Wenn babys schreien

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Wie Eltern Schreibabys beruhigen können

Hilfe vom Experten

In den ersten Monaten brauchen kleine Schreihälse vor allem eines: Eltern, die Ruhe bewahren und ­ihnen liebevoll Halt und Sicherheit geben – auch wenn sie keine strahlenden Wonneproppen sind. Dem Gebrüll möglichst gelassen zu begegnen, ist – da sind sich alle Experten einig – der wichtigste Tipp im Umgang mit Schrei­babys. Je genervter Mama und Papa reagieren, desto mehr schaukelt die Unruhe sich wechselseitig hoch.

Das hört sich leichter an, als es im Alltag ist. Eltern sollten sich nicht scheuen, Rat und Hilfe zu suchen, am bes­ten zuerst bei der Hebamme oder beim Kinderarzt. Er kann auch durch eine Untersuchung abklären, ob nicht doch etwas Organisches Probleme bereitet. „Manchmal schmerzt ein Leis­­tenbruch oder eine Entzündung des Mittelohrs“, sagt Medizinerin Brunnert. „Auch eine Fehlstellung der Wirbelsäule, Blockaden am Kopfgelenk oder einer Rippe sind möglich.“ Vor allem bekommen die Eltern Gewissheit. Das nimmt viele Ängste.

Aufregung vermeiden

Wird keine organische Ur­sache entdeckt, gilt es herauszufinden, was Kind und Familie helfen kann. „Ein Allheilmittel gegen exzessives Schreien gibt es nicht“, sagt ­Tanja Brunnert. Die Ärztin ­empfiehlt, schnell einen festen Tagesablauf einzuhalten und Stress zu vermeiden. Ihr Tipp: möglichst wenig Besuch und Fernsehen, keine aufregenden Unternehmungen, nicht zu viele wechselnde Betreuungspersonen. Brunner: „Was für uns stinklangweilig ist, ist fürs Kind genau richtig.“ Dazu gehört auch, nicht ständig für Ablenkung zu sorgen, wenn das Baby schreit, oder jeden Abend eine neue Strategie auszuprobieren, damit es einschläft. Ein warmes Bad oder eine sanfte Massage wirken häufig beruhigend – es sei denn, das Kind lässt sich nicht gern anfassen. ­Kleine ­Schreihälse, die auf Hautreize hypersensibel reagieren, profitieren teilweise von einer sensorischen Integrationstherapie, die der Arzt verordnen kann.

Regelmäßig schlummern

Brüllt das Kind trotzdem unvermindert weiter, sollten ­Eltern nicht zögern, eine Schreiambulanz aufzusuchen. „Wir lassen schon vor dem ersten Termin bei uns ein Schlaftagebuch aus­füllen“, sagt Margret Ziegler. „Schrei­babys schlafen zu wenig, sind chronisch übermüdet.“ Normalerweise braucht ein Baby nach ein bis eineinhalb Stunden Wachphase ­eine Pause. Anhand der Einträge leitet die Ärztin Mütter und Väter an, ihr Kind in regelmäßigen Abständen zum Schlafen zu bringen. Oft ist ­dies der erste Schritt zu einem entspannteren Familienleben.

Wie lange das Baby tatsächlich schreit, können Eltern beispielsweise mithilfe eines Schlafprotokolls dokumentieren, welches wir hier zum Download anbieten.

Schreibabys

© FamVeld / .com

Wenn das Baby schreit, gibt es im Allgemeinen einen Grund dafür. Es ist seine einzige Möglichkeit mitzuteilen, dass es Hunger, Durst oder Schmerzen hat, dass seine nasse Windel unangenehm ist, dass das Licht zu grell, der Lärm zu groß ist. Vielleicht langweilt es sich auch, ist mit sich selbst unzufrieden oder auch nur müde. Das Schreien des Babys versetzt seine Eltern gemeinhin in Alarmbereitschaft. Ihr Kind teilt ihnen nicht nur mit, dass es sich unwohl fühlt. Es fordert Sie gleichzeitig auf, dieses Unwohlsein abzustellen.

Zwei Stunden weinen ist durchaus normal

Die meisten Babys weinen in den ersten drei Monaten ihres Lebens relativ viel. Eine Schrei-Zeit bis zu zwei Stunden täglich gilt dabei als durchaus normal. Doch manche Babys schreien mehr, viel mehr. Sie lassen sich weder durch Stillen noch durch Tragen, Schaukeln oder Wickeln beruhigen. Sie weinen so ausdauernd und untröstlich, dass die Eltern nicht mehr wissen, wie sie ihrem Kind helfen sollen.

Auf der Suche nach Unterstützung werden Eltern häufig nicht nur von ihrem unmittelbaren Umfeld, sondern auch von behandelnden Ärzten im Stich gelassen. Denn mit guten Ratschlägen, unterschwelligen Vorwürfen oder auch Durchhalte-Parolen ist betroffenen Familien nicht geholfen.

Schreiambulanzen und Beratungsstellen können schnell helfen

Dagegen können verzweifelte Eltern für sich und ihr Baby wirksame Beratung und schließlich Hilfe bekommen. In so genannten „Schreiambulanzen“ oder auch spezialisierten Beratungsstellen stehen ihnen kundige Ärztinnen, Ärzte und Hebammen bei der Lösung dieses Problems zur Seite. Hier können vom ständigen Schreien ihres Babys erschöpfte Eltern die immense Anspannung abbauen. Sie werden von möglichen Schuldvorwürfen entlastet und man begegnet ihnen mit Verständnis. Ihr Problem bekommt einen Namen. Sie werden feststellen, dass sie nicht die Einzigen sind, deren Baby ausdauernd schreit. Und – das Wichtigste – bei entsprechender Beratung und Behandlung kann dem Baby und seinen Eltern relativ schnell und effektiv geholfen werden.

Welche Folgen hat übermäßiges Schreien für die Entwicklung des Babys?
Warum wird ein Baby ein Schreibaby?
Was können betroffene Eltern von Schreibabys tun?
Wo kann ich Hilfe bekommen?
Welche Hilfe gibt es für Schreibabys?
Wie sind die Erfolgsaussichten für Schreibabys?
Wo bekomme ich Hilfe? Weiterführende Links zum Thema „Schreibaby“

Welche Folgen hat übermäßiges Schreien für die Entwicklung des Babys?

Bei vielen Kindern endet die „Schreiphase“, die ab der zweiten Lebenswoche beginnen kann, nach einigen Wochen. Sie kann im Laufe der ersten drei Monate abklingen, tatsächlich recht harmlos sein und sich von selbst auswachsen.

Doch bei zirka vier Prozent der „Schreibabys“ dauert sie wesentlich länger. Aus den „Schreibabys“ können „Schreikleinkinder“ werden. Diese

  • sind extrem unruhig

  • zeigen Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel das Schlagen des Kopfes oder das Laufen gegen Wände

  • leiden an Essstörungen und Schlafstörungen

  • leiden später nicht selten am Aufmersamkeitsdefizitsyndrom (ADS)

Warum wird ein Baby zum Schreibaby?

Bei der Frage, warum manche Babys stundenlang brüllen, andere dagegen nicht, geht man von verschiedenen Ursachen aus.

Erfahrungen in der Arbeit mit Schreibabys zeigen, dass die Ursache für ausdauerndes Babygebrüll im Allgemeinen nicht im sozialen Umfeld liegt. Auch hat es offensichtlich nichts mit einer möglichen Krise in der Partnerschaft nach der Geburt zu tun. Auch die „Dreimonatskolik“ scheint selten für unaufhörliches Schreien die Ursache zu sein.

In der Fachwelt vermutet man, dass

  • Stress wie zum Beispiel seelische Belastungen in der Schwangerschaft. Das können unbewältigte Konflikte sein, die die schwangere Frau belasten oder auch eine spannungsgeladene Partnerschaft während dieser Zeit.

  • Probleme bei der Geburt. Übrigens: Nicht jeder Notkaiserschnitt führt zu einem Schreibaby. Es kann aber zum Beispiel durch die Geburt bei dem Baby eine leichte Schrägstellung der Wirbelsäule auftreten, die Schmerzen verursacht, die schließlich die Ursache für übermäßiges Schreien sein können.

  • Anpassungsprobleme des kindlichen Organismus nach der Geburt. Das Neugeborene muss nicht nur Umwelteinflüsse verarbeiten, es muss auch neue Ernährungsgewohnheiten erlernen sowie den Wechsel zwischen erholsamem Schlaf und aufmerksamem, zufriedenen Wachsein.

eine Rolle spielen.

Was können betroffene Eltern von Schreibabys tun?

Das Schreien ihres Babys aushalten zu müssen, ist für Eltern nie sehr leicht, auch wenn es im Rahmen des „Normalen“ liegt. Das Weinen Ihres Kindes sorgt dafür, dass bei Ihnen alle Alarmglocken läuten. Das ist gut so, denn für Ihr Baby ist es die einzige Möglichkeit, die Befriedigung seiner Bedürfnisse einzufordern.

Wenn Ihr Baby weint, werden Sie versuchen, den Grund dafür herauszufinden. Das gelingt nicht immer. Sie haben es genährt, frisch gewickelt, die Zimmertemperatur verändert – Ihr Kind schreit weiter. Es ist untröstlich.

Dann können Sie versuchen, es mit einer der folgenden Möglichkeiten zu beruhigen. Finden Sie die heraus, die für Sie am besten passen könnte, vertrauen Sie dabei auf Ihr Gefühl:

  • Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Baby, singen Sie ihm etwas vor, massieren Sie es sanft.

  • Legen Sie sich Ihr Baby auf Ihren nackten Oberkörper, der Körperkontakt wirkt meistens ungeheuer beruhigend auf das Kind.

  • Setzen Sie Ihr Baby mit dem Rücken zu sich auf Ihren Schoß. Halten Sie dabei mit einer Hand seinen Bauch, mit der anderen seinen Kopf.

  • Streckt sich Ihr Baby beim Schreien und macht es sich steif, bringen Sie es aktiv wieder in eine Haltung mit gekrümmtem Rücken.

  • Lassen Sie Ihr Baby jemand anderen halten. Es wirkt manchmal wie ein Wunder, wenn der Partner, Großmutter oder -vater, die Freundin Ihr Kind auf den Arm nimmt.

  • Legen Sie Ihr Kind zum Schlafen immer in sein Bettchen. Nehmen Sie es nicht bei der kleinsten Aufregung gleich wieder auf den Arm.

  • Legen Sie Ihr Baby beim ersten Anzeichen von Müdigkeit zu Bett. Damit kann manche Schreiattacke rechtzeitig aufgefangen werden.

  • Schütteln Sie Ihr Kind unter keinen Umständen! Es besteht die Gefahr eines Schütteltraumas.

Lässt sich Ihr Kind trotz all Ihrer Bemühungen nicht beruhigen und schreit es in einer Intensität und Dauer, die für Sie nicht auszuhalten ist, suchen Sie sich professionelle Beratung und Hilfe.

Wo kann ich Hilfe bekommen?

Hat die Kinderärztin eine Krankheit, die für das übermäßige Schreien Ihres Babys verantwortlich sein könnte, ausgeschlossen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich Rat und Hilfe zu holen.

In den meisten Großstädten gibt es so genannte Schreiambulanzen. Sie sind häufig Kinderzentren oder Kinderkliniken angeschlossen. Sie können dort anrufen und sich telefonisch beraten oder einen Termin für ein persönliches Gespräch geben lassen. Manchmal ist es auch möglich, dass ein Mitarbeiter einer solchen Einrichtung zu einem ersten Gespräch zu Ihnen nach Hause kommt. Es kommt vor, dass Eltern so erschöpft sind, dass ihnen ein Gang in die Ambulanz nicht mehr möglich ist.

In jedem Fall sollten Sie sich aber frühzeitig, das heißt, bevor Sie am Ende Ihrer Kräfte sind, professionelle Hilfe suchen. Je früher Sie dies tun, desto besser kann Ihnen und Ihrem Baby geholfen werden.

Bevor Sie von allen Seiten widersprüchliche Ratschläge bekommen und bevor Ihre Selbstzweifel überhand nehmen, suchen Sie sich lieber Rat und Hilfe bei Fachleuten. Es gibt überall spezialisierte Beratungsstellen, in denen Ärztinnen, Ärzte und Hebammen Hilfe und Unterstützung anbieten.

Eine zentrale Anlaufstelle mit langjähriger Erfahrung ist die Münchner Sprechstunde für Schreibabys im Kinderzentrum München, Heiglhofstr. 63, 81377 München, Tel. 089 710090 oder www.kinderzentrum-muenchen.de

Krisentelefon 0800 7100900 (kostenfreie Rufnummer)
erreichbar am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 19 bis 22 Uhr

Unter http://www.schwanger.bayern.de/familie/probleme/schreibabys.php finden Sie außerdem eine Übersicht über das Beratungsangebot in ganz Bayern mit entsprechenden Links zu den Ansprechpartnern.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen informiert deutschlandweit mit neuen Infomaterialien des NZFH zum Schütteltrauma. Ünd die Suche finden Sie dort deutschlandweit Schreiambulanzen und Beratungsstellen freier und öffentlicher Träger.

Welche Hilfe gibt es für Schreibabys?

Führen Sie ein Schreitagebuch

Ein Patentrezept gegen die Schreiattacken Ihres Babys werden Sie nicht in die Hand bekommen. In den entsprechenden Beratungsstellen werden Sie aber lindernde Methoden kennen lernen, mit deren Hilfe Sie Ihrem Kind und sich helfen können.

Vielleicht wird Ihnen die Führung eines sogenannten „Schreitagebuchs“ empfohlen, in das Sie über eine gewisse Zeit für jeden Tag eintragen, wann Ihr Baby

  • schläft,

  • tatsächlich schreit,

  • ruhige Phasen des Wachseins hat.

So lernen Sie den Rhythmus Ihres Kindes verstehen und können die ruhigen Phasen zu einem entspannten Kontakt mit Ihrem Baby nutzen.

  • In manchen Beratungsstellen setzt man auf sanfte körpertherapeutische Verfahren, mit deren Hilfe Sie für sich selbst Entspannungstechniken erlernen können. So lernen Sie, sich fallen zu lassen und vor allem, ruhig zu bleiben, wenn Ihr Kind brüllt. Ihre eigene Entspannung werden Sie automatisch an Ihr Kind weitergeben und so beruhigend auf es wirken.

  • Sie erfahren dort, wie Sie Ihr Baby mit sanften Massagen gegen die verspannte Muskulatur beruhigen. Möglicherweise lernen Sie, wie Sie es – mit zwei speziellen Griffen – halten, ohne es am Schreien zu hindern.

  • Ein leises Summen dazu, während Sie Ihr Baby auf diese Weise herumtragen, kann eine sehr beruhigende Wirkung auf Ihr Kind haben.

An welche Stelle Sie sich auch wenden, an eine „Schreiambulanz“, eine spezialisierte Facharztpraxis, ein sozialpädiatrisches Zentrum: Sie lernen ganz praktische Methoden, wie Sie sich und Ihrem Baby helfen können.

Wie sind die Erfolgsaussichten für Schreibabys?

Meist sogar mit geringem Aufwand kann betroffenen Eltern und Kindern geholfen werden.

Hier ein paar Zahlen des Münchner Kinderzentrums, das mit seinem Angebot der „Sprechstunde für Schreibabys“ allerbeste Erfahrungen gemacht hat: Bei 2.100 Familien konnte mit durchschnittlich vier Terminen rund 90 Prozent der vorgestellten Kinder geholfen werden. Ungefähr die Hälfte der Kinder wurde dabei vollständig kuriert, bei der anderen Hälfte wurde zumindest erreicht, dass sich die Kinder stabilisieren konnten.

Wo bekomme ich Hilfe? Weiterführende Links zum Thema „Schreibaby“

Schreibabyambulanz des Kinderzentrum Münchens

Liste aller Jugendämter, die Ihnen weiterhelfen können

Nationales Zentrum frühe Hilfen

Schreibaby: Gebrüll ohne Ende

Alle Babys schreien. Bekommen sie, was sie brauchen, sind sie schnell ruhig. Doch manche Säuglinge brüllen weiter – ohne Ende. Besonders in den ersten drei Monaten ihres Daseins ist es besonders schlimm.

Nichts hilft: kein Stillen, kein Herumtragen, kein Kuscheln. Das kann Eltern verzweifeln lassen. Je mehr das Baby weint, umso angespannter werden die Eltern. Sie können es nicht beruhigen und fühlen sich hilflos. Wahrscheinlich sind sie zudem unausgeschlafen. All das sind keine guten Voraussetzungen, um einfühlsam mit dem Kind umzugehen. Was die Eltern häufig nicht wissen: Das Baby hat ganz andere Probleme, als sie meinen.

Bauchschmerzen und Blähbauch sind nicht die Ursache

Trotz jahrzehntelanger Forschung bleiben die Ursachen der Brüllerei unklar. Früher nahmen Mediziner an, dass es Bauchschmerzen seien, die diese Säuglinge weinen lasse. Deshalb tauften sie das Syndrom auf den Namen Säuglingskolik. Doch Koliken, also Bauchkrämpfe, sind nicht der Grund für das Geschrei. Denn Verdauungsprobleme haben solche Babys eher selten: Nur fünf bis zehn Prozent der kleinen Brüller vertragen kein Eiweiß aus Kuhmilch oder Soja. Noch viel seltener malträtiert eine entzündete Speiseröhre die Schrei-Kinder.

Da brüllende und unruhige Kinder oft einen aufgeblähten Bauch haben, vermuteten Ärzte früher darin den Grund für das Schreien. Auch das beurteilen Fachleute heute anders: Der Bläh-Bauch kommt vom Schreien. Die Babys schlucken dabei so viel Luft, dass sich der Leib wie ein Luftballon aufpumpen kann.

Das Leben an sich macht den Babys zu schaffen

Schrei-Babys werden also nicht von Bauchschmerzen geplagt. Was ihnen zu schaffen macht, so vermuten Wissenschaftler, ist das Leben an sich: Die Neuankömmlinge müssen eine Menge lernen, sie müssen viele Reize verarbeiten und einen Rhythmus finden zwischen Wachen und Schlafen. Fachleute bezeichnen diesen Prozess als Selbstregulation.

Einige Kinder schaffen das sehr gut. Sie sind aufmerksam, wenn sie wach sind, und schalten ab, wenn zu viel auf sie einstürmt. Sie können sich sogar selbst beruhigen, indem sie an ihren Fingern nuckeln. Säuglinge, die übermäßig schreien, können all dies nicht so gut. Sie sind häufig überreizt und schlafen schlecht ein. Sie reagieren sehr empfindlich auf Umweltreize. Manche sind schon überfordert, wenn die Eltern sie wickeln wollen.

Warum manche Babys so empfindlich sind, ist bisher noch unklar. Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der Schwangerschaft. Säuglinge neigen eher zum exzessiven Schreien, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft seelisch besonders stark belastet waren. Das belegt eine deutsche Studie. Ein niederländisches Forschungsteam bestätigte dies und fand heraus, dass Mütter von Schreikindern eher unter Depressionen litten, Ängste bezüglich ihrer Schwangerschaft hatten und unter starkem beruflichen Druck standen.

Holen Sie sich Hilfe vom Profi statt Pillen

Wenn Ihr Baby empfindlich ist und sehr viel schreit, sollten Sie es nicht zu vielen Reizen aussetzen. Achten Sie auf einen ruhigen Tagesablauf und gönnen Sie Ihrem Kind regelmäßige Schlafphasen. So helfen Sie dem Säugling, sich in der Welt zurechtzufinden. Medikamente, etwa gegen Blähungen, können Sie vergessen – sie helfen nicht. Und eine Ernährungs-Umstellung ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Kind tatsächlich allergisch gegen ein Nahrungsmittel ist.

Suchen Sie sich auf jeden Fall Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen. Ihre Anspannung wird sonst zu groß und Sie können nicht mehr mit der nötigen Gelassenheit auf Ihr Kind reagieren. Zudem kann sich auch Ihr Kind nicht altersgerecht entwickeln, wenn es immer weiter schreit.

Lassen Sie sich von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin sowie von Freunden und Verwandten helfen. Als entnervter Vater oder als erschöpfte Mutter müssen Sie sich zwischendurch ausruhen können. Lassen Sie den Arzt auch untersuchen, ob Ihr Kind krank ist. Hilfe können Sie auch in so genannten Schreiambulanzen finden. Diese sind angegliedert an Kliniken, Praxen und Beratungsstellen.

Symptome

Beim Schreien zieht das Baby die Beine an und ballt die Hände zu Fäusten. Das Gesicht ist hochrot, der Rücken überstreckt, der Bauch häufig hart und gebläht. Dabei ist das Gebrüll schrill und geht durch den ganzen Körper des Säuglings. Vor allem in den Abendstunden weint und quengelt das Kind. Tagsüber kommen es nur schwer zur Ruhe, es kann meist nicht länger als 30 Minuten am Stück schlafen. Insgesamt schläft es weniger als sein Altersgenossen.

Ab wann ein Schreien als übermäßig gilt, haben Fachleute mit der so genannten Dreier-Regel definiert: Das Kind brüllt mindestens drei Stunden täglich. Und zwar an mehr als drei Tagen in der Woche. Und das Ganze dauert länger als drei Wochen. Charakteristisch ist, dass das Baby ohne erkennbaren Grund weint und sich durch nichts trösten lässt. Ärzte sprechen in solchen Fällen auch von Dreimonatskoliken.

Meist beginnen die Schreiattacken um die zweite Lebenswoche herum, nehmen bis zur sechsten Lebenswoche zu und enden meist, wenn das Baby vier Monate alt wird. In einigen Fällen hält die Brüllerei bis zum sechsten Lebensmonat oder noch länger an.

Durchfall ist ein Zeichen für eine Allergie

Möglicherweise schreit Ihr Baby, weil es allergisch auf Lebensmittel reagiert, zum Beispiel auf das Eiweiß in der Kuhmilch. Für eine Allergie würde sprechen, dass Ihr Kind gleichzeitig Durchfall hat und an Blutarmut leidet: Dann ist es sehr blass. Aber auch Sodbrennen, der so genannte Säure-Reflux, kann Ihren Säugling peinigen. Sie erkennen das daran, dass Ihr Kind häufig erbricht, besonders im Liegen.

Schrei-Babys haben manchmal eine zu schlaffe Muskeln oder solche, die zu angespannt sind. Zudem können sie oft ihren Körper nicht so gut koordinieren. Manche Fachleute sehen auch einen Zusammenhang zwischen übermäßigem Schreien und einer Störung, die vom Kopfgelenk ausgeht: Bei manchen Babys mit diesem so genannten KISS-Syndrom ist der Kopf etwas schief, daher tun Bewegungen weh. Eine Physiotherapeutin kann in diesem Fall helfen.

Diagnose

Folgt das Geschrei Ihres Kindes der Dreier-Regel, gehört ihr Baby zu den so genannten exzessiven Schreiern. Doch auch wenn Ihr Säugling weniger schreit, bringt Sie das womöglich an den Rand Ihrer Kräfte. In diesem Fall sollten Sie ebenfalls Hilfe in einer Schreiambulanz suchen.

Ihre Kinderärztin kann feststellen, ob Ihr Baby ernsthaft krank ist. Vielleicht weint Ihr Sprößling, weil er eine Mittelohrentzündung hat. Vielleicht sind auch andere Krankheiten die Ursache des Gebrülls: eine Blasenentzündung oder ein Problem mit dem Magen kann sehr weh tun. Vielleicht hat sich Ihr Kind auch einen Knochen gebrochen, ohne dass Sie es bemerkt haben.

Hat der Kinderarzt alle diese Krankheiten ausgeschlossen, wird er testen, ob Ihr Kleines bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt. Eine solche Allergie liegt nahe, wenn Eltern oder Geschwister ebenfalls allergisch sind.

Therapie

Ein Patentrezept dafür, wie Sie Ihr brüllendes Kind beruhigen können, gibt es leider nicht. In jedem Fall sollten Sie von Medikamenten die Finger lassen. Beruhigungsmittel schaden Ihrem Baby mehr als sie nutzen. Viele Eltern wollen die vermeintlichen Blähungen mit dem Wirkstoff Simethicon mildern. Luft im Bauch ist aber meist nicht die Ursache für das unstillbare Schreien, deshalb hat das Medikament keine Wirkung.

Verträgt Ihr Sprössling keine Kuhmilch, sollten auch Sie, falls Sie stillen, keine Produkte aus Kuhmilch mehr zu sich nehmen. Denn das Kuh-Eiweiß geht teilweise in die Muttermilch über. Bekommt Ihr allergisches Baby das Fläschchen, sollten Sie auf so genannte hypoallergene Säuglingsnahrung umsteigen. Besprechen Sie das im einzelnen mit Ihrem Kinderarzt.

Zudem können Sie Ihrem Schreihals helfen, in dem Sie den Alltag überdenken. Solchen Säuglingen hilft ein geregelter Tagesablauf mit festen Zeiten zum Füttern, Spielen, Spazierengehen und Schlafen. Sorgen Sie dafür, dass nicht zu viele Reize auf Ihr Kind niederprasseln. Und: Werden Sie nicht zu hektisch, bleiben Sie am besten ruhig und gelassen.

Singen Sie immer dasselbe Lied vorm Zubettbringen

Nach ein bis anderthalb Stunden Wachzeit braucht jeder Säugling eine Pause. Helfen Sie ihm frühzeitig, sich zu beruhigen und in den Schlaf zu finden. Bleiben Sie dabei möglichst bei einem bestimmten Ritual, indem Sie zum Beispiel immer das gleiche Schlaflied singen. Auch ein abgedunkelter Raum kann helfen. Zeiten, in denen Ihr Kind schreit, können Sie mit einer Spazierfahrt im Kinderwagen oder einem Spaziergang im Tragetuch überbrücken.

In einer so genannten Schreiambulanz können Therapeutinnen Ihnen helfen, die Zeichen Ihres Kindes besser zu verstehen. Sie erfahren, wie es andeutet, dass es müde oder überreizt ist. Sie lernen, wie Sie die wachen Phasen Ihres Sprösslings nutzen können, um mit ihm zu kommunizieren und zu spielen.

Gegen Ihre eigene Wut hilft nur eines: rausgehen!

Nicht nur das Kind braucht besondere Zuwendung. Auch die Eltern sind nach wochenlangem Schreien erschöpft und möglicherweise niedergeschlagen. Gönnen Sie sich daher Pausen: Bitten Sie Ihre Eltern oder gute Freunde, ab und zu mit dem Kind spazieren zu gehen. So haben Sie mehr Zeit für sich und können sich erholen.

Wenn das Gebrüll Ihres Babys Sie aggressiv macht und keine Hilfe in der Nähe ist, sollten Sie den Raum lieber kurzzeitig verlassen. Gehen Sie erst wieder zu Ihrem Säugling, wenn Sie sich entspannt haben. Auf keinen Fall sollten Sie in Ihrer Aufregung das Kind schütteln. Sie können damit das Gehirn des Babys schwer schädigen.

Tipps

Schreibabys wirken oft sehr interessiert an ihrer Umwelt. Doch das, was sie dann wahrnehmen, überfordert sie. Achten Sie daher darauf, ob Ihr Kind müde ist: Dreht das Kind zum Beispiel den Kopf weg, wenn Sie ihm etwas zeigen, braucht es eine Pause.
Tragen Sie ihr Kind nicht zu viel umher. Im Allgemeinen werden Kinder zwar ruhiger, wenn sie herumgetragen werden. Schreihälse der schlimmen Sorte lassen sich dadurch aber nicht besänftigen – im Gegenteil.

Suchen Sie Rat, wenn Sie nicht weiter wissen. Therapeutinnen in einer Schreiambulanz können Ihnen zeigen, wie Sie die Signale Ihres Kindes deuten können.

Expertenrat

Dr. med. Consolata Thiel-Bonney, Leiterin der Spezialambulanz für Eltern mit Säuglingen am Universitätsklinikum Heidelberg, antwortet:
Mein Baby hat Probleme beim Einschlafen. Soll ich es hochnehmen, wenn es schreit? Grundsätzlich ist es wichtig, prompt zu reagieren. Babys brauchen viel Nähe. Ständiges Herumtragen kann aber auch zu viel sein. Solange die Mutter ihr Baby problemlos beim Einschlafen und während des Schlafs halten und tragen kann, kann sie das in den ersten Lebenswochen gerne tun. Ist sie dadurch aber sehr angespannt, dann ist es ihr Kind auch. Viele Kinder wachen sofort wieder auf, wenn sie hingelegt werden, denn sie fühlen diese Bewegung und die Änderung ihrer Position. Manchmal ist es daher besser, das Kind gleich zum Einschlafen in die Wiege zu legen und es in den Schlaf zu begleiten. Die Eltern können ihr Kind dabei unterstützen, sich selbst zu beruhigen und alleine einzuschlafen. Die Bewältigung dieser Entwicklungsaufgabe hilft dem Kind, später auch nachts durchzuschlafen und ohne Hilfe der Eltern nach einem kurzen Erwachen wieder in den Schlaf zu finden.

Unser Kind schläft nur ein, wenn wir es im Auto umherfahren. Sobald wir anhalten, wacht es auf und schreit weiter. Was können wir tun?

Gesunde Babys schreien meist dann vermehrt, wenn sie müde sind, aber nicht abschalten können. Ein neuer Reiz, zum Beispiel das Autofahren, beruhigt das Kind zwar vorübergehend. Es findet jedoch nicht in einen wirklich erholsamen Schlaf. Es wacht noch müde auf und schreit häufig weiter. Zudem bemerkt das Baby, wenn sich Geräusche und Bewegungen in seiner Umgebung verändern; es wacht auf.

Da insbesondere die vermehrt schreienden Babys oft sehr reizempfindlich sind, sollten die Eltern Außenreize in der ersten Zeit reduzieren – auch wenn sie den Eindruck haben, ihr Baby langweilt sich und sucht geradezu nach Reizen. In einer Beratung können die Eltern beispielsweise erkennen lernen, wann ihr Kind eine Pause braucht. Bei drei Monate alten Babys ist das oft schon nach ein bis eineinhalb Stunden Wachzeit der Fall. Wenn Eltern die Signale ihres Kindes verstehen, können sie ihm helfen, rechtzeitig in den Schlaf zu finden.

Forschung

Mütter, die in der Schwangerschaft rauchen, haben ein höheres Risiko, ein Schreibaby zu bekommen als nichtrauchende Mütter. Dies zeigt eine Studie der schwedischen Universität Lund.

Die Wissenschaftlerinnen befragten rund 1600 Mütter im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft nach ihren Rauchgewohnheiten. Rund fünf Wochen nach der Geburt wurden die Mütter erneut interviewt. Dabei wollten die Forscherinnen wissen, ob die Neugeborenen übermäßig viel schrien, das heißt: mehr als drei Stunden am Tag, an mehr als drei Tagen in der Woche. Die Untersuchung von Catarina A. Canivet und ihrem Team zeigte: Rauchende Schwangere hatten ein etwa 1,7-fach höheres Risiko, ein Schreibaby zu bekommen als Nichtraucherinnen. Ob die Mütter nach der Geburt weiter rauchten oder nicht, spielte aber keine Rolle: Offenbar ist nur die Zeit während der Schwangerschaft entscheidend.

Schreibaby

In den ersten drei Lebensmonaten ist das Schreien meist besonders intensiv. Diese sogenannte „Dreier-Regel“ wurde im Jahr 1954 durch den US-amerikanischen Mediziner Moritz Wessel eingeführt. Die Gründe dafür wurden in Verdauungsstörungen – den sogenannten Drei-Monatskoliken – vermutet, was mittlerweile aber widerlegt wurde.

Inzwischen sind die Probleme dieser Kinder deutlich umfassender erforscht als damals. Die Ursachen für das Schreien sind oft recht komplex und bestehen im Kern darin, dass die Kinder Schwierigkeiten haben, sich gegenüber den vielfältigen Umweltreizen abzuschirmen. Die Bochumer Kinder- und Jugendpsychologin Prof. Dr. Silvia Schneider stellt heraus, dass oft vor allem die Eltern von Schreibabys Hilfe brauchen – viele von ihnen leiden unter starken Schuldgefühlen, da sie nicht wissen, dass das Schreien meist durch Reizüberflutung und eine Selbstregulationsstörung ihres Kindes hervorgerufen wird.

Manche Eltern fühlen sich durch das permanente Brüllen, gegen das absolut nichts hilft, irgendwann nur noch hilflos und gestresst, was unter Umständen einen Teufelskreis in Gang setzt: Die Anspannung der Eltern überträgt sich auf das Kind, das dadurch nur umso intensiver schreit. Irgendwann macht sich bei Mutter oder Vater Wut breit – pro Jahr sterben in Deutschland ca. 60 Babys an den Folgen eines Schütteltraumas oder einer Hirnverletzung, die durch kurzes heftiges Schütteln eines Babys hervorgerufen wird.

In der modernen Kinderheilkunde helfen Schrei-Ambulanzen sowohl Kindern als auch Eltern, ihre Probleme so bald wie möglich zu überwinden. Die professionellen Helfer können die Situation für beide Seiten mit Ruhe, Zuwendung sowie praktischen Hilfestellungen meist sehr schnell verbessern.

Schreibabys – Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Umweltreizen

Schreibabys schreien besonders intensiv und schrill, mit angezogenen Beinen und geballten Fäusten, hochrotem Gesicht und mit einem überstreckten Rücken. Tagsüber kommen sie nur schwer zur Ruhe und schlafen meist nicht länger als etwa 30 Minuten am Stück. Die Schreiattacken beginnen meist um die zweite Lebenswoche, nehmen bis zur sechsten Lebenswoche kontinuierlich zu und enden häufig mit dem Beginn des vierten Lebensmonats. In einigen wenigen Fällen ist die Brüllerei erst am Ende des ersten halben Jahres oder sogar noch später ausgestanden. Oft lässt auch der Appetit von Schreibabys zu wünschen übrig.

Wenn Eltern mit ihrem Schreibaby einen Arzt aufsuchen, ging dieser vor noch nicht allzu langer Zeit davon aus, dass sich das Schreien nach dem Abklingen der „Drei-Monats-Koliken“ von selber geben würde. Inzwischen ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Ursache dafür nur bei wenigen Babys in Verdauungsschwierigkeiten liegt.

Lediglich fünf bis zehn Prozent der betroffenen Kinder leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und vertragen bei Flaschenernährung beispielsweise kein Kuhmilch- oder Soja-Eiweiß. Eine Speiseröhrenentzündung oder Sodbrennen/Reflux plagen ebenfalls die wenigsten von ihnen. Falls Schreibabys einen Blähbauch haben, liegt die Ursache dafür meist nicht in Koliken, sondern im Schreien selbst – der Bauch bläht sich durch die dabei geschluckte Luft.

Wissenschaftler nehmen heute an, dass Schreibabys Probleme „mit dem Leben selbst“ respektive der natürlichen Selbstregulation ihrer Aufmerksamkeit und ihrer Körperfunktionen haben. Seit der Geburt strömen in jeder Sekunde vielfältige Reize auf sie ein, die verarbeitet werden wollen, auch ein angemessener Rhythmus zwischen Wachen und Schlafen muss sich erst entwickeln.

Robustere Kinder finden sehr bald einen Weg, ihre Aufmerksamkeit zu steuern und bei Überforderung zu schlafen oder abzuschalten. Durch Nuckeln an den Fingern oder am Schnuller beruhigen sie sich wirksam selbst. Ein Schreibaby hat in diesen Bereichen Schwierigkeiten – es reagiert auf Umweltreize sehr empfindlich, ist häufig überreizt und schläft weniger als andere Kinder. Manchmal gerät es schon in Stress, wenn es gefüttert oder gewickelt werden soll.

Die Ursachen für diese Hypersensibilität sind bis jetzt nicht restlos aufgeklärt. Schwedische Wissenschaftler haben anhand einer Befragung von 1.600 Müttern herausgefunden, dass rauchende Schwangere im Vergleich zu Nichtraucherinnen ein etwa 1,7 Prozent höheres Risiko trugen, ein Schreibaby zu bekommen. Einige Forscher vermuten auch einen Zusammenhang zwischen Schreibabys und starken seelischen Belastungen der Mutter in der Schwangerschaft.

Die meisten Schreibabys sorgen wahrscheinlich jedoch selbst dafür, dass sie nicht zur Ruhe kommen: Oft sind sie besonders aufmerksam und aufgeweckt, interessieren sich früher und intensiver für ihre Umwelt als andere Kinder – und kommen mit den daraus resultierenden Reizen vorerst nur schwer zurecht.

Fester Tagesablauf, Abschwächung von Umweltreizen, Rituale

Im Rahmen einer ausführlichen Diagnostik wird Ihr Kinderarzt zunächst versuchen, alle körperlichen Ursachen für das Schreien – Allergien, organische Erkrankungen, Schmerzen, verborgene Infekte – auszuschließen. Danach geht vor allem darum, die Flut der Reize etwas einzudämmen und für einen möglichst regelmäßigen Tagesablauf zu sorgen.

Patentrezepte dafür, wie Sie Ihr Schreibaby zur Ruhe bringen, gibt es leider nicht. Feste Zeiten zum Füttern, Spielen, Kuscheln, Schlafen und Spazierengehen verschaffen Ihrem Baby in der noch recht fremden Welt Orientierungs- und Ruhepole. Alle ein- bis eineinhalb Stunden sind bei so kleinen Kindern Ruhepausen angesagt. Ein festes Ritual – beispielsweise ein immer gleiches Schlaflied – hilft ihrem Kind vielleicht dabei, leichter in den Schlaf zu finden.

Achten Sie genau auf die Körpersprache und die Signale Ihres Kindes. Wenn Sie beispielsweise Ihrem Baby etwas zeigen und es den Kopf abwendet, statt sich dafür zu interessieren, ist es sehr wahrscheinlich bereits müde oder überfordert – und lässt sich in diesem Moment vielleicht noch leicht zur Ruhe bringen. Manchmal hilft es, das Baby herumzutragen oder sich für einige Zeit still neben das Kind zu legen und es durch körperliche Nähe zu beruhigen.

Wichtig ist: Bleiben Sie gelassen – oder so gelassen, wie Sie irgend können. Die Kinder nehmen Ihre Anspannung und Nervosität deutlich wahr und reagieren darauf oft mit noch intensiverem Schreien.
Schreibabys brauchen besonders viel Nähe, Zuwendung und positive Erfahrungen. Gleichzeitig sind sie stärker als andere Kinder auf eine möglichst reizarme Umgebung und einen festen Rhythmus angewiesen.

Schrei-Ambulanzen – wirksame Hilfestellungen für Schreibabys und ihre Eltern

Diese Gelassenheit fällt vielen Eltern eines Schreibabys verständlicherweise nicht ganz leicht. Gut ist, wenn Sie sich Hilfe suchen, bevor Sie völlig überfordert sind. Vielleicht können die Großeltern oder Freunde Sie zeitweise entlasten, so dass Sie selber wieder zu sich kommen. Auch die betreuende Hebamme kann Sie in dieser Situation kurzzeitig unterstützen. Wenn Sie durch das Schreien zeitweise an Ihre eigenen Grenzen stoßen, verlassen Sie am besten kurz den Raum, um sich zu beruhigen. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Baby jedoch über längere Zeit alleine schreien lassen oder es gar wegen Ihrer eigenen Anspannung schütteln.

Eine Schrei-Ambulanz leistet für Sie und Ihr Baby wirksame professionelle Hilfestellung. Die Einrichtungen sind an Kinderarztpraxen, Kliniken und Beratungsstellen angegliedert. Die dort tätigen Therapeuten helfen Ihnen, die Signale Ihres Kindes richtig einzuschätzen, zu deuten, wann es sich bereits müde oder überreizt fühlt und wie Sie mit Ihrem Baby in seinen wachen Phasen spielen und kommunizieren, ohne es zu überfordern.

Die Kinder lernen durch die Therapie in einer Schrei-Ambulanz, ihre natürliche Selbstregulation zu entwickeln, Eltern finden ihre inneren Stärken und Ressourcen wieder und überwinden Unsicherheiten oder Schuldgefühle. Falls Sie ein Schreibaby haben, zögern Sie also bitte nicht. Holen Sie sich professionelle Hilfe und freuen Sie sich auf die entspanntere und schöne Zeit, die Sie bald mit Ihrem Kind erleben werden.

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Video zum Thema Schreibaby

Studie wird auch unter Fachkräften heftig diskutiert

Vermutlich habt Ihr von dieser Studie aus Australien noch nie etwas gehört, ist aber auch nicht weiter schlimm. Es geht vor allem darum, inwiefern es sich negativ auf Babys auswirken könnte, wenn man sie schreien lässt. Das Ergebnis allerdings ist überraschend – was dazu führt, dass die Studie in der letzten Zeit gerade unter Fachkräften heftig diskutiert wird. Denn was genau wird in dieser Studie festgestellt? Dass Babys, wenn man sie einfach mal eine Zeit lang schreien lässt, offensichtlich unmittelbar danach keinen erhöhten Cortisol Spiegel haben. Dieser wiederum gibt Aufschluss darüber, ob das Baby gestresst ist oder nicht. Das würde also bedeuten, dass es Babys rein gar nicht stresst, wenn man sie mutterseelenalleine in ihrem Bettchen liegen und eine Runde schreien lässt.

„Behavioral Interventions for Infant Sleep Problems“

Was bedeutet das für junge Eltern? Sollen wir etwa wieder den Schritt rückwärts machen und das Kind tatsächlich, so wie es früher oft der Fall war und so wie es auch unsere Großeltern oft noch propagieren, schreien lassen, damit es zur Ruhe kommt? Oder damit wir es nicht verwöhnen? Ehrlich gesagt: nein, das sollten wir besser nicht tun.

Was zeigt uns die Studie eigentlich konkret?

Sie zeigt an, dass der Stresslevel direkt nach dem Schreien tatsächlich nicht relevant anders ist als sonst. Dennoch Vorsicht mit zu schnellen Rückschlüssen: es kann nämlich durchaus sein, dass sich das „Schreien lassen“ ganz generell auf Babys Stress-Level auswirkt, aber eben nicht unmittelbar.

Das würde bedeuten, dass Babys Stress-Level dann während des ganzen Tages ein wenig höher ist als sonst.

Außerdem kann es auch bedeuten (das aber ist noch nicht ausreichend erforscht), dass gerade diejenigen Kinder, die man als Baby häufig hat schreien lassen, später mal generell stressanfälliger sind und demzufolge weniger die Ruhe bewahren können. In Notsituationen wird dem Kind dann viel schneller wieder bewusst, dass es diesbezüglich schon mal schlechte Erfahrungen machen musste. Das Gehirn ruft sozusagen diese Erinnerungen immer wieder – und vor allem schneller – ab.

Die Folge: Die Kinder sind möglicherweise in ihrem späteren Leben schneller gestresst als andere Menschen.

Wie ist das mit dem Stress-Level der Mutter?

Auch das ist ein wichtiger Faktor. Der Stress-Level der Mutter ist nämlich gerade dann, wenn das Kind schreit, keineswegs niedriger. Auch wenn man vielleicht vorschnell der Meinung sein könnte, dass es beiden Elternteilen nur gut tun müsse, wenn das Baby schläft und sie endlich auch wieder etwas zur Ruhe kommen. Das Gegenteil scheint jedoch der Fall zu sein: denn wenn Eltern ihre Babys schreien lassen, macht sich meistens das schlechte Gewissen breit. Ganz im Inneren wissen wir schließlich, dass gerade das vielleicht für das Baby doch nicht ideal ist. Unser Instinkt sagt uns nämlich: „geh zu Deinem Baby hin, nimm es hoch und tröste es!“ Und gegen seinen Instinkt zu handeln, ist nie wirklich zielführend.

Eltern schaden nicht nur ihrem Baby, sondern auch sich selbst.

Es scheint so zu sein, dass nicht nur Babys, die man schreien lässt, unzufriedener sind, sondern auch deren Eltern. Schreiende Kinder bedeuten Stress, zudem kann es für das Urvertrauen und die Eltern-Kind Bindung negativ sein, wenn das Baby schreit und keiner reagiert. Daran kann dann auch der vermeintlich vorübergehend bessere Schlaf nichts ändern.

Ist es eigentlich „artgerecht“ oder von Natur vorgegeben, dass wir unsere Kinder schreien lassen?

Die Antwort liegt auf der Hand: Nein, das ist es natürlich nicht. Stellt euch einmal vor, wie es noch vor einigen hundert oder tausend Jahren gewesen sein muss. Ein schreiendes Kind in der Wildnis würde schlichtweg Feinde oder wilde Tiere auf sich aufmerksam machen – wer würde das schon riskieren wollen? Außerdem stillt die Mutter ihr Junges die ersten Lebensmonate, dies tut sie ja nicht, um es dann wiederum einer Gefahr auszusetzen. Der Beschützerinstinkt einer Menschenmutter ist und war immer – wie bei allen Säugetieren – schon stark ausgeprägt. Und, last but not least, hat ein Baby immer einen triftigen Grund, wenn es schreit. Es ist schlichtweg die einzige Art und Weise, sich uns mitzuteilen. Was sollte es auch sonst tun?

Durchschlafen – liegt das in der Natur der Dinge?

Im Übrigen ist die Vorstellung von acht Stunden schlafen nur bei uns hier in der westlichen Welt so verbreitet. In anderen Kulturen sieht man die Sache mit dem Schlafen nämlich ganz anders. Oftmals wird dort der verpasste Schlaf in der Nacht einfach irgendwann am Tage nachgeholt – zugegebenermaßen ist das bei uns hier nicht ganz so einfach machbar. Aber dennoch: es ist also keinesfalls naturgegeben, das Kind einfach hinzulegen und schreien zu lassen.

Hierzulande verhält es sich allerdings so, dass die junge Mutter bzw. der Vater die meiste Belastung durch das Baby selber zu tragen hat, weil ihr/ihm keiner hilft. In anderen Kulturen ist das Aufziehen von Babys und Kindern Sache der Großfamilie. Sollte das Kind einmal nicht schlafen, findet sich meistens dennoch Zeit für die Eltern, den Schlaf anderweitig nachzuholen. Einfach deswegen, weil sie nicht ganz alleine dafür verantwortlich sind. Und genau deswegen wird der Schlaf des Babys hierzulande fast schon überbewertet. Einerseits ist das ja auch verständlich. Irgendwie müssen neben dem Kind ja auch der Haushalt und die Arbeit gemanagt werden. Andererseits darf man eben auch nicht vergessen, dass Babys heute noch genau so schlafen, wie sie es auch vor Jahrtausenden schon getan haben – nämlich NICHT am Stück, sondern so wie auch schon im Bauch der Mutter: immer mal wieder eine Runde. Von Natur aus ist oder war es dann auch völlig egal, ob die Mutter nebenbei ihren Haushalt erledigt und gebacken bekommt oder nicht.

Ihr seht also: die Sache mit dem richtigen Schlafen und dem Schreien lassen ist also ziemlich komplex – auch wenn es die eine oder andere Studie gibt, die sich dafür ausspricht, das Baby schreien zu lassen, weil es ihm angeblich nicht schadet.

Mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet ist das aber weder für Euch noch für Euer Baby eine gute Lösung.

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Die Windeln sind sauber, getrunken hat es eben erst, müde wird es auch nicht schon wieder sein, im Tragetuch darf es sogar Mamas Nähe spüren – und trotzdem weint das Baby. Schreit aus Leibeskräften, als wollte es der halben Welt mitteilen, dass etwas nicht ist, wie es sein sollte. Doch was bloss? Möchte es abgelegt werden? Ist ihm kalt, zu warm? Langweilt es sich? Ist es überreizt? Eine Mutter eines Schreibabys erzählt: „Ich suchte die ganze Zeit nach Gründen fürs Schreien.“ Bei ihrem ersten Kind, wusste sie das Weinen meistens zuverlässig zu deuten. Nicht so beim zweiten. Schon in den ersten Tagen nach der Geburt beschlich sie ein Gefühl der Überforderung. „Einzig an der Brust wurde der Junge ruhig“, sagt die Mutter. Das habe die Sache nicht einfacher gemacht. Denn der Kleine wollte schliesslich nachts alle eineinhalb Stunden gestillt werden: „Meine Reserven waren schnell aufgebraucht.“

Dass Babys weinen, ist normal. Ganz besonders in den ersten Lebensmonaten. Das erleben Eltern auf der ganzen Welt. So teilt das Neugeborene seinen Bezugspersonen mit, dass es etwas braucht; dies ist eine grosse Hilfe für die tägliche Pflege. „Können die Eltern die Bedürfnisse des Babys erkennen und befriedigen, wird die Beziehung zum Kind gestärkt“, sagt Thomas Harms, Psychologe und Schreibaby-Experte aus Bremen. Gelingt das nicht, sind die Eltern verunsichert, schnell geraten sie in eine Angst- und Erschöpfungsspirale.

Organische Ursachen sind selten ein Problem

Wer sich Sorgen macht, wenn das Kleine auf keine Art und Weise zu beruhigen ist, sollte kinderärztlich abklären, ob organische Störungen oder Blockaden Ursache für das untröstliche Schreien sind. „Solche findet man jedoch nur in drei bis fünf Prozent der Fälle“, sagt der Winterthurer Kinderarzt Dr. Kurt von Siebenthal. Hartnäckig hält sich der Glaube, dass sogenannte Dreimonatskoliken der Grund für häufiges Weinen sind. Fachleute sind sich mittlerweile jedoch einig, dass der aufgetriebene Baby-Bauch eher die Folge als die Ursache des Schreiens ist. „Mögliche Ursachen für ein ‹schwieriges› Temperament des Babys können stressreiche Schwangerschaften, schwierige Geburten oder traumatische Bindungserfahrungen wie etwa verfrühte Trennungen sein“, sagt Thomas Harms.

Eltern wissen: Frustration, Wut und Hilflosigkeit wachsen, wenn das Baby viel weint. Und nicht selten machen sich vor allem Mütter Vorwürfe und Schuldgefühle plagen sie. Es kommt vor, dass das ständige Schreien Frauen selber zum Weinen bringt, weil sie einfach nicht wissen, was sie noch tun können. „Ich bin eine schlechte Mutter“, denken sie sich, sind völlig aufgelöst und würden die Kinder am liebsten weggeben. Gleichzeitig staut sich die Wut auf, gegen sich selber, aber auch gegen das Baby.

Heilsames Gespräch

Spätestens dann ist der Moment gekommen, sich Hilfe zu suchen. Zum Beispiel bei Edith Müller-Vettiger. Sie ist in Emotioneller Erster Hilfe (EEH) ausgebildet und berät Eltern, die mit ihren Babys nach der Geburt in eine Krise geraten. EEH ist eine körperorientierte Kurzzeit-Therapie, die von der Ärztin Eva Reich und dem Psychologen Thomas Harms entwickelt wurde. Die Wurzeln der EEH liegen in der modernen Körperpsychotherapie sowie der Gehirn- und Bindungsforschung.

„Während meiner ersten Kontakte mit untröstlich schreienden Babys merkte ich, dass die Eltern in solchen Streßsituationen kaum fähig waren, Ratschläge, Tipps oder Informationen aufzunehmen“, sagt Thomas Harms. „In der Tiefe veränderte sich nichts.“ Er stellte fest, dass viele Eltern im Umgang mit dem weinenden Säugling verängstigt waren, verkrampft, ohne Vertrauen in ihre eigenen Kompetenzen. Denn bei Stresssituationen hält man automatisch die Luft an, der Körper verspannt sich.

Gefühle zulassen

Befinden sich Eltern jedoch in ständiger Alarmbereitschaft, sind sie weniger aufnahmebereit für die Botschaften, die das Baby aussendet. Gleichzeitig wirkt ihre Unsicherheit ansteckend: Das Kind übernimmt die Angsthaltung, reagiert irritiert, quengelig, bricht den Kontakt ab. „Babys brauchen für eine gesunde Entwicklung jedoch in sich ruhende und entspannte Beziehungspartner“, so Harms. Der Körperpsychotherapeut begann deshalb, die Eltern anzuleiten, auf ihre eigenen Körpersignale und Wahrnehmungen zu achten.

Sie sollten merken, wann sie aus dem Kontakt mit dem Kind auszusteigen begannen. Harms: „Unser Fokus ist im Jetzt. Manchmal kommen zwar Themen an die Oberfläche, die verstärkt angeschaut werden müssen. Unser Ziel ist es jedoch, den Eltern zu helfen, eine sichere und stabile Bindung zu ihren Kindern aufzubauen.“

In Edith Müllers Therapie- und Beratungsraum lernen verzweifelte Mütter, das weinende Kind in den Arm zu nehmen und liebevoll zu halten, dabei beide Füsse mit dem Boden zu verbinden, in den Bauch zu atmen, innerlich präsent zu sein und die Gefühle anzunehmen, die auftauchten. „Wo Gefühle zugelassen werden, öffnet sich das Herz, etwas wird weich“, sagt Edith Müller. Eine Mutter bestätigt das: „Wenn mein Junge heute weint, obwohl seine Bedürfnisse befriedigt sind, bin ich nicht mehr mit meiner ganzen Aufmerksamkeit nur bei ihm, sondern versuche, innerlich in meiner Mitte zu bleiben. Ich sage ihm dann: ‹Ich spüre, Du hast eine Not. Was auch immer es ist, ich bin für dich da.›“

Kind darf wieder weinen

Heute darf das Kind weinen, ohne dass seine Mutter gleich unruhig wird. Allein gelassen wird er aber nicht. Edith Müller betont, dass es nicht darum gehe, das Baby unbegleitet schreien zu lassen. „Die Eltern sollen die Gefühle zum Kind nicht abschneiden, sondern die Verbindung aufrechterhalten. Man weiss, dass Babys über das Schreien oft einfach Spannung abbauen, die sich aufgestaut hat.“ Eltern, die Emotionale Erste Hilfe in Anspruch nehmen würden, hätten danach oft wieder ein entspannteres Familienleben. Und Mütter, so Müller, könnten die unguten Gefühle sich selber gegenüber und den Druck ablegen.

Emotionelle Erste Hilfe und andere erste Hilfen

  • Emotionelle Erste Hilfe, Infos unter www.eeh-schweiz.ch
  • Elternnotruf: 044 261 88 66, www.elternnotruf.ch
  • Entlastungsdienst Verein „Schreibabyhilfe“, www.schreibabyhilfe.ch
  • Training in EEH am Polarity Bildungszentrum Schweiz: 044 218 80 80, www.polarity.ch

TIPPS IM UMGANG MIT SCHREIBABYS

  • Möglichst viel Körperkontakt ist das Ideale für Neugeborene. Der getragene Säugling entgleist nicht so stark, denn die körperliche Nähe und die Gehbewegungen beruhigen ihn
  • Die Atmung ist ein Frühwarnsystem für Stress. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit während grosser Anspannung auf den Atem, atmen Sie tief in den Bauch
  • Achten Sie, während das Baby schreit, auf ihre eigenen Körperempfindungen. Dadurch verbessert sich ihre Entspannungs- und Kontaktbereitschaft
  • Lernen Sie, Ihre Mitte zu bewahren und dem Baby eine Sicherheitsstation zu sein
  • Wenn ein Baby weint, sollte es nicht zusätzlich stimuliert oder abgelenkt werden
  • Cranio-Sacral-Therapie oder Osteopathie können körperliche Blockaden lösen, die während Schwangerschaft oder Geburt entstanden sind
  • Gönnen Sie sich Auszeiten, damit Sie Ihre Ressourcen nicht aufbrauchen
  • Ertragen Sie das Weinen des Babys nicht mehr oder spüren Sie unkontrollierbare Wut in sich aufsteigen, brauchen Sie therapeutische oder beratende Unterstützung. Legen Sie das Kind ab, bis Sie sich beruhigt haben. Schütteln kann das Baby lebens bedrohlich gefährden

BUCHTIPP

Schreikrampf

Einen Schreikrampf erkennen

Schreikrämpfe, auch als Affektanfälle oder Affektkrämpfe bezeichnet, treten manchmal bei kleinen Kindern auf. Sie reagieren im Affekt auf Reize wie körperliche oder physische Schmerzen, Wut, Enttäuschung oder Erschrecken.

Häufig treten sie etwa ab dem sechsten Lebensmonat auf, meist enden sie mit dem fünften oder sechsten Lebensjahr von selbst wieder. In den ersten Monaten und im Schulalter sind Schreikrämpfe seltener.

Besonders sensible oder lebhafte Kinder scheinen eher zu einem Schreikrampf zu neigen als andere. Sie sind besonders empfindsam und müssen erst lernen, mit ihren intensiven Gefühlen umzugehen.

Bis sie das gelernt haben und sich auf andere Weise ausdrücken können, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, zu schreien.

Bemerken Sie bei Ihrem Kind einen wütenden, unsicheren oder erschrockenen Gesichtsausdruck, kann das der Vorbote eines Schreikrampfes sein. Beginnt ihr Kind dann mit dem Schreien, steigert es sich regelrecht hinein.

Es ist von der Situation überfordert, was es noch mehr verunsichert und zum Schreien veranlasst. Nach einiger Zeit ist es völlig erschöpft. Nun kann es passieren, dass die Atmung plötzlich aussetzt.

Einige Kinder versteifen sich, die Lippen färben sich bläulich. Dieser Zustand kann bis zur Bewusstlosigkeit, begleitet von krampfartigen Zuckungen, führen.

Für Eltern ist dieser Zustand zunächst ein Schock. Im Normalfall kommt Ihr Kind aber nach einigen Sekunden oder wenigen Minuten wieder zu sich. Die Erschöpfung hält meist noch an, oft möchte das Kind dann schlafen.

Warum kommt es zur Bewusstlosigkeit?

Das Kind befindet sich in einem extremen Erregungszustand. Dieser hat Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem und den Kreislauf. Es kommt zu einem Blutdruckabfall, der Herzschlag verlangsamt sich.

Ein solcher Vorgang ist ganz normal, denn der Körper schaltet auf „Sparflamme“, um den Erregungszustand zu bewältigen.

Damit einher geht eine Verengung der Stimmritze, die bei einem krampfartigen Verschluss zum Atemstillstand führt. All diese Abläufe zusammen vermindern die Sauerstoffversorgung – die Haut färbt sich bläulich, der Sauerstoffmangel im Gehirn führt zur Bewusstlosigkeit.

Je länger das Gehirn der reduzierten Sauerstoffversorgung ausgesetzt ist, umso wahrscheinlicher sind sogenannte, wenige Sekunden anhaltende Streckkrämpfe, bevor das Kind wieder zu sich kommt. Komplikationen sind äußerst selten.

Vorbeugung

Nicht immer lässt sich ein Schreikrampf verhindern. Bemerken Sie erste Anzeichen des Schrecks, der Angst oder der Unsicherheit, die häufig einem Affektanfall vorausgehen, versuchen Sie, Ihr Kind abzulenken. Schenken Sie im zugleich ruhige, liebevolle Zuwendung.

Auch bei einem Wutanfall sollten Sie stets ruhig bleiben, um die energiegeladene Situation nicht noch zu steigern. Bei Wut und Trotz ist einfühlsame Konsequenz wichtig.

Diese Verhaltensweisen sind keine Garantie dafür, das Kind aus dem Zustand herauszuholen, aber einen Versuch ist es immer wert.

Maßnahmen bei einem Anfall

Hat der Schreikrampf erst begonnen, ist es schwieriger, das Kind aus dem Zustand herauszuholen. Hier gilt wiederum: Bleiben Sie ruhig! Bei einigen Kindern kann Berührung oder beruhigendes Zureden helfen, andere reagieren gar nicht mehr auf derartige Reize.

Geraten Sie vor allem nicht in Panik, wenn die Atmung aussetzt und Ihr Kind bewusstlos wird. Legen Sie es auf die Seite und sprechen Sie ruhig mit ihm.

Es ist selten notwendig, einen Notarzt zu rufen, wie Ihnen Mediziner bestätigen können. Lediglich, wenn länger anhaltende Krämpfe während der Bewusstlosigkeit auftreten, gibt es Grund zur Sorge.

Befürchten Sie, dass eine Erkrankung für die Anfälle verantwortlich ist, kann ein Langzeit-EEG Aufschluss geben: Bei einem Schreikrampf findet lediglich eine Verlangsamung der Körperfunktionen statt, es wird keine epileptische Aktivität oder andere Anomalie festgestellt.

Fazit

Denken Sie immer daran, dass viele Kinder unter Schreikrämpfen leiden. Wie häufig es zu einem Schreikrampf kommt, unterscheidet sich von Kind zu Kind, auch die Intensität des Anfalls ist nicht bei jedem Kind gleich.

Bei einem typischen Affektkrampf handelt es sich quasi um eine Überforderung Ihres Kindes, der Körper reagiert entsprechend, um alle Funktionen aufrechtzuerhalten und den Zustand zu bewältigen. Aus diesem Grund sind Kinder nach kurzer Zeit wieder bei Bewusstsein.

  • emotionale Reaktion des Kindes
  • Überforderung äußert sich in Schreien
  • der Körper reagiert entsprechend
  • kurzfristig Atemstillstand und Bewusstlosigkeit möglich
  • bleiben Sie ruhig
  • legen Sie das Kind auf die Seite

Wenn Kinder schreien bis zur Bewusstlosigkeit: Diese Tipps helfen bei Affektkrämpfen

Alles beginnt mit wütendem oder erschrecktem Geschrei, in das sich das Kind hineinsteigert, bis das Schreien ganz plötzlich abbricht. Das Kind hält nach einer Ausatmung den Atem an, versteift sich anfangs meist etwas, wird blass und bekommt oft bläuliche Lippen. Dann wird es bewusstlos und fällt schlaff zu Boden. Nach kurzer Zeit (einige Sekunden bis maximal zwei Minuten) kommt es wieder zu sich und ist erschöpft. Selten können während der Bewusstlosigkeit auch kurzzeitig Verkrampfungen vorkommen. Dieses „Wegschreien“ kann schon im Säuglingsalter auftreten. Manche Kinder werden nach einem Schreck- oder Schmerzreiz auch ohne Schreien blass und sinken bewusstlos zu Boden. Beide Formen dieser kurzzeitigen, anfallsartigen Bewusstseinsstörungen werden als Affektkrämpfe bezeichnet.

Welche Kinder bekommen Affektkrämpfe?

Affektkrämpfe treten im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren auf, bevorzugt im zweiten bis dritten Lebensjahr während der Trotzphase. Sie sind relativ häufig und kommen bei fünf Prozent der Kinder in diesem Alter vor. Meist handelt es sich um lebhafte, empfindsame, besonders reizbare Kleinkinder (kleine „Wutnickel“), wobei Jungen mehr als Mädchen dazu neigen. Bei einem Viertel der betroffenen Kinder treten Affektkrämpfe auch bei Geschwistern auf oder ein Elternteil war als Kind davon betroffen. Solche Anfälle können mehrmals pro Tag, aber auch nur einige Male im Jahr auftreten.

Wie kommt es dazu, dass Ihr Kind schreit und bewusstlos wird?

Sowohl körperliche Schmerzempfindungen jeder Art als auch Enttäuschung oder Wut (etwa bei Verboten oder Strafen) können zu einem Anfall führen. Infolge der übersteigerten Erregung des Kindes kommt es durch einen krampfartigen Verschluss der Stimmritze zum Atemstillstand. Zusätzlich treten, ausgelöst durch eine reflexartige Reaktion des vegetativen (nicht willentlich steuerbaren) Nervensystems, ein Abfall des Blutdruckes und eine Verlangsamung des Herzschlages auf. Diese Faktoren führen infolge der verminderten Sauerstoffversorgung des Gehirns zur Bewusstlosigkeit.

Ist es gefährlich, wenn ein Kind schreit und dabei bewusstlos wird?

Obwohl ein solcher Anfall sehr dramatisch aussieht, ist er nicht gefährlich und hat auch nichts mit epileptischen Anfällen zu tun. Körperliche oder geistige Schäden durch die Bewusstlosigkeit treten nicht auf. Lassen Sie Ihr Kind nach dem ersten „Wegschreien“ jedoch sicherheitshalber vom Kinderarzt untersuchen! Bestehen Zweifel, ob es sich wirklich um Affektkrämpfe handelt, kann eine Epilepsie durch das Ableiten einer Hirnstromkurve (EEG) im Anfall ausgeschlossen werden. Dazu muss beim Arzt ein Anfall provoziert werden. Affektkrämpfe hören spätestens im Alter von fünf bis sechs Jahren von selbst auf.

Wie können Sie vorbeugen, dass Ihr Kind bewusstlos wird, wenn es schreit?

Beobachten Sie Ihr Kind genau, in welchen Situationen es sehr viel schreit und es Affektkrämpfe bekommt. Vermeiden Sie diese soweit möglich und sinnvoll: z. B. keine zu autoritäre Erziehung mit vielen Ge- und Verboten, keine unvorhersehbare Verweigerung, keine zu harte Bestrafung.

Mein Tipp, wenn Ihr Kind zu Affektkrämpfen neigt:

Neigt Ihr Kind zu Affektkrämpfen, sollten Sie unbedingt alle Personen, die das Kind betreuen (z. B. Kindergärtnerinnen, Babysitter), darüber informieren!

Trotzdem müssen Sie Ihrem Kind Grenzen setzen, denn sonst würden die Affektkrämpfe schnell Mittel zum Zweck, die Eltern zu erpressen. Haben Sie bereits den Verdacht, dass Ihr Kind die Anfälle gezielt einsetzt, um etwas damit zu erreichen, sollten Sie keinesfalls ängstlich reagieren und Ihr Kind nach dem Anfall nicht durch besondere Zuwendung oder ausgiebiges Trösten „belohnen“. Versuchen Sie Ihr Kind abzulenken, bevor es einen Anfall bekommt. Zeigen Sie ihm in „gefährlichen“ Situationen immer wieder Ihre Zuwendung, gerade wenn es sich nicht vermeiden lässt, Ihr Kind durch einen abgeschlagenen Wunsch zu enttäuschen.

Unterstützende Behandlung bei Schreianfällen mit sanften Mitteln

Homöopathie: Geben Sie Ihrem Kind CHAMOMILLA D12

5 Globuli (oder 1 Tablette) 3 x täglich.

Bach-Blüten: Lassen Sie sich folgende Mischung ohne Alkohol in der Apotheke herstellen (rezeptfrei, je nach Apotheke 5 bis 10 €):

  • Beech
  • Chicory
  • Holly
  • Impatiens
  • Vine

Geben Sie Ihrem Kind davon morgens, mittags, nachmittags und abends je 4 Tropfen. Es sollte die Tropfen für kurze Zeit im Mund behalten.

Was können Sie tun, wenn Ihr Kind durch das Schreien bewusstlos wird?

Zu Beginn ist es manchmal möglich, den Anfall durch einen Gegenreiz (z. B. kalter Waschlappen, Wangen tätscheln, mit Wasser bespritzen, lautes Ansprechen) vorzeitig zu beenden. Ist Ihr Kind bewusstlos geworden, ist keine Behandlung notwendig. Insbesondere ist eine Beatmung überflüssig, da die Atmung zuverlässig von selbst wieder einsetzt. Legen Sie Ihr Kind lediglich auf die Seite.

Gesundheit: Ein Affektkrampf erschreckt viele Eltern

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Als ihr heute zweieinhalbjähriger Sohn Ole fünf Monate alt war, erlebte Nadine Drunijon die für sie bisher schlimmsten Momente ihres Lebens: Nach einem Sturz von der Couch hörte der Kleine mitten im Gebrüll auf zu atmen. „Er verfärbte sich blau, die Augen wurden tellergroß.

Dann hing er ganz schlaff und weggetreten in meinem Arm“, erinnert sich die 30-Jährige aus Gettorf in Schleswig-Holstein. „Ich dachte, mein Baby stirbt. Ich wurde panisch, habe hysterisch geschrien und ihn geschüttelt. Dann war er wieder da.“

Respiratorischer Affektkrampf: Bewusstlosigkeit und Atemstillstand

Schütteln kann bei Babys zu Hirnschäden führen

Wenige Sekunden des Schüttelns können bei Säuglingen bereits irreparable Hirnschäden verursachen. Täter sind oft überforderte Eltern. Kinderschützer rufen Betroffene dazu auf, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.

Quelle: WELT/Peter Haentjes

Am nächsten Tag klärte der Kinderarzt sie auf: Ole hatte einen sogenannten respiratorischen Affektkrampf erlitten. Wie viele betroffene Mütter hatte auch Nadine Drunijon davon noch nie gehört: „Vor allem Möglichen wird man nach der Geburt des Kindes gewarnt, aber davon steht nicht einmal etwas im Erste-Hilfe-Buch“, klagt sie.

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Dabei kommen die auch „Wutkrampf“ genannten Anfälle häufig vor: Mediziner schätzen, dass fünf bis zehn Prozent der Babys und Kleinkinder zwischen fünf Monaten und fünf Jahren zumindest hin und wieder darunter leiden – und ihren Eltern damit einen tiefen Schrecken einjagen.

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Nach einem kurzen Schreien, das plötzlich abbricht, färbt sich die Haut am ganzen Körper blau, Arme und Beine beginnen zu zucken – der Anblick ist fast furchterregender als der eines epileptischen Anfalls. Bis zu anderthalb Minuten kann ein solcher Krampf dauern. Und nicht selten wird beim ersten Auftreten der Notarzt alarmiert.

Wutkrämpfe sind für Kinder in der Regel harmlos

Aber respiratorische Affektkrämpfe sind – bei aller Dramatik – harmlos. Auslöser sind plötzliche, unangenehme Reize wie Schmerz, aber auch Enttäuschung oder Wut, etwa über ein verweigertes Spielzeug. Dies wird mit lautem Brüllen quittiert; die Stimmritze verschließt sich krampfartig, die Atmung setzt aus. Gleichzeitig fällt der Blutdruck im Gehirn ab, der Herzschlag verlangsamt sich.

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Zwar kommt es dadurch kurzzeitig zu einer verminderten Sauerstoffversorgung – daher auch die Blaufärbung der Haut -, aber mit der gleich darauf einsetzenden Bewusstlosigkeit löst sich der Krampf: Das Kind beginnt wieder Luft zu holen – stets rechtzeitig, bevor es zu Schädigungen im Gehirn kommen kann.

„Trotzdem sollte man zum Kinderarzt gehen, wenn das Kind zum ersten Mal einen solchen Anfall erlebt hat – um auszuschließen, dass es sich nicht um eine schwerwiegende Erkrankung wie Epilepsie oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung handelt“, rät Meinolf Noeker, Psychologe am Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Bonn.

Gelassenes Reagieren der Eltern beruhigt das Kind

Deutsche Babys schreien weniger als der Durchschnitt

Gute Nachrichten für Eltern aus Deutschland: Britische Forscher haben herausgefunden, dass deutsche Babys seltener schreien als der Durchschnitt. Die Ursachen dafür sind allerdings unklar.

Quelle: N24/Laura Fritsch

Behandeln lässt sich Krankheit nicht, auch die eigentliche Ursache ist unbekannt. Offenbar sind besonders willensstarke Kinder häufiger betroffen; bei Jungen tritt ein Affektkrampf öfter auf als bei Mädchen. Manche erleiden nur ein oder zwei Mal einen Anfall, andere im Extremfall über Jahre mehrmals täglich.

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Die Versuchung sei groß, dem Kind vorbeugend jeden Wunsch zu erfüllen, damit es nicht wieder vor Wut bewusstlos werde, sagt Noeker. „Auf lange Sicht tut man dem Kind damit aber keinen Gefallen“, sagt er und rät zu liebevoller Konsequenz: Auch Kinder mit respiratorischen Affektkrämpfen müssen schließlich Grenzen kennenlernen.

Wichtig sei auch die richtige Reaktion auf einen Anfall, denn damit könnten Eltern die künftige Häufigkeit beeinflussen – positiv wie negativ: „Wir haben in einer Studie herausgefunden, dass die Anfälle viel seltener auftreten, wenn sich Eltern während des Krampfs ruhig verhalten und danach zur Tagesordnung übergehen“, sagt Noeker. „Auch wenn das natürlich angesichts des Schreckens und der Angst, die die Eltern durchmachen, leicht gesagt ist.“ Umgekehrt erhöhe sich die Häufigkeit, wenn sich die Eltern bestärkend verhielten – sie also dem Kind nach dem Krampf besonders viel Zuwendung schenkten oder dem Willen des Kindes dann nachgäben.

Lerneffekt des Körpers

„Dadurch soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass die Kinder den Krampf selbst auslösen können, um die Eltern zu instrumentalisieren“, betont Noeker. „Das ist physiologisch unmöglich.“ Vielmehr komme es zu einer Art Lerneffekt des Körpers, wenn das Kind nach dem Krampf von den Eltern quasi belohnt werde.

Auch Nadine Drunijon erhielt von ihrem Kinderarzt den Rat, ruhig zu bleiben. Für sie wurden die Krämpfe zur Routine: „Drei bis vier Monate lang hatte Ole das etwa zwei Mal die Woche“, erinnert sie sich. Je öfter es vorkam, desto gelassener konnte sie reagieren. Das hat sich offenbar gelohnt: Seit seinem zweiten Geburtstag wurde Ole nur noch ein Mal blau vor Wut.

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