Wie darf man sein kind nicht nennen liste

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Namensrecht: Welchen Vornamen darf ich meinem Kind geben?

Pumuckl, Hanswurst oder Flipper – dürfen Eltern Ihr Baby so nennen?

In Deutschland ist die Wahl des Vornamens verhältnismäßig eingeschränkt. Während beispielsweise in Amerika die Kinder wie Automarken, Städte, Monate oder auch Comicserien-Helden heißen können, ist das hierzulande meist nicht erlaubt.
Das Standesamt entscheidet bei der Anmeldung, ob der von den Eltern gewünschte Vorname das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzt. Das ist natürlich eine sehr ungenaue Maßeinheit und manchmal auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Da immer mehr Eltern nach einem einzigartigen und originellen Namen für Ihr Kind suchen, endet der Vornamen-Streit zwischen Eltern und Behörde nicht selten vor einem Gericht. Das muss sich zwischen zwei Prinzipien entscheiden: Einerseits dürfen in Deutschland keine Familiennamen, geographischen Namen oder Adelstitel als Vornamen eingetragen werden. Andererseits kann man Namen geltend machen, die irgendwo auf der Welt als Vornamen geläufig sind. In anderen Ländern gelten aber andere Regeln. So wird es kompliziert, wenn hierzulande jemand seinen Sohn oder seine Tochter Mississippi nennen will, was in den Südstaaten der USA sicher kein Problem darstellt.

Welche Vornamen sind erlaubt?

Eine klare Bestimmung gibt es also nicht. Aber es gibt immerhin einige Richtlinien und Leitfäden, unter anderem auch durch Gerichtsurteile. Hier ein paar allgemeinere Grundregeln:

  • Der Vorname des Kindes muss das Geschlecht erkennen lassen. Kim beispielsweise kann ein Junge oder ein Mädchen sein, deshalb braucht das Kind einen zweiten Vornamen, der eindeutig auf ein Geschlecht hinweist.
  • Vornamen dürfen nicht beleidigend oder lächerlich sein. Das verletzt das Persönlichkeitsrecht des Kindes.
  • Zwölf Vornamen sind zuviel und müssen auf fünf begrenzt werden, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf.
  • Die gebräuchliche Kurzform eines Vornamens ist zulässig, Koseformen dagegen nicht. Tina ist eine Kurzform von Katharina, Trinchen wäre die Koseform.
  • Biblische Namen mit negativer Assoziation sind nicht erlaubt, Heiligennamen und andere Namen aus der Bibel dagegen schon. Kain und Judas werden also nicht anerkannt. Aber Jesus darf man sein Kind inzwischen nennen, auch weil es ein in Spanien und Südamerika geläufiger Name ist. Mit zweitem Namen dürfen auch Jungen Maria heißen, wenn das den Eltern gefällt.
  • Markennamen, Adelstitel, Orts- und Städtenamen sowie Familiennamen sind nicht zulässig. Allerdings ist beispielsweise Anderson bei uns ein Familienname, in Schweden aber ein Vorname. Daher darf man seinem Kind diesen Namen geben. Auch bei den Markennamen gibt es Ausnahmen. Beispielsweise wurden schon Kinder Persil oder Sunil benannt. Auch Markennamen, die mit Vornamen identisch sind, dürfen dem Kind gegeben werden.
  • Die Schreibweise des Namens ergibt sich aus den Regelungen der Rechtschreibungen. Ein Vorname aus einer fremden Kultur ist mit den entsprechenden Akzenten oder Sonderzeichen zu versehen.

In Österreich gelten fast genau die gleichen Vorschriften wie in Deutschland, mit einigen Ausnahmen:

  • Es gibt keine zahlenmäßige Begrenzung der Vornamen
  • Die rechtliche Grundlage ist Österreichische Personenstandsgesetz
  • Standesbeamte orientieren sich am Internationalen Handbuch der Vornamen

Wie kann ich herausfinden, ob unser favorisierter Vorname erlaubt oder verboten ist?

Wenn Sie einen ausgefallenen Namen für Ihr Kind haben wollen, dann müssen Sie unter Umständen beim Standesamt eine Art Gutachten vorlegen, dass dieser Name zulässig ist. Eine solche Bestätigung bekommen Sie unter anderem von der Namensforschungsstelle an der Universität in Leipzig. Und bei der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Die Kosten betragen zwischen 30 und 60 Euro.
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Die 50 skurrilsten Vornamen – erlaubt oder verboten?

Wenn Ideen der Eltern auf die Grenzen des Namensrechts stoßen

Ein Beitrag von Fiona Schönbohm

Rechtzeitig zum Frühling vermeldet Deutschland einen Babyboom. Brunchende Freundinnen mit dicken Bäuchen bei der Babyshower, überfüllte Schwangerschaftskurse im Fittnesstudio und Nachwuchsmeldungen prominenter Paare in den Nachrichten sind untrügliche Zeichen. Die neuen Kinder fallen jedoch nicht nur durch ihre Anzahl sondern auch wegen ihrer ungewöhnlichen Namen auf. „Lukas“ oder „Marie“ kann ja schließlich jeder, heißt ja jeder. Warum denn nicht mal was abgefahrenes? Doch welche Grenzen setzt eigentlich das Namensrecht der Fantasie der Eltern?

Adolf statt Lenin?

Quatschnamen haben es nämlich schwer bei deutschen Standesbeamten und Amtsrichtern. Ausdrückliche gesetzliche Vorschriften zu erlaubten und nicht erlaubten Vornamen gibt es zwar nicht. Allerdings haben sich im Laufe der Zeit aus Gewohnheitsrecht und der Rechtsprechung gewisse Richtlinien entwickelt. Dabei geht es vor allem um eins: Um das Kindeswohl. Das Kind soll vor allem nicht unter dem Namen leiden müssen. So wurden von deutschen Standesämtern zum Beispiel Namen wie Judas oder Störenfried aus diesem Grund abgelehnt. Napoleon ist dagegen erlaubt.

Auch Adolf ist grundsätzlich nicht verboten. Im Ausnahmefall kann die Behörde den Namen aber ablehnen, wenn konkrete Hinweise auf rechtsextremistische Tendenzen vorliegen. Wer also zur Anmeldung seines Sohnes Adolf mit einem Hakenkreuz auf der Stirn erscheint, hat schlechte Karten. Lenin dagegen ist in Deutschland nicht zulässig. Hier eine politische Tendenz unserer Behörden reinzulesen, ginge aber wohl zu weit…

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) nimmt jedes Jahr neue, zulässige Vornamen in ihre Liste auf. Darin tauchen immer wieder Namen auf, bei denen dem Leser an der Berücksichtigung des Kindeswohls berechtigte Zweifel kommen. So wurde die Liste 2016 beispielsweise um den Namen Christmas ergänzt.

Der Trend, sein Kind nach Jahreszeiten, dem Wetter oder Feiertagen zu benennen, kommt aus den USA. Dort gelten ja bekanntlich andere Spielregeln und der Fantasie vieler Prominenter sind keine Grenzen gesetzt: Kennen Sie beispielsweise die Töchter von Bob Geldorf: Fifi Trixibelle, Pixie Frou-Frou, Peaches Honeyblossom und Heavenly Hirtin Tiger Lilly?

Aber auch in Deutschland wurden unter anderem die Namen Summer, Rain oder Sunshine zugelassen. Das deutschsprachige Äquivalent Regen oder Sonnenschein wäre allerdings nicht erlaubt.

Doktor, Pilot, Inspektor, Sheriff — wenn die Berufswahl in der Wiege liegt

Ein Vorname darf weiterhin keinen Titel, beispielsweise Lord oder Prinzessin bezeichnen. Diese Regel dient wohl eher dazu, Verwirrung vorzubeugen. Wäre ja noch schöner, wenn Eltern einfach anfangen könnten, ihre Kinder Doktor zu nennen und dessen Einkommen damit im späteren Berufsleben auf gewitzte Art in die Höhe treiben würden.

Allerdings zeigen die deutschen Eltern sich einfallsreich, wenn es darum geht, ihre Kinder in kleine Prinzessinnen zu verwandeln. So sind die Namen von Disney-Prinzessinnen wie Rapunzel oder Schneewittchen durchaus zulässig. Und wer seinen Sohn dazu passend Sultan nennen möchte, darf das auch tun. Wer im Wilden Westen Zuhause ist, kann seinen Sprössling übrigens auch Sheriff nennen — aus einem unerfindlichen Grund wurde dieser Name 2016 ebenfalls zugelassen. Vielleicht war in dem betroffenen Standesamt jemand mit den Winnetou-Filmen aufgewachsen. Winnetou ist übrigens auch zulässig.

„Henry Günter Ademola Dashtu, komm mal her!“

Der Vorbeugung von Verwirrung dient auch die Regelung, dass Vornamen eindeutig als solche zu erkennen sein müssen. Das bedeutet, dass sie nicht mit dem Nachnamen verwechselt werden dürfen. Müller ist also kein zulässiger Vorname gemäß deutschem Familienrecht. Entschieden wurde das von dem Oberlandesgericht Frankfurt. Die klagenden Eltern hatten sich durch alle Instanzen prozessiert, weil sie ihren Sohn gerne Clemens Schroeder Maik nennen wollten.

Wo wir schon dabei sind — auch zu viele Vornamen können dem Kindeswohl schaden und nebenbei bürokratische Formulare sprengen. So verbat das Bundesverfassungsgericht in einem Fall den Eltern, ihrem Kind zwölf Vornamen zu geben und hielt sie an, sich auf fünf zu begrenzen. Warum einige Eltern es für außergewöhnlich halten, viele gewöhnliche Namen aneinander zu reihen, blieb wohl auch den Richtern ein Rätsel. Den klangvollen Namen aus der letzten Überschrift trägt übrigens der erste Sohn von Heidi Klum.

Keine Hoffnung für Axel Schweiß?

Wenn ein Kind sich mit einem besonders exotischen Namen nicht abfinden kann, gibt es im Namensrecht sehr begrenzt die Möglichkeit, auch seinen Vornamen zu ändern. Es muss dann substantiiert vortragen, dass es unter seinem Namen leidet. Wir denken da vor allem an das kleine Mädchen, das von ihren Eltern Schokominza genannt wurde und an den armen kleinen Jungen, den seine Eltern auf den Namen Popo getauft haben. Aber auch Jazz, Apple, Pumuckl und Speedy werden von dieser Möglichkeit wohl einmal Gebrauch machen.

Wenn im Standesamt ein Beamter beim Stempeln der Anträge gerade Fußball guckt, ist das für die betroffenen Kinder oft die einzige Möglichkeit, lebenslangen Hänseleien zu entgehen. In der Regel sind die Mitarbeiter aber aufmerksame Prüfer, die abends am Esstisch bestimmt lustige Anekdoten erzählen können. Man kann nur hoffen, dass sie bei den Antragstellern zu Whisky, Puppe, Verleihnix, Satan oder Joghurt neben dem Ablehnungsbescheid auch einen Mitarbeiter des Jugendamtes vorbei geschickt haben.

Darf man eigentlich …
… sein Kind „Adolf“ nennen?

Adolf, so heißen allenfalls Männer, die vor 1945 geboren wurden. In jüngeren Jahrgängen kommt der Name einem Stigma gleich. Einzig in Neonazi-Kreisen könnten Eltern dafür noch Applaus bekommen. Lässt das Standesamt den Namen überhaupt zu?

Mia, Emma, Ben und Jonas – die beliebtesten Vornamen der letzten Jahre sind kurz und gefällig. Während viele Eltern auf den niedlichen Kinderbuch-Charme setzen, vermelden die Standesämter gleichzeitig einen zunehmenden Hang zum Individualismus. „Maddox Maximus“, „Luana“, „Atreju David“ oder „Evangelia“ sind nur eine kleine Auswahl der Extravaganzen der letzten Wochen. Wer skeptischen Nachfragen im Standesamt lieber aus dem Weg gehen will, setzt auf bewährte Klassiker: Die Namen der Groß- und Urgroßelterngeneration erleben seit einigen Jahren eine Renaissance. Bei „Frieda“, „Anton“ oder „Karl“ sind keinerlei Probleme zu erwarten. Aber darf man sein Kind eigentlich auch „Adolf“ nennen?

Ende des 19. Jahrhunderts war Adolf ein gängiger Vorname und insbesondere im Süden und Westen Deutschlands recht gebräuchlich. Der Name ist abgeleitet von den althochdeutschen Begriffen „adal“, was so viel wie „edel“ bedeutet, und „Wolf“. In der Namenshitparade des Jahres 1890 belegte der „Edelwolf“ Platz 13, noch vor Franz, Fritz, Emil oder Georg. In der Folgezeit ging es mit der Beliebtheit aber stets nach unten, erst ab den 1930er Jahren erlebte er aus bekannten Gründen ein kleines Revival. Nach 1945 war das natürlich schlagartig beendet. Selbst unbelehrbare Nationalsozialisten wollten ihre Söhne jetzt lieber nicht mehr mit dem Diktator in Verbindung bringen. Und heute gelten rechtsextreme Weltanschauungen zwar in manchen Kreisen wieder als salonfähig, doch von einem Adolf-Comeback wissen die Standesämter nicht zu berichten.

Kindeswohl steht im Vordergrund

Das liegt aber nicht daran, dass der Name grundsätzlich verboten wäre. Die Standesämter haben keine allgemeingültige schwarze Liste mit Namen, die sie auf jeden Fall ablehnen. Sie sind lediglich dazu angehalten, das Persönlichkeitsrecht des Kindes zu wahren. Der Säugling kann bei fragwürdigen Ideen seiner Eltern ja nicht intervenieren, diese Aufgabe müssen deshalb die Standesbeamten übernehmen, und die entscheiden individuell. Dabei müssen sie auf verschiedene Faktoren achten.

Zunächst mal sollte der Name auch als Name erkennbar sein. Auswüchse wie in den USA, wo Kinder auch „Apple“ oder „River“ heißen dürfen, sind in Deutschland also kaum möglich. Bei Adolf wäre das natürlich kein Problem. Der Name ist auch als eindeutig männlich erkennbar, womit schon der zweite Punkt abgehakt wäre: Das Geschlecht des Kindes sollte aus dem Namen eindeutig hervorgehen. Inzwischen sehen das die Standesämter nicht mehr so eng, doch bis vor nicht allzu langer Zeit waren „Kim“, „Sascha“ oder „Andrea“ nur mit einem Zweitnamen zulässig. Kritisch wird es allerdings beim dritten Punkt: Der Name darf nicht anstoßerregend sein und soll das Kind nicht beleidigen oder lächerlich machen. „Adolf Hitler“ wäre also auf jeden Fall verboten, zumal „Hitler“ sowieso nicht als Vorname durchginge.

Falls Eltern das dringende Bedürfnis verspüren, ihren Sprössling „Adolf“ zu taufen, wird sich das Standesamt vermutlich genauer nach deren Beweggründen erkundigen. Sollten sich die Eltern beispielsweise als glühende Verehrer von Adolph Kolping erweisen oder auf den innig geliebten Großvater gleichen Namens verweisen, wird das Standesamt wohl seinen Segen geben. Machen sie dagegen keinen Hehl aus ihrer rechtsextremen Gesinnung, dürfte ihnen die Beamten einen Strich durch die Rechnung machen.

Denn „Adolf“ als Rufname kann ein Stigma sein, schließlich weckt er beim jeweiligen Gegenüber in den meisten Fällen erstmal eindeutig negative Assoziationen. Das sehen aber offenbar auch die meisten Eltern ein. Dass jemals jemand um den Namen prozessiert hätte, ist jedenfalls nicht bekannt.

Unglaublich, aber wahr: Diese Namen sind wirklich erlaubt

Alle Schwäne Großbritanniens sind Eigentum der Königin – Elisabeth II kennt sie angeblich alle mit Namen. Tarquin Fin-tim-lin-bin-whin-bim-lim-bus-stop-F’tang-F’tang-Olé-Biscuitbarrel ist der Name eines gewählten Politikers aus der englischen Grafschaft Merseyside und die Schwedin Eija-Riitta Eklöf-Berliner-Mauer behauptet, die Berliner Mauer geheiratet zu haben.

Skurrilitäten, die sich um Vornamen ranken, gibt es jede Menge. Sicher gibt es unter Englands Schwänen einige mit besonders komischen Namen – wie sollte sich die Queen sonst das alles merken? Auch der britische Politiker und die heiratswütige Schwedin verfügen über lustige oder zumindest außergewöhnliche Vornamen. Aber wie sieht es in Deutschland mit den lustigen Vornamen aus.

Die Schmerzgrenze: Skurrile Namen, die genehmigt wurden

Rapunzel, Waterloo oder Bierstübl – manchen Eltern mangelt es nicht an verrückten Ideen, wenn sie auf der Suche nach originellen Vornamen für ihre Sprösslinge sind. Und auch wenn Deutschland Standesämter über die Vornamen wachen und Nachteile für die betroffenden Kinder verhindern möchten, lassen sie immer mehr durchgehen. Ein paar Beispiele.

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So nicht: Skurrile Namen, die abgelehnt wurden

Die deutschen Standesämter sind also offensichtlich schon recht schmerzfrei geworden und genehmigen mitunter die seltsamsten und lustigsten Namen. Dennoch gibt es auch Fälle, in denen der zuständige Beamte sich ein Herz gefasst und an die Zukunft des armen Kindes gedacht hat. Unter anderem folgende Namen wurden hierzulande bereits abgelehnt. Zum Glück für die Kinder, möchte man da sagen.

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Gerade der Vorname Waldmeister beschäftigte auch die deutsche Justiz – so musste sich das Bremer Oberlandesgericht damit beschäftigen. Mit der Begründung, Vornamen müssten sich von Pflanzen- und Gegegenstandsbezeichnungen unterscheiden und dürfen das Kind nicht der Lächerlichkeit preisgeben, seien die grundsätzlichen Freiheiten der Namenswahl ausgereizt worden und der Vorname Waldmeister sei demnach unzulässig.

Das eigen Fleisch und Blut

Wie mit dem Waldmeister ist es auch mit dem Mett-Igel, Pardon, Matt-Eagle:Auch wenn viele Eltern ihre Kinder zum Fressen gern haben, ist es doch vermutlich allzu sonderbar, das eigen Fleisch und Blut Matt-Eagle zu nennen. Haben sie denn den Vornamen nie laut ausgesprochen?

Sein Kind nach einem eigenen Körperteil zu benennen, ist ebenfalls zwiespältig:Dem Popo wurde es gestattet, als Namensgeber herzuhalten, dem Steißbein aber nicht. Fragt sich nur, was das Kleine später dazu meint …

Markenname und Rumpelstilzchen

Auch wenn Gucci die Lieblingsmarke ist, als Vorname taugt Gucci nicht. Chanel dagegen ist wohlgelitten, andere erlaubte Markennamen sind Fanta, Ikea, Apple und Milka. Fans von McDonalds müssen sich wiederum in Verzicht üben – für die Figur ist es wohl besser.

Märchenfiguren dagegen sind einen Versuch wert:Bei Rapunzel und Schneewittchen hat es funktioniert, Rumpelstilzchen dagegen ist durchgefallen.

Mal hü, mal hott

Vornamen wie Crazy Horse sind in Texas sicherlich diskutabel. In Deutschland geht ein lockeres „Mal hü, mal hott“ gar nicht. Den Sheriff hat ein Standesbeamter allerdings durchgewunken, womöglich war der gerade auf dem Westerntrip.

Außerdem sind jetzt Tiernamen im Trend: Klassische Hundenamen wie Rex oder Hasso sind im Kommen. Eigentlich sind sie ganz Praktisch: Man muss lediglich einmal rufen, wenn Kind und Hund kommen sollen.

Beschäftigt man sich mit den neuen lustigen Vornamen in Deutschland, stellt sich zwangsläufig die Frage nach den Regeln bei der Namensgebung. Zumindest theoretisch gibt es die – so müssen der erste und der zweite Vorname das Geschlecht des Kindes deutlich erkennen lassen. Sollten sich die Ämter und die Eltern miteinander nicht einigen, wandern die strittigen Fälle letztendlich zum Gericht.

Im Bereich der Vornamen hat die Gesellschaft für deutsche Sprache eine lange Tradition. Vielen dürfte sie besonders im Zusammenhang mit der Liste der beliebtesten Vornamen ein Begriff sein, denn diese Aufstellung veröffentlichen wir bereits seit dem Jahr 1977 regelmäßig. Eine Liste der 200 beliebtesten Namen pro Jahrgang (seit 2004) kann gegen eine kleine Gebühr von uns bezogen werden.

Darüber hinaus ist unsere Vornamenberatung schon seit vielen Jahren Anlaufstelle und oftmals letzte Hoffnung für Eltern, die sich einen ungewöhnlichen oder seltenen Namen für ihr neugeborenes Kind überlegt haben, wenn dieser aus eben jenen Gründen beim Standesamt vorerst nicht eingetragen werden kann.

Wie die Gesellschaft entwickeln sich auch Vornamenmoden immer weiter. Diese behalten wir stets im Auge und versuchen durch Studien und Forschungen neue Erkenntnisse im Bereich der Vornamen zu erlangen. So haben wir erst kürzlich durch eine bundesweite Umfrage bei Eltern in Erfahrung gebracht, welche Motive der Vornamenwahl zugrunde liegen. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre veröffentlicht, die Sie bei Interesse gern kostenlos anfordern können.

Vornamenberatung in allen Lebenslagen

Mit unserer Erfahrung im Bereich der Vornamen und Vornamenmoden stehen wir Ihnen nicht nur bei Schwierigkeiten bei der Namenseintragung zur Verfügung. Gern beraten wir Sie auch, wenn Sie

  • nach Namen aus einem bestimmten Kulturkreis, einer bestimmten Sprache, mit einer bestimmten Silbenzahl oder beginnend mit Ihrem Lieblingsbuchstaben suchen
  • wissen möchten, was ein Name bedeutet oder wo er herkommt
  • die aktuelle Platzierung eines Namens auf der Liste der beliebtesten Vornamen erfahren möchten
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Rufen Sie uns dazu einfach unter der Nummer unserer Vornamenberatung an: 09001 888 128 (1,86 €/Min.). Wir stehen Ihnen montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr für all Ihre Fragen zur Verfügung.

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Ein Überblick über ganz besondere Vornamen und Vornamen mit Wiedererkennungswert, die in den vergangenen Jahren vergeben wurden.

Unsere Rubrik „Vorname der Woche“, in der jeweils ein Vorname näher in den Blick genommen und unter anderem seine Herkunft, Bedeutung und Verbreitung analysiert wird.

Unsere Vornamenurkunden, die sich wunderbar als ganz besonderes und sehr persönliches Geschenk eignen. Für zahlreiche Namen sind sie auch schon als PDF zum Selbstausdrucken verfügbar.

Vornamen – Kurioses

Es ist bemerkenswert, auf welch‘ merkwürdigen Ideen Eltern kommen können, wenn es um einen Vornamen für ihren Nachwuchs geht. Nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wurden von deutschen Gerichten und Standesämtern folgende Vornamen u.a. abgelehnt:

Dagegen wurden allerdings u.a. genehmigt:

„Die meisten Menschen verbinden mit bestimmten Namen bestimmte Eigenschaften“, sagt die Psychoanalytikerin Ingeborg Lachinger-Karger aus Düsseldorf. So denken fast alle Eltern zum Beispiel bei dem Namen Julia an ein liebes Mädchen und bei dem Namen Kevin an ein freches, schlaues und selbstbewusstes Kind. Mit dem Namen verknüpften Eltern auch gewisse Erwartungen und Hoffnungen an ihr Kind – bewusst oder unbewusst und erziehen es oftmals auch entsprechend. Entwickelt sich das Kind aber nicht nach den Vorstellungen der Eltern, hätten diese oft ein Problem damit, so Ingeborg Lachinger-Karger in einem Gespräch mit dem WDR … ganz zu schweigen von den Problemen, die ausgefallene Vornamen für die Kinder verursachen.

AJ: Ein Kürzel, kein regulärer Vorname! In den Vereinigten Staaten, wo Regeln für die Vornamensvergabe gar nicht existieren, kann ein solches Wort auch als Vorname vergeben werden. In Deutschland nicht, so wenig wie Jr.

Amsterdam: Dies ist kein Vor-, sondern ein Ortsname! Insofern steht Amsterdam – wie Dresden oder Memphis – in Widerspruch zu den namensrechtlichen Bestimmungen. An einen Einzelvornamen hatten die Eltern nicht gedacht, sondern an einen zusätzlichen Namen. Da heute Vornamen aber gleich gewertet werden und der traditionelle Begriff des Rufnamens im Namensrecht nicht mehr existiert, muß jeder einzelne Vorname den Anforderungen genügen. In Einzelfällen sind schon geographische Namen, die wie Vornamen wirken, im angelsächsischen Sprachraum als Vornamen aufgetreten, wurden in Vornamensbücher aufgenommen und haben vereinzelt den Weg in deutsche Standesämter gefunden: Alaska, Kenia, Vienna.

B’Elanna: Wird wegen stark abweichender Orthographie nicht bestätigt. Belana dagegen ist als quasiromanischer Namen möglich und schon öfter bestätigt worden. Ganz ähnlich verhält es sich mit Ellecs statt Alex, Fabijan statt Fabienne, KiraSoe, Véroniqué (statt korrekt Véronique), Michél (statt Michel).

et omnes sancti: Eine christliche lateinische Wortfolge („und alle Heiligen“), aber kein regulärer Vorname. Dennoch gab ein Standesamt dem Dringen der Eltern nach. Ein Junge – Christian Thomas – trägt auch diesen Namenszusatz

Filou: Als Vorname wegen Beeinträchtigung des Kindeswohles nicht geeignet, denn Filou bedeutet im Französischen so viel wie „Dieb“, „Gauner“. Die Eltern ließen ihren Namenswunsch fallen.

Fischer: Dieser Nachname ist – wie auch Cézanne, Hoffmann, McCoy, Nilsson, Nilson, O’Neill, Picasso, Svensson, Trenk, Wiesengrund – als Vorname angefragt worden. Er ist aber nicht zulässig. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 3. November 2005, wonach Anderson als einer von drei Vornamen einem Jungen gegeben werden darf (Anderson Bernd Peter), hat allerdings eine neue Lage geschaffen: Nun könnten sich weitere Familiennamen als Vornamen durchsetzen. Karlsruhe hatte das Kindeswohl in den Vordergrund gerückt. Das ist plausibel im Sinne der Freiheit der Namensgebung und der Elternrechte. Aber mit welchen Konsequenzen?

Frühling: Als Wort der Allgemeinsprache ohne Vornamencharakter nicht zulässig. Ähnliche Beispiele: Baby, Fröken (schwedisch „Fräulein“), Golddust (die Eltern kamen aus Nigeria), Nightingale, Shiatsu (japanisch), Tsunami (japanisch, dort auch ein Familienname), Villa.

Gift: Emily Gift wurde für ein Mädchen gewünscht, gedacht war ans englische „Geschenk“. Aber das Kindeswohl ist zu beachten. Standesämter müssen anstößige und herabmindernde Namen zurückweisen. Daher keine Bestätigung.

Regina: Ist als reiner Mädchenname für Jungen nicht geeignet, auch nicht als Zweitname. Ebensowenig darf ein Mädchen mit Vornamen Josefa auch noch Steffen heißen. Ausnahme bei Jungen: Maria ist als Zweit- oder Drittvorname möglich – wie bei Carl Maria von Weber oder Klaus Maria Brandauer.

Die Deutschen werden immer kreativer, wenn es um die Namensgebung ihrer Kinder geht. Ein Glück: Nicht alles, was Eltern gefällt, wird erlaubt.

Christmas, Vinsten, Elfina, Thorunn, Blade: Diese und weitere rund 500 seltene Vornamen wie etwa Kedyra, Morticia, Feanor, Miracle und Lunis hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) im zu Ende gehenden Jahr auf Anfrage von Eltern bestätigt.

Diese Namen wurden abgelehnt

Knapp 60 Mal fiel die Antwort der Sprachgesellschaft negativ aus. Abgelehnt wurden etwa die Namen Husqvarna, Holunda, Ulme, Uwelia, Pims, Univers und Westend.

Hintergrund

  • Die beliebtesten Vornamen Sophie und Maximilian nicht mehr Spitzenreiter

    An der Spitze der beliebtesten Vornamen tritt endlich Bewegung ein! Denn 2016 dürften neben alten Bekannten auch einige Aufsteiger sein.

So erging es Crazy Horse und Bluna

Westend ist nicht zu toppen? Das Gegenteil ist der Fall, wenn man einen Blick auf die abgelehnten Vornamen der letzten Jahre wirft: Es gab tatsächlich Eltern, die ihr Kind Joghurt, Kirsche, Gastritis, McDonald, Porsche, Crazy Horse, Verleihnix und Whisky nennen wollten.

In der Vergangenheit genehmigt wurden übrigens unter anderem: Apple, Bluna, Champagna, Emilia-Extra, Ikea, Junior, Pepsi-Carola, Pumuckl, Popo, Schokominza und Sultan.

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Zurück zu den beliebtesten Vornamen

Gestern hat die GfdS anhand von Stichproben bei Standesämtern ihre jährliche Prognose der beliebtesten Vornamen für Babys 2016 veröffentlicht: Sophie und Marie sowie Maximilian und Alexander werden vermutlich erneut auf den vorderen Plätzen zu finden sein.

Der Mädchenname Mila wird als möglicher Aufsteiger genannt, der es unter die Top Ten schaffen könnte. Der Jungenname Elias sei ein ernstzunehmender Anwärter für den Spitzenplatz. Die GfdS will die Rangliste im Frühjahr veröffentlichen. Bis dahin habe man die bei den Standesämtern im Jahr 2016 eingetragenen Vornamen ausgewertet.

Nach wie vor ein großer Trend: Alte, deutsche Vornamen.

Warum ist das so?

Vornamen 2015

  • Vornamen-Hitliste 2015 Maximilian und Sophie sind am beliebtesten

    Bei den Vornamen für ihre Kinder bleiben deutsche Eltern stur. Maximilian und Sophie/Sofie sind erneut die beliebtesten Vornamen.

  • Schnuckelpupine & Co. Ausgefallene Namen liegen im Trend

    Neymar, Anakin, Jasmin – in Deutschland wächst die Namensvielfalt, auch Migration spielt dabei eine Rolle.

Dass es bei Vornamen Trends gibt wie in der Mode, ist offensichtlich. Doch heutige Eltern heute sind bei der Namenswahl traditionsbewusster als die Generation vor ihnen, die durchaus auf exotische Namen standen.

Eine weitere Erklärung: Das gestiegene Familienbewusstsein. Heute werden häufiger Zweit- , oder Drittnamen vergeben – und der Enkel soll auch den Vornamen von Oma oder Opa tragen.

Da die GfdS-Liste sowohl Erst- als auch Folgenamen umfasst, landen Alma, Frieda, Otto, und Friedrich heute weiter oben in den Namenslisten.

Ein von dem der GfdS abweichendes Namens-Ranking für 2016 hat übrigens Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld veröffentlicht: Bei ihm bleiben Mia und Ben an der Spitze. Bis auf eine Ausnahme im Jahr 2014, als Emma bei den Mädchen dazwischenfunkte, gehen demnach Mia und Ben seit 2011 Hand in Hand.

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Wenn es um die Namenssuche für den Nachwuchs geht, setzen werdende Eltern in Karlsruhe gerne auf Klassiker. Das beweist die Vornamens-Hitliste, die alljährlich von der Stadt Karlsruhe erstellt wird. Auch für dieses Jahr gibt es schon eine erste Aufstellung.

Emma und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen

Demnach heißt der Spitzenreiter unter den weiblichen Vornamen momentan noch Emma. 29 Mädchen wurden 2018 in der Fächerstadt bisher so benannt (Stand 31. Juli). In den letzten drei Jahren musste sich Emma noch mit Platz zwei begnügen. Bei den Jungen führt mit 27 Nennungen zur Zeit Maximilian die Rangliste an. Damit ist er bisher der unangefochtene Aufsteiger: 2015 und 2016 schaffte es der Name nur knapp in die Top Ten – 2017 rangierte er nur auf Platz elf.

Seit Jahren sind bei den Mädchen neben Emma auch Emilia, Sophia und Mia auf den vorderen Plätzen, bei den Jungen sind es Noah und Paul. Leon, der in den letzten drei Jahren ebenfalls immer unter den ersten zehn landen konnte, ist in diesem Jahr allerdings nur der zwölft beliebteste Name. Auch Felix, der Gewinner des Jahres 2016 unter den männlichen Vornamen, verlor 2017 nur noch auf Platz neun liegend die Gunst werdender Eltern. 2018 muss er sich auf dem 13. Rang vorerst geschlagen geben.

Julian und Benjamin liegen im Trend

Alle Jungen mit den Namen Julian oder Benjamin hingegen können sich freuen: Sie sind echte Trendsetter. Keiner der beiden Vornamen tauchte in den letzten drei Jahren in den Top Ten auf. Nun sind sie mit Rang drei und sieben wieder vorne mit dabei.

Dass traditionelle Mädchennamen in Karlsruhe definitiv kein alter Hut sind, beweist der diesjährige Platz drei: Hier schaffte Lina es aus der Versenkung an die Spitze. 2015 und 2016 rangierte der Name noch auf den hinteren Plätzen der ersten zehn, 2017 schaffte er es nur knapp unter die Top 15. In diesem Jahr ist Lina vorerst wieder ein Teil der Spitzengruppe.

Die Stadt warnt aber davor, die Betrachtung der Vornamens-Hitlisten zu verallgemeinern: „Es ist zu beachten, dass in Karlsruhe nicht nur Kinder Karlsruher Bürger geboren werden, sondern auch Kinder, deren Eltern nicht in Karlsruhe wohnen“, heißt es gegenüber ka-news.

In Karlsruhe kommen weniger Kinder zur Welt

In Karlsruhe werden aber auch Kinder mit einem zweiten Vornamen geboren – und auch hier werden wieder Klassiker entstaubt: Sophie, Marie und die artverwandte Maria sind die drei weiblichen Spitzenreiter des Jahres 2018. Alexander, Elias und Paul heißen sie bei den Jungs.

Während die Vielfalt der Vornamen immer weiter steigt, geht die Anzahl der in Karlsruhe geborenen Kinder selbst zurück. So wurden laut Vornamensstatistik der Stadt Karlsruhe im Vergleich zu 2016 im letzten Jahr 216 Kinder weniger in den Kliniken der Fächerstadt geboren. Die Zahl ging von 5.881 Neugeborenen auf 5.665 zurück.

In diesem Jahr liegt die Anzahl der Geburten momentan bei 3.268 (Stand 31. Juli). Davon erhielten 1.602 Kinder einen, 1.514 Kinder zwei Vornamen. Drei Vornamen bekamen 142 Kinder und 10 wurden sogar mit mehr als drei Vornamen registriert.

Mal was anderes: Kuriose Vornamen

Dass die Karlsruher aber auch Fans sehr spezieller Namenswünsche sind, beweisen die Angaben des Standesamts: Aeneas, Phips, Gold, Bahne, Givel, Lou Lip, Huni, Henni Lies und Apolline gehörten 2017 zu den ungewöhnlichsten Babynamen in der Fächerstadt.

„Manche Vornamen werden internationaler“, stellt die Stadt auf Anfrage von ka-news fest. Diese Entwicklung wird auch in diesem Jahr wieder deutlich: Hier fielen bisher Copernicus, Miu Tomoka, Royalty, Jonte, Zenobia, Ylvalie, Oceanne, Pilou und Peehra als besonders exotisch auf. Abgelehnt wurde laut der Stadt seit letztem Jahr aber kein Namenswunsch.

Verbotene Vornamen: Welche Namen sind in Deutschland erlaubt?

Während du in vielen Ländern deiner Phantasie freien Lauf lassen kannst, musst du in Deutschland bei der Benennung deines Sprösslings mit Einschränkungen rechnen. Je exotischer der Vorname, desto größer der bürokratische Widerstand. Verbotene Namen sind in diesem Fall vom Standesamt abgelehnte Vornamen. Abgelehnt werden mit Sicherheit Benennungen, die ihrem Wesen nach keine Vornamen sind. Wer sein Kind Ferrari rufen möchte, weil er dann vielleicht erzählen könnte, er hätte eine italienische Nobelkarosse in der Familie, der hat beim Standesamt schlechte Karten.

Infos zu Vornamen

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Ebenso ungern beurkundet werden Namen, die man eher im Nachnamen vermutet. Dennoch lohnt es sich mitunter, nachzufragen. Das Namensrecht wird zunehmend liberaler ausgelegt, was auch jüngst das Bundesverfassungsgericht dokumentierte. Es entschied in der Frage, ob ein Kind, den in Deutschland als Nachnamen gebräuchlichen Namen Anderson tragen darf, zugunsten der Eltern. Berücksichtigt werden muss ebenso, dass der Name das Geschlecht zweifelsfrei widerspiegelt. Ist dies nicht der Fall, darfst du dir gleich einen zweiten Namen dazu denken.

Abgelehnte Vornamen: Kindeswohl muss beachtet werden

  • Hat der Name Vornamen-Charakter und ist als solcher erkennbar?
  • Geht aus dem Namen eindeutig das Geschlecht hervor?
  • Der Vorname darf das Kind nicht lächerlich machen (auch nicht in Verbindung mit dem Familiennamen)

Für die Standesbeamten steht in erster Linie das Kindeswohl im Vordergrund. Könnte das Kind wohlmöglich wegen seines Namens verspottet werden, wird dieser abgelehnt. Dennoch bemühen sich die Standesbeamten den Wünschen der Eltern zu folgen. Findet sich der gewünschte Name in den gängigen Namensbüchern oder ist er den Beamten bekannt, bist du so gut wie aus dem Schneider. Anders verhält es sich bei Namen aus anderen Sprachen oder aus der Literatur. Hier musst du den Nachweis führen, dass es sich um einen gebräuchliche Namen handelt. Ist der Nachweis stichhaltig (Literatur, Dokumente, die den Gebrauch des Namens im jeweiligen Land nachweisen), sind auch Namen wie Legolas, der Held aus „Herr der Ringe“ möglich, wie ihn Eltern kürzlich auf dem Standesamt Hamburg-Altona eintragen ließen. Letztlich liegt es aber im Ermessen der Standesbeamten, wie dein Kind zukünftig heißen wird.

Weitere Infos

  • Gesellschaft für deutsche Sprache e.V.
    www.gfds.de

Beratung über erlaubte Namen und verbotene Namen findest du im Internet unter:

  • www.gfn.name
    Gesellschaft für Namenkunde e.V.
  • oder unter Tel.: 0900-1/887735 (kostenpflichtiges Beratungstelefon)

Ein Name hält ein Leben lang

Egal, wo du fündig wirst und welchen Namen du wählst, Du solltest dir vor Augen führen: dein Kind muss mit dem Namen eine lange lange Zeit leben. Ein sehr ausgefallener Name mag aus Sicht der Eltern gerade gut genug für den Nachwuchs sein, kann sich aber spätestens in der Schule als Fehler erweisen, wenn andere Kinder ihn zum Gespött machen und ihn das eigene pubertierende Kind als nachgezogenen Akt elterlicher Rache empfindet.

Auch mit der Verwendung von Mehrfachnamen sollte man verantwortlich umgehen. Zum einen aus Gründen der Sprachökonomie, welches Kind möchte bei der Nennung seines Namens eine halbe Stunde warten, zum anderen kann es für das Kind verwirrend sein, auf eine Vielzahl von Namen reagieren zu müssen. Dies könnte zumindest im Fall des Sohnes von Heidi Klum und US-Sänger Seal passieren. Sein Name: Henry Günther Ademola Dashtu Samuel.

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