Welcher sport für mein kind?

Welcher Sport eignet sich für mein Kind?

Sport hat viele positive Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes. Er steigert die Konzentration, baut Stress ab, fördert den Teamgeist und baut Selbstbewusstsein auf. Welche Sportart ein Kind ausüben möchte, sollte es in erster Linie selbst entscheiden. Die meisten Sportvereine bieten kostenlose Schnupperstunden an. So können die Kinder testen, ob ihnen die Sportart Spaß macht und ob sich daraus ein langfristiges Hobby ergeben kann. Wir stellen die sechs gängigsten Sportarten für Kinder mit Altersempfehlung und den ungefähren Kosten vor.

Fußball

Fußball ist der Klassiker unter den Sportarten: Der Mannschaftssport fördert Geschicklichkeit, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit. Beim Hinterherjagen des Balls bewegen sich die Kinder viel an der frischen Luft und können sich richtig auspowern. Im Mannschaftsverbund erfährt Ihr Kind Teamgeist und Zusammenhalt und knüpft viele neue Freundschaften mit seinen Mitspielern.

Alter: Die meisten Vereine nehmen ab vier Jahren die kleinsten Spieler in ihre Reihen auf.

Kosten: Eine Mitgliedschaft im Verein ist in der Regel Voraussetzung, um regelmäßig am Training teilnehmen zu dürfen. Der Jahresbeitrag liegt zwischen 20 und 40 Euro. Je nach Altersgruppe stehen pro Woche zwei Trainingsstunden à 60-90 Minuten auf dem Programm. Fußballschuhe sind je nach Marke ab 30 Euro erhältlich.

Tennis

Tennis zählt zu den sogenannten Schlagsportarten. Ein Match findet zwischen zwei Spielern (Einzel) oder in Zweierteams (Doppel) statt. Tennis macht rundum fit und trainiert die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes. Auch Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit werden geschult.

Alter: Ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren können Kinder bereits spielerisch die Grundzüge der Sportart erlernen. Richtige Kurse für Kinder werden in der Regel ab sieben Jahren angeboten.

Kosten: Die Kosten für eine Trainingseinheit (45-60 Minuten) variieren je nach Anbieter und Ort und können zwischen 15 und 40 Euro betragen. Eine Jahresmitgliedschaft im Tennisverein kostet für Kinder zwischen 80 und 100 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Anschaffung der Ausrüstung, bestehend aus Tennisschuhen (30-50 Euro) und Schläger (20-80 Euro). Manchmal werden auch die Kosten für die Nutzung des Tennisplatzes oder der Tennishalle dazugerechnet.

Judo

Die fernöstliche Kampfkunst aus Japan stärkt nicht nur Ausdauer, Kraft, Koordination und Geschicklichkeit Ihres Kindes, sondern schult auch kognitive und soziale Kompetenzen. Beim Judo werden vor allem Respekt und Fairness gegenüber dem Gegner gelehrt. Insbesondere schwächeren Kindern kann Judo auch zu mehr Selbstbewusstsein im Alltag verhelfen.

Alter: Ab einem Alter von fünf Jahren können Kinder damit beginnen, die Grundtechniken des Judos zu erlernen. Für kleine Energiebündel, die kurz vor oder in der Pubertät sind, ist Judo eine wertvolle Möglichkeit zum Ausgleich und zum Abbau von Aggressionen.

Kosten: Der jährliche Beitrag für den Judoverein bewegt sich zwischen 60 und 150 Euro. Einige Kampfsportschulen können auch teurer sein. Für gewöhnlich finden die Trainingseinheiten (45-60 Minuten) ein- bis zweimal in der Woche statt. Kosten für Schuhe fallen bei diesem Hobby weg – beim Judo wird barfuß gekämpft. Der weiße Judoanzug kostet 30-50 Euro.

Schwimmen

Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten: Im Wasser werden Knochen und Gelenke geschont und die Verletzungsgefahr ist sehr gering. Beim Schwimmen auf Zeit werden Ausdauer und Kondition trainiert. Außerdem baut das regelmäßige Training eine gute Rückenmuskulatur auf – ideal zur Vorbeugung von Rückenschmerzen im Erwachsenenalter.

Alter: Das Alter, um Ihr Kind im Schwimmverein anzumelden, hängt davon ab, wann es Schwimmen lernt. Einige Kinder lernen es erst im Schwimmkurs in der Grundschule, andere sind bereits mit vier Jahren sicher mit Wasser unterwegs.

Kosten: Der Jahresbeitrag im Schwimmverein variiert stark und kann zwischen 60 und 150 Euro liegen. Bei einigen Vereinen sind die Wettkampf-Startgebühren bereits in dem Jahresbeitrag inbegriffen. Daneben fallen kaum Kosten an. Eine gute Schwimmbrille gibt es bereits für ca. 15 Euro und fürs Erste reicht die bereits vorhandene normale Badebekleidung. Für Wettkämpfe brauchen die kleinen Schwimmer dann lange Badebekleidung mit Bein (Badeanzug für Mädchen ca. 85 Euro, Badehose für Jungen etwa 65 Euro).

Ballett

Kunst, Musik und Tanz vereinen sich beim Ballett, um wunderschöne Geschichten wie den Nussknacker oder Schwanensee lebendig zu machen. Auch wenn die Figuren und Tanzschritte am Ende leicht und mühelos aussehen, ist das Training anstrengend. Ballett ist ein Kindersport, der die Konzentrationsfähigkeit, Körperbeherrschung und Beweglichkeit Ihres Kindes schult und es zudem an klassische Musik heranführt.

Alter: Die Kleinen sollten bereits eine Grundkörperbeherrschung besitzen. Ab fünf bis sieben Jahren ist es daher sinnvoll, Ihr Kind zum Ballettunterricht anzumelden. Anfangs besteht der Unterricht aus tänzerischer Früherziehung mit Ballett-Elementen. Nach und nach steigert sich das Niveau, bis schließlich die „echten“ Ballett-Figuren erlernt werden. Der typische Spitzentanz ist für Kinder unter zwölf Jahren tabu: Knochen und Muskulatur sind dann noch nicht entsprechend ausgebildet, sodass es zu Verformungen und Haltungsschäden kommen kann.

Kosten: Eine Wochenstunde in der Ballettakademie kann mit 30 bis 50 Euro zu Buche schlagen. Als Mitglied im Ballettverein tanzt es sich in der Regel günstiger: Der monatliche Mitgliedsbeitrag liegt bei 25-50 Euro für eine bis zwei Stunden Training pro Woche. Die Ausrüstung (Tutu, Strumpfhosen, Schläppchen) kostet rund 70 Euro.

Reiten

Reiten hat für viele Kinder einen ganz besonderen Reiz, weil es hierbei um die Interaktion mit einem Tier geht. Es schult Gleichgewicht, Körperhaltung und trainiert den ganzen Körper. Neben dem körperlichen Training lernen die Kinder bei diesem Sport außerdem, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, seine Bedürfnisse zu erkennen und auf sie einzugehen.

Alter: Ab vier Jahren bietet es sich für Kinder an, zunächst mit dem Voltigieren (Turnen auf dem Pferderücken) zu beginnen. So erlernen sie ein Gefühl für die Bewegungen des Tieres. Der erste Reitunterricht erfolgt dann ab etwa fünf Jahren zunächst an einer Longe, einer langen „Leine“, an der der Reitlehrer das Pferd um sich herum im Kreis führt. Wenn die Grundtechniken erlernt sind und das Kind sicher im Sattel sitzt, kann es mit dem selbständigen Reiten beginnen und Gruppen- oder Einzelunterricht nehmen,

Kosten: Eine Reitstunde kostet zwischen 10 und 25 Euro. Einzelunterricht ist teurer als Unterricht in einer Gruppe. Manche Reitschulen bieten Zehner-Karten an, bei der Eltern meistens die Kosten für eine Unterrichtsstunde sparen können. Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht unbedingt verpflichtend. Die Ausrüstung, bestehend aus Reithose, Helm, und Stiefeln kostet zwischen 60 und 150 Euro. Günstiger wird es, wenn die Sachen gebraucht gekauft werden.

Lesetipp

Das kostenlose E-Book „Sport mit Kindern“ des Sportjournalisten Peter Großmann bietet Eltern eine gute Hilfestellung bei der Wahl einer geeigneten Sportart für ihr Kind. Der Online-Ratgeber gibt Tipps, wie sich Sport und Bewegung in den Alltag von Kindern integrieren lassen, wie Eltern die sportliche Entwicklung ihrer Schützlinge unterstützen und wie sie selbst ein gutes Vorbild sein können.

Weitere Artikel:

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  • 11 sportliche Ausflüge mit Kindern
  • Mit Kindern Spaß im Garten haben

Wie finde ich die richtige Sportart für mein Kind?

Einmal kicken wie Ronaldo, tanzen wie Patrick Swayze oder boxen wie Vitali Klitschko? Spätestens mit dem Eintritt ins Grundschulalter fangen Kinder an sich für ein sportliches Hobby zu interessieren und möchten eine Sportart ausüben. Fleißig eifern sie selbstgewählte Idole wie Neymar und Co. nach. Als mein Sohn im letzten Jahr in die Schule kam, bestand seine nachmittägliche Beschäftigung noch hauptsächlich aus dem Toben im Garten oder Gesellschaftsspielen mit seinen Geschwistern. Doch kaum in der Grundschule angekommen, fand er sich umringt von kleinen Nachwuchsfußballern, Judokas und Primaballerinas mit großen Zielen und noch größeren Terminkalendern.

Kicken, Werfen, Laufen – wie finde ich heraus, welche Sportart meinem Kind am besten liegt?

Gerade im Alter von 4-7 Jahren sind Kinder eher flexibel, was ihre Interessen angeht. Ist heute noch der Fußball das liebste Spielzeug, so kann dies in der nächsten Woche schon nahtlos durch die Turnmatte oder die Badehose ersetzt werden. Um eine geeignete Sportart für einen längerfristigen Zeitraum zu finden, eignen sich Schnupperstunden und Probeangebote verschiedener Vereine. So manches Kind hat nach einer kurzen Zeit im Fußballclub erkannt – das mit dem Ball liegt mir doch nicht so. Warum nicht einmal über den Tellerrand hinaussehen und probieren, was die große weite Welt des Sports noch bereithält?

Mein Tipp: Wir haben mit unserem Sohn eine Liste erstellt und uns verschiedene Sportarten für Kinder angeschaut. So manche Idee erscheint erst beim zweiten Blick attraktiv! Wichtig ist hier, dass die Eltern nicht ihre eigenen Interessen mit denen ihrer Kinder vermischen. Während ich als Kind begeistert um den Sportplatz gerannt und in Sandgruben gehüpft bin, so hat mein Sohn nicht das geringste Interesse an Leichtathletik. Auch meinen Traum vom eleganten Voltigiersport auf einem edlen Ross werde ich wohl ohne seine Unterstützung weiter träumen müssen.

Motivation: Ohne Druck ist der Spaßfaktor am höchsten

Zweimal die Woche Training, regelmäßige Übungsstunden zu Hause und Leistungsdruck – Kindersport kann auch ganz schnell lästig werden. Zugegeben, als ich in der Grundschule im Breitensportverein für das Sportabzeichen trainiert habe, habe ich mir mehr als einmal eine möglichst dramatische Krankheit ausgedacht, um nicht ins Training zu müssen. Disziplin und Ausdauer sind Fähigkeiten, die durch eine Sportart intensiv geschult werden. Diese müssen sich aber auch gerade bei den jüngeren Kindern erst entwickeln.

Mein Tipp: Damit der Nachwuchs nicht schon beim kleinsten Hindernis das Handtuch wirft, bespreche gemeinsam mit dem Kind einen Zeitraum, in dem das Kind seine auserwählte Sportart durchhalten soll. Danach kann dein Kind entscheiden, ob es tatsächlich dabei bleiben möchte. Kleine Durststrecken sind oft schnell überwunden. Es wäre schade, wenn ein Talent wegen einer Trotzreaktion durch mangelnde Motivation im Verborgenen bleibt. Kleine Wettbewerbe und Erfolgserlebnisse bringen dabei so viel mehr als Zwang und Druck der Eltern.

Teamplayer oder Einzelkämpfer? Jede Sportart hat klare Vorteile

Sich nach einem verdienten Sieg in den Armen liegen oder sich gegenseitig anfeuern, wenn es mal nicht so gut läuft. Nichts bringt einem Kind den Teamspirit und das gute Gefühl einer Gemeinschaft näher als eine Mannschaftssportart. Miteinander und voneinander lernen, neue Freunde finden und gemeinsame Erfolge sind besondere Erfolgserlebnisse. Sie prägen Kinder oft fürs weitere Leben.

Auch Einzelsportarten haben klare Vorteile: Erfolg basiert auf Training und Ausdauer. Das ist das Fazit meines Sohnes nach seinen ersten Wochen im Schwimmverein. Das lässt sich auch prima auf den Schulalltag und andere Freizeitaktivitäten übertragen.

Was bitte kostet dieser Sportschuh?!

Vom Fußballschuh über ein Skateboard, Boxhandschuhe und Taucherbrillen, die Liste der Investitionsmöglichkeiten in die sportliche Karriere unseres Nachwuchses scheint unendlich. Testet ein Kind seine Sportarten und auch Talent erst einmal intensiv aus, wird nicht nur der Platz in der Abstellkammer knapp. Auch der Geldbeutel weint bittere Tränen. Manche Vereine bieten Leihausrüstungen, wie zum Beispiel die nötigen Gurte zum Hallenklettern oder Tennisschläger für die Probestunden. Dies schont nicht nur die Familienkasse, sondern mindert auch den Druck auf das Kind sich für oder gegen eine Sportart entscheiden zu müssen. Ist eine Entscheidung gefallen, helfen Vereine oft gerne bei der Anschaffung einer geeigneten Ausrüstung. Diese kann auch gerne aus zweiter Hand stammen. Hier die beliebtesten Sportarten für Kinder als Übersicht für euch:

  • Kinderturnen – auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben und mit geringen Kosten verbunden. Ein Paar gute Schuhe und schon kann es losgehen.
  • Fußball – Sportschuhe, Stutzen, Torwarthandschuhe, Trikot und natürlich ein Fußball. Kicken ist nicht billig!
  • Schwimmen – Badehose, Schwimmbrille und jede Menge Wasser. Die Kosten für den Spaß im Wasser sind noch überschaubar. Kosten für regelmäßige Schwimmkurse variieren je nach Ort und Verein.
  • Reitsport – bis der kleine Pferdefreund komplett ausgestattet ist, müssen schon einige hundert Euro investiert werden. Von einem eigenen Pferd mal abgesehen. Hier lohnt sich besonders eine Second-Hand-Ausstattung.
  • Leichtathletik – auch hier reicht ein passendes Sportoutfit, ordentliche Sportschuhe und schon kann der Spaß beginnen? Die Vereinsmitgliedschaft relativ günstig.
  • Kampfsport – die Kosten für eine adäquaten Kampfanzug mit passenden Gürteln und Schutzbedarf sind nicht zu unterschätzen. Vielleicht gibt es für den Start auch eine Second-Hand-Option.
  • Tanzen – ist vor allem bei Mädchen sehr beliebt. Zum Tanzen braucht man lediglich Tanz, Turn-oder Ballettschuhe. Die monatlichen Kosten in der Tanzschule gehen meist ab 30€/Monat los. Im Verein gibt es den Tanzspaß etwas günstiger.

Letztendlich hat sich mein Sohn für den Schwimmverein und ein Skateboard entschieden. Als Mutter freue ich mich natürlich über die Begeisterung, mit der mein Sohn seinem Training nachgeht. Dennoch schwingt (typisch Mutter) auch eine leichte Besorgnis mit. Alle Sportarten sind mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden, vor allem das Skateboarden.

Ist mein Kind beim Sport im Verein unfallversichert?

Neben einer sicheren Schutzausrüstung für die Kunststücke auf dem bunten Board haben wir uns auch Gedanken über die Absicherung im Falle eines Falles gemacht. Während beim Schwimmtraining im Schadensfall die Versicherung des Vereins greift, so ist dies beim zusätzlichen Üben im örtlichen Hallenbad und vor allem beim Skateboarden nicht der Fall. Bricht sich mein Kind bei einem Sprung vom Skateboard den Fuß, so muss eine zusätzliche Unfallversicherung her.

Gut zu wissen: Egal, ob Fußballverein oder Tennisclub – Vereinsmitglieder profitieren von der „Sportversicherung“. Das ist eine Gruppenversicherung, die der jeweilige Landessportbund für alle Mitgliedsvereine abschließt. Der Schutz gilt für alle sportlichen und anderen satzungsgemäßen Vereinsaktivitäten. Das gilt auch für Training und Wettkämpfe sowie Hin- und Rückwege. Aufgepasst: Eine Einzeltraining ist nur abgesichert, wenn es der Verein an­geordnet hat.

Sicher ist sicher! Ist es doch, oder?

Gerade bei Sport- und Freizeitunfällen bei Kindern, die einen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen, möchte ich auf „Nummer Sicher“ gehen. Ich möchte durch Rooming-In-Leistungen und auch durch eine freie Krankenhauswahl meinem kleinen Athleten zur Seite stehen. Sicher ist sicher, so können mein Sohn und ich ohne schlechtes Gewissen der nächsten Herausforderung entgegentreten!

Welcher Sport für mein Kind?

Eine kleine Hilfe bei der Auswahl: Die sechs beliebtesten Sportarten für Kinder

Fußball ist unser Leben
Nicht nur während der Weltmeisterschaft in Deutschland ist Kicken für Jungen und immer mehr Mädchen die Sportart Nummer eins in Deutschland. Etwa 1,5 Millionen Kinder bis 14 Jahre sind im Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisiert. Bei den so genannten Bambini geht es zunächst noch nicht um Leistung. Die Fußballzwerge machen nach ein paar Aufwärmübungen meist einfache Ballspiele: Man rollt oder wirft sich gegenseitig den Ball zu. Alle schießen gleichzeitig auf das Tor, in dem der Trainer steht. Oder es wird einfach über den Rasen getobt. Turniere werden schon mit den Bambini (ab 4) und mit der F-Jugend (ab 7) ausgetragen.

Alter: Ab fünf Jahren.
Förderung: Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit, Teamfähigkeit.Verletzungsgefahr: Nicht so hoch. Meist nur aufgeschürfte Knie oder Ellenbogen.
Kosten: 75-100 Euro für eine komplette Ausrüstung mit Schuhen, Trikot, Hose, Stutzen. Vereinsbeiträge pendeln zwischen 50 und 70 Euro jährlich.
Infos: Deutscher Fußball-Bund, Telefon 0 69 / 67 88 0 oder im Internet unter www.dfb.de.

Ballett – nicht nur für Mädchen nett
Viele Tanz- und Ballettschulen bieten Vorschulkindern eine „tänzerische Früherziehung“. Und die ist inzwischen nicht nur reine Frauensache, denn immer mehr Jungen finden Spaß an der Bewegung zu Musik. Die klassische Ballett-, Jazzdance- oder Standard-Tanzausbildung dagegen beginnt erst im Alter von sieben Jahren. Der Grund: Die Bewegungsabläufe sind häufig einseitig und für kleine Kinder ungünstig.Zunächst stehen Phantasie und das Gefühl für Koordination und Raum im Vordergrund, also eine Art künstlerisches Spiel mit Musik: zum Beispiel tänzerisch etwas nachmachen, sich im Kreis drehen oder Spiele mit Tüchern. Mit Übungen auf Zehenspitzen sollten Kinder aber frühestens mit zwölf Jahren beginnen.

Alter: Ab vier Jahren.
Förderung: Körper- und Rhythmusgefühl, Koordination, Beweglichkeit, Haltung.
Verletzungsgefahr: Eher gering. Erst bei Fortgeschrittenen kommt es im Übereifer zu Verstauchungen oder Zerrungen.
Kosten: Schuhe und Ballettröckchen bzw. Turnhose mit T-Shirt kosten ab 50 Euro aufwärts. Kursgebühren belaufen sich meist ab 20 Euro im Monat.
Infos: Deutscher Berufsverband für Tanzpädagogik, Telefon 02 01 / 86 20 60 oder im Internet unter www.ballett-intern.de.

Wunderbare Wasserwelt
Wer seine Tochter oder seinen Sohn in einen Schwimmkurs schickt, liegt damit garantiert richtig. Schließlich soll jedes Kind schwimmen lernen. Und in der Gruppe bzw. mit Lehrer – das zeigt die Erfahrung – lernt man es viel schneller als von den Eltern.
Die ganz kleinen Kursteilnehmer bis vier Jahre können sich beim Babyschwimmen und später bei der Wassergewöhnung im flachen Becken mit dem Wasser vertraut machen, beim Plantschen, Ballspielen, gegenseitigen Nassspritzen. Natürlich mit Schwimmhilfen und unter ständiger Aufsicht.
Ab frühestens 5 Jahren lernen die Kinder kurzes Abtauchen und erste Schwimmtechniken. Am Ende gibt’s ein Abzeichen: das Seepferdchen. Schwimmen gehört zu den gesündesten Sportarten, weil alle Muskelgruppen beansprucht werden.

Alter: Ab Babyalter.
Förderung: Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Ausdauer.
Verletzungsgefahr: Sehr gering.
Kosten: Ab 20 Euro für Badeanzug oder Schwimmhose. Kursgebühren beginnen mit 50 Euro für zehn Stunden.
Infos: Deutscher Schwimm-Verband, Telefon 05 61 / 94 08 30 oder im Internet unter www.dsv.de.

Judo ist mehr als nur Selbstverteidigung
Kampfsportarten, zu denen neben Judo auch Karate, Taekwon-Do und Aikido zählen, kommen dem kindlichen Bedürfnis entgegen, sich mit anderen zu messen. Judo dient dabei der Selbstverteidigung. Der Kämpfer versucht, die Kraft, den Schwung und das Gewicht des Gegners für sich zu nutzen. Man muss also kein Herkules sein, um Spaß an Judo zu haben. Bei dieser Sportart lernen die Kinder nicht nur Würfe und Haltetechniken, sondern auch das Fallen und Abrollen. Das kann auch im täglichen Leben, bei Stürzen beispielsweise, ganz nützlich sein. Bei Wettkämpfen (ab sechs Jahren) messen sich die Kinder miteinander, ohne dass allzu ernsthafte Folgen drohen.

Alter: Ab sechs / sieben Jahren.
Förderung: Körpergefühl, Koordination, Konzentration, Schnelligkeit, Selbstwertgefühl.
Verletzungsgefahr: Judo ist eine Kontaktsportart und selbst beim gekonnten „Fallen“ sind blaue Flecken normal.
Kosten: Ein Judoanzug kostet zwischen 30 und 80 Euro. Vereinsbeiträge starten mit 50 Euro jährlich.
Infos: Deutscher Judo-Bund e.V., Telefon 0 69 / 67 720 80, oder im Internet unter www.judobund.de. Adressen von Judo-Vereinen unter www.judo.de.

Von Kästen springen, an Ringen schwingen
Turnen gilt als ideales Vorprogramm für jeden anderen Sport. Rund 2 Millionen Kinder nutzen die Angebote der Deutschen Turnerjugend. Wie beim Tanzen ist aber auch hier eine zu frühe Spezialisierung nicht zu empfehlen.
Kinderturnkurse versuchen, Kindern auf spielerische Weise eine möglichst breite körperliche Ausbildung zu bieten. Besonders beliebt ist der Hindernisparcours aus verschiedenen Sportgeräten: auf Balken balancieren, von Kästen springen, auf Trampolins hüpfen oder an Ringen schwingen.

Alter: Schon ab dem Laufalter beim Eltern-Kind-Turnen.
Förderung: Körpergefühl, Koordination, Beweglichkeit, Kraft.
Verletzungsgefahr: Gering bis mittelgroß. Auch wenn der Boden mit Matten ausgelegt ist, kann es gelegentlich zu blauen Flecken oder wunden Knien und Ellbogen kommen. Ernsthafte Verletzungen sind allerdings sehr selten.
Kosten: Ausrüstung ab 30 Euro für Turnhose und T-Shirt. Kursgebühr ab 30 Euro für zehn Stunden.
Infos: Deutsche Turnerjugend im Deutschen Turner-Bund, Telefon: 0 69 / 67 801 151oder im Internet unter www.tuju.de oder www.dtb-online.de.

Hoch zu Ross
Vor allem für Mädchen liegt noch immer das höchste Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde: nicht umsonst ist ein Viertel aller Mitglieder in Reitvereinen unter 14 Jahre alt. In der Beliebtheitsskala bei Kinder zwischen fünf und 16 Jahren stehen Pferde an dritter Stelle hinter Hunden und Katzen, bei Mädchen sogar an erster Stelle. Doch zu all der Liebe hat auch das Reiten selbst positive Auswirkungen auf die Kinder. Anspannung und Entspannung werden beim Reiten kombiniert und führen so zu einem verbesserten Körpergefühl.
Der Einstieg in das Reiten sollte spielerisch vermittelt, das Gleichgewichtsgefühl und ein sicherer Sitz geschult werden – zuerst geführt, später auch an der Longe und alleine mit naher Begleitung. Ein wichtiger Bestandteil bei dieser Sportart ist die Pflege der Tiere. So lernen die Kinder, mit Spaß und Stolz auf die eigene Leistung, die Arbeiten und die Verantwortung kennen, die zum Leben mit Pferden dazugehören.

Alter: Schon mit zwei bis drei Jahren können Kinder erste Erfahrungen beim Spielen mit Pferden machen. Mit sieben starten Voltigier-Kurse.
„Richtiges“ Reiten im Sattel erst ab zehn / zwölf Jahren.
Förderung: Es werden das Gleichgewicht, die Fein- und Grobmotorik geschult sowie alle Gelenke, Muskeln, der Kreislauf und die Atmung gekräftigt.
Verletzungsgefahr: Mittelgroß. Bei Stürzen kommt es zu blauen Flecken, Schürfwunden oder Prellungen.
Kosten: Eine Basisausstattung mit Reitstiefeln, Reithose, Reithelm und Handschuhen beginnt ab etwa 100 Euro. Eine volle Reitstunde mit 60 Minuten kostet für Kinder ab 11 Euro aufwärts.
Infos: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V., Telefon 0 25 81 / 63 62 0 oder im Internet unter www.pferd-aktuell.de oder www.fn-dokr.de.

Buchtipp:
Der „Familienratgeber Sport“ beschäftigt sich ausführlich mit dem Gesundheitsprofil der wichtigsten Sportarten für Kinder. Außerdem bietet das Buch Anregungen und Entscheidungshilfen für ratsuchende Eltern.

Anna Sax: Familienratgeber Sport. Ein Buch für Eltern von Sportverrückten und von Sportmuffeln. Atlantis / pro juventute im Orell Füssli Verlag, Zürich 2006. 128 Seiten, 12,90 Euro.

Der Fitness-Test: Welche Sportart passt zu mir?

Nichts ist mühsamer, als beim Training die Minuten zu zählen, bis man endlich fertig ist und nach Hause darf. Mit der richtigen Sportart, die einem auch Spaß macht, fällt das Durchhalten deutlich einfacher und die Zeit vergeht wie im Flug.
Welche Sportart ist die richtige, welche passt zu mir und meinem Lebensstil – das ist ganz individuell verschieden. Es gibt Menschen, die gern allein durch die Felder joggen, andere brauchen die Gruppendynamik, die in einem Kurs entsteht, und wieder andere brauchen ständig eine neue Herausforderung.

Auch du quälst dich immer wieder mit der Frage, welche Sportart wirklich zu dir passt? Dann mach jetzt unseren Test.

Ist die perfekte Sportart für dich gefunden?

Super, jetzt solltet du aber Muskelkater verhindern. Geht das überhaupt?
Sobald du dich für eine Sportart entschieden hast, möchtest du sicher wissen, wie man den gefürchteten Muskelkater verhindern kann, damit die Motivation nicht gleich den Bach runtergeht. Im Video verrät Prof. Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln, wie Muskelkater entsteht und wie er sich vermeiden lässt.

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