Was tun gegen bienenstich

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Hilfe gegen Insektenstiche

Zu den Schattenseiten des Sommers gehören Insektenstiche – wie man sich am besten vor Mücke und Co. schützt und was Heilung verschafft, wenn die Plagegeister doch einmal zugestochen haben.

Im Sommer schlagen sie zu …

Schön sehen sie ja aus, aber zu nahe möchte man Wespen nicht kommen.

Ganz still liegt der See da, nur die Sonnenstrahlen tanzen blitzend auf dem glatten Wasserspiegel. Aus dem nahen Wäldchen ruft der Kuckuck herüber. Der lässt sich selbst durch Nicki (5) und Laura (7) nicht stören, die vor Vater Jens lachend über die Wiese flüchten. Es gibt keinen schöneren Picknickplatz als diesen, finden die Sauerwalds.
Wenn da nicht diese lästigen Insekten wären! Nicht falsch verstehen, Insekten haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung. Ohne Bienen zum Beispiel gäbe es kein menschliches Leben, sind sich einige Wissenschaftler sicher. Und was wäre der Sommer das Summen und Brummen um uns herum? Verzichten könnten wir dagegen auf schmerzhafte Bienen- und Wespenstiche, auf die „Tod-bringende“ Gefahr, die von Hornissen ausgeht, sowie auf nervig juckende Stiche und Bisse von Mücken, Flöhen und Co.

Insektenstiche erkennen

Mücken, Flöhe und Wanzen beißen unbemerkt zu. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird erst sicht- und vor allem fühlbar, wenn die Tierchen ihre unfreiwilligen Wirt schon wieder verlassen haben. Im Gegenteil dazu stechen Bienen, Hornissen und Wespen schmerzhaft zu.
Alle Insektenstichen aber haben eine Gemeinsamkeit: sie zeigen sich durch einzelne rötliche Schwellungen, Juckreiz und/oder Schmerzen an der Einstichstelle.

Insektenstiche sind meistens ungefährlich

Vor allem der Nachwuchs leidet unter den gemeinen Plagegeistern. Das kindliche Temperament lässt das viel beworbene „Ruhigbleiben“ eben nicht zu, wenn zum Beispiel eine Biene oder Wespe um den Kopf herumschwirrt. Da wird reflexartig mit den Armen gewedelt. Und das provoziert die gelb-schwarz-gestreiften Flügeltiere – und die stechen dann zu. Insektenstiche sind nervig, ja. Und manchmal schmerzhaft. Aber eine wirkliche Gefahr geht von einzelnen Insektenstichen nicht aus. Gefährlich können Sie nur Insektengift-Allergikern werden, die deshalb stets ein Notfall-Set mit entsprechenden Allergie-Medikamenten dabei haben sollten.

Mit dem Baby sicher durch den Sommer

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Auf den nächsten Seiten gehen wir speziell auf Mückenstiche und Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen ein. Wie kann man sich schützen und was ist im Fall eines Bisses oder Stichs zu tun? Lesen Sie weiter!

Mückenstiche sind lästig aber harmlos

Warum Mücken überhaupt zustechen, ob sie wirklich „süßes“ Blut bevorzugen und welche Hausmittel bei Mückenstichen helfen.

Mücken werden vom Hautgeruch angelockt

Eine Mücke bei der Arbeit.

„Mich stechen die Mücken am liebsten, ich habe offensichtlich süßes Blut.“ Den Satz hört man von Opfern der fiesen Blutsauger ja häufig. Die Geschichte mit dem „süßen Blut“ ist eine weitverbreitete Legende, aber tatsächlich nur erfunden. Mücken lassen sich bei ihren Attacken weniger vom Geschmack leiten als vielmehr von Körperwärme und -geruch. Besonders verlockend ist für sie der Duft-Mix aus Milchsäure, Fett- und Aminosäure, der Bestandteil unseres natürlichen Hautgeruchs ist. Jeder Mensch produziert ihn in unterschiedlich großer Menge – aber hat eine Mücke die Wahl, zapft sie am liebsten den an, der am stärksten danach riecht. Wer dann noch schwitzt ist besonders attraktiv für die kleinen Blutsauger, oder besser: Blutsaugerinnen. Denn sprichwörtlich „blutrünstig“ sind tatsächlich nur die weiblichen Mücken. Sie benötigen das im menschlichen Blut enthaltene Protein, um nach erfolgter Befruchtung Eier bilden zu können.

Warum Mückenstiche jucken

Mücken stechen gern mehrmals zu.

Den Mückenstich selbst bemerkt der unfreiwillige Wirt meist nicht, wohl aber die unangenehme Nachwirkung: einen brennenden Juckreiz. Warum das so fies juckt? Nun, bei kleinen Verletzungen der Blutgefäße – dazu gehört auch ein Mückenstich – würde unser Blut normalerweise gerinnen. Damit würde jedoch auch die für Mücken so wichtige Nahrungsquelle versiegen. Also sondert die Mücke beim Zustechen ein Sekret ab, das die Blutgerinnung verhindert und zugleich wie ein Betäubungsmittel wirkt. So kann die Mahlzeit unbemerkt vonstatten gehen. Der Körper zeigt aber schon bald nach dem Stich eine leichte allergische Reaktion und schüttet das Gewebshormon Histamin aus, das die Schwellungen und den Juckreiz auslöst.
Doch keine Sorge: Mückenstiche sind zwar lästig, aber meistens völlig harmlos; das gilt übrigens auch für Bremsen. Allerdings können deren Bisse recht schmerzhaft sein. Die vorzugsweise bei schwüler Witterung aktiven Weibchen haben nämlich deutlich größere Mundwerkzeuge als die feingliedrigen Moskitos. Sie können ihren Saugrüssel sogar ohne weiteres durch eng anliegende Kleidung hindurchbohren und bei einer Mahlzeit immerhin bis zu 0,2 Milliliter Blut saugen!

Hausmittel gegen Mückenstiche

Spitzwegerich hilft bei Mückenstichen.

Aber was hilft gegen die brennenden Stiche? „Tu Spucke drauf!“, so lautete der Tipp in unserer Familie bei Mückenstichen. Uns hat es geholfen, zuverlässiger stoppt man den Juckreiz aber mit antihistaminhaltigen Gels oder Cremes (aus der Apotheke).
Wer stattdessen auf Hausmittel schwört und sie im rechten Augenblick zur Hand hat, greift am besten zu einer aufgeschnittenen Zwiebel. Deren Saft wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Am meisten zu schaffen macht dem Nachwuchs der Juckreiz. Achten Sie darauf, dass er nicht an den Quaddeln herumkratzt, sie können sich leicht entzünden – und das kann weit unangenehmer werden als harmlose Mückenstiche. Vorübergehend lindert Kühles die ärgste Reizung. Halten Sie Kühl-Akkus (bitte zuvor ein Tuch auf die Haut legen), Getränkedosen oder -flaschen oder Eiswürfel auf die Einstichstelle. Auch kalter Quark kann helfen.
Spitzwegerich kann ebenfalls als Hausmittel gegen Mückenstiche eingesetzt werden. Pflücken Sie einige Blätter und zerreiben Sie diese zwischen den Fingern. Den Saft geben Sie dann auf die Einstichstelle.

So können Sie sich vor Mückenstichen schützen

Wespenstich, Bienenstich und Hornissenstich – was tun?

Besonders schmerzhaft sind Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen. Was Sie über diese Insekten wissen sollten, um sich vor Stichen zu schützen.

Sich vor Wespen, Bienen und Co. schützen

Vor Angriffen der Stachelträger bleiben Sie und Ihre Kinder aber in der Regel verschont, wenn Sie folgende Tipps beherzigen. Im Allgemeinen gilt: Lässt man die Tierchen schön in Ruhe, bleibt man von ihren Angriffen verschont und kann sogar in aller Ruhe ein Familienpicknick am See genießen.

Hornissen- und Bienenstiche

Vor allem Hornissen sind gefürchtet. Kann ihr Gift wirklich töten?

Gegen stacheltragende Insekten wie Hornissen und Bienen gibt es eine wirksame Strategie. Die lautet: Nicht Angriff ist die beste Verteidigung, sondern Ruhe bewahren! Denn anders als Mücken stechen sie nur zu, wenn sie sich oder ihren Nachwuchs bedroht fühlen. „Sieben Hornissen töten ein Pferd, drei von ihnen einen Menschen!“ Diese Behauptung gehört, so wie die charmante Süßblut-Behauptung, ins Reich der Legenden. Hornissengift ist nämlich nicht stärker als das einer Biene.
Hausmittel bei Bienenstich und Hornissenstich
Gegen die Schwellung und den Schmerz helfen Zwiebel- und Zitronenscheiben, wenn man sie auf die Einstichstelle legt und mit einer Mullbinde befestigt. Das Ganze kann nach Bedarf mehrmals wiederholt werden. Sie können auch einen Brei aus etwas Essig und Salz mischen und diesen anschließend auf dem Stich verteilen. Nach ungefähr zehn Minuten können Sie die Prozedur wiederholen.

Was tun gegen Wespenstiche?

Weitaus angriffslustiger als die auf Distanz bedachten Bienen und Hornissen sind Wespen – die den Menschen schon mal direkt angreifen, wenn er ihrem Nest oder ihnen selbst zu nahe kommt. Sie sind aber auch so verfressen, dass sie sich gerne selbst als „Mitesser“ beim Grillfest oder an einer Kuchentafel im Freien einladen. Wer ihnen dann das Essen streitig macht, wird kurzerhand durch einen empfindlichen Stich abgestraft.

Das Mal eines Wespenstichs.

Eventuell stecken gebliebene Stachel sollten rasch ausgesaugt oder mit einer Pinzette herausgezogen werden. Die Einstichstelle sofort kühlen, damit sie nicht anschwillt. Wickeln Sie ein in Essigwasser getränktes Tuch um die Einstichstelle. Haben die Tierchen in den Mund, Hals oder die Schleimhäute gestochen, müssen Sie schnell handeln, denn die Schwellung kann zu Atemnot führen. Erste Hilfe: Eiswürfel lutschen und sofort zum Arzt.

Was tun bei Bienenstichen im Mund- oder Rachenraum? Mehr Infos dazu finden Sie im Video: Tipps gegen Bienenstiche

Ausschläge nach Insektenstichen sind ein Alarmsignal

Insektenstiche verlaufen in aller Regel glimpflich, bei drei bis fünf Prozent kann ein Bienen- oder Wespenstich jedoch eine allergische Reaktion auslösen. Neueren Untersuchungen zufolge tragen beispielsweise Heuschnupfenallergiker ein erhöhtes Risiko.
Eine Insektengiftallergie tritt meist nicht spontan auf, sondern kündigt sich mit folgenden Symptomen an, die erst durch wiederholte Stiche an Schwere zunehmen: Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellungen, Übelkeit bis hin zu Atemnot und Schock.
Wenn Sie wissen, dass Ihr Kind eine Insektengiftallergie hat, sollte es auch auf Schulausflügen oder Wochenendtouren eine Notfallapotheke mit schriftlicher Anleitung zum Gebrauch von Antihistaminika-Tabletten, Kortisonpräparaten und Adrenalinspray dabei haben. Erwägen sollten Sie eventuell auch eine Immunisierung gegen das Insektengift. Allergologen haben sehr gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gemacht. Dabei wird dem Patienten in allmählich gesteigerter Dosis und in regelmäßigen Abständen eine winzige Menge des Gifts injiziert. So kann sich der Körper nach und nach an die allergieauslösende Substanz gewöhnen.

So schützen Sie sich vor Zeckenbissen

Zecken lauern im Wald und auf Wiesen auf Opfer. Sobald Sie eines der blutsaugenden Spinnentiere entdecken, entfernen Sie es. Denn die kleinen Krabbler können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.

Schützen Sie sich vor Zecken

Zecken selbst sind nicht gefährlich. Aber sie können Krankheitserreger übertragen. Besonders in Risikogebieten (Info unter www.rki.de) empfiehlt das Robert-Koch-Institut eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die zu Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen kann. Diese Impfung erfordert drei Impftermine, wobei der Impfschutz etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung (ein bis drei Monate nach der ersten) wirkt. Es gibt auch eine Schnellimpfung, die nach zwei Wochen schützen kann. Übrigens: Bei Kindern unter sechs Jahren kommt es selten zu FSME-Infektionen oder schweren Krankheitsverläufen.Weitere Tipps zum Zecken-Schutz:
Gut geschützt: Da die Tierchen sich im Vorbeistreifen anheften, sollten beim Aufenthalt im Freien die Arme und Beine durch lange Bekleidung bedeckt sein.
Aufmerksam bleiben: Suchen Sie Ihre Kinder abends gründlich ab. Zecken brauchen meist eine Weile, bis sie die für sie optimale Einstichstelle (vor allem an den dünnen Hautstellen an Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf) gefunden haben.
Gelungene Abwehr: Selbst wenn Zecken nicht zu den Insekten zählen – viele Repellents sind auch gegen die Spinnentiere wirksam. Wichtig: gleichmäßig auftragen!
Zu spät? Hat sich die Zecke schon festgebissen, entfernen Sie sie mit einer Zeckenzange (Apotheke). Diese dicht an der Haut ansetzen und den Körper vorsichtig heraushebeln. Sollte der Kopf stecken bleiben – keine Sorge, er eitert von selbst heraus.

Übertragen schwere Krankheiten: Zecken

Wie gefährlich ist ein Bienen- oder Wespenstich für Babys?

Wenn im Frühling zahllose Blumen beginnen, ihre bunten Blütenkelche zu öffnen und mit ihrem betörenden Duft fleißige Bienen anzulocken, sehen sich frischgebackene Eltern früher oder später mit der Frage konfrontiert, wie gefährlich ein Bienenstich oder Wespenstich für ihr Baby sein kann.

Natürlich sind besorgte Mütter und Väter stets darum bemüht, ihrem Nachwuchs die Erfahrung eines solchen Stiches zu ersparen, dennoch sind sie gut beraten, wenn sie sich die nun folgenden Informationen aufmerksam durchlesen, um im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahren und die richtigen Maßnahmen einleiten zu können.

Wie gefährlich sind Bienen?

Honigbienen sind nützliche kleinen Gesellen, deren Erzeugnisse seit Jahrhunderten von Menschen in allen möglichen Bereichen des alltäglichen Lebens eingesetzt werden. Solange sie nicht bedroht werden sind sie friedlich und versuchen, einen Stich zu vermeiden. Daran tun sie auch ganz gut, denn sobald sie zustechen, haben sie ihr Leben verwirkt. Verteidigt sich die Honigbiene mit ihrem Stachel gegen einen Menschen oder anderen Warmblüter, bleibt dieser in der Haut des Gestochenen stecken, da er vorne mit einem Widerhaken versehen ist. Sobald die Biene versucht, den Rückzug anzutreten, reißt sie sich aufgrund dieser Tatsache den gesamten hinteren Bereich ihres Körpers auf und wird binnen kürzester Zeit an dieser Verletzung sterben.

Aus diesem Grund setzen Honigbienen ihren Stachel nur im äußersten Notfall ein. Dennoch kann es, gerade bei Babys und kleinen Kindern, tatsächlich zu Situationen kommen, in denen die Biene keinen anderen Ausweg sieht, als zuzustechen. Wenn sich Eltern mit ihrem Nachwuchs im Freien aufhalten und dabei bemerken, dass sich Bienen zu ihnen gesellen, sollten sie daher die Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden und sich mit dem Kind aus der Situation entfernen. So manch einer möchte die Tiere instinktiv mit der Hand verscheuchen, doch auch dieses Verhalten ist tunlichst zu vermeiden, denn es wird von den Bienen als Bedrohung aufgefasst, gegen die sie sich zur Wehr setzen werden.

Tipp: Es ist durchaus ratsam, dem Kind so früh wie möglich beizubringen, den Mund stets geschlossen zu halten, bis man genügend Abstand zu den Bienen geschaffen hat. Dadurch wird vermieden, dass sich eines der Tiere in den Mundraum der Beteiligten verirrt – ein Stich in diesem Bereich kann schnell zu einer tödlichen Gefahr werden!

Der Bienenstich – Verhalten im Notfall

Sollte der Ernstfall eintreten, gilt für Eltern vor allen Dingen: Ruhe bewahren und besonnen handeln! Wie im vorigen Abschnitt bereits erwähnt, verbleibt der Stachel nach einem Bienenstich in der Haut des Opfers. Wer sich die Stelle genau ansieht, wird erkennen, dass sich die Biene bei dem Versuch, sich vom Gestochenen zu lösen, nicht nur ihr Angriffswerkzeug, sondern auch die daran hängende Giftblase mit aus dem Leib gezogen hat. Von dieser geht die größte Gefahr aus, denn diese befördert das Gift automatisch weiterhin durch den Stachel in die Wunde.

Daher sollten die besorgten Eltern nicht nur ihr Kind beruhigen, sondern auch dafür sorgen, dass der Stachel schnellstmöglich aus der Wunde entfernt wird. Idealerweise geschieht dies mit einer Pinzette, da man durch dieses Werkzeug relativ einfach den Stachel zu fassen kriegt, um ihn dann vorsichtig herauszuziehen. Die Giftblase sollte in keinem Fall berührt oder gar zusammengedrückt werden, um zu verhindern, dass noch mehr Gift noch schneller in den Körper des Kindes gepumpt wird.

Anschließend muss die Einstichstelle gekühlt werden. Ist der Unfall daheim im Garten geschehen, sind vielleicht ein Kühlakku oder ein spezielles Kühlgel aus der Apotheke schnell zur Hand. Ist man jedoch gerade auf dem Spielplatz unterwegs oder hat ein gemütliches Picknick veranstaltet, muss man als Elternteil ein wenig kreativ werden – so können auch eine kalte Saftflasche oder ein Stück Gurke als erste Behandlungsmaßnahme ausreichen.

Wie gefährlich sind Wespen?

Im Gegensatz zu den Honigbienen können Wespen ihren Stachel mehrfach einsetzen, ohne um ihr Leben bangen zu müssen. Er besitzt zwar ebenfalls einen Widerhaken, doch ihre Muskulatur am hinteren Ende des Körpers ist wesentlich stärker als die der Honigbienen, so dass Wespen ihren Stachel gefahrlos aus der Wunde ziehen und weiterhin zustechen können.

Achtung: Sobald eine Wespe sticht, setzt sie dabei eine Art „Alarm“-Duftstoff frei. Befinden sich andere Wespen in der Nähe des Gestochenen, ist dieser für sie als feindlich markiert und kann somit zum Ziel weiterer Angriffe werden. Es ist also in jedem Fall ratsam, sich so früh wie möglich langsam und ruhig aus dem Umkreis von Wespen herauszubewegen.

Der Wespenstich – Verhalten im Notfall

Auch Wespen injizieren beim Stechen Gift in den Körper ihres Opfers. Bei einem nicht allergisch reagierenden Erwachsenen erweist es sich meist als harmlos und führt nur zu leichten Rötungen und Schwellungen rund um die Stichstelle. Auch Kinder verkraften einen Wespenstich in der Regel recht gut – wobei ihnen die Schmerzen, die er verursacht, wahrscheinlich die größten Probleme bereiten werden.

Die erste Maßnahme, welche Eltern bei einem Wespenstich in Angriff nehmen, ist also das Beruhigen des Kindes und das Kühlen der Einstichstelle. Ein Kühlakku kann sofortige Linderung verschaffen, indem er die Stelle etwas betäubt und etwaige Schwellungen vermindert. Doch auch ein nasser Lappen kann im ersten Moment Abhilfe schaffen.

Stellt sich an der Stichstelle ein unangenehmer Juckreiz ein, können diverse Salben aus der Apotheke Linderung bringen. Besorgte Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind die Haut an der Einstichstelle nicht durch heftiges Kratzen reizt.

Wie gefährlich ist ein Stich im Mundraum des Babys?

Es klingt ein bisschen wie ein Horrorszenario, doch es ist schneller passiert, als man denken mag: Eine geöffnete Dose Limonade, die unbeobachtet herumsteht oder ein Mund, der zum Schrei geöffnet wird, genügen, um anwesende Wespen, die sich auf Nahrungssuche befinden, in den Mundraum eines Menschen eindringen zu lassen. Ist erst einmal eines der flugfähigen Insekten im Mund des Kleinkindes oder Babys gelandet, fühlt es sich rasch bedroht und sticht zu.

Insbesondere in dieser Situation müssen Eltern sich dazu zwingen, die Ruhe zu bewahren und schnell zu handeln, denn ein Bienenstich oder Wespenstich im Mund oder Atemwegen kann in kürzester Zeit zu einer tödlichen Gefahr werden.
Da das Gift, welches sowohl Bienen als auch Wespen in den Körper ihrer Opfer injizieren, die umliegenden Bereiche zum Anschwellen bringt, kann es passieren, dass durch die Schwellungen die Atemwege des Kindes blockiert werden – es droht eine akute Erstickungsgefahr!

Die Eltern können versuchen, durch kalte Umschläge um den Hals oder das Verabreichen von Eis das Anschwellen der Schleimhäute zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen, dennoch ist es auf jeden Fall ratsam, bei einem Stich im Mundraum sofort den Notruf (112) zu verständigen. Im Rettungswagen finden sich die passenden Medikamente, um das vollständige Zuschwellen des Rachenraumes zu verhindern.

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Allergische Reaktion auf Bienen und Wespen

Besonders gefährlich wird der Stich einer Biene oder Wespe für das Baby dann, wenn es allergisch auf das injizierte Gift reagiert. Sollten die Eltern beobachten, dass die Haut rund um die Einstichstelle trotz Kühlung übermäßig anschwillt und sich dicke Quaddeln bilden, kann dies ein erstes Anzeichen auf eine allergische Reaktion sein! Auch eine rasche Ausbreitung der Rötung, welche die Einstichstelle bereits im Normalfall umgibt, Schwindelgefühle und der Ausbruch von kaltem Schweiß können erste Anzeichen für eine allergische Reaktion sein.

Eltern sollten ihr Kind nach dem Vorfall also nicht nur beruhigen, sondern es auch ganz genau beobachten.

Da eine Allergie auf Bienen- oder Wespenstiche schwerwiegende Folgen – wie Atemnot, Erbrechen und Kreislaufprobleme – nach sich ziehen kann, sollte schon bei den ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht oder sogar der Rettungsdienst (112) informiert werden.

Ausführliche Informationen zu allergischen Reaktionen auf Insektenstiche finden sie auch in diesem Interview mit einer Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Allergologie, Berufsdermatologie.

Wie gefährlich sind Hornissenstiche?

Die Hornisse ist die größte europäische Faltwespenart. Die Hornissenkönigin erreicht eine Größe von bis zu 35 mm, ihre Arbeiterinnen werden 18 – 25 mm groß. Die einheimische allgemein bekannte Wespe dagegen hat eine Körpergröße von 10 – 15 mm. Über den Hornissenstich ranken sich viele Legenden.

Die gelb-schwarz gestreiften Insekten bauen ihre Nester gerne in Hohlräume, zum Beispiel in Wandverkleidungen oder auch Nistkästen. Da sie unter Artenschutz stehen, darf das Nest der Hornissen nicht ohne amtliche Genehmigung entfernt werden.

Wann stechen Hornissen?

Hornissen haben ein wesentlich niedrigeres Aggressionsverhalten als ihre kleineren Artgenossen. Wenn sie sich bedroht fühlen, versuchen sie zunächst, der Bedrohung zu entkommen.

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Scheitert der Fluchtversuch, zum beispiel weil sie versehentlich gequetscht werden, benutzen sie ihren Stachel zur Verteidigung. Wobei dieser Hornissenstich bei jedem in schmerzhafter Erinnerung bleiben dürfte.

Einen gezielten Angriff starten sie nur, wenn ihr Nest und somit ihre Königin bzw. der Nachwuchs in Gefahr zu sein scheinen. Deshalb sollte man sich von Hornissennestern fernhalten und die Insekten nicht berühren oder einengen.

Größe und Aussehen des Stachels einer Hornisse

Die weiblichen Tiere haben zu ihrer Verteidigung einen sogenannten Wehrstachel. Ein Hornissenstachel ist 3,4 – 3,7 mm lang, ein Wespenstachel dagegen nur ca. 2,6 mm. Der Stachel besteht aus der Stachelrinne mit dem Giftkanal und den beiden Stechborsten, mit deren Widerhaken der Stachel in der Haut verankert wird.

Durch die starke Muskulatur des Stechapparats wird sichergestellt, dass die Hornisse den Stachel nach dem Stich unbeschadet wieder herausziehen kann. Ebenso wie die Wespe kann die Hornisse also mehrmals zustechen.

Das Gift beim Hornissenstich

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd töten und drei einen Menschen. Diese Behauptung ist aber nicht wahr. Ein Hornissenstich besitzt sogar eine geringere Allgemeintoxizität als der Stich einer Wespe oder Biene. Allerdings sorgt der Stoff Acetylcholin für ein höheres Schmerzempfinden beim Gestochenen, ebenso wie der größere Stachel der Hornissse.

Ein Hornissenstich ist also von der bloßen Giftmenge harmloser als der Stich einer Wespe. Allerdings enthält das Gift viele Schmerz erzeugende Stoffe und verursacht ein brennendes Gefühl, weswegen der Hornissenstich als schmerzhafter empfunden wird als der Stich ihrer kleineren Verwandten. Auch der längere und dickere Stachel verursacht eine tiefere und schmerzhaftere Wunde als bei einem Wespenstich.

Wie erkenne ich eine Hornissenstich?

Ein Hornissenstich ist zwar schmerzhafter, aber rein äußerlich kann man ihn nicht von einem Wespenstich unterscheiden. In der Einstichstelle steckt normalerweise kein Stachel, wenn doch, handelt es sich wahrscheinlich um eine Bienenstich. Die umliegende Haut rötet sich und schwillt an.

Erste Hilfe bei Hornissenstichen

Als Erstes sollten Sie Ruhe bewahren. Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als jeder andere Insektenstich. Meist ist die durch den Stich ausgelöste Panik schlimmer als die Reaktion auf das Insektengift.

Bei der Behandlung sollten Sie genauso vorgehen, wie beim Stich einer Wespe. Sollte in Ausnahmefällen doch eine Stachel in der Haut stecken, dann muss dieser zuerst entfernt werden. Dies gelingt am Besten mit einer Pinzette.

Beim Herausziehen darf der Stachel nicht zusammengedrückt werden, damit kein weiteres Gift in die Haut gelangt. Anschließend sollte die Einstichstelle gekühlt werden, das lindert den Schmerz und lässt die Schwellung zurückgehen.

Bekannte Hausmittel gegen Hornissenstiche sind Umschläge mit Eiswürfeln, Essig, Tonerde oder Quark. Auch Stichsalben oder kühlende Gels aus der Apotheke können bei Hornissenstichen helfen.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Wenn sich die Einstichstelle im Mund- Hals- oder Rachenraum befindet, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Ein Anschwellen der Wunde kann zu akuter Atemnot führen und es besteht Erstickungsgefahr. Als Notfallmaßnahme helfen kalte Halsumschläge oder das Lutschen eines Eiswürfels.

Nur etwa 2-3 Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Hornissenstiche. Bekannte Allergiker sollten in der Insektenflugzeit niemals ohne ihr Notfallset unterwegs sein und im Falle eines Stiches sofort einen Arzt aufsuchen.

Wie erkenne ich eine allergische Reaktion auf einen Hornissenstich?

Die Anzeichen einer allergischen Reaktion auf einen Hornissenstich decken sich mit den Symptomen eines Allergikers auf den Stich von Wespen. Es treten innerhalb von wenigen Minute nach dem Stich Herzrasen, Übelkeit oder Schwindelgefühle auf.

Auch ein übermäßiges Anschwellen der Einstichstelle, tränende Augen, Schluckbeschwerden und Atemnot können Symptome für eine allergische Reaktion sein.

Fazit

Im Normalfall ist ein Hornissenstich nicht lebensgefährlich und sogar harmloser als der Stich einer Wespe. Es ist meist völlig ausreichend, die Einstichstelle zu kühlen. Gefahr besteht nur bei allergischen Reaktionen oder Stichen im Mund- Hals- und Rachenbereich, in diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die große Angst vor Hornissenstichen liegt vermutlich an der besonders schmerzhaften Giftzusammensetzung und der schieren Größe des Insekts.

Hornissenstiche: Wie gefährlich sind sie wirklich?

Sind Hornissenstiche für Menschen gefährlich? Der Volksmund sagt: „Sieben Stiche töten ein Pferd, drei töten einen Erwachsenen und zwei ein Kind.“ Doch das gilt tatsächlich nur, wenn einige unglückliche Umstände zusammenkommen. Wir haben für Sie nachgeforscht.

Die bis zu 2,5 Zentimeter große Hornisse (Vespa crabro) ist ein friedliebendes Tier und gehört zu den sozialen Faltenwespen. In Deutschland zählen Hornissen zu den besonders geschützten Tierarten. Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihr Nest verteidigen.

Hornissenstiche – wie gefährlich sind sie?

Hornissenstiche sind nicht schlimmer als andere Insektenstiche. Eine Ratte überlebt bis zu 60 Stiche. Ein Mensch müsste sich schon mit einem großen Hornissenvolk anlegen und mehrere 100 Stiche bekommen, bevor es für ihn gefährlich wird. Außer er ist Allergiker oder wird im Mund- und Rachenraum gestochen. Da diese Tiere nicht so gerne Kuchen und Eis naschen, ist diese Gefahr geringer als bei Wespen.

Hornissenstich – wie giftig ist er?

Ein Hornissenstich ist ziemlich schmerzhaft. Grund dafür ist der etwa 3,5 Millimeter lange Stachel, mit dem die Hornissen zustechen. Doch ist dieser Stich auch gefährlich? Der Deutsche Naturschutzbund NABU gibt Entwarnung. Hornissengift ist nicht stärker als das von Wespen. Bienengift ist sogar 3,6 Mal so stark. Allerdings ist der Stachel einer Hornisse einen Millimeter länger – und das tut weh. Außerdem verursacht der Stich einer Hornisse stärkere Schmerzen, da die Tiere beim Stechen Acetylcholin absondern. Zur Erläuterung: Acetylcholin leitet sich ab von lateinisch „acetum“ = Essig und griechisch „cholos“ = Galle.

Verlieren Hornissen beim Stechen ihren Stachel?

Im Gegensatz zu Bienen verlieren Wespen und Hornissen ihren Stachel nicht beim Stechen. Sie geben nur kurz Gift ab und packen ihn dann wieder ein. Schließlich benötigen sie ihren Stachel, um unliebsame Rivalinnen zu bekämpfen oder Beute zu töten.

Hornissenstich: Vorsicht bei Insektengiftallergie

Bedrohlich ist ein Hornissenstich, wenn Sie an einer Insektengiftallergie leiden. Er ist aber nicht gefährlicher als ein Wespenstich oder Bienenstich. Etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben eine Allergie gegen Insekten.

> Bienen- und Wespenstichallergien: Erkennen und handeln

Die Symptome bei einer Allergie gegen Insektengift

  • Nesselsucht
  • Schwellungen
  • Rötungen an der Einstichstelle
  • Atemnot

Hornissenstich – was tun bei Allergie?

Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie von einer Hornisse gestochen wurden. Insektengift-Allergiker sollten für den Notfall immer ein Gegenmittel parat haben. Kontaktieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie oder andere Personen nach einem Stich eine allergische Reaktion zeigen. In lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie den Notarzt (Rufnummer 112).

> Bienenstiche: Was tun, wenns juckt und brennt?

> Wespenstiche – Schutz und Erste-Hilfe-Tipps

> Hausmittel gegen Mückenstiche

Wie wird ein Hornissenstich behandelt?

Nach einem Hornissenstich schwillt die betroffene Stelle an und rötet sich. Der Stich brennt und kann heiß werden. Der auftretende Juckreiz hält in der Regel einige Tage an. Meist klingen die Symptome bei einem Hornissenstich innerhalb von ein paar Tagen ab. So können Sie den Stich einer Hornisse behandeln:

Nach dem Hornissenstich: unbedingt kühlen. (c) Dan Race / Fotolia

  • Kühlen Sie die Stichstelle mit einer Kältekompresse (Coldpack) oder einem Eiswürfel.
  • Alternativ können Sie auch kühlende Gels aus der Apotheke auftragen.
  • Ebenfalls helfen soll ein Umschlag mit essigsaurer Tonerde.
  • Ein weiteres Hausmittel sind Quarkwickel. Sie lindern den Juckreiz und reduzieren die Schwellung.
  • Eine Anti-Histamin-Salbe kann ebenfalls die Schwellung verringern.

Achtung: Wenn Sie im Mund- oder Rachenbereich gestochen wurden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt sicher, dass Ihre Atemwege nicht blockiert werden.

Tipp: Lutschen Sie als Sofortmaßnahme einen Eiswürfel!

Hornissenstich: Gefahren und wie du ihn richtig behandelst

Ein Hornissenstich kann gefährlich sein, ist jedoch nur für wenige Menschen wirklich lebensbedrohlich. Wir erklären dir, wie du Hornissenstiche mithilfe von Hausmitteln behandelst.

Um Hornissenstiche ranken sich viele Mythen – zum Beispiel, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten können. Obwohl Hornissen im Vergleich zu anderen Insekten recht groß und die Stiche schmerzhaft sind, ist das Hornissengift nicht gefährlicher als das von Wespen oder Bienen. Bei einem Bienenstich gelangt sogar wesentlich mehr Gift in den menschlichen Körper als bei einem Hornissenstich .

Lediglich für Allergiker können Hornissenstiche lebensbedrohliche Folgen haben: Starke Schwellungen, Atembeschwerden und Kreislaufversagen sind gefährliche Symptome, die umgehend von einem Notarzt behandelt werden müssen. Prinzipiell sollten Allergiker während der Insektenflugzeit stets die richtigen Notfallmedikamente wie Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin bei sich führen.

Für Menschen ohne Allergie können Hornissenstiche dann gefährlich werden, wenn sie im Mund- oder Rachenbereich auftreten. In diesem Fall verengen sich unter Umständen die Atemwege infolge der auftretenden Schwellung.

Symptome eines Hornissenstiches

Hornissen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen.
(Foto: CC0 / / umsiedlungen)

Hornissenstiche sind vor allem schmerzhaft. Zudem weisen sie folgende Symptome auf:

  • Juckreiz,
  • gerötete Haut in einem Radius von ca. zehn Zentimetern um die Einstichstelle,
  • Schwellungen um die Einstichstelle.

Bei Allergikern sind folgende Symptome zu beobachten:

  • tränende Augen,
  • Atembeschwerden,
  • Schluckbeschwerden,
  • Übelkeit,
  • Herzrasen,
  • Kreislaufversagen,
  • Ohnmacht.

Wurdest du oder eine andere Person von einer Hornisse gestochen, solltest du Ruhe bewahren und nicht panisch werden. Trotz des starken Juckreizes solltest du nicht kratzen oder am Stich drücken. Keime, die sich an deinen Händen befinden, können zu einer Infektion der Wunde führen.

Hausmittel gegen Hornissenstiche

Kühlen hilft die Schmerzen und den Juckreiz zu lindern.
(Foto: CC0 / / terimakasih0)

Kommt es zu einem Hornissenstich, solltest du schnell handeln. Wurdest du im Mund- oder Rachenbereich gestochen oder liegt eine Allergie vor, suche umgehend einen Arzt auf. Ist das nicht der Fall, kannst du wie folgt vorgehen:

  • Wenn möglich, desinfiziere die Einstichstelle mit Desinfektionsspray für die Haut.
  • Entferne enganliegende Kleidung oder Schmuck, da die betroffene Hautstelle anschwellen wird.
  • Kühle die Einstichstelle mit einem Coolpack oder Eiswürfeln. Lege die Eiswürfel aber nicht direkt auf die Haut, sondern nutze ein Stofftuch.
  • Wurdest du in den Arm oder ins Bein gestochen, lagere die Gliedmaßen erhöht.
  • Gib Essig oder Tonerde auf den Stich, zum Beispiel mithilfe von Umschlägen.
  • Eine halbe, aufgeschnittene Zwiebel kann die Einstichstelle desinfizieren.
  • Halte die Einstichstelle auch in den darauffolgenden Tagen sauber. So vermeidest du eine Infektion.
  • Bessern sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Hornissenstichen vorbeugen

Sei vorsichtig im Umgang mit Hornissennestern.
(Foto: CC0 / / Guicho)

Wie immer gilt: Am besten ist es, wenn die Hornisse gar nicht erst zusticht. Generell sind Hornissen im Vergleich zu anderen Insekten wenig angriffslustig und eher friedlich. Treibe aber niemals Hornissen in die Enge. Sie fühlen sich dann bedroht und setzen ihren Stachel zur Verteidigung ein. Auch hektische Bewegungen und Anpusten nehmen Hornissen als Bedrohung wahr.

Entdeckst du ein Hornissennest, halte dich vorerst fern, um die Tiere nicht zu erschrecken. Hornissen stehen unter Artenschutz, sodass du das Umsiedeln eines Hornissennestes nicht selbstständig übernehmen darfst. Wende dich an die Naturschutzbehörde deiner Stadt oder deiner Gemeinde. Diese weiß, worauf beim Umsiedeln geachtet werden muss und wird dir helfen.

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Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

Bienenstiche richtig behandeln und Schmerzen lindern
Wie behandelt man einen Bienenstich richtig?

Wie bei allen Insektenstichen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Gehen Sie bei einem Bienenstich wie folgt vor:

  1. Stachel entfernen

    Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut stecken. Dieser muss so schnell wie möglich entfernt werden. Je länger er in der Haut stecken bleibt, desto mehr Gift wird von der noch anhängenden Giftblase in die Haut abgegeben. Entfernen Sie den Stachel mit den Fingern oder mit Hilfe einer Pinzette.

  2. Bienengift nicht mit dem Mund aussaugen!

    Der Stich sollte niemals mit dem Mund ausgesaugt werden, da das Gift dann auf die Zunge gerät und über die Schleimhäute schneller in den Körper gelangt.

  3. Welcher Körperteil ist betroffen?

    Sind Mund, Rachen oder der Hals (auch äußerlich) betroffen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da durch die Schwellung die Luftzufuhr beeinträchtigt werden kann. Bis der Arzt eintrifft gilt es Ruhe zu bewahren und den Bienenstich zu kühlen, zum Beispiel indem man Eiswürfel lutscht.

  4. Ist eine Allergie auf Bienenstiche bekannt oder tritt eine allergische Reaktion auf?

    Einige Menschen reagieren auf Bienenstiche allergisch. In diesem Fall treten Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, großflächige Hautreaktionen und Atemnot bis hin zu einem allergischen Schock auf. Verständigen Sie in diesem Fall umgehend einen Arzt! Insektengiftallergiker sollten stets ein vom Arzt zusammengestelltes Notfallset mit sich führen.

  5. Einstichstelle untersuchen

    Wenn keine Allergie bekannt ist oder auftritt, ist keine Eile geboten. Die Einstichstelle mit der Lupe untersuchen: Ist kein Stachel vorhanden? Dann handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um einen Bienen-, sondern um einen Wespenstich. Wie man Wespenstiche behandelt erfahren Sie hier.

  6. Desinfizieren und kühlen

    Die Einstichstelle des Bienenstichs sollte desinfiziert werden, am besten mit einem Desinfektionsspray aus der Hausapotheke. Anschließend den Bienenstich mit Eiswürfeln oder einem Coolpack kühlen. Das lindert den Schmerz und hilft gegen die Schwellung.

    Ein Gel mit Antihistaminikum kühlt und lindert den Juckreiz.

    Bei mäßig ausgeprägten Symptomen empfiehlt sich die Behandlung des entzündeten Bienenstichs mit einem niedrigdosierten Hydrocortison-Präparat, das den Schmerz und die Schwellung lindert und bei Kindern ab 6 Jahren angewendet werden kann.

  7. Wann muss ein Arzt aufgesucht werden?

    Wenn nach 2-3 Tagen keine deutliche Besserung eingetreten ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Hausmittel gegen Bienenstiche

Bienen stechen als Mittel zur Selbstverteidigung, wenn sie sich oder ihr Bienenvolk in Gefahr sehen. Die Reaktionen nach einem Bienenstich können beim Menschen vielfältig ausfallen und von leichten Symptomen wie Rötungen und Schwellungen bis zum anaphylaktischen Schock bei Insektengiftallergikern gehen.

Bei Reaktionen, die über die Einstichstelle hinausgehen und den ganzen Körper betreffen, sollte sofort medizinische Hilfe gerufen werden. Mehr Informationen zur Notfallbehandlung nach einem Insektenstich lesen Sie hier.

In den meisten Fällen kommt es nach einem Insektenstich zu Schwellungen, Rötungen, Schmerzen an der Einstichstelle und Juckreiz. Diese verschwinden in der Regel innerhalb von wenigen Stunden bis Tagen. Bekannte Hausmittel können bei den leichten Symptomen Linderung verschaffen.

Stachel entfernen

Meistens verbleibt nach Bienenstichen der Stachel durch die Widerhaken samt des Giftbeutels in der Haut stecken. Damit nicht das komplette Gift eindringen kann und die Symptome noch stärker ausfallen, sollte der Stachel zusammen mit dem Giftbeutel so schnell wie möglich entfernt werden. Dabei sollte der Stachel mit dem Fingernagel oder einer Kreditkarte abgekratzt werden. Den Bereich anschließend mit sauberem Wasser waschen und trocken tupfen.

Achtung! Dabei nicht den Giftbeutel zerdrücken, ansonsten wird das gesamte Gift freigesetzt!

Kälte gegen Schmerz und Schwellung

Kälte hilft den Schmerz nach einem Insektenstich zu betäuben und reduziert die Schwellungen. Am besten eignen sich in Tüchern eingewickelte Kühlpacks oder Eis. Wenn kein Eis zur Kühlung zur Hand ist, einfach einen dünnen Waschlappen mit kaltem Wasser befeuchten und auf die betroffene Stelle für 10-15 Minuten legen. Wenn die Kälte unangenehm auf der Haut ist, sollte das Kühlen unterbrochen werden, damit die Haut keine Schäden nimmt. Je nach Bedarf diesen Vorgang nach mindestens 15 Minuten Pause wiederholen.

Hilfsmittel aus der Küche

Zwiebel

Die Zwiebel, der Klassiker der Hausmittel gegen Insektenstiche, kann Linderung nach einem Insektenstich verschaffen. Der Saft der Zwiebel hat nämlich nicht nur einen kühlenden Effekt, sondern wirkt auch leicht desinfizierend und entzündungshemmend. Am besten halbieren Sie eine frische Zwiebel, schneiden diese gitterförmig ein und drücken möglichst viel Zwiebelsaft auf die Wunde. Alternativ kann man mit der Zwiebel auch einige Minuten lang die Einstichstelle einreiben.

Zusätzlich kann auf die Zwiebelhälfte auch etwas Zucker gegeben werden. Der Zucker soll die Feuchtigkeit und damit auch das Gift entziehen.

Backpulver

Backpulver kann dabei helfen das säurehaltige Bienengift zu neutralisieren, was wiederum die Symptome nach einem Stich lindern kann. Dafür kann man ein Teelöffel Backpulver in einem Glas Wasser vermischen. In die Lösung wird ein Wattbausch getaucht. Diesen anschließend auf die Einstichstelle geben. Alternativ kann 1 Teelöffel Backpulver mit ein wenig Wasser zu einer Paste verrührt werden. Die Paste auf die Einstichstelle geben und für 5-10 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss sollte die Paste mit lauwarmen Wasser abgewaschen werden.

Bienenstich behandeln: Diese Hausmittel helfen

Aus Versehen auf eine Biene getreten? Wir zeigen dir die wirkungsvollsten Hausmittel, mit denen du deinen Bienenstich natürlich behandeln kannst.

Bienenstichen vorbeugen und sie richtig behandeln

Der Stich einer Biene erfolgt meist im Zuge einer Abwehrreaktion (Foto: CC0 / / katja)

Sommerzeit ist Barfußzeit. Man läuft durch die Wiese im Freibad – und schon ist es geschehen. Ein Stich, gefolgt von einem brennenden Schmerz und der raschen Gewissheit, dass man auf eine Biene getreten ist. Dabei sind Bienen im Gegensatz zu Wespen überhaupt nicht aggressiv. Bei ihren Stichen handelt sich lediglich um eine Abwehrreaktion, die für das Tier selbst tödlich endet. Aber auch für den Gestochenen kann ein derart ungemütliches Zusammentreffen schwerwiegende Konsequenzen haben, sollte er auf Bienengift allergisch sein. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig. Meistens reichen aber gängige Hausmittel aus und können zumindest Linderung verschaffen.

Am besten ist es aber, einen Stich von vornherein zu vermeiden! Beachtest du ein paar dieser Maßnahmen, bleiben dir und der Biene unnötige Qualen erspart:

  • Für viele gibt es nichts Schöneres, als barfuß zu gehen und das Gras zwischen den Zehen zu spüren. Möchte man allerdings Bienenstiche vermeiden, empfiehlt es sich, zumindest leichtes Schuhwerk wie Flipflops oder Sandalen zu tragen.
  • Süße, blumige Düfte locken Bienen, aber auch andere Insekten an – also im Sommer lieber darauf verzichten.
  • Sollte sich doch eine Biene angezogen fühlen und aufdringlich werden, Ruhe bewahren und nicht um sich schlagen. Sonst fühlt sich die Biene bedroht und sticht zu.
  • Meide die Nähe von Bienenstöcken, da die sonst friedlichen Bienen ihre Behausung schützen und hier eher zustechen.
  • Decke Getränke und Speisen im Freien immer ab, um nicht versehentlich Insekten mitzutrinken oder zu essen! Wird eine Biene verschluckt, bekommt sie Panik und kann im Mund und Rachenraum zustechen, was auch für Nicht-Allergiker Probleme verursachen kann.
  • Bienen sollten auch nie weggeblasen werden. Unser Atem enthält CO2, das den Bienen normalerweise signalisiert, dass ein Dieb (Vogel, Dachs oder Bär) die Brut oder Nahrungsvorräte im Bienenstock bedroht.

Von der Biene gestochen – was tun?

Sollte es trotz aller Vorkehrungen zum Stich kommen, muss zunächst der Stachel entfernt werden, der dank Widerhaken wahrscheinlich noch in der Haut steckt. Am besten geschieht dies mit Hilfe einer Pinzette, zur Not tun es auch die Fingernägel. Dabei solltest du genau darauf achten, den Giftsack am Stachel nicht zu zerquetschen, weil sich sonst auch noch das übrige Gift in die Wunde ergießt.

  • Den Stich zu kühlen ist die wichtigste Sofortmaßnahme – am besten mit Hilfe eines Kühl-Akkus oder Eiswürfels. Durch die Kälte verengen sich die Blutgefäße, Substanzen die den Juckreitz auslösen werden weniger und die Entzündung geht zurück. Außerdem nimmt die Schwellung ab.
  • Auch Hitze kann Linderung bringen: Proteine im Bienengift zerfallen ab einer Temperatur von circa 45 Grad. Heißes Metall – etwa ein Löffel oder eine Münze – oder ein mit heißem Wasser getränkter Wattebausch können also auch Linderung bringen.

Natürliche Hausmittel gegen Schwellungen und Juckreiz

Spitzwegerich hilft bei Bienenstichen (Foto: CC0 Public Domain / / cornelinux)

Ansonsten gilt dasselbe wie bei den meisten anderen Insektenstichen:

  • Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich legen, bis die Beschwerden nachlassen – das ist ein altbewährtes Hausmittel. Der Zwiebelsaft wirkt gegen Bakterien, desinfiziert die Wunde und der Juckreiz nimmt ab. Außerdem geht die Schwellung zurück.
  • Auch Bienenhonig hat sich als Hausmittel bewährt und wirkt gegen Bakterien.
  • Aloe-Vera-Pflanzen gedeihen auch bei uns mittlerweile in vielen Haushalten. Ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung macht sie zu einem beliebten Pflegeprodukt in der Kosmetik. Zudem lindert Aloe Vera auch den Juckreiz.
  • Spitzwegerich-Blätter werden seit Generationen bei Insektenstichen aller Art eingesetzt und sind ideal, wenn du unterwegs gestochen wirst. Sie wachsen praktisch überall, und du brauchst sie nur zerreiben und den Pflanzensaft auf den Bienenstich zu tupfen.
  • Ätherische Öle wie z. B. Teebaumöl helfen gegen die Schwellung. Nelken-, Eukalyptus– oder Lavendelöl verringern zudem den Juckreiz, Pfefferminzöl wirkt angenehm kühl und desinfizierend.
  • Ein Teelöffel Salz, der in Wasser aufgelöst wird und mit einer Kompresse auf den Bienenstich gelegt wird, wirkt beruhigend und kühlend.
  • Natron findet man in fast jeder Küche. Mit Wasser verdünnt hilft es, das säurehaltige Bienengift zu neutralisieren. Einfach einen Wattebausch damit beträufeln und mit einem Verband an der betroffenen Stelle fixieren.
  • Essigwasser-Umschläge kühlen den Stich und desinfizieren die Wunde.

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Zwiebel

Schneiden Sie eine Zwiebel auf, und legen Sie sie mit der Schnittfläche auf den Stich – ein altes Hausmittel, das wirklich hilft. Ich kenne einen Kindergarten, in dem die Erzieher im Sommer immer mit einer aufgeschnittenen Zwiebel auf den Spielplatz gingen. Inzwischen haben sie aber Erfahrung mit der homöopathischen Behandlung von Insektenstichen und deshalb die Zwiebel gegen ein paar homöopathische Kügelchen eingetauscht.

Homöopathische Behandlung

Die homöopathische Behandlung von Insektenstichen ist nach meiner Erfahrung eine lang erprobte Maßnahme. Mein Großvater war Imker und ich bin mit Bienenstichen aufgewachsen. Das Prinzip „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ findet hier mit homöopathisch aufbereitetem Bienengift Anwendung. Homöopathische Mittel gelten aber schulmedizinisch als wirkungslos. Aufgrund des Arzneimittelwerberechts dürfen weitere Informationen zwar in meinem Buch stehen aber nicht im Internet verfügbar sein. Die Honigbiene heißt Apis mellifica. Googeln Sie danach. Dies stellt keine medizinische Beratung dar!! In Notfällen müssen Sie selbstverständlich ein Krankenhaus aufsuchen oder den Rettungsdienst verständigen (112)
Leider musste ich einige interessante Texte aus dem Internet nehmen. Wir sind abgemahnt worden! In der Vergangenheit hatten sich viele Eltern über die ausführlichen Hinweise bedankt. Die Gefahr für solche Texte rechtlich belangt zu werden ist zu groß, da ein Konflikt mit dem Heilmittelwerbegesetz zu befürchten ist.

Bienen- und Wespenstiche im Mund- und Rachenraum

Die Erfahrung zeigt, dass es nur selten zu diesem Notfall kommt. Ein Wespen- oder Bienenstich im Mundbereich ist allerdings besonders gefährlich, weil die Schleimhäute schnell anschwellen können. Es droht die Gefahr des Erstickens. Deshalb muss rasch der Rettungsdienst gerufen werden. Der Notarzt hat entsprechende Medikamente um den Patienten vor Ort zu versorgen. Unter anderem müssen Antihistaminika, Kortison, und Adrenalin verabreicht werden. Das ist die schnellste Hilfe. Bitte fahren Sie vor lauter Panik in dieser Situation nicht selbst mit dem Auto in ein Krankenhaus. Sie könnten einen Unfall verursachen, und das angesteuerte Krankenhaus ist vielleicht nicht in der Lage, Kinder ausreichend zu versorgen. Und wenn Sie doch in die Klinik fahren: denken Sie daran, dass Kinder immer in eine Kinderklinik müssen. Im Zweifelsfall können Sie die nächstgelegene Kinderklinik über die 112 erfragen.

Ein Bienen- oder Wespenstich versetzt viele in eine Art Schockzustand. Gerade noch saßen alle glücklich um den Gartentisch zusammen, nun herrscht die reine Panik und keiner weiß so richtig, wie man reagieren sollte. Dabei ist es bei einem Insektenstich grundsätzlich ratsam, ruhig zu bleiben.

Muss ich bei einem Insektenstich den Notarzt rufen?

Wenn die gestochene Person bereits einmal allergisch auf einen Stich reagiert hat, solltest du sofort handeln und den Notruf wählen. Eine allergische Reaktion erkennst du an der massiven Rötung und der Schwellung, die sich nicht nur auf die Einstichstelle bezieht. Ein sogenannter anaphylaktischer Schock kann im Extremfall tödlich enden, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wurde.

Auch wenn zunächst keine allergischen Reaktionen auftreten, sollte die Person nach dem Bienen- oder Wespenstich genau beobachtet werden. Sorgen machen solltest du dir, sobald im Laufe der nächsten Stunden eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Anschwellen der Lippen, des Mundbereichs, der Zunge oder des Halses

  • Beschleunigter Herzschlag

  • Ohnmacht oder Schwindel

  • Fieber oder Frösteln

  • Atembeschwerden, z.B. Keuchen

  • Kalte oder feuchte Haut

  • Erbrechen oder Übelkeit

  • Ausschläge am ganzen Körper

In diesen Fällen solltest du sofort einen Arzt rufen. Fahre lieber nicht selbst, denn in dieser aufregenden Situation passieren leichter Unfälle.

Das ist wohl der Alptraum aller Eltern!

Hintergrund

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Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen kann ich selbst leisten?

Versuche, Ruhe auszustrahlen, auch wenn du selbst sehr aufgeregt bist. Wenn die betroffene Person allergisch reagiert, bringe es in die Schocklage, solange ihr auf Hilfe wartet. Dabei ist es wichtig, dass der Körperteil mit dem Einstich möglichst tiefer als das Herz liegt. Auch Eiswürfel zum Lutschen können helfen, denn sie verhindern, dass der Halsbereich anschwillt und die Atmung hemmt.

Wie behandle ich den Bienen- oder Wespenstich meines Kindes richtig?

Wenn du nicht allergisch auf den Insektenstich reagierst, kannst du die Stelle zunächst kühlen. Anschließend helfen Salben wie bei anderen Insektenstichen gegen den Juckreiz. Apis-Globuli wirken zusätzlich beruhigend. Wer einen Stichheiler zu Hause hat, kann diesen auch bei Bienen- und Wespenstichen nutzen. Ansonsten solltest du die Wunde im Auge behalten, denn die Stiche können sich durch die übertragenen Bakterien infizieren.

Welche Hausmittel helfen bei Bienen- und Wespenstichen?

Wenn du gerade unterwegs bist und keine anderen Hilfsmittel zur Hand hast, können Hausmittel eine wunderbare Alternative sein:

  • Halbe Zwiebel auf die Einstichstelle pressen und dort fest tapen.

  • Spucke auf dem Stich verteilen. Menschlicher Speichel lindert den Juckreiz.

  • Frischen Spitzwegerich oder Breitwegerich vom Wegrand pflücken und mehrfach auf die Einstichstelle drücken.

  • Gewürznelkenöl wirkt entzündungshemmend und bekämpft den Juckreiz.

  • Wickel aus Tonerde und Essigwasser können mit ihrer feuchten Kühle Milderung verschaffen.

  • Kampfer- oder Menthollösungen haben dieselbe Wirkung.

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Was ist gefährlicher: ein Bienen- oder Wespenstich?

Die Biene stirbt beim Stechen, da ihr Stachel mit der Giftblase in der Einstichstelle stecken bleibt. Fliegt das Insekt also weiter, handelt es sich um einen Wespenstich. Es ist aber nicht unbedingt gefährlicher, wenn der Stachel stecken bleibt. Das bedeutet nur, dass du ihn entfernen musst (siehe unten).

Gefährlicher sind tatsächlich Wespenstiche, denn auf der Suche nach Beute gehen diese auch an Abfälle und übertragen somit Bakterien. Das kann für eine offene Wunde wie einen Stich gefährlich sein.

Zwar gibt es den Ausspruch: „Sieben Hornissen-Stiche töten ein Pferd“, aber das muss wohl ein sehr krankes Pferd gewesen sein. Schließlich ist das Gift der gefürchteten Riesenwespen, der Hornissen, nicht gefährlicher als das ihrer kleinen Verwandten.

Vorsicht bei Bienenstichen im Hals- und Mundbereich!

Stiche im Gesicht sind immer gefährlich. Noch schlimmer wird es, wenn die Biene oder Wespe direkt im Hals oder Mundbereich zugeschlagen hat. Denn mit dem Anschwellen der Schleimhäute droht dann ein Ersticken. Dagegen kann ein Notarzt Kortison, Antihistaminika oder Adrenalin spritzen. Du solltest also nicht zögern, so schnell wie möglich die 112 zu wählen.

Wie entferne ich einen Bienenstachel, der noch in der Haut steckt?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass ein Stachel, der in der Haut steckt, immer noch Gift absondert. Er sollte also so schnell wie möglich entfernt werden. Am besten verwendest du dafür eine Pinzette. Im Anschluss solltest du die Wunde gründlich mit Wasser und Seife auswaschen.

Schütze dich vor Stichen!

Natürlich kann man Bienenstiche nicht mit hundertprozentiger Sicherheit verhindern, aber du kannst einige Tipps aufnehmen, um diesen Notfall unwahrscheinlicher zu machen:

  • Trage keine Parfüms und leuchtende Farben. Sie ziehen Wespen und Bienen an.

  • Gib deinem Kind unterwegs geruchslose Snacks (z.B. Reiswaffeln) statt süßen Kuchen oder Fruchtsäften.

  • Meide dunkle Trinkflaschen, damit du immer sehen kannst, ob eine Biene/ Wespe in ihrem Getränk ist.

  • Setze dich nicht in die Nähe von Abfalleimern oder Fallobst.

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Insektenstiche bei Kindern

Getränke sollten nur in geschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden. (Ingo Bartussek / Fotolia)

Normale körperliche Reaktion nach einem Insektenstich

  • Die Haut um die Einstichstelle schwillt stark an, wird heiß und gerötet.
  • Quaddeln
  • Juckreiz
  • Schmerz

+++ Mehr zum Thema: Insektenstich +++

Allergische Reaktion nach einem Insektenstich

Allergische Reaktionen erfordern immer das Eingreifen eines Notarztes. Sie äußern sich durch Symptome, die über die normale Schmerzempfindung, Schwellung und Quaddelbildung hinausgehen.

Typische Anzeichen einer allergischen Reaktion sind:

  • Starke Schwellung (größer als 10 cm) auch an Körperstellen, die weiter von der Einstichstelle entfernt sind
  • Rötung
  • Juckreiz
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Starkes Herzklopfen
  • Blutdruckabfall, Atemnot, Kreislaufbeschwerden (anaphylaktischer Schock)

+++ Mehr zum Thema: Allergische Reaktionen bei Kindern +++

Stechende Insekten

Zu den stechenden Insekten gehören Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen. Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Da sie alle Gift in ihrem Stachel tragen, kommt es unmittelbar nach dem Stich zu den charakteristischen Hautveränderungen. Unter Umständen kann das Gift stechender Insekten beim Zweitkontakt eine allergische Reaktion hervorrufen.

Bienen befinden sich meist in Bodennähe auf der Suche nach Nektar und Pollen. Besonders häufig passieren Bienenstiche in Wiesen mit vielen Blumen, Blüten und Klee. Der Stachel bleibt in der Regel nach einem Stich in der Haut stecken. Damit der Giftsack im Stachel nicht weiter ausgedrückt wird, sollte der Stachel nicht mit den Fingern, sondern mit einer Pinzette vorsichtig entfernt werden. Die Biene überlebt den Stich üblicherweise nicht.

Wespen reagieren besonders intensiv auf Süßspeisen und Fleisch. Hastige Bewegungen beim Versuch, die Tiere zu verscheuchen, können einen Angriff provozieren. Wespenstiche haben unter allen Insekten das größte Potenzial, eine Allergie auszulösen.

Blutsaugende Insekten

Gelsen, Bremsen und Flöhe stechen, um Blut zu saugen. Es stellt für sie eine wichtige Nahrungsquelle dar. Im Gegensatz zu Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen spritzen blutsaugende Insekten kein Gift in die menschliche Haut und können daher auch keine Insektengiftallergie auslösen.

Stechmücken (Gelsen) sind vor allem in den späten Nachmittags- und Abendstunden aktiv. Sie sind besonders dort in größeren Mengen vorhanden, wo Wasser ist. Nur weibliche Gelsen stechen, da sie das Blut für die Entwicklung ihrer Eier benötigen.

Der Stich selbst wird oft gar nicht bemerkt. Nach dem Stich (mit dem Rüssel) injizieren die Gelsen ein Speichelsekret in die Haut, um die Gerinnung des Blutes zu verhindern. Dabei gelangen Proteine aus dem Speichel in die menschliche Haut, worauf der Körper mit Schwellung, Juckreiz und Rötung reagiert.

Bremsen sind vor allem in der Nähe von feuchten Weiden anzutreffen. Ein Bremsenstich schmerzt stark, brennt und juckt. Erkennbar sind Bremsenstiche an einer kleinen Vertiefung in der Mitte des angeschwollenen Bereiches. Der Stich ist deutlich schmerzhafter als der von Gelsen, zudem entstehen viel größere Quaddeln.

​Flöhe bevorzugen eher Hunde und Katzen als Opfer. Kommt es dennoch zu einem Stich, ist er als kleines, rotes, juckendes Pünktchen auf der Haut erkennbar. Meist liegen mehrere Stiche dicht nebeneinander.

Zecken

Zecken gehören nicht zu den Insekten, sondern sind Spinnentiere. Der Biss einer Zecke ist in der Regel nicht schmerzhaft und bleibt deshalb häufig lange Zeit unbemerkt. Zeckenbisse sind nur dann gefährlich, wenn die Tiere mit Borreliose- oder Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erregern infiziert sind.

Ab dem 1. Lebensjahr ist eine Grundimmunisierung mit FSME daher empfohlen. Sollte sich um die Einstichstelle eine kreisrunde Abblassung, umrandet von einer kreisrunden Rötung entwickeln (wie das Bild auf der Wasseroberfläche, wenn ein Stein hineingeworfen wird), dann besteht der Verdacht auf Borreliose und der Patient muss antibiotisch behandelt werden. Vereinzelt sind auch Gelsen, Bremsen und Stehwespen in der Lage, Borreliose zu übertragen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Insektenstichen

  • Stachel – wenn vorhanden – vorsichtig mit einer Pinzette entfernen
  • Kalte Umschläge oder Coolpacks lindern den Schmerz und lassen die Schwellung schneller zurückgehen.
  • Das Einreiben der Stichstelle mit einer gekühlten, rohen Zwiebel kühlt und befeuchtet die Einstichstelle.
  • KühlendeInsektenstich-Salben lindern den Juckreiz.
  • Einstichstelle desinfizieren
  • Nicht kratzen, damit die Einstichstelle sich nicht infiziert

Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Insektenstichen im Kopf- und Halsbereich

Bei Insektenstichen im Kopf- und Halsbereich ist besondere Vorsicht geboten. Selbst wenn Anzeichen einer allergischen Reaktion ausbleiben, können Schwellungen in dieser Körperregion zu einer lebensbedrohlichen Behinderung der Atmung führen.

Aus diesem Grund sollte bei Insektenstichen im Kopf- und Halsbereich unverzüglich der Notarzt verständigt werden. Ist das Kind bei Bewusstsein, kann bis zum Eintreffen des Notarztes das Lutschen eines Eiswürfels helfen, die Schwellung zu reduzieren.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem allergischen Schock

  • Stachel entfernen
  • Notfallmedikament einnehmen (Details siehe weiter unten)
  • Notarzt rufen
  • Bei Kreislaufproblemen wie Benommenheit oder Kollaps auf den Rücken legen und Beine hochlagern
  • Bei Atemproblemen sitzende Position einnehmen

Was ist bei einer bereits bekannten Insektengiftallergie zu tun?

Insektenstichallergien gehören zu den häufigsten Allergien bei Kindern. Hat ein Kind bereits einmal mit einer allergischen Reaktion reagiert, muss damit gerechnet werden, dass es beim nächsten Stich wieder in ähnlicher Weise oder sogar noch heftiger reagiert. Aus diesem Grund muss bei einer bereits bekannten Insektengiftallergie ein spezielles Notfallset mitgeführt werden.

Das Set zur Selbstinjektion enthält abschwellend wirkende Medikamente gegen die allergische Reaktion (Antihistaminika und Kortison) sowie Adrenalin, das den Kreislauf stabilisiert. Die schnell wirkende Injektion wird unmittelbar nach dem Insektenstich in den Oberschenkelmuskel gespritzt. Aus Sicherheitsgründen sollte dennoch immer der Notarzt alarmiert werden.

Bei Kindern ab dem 5. Lebensjahr kann eine sogenannte Allergie-Impfung (Hyposensibilisierung) durchgeführt werden. Dabei wird der Körper über fünf Jahre hinweg langsam an das Bienen- oder Wespengift gewöhnt. Die Erfolgsrate dieser Immuntherapie ist außerordentlich hoch: Mit Bienengift kann bei über 80% Prozent, mit Wespengift bei gut 95% der Patienten ein vollständiger Schutz erreicht werden. Bei jenen Patienten, bei denen der Impfschutz nicht vollständig wirksam ist, kommt es zwar noch zu allergischen Reaktionen, diese fallen jedoch deutlich schwächer aus.

Im Falle einer Insektengiftallergie, die über die Hautreaktion hinausgeht (Schwellung des Kehlkopfs, Bronchienverengung und/oder Herz-Kreislauf-Beteiligung) kann die spezifische Immuntherapie auch schon bei jüngeren Kindern zum Einsatz kommen.

+++ Mehr zum Thema: Insektengiftallergie +++

Wie lassen sich Insektenstiche vermeiden?

  • Kein Verzehr von süßen Speisen im Freien
  • Abfälle und Essensreste sofort entfernen
  • Getränke nur in geschlossenen Gefäßen aufbewahren
  • Keine Getränkedosen verwenden
  • Strohhalme benutzen, um ein Verschlucken von Insekten zu verhindern
  • Nähe zu Abfalleimern, stehenden Gewässern oder Fallobst meiden
  • Nicht barfuß gehen, auf Wiesen vorzugsweise geschlossene Schuhe tragen
  • Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen, keine grellen Farben
  • Verzicht auf parfümierte Hautpflegeartikel und Sonnencremen
  • Äußerliche Anwendung von Insektenschutzmitteln (Repellents)
  • Moskitonetze über dem Kinderwagen
  • Fliegengitter an den Fenstern
  • Hastige Bewegungen vermeiden, um keinen Angriff zu provozieren
  • Fenster erst öffnen, wenn im Zimmer kein Licht mehr brennt

++ Mehr zum Thema: Tipps gegen Insektenstiche im Freibad ++

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Autoren:
Mag. Astrid Leitner
Medizinisches Review:
Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Monika Resch
Redaktionelle Bearbeitung:
Nicole Kolisch

Aktualisiert am: 24.07.2017 | 11:45

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Wespenstich: Was tun?

Der Wespenstich ist schmerzhaft und juckt, die Beschwerden klingen aber in der Regel nach relativ kurzer Zeit wieder ab. Eine Ausnahme bilden Stiche im Mund- oder Rachenraum – bei ihnen handelt es sich um einen ärztlichen Notfall, denn es droht Erstickungsgefahr.

Bei einer Insektengiftallergie tritt eine allergische Reaktion nicht nur an der Stichstelle, sondern am ganzen Körper auf. Die Symptome reichen von starker Schwellung bis hin zu Atemnot und Schock. Allergiker sollten deshalb bei Aktivitäten draußen stets ihr Notfallset mit schnell wirkenden Medikamenten bei sich tragen.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Wespenstich: Was tun?
  • Wespenstich behandeln: Das sind die wichtigsten Schritte
  • Wespenstich: Hausmittel gegen Juckreiz und Schwellung
  • Allergische Reaktion auf einen Wespenstich
  • Wespenstichen vorbeugen
  • Hausmittel, um Wespen fernzuhalten

Was hilft gegen Wespen?

So schmerzhaft ein Wespenstich ist – er ist in der Regel harmlos, sofern keine Insektengiftallergie vorliegt. Ganz anders sieht es bei einem Wespenstich im Mund oder im Rachenraum aus: Dann sollten Sie sofort den Notarzt unter der Norarzt-Nummer 112 rufen! Denn durch die Schwellung kann es zu lebensbedrohlichen Atembeschwerden kommen, ganz unabhängig davon, ob eine Insektengiftallergie vorliegt oder nicht. Tritt in einer solchen Situation ein Schock ein, sollten Sie die betroffene Person in die Schocklage legen (Beine hochlegen) und umgehend den Notarzt verständigen, soweit noch nicht erfolgt. Wenn vorhanden, empfiehlt sich das Lutschen von Eiswürfeln und das Kühlen von außen mittels Kühlpad.

Anders als Bienen ziehen Wespen ihren Stachel nach dem Stich wieder heraus. Befindet sich also noch ein Stachel in der Haut, handelt es sich nicht um einen Wespen- sondern um einen Bienenstich. Die Behandlung erfolgt bei beiden gleich. Allerdings empfiehlt es sich, einen Bienenstachel umgehend mit einer Pinzette aus der Haut zu ziehen, da er auch nach dem Stich weiter Gift absondert. Die Stichstelle sollten Sie nach dem Herausziehen des Stachels desinfizieren.

Verlassen Sie nach einem Wespenstich wenn möglich zunächst den Ort des Geschehens, denn mit ihrem Stich setzen die Insekten bestimmte Duftstoffe frei, die andere anwesende Wespen in Alarmstimmung versetzen.

Wespenstich behandeln: Das sind die wichtigsten Schritte

Wenn Sie einen Stichheiler zur Hand haben, empfiehlt es sich, diesen sobald wie möglich nach dem Wespenstich anzuwenden. Die abgegebene Wärme zerstört bestimmte Eiweißenzyme und neutralisiert das Gift dadurch. Je nach individueller Schmerzempfindlichkeit (die abgegebene Wärme wird häufig als unangenehm empfunden) empfiehlt es sich, die Prozedur einige Male zu wiederholen.

Auch das Aussaugen der Wunde mittels Mund oder Saugstempel kann helfen, allerdings verschließt sich die Wunde nach dem Stich recht schnell, hier ist also Eile geboten. Wichtig: Wenn Sie die Wunde selbst mit dem Mund aussagen, nehmen Sie über Ihre Schleimhäute etwas Insektengift auf, daher sollten Sie dies keinesfalls bei einer Insektengiftallergie tun. Spucken Sie das Gift unverzüglich aus und spülen Sie Ihren Mund mit Wasser gründlich aus.

Nach diesen ersten Maßnahmen empfehlen sich:

  • Kühlen: Mit Eispad oder Eiswürfeln die Stichstelle kühlen – legen Sie die Kältequelle nicht auf die bloße Haut, wickeln Sie sie in ein dünnes Handtuch oder ein Taschentuch ein. Kühlen Sie vor allem bei Baby und Kleinkind nicht zu lange, sondern nur einige Sekunden, machen Sie dann eine Pause von einigen Sekunden und kühlen Sie wieder. Bei Erwachsenen und älteren Kindern empfehlen sich abwechselndes Kühlen und Pausieren für je maximal zehn Minuten. Wenn Sie gerade nichts aus dem Kühlfach zur Hand haben, tut es auch ein kalter, nasser Waschlappen.

  • Eiswürfel lutschen: Bei einem Wespenstich im Mund oder Rachenraum empfiehlt es sich, auf dem Weg zum Arzt oder solange Sie auf den Notarzt warten, etwas Kaltes zu lutschen. Eiswürfel, nicht-stückiges Speiseeis, Wasser- oder Softeis bieten sich an. Sie können den Stich zusätzlich von außen kühlen.

  • Nicht kratzen: Auch wenn er schmerzhaft ist und juckt – versuchen Sie, den Wespenstich weitgehend in Ruhe zu lassen, um Entzündungen durch Kratzen zu verhindern.

  • Juckreiz mindern: Wenden Sie Hausmittel wie eine aufgeschnittene rohe Zwiebel oder Kräuterumschläge an. Auch kühlende Gels (zum Beispiel Aloe-vera-Gel) können helfen, den Juckreiz abzuschwächen.

  • Körperliche Reaktion beachten: Beobachten Sie Ihr Kind oder die gestochene Person einige Minuten, um sicherzugehen, dass kein allergischer Schock eintritt.

  • Hochlagern und ruhigstellen: Lagern Sie wenn möglich den Körperteil mit dem Stich ein wenig höher und versuchen Sie, ihn in den kommenden Tagen oder bis die Beschwerden abgeklungen sind etwas ruhiger zu halten.

Dann sollten Sie zum Arzt: Wenn der Wespenstich stark anschwillt oder sich entzündet und bei starken Schmerzen oder Gefühlsstörungen rund um die Stichstelle, die länger als 24 bis 36 Stunden anhalten, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Für Wespenstich-Allergiker gilt dies ohnehin.

Wespenstich: Hausmittel gegen Juckreiz und Schwellung

Auch manches Hausmittel eignet sich zu Behandlung von Wespenstichen.

Der Klassiker: Rohe Zwiebel

Schneiden Sie eine rohe Zwiebel in der Mitte durch und legen sie Sie mit der Schnittfläche nach unten auf den Wespenstich. Die Zwiebel enthält antientzündliche Wirkstoffe und mindert Juckreiz und Schmerzen.

Hausmittel auf Vorrat: Zwiebeleiswürfel

Um im Fall der Fälle eine desinfizierende und juckreizmindernde rohe Zwiebel parat zu haben, kann man auch einfach „Zwiebeleiswürfel“ selbst herstellen. Schneiden Sie dafür einfach eine Zwiebel in feine Würfel und frieren Sie sie mit etwas Wasser im Eiswürfelbehälter ein. Die Kühle wirkt ebenfalls wohltuend an der Stichstelle. Achten Sie bitte darauf, den Zwiebeleiswürfel nicht zu lange direkt auf die Haut zu legen, da sonst Erfrierungen und Kälteschmerzen drohen.

Beruhigen: Heilerde und Essig

Rühren Sie für einen kühlenden und beruhigenden Umschlag etwas Heilerde mit Essig an, tragen Sie die Masse direkt und rund um die Stichstelle auf und lassen Sie sie trocknen. Klopfen Sie die trockene Heilerde danach vorsichtig ab und wischen Sie eventuell feucht nach. Bitte rubbeln Sie nicht, um die Haut nicht unnötig zu reizen. Da Babys Haut empfindlich auf den Essig reagieren kann, ersetzen Sie diesen bei kleinen Kindern durch Wasser.

Natürlich entzündungshemmend: Ballonrebe

Salben mit Extrakten aus der Ballonrebe wirken entzündungshemmend und beruhigen. Die in der Ballonrebe in großen Mengen enthaltene Harlicarsäure wird auch als „natürliches Kortison“ bezeichnet und gilt als auf natürliche Weise entzündungshemmend.

Wundheilungsfördernd und gegen den Juckreiz: Spitzwegerich

Spitzwegerich ist als altes Hausmittel gegen Juckreiz bekannt. Zudem hat er antiseptische und wundheilungsfördernde Eigenschaften. Bereiten Sie einen Umschlag aus frischen, geriebenen Spitzwegerichblättern oder aufgebrühtem, abgekühltem Spitzwegerichtee und belassen Sie ihn mindestens 20 Minuten auf der Stichstelle.

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Allergische Reaktion auf einen Wespenstich: Insektengiftallergie

Bei einer Insektengiftallergie kann die Reaktion auf einen Stich weit über die üblichen Beschwerden hinausgehen. Während sich üblicherweise in den ersten Minuten nach einem Wespenstich eine Schwellung zeigt und lediglich die Region um den Stich herum zunächst schmerzt und später juckt, zeigen sich die Symptome im Rahmen einer allergischen Reaktion unter Umständen auch in ganz anderen Körperregionen.

Je nach Ausprägung und Giftmenge reichen die Symptome von einer über das normale Maß hinausgehenden Schwellungen bis zur Atemnot. Auftreten können:

  • sehr starke Schwellung um die Stichstelle
  • Quaddeln und Schwellungen in anderen Körperregionen
  • Atemnot und/oder Kurzatmigkeit
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Blutdruckabfall
  • Schock

Bei Insektengiftallergie sollte bei Aktivitäten draußen immer ein Notfallset zur Verfügung stehen. Notfallsets bestehen in der Regel aus einem schnellwirkenden Antiallergikum (Antihistaminikum) zum Einnehmen, Kortison zum Einnehmen und einer Adrenalin-Injektion, die bei akuten Symptomen wie Atemnot, Blutdruckabfall oder Schock umgehend gesetzt werden sollte. Die Medikamente sollten, sofern es der Arzt nicht anders verordnet hat, auch in dieser Reihenfolge eingenommen werden. Besprechen Sie die Zusammensetzung Ihres Notfallsets oder das ihres Kindes mit Ihrem Arzt. Er oder sie wird Ihnen auch die Anwendung der Infektionsspritze zeigen. Auch Kinder erlernen im Idealfall den Umgang mit der Spritze, damit sie sich im Notfall selbst eine Injektion setzen können.

Als langfristige Maßnahme zur Linderung der Insektengiftallergie ist eine sogenannte Hyposensibilisierung, bei der über Monate bis Jahre hinweg in regelmäßigen Abständen geringe Dosen von Insektengift injiziert werden, um die Toleranzschwelle des Körpers zu erhöhen.

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Wespenstichen vorbeugen

Wirklich sicher verhindern können Sie Wespenstiche leider nicht. Mückensprays sind gegen Wespen genauso wirkungslos wie lange Kleidung, denn diese lässt sich in der Regel problemlos durchstechen. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Stichs aber minimieren:

Ruhig bleiben: Hektisches Herumwedeln oder gar nach der Wespe zu schlagen, macht die Insekten unnötig aggressiv. Das gilt übrigens auch für das häufig empfohlene Anpusten. Die Wespe fühlt sich dadurch angegriffen und sticht eher zu. Zudem lockt das Schlagen nach einer Wespe Artgenossen an, denn Wespen verständigen sich durch Pheromone, die bei Angriffen entsprechend aktiviert werden – und schon ist Verstärkung im Anmarsch. Bringen Sie Ihrem Kind bei, wie es sich achtsam verhält und seien Sie ein Vorbild. Wenn Sie hektisch um sich schlagen, sobald eine Wespe, Biene oder Hornisse in der Nähe ist, wird Ihr Kind dies auch tun.

Im Freien vorsichtig essen und trinken: Bienen und Wespen fühlen sich vor allem von süßen Getränken und Speisen angezogen, Wespen auch von Fleisch. Kontrollieren Sie Ihr Essen vor dem Zubeißen. Achten Sie auch bei Ihrem Kind darauf, dass kein Tier auf der Speise sitzt und sensibilisieren Sie Ihr Kind diesbezüglich. Lassen Sie Flaschen und Becher nicht geöffnet und unkontrolliert stehen. Das sofortige Verschließen von Gläsern empfiehlt sich, weil dadurch erst gar keine verlockenden Düfte aufsteigen können.

Nicht barfuß auf Wiesen laufen: Gerade auf blühenden Wiesen können im Sommer Wespen, Bienen oder Hornissen sitzen. Tragen Sie zumindest leichtes Schuhwerk, um nicht versehentlich mit dem nackten Fuß auf eines der Tiere zu treten. Besonders in Klee fühlen sich Wespen wohl. Hier empfiehlt sich besondere Vorsicht.

Moskitonetz für Kinderwagen: Wenn in der Umgebung viele Wespen unterwegs sind, kann es Sinn ergeben, den Kinderwagen mit einem Moskitonetz zu schützen.

Wespen, Bienen und Hornissen ablenken: Ein Teller reifes Obst, einige Meter vom Tisch entfernt aufgestellt, kann die Aufmerksamkeit der Insekten auf sich ziehen und Sie haben beim Essen mehr Ruhe. Gut geeignet sind Trauben oder Äpfel.

Vermeiden Sie Parfum: Blumig-duftende Körperlotionen oder Parfüms können Wespen, Bienen und Hornissen anlocken.

Öfter duschen: Schweiß und Körpergeruch locken Insekten an. Vor allem nach dem Sport „duften“ wir für Wespen interessanter als sonst.

Keine knalligen Farben tragen: Auffällige Farben – ob bei der Kleidung oder auf der Tischdecke – locken Wespen an. Am uninteressantesten ist für sie die Farbe Weiß.

Meiden Sie draußen Mülleimer: Halten Sie sich nicht länger in der Nähe von Abfalleimern oder Altglascontainern auf, denn Wespen sind dort gern auf der Suche nach Abfallresten und süßen Flüssigkeiten.

Hausmittel, um Wespen fernzuhalten

Es gibt diverse überlieferte Methoden, Wespen fernzuhalten. Ob sie wirklich funktionieren, ist oft Ansichtssache. Während die einen auf Kaffeepulver zur Abschreckung setzen, sind andere von Nelken und Zitrone überzeugt.

Das sind die gängigsten Hausmittel gegen Wespen:

Zitronen: Wespen empfinden den Duft von Zitronen als unangenehm. Schneiden Sie zur Abschreckung einfach einige Zitronen jeweils in der Mitte durch und verteilen sie die Hälften mit der Schnittfläche nach oben auf dem und um den Tisch. Oft wird auch empfohlen, die Zitronen mit Nelken zu spicken, da Wespen den ätherischen Duft von Nelken nicht mögen.

Glühendes Kaffeepulver: Geben Sie etwas Kaffeepulver in ein feuerfestes Schälchen und stecken Sie ein brennendes Streichholz hinein, sodass das Kaffeepulver zu glühen anfängt. Die dadurch freigesetzten Aromen empfinden wir Menschen meist als angenehm, Wespen dagegen sind davon nicht so begeistert.

Knoblauch: Auch Knoblauch soll Wespen abschrecken. Schneiden Sie einfach einige Knoblauchzehen in zwei Hälften und verteilen Sie sie rund um den Tisch.

Kupfermünzen: Wespen mögen Kupfer überhaupt nicht. Reiben Sie einige Münze zwischen Ihren Finger, um das „Aroma“ richtig freizusetzen und verteilen Sie die Münzen auf dem Tisch.

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Wespenstich
 Autsch, Wespenstich! Was tun?

Im Garten, beim Picknick oder bei der Brotzeit auf dem Spielplatz: Wespen, die sich dreist auf die Trinkflasche setzen oder penetrant um den Kopf herumsummen nerven. Gerade kleine Kinder können die Gefahr schlecht einschätzen: Sie versuchen, die Insekten zu vertreiben, sehen sie vielleicht nicht oder kriegen Panik und reißen beim Schreien natürlich den Mund weit auf. Mit ein paar Tricks kannst Du Wespenstiche gut verhindern – ohne die Fliegenklatsche auszupacken:

  • Wenn Dein Kind von einer Wespe umkreist wird, bleib so ruhig wie möglich und versuche, das Tier mit sanften Handbewegungen vom Kind „wegschieben“. Nicht wild werden: Davon werden die Tiere aggressiv. Ansonsten gilt: Ab durch die Mitte – Kind auf den Arm nehmen und schnell im Zickzack laufen, so kann man die Wespe „abhängen“, ohne sie zu bedrängen.
  • Achte darauf, dass Dein Kind den Mund geschlossen hält, wenn eine Wespe in der Nähe ist.
  • Nimm zu einem Spielplatzausflug am besten Reiswaffeln als Snack mit – geruchlose Lebensmittel ziehen Wespen nicht so an wie ein Eis oder Wurstbrot.
  • Als Durstlöscher am besten Wasser einpacken. Ansonsten immer dran denken: Gläser abdecken und vorher schauen, ob nicht doch eine Wespe ins Glas gefallen ist. Mit einem Strohhalm gehst Du auf Nummer sicher.
  • Verzichte auf Bänke, die in der Nähe von Mülleimern stehen.
  • Feuchttücher machen kleine Klebemünder schnell wieder sauber.
  • Am besten ziehst du Deinem Kind eng anliegende Kleidung an – so können sich keine Wespen im Stoff verfangen.
  • Ende September werden Wespen langsam träge. Gerade dann ist besondere Vorsicht wichtig: Weil sie nicht so schnell wegfliegen können, geraten die Insekten schnell in Panik oder liegen (scheinbar tot) auf dem Boden – tritt man drauf, stechen sie zu.
  • Fliegengitter vor Fenstern machen das Zuhause wespensicherer.
  • Für den Balkon oder die Terrasse kannst Du auch eine Wespenfalle bauen. Einfach eine Weinflasche mit Fruchtsaft und Essig füllen – das lockt die Insekten an und durch den engen Flaschenhals kommen sie nicht wieder raus.

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