Was tun gegen wochenbettdepression

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Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Homöopathie ist eine Methode aus der Gruppe der alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Diese bietet sich gerade in der Schwangerschaft an, da in dieser Zeit auf eine Behandlung mit Medikamenten eher verzichtet werden sollte. Homöopathie arbeitet unter anderem nach dem Glaubenssatz des Ähnlichkeitsprinzips, wonach gleiches mit gleichem behandelt wird. Weiterhin bedient sich die Homöopathie meist der Heilkraft von bestimmten Pflanzen oder anderen Wirkstoffen aus der Natur. Das bedeutet aber nicht, dass all diese Stoffe von einer Schwangere bedenkenlos eingenommen werden dürfen, denn auch in der Natur gibt es einige Stoffe, die für eine Schwangere ungeeignet sein können
Eine Schwangerschaft ist ein besonderer Abschnitt im Leben einer Frau. Dieser stellt aber auch eine Belastung für den weiblichen Organismus dar, da starke Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit, Blähungen, Blutungen, Verstopfung, Hämorrhoiden, Ekzeme, Herzkreislaufstörungen, Nervosität, Rücken- und Gelenkschmerzen und Schlafstörungen nicht selten während einer Schwangerschaft auftreten können. Da aber viele pharmakologische Wirkstoffe die Plazenta passieren, stellen Medikamente, die zur Linderung dieser Beschwerden eingesetzt werden könnten, häufig eine Gefahr für das Ungeborene dar. Unter diesem Gesichtspunkt ist die klassische Homöopathie während der Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach eine unschätzbare Hilfe. Durch die richtige und sachgemäße Anwendung besteht keinerlei Gefahr, dass Nebenwirkungen bei Mutter und Kind auftreten können. Daher ist auf jeden Fall von einer Selbstmedikation abzusehen; des Weiteren sollten einige Dinge beachtet werden.
Homöopathische Arzneimittel können eine Hilfe für Frauen sein, die in einer früheren Schwangerschaft eine schwere Geburt mit chirurgischem Eingriff hatten und nun erneuten Komplikationen vorbeugen wollen. Für die Geburtsvorbereitung stehen diverse homöopathische Mittel zur Verfügung. Hierbei wird das entsprechende Mittel nach den individuellen Symptomen verabreicht. Da Homöopathie in der Schwangerschaft viele Vorteile birgt, verfügen immer mehr Hebammen über entsprechende Kenntnisse und können die Mittel so mit sehr gutem Erfolg einsetzen. In der Homöopathie wird die Frau ganzheitlich betrachtet, mit all ihren Eigenschaften und Besonderheiten. Auch seelische oder psychische Beschwerden, wie Ängste oder Depressionen, können auf diese Weise behandelt werden.
Nicht nur während der Schwangerschaft und Geburt sind homöopathische Mittel hilfreich, auch in der Zeit danach kann der Mutter und ihrem Kind damit geholfen werden. So ist z.B. eine Brustdrüsenentzündung eines der häufigsten Probleme, die das Stillen erschweren. Mit einer korrekten homöopathischen Behandlung kann auf Medikamente verzichtet werden: In Kürze tritt die Heilung ein und die Mutter kann weiter stillen.
Einige Mittel sind jedoch für Schwangere nicht geeignet, weshalb sie sich auf jeden Fall von einem Arzt oder anerkannten Homöopathen beraten lassen sollten, damit sie wissen, welche sie problemlos einnehmen können und welche nicht. So gibt es einige Kräuter und Gewürze, die sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen sollten, da sie z.B. abtreibend oder wehenauslösend wirken können. Damit eine solche Wirkung tatsächlich auftritt, braucht es meistens das ätherische Öl und hohe Dosierung oder mehrtägige Anwendung – in geringen Dosen und einmalig eingenommen sollten diese Kräuter (s. Liste unten) auch für Schwangere kein Risiko darstellen. Dennoch ist es jedoch natürlich besser, diese Kräuter in der Schwangerschaft völlig zu meiden.
Dies trifft beispielsweise auf huflattichhaltigen Tee zu, denn dieser könnte beim Fetus die Lebervenen verschließen, sodass das Kind dabei an einer Leberzirrhose sterben könnte! Dies wurde bei Frauen beobachtet, die wegen ihres Hustens in der Schwangerschaft täglich eine Tasse Tee tranken, in dem neben anderen Kräutern auch Huflattichblätter enthalten waren. Bereits eine Einnahme an 5 aufeinander folgenden Tagen könnte ausreichend sein, um diesen gefährlichen Effekt hervorzurufen. Auch Säuglingen sollte auf keinen Fall Huflattichtee gegeben werden.
Gute Informationen zu Kräutern und Gewürzen finden Sie im Internet z. B. unter: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de.
Dabei sollten Sie auf jeden Fall bei den jeweiligen Kräutern unter der Rubrik „Wichtige Hinweise!“ noch einmal nachsehen, ob sich diese für eine Einnahme in der Schwangerschaft eignen.
Am besten aber fragen Sie bei einem Heilpraktiker nach, welche Mittel geeignet sind und in welchen Dosen sie verabreicht werden sollen. Dieser kann Ihnen dann sicherlich weiter helfen, das richtige Mittel für Ihre Beschwerden zu finden.
Hier eine Liste mit den Kräutern und Gewürzen, bei denen Sie in der Schwangerschaft eher vorsichtig sein sollten. Weiterhin sollten Sie auch darauf achten, dass die genannten Kräuter und Gewürze nicht Inhaltsstoffe von bestimmten Kräutertees sind, die sie gern trinken. In diesem Fall sollten sie auf den Tee besser verzichten.
– Basilikum
– Beifuss
– Bohnenkraut
– Brunnenkresse
– Eisenkraut
– Estragon
– Herzgespann
– Kümmel
– Liebstöckel
– Majoran
– Muskat
– Mutterkraut
– Petersilie
– Poleiminze
– Rainfarn
– Raute
– Rosmarin
– Safran
– Salbei
– Thymian
– Wacholder
– Zimt

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 04.01.01 00:00
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 28.08.15 16:42

Erschöpfungsdepression

Depression: Ursachen und Symptome

Depressionen treten oft episodisch auf. Typisch sind eine gedrückte Stimmung, Freud- und Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit sowie eine Verminderung von Aktivität, Konzentrationsfähigkeit und Appetit. Bereits kleine Anstrengungen machen müde, schlafen kann der Patient aber meist trotzdem nur schlecht: die Einschlafzeit ist verlängert, es kommt zu schlechtem Durchschlafen und frühem Erwachen. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen nehmen ab; man fühlt sich zu nichts mehr nutze. Oft entwickeln sich Schuldgefühle oder Gedanken über die eigene Wertlosigkeit. Die gedrückte Stimmung bleibt über Tage, Wochen und Monate relativ konstant erhalten. Betroffene reagieren emotional nur schwach oder gar nicht auf äußere Lebensumstände. Auch über schöne Ereignisse können sie sich kaum freuen. Am Vormittag ist das Tief („Morgentief“) besonders ausgeprägt.

Bei länger dauernden Depressionen kommt es zu Gewichtsverlust und Libidoverlust. Betroffene ziehen sich zurück, pflegen ihre sozialen Kontakte immer seltener und werden anfälliger für körperliche Erkrankungen. In sehr schweren Fällen kann es zu Halluzinationen, Wahnideen, psychomotorischen Hemmungen, mangelhafter Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme und Lebensgefahr durch Suizid kommen.

Depressive Störungen können wiederkehrend auftreten und von Phasen unterbrochen sein, in denen es dem Patienten zeitweise besser geht. Bei der sog. depressiven Anpassungsstörung sind die Symptome weniger stark ausgeprägt und treten vor allem während entscheidender Lebensveränderungen auf wie Krankheit, Trennung, Todesfall, Arbeitsplatzverlust, Umzug und ähnliche oft schwer zu verarbeitende Ereignisse. Daneben gibt es chronische Depressionsformen wie Zyklothymie und Dysthymie, die in der Regel weniger schwere Symptome verursachen. Zu den häufigsten Depressionsformen gehört die Erschöpfungsdepression. Sie ist eine Reaktion auf belastende Ereignisse, die psychisch nicht verarbeitet werden konnten. Im Unterschied zu anderen Formen ist die Erschöpfungsdepression mit Naturheilmitteln und psychotherapeutischen Verfahren recht gut behandelbar und lässt sich in vielen Fällen vollständig ausheilen.

WANN SPRICHT MAN VON EINER DEPRESSION ?

Der Name Depression kommt vom latein. depressum = bedrückt.
Die Depression ist eine psychische Erkrankung,die mit Freud – und Interesselosigkeit,
gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit einhergeht.

Depressives Erleben ist schwierig zu definieren,da eine Depression nicht wie ein
Gegenstand beschrieben oder mit den Sinnen erfasst werden kann.Mit depressiver Stimmung ist jedenfalls nicht Traurigkeit,sondern Niedergeschlagenheit gemeint. Im
Unterschied zur Trauer,die das Herz füllt,fühlt sich ein depressiver Patient innerlich leer,er ist voller Selbstvorwürfe und mit sich selbst beschäftigt.

Diese Erkrankung gab es schon im Altertum.Homer beschreibt schon im 8.Jahrhundert v. Chr.,die Not eines depressiven Menschen in der Ilias-eines Menschen,der planlos
herumirrt und in seiner Vereinsamung von Kummer und Verzweiflung geplagt ist.

Heute erkranken bis zu 20 % der Menschen in der westlichen Welt an Depressionen.

WAS WAR ZUERST DA ? DIE HENNE ODER DAS EI ?

Dem biologischen Modell der Depression entspricht die Tatsache,dass bei einer Depression zahlreiche Hirnbotenstoffe (Hirntransmitter) verändert sind. Umstritten ist,ob diese Veränderungen die Depression bewirken, oder selbst durch andere Faktoren bewirkt wurden.

Einen weiteren Faktor, vermutet man in einer genetischen Veränderung bei Erkrankten,wobei dies noch nicht nachgewiesen werden konnte.Jedenfalls fand man in Familien deutliche Häufungen und auch die Zwillingsforschung gibt solche Hinweise.

Es dürften auch noch psychologische und Persönlichkeitsfaktoren,sowie gesellschaftliche Umstände und Lebensereignisse von grosser Bedeutung sein,sodass man von einer multifaktoriellen Erkrankung sprechen kann.

Von der Weltgesundheitsbehörde wird ein vorliegen von einigen Symptomen gefordert,um von einer Depression zu sprechen :

DIAGNOSTISCHE LEITLINIEN DER DEPRESSIVEN EPISODE (NACH WHO) :
LEITSYMPTOME :
  • Depressive Stimmung:die meiste Zeit des Tages ; fast jeden Tag ; mindestens während 2 Wochen.
  • Verlust von Interesse und Freude
  • Verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit
ZUSATZSYMPTOME :
  • Verminderte Konzentration
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit (Selbstvorwürfe).
  • Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Suizidgedanken,suizidales Verhalten,erfolgte Selbstverletzung
  • Schlafstörungen
  • Verminderter Appetit
VERSCHIEDENE EINTEILUNGEN DER DEPRESSIONEN ;

Anpassungsstörung : durch äussere Umstände ausgelöst.
Psychotische Depression : oft mit Wahnideen einhergehend
Dysthyme Störung : Grundlage ist ein Konflikt
Major depression : Vollbild einer schweren Depression
Minor depression : mildere depressive Verstimmung
Episodische Störung : vorübergehende Depression
Unipolare Störung : nur depressive Störungen
Bipolare Störung : neben depressiven Episoden auch manische Zustände.
Saisonale Depressionen : nur im Winter mit vermehrter Müdigkeit , und häufig
gesteigertem Schlaf-und Essbedürfnis.

BEHANDLUNG der DEPRESSION mit HOMÖOPATHISCHEN ARZNEIEN :

Blickt man in homöopathische Nachschlagewerke finden sich zahllose Arzneien,mit
denen man Depressionen behandeln kann.Unbedingt erforderlich ist das Erfassen des
gesamten erkrankten Menschen um die in diesem Augenblick notwendige, nur dieser Person entsprechende , Arznei zu finden.

Jeder Patient muss sich unbedingt im klaren sein,ob er eine homöopathische
Behandlung wünscht, und welche Aussichten auf Erfolg bestehen.
Es soll daher am Beginn ein Gespräch mit dem homöopathischen Behandler
stattfinden,ob eine homöopathische Behandlung allein zielführend ist,oder ob diese nur
zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie erfolgen soll.
Das Gespräch umfasst auch,ob eine Krankschreibung sinnvoll ist,sollte diese noch nicht erfolgt sein , und welche zusätzlichen Massnahmen ergriffen werden sollen.

MEINE TIPPS AN BETROFFENE :
  1. Zögern sie nicht ärztliche Hilfe anzunehmen.
  2. Gönnen sie sich Entlastungen.
  3. Betrachten sie jeden Tag für sich – versuchen sie , nicht in Vergangenheit, oder Zukunft zu blicken.
  4. Strukturieren sie jeden Tag (regelmässiger Lebensrhythmus mit einzelnen Punkten)
    z.B. essen,Zeitung lesen,spazieren gehen etc.
  5. Die vertraute Umgebung sollte nicht verlassen werden – fahren sie nicht weg (z.B. auf Urlaub).
  6. Weinen ist gut – falls möglich – es erleichtert und ist gut gegen Stress.
  7. Körperliche Bewegung – egal welcher Art hebt die Stimmung – sie werden sehen.
  8. Versuchen sie grübeln mit Musik,Fernsehen,Lektüre zu unterbrechen.
  9. Sprechen sie mit anderen über ihre Probleme ,ihr Homöopath hat viel Zeit für sie , evtl. auch mit einem Psychotherapeuten oder auch in einer Selbsthilfegruppe.
  10. Auch bei Appetitmangel : versuchen sie das Nötigste zu essen und trinken – ihr Körper braucht Kraft.
  11. Auch nach einer Depression : arbeiten sie Probleme auf – auch homöopathische
    Begleittherapie bringt sie Stück für Stück vorwärts.
MEINE TIPPS FÜR PARTNER VON DEPRESSIVEN MENSCHEN :
  1. Nehmen sie depressive Not ernst.Fühlen sie sich ein,auch wenn sie Depression nicht kennen.
  2. Das berühmte „reiss dich zusammen “ ist das letzte,das ein Erkrankter braucht.
  3. Erteilen sie keine Ratschläge – nehmen sie Anteil.
  4. Unterlassen sie ständige Aufheiterungsversuche.
  5. Der Umgang mit Depressiven ist belastend – machen sie sich Mut.
  6. Unterstützen sie die alltäglichen Gewohnheiten des Partners.
  7. Zeigen sie Verständnis,dass der Partner keine positiven Gefühle zeigen kann , und oft keine sexuelle Lust hat.
  8. Unterstützen sie die ärztlichen Massnahmen.
  9. Patienten haben wenig Antrieb – sie können helfen positive Schritte wie Spazierengehen zu setzen.
  10. Schwere Entscheidungen sollten in dieser Phase nicht getroffen werden (z.B. Berufswechsel,Scheidung).
  11. Gönnen sie sich selbst etwas , und unterhalten sie selbst Kontakte zu Freunden ,
    um von Depressivität nicht angesteckt zu werden.
  12. Eigene Schuldgefühle,persönliche Sorgen , oder aufkommende Verstimmungen ,
    mit einem Vertrauten bzw. einer Fachperson besprechen.

There are certain concepts that don’t seem to fit together. Few people associate pregnancy with depression. After all, the former is often accompanied by irrepressible joy, the latter by deep sadness. But almost 10 percent of pregnant women experience this unexpected combination: a pregnancy depression.

Unbridled joy or just emptiness?

While all the people surrounding them are freaking out with joy and happiness over the coming baby, some women do not feel that way. Theoretically, they look forward to their baby, many have anticipated this moment and perhaps also planned to get pregnant. The joy of family members and friends seems limitless. Unfortunately, all this does not matter. What sounds sad is unfortunately not that rare, but hardly anyone talks about it because pregnancy and depression don’t appear to fit together. That’s why the affected pregnant women often feel guilty about having these feelings.

Many women know the typical mood swings that accompany the hormonal changes. Between all the anticipation, gratitude and deep love for the unborn child, fear and sadness are also felt in a constant back and forth. With a pregnancy depression, all of that is a bit different, and yet many initially confuse a serious depression for mood swings.

Mood swings or pregnancy depression? Photo: Africa studio / .com

Pregnancy depression: What are the signs?

The fear of talking about it, coupled with unknowingness of the environment, often lead to a pregnancy depression slowly creeping up and remaining unrecognized in many women. “It’s just my hormones,” is probably the sentence most commonly used to dismiss every ailment after announcing the pregnancy – both from one’s surroundings or oneself. But an unrecognized and untreated depression can have serious consequences.

– The initial mood swings do not switch back and forth between joy and sadness, but sadness and fear dominate your emotional world instead.

-Dark thoughts and musings determine your day and manage to distract you over and over again.

-You are always tired, but you can’t manage to get a good night’s sleep.

Since many of these symptoms are not immediately visible to the outside world, the environment often reacts very late. It is Important that the expectant mom acknowledges that these feelings, along with certain thoughts and fatigue, are not just side effects of pregnancy.

Deep sadness: why during pregnancy?

If pregnancy is a wonderful experience and the beginning of a new life chapter, why is it making some women depressed? The obvious answer, used to justify everything related to pregnancy, does not apply; it’s not just the hormones that are responsible, at least not exclusively.

Nonetheless, some women are in fact more sensitive to the effects on the body and the hormonal changes during pregnancy. But external factors must also be kept in mind. Do you have general fears, for example about the future or your financial situation? Have you ever had depressive episodes before? What are your living conditions like? High levels of stress, a large number of tasks and little support, or feeling overwhelmed can weigh down your mind and spirit.

You’re supposed to be happy but you’re just feeling sad? When is it time to get professional help? Photo: Antonio Guillem / .com

Women who have had difficulty getting pregnant or have had miscarriages in the past may also become depressed. Fearing for the baby and being cautious of premature relief or rejoicing are common. Even a difficult course of pregnancy that caused worry and stress can lead to a pregnancy depression because you’ve hardly had the opportunity to be happy about what is to come. There are many possible reasons and combinations that could lead to a depression and they should all be considered.

What can you do? Help is necessary

One of the most common fears of expectant mothers once they realize that they might be depressed is, “Can I still be a good mother?” In one word: Yes. Yes, you can! But you should urgently seek help and not downplay your situation. Talk to your doctor and midwife about your observations and feelings. Describe exactly how you are and what is going on in your mind and body right now. Medical tests can provide information about the causes, because depressive feelings can also be triggered by hypothyroidism (an underactive thyroid) for example. If that does not help, seek additional professional help from a therapist to discuss therapy together. Only if you allow yourself to be helped, can you prepare well for the birth and take a strong first step into parenting.

Talking about it with people in your environment is also important. Close friends, your family and your partner should know what’s going on, so they can help you and understand you better. After all, nothing hurts more than ignorant comments about your situation, however, people being all ears is not enough. There must also be active help because the time before the birth and right after is challenging and you should be able to concentrate completely on yourself and your baby. The more worry-free, the better. So, ask friends to help you in the household or when shopping. Do not be shy; many people are eager to support you but often don’t know that they can already be of assistance by doing these little things.

Indicators for depression in everyday life

When you realize that your emotional being is changing, also take a look at these details:

1. What is your diet like?

Only a balanced diet ensures that you and your baby are provided with all the necessary nutrients.

A balance diet helps with mood swings. Photo: Lightfield Studios / .com

2. How is your sleep?

A healthy sleep rhythm is also important for your body and mind to regenerate. Maybe your usual six hours aren’t enough anymore, but rather seven to eight? After all, your body must now also meet the demands of the growing baby.

3. Keep moving!

Even though it is difficult in view of the physical exhaustion: exercise and fresh air help a lot. A walk with a friend or even alone provides plenty of oxygen and stimulates circulation. This lifts your spirits and dispels gloomy thoughts. Maybe you are looking for a sport that is suitable for pregnant women? That way you not only interact with others, but you also do something for yourself. Sports have been proven to reduce anxiety and depression.

Sports have been proven to reduce anxiety and depression. Photo: Sophia Lukasch

4. Catch some rays in the fresh air!

If the to-do list of baby prep seems endless or even appears to be getting longer and longer, a walk in the great outdoors can offer some relief. Going out for a walk not only provides some time to explore different thoughts but also lifts your spirits and stimulates circulation. Contrary to the popular belief, that tasks and distraction help against depression, the potential pressure and stress resulting from these busy activities may actually trigger depression. You don’t have to complete all the tasks on your entire baby to-do list. Take the pressure off and do only what feels good.

Fresh air and sunlight are good for your soul! Poto: AMR Image / iStock Photo

5. Seek out support!

A great idea is when family or friends can help with the preparations for the baby or other tasks. This provides relief and proves the most important thing of all: you are not alone.

This article was written by our author Bianca Berlin in cooperation with psychotherapist Magdalena Braun from Berlin.

5 Dinge, die jeder über Depressionen in der Schwangerschaft wissen sollte

Stimmungsschwankungen sind dank des Wechselbads der Hormone typisch für eine Schwangerschaft. Mal ist die werdende Mami bester Laune, kurze Zeit später gereizt oder traurig. Das ist vollkommen normal. Nimmt die Traurigkeit jedoch überhand, kann es sein, dass sie an einer Schwangerschaftsdepression leidet. Davon sind etwa zehn Prozent der Schwangeren betroffen. In vielen Fällen geht sie nach ein paar Wochen von allein wieder weg. Da sie für Mama und Baby jedoch gefährlich sein kann, solltet ihr diese fünf Dinge unbedingt wissen:

An welchen Symptomen erkennt man eine Schwangerschaftsdepression?

Stimmungsschwankungen sind während einer Schwangerschaft normal, daher wird eine Schwangerschaftsdepression schnell mal übersehen. Sie ist aber sehr viel mehr, als ab und an mal ein Augenblick des Frusts und der Traurigkeit. Werdet aufmerksam, wenn ihr oder eine werdende Mami in eurem Umfeld an diesen Symptomen leidet:

  • anhaltende Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
  • Verlust der Lebenslust, keine Freude mehr daran haben, Dinge zu unternehmen
  • Appetitverlust
  • Schlaflosigkeit
  • ständiges Grübeln, ob man eine gute Mutter wird
  • ständige Sorgen um die eigene Gesundheit und die des Kindes

Schwangerschaftsdepression: Arzt und Hebamme helfen

Halten die Symptome zwei Wochen und länger an, solltet ihr mit dem Arzt oder der Hebamme über die Probleme sprechen. Eine Schwangerschaftsdepression ist kein Grund sich zu schämen. Sie ist eine Krankheit, die behandelt werden muss, damit es Mutter und Kind bald wieder besser geht.

Übrigens: Die Schwangerschaftsdepression ist nicht hormonell bedingt, wie man annehmen mag. Vielmehr ist sie eine Depression, die durch die ganzen Veränderungen, welche die Schwangerschaft mit sich bringt, ausgelöst wird. Man denkt automatisch über die eigene Kindheit und die Zukunft nach und das kann bei Frauen, die zu Depressionen neigen, zu einem Ausbruch der Krankheit führen.

Schnelle Hilfe bei einer Schwangerschaftsdepression

Legen sich die Symptome der Schwangerschaftsdepression nicht von allein, sollte mit dem Arzt über eine geeignete Therapie gesprochen werden. Das können Gespräche mit einem auf diesem Gebiet spezialisierten Therapeuten sein. Daneben können homöopathische Mittel, Akupunktur oder Bachblüten helfen. Lange Spaziergänge, Bewegung und Yoga lindern ebenfalls die Beschwerden und vertreiben die traurigen Gedanken.

In schweren Fällen können auch Antidepressiva gegeben werden.

Eine Schwangerschaftsdepression kann dem Baby schaden

Geht’s der werdenden Mama gut, geht’s auch dem Baby gut: An dieser Weisheit ist durchaus was dran. Eine Schwangerschaftsdepression sollte unbedingt behandelt werden, damit die Schwangerschaft so problemlos wie möglich verläuft. Unbehandelt kann eine schwere Depression zu Entwicklungsverzögerungen und Frühgeburten führen.

Außerdem: Wird die Schwangerschaftsdepression nicht behandelt, kann sie nach der Geburt in eine Wochenbettdepression übergehen.

Tipps, um einer Schwangerschaftsdepression vorzubeugen

Ihr könnt eine Schwangerschaftsdepression nicht verhindern, aber es gibt ein paar Verhaltensweisen, mit denen ihr das Risiko verringert:

  • Sprecht mit Partner, Freunden und Familie über mögliche Ängste.
  • Setzt euch nicht unter Druck und versucht alles perfekt machen zu wollen. Das Kinderzimmer muss nicht im zweiten Trimester schon komplett eingerichtet sein.
  • Achtet auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und darauf, ausreichend Wasser zu trinken.
  • Bewegt euch regelmäßig, am besten an der frischen Luft.
  • Lernt Entspannungstechniken, besucht einen Schwangerschafts-Yogakurs.

Quellen:

  • Deutsche Depressionshilfe
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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Schwangerschaftsdepression

Jeder erwartet, dass Sie überschäumen vor Glück, ein Baby zu erwarten. Ja, Sie sind sehr glücklich, ein Baby zu bekommen, doch jetzt, jetzt sind Sie nicht so recht begeistert. Sie sind in der Tat geradezu unglücklich. Schlimmer noch, Sie fühlen sich schuldig, so unglücklich zu sein, und das macht Sie noch depressiver.
Lesen Sie im Folgenden, woran dies liegen kann und wie Sie Hilfe bekommen können.

Sie sind nicht allein mit diesem Problem!

Die Schwangerschaft kann eine sehr fröhliche Zeit sein, aber nicht immer und nicht für jede Frau. Fast zehn Prozent der schwangeren Frauen leiden unter depressiven Anfällen. Es ist also nichts, weswegen Sie sich schämen müssten – auch wenn Ihnen immer gesagt wurde, dass eine Schwangerschaft eine Zeit der Freude sei (Borton 2010, Dennis et al 2007, NCCWCH 2008: 118).

Lassen Sie sich auch nicht einreden, dass das die typischen Stimmungsschwankungen einer Schwangeren sind. Denn eine Depression bedeutet mehr als sich traurig oder schlecht zu fühlen. Und wenn Sie nicht die Hilfe bekommen, die Sie jetzt brauchen, kann sie ein ernsthaftes Problem für Sie werden.

Welche Symptome sind typisch für eine Schwangerschaftsdepression?

Eine Depression kann Ihr körperliches Wohlbefinden, Ihre Psyche und auch Ihr Verhalten beeinflussen (NCCMH 2010:17-18). Sie könnten auch Probleme damit haben, mit anderen über Ihren Zustand zu sprechen – sogar mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin (NCCMH 2010: 99).
Auch wenn die Symptome bei jeder Schwangeren anders sein können (NCCMH 2010:17-18), gibt es doch einige, die öfter auftreten. Hier haben wir Ihnen aufgelistet, welche Symptome typisch für eine Schwangerschaftsdepression sind. Sollten Sie unter einigen davon leiden, könnte dies ein deutlicher Hinweis auf eine Depression sein:

  • Unfähigkeit, sich zu konzentrieren
  • Angst
  • extreme Reizbarkeit
  • Schlafprobleme
  • extreme oder andauernde Mattheit
  • das ständige oder überhaupt kein Verlangen zu essen
  • Lustlosigkeit, Freudlosigkeit
  • anhaltende Traurigkeit
  • Sie fühlen sich weinerlich und hilflos (NCCMH 2010: 18)

Was könnten die Ursachen für meine Schwangerschaftsdepression sein?

Einige Experten glauben, es läge an den Schwangerschaftshormonen, die manchmal etwas verrückt spielen, während sich Ihr Körper auf die neunmonatige Schwangerschaft einstellt (Borton 2010).. Auch wenn die hormonellen Hochs und Tiefs jede schwangere Frau betreffen, empfinden einige Frauen diese Schwingungen wesentlich intensiver.
Die besonderen Beanspruchungen während einer Schwangerschaft, besonders dann, wenn Sie schon Kinder haben, können Sie anfälliger für eine Depression machen (Borton 2010, Borthwick et al 2004, NCCMH 2007).
Weitere mögliche Auslöser für Depressionen können Beziehungsprobleme oder Geldmangel sein (Borton 2010).
Andere mögliche Gründe:
Depressive Erkrankungen Wenn es in Ihrer Familie oder bei Ihnen vorangegangene depressive Erkrankungen gab, dann könnten Sie eventuell in der Schwangerschaft zu Depressionen neigen (NCCMH 2007: 92, PRODIGY 2008a, NHS 2011).
Stressige Lebensumstände Ziehen Sie gerade aufgrund Ihrer Schwangerschaft in ein größeres Heim? Haben Sie Ärger auf der Arbeit? Haben Sie sich von Ihrem Partner getrennt? Jede große Veränderung in Ihrem Leben, wie ein Umzug, eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes, kann Depressionen verursachen (Dennis et al 2007).
Probleme in oder mit der Schwangerschaft
Starke Morgenübelkeit kann Ihnen zum Beispiel die Freude an Ihrer Schwangerschaft verderben. Auch wenn die Schwangerschaft überraschend kam, kann sich dies auf Ihre Psyche auswirken – genauso wie eine problematische frühere Schwangerschaft oder eine schwere Geburt mit Komplikationen (Dennis et al 2007, RCOG 2011).
Unfruchtbarkeit oder vorherige Schwangerschaftsverluste Wenn es für Sie mit vielen Schwierigkeiten verbunden war, schwanger zu werden, oder Sie in der Vergangenheit eine Fehlgeburt hatten, werden Sie sich Gedanken über die Sicherheit dieser Schwangerschaft machen (Blackmore et al 2011).
Körperliche oder seelische Misshandlungen in der Vergangenheit Eine Schwangerschaft kann schmerzliche Erinnerungen aufwühlen, die eine Frau durch emotionale, sexuelle, körperliche oder verbale Misshandlungen erlitten hat (Borton 2010, NCCWCH 2008). Ihr Körper verändert sich außerhalb Ihrer Kontrolle und das kann einiges an lang vergrabenen Altlasten zum Vorschein bringen (Flach et al 2011). Der Kontrollverlust über Ihren sich verändernden Körper könnte für Sie den Kontrollverlust in Ihrer Vergangenheit widerspiegeln.

Wie kann ich mit meinen Problemen zurechtkommen?

Sprechen Sie darüber Auch wenn es Ihnen vielleicht nicht leicht fällt: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrer Hebamme über Ihren Zustand. Sie wissen, wie man Ihnen helfen kann (NCCWCH 2008: 118). Und auch wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen schlechter geht: Sprechen Sie es wieder an (NHS 2011).
Nehmen Sie es leicht Widerstehen Sie dem Drang, so viele Arbeiten wie möglich zu erledigen, bevor das Baby kommt. Sie werden denken, Sie müssten das Kinderzimmer einrichten, das Haus sauber machen oder so viel wie möglich von Ihrer Arbeit schaffen, bevor Sie in den Mutterschutz gehen. Aber das ist falsch. Schreiben Sie sich selbst ganz oben auf Ihre To-Do-Liste. Sie werden nicht mehr viel Zeit für sich haben, wenn das Baby einmal da ist. Lesen Sie ein Buch, frühstücken Sie im Bett oder treffen Sie sich mit einer Freundin. Achten Sie auf sich selbst – das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, sich auch gut um das Kind kümmern zu können.
Lassen Sie die Familie teilhaben Auch wenn Sie sich am liebsten in einem Schneckenhaus verkriechen würden: Reden Sie mit Ihrem Partner, Ihrer Familie und Freunden über Ihre Ängste und Probleme. Ihre Unterstützung kann Ihnen helfen, Ihre Sorgen zu erleichtern, und gibt Ihnen einen starken Rückhalt.
Bleiben Sie in Bewegung Auch – oder gerade – wenn Sie sich schlapp und müde fühlen, sollten Sie dagegen angehen und sich regelmäßig bewegen. Ein bisschen Sport kann helfen, Ihre düstere Stimmung aufzuhellen (Borton 2010, NCCMH 2010:202). Versuchen Sie es mit Schwimmen, Walking oder Schwangeren-Yoga – diese Sportarten sind alle gut geeignet in der Schwangerschaft.
Suchen Sie Hilfe Wenn Sie seit zwei Wochen versuchen, sich aus einem depressiven Loch zu holen, aber nichts zu helfen scheint, sollten Sie sich sich von einem Therapeuten/einer Therapeutin helfen lassen. Sie müssen jemanden finden, bei dem Sie sich sicher fühlen und dem Sie vertrauen können. Auch könnten Antidepressiva von Nutzen sein. Sprechen Sie mit Ihrer/m Ärztin/Arzt darüber, welche für schwangere Frauen geeignet sind. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Begleitung mit psychisch ausgleichender Akupunktur. Und auch die Anwendung von Bachblüten hat bei vielen Frauen schon stabilisierende Wirkung gezeigt. Treten Sie frühzeitig in Kontakt mit einer Hebamme (z.B. über den BDH), die evtl. solche Zusatzqualifikationen mitbringt oder Sie weiterverweisen kann.

Wann muss ich mir Sorgen wegen der Schwangerschaftsdepression machen?

Tragen Sie sich mit Selbstmordgedanken, fühlen Sie sich labil und unfähig, Ihren täglichen Verpflichtungen nachzugehen oder haben Sie Panikattacken, dann sprechen Sie sofort mit Ihrer/m Ärztin/Arzt oder Ihrer Hebamme. Einen Therapeuten oder Psychiater aufzusuchen, ist kein Anzeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass Sie eine gute Mutter sind, die alle nötigen Schritte unternimmt, um gut für sich und das Baby zu sorgen.

Was wird passieren, wenn mein Baby geboren ist?

Leider ist es so, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen starken Depressionen während der Schwangerschaft und einer postpartalen Depression (Dennis et al 2007: NCCWCH 2008: 1188). Doch wenn Sie während der Schwangerschaft eine Therapie machen, haben Sie gute Chancen, dass es bei Ihnen nicht so sein wird.
Zusätzlich sollten Sie sich ein Netzwerk zur Unterstützung aufbauen – bestehend aus Ihrem Partner, Familienmitgliedern, Freunden, Ihrer/m Ärztin/Arzt oder Therapeutin/en. Dann haben Sie auch Hilfe, wenn Ihr Baby zur Welt kommt.

Quellen

Austin MP, Lumley J. 2003. Antenatal screening for postnatal depression: a systematic review. Acta Psychiatrica Scandinavica 107:10-17
Austin MP, Priest SR, Sullivan EA. 2008. Antenatal psychosocial assessment for reducing perinatal mental health morbidity. Cochrane Database of Systematic Reviews Issue 4. Art. No.: CD005124
Blackmore E, Côté-Arsenault D, Tang W, et al. 2011. Previous prenatal loss as a predictor of perinatal depression and anxiety. British Journal of Psychiatry, ePub ahead of print 3 March 2011, doi: 10.1192/bjp.bp.110.083105
Borton C. 2010. Depression in pregnancy. Patient UK. www.patient.co.uk
Borthwick R, Macleod A, Stanley N. 2004. Antenatal Depression: Developing an Effective and Co-ordinated Service Response. Social Work Department, Faculty of Health and Social Care, University of Hull. www.positivelypregnant.org.
Dennis C-L, Ross LE, Grigoriadis S. 2007. Psychosocial and psychological interventions for treating antenatal depression. Cochrane Database of Systematic Reviews 2007, Issue 3. Art. No.: CD006309. www.mrw.interscience.wiley.com
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Ungefähr 80% der Wöchnerinnen leiden unter dem sogenannten Babyblues, der oft am dritten Wochenbetttag beginnt. Dieser Zustand, der von einem Tag bis hin zu einer ganzen Woche dauern kann, ist völlig normal und gehört zur Umstellung nach der Geburt dazu.
In einigen wenigen Fällen (2 von 1000) normalisiert sich der Zustand der Wöchnerin aber nicht und die Situation entgleist. Dann spricht man von einer postpartalen Stimmungskrise oder der Wochenbettdepression.

Bei Wikipedia heißt es dazu:

„Postpartale Stimmungskrisen beschreiben psychische Zustände oder Störungen, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Wochenbett auftreten. Die Bandbreite reicht von einer leichten Traurigkeit über Depressionen bis hin zu schweren psychotischen Erkrankungen.“

Wochenbettdepression – Alles ist schwarz

Eine Frau, die ich in der Schwangerschaftsberatung kennenlernte, berichtete mir von ihrer vorausgegangenen Wochenbettdepression, die sie nach dem ersten Kind bekam. Sie sei damals unfähig gewesen, schöne Dinge wahrzunehmen. Sie habe „funktioniert wie ein Roboter“, ohne Emotionen, ohne Freude und stets nur unter gewaltiger Anstrengung. Das Kind habe sie zwar ordentlich versorgt, es haben sie dabei aber immer wieder überwältigende Ängste und Fragen gequält: „Mache ich das gut? Ist das richtig so? Was ist, wenn dem Kind etwas passiert?“ Schlafstörungen, trotz quälender Müdigkeit, wurden Nacht für Nacht zum Dauerproblem. Das Schlimmste aber sei gewesen, dass niemand diesen Zustand bemerkte. Alle hätten immer nur gesagt: „Was hast du denn? Die Geburt war gut. Du hast ein gesundes Kind. Stell dich doch nicht so an! Alle Mütter sind mal müde. Da wächst du schon noch rein.“
Niemand habe sie verstanden. Niemand habe ihr geholfen.

Nach dem ich diese Geschichte hörte, habe ich mich natürlich gefragt: „Ist mir das, als Hebamme, auch schon Mal passiert, dass ich bei meinen Hausbesuchen eine Wochenbettdepression einfach nicht erkannt habe?“

Um noch mehr darüber zu erfahren, habe ich dazu die Berliner Psychotherapeutin und Psychiaterin Beate Sawitzki interviewt. Sie hat sich auf diesen Bereich spezialisiert, viele Patientenerfahrungen gesammelt und ist, das will ich nicht unerwähnt lassen, meine Mutter.

Interview mit der Psychiaterin und Psychotherapeutin Beate Sawitzki

Jana: Liebe Beate, vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, mir einige Fragen zum Thema Wochenbettdepression zu beantworten! Wie erkenne ich als Hebamme oder als Partner, dass die Wöchnerin nicht „nur“ den normalen Babyblues hat, sondern eine echte Depression?
B. Sawitzki: Ich weiß ja nicht, wie man das als Partner erlebt, aber ich als Psychiaterin und Psychotherapeutin erlebe oft eine Frau vor mir, von der ich denke, „so kann sie doch nicht immer gewesen sein“, diese Frau, die hilflos ihren Mann anblickt, wenn ich ihr eine Frage stelle und sagt: „Sag‘ du doch mal…!“, die sorgenvoll schaut, aufgeregt und schreckhaft und voller Schuldgefühle ihrem Kind gegenüber ist, das sie nicht richtig zu versorgen glaubt. Das kann doch nicht die Frau sein, die im Berufsleben eine kleine Abteilung leitet oder ihren Haushalt schmeißt und die Dinge für die alten Großeltern organisiert. Also denke ich, der Partner erlebt Ähnliches: Ich kenne sie nicht wieder. Sie ist doch eigentlich selbständig, selbstsicher, tatkräftig – und nun so extrem hilflos, unsicher, nervös, stellt alles in Frage, fragt sich, ob es richtig war, ein Kind zu bekommen, hat das Gefühl, die alltäglichen Dinge nicht zu schaffen, ihre Mutterrolle nicht übernehmen zu können und sieht sich als schlechte Mutter für ihr Kind. Oft spricht aber die Frau gar nicht über ihr inneres Erleben, weil sie sich schämt, da es so gar nicht der nach außen so glücklichen Situation entspricht. Dann ist die Depression schwer zu erkennen. Es gibt da aber einen ganz kurzen kleinen Fragebogen zur Selbsteinschätzung namens Edinburgh Postnatal Depression Scale, der aus 10 Fragen besteht und einen Hinweis geben kann, ob man sich Hilfe holen sollte.

Jana: Was sind die typischen Symptome?
B. Sawitzki: Die Frauen können sich nicht von Herzen freuen über das Kind, das sie sich ja so gewünscht haben. Äußerlich ist alles gut, aber die Gefühle stimmen nicht. Sie haben Ängste, sind über vieles besorgt, erschrecken, reagieren panisch bei Kleinigkeiten, fühlen sich überfordert von allem. Sie machen sich über alles sehr viele Gedanken und können oft darüber nicht schlafen, weil sie sich so unglücklich fühlen, sie fühlen sich schlecht, traurig, weinen auch. Und gar nicht selten gibt es Zwangsgedanken, über die die Mutter aber kaum von sich aus spricht, weil sie sich schämt über Gedanken, die sich gegen ihr Kind richten. Oft hat sie auch Angst, diese Gedanken könnte sie realisieren und gerät darüber in große innere Panik. Sie hat Angst, sie könne dem Kind etwas antun und Angst, diese Gedanken seien ein Zeichen dafür, dass sie jetzt „verrückt“ wird.

Jana: Merkt die betroffene Frau selbst, dass sie krank ist?
B. Sawitzki: Sie bemerkt ja auch die Symptome, die ich genannt habe, aber sie ordnet sie oft nicht als Krankheitssymptome ein, sondern denkt, sie selbst sei schuld, sie sei als Mensch nicht in Ordnung, denn eigentlich ist ja alles gut und sie sollte sich freuen und sie habe ja gar keinen Grund, das nicht zu tun. Und wegen der Schuldgefühle fällt es ihr schwer, sich zu öffnen und sie versucht erst einmal, die Rolle der glücklichen Mutter zu spielen – was unter den Umständen einen zusätzlichen enormen Kraftaufwand bedeutet.

Jana: Gibt es Maßnahmen die man selbst ergreifen kann, oder sollte man sich so schnell wie möglich professionelle Hilfe holen?
B. Sawitzki: Nachtschlaf ermöglichen! Das ist immer wichtig, auch ohne postpartale Depression. Aber gerade wegen der Gefühle, sowieso eine schlechte Mutter zu sein, fällt es den Frauen oft schwer, das anzunehmen und das Kind für die Nacht bei jemand anderem zu lassen. Oder sie wollen den Partner, der ja oft arbeiten geht, schonen. – Ja, außer dem Nachtschlaf: den Partner, Familienmitglieder oder Freunde zur Hilfe und Unterstützung heranziehen. Nicht zu viele Besucher nach der Geburt empfangen, Verlängerung der Hebammenbetreuung einleiten lassen, besonders bei schon früher einmal aufgetretener postpartaler Depression. Haushaltshilfe, besonders wenn weitere Kinder zu betreuen sind, frühzeitig organisieren, wenn sich etwas anbahnt – das ist im Vorfeld einer Depression oft nicht ganz einfach, das gegenüber der Krankenkasse zu vertreten – aber es geht in bestimmten Fällen.

Jana: Wie würde die Behandlung aussehen?
B. Sawitzki: Ermutigen, darüber zu sprechen, die Ängste und Befürchtungen und die Selbstbeschuldigungen und die Zwangsgedanken zu äußern! Nur dann, kann man überlegen, was helfen könnte. Man muss Information darüber geben, dass das Krankheitssymptome sind und nicht etwas Selbstverschuldetes. Dann gilt es, gemeinsam festzustellen, ob tatsächlich, wie so oft befürchtet, eine Gefahr für das Kind oder sich selber besteht. Und man wird darüber informieren, dass das behandelbar ist und über die Möglichkeiten der Behandlung. Oft muss man auch entängstigen, was eine medikamentöse Behandlung betrifft und darüber informieren, dass es Medikamente gibt, mit denen man stillen kann. Manchmal ist es sinnvoll, kurzfristig eine medikamentöse Schlafhilfe zu geben, manchmal ist es notwendig, eine antidepressive Medikation einzuleiten. Und nichts soll abhängig machen und nichts soll schaden. Ja, und dann muss man gemeinsam entscheiden, welche Hilfen sinnvoll sind und eingeleitet werden sollen.

Jana: Sind die Medikamente, die gegebenenfalls genommen werden müssen, wirklich stillverträglich?
B. Sawitzki: Ja, es gibt gut stillverträgliche Medikamente, die man beim gesunden Neugeborenen der Mutter verabreichen kann. Es gibt bestimmte Regeln für den besten Einnahmezeitpunkt in Bezug auf die Stillzeiten, die man besprechen sollte. Was die Medikation in schwierigeren Fällen betrifft, wenn das Kind krank ist oder wenn es ein Frühchen ist, ist eine Absprache mit dem Kinderarzt nötig. Der sollte aber immer informiert werden. Und man muss immer schauen, ob das Verhalten des Kindes sich irgendwie verändert, denn es gibt – wie bei Allem – seltene Ausnahmen. Aber meist sind die Veränderungen beim Kind positiv; es profitiert vom besseren Zustand der Mutter, wenn diese wieder gelassener wird. In Berlin gibt es ein Institut für Embryonaltoxikologie, das eine Webseite hat, auf der Frauen sich selbst informieren können: Embryotox.de (ehemals: frauen-und-psychiatrie.de) Diese Institution bietet auch Ärzten, die Fragen im Hinblick auf die Behandlung ihrer Patientinnen während Schwangerschaft und Stillzeit haben, telefonische Beratung an. Das ist deshalb sehr hilfreich, weil auf den Produktinformationen oft pauschal steht, dass dieses Medikament nicht in der Schwangerschaft und der Stillzeit gegeben werden darf. Das genannte Institut verfügt aber über Informationen, die genauer sind und sich auf neueste Untersuchungen beziehen.

Jana: Wenn bei einem schwerwiegenden Verlauf ein Klinikaufenthalt unausweichlich ist, kann dann das Baby mit aufgenommen werden, oder ist das kontraproduktiv?
B. Sawitzki: Ja, das Baby sollte mitgenommen werden, wenn eine Einrichtung zur Verfügung steht, bei der das möglich ist. Es geht ja auch darum, dass eine gute Bindung zwischen Mutter und Kind bestehen bleibt oder hergestellt wird – unter Umständen mit therapeutischer Hilfe. Aber es geht auch um eine Entlastung und Behandlung der Mutter, die ja wieder gesund werden soll. Und manchmal ist eine Krankheit so schwer, dass vorübergehend kaum Kontakt möglich ist und dann muss der Vater oder die Oma oder jemand anderes das Kind übernehmen und den engen „Mutter-Kind“-Kontakt mit ihm pflegen und mit ihm die Besuche bei der Mutter in der Klinik machen.

Jana: Gibt es Risikofaktoren?
B. Sawitzki: Ja, die gibt es. Frauen, die schon einmal eine postpartale Depression hatten, sind stärker gefährdet – aber in diesen Fällen kann man ja von vornherein besonders gut beobachten und Maßnahmen einleiten. Frauen mit anderen psychischen Vorerkrankungen haben, allerdings oft schon während der Schwangerschaft, ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Wiedererkrankung. Dann spielt die Partnersituation eine Rolle und die gesamte sozioökonomische Situation und der Verlauf der Geburt: heftige und unerwartete Komplikationen und deren Erleben – das kann ja sehr unterschiedlich verarbeitet werden: Ich kann froh sein, dass das Kind und/oder ich durch einen Kaiserschnitt gerettet wurden oder ich kann das als ein vollkommen unerwartetes, schlimmes Ereignis für mich und mein Kind sehen.

Jana: Wenn Risikofaktoren bekannt sind, gibt es etwas, was man vorsorglich tun kann? Z.B. eine Familienhelferin anfordern?
B. Sawitzki: Erstmal: Die ganz normale Unterstützung, die jede Frau nach einer Geburt braucht, bieten und organisieren. Besonders sollte Schlaf ermöglicht werden. Und dann: Gut beobachten und sofort etwas tun, wenn Anzeichen bestehen, die auf eine Erkrankung hindeuten. Ein Risikofaktor ist ja noch keine Krankheit.

Jana: Du hast ja gesagt, dass guter Schlaf ein Faktor ist, der gegen eine Wochenbettdepression helfen kann. In den meisten Kliniken hat sich ja das „Rooming in“ durchgesetzt. Das bedeutet, dass das Baby ständig bei der Mutter im Zimmer bleibt. Natürlich befürworte ich als Hebamme immer dieses gute Bonding zwischen Mutter und Kind. Wäre, bei Depressionsgefahr, davon abzuraten, um die Mutter zu entlasten?
B. Sawitzki: Wenn eine Frau nicht schlafen kann, sollte man ihr das für die nächste Nacht ermöglichen. Schlafmangel schwächt und macht mürbe und nach einer Geburt braucht man seine Kraft für die neue Situation. Dann kann man ja mit dem „Rooming in“ weitermachen. Es geht bei der Mutter-Kind-Beziehung ja nicht um die Quantität sondern um die Qualität der Zuwendung zum Kind, darum, dass ich mich gern zuwende und nicht vollkommen erschöpft, müde und gequält. Sonst würde man dem Baby ja auf Dauer vermitteln, ich bin meiner Mutter lästig. An dieser Stelle möchte ich gern mein Beispiel aus der Flugsicherheitsanweisung zitieren. Dort heißt es doch immer: „Sollte es zu einem Druckabfall in der Kabine kommen, so fallen aus den Fächern über Ihnen Sauerstoffmasken. Ziehen Sie diese über Mund und Nase und atmen Sie ruhig weiter. Sollten sich neben Ihnen Kinder oder hilflose Personen befinden, so legen Sie zuerst selbst Ihre Sauerstoffmaske an und helfen Sie dann den Anderen!“

Das scheint mir ein gutes Beispiel dafür zu sein, dass man das eigene Wohlergehen nicht – auch nicht aus guter Absicht – vernachlässigen sollte. Sonst kann es schlimm kommen: Wenn die Kinder beim Flugzeugbeispiel rumalbern und die Maske wieder abnehmen und ich selbst noch keine angelegt habe, dann geraten wir unter Umständen alle in einen äußerst schlechten Zustand! Also: Man kann Andere nur gut versorgen, wenn man selbst in einem guten Zustand ist!

Jana: Kann es sein, dass tatsächlich eine akute Gefahr für das Leben von Mutter oder Kind besteht?
B. Sawitzki: Ja, das ist sehr selten der Fall, muss aber in jedem Fall abgeklärt werden. Das gibt es bei schwersten Depressionen und bei Psychosen.

Jana: Was ist der Unterschied zu einer Wochenbettpsychose?
B. Sawitzki: In diesen Krankheitszuständen ist die Mutter von der Realität entfernt, verkennt Situationen. Sie ist vielleicht der Meinung, das sei gar nicht ihr Kind, vielleicht sei es sogar ein ganz fremdes Wesen, vielleicht denkt sie auch, es sei ein für die Welt bösartiges Wesen. Das wäre eine sehr gefährliche Situation. Vielleicht hat sie das Erleben, Ehemann oder Freunde stünden ihr feindlich gegenüber. Vielleicht hört sie Stimmen, die ihr (vielleicht gefährliche?) Anweisungen geben. Bei schwersten Depressionen kommt es auch vor, dass Frauen glauben, ihre Anwesenheit sei für das Glück des Ehemannes und/oder des Kindes schlecht und es sei besser für alle, wenn sie nicht mehr auf der Welt sei und störe. Das sind dann gefährliche Situationen. In solchen Situationen muss auf die Gefahr reagiert werden und umfassende Hilfe muss eingeleitet werden.

Jana: An wen oder welche Institution wendet man sich bei dem Verdacht, dass eine Wochenbettdepression besteht.
B. Sawitzki: Je nach Schwere oder Bestätigung des Verdachtes: An die Hebamme, die Psychiaterin, die dann weitere Hilfen einleiten kann, wie Information, Familienhilfe, Krisenintervention, längere Psychotherapie, Medikation oder manchmal auch Krankenhauseinweisung und für die Zukunft: Beratung bezüglich weiterer Schwangerschaften.
Hier in Berlin haben wir ja eine Beratungsstelle: Schatten und Licht, die sehr hilfreich ist und berät. Auf jeden Fall sollte man Hilfe suchen, wenn solche Symptome länger als 2-3 Wochen anhalten – wenn es einem sehr schlecht geht, aber schon früher. Oft kann ja eine Besserung sehr schnell herbeigeführt werden und das ist dann doch schön für Mutter und Kind – und alle anderen Beteiligten, wenn sich beide wieder über den Kontakt miteinander richtig freuen können.

Liebe Beate, vielen Dank!

Weiterführende Infos:

  • Buchtip: Wie kann ich Dich halten, wenn ich selbst zerbreche von Ulrike Schrimpf über postpartale Depression und den Weg zurück ins Leben
  • FAZ-Artikel über den Verlauf einer Wochenbettdepression
  • Auch Väter bekommen Wochenbettdepressionen: Ein Artikel auf Doccheck.com

DVD-TIP: Vom Medienprojekt Wuppertal gibt es die DVD: Trotz Baby depressiv, in dem drei Frauen portraitiert werden, „die sich teilweise erst über Umwege überhaupt in psychiatrische Behandlung begeben haben, da sowohl in der Familie als auch im Krankenhaus die Problematik nicht erkannt wurde“. Eine DVD-Vorschau gibt es auf der Projektwebseite.

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Schwangerschaft und Geburt

Depression nach der Geburt – was kann helfen?

(PantherMedia / Iakov Filimonov) Schwangere Frauen freuen sich normalerweise auf glückliche Tage und Wochen nach der Geburt ihres Kindes. Viele haben aber auch vom „Baby blues“ gehört: Traurigkeit und heftige Stimmungsschwankungen, die oft ein paar Tage nach der Geburt auftreten. Hält die trübe Stimmung an, könnte dies auf eine beginnende Depression hinweisen.

Eine Depression nach der Geburt eines Kindes wird auch als „postpartale Depression“ oder „Wochenbettdepression“ bezeichnet. Sie unterscheidet sich kaum von einer Depression, wie sie auch in anderen Lebensphasen auftreten kann. Einen großen Unterschied gibt es jedoch: Die Mütter empfinden oft starke Schuldgefühle gegenüber ihrem Baby. Sie machen sich Sorgen, weil es ihnen schwerfällt, sich um ihr Kind zu kümmern. Viele trauen sich nicht, mit anderen über ihre Gefühle zu sprechen und haben Angst, nicht dem Bild einer „guten Mutter“ zu entsprechen. Dies kann dazu führen, dass sie sich zunehmend isolieren. Manche Frauen berichten, dass sie sich selbst gegenüber fremd gefühlt haben.

Ein Neugeborenes zu umsorgen, ist eine anspruchsvolle Leistung. Manche Frauen bekommen dabei nicht die emotionale und praktische Hilfe, die sie bräuchten. Es ist auch nicht immer leicht, mit den Veränderungen fertig zu werden, die die ständige Betreuung des Kindes für das eigene Leben bedeutet. Den Alltag zu bewältigen und sich auf das neue Leben einzustellen, kann an sich schon anstrengend sein – und manchmal auch deprimierend.

Doch solche Phasen dauern meist nur kurz an und gehen von selbst vorüber, wenn sich die Dinge einspielen. Werden sie aber zu einer anhaltenden Depression, können sie das Verhältnis zum Kind sehr belasten. Es ist deshalb wichtig, tiefe Traurigkeit und Stimmungsschwankungen nach der Geburt ernst zu nehmen und mehr Unterstützung zu bekommen.

Der erste Schritt dazu ist, sich klar zu werden, dass ein Problem vorliegt. Wer deprimiert ist, bemerkt manchmal nicht, wann es nötig wird, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Depression zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es schwerfällt zu erkennen, wenn man sich mittendrin befindet – und ab wann Stimmungsschwankungen sich nicht mehr im „normalen“ Bereich bewegen.

Es kann auch sein, dass man sich so schlecht fühlt, dass man gar nicht in der Lage ist, sich um die Hilfe zu bemühen, die man braucht. Vielleicht müssen also die Ärztin oder der Arzt, die Hebamme, der Partner, Angehörige oder Freunde erkennen, was vor sich geht, und für mehr Unterstützung sorgen.

Woran erkennt man, dass eine Mutter Depressionen entwickelt?

Ein Stimmungstief nach der Geburt kann einige Tage andauern, manchmal auch bis zu zwei Wochen. Meist vergeht die schlechte Stimmung dann wieder und die Gefühle normalisieren sich. Weinen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit sind in dieser Zeit sehr häufig: Fast jede zweite Frau, die gerade geboren hat, hat damit zu tun. Normalerweise genügen Unterstützung und Verständnis, um einer Frau darüber hinwegzuhelfen.

Bei einer postpartalen Depression sind die negativen Gefühle deutlich stärker als beim „normalen“ Baby blues. Typische Anzeichen für eine postpartale Depression sind:

  • Stimmungstief (tiefe Traurigkeit, Weinen)
  • Gleichgültigkeit gegenüber Dingen, die normalerweise Freude bereiten
  • Ängstlichkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Selbstzweifel
  • Gedanken an Selbstverletzung oder daran, dem Baby zu schaden

Es handelt sich erst dann um eine Depression, wenn diese Anzeichen und Gefühle über mehrere Tage vorhanden sind.

Bis zu 15 von 100 Frauen bekommen in den ersten drei Monaten nach der Geburt eine Depression, etwa die Hälfte von ihnen (8 von 100) eine milde bis moderate Form. Ungefähr 7 von 100 Frauen entwickeln eine stärkere Depression.

Ohne Behandlung dauert eine postpartale Depression meist vier bis sechs Monate, auch wenn manche Symptome noch nach einem Jahr fortbestehen können. Bei Frauen, die keine Behandlung in Anspruch nehmen, besteht eher die Gefahr, dass die Depression chronisch wird.

Viele Frauen mit einer postpartalen Depression haben schon eine depressive Phase erlebt, während sie schwanger waren.

Ist eine postpartale Depression gefährlich?

Normalerweise ist eine postpartale Depression weder für eine Frau noch für ihr Kind gefährlich. Es ist auch gar nicht so ungewöhnlich, wenn eine junge Mutter einmal daran denkt, ihrem Kind zu schaden – auch wenn sie so etwas überhaupt nicht denken will. Wenn man eine Depression hat, können solche Gedanken häufiger auftauchen. Solange sie nicht in Taten umgesetzt werden, ist dies kein Anzeichen für eine ernsthafte psychische Erkrankung. Wer jedoch eine starke Depression entwickelt hat, ist in Gefahr, über lange Zeit deprimiert zu bleiben oder gar, sich selbst zu töten (Suizidgefahr). Jeder Mensch, der beginnt, ernsthaft über eine Selbsttötung nachzudenken, braucht dringend medizinische Hilfe.

Nach einer Geburt kann auch noch eine andere ernsthafte Erkrankung auftreten, die „postpartale Psychose“. Diese psychische Erkrankung ist selten, sie kommt vielleicht bei 1 bis 2 von 1000 Frauen vor. Das Risiko ist allerdings für Frauen höher, die bereits eine manisch-depressive Erkrankung (bipolare Störung) hatten.

Menschen, die eine Psychose entwickeln, bekommen Wahnvorstellungen. Sie verlieren den Kontakt mit der Wirklichkeit und haben Schwierigkeiten, mit anderen Personen umzugehen und sich auszutauschen. Ihre Empfindungen und ihr Verhalten werden merkwürdig und manchmal bizarr. Bei einem Verdacht auf eine Psychose ist schnelle psychiatrische Hilfe sehr wichtig.

Was kann eine postpartale Depression auslösen?

Es gibt viele Theorien zur Ursache von Depressionen nach einer Geburt, aber keine ist eindeutig belegt. Lange dachte man, dass hormonelle Veränderungen im weiblichen Körper eine wesentliche Ursache sind. Ob das stimmt, ist aber nicht klar.

Mutterschaft wird oft als etwas besonders Natürliches und Erfüllendes dargestellt. Dies ist sie auch oft. Mutter zu sein kann aber phasenweise schwierig und fordernd sein, körperlich wie seelisch. Zudem bekommen Frauen oft nicht die Unterstützung und Hilfe, die sie benötigen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn manche Frauen nach einiger Zeit auf Probleme und Überforderung mit einer Depression reagieren. Manche Frauen entwickeln aber auch aus „heiterem Himmel“ eine Depression. Das kann zu jeder Zeit im Leben geschehen, nicht nur nach einer Geburt.

Frauen erkranken häufiger an einer postpartalen Depression, wenn sie

  • schon einmal Angststörungen oder Depressionen hatten.
  • Stress und belastende Erlebnisse während der Schwangerschaft und nach der Geburt haben.
  • in schlechten Beziehungen oder ohne Partner leben, häusliche Gewalt erfahren und allgemein wenig soziale Unterstützung haben.

Kann man postpartalen Depressionen vorbeugen?

Studien zeigen, dass psychosoziale und psychologische Unterstützung helfen können, postpartale Depressionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Hilfreich sind regelmäßige Hausbesuche von Hebammen oder speziell ausgebildeten Pflegekräften. Auch eine Behandlung wie die interpersonelle Psychotherapie (siehe unten) kann dazu beitragen, dass sich die Stimmung nicht verschlechtert. Studien mit Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Depressionen hatten, zeigen folgende Ergebnisse:

  • Am Ende der Unterstützungsprogramme wurde bei durchschnittlich 3 bis 4 von 100 Teilnehmerinnen eine Depression festgestellt.
  • Dagegen wurde bei durchschnittlich 7 von 100 Frauen eine Depression festgestellt, die nicht an einem Unterstützungsprogramm teilgenommen hatten.

In anderen Worten: Bei durchschnittlich 3 bis 4 von 100 Frauen konnten die Programme einer Depression vorbeugen. Das bedeutet aber auch: Sie können Depressionen nicht in jedem Fall verhindern. Bisherige Studien sprechen zudem dafür, Unterstützungsprogramme nicht allen Frauen, sondern gezielt Frauen mit einem erhöhten Risiko anzubieten. Welche Methode sich am besten eignet, um solche Frauen zu erkennen, ist jedoch noch unklar.

Welchen Nutzen haben Beratung und Psychotherapie?

Bei einer leichten Depression kann es ausreichen, mehr emotionale Unterstützung und praktische Hilfe im Alltag zu erhalten. Dabei ist es sehr wichtig, dass die unterstützende Person sich nicht wertend äußert und nicht kritisiert. Vielleicht hilft es, mit anderen Frauen zu sprechen, die dieselbe Erfahrung gemacht haben – zum Beispiel im Bekanntenkreis oder in Selbsthilfegruppen.

Besonders bei einer mittleren oder starken Depression ist medizinische oder psychologische Hilfe jedoch wichtig. Die Forschung hat herausgefunden, dass es vielen Frauen zumindest etwas besser geht, wenn sie von ausgebildeten Psychotherapeutinnen oder -therapeuten und geschulten Beratungskräften unterstützt wurden.

Nachgewiesen hilfreich ist auch die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut mit KVT-Ausbildung arbeitet dabei zusammen mit der Frau an Gedanken, Überzeugungen und Verhaltensweisen, die ihr das Leben erschweren.

Eine andere Behandlungsmethode, die nachweislich helfen kann, ist die interpersonelle Psychotherapie. Sie besteht aus wöchentlichen Sitzungen bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten, die oder der herauszufinden versucht, was es erschwert, mit den Veränderungen im Leben zurechtzukommen. Das Ziel ist, eine individuelle Strategie zu entwickeln, die im Alltag helfen kann. Studien zeigten, dass die Depressionen ohne Behandlung bei etwa 57 von 100 Frauen nach einem Jahr noch andauerten. Zum Vergleich: Mit einer psychotherapeutischen Behandlung waren nach einem Jahr noch etwa 40 von 100 Frauen depressiv.

Was Studien sagen

Können Medikamente helfen? Können sie dem Kind schaden?

Antidepressiva sind für manche Frauen sehr wichtig. Sie können Depressionen nach einer Geburt lindern. Im Allgemeinen werden diese Medikamente während Schwangerschaft und Stillzeit aber zurückhaltend eingesetzt. Es ist bei vielen Wirkstoffen nicht genug darüber bekannt, welche Auswirkungen sie auf das Baby haben.

Wer in der Stillzeit Antidepressiva einnimmt, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt genau besprechen, worauf zu achten ist. Denn Arzneimittel können über die Muttermilch in kleinen Mengen an das Baby weitergegeben werden und unter Umständen zu Nebenwirkungen führen. Zwar wurden bei gestillten Kindern bislang nur sehr selten Auffälligkeiten beobachtet, die durch Antidepressiva verursacht sein könnten. Vereinzelt wurde aber über Unruhe oder Benommenheit bei Kindern berichtet, deren Mütter bestimmte Antidepressiva nahmen. Diese Symptome verschwanden nach einem Umstieg auf Flaschennahrung.

Ob Johanniskraut bei postpartalen Depressionen helfen kann, ist nicht gut untersucht. Dieses pflanzliche Mittel kann bei manchen Menschen leichtere Depressionen lindern. Ob es auch während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit hilft und welche Nebenwirkungen es dann haben kann, ist bisher kaum untersucht. Zudem sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich.

Für Frauen, die vor einer Schwangerschaft Antidepressiva nehmen, ist es nicht ratsam, die Mittel abrupt abzusetzen, wenn sie schwanger werden. Oft ist es möglich, die Medikamente zum Beispiel in einer niedrigeren Dosis weiter zu nehmen. Darüber berät die Frauenärztin, der Frauenarzt oder die Hebamme. Wichtig ist, dass Ärzte, Hebammen und Angehörige darüber Bescheid wissen, wenn eine Frau sich entscheidet, die Medikamente für die Dauer der Schwangerschaft und Stillzeit abzusetzen. So können alle gemeinsam darauf achten, wie es ihr geht und wie sie im Alltag zurechtkommt.

Manchmal werden auch hormonelle Mittel aus Östrogen und Gestagen zur Behandlung und Vorbeugung einer postpartalen Depression empfohlen. Dies beruht auf der bislang unbewiesenen Annahme, dass sie durch ein hormonelles Ungleichgewicht ausgelöst werden könnte. Für eine Einnahme von Hormonen spricht derzeit nichts: Es gibt nur sehr wenige Studien, die die Einnahme von hormonellen Mitteln untersucht haben. Sie deuten sogar darauf hin, dass eine vorbeugende Einnahme die Stimmung negativ beeinflussen kann. Der Nutzen hormoneller Mittel für die Behandlung ist daher unklar, außerdem können sie Nebenwirkungen haben.

Gibt es noch weitere Behandlungsmöglichkeiten?

Es gibt eine Vielzahl anderer Behandlungen und Maßnahmen, die Frauen bei einer postpartalen Depression ausprobieren. Sport und Bewegung können depressive Beschwerden lindern. Ob dies auch bei einer postpartalen Depression so ist, lässt sich noch nicht sagen. Der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren dagegen zeigte in Studien keine Wirkung. Andere Maßnahmen wie Massagen, Akupunktur und Lichttherapie sind bislang nicht gut genug untersucht worden, um sagen zu können, ob sie helfen oder nicht. Bei der Lichttherapie verbringt man mit offenen Augen eine bestimmte Zeit in der Nähe einer speziellen Lampe, sodass deren Licht auf die Netzhaut fällt.

Wie kommen andere Frauen und Familien mit einer Depression zurecht?

Mit einer postpartalen Depression fühlt man sich schnell sehr einsam – vor allem, wenn man oft mit dem Baby allein zu Hause ist. Viele Frauen erzählen nicht einmal den ihnen nahestehenden Menschen, wie sie sich fühlen. Für manche mag das der richtige Weg sein.

Auf diese Weise verbauen sich jedoch viele Frauen die Möglichkeit, zusätzliche Unterstützung zu erhalten, die helfen könnte, wieder Freude an ihrem Leben und ihrem Baby zu bekommen. Auch für ihre Partner kann diese Zeit sehr schwierig sein, und vielleicht benötigen sie ebenfalls Unterstützung.

Viele Frauen mit einer postpartalen Depression haben das Gefühl, sie hätten keine Kontrolle mehr über ihr Leben. Sie haben Angst, dass ihr Leben nie mehr „normal“ sein wird und fragen sich, ob sie jemals wieder Freude empfinden werden. Viele Frauen verlieren die Lust auf Sex, was zu Partnerschaftskonflikten führen kann.

Andere Frauen berichten, dass sie allmählich aus einem deprimierten Zustand wieder aufgetaucht sind, indem sie einfach Tag für Tag ums Durchhalten gekämpft haben. Nach und nach ist es ihnen gelungen, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu gewinnen.

Eine postpartale Depression ist irgendwann vorbei. Wichtig ist, ausreichend Unterstützung und Hilfe im Alltag zu erhalten. Andere Menschen um Hilfe zu bitten, kann sehr schwerfallen, wenn man depressiv ist und sich seiner Gefühle schämt. Meist gibt es aber Menschen im persönlichen Umfeld oder auch professionelle Helferinnen und Helfer, die einen nicht verurteilen, sondern darin unterstützen, mit der schwierigen Situation zurechtzukommen.

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Sockol LE, Epperson CN, Barber JP. A meta-analysis of treatments for perinatal depression. Clin Psychol Rev 2011; 31(5): 839-849.

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Schlagwörter: D50, D64, Entbindung, F82, F83, F89, Fortpflanzung und Geburt, Frauengesundheit, Frühgeburt, Geburt, Kaiserschnitt, Kind und Familie, Morgenübelkeit, O09, O26, R11, Regurgitation, Schwangerschaft, Spucken bei Babys, Übelkeit, Übertragung, Z34, Z38 Aktualisiert am 7. September 2016 7. September 2016
Erstellt am 29. Oktober 2008
Nächste geplante Aktualisierung: 2020
So arbeiten wir Autoren/Herausgeber: Institut für
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Wochenbettdepression

Mit der Geburt des Kindes beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Eltern müssen sich sowohl auf einen neuen Lebensrhythmus wie auch auf neue Aufgaben und Rollenbilder einstellen. Vieles ändert sich sehr plötzlich und die Eltern müssen enorme Anpassungsleistungen erbringen. An solchen Wendepunkten sind wir für Krisen besonders anfällig.

Von einer Wochenbettdepression (postpartalen Depression) sind ungefähr 15% der Frauen betroffen. Auch Väter können daran erkranken. Trotzdem ist das Thema immer noch wenig bekannt. Als Wochenbettdepression werden alle schweren, länger andauernden und behandlungsbedürftigen depressiven Erkrankungen im ersten Jahr nach der Geburt bezeichnet.

Der Übergang vom Babyblues zur ernsthaften Depression kann fliessend sein. Aber auch Wochen nach der Geburt kann unabhängig des Babyblues eine Wochenbettdepression auftreten.

Mehr zum Thema

Experteninterviews mit:

Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler

Prof. Dr. med. Konrad Michel

Anne Schlunegger

Weiterführende Links:

www.postnatale-depression.ch,

Für Aussenstehende ist eine Wochbettdepression oft schwer erkennbar, da Betroffene dazu neigen, die Fassade einer glücklichen Mutter aufrechtzuerhalten. Die Symptome entwickeln sich schleichend und sind kaum von denjenigen des Babyblues zu unterscheiden Der wesentliche Unterschied liegt in der Dauer der Symptome. Bestehen die Symptome länger als 10-14 Tage, besteht die Gefahr, dass sich aus dem Stimmungstief eine Depression entwickelt.

Typische Symptome sind Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Leere, sexuelle Unlust, Traurigkeit, Schuldgefühle, mangelndes Selbstvertrauen, Schlaf- und Appetitstörungen, Ängste, Panikattacken, Zwangsgedanken, sozialer Rückzug bis zu Selbstmordgedanken. Auch ablehnende Gefühle dem Kind gegenüber können sich durch eine Wochenbettdepression äussern. Oft bestehen auch körperliche Beschwerden wie z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und Muskelverspannungen.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind vielseitig. Es handelt sich meist um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die zu einer Wochenbettdepression führen können. Die Kinderbetreuung ist emotionale und körperliche Schwerarbeit die den Eltern vor allem in den ersten Monaten alles abverlangt. Das damit einher gehende Schlafdefizit und die gewaltigen hormonellen Umstellungen nach der Geburt und während der Stillzeit sind Faktoren, die schwere Erschöpfungszustände begünstigen.

Allerdings sollten vorhandene Symptome nicht ohne Abklärung auf Schwangerschaftshormone oder psychische Ursachen geschoben werden. Eine fundierte Abklärung bei dem/der Gynäkologen/in ist unbedingt angezeigt, da ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenstörung oder eine Autoimmunerkrankung auch mögliche Ursachen sein können. Diese Krankheitsbilder treten gerade nach einer Geburt nicht selten zum ersten Mal auf.

Wochenbettdepression?

Homöopathische Heilmittel wie beispielsweise Johanniskraut (Hypericum) sind eine grosse Hilfe, wenn es darum geht, aus der Dunkelheit wieder ans Licht zu kommen.

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Neben körperlichen Faktoren spielen aber auch gesellschaftliche Haltungen und Erwartungen eine grosse Rolle. Psychische Faktoren tragen ebenfalls dazu bei, zum Beispiel wenn die junge Mutter sehr darauf fixiert ist, alles hundertprozentig richtig und perfekt zu machen – und erkennen muss, dass in der Zeit nach der Geburt nichts mehr planbar und kontrollierbar ist. Inzwischen weiss man, dass Mütter, die ihre Babys in der Klinik bei sich behalten können (das sog. Rooming-in), seltener an depressiven Verstimmungen leiden.

Treten neben den erwähnten Symptomen Wahnvorstellungen, Realitätsverlust und starke Persönlichkeitsveränderungen auf, besteht der Verdacht auf eine postpartale Psychose. Betroffene sollten unter keinen Umständen mit sich selber und dem Baby alleine gelassen werden und müssen sofort in ärztliche Behandlung überführt werden.

Können die Beeinträchtigungen, die mit der Geburt eines Kindes einhergehen, nicht mehr alleine bewältigt werden, sind Sie therapiebedürftig. Sie sollten dann so schnell wie möglich fachliche Hilfe einfordern. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Mütterberaterin oder Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder wenden Sie sich an eine spezialisierte Fachperson.

Ein erster Schritt aus dem Dunkel kann eine Selbsteinschätzung mit 10 Fragen sein. Stellt sich dabei heraus, dass möglicherweise eine Wochenbettdepression vorliegt, ist fachliche Hilfe unbedingt notwendig. Der Fragebogen kann unter www.schatten-und-licht.de kostenlos heruntergeladen werden.

Videos

Das Video „Eltern zwischen Freude und Erschöpfung“ vom Verein für Familien- und Frauengesundheit zeigt Betroffene, die ihre Erfahrungen mit der Krankheit schildern: http://www.ffg-video.ch/

Vortrag von Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler über psychische Erkrankungen in Schwangerschaft und Stillzeit: „Mutter werden ist nicht schwer – Mutter sein dagegen sehr“

Wissen

Wochenbettdepression entsteht unabhängig von der Geburtsmethode

Übergewicht vor der Schwangerschaft – Depressionen danach

Plazentahormon zeigt Wochenbettdepression an

Auch junge Väter leiden

Newsticker

Erst Zucker, dann Depression | 03.06.2019

Der sog. Gestationsdiabetes ist die häufigste Begleiterkrankung in der Schwangerschaft und kann zu ernsten Komplikationen für Mutter und Kind vor und bei der Geburt führen. Aber auch nach der Geburt: Die frischgebackene Mutter entwickelt nicht selten eine Wochenbett-Depression, wie eine Meta-Studie mit ca. 2 Mio. Frauen ergab. Im Gegensatz zu einem kurzzeitig anhaltenden „Baby-Blues“ birgt sie das Risiko für eine dauerhafte Depression oder für Bindungsstörungen zum Kind, bei dem es zu Verhaltensauffälligkeiten sowie Entwicklungsstörungen kommen kann. Es ist daher wichtig, betroffene Wöchnerinnen schnell zu identifizieren, z.B. mit einem Fragebogen, der eine Einschätzung der Stimmungslage ermöglicht, und entsprechend zu behandeln.

Wütende Väter | 25.03.2019

Schätzungsweise bis zu 15 Prozent aller Mütter leiden an einer Wochenbettdepression. Die Gründe sind nach wie vor unbekannt. Als Risikofaktoren kommen psychische Vorerkrankungen, Traumata, aber auch belastende Lebenssituationen infrage. Mittlerweile wissen Forscher, dass die postpartale Depressionen auch bei Männern auftritt, nach neueren Erkenntnissen sogar etwa bei jedem zehnten frischgebackenen Vater. Die Geschlechter leiden jedoch unterschiedlich: Frauen seien oft traurig, während sich Männer eher wütend, gewalttätig oder sozial isoliert fühlen. Auf diese Symptome sollten Ärzte und Hebammen achten. Das ist aber gerade bei den Vätern schwierig: Männer meiden Arztbesuche. Zudem setzen Beschwerden bei Männern deutlich später ein, oft erst Monate nach der Geburt. Der „Baby Blues“ von Frauen beginnt meist ein bis zwei Wochen postpartal.

Heultage – Heulmonate | 17.01.2019

Etwa elf Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt an Depressionen und jede achte Mutter benötigt Antidepressiva. Bislang ist jedoch wenig darüber bekannt, welche Frauen ein besonders hohes Risiko für den „Entbindungsblues“ – die Heultage nach der Geburt – tragen. Aktuelle Daten liefern die Forscher nun anhand einer britischen Untersuchung mit rund 207.000 Frauen. Unter jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Anteil fast doppelt so hoch. Am stärksten depressionsgefährdet sind junge und sozial schwache Mütter und solche mit Depressionen in der Vorgeschichte. Solche Frauen bekamen ihre Depression oft schon in den ersten sechs Wochen nach der Geburt, also früher als Mütter, die zuvor keine gravierenden Stimmungstiefs hatten. Diese Angaben könnten Ärzten helfen, Wochenbettdepressionen noch besser aufzuspüren und zu behandeln.

Mutterliebe | 06.10.2018

Grosse Augen, Stupsnase und Pausbacken sind typische Merkmale des „Kindchen-Schemas“. Das bringt die Eltern instinktiv dazu, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Vor allem das „weibliche“ Sexualhormone Oxytocin (Kuschelhormon) stärkt die Mutter-Kind-Bindung. Das „männliche“ Testosteron wirkt gegenteilig. Eine Studie zeigt nun, dass Oxytocin die negative Wirkung von Testosteron ausgleichen kann. Die Versuchsteilnehmerinnen bekamen vor dem Test Oxytocin oder ein Placebo. Bei allen wurde der Testosteronspiegel bestimmt. Dann wurde die Hirnaktivität gemessen, während sie sich Bilder von Erwachsenen und Kindern ansahen. Frauen mit hohem Testosteronwert reagierten unter Oxytocin deutlicher stärker auf das Kindchenschema, ohne Oxytocin kaum. Oxytocin scheint gegen Testosteron das Fürsorgeverhalten zu motivieren. Bei Frauen mit niedrigen Testosteronwerten hatte das zusätzliche Oxytocin keine Wirkung, vielleicht weil sie ohnehin mütterliches Verhalten entwickeln. Die Ergebnisse könnten bei der Behandlung einer Wochenbettdepression eine wichtige Rolle spielen.

Schreien zieht runter: Das Gefühl, dass sich das eigene Baby nicht trösten lässt, ist ein starker Frustfaktor für die Mutter und kann zu einer postpartalen Depression führen. Die Erfahrung, nicht fähig zu sein, sein weinendes Kind zu beruhigen, kann das mütterliche Selbstvertrauen empfindlich stören. Die Frauen fühlen sich hilflos, werden zunehmend reizbar und ermüden schneller. In einer US-Studie mit 587 sechs Wochen alten Babys und ihren Müttern war die Wahrscheinlichkeit für eine Depression um das Vierfache erhöht, wenn die Frauen berichteten, ihr Kind schreie mehr als 20 Minuten am Tag, ohne sich beruhigen zu lassen. (swissmom-Newsticker, 20.6.13). Mehr zum Thema „Schreibaby“

PDA schützt vor Depressionen: Eine Wochenbettdepression trifft zehn bis 15 Prozent der Mütter während des ersten Jahres nach der Geburt. Eine chinesische Untersuchung an 214 Schwangeren zeigte, dass Frauen nach einer PDA-Geburt anschliessend nur halb so oft an einer postpartalen Depression litten. Auch auf die Bereitschaft, das Kind zu stillen, wirkte sich die Schmerzreduktion aus: 70 Prozent der Frauen mit PDA gaben ihrem Kind die Brust, aber nur 50 Prozent der Frauen, die keine Schmerzlinderung erfahren hatten. Fachleute sagen dazu: Schmerzkontrolle während der Geburt sorgt dafür, dass die Mutter einen guten Start mit ihrem Kind hat, statt total erschöpft zu sein (swissmom Newsticker, 4.8.14).

Letzte Aktualisierung : 02-05-16, BH / swissmom-Hebammenteam

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