Wie kann sich mein kind besser konzentrieren

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Wie sich Konzentration bei Kindern fördern lässt

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Eltern wünschen sich ein glückliches und erfolgreiches Leben für ihre Kinder. Gerade zum Schulanfang wollen sie die Weichen richtig stellen. Doch wie kann man die Kinder unterstützen? Mit Kinderturnen? Musikalischer Früherziehung? Zweisprachiger Erziehung? Oder sollte man sich doch auf die rein schulische Bildung konzentrieren?

Forscher der University of British Columbia richten ihr Augenmerk nun auf etwas anderes: die so genannten Exekutive Funktionen (EFs). Damit werden die kognitiven Kontrollmechanismen bezeichnet, die man braucht, um sich zu konzentrieren und um nachzudenken. Die wichtigsten Mechanismen sind mentale Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle sowie das Arbeitsgedächtnis. Auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen, vorausschauend zu planen und das logisches Denken gehören dazu. Sind diese Fähigkeiten nicht gut entwickelt, kann es schwer sein, Erfolg im Beruf zu haben.

Eltern beeinflussen exekutive Funktionen der Kinder

So haben Studien der letzten Jahre gezeigt, dass Menschen, die als Kinder eine niedrige Selbstkontrolle zeigen, 30 Jahre später schlechtere kognitive Fähigkeiten haben. Sie verdienen weniger, sind öfter krank und begehen mehr Verbrechen als Personen mit einer hohen Selbstkontrolle. EFs haben also einen Einfluss auf die körperliche und mentale Gesundheit – und zwar das ganze Leben lang.

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Wer also Gesundheit und Erfolg des Nachwuchses nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte nach Ansicht der Wissenschaftler, dessen exekutiven Funktionen schon früh trainieren. Das hilft auch dabei, durch soziale Herkunft bedingte Leistungsunterschiede auszugleichen.

Was kann man nun aber als Eltern tun, um die Konzentration des Kindes zu fördern? Der Buchautor und Schulberater Detlef Träbert, früher selbst als Lehrer tätig, rät: „Viel trinken, Bewegung und frische Luft sind das A und O.“ Auch sollten Eltern darauf achten, dass ihr Kind morgens nicht ohne Frühstück aus dem Haus geht. „Das Frühstück liefert die Energie für den Tag. Wenn Kinder darauf verzichten, legen sie einen glatten Fehlstart hin.“

ADHS wird immer häufiger fehldiagnostiziert

Schon Fünfjährige bekommen Psychopharmaka

Die Zahl der Kinder mit ADHS hat sich laut einer Studie der AOK mehr als verdoppelt. Schon Erstklässler bekommen starke Medikamente. Aber ist das immer richtig oder toben manche bloß mehr?

Quelle: N24

„Ohne Grundlage sind sie in der Schule weniger aufmerksam und können sich schlechter konzentrieren“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Krotz von der Techniker Krankenkasse. „Daher ist es bedenklich, dass ein Drittel der Kinder, die sowieso schon häufig schlapp und müde sind, ohne Frühstück aus dem Haus gehen.“

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Alle Techniken, die Forschern als hilfreich erkannt haben, gleichen sich darin, dass sie wiederholt angewendet werden müssen. Dadurch bessern sich die EFs schrittweise. Kinder, die zu Beginn noch relativ schlechte exekutive Funktionen zeigen, machen dann auch die größten Fortschritte.

Konzentrationsstörungen bei Kindern können in Extremfällen ein Symptom von Aufmerksamkeitsdefizitstörungen wie ADS und ADHS sein. Etwa 600.000 Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik sind von diesen Verhaltensstörungen betroffen. Gerade in diesem Fall kann das spielerische Training des Arbeitsgedächtnisses helfen und die Konzentrationsspanne verlängern.

Man müsse aber aufpassen, keine Fehldiagnose zu stellen, und das Kind auf Dauer mit der Diagnose ADHS zu brandmarken, denn auch Stress, Einsamkeit und mangelnde körperliche Fitness können die Funktion der Frontallappen im Gehirn und damit die exekutiven Funktionen beeinträchtigen, sagen Forscher.

Drucksituationen wirken sich negativ auf Kinder aus

Leistungsdruck auf Grundschüler ist extrem

In vielen Bundesländern sind überdurchschnittliche Noten Voraussetzung für das Gymnasium oder die Realschule. In Bayern gefährdet der hohe Druck sogar schon die Gesundheit von Dritt- und Viertklässlern.

Quelle: N24

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Auch erwarten immer mehr Eltern viel zu viel von ihrem Kind, und vermuten schon eine Aufmerksamkeits- oder Lernstörung, obwohl die Fähigkeiten des Kindes im natürlichen Rahmen liegen. Detlef Träbert gibt ein Beispiel: „Bei einem zehnjährigen Kind ist es schon gut, wenn es sich 20 Minuten lang auf eine Aufgabe konzentrieren kann, die ihm nicht gefällt.“

Darum helfen Methoden, die dem Kind Spaß machen, immer mehr, als solche, die nicht speziell auf Kinder ausgerichtet sind. Was vielen Eltern nicht klar ist: Konzentration ist keine reine Willenssache, sondern kann nur durch Training verbessert werden. Zu viel Druck oder zu hohe Erwartungen können mehr schaden als nutzen.

Es gilt also immer: Das Kind sollte an den Aktivitäten – egal ob Blockflötenunterricht, Yoga oder Karate – teilnehmen wollen. Außerdem reicht es nicht, die exekutiven Funktionen nur ein einziges Mal zu trainieren. Stattdessen muss man sie regelmäßig und mit immer steigender Schwierigkeit üben.

Computerprogramme, mit deren Hilfe die Kinder spielerisch lernen können, werden besonders empfohlen. Eines davon ist das Programm „CogMed“ von Pearson Education, das von Adele Diamond und Kathleen Lee im Fachmagazin „Science“ beschrieben wird. Mit ihm kann das Arbeitsgedächtnis sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen trainiert werden kann.

Konzentration spielerisch trainieren

Das Spiel hat den Vorteil, dass Kinder mit Spaß zu Hause ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Gedächtnis verbessern können, ohne dass zu viel Leistungsdruck aufkommt. Zum Ausprobieren findet man auch ein kostenloses Spiel online ( www.spaceminespatrol.com ). Hier muss der Spieler die Erde zum Beispiel vor Meteoriten schützen, indem er sie in der richtigen Reihenfolge zerstört. Dass Spiel ist so spannend, dass man kaum darauf kommt, dass es ein Konzentrationstraining ist.

Auch Traditionelle Kampfkunsttechniken wie zum Beispiel Taekwondo fördern die Selbstdisziplin und helfen zudem bei der Charakterentwicklung. Studien haben gezeigt, dass sich dadurch auch das Arbeitsgedächtnis verbessert. Die gleichen positiven Effekte haben auch Achtsamkeits-Übungen, bei denen man lernt, auch im Alltag die Umwelt bewusster wahrzunehmen.

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Zudem können Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelentspannung, Traumreisen und Autogenes Training einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit haben. „Entspannungstraining kann sehr hilfreich sein“, bestätigt Schulberater Detlef Träbert.

Ruhephasen und Routinen fördern exekutive Funktionen

Bei weniger als sieben Stunden Schlaf schrumpft das Hirn

Französische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei weniger als sieben Stunden Schlaf nicht nur Konzentration und Leistungsfähigkeit leiden, sondern sogar die Gehirnsubstanz schrumpft. Doch früher einschlafen ist für Jugendliche gar nicht so einfach.

Quelle: N24/Andrea Ohms

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„Viele Kinder leiden unter dem Erwartungsdruck der Eltern und der Schule. Da hilft es, ab und zu richtig zur Ruhe zu kommen.“ Er empfiehlt auch einfache Hausmittel zur Steigerung der exekutiven Funktionen: abendliches Vorlesen, Kuschelrituale oder Spieleabende.

Studien, die sich mit den Lehrplänen an Schulen befassen, zeigen, dass auch im regulären Unterricht die exekutiven Funktionen der Kinder trainiert werden können. Montessori-Schulen und einige amerikanische Schulförderungsprogramme wenden Methoden zur Förderung der exekutiven Funktionen an.

In deutschen staatlichen Schulen steht das Konzentrationstraining noch nicht auf dem Stundenplan. Auch in der Lehrerausbildung sucht man vergeblich danach. „Dabei sollte Konzentrationsförderung in allen Schularten betrieben werden“, fordert Detlef Träbert.

Einen Leistungstransfer zwischen den einzelnen Bestandteilen der EFs gibt es den Forschern zufolge nicht. Studienteilnehmer, die zum Beispiel ihr Arbeitsgedächtnis mit einem Computerprogramm trainiert hatten, zeigten keine Verbesserung beim logischen Denken. Daher wird empfohlen, verschiedene Aktivitäten zu kombinieren, wie etwa Selbstverteidigung zusammen mit Achtsamkeits-Übungen.

Aufmerksamkeit und Konzentration bei Kindern zählt zu den wichtigsten individuellen Voraussetzungen und Begleitern erfolgreichen Lernens. Tatsächlich stellen Konzentrationsprobleme im Kindes- und Jugendalter die häufigsten Beeinträchtigungen dar. Befragungen von Lehrpersonen zeigen, dass ein Großteil der Kinder durch Unaufmerksamkeit und Konzentrationsschwierigkeiten auffällt. Einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach nach haben 75 Prozent der Schüler Konzentrationsprobleme. Im Zusammenhang damit taucht immer häufiger die Aufmerksamkeitsdefizit/-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf.

Allerdings sind Störungen und Probleme der Konzentration bei Kindern nicht zwangsläufig auf ADHS zurückzuführen. Oftmals gibt es für Konzentrationsprobleme eine einfache und harmlose Erklärung, doch diese muss natürlich erst einmal gefunden werden.

In diesem Artikel erklären wir die grundlegenden Stör-Faktoren von Konzentration bei Kindern und wie du die Konzentrationsleistung deines Kindes steigern kannst.

Zunächst einmal wollen wir aber mit einer Definition des Begriffs Konzentration starten.

Übersicht

  1. Konzentration vs. Aufmerksamkeit – eine Definition
  2. Voraussetzungen für Konzentration bei Kindern
  3. Konzentration bei Kindern spielerisch fördern
  4. Wie gut ist die Konzentration deines Kindes?

Konzentration vs. Aufmerksamkeit – eine Definition

Die Konzepte Aufmerksamkeit und Konzentration werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft als Synonym verwendet. Dies ist im Alltag sicherlich in Ordnung und selbst in der Fachsprache wird häufig nicht zwischen den zwei Konzepten unterschieden. Dennoch wollen wir hier den Unterschied von Konzentration und Aufmerksamkeit beleuchten. Im weiteren Verlauf wird der Einfachheit halber kein Unterschied zwischen den beiden Konzepten gemacht.

Bevor Informationen verarbeitet werden können, müssen sie zunächst einmal aufgenommen werden. In der Regel wirken in unserer Umgebung eine Reihe von Reizen auf uns ein – im Hintergrund spielt leise Musik, die Kaffeemaschine beginnt zu zischen und am Fenster fährt ein rotes Auto vorbei. Da bei der Sache zu bleiben, ist gar nicht so einfach, doch das ist Voraussetzung für zielgerichtetes Handeln. Reize müssen also selektiert werden.

Das selektive Betrachten relevanter Reize oder Informationen stellt die Aufmerksamkeit dar. Dabei geht es also um wahrnehmungsnahe Phänomene, also um das Sehen, Hören, Riechen oder Schmecken bestimmter Dinge.

Wie wir in einer bestimmten Situation reagieren, hängt aber nicht nur von der richtigen Informationsaufnahme ab. Wesentlich für unser Handeln ist die (Weiter)-Verarbeitung der Informationen.

Als Beispiel können wir hier etwa eine Rechenaufgabe in der Schule nehmen. Sofern keine konkurrierenden Informationen in Form von Ablenkungen auf das Kind einwirkt, stellt das Selegieren der Information “7×7” von einem Blatt Papier oder der Tafel keine Aufmerksamkeitsleistung dar. Nicht die Aufmerksamkeit ist entscheidend dafür, ob der Schüler die Rechenaufgabe löst, sondern wie konzentriert er an der Aufgabe arbeitet.

Entscheidend für das konzentrierte Arbeiten ist die Fähigkeit, das Leistungsniveau für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Dies stellt die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes dar. Diese Fähigkeit ist mit erheblicher Anstrengung verbunden. Zentrales Definitionselement von Konzentration ist daher das Konzept der Anstrengung.

Lothar Schmidt-Atzert et al. definieren Konzentration als “die Fähigkeit, unter Bedingungen schnell und genau zu arbeiten, die das Erbringen einer kognitiven Leistung normalerweise erschweren”. (2004, S.9).

Nehmen wir also einmal an, ein Kind sitzt zu Hause am Schreibtisch und macht seine Hausaufgaben. Draußen hört man Kinder spielen und im Hintergrund klingelt das Telefon. Dennoch erledigt das Kind seine Hausaufgaben genauso gewissenhaft und schnell wie sonst auch. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass das Kind konzentriert gearbeitet hat.

Bei Konzentration geht es explizit um kognitive Leistungen, ganz gleich welcher Art. Jegliche kognitive Leistung, unter anderem etwa die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Erinnern und das Schlussfolgern sollte durch Konzentration steigerbar sein.

Man kann also sagen, dass sich die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmungsprozesse und die Auswahl relevanter Reize bezieht, während es bei Konzentration um die Be- und Verarbeitung von Informationen (unter erschwerten Bedingungen) geht. Dabei setzt Konzentration Aufmerksamkeit voraus.

Die Zeitspanne, in der Kinder eine Konzentrationsleistung erbringen können, ist begrenzt und abhängig vom Alter. Ein Grundschulkind in Klasse eins oder zwei beispielsweise wird sich kaum länger als 15 Minuten auf eine Sache konzentrieren können. Im Alter von etwa acht bis neun Jahren sind es dann schon etwa 20 Minuten, während es Zehn- bis Zwölfjährige bereits auf etwa 25 Minuten konzentrierten Arbeitens bringen.

Voraussetzungen für Konzentration bei Kindern

Damit ein Kind in der Lage ist, konzentriert zu Arbeiten und zu Lernen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Wie bereits angesprochen, spielt die Aufmerksamkeit eine entscheidende Rolle. Weitere Einflussfaktoren auf die Konzentration bei Kindern können etwa Ernährung, Luftqualität, Schlaf und Bewegung sein.

Neben diesen extrinsischen Faktoren sind allerdings auch intrinsische Faktoren, wie die Motivation oder der Umgang mit Leistungsdruck, von Bedeutung für die Konzentrationsleistung von Kindern.

Ohne Motivation gibt es keine Konzentration

Dass die Motivation Einfluss auf die Schulleistung von Kindern hat, muss man Eltern in der Regel nicht erklären. Sie wissen am besten, wie trotzig Kinder reagieren können, wenn sie keine Lust auf den Lernstoff haben und wie schwer es in diesen Fällen ist, sie zum Lernen zu begeistern. Kinder sind natürlich besonders empfänglich für Ablenkungen, wodurch konzentriertes Lernen schwerfällt.

Albert Einstein hat einmal gesagt: Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will.

Einem Kind zu erklären, warum es wichtig ist, sich auf den Lernstoff zu konzentrieren oder es mit Drohungen oder Versprechungen zum Lernen zu motivieren, ist folglich sinnlos. Ganz gleich, wie groß die extrinsische Motivation ist, wenn die intrinsische Motivation nicht gegeben ist, wird das Lernen lediglich zum kräftezehrenden Akt für das Kind.

Wir sprechen hier von der sogenannten Leistungsmotivation. Hier geht es um den Beweggrund oder den Antrieb, den ein Kind hat, um eine gewisse Leistung zu erbringen.

Die Leistungsmotivation ist kein Merkmal, das einem Kind einfach gegeben ist. Es handelt sich um ein Persönlichkeitsmerkmal, das Kinder bereits in ihren ersten Lebensjahren in ihrem soziokulturellem Umfeld erlernen und sie steht eng im Zusammenhang mit ihrer Hoffnung auf Erfolg beziehungsweise mit ihrer Furcht vor Misserfolg.

Wie wichtig die Anwesenheit eines Erwachsenen und deren Verhalten für die Leistungsmotivation von Kindern ist, zeigt eine Studie zur Entwicklung der Leistungsmotivation im Vorschulalter. Je 19 Jungen und Mädchen im Alter von 42 bis 81 Monaten bearbeiteten eine Puzzleaufgabe sowohl unter Anwesenheit eines Erwachsenen als auch alleine. Zusätzlich zeigten die Erwachsenen in einer vorauslaufenden Intervention entweder wertschätzendes-erfolgsorientiertes oder neutral-misserfolgorientiertes Verhalten.

Es zeigte sich, dass Kinder unter Anwesenheit von Erwachsenen Stolz beziehungsweise Scham, das heißt, leistungsmotiviertes Handeln zeigten. Darüber hinaus waren sie erheblich ausdauernder bei der Lösung der Aufgabe und tolerierten mehr Misserfolge, als wenn sie alleine waren. Diese Effekte wurden vom Ausmaß der erlebten Wertschätzung in den Interventionsgruppen positiv moderiert.

Wichtig ist, dass die Leistungsmotivation von Kindern veränderbar ist und auch persönliche und situative Einflüsse wie etwa Sympathie und Antipathie, Vergleiche mit anderen, dauerhafte Über- oder Unterforderung, Interessen und Angst eine Wirkung haben.

Allerdings gilt: Für die Leistungssteigerung ist die Motivation zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung. Die Leistungsmotivation kann noch so hoch sein. Wenn ein Kind schwer konzentrationsgestört ist, führt auch eine hohe Leistungsmotivation zu keiner nennenswerten Leistungssteigerung. Es ist daher wichtig, weitere Faktoren, die für eine Konzentrationsstörung verantwortlich sein könnten, in Betracht zu ziehen.

Leistungsdruck und seine Auswirkungen auf die Konzentration

Frühes Aufstehen, viele Klassenarbeiten und ein Haufen Hausaufgaben – der Leistungsdruck fängt für viele Kinder schon in der Grundschule an. Oftmals sind es aber auch die ambitionierten Eltern, die ihre Kinder mit hohen Anforderungen und Erwartungen überfordern. Das kann schnell zu Stress und Überlastung führen.

Was viele übersehen: Bei zu viel Leistungsdruck bleibt die Gesundheit der Kinder auf der Strecke. Sie fühlen sich beim Lernen blockiert und die Lernmotivation geht gegen Null. Durch ihre zu hohen Erwartungen haben die ambitionierten Eltern also genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollten.

Auswirkungen von Stress äußern sich häufig in Form von Kopf- und Bauchschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung. Dies zeigte auch eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse Hannover.

Im Zeitraum von März bis Juni wurden 1003 Eltern schulpflichtiger Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren zu Stress, Sorgen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit Kinder befragt.

Es zeigte sich, dass nach Meinung der Eltern rund ein Viertel (27 Prozent) der Kinder wegen des bestehenden Leistungsdrucks oder der Konkurrenz häufig besorgt sind. Dies äußert sich besonders häufig in Form von Müdigkeit und Erschöpfung (18 Prozent), Kopfschmerzen (14 Prozent) oder Bauch- und Magenschmerzen (13 Prozent). Rund jedes zehnte Kind leide außerdem häufig unter Schlafstörungen.

Die Studie zeigte außerdem, dass sich Anspannung besonders auf die Konzentration der Kinder auswirkt. 28 Prozent der Eltern gaben an, dass ihr Kind häufig unkonzentriert sei. Daher ist es besonders wichtig, die Konzentration von Kindern spielerisch und ohne Druck zu fördern.

Konzentration bei Kindern spielerisch fördern

Wie wir gesehen haben, kann sich zu hoher Leistungsdruck negativ auf die Konzentrationsleistung von Kindern auswirken. Die Konzentration spielerisch zu fördern hat daher den Vorteil, dass Kinder mit Spaß und ohne Druck ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Gedächtnisleistung verbessern können.

5 Wege, die Konzentration von Kindern spielerisch zu fördern

Es gibt viele kleine Übungen und Wege, die Konzentration bei Kindern spielerisch zu fördern. Hier stellen wir dir unsere fünf Favoriten vor.

#1 Ich packe meinen Koffer

Dieses Spiel ist nicht nur ein riesen Spaß zu Geburtstagsfeiern, sondern auch eine tolle Übung zur Konzentrations- und Aufmerksamkeitssteigerung von Kindern.

Für alle, die diesen Klassiker nicht kennen sollten, hier die Anleitung: Der erste Spieler sagt: “Ich packe meinen Koffer und nehme mit …”. Dann nennt er einen Gegenstand und der nächste Spieler ist an der Reihe. Auch dieser sagt: “Ich packe meinen Koffer und nehme mit …”. Zunächst wiederholt er dann den Gegenstand aller Spieler vor ihm und fügt einen weiteren hinzu. So geht es weiter, bis sich ein Spieler nicht mehr an alle Gegenstände in der richtigen Reihenfolge erinnern kann.

Kinder müssen bei diesem Spiel sehr aufmerksam sein und wenn sie an der Reihe sind volle Konzentration aufbringen, um nichts zu vergessen.

#2 Lustige Fehlergeschichten

Kinder lieben Geschichten. Deshalb fühlt sich diese Konzentrationsübung weniger wie eine Übung und mehr wie Spaß für Kinder an.

Ein Elternteil denkt sich eine Geschichte aus und baut in diese heimlich Fehler ein, wie beispielsweise “die runde Ecke” oder “das grüne Meer”. Die Aufgabe des Kindes ist es, aufmerksam zuzuhören und laut “Fehler!” zu rufen, wenn es einen entdeckt hat. Spielen bei diesem Spiel mehrere Kinder mit, macht es besonders viel Spaß.

#3 Wimmelbilder und Fehlerrätsel

Wimmelbilder und Fehlerrätsel eignen sich hervorragend, um die Konzentration bei Kindern zu fördern. Denn hier ist eine große Portion Geduld und ein aufmerksames Auge gefragt, um kleine Fehler oder versteckte Objekte in einem Bild zu finden.

Kleine Rätsel zwischendurch eignen sich bestens für lustige Konzentrationsübungen für Kinder. Die Voraussetzung ist aber, dass sie dem Kind Spaß machen und nicht zum Zwang werden.

#4 Da fehlt doch etwas!

Bei diesem Spiel werden verschieden Gegenstände auf den Tisch gelegt, welche sich die Mitspieler gut einprägen müssen. Dann schließen alle die Augen, während ein Spieler einen Gegenstand vom Tisch “klaut”. Nun müssen die Spieler erraten, welcher Gegenstand fehlt.

Bei diesem Spiel ist aufmerksames Hinschauen und ein gutes Erinnerungsvermögen gefragt, wodurch die kognitive Leistung von Kindern spielerisch geschult wird.

#5 Wo muss ich lang?

Bei dieser Konzentrationsübung geht es um das Beschreiben bestimmter Wege. Hierfür wird dem Kind ein Weg genannt, zum Beispiel von der Schule bis nach Hause, welchen das Kind dann so genau wie möglich beschreiben soll.

Bei diesem Spiel ist größte Konzentration gefragt, denn nur ein kleiner Fehler, einmal falsch abgebogen, kann dazu führen, dass der Weg nach Hause nicht mehr gefunden wird.

Wie gut ist die Konzentration deines Kindes?

Hast du festgestellt, dass es deinem Kind in letzter Zeit immer schwerer fällt, sich zu konzentrieren? Ist es häufig müde oder lustlos?

Wie du gemerkt hast, können viele Faktoren für Konzentrationsprobleme verantwortlich sein. Neben mangelnder Leistungsmotivation und Überforderung kann auch ein Mangel an Vitaminen oder Omega-3 Fettsäuren zu Einbußen der Konzentrationsfähigkeit führen.

Wir haben deswegen ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält, die für ein starkes Gedächtnis und eine scharfe Konzentration notwendig sind. So bekommt das Gehirn auf natürliche Weise das, was es braucht, um auf Hochtouren zu laufen.

Ist dein Kind unkonzentriert?

Mikronährstoffe können helfen.

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Konzentration bei Kindern fördern

  • Rituale bieten Kindern eine zuverlässige Orientierung. Ein klar strukturierter Tagesablauf und vertraute Aufgaben können hier sehr helfen. Lange Diskussionen sind dann nicht mehr notwendig.
  • Ruhe: Ihr Kind kann sich am besten konzentrieren, wenn es sich wohl fühlt, Ruhe hat und der Raum hell ist. Der Arbeitsplatz sollte jedoch nicht direkt am Fenster liegen, das lenkt ab.
  • Ordnung: Um weitere Ablenkungen zu vermeiden, ist es hilfreich, einen aufgeräumten Schreibtisch und alle benötigten Arbeitsmaterialien griffbereit zu haben. Auch ein Lern- und Hausaufgabenplan ist sinnvoll.
  • Erklärungshilfe: Weiß Ihr Kind, was Konzentration bedeutet? Erklären Sie, dass Lernen Mühe kostet und man nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun kann, ohne dass die Qualität des Ergebnisses darunter leidet.
  • Aufmerksamkeit: Zeigen Sie Interesse und haben Sie nach Möglichkeit Ihr Kind beim Lernen immer im Blick, ohne es jedoch dabei zu stören. Ruhe, Geduld und lobende Worte haben oberste Priorität.
  • Bewegung stärkt Konzentration und Denken. Denn wer den Kreislauf in Schwung hält, gewährleistet eine bessere Blutversorgung des Gehirns.
  • Motivation: Können sich Kinder für etwas begeistern oder macht Ihnen der Lernstoff Spaß, fällt ihnen die Konzentration um vieles leichter. Und die Erfolge stellen sich schneller ein.

Lernverhalten: Wie Kinder lernen die Welt zu verstehen

Es gibt zahlreiche Theorien über Lerntechniken, über die verschiedenen Lernformen, von der richtigen Aufbereitung bis hin zum empfohlenen Lernmaterial. Doch in diesem Artikel soll es darum gehen, „wie“ Kinder lernen.

Denn die Kindheit stellt die intensivste Lernphase im Leben der meisten Menschen dar – darüber sind sich die Untersuchungen einig.

Durch unsere eigenen Lernerfahrungen in der Schule, dem Familienleben und Berufsleben, hat sich eine bestimmte Einstellung zum Thema „Lernen“ ausgeprägt. Manche sind davon überzeugt, dass es ohne Druck nicht geht. Andere finden es wichtig, Kinder zu motivieren.

Aber unabhängig davon, welche Einstellung man sich zum Thema „Lernen“ angeeignet hat, sollten Eltern über das Lernverhalten ihrer Kinder Bescheid wissen.

Schließlich steht jedes Kind vor der Herausforderung, die hohe Komplexität der Welt in einer vergleichsweisen kurzen Zeit erfolgreich bewältigen zu müssen.

Wie lernen Kinder?

1. Kinder lernen spielerisch

Am meisten lernen Kinder spielerisch, in ungeplanten Situationen – im sogenannten Freispiel. Das haben psychologische und pädagogische Untersuchungen heraus gefunden. Kinder lernen – so scheint es – unsystematisch.

Ein Beispiel mag das verdeutlichen: 3 Kinder zwischen 4 und 6 Jahren spielen mit einem Fußball. Die Rollen wechseln schnell, ebenso die Regeln dieses Spiels. Am Anfang darf der Ball nur mit den Füßen berührt werden. Dann jedoch gibt es Regeländerungen. Der Ball darf eine kurze Zeit mit den Händen gespielt werden, um dann auf Kommando wieder nur mit den rechten Fuß den Fußball berühren zu dürfen, dann mit dem linken, wieder mit den Händen…

Die Kinder kommunizieren laufend miteinander. Jeder darf Kommandos geben, denen auch Folge geleistet wird. Auch das Tor ändert seine Richtung. Mal ist es zwischen den beiden Bäumen, dann wieder in der entgegengesetzten Richtung.

Dieses Beispiel zeigt schön, wie Kinder lernen. Das, was zuerst chaotisch aussieht, hat jedoch System. Kinder erfinden Regeln, wechseln sie, tauschen ihre Rollen als Kommandogeber und Ausführender. In diesem Spiel geht es aber nicht nur darum, Regeln zu erfinden, sondern vor allem sich an diese auch verbindlich zu halten.

Die Situation ist komplex, komplexer als es auf den ersten Blick scheinen mag, denn die Kinder haben nicht nur ihren Körper zu koordinieren, sondern auch den Kommandos zu folgen bzw. selbst Regeländerungen vorzuschlagen. Sie denken sich ein Spiel selbst aus, um sich spielerisch in einer Welt, die aus Regeln besteht, zurechtzufinden.

Wer spielenden Kindern zusieht, wird beobachten, dass sie es mit großem Ernst und Verbindlichkeit tun. Kinder unterscheiden nicht von sich aus, ob sie spielen oder arbeiten. Sie machen noch keinen nennenswerten Unterschied zwischen diesen beiden Tätigkeiten.

Wer das Spiel abwertet, was schon mit einer kleinen Bemerkung geschehen kann, wie „Geh du mal lieber spielen, anstatt mich hier zu nerven…“, handelt unangemessen. Denn das Spiel ist die Methode der Kinder, sich in der Welt zurechtfinden zu lernen und sie zu erobern.

2. Kinder lernen aktiv durch „Be-greifen“

Das soll wörtlich verstanden werden. Kinder brauchen sinnliche Erfahrungen, um zu lernen. Sie müssen die Dinge in die Hand nehmen, anfassen, greifen und so viele Sinne wie möglich einsetzen. Je mehr sie ihren Körper aktiv einsetzen, desto besser ihr Lernerfolg. Deshalb ist es auch so wichtig, dass sich Kinder bewegen, denn sie lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern ganzheitlich, d.h. sie sind als ganzer Mensch am Lernprozess beteiligt, mit Geist, Seele und Körper.

Mit Formeln, Abstraktionen oder Theorien lernen sie erst später umzugehen. Das Problem vieler Erwachsener besteht darin, dass sie zwar mit Abstraktionen gut klar kommen, oft aber im Lauf ihres Lebens, den sinnlichen Kontakt zu den Dingen verlieren.

Insofern wird heutzutage empfohlen darauf zu achten, dass sich Kinder täglich mindestens 1 – 1 1/2 Stunden aktiv bewegen. Es gibt immer mehr Kinder, die sich zuwenig bewegen, was sich nachteilig auf ihren Lernerfolg und ihr Gewicht auswirkt.

3. Kinder lernen entdeckend

Kinder leben in einer Welt, die für sie voller Wunder ist, ihr Interesse weckt, sie neugierig macht. Sie gehen, wie jeder Mensch, von etwas aus, was ihnen bekannt ist. Damit hantieren und experimentieren sie. Doch dann geschieht etwas, das sie verwundert, was vielleicht nicht in das vertraute Muster passt, was anders ist.

Dies erweckt ihr Interesse, ihre Neugier, ihr Staunen – es entstehen Fragen. Hier gibt es etwas zu entdecken, herauszufinden und zu lernen. Sie bilden Hypothesen, experimentieren, versuchen sich die Welt zu erklären. Sobald sie eine Antwort gefunden haben, wird diese auf viele anderen Situationen übertragen, ausprobiert, gespielt.

4. Kinder lernen durch Kommunikation

Lernen ist ein sozialer Akt. Der Austausch mit anderen Menschen ist Bedingung für Lernerfolge – nicht nur bei Kindern. Doch bei Kindern lässt sich das besonders gut beobachten. Sie brauchen Menschen, denen sie ihre Erfahrungen und Erfolge mitteilen können.

Sie brauchen ein soziales Umfeld, indem Fragen gestellt und Antworten gegeben werden. Nicht alles können sich Kinder direkt über ihre Umwelt erschließen, weshalb die Kommunikation über die Welt besonders wichtig ist.

Es gibt viele Bereiche, die eine Vermittlung über Kommunikation erfordern. Freuen Sie sich deshalb über die vielen Fragen, die Ihr Kind stellt.

Kinder lernen spielend

Kinder verarbeiten im Spiel Erlebtes

Zu Neugier und Interesse an Dingen kommt beim Spielen auch körperlicher Einsatz – ein Zusammenwirken der Sinne entsteht. Gleichgewicht, Sehen, Hören und Tasten entwickeln sich genauso weiter wie Geschicklichkeit. Dadurch wird das Kind selbstständiger, aber auch selbstbewusster. Darf es alleine bestimmen, was es tun möchte, erfährt es außerdem, dass es selbst etwas bewirken kann. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit halten Psychologen für sehr wichtig.

Kinder brauchen Raum, um ihre Fantasie auszuleben. Besonders, wenn sie das Thema des Spiels frei wählen dürfen, können sie sich mit Erlebtem auseinandersetzen und es verarbeiten. Anstatt immer nur der Patient des Kinderarztes zu sein, schlüpfen sie als Teddydoktor nun selbst in die Rolle des Behandelnden. Und wenn der brave Kuschelbär die Spritze klaglos ertragen kann, dann schafft das Kind das beim nächsten Arztbesuch sicher auch. Genau dieser Ansatz ist übrigens die Grundlage für die Spieltherapie, bei der sich die kleinen Patienten auch ohne Worte ausdrücken können und durch ihr Spiel einen Einblick in ihr Unterbewusstsein zulassen.

Erwachsene sind immer begleitend dabei

Eltern können den natürlichen Spieltrieb ihrer Kinder durch bestimmtes Spielzeug fördern. Wie wäre es zum Beispiel, eine Garage für die Lieblingsautos selbst zu bauen, anstatt sie für teures Geld im Laden zu kaufen? Ob nun aus bunten Bausteinen, Holz oder Steinen – wichtig ist, dass die Fantasie der Kleinen angeregt wird. Fehlt mal ein Teil, muss Ersatz beschafft werden. So lernen Kinder, nicht so schnell aufzugeben und Probleme selbst zu lösen. Erlaubt ist alles, was nicht nur eine Funktion erfüllt, zum Beispiel Holz- und Steckbausteine, verschiedenste Naturmaterialien oder auch Verkleidungssachen.

Überlassen Sie Ihr Kind dabei ruhig einmal sich selbst – wobei Sie natürlich trotzdem aufpassen sollten, dass nichts passiert. Anstatt dauernd Anregungen zu bekommen, darf dem Kleinen auch einmal langweilig sein. Wer von seinem Umfeld immer nur bespaßt wird, dem fällt es im späteren Leben nämlich schwer, sich selbst zu beschäftigen und zu motivieren.

Erwachsene sind für das Kleine wichtige Vorbilder. Denn Kinder lernen am besten situationsbezogen. „Wenn sie zum Beispiel beim Kochen oder Aufräumen helfen, haben sie meist viel Spaß und lernen ganz nebenbei, mit dem Herd und dem Staubsauger richtig umzugehen“, so Friedrich. Im Mittelpunkt sollte stehen, was die Kinder interessiert. Vielleicht sind das die Kartoffeln vom Acker nebenan, an denen sie nicht nur die Abläufe auf dem Feld und auf dem Bauernhof kennenlernen, man kann mit ihnen sogar noch leckeres Essen kochen oder tolle Stempelkunstwerke basteln.

Spielen oder lernen? Bei Kindern gehört das zusammen

Auch bei der Wahl der Kita können Eltern einiges beachten, damit ihr Kind optimal spielen kann. „Empfehlenswert sind kleine Gruppen, denn sonst fühlen sich Kinder schnell überfordert“, rät Hedi Friedrich. „Idealerweise wechseln die Erzieher nicht zu häufig, oder müssen ständig die Gruppe verlassen, denn die Kleinen brauchen feste Bezugspersonen um sich sicher und gut aufgehoben zu fühlen“. Sind sie nämlich andauernd damit beschäftigt, sich an eine neue Situation anzupassen, kommen sie gar nicht ausreichend zum Spielen.

Gelernt wird auch in der Kita am besten im Alltag. Wenn ein Dekorationswechsel ansteht, dann wollen und sollen die Kleinen natürlich mitbasteln, in der Weihnachtszeit macht das gemeinsame Plätzchenbacken Spaß, jeder darf mal beim Blumengießen helfen und beim Waldspaziergang werden fleißig bunte Blätter gesammelt. So lernen Kinder, spielerisch mit Alltagsgegenständen umzugehen. Sie können Vorgänge, wie das Wachstum von Pflanzen, miterleben und finden heraus, wie die Welt um sie herum funktioniert. Wichtig: Die Natur darf nicht fehlen. Kinder sollten die Möglichkeit haben, rauszugehen und dort zu spielen. Erzieher lassen die Kleinen im Idealfall alleine gestalten und entdecken, sind aber immer begleitend mit dabei.

Die Kleinen brauchen situationsbezogene Bildungsangebote und die Möglichkeit frei zu spielen. Denn in der frühen Kindheit ist die Lernfähigkeit am größten. Aber heißt das nicht, dass der Nachwuchs gerade dann möglichst viele Fähigkeiten für die Schule und das spätere Leben erlernen soll?

Ja, aber gerade das tut er durch Spielen am besten. Denn entscheidend beim Lernen ist die Eigeninitiative des Kindes – es lernt, was es von sich aus will und kann. Dabei spielt Interesse eine große Rolle. Stur bis zehn zählen ist vielen zu langweilig. Wenn es aber darum geht, möglichst schnell genau zehn blaue Bälle zu finden, sind die meisten hellauf begeistert. Auch Lernspiele sind eine Option. Dabei kommt die Motivation von außen, ein Erwachsener gibt Impulse, auf die Kinder dann reagieren. Diese Anregungen brauchen die Kleinen, denn so lernen sie sich anzupassen und Regeln einzuhalten.

Willkommen in der bunten Welt des Lernens

Mit unserer Arbeit an der Akademie für Lerncoaching möchten wir dazu beitragen, dass möglichst viele Kinder eine entspannte, schöne und lehrreiche Schulzeit erleben – gemeinsam mit ihren Eltern und Lehrpersonen.

Vielleicht sind Sie ein Elternteil und möchten wissen, wie Sie Ihr Kind auf diesem Weg optimal begleiten können. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, das Lesen, Rechnen oder Rechtschreiben zu lernen? Wird es durch Prüfungsängste blockiert? Oder ist es ein Träumerchen oder ein Wirbelwind, der sich kaum einen Moment auf die Hausaufgaben konzentrieren kann?

Auf dieser Seite erhalten Sie viele praktische Tipps, die Ihnen und Ihrem Kind dabei helfen, die Schulzeit erfolgreich zu meistern.

Vielleicht sind Sie aber auch als Fachperson auf der Suche nach neuen Impulsen, um Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten noch besser zu fördern, das Klima in einer Klasse zu verbessern oder wieder mehr Freude an Ihrer Arbeit zu erleben?

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Machen Sie sich mit uns, Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler, auf Entdeckungsreise und finden Sie Antworten auf die Fragen, die Ihnen unter den Nägeln brennen.

Unabhängig davon, ob Sie dazu:

  • auf dieser Webseite stöbern
  • sich von unseren Videoserien inspirieren lassen
  • am kostenlosen Onlinekurs „Mit Kindern lernen“ für Eltern bzw. Lehrer/innen teilnehmen
  • sich mit einem unserer Bücher schlau machen
  • in einem Elternseminar Lösungen für Ihr Anliegen entwickeln
  • eine Weiterbildung rund um das Thema „Lerncoaching“ oder „Was Kinder stark macht“ besuchen

Als Psychologen und Lerncoaches achten wir auf wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praktische Hilfestellungen, die Sie direkt im Alltag umsetzen können.

Machen Sie sich mit uns auf die Reise: Wir stellen Ihnen gleich hier auf der Startseite die spannendsten Projekte vor.

Gut begleitet durch die Schulzeit mit dem kostenlosen Online-Kurs „Mit Kindern lernen“

Müssen Sie mit Ihrem Kind erst lange Diskussionen führen, bevor es endlich mit den Hausaufgaben beginnt? Wünschen Sie sich, dass Ihr Kind motivierter und selbständiger lernt? Möchten Sie wissen, welche Lernstrategien für Primarschulkinder besonders hilfreich sind? In unserem kostenlosen Online-Kurs erhalten Sie in 12 Lektionen konkrete Tipps, wie Sie Ihrem Kind mit wenig Unterstützung eine grosse Hilfe sein können. Der Kurs wurde an der Universität Fribourg mit über 600 Eltern auf seine Wirksamkeit hin untersucht – mit schönen Resultaten.

Erfahren Sie mehr über:

  • Den Online-Kurs „Mit Kindern lernen“ für Eltern von Grundschulkindern
  • Den Online-Kurs für Lehrer/innen

Filmprojekte

Gemeinsam mit dem Schweizer Elternmagazin Fritz + Fränzi haben wir unseren kleinen Hasen und seine Freunde zum Leben erweckt: In Kurzfilmen zeigen sie Ihnen, wie Sie als Eltern Ihr Kind beim Lernen begleiten können und sein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken:

Mit Kindern lernen

Der kleine Hase und seine Eltern schlagen sich bei den Hausaufgaben mit allerlei Problemen herum. Wo und wie lange ein Kind Hausaufgaben machen sollte und weshalb Pausen so wichtig sind, zeigt der folgende Film:

In den weiteren Episoden erfahren Sie, wie Ihr Kind Vokabeln am besten lernt, wie Sie Ihr Kind zum Lernen motivieren oder Diskussionen beenden können.

Was Kinder stark macht

Es sind die kleinen Dinge im Alltag, die darüber entscheiden, ob Kinder sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln und über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügen. In zehn Episoden lernt der kleine Biber, wie er Ängste überwinden kann und mit Rückschlägen umgeht. Er entdeckt seine Stärken und Sonnenseiten und wächst, indem er Verantwortung übernimmt. Dabei wird er von seinen Eltern und Lehrpersonen unterstützt. Einen Einblick gibt die folgende Episode zum Thema „Konstruktive Kritik“:

Die weiteren Episoden finden Sie auf unserem Biber-Blog.

Filmserie „Gemeinsam sind wir Klasse“

In unserer neuesten Serie lernen Sie die gesamte Klasse von Hase und Biber kennen. Begleiten Sie Lehrer Dachs, wenn er seiner Klasse Regeln näher bringt, einen Mobbing-Fall auflöst und ein Klima schafft, in dem sich alle wohl fühlen und gut lernen können. So lassen sich sogar ungestüme kleine Wölfe auf den Unterricht ein:

Die weiteren Episoden finden Sie auf YouTube.

Filmserie „Adi & Jess #lernenamlimit“

Lehrling Adis Noten sind im Keller. Er steht gehörig unter Druck, denn wenn es so weitergeht, kann er von seinem Betrieb nicht übernommen werden. Zum Glück hilft ihm seine gute Freundin Jess dabei, das Ruder herumzureißen. Gemeinsam zeigen sie Jugendlichen, wie man sich clever auf Prüfungen vorbereitet, bei der Lernplanung Prioritäten setzt und einen kühlen Kopf behält und sich den Inhalt schwieriger Texte einprägt. Kleiner Vorgeschmack gefällig? Dann sehen Sie sich doch die erste Episode an:

Filmserie „Stress nicht rum!“

Für viele Jugendliche und Erwachsene gehört das Gefühl, gestresst, gehetzt oder überfordert zu sein zu ihrem Alltag. Sie möchten alles besonders gut machen, die Erwartungen von Eltern, Lehrpersonen bzw. Vorgesetzten und Kunden erfüllen – und gleichzeitig das Privatleben nicht zu kurz kommen lassen. Nicht selten fühlen sie sich wie in einem Hamsterrad. Unsere neue Filmserie gibt konkrete Tipps, um für mehr Leichtigkeit und Entspannung im Alltag zu sorgen:

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Bücher

Falls Sie in Fribourg, Bern oder Zürich ein Café besuchen, kann es gut sein, dass Sie uns in einer Ecke hinter den Laptops entdecken. Bücher schreiben wir am liebsten dort, wo das Leben stattfindet. Mit viel Herzblut tragen wir aktuelle Forschungsergebnisse zusammen, tüfteln an neuen Strategien für Eltern, Kinder und Lehrpersonen und sammeln die „Erfolgsrezepte“ der vielen hundert Familien und Schulen, die wir in den letzten Jahren begleitet haben.

Das Buch „Mit Kindern lernen“ richtet sich an alle Eltern, die ihr Kind beim Lernen sinnvoll unterstützen möchten. Es enthält zudem spezifische Kapitel zu den Themen Lesen, Schreiben und Rechnen. Das Buch „Erfolgreich lernen mit ADHS“ bietet Eltern von kleinen Träumerchen und Wirbelwinden einen ganzen Korb voller hilfreicher Tipps. Falls Ihr Kind zwischen 11 und 16 Jahren alt ist und gerne mit weniger Aufwand mehr erreichen und seine Lernstrategien verfeinern würde, ist „Clever lernen“ genau das Richtige für sie / ihn. Sie möchten Ihrem Kind zu einem gesunden Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verhelfen? Dann werfen Sie doch einen Blick in unser neues Buch „Geborgen, mutig, frei – wie Kinder zu innerer Stärke finden“.

Weiterbildung in Lerncoaching

Gemeinsam mit anderen Dozenten geben wir unser gesammeltes Wissen in unserer Weiterbildung in Lerncoaching weiter. Sind Sie Lehrer/in, Heilpädagogin, Schulsozialarbeiter/in, Logopädin oder Psychologe/in? Möchten Sie wissen, wie Sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei Lernschwierigkeiten noch besser begleiten können?

In unserer Weiterbildung vermitteln wir wissenschaftlich fundierte Methoden konkret und praxisnah. Sie erfahren, wie Sie Jugendliche bei Prüfungsstress und Aufschiebeproblemen unterstützen, Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwierigkeiten Erfolgserlebnisse vermitteln oder bei ADHS-betroffenen Kindern die Freude am Lernen wecken. Mehr zur Weiterbildung erfahren Sie hier.

Seminare für Eltern

Seit rund zehn Jahren bieten wir Seminare für Eltern an, die ihre Kinder stärken und ihnen eine möglichst unbeschwerte Schulzeit ermöglichen möchten. Zu Themen, die wir selbst nicht abdecken können, laden wir regelmässig hochkarätige Fachpersonen aus dem In- und Ausland ein. Das passende Seminar finden Sie in unserer Übersicht.

Mein Kind kann sich nicht konzentrieren

Spielen ist gut für die Konzentration

Sicher gibt es auch bei dir Zeiten, da ist dein Nachwuchs voll und ganz bei der Sache, etwa, wenn dein Kind konzentriert mit Lego baut oder in ein Rollenspiel mit seinen Bauernhof-Tieren versunken ist. Störe es dann so wenig wie möglich und verschiebe Unterbrechungen möglichst auf später.

Um konzentriertes Spielen zu fördern, eignen sich vor allem Spielsachen, mit denen dein Kind sich eine Weile allein beschäftigen kann (z.B. Steck-, Schraub- oder Legespiele, Legosteine, Puzzles). Wichtig ist allerdings, dass dein Kind an dem betreffenden Spielzeug auch wirklich Spaß hat. Wenn es dann „fertig“ gespielt hat, kannst du dir das Ergebnis zeigen lassen und natürlich kräftig loben, was dein Schatz Tolles zuwege gebracht oder wie intensiv es sich damit befasst hat.

„Flattert“ dein Kind von einem zum nächsten Spielzeug und kann sich mit nichts länger beschäftigen, solltest du nur wenige (Lieblings-)Spielsachen anbieten, diese aber immer wieder austauschen.

Bleiben Puzzles, Bauwerke oder Bilder zumeist unvollendet, kannst du dein Kind zum Durchhalten motivieren. Will dein Kind gerade aufgeben, setze dich dazu und spiele mit. Hilf z.B. dabei, einige passende Puzzleteile herauszusuchen, oder stelle Fragen zum Bauwerk oder Bild, sodass dein Kind durch deine Zuwendung belohnt wird, wenn es bei der Sache bleibt.

Achte darauf, dass dein Kind beim Spielen nicht von außen abgelenkt wird. Ein laufender Fernseher oder ständige „Beschallung“ durch Radio oder CDs verhindern, dass dein Kind voll und ganz bei der Sache ist.

Bilderbücher helfen bei der Sache zu bleiben

Beginne schon früh (am besten schon vor dem ersten Geburtstag) mit deinem Kind Bilderbücher anzusehen. Anfangs sind Pappbücher mit einem bunten Alltagsgegenstand pro Seite am besten geeignet. Solch ein Buch überfordert die Aufmerksamkeit nicht und auch die Kleinsten können bis zum Schluss „mitblättern“. Kann dein Kind schon sprechen, kannst du fragen: „Wie heißt das?“. Es wird stolz sein, dir zu sagen, was auf den Bildern zu sehen ist. Kann es noch nicht sprechen, kannst du es auffordern „Zeig mir mal …“ und es kann auf den entsprechenden Gegenstand deuten. Zeige dich begeistert über die Mitarbeit deines Kindes, dann wird es mit Eifer bei der Sache bleiben.

Nicht selten kommt es vor, dass zapplige Kinder beim Vorlesen von Bilderbüchern nicht bis zum Schluss dabei bleiben können. Oft ist dann der vorgelesene Text im Verhältnis zu den vorhandenen Bildern zu viel. Ignoriere in diesen Fällen den Text und sprich mit deinem Kind nur über die Bilder. Beziehe dein Kind aktiv ein und lasse dir erzählen, was es auf den einzelnen Abbildungen sehen kann. Auch so kann es lernen, einer Geschichte bis zum Schluss zu folgen.

Konzentrationstraining Haushalt

Mache dir zunutze, dass Klein- und Kindergartenkinder am liebsten oft genau das tun wollen, was Mama oder Papa auch machen. Lasse deinen Nachwuchs also einfach bei der täglichen Hausarbeit helfen. Besonders geeignet sind Tätigkeiten, bei denen dein Kind nachher gut sehen (bzw. herzeigen) kann, was es geschafft hat. Besonders stolz sind die Kleinen, wenn sie beim Kochen oder Backen geholfen haben und etwas Leckeres entstanden ist, das sie selbst gerne essen.

Frage dein Kind, wobei es helfen möchte. Je nach Alter und Geschicklichkeit kann es Obst oder Gemüse waschen, Teig rühren, Sahne schlagen, Pizza belegen oder sogar weiches Obst schneiden helfen. Will dein Kind vorzeitig aufhören, motiviere es damit, wie viel es schon geschafft hat oder dass es fast fertig ist. Singt gemeinsam oder erzähle währenddessen eine Geschichte, damit ihm die Zeit nicht zu lang wird. Notfalls unterstützt du es, damit es schneller fertig wird, oder beziehst es durch Fragen („Sollen wir das so machen?“, „Möchtest du Schokotröpfchen in den Teig tun?“) stärker ein. Betone, welch große Hilfe es dir ist oder wie der Papa oder das Geschwisterkind staunen werden, wenn sie erfahren, dass dein Kind so tüchtig geholfen hat. Bedanke dich in jedem Fall zum Schluss für die Mithilfe – das macht dein Kind stolz und motiviert für kommende Aufgaben.

Konzentrationsprobleme: Wie kann ich meinem Kind helfen?

Konzentrationsprobleme können bei Kindern zu einem ernsten Problem werden. Vor allem die Leistungen in der Schule leiden oftmals darunter, dass sich Ihr Kind nicht konzentrieren kann. Doch Eltern können helfen.

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Konzentrationsprobleme werden durch Medienkonsum begünstigt

Laut Medienberichten ist es tatsächlich so, dass Kinder, die täglich mehrere Stunden unter sogenannten immersiven Einflüssen stehen, anfälliger für Konzentrationsstörungen sind. Hiermit ist beispielsweise der Konsum von Fernsehen, Computer oder auch Handys gemeint.

Medien sollten schonend eingesetzt werden – Ihr Kind sollte am Tag nicht mehr als eine oder zwei Stunden vor dem Bildschirm verbringen. Generell ist Reizüberflutung zu vermeiden. Dies bezieht sich nicht nur auf den Medienkonsum, sondern auch auf ein Überangebot an Spielsachen.

Frische Luft und ausreichend viel Bewegung

Konzentrationsprobleme können präventiv angegangen werden. Wenn Ihr Kind regelmäßig an der frischen Luft ist, statt daheim vor dem Fernseher oder Computer zu sitzen, fördert dies die Ausgeglichenheit. Ebenso wichtig ist Bewegung.

Das Gehirn benötigt Sauerstoff und einen angeregten Kreislauf, um die nötige Energie aufzubringen. Zu wenig Sauerstoff macht das Kind müde, und es kann sich nicht konzentrieren. Kinder, die sich tagsüber austoben sind generell ausgeglichener, schlafen besser und sind deshalb weniger anfällig für Konzentrationsprobleme.

Frühstück ist für Kinder wichtig

Ihr Kind sollte morgens nicht mit leeren Magen zur Schule gehen. „Das Frühstück liefert die Energie für den Tag. Wenn Kinder darauf verzichten, legen sie einen glatten Fehlstart hin“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Krotz gegenüber der „Welt“. „Ohne Grundlage sind sie in der Schule weniger aufmerksam und können sich schlechter konzentrieren.“. Achten Sie als Elternteil darauf, dass Ihr Kind ein ausgewogenes Frühstück bekommt.

Tipp: Geben Sie Ihrem Kind frisches Obst und Gemüse mit zur Schule. Auch wichtig: Viel Trinken. Am besten Wasser, Saftschorle oder ungesüßten Tee. Flüssigkeitsmangel führt ebenfalls zu Konzentrationsstörungen. Flüssigkeit verdünnt das Blut und lässt es so leichter zirkulieren.

Weitere Tipps bei Konzentrationsproblemen

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind Spielangebote zur Verfügung hat, welche die Aufmerksamkeit fördern. Spiele wie beispielsweise Puzzles, Seilspringen oder Mikado wirken sich positiv auf Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmung und Durchhaltevermögen aus. Auch bis zum Ende zu erledigende Aufgaben – etwa im Haushalt – wirken sich positiv auf das Konzentrationsvermögen Ihres Kindes aus.

Tipp: Lassen Sie Ihren Sprössling hin und wieder selbstständig den Tisch decken oder auch Haushaltsgegenstände ordnen. Auch das Sammeln und Einkleben von Sammelbildern, Briefmarken und Stickern hilft. Ebenfalls hilfreich sind das regelmäßige Vorlesen von Geschichten sowie ausführliche Gespräche, bei denen sich Ihr Kind voll und ganz auf die Konversation fokussieren sollte.

Konzentrationsprobleme durch vollen Terminkalender

Ein voller Terminkalender schmeckt schon Erwachsenen nicht, was soll da erst ein Kind sagen? Leidet Ihr Nachwuchs unter Konzentrationsproblemen, überprüfen Sie als erstes seinen Wochenplan.

Gemeint sind aber nicht die Termine zum Spielen, sondern die für Schule und außerschulische Aktivitäten wie Nachhilfe, Sport oder feste Besuchspflichten bei Verwandten. Ein bis zwei Termine pro Woche dürfen bei einem vollen Stundenplan sein, aber ein Kind braucht genügend Zeit, um spielen zu können, allein oder mit Freunden.

Richtig Lernen

Weiterhin sollten sie in Betracht ziehen, dass Ihr Kind möglicherweise nur mit beruhigenden Hintergrundgeräuschen oder entsprechender Musik gut lernen kann. Entspannung zwischen den Lernphasen ist ebenfalls wichtig: Wenn das Gehirn sich mit etwas anderem beschäftigen konnte, kann es sich später wieder auf das Lernen fokussieren.

  • Was eine Ergotherapie bei Kindern bringt
  • Schulkind: Lernschwäche – Privatschulen sind eine Alternative
  • Schulkind: Konzentrationsfähigkeit fördern – Wie mache ich das bei meinem Kind?
  • Zucker und Zusatzstoffe meiden: Die richtige Ernährung bei Konzentrationsstörungen
  • Mit Bewegung und Fantasie: So üben Kinder Konzentration
  • Fehlende Aufmerksamkeit und Hyperaktivität: Informationen zu Ursachen, Diagnose und Behandlung
  • Konzentration: So lernen Kinder sich zu konzentrieren

Da das Thema sehr komplex ist, empfiehlt es sich außerdem, Pädagogen und Kinderarzt um Rat zu bitten.

Der Blick geht sehnsüchtig aus dem Fenster, es wird mit dem Sitznachbarn gequatscht oder viel lieber im Heft gemalt als zugehört. Ablenkung wartet in der Schule und beim Hausaufgaben-Machen einfach überall und Konzentrationsprobleme in der Schule sind an der Tagesordnung.

Nicht selten führt dies zu schlechten Noten und Frustration bei Eltern, Schülern und Lehrer.

Allerdings gibt es kaum ein Kind, das sich tatsächlich gar nicht konzentrieren kann. Häufig ist mangelnde Konzentration situationsbedingt. Beobachten wir Kinder beispielsweise beim Spielen, sehen wir, dass die Konzentration sehr wohl da ist. Wenn es dann an die Hausaufgaben geht, verschwindet sie jedoch auf magische Weise.

Wovon also ist Konzentration abhängig? Wodurch entstehen Konzentrationsprobleme in der Schule? Wie lässt sich die Konzentration von Kindern in der Schule fördern? All dies erfährst du in diesem Artikel.

  1. Wovon hängt Konzentration ab?
  2. Was ist Konzentration?
  3. Wie lange können sich Kinder konzentrieren?
  4. Was sind Konzentrationsprobleme?
  5. Konzentration in der Schule fördern
  6. Fazit

Faktoren der Konzentration

Wovon hängt Konzentration ab?

Kommt dir dieses Szenario bekannt vor? In der Schule berichten die Lehrer, wie unaufmerksam das Kind ist, wie leicht es sich ablenken lässt und dass es lieber aus dem Fenster schaut, als Mathe-Aufgaben zu lösen. Sobald es jedoch nach Hause kommt, versinkt es in seine Spielsachen und Bücher und ist für Stunden nicht ansprechbar.

Das ist gar nicht weiter verwunderlich, denn Konzentration ist keine Eigenschaft, die immer und jederzeit vorhanden ist. Stattdessen ist sie bei Kindern im hohen Maße abhängig von der aktuellen Situation.

Bei anderen Kindern scheint die aktuelle Laune oder die Tagesform eine Rolle zu spielen. Ist es an manchen Tagen fix fertig mit Hausaufgaben, braucht es für ähnliche Aufgaben an anderen Tagen gleich doppelt so lang.

Allerdings ist nicht nur die Tagesform oder die jeweilige Situation ausschlaggebend für die Konzentrationsfähigkeit von Kindern. Auch das Thema oder die Sache, mit der sich das Kind beschäftigt, spielt eine maßgebliche Rolle und kann Konzentrationsprobleme in der Schule begünstigen.

Hat ein Kind Spaß an einer Beschäftigung, ist es gleich viel konzentrierter bei der Sache, als bei einer als unangenehm empfundenen Aufgabe. So ist das Kind beispielsweise in Windeseile mit den Matheaufgaben fertig, doch beim Schreiben braucht es einfach Stunden. Hier nutzt es jede Gelegenheit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Wir können also festhalten: Konzentration von Kindern ist im hohen Maße abhängig von

  1. der Sache: Ist sie interessant für das Kind? Oder doch eher nur eine Pflichtaufgabe?
  2. der aktuellen Stimmung: Fühlt sich das Kind wohl und ist frei von Sorgen und Ängsten? Ist es aufgekratzt oder eher ruhig?
  3. dem Können: Macht dem Kind die Aufgabe Spaß oder bereitet sie Schwierigkeiten?
  4. der Umgebung: Was passiert um das Kind herum? Gibt es viele Ablenkungsquellen?

Wir wissen nun also, wovon Konzentration abhängig ist. Doch was genau ist eigentlich Konzentration und wie funktioniert sie?

Konzentration

Was ist Konzentration?

Wenn wir von Konzentration reden, sprechen wir über die Fähigkeit, die gesamte Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken, ohne sich von irgendetwas ablenken zu lassen. Dies ist Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Lernen in der Schule, denn nur mit Aufmerksamkeit können Kinder Lerninhalte verstehen und abspeichern.

Die Aufmerksamkeit auf eine Sache allein zu richten, funktioniert umso leichter, je mehr Umweltreize ausgeschaltet werden. Zu diesen zählen

  1. Visuelle Ablenkungen: z.B. der Fernseher im Hintergrund, das Spielzeug neben dem Schreibtisch, das Fenster mit Blick auf andere spielende Kinder
  2. Akustische Ablenkungen: Musik, spielende Geschwister, das Telefon, Lärm von draußen
  3. Innere Ablenkungen: Sorgen und Kummer, Angst, Ärger mit Eltern oder Geschwistern, Leistungsdruck, Misserfolge.

Zu Beginn fällt es Kindern schwer, all diese Reize auszublenden. Sie sind es gewohnt, aufzustehen wann immer sie möchten mit den Freunden draußen zu spielen. Auf einmal müssen sie stillsitzen, aufmerksam sein und zuhören. All das will gelernt sein. Und das tut unser Gehirn.

Im Laufe der kindlichen Entwicklung lernt das Gehirn ganz automatisch, Umweltreize zu filtern.

Nehmen wir zum Beispiel einmal an, wir liegen im Bett und lesen ein Buch. Im Hintergrund läuft leise Musik. Da wir all unsere Aufmerksamkeit auf das Buch richten, fällt es uns leicht, die Musik im Hintergrund auszublenden. Doch plötzlich hören wir im Nachbarzimmer, wie unsere Schwester unseren Namen sagt und siehe da: Wir sind abgelenkt.

Die ganze Zeit schon haben unsere Ohren das Gespräch unserer Schwester im Nachbarzimmer “belauscht”, doch unsere Filterzentren im Gehirn haben dies vom Bewusstsein ferngehalten. Erst als unser Name genannt wurde, haben die Filterzentren das Gespräch durchkommen lassen. Das heißt, unser Gehirn war die gesamte Zeit aktiv, hat aber Unwichtiges für uns ausgeblendet.

Dieser aktive Steuerungsprozess unseres Gehirns ist ein langer Lernprozess. Reize zu selektieren, müssen Kinder folglich erst einmal lernen. Zu Beginn fällt es ihnen schwerer als Erwachsenen, nicht brauchbare Reize zu unterdrücken, wodurch sie sehr viel leichter ablenkbar sind. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass dem Kind ein Lernumfeld geschaffen wird, welches frei von Reizen ist, die es überfordern und ablenken könnten.

Konzentrationsspanne

Wie lange können sich Kinder konzentrieren?

Kinder können sich nicht beliebig lang konzentrieren. Diese Konzentrationslänge wird von Eltern gerne überschätzt.

Im Allgemeinen ist die Dauer, die ein Kind seine volle Aufmerksamkeit auf eine Sache richten kann, abhängig von den gegebenen Rahmenbedingungen (siehe oben) und auch vom Alter.

Für ein Kind ist es anstrengend, seine Aufmerksamkeit nur auf eine Sache zu fokussieren, denn die Ausrichtung der Aufmerksamkeit ist ein aktiver Steuerungsprozess. Dieser Prozess erfordert viel Energie.

Die Zeitspanne, in der ein Kind seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf eine Sache fokussieren kann, ist tatsächlich sehr gering, nimmt aber, wie Studien zeigen, mit dem Alter zu.

Im Durchschnitt können sich Kinder von 5 bis 7 Jahren bis zu 15 Minuten konzentrieren, Kinder der Altersgruppe 7 bis 10 bis zu 20 Minuten, 10 bis 12-jährige Kinder etwa 25 Minuten und Kinder von 12 bis 16 Jahren ca. 30 Minuten.

Allgemein gilt als Faustregel, dass die Konzentrationsspanne der Lebensjahre des Kindes multipliziert mit zwei entspricht. Unterrichtseinheiten von 45 Minuten stellen für Kinder also eine echte Herausforderung dar. Umso wichtiger ist es, den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten und kurze Pausen einzubauen.

Natürlich muss bei solch standardisierten Zeitangaben immer im Hinterkopf behalten werden, dass jedes Kind einzigartig ist und die Aufmerksamkeitsspanne entsprechend variieren kann. Einige Kinder können sich vielleicht schon im Alter von sieben Jahre über einen längeren Zeitraum konzentrieren, während andere Kinder hingegen unter Konzentrationsproblemen in der Schule leiden.

Konzentrationsprobleme

Was sind Konzentrationsprobleme?

Manche Kinder lassen sich einfach leicht ablenken und verlieren schnell die Aufmerksamkeit. Anderen Kindern hingegen fällt es leicht, sich voll und ganz auf eine Sache einzulassen und gehen darin auf. Woran erkennt man nun, ob sich das eigene Kind einfach nur gerne ablenken lässt oder eine waschechte Konzentrationsstörung hat?

Allgemein kann man sagen, dass es bei einer Konzentrationsschwäche um mehr geht, als “nur” leichte Ablenkbarkeit. Folgende weitere Symptome neben leichter Ablenkbarkeit können Hinweise auf eine verringerte Konzentrationsfähigkeit sein:

  • Zerstreutheit
  • Ausdauerdefizit
  • Unaufmerksamkeit
  • Vergesslichkeit

Weist das Kind mehrere dieser Symptome auf, sollte man hellhörig werden. Sie können jedoch auch völlig harmlos sein. Schließlich hat jeder mal Situationen oder Zeiten, zu denen er nicht ganz bei der Sache ist. Beobachtest du diese Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Konzentrationsprobleme medizinisch abzugrenzen, ist recht schwierig, da es keinen festen Rahmen gibt, ab dem man von einer Konzentrationsstörung spricht, die behandelt werden sollte. Verschiedene Tests, die von einem Kinderpsychologen oder -Arzt durchgeführt werden, können jedoch Aufschluss über eine verminderte Konzentrationsfähigkeit geben. Es sollte außerdem abgeklärt werden, ob das Kind an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung leidet.

Die Ursachen für eine Konzentrationsschwäche können vielfältig sein. So können zum Beispiel eine nährstoffarme Ernährung, zu wenig Bewegung oder ungenügsamer Schlaf für eine schlechte Konzentrationsfähigkeit von Kindern in der Schule verantwortlich sein. In unserem ausführlichen Artikel zum Thema “Konzentrationsprobleme” gehen wir auf diese Ursachen näher ein.

Was aber kann man tun, wenn die Konzentration von Kindern in der Schule zu wünschen übrig lässt?

Mehr Konzentration

Konzentration in der Schule fördern

Die Konzentration von Kindern in der Schule ist sowohl von internen als auch von externen Faktoren abhängig. So können bereits kleine Veränderungen im Lernumfeld für deutliche Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit sorgen.

#1 Für Sauerstoff im Klassenzimmer sorgen

Für etwa vier bis sechs Stunden sitzt eine große Gruppe an Schülern gemeinsam in einem häufig nicht sonderlich großem Raum. Da kann die Luft schon mal ausgehen.

Die Luftqualität im Klassenzimmer hat einen bedeutsamen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Dies entspricht auch der subjektiven Wahrnehmung von Lehrern und Schülern, die sich häufig über die “verbrauchte Luft” im Klassenzimmer beschweren, was zu Konzentrationsproblemen in der Schule führt.

Das Problem: Wird die schlechte Luft erst einmal wahrgenommen, ist die Konzentrationsfähigkeit bereits deutlich beeinträchtigt. Dies liegt am erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt, der sich innerhalb von einer Stunde mehr als verzehnfacht, was schnell auf das Wohlbefinden und die Konzentration schlägt.

Aufgrund dieser gravierenden Werte ist es auch nicht ausreichend, die Fenster während der Pause für einige Minuten auf Kipp zu stellen. So werden nicht alle Teile des Raumes gleichmäßig mit Frischluft versorgt.

Laut einer aktuellen Studie wird die höchste Leistungssteigerung erzielt, wenn die Ventilationsrate mindestens 15 Liter pro Sekunde pro Person beträgt.

Als Lüftungsmethoden für eine optimale Frischluftversorgung werden vor allem folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Stoßlüftung: Alle Fenster werden auf einmal komplett geöffnet
  • Querlüftung: Gegenüberliegende Fenster und Türen werden komplett geöffnet.

Darüber hinaus sollten bereits zu Stundenbeginn alle Fenster für ca. 3 bis 5 Minuten geöffnet werden. Dies sollte nach der Unterrichtsstunde wiederholt werden.

#2 Die richtige Pausenversorgung

Eine ausgewogene Ernährung ist gut für die Konzentration. Langes Stillsitzen, aufmerksames Zuhören und Konzentriertsein kostet Kinder sehr viel Energie. Diese Energie gewinnt der Körper aus der Nahrung, die ihm zugeführt wird. Mangelt es ihm dabei an bestimmten Nährstoffen, kann sich dies in Konzentrationsproblemen in der Schule äußern.

Daher kommt dem Pausenbrot eine besondere Bedeutung zu. Eltern sollten darauf achten, dass das Kind nicht in der Cafeteria zum Schokoriegel greift, sondern ihm stattdessen eine Box mit nährstoffreicher Verpflegung mitgeben.

Hier bietet sich beispielsweise ein Vollkornbrot an, welches über viele Vitamine sowie Ballast- und Mineralstoffe verfügt. Diese halten den Schüler über einen längeren Zeitraum satt und sorgen so dafür, dass die Konzentration länger anhält.

Auch kleingeschnittenes Gemüse macht sich gut in der Pausenbox. Dies kann je nach Geschmack beispielsweise Karotte, Kohlrabi, Tomaten oder Radieschen sein.

Außerdem sollte auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, insbesondere mit wertvollen B Vitaminen geachtet werden, denn kaum ein Vitamin ist so wichtig für unser Gehirn wie dieses.

B Vitamine befinden sich beispielsweise in Weichkäse, Sonnenblumenkernen, Avocado oder Bananen.

#3 Bewegung in der Pause

Langes Stillsitzen ist für Schüler häufig eine echte Herausforderung. Umso wichtiger ist es, dass sie sich in der Pause ausreichend bewegen, anstatt sich mit dem Handy in eine Ecke zu setzen. Bewegung an der frischen Luft ist dabei besonders förderlich, um Konzentrationsprobleme in der Schule zu vermeiden.

Die Auswirkungen von Bewegung auf das Gehirn und die kognitive Leistung wurde sogar von wissenschaftlichen Studien belegt, wobei zwischen kurzen Sporteinheiten zur Leistungssteigerung und langfristig angelegten Bewegungsprogrammen unterschieden werden muss.

Lehrer können Bewegung außerdem in den Unterricht integrieren. Dies sorgt für einen Wechsel aus Anspannung und Entspannung. Hier bieten sich beispielsweise Stuhl- oder Stehkreise, Klassendienste oder Stationenlernen an.

#4 Der richtige Sitzplatz

Leidet ein Kind an Konzentrationsproblemen in der Schule, ist es ratsam, es direkt beim Lehrer in der ersten Reihe zu platzieren. Dieser kann das Kind so besser im Auge behalten und es, wenn nötig, aus dem “Konzentrationstief” herausholen.

Darüber hinaus wird empfohlen, ein Kind mit geschwächter Konzentrationsleistung nicht am Fenster zu platzieren, da hier die Ablenkung besonders groß ist. Schließlich ist der Verkehr auf der Straße, der Vogel im Baum oder vorbeiziehende Wolken doch sehr viel interessanter, als der Unterricht.

#5 Konzentrationsspiele für den Unterricht

Die fünfte Schulstunde liegt hinter den Kindern und die Leistungsfähigkeit nimmt langsam aber sicher ab. Den Lehrer schauen nun nur noch müde Gesichter an, die gähnend auf das Ende des Unterrichts warten. Klar, dass es da zu Konzentrationsproblemen in der Schule kommt.

Kleine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspiele können in diesem Fall wahre Wunder bewirken. Diese verfolgen meist unterschiedliche Ziele: Aufgedrehte Kinder sollen wieder zur Ruhe gebracht oder antriebslose Kinder angeregt werden. Sie fördern außerdem grundlegende kognitive oder motorische Fähigkeiten und trainieren die Fokussierung.

Einige Spiele, die Lehrer in den Unterricht integrieren könnten, sind beispielsweise “Mucksmäuschenstill” oder “Fantasiereisen”.

Bei Mucksmäuschenstill schließen Schüler ihre Augen und dürfen eine Minute weder reden noch sich bewegen.

Dies mag sich zunächst simpel anhören, doch gerade für junge Kinder im Grundschulalter stellt die Aufgabe eine echte Herausforderung dar.

Fantasiereisen zu kreieren ist eine beliebte Methode, um den Körper und Geist wieder zur Ruhe zu bringen und die Vorstellungskraft der Schüler zu fördern.

Dafür schließen die Schüler ihre Augen, nehmen eine bequeme Sitzhaltung ein und konzentrieren sich voll und ganz darauf, was der Lehrer ihnen erzählt. Alternativ kann auch eine CD zur auditiven “Reisebegleitung” genutzt werden.

Wichtig ist, dass diese Übungen nicht nur einmal durchgeführt werden, sondern zum “Klassenritual” werden. So können Schüler regelmäßige Erfahrungen mit den Übungen sammeln und eine Erwartungssicherheit entwickeln.

Fazit

Die Konzentrationsfähigkeit von Kindern in der Schule ist keine Fähigkeit, die von Anfang an einfach vorhanden ist. Stattdessen muss sie trainiert werden und nimmt auch mit zunehmendem Alter zu.

Allerdings können visuelle, akustische und innere Ablenkungen dafür sorgen, dass das Konzentrieren besonders schwer fällt, weshalb in der Schule für ein ideales Lernumfeld frei von Reizen gesorgt werden muss.

Neben dem perfekten Lernumfeld können weitere Faktoren, wie Ernährung, Bewegung oder ausreichender Sauerstoff die Konzentrationsfähigkeit von Schülern weiterhin fördern.

Trotz eines guten Lernumfelds kann sich dein Kind einfach nicht konzentrieren und fällt in der Schule immer wieder negativ auf? Vielleicht leiden sogar bereits die Noten, da Gelerntes einfach nicht verinnerlicht werden kann?

Zahlreiche Studien belegen die Wichtigkeit der Versorgung mit den richtigen Nährstoffen wie etwa Vitaminen und Mineralstoffen sowie mit gesunden Omega-3-Fettsäuren. Ist diese Versorgung nicht ausreichend vorhanden, kann es zu Konzentrationsproblemen kommen. Daher haben wir ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, welches das ideale Nährstoffprofil aufweist und somit nachweislich die Konzentration fördert. Erfahre hier mehr.

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Weitere Quellen

Verwendete Quellen für diesen Artikel

-https://www.mycare.de/blog/das-hilft-bei-konzentrationsschwierigkeiten-in-der-schule

-https://www.lernando.de/magazin/352/Konzentration-steigern-Aber-wie

-https://talentinum.de/wenn-schueler-offline-sind-folge-von-zu-geringer-konzentration/

-https://www.rund-ums-baby.de/schule/konzentrationsprobleme.htm

-https://www.schulpsychologie.de/wws/bin/1302602-1303114-1-konzentration_ges.pdf

-https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/prof/PSY/KPW/176_kognitiveentwicklung.pdf

-https://www.lernando.de/magazin/415/Bewegung-macht-schlau-Ideen-fuer-Unterricht-und-Schulalltag

-http://luftqualitaet-schule.blogspot.com/2007/11/luftqualitt-im-klassenraum-schlechte.html

-https://www.dge.de/presse/pm/das-ideale-pausenfruehstueck-was-sollen-kinder-mit-in-die-schule-nehmen/

Ob ein Kind sich gut konzentrieren kann oder nicht, hängt fast immer von den Eltern und dem Umfeld ab, das sie von Geburt an für ihr Kind schaffen. Aber wie entwickelt sich die Fähigkeit eines Kindes zur Konzentration tatsächlich und welche Zeitspanne ist “normal”? Hier findest Du praktische Konzentrationsübungen, um Dein Kind spielerisch zu fördern.

Inhalt

Die Heilpraktikerin für Psychotherapie Dr. phil. Iris Kühnl definiert Konzentration folgendermaßen:

Konzentration ist die gewollte Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.

Konzentration ist also die Fähigkeit, aktiv und willentlich die Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken und für eine bestimmte Zeit bei dieser Sache zu bleiben. Dieser gedankliche Steuerungsprozess lässt sich nur eine bestimmte Zeit aufrecht erhalten – die Fähigkeit dazu ist jedem Menschen angeboren. In welchem Maße er sie allerdings entwickeln kann, ist individuell verschieden und hängt nicht nur vom Kind, sondern auch von der körperlichen Verfassung, Umgebung und der Unterstützung der Eltern ab. Denn Konzentration ist lernbar. Sie hat wenig mit dem IQ eines Kindes zu tun, aber unter anderem auch mit Motivation, erlernten Techniken und Eigenständigkeit.

Konzentration bei Babys und Kleinkindern

Babys und Kleinkinder konzentrieren sich noch ganz intuitiv und nach bloßem Interesse auf gewisse Menschen, Gegenstände oder Vorgänge. In den ersten Lebensjahren ist die Zeitspanne, in der sich ein Baby oder Kleinkind auf dieselbe Sache fokussieren kann, noch relativ begrenzt. Das bedeutet, dass sich Kinder in diesem Alter schnell ablenken lassen und schlichtweg wieder vergessen, was sie zuletzt getan haben. Das ist völlig normal und bedeutet nicht, dass das Kind ein Aufmerksamkeitsproblem hat. Es gibt so viele für uns selbstverständliche Vorgänge, die für die Kleinsten noch sehr anspruchsvoll sind und viel Konzentration erfordern. Krabbeln, Laufen, Essen oder Sprechen zum Beispiel.

Trotzdem können sich Kinder auch schon im Kleinkindalter sehr lange und vertieft mit etwas beschäftigen – vorausgesetzt, sie tun es freiwillig und werden dabei nicht gestört. Dann kommen sie in einen sogenannten “Flow”, ein sehr wichtiger Zustand konzentrierter Aufmerksamkeit, in dem das kindliche Gehirn enorm viel lernt. In diesem Zustand übt der kleine Mensch, sich zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit für eine Sache aufrechtzuerhalten. Als Eltern können wir diesen Zustand allerdings nicht gezielt herbeiführen oder üben. Alles, was wir tun können, ist dem Kind passende Anregungen bieten und es nicht abzulenken. Das muss nicht immer Spielzeug sein, auch und vor allem Gegenstände aus der Natur und Tiere eignen sich bestens.

Im Umkehrschluss gibt es Rahmenbedingungen, die dazu führen können, dass Kinder die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, nicht optimal entwickeln können. Dazu zählen:

  • Schlechte Ernährung, z.B. viel Zucker und wenig Flüssigkeit
  • erhöhter Medienkonsum
  • Schlafmangel
  • Mangel an frischer Luft und Bewegung
  • Druck und Erwartungen von außen, Überforderung
  • Unterforderung
  • emotionale Belastungen
  • häufige Unterbrechungen im freien Spiel

Ein Vorschulkind kann sich durchschnittlich etwa 5-10 Minuten ohne Pause auf etwas konzentrieren. Je älter Kinder werden, desto länger wird die Zeitspanne, in der sie ihre Aufmerksamkeit gezielt steuern können. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die nicht selbst gewählt sind, d.h. an denen das Kind nicht primär und von selbst Interesse zeigt. Auch diese Fähigkeit erlernt ein Kind allmählich. Spätestens in der Schule ist jedes Kind gezwungen, sich zu einem festgelegten Zeitpunkt auch unliebsamen Themen zu widmen und sich trotzdem zu konzentrieren. Das fordert unser Schulsystem von ihnen — es sei denn, die Eltern wählen eine alternative Schulform, wie zum Beispiel eine Montessori-Schule. In einer solchen Schule findet “Freies Lernen” statt, d.h. die Kinder lernen freiwillig und anhand selbstgewählter Aufgaben.

Konzentrationsübungen für Kinder – praktische Ideen

Wenn es in der Schule Konzentrationsprobleme gibt, sind daran selten die Lehrer oder Betreuungsperson schuld, auch wenn viele Eltern die Lösung dieser Probleme gerne abwälzen. Vielmehr sollte man eigene Verhaltensweisen und den Umgang mit seinen Kindern überdenken und sie nach Möglichkeit fördern. Das gelingt z.B. mit diesen Tipps:

  1. Spiele Konzentrations- und Gedächtnisspiele mit Deinem Kind, am besten kombiniert mit Bewegung und frischer Luft. Rätsel oder Sprachspiele wie “Ich packe meinen Koffer und nehme mit…” eigenen sich dafür hervorragend. Weitere Tipps findest Du hier.
  2. Schaffe eine geeignete Lernumgebung zu Hause, biete Spiele an, die viel Variation und Eigeninitiative erfordern, z.B. Bauklötze, Murmelbahn, Puzzles oder Bücher. Achte darauf, kein Überangebot zu schaffen, sonst ist Dein Kind ständig von neuen Dingen abgelenkt. Wenn es sich mit etwas nicht beschäftigt, räume dieses Spielzeug lieber weg und biete es ein andermal wieder an.
  3. Gib Deinem Kind Zeit für freies Spiel, das heißt für eigenständiges und kreatives Spielen ohne Vorgaben und Unterbrechungen. Denn in diesen Phasen kann Dein Kind üben, seine Aufmerksamkeit zu steuern.
  4. Sei ein Vorbild. Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn Du Dich selbst lange in ein Buch oder Gespräch vertiefen kannst, wird Dein Kind genau das auch tun wollen.
  5. Schaffe eine ruhige, geordnete Umgebung mit einer verlässlichen Tagesstruktur. So wird es Deinem Kind leichter fallen, sich zu bestimmten Zeitpunkten nur auf eine Sache einzulassen.
  6. Unterstütze Dein Kind bei der Bewältigung von Frustration. Auch Misserfolge gehören zum Lernen dazu. Kleine Kinder können mit negativen Emotionen aber häufig noch nicht gut umgehen, weil sie sie nicht verstehen. Manchmal hilft es, wenn die Eltern diese verbalisieren und erklären.
  7. Gib Deinem Kind emotionale Sicherheit und eine feste Bindung. So wird es die Ruhe haben, sich im Spiel auf etwas zu fokussieren.
  8. Lass Dein Kind im Haushalt helfen. Bei kleinen, nützlichen Aufgaben sieht es sofort ein Ergebnis und fühlt sich als wichtiger Bestandteil der Familie.
  9. Vorlesen und Geschichten erzählen ist für die kindliche Entwicklung sehr wichtig. Hier haben sie die Gelegenheit, einer vertrauten und angenehmen Stimme zuzuhören, Zusammenhänge zu verstehen und sich dabei ruhig zu verhalten.
  10. Auch Lieder singen und Reime aufsagen erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, vor allem, wenn ein Kind versucht, diese selbst wiederzugeben.
  11. Wimmelbücher und andere Suchspiele geben Deinem Kind die Gelegenheit, ein direktes Erfolgserlebnis mit ihrer Konzentration herbeizuführen.
  12. Bei Gesellschaftsspielen wie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht lernt Dein Kind, dass auch andere davon betroffen sind, wenn es nicht bei der Sache bleiben möchte oder kann.
  13. Führe echte Gespräche – das klingt so banal und ist doch so wichtig. Denn ohne echte Konzentration kann es keine Kommunikation geben.
  14. Halte dich mit Lob und Tadel möglichst zurück, vor allem mit Kritik. Denn das führt zur sogenannten extrinsischen Motivation. Echtes Lernen und echte Konzentration finden dagegen nur bei intrinsischer Motivation statt, das heißt, wenn das Kind etwas um der Sache willen tut und Freude daran hat. Kinder haben ein sehr hohes Maß an intrinsischer Lernmotivation, die aber im Laufe der Zeit negativ beeinflusst werden kann, sogar durch Lob. Dann lernen die Kinder, um Lob zu erhalten oder eben nicht getadelt zu werden.

Echte Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern

Bisher war nur die Rede von der natürlichen Entwicklung der Konzentration bei Kindern. Tatsächlich werden aber immer häufiger echte Konzentrationsstörungen (z.B. ADHS) bei Kindern diagnostiziert. Dabei handelt es sich nicht mehr um eine leichte Beeinträchtigung, sondern um eine echte Störung. Gerade bei diesen Kindern sollten die Eltern die oben genannten Tipps und Hinweise beachten und zusätzlich professionelle Hilfe aufsuchen.

Häufig lassen sich neben ungesundem Lebensstil auch medizinische Ursachen finden. Zum Beispiel können Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien zu einer starken Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit führen. Auch zu viel Zucker bewirkt bei vielen Kindern, dass sie nicht still sitzen und gedanklich nicht bei einer Sache bleiben können. Bei manchen Kindern reichen dafür schon sehr kleine Mengen.

Auch Ruhe- und Entspannungtechniken wie Yoga oder Autogenes Training können betroffenen Kindern helfen, ihren Zustand zu verbessern. In letzter Instanz hilft manchmal aber wirklich nur die mittlerweile häufig verpönte medikamentöse Behandlung. Denn ohne passende Hilfe kann eine ADHS-Diagnose über die Konzentrations- und Lernstörungen hinaus zu sozialer Vereinsamung, schwachem Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen führen.

Konzentration fördern

Einigen Kindern fällt es schwer, sich ausreichend gut auf den Unterricht zu konzentrieren. Sie werden unruhig, lenken andere Kinder ab oder tagträumen. Gut, dass geeignete, spielerische Übungen die Konzentrationsfähigkeit von Kindern positiv beeinflussen können. In dieser Unterrichtseinheit werden Kompetenzen in diesem Bereich vermittelt.

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • werden für das Thema „Konzentration“ im Zusammenhang mit ihrem Lernerfolg in der Schule sensibilisiert.
  • erkennen, was ihre Konzentration fördert oder stört.

Methodenkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen Übungen kennen, mit denen sie ihre Konzentration schulen können.
  • lernen sich in kurzen Pausen zu entspannen, um wieder konzentrierter an die Arbeit gehen zu können.
  • lernen ihre Konzentration anhand einer Checkliste zu reflektieren.

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • übernehmen Verantwortung für ihre Konzentration, aber auch für die Konzentration anderer, indem sie sich ruhig und aufmerksam verhalten.
  • gehen bei Spielen und Übungen auf ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ein.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die Unterrichtsmaterialien sind für die Klassen 3 und 4 konzipiert. Elemente daraus können aber natürlich auch schon in den Klassen 1 und 2 eingesetzt werden. Meist wird man in der Grundschule das Thema „Konzentration fördern“ im Sachunterricht ansiedeln, es hat aber ebenso in jedem anderen Fach seine Berechtigung. Einen wichtigen Bestandteil der Materialien nehmen spielerische Übungen ein, die im Klassenverband oder auch alleine durchgeführt werden können. Sie trainieren die Aufmerksamkeit und das „exekutive System“ oder dienen der Entspannung nach intensiven Arbeitsphasen.

Der komplette didaktisch-methodische Kommentar zum Herunterladen:

Hintergrundinformationen für die Lehrkraft

  • Die exekutiven Funktionen
  • Die Bedeutung der Selbstregulation
  • Der Einfluss der Lehrkraft
  • Rolle und Verantwortung der Eltern
  • Anleitungen für spielerische Übungen

Die kompletten Hintergrundinformationen zum Herunterladen:

Lehrmaterialien

Schaubild 1: Balancieren auf dem Seil

Übung für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 313 KB

Schaubild 2: Massage mit dem Igel- oder Tennisball

Übung für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 670 KB

Schaubild 3: Kleine Entspannung

Übung für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 574 KB

Arbeitsblatt 1: Was hilft mir, mich gut zu konzentrieren?

Arbeitsblatt für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 324 KB

Arbeitsblatt 2: Checkliste Konzentration

Arbeitsblatt für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 349 KB

Arbeitsblatt 3: Schlaftagebuch

Arbeitsblatt für Schülerinnen und Schüler, Format: PDF
Dateigröße: 406 KB

Konzentration fördern

Alle Unterrichtsmaterialien, Format: ZIP
Dateigröße: 3,7 MB

Mediensammlung

  • Kubesch, Sabine (Hrsg.): Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die pädagogische Praxis, 2., aktualisierte Auflage. Hogrefe Verlag, Bern 2016
  • Kerntke, Monika: Aufmerksamkeit und Konzentration gezielt trainieren. Diagnosehilfen, Selbstbeobachtungsbögen, Übungen und Spiele. Verlag an der Ruhr. Mühlheim an der Ruhr 2014
  • Schubert, Ines: Praxibuch Kopfgymnastik für Kinder. Mit kleinen Übungen aus der Kinesiologie das Gehirn aktivieren, Konzentration fördern, Denkblockaden lösen. Verlag an der Ruhr. Mühlheim an der Ruhr 2014
  • Kroll-Gabriel, Sandra: Konzentrationstraining für die Grundschule. 1.-4. Schuljahr. Oldenbourg Schulbuchverlag, München 2015
  • Bartl, Almuth: Alle Achtung! Spiele, Tipps und Tricks zur Schulung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer. Mildenberger Verlag, Offenburg 2007
  • Stöhr-Mäschl, Doris/ Reiser, Stephan: Spannende Hörgeschichten für Kinder. Zuhören fördern, Konzentration steigern. Verlag an der Ruhr 2016 (CD mit Booklet)

9 Tipps, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kinders fördern

Wenn der Nachwuchs ständig träumt und unaufmerksam ist, kann das für die Eltern sehr frustrierend sein. Die mangelnde Aufmerksamkeit des Kindes kann auch dessen Leistungen in der Schule negativ beeinflussen.

Laut einer Studie der Oregan State University haben Vorschulkinder, denen von ihren Eltern eine höhere Aufmerksamkeitsspanne zugesprochen wrd, eine fast 50% höhere Chance, im Alter von 25 einen Bachelor Abschluss zu machen. Überraschenderweise ließ sich anhand der Ergebnisse in den Bereichen Mathematik und Lesen bei Kindern im Alter zwischen 7 und 21 nicht vorhersagen, ob sie später einen Universitätsabschluss machen würden oder nicht. Wohingegen die Aufmerksamkeit, sowie die Konzentrationsfähigkeit und die Ausdauer beim Lösen bestimmter Aufgaben bei Kindern im Alter von 4 Jahren, die Chancen auf einen Universitätsabschluss erhöhten.

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, seine Gefühle zu identifizieren

Für Kinder können äußere Reize schnell zu viel werden. Sie sind dann sind nicht mehr in der Lage, mit den Gedanken bei einer Aufgabe zu bleiben. Ist Ihr Kind wütend oder besorgt, machen Sie die Ursache des Problems aus. Ihr Kind wird dadurch besser lernen, mit seinen Gefühlen umzugehen und diese zu akzeptieren. Kinder müssen verstehen, dass es Verhaltensgrenzen gibt, und dass sie, auch wenn sie wütend sind, ihren Gefühlen nicht in jeder Situation freien Lauf lassen können.

Setzen Sie der Fernsehzeit ein Limit

Kann Ihr Kind länger als eine Stunde völlig versunken vor dem Fernseher sitzen, sich jedoch keine 15 Minuten auf seine Matheaufgaben konzentrieren? Die Art der Konzentration, die Kinder vor dem Bildschirm fesselt, wird „Hyperfokus“ genannt. Dies ist ein Zustand, in dem man sich nur auf eine einzige Sache konzentrieren kann und seine restliche Umgebung völlig ausblendet.

Die Art der Konzentration, die Kinder benötigen, um gute in der Schule sein zu können, nennt sich „bewusster Fokus“. Studien zeigen, dass zu viel Fernsehen das Gehirn umerziehen kann, und es für ein Kind schwieriger wird, diese Art der Konzentration zu entwickeln. Schalten Sie den Fernseher aus und involvieren Sie Ihr Kind in Aktivitäten, die eine aktive Teilnahme erfordern, damit sie ihre bewusste Konzentration entwickeln können.

Geben Sie eine klare Richtung vor

Splitten Sie Aufgaben auf und bitten Sie Ihr Kind, diese zu wiederholen. Das wird Ihrem Kind dabei helfen, seine organisatorischen Fähigkeiten zu entwickeln und zeigt Ihnen gleichzeitig, dass es verstanden hat, was Sie vom ihm möchten.

Erkennen Sie die Grenzen Ihres Kindes

Auch Erwachsene haben Grenzen, was die Dauer betrifft, die sie sich auf einen Inhalt konzentrieren können. Als Daumenregel können Sie sich das Alter Ihres Kindes als Vorbild nehmen. Ein Fünfjähriger kann zum Beispiel etwa fünf Minuten konzentriert bei einer Sache bleiben. Teilen Sie Aufgaben daher am besten in Abschnitte von fünf Minuten auf. Ein Zehnjähriger sollte wiederum in der Lage sein, sich zehn Minuten lang auf eine Sache zu konzentrieren.

Nutzen Sie eine Stoppuhr

Eine Eieruhr hilft Ihrem Kind dabei, Zeitmanagement-Fähigkeiten zu erlernen. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass es ein Zeitlimit gibt, wird Ihr Kind daran erinnert, dass es eine Aufgabe hat, auf die es sich konzentrieren muss. Das Zeitlimit bedeuet für Ihr Kind gleichzeitig, dass die Aufgabe auch ein Ende hat und es von einer unliebsamen Aufgabe früher oder später auch wieder erlöst wird.

Spielen Sie Konzentrationsspiele

Kinder lernen im Vorschulalter besonders gut durch Bewegungs- und Gedächtnisspiele. Spiele wie „Die Reise nach Jerusalem“ oder „Ich packe meinen Koffer“ machen Spaß und beinhalten Methoden, die diese Fähigkeiten fördern. Eltern können die Regeln auch umschreiben, um die Spiele ein bisschen schwieriger zu gestalten. Um kleinen Kindern dabei zu helfen, sich bewusst zu konzentrieren, empfehlen sich Spiele, die erfordern, dass Kinder genau auf die Handlungen ihrer Mitspieler achten. Bei einem Klatsch-Spiel, gibt ein Mitspieler den Rhythmus vor und die Kinder klatschen diesen nach. Sie können den Schwierigkeitsgrad des Rhythmus‘ mit jeder Runde erhöhen.

Stellen Sie Puzzles und Bauklötze zur Verfügung

Ein Puzzle zusammenzusetzen oder ein Gebäude aus Bauklötzen, Lego- oder Duplosteinen zu bauen, verlangt von Kindern, dass sie sich bewusst konzentrieren. Weitere Aktivitäten, die eine stille Aufmerksamkeit voraussetzen, sind zum Beispiel Kartenspiele.

Beobachten Sie Ihr eigenes Verhalten

Kinder schnappen alles auf, was Erwachsene um sie herum tun. Wenn Sie sich also öfter dabei erwischen, dass Sie Ihrem Kind nur Ihre halbe Aufmerksamkeit schenken, während Sie gerade Ihre E-Mails überprüfen oder telefonieren, seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie Ihrem Kind dieses Verhalten vorleben.

Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit

Kinder benötigen die Sicherheit zu wissen, dass Sie einen liebevollen Erwachsenen an ihrer Seite haben, auf den sie sich verlassen können. Ohne eine Routine und Bestätigung, dass jemand da ist, wenn sie Schutz brauchen, werden Kinder nicht in der Lage sein, sich voll und ganz auf etwas zu konzentrieren. Ihre Unsicherheit wird ihnen dann immer wieder im Weg stehen.

Gehen Sie auf die emotionalen Bedürfnissen Ihres Kindes ein, vermitteln Sie ihm ein Gefühl von Sicherheit und Geborenheit und ermutigen Sie es zu Beschäftigungen, die seine Aufmerksamkeit fördern und Ihr Kind wird wichtige Konzentrationsfähigkeiten entwickeln, die ihm sein ganzes Leben lang förderlich sein werden.

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