Wie hoch ist mutterschaftsgeld?

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Mutterschaftsgeld

Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Nicht alle Mütter erhalten Mutterschaftsgeld. Da es sich um eine Leistung handelt, die anstelle des Lohns gezahlt wird, ist zum einen wichtig, ob Sie zu Beginn des Mutterschutzes in einem Arbeitsverhältnis standen. Zum anderen hängt es davon ab, wie Sie krankenversichert sind (§ 19 MuSchG).

Arbeitnehmerinnen in der GKV – Wenn Sie sechs Wochen vor der errechneten Entbindung in einem Arbeitsverhältnis stehen und in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert sind, haben Sie während der Schutzfrist Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe von bis zu 13 Euro am Tag. Auch für freiwillig gesetzlich Versicherte gilt der Anspruch auf Mutterschaftsgeld (§ 24 i SGB V). Sie müssen das Geld bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Ihr Arbeitgeber stockt den Betrag dann auf Ihr bisheriges Nettogehalt auf.

Arbeitnehmerinnen in der PKV – Falls Sie privat krankenversichert sind, erhalten Sie kein Mutterschaftsgeld von Ihrer privaten Krankenversicherung (PKV). Sie bekommen stattdessen einmalig bis zu 210 Euro vom Bundesversicherungsamt. Ihr Arbeitgeber berechnet seinen Zuschuss aber so, als wären Sie gesetzlich versichert und bekämen den üblichen Kassensatz. Vom Arbeitgeber erhalten privat versicherte Frauen im Mutterschutz daher ihr Nettogehalt minus 13 Euro pro Arbeitstag. Das ist der Betrag, den die gesetzlichen Kassen als Mutterschaftsgeld zahlen.

Geringfügig beschäftigte Mütter – Sind Sie familienversichert und üben eine geringfügige Beschäftigung aus, bekommen Sie auf Antrag Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Sie erhalten höchstens 210 Euro als Einmalzahlung. Den Arbeitgeberzuschuss erhalten Sie auch, aber nur, sofern Sie im Monat mehr als 390 Euro netto verdient haben. Der Arbeitgeber zahlt dann pro Tag Ihren Nettolohn abzüglich 13 Euro. Frauen, die selbst Mitglied in einer Krankenkasse sind, haben bei geringfügiger Beschäftigung auch Anspruch auf Mutterschaftsgeld gegenüber der Kasse.

Familienversicherte Mütter – Wenn Sie über Ihren Ehemann familienversichert sind und nicht nebenbei arbeiten, erhalten Sie von der Krankenkasse kein Mutterschaftsgeld, da Sie nicht selbst Mitglied der Krankenkasse sind.

Arbeitnehmerinnen in Elternzeit – Befinden Sie sich zu Beginn des Mutterschutzes noch in Elternzeit, haben Sie als Mitglied einer Krankenkasse Anspruch auf das Mutterschaftsgeld in Höhe von 13 Euro täglich. Da Sie während der Elternzeit allerdings nicht arbeiten, zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber auch keinen Zuschuss.

Werden Sie während der Elternzeit erneut schwanger, sollten Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber schriftlich erklären, dass Sie zum Beginn der Mutterschutzfrist Ihre Elternzeit vorzeitig beenden (§ 16 Abs. 3 Satz 3 BEEG). Alternativ können Sie die Elternzeit auch unterbrechen und mit Zustimmung des Arbeitgebers dann den Rest an die erneute Elternzeit anhängen. In beiden Fällen erhalten Sie den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich nicht an den letzten drei Monaten vor Beginn der erneuten Mutterschutzfrist, in denen Sie wegen der Elternzeit keinen Lohn bekommen haben. Entscheidend sind die letzten drei abgerechneten Monate vor dem Beginn der ersten Mutterschutzfrist (BAG, Urteil vom 22. August 2012, Az. 5 AZR 652/11). So bekommen Sie also wieder das volle Nettogehalt. Der Arbeitgeber muss bei der Berechnung allerdings die aktuelle Lohnsteuerklasse berücksichtigen. Der Zuschuss kann also geringer ausfallen, sofern Sie in eine schlechtere Lohnsteuerklasse gewechselt sind.

Selbstständige Mütter – Sind Sie selbstständig und privat krankenversichert, erhalten Sie kein Mutterschaftsgeld. Sie haben allerdings die Möglichkeit, bei Ihrer PKV eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen. Seit Februar 2017 haben selbstständige Frauen mit einem solchen Vertrag auch im Mutterschutz Anspruch auf Krankentagegeld.

Wenn Sie selbstständig und freiwillig gesetzlich versichert sind, kommt es darauf an, ob Sie eine Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld abgeschlossen haben. Zahlen Sie nur den ermäßigten Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (2019: 14 Prozent), steht Ihnen kein Krankengeld und somit auch kein Mutterschaftsgeld zu. Haben Sie dagegen einen Anspruch auf Krankengeld mit Ihrer Kasse vereinbart, haben Sie auch Anrecht auf Mutterschaftsgeld.

Für freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige gibt es seit Januar 2019 eine positive Neuerung: Auf Mutterschaftsgeld und Krankengeld müssen sie keine Mindestbeiträge zur Krankenversicherung mehr zahlen, wenn sie in dieser Zeit kein Arbeitseinkommen haben. Das regelt das GKV-Versichertenentlastungsgesetz.

Arbeitslose Mütter – Sind Sie bei Beginn des Mutterschutzes arbeitslos und haben Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG I) oder sind Sie bei einer beruflichen Weiterbildung gesetzlich krankenversichert, erhalten Sie Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse. Sie bekommen dann die gleiche Summe wie bisher, nur eben von Ihrer Kasse.

  • 01.Was ist Mutterschaftsgeld und wie lange wird es gezahlt?

    Das Mutterschaftsgeld schützt berufstätige schwangere Frauen während der allgemeinen Mutterschutzfristen vor finanziellen Nachteilen. Die Mutterschutzfristen beginnen sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und enden acht Wochen (12 Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten) nach der Geburt. In dieser Zeit ist die werdende Mutter von Ihrer Beschäftigung befreit und erhält zum Ausgleich ihrer bisherigen durchschnittlichen Nettobezüge Mutterschaftsgeld.

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  • 02.Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

    Grundsätzlich haben alle schwangeren Arbeitnehmerinnen, die gesetzliche krankenversichert sind, Anspruch auf vollen Ersatz ihres bishrigen Nettolohns. Dazu zählen auch geringfügig Beschäftigte, also werdende Mütter, die einen Minijob ausführen. Arbeitnehmerinnen, die privat krankenversichert oder familienversichert sind, erhalten einen etwas geringeren Ausgleich. Selbstständige können nur dann Mutterschaftsgeld erhalten, wenn sie freiwillig gesetzlich versichert sind und zudem tariflich einen Anspruch auf Krankengeld vereinbart haben. Beamtinnen und Soldatinnen erhalten anstelle des Mutterschaftsgelds eine Fortzahlung ihrer Bezüge in voller Höhe. ALG I- und ALG II-Empfängerinnen erhalten weiterhin die bisherigen Arbeitslosengeldzahlungen. Keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Hausfrauen. Da sie kein Einkommen beziehen, kann es auch keinen Ersatz dafür während der Mutterschutzfristen geben.

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  • 03.Wie kann man Mutterschaftsgeld beantragen?

    Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin beantragt werden. Denn erst dann stellen Frauenärzte bzw. Hebammen eine entsprechende Bescheinigung aus, mit der Schwangere das Mutterschaftsgeld beantragen können. Auch der Arbeitgeber stellt zu diesem Zweck ein weiteres Formular aus. Diese beiden Unterlagen müssen der Krankenkasse zugesandt werden. Daraufhin werden alle weiteren Formalitäten zwischen der Krankenkasse und dem Arbeitgeber geregelt und das Mutterschaftsgeld ausgezahlt.

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Rechner zum Thema Mutterschaftsgeld

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  • 04.Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld?

    Das von der Krankenkasse für gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen, also auch gerigfügig Beschäftigte, gezahlte Mutterschaftsgeld beträgt maximal 13 Euro je Tag. Das heißt, dass Nettobezüge bis zu monatlich 390 Euro von der Kasse übernommen werden. Die Lücke zu Ihrem bisherigen Netto schließt aber der Arbeitgeber, indem er den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld in genau dieser Höhe leistet.

    Für privat oder familienversicherte Arbeitnehmerinnen zahlt anstelle der Krankenkasse das Bundes­versicherungsamt Mutterschaftsgeld. Dies beträgt allerdings statt 13 Euro täglich nur einmalig 210 Euro. Der Arbeitgeberzuschuss ist aber genauso hoch wie bei gesetzlich Versicherten. Im Vergleich zum bisherigen Netto entsteht jedoch durch die einmalige Zahlung anstelle des täglich berechneten Geldes eine Lücke.

    Selbstständige, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind und tariflich krankengeld­berechtigt sind, erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe des sonst üblichen Krankengeldes, also 70 Prozent des Einkommens, welches vor Beginn der Mutterschutzfrist für die Berechnung der Beiträge zugrunde lag.

    Beamtinnen, Soldatinnen, ALG I- und ALG II-Empfängerinnen erhalten zwar kein Mutterschaftsgeld, jedoch die Weiterzahlung der bisherigen Bezüge während der Schutzfristen.

    Die Höhe des Mutterschaftsgeldes in Abhängigkeit des Beschäftigungs und Krankenvericherungsstatus können Sie am einfachsten mit Hilfe unseres Mutterschaftsgeld-Rechner berechnen.

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  • 05.Haben Selbstständige auch einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

    Selbsständige werdende Mütter haben nur dann einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn Sie freiwillig gesetztlich versichert sind und tariflich krankengeld­berechtigt sind. Freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbstständige haben einen Anspruch auf Krankengeld, wenn sie statt des für sie möglichen ermäßigten Beitragssatzes den normalen Beitragssatz bezahlen. Sie erhalten dann, wie Arbeitnehmerinnen auch, nach der sechsten Krankheitswoche Krankengeld. Dazu muss man als Selbsständiger gegenüber seiner Kasse eine formlose, schriftliche Wahlerklärung abgeben. Das Mutterschaftsgeld ist genauso hoch wie das Krankengeld und beträgt 70 Prozent des Einkommens, welches vor Beginn der Mutterschutzfrist für die Berechnung der Beiträge zugrunde lag.

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  • 06.Was ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld?

    Wie oben beschrieben, zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in Höhe der vollen täglichen Nettobezüge abzüglich der 13 Euro, welche durch die Krankenkasse bei gesetzlich versicherten Schwangeren als Mutterschaftsgeld entrichtet werden. Exakt den gleichen Zuschuss zahlt er auch, wenn die schwangere Arbeitnehmerin privat- oder familienversichert ist und damit nur einmalig 210 Euro durch das Bundes­versicherungsamt erhält. Diese Zuschüsse erhält der Arbeitgeber im Rahmen des U2-Umlagevefahrens durch die Krankenkasse wieder erstattet.

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  • 07.Was ist das U2-Umlageverfahren?

    Das U2-Verfahren entspricht einer Art „Pflicht­versicherung“ des Arbeitgebers, um die finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz aufzufangen. Monatlich muss der Arbeitgeber hierzu für jeden Beschäftigten einen vom Gehalt abhängigen Beitrag – die Umlage U2 – an die Krankenkassen zahlen. Damit bekommt er alle Arbeitgeberzuschüsse zum Mutterschaftsgeld oder den Mutterschutzlohn bei einem individuellen Beschäftigungsverbot von der Krankenkasse erstattet.

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  • 08.Wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?

    Ja, das Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld vollständig angerechnet. Es wird also für die Tage, an denen Mutterschaftsgeld gezahlt wird, kein Elterngeld gezahlt. Nicht angerechnet wird das Mutterschaftsgeld für Beschäftigte, die privat versichert oder die über den Partner familienversichert sind. Diese Gruppen bekommen ja nicht 13 Euro je Kalendertag von der Krankenkasse, sondern einen einmaligen Betrag in Höhe von 210 Euro vom Bundes­versicherungsamt. Damit diese Gruppe im Vergleich zu den „normalen“ Empfängerinnen von Mutterschaftsgeld nicht schlechter zu stellen, wird dieser einmalige Betrag nicht auf das Elterngeld angerechnet.

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  • 09.Ist Mutterschaftsgeld zu versteuern?

    Das Mutterschaftsgeld und der Zuschuss des Arbeitgebers sind nicht zu versteuern. Sie werden allerdings für den sogenannten Progressionsvorbehalt zur Berechnung des Einkommensteuersatzes mit einbezogen. Das heißt, dass das Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeberzuschuss dem Einkommen zunächst zur Bestimmung des prozentualen Steuersatzes hinzugerechnet wird. Dieser leicht erhöhte Steuersatz wird dann auf das zu versteuernde Einkommen ohne Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss angewandt. Zudem bleiben Bezieher von Mutterschaftsgeld beitragsfrei in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosen­versicherung, sofern keine sonstigen beitragspflichtigen Einkünfte vorliegen.

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  • 10.Was ist Mutterschutzlohn?

    Das Arbeitsengelt bei Beschäftigungsverboten für schwangere Arbeitnehmerinnen außerhalb der allgemeinen Mutterschutzfristen ist über den sogenannten Mutterschutzlohn geregelt. Solche individuellen Beschäftigungsverbote treten beispielsweise ein bei Risikoschwangerschaften, besondere Rückenschmerzen oder weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die auf die Schwangerschaft zurückgehen. Letztlich wird ein solches Beschäftigungsverbot durch einen Arzt attestiert, sobald schwangere Arbeitnehmerinnen an ihrem Arbeitsplatz nicht weiter beschäftigt werden dürfen, wenn dadurch das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet ist. Der Mutterschutzlohn wird durch den Arbeitgeber gezahlt und entspricht der vollen Höhe der bisherigen durchschnittlichen Nettobezüge der letzten drei Monate. Auch diese Aufwände erhält der Arbeitgeber im Rahmen des U2-Umlageverfahrens durch die jeweilige Krankenkasse ersetzt.

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1. Das Wichtigste in Kürze

Mutterschaftsgeld erhalten krankenversicherte Mütter in einem Angestelltenverhältnis, angestellte Privatversicherte und Arbeitslosengeld-I-Empfängerinnen während der Zeit des Mutterschutzes (in der Regel 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt). Keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Selbstständige und Familienversicherte. Mutterschaftsgeld muss in jedem Fall beantragt werden.

2. Voraussetzungen

Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse hat nur die leibliche Mutter unter folgenden Voraussetzungen:

  • Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung spätestens 6 Wochen vor der Entbindung (= Beginn der Schutzfrist nach § 3 Abs. 1 Mutterschutz-Gesetz).
    Familienversicherte haben nur Anspruch, wenn sie eine geringfügige Beschäftigung haben (siehe unten).
  • Bei Arbeitsunfähigkeit und bestehendem Anspruch auf Krankengeld.
  • Während der 14-wöchigen Mutterschutzfrist (§ 3 Abs. 1, 2 MuSchG. Näheres siehe unter „Dauer“) wird kein reguläres Arbeitsentgelt gezahlt
  • Bestehendes Arbeitsverhältnis oder Beschäftigung in Heimarbeit oder zulässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses während der Schwangerschaft
    oder
    ein bestehendes Arbeitsverhältnis bis unmittelbar vor Beginn der Schutzfrist, wenn sie am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses Mitglied einer Krankenkasse war
    oder
    Erhalt von Arbeitslosengeld, auch wenn die Überweisung des Arbeitslosengelds zu Beginn der Schutzfrist wegen einer Beschäftigung, eines bezahlten Urlaubs oder einer Sperrzeit ruht.

2.1. Zulässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Als zulässige Auflösung gelten z.B.:

  • Der Arbeitgeber wusste bei Ausspruch der Kündigung nichts von der Schwangerschaft und die Arbeitnehmerin hat ihn nicht innerhalb von 2 Wochen nach der Kündigung über die Schwangerschaft informiert.
  • Kündigung vor Eintritt der Schwangerschaft und Ablauf der Kündigungsfrist während der Schwangerschaft.
  • Beendigung von befristetem Arbeitsverhältnis.
  • Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch die Schwangere oder einvernehmlich.

2.2. Antrag

Das Mutterschaftsgeld müssen gesetzlich Versicherte bei der Krankenkasse beantragen. Die Schwangere muss ein ärztliches Attest über den voraussichtlichen Termin mitschicken (§ 24 i Abs. 3 SGB V).

3. Höhe

Das Mutterschaftsgeld orientiert sich am Bemessungszeitraum der letzten 3 abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist (= 6 Wochen vor Entbindung). Bei wöchentlicher Lohnabrechnung orientiert es sich an den letzten 13 abgerechneten Wochen. Es entspricht dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoarbeitsentgelt, beträgt jedoch höchstens 13 € täglich.

Die Differenz zwischen der Höchstsumme von 13 € und dem Nettoarbeitsentgelt zahlen

  • der Arbeitgeber bei gesetzlich Versicherten oder
  • das Bundesversicherungsamt bei privat Versicherten und Beamtinnen

als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld (§ 20 MuSchG).

Bei Bezug von Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung entspricht das Mutterschaftsgeld der Höhe der jeweiligen Zahlung.

Endet ein befristetes Arbeitsverhältnis in der Mutterschutzfrist, erhält die (werdende) Mutter bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses Mutterschaftsgeld sowie Arbeitgeberzuschuss. Nach Beendigung erhält sie Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengelds von der Krankenkasse bis zum Ablauf der Mutterschutzfrist.

3.1. Geringfügig beschäftigte familienversicherte Frauen

Geringfügig beschäftigte Frauen, die familienversichert sind, erhalten auf Antrag ein einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 € vom Bundesversicherungsamt (siehe unten). Auch in diesem Fall zahlt der Arbeitgeber die Differenz zwischen 13 € und dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettogehalt.

3.2. Steuerfrei

Mutterschaftsgeld ist steuerfrei. Allerdings ist es bei der Steuererklärung anzugeben, da es bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt wird. Es unterliegt dem sog. Progressionsvorbehalt.

3.3. Sozialversicherung beitragsfrei

Während des Bezugs von Mutterschaftsgeld besteht Beitragsfreiheit in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, sofern bereits vorher Versicherungspflicht bestand und keine beitragspflichtigen Einnahmen erzielt werden.

3.4. Einkommen

Der Anspruch auf Mutterschaftsgeld ruht, wenn die (werdende) Mutter tatsächlich beitragspflichtiges, nicht bloß einmaliges Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen erhält.

3.5. Arbeitslosengeld II

Bei Bezug von Arbeitslosengeld II besteht kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Zahlung von ALG II läuft aber in gewohnter Höhe weiter, damit keine Benachteiligung entsteht.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben aber Frauen, die Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung beziehen.

4. Dauer

Mutterschaftsgeld wird 14 Wochen, bei Mehrlings- und Frühgeburten 18 Wochen gezahlt:

  • 6 Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin, den Arzt oder Hebamme im Mutterpass angeben.
    • Tritt die Entbindung später als angegeben ein, verlängert sich die Bezugsdauer bis zum Tag der Entbindung.
    • Tritt die Entbindung früher als angegeben ein, werden die nicht verbrauchten Tage an die Schutzfrist nach der Geburt angehängt, d.h. die Bezugsdauer von insgesamt 14 Wochen Mutterschaftsgeld bleibt bestehen.
  • bis 8 Wochen nach der tatsächlichen Entbindung sowie für den Entbindungstag.
  • bei Mehrlingsgeburten: bis 12 Wochen nach der Entbindung.
  • bei Frühgeburten, d.h. bei Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm: bis 12 Wochen nach der Entbindung oder länger (Verlängerung um den Teil der 6 Wochen Schutzfrist, der vor der Entbindung von der Schwangeren nicht in Anspruch genommen werden konnte).
  • bei Kindern mit Behinderungen: bis 12 Wochen nach der Entbindung. (Wichtig: Die Behinderung muss ärztlich festgestellt und die Schutzfrist-Verlängerung innerhalb von 8 Wochen nach der Geburt bei der Krankenkasse beantragt werden.)

5. Privatversicherte

Privatversicherte Arbeitnehmerinnen beantragen das Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt (siehe unten).

Die Höhe richtet sich nach dem Arbeitsentgelt und beträgt einmalig maximal 210 €. Auch sie bekommen vom Arbeitgeber während der Mutterschutzfrist einen Zuschuss. Dieser entspricht der Differenz zwischen 13 € täglich und dem durchschnittlichen Nettogehalt. Der Zuschuss des Arbeitgebers wird berechnet wie bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkasse (siehe unter „Höhe“).

Privatversicherte Selbstständige bekommen kein Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt.

6. Mutterschaftsgeld während der Elternzeit

Bekommt eine Frau während der Elternzeit ein weiteres Kind, erhält sie von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld in Höhe von 13 € täglich. Der Arbeitgeber bzw. das Bundesversicherungsamt müssen keinen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen, es sei denn, die Frau übt eine zulässige Teilzeitarbeit aus.

7. Beamtinnen

Für Beamtinnen gelten weder der Mutterschutz im SGB V noch das Mutterschutzgesetz, sondern die besonderen beamtenrechtlichen Regelungen. Deshalb erhält eine im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehende Beamtin kein Mutterschaftgeld der gesetzlichen Krankenversicherung, es sei denn, sie hat noch während der Schutzfristen in ein Arbeitsverhältnis gewechselt oder übt eine Nebentätigkeit aus.

8. Wer hilft weiter?

  • Krankenkassen
  • Bundesversicherungsamt, Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Telefon 0228 619-1888, Mo-Fr 9-12 Uhr und Do 13-15 Uhr, Formulare und Merkblatt zum Download unter www.bundesversicherungsamt.de/mutterschaftsgeld.html.

9. Verwandte Links

Mutterschutz

Elterngeld

Elternzeit

Krankenkasse

Bundesversicherungsamt

Instytucji wspierającej równe traktowanie pracowników unijnych

Rodzina

  • 1. Świadczenia w i po okresie ciąży
  • 2. Zasiłek rodzinny na dziecko (Kindergeld)
  • 3. Dodatek na dziecko (Kinderzuschlag)
  • 4. Zasiłek wychowawczy (Elterngeld)
  • 5. Urlop wychowawczy (Elternzeit)
  • 6. Opieka nad dziećmi
  • 7. Świadczenia na cele edukacyjne i udział w życiu społecznym (Bildungs- und Teilhabepaket)
  • 8. Świadczenia rodzinne
  • 9. Film wyjaśniający zasady przyznawania świadczeń dla rodzin

1. Świadczenia w i po okresie ciąży

Przyszłe matki zatrudnione w Niemczech są objęte ustawą o ochronie macierzyństwa (MuSchG). Ustawa ta chroni przed zagrożeniami w miejscu pracy i zapewnia szczególną ochronę przed wypowiedzeniem. Zgodnie z jej przepisami kobiety w okresie ostatnich 6 tygodni przed porodem mogą pracować tylko wtedy, jeśli wyrażą na to zgodę i w ogóle nie mogą pracować do końca 8. tygodnia po porodzie. W przypadku porodów przedwczesnych lub wielorakich matki mogą nie podejmować pracy do 12 tygodni po porodzie. Przy porodach przedwczesnych oraz w innych przypadkach przedwczesnego rozwiązania, okres ochrony macierzyństwa po porodzie przedłuża się o liczbę dni, które nie mogły być wykorzystane przed rozwiązaniem. Ponadto ustawa zabrania powierzania kobietom określonych rodzajów pracy (np. pracy w systemie akordowym, przy taśmie, pracy w zwiększonym wymiarze godzin, w niedzielę i w nocy). Jeżeli w indywidualnym przypadku lekarz wystawi zaświadczenie o przeciwwskazaniach do pracy, to zakaz taki również będzie obowiązywać.

Ustawa o ochronie macierzyństwa (MuSchG) wprowadza różne świadczenia, których celem jest ochrona kobiet przed pogorszeniem sytuacji finansowej w tym okresie:

  • zasiłek macierzyński (Mutterschaftsgeld)
  • wypłacany przez pracodawcę w okresie ochrony macierzyństwa dodatek do zasiłku macierzyńskiego (Arbeitgeberzuschuss)
  • wynagrodzenie w przypadku wydanego przez lekarza zakazu świadczenia pracy poza okresem ochrony macierzyństwa (Mutterschutzlohn).

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2. Zasiłek rodzinny na dziecko (Kindergeld)

Jako obywatel UE masz prawo do niemieckiego zasiłku rodzinnego na swoje dzieci, jeżeli:

  • podlegasz w Niemczech nieograniczonemu obowiązkowi podatkowemu. Jest tak zawsze wtedy, gdy mieszkasz na terenie Niemiec. Jeżeli nie mieszkasz w Niemczech, ale co najmniej 90% dochodu uzyskujesz w Niemczech, to na swój wniosek możesz być traktowany jak osoba podlegająca nieograniczonemu obowiązkowi podatkowemu.
  • Twoje dzieci mieszkają w Niemczech, w UE albo w Norwegii, Liechtensteinie, Islandii lub Szwajcarii.

Zasiłek rodzinny na dzieci możesz w zasadzie pobierać do momentu ich 18 urodzin. Zasiłek przysługuje na:

  • dzieci rodzone i przysposobione,
  • dzieci przybrane,
  • dzieci, dla których jesteś rodziną zastępczą,
  • wnuki.

Jeżeli Twoje dziecko ma więcej niż 18 lat, zasiłek rodzinny będziesz mógł otrzymać po spełnieniu określonych warunków.

Uwaga! Jeżeli Twoja rodzina mieszka w innym państwie UE, najpierw konieczne będzie ustalenie, który kraj jest właściwy w sprawie wypłaty zasiłku rodzinnego. Może się zdarzyć, że będziesz pobierać świadczenia częściowe w różnych krajach UE. Jest to uzależnione od Twojej sytuacji rodzinnej. Więcej dowiesz się tutaj.

Wniosek o zasiłek rodzinny na dziecko powinno złożyć w Kasie Świadczeń Rodzinnych (Familienkasse) to z rodziców, z którym dziecko mieszka. Zasiłek rodzinny na pierwsze i drugie dziecko wynosi po 192 euro miesięcznie, na trzecie dziecko 198 euro, a na każde kolejne – 223 euro.

Więcej informacji na temat zasiłku rodzinnego i sposobu złożenia wniosku znajdziesz na stronie internetowej Kasy Świadczeń Rodzinnych (brak wersji PL).

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3. Dodatek na dziecko (Kinderzuschlag)

Dodatek na dziecko przysługujący zgodnie z § 6a federalnej ustawy o zasiłkach rodzinnych (BKGG) wynosi maksymalnie 160 euro miesięcznie na każde dziecko i razem z zasiłkiem rodzinnym pokrywa przeciętne nakłady na utrzymanie dzieci.
Rodzice mają prawo do dodatku na swoje dzieci, jeżeli:

  • dzieci nie zawarły związku małżeńskiego i nie ukończyły 25 lat,
  • mieszkają razem z rodzicami,
  • na dzieci wypłacany jest zasiłek rodzinny lub inne świadczenie wykluczające wypłatę zasiłku rodzinnego,
  • miesięczne dochody rodziców osiągają próg dochodu minimalnego w wysokości 900 euro w przypadku małżeństw i 600 euro w przypadku osób samotnie wychowujących dzieci,
  • dochody i majątek rodziny nie przekraczają progu dochodowego (podstawa wymiaru łącznie z kwotą dodatku na wszystkie dzieci),
  • dodatek na dzieci i ewentualnie przysługujący dodatek mieszkaniowy pokrywają potrzeby rodziny, wobec czego nie ma podstaw do wypłaty zasiłku dla bezrobotnych II (ALG II).

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4. Zasiłek wychowawczy (Elterngeld)

Zasiłek wychowawczy to pomoc finansowa dla rodzin wypłacana po urodzeniu dziecka. Celem zasiłku jest zrekompensowanie brakującej części dochodu, jeśli po narodzinach dziecka sprawujesz nad nim opiekę i dlatego przerywasz lub ograniczasz pracę zawodową. Prawo do zasiłku wychowawczego występuje wtedy, gdy miejsce zamieszkania dziecka znajduje się na terenie Niemiec albo gdy rodzic jest lub był zatrudniony w Niemczech. Zasiłek wychowawczy może pobierać osoba, która:

  • w miesiącach, których dotyczy wniosek o zasiłek wychowawczy, pracuje miesięcznie średnio nie więcej niż 30 godzin tygodniowo,
  • osobiście sprawuje opiekę nad dzieckiem i je wychowuje,
  • mieszka z dzieckiem w jednym gospodarstwie domowym,
  • ma w Niemczech miejsce zamieszkania lub stałego pobytu.

Wniosek o zasiłek wychowawczy musisz złożyć w lokalnym urzędzie realizującym wypłatę tego świadczenia (Elterngeldstelle). Urząd właściwy dla Twojego miejsca zamieszkania znajdziesz tutaj (brak wersji PL).

Przepisy dotyczące zasiłku wychowawczego przewidują różne modele dostosowane do potrzeb rodziców.

Podstawowy zasiłek wychowawczy wynosi od 65% do 100% dochodu netto przed narodzeniem dziecka i jest uzależniony od wysokości tego dochodu. Im niższy dochód, tym wyższy wymiar procentowy. Wysokość zasiłku to co najmniej 300 euro i maksymalnie 1800 euro miesięcznie. Ojcowie i matki mogą pobierać zasiłek przez maksymalnie 14 miesięcy i dowolnie dzielić ten okres pomiędzy siebie. Natomiast jeden rodzic może otrzymywać zasiłek przez okres co najmniej 2 i maksymalnie 12 miesięcy. Pełne 14 miesięcy można wykorzystać wtedy, gdy oboje rodzice sprawują opiekę nad dzieckiem i na skutek tego tracą część dochodu z pracy. Osoby samotnie wychowujące dziecko mogą ze względu na brak partnera pobierać zasiłek wychowawczy stanowiący uzupełnienie utraconego dochodu z pracy przez pełne 14 miesięcy.
Istnieją także inne formy zasiłku wychowawczego, np. dla rodziców, którzy w okresie pobierania zasiłku chcą pracować na część etatu. Więcej na ten temat w module FAQ.

Uwaga! Przy zbiegu różnych świadczeń rodzinnych przysługujących obywatelom UE obowiązuje następująca zasada: do wypłaty świadczenia rodzinnego w pierwszej kolejności właściwy jest kraj, w którym pracują rodzice dziecka. Jeśli rodzice pracują w różnych krajach UE, do wypłaty świadczenia jako pierwszy zobowiązany jest kraj, w którym dziecko mieszka. Może się zdarzyć, że również inne państwo członkowskie będzie zobowiązane do wypłaty części świadczenia. Dzieje się tak wtedy, gdy wystąpi różnica pomiędzy świadczeniem wypłacanym przez pierwsze właściwe państwo, a świadczeniem, które musiałoby płacić drugie państwo. W trakcie urlopu wychowawczego jesteś osobą zatrudnioną, ponieważ Twój stosunek pracy nie wygasa.

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5. Urlop wychowawczy (Elternzeit)

Do urlopu wychowawczego u swojego pracodawcy mają prawo pracownicy, dla których miejscem świadczenia pracy są Niemcy oraz pracownicy oddelegowani za granicę, o ile ich stosunek pracy podlega prawu niemieckiemu. Urlop wychowawczy pozwala na przerwanie pracy zawodowej lub skrócenie czasu pracy w celu sprawowania opieki nad dzieckiem. Jeśli weźmiesz urlop wychowawczy, będziesz zwolniony z obowiązku świadczenia pracy, a więc nie będziesz otrzymywać wynagrodzenia za pracę. Możesz natomiast – jeśli spełniasz opisane powyżej warunki – pobierać zasiłek wychowawczy.

Uwaga! W czasie urlopu wychowawczego nie możesz otrzymać wypowiedzenia. Twój stosunek pracy jest w tym okresie zawieszony, a Ty masz prawo do powrotu na swoje stanowisko pracy.

Aby otrzymać urlop wychowawczy, musisz spełnić określone warunki.

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6. Opieka nad dziećmi

Dzieci po ukończeniu 1. roku życia mają prawnie zagwarantowane miejsce w żłobku lub przedszkolu (Kindertagesstätte, Kindergarten albo „Kita”) bądź u dziennego opiekuna (Tagesmutter albo Tagesvater). Wspomniana gwarancja opieki nad dzieckiem obowiązuje od ukończenia przez nie 1. roku życia do rozpoczęcia nauki szkolnej.

W określonych warunkach miejsce takie może zostać przyznane dziecku w wieku poniżej roku (np. jeżeli rodzice pracują, poszukują pracy lub uczą się zawodu).

Rodzice mogą wybrać, czy ich dziecko będzie korzystać z opieki w żłobku/przedszkolu, czy u dziennego opiekuna. Aby otrzymać miejsce opieki nad dzieckiem, musisz złożyć wniosek we właściwym urzędzie ds. młodzieży (Jugendamt-brak wersji PL).

Wiele urzędów ds. młodzieży udostępnia w internecie odpowiednie formularze oraz zestawienia informacji dotyczących kosztów opieki. Urzędy te oferują także indywidualne poradnictwo dla rodziców i wspierają ich w poszukiwaniach odpowiedniego miejsca opieki nad dzieckiem.

Rada: jeżeli chcesz znaleźć miejsce dla swojego dziecka, musisz je zgłosić z odpowiednim wyprzedzeniem. Istniejące miejsca są często szybko rozdzielane w związku z dużą liczbą zainteresowanych rodziców. Wielu z nich czeka na takie miejsce nawet ponad 6 miesięcy. Najlepiej zorientuj się jak najwcześniej w sytuacji.

Opieka w żłobku/przedszkolu wpływa bardzo korzystnie zwłaszcza na nabywanie umiejętności językowych przez Twoje dziecko. Dla dzieci i młodzieży, wychowujących się w środowisku, w którym niemiecki nie jest językiem ojczystym, w przedszkolach i szkołach istnieją specjalne oferty wspierające naukę niemieckiego (Deutschförderangebote).

We wszystkich krajach związkowych już w przedszkolu (najpóźniej przed pójściem dziecka do szkoły) przeprowadza się testy językowe w celu ustalenia, czy dziecko potrzebuje dodatkowych lekcji niemieckiego. Tym samym gwarantuje się, że będzie ono mogło potem radzić sobie z nauką w szkole.

Rada: jeżeli Twoje dziecko ma osiągać dobre wyniki w szkole, ważne jest, żeby dobrze mówiło po niemiecku. Skorzystaj z ofert w ramach wspierania nauki języka! W kilku krajach związkowych uczestnictwo w takich zajęciach dodatkowych jest obowiązkowe dla dzieci, u których stwierdzono niewystarczającą znajomość niemieckiego. Informacje na temat tych ofert otrzymasz bezpośrednio w przedszkolu albo szkole swojego dziecka oraz w poradniach dla imigrantów i w Służbach Imigracyjnych dla Młodzieży.

Źródła informacji w Twoim miejscu zamieszkania:

  • administracja miejska, gminna i powiatowa: urzędy ds. młodzieży,
  • poradnie rodzinne,
  • poradnie imigracyjne dla dorosłych,
  • żłobki i przedszkola (wiele z nich organizuje np. dni otwarte, podczas których można w ustalonym terminie zwiedzić placówkę i zapoznać się z jej koncepcją pedagogiczną. Terminy dni otwartych są ogłaszane na stronach internetowych placówek).

lub w internecie w języku niemieckim oder angielskim:

  • strona internetowa Federalnego Ministerstwa ds. Rodziny, Seniorów, Kobiet i Młodzieży

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7. Świadczenia na cele edukacyjne i udział w życiu społecznym (Bildungs- und Teilhabepaket)

Dzieci, młodzież i osoby dorosłe w młodym wieku, które pobierają zasiłek dla bezrobotnych (ALG II), zasiłek lub inne świadczenie z pomocy społecznej, lub których rodzice otrzymują dodatek na dziecko albo dodatek mieszkaniowy, mają prawo do świadczeń finansowych na cele edukacyjne i udział w życiu społecznym. Świadczenia te obejmują:

  • jednodniowe wycieczki szkolne i przedszkolne,
  • kilkudniowe wyjazdy klasowe,
  • wyposażenie w pomoce naukowe do osobistego użytku,
  • dojazdy do szkoły,
  • pomoc w nauce,
  • dopłatę do obiadów w stołówce,
  • świadczenia na finansowanie udziału w życiu społecznym i kulturalnym (imprezach sportowych, muzycznych, rozrywkowych)

Wniosek o świadczenia na cele edukacyjne i udział w życiu społecznym należy złożyć we właściwym urzędzie swojego landu. Tutaj (brak wersji PL) dowiesz się, gdzie możesz złożyć wniosek o te świadczenia w miejscu swojego zamieszkania.

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8. Świadczenia rodzinne

Świadczenia rodzinne, np. w Niemczech zasiłek rodzinny i zasiłek wychowawczy, funkcjonują wprawdzie we wszystkich państwach UE, ale w poszczególnych krajach występują duże różnice w wysokości i zasadach przyznawania tych świadczeń. Często pojawia się pytanie o właściwość danego kraju w zakresie wypłacania świadczeń rodzinnych. Zależy to bowiem od sytuacji Twojej rodziny.

  • Jeżeli Twoja rodzina mieszka w kraju, w którym jesteś ubezpieczony, to ten kraj będzie krajem wypłacającym świadczenia rodzinne. Będziesz je otrzymywać na takich samych warunkach i w takiej samej wysokości, jak obywatele tego kraju. To znaczy, że jeżeli pracujesz w Niemczech i mieszkasz tu ze swoją rodziną, otrzymujesz świadczenia rodzinne w takim samym zakresie, jak obywatele niemieccy.
  • Jeżeli Twoja rodzina nie mieszka w kraju, w którym jesteś ubezpieczony, może okazać się, że jesteś uprawniony do pobierania świadczeń rodzinnych w więcej niż jednym kraju. Zależy to od regulacji obowiązujących w tych krajach. Gdy Twoje uprawnienia obejmują kilka krajów, o właściwości kraju w zakresie wypłaty świadczeń decydują reguły pierwszeństwa zbiegających się świadczeń. Jeżeli świadczenia te w innym kraju są wyższe, możesz domagać się w nim wypłaty kwoty istniejącej różnicy.

Przykład: jedno z rodziców ma pracę w Niemczech, a drugie pracuje w Polsce i mieszka tam ze wspólnym dzieckiem. Zarówno w Polsce jak i Niemczech przysługuje wtedy zasiłek rodzinny na dziecko (Kindergeld). Polska wypłaca w takim przypadku świadczenie polskie, bo dziecko mieszka w Polsce. Ponieważ polski zasiłek rodzinny jest niższy od niemieckiego, Niemcy wypłacają istniejącą różnicę. Łącznie otrzymasz więc zasiłek w takiej wysokości, jaka obowiązuje w kraju z wyższymi świadczeniami.

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9. Film wyjaśniający zasady przyznawania świadczeń dla rodzin

Osoby wychowujące dzieci mają prawo do pomocy ze strony państwa. Każda rodzina jest jednak inna i dlatego wprowadzono różne świadczenia oraz kwoty wolne od podatku. Ten film wyjaśnia zasady przyznawania świadczeń z zakresu polityki rodzinnej: zasiłku rodzinnego, dodatku na dziecko, zaliczki z tytułu świadczeń alimentacyjnych oraz przysługujących na dziecko kwot wolnych od podatku i ulgi podatkowej dla samotnych rodziców.

Film wideo został opublikowany na licencji Creative Commons by-nc-nd/3.0/. Może być rozpowszechniany i publikowany w celach niekomercyjnych, w oryginalnej postaci, z powołaniem na autorstwo „Federalnego Ministerstwa ds. Rodziny, Seniorów, Kobiet i Młodzieży” i Pełnomocniczki Rządu Federalnego ds. Migracji, Uchodźców i Integracji“.

Film: zasiłek rodzinny

Film: kwoty wolne od podatku przysługujące na dziecko

Film: dodatek na dziecko

Film: zaliczka z tytułu świadczeń alimentacyjnych

Film: ulga podatkowa

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FAQ Rodzina

Można otrzymać zasiłek rodzinny na dzieci w wieku powyżej 18 lat, jeżeli dzieci te:

  • po raz pierwszy uczą się w szkole, odbywają naukę zawodu, studia lub praktykę zawodową. Twoje dziecko musi przy tym zdobywać umiejętności, które umożliwią mu wykonywanie przyszłego zawodu.
  • są w trakcie nauki drugiego zawodu i pracują w niepełnym wymiarze czasu pracy. Jeżeli Twoje dziecko pracuje w ciągu roku więcej niż średnio 20 godzin tygodniowo, nie otrzymasz już zasiłku rodzinnego. Wyjątkiem jest zatrudnienie z wynagrodzeniem 450 euro (450-Euro-Job).
  • nie mogą rozpocząć nauki zawodu z powodu braku miejsca w placówce. Trzeba wtedy wykazać, że dziecko ubiega się o przyjęcie na naukę zawodu. Można to zrobić na przykład wtedy, gdy dziecko jest zarejestrowane w oddziale Federalnej Agencji Pracy (Agentur für Arbeit) lub lokalnym urzędzie zatrudnienia (Jobcenter) jako osoba poszukująca miejsca nauki zawodu.
  • są bezrobotne i zarejestrowane w oddziale Federalnej Agencji Pracy lub lokalnym urzędzie zatrudnienia jako osoby poszukujące pracy. Możliwość ta istnieje tylko do ukończenia 21 roku życia
  • odbywają służbę w ramach wolontariatu (Bundesfreiwilligendienst) lub inny podobny rodzaj służby.
  • znajdują się w fazie przejściowej pomiędzy dwoma etapami edukacji. Taka możliwość istnieje przez maksymalnie 4 miesiące.
  • z powodu niepełnosprawności nie są w stanie się samodzielnie utrzymać.

Koszty opieki są różne w zależności od gminy. To właśnie gminy pokrywają większość tych kosztów (niezależnie od tego, czy chodzi o placówkę miejską, prywatną, czy dziennego opiekuna). Rodzice opłacają zaś udział własny, wyliczany na podstawie dochodu rodziny. Przedszkola i żłobki prywatne są często droższe niż placówki miejskie.

W Niemczech istnieje wiele możliwości opieki nad dziećmi. Większość placówek opiekuńczych i wychowawczych jest prowadzona przez miasta bądź gminy, ale jest także dużo przedszkoli kościelnych i społecznych (zakładanych z inicjatywy grup rodziców). Pojawia się również coraz więcej ofert prywatnych.

W Niemczech funkcjonują następujące formy opieki:

dla grupy wiekowej do 3 lat:

  • dzienny opiekun,
  • żłobek,
  • żłobek/przedszkole ze wspólnymi grupami dla dzieci w różnym wieku,
  • inicjatywy rodziców (kluby malucha itp.)

od 3 lat do osiągnięcia wieku szkolnego:

  • przedszkole,
  • dzienny opiekun,

po osiągnięciu wieku szkolnego:

  • szkoły całodzienne,
  • świetlice (opieka po zajęciach szkolnych),
  • świetlice z pomocą w odrabianiu lekcji (opieka po zajęciach, najczęściej prywatne inicjatywy)

Podstawowy zasiłek wychowawczy wynosi od 65% do 100% dochodu netto przed narodzeniem dziecka i jest uzależniony od wysokości tego dochodu. Im niższy dochód, tym wyższy wymiar procentowy. Wysokość zasiłku to co najmniej 300 euro i maksymalnie 1800 euro miesięcznie. Ojcowie i matki mogą pobierać zasiłek przez maksymalnie 14 miesięcy i dowolnie dzielić ten okres pomiędzy siebie. Natomiast jeden rodzic może otrzymywać zasiłek przez okres co najmniej 2 i maksymalnie 12 miesięcy. Pełne 14 miesięcy można wykorzystać wtedy, gdy oboje rodzice sprawują opiekę nad dzieckiem i na skutek tego tracą część dochodu z pracy. Osoby samotnie wychowujące dziecko mogą ze względu na brak partnera pobierać zasiłek wychowawczy stanowiący uzupełnienie utraconego dochodu z pracy przez pełne 14 miesięcy.

Zasiłek wychowawczy plus (ElterngeldPlus) przysługuje w przypadku urodzenia dziecka po 1 lipca 2015 roku. Jest to rozwiązanie przewidziane dla rodziców, którzy w czasie pobierania zasiłku pracują na część etatu. Zasiłek wychowawczy plus zastępuje więc tę część dochodu, o którą zmniejsza się wynagrodzenie przy zatrudnieniu na niepełnym etacie i podobnie jak podstawowy zasiłek wychowawczy wynosi od 65% do 100% utraconego dochodu. Zasiłek wychowawczy plus może wynosić maksymalnie połowę wymiaru zasiłku podstawowego, który przysługiwałby rodzicowi nie uzyskującemu dochodu z pracy na część etatu (co najmniej 150 euro, a maksymalnie 900 euro miesięcznie). Ponadto zasiłek wychowawczy plus przysługuje za podwójny okres, czyli zamiast 1 miesiąca zasiłku podstawowego przysługują 2 miesiące zasiłku wychowawczego plus.

Bonus partnerski (Partnerschaftsbonus): jeżeli obydwoje rodziców pracuje równolegle na część etatu i w ciągu 4 kolejnych miesięcy wykonuje pracę w wymiarze średnio 25-30 godzin tygodniowo, to każdy rodzic otrzyma zasiłek wychowawczy plus za 4 dodatkowe miesiące (bonus partnerski).

Jeżeli jesteś zatrudniony w Niemczech jako pracownik, możesz skorzystać z urlopu wychowawczego na opiekę i wychowanie dziecka. Aby otrzymać urlop wychowawczy, musisz mieszkać z dzieckiem w jednym gospodarstwie domowym. Prawo do urlopu wychowawczego mają obydwoje rodzice, ale urlop dla każdego z nich jest rozpatrywany osobno. W czasie urlopu wychowawczego rodzice mogą pracować do 30 godzin tygodniowo (razem do 60 godzin tygodniowo).

Jeżeli Twoje dziecko urodziło się przed 1 lipca 2015, możesz wziąć 12 miesięcy urlopu wychowawczego. Możesz też przenieść urlop na okres pomiędzy 3 rokiem życia, a ukończeniem 8 roku życia dziecka, o ile Twój pracodawca wyrazi na to zgodę. Urlop wychowawczy można wziąć w 2 częściach.

Na dzieci urodzone po 1 lipca 2015 przysługują 24 miesiące urlopu wychowawczego. Także w tym przypadku urlop możesz wziąć pomiędzy 3 rokiem życia, a ukończeniem 8 roku życia dziecka. Z urlopu wychowawczego możesz skorzystać w 3 częściach. Pracodawca może nie wyrazić zgody tylko na trzecią część tego urlopu w sytuacji, gdy w zakładzie pracy wystąpią ku temu ważne powody, a Twoje dziecko będzie mieć więcej niż 3 lata.

Wynagrodzenie dla matek, które nie mogą wykonywać pracy otrzymasz, jeżeli

  • przestaniesz pracować przed rozpoczęciem okresu ochrony macierzyństwa,
  • nie będziesz mogła podjąć pracy po zakończeniu tego okresu,
  • Twój pracodawca przydzieli Ci inną, gorzej płatną pracę.

Nie musisz obawiać się pogorszenia sytuacji finansowej. Zachowasz co najmniej swoje średnie wynagrodzenie z ostatnich 13 tygodni lub ostatnich 3 miesięcy przed zajściem w ciążę (Mutterschutzlohn). Wynagrodzenie to podlega opodatkowaniu, a także muszą być od niego odprowadzone obowiązkowe składki na ubezpieczenie społeczne.

Zasiłek macierzyński służy zabezpieczeniu dochodu przyszłej lub młodej matki w okresie, w którym ze względu na ustawową ochronę macierzyństwa nie może ona podejmować pracy. Zasiłek macierzyński jest wypłacany przez państwowe kasy ubezpieczenia zdrowotnego w okresie ochrony macierzyństwa – zarówno przed porodem, jak i po nim, a także za sam dzień porodu. Zasiłek macierzyński otrzymują tylko kobiety, które należą do państwowych kas ubezpieczenia zdrowotnego i jednocześnie mają prawo do zasiłku chorobowego.

Wysokość zasiłku macierzyńskiego zależy od średniego wynagrodzenia netto z ostatnich rozliczonych 3 miesięcy kalendarzowych lub 13 tygodni i może wynosić maksymalnie 13 euro za każdy dzień. Aby otrzymać zasiłek macierzyński, musisz przedłożyć w kasie ubezpieczenia zdrowotnego zaświadczenie od lekarza lub od położnej o przewidywanym terminie porodu.

Pracownice nienależące do państwowej kasy ubezpieczenia zdrowotnego (np. posiadające prywatne ubezpieczenie zdrowotne lub kobiety objęte ustawowym ubezpieczeniem zdrowotnym jako członkowie rodziny) mogą otrzymać zasiłek macierzyński w łącznej wysokości 210 euro. Wypłatę zasiłku realizuje wydział ds. zasiłku macierzyńskiego w Federalnym Urzędzie Ubezpieczeń (Bundesversicherungsamt).

Jeśli wynagrodzenie netto za 1 dzień pracy przekracza 13 euro, pracodawca wypłaca kwotę różnicy w formie tzw. dodatku pracodawcy do zasiłku macierzyńskiego (Arbeitgeberzuschuss).

Właściwość ustala się według poniższych reguł pierwszeństwa przy zbiegu świadczeń:

  • zasadniczo właściwy jest kraj, w którym wykonywana jest praca – najemna bądź w ramach samozatrudnienia – albo pobierana emerytura/renta.
  • Jeżeli z tytułu wykonywania pracy najemnej lub w ramach samozatrudnienia masz w obu krajach uprawnienia do świadczeń rodzinnych, właściwy jest kraj zamieszkania Twojego dziecka. Jeżeli dziecko nie mieszka w żadnym z tych obu krajów, tylko w innym kraju UE, właściwy jest kraj, w którym świadczenia są wyższe.
  • Jeżeli Twoje uprawnienia w obu krajach wynikają z pobierania emerytury/renty, właściwy jest kraj zamieszkania dziecka. Gdy Twoje dziecko mieszka w innym kraju UE, właściwy jest kraj, w którym byłeś najdłużej ubezpieczony lub najdłużej mieszkałeś.
  • Jeżeli rodzice nie pracują ani nie pobierają emerytury/renty, uprawnienie do zasiłku rodzinnego na dziecko może obowiązywać tylko w kraju zamieszkania dziecka.

Przykłady

  • Rodzina Petersów mieszka w Niemczech. Pan Peters pracuje w Holandii i codziennie dojeżdża do pracy, a pani Peters prowadzi dom. W związku z miejscem zamieszkania w Niemczech rodzinie przysługuje tu zasiłek rodzinny na dziecko. Równolegle – w związku z pracą pana Petersa w Holandii – rodzinie przysługuje także holenderskie świadczenie na dziecko.
    Reguły pierwszeństwa stanowią, że krajem właściwym jest w pierwszej kolejności Holandia, ponieważ holenderskie uprawnienie wynika z faktu wykonywania tam pracy. Ponieważ jednak zasiłek rodzinny jest w Niemczech wyższy niż w Holandii, oprócz świadczenia holenderskiego rodzina otrzyma także kwotę różnicy między holenderskim i niemieckim zasiłkiem.
  • Pani Meyer pracuje w Niemczech. Pan Meyer mieszka z ich wspólną córką na Słowacji i pobiera tam rentę. z tego tytułu ma uprawnienia do słowackiego zasiłku rodzinnego na dziecko. Pani Meyer ma uprawnienia do takiego zasiłku w Niemczech ze względu na wykonywaną tam pracę. Niemcy są pierwszym krajem właściwym, ponieważ uprawnienia niemieckie wynikają z pracy, a słowackie z renty. Rodzina otrzymuje świadczenie niemieckie. Ponieważ słowackie świadczenie na dziecko jest niższe niż niemieckie, na Słowacji nie są wypłacane żadne dodatkowe świadczenia.

Dodatkowe informacje znajdziesz w informatorze nt. świadczeń na dzieci w przypadkach występowania uprawnień transgranicznych (brak wersji PL), wydanym przez Federalną Agencję Pracy. Na ostatniej stronie publikacji są wymienione instytucje odpowiedzialne za świadczenia rodzinne w poszczególnych państwach UE. To w tych instytucjach możesz złożyć wniosek o przyznanie zasiłku rodzinnego na dziecko.

  • Wniosek o zasiłek rodzinny może złożyć tylko ten rodzic, z którym dziecko mieszka.
  • Wniosek należy złożyć na piśmie w Kasie Świadczeń Rodzinnych (Familienkasse). Kasa nie wysyła potwierdzenia przyjęcia wniosku, dlatego najlepiej wysłać wniosek listem poleconym za potwierdzeniem odbioru. Informacje na temat stanu postępowania można uzyskać telefonicznie w Kasie Świadczeń Rodzinnych.
  • Załatwianie wniosku o świadczenie rodzinne może potrwać kilka miesięcy. Gdy Kasa Świadczeń Rodzinnych rozpatrzy Twój wniosek, otrzymasz decyzję lub zostaniesz wezwany do uzupełnienia brakujących dokumentów. Powinieneś to zrobić niezwłocznie, by uniknąć dalszego przedłużenia postępowania.
  • Zasiłek rodzinny możesz otrzymać wstecznie za ostatnie 4 lata przed złożeniem wniosku.
  • W trakcie całej procedury rozpatrywania wniosku masz obowiązek bez wezwania informować Kasę Świadczeń Rodzinnych o zmianach dotyczących Twojej osobistej sytuacji, w szczególności o zmianie adresu, konta bankowego lub pracodawcy. Niedopełnienie tego obowiązku prowadzi do opóźnień w postępowaniu i może nawet spowodować odrzucenie wniosku.
  • Jeżeli w sprawie zasiłku rodzinnego zostanie wydana decyzja odmowna, to po wygaśnięciu terminu na złożenie zażalenia, to znaczy po upływie 1 miesiąca od otrzymania przez Ciebie decyzji, stanie się ona prawomocna. Nie będziesz wtedy już mógł otrzymać zasiłku rodzinnego za objęty decyzją okres i to niezależnie od tego, czy odrzucenie wniosku było zgodne z prawem, czy nie.

Więcej informacji znajdziesz w broszurze Federalnej Agencji Pracy na temat zasiłku rodzinnego w przypadkach dotyczących spraw transgranicznych (brak wersji PL).

Wie viel Mutter­schafts­geld bekomme ich gezahlt?

Ich bin Arbeitnehmerin.

Als Beschäftigte erhalten Sie täglich bis zu 13 Euro von der TK. Die Differenz zu Ihrem Nettogehalt stockt Ihr Arbeitgeber auf.

Ich bin noch in Elternzeit und erneut schwanger.

Sie erhalten bis zu 13 Euro täglich von uns. Ihr Arbeitgeber leistet in diesem Fall aber keinen Zuschuss zum Nettogehalt, außer Sie beenden Ihre Elternzeit vorzeitig. Falls Sie hier weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Elterngeldstelle.

Ich bin selbstständig.

Wir zahlen Ihnen Mutterschaftsgeld, wenn Sie zum Beginn der Schutzfrist Anspruch auf Krankengeld haben. Sie erhalten 70 Prozent Ihres beitragspflichtigen Arbeitseinkommens, bekommen also Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes.

Ich habe zwei Arbeitgeber.

Auch hier erhalten Sie höchstens 13 Euro täglich von uns. Ihre Arbeitgeber zahlen anteilig die Differenz zu Ihren jeweiligen Nettogehältern. Wenn einer der Jobs nicht sozialversicherungspflichtig ist, zum Beispiel ein Minijob, teilen Sie uns bitte telefonisch die Anschrift des Arbeitgebers mit. Sie erreichen unser Servicezentrum unter der Telefonnummer 0800 – 285 85 85 gebührenfrei 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr.

Ich beziehe Arbeitslosengeld.

Wenn Sie Arbeitslosengeld I erhalten, entspricht das Mutterschaftsgeld der Höhe Ihres Arbeitslosengeldes. Wenn Sie nebenbei in einem Minijob arbeiten, erhalten Sie auch daraus Mutterschaftsgeld von der TK bis höchstens 13 Euro täglich. Teilen Sie uns in diesem Fall bitte telefonisch die Anschrift des Arbeitgebers mit. Sie erreichen unser Servicezentrum unter der Telefonnummer 0800 – 285 85 85 gebührenfrei 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, es sei denn, Sie arbeiten nebenbei. Dann erhalten Sie unseren Zuschuss bis höchstens 13 Euro am Tag aus der Beschäftigung. Ihr Arbeitgeber stockt die Differenz zum Nettogehalt auf. Bitten rufen Sie unser Servicezentrum an und teilen Sie uns die Kontaktdaten Ihres Arbeitgebers mit..

Ich studiere und arbeite nebenbei.

Auch Sie können unter Umständen Mutterschaftsgeld erhalten. Hier übernehmen wir bis zu 13 Euro täglich, die Differenz zu Ihrem Nettogehalt stockt Ihr Arbeitgeber auf. Teilen Sie uns in diesem Fall bitte telefonisch die Anschrift des Arbeitgebers mit.

Unter welchen Voraussetzungen Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben, lesen Sie in der Frage „Wer erhält Mutterschaftsgeld?“ .

In Deutschland sind Arbeitnehmerinnen während einer Schwangerschaft und auch eine gewisse Zeit nach der Entbindung besonders geschützt. Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt eines Kindes befinden sie sich im sogenannten Mutterschutz, der sicherstellen soll, dass beispielsweise Gefährdungen der Gesundheit am Arbeitsplatz vermieden werden. Hinzu kommt ein spezieller Kündigungsschutz.

Wie viel bekommt man genau? Das Mutterschaftsgeld kann variieren.

Berechnen Sie hier kostenlos Ihr Mutterschaftsgeld!

Damit Arbeitnehmerinnen in dieser Zeit auch finanziell abgesichert sind, erhalten sie anstelle ihres eigentlichen Gehalts in der Regel das sogenannte Mutterschaftsgeld. Die Vorschriften dazu regelt § 19 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG). Aber wie hoch fällt diese Zahlung aus? Ist beim Mutterschaftsgeld die gleiche Höhe zu erwarten wie beim ursprünglichen Einkommen?

Kurz & knapp: Mutterschaftsgeld – In welcher Höhe wird es gezahlt?

Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?

Wie hoch das Mutterschaftsgeld ausfällt, ist davon abhängig, wer die Zahlung aufgrund der vorliegenden Art der Krankenversicherung übernimmt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wie viel zahlt die Krankenkasse, wie viel das Bundesversicherungsamt?

Von der Krankenkasse wird Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 13 Euro pro Kalendertag gezahlt. Vom Bundesversicherungsamt ist eine einmalige Zahlung von bis zu 210 Euro möglich.

Wie hoch ist der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld?

Sollte Ihnen ein Zuschuss zum Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber zustehen, muss dieser die Differenz zu Ihrem eigentlichen Gehalt bilden.

In unserem Ratgeber erfahren Sie, in welcher Höhe sich das Mutterschaftsgeld bewegt, von welchen Faktoren das Ganze abhängig ist und wie sich beim Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld die Höhe zusammensetzt.

Inhalt

Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?

Mutterschaftsgeld: Mit wie viel Prozent Ihres Bruttoeinkommens können Sie rechnen?

Faktoren, die das Mutterschaftsgeld in seiner Höhe beeinflussen, sind unter anderem die Art der Beschäftigung sowie die der Krankenversicherung. Daraus lässt sich schließlich ableiten, wer das Mutterschaftsgeld zahlt. Folgende Optionen sind dabei möglich:

  • Sind Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert oder freiwillig gesetzlich versichert, erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 13 Euro pro Kalendertag.
  • Verfügen Sie über eine Familienversicherung, übernimmt die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes die Zahlung. Das Gleiche gilt, wenn Sie privat versichert sind. Doch wie hoch ist das Mutterschaftsgeld hier anzusetzen? In den genannten Fällen steht Ihnen eine einmalige Zahlung von bis zu 210 Euro zu.
  • Wenn Sie selbstständig sind und eine freiwillige gesetzliche Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld abgeschlossen haben, wird Ihnen dieses und kein Mutterschaftsgeld gezahlt. Die Höhe des Krankengeldes liegt in der Regel bei 70 Prozent Ihres Bruttoeinkommens.

Hinzu kommt normalerweise noch ein Zuschuss vom Arbeitgeber, damit Sie auch im Mutterschutz in etwa auf Ihr eigentliches Gehalt kommen. Sind Sie allerdings selbstständig, befinden sich noch in der Elternzeit und sind erneut schwanger oder sind familienversichert ohne Beschäftigung, erhalten Sie keinen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Wie die Höhe dieses Zuschusses sich zusammensetzt, klären wir im Folgenden.

Mutterschaftsgeld: Wie hoch fällt der Zuschuss aus?

Wie viel ist beim Mutterschaftsgeld als Zuschuss zu erwarten?

Sobald das kalendertägliche Nettoentgelt, was Sie in den letzten drei Monaten vor dem Mutterschutz verdient haben, über einem Wert von 13 Euro liegt (also bei mehr als 390 Euro im Monat), muss Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen. Wie viel dabei letztendlich herumkommt, ist unterschiedlich.

Fest steht jedoch: Es muss sich dabei um die Differenz zu Ihrem eigentlichen Gehalt handeln.

Ihr Chef ist dementsprechend dazu verpflichtet, das Mutterschaftsgeld in seiner Höhe aufzustocken, damit Ihnen in dieser besonderen Zeit keine finanziellen Nachteile entstehen.(44 Bewertungen, Durchschnitt: 4,52 von 5)
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Mutterschaftsgeld 2020 berechnen

Grundsätzliches

Der Mutterschaftsgeld-Rechner ermittelt für verschiedene Berufsgruppen und anhand des Krankenversicherungs-Status, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht. Im Ergebnis erhalten Sie detaillierte Informationen darüber, wie sich das Mutterschaftsgeld zusammensetzt und von wem Sie es erhalten. Es werden auch Beschäftigungsarten berücksichtigt, für die zwar kein Mutterschaftsgeld, dafür aber beispielsweise die Fortzahlung der bisherigen Bezüge vorgesehen ist.

Schnell-Übersicht

Anspruchsbezieher Anspruchshöhe Zuständig
Arbeitnehmerinnen in der GKV Bis 13 Euro täglich und Arbeitgeberzuschuss Krankenkasse und Arbeitgeber
Arbeitnehmerinnen in der PKV Einmalig bis 210 Euro und Arbeitgeberzuschuss Bundes­versicherungsamt und Arbeitgeber
Arbeitnehmerinnen, familienversichert Einmalig bis 210 Euro und Arbeitgeberzuschuss Bundes­versicherungsamt und Arbeitgeber
Geringfügig Beschäftigte in der GKV Bis 13 Euro täglich und Arbeitgeberzuschuss Krankenkasse und Arbeitgeber
Geringfügig Beschäftigte in der PKV Einmalig bis 210 Euro und Arbeitgeberzuschuss Bundes­versicherungsamt und Arbeitgeber
Geringfügig Beschäftigte, familienversichert Einmalig bis 210 Euro und Arbeitgeberzuschuss Bundes­versicherungsamt und Arbeitgeber
Selbstständige, freiwillig in GKV mit Krankengeld Mutterschaftsgeld wie Krankengeld, also 70 Prozent vom Netto Krankenkasse
Selbstständige, freiwillig in GKV ohne Krankengeld Kein Mutterschaftsgeld
Selbstständige PKV Kein Mutterschaftsgeld
Selbstständige, familienversichert Kein Mutterschaftsgeld
Beamtinnen/Soldatinnen Kein Mutterschaftsgeld, aber Fortzahlung Bezüge Dienstherr
ALG I-Empfängerinnen Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitlosengeldes Krankenkasse
ALG II-Empfängerinnen Kein Mutterschaftsgeld, aber Fortzahlung Arbeitslosengeld (ab 13. Woche 17 Prozent Mehrbedarf) Agentur für Arbeit (Jobcenter)
Hausfrau Kein Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld für Arbeitnehmerinnen

Mutterschaftsgeld für gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmerinnen

Als gesetzlich versicherte Arbeitnehmerin erhält man während der Mutterschutzfristen je Kalendertag ein Dreißigstel des bisherigen täglichen Nettolohns der letzten drei Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist. Die Schutzfristen beginnen sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und enden acht Wochen (bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen) nach der Geburt. Das Mutterschaftsgeld wird anteilig mit 13 Euro je Kalendertag durch die Krankenkasse geleistet. Die restlichen Nettobezüge zahlt der Arbeitgeber als Arbeitgeberzuschuss.

Übrigens wird dem Arbeitgeber dieser Zuschuss im Rahmen des sogenannten U2-Umlageverfahrens von der Krankenkasse erstattet. Das U2-Verfahren entspricht einer Art „Pflichtversicherung“ des Arbeitgebers, um die finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz aufzufangen. Monatlich muss der Arbeitgeber hierzu für jeden Beschäftigten einen vom Gehalt abhängigen Beitrag – die Umlage U2 – an die Krankenkassen zahlen.

Mutterschaftsgeld für privat krankenversicherte Arbeitnehmerinnen

Für den Zeitraum der Mutterschutzfristen erhält man als privat versicherte Arbeitnehmerin einmalig 210 Euro Mutterschaftsgeld vom Bundes­versicherungsamt (BVA). Dies ist weniger als das Mutterschutzgeld von täglich bis zu 13 Euro, wie es gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen durch ihre Krankenkasse erhalten. Der Arbeitgeberzuschuss ist jedoch genauso hoch, wie bei den gesetzlich Versicherten. Er beträgt die Differenz zwischen deren täglich durch die Krankenkasse erstatteten 13 Euro und dem bisherigen täglichen Netto.

Mutterschaftsgeld für familienversicherte Arbeitnehmerinnen

Genau wie als privat versicherte Arbeitnehmerin erhält man einmalig 210 Euro Mutterschaftsgeld vom Bundes­versicherungsamt (BVA), was wiederum weniger als das Mutterschutzgeld von täglich bis zu 13 Euro ist, wie es gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen durch ihre Krankenkasse erhalten. Aber auch der Arbeitgeberzuschuss ist immerhin genauso hoch, wie bei den gesetzlich Versicherten, denn auch hier beträgt er die Differenz zwischen deren täglich durch die Krankenkasse erstatteten 13 Euro und dem bisherigen täglichen Netto.

Netto-Lücke von rund 330 Euro für privat und familienversicherte Arbeitnehmerinnen

Aufgrund der Einmalzahlung von 210 Euro statt der täglichen 13 Euro bei gesetzlich Versicherten entsteht für privat und familienversicherte Arbeitnehmerinnen unterm Strich eine Lücke zum vorherigen Netto, wie folgendes Beispiel bei einem angenommenen Monats-Netto von 2.000 Euro verdeutlicht: Findet die Entbindung genau am errechneten Termin statt, so erhält man – außer bei einer Mehrlingsgeburt – exakt für 99 Tage (6&nbvsp;+ 8 Wochen zzgl. dem Entbindungstag) Mutterschaftsgeld. DerBetrag von einmalig 210 Euro beträgt bei 99 Tagen täglich 2,12 Euro. Zusammen mit dem Zuschuss des Arbeitgebers von je 53,67 Euro erhält man somit ein tägliches Mutterschaftsgeld von 55,79 Euro. Damit ergibt sich gegenüber dem täglichen Netto von 2.000/30=66,67 Euro eine Lücke in Höhe von 10,88 Euro. Monatlich sind dies 326,40 Euro.

Mutterschaftsgeld für geringfügig Beschäftigte (Minijobber)

Für geringfügig Beschäftigte werdende Mütter gelten die gleichen Regelungen, wie für die gerade genannten Arbeitnehmerinnen. Auch in diesem Fall erhalten gesetzlich versicherte Minijobber ein Mutterschaftsgeld von täglich bis zu 13 Euro plus Arbeitgeberzuschuss und privat bzw. familienversicherten Minijobbern stehen einmalig 210 Euro zuzüglich Arbeitgeberzuschuss. Auch bei bei letztgenannten ergibt sich wieder eine monatliche Lücke aufgrund der Einmalzahlung statt der täglichen bis zu 13 Euro.

Mutterschaftsgeld für Selbsständige

Mutterschaftsgeld für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbsständige

Als freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige mit Anspruch auf Krankengeld erhält man Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Somit werden 70 Prozent des Einkommens gezahlt, welches vor Beginn der Mutterschutzfrist für die Berechnung der Beiträge zugrunde lag. Gesetzlich krankenversicherte Selbstständige haben einen Anspruch auf Krankengeld, wenn sie statt des für sie möglichen ermäßigten Beitragssatzes den normalen Beitragssatz bezahlen. Sie erhalten dann, wie Arbeitnehmer auch, nach der sechsten Krankheitswoche Krankengeld. Dazu muss man als Selbsständiger gegenüber seiner Kasse eine formlose, schriftliche Wahlerklärung abgeben. An diese Entscheidung ist man drei Jahre gebunden. Als freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige ohne Anspruch auf Krankengeld hat man hingegen keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld für privat krankenversicherte Selbsständige

Als privat versicherte Selbstständige erhält man kein Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld für über die Familie krankenversicherte Selbsständige

Als familienversicherte Selbstständige erhält man kein Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld für Beamtinnen

Als Beamtin erhält man während der Mutterschutzfristen die normalen Dienst- und Anwärterbezüge. Da auf diese Weise kein Verdienstausfall entsteht, besteht bei Beamtinnen, unabhängig vom Versicherungs­verhältnis, auch kein gesonderter Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld für Soldatinnen

Als Soldatin erhält man während der Mutterschutzfristen die normalen Dienstbezüge. Da auch hier, wie bei Beamtinnen kein Verdienstausfall entsteht, besteht auch bei Soldatinnen, unabhängig vom Versicherungs­verhältnis, kein gesonderter Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld für ALG I-Empfängerinnnen

Als Empfängerin von ALG I erhält man Mutterschaftsgeld in Höhe der monatlichen Arbeitslosengeld­zahlungen von der Krankenkasse. Finanziell ändert sich also nichts. Nur der Ansprechpartner ist ein anderer, denn statt vom Arbeitsamt empfängt man nun die Zahlungen durch die Krankenkasse.

Mutterschaftsgeld für ALG II-Empfängerinnnen

Als Empfängerin von ALG II werden weiterhin die Arbeitslosengeld­zahlungen durch die Agentur für Arbeit geleistet. Tipp: ALG II-Empfänger können zusätzlich ab der 13. Schwangerschaftswoche Mehrbedarf wegen Schwangerschaft in Höhe von 17 Prozent des Regelsatzes bei der Agentur für Arbeit anmelden. Ebenso ist die Beantragung weiterer Einzelleistungen – zum Beispiel für die Babyerstausstattung – möglich.

Mutterschaftsgeld für Hausfrauen

Für Hausfrauen gibt es kein Mutterschaftsgeld. Da kein Einkommen bezogen wird, kann es auch keinen Ersatz dafür während der Mutterschutzfristen geben.

Haben Sie weitere Fragen? Dann lesen Sie hier die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Mutterschaftsgeld: Symbol Play Die 10 wichtigsten Fragen zu Mutterschaftsgeld

Weitere Online-Rechner

Mutterschutz-Rechner, Fristenkalender Lohnfortzahlung, Gesetzliche Empfängniszeit berechnen, Kindergeld-Rechner, Geburtsterminrechner, Beitrag Krankenversicherung 2020, Verletztengeld 2020, ICD-Code entschlüsseln

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt „Mutterschaftsgeld“ verwendet:

  • Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – § 24i Mutterschaftsgeld – (Juris und Bundesministerium der Justiz)
  • Mutterschaftsgeld (Wikipedia)

Letzte Aktualisierung am 01.11.2019

Die Seiten der Themenwelt „Mutterschaftsgeld“ wurden zuletzt am 01.11.2019 redaktionell überprüft durch Stefan Banse. Sie entsprechen alle dem aktuellen Stand.

Vorherige Änderungen am 02.11.2018

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Mutterschaftsgeld: Das bekommen Sie vor und nach der Geburt

Während des Mutterschutzes stehen schwangere Frauen und Frauen kurz nach der Entbindung unter dem besonderen Schutz des Gesetzgebers. Dazu zählt nicht nur der – umgangssprachlich so bezeichnete – Mutterschaftsurlaub, sondern auch das Mutterschaftsgeld. Mit dieser Leistung soll sichergestellt werden, dass Arbeitnehmerinnen während der gesetzlichen Mutterschutzfristen finanziell keinen Nachteil erfahren. Und nicht nur Arbeitnehmerinnen können in den Genuss von Mutterschaftsgeld kommen…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Mutterschaftsgeld: Wer hat Anspruch?

Dem Mutterschutzgesetz ist es zu verdanken, dass es einen besseren Schutz für schwangere, entbundene und stillende Frauen gibt. Damit einher ging ein Kündigungsschutz und das Recht, sechs Wochen vor der Entbindung der Arbeit fernzubleiben.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben diejenigen berufstätigen Frauen, die freiwillig oder pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse (GVK) sind und Anspruch auf Krankengeld haben.

Anspruch haben damit…

  • Voll- oder Teilzeitbeschäftigte
  • befristet Beschäftigte
  • kurzfristig Beschäftigte
  • Studentinnen mit Nebenjob
  • Arbeitnehmerinnen, die einen Minijob ausüben
  • freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige mit Anspruch auf Krankengeld
  • Arbeitslose Frauen, die Arbeitslosengeld I beziehen
  • Arbeitnehmerinnen in Elternzeit,
  • bei denen mindestens eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:

  • sie befinden sich in einem Arbeitsverhältnis
  • sie wurden während der Schwangerschaft zulässig gekündigt
  • sie sind eigenständiges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse und haben Anspruch auf Krankengeld
  • sie werden ein Arbeitsverhältnis nach dem Beginn der Schutzfrist aufnehmen.

Viele freiberufliche Künstlerinnen und Publizistinnen sind über die Künstlersozialkasse (KSK) in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie fallen ebenfalls unter das Mutterschutzgesetz. Den Antrag auf Mutterschaftsgeld stellen sie nicht bei der KSK, sondern direkt bei ihrer Krankenkasse.

Werdenden Müttern steht während der Schutzfristen, also sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung sowie am Entbindungstag Mutterschaftsgeld zu. Das Mutterschaftsgeld wird von acht auf zwölf Wochen ab dem Entbindungstag verlängert, wenn es eine Mehrlings- oder Frühgeburt gibt.

Kommt ein Kind mit Behinderung zur Welt, die in den ersten acht Wochen nach der Geburt ärztlich festgestellt wird, verlängert sich die Zahlung des Mutterschaftsgeldes ebenfalls um vier Wochen. Frühgeburten haben keinen Einfluss auf das Mutterschaftsgeld, bei einer Geburt vor dem errechneten Termin wird es entsprechend länger gezahlt.

Mutterschaftsgeld berechnen: So viel Geld erhalten Sie

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes hängt vom durchschnittlichen Nettogehalt der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist ab. Pro Kalendertag erhalten Sie von der gesetzlichen Krankenkasse höchstens 13 Euro Mutterschaftsgeld.

Sie bekommen zusätzlich vom Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, wenn das durchschnittliche Nettoarbeitsentgelt 13 Euro pro Kalendertag überschreitet, Sie also über 390 Euro netto im Monat verdienen.

Eine Beispielrechnung: Eine Arbeitnehmerin, die in der Lohnsteuerklasse V besteuert wird, erhält ein regelmäßiges Bruttogehalt von 2.300 Euro. Netto bleiben ihr am Ende des Monats 1.266,21 Euro.

Im nächsten Schritt wird der Lohn auf die Kalendertage umgerechnet. Bei drei Monaten ergibt sich dabei:

1.266,21 Euro x 3 = 3798,63 Euro

Diese Summe wird nun durch 90 geteilt, womit sich der Betrag für den einzelnen Kalendertag ergibt:

3798,63 Euro / 90 = 42,20 Euro.

Von dem Betrag, der der Schwangeren pro Kalendertag zusteht, werden nun 13 Euro abgezogen (die Leistung der Krankenkasse). Bleiben 29,20 Euro übrig, die der Arbeitgeber beisteuern muss.

Liegt das durchschnittliche Nettogehalt einer Arbeitnehmerin unter den 390 Euro im Monat, so erhält sie Mutterschaftsgeld ausschließlich von der gesetzlichen Krankenkasse.

Etwas anders gestaltet sich die Lage bei arbeitslosen oder privat versicherten Müttern. Arbeitslose Mütter erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes, gezahlt von der Krankenkasse.

Selbständig arbeitende Frauen erhalten kein Mutterschaftsgeld, können aber mit ihrer privaten Krankenkasse eine Krankentagegeldversicherung abschließen. Wer einen solchen Vertrag abgeschlossen hat, erhält seit Februar 2017 im Mutterschutz Krankentagegeld. Die Höhe ist in diesem Fall abhängig von dem individuellen Vertrag.

Wer privat versichert und in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt ist, erhält kein Mutterschaftsgeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings wird der Arbeitgeberzuschuss so berechnet, als ob sie gesetzlich versichert wären. Sie erhalten vom Arbeitgeber Ihr Nettogehalt abzüglich der 13 Euro pro Arbeitstag, die durch die gesetzliche Krankenkasse gezahlt würden.

Antrag auf Mutterschaftsgeld: So geht’s

Um in den Genuss der Lohnersatzzahlung zu kommen, müssen Schwangere einen Antrag auf Mutterschaftsgeld stellen. Damit alles reibungslos verläuft und Sie finanziell abgesichert sind, wenn Sie zuhause bleiben, sollten Sie sich frühzeitig um die notwendigen Unterlagen kümmern.

Frauen, die gesetzlich krankenversichert sind, beantragen das Mutterschaftsgeld bei ihrer Krankenkasse. Erforderlich ist dafür eine ärztliche Bescheinigung mit dem voraussichtlichen Geburtstermin. Die wird von der zuständigen Ärztin oder Hebamme in zweifacher Ausfertigung, je einer für Ihre Krankenkasse und Ihren Arbeitgeber, ausgestellt.

Der Durchschlag für die Krankenkasse gilt als Antrag auf Mutterschaftsgeld und muss mit Ihren persönlichen Daten wie Kontoverbindung versehen und unterschrieben an die Krankenkasse geschickt werden. Diese setzt sich mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung, um das Gehalt der vergangenen Monate in Erfahrung zu bringen.

Bis zu sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin können Sie den Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen, Ihre Ärztin stellt die notwendige Bescheinigung erst eine Woche vor Beginn der Schutzfrist aus. Idealerweise schicken Sie den Antrag noch vor dem Geburtstermin zu Ihrer Krankenkasse, damit Sie pünktlich das Mutterschaftsgeld überwiesen bekommen.

Die zweite Ausfertigung der ärztlichen Bescheinigung reichen Sie bei Ihrem Arbeitgeber ein. Sie stellen damit sicher, dass Sie den Arbeitgeberzuschuss erhalten.

Damit das Mutterschaftsgeld auch in den acht Wochen nach der Geburt gezahlt wird, müssen Sie die Geburtsurkunde Ihres Kindes bei der Krankenkasse einreichen.

Die Zusammenfassung:

  • Bitten Sie Ihren Arzt darum, Ihnen eine Bescheinigung (mit Durchschlag) über den voraussichtlichen Entbindungstermin zu geben.
  • Auf dem Antrag für die Krankenkasse ergänzen Sie
    • Ihre Kontodaten
    • Angaben zu Ihrem Beschäftigungsverhältnis
    • die Adresse Ihres Arbeitgebers

    bevor Sie diesen bei der Krankenkasse einreichen.

  • Die zweite Bescheinigung ist für den Arbeitgeber. Damit können Sie den Arbeitgeberzuschuss beantragen.
  • Schwangere und/oder Mütter, die nur Anspruch auf Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt (geringfügig beschäftigt oder privat versichert) haben, beantragen die Leistungen direkt dort.

Kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld

Wer übrigens seine Mutterschutzfrist nicht in Anspruch nimmt, sondern normal weiterarbeitet, erhält kein Mutterschaftsgeld. Stattdessen wird das reguläre Gehalt weitergezahlt. Ebenfalls ruht der Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn Sie lediglich stundenweise weiterarbeiten.

Das Mutterschutzgesetz richtet sich an Arbeitnehmerinnen. Selbständig arbeitende Frauen fallen daher nicht unter das Gesetz und die dortigen Schutzregelungen, können aber Mutterschaftsgeld im Rahmen einer Zusatzversicherung erhalten.

Studentinnen ohne Nebenjob haben in der Regel keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Ebenso schwangere Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II beziehen. Für diesen Personenkreis gibt es aber eine Ausnahme: Sie können ab der 13. Schwangerschaftswoche einen Mehrbedarf geltend machten, der aktuell bei 17 Prozent des Regelsatzes liegt.

Überblick: Bekomme ich Mutterschaftsgeld?

Die einzelnen Bestimmungen, wer unter welchen Bedingungen Mutterschaftsgeld beantragen kann, können ganz schön verwirrend sein. Zur besseren Übersicht haben wir die verschiedenen Fälle inklusive Höhe des Mutterschaftsgeldes sowie korrektem Ansprechpartner hier aufgeführt:

Arbeitnehmerinnen (GKV)

Arbeitnehmerinnen, Auszubildende und geringfügig Beschäftigte in der gesetzlichen Krankenkasse erhalten bis zu 13 Euro täglich und Arbeitgeberzuschuss. Adressaten sind die Krankenkasse und der Arbeitgeber.

Arbeitnehmerinnen (PKV)

Wer privat versichert ist, erhält eine einmalige Zahlung bis zu 210 Euro und den Arbeitgeberzuschuss. Ansprechpartner sind das Bundes­versicherungsamt und der Arbeitgeber.

Arbeitnehmerinnen (familienversichert)

Schwangere, die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen und familienversichert sind, erhalten eine einmalige Zahlung bis zu 210 Euro und den Arbeitgeberzuschuss. Ansprechpartner sind das Bundesversicherungsamt und der Arbeitgeber.

Beamtinnen/Soldatinnen

Mit Beginn der Schwangerschaft besteht der Mutterschutz. Schwangere Beamtinnen oder Soldatinnen erhalten zwar kein Mutterschaftsgeld, aber die volle Fortzahlung ihrer Bezüge und Zulagen. Ansprechpartner ist der Dienstherr.

Empfängerinnen von ALG I

Wer arbeitslos ist, erhält Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Ansprechpartner ist die Krankenkasse.

Empfängerinnen von ALG II

Wer ALG II (auch als Hartz 4 bekannt) bezieht, erhält kein Mutterschaftsgeld, auch keine Einmalzahlung. Sie haben jedoch Anspruch auf Fortzahlung von ALG II. Ab der 13. Woche können Sie 17 Prozent Mehrbedarf anmelden. Ansprechpartner ist das Jobcenter.

Geringfügig Beschäftigte (GKV)

Geringfügig Beschäftigte in der gesetzlichen Krankenkasse erhalten bis zu 13 Euro täglich und den Arbeitgeberzuschuss. Ansprechpartner sind die Krankenkasse und der Arbeitgeber.

Geringfügig Beschäftigte (PKV)

Wer privat versichert und geringfügig beschäftigt ist, erhält eine einmalige Zahlung bis zu 210 Euro und den Arbeitgeberzuschuss. Ansprechpartner sind das Bundesversicherungsamt und der Arbeitgeber.

Geringfügig Beschäftigte (familienversichert)

Wer über seinen Partner familienversichert ist, erhält eine einmalige Zahlung bis zu 210 Euro und den Arbeitgeberzuschuss. Ansprechpartner sind das Bundes­versicherungsamt und der Arbeitgeber.

Hausfrauen

Sofern schwangere Hausfrauen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, erhalten sie kein Mutterschaftsgeld.

Selbstständige (freiwillig in GKV mit Krankengeld)

Privat versicherte Selbständige, die Krankengeld erhalten, bekommen Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes, also 70 Prozent vom Nettogehalt. Ansprechpartner ist die Krankenkasse.

Selbstständige (freiwillig in GKV ohne Krankengeld)

Wer selbständig ist und je nach gewählten Vertrag kein Krankengeld der Krankenkasse erhält, hat keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Selbstständige (PKV)

Selbständig beschäftigte Schwangere erhalten kein Mutterschaftsgeld, sofern sie privat versichert sind. Sie können allerdings je nach abgeschlossenem Vertrag Anspruch auf Krankentagegeld haben.

Selbstständige (familienversichert)

Als familienversicherte Selbständige erhalten kein Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse. Gegebenenfalls steht Ihnen der Pauschalbetrag des Bundes­versicherungsamtes zu, allerdings nur, wenn Sie zeitgleich in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis angestellt sind oder waren. Ansprechpartner ist das Bundes­versicherungsamt.

Selbstständige (KSK)

Sind Sie in der KSK versichert, erhalten Sie als Selbständige Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes, also 70 Prozent des beitragspflichtigen Gehalts der letzten zwölf Monate. Ansprechpartner ist die Krankenkasse.

Bundesversicherungsamt: Ausnahmen bei Privatversicherten

Wer selbst nicht gesetzlich krankenversichert ist, hat keinen Anspruch auf das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen. Das gilt für Frauen, die:

  • privat versichert sind (PKV) oder
  • über die Familienversicherung versichert sind.

Trifft das zu, wenden Sie sich an die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes. Sie können dort eine einmalige Zahlung des Mutterschaftsgeldes in Höhe von bis zu 210 Euro erhalten.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die schwangere Arbeitnehmerin steht in einem Arbeitsverhältnis – das gilt auch bei geringfügiger Beschäftigung.
  • Das Arbeitsentgelt darf wegen der Inanspruchnahme der Schutzfristen nicht beziehungsweise nicht vollständig gezahlt worden sein.

Der Antrag auf Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt kann bequem als Online-Antrag gestellt werden, so geht es am schnellsten.

Die Beträge des Bundesversicherungsamtes werden nicht auf das Elterngeld angerechnet. Wer keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld hat, aber geringfügig beschäftigt ist, fällt dennoch unter die Regelungen des Mutterschutzgesetzes und hat somit Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss.

Mutterschaftsgeld und Elterngeld: Lohnersatz wird angerechnet

Das Elterngeld wird vom ersten Tag der Geburt an für bis zu 14 Monate bezahlt, das Mutterschaftsgeld wird für acht Wochen nach der Geburt gezahlt. Gleichwohl wird nicht beides gleichzeitig ausgezahlt.

Sowohl das Mutterschaftsgeld als auch der Arbeitgeberzuschuss werden gemäß § 3 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vollständig auf das Elterngeld angerechnet.

Da das Elterngeld eine Lohnersatzleistung darstellt, werden andere Leistungen auf das Elterngeld angerechnet – gleiches gilt für Dienstbezüge von Beamtinnen, die ebenfalls als Ersatzleistung weitergezahlt werden.

Wer also beispielsweise bereits ein Mutterschaftsgeld von 1.600 Euro ausbezahlt bekommt und theoretisch einen Anspruch auf Elterngeld in Höhe von 1.100 Euro hätte, erhält während der Mutterschutzfrist kein weiteres Elterngeld. Diese Regelung können Sie auch nicht umgehen, wenn Sie erst nach Ablauf der Mutterschutzfrist Elterngeld beantragen.

Wichtig zu wissen: Anders verhält es sich beim Zuschuss in Höhe von 210 Euro. Wer keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse hat und stattdessen die einmalige Zahlung des Bundesversicherungsamtes erhält, dem wird dieses Geld nicht angerechnet. Sie erhalten direkt im Anschluss an die Geburt das Elterngeld.

Wie wird die Leistung besteuert?

Das Mutterschaftsgeld braucht im Prinzip nicht versteuert zu werden. „Im Prinzip“ bedeutet dabei, dass das Geld dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Das heißt, dass das Mutterschaftsgeld zwar nicht in das zu versteuernde Einkommen eingerechnet wird, sich dadurch aber trotzdem der Steuersatz ändert, zu dem das übrige Einkommen versteuert wird.

In der Regel ist das zwar nur ein geringfügiger Prozentsatz – zahlen muss man ihn aber trotzdem.

Sonderfälle: Mutterschaftslohn und Sozialhilfe

Kerngedanke sämtlicher Leistungen für Schwangere ist, dass diese in einer Zeit, in der sie besonders anfällig für Anstrengungen sind, nicht noch arbeiten müssen und sich oder das Ungeborene damit in Gefahr bringen. Gleichzeitig darf der Verdienstausfall nicht nicht existenzbedrohlich werden.

Das Mutterschaftsgeld ersetzt daher bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen zusammen mit dem Arbeitgeberzuschuss fast 100 Prozent des Gehalts. Es gibt Fälle, in denen für schwangere Frauen ein Beschäftigungsverbot existiert. Das ist der Fall, wenn medizinische Gründe gegen die weitere Arbeit sprechen (etwa, wenn die Gefahr einer Fehlgeburt besteht).

Liegt das Beschäftigungsverbot vor Beginn oder nach Ende der Schutzfrist, erhält die Arbeitnehmerin das durchschnittliche Gehalt der letzten drei Monate vor Schwangerschaftsbeginn, den sogenannten Mutterschutzlohn. Dieser wird als normales Gehalt gewertet und ist daher steuer- und abgabepflichtig.

Wer in keine der genannten Kategorien fällt beziehungsweise kein Mutterschaftsgeld erhält, kann immer noch Geld beim Sozialamt beantragen. Hier besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Hilfe in besonderen Lebenslagen zu stellen.

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