Welches tier wäre ich

Inhalte

Zu anstrengend.

Funktioniert nicht.

Bringt dich auch nicht weiter.

Du hast versucht dich selbst zu finden.

Bislang vergeblich.

Wer du wirklich bist und was du wirklich willst, weißt du immer noch nicht.

Inhaltsverzeichnis

Die Grundvoraussetzung für deine Selbstfindung

Eine Richtung im Leben zu finden ist nicht ganz einfach. Denn wir leben in einer Zeit und in einem Land der 1001 Möglichkeiten. Niemals zuvor in unserer Geschichte standen jedem von uns hier im westlichen Europa so viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, was Hobbys, Beschäftigungen oder mögliche Berufe angeht.

Und die große Anzahl dieser Möglichkeiten hat unser Leben nicht unbedingt leichter gemacht. Denn in diesem Wald der Möglichkeiten kann man sich auch schnell verirren. Und dann fragt man sich:

„Toll, ich kann alles tun. Aber was davon ist denn das Richtige für mich? In welche Richtung soll ich mich bewegen?“

Um die Antwort auf diese Frage zu finden, kannst du dich in kleinen Schritten intensiv mit dir selbst, mit deinen Wünschen, Zielen, Bedürfnissen, Träumen und deinen realen Möglichkeiten auseinandersetzen.

3 Grundideen weisen dir den Weg

Wenn du herausfinden möchtest, was du wirklich vom Leben willst, kommst du nicht drum herum, dich längere Zeit auf freundliche und verständnisvolle Art mit dir selbst zu beschäftigen.

Bei diesem „Mit sich selbst beschäftigen“ helfen dir 3 Ideen, die sich übrigens auch wie ein roter Faden durch unseren Kompass-Kurs ziehen. Diese drei Ideen möchten wir hier mit dir teilen:

  1. Idee 1: Ich bin dann glücklich, erfüllt und zufrieden, wenn ich ein Leben führe, das zu meiner Persönlichkeit, zu meinen Stärken und zu meinen Schwächen passt.
  2. Idee 2: Ich bin glücklich und zufrieden, wenn meine persönlichen, individuellen Bedürfnisse erfüllt werden.
  3. Idee 3: Und ich bin glücklich und zufrieden, wenn mein Leben eine Richtung hat.

Diese 3 Punkte müssen mehr oder weniger erfüllt sein, damit wir unser Leben als vollständig und erfüllend erleben. Deshalb ist Selbstfindung für uns alle auch so wichtig.

Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, denn dieser Zustand ist nicht so schnell zu erreichen. Deshalb solltest du diese drei Grundgedanken auch eher als Ideal sehen, auf das du dich schrittweise zubewegen kannst und zwar ohne den Anspruch, dieses Ideal jemals und für immer komplett zu erreichen.

Aber jeder Schritt, den du dich auf dieses Ideal zubewegst, ist ein Gewinn für dich. Jeder erfolgreiche Schritt macht dein Leben besser. Deswegen lohnt es sich, diesen Weg zu gehen.

3 Fragen bringen dir Klarheit

Aus den 3 Grundideen von oben (Persönlichkeit, Bedürfnisse, Richtung) können wir wiederum 3 Kernfragen ableiten, und zwar:

  • Frage 1: Was sind meine Bedürfnisse? Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?
  • Frage 2: Wie sieht denn eigentlich meine Persönlichkeit aus? Wer bin ich? Und was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Frage 3: Was ist eine gute Richtung für mein Leben? Und zwar eine Richtung, die sich für mich sinnvoll anfühlt und die etwas mit meiner Persönlichkeit und meinen Bedürfnissen zu tun hat?

Lass uns diese 3 Selbstfindungsfragen einmal kurz etwas näher beleuchten:

Frage 1 zur Selbstfindung: Was sind meine Bedürfnisse?

Die Erfüllung meiner persönlichen grundlegenden Bedürfnisse (und das sind für jeden Menschen andere Bedürfnisse) ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ich ausgeglichen und zufrieden bin. Nur kennen die meisten Menschen ihre Bedürfnisse gar nicht so genau. Deswegen gilt es, die eigenen Bedürfnisse herauszufinden, um sie dann im nächsten Schritt zu erfüllen.

Um sich etwas tiefergehend mit deinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, möchte ich dir die folgende Übung ans Herz legen:

Übung: Was will ich nicht mehr?

Schritt 1: Oftmals fällt es uns leichter, zu sagen, was wir nicht wollen, als zu benennen, was wir wollen.

Nimm dir im ersten Schritt ein Blatt Papier und schreibe 3 Dinge untereinander, die du in deinem Leben nicht mehr willst, z. B. „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen.“

Schritt 2: Im zweiten Schritt der Übung gehe jeden deiner 3 “Will ich nicht mehr”-Punkte durch und frage dich bei jedem dieser 3 Punkte: „Was will ich stattdessen?“.

Die Antwort schreibst du dann hinter das, was du nicht mehr willst.

Zum Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Ich möchte anstelle dessen auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde.“

Schritt 3: Nun weißt du schon, was du willst. Der nächste Schritt ist nun, zu überlegen, welches grundsätzliche Bedürfnis hinter diesem Wunsch steckt.

Um das Bedürfnis dahinter zu finden, kannst du dich bei jedem deiner drei Wünsche fragen: „Warum will ich das?“ oder „Was verspreche ich mir davon?“. Die Antwort schreibst du hinter den jeweiligen Wunsch.

Zum Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Anstelle dessen möchte ich auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Und zwar, weil ich das das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden habe.“

Schritt 4: Frage dich im vierten Schritt, bei jedem einzelnen deiner Bedürfnisse, was passieren müsste, damit dieses Bedürfnis erfüllt wäre.

Dieser Schritt ist wichtig, damit deine Bedürfnisse in deinem Kopf nicht nur als abstrakte Konzepte herumgeistern. Du brauchst ein klares Bild, was ein Bedürfnis für dich bedeutet, denn nur so kannst du später auch gezielt dafür sorgen, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden.

Frage dich: „Was müsste passieren, damit dieses Bedürfnis erfüllt wird?“, und schreibe die Antwort hinter das jeweilige Bedürfnis.

In unserem Beispiel sähe das so aus: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Anstelle dessen möchte auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Denn ich habe das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden. Ich müsste also bei mir im Alltag irgendeinen Ort finden, an den ich mich zurückziehen kann und an dem ich mich sicher und geborgen fühlen kann.“

Schritt 5: Und als letzten Schritt überlege dir für jedes deiner Bedürfnisse bitte kleine, einfache und machbare Maßnahmen, wie du deinen Bedürfnissen einen klitzekleinen Schritt näher kommen kannst.

Frage dich dafür: „Was wäre der erste Schritt zum Ziel?“.

Entsprechend wäre das in unserem Beispiel: „Ich möchte nicht mehr in der lauten und hektischen Stadt wohnen. Ich möchte auf dem Land wohnen, am liebsten irgendwo, wo kaum Autos lang fahren und ich nicht ständig mit fremden Menschen konfrontiert werde. Ich habe das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Frieden. Ich müsste einen Ort finden, an den ich mich zurückziehen kann und an dem ich mich sicher und geborgen fühlen kann. Ich werde mir als Erstes überlegen, wo dieser Ort sein könnte.“

Hier noch einmal das Beispiel als übersichtliche Tabelle:

Nach diesem Muster kannst du all deine 3 „Will ich nicht mehr“-Punkte durchgehen, und daraus konkrete nächste Schritte entwickeln, um den dahinter stehenden Bedürfnissen einen noch größeren Raum zu geben.

Frage 2 zur Selbstfindung: Wie sieht meine Persönlichkeit aus? Wer bin ich?

Wenn ich mir ein Leben schaffen möchte, das im Einklang mit mir selbst ist, muss ich erst einmal herausfinden, wer ich bin.

„Wer bin ich also?“

Damit du diese komplexe Frage ein bisschen eingrenzen kannst, haben wir hier für dich eine kleine Übung, mit der du im ersten Schritt deine Charaktereigenschaften etwas klarer benennen kannst. Dadurch wird schon einmal ein wenig klarer, wer du bist und was dich als Mensch ausmacht.

Übung: Meine Charaktereigenschaften

Wir haben hier eine Liste mit einer ganzen Reihe von Charaktereigenschaften für dich. Am Ende des Artikels können du dir die Liste mit dem Titel “Meine Eigenschaften” herunterladen.

Bitte drucke dir die Liste “Meine Eigenschaften” aus.

Nun schätzt du dich bei jeder Charaktereigenschaft selbst ein, indem du in jeder Zeile der Tabelle einen Wert von –3 (überhaupt nicht) bis +3 (sehr stark ausgeprägt) einträgst.

Da ist natürlich ein großes Stück Selbsteinschätzung gefragt. Dabei hilft es dir, wenn du nach konkreten Beispielen in deinem Leben suchst, in denen man sehen konnte, ob du diese Eigenschaft besitzt. Du meinst zum Beispiel, du seist sehr durchsetzungsstark? Dann müssten dir zumindest ein paar Situationen einfallen, in denen du diese Eigenschaft beweisen konntest. Falls nicht, kannst du dir hier keine +3 geben!

Drucke dir dann die Blanko-Liste ein weiteres Mal aus und gib sie an einen Bekannten/eine Bekannte von dir und bitte ihn/sie, einmal zu jeder der Charaktereigenschaften eine Fremdeinschätzung zu geben.

Wenn du dann die Liste abgleichst und beide Ergebnisse auswertest und in Einklang bringst, dann kannst du schon einmal ziemlich konkret benennen, wie du gestrickt bist.

Hier ein Beispiel:

Aber auch aus unseren Bedürfnissen können wir auf unsere Persönlichkeitsmerkmale schließen. Kann es zum Beispiel sein, dass der Mensch aus dem Beispiel “Nicht mehr in der lauten Stadt wohnen” ein eher introvertierter Mensch ist? Schließlich scheint er seine Energie eher aus sich selbst zu ziehen und kann auf andere Menschen verzichten.

Frage 3 zur Selbstfindung: Was ist eine gute Richtung für mein Leben?

Hier geht es um die Frage, wohin ich mein Leben lenken möchte. Es geht um meine Leidenschaften, meine Ziele, meine Wünsche und irgendwann vielleicht auch um den Beitrag, den ich zum großen Ganzen leisten kann.

Deine Richtung wird meistens schon etwas klarer, wenn du die ersten beiden Fragen beantworten konntest. Wenn du weißt, wer du selbst bist und welche Bedürfnisse du hast, weißt du oft auch schon, wohin du willst.

Unsere Richtung im Leben hat ganz oft etwas mit unseren Werten zu tun. Unsere Werte sind die Dinge, die uns wichtig und unverzichtbar im Leben sind. Um deinen Werten auf die Spur zu kommen, frage dich:

  • „Was würde ich vermissen, wenn ich es nicht mehr hätte?“
  • „Ohne was möchte ich nicht leben?“
  • „Worum würde ich kämpfen, wenn es bedroht ist?“
  • „Wovon braucht die Welt mehr?“

Auch dazu haben wir eine lange Werte-Liste zum downloaden für dich.

Die Werte-Liste kannst als Inspiration für dich nutzen, um auf Ideen zu kommen.

Übung: Meine Werte leben

Schritt 1: Stelle dir bitte die obigen Fragen. Nutze die Werte-Liste als Hilfe. Und wenn du durch die Fragen deine Werte gefunden hast, schreibe sie auf ein Blatt Papier.

Schritt 2: Frage dich im nächsten Schritt: „Was kann ich tun, um meine Werte noch mehr zu leben?“, und schreibe die Antwort dahinter.

Beispiel: „Ich finde, die Welt sollte sich mehr um die Umwelt kümmern. Umweltschutz ist mir wichtig. Ich werde mich einer Naturschutzorganisation anschließen und für den Umweltschutz kämpfen.“

So ergibt sich aus den eigenen Werten automatisch eine Richtung für dein Leben. Keine beliebige, willkürliche Richtung. Sondern eine, die aus deinem Inneren kommt und gespeist von dem ist, was dir im Inneren wirklich wichtig ist.

So … das waren 3 kleine, aber wirkungsvolle Fragen, mit denen du den Fragen „Was will ich?“ und „Wer bin ich?“ ein wenig auf die Spur kommen kannst.

In unserem Kompass-Kurs geht es übrigens noch um zwei weitere Fragen, die ganz zentral sind. Die Fragen lauten:

  • Was hält uns oft davon ab, unsere Richtung im Leben zu finden?
  • Warum fällt es uns oft so schwer, unsere Richtung zu verfolgen, obwohl wir sie kennen?

Deine Persönlichkeit, deine Bedürfnisse und deine Richtung. Wenn du diese 3 Dinge intensiv erforscht hast, wirst du eine klarere Vorstellung davon haben …

  • wer du bist,
  • was du brauchst, um glücklich und zufrieden zu sein,
  • wo du hinwillst, und
  • was die nächsten Schritte für dich sind.

Natürlich ist diese große Fragestellung, diese „Lebensaufgabe“, hier im Beitrag nur kurz umrissen.

Liste mit Eigenschaften und Werten

All denjenigen, die sich wirklich intensiv mit den Fragen „Wer bin ich?“, „Was will ich?“, „Wie finde ich das Leben, das optimal zu mir passt?“ usw. beschäftigen möchten, denen möchten wir unseren Selbstlernkurs „Finde deinen Kompass“ ans Herz legen.

Im Kurs erhältst du jede Woche eine Ausgabe, die dir durch konkrete, schrittweise Anleitung dabei hilft, deinen persönlichen Kompass zu finden. Und wie immer bei unseren Kursen bekommst du zudem zahlreiche Materialien, um die Übungen gleich umzusetzen.
Liste Meine Eigenschaften + Werte herunterladen

Wie finde ich heraus, wer ich bin?

Liebe Haenguru,
ich danke Ihnen für Ihre Anfrage und das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen. Sie haben das dringende Bedürfnis, sich und Ihr Leben verändern zu wollen. Das haben Sie auch schon oft probiert, doch meist fallen Sie immer wieder in Ihr altes Verhaltensmuster zurück.
Sie fühlen sich unerfüllt in Ihrem jetzigen Job und möchten gern noch etwas anderes lernen. Doch Sie wissen nicht was, und auch nicht, wie Sie es herausfinden sollen. Am liebsten würden Sie den ganzen Tag schlafen. Und so hängen Sie den ganzen Tag in negativen, vermutlich sich wiederholenden, Gedankenschleifen fest, empfinden sich als faul und sind antriebs- und motivationslos. Ihre Vernunft sagt, es gibt eigentlich keinen Grund, unzufrieden zu sein. Ich nehme an, weil Sie alles haben, was man zum Leben braucht.
Sie streben nach Perfektionismus und haben einen Ordnungszwang. Auf diese Weise haben Sie einen Mechanismus etabliert, der Sie nie zur Ruhe kommen lassen wird. Das innere Streben nach Perfektion hält Sie vom realen Leben fern. Denn immer gibt es etwas zu erreichen, das noch besser, noch optimaler wäre. Es führt dazu, dass Sie den Augenblick verpassen und in der Gegenwart nicht wirklich präsent sind. Der gegenwärtige Moment ist unvollkommen, ganz und gar nicht perfekt, aber dafür lebendig und authentisch. Und ich glaube, es ist das, wonach Sie sich eigentlich sehnen: Nach Lebendigkeit und Authentizität.
Wenn Sie lernen, wirklich im Moment anzukommen, fangen Sie an, sich selbst zu spüren: Ihre Gefühle, Ihre Bedürfnisse, Ihre Wünsche. Vielleicht werden Sie nicht nur angenehme Empfindungen haben, aber Sie werden merken, wie das Leben durch Sie hindurchpulsiert, egal was Sie tun oder nicht tun. Weil Sie es nicht mehr aus Angst verhindern müssen und auch keine Perfektion mehr anstreben. Nun sind Sie neugierig darauf, was das Leben Ihnen präsentiert und trauen sich selbst zu, es zu meistern.
Wenn Sie den Kontakt zu Ihrer inneren Stimme gefunden haben, werden Sie auch wissen, was Sie als nächstes tun wollen. Sie werden ganz deutlich spüren, in welche berufliche Richtung Ihr Interesse geht. Dazu brauchen Sie einen guten Kontakt zu sich selbst, der verlässlich ist und Ihnen permanent Feedback über Ihre Wünsche und Bedürfnisse gibt.
Indem Sie sich spüren und empfinden, finden Sie heraus, wer Sie sind. Sie werden aber feststellen, dass diese Identität flüchtig ist und sich ständig wandelt, wenn man den Mut hat, sie nicht festzuschreiben und festzuklopfen. Dann ist es, als würden Sie es jederzeit zulassen, von sich selbst überrascht zu werden, sowohl in Ihrem Denken, Fühlen als auch in Form von Ihrer Kreativität. Sie merken, wie Sie sich täglich verändern ohne sich dabei anzustrengen, ganz einfach weil Sie das Leben so annehmen wie es ist.
Wenn Sie das Leben annehmen und nicht mit den Gegebenheiten hadern, werden Sie tiefe Momente von Zufriedenheit und Glück erleben. Momente, die nicht einmal von äußeren Bedingungen abhängen müssen, sondern einfach, weil Sie sich trauen, sich lebendig zu fühlen. Es gibt dann keine getrennte geistige Vorstellung mehr davon, wie Sie sein könnten oder am besten wären. Sondern Sie sind einfach Sie selbst, identisch mit sich selbst in jedem Augenblick, ganz gleich was passiert – ohne Zweifel und Fragen, aber voller Selbstvertrauen.
Wie Sie vielleicht schon bemerken, kann ich Ihnen keinen klassischen Lösungsweg anbieten. Ich kann Ihnen nur einen Weg aufzeigen, der in eine ganz andere Richtung weist, als Sie es vielleicht erwartet haben. Auf diesem Weg könnte es sehr hilfreich für Sie sein, Mindful-Based-Stress-Reduktion (MBSR) zu erlernen. Kurse gibt es mittlerweile fast überall und es ist ein guter Einstieg, um Achtsamkeit zu entwickeln und mit sich selbst vertrauter zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es Sie sehr unterstützen würde.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Selbstfindungsweg,
mit herzlichem Gruß
Anke Wagner
-Heilpraktikerin f. Psychotherapie –

Wer bin ich? – Ein kleiner Leitfaden

Frage #6: Was am Ende wirklich zählt.

Deine Prioritäten drücken sich nicht in Deinem Denken aus, sondern in Deinem Handeln.

Manchmal weiß ich nicht mehr, was mir wirklich wichtig ist. Ich verrenne mich dann in Alltagsproblemen und es fällt mir schwer, meine eigenen Prioritäten zu erkennen.

Stelle Dir vor, Du liegst auf Deinem Sterbebett. Du weißt: “Das wars. Von hier werde ich nie wieder aufstehen.”

Blicke jetzt auf Dein Leben zurück.

  • Welche Entscheidungen erfüllen Dich mit Stolz?
  • Welche Entscheidungen bereust Du?

Blicke von Deinem Sterbebett zurück auf Dein jetziges Leben. Was würdest Du Dir selber raten?

Info: Eigentlich ist das hier die Frage nach Deinen Zielen im Leben.

Wenn Du Deine Lebensziele noch nicht kennst, dann musst Du diesen Artikel dazu lesen!

Hier geht’s lang: Lebensziele finden – die einfachste Übung überhaupt

Frage #7: Was liebst Du und was hasst Du?

Gleiches Spiel wie vorher. Zwei Spalten auf Deinem Blatt. Auf die linke Seite kommen all die Dinge, die Du liebst. Auf die rechte Seite all die Dinge, die Du nicht leiden kannst.

Frage #8: Was ist Deine Lebensvision?

Ein Mann ohne Mission ist wie ein Mann ohne Eier

– Ben Settle

Wohin willst Du in Deinem Leben unterwegs sein? Die Ziele die Du Dir setzt bestimmen, welcher Mensch Du bist.

Ich empfehle Dir: Schaffe Klarheit über den Sinn Deines Lebens!

Am besten erstellst Du dazu ein Vision Board.

Wie das genau geht und was Du unbedingt beachten musst, wenn Du nicht auf die Nase fallen willst, erkläre ich Dir hier.

Zum Vision Board hier klicken.

Übrigens: Wenn Du richtig durchstarten willst, melde Dich zu meinem kostenlosen E-Mail Kurs an.

Für Profis: “Wer bin ich wirklich?” – So geht es jetzt weiter

Diese Fragen sind ein guter Startpunkt, der Dir viel Orientierung, Klarheit und Ruhe für Deine aktuelle Situation bringen wird.

Aber Vorsicht: Deine selbst erstellten Antworten sind nur eine Momentaufnahme. Wenn Du dauerhafte Klarheit und Zufriedenheit in Deinem Leben haben möchtest, dann lies Dir unbedingt den Rest des Artikels durch.

Die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ ist zu allgemein, um sie beantworten zu können. Viel zielführender sind die Fragen: Was gibt mir Energie? Was mag ich? Was macht mir Freude? Was genieße ich? Die Antworten auf diese Fragen führen Dich zu mehr Selbsterkenntnis, die Du im Alltag nutzen kannst Dein Leben erfüllender zu gestalten. (Foto: Matheus Ferrero auf Unsplash)

Heute stelle ich mir die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ nicht mehr. Nicht, weil ich alles über mich wissen würde. Sondern weil ich glaube, dass die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ im Grunde keinen Sinn ergibt. Noch mehr, sie führt mich langfristig in eine grundlegend falsche Richtung.

Hier ist der Grund, warum ich das glaube.

‘Persönlichkeit’ ist eine Illusion. Sie ist das, was Du glaubst zu sein. In Wahrheit verändert sie sich jeden Tag. Meine Erfahrung ist: Folge ich nur der Frage: ‘Wer bin ich wirklich?’, verwirre und verliere ich mich mehr und mehr. Denn ich suche etwas, das so nicht existiert.

Deine ‘Persönlichkeit’ ist nur eine Sammlung erlernter Verhaltensweisen

Ich glaube, das was wir “Persönlichkeit” nennen, ist im Grunde eine Sammlung erlernter Verhaltensweisen. ‘Wer’ Du heute bist, ist ein Resultat Deiner vergangenen Erfahrungen.

Es waren aktive Entscheidungen und erlebte Erfahrungen, die Dein Verhalten prägten und damit Deine ‘Persönlichkeit’ geformt haben. Dieses Formen geschieht schon Dein ganzes Leben uns setzt sich stetig fort.

Mache nicht den Fehler zu glauben, diese gewählten Verhaltensweisen seien unveränderlich. Sie ändern sich ständig. Jeden Tag. Und damit auch, wer Du “wirklich” bist.

Alles was Du ‘bist’, hast Du Dir im Laufe Deines Lebens zusammen gesucht. Warum? Weil es in dem Moment, in dem Du es gelernt hast, nützlich für Dich war. Wer Du wirklich bist ist eine Folge Deiner Entscheidungen und deshalb nach Deinem Willen austauschbar.

Vor fünf Jahren warst Du anders, als heute Du heute bist. Und in weiteren 5 Jahren wirst Du an einer Stelle stehen, die Du Dir heute nicht einmal ausmalen kannst.

Die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ fokussiert sich ausschließlich auf die Vergangenheit und erwähnt mit keinem Wort die Zukunft. Und das ist das große Problem.

Es ist Deine Wahl, wer Du “wirklich” bist

Jetzt magst Du einwenden: “Ja, aber diese eine Sache, das ist so tief in mir drin, das wird sich niemals ändern!”

Ja. Das mag sein. Aber nur, wenn Du glaubst, dass es sich niemals ändern wird. Meine Erfahrung ist: Sobald Menschen den Willen zur Veränderung haben, sind Wunder möglich.

Früher dachte ich selbst: “Ich bin einfach schüchtern. Das ist so und je früher ich mich damit abfinde, desto besser. Dann werde ich wenigstens nicht mehr enttäuscht.”

Mein Glück war: Irgendwann war ich so frustriert, dass ich die Situation ums Verrecken nicht mehr aushielt. Die Vision, mein ganzes Leben einsam und alleine zu bleiben, ohne Hoffnung auf Beziehung, Nähe, Sexualität, war zu viel für mich. Deshalb entschied ich eines Tages, dass alles besser sei, als diese Schüchternheit.

Das war der Tag, an dem ich mich auf den Weg machte. Nicht, weil ich glaubte etwas verändern zu können, sondern weil ich wusste, dass ich dieses Leben, was ich führte, nicht mehr weiterleben möchte.

Und eines garantiere ich Dir: Niemand der mich heute trifft, würde noch behaupten ich sei schüchtern. Im Gegenteil: Wenn ich meine Geschichte teile, dann ernte ich nur ungläubiges Staunen. Niemand kann sich noch vorstellen, dass ich mal schüchtern war. (Und ich selbst manchmal auch nicht…)

‘Wer bin ich wirklich?’ ist immer nur eine Momentaufnahme. Es ist Deine Entscheidung, wer Du morgen sein möchtest.

Alles ist im Fluss. Mit jedem Atemzug veränderst Du die Moleküle Deines Körpers. Leben bedeutet Veränderung. Warum sollte Deine ‘Persönlichkeit’ konstant sein? (Foto: Jonas Jacobsson auf Unsplash)

‘Wer bin ich wirklich?’ wird zu ‘Wer will ich sein?’

Wir haben eben zwei Dinge festgestellt:

  1. Wer Du heute bist ist ein Resultat Deiner bisherigen Erfahrungen.
  2. Wer Du morgen sein wirst, ist abhängig davon, welche Entscheidungen Du heute triffst.

Wenn also alles im Fluss ist und Du die Macht hast, Dich aktiv zu formen, dann wird die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ irrelevant.

Viel wichtiger ist die Frage: ‘Wer will ich sein?’

Das ist, was Dir und Deinem Leben eine Richtung geben wird. Das ist, was Dir langfristig Befriedigung und Klarheit geben wird. Die Vision Deines Lebens.

Die Frage ‘Wer will ich sein?’ gibt Dir die Macht über Dein Leben zurück. Anstatt die Vergangenheit passiv zu analysieren und zu versuchen, Dich bestmöglich danach auszurichten, entscheidest Du aktiv über Deine Zukunft. Du wirst vom zurückblickenden Beifahrer zum vorwärts gerichteten Fahrer Deines Lebens.

Wie also entscheidest Du, wer Du sein willst?

Antwort: Du tust es einfach. Und dann handelst Du nach Deiner Entscheidung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Die Frage ‘Wer bin ich wirklich?’ schaut in die Vergangenheit und macht Dich zum passiven Beifahrer. Die Frage ‘Wer will ich sein?’ setzt Dich hingegen zurück auf den Fahrersitz. Denn jetzt kannst Du aktiv entscheiden, wohin Du mit Deinem Leben ‘fahren’ möchtest. (Foto: Jake weirick auf Unsplash)

‘Wer will ich sein?’ -Richtung, Sinn und Klarheit für Dein Leben

Mache Dir klar, was Dir wichtig ist. Für was möchtest Du einstehen und und Deine Energie einsetzen? Welche Werte sind die Deinen? Welche Ziele hast Du in Deinem Leben? Was möchtest Du erreichen, welche Menschen möchtest Du um Dich haben und auf was möchtest Du an Deinem Sterbebett zurück blicken?

Um Dich auf diesem Weg zu unterstützen, habe ich einen klaren und einfachen E-Mail Kurs entworfen.

Trage Dich jetzt unten ein.

Wenn Du mehr wissen willst, dann lese auch die anderen Artikel von mir.

Wie Du das Beste aus Selbstfindung und Selbstfindungsphasen machst.

Klarheit darüber findest was Du wirklich willst.

Wie Du Deine Lebensziele finden kannst.

Und zum Abschluss, um die Sache rund zu machen, empfehle ich Dir Dein Vision Board zu erstellen.

Aber denke immer daran: Es ist nicht wichtig, wer Du heute ‘wirklich’ bist. Aber es ist entscheidend, wer Du morgen sein möchtest.

Mach Dich ran.

Alles Gute.

Dein

Bewerberfrage: Was wären Sie für ein Tier?

Die Frage selbst ist schon ein bisschen affig. Man möchte sofort zurückfragen: Welcher Küchenpsychologe hat Sie eigentlich beraten, solche Fragen zu stellen? Da das aber im Vorstellungsgespräch selten gut ankommt und den Hautgout eines Spielverderbers besitzt, der sich vor einer gescheiten Antwort drücken will, machen wir einfach mal gute Miene zum dämlichen Spiel: Sollte Ihnen jemals ein Personaler im Bewerbungsgespräch die Frage stellen: Was wären Sie als Tier? Das wären die Antworten…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Tierfrage als Persönlichkeitstest

Zunächst einmal: Die Katze in mir war neugierig genug, um nach einigen Recherchen im Social Web festzustellen, die Frage wird öfter gestellt, als man meint. Schade. Meist im Rahmen eines sogenannten Persönlichkeitstests.

In dem Zusammenhang begegnen einem dann auch gleich einige Facetten und Variationen der Frage:

  • Was wären Sie für ein Tier?
  • Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre das?
  • Welches Tier wären Sie gerne?

So oft sie aber auch gestellt wird, ihre Aussagekraft ist mehr als umstritten. Nicht zuletzt dank solcher Artikel wie diesem, die dafür sorgen, dass Bewerber auf die Frage die erwünschten und vorbereiteten Antworten geben. Insofern dürfen Sie den Artikel aus zweierlei Perspektive lesen:

  • Als Ratgeber für optimale Antworten.
  • Als Fragenkiller, der zugleich solche zweifelhaften Tests obsolet macht.

Aber gut, setzen wir uns mal ernsthaft damit auseinander…

Wenn Sie ein Personaler wären, warum stellen Sie dann diese Frage?

Warum wird die Bewerberfrage überhaupt gestellt?

Mit Tieren verbinden wir spezifische Eigenschaften, nicht zuletzt dank einiger Redewendungen („blöde Ziege“, „schlauer Fuchs“, „graue Maus“, etc.) und diverser Fabeln. Entsprechend sind mit ihnen zahlreiche Stereotype verknüpft. Und getreu dem Bonmot Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul, verrät angeblich auch die Antwort auf die Frage nach dem Wunschtier mehr über den Bewerber als dieser vermeintlich ahnt. So soll die Wahl des Tieres etwa hinweisen auf…

  • Teamgeist

    Einige Tiere sind starke Herdentiere: zum Beispiel Pferde, Wölfe, Fische. Sie agieren im Rudel beziehungsweise Schwarm und leiten hieraus ihre Stärke ab. Wer diese Tiere wählt, könnte sich gut in Teams integrieren lassen und Mannschaftsspieler sein.

  • Dominanz

    Löwen oder Tigern wird – wie vielen anderen Raubtieren auch – große Stärke, Selbstbewusstsein und Mut, aber auch der Trieb zur Macht sowie hoher Eigensinn nachgesagt. Angeblich die Wahl von Menschen mit Führungsanspruch.

  • Fleiß

    Schon bei dem Begriff denkt jeder sofort an – genau: die Biene. Ameise ginge aber auch. Die ist zudem gewohnt, bis zum Umfallen zu schuften und keine dummen Fragen zu stellen. Überdies gelten diese Insekten als wahre Großorganisationskünstler, das perfekte Konzerntier.

  • Loyalität

    Wohl kaum ein Tier gilt als derart treu wie der Hund. Er ordnet sich gerne unter, ist ebenfalls ein Rudeltier und loyal bis in die Schwanzspitze. Allerdings wird dem Hund auch nachgesagt, konflikt- und problemscheu zu sein.

  • Ausdauer

    Geduld und Gewissenhaftigkeit sind die Stärken von Elefanten. Sie gelten zudem als Gedächtnisgroßmeister im Tierreich. Aber Achtung: Er gilt manchen auch als Blockierer.

  • Gute Laune Bären indes werden die Eigenschaften zugeschrieben, besonders oft gutgelaunt und gesellig zu sein. Manche sehen in dieser Wahl allerdings auch einen Besserwisser.

Gewiss, die Antworten und Klischees aus dem Tierreich ließen sich beliebig Fortsetzen. Manche Tiere wiederum sind so negativ behaftet, dass Sie diese bitte niemals wählen sollten:

  • Faultier (selbsterklärend)
  • Zecke (überhaupt alle Parasiten)
  • Ratte (verräterisch, Krankheitsüberträger)
  • Seestern (zu passiv)
  • Fliege (nervt nur)
  • Maus (schüchtern, unbedeutend)

Sie sehen schon: Einerseits gibt es ohnehin nicht allzu viele Tiere, die überhaupt in die engere Auswahl gelangen. Andererseits sind die wählbaren Optionen relativ durchschaubar und banal, dass Sie die ideale Antwort letztlich daraus ableiten können, was das Zielunternehmen vermutlich hören will.

Gute Antworten: Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie dann?

In der Regel kommt es daher auch weniger auf die Tierwahl an, sondern auf die dazugehörige Begründung – nach der Bewerber im Vorstellungsgespräch natürlich ebenfalls gefragt werden. Schließlich will der Personaler ja wissen: Was hat sich der Kandidat dabei bloß gedacht?

Daher hier ein paar Antwort-Optionen, mit denen Sie je nach Lust und Laune punkten können:

Ambitioniert:

Ich wäre ein Gepard! Die verfügen über hohe Motivation, Schnelligkeit und großes Leistungspotenzial wenn es drauf ankommt.

Devot:

Pferd! Denn Pferde sind gut zu dressieren und ackern können sie auch lange und ausdauernd.

Kreativ:

Ich wäre gern ein fliegender Fisch! Zwar fasziniert mich die Unterwasserwelt, ich möchte aber auch gern die Erde von oben betrachten, um mir einen Gesamtüberblick zu verschaffen.

Die beste Rückfrage auf die Frage nach dem Tier wäre übrigens diese:

Welche Zahl im Alphabet ist Ihre Lieblingsfarbe?

Na, wissen Sie’s?

Weitere Tipps zum Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch Ablauf

✔ Vorstellungsgespräch Tipps
✔ 5 typische Gesprächsphasen
✔ Vorstellungsgespräch vorbereiten
✔ Vorstellungsgespräch Checkliste
✔ Dresscode
✔ Begrüßungstipps
✔ Selbstpräsentation
✔ Soft Skills
✔ Authentisch sein
✔ Gesprächsführung
✔ Vorstellungsgespräch beenden

Interview Arten

✔ Assessment Center
✔ Stressinterview
✔ Vorstellungsgespräch auf Englisch
✔ Strukturiertes Interview
✔ Bewerbungsgespräch per Video
✔ Telefoninterview Tipps
✔ Zweites Vorstellungsgespräch
✔ Anruf vom Headhunter
✔ Outplacement Beratung

Typische Fragen

✔ 100 Fragen an Bewerber
✔ 25 Fangfragen
✔ Stressfragen
✔ Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
✔ Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
✔ Warum haben Sie gekündigt?
✔ Haben Sie sich woanders beworben?
✔ Was wären Sie für ein Tier?
✔ Warum sollten wir Sie einstellen?
✔ Wie stehen Sie zu Überstunden?
✔ Was sind Ihre Schwächen?
✔ Unzulässige Fragen
✔ Rückfragen an Personaler

Tipps & Tricks

✔ Bewerbungsgespräch Tipps
✔ Vorstellungsgespräch trainieren
✔ Bewerbungsgespräch Fehler
✔ Notlügen im Vorstellungsgespräch
✔ Körpersprache Tipps
✔ Nervosität überwinden
✔ Wohin mit den Händen?
✔ Tipps gegen Prüfungsangst

Organisation

✔ Gesprächstermin verschieben
✔ Vorstellungsgespräch absagen
✔ Vorstellungsgespräch abbrechen
✔ Reisekosten: Wer zahlt?
✔ Vorstellungsgespräch gut gelaufen?
✔ Nachfassen
✔ Vorstellungsgespräch Nachbereitung
✔ Achten Sie aufs Umfeld

PS: Nutzen Sie zur Jobsuche unsere Jobbörse!

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Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?

„Was für eine bescheuerte Frage“, denkst du dir vielleicht. Versucht sich der Recruiter jetzt etwa als Küchenpsychologe? Aber bevor du ihn ungläubig anschaust und zu lachen anfängst: Bedenke, dass auch hinter so einer Frage ein Ziel steckt und du kreativ – aber auch wohl überlegt – antworten solltest. Denn hier kommt es nicht nur auf das Tier, sondern vor allem auf die Begründung für deine Wahl an.

Vorbereitung auf diese Frage:

Überleg dir, welches Tier für welche Eigenschaften steht oder in einer bestimmten Redewendung verwendet wird. Gleich dies mit den Eigenschaften und Fähigkeiten, die du an dir oder anderen schätzt, ab. Die Frage ist – so harmlos sie zunächst klingen mag – ein wenig tricky, da es kaum Tiere gibt, die ausschliesslich positive Konnotationen haben.

Dos:

Wähle ein Tier, das mit (überwiegend) positiven Eigenschaften verbunden wird, die gut zur ausgeschriebenen Stelle und Firmenkultur passen. Gängige Beispiele sind:

  • Pferde, Wölfe oder Fische: Sie treten vor allem in Herden oder Schwärmen auf. Wenn du also deinen Teamgeist beweisen willst und deine Fähigkeit, aus der Gruppe deine Stärke zu ziehen, kannst du eines dieser Tiere wählen
  • Bienen oder Ameisen: Fleissig ist das Wort, das einem zuallererst in den Sinn kommt. Ausserdem sind Insekten dafür berühmt, hart zu arbeiten und einer guten Organisationsstruktur zu folgen. Optimal also für Stellen in grossen Konzernen, aber eher nichts für Führungspositionen
  • Löwen oder Tiger: Diese Raubtiere passen schon eher zu einer leitenden Position. Pass aber auf, dass es nicht zu aggressiv und dominant wirkt, wenn du darüber sprichst
  • Delfine: Sie gelten als hochintelligent, tatsächlich sogar als eines der intelligentesten Tiere, werden von allen gemocht und verkörpern Hilfsbereitschaft

Und ein paar originellere Antworten:

  • Geparde: Sie sind extrem schnell und leistungsfähig, wenn es darauf ankommt
  • Fliegende Fische: Unter Wasser den Durchblick und die Fähigkeit, hoch hinaus zu springen und die Welt von oben zu betrachten – was will man mehr?
  • Seepferdchen: Sie haben ziemlich spektakuläre Farben und die Männer sind für das Austragen des Nachwuchses zuständig – gut für ambitionierte Frauen
  • Eulen: Sie gelten als weise, in sich ruhend und haben den Blick für das grosse Ganze.

Don’ts:

Recht offensichtlich: Such dir kein Tier aus, das bedrohlich, giftig, lästig oder sonst irgendwie negativ konnotiert ist (Stichwort „blöde Ziege“). Und auch Katzen sind dank der zahlreichen Videos im Netz ein bisschen langweilig geworden.

Hier eine Auswahl der Tiere, die du besser nicht wählen solltest:

  • Mäuse: Nicht umsonst gibt es den Ausdruck „graue Maus“ oder „stilles Mäuschen“. Auch wenn der kleine Nager recht niedlich ist, wird er dennoch eher mit „unbedeutend“ assoziiert. Der Recruiter wird sich also vermutlich Gedanken zu deinem Selbstbewusstsein machen
  • Haie: Ob der „Weisse Hai“ oder „The Beach“ – Haie sind ein Garant für blutige Filmszenen, als Antwort auf die obige Frage jedoch ungeeignet
  • Schlangen: Nicht erst seit dem Dschungelbuch gilt die Schlange als verschlagen, unehrlich – und ist oft giftig. Wer gerne Kaninchen im Ganzen verschlucken könnte, ist nicht gerade der Favorit als neuer Kollege
  • Fliegen oder Wespen: Ja, fliegen können ist an sich toll, aber wenn es mit lästig Sein und Stichen verbunden ist, dann lieber doch nicht

Was der Recruiter mit dieser Frage bezweckt:

So banal die Frage auf den ersten Blick scheinen mag – sie kann einen ganz schön ins Schwitzen bringen. Denn der Recruiter will damit nicht die Stimmung aufheitern, sondern testen, wie kreativ und humorvoll du (unter Druck) antworten kannst. Über die Wahl des Tieres versucht er ausserdem, abseits von deinen Formulierungen im Motivationsschreiben, ein paar Rückschlüsse auf deinen Charakter zu ziehen: Welche Eigenschaften bewunderst du? Wie wichtig ist dir Macht? Bist du ein „Herdentier“ oder lieber als Einzelgänger unterwegs?

Wir meinen:

Es ist eine ungewöhnliche, vielleicht etwas merkwürdige Frage – die aber gar nicht mal so selten ist. Nimm sie so ernst wie jede andere auch und lass dir eine kreative, nachvollziehbare Antwort einfallen. Ähnliches gilt übrigens auch für Fragen, in denen „Tier“ durch „Obstsorte“ oder „Superheld“ ersetzt wird.

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