zahnstein bei Bedarf entfernen zu lassen.

Fazit

Zahnschmerzen sind für Ihren Hund nicht weniger unangenehm, wie für Sie selbst. Seien es Probleme während des Zahnwechsels oder Zahnerkrankungen wie Karies – oft ist eine Behandlung des Gebisses durch einen Tierarzt unvermeidbar. Die Kosten, die dabei entstehen, sollten nicht unterschätzt werden. So kann das Ziehen eines Zahns, ebenso wie das Entfernen von Zahnstein, schnell einige hundert Euro kosten. Mit unserer Hundekrankenversicherung können Sie sich vor diesen Kosten schützen. Für eine monatliche Prämie ab 31,37 Euro übernehmen wir den größten Teil der Tierarztrechnung für die Zahnbehandlung. Berechnen Sie Ihre Prämie am besten noch heute und lassen Sie uns Ihren Versicherungsantrag direkt online zukommen.

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