Wie baby tragen

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Von Schreien, Schnullern und Bäuerchen

Die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Förderung Ihres Kindes liegen allen Eltern am Herzen. Dabei wollen sie möglichst alles richtig machen und auf keinen Fall etwas Wichtiges verpassen. Doch Eltern haben oft Angst versehentlich das Falsche zu tun oder das Richtige zu lassen. Das eBook „Schreien stärkt die Lungen und 99 andere Elternirrtümer“ enttarnt 100 alte Ammenmärchen und moderne Medien-Mythen rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Entwicklung von Kindern.

Wir stellen Ihnen aus dem Buch 3 Mythen und aufklärende Antworten des erfahrenen Kinderarztes Martin Beck vor.

1. Mythos: „Ich muss mein Baby nach der Uhr füttern.“

Gerade beim Thema Ernährung und Verdauung gehen die Meinungen weit auseinander. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist zum Beispiel: „Ich muss mein Baby nach der Uhr füttern“. Auf Neugeborenen Stationen der Siebziger- und Achtzigerjahre wurden Babys alle vier Stunden zu ihren Müttern zum Stillen gebracht, ob sie gerade hungrig waren oder nicht. Heute dagegen respektiert man die Signale des Babys, mit denen es zeigt, ob und wie viel es trinken möchte. Ein Kind verhungert nicht, wenn es nachts mal mehr als 8 Stunden oder länger schläft. Wecken Sie es zur Mahlzeit lieber nicht auf. Das bringt normalerweise nichts, da Ihr Baby vor lauter Müdigkeit dann nicht viel trinkt.

Noch heute verbreitet ist die Meinung, dass Sie ein Baby nicht öfter als alle zwei Stunden füttern sollten. Die Begründung: Es verursache Bauchweh, wenn frische Milch im Magen auf die „angedaute Milch“ treffe. Das mag im Einzelfall möglich sein. Wenn Ihr Baby aber sehr oft schon nach einer Stunde wieder trinken möchte und nach der Mahlzeit nicht regelmäßig weint, müssen Sie sich keine Gedanken machen.

Ihr Baby weiß selbst am besten, wann es etwas braucht und wie viel. Je länger Sie Ihr Baby kennen, desto eher werden Sie die Signale wahrnehmen, mit denen es Hunger anmeldet. Signale, um Hunger zu bekunden, sind zum Beispiel:
• saugende Mundbewegung und Sauggeräusche,
• Schmatzgeräusche,
• Lippenlecken und Herausstrecken der Zunge,
• schnelle Bewegungen der Augen,
• am Händchen saugen

2. Mythos: „Das Bäuerchen muss sein.“

Aufstoßen und so den Magen „entlüften“ – das kann Ihrem Baby helfen, später nicht spucken zu müssen oder sich unwohl zu fühlen. Wenn das Bäuerchen zügig kommt – wunderbar. Aber wenn Ihr Kind Ihnen nach dem ersten Versuch nicht den Gefallen tut, zu rülpsen, dürfen Sie es durchaus ohne Bäuerchen hinlegen. Das ist dann auch ungefährlich. Ihr Kind hat nicht zwingend nach jedem Trinken über- schüssige Luft im Bauch, die es loswerden muss: Bei einer hektischen Mahlzeit schluckt es eher viel Luft beim Trinken mit, beim ruhigen Nuckeln, etwa beim Einschlafen, wenig bis keine. Auch führt geschluckte Luft nicht bei jedem Kind zu Unwohlsein oder Unruhe.

3. Mythos: „Schreien stärkt die Lungen.“

Unsere Urgroßeltern konnten das Schreien ihrer Kinder ebenso wenig aushalten wie wir heute, aber sie zogen eine andere Konsequenz daraus: Mit Sätzen wie „Schreien stärkt die Lungen“ wurde der Kinderwagen mitsamt seinem brüllenden Inhalt kurzerhand aus der Hörweite der Eltern gefahren. Heute, rund ein Jahrhundert später, wird dieser Satz noch gelegentlich – gerne von den Großeltern unserer Kinder – geäußert. Medizinisch ist er jedoch zu widerlegen: Die Lunge des Säuglings ist bei der Geburt schon voll entfaltet, Atmung und Stimmbänder funktionieren bestens, und nichts davon bedarf einer „Kräftigung“. Mittlerweile wissen wir: Beim Schreien allein zu sein stärkt vor allem die Angst.

„Das Schreien“ einstellen zu wollen ist ein Reflex aller Eltern. In der Regel wird heute nicht mehr der Kinderwagen hinters Haus gefahren, sondern die Eltern wenden sich tröstend ihrem Baby zu. Das ist auch gut so, denn durch das Schreien tut das Kind seine Bedürfnisse kund. Wenn ein Baby schreit, hat es irgendein Bedürfnis. Wenn Sie aber nicht herausfinden, was hinter dem Schreien steckt, dann sollten Sie Ihr Baby beim Schreien zumindest nicht allein lassen. Irgendwann wird sich Ihr Baby beruhigen, wenn es nur die – möglichst ruhige – Nähe von Mama und Papa spürt. Helfen können ein paar Trostschlucke Milch, auch wenn der Hunger nicht so groß ist. Durch das Stillen ist es am einfachsten für das Kleine Nähe zu spüren. Keine Angst, dadurch verwöhnen Sie Ihr Baby nicht.

Weitere Mythen und Halbwahrheiten finden Sie im GU Familienratgeber „Schreien stärkt die Lungen und 99 andere Elternirrtümer“. Stöbern Sie in unserer Kategorie Erziehungsratgeber für weitere Bücher zu diesem Thema.

Baby weint doll, wenn es ein Bäuerchen machen soll

Oh es kommt mir sooooooo bekannt vor xD
wir waren mit Würmchen beim kia, in der Klinik etc weil ich das gleiche durch hab und auch gedacht hab es wäre Sodbrennen. ..nix ist und laut Arzt ist das auch recht selten. ..Erklärung war, das der magenpförtner noch nicht richtig schließt in dem alter und immer etwas Nahrung wieder hoch kommt, verwächst sich mit der zeit!
Zum Glatze rubbeln…meine Freundin hatte das auch…der Sohn hatte kopfgneis, ist natürlich schwer über Ferndiagnose, aber das ist nix schlimmes, kia erkennt das fix :)das juckt halt nur …
zum bäuerchen, nimm sie nicht so oft hoch, sie wird noch zu hungrig sein und durch das schreien schluckt sie nur unnötig Luft dann…davon kann sie bauchweh bekommen. ..
wir machen es immer so :“
Sohnemann trinkt 230ml. ..
nach 150 ml machen wir bäuerchen und danach gibt’s den Rest und nochmal bäuerchen. ..
meiner hasst es übrigens über der Schulter sein bäuerchen zu machen…somit machen wir das im sitzen….klappt super 🙂
Liebe grüße und alles Gute 🙂

Babys richtig halten – sicher und bequem für Eltern und Kind

Ebenso wichtig wie selbst zu wissen, wie man ein Baby richtig hält ist es auch für Verwandte oder die bereits in der Familie lebenden Kinder. Gute Tipps sind da in der Regel erwünscht und vor allem auch wichtig. Gerade wenn kleinere Kinder das Baby im Arm halten, sollten Eltern zwar nicht ängstlich, aber doch wachsam sein, damit das erste Halten zu einem schönen Erlebnis wird.

Das Wichtigste zuerst

So winzig ein Neugeborenes auch erscheinen mag, es ist keinesfalls so zerbrechlich wie es aussieht. Das ist wichtig zu wissen, denn nur mit dem entsprechend sicheren und festen Griff, liegt auch das Baby sicher im Arm. Da Kinder im Körperkontakt schnell spüren, wenn jemand unsicher und angespannt ist, sollten Sie sich auf jeden Fall entspannen, bevor Sie Ihr Baby hochheben. Das wird schnell zwar sowieso zur Selbstverständlichkeit, ist allerdings ein guter Tipp für die erste Zeit im Krankenhaus oder mit dem Neugeborenen zuhause. Saubere Hände und saubere Kleidung gehören ebenfalls zu den Vorbereitungen – das gilt besonders bei Neugeborenen. Und schließlich sollten Sie gesund sein, denn ein Baby hat nur wenig Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren.

Hinterkopf und Rücken stützen

Für das Halten und auch das Tragen von Neugeborenen gibt es einige Grundregeln, die Sie zur Sicherheit des Traglings beachten sollten:

  • Der Hinterkopf des Babys muss auf jeden Fall abgestützt sein. Das kann mit der Hand am Hinterkopf geschehen, teilweise ergibt sich die Abstützung jedoch bereits aus der Haltung selbst, zum Beispiel dann, wenn Sie Ihr Baby unter den Achseln fassen und mit den Händen seinen Rücken umschließen.
  • Ebenfalls wichtig ist eine Abstützung des Rückens. Neugeborene haben eine schwach ausgeprägte Muskulatur und sacken leicht in sich zusammen. Das ist nichts Schlimmes, beim längeren Tragen sollte der Rücken jedoch abgestützt werden. Zum Beispiel mit der Hand oder auch mit dem Tragetuch.

Babys richtig hochheben

Bevor Sie Ihr Baby halten können, müssen Sie es ja erst einmal hochheben. Und das geht so:

  • Sie fassen Ihr (liegendes Baby) mit den Händen von vorne unter beide Achseln. Die Daumen sind dabei vorne, die freien Finger stützen hinten seinen Kopf und den Rücken.
  • Rollen Sie es in dieser Haltung auf die Seite.
  • Anschließend heben Sie es auf und legen es in einer der weiter unten erklärten Haltungen in Ihre Arme.

Beim Hochnehmen und auf die Seite rollen, sollten Sie übrigens immer mal die Seiten wechseln. So bleiben Sie und Ihr Baby flexibel und entwickeln keine einseitige Lieblingshaltung. Das gilt ebenso fürs Tragen. Auch da sollten Sie immer mal wieder die Seiten wechseln.

Die Wiegehaltung – kuschelig und dicht am Körper

Bei der Wiegehaltung liegt Ihr Baby wie in einer Wiege in Ihren Armen, sein Kopf liegt dabei in Ihrer Armbeuge, die Wiegehand stützt den Po. Mit dem zweiten Arm können Sie den Wiegearm unterstützen – aber auch Ihrem Baby den Schnuller geben oder andere Tätigkeiten ausführen. Wichtig bei dieser Haltung: Das Baby liegt nah an ihrem Körper an und seine Haltung ist ziemlich gerade.

Die Fliegerhaltung – ideal bei Blähungen

Hat Ihr Neugeborenes Bauchschmerzen, ist die Fliegerhaltung optimal. Dazu legen Sie Ihr Baby bäuchlings auf Ihren Unterarm, sein Kopf liegt dabei in Ihrer Armbeuge. Mit der anderen Hand stützen Sie seinen Po und sichern es gegen Verrutschen (Bild: © mathom – Fotolia.com).

Die Schulterhaltung – fürs Bäuerchen

Bei der Schulterhaltung schmiegen Sie Ihr Baby aufrecht an Ihren Körper, der Kopf schaut knapp über ihre Schulter. Diese Haltung unterstützt das Aufstoßen nach dem Trinken und ermöglichst Ihrem Baby Ausblicke auf die Umgebung. Bei dieser Haltung ist es besonders wichtig, Kopf und oberen Rücken mit der Hand abzustützen. Die zweite Hand stützt den Po.

Achten Sie auch auf Ihren Rücken!

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So wichtig es ist, das Baby richtig zu tragen, so gut sollten Sie auch auf sich selbst achten. Gerade später, wenn der Nachwuchs an Gewicht zulegt, kann das Halten und Tragen Ihren Rücken belasten, auch dann, wenn sie ein Tragetuch oder eine Tragehilfe verwenden. Dann sollten Sie folgendes beachten:

  • Tragen Sie das Baby hoch am Körper, ein hoher Körperschwerpunkt schont den Rücken.
  • Tragen Sie Ihr Baby dicht am Körper, auch dies wirkt sich günstig auf Ihren eigenen Körperschwerpunkt aus.
  • Tragen Sie Ihr Baby möglichst oft in der Körperachse und eher selten auf der Hüfte.
  • Größere Kinder sind auf dem Rücken rückenschonender zu tragen. Außerdem haben Sie so die Hände frei.

Achten Sie außerdem auf Tragepausen – und nutzen Sie dann, wenn Ihr Rücken streikt, lieber auch mal den Kinderwagen. Meist protestieren Kinder auf dem Arm oder im Tragetuch ohnehin, wenn Sie spüren, dass Ihnen selbst die Situation unbehaglich wird.

Babys richtig halten

Bevor es an das Tragen Ihres Babys geht, müssen Sie es erst mal richtig aufnehmen. Viele Eltern wissen hier bereits nicht ganz genau, wie sie am sinnvollsten vorgehen. Eine Grundregel ist, dass Sie den Kopf Ihres Babys unbedingt stützen müssen! Vergessen Sie nicht, dass kleine Babys ihren Kopf noch nicht selbstständig halten können. Bis sich die dafür notwendige Nackenmuskulatur ausreichend gebildet hat müssen Sie also diese Aufgabe übernehmen.

Das Baby aufnehmen

Achten Sie immer darauf, dass das Aufnehmen sehr sanft geschieht. Sprechen Sie mit Ihrem kleinen Sonnenschein, schauen Sie Ihr Baby an und bereiten Sie es so darauf vor, dass es gleich aufgenommen wird. Wenn Sie Ihr Baby aus der Rückenlage aufnehmen wollen, dann legen Sie einen Unterarm unter den Rücken und den Kopf und schieben Ihre andere Hand langsam unter den Po. Wenn Sie sich damit unsicher fühlen, dann stützen Sie mit einer Hand den Kopf- und Nackenbereich und schieben von der anderen Seite den Arm unter Po und Wirbelsäule.

Liegt Ihr Baby gerade auf dem Bauch, dann nehmen Sie es am einfachsten auf, wenn Sie mit Ihrem Arm aus der Richtung, in der sich der Kopf des Kindes befindet, unter seinen Bauch greifen. So liegt der Kopf Ihres Babys in Ihrer Armbeuge und wird durch diese gestützt. Mit der anderen Hand können Sie nun unter den Po greifen und Ihr Baby langsam hochheben.

Aus der Seitenlage ist das Aufnehmen etwas einfacher, da das Köpfchen nicht unbedingt gestützt werden muss. Leichte seitliche Kippbewegungen sind für die Wirbelsäule ihres Babys nicht gefährlich. Sie eignen sich sogar zur Übung, denn Ihr Sonnenschein kann so bereits üben, den Kopf selbst zu halten. Für alle Arten des Aufnehmens gilt aber: Wenn Sie Ihr Kind im Arm halten, müssen immer Kopf und Nacken des Kindes gestützt werden!

Das Baby richtig halten

Gehalten zu werden, ist für Babys eine tolle Sache. Noch schöner finden es Babys, wenn sie dabei so gehalten werden, dass sie dabei nur sehr wenig Bewegungsfreiheit haben. Im Mutterleib an den Platzmangel gewöhnt, stellt sich beim Tragen in dieser Form gleich ein geborgenes Gefühl ein. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Griffen und Haltevarianten, aber die „Schulterhaltung“ wird oftmals bevorzugt. Dabei halten Sie Ihr Baby aufrecht mit dem Bauch zu Ihrem Körper gedreht. Den Kopf des Babys legen Sie dabei auf der Schulter ab und stützen mit dem Unterarm den Po, mit der anderen Hand den Rücken und Nackenbereich. Ein weiterer beliebter Griff ist der „Fliegergriff“. Dabei liegt Ihr Baby bäuchlings auf Ihrem Unterarm. Der Ellenbogen stützt den Kopf und Ihr Kind kann seine Umwelt ideal betrachten. Eine Hand greift dabei durch die Beine des Kindes und hält es am Oberschenkel fest. Mit der anderen Hand können Sie zusätzlich den Oberkörper sichern.

Das Baby richtig halten und tragen

Ein Baby hat während der ganzen Schwangerschaft direkten Kontakt zur Mutter. Es hört ihre Stimme, spürt ihren Herzschlag und ist ständig mit ihr zusammen in Bewegung. Seine Mama ist ihm somit voll und ganz vertraut. Da ist es doch ganz logisch und verständlich, dass sich ein Baby, wenn es dann das Licht der Welt erblickt hat, weiterhin nach Nähe und Körperkontakt sehnt. Optimal kann man diese Bedürfnisse des Babys befriedigen, indem man es trägt. Doch haben nicht alle Mütter und Väter Erfahrung mit kleinen Babys, denn einige Eltern halten nach der Geburt ihres ersten eigenen Kindes überhaupt zum ersten Mal ein neugeborenes Baby im Arm. Und auch wenn ihnen im Krankenhaus von Hebammen und Krankenschwestern gezeigt wird, wie man ein neugeborenes Baby hält und trägt, sind manche etwas unsicher, was den Umgang bzw. das Halten und Tragen ihres kleinen, zarten Babys betrifft.

© iStock, lolostock

So halten und tragen Sie Ihr Baby richtig!

Den Kopf des Babys stützen:
Da Neugeborene noch nicht in der Lage sind ihr Köpfchen selbst zu halten, muss der kleine Kopf hinten stets gestützt werden, wenn Sie das Baby hoch nehmen und tragen.

Das Baby Hochnehmen:
Möchten Sie das Baby hoch nehmen, so ist es sinnvoll, wenn sie es dabei anschauen und mit ihm sprechen, dann ist es besser darauf vorbereitet.
Beim Hochnehmen aus der Rückenlagen schieben Sie einen Unterarm unter den Rücken und in Verlängerung die Hand unter den Nacken, so dass die Finger den Hinterkopf des Babys stützen, gleichzeitig schieben Sie die andere Hand von unten her unter den Baby Po. Oder Sie schieben eine Hand stützend unter den Nacken und das Köpfchen des Babys und platzieren die zweite Hand von der anderen Seite her unter dem Po und der Wirbelsäule, um das Baby hoch zu nehmen. Sie können Ihr Baby aber auch von der Liegeposition vorsichtig auf die Seite drehen und es dann erst aus der Seitenlage hoch nehmen, denn kippt das Köpfchen seitlich etwas, so ist dies nicht so gefährlich für die Wirbelsäule des Babys. Doch ist trotzdem Vorsicht geboten …sobald Sie Ihr Baby nach dem Hochheben nämlich dann aufrecht halten, müssen Sie unbedingt sein Köpfchen stützen.
Beim Hochnehmen aus der Bauchlage greifen Sie aus der Richtung, in der sich der Kopf befindet, unter den Bauch des Babys, so dass sein Köpfchen in Ihrer Armbeuge liegt und die Hand unter dem Bauch des Babys. Mit der zweiten Hand heben Sie den Unterleib des Babys an.

Möglichkeiten, das Baby zu halten und zu tragen

Armhaltung:
Bei der Armhaltung wird das Baby im Ganzen gehalten und sein Körper ist in sich gerade. Es liegt mit dem Rücken auf dem Unterarm bzw. in der Armbeuge von Mama oder Papa, ganz nah an den Körper gedrückt und wird meist dabei ein wenig gewiegt – deshalb auch Wiegehaltung. Das Köpfchen wird vom Ellbogen geschützt. Die Armhaltung ist zudem bestens geeignet, um das Baby zu beruhigen.

Fliegergriff:

Beim Fliegergriff liegt das Baby bäuchlings auf dem Unterarm von Mutter oder Vater, das Köpfchen liegt in der Armbeuge und wird somit vom Ellbogen gestützt. Mit der anderen Hand halten Sie Po und Oberschenkel des Babys fest, damit das Baby stabil liegt. Der Fliegergriff ist zu empfehlen, wenn Babys an Blähungen oder Kolik / Dreimonatskoliken leiden und Sie es längere Zeit herumtragen.

Schulterhaltung:

Das Baby wird aufrecht gehalten – mit dem Körper zu Mama oder Papa gedreht und an dessen Oberkörper gelehnt – so dass sein Köpfchen an der Schulter desjenigen angelehnt werden und ruhen kann. Die Schulterhaltung ist typisch fürs Bäuerchen nach dem Stillen oder Fläschchen und zum Herumschauen. Mit einem Arm / einer Hand stützen Sie den Baby Po, mit der anderen Hand stabilisieren Sie den Rücken und den Kopf des Babys, so dass sein Köpfchen nicht nach links, rechts oder nach hinten wegkippen kann.

Weitere Option, um das Baby zu tragen – ein Tragetuch

Sie können Ihr Baby entweder ganz normal auf den Arm nehmen und tragen oder in einer speziellen Tragevorrichtung.
Bewährt haben sich hierfür Tragetücher, die querelastisch gewoben wurden und sich beiden perfekt anpassen, sowohl dem Baby als auch dem Träger. Gleichzeitig wird der labile Babyrücken optimal gestützt.

Babys Rücken!

Es wird immer wieder behauptet, dass es für den Rücken des Babys schädlich sei, wenn es in einem Babytragetuch getragen wird. Wenn das Tuch gut gebunden wird ist sogar genau das Gegenteil der Fall. Halten wir uns doch einmal vor Augen, wie die Streckung der kindlichen Wirbelsäule verläuft. Das ungeborene Baby liegt nicht gestreckt, sondern mit rundem Rücken im Mutterleib. Im Laufe des ersten Lebensjahres streckt sich dann das kleine Rückgrat allmählich. Die Streckung beginnt in der Halswirbelsäule, das Baby kann dann sein Köpfchen alleine halten, wenn es auf dem Bauch liegt. Sobald das Baby ganz ohne Hilfe sitzen kann ist die zweite Phase der Streckung abgeschlossen. Zum Schuss, also dann in der dritten Phase streckt sich die Lendenwirbelsäule des Kindes. Nun endlich ist es soweit und das Kind kann alleine stehen und laufen, was bei ihm selbst und natürlich auch bei seinen Eltern Freude und Stolz auslöst.

Hoffentlich sind nun auch die letzten Skeptiker davon überzeugt, dass der runde Rücken eines Babys im Tragetuch etwas völlig normales und gesundes ist und dass Kinder dadurch keine Haltungsschäden davontragen. Voraussetzung für das Wohlbefinden des Kindes ist natürlich eine korrekte Bindeweise des Tragetuches, deshalb sollten Sie unbedingt bei einer erfahrenen Mutter, Hebamme oder Trageberaterin die richtige Technik erlernen, wie das Tuch gebunden wird.

Das Baby sollte nicht zu früh im Hochstuhl sitzen!

Es gibt nicht nur beim Tragen eines Babys einige wichtige Dinge, die zu beachten sind, sondern auch was das Sitzen betrifft. Es kommt immer wieder vor, dass Babys (eigentlich viel zu bald) eingepfercht zwischen mehreren Kissen in ihrem Hochstuhl mit am Tisch sitzen (sofern man dies als „sitzen“ bezeichnen kann). Sie sollten dies vermeiden, denn so lange ein Baby noch nicht in der Lage ist, alleine zu sitzen schadet dies mehr als dass es nützt. Eigenständig sitzen zu können ist für Babys ein sehr großer Schritt und auch die Eltern können meist den Tag kaum erwarten, bis es endlich soweit ist. Erzwingen Sie nichts und haben Sie Geduld, denn alleine sitzen zu können setzt immer die notwendige Streckung der Brustwirbelsäule des Kindes voraus.

Baby sollte nicht zu lange im Autositz sitzen!

Auch der Kindersitz ist ein wichtiger Faktor, was Babys Rücken betrifft. Der Kindersitz sollte geprüft, sicher und dem Alter entsprechend sein. Außerdem sollte er wirklich nur im Einsatz sein, wenn Sie mit dem Kind im Auto unterwegs sind, denn solange das Baby in dieser Schale sitzt, hat es eine unnatürliche und zusammengestauchte Haltung, selbst wenn der Kindersitz verstellbar ist und etwas flacher eingestellt werden kann.

Babywippe in Maßen in Gebrauch nehmen

Vorsichtig sein sollten Sie auch mit einer Babywippe, wo sich Ihr Kleines in einer halb liegenden und halb sitzenden Haltung befindet und dazu noch festgeschnallt ist. Bei Ärzten und Hebammen sind Babywippen nicht unumstritten, denn werden die Babys zu lange darin verwahrt, so kann dies Wirbelsäulenschäden und Entwicklungsverzögerungen zur Folge haben. In Maßen angewandt sind Babywippen jedoch in den ersten Lebensmonaten des Babys ein praktischer Begleiter für die Eltern.

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So hilfst du deinem Baby, ein Bäuerchen zu machen

Unterstützung beim Bäuerchen – eine kleine Anleitung

Fällt es dir schwer, dein Baby dazu zu bringen, ein Bäuerchen zu machen, dann kann die nachfolgende Anleitung dir dabei helfen:

1. Nutze natürliche Pausen

Erzwinge keine Pause beim Füttern, indem du deinem Baby die Flasche oder die Brust entziehst. Das verunsichert dein Baby nur, es wird sich hektisch auf die Suche nach der Nahrung machen und dann vielleicht noch schneller trinken. Nutze eher die natürlichen Pausen. Lässt dein Baby die Flasche oder die Brust los oder wechselst du die Seite zum Stillen, dann ist nun der richtige Zeitpunkt für ein Bäuerchen.

2. Wähle eine günstige Position

Ein Klassiker ist es, das Baby auf die Schulter zu legen und ihm sanft den Rücken zu streicheln oder vorsichtig auf den Rücken zu klopfen. Probier es aus. Funktioniert es nicht, kannst du dein Baby seitlich auf deinen Schoß setzen. Achte darauf, dass es sich ein wenig nach vorne neigt und dein Kinn auf deiner Hand liegt. Klopf auch jetzt wieder sanft auf den Rücken. Bei der dritten Variante legst du dir das Baby auf den Schoß und zwar mit dem Gesicht nach unten. Du stützt es mit einer Hand ab und klopfst mit der anderen Hand auf den Rücken.

Schnell wirst du feststellen, welche Position für dein Baby besonders erleichternd ist und kannst diese beim nächsten Mal wieder wählen.

3. Warte kurz ab

Gib deinem Baby Zeit und warte ein paar Minuten ab, ob sich ein Bäuerchen löst. Wie bereits erwähnt: Dauert es länger als fünf Minuten, dann stört vermutlich keine Luft im Bauch.

Tipp: Bei einigen Babys kommt mit dem Bäuerchen wieder etwas Milch hoch. Leg dir daher am besten ein kleines Spucktuch auf die Schulter, damit deine Kleidung nicht schmutzig wird.

Bäuerchen machen: Laut Studie hat es keinen Effekt auf Babys

Worum geht’s hier eigentlich?

Um rülpsende Babys. Seit Urzeiten wird Müttern empfohlen, ihre Babys nach dem Trinken zum Aufstoßen zu bringen (zum Beispiel durch Klopfen auf den Rücken). Bei uns auch bekannt als „Bäuerchen“. Die Begründung: Babys würden viel Luft schlucken beim Trinken und bekämen sonst Bauchschmerzen.

Und wer zweifelt plötzlich am Bäuerchen?

Eine Medizinerin aus Indien. Bhavneet Bhati hat selbst ein Baby bekommen und fand es schwierig, es zum Rülpsen zu bewegen, vor allem in der Nacht. „Ich hörte auch von vielen anderen erschöpften Müttern, die nachts stundenlang ihre Babys klopften und auf das erlösende Rülpsgeräusch warteten“, so Bhat laut Sciencenews.org. Als sie nach Studien suchte, die den Sinn des Babyrituals bestätigten, fand sie zu ihrer Überraschung keine.

Also hat sie selbst nachgeforscht?

Genau. Bhavneet Bhati untersuchte 71 Mütter und ihre neugeborenen Babys. Die eine Hälfte sollte das Baby zum Aufstoßen bringen, die andere Hälfte verzichtete aufs Bäuerchen. Dann wurde über drei Monate genau Buch geführt, wie oft das Baby weinte, ob es Koliken hatte oder sich sonst wie unwohl fühlte.

Was kam heraus?

Tatsächlich gab es keinen wirklichen Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die „gebäuerten“ Babys weinten nicht weniger als die „ungebäuerten Babys“. Dafür spuckten sie öfter, nämlich fast doppelt so häufig.

„Speibabys sind Gedeibabys“, sagt man doch auch.

Ja, grundsätzlich ist das Spucken nicht dramatisch – viele Babys neigen dazu, ganz gleich, ob gebäuert wurde oder nicht. Dennoch muss man sich fragen, ob diese Häufigkeit wirklich nötig ist.

Also soll man das Rülps-Ritual nun ganz lassen?

Wenn euer Baby sich windet und ganz offenbar „was querliegt“, könnt ihr es natürlich weiter zum Aufstoßen bringen. „Wir stellen nur das Ritual nach jeder Mahlzeit in Frage, nicht das gelegentliche Bäuerchen, zu dem die Betreuenden einem Baby intuitiv verhelfen“, so Bhavneet Bhati.

Was sagen andere Experten dazu?

Jana Friedrich arbeitet als Hebamme in Berlin und schreibt das Hebammenblog. Seit kurzem bietet sie Eltern auch eine Telefonberatung an. Mehr auf https://www.hebammenblog.de/

© Privat

Die Berliner Hebamme Jana Friedrich ist „froh, dass die Studie mit dem Mythos ‚ein Bäuerchen ist ein Muss‘ aufräumt“. Sie rate Familie, die Babys, wenn es nötig scheint, höchstens 3 Minuten zum Bäuern hoch zu nehmen. „Wenn das Kind danach nicht gebäuert hat, braucht es das offensichtlich gerade nicht und kann hingelegt werden. Viele Kinder schlafen ja nach dem Trinken gerne ein und das Geschuckel und Geklopfe würde sie dabei stören.“ Wenn sich doch Luft im Bauch angesammelt habe, sehe man das daran, dass das Baby nach kurzer Zeit sehr unruhig wird und sich windet. Dann sollten Eltern das Kind nochmal hochnehmen, damit die Luft entweichen kann.

„Am Ende ist es doch wie immer“, so die Hebamme, „man muss schauen, was das eigene Kind braucht, statt sich strikt an Regeln zu halten.“

7 Tricks, wie du deinem Baby beim Bäuerchen machen helfen kannst

#2 Verschiedene, bewährte Bäuerchen-Positionen

Nicht jedes Baby honoriert es automatisch mit einem Bäuerchen, wenn es an die Schulter gelegt wird. Um das Bäuerchen dennoch anzuregen, kannst du die Position variieren und so ein Gefühl dafür entwickelt, welche Körperhaltung deinem Kind beim Aufstoßen hilft.

  • Über die Schulter legen
    Diese Bäuerchen-Position kommt den meisten in den Sinn, wenn es darum geht, das Baby aufstoßen zu lassen. Leg dein Baby über deine Schulter, am besten so, dass sein Magen an deiner Schulter liegt. Stütze den Po mit deinem Arm. Klopfe den Rücken leicht oder massiere ihn mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck. Ein Spucktuch über der Schulter fängt gegebenenfalls die erbrochene Milch auf. Dass dein Baby etwas Milch spuckt, ist durchaus normal.
  • Sitzend aufstoßen
    Ebenso bewährt hat sich diese Bäuerchen-Position: Setze dein Kind auf deinen Oberschenkel, neige es leicht nach vorne (Kopf stützen nicht vergessen!) klopfe und massiere wieder seinen Rücken. In dieser Position sollte das Spucktuch auf deinem Bein liegen.
  • Auf dem Bauch liegend aufstoßen
    Manche Kinder stoßen leichter auf, wenn sie kurz am Bauch liegen. Lege dein Baby dafür auf deinen Schoß oder nimm es im Fliegergriff. Achte darauf, dass der Kopf dabei etwas erhöht zum Körper liegt. Ältere Babys kann man auch seitlich auf den Schoß setzen und ihren Oberkörper leicht neigen.

Wie das dann in der Praxis aussieht, kannst du dir in diesem Video ansehen. Hier erklärt die Kinderärztin Blair S. Hammond vom Mount Sinai Hospital in New York, was du bei der jeweiligen Bäuerchen-Position beachten musst.

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