Was tun gegen gelbkörperschwäche?

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Warum Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche hilft

Eine Gelbkörperschwäche könnte ein Grund sein, dass Frauen trotz Kinderwunsch nicht schwanger werden. Man spricht auch von einer hormonell bedingten Unfruchtbarkeit. Die Folge ist ein Ausbleiben der Einnistung in die Gebärmutter oder eine Einnistung unter schlechten hormonellen Bedingungen.

An dieser Stelle kommt der Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche ins Spiel. Da das Frauenmantelkraut regulierend auf die Hormone wirkt, kann eine Gelbkörperschwäche durch Frauenmanteltee ausgeglichen werden. Eine medizinische Begründung gibt es hierfür nicht. Allerdings haben viele Frauen positive Erfahrungen gemacht und sind letztendlich doch schwanger geworden.

  • Was ist eine Gelbkörperschwäche?
  • Darum hilft Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche

Was ist eine Gelbkörperschwäche?

Ein Gelbkörper wird von den Eierstöcken gebildet. Dies passiert in der Regel kurz nach dem Eisprung.

Der Gelbkörper ist tatsächlich Gelb. Aus diesem Grund auch der Name. Dieser Gelbkörper hat die Aufgabe ein Hormon zu bilden. Das Progesteron.

Das Gelbkörperhormon

Das Progesteron wird nach dem Eisprung gebildet. Hat der Zyklus erst ein Mal eingesetzt, wird das Hormon Östrogen ausgeschüttet. Durch Östrogen wächst die Schleimhaut der Gebärmutter. Das Gelbkörperhormon bereitet alles vor, dass sich die die befruchtete Eizelle einnisten kann.

Wird zu wenig Progesteron (Gelbkörperhormon) produziert, liegt eine Gelbkörperschwäche vor. Eine weitere Hormonbildung, die nach dem Gelbkörperhormon kommen, bleiben aus.

Die Folge ist eine ausbleibende Schwangerschaft.

Wie zeigt sich eine Gelbkörperschwäche?

Neben der ausbleibenden Schwangerschaft ist die zweite Zyklushälfte oft unregelmäßig. Die verkürzte Hälfte hat dabei weniger als 8 bis 10 erhöhte Temperaturwerte. Die Gelbkörperschwäche kann sich auch im Blutbild zeigen. Wenn das Hormon in der zweiten Zyklushälfte den Schwellwert unterschreitet.

Auch ist eine erfolgte Fehlgeburt ein Anzeichen. Außerdem ganz allgemeine Symptome wie Muskel- und Gelenkschwäche. Myome in der Gebärmutter. Zysten oder Blasenschwäche deuten auf die Gelbkörperschwäche hin.

Ursachen einer Gelbkörperschwäche

Damit das Gelbkörperhormon seine Aufgaben wahrnehmen kann, muss es vollständig produziert sein. Das sollte logisch sein. Es gibt viele Gründe, warum die Produktion gestört ist. Nur einige wenige sind:

  • Infektionen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse

Die Gründe können sich aber auch im Darm befinden. Durch den Verlust von Vitaminen und Mineralstoffen kann die Funktion vom Eierstock reduziert sein. Auch der Beginn der Wechseljahre zeigt sich häufig durch einen Mangel an Progesteron.

Bist Du Dir nicht sicher, ob Du an einer Gelbkörperschwäche leidest? Der Cyclotest myWay kann es Dir sagen!

Darum hilft Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche

An dieser Stelle sollte jedem klar sein, dass es sich um einen Mangel an Hormonen handelt.

Jetzt erzähle ich Dir, warum Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche das beste Mittel ist.

Im Frauenmantelkraut sind Stoffe enthalten, die dem menschlichen Progesteron ziemlich ähnlich sind. Und Progesteron ist schließlich genau das, was fehlt.

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Wie wird Frauenmanteltee bei Gelbkörperschwäche angewendet?

Zunächst ein Mal ist eine Mischung aus mehreren Tees empfehlenswert:

  • Mönchspfeffer
  • Frauenmantelkraut
  • Schafgarbentee

Damit Du nicht verschiedene Packungen Tee kaufen musst, gibt es einen fertigen Tee, welcher dieser Empfehlung sehr Nahe kommt. Im Klapperstorchtee ist zwar kein Mönchspfeffer enthalten, dafür aber Himbeerblätter. Eine Pflanze, der ebenfalls eine fruchtbare Wirkung zugesprochen wird.

Aber auch allein der Frauenmanteltee kann zur Schwangerschaft bei Gelbkörpermangel führen. Progesteron ist schließlich das, was Du brauchst. Und das ist halt im Frauenmanteltee enthalten :-). Positive Erfahrungen hierzu haben immerhin schon einige Frauen gemacht.

Mit dem Tee solltest Du bereits einige Tage vor dem Zyklus beginnen. Den Tag über verteilt können zwei bis drei Tassen getrunken werden. Eine Tasse wird hierbei mit einem Esslöffel Frauenmantelkraut oder Klapperstorchtee und 250 ml Wasser zubereitet.

Wie sind Deine Erfahrungen im Umgang mit Frauenmanteltee bei einer Gelbkörperhormonschwäche? Hinterlasse ein Kommentar in unserer Facebook-Gruppea.

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Interessante Informationen zum Frauenmanteltee:

  • Frauenmanteltee nach der Geburt
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  • Frauenmanteltee hilft bei PMS
  • Frauenmanteltee gegen Prämenstruelle Akne
  • Frauendusche mit Frauenmanteltee
  • Frauenmanteltee hilft bei Gelbkörperschwäche
  • Frauenmanteltee bei Menstruationsbeschwerden
  • Frauenmanteltee bei Kinderwunsch

Gelbkörperschwäche selbst diagnostizieren

Du wirst nicht schwanger? Verdacht auf Gelbkörperschwäche? Wie du Gelbkörperschwäsche selbst diagnostizieren und natürlich behandeln kannst.

Du probierst schon lange schwanger zu werden und dein/e GynäkologIn meint, du hast Gelbkörperschwäche? Genauso wie dir geht es vielen Frauen in unserer Fruchtbarkeitsberatung. Das Ironische daran ist: die Mehrheit von ihnen haben gar keine Gelbkörperschwäche und werden dann mithilfe der symptothermalen Methode nach etwa sechs Monaten spontan schwanger. In diesem Artikel werde ich dir genau erklären, was eine Gelbkörperschwäche ist, warum Gelbkörperschwäche die häufigste Fehldiagnose in den gynäkologischen Praxen ist und, wie du eine Gelbkörperschwäche selbst diagnostizieren und behandeln kannst. Auf gehts 😉 !

Vereinfacht gesprochen unterteilt sich der Zyklus einer Frau in drei Phasen, der Eireifungsphase, dem Eisprung und die Gelbkörperphase. In der Eireifungsphase, die mit der Menstruation beginnt, reifen zunächst etwa 25 Eizellen mit Eibläschen im Eierstock heran. Jedoch entwickelt sich meist nur eine von den 25 Eizellen viel weiter heran und die anderen bilden sich dann wieder zurück. Sobald dies auserwählte Eizelle ausgereift ist, kommt es zum Eisprung, dabei wird die Eizelle vom Eileiter aufgefangen und kann nun theoretisch von einer Spermie befruchtet werden. Kurz nach dem Eisprung wandeln sich die zurückgelassene Eibläschenhülle der gesprungenen Eizelle im Eierstock in eine neue Drüse – den Gelbkörper – um. Dieser Gelbkörper produziert nun das Schwangerschaftshormon Progesteron oder auch Gelbkörperhormon, das unter anderem für den weiteren Ausbau und Nährstoffversorgung der Gebärmutterschleimhaut verantwortlich ist. Ist die Gelbkörperphase zu kurz, also kleiner als zehn Tage, kann sich die befruchtete Eizelle nicht erfolgreich in der Gebärmutter einnisten und man spricht von Gelbkörperschwäche.

Warum Gelbkörperschwäche häufig falsch diagnostiziert wird?

Viele GynäkologInnen führen häufig standardisiert am 19. bis 21. Zyklustag einen Bluttest zur Feststellung einer Gelbkörperschwäche (Hormontest) durch, indem er unter anderem den Progesteronspiegel misst. Ist dieser zu niedrig, diagnostiziert der Frauenarzt eine Gelbkörperschwäche. Was viele GynäkologInnen nicht wissen, ist, dass viele Frauen am 19. bis 21. Zyklustag noch in der Erreifungsphase sind und folglich noch keinen Gelbkörper haben, der Progesteron in ausreichend hohen Mengen produzieren kann. Folglich ergibt der Test, dass der Progesteronspiegel zu niedrig ist und daraus folgt dann fälschlicherweise die Diagnose Gelbkörperschwäche.

Schwankungsbreite der Zykluslängen bei 210 Frauen während eines Jahres

Kurz gesagt die GynökologInnen messen in diesen Fällen den Hormonspiegel zur falschen Zeit im Zyklus und berücksichtigen nicht, dass der Zyklus einer Frau sehr variabel und unterschiedlich sein kann. Berücksichtigt man, dass allein die Zykluslänge bei einer Frau häufig schon sieben Tage oder mehr variieren kann, dann wird schnell klar, dass pauschalisierte Standardtests an bestimmten Zyklustagen für alle Frauen, einfach nicht funktionieren. Führende WissenschaftlerInnen auf dem Gebiet der Zyklusforschung und AutorInnen des Buches NFP heute gehen davon aus, dass mit der bisherigen Methodik Fehldiagnosen unvermeidlich sind, da die Länge der Eireifungsphase und damit der Zeitpunkt für den Test in jedem Zyklus anders sein können. Die Rate der Fehldiagnosen lässt sich allerdings deutlich reduzieren, wenn man in die Diagnose die Zyklusbeobachtung von Körperzeichen wie Zervixschleim und Basaltemperatur der Frauen mit einbezieht.

Eine Gelbkörperschwäche zu diagnostizieren ist eigentlich kinderleicht. Der Zervixschleim ist das Fruchtbarkeitszeichen für die Eireifung und den Eisprung, je näher der Eisprung rückt, desto wässriger und transparenter und spinnbarer wird der Schleim. Somit kann man am Zervixschleim gut erkennen, ob der Eisprung nahe ist und ob man sich höchstwahrscheinlich in der Eireifungsphase befindet.

Die Basaltemperatur ist dagegen der Marker für die Gelbkörperphase, denn die Temperatur steigt, wenn der Gelbkörper mehr und mehr Progesteron produziert. Du befindest dich demnach klar in der Gelbkörperphase, wenn dein Zervixschleim wieder weniger wässrig wird und die Temperatur angestiegen ist und oben bleibt. Damit du den Temperaturanstieg wirklich erkennst, muss du natürlich im besten Fall täglich nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen für drei Minuten unter der Zunge mit einem geeigneten Thermometer deine Körpertemperatur messen und tagsüber deinen Zervixschleim beobachten und dokumentieren. Die Temperaturmesspunkte und den Zervixschleimverlauf kannst du in ein Zyklusblatt eintragen und die Zervixschleimqualität mit Symbolen versehen. Wenn du dir die Temperaturwerte anschaust, kannst du im einfachsten Fall mithilfe der 3 über 6 Regel die erste höhere Messung markieren.

Die erste höhere Messung ist demnach die erste der drei erhöhten Temperaturmessungen (Markierung im Bild), die höher als die sechs vorangegangene Temperaturwerte ist, wobei die dritte höhere Messung mindenstens 0,2°C höher liegt. Die so gefundene Temperaturmessung ist, wenn dein Zervixschleim ebenso auswertbar ist, ein hochsicherer Marker für einen Eisprung und den Beginn der Gelbkörperphase. Nun brauchst du nur noch die Tage ab der ersten höheren Messung bis zum Tag bevor deine nächste Blutung einsetzt zusammen zählen und erhältst die Länge der Gelbkörperphase. Ist die so bestimmte Gelbkörperphase mindestens 10 Tage lang, hast du keine Gelbkörperschwäche und die Phase ist lang genug. Folglich kannst du eine Gelbkörperschwäche daran erkennen, dass du in vielen oder allen Zyklen weniger als 10 Tage Temperaturhochlage hattest. Man spricht dann von einer verkürzten Hochlage.

EINE verkürzte Hochlage macht noch keine Gelbkörperschwäche

Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Frauen gleich Panik schieben, sobald mal ein Zyklus weniger als 10 Tage Hochlage hatte. Diese Panik ist allerdings etwas übertrieben, denn verkürzte Hochlagen können in jeder Lebensphase mal auftreten. In der Pubertät, wenn sich der Zyklus einstellt, kann man verkürzte Hochlagen sehr häufig beobachten. Ähnlich ist das in den Wechseljahren, wo der Zyklus schleichend über viele Jahre hinweg in den Stand By Modus geht, bis die letzte Blutung (Menopause) kommt. Auch in den Wechseljahren sind verkürzte Hochlagen bzw. eine Gelbkörperschwäche häufiger und Bedarf nur einer medizinischen Behandlung, wenn ein Kinderwunsch besteht. Aber selbst, wenn du hundertprozentig gesund und im besten Alter bist, können verkürzte Hochlagen mal auftreten. Eine Gelbkörperschwäche hast du erst, wenn du wirklich mehrfach hintereinander einen Zyklus mit verkürzter Hochlage hattest, der über das Maß an Zufall hinaus geht. Auf diese Art und Weise sind die meisten diagnostizieren Gelbkörperschwächen einfach Fehldiagnosen und die Frauen sind gesund und fruchtbar. Aus diesem Grund werden die Mehrheit der Frauen, die ihren Körper beobachten, aus meiner Erfahrung schon innerhalb von sechs Monaten durch die Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus natürlich und ohne weitere Behandlung schwanger.

Gelbkörperschwäche nach Absetzen der Pille

Nach Absetzen der Pille treten etwa bei der Hälfte der Frauen massive Zyklusstörungen auf. Der natürliche Zyklus braucht hier erfahrungsgemäß etwas Zeit, um sich von den jahrelangen künstlich zugeführten Hormonen zu erholen. Es kann bei einigen Frauen bis zu einem Jahr oder sogar länger dauern, bis sie wieder einen gesunden natürlichen Zyklus haben. Bei meiner Freundin, Anne, hat es über ein Jahr gedauert bis die Zyklen wieder völlig normal waren. Der natürliche Zyklus reguliert sich aber bei fast allen Frauen von selbst und braucht nicht zwangsläufig behandelt werden. Verkürzte Gelbkörperphase, monsterlange Zyklen, merkwürdige Zervixschleimverläufe, mysteriöse Zwischenblutungen und vieles mehr sind nach Absetzen der Pille daher eher normal und bedürfen in den meisten Fällen keiner medizinischen Behandlung.

Vielen Frauen in unseren Beratungen wollen unbedingt eingreifen, sie rennen zum/zur GynäkologIn und wollen ihren natürlichen Zyklus am liebsten „erzwingen“. Ich möchte diese Frauen gerne dazu anhalten, abzuwarten und dem natürlichen Zyklus seine Zeit zu geben. Während der Pille wurde der natürliche Zyklus über Monate, Jahre oder Jahrzehnte unterdrückt – es gab nie einen Eisprung – nie eine wirkliche Menstruation, sondern nur eine Hormonentzugsblutung. Denkst du wirklich, dass jeder Frauenkörper diese lange hormonelle Unterdrückung einfach so weg steckt und sofort wieder mustergültige natürliche Zyklen produziert? Meiner Erfahrung nach pendeln sich fast alle Zyklen immer irgendwann wieder von selbst ein. Wenn du wirklich etwas tun willst, dann vertraue bewusst deinem Körper lebe gesund und reduziere deinen Stress. Das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass dein Körper wieder ins Gleichgewicht kommt. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass einige wenige GynäkologInnen, die unregelmäßigen Zyklusverläufe nach Pille, wiederum mit Hormonen bzw. der Pille therapieren zu versuchen. Das funktioniert meistens natürlich nicht, da die unregelmäßigen Zyklusverläufe nach dem Absetzen, ja ein Resultat der jahrenlangen hormonellen Medikation sind.

Gelbkörperschwäche natürlich behandeln

TCM bei Gelbkörperschwäche

Studien zeigen, dass TCM bei Gelbkörperschwäche helfen kann. Das bestätigen auch viele Berichte von Frauen, die mit der chinesischen Medizin gute Erfahrungen gemacht haben. Es ist aus meiner Sicht auf jeden Fall einen Versuch wert. Es gibt mittlerweile viele gynäkologische TCM Praxen, in denen du dich bei Bedarf behandeln und beraten lassen kannst.

Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die es in Form von Tee und Tabletten in der Apotheke gibt. Viele Frauen nutzen diese Heilpflanze erfolgreich bei Zyklusstörungen. Es sei darauf hingewiesen, dass es bei der Anwendung zu Nebenwirkungen wie Blutungsstörungen und Menstruationsschwerzen etc. (siehe Packungsbeilage) kommen kann. Aus diesem Grund empfehle ich vor der Anwendung eine_n HeilpraktikerIn zu konsultieren.

Was tun, wenn gar nichts hilft?

Auch eine Frau mit einer Gelbkörperschwäche hat hin und wieder Zyklen, die eine ausreichend lange Gelbkörperphase aufweisen. Somit besteht auch mit einer Gelbkörperschwäche, die egal durch welche Therapie nicht weggeht, die Chance natürlich schwanger zu werden! Hier wird die Bedeutung von NFP Methoden zur Bestimmung der fruchtbaren Tage besonders relevant, da es hier wichtig ist, sein Fruchtbarkeitsoptimum zu nutzen, um die Empfängniswahrscheinlichkeit zu steigern in den wenigen Zyklen, in denen die Gelbkörperphase lang genug ist.

Mein Fazit

Die meisten Frauen haben keine Gelbkörperschwäche, auch wenn sie von GynäkologInnen diagnostiziert wird. Das die Gelbkörperschwäche häufig falsch diagnostiziert wird, liegt daran, dass die Bluttests häufig am falschen Zyklustag durchgeführt werden. Mithilfe der Zyklusbeobachtung von Temperatur und Zervixschleim lässt sich die Gelbkörperschwäche sehr klar und einfach diagnostizieren. Die symptothermale Methode ist hierfür prädestiniert und hat noch den erfreulichen Nebeneffekt, dass du den Eisprung bis auf wenige Tage eingrenzen und die hochfruchtbaren Tage bestimmen kannst. Nach Studien werden die meisten Frauen und Paare schon nach sechs Monaten durch gezielten Sex an den hochfruchtbaren Tagen schwanger. Erkennen kannst du eine Gelbkörperschwäche, wenn häufig verkürzte Hochlage von kürzer als zehn Tagen auftreten. Jedoch macht eine verkürzte Hochlage noch keine Gelbkörperschwäche, denn verkürzte Hochlagen können in jeder Lebensphase mal auftreten. Erst wenn verkürzte Hochlagen häufiger auftreten, kann auf eine Gelbkörperschwäche geschlossen werden. Nach Absetzen der Pille kann es bis zu einem Jahr dauern bis sich der natürliche Zyklus wieder vollständig eingependelt hat. Dieses Einpendeln braucht in der Regel keine weitere Behandlung, der Körper macht das selbständig und man muss ihm schlicht und einfach ZEIT geben. Eine Gelbkörperschwäche kann demnach erst bei häufig verkürzten Hochlagen nach 12 Monaten nach dem Absetzen der Pille zweifelsfrei diagnostiziert werden. Solltest du trotz allem, was ich jetzt geschrieben habe, wirklich an Gelbkörperschwäche leiden, gibt es natürliche Methoden wie TCM und Mönchspfeffer, um die Gelbkörperschwäche schonend zu behandeln. HeilpraktikerInnen und TCM FachexpertInnen beraten dich sicher gern.

Es ist uns wirklich ein Herzensanliegen, dass du dir deinen Kinderwunsch mit deinem Partner erfüllen kannst. Aus diesem Grund empfehlen wir dir das Kinderwunsch Starter Set. Dort erfährst du alles was du benötigst, um die symptothermale Methode zu erlernen und eine eventuelle Gelbkörperschwäche zu diagnostizieren. Außerdem bieten wir einen wöchentlichen Kinderwunsch Newsletter an, in dem wir dich regelmäßig mit aktuellen News rund um das Thema „Fruchtbare Tage bestimmen und natürlich schwanger werden” informieren. Wenn du dich jetzt unter dem Artikel einträgst, erhältst du ein Gratis Video mit den besten Tipps um schwanger zu werden, die du sofort, einfach und schnell in die Praxis umsetzen kannst.

Viele Grüße

Marcus und Anne

Hinweise
Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihre_n Arzt oder Ärztin oder HeilpraktikerIn.

Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Wichtiges Thema: Gelbkörper & Schwanger werden – Foto: Denise / pixelio.de

Der Gelbkörper, medizinisch Corpus luteum genannt (lat. Corpus „Körper“ und luteus „gelb“), entsteht im Eierstock. Er bildet sich aus den verbliebenen Zellen der Eihülle nach dem Eisprung. In der zweiten Hälfte des Zyklus wird er immer größer und bildet dabei geringe Mengen an Östrogen sowie vermehrt das Hormon Progesteron. Daher bezeichnet man das Progesteron auch als Gelbkörperhormon. Unter der Wirkung dieses Hormons baut sich die Gebärmutterschleimhaut so auf, dass sich ein befruchtetes Ei einnisten kann. Wenn es zu keiner Schwangerschaft kommt, bildet sich der Gelbkörper zurück und die Progesteronproduktion wird gedrosselt. Durch diesen Prozess, kommt es zur Monatsblutung. Wenn eine Frau schwanger ist, produziert der Gelbkörper ungefähr noch drei Monate lang Hormone, um die Schwangerschaft zu erhalten. Diese Aufgabe übernimmt zunehmend die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt.

Wenn eine Frau nicht schwanger werden kann, liegt es häufig an einer Gelbkörperschwäche. Oder es kommt gehäuft zu relativ frühen Fehlgeburten (Aborte). Allerdings spricht man bei der Gelbkörperschwäche nicht von einer eigenständigen Erkrankung. Wenn der Spiegel im Blut nach dem Eisprung zu niedrig ist, wird eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert. Diese Schwäche ist eine Folge einer gestörten Eizellreifung. Sie ist die häufigste Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches. Die Gelbkörperschwäche bezeichnet man medizinisch als Lutealinsuffizienz.

Als Leitsymptom für eine Gelbkörperschwäche gilt eine verkürzte zweite Zyklushälfte. Weitere Symptome sind Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte, ein niedriger Gelbkörperspiegel im Blut sowie Fehlgeburten.

Die Gelbkörperschwäche ist als Folge einer unzureichenden Follikelreifung zu verstehen. Denn nach dem Eisprung bildet sich ja aus dem Eibläschen der Gelbkörper. Daher ist es sinnvoll die Follikelreifung zu unterstützen und daher muss eine Behandlung auf die hormonelle Situation abzielen. Dadurch wird auch die Funktion der Gebärmutterschleimhaut unterstützt.

Ursache für eine Gelbkörperschwäche kann ein dauerhaft erhöhter Prolaktinspiegel sein. Prolaktin regt die Ausschüttung von Dopamin an, das wiederum sorgt für eine Reduzierung der Prolaktinbildung. Dadurch wird der hormonell gesteuerte Monatszyklus massiv gestört.

So hilft der Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Bekanntlich ist ja gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen und die grüne Apotheke bietet uns Möglichkeiten, die noch lange nicht ausgeschöpft sind. Mutter Natur stellt eine Vielzahl an Heilpflanzen bereit, deren Wirkung noch nicht vollends bekannt und erforscht sind. Dabei stehen die Heilkräuter in ihrer Wirkungsweise den pharmazeutischen Medikamenten in nichts nach. Allerdings bieten sie einen entscheidenden Vorteil, nämlich dass keine massiven Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Bei der Einnahme von Mönchspfeffer, wird die Produktion des Gelbkörperhormons gesteigert. Allerdings muss man beachten, dass sich der Zyklus der Frau ändert und der Eisprung verschoben wird. Insgesamt aber, pendelt sich der Zyklus ein und wird damit berechenbar. Das Gelbkörperhormon steuert auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Damit werden die Bedingungen insgesamt besser und stabiler. Der Mönchspfeffer wirkt sanft und trotzdem regulativ, er greift in den Hormonhaushalt ein und stabilisiert diesen. So kommt es unter Einnahme von Mönchspfeffer zu einer erhöhten Dopaminproduktion und das Hormon Prolaktin wird verringert ausgeschüttet. Mittlerweile gibt es Studien, welche die Wirkung von Mönchspfeffer belegen, trotzdem ist das ganze Wirkungsspektrum noch nicht ausreichend erforscht.

Frauen die sich für Mönchspfeffer entscheiden brauchen aber Geduld, es kann bis zu drei Monaten dauern, bis der Mönchspfeffer wirkt. Dafür hat man aber ein natürliches Heilmittel, welches dem Organismus nicht so zusetzt wie etwa eine ausgesprochene Hormontherapie. Trotzdem sollte man sich von einem Frauenarzt oder Heilpraktiker ausführlich beraten lassen, welche Therapie in Frage kommt. Der Mönchspfeffer ist mittlerweile auch in die Arztpraxen eingezogen und wird gerne verordnet. Allerdings werden die meisten Naturheilmittel nicht auf Kassenrezept verordnet. Man kann aber, je nach Krankheitsbild, mit der Krankenkasse verhandeln, um eine Erstattung zu erhalten. Man weiß um den positiven Einfluss von Mönchspfeffer bei einer Gelbkörperschwäche. Daneben hat er noch den positiven Effekt, dass er sich harmonisierend auf das Gemüt auswirkt.

Je nach Dosierung, hat der Mönchspfeffer unterschiedliche Wirkung. Bei geringer Dosierung wird die Prolaktinproduktion gesteigert, dadurch wird ein Eisprung verhindert. In hoher Dosierung wirkt der Mönchspfeffer gegenteilig. Deshalb ist von einer Selbstmedikation abzuraten und die Behandlung gehört in fachkundige Hände.

Bei einer höheren Dosierung, wird die Prolaktinausschüttung reduziert. Diese Reduzierung wirkt sich steigernd auf den Östrogenspiegel aus sowie auf das Hormon (fsh), welches den Eisprung stimuliert.

Damit ist die ganze Bandbreite des Mönchspfeffers aber noch nicht erschöpft. Das ist der Vorteil von Heilkräutern, dass sie ganzheitlich wirken. Das bedeutet das der ganze Organismus und auch die Psyche von der Einnahme profitieren. Wenn sich der Organismus umstellt, die Frau entspannter und gelassener ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Empfängnis und eine positiv verlaufende Schwangerschaft. Daher bietet der Mönchspfeffer eine gute und echte Alternative zur Behandlung mit Hormonpräparaten.

Es gibt sehr viele Mönchspfefferpräparate in unterschiedlicher Dosierung sowie Mönchspfeffer Tee und Mönchspfeffer in homöopathischer Zubereitung. Als Tee reicht er für die Behandlung einer Gelbkörperschwäche nicht aus. In der Homöopathie, kann er ein gänzlich anderes Wirkungsspektrum haben, das kommt darauf an, wie ausgeprüft er ist. Homöopathie wirkt zwar ganzheitlich, ist aber eine Wissenschaft für sich und sollte nur von einem erfahrenen Homöopathen praktiziert werden.

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PCO-Syndrom: Ursachen, Symptome und Behandlung in München

Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS oder PCO-Syndrom) ist weltweit eines der häufigsten Störungen des weiblichen Hormonhaushalts; in Deutschland sind etwa zehn Prozent der Frauen betroffen. Es treten viele belastende Begleiterscheinungen auf wie Übergewicht, übermäßiger Haarwuchs, Akne und Stimmungsschwankungen. Aber wie hängt ein PCOS zusammen mit Hashimoto-Thyreoiditis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes? In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie darüber wissen müssen.

Was ist das PCO-Syndrom?

Bei dieser Erkrankung produziert der weibliche Körper zu viele männliche Sexualhormone (Androgene). Ein PCO-Syndrom ist nicht nur die häufigste hormonelle (endokrine) Störung, sondern die Erkrankung ist auch die häufigste Ursache für eine eingeschränkte weibliche Fruchtbarkeit und damit für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Oft tritt ein PCO-Syndrom bereits in jungen Jahren, meist kurz nach der ersten Menstruation, auf. Die Störung kann sich aber auch erst im Laufe des dritten Lebensjahrzehnts durch typische Symptome wie Übergewicht, übermäßige Behaarung am Körper, Haarausfall am Kopf, Akne und Zyklusunregelmäßigkeiten zeigen.

Das PCO-Syndrom hat eine Reihe von Namen. Hierzulande üblich sind die Bezeichnungen „polyzystisches Ovarsyndrom“ oder „polyzystisches Ovarialsyndrom“. Aber auch „hyperandrogene chronische Anovulation (HA)“, „funktioneller ovarieller Hyperandrogenismus“ oder „Stein-Leventhal-Syndrom“ gehören zu den oft verwendeten medizinischen Fachbegriffen. „Hyperandrogen“ verweist bereits auf ein wesentliches Krankheitsmerkmal des PCO-Syndroms, nämlich den Überschuss an männlichen Hormonen (Androgenen) im weiblichen Organismus.

Ausgangspunkt sind mehrere hormonelle Fehlstörungen, die im Wechselspiel zu einer erheblichen Dysbalance im weiblichen Hormonhaushalt führen:

Erhöhter LH/FSH-Quotient

Bei einem PCO-Syndrom ist der Spiegel von LH (luteinisierendes Hormon) im Verhältnis zu FSH (follikelstimulierendes Hormon) meist erhöht. Dies zeigt sich im Rahmen einer Blutuntersuchung durch einen erhöhten LH/FSH-Quotienten, d.h., FSH liegt im Normbereich, wohingegen LH erhöht ist. LH und FSH gehören zu den sogenannten Gonadotropinen, d.h., ihre Wirkung ist auf die Keimdrüsen (Gonaden) gerichtet.

Eine wichtige Aufgabe von LH ist, den Eisprung auszulösen, während FSH für die Eireifung verantwortlich ist. Steht im Verhältnis zu LH zu wenig FSH zur Verfügung, können die Eier nicht reifen – und sammeln sich nun vermehrt in den Eierstöcken (Ovarien). Eine weitere Folge des LH-FSH-Ungleichgewichts ist eine gesteigerte Bildung von Androgenen in den Eierstöcken.

Androgenüberschuss

Ist zu viel Androgen vorhanden, gerät auch die Balance und Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron aus dem Lot. Dabei wird ein Teil des Androgenüberschusses nun im Fettgewebe in Östrogen umgewandelt – und der Östrogenspiegel steigt. Je mehr Fettgewebe, desto höher ist die Östrogenkonzentration. Deshalb haben übergewichtige Frauen fast immer auch einen erhöhten Östrogenspiegel. Umgekehrt fördern hohe Östrogenwerte Übergewicht – ein Teufelskreis.

Erhöhter Östrogenspiegel

Erhöhte Östrogenkonzentrationen haben nicht nur zur Folge, dass das Östrogen nun seinen natürlichen Gegenspieler Progesteron dominiert, was man Östrogendominanz nennt, sondern sie fördern auch das Ungleichgewicht von LH und FSH, wodurch wiederum die Androgenproduktion in den Eierstöcken weiter ankurbelt wird. Auf diese Weise bedingen und verstärken sich die Akteure des hormonellen Regelkreises gegenseitig und heizen so die Symptome des PCO-Syndroms weiter an.

Erniedrigtes SHBG

Das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) ist ein Transport- und Speicherprotein, das neben Östrogen vor allem die männlichen Sexualhormone bindet. Bei einem PCO-Syndrom ist der SHBG-Spiegel typischerweise erniedrigt, was sich ebenfalls ungünstig auf die Spiegel der Sexualhormone auswirkt.

Ursache eines PCO-Syndroms

Die genauen Ursachen eines PCO-Syndroms sind noch nicht geklärt. Als sicher gilt jedoch, dass eine genetische Disposition eine Rolle spielt, da die Erkrankung familiär gehäuft auftritt. Fest steht zudem, dass nicht eine, sondern mehrere, sich gegenseitig beeinflussende hormonelle Fehlstörungen beteiligt sind und dass ein PCO-Syndrom in vielen Fällen zugleich eine metabolische (stoffwechselbedingte) Komponente hat. Hierbei gilt vor allem die Insulinresistenz mit hohen Insulinspiegeln als Kausalfaktor.

In diesem Zusammenhang besteht auch ein erhöhtes Risiko für das Metabolische Syndrom und damit haben viele PCO-Syndrom-Betroffene auch ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eines Typ-2-Diabetes.

Insulinresistenz

Neben den hormonellen Auffälligkeiten leiden viele Patienten mit PCO-Syndrom zudem unter Veränderungen des Kohlenhydratstoffwechsels. Im Zentrum steht dabei das Blutzuckerhormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und u.a. die Aufgabe hat, die Aufnahme von Blutzucker in die Körperzellen (zur Energiegewinnung) zu regulieren.

Bei schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der Patientinnen mit einem PCO-Syndrom sprechen die Zellen schlechter auf Insulin an – es liegt eine gestörte Glukosetoleranz bzw. eine Insulinresistenz vor. Um die mangelnde Wirkung des Insulins zu kompensieren und so den Blutzuckerspiegel weiter im Griff zu halten, steigert die Bauchspeicheldrüse die Produktion von Insulin.

Die Folge: ein erhöhter Insulinspiegel (Hyperinsulinämie). Das Duo Insulinresistenz /Hyperinsulinämie ist für Patientinnen mit einem PCO-Syndrom in doppelter Hinsicht problematisch: Zum einen erhöht es das Risiko für ein Metabolisches Syndrom und damit für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum anderen trägt es zu einer Verstärkung der PCO-Syndrom-Symptome bei. Denn Insulin stimuliert gleichzeitig auch die Bildung von Androgenen. Je mehr Insulin vorhanden ist, desto mehr Androgene werden produziert – und die Androgenkonzentration steigt (weiter) an.

PCO-Syndrom: Symptome

Ein PCOS äußert sich durch verschiedene Symptome und geht zudem mit einer Reihe von Gesundheitsrisiken einher. Die häufigsten sind:

  • Zyklusunregelmäßigkeiten, die durch seltene oder fehlende Eisprünge (Anovulation) gekennzeichnet sind und sich durch lange Abstände zwischen den Regelblutungen (Oligomenorrhö) bis hin zum vollständigen Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö) äußern. Aber auch unregelmäßige häufige Blutungen kommen vor.
  • Unerfüllter Kinderwunsch, mitunter auch häufige Fehlgeburten
  • Zahlreiche, meist randnahe, perlschnurartige Zysten an beiden Eierstöcken (polyzystische Ovarien)
  • Vermännlichungserscheinungen (Virilisierungserscheinungen, Androgenisierung) wie übermäßige Behaarung (Hirsutismus), z.B. an Armen, Beinen und im Bauchnabelbereich bei gleichzeitigem
  • Haarausfall am Kopf (Alopezie)
  • Hautunreinheiten bis hin zu Akne
  • Dunkle Verfärbungen der Haut an Hals, Nacken, den Achselhöhlen und/oder unter der Brust (Acanthosis nigricans). Sie können ein Hinweis auf eine gleichzeitig bestehende Insulinresistenz sein.
  • Übergewicht (betrifft etwa die Hälfte der PCO-Syndrom-Patientinnen)
  • Stoffwechselveränderungen: Die Kombination Übergewicht und Insulinresistenz/hohe Insulinspiegel wird oft von weiteren Faktoren eines Metabolischen Syndroms wie Bluthochdruck und einer Fettstoffwechselstörung mit erhöhten Blutfettwerten begleitet.
  • Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, die das Risiko für einen Gebärmutterschleimhautkrebs erhöht. Diese entsteht, weil sich infolge der chronischen Anovulation kein Corpus luteum bildet, sodass regelmäßige Progesteroneinwirkungen auf die Gebärmutterschleimhaut fehlen.
  • Hashimoto-Thyreoiditis: Studien belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen PCO-Syndrom und der Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis gibt. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer allmählichen Zerstörung des Schilddrüsengewebes führt und so eine Unterfunktion der Schilddrüse hervorruft.

Wie erkennt man ein PCO-Syndrom?

Mindestens zwei der folgenden Kriterien sind zur Diagnose des PCO-Syndroms zu erfüllen:

  • Chronische Anovulation (Oligo- bzw. Amenorrhoe)
  • Polyzystische Ovarien
  • Klinischer und/oder laborchemischer Hyperandrogenismus.

Neben einer Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke, die Aufschluss gibt, ob die Eierstöcke vergrößert sind bzw. Zysten aufweisen, und neben einer Zyklusanamnese steht im Vordergrund der Diagnostik ein Hormonstatus aus dem Blut, der idealerweise am Anfang eines Zyklus in der frühen Follikelphase erhoben wird.

Welche Hormone bestimmt werden müssen:

  • Androgenparameter wie Testosteron, Androstendion, DHEA-S (stark erhöht)
  • FSH (normal bis erniedrigt)
  • LH/FSH-Quotient (oft grösser als 2-3)
  • Östrogen und Progesteron

Eine einfache und schnelle Diagnostik können Sie auch mithilfe dieses Tests vornehmen:

Hormonspeicheltest auf Östrogene (Östradiol & Östriol), DHEA, Progesteron und Testosteron

Was noch untersucht werden muss:

  • Zur Abklärung einer Insulinresistenz/Hyperinsulinämie wird der Homa-Index ermittelt, der aus Insulin und Glukose berechnet wird. Weiterhin sind folgende Laborwerte bedeutsam zur Bestimmung einer Insulinresistenz, die damit gleichzeitig als frühe Marker für einen Typ-2-Diabetes gelten: Adiponektin, Proinsulin intakt, C-Peptid. Ggf kann auch ein Oraler Glucose Toleranztest (OGTT) durchgeführt werden, der aber deutlich aufwendiger ist.
  • Da eine unerkannte Schilddrüsenunterfunktion infolge einer Hashimoto-Thyreoiditis ebenfalls Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches sein kann, sollten bei einem PCO-Syndrom immer auch die Schilddrüsenhormone bestimmt werden.

PCO-Syndrom: Behandlung

Schulmedizinische Therapie von PCO-Syndrom

Die konventionelle Therapie sieht die Einnahme einer antiandrogen wirkenden Anti-Baby-Pille vor, die darauf abzielt, den Androgenspiegel zu senken. Zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut, insbesondere, wenn sie bereits verdickt ist, kann zudem eine Behandlung mit Progesteron angezeigt sein.

Da Insulin eine wichtige Rolle im Krankheitsprozess spielt, wird oft auch das Diabetes-Medikament Metformin empfohlen, welches das Ansprechen der Körperzellen auf Insulin verbessert und so zugleich die Eisprungrate erhöht. Diese Maßnahme ist vor allem dann eine Option, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch besteht.

Was tun gegen PCO-Syndrom? Natürliche Hilfe bei PCO-Syndrom!

Die schulmedizinische Therapie bei PCO-Syndrom sollte aufgrund der zum Teil erheblichen Nebenwirkungen von synthetischem Progesteron und Metformin nur zum Einsatz kommen, wenn alle natürlichen Therapieversuche nicht geholfen haben.

Ich empfehle Ihnen über 3 Monate diese 3 naturheilkundlichen Präparate einzunehmen:

Nachtkerzenöl 500, 60 Kapseln (3 Packungen für 3 Monate)
Damit wird die Östrogendominanz behandelt. Täglich 2 mal 1 Kapsel pro Tag zu oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Reich an Gamma-Linolensäure, einer direkte Vorstufe von Prostaglandin E1, welches in den Eierstöcken die Progesteronproduktion anregt. Studien belegen, dass durch Substitution mit Nachtkerzenöl der Prozess der Progesteronbildung verbessert und typische Symptome einer verminderten Progesteronwirkung, wie PMS, reduziert werden können.
+
Yams Balance, 180 Kapseln (2 Packungen für eine 3-Monats-Kur)
Hilft zusätzlich die Östrogendominanz auszugleichen. Täglich 3 mal 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit einnehmen. Hochwertiger Pflanzenextrakt mit einem natürlichen Gehalt an dem wertvollen Naturstoff Diosgenin, das Ähnlichkeit mit dem körpereigenen Hormon Progesteron hat.
+
DiaAntioxidans Formula, 60 Kapseln (3 Packungen für 3-Monats-Kur)
Um eine Insulinresistenz bzw. Typ-2-Diabetes zu verhindern oder zu behandeln. Täglich 2 Kapseln mit viel Flüssigkeit einnehmen. Zur Stabilisierung des Glukose-Stoffwechsels und für eine optimale Verwertung von Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten. Chrom trägt zur Erhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei. Zink unterstützt einen ausgeglichenen Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Vitamin B6 leistet einen Beitrag zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel und reguliert den Hormonhaushalt. Perfekt komplettiert wird diese Zusammensetzung u.a. durch Alpha-Liponsäure für eine Steigerung der Glukoseverwertbarkeit und Glykogensynthese.

5 Tips wie Sie eine Insulinresistenz vermeiden oder behandeln können

Wer bei PCO-Syndrom kein Risiko eingehen möchte, sollte vorbeugend gegen Herz- Kreislauf- Erkrankungen dieses Präparat einnehmen:

PycnoCardio Q10, 30 Kapseln (ausreichend für 1 Monat)
Täglich 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu einer Mahlzeit einnehmen. Die Vitamine C und E tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin B1 trägt zum Erhalt der normalen Herzfunktion bei. Pinienrinden-Extrakt fördert die Mikrozirkulation in den Kapillargefäßen, auch im Gehirn, schützt die Wände der Blutgefäße und unterstützt die Blutzirkulation. Coenzym Q10 hilft dabei die Blutfettwerte zu stabilisieren (senkt LDL/steigert HDL) und verhindert damit Arteriossklerose als Ursache von chronischen Herzerkrankungen.

Richtige Ernährung bei PCO-Syndrom

Die wichtigste Behandlungsmaßnahme bei PCO-Syndrom ist eine Verringerung des Körpergewichts. Dadurch sinken die überhöhten Androgenspiegel und die Eierstockfunktion verbessert sich. Ebenso hat eine Gewichtsabnahme einen positiven Einfluss auf die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen: Die Insulinresistenz lässt nach und der erhöhte Insulinspiegel sinkt.

Die zentralen Faktoren zur Senkung des Körpergewichts sind:

  • weniger bzw. hochwertigere Nahrung
  • mehr Bewegung
  • weniger Stress
  • ausreichend Schlaf

Am effektivsten ist eine Umstellung der Essgewohnheiten hin zu einer kalorien- und kohlenhydratarmen, fettbewussten und ballaststoffreichen Ernährung.

Diese Nahrungsmittel führen besonders schnell zu Übergewicht:

  • Kartoffeln
  • Weißmehlprodukte
  • Zucker

Bzw. sollten Sie alle Nahrungsmittel mit einem hohen Glykämischen Index / Glykämischer Last meiden: Informationen dazu finden Sie in dieser praktischen Lebensmittel-Tabelle.

Diese Nahrungsmittel unterstützen das Abnehmen:

  • Gemüse
  • frisches Obst
  • Nüsse
  • Joghurt

Mit Ballaststoffen abnehmen?

Die Erklärung hierfür liegt in den Ballaststoffen, wie sie in Gemüse, Obst und Nüssen ausreichend vorhanden sind. Untersuchungen zeigen, dass der Körper Kalorien ungenutzt ausscheiden kann, wenn genügend unverdauliche Ballaststoffe vorhanden sind.

Zudem haben bestimmte Ballaststoffe, wie Psyllium (Flohsamenschalen) stark quellende Eigenschaften. Dadurch können z.B. Flohsamenschalen Maßnahmen zur Gewichtskontrolle unterstützen, indem rasch wiederaufflammendem Hunger und Appetit entgegenwirkt wird.

Ballaststoffe beginnen bereits im Magen zu quellen, wodurch das Speisebreivolumen ansteigt. Das Resultat ist ein lang anhaltender Sättigungseffekt, der das Einsetzen eines erneuten Hungergefühls verzögert. Auch wird dadurch die Insulinausschüttung moduliert und es kommt zu geringeren Appetit- und Hungersignalen.

Durch regelmäßige Bewegung (täglich 30 Min.) kann dieser Effekt optimal unterstützt werden – so zeigen Studien, dass sich eine Insulinresistenz allein mit körperlicher Aktivität vermindern lässt.

CleanoCol, 30 Portionen (ausreichend für 1 Monat)
Täglich den Inhalt eines Sticks 30–50 Minuten vor einer Mahlzeit in 1 Glas (0,2 l) Wasser einrühren und sofort trinken. Das Pulver besteht zu einem hohen Anteil aus ballaststoffreichen Pflanzenfasern wie Flohsamen und Leinsamen, welche ein hohes Maß an Quellfähigkeit besitzen. Neben diesen Pflanzenfasern enthält das Pulver 10 Lactobakterienstämme und den Mineralstoff Magnesium.

Wie abnehmen bei PCO-Syndrom?

Leider können viele Frauen auch trotz einer konsequenten Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und trotz ausreichend Bewegung nicht abnehmen.

Wenn Sie sich noch nicht ganz sicher sind, was dann die Ursache für die hartnäckigen Pfunde zuviel auf der Waage sein könnten, sollten Sie folgende Tests durchführen, die Sie hier einfach über die angelegten Links bestellen können:

Hormonspeicheltest bei Gewichtsproblemen & Übergewicht

Stuhluntersuchung bei Gewichtsproblemen & Übergewicht

Beachten Sie auch, dass bestimmte Medikamente (z.B. Kortisonpräparate, trizyklische Antidepressiva, „Antibabypille“, Betablocker) eine Gewichtszunahme zur Folge haben können.

In meiner Praxis für Homöopathie und Psychotherapie in München biete ich Patientinnen mit PCO-Syndrom zudem ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, das neben der Klassischen Homöopathie und der traditionellen Naturheilkunde auch die wichtigen therapeutischen Säulen Ernährung und Lebensführung sowie gezielte Maßnahmen der Stressbewältigung umfasst.

Sie können online einen Termin vereinbaren.

PCO – Stein-Leventhal-Syndrom

Polycystisches Ovarsyndrom (PCOS)

PCO verändert den Körper der Frau und verhindert damit Schwangerschaften
PCOS ist eine Krankheit der Eierstöcke, die nicht zuletzt auch das Aussehen einer jungen Frau verändert. Je früher die betroffenen Frauen zum Gynäkologen gehen, desto besser – denn unbehandelt birgt diese Krankheit viele Risiken.
Die Symptome
Dunkler Flaum auf der Oberlippe, manchmal auch am Kinn oder in den Randbereichen des Gesichts. Oft bekommen Betroffene diese äußerlichen Symptome noch mit einem Rasierer in den Griff. Problematischer wird es aber, wenn das Schamhaar über den Intimbereich hinaus auf die Oberschenkel und bis zum Bauchnabel wächst. Meistens kommt noch Akne, Übergewicht, schnell fettendes Kopfhaar und immer dünnere Haare dazu. Bei diesem Zeitpunkt wird die Lage für die Frauen ernst.
Bei vielen Betroffenen stellt sich schließlich auch die Monatsblutung nicht mehr regelmäßig ein. Viele möchten schwanger werden – doch mit dem Kinderwunsch klappt es einfach nicht. Die gute Nachricht vorweg: Die Lage ist nicht aussichtslos, es gibt Hilfe. Der erste Schritt bei Verdacht auf PCOS ist daher eine frauenärztliche Untersuchung.
Der Arzt macht unter anderem Bluttests, um Hormone im Körper zu bestimmen und d ie Eierstöcke der Frau werden per Ultraschall untersucht.. Der Verdacht auf PCOS erhärtet sich, wenn neben den typischen hormonellen Veränderungen an der Außenhülle der Eierstöcke viele kleine Bläschen zu sehen sind.
Die vier Buchstaben in PCOS stehen für Polycystisches Ovarsyndrom. Typischerweise beginnt die Krankheit zwischen dem 10. und dem 25. Lebensjahr. Die Ursachen sind bis heute unklar.

ProgesteronMangel beim PCO: Fragen an die Erfahrenen

Hallo ihr lieben!
Herzlichen Dank euch für die zahlreichen Antworten und die Unterstützung!
Ja…. meine Einschätzung ist, dass man mit pflanzlichen Mitteil und Homöopathie nicht wirklich weit kommen wird. Ich werde es erstmal für 2-3 Zyklen versuchen und gucken ob sich dann was tut. Hast du mal Ovaria Comp in Verbindung mit Bryophyllum ausprobiert? Ist denn ein Progesteron-Mangel auch Teil des PCO-Syndroms?
Ich war am 20.02 zum Erstgespräch in der Kiwu-Klinik (in D, ich hoffe ich werde keine KB im Ausland brauchen um ss zu werden. Rer was hattest du für Probleme, dass du dich in der Ukraine behandeln ließ?) und dort wurde Ultraschall von den Eierstöcken gemacht. Da hat man gesehen das sich die Gebärmutterschleimhaut gut aufgebaut hat und ein Eibläschen schon recht groß war, also ihrer Meinung nach kurz vorm ES. Blut wurde abgenommen aber ES war da noch nicht. Hab dann noch Spritzen zum Auslösen des ES mitbekommen, allerdings nicht benutzt, da es lt. Laborwerten noch zu früh wäre. Ich hab dann am 25.02. meiner Meinung nach einen ES gehabt. War dann am 27.02. erneut zur Blutabnahme (22. Zyklustag) und aufgrund der Blutwerte hatte ich angeblich einen ES. Woran kann man das denn eigentlich im Blut erkennen? Es stellte sich dann auch das mit dem Progeston-Mangel heraus, woraufhin die Kiwu-Klinik mir Progestan vaginal Tabletten zuschickte. Hab das Rezept noch nicht eingelöst, weil ich ja erstmal die pflanzliche Variante probieren will. Dazu muss ich sagen, dass ich am 31.01. die Pille abgesetzt habe und ich vermute, dass der Zyklus aufgrund dessen noch einigermaßen normal verläuft. Je länger ich die Pille dann wieder nicht nehme, desto schwieriger wird es und dann bleibt der ES auch irgendwann komplett aus. Ich merke allerdings auch jetzt schon, dass sich mein Körper wieder verändert. Symptome wie sehr schnell fettige Haare und Haut sind wieder da, dazu wird dann wohl wieder Haarausfall und unreine Haut komme..
Insulinresistenz liegt nicht vor, bin auch nicht übergewichtig hab eher Untergewicht. Ich habe das in der Vergangenheit testen lassen, allerdings lag keine Insulinresistenz vor. Ich hab am 13.03. einen Termin mit dem Diabetologen der vor 7 Jahren schon einmal den Test gemacht hat und will das dann auch mit dem Metformin ansprechen.
Schilddrüsenwerte waren bei den Bluttests gut, hatte bislang auch nie Probleme damit.
Eine wichtige Frage habe ich noch, wie kann man denn mit dem PCO-Syndrom am besten seinen Zyklus beobachten? Hilft da ein Zykluscomputer und Ovaulationstests aus der Apotheke? Wie sinnvoll ist es seine Basaltemperatur zu messen?
Liebe Grüße,
Leni

Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?

Nach einer IVF wird in den meisten Fällen zur Unterstützung der Einnistung Gelbkörperhormon gegeben. Wann man es gibt, wie lange und welche Präparate, ist umstritten. Ein Blick auf Studien zum Thema.

Die wichtigste Frage gleich mal vorab:

Muss man überhaupt Gelbkörperhormone geben?

Grundsätzlich muss man sich die Frage stellen, ob die Gabe von Progesteron nach einer künstlichen Befruchtung überhaupt notwendig ist. Denn wenn die Eizellen entnommen wurden, bildet sich aus jedem Follikel, in dem die Eizellen heranreiften, ein Gelbkörper. Es ist also mit eher unphysiologisch hohen Gelbkörperhormonspiegeln im Blut zu rechnen.

Dennoch wurden in älteren Studien ein positiver Effekt auf die Lebendgeburtenrate nach IVF beschrieben. Hier erwies sich die zusätzliche Gabe von hCG (Schwangerschaftshormon) als wirksamer im Vergleich zur reinen Gabe von Gelbkörperhormonen1)Nosarka S, Kruger T, Siebert I, Grove D
Luteal phase support in in vitro fertilization: meta-analysis of randomized trials
Gynecol Obstet Invest. 2005;60(2):67-74. Eine Zusammenfassung jüngerer Studien in der Cochrane Database 2)van der Linden M, Buckingham K, Farquhar C, Kremer JA, Metwally M
Luteal phase support for assisted reproduction cycles.
Cochrane Database Syst Rev. 2015 Jul 7;(7):CD009154.kam zu ähnlichen Ergebnissen. Die Gabe von Schwangerschaftshormon (hCG) oder die Gabe von Progesteron scheint die Zahl der lebend geborenen Kinder zu erhöhen. Allerdings sind die Daten der Studien zu inhomogen, um den positiven Effekt wirklich beweisen zu können. Eine zusätzliche Gabe von Östrogenen scheint sich in den üblichen Standardprotokollen nicht positiv auszuwirken.

Schwangerschaftshormon wirkt direkt auf die Gelbkörper an den Eierstöcken nach dem Eisprung oder vielmehr der Eizellentnahme bei der künstlichen Befruchtung.

Das Schwangerschaftshormon (hCG) bewirkt, dass die Gelbkörper an den Eierstöcken zur vermehrten Produktion von Progesteron (Gelbkörperhormon) angeregt werden. Bei einer normal entstandenen Schwangerschaft führt das vom sich einnistenden Embryo produzierte hCG zur Erhöhung der Gelbkörperhormonspiegel. Der Embryo sorgt dadurch selbst für optimale Hormonspiegel zum Erhalt der Schwangerschaft.

Gibt man nun das hCG als Spritze (z. B. Brevactid), dann wird das Gleiche bewirkt und die Eierstöcke produzieren verstärkt Gelbkörperhormon.

Wie lange sollte man das Gelbkörperhormon geben?

Auch in unserem Forum wird diese Frage häufig gestellt. Insbesondere, wenn eine Schwangerschaft eingetreten ist und der behandelnde Arzt sagt, dass die zusätzliche Gabe des Progesterons nicht mehr notwendig ist, befürchten die Schwangeren eine Fehlgeburt aufgrund eines Progesteronmangels. Biologisch gesehen ist dies eher unwahrscheinlich, da das Schwangerschaftshormon (hCG) den Gelbkörper dazu anregt, verstärkt Progesteron zu bilden. Die Frage ist jedoch, ob diese Mechanismen auch ausreichend funktionieren, wenn im langen Protokoll vorher eine Downregulation erfolgte.

Im Wesentlichen gibt es drei verschiedene Zeitpunkte, bis zu denen das Gelbkörperhormon gegeben wird: Bis zum positiven Schwangerschaftstest, bis zum ersten Ultraschall (ca. 6.-7. Schwangerschaftswoche) oder bis zur 12. Woche der Schwangerschaft. Die meisten Frauen fühlen sich mit einer längeren Hormonunterstützung sicherer.

Das ist nachvollziehbar, aber ist der Vorteil einer längeren Progesterongabe auch wissenschaftlich belegbar? Treten – und darum geht es ja – weniger Fehlgeburten auf, wenn man das Gelbkörperhormon bis zur 12. Schwangerschaftswoche weiter nimmt?

Übersichtsarbeit: Gabe über den positiven Schwangerschaftstest hinaus nicht notwendig

Wird der Eisprung jedoch nicht klassisch, sondern mit GnRH-Analoga (wird hier erklärt) ausgelöst, dann kann eine längere Therapie mit Progesteron sinnvoll sein.

Wann sollte man mit der Progesteron-Gabe beginnen?

Folgende Optionen bestehen:
1. Vor der Punktion beginnend
2. Ab dem Tag der Punktion
3. Ab dem Tag des Transfers

Eine holländische Arbeitsgruppe4)Mochtar MH, Van Wely M, Van der Veen F
Timing luteal phase support in GnRH agonist down-regulated IVF/embryo transfer cycles
Hum Reprod. 2006 Apr;21(4):905-8. hat diese eingangs erwähnten unterschiedlichen Zeitpunkte untersucht und 385 Patientinnen den drei Gruppen zugeordnet. Bei gleichem Verlauf der Behandlung (Eizellzahl etc. identisch) wurden folgende Zahlen für fortlaufende Schwangerschaften erzielt:
1. 20,8%
2. 22,7%
3. 23,6%

Wer jetzt also daraus schließt, dass die dritte Methode die beste sei, ist leider auf dem Holzweg. Um einen signifikanten Effekt einer der Methoden mit der untersuchten Patientenzahl nachweisen, hätte ein Unterschied von 18% zugunsten einer der Verfahrensweisen festgestellt werden müssen. Mit anderen Worten: Die Unterschiede sind nicht signifikant und der Zeitpunkt des Beginns der Progesteron-Gabe scheint keinen großen Einfluss auf den Erfolg einer künstlichen Befruchtung zu haben.

Was sollte man geben?

Die Gabe von Progesteron erfolgt entweder oral als Tablette und Kapsel oder vaginal. Unterschiede hinsichtlich der Schwangerschaftsraten finden sich zwischen diesen beiden Vorgehensweisen nicht. Jahrelang galt die vaginale Gabe als effektiver und sicherer. Die Idee war hier vor allem, dass das Progesteron weniger effektiv wirkt, wenn man es als Tablette einnimmt, weil der Wirkstoff schneller in der Leber abgebaut wird („first pass effect“).

Jedoch auch in älteren Studien konnte bereits der Nachweis erbracht werden, dass dies nicht zutrifft5)6)Chakravarty BN, Shirazee HH, Dam P, Goswami SK, Chatterjee R, Ghosh S
Oral dydrogesterone versus intravaginal micronised progesterone as luteal phase support in assisted reproductive technology (ART) cycles: results of a randomised study.
J Steroid Biochem Mol Biol. 2005 Dec;97(5):416-20. Eine große randomisierte Studie aus dem Jahr 20177)Tournaye H, Sukhikh GT, Kahler E, Griesinger G
A Phase III randomized controlled trial comparing the efficacy, safety and tolerability of oral dydrogesterone versus micronized vaginal progesterone for luteal support in in vitro fertilization.
Hum Reprod. 2017 May 1;32(5):1019-1027 konnte zeigen, dass die Gabe von Dydrogesteron als Tablette (Duphaston) ebenso gut als Lutealphasenunterstützung wirkt wie Vaginalzäpfchen oder -gele, evtl. sogar besser.

Man wird nicht umhinkommen, diese Studienergebnisse in den Behandlungen zu berücksichtigen. Die Autoren der Studie sehen in ihr sogar den neuen Standard8)Griesinger G, Blockeel C, Tournaye H
Oral dydrogesterone for luteal phase support in fresh in vitro fertilization cycles: a new standard?
Fertil Steril. 2018 May;109(5):756-762. Letztlich muss das Duphaston dafür nicht besser wirken als die bislang vaginal verabreichten Medikamente, sondern nur gleich gut. Denn dass die Einnahme des Progesterons als Tablette für die Frauen angenehmer ist, war ein weiteres Ergebnis der Studie.

Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.

Literatur

1. Nosarka S, Kruger T, Siebert I, Grove D
Luteal phase support in in vitro fertilization: meta-analysis of randomized trials
Gynecol Obstet Invest. 2005;60(2):67-74
2. van der Linden M, Buckingham K, Farquhar C, Kremer JA, Metwally M
Luteal phase support for assisted reproduction cycles.
Cochrane Database Syst Rev. 2015 Jul 7;(7):CD009154.
3. Watters, M., Noble, M., Child, T., Nelson, S. M. (2019). Short Versus Extended Progesterone Supplementation for Luteal Phase Support in fresh IVF cycles: a systematic review and meta-analysis. Reproductive BioMedicine Online (2019), doi: https://doi.org/10.1016/j.rbmo.2019.10.009
4. Mochtar MH, Van Wely M, Van der Veen F
Timing luteal phase support in GnRH agonist down-regulated IVF/embryo transfer cycles
Hum Reprod. 2006 Apr;21(4):905-8.
5. ((Chakravarty BN, Shirazee HH, Dam P, Goswami SK, Chatterjee R, Ghosh S
Oral dydrogesterone versus intravaginal micronised progesterone as luteal phase support in assisted reproductive technology (ART) cycles: results of a randomised study.
J Steroid Biochem Mol Biol. 2005 Dec;97(5):416-20
6. Chakravarty BN, Shirazee HH, Dam P, Goswami SK, Chatterjee R, Ghosh S
Oral dydrogesterone versus intravaginal micronised progesterone as luteal phase support in assisted reproductive technology (ART) cycles: results of a randomised study.
J Steroid Biochem Mol Biol. 2005 Dec;97(5):416-20
7. Tournaye H, Sukhikh GT, Kahler E, Griesinger G
A Phase III randomized controlled trial comparing the efficacy, safety and tolerability of oral dydrogesterone versus micronized vaginal progesterone for luteal support in in vitro fertilization.
Hum Reprod. 2017 May 1;32(5):1019-1027
8. Griesinger G, Blockeel C, Tournaye H
Oral dydrogesterone for luteal phase support in fresh in vitro fertilization cycles: a new standard?
Fertil Steril. 2018 May;109(5):756-762

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