Was sind senkwehen

Senkwehen: Wie fühlen sie sich an?

Mit Senkwehen bereitet sich dein Kind auf die Geburt vor. Wie kannst du diese Wehen von anderen Kontraktionen der Gebärmutter unterscheiden und wie fühlen sie sich an?

Etwa drei bis vier Wochen vor der Geburt können im Verlauf der Schwangerschaft die ersten Senkwehen auftreten. Mit diesen Kontraktionen positioniert sich dein Baby schonmal für die immer näher rückende Geburt. Es sinkt tiefer in dein Becken und immer weiter in die richtige Geburtslage.

Senkwehen ziehen unangenehm im Körper

Wie kannst du Senkwehen von anderen Wehen unterscheiden?

Die Senkwehen lösen die Übungs- oder Vorwehen ab, die vorher, ca. ab der 20. Schwangerschaftswoche, auftreten können. Im Vergleich zu den Senkwehen sind die Übungswehen unregelmäßig und weniger schmerzhaft. Mit den Übungswehen bereitet sich die Gebärmutter auf die Geburt vor und „übt“ die Kontraktionen. Der Gebärmuttermund bleibt dabei geschlossen.

Auch die Frühwehen, die vor der 36. Schwangerschaftswoche eintreten können, sind nicht mit den Senkwehen zu verwechseln. Sie ähneln Menstruationsschmerzen, sind unterschiedlich stark und der Bauch wird hart. Hier ist Obacht geboten, denn sie können ein Zeichen dafür sein, dass du dich als werdende Mama übernommen hast oder dass eine Infektion vorliegt. Frühwehen sind echte Wehen und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bitte lass sie vom Arzt oder deiner Hebamme abgeklären, da sie sich auf den Muttermund auswirken und eine Frühgeburt auslösen können.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche können die Senkwehen einsetzen. Sie sind der eindeutige Vorbote für die nahende Geburt, die dann schließlich mit den geburtseinleitenden Eröffnungs- und schlussendlich austreibenden Presswehen vonstatten geht.

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Wie fühlen sich Senkwehen an?

Mit den Senkwehen sinkt dein Baby tiefer in dein Becken, um sich in die richtige Geburtsposition zu bringen. Die Wehen sind ähnlich der Übungswehen, sind in der Regel jedoch viel intensiver:

  • Sie ähneln dem Menstruationsschmerz.

  • Der Schmerz wird unterschiedlich empfunden.

  • Sie machen sich durch ein Ziehen im Rücken bemerkbar.

  • Das Ziehen kann bis in die Beine, vor allem die Oberschenkel, gehen.

  • Senkwehen kommen unregelmäßig, es können Stunden aber auch Tage zwischen ihnen vergehen.

  • Nach einem Peak werden Senkwehen wieder dann schwächer und klingen ab, bis zur nächsten Senkwehe.

Die Senkwehen bringen nicht nur dein Baby in die richtige Geburtslage, sondern bereiten auch den Gebärmutterhals auf die Geburt vor, indem sie ihn verkürzen und lockern. Der Muttermund bleibt noch geschlossen.

Was kannst du bei Senkwehen gegen die Schmerzen tun?

Oftmals helfen Entspannungsübungen und Wärme. Beobachte jedoch genau deinen Körper, denn manchmal können die Senkwehen in die Geburts- oder Eröffnungswehen übergehen. Hier solltest du immer deinen Arzt oder die Hebamme zurate ziehen. Eine sanfte Linderung der Senkwehen-Schmerzen schafft zum Beispiel:

  • Ein warmes Bad

  • Schwangerschafts-Yoga mit speziellen Übungen

  • abgestimmte Atemübungen

  • Vermeidung von Stress und Anspannung

  • Sanfte Massagen

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Senkwehen schaffen Erleichterung

Da dein Baby nun tiefer in dein Becken rutscht, senkt sich auch dein Bauch etwas anch unten. Das hat den Vorteil, dass es Erleichterung für die Lungen und den Magen schafft. Nun fallen dir Atmen und Essen wieder leichter. Auch lästiges Sodbrennen wird dadurch gelindert, solltest du darunter leiden. Dafür könnte es sein, dass ab jetzt der Druck auf deine Blase größer wird, da das Baby nun auf dieses Organ drückt.

Wie fühlen sich Senkwehen an, kann an dieser Stelle nicht eindeutig und hundertprozentig genau geklärt werden, auch wenn es durchschnittliche Erfahrungswerte und damit eine grobe Richtlinie gibt. Denn jede Geburt ist ein individuelles Erlebnis und auch Erleben. So wird jede Mutter die Wehen in ihren Feinheiten auch anders fühlen und wahrnehmen.

Wehen erkennen

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Was sind Wehen und wie kann ich Wehen erkennen?

Bei Wehen zieht sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammen und wird hart. Diese Muskelkontraktionen helfen dem Baby, für die Geburt in die richtige Position zu kommen. Sie bereiten kurz vor der Geburt den schützenden Muttermund auf die Eröffnung der Geburt vor und schieben das Baby während der Geburt in die richtige Richtung. Wehen zu einem früheren Zeitpunkt der Schwangerschaft dienen in der Regel als „Training“ der Gebärmutter für die anstrengende Geburt. In Ausnahmefällen können es aber auch vorzeitige Wehen sein, die im Ernstfall zu einer Frühgeburt führen können. Wir stellen Dir jetzt alle Wehenarten, ihre Aufgaben und Erkennungsmerkmale ausführlich vor, damit Du weißt, wie Du Wehen erkennen kannst.

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Übungswehen ab der 20. Woche

Es kann durchaus sein, dass Du schon einige Wochen vor der Geburt leichte Wehen spürst. Das sind die sogenannten Übungswehen. Sie sind auch bekannt als sogenannte Probewehen, wilde Wehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen. Mit ihnen „trainiert“ die Gebärmutter ab der 20. Schwangerschaftswoche für die Geburt. Die ersten Übungswehen spüren Schwangere meist kaum, bis zum Ende der Schwangerschaft können sie aber immer kräftiger werden. Sie sind ganz normal und harmlos. Diese Wehen öffnen nicht den Muttermund, sogar das Gegenteil ist der Fall: der Muttermund verkrampft sich bei diesen Kontraktionen und schließt sich noch fester.

So erkennst Du Übungswehen

Übungswehen sind eher unregelmäßig und wenig schmerzhaft. Oft verhärtet sich für eine Minute der Bauch, manchmal einmal pro Stunde, manchmal einige Male pro Tag. Nur wenn sie häufiger auftreten besteht Grund zur Sorge. Sollten sie mehr als drei bis vier Mal pro Stunde oder mehr als zehn Mal pro Tag auftreten, ist es ratsam, den Arzt zu kontaktieren. Auch ein Druck oder Schmerzgefühl im Unterleib oder Rücken oder starker Ausfluss oder Blutungen dürfen nicht in Kombination mit diesen Wehen auftreten. Solltest Du das beobachten, informiere umgehend Deinen Arzt. Denn dann könnte es sich doch um vorzeitige Wehentätigkeit handeln.

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Vorzeitige Wehen erkennen

Vorzeitige Wehen lassen sich von ihrer Stärke her nur schwer von Übungswehen unterscheiden. Generell solltest Du darauf achten, wie regelmäßig sich Dein Bauch während der Schwangerschaft verhärtet. Wenn Du unsicher bist, frag sicherheitshalber immer Deine Hebamme oder Deinen Arzt. Wenn die Wehen bei Dir schon vor der 36. Schwangerschaftswoche regelmäßiger auftreten, also mehr als drei bis vier Mal pro Stunde oder mehr als zehn Mal pro Tag, könnte es sich um vorzeitige Wehen handeln. In diesem Fall kann eine Frühgeburt drohen und Du solltest zur Sicherheit umgehend mit einem Arzt sprechen. Wenn die Wehen von Blutungen, Ausfluss oder starken Unterleibs- oder Rückenschmerzen begleitet werden, kann auch das ein Hinweis auf vorzeitige Wehen sein.

Gründe für vorzeitige Wehen

Wann und wodurch genau Wehen ausgelöst werden, ist noch nicht ausreichend erforscht. Deshalb ist es auch nicht ganz klar, warum bei manchen Frauen vorzeitige Wehen auftreten. Man vermutet aber, dass folgende Punkte damit in Zusammenhang stehen:

  • Harnwegsinfektionen
  • Infektionen im Genitalbereich
  • Erkrankungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Plazentainsuffizienz (Unterversorgung des Babys)
  • Chronische Krankheiten, wie Diabetes oder Asthma
  • Hormonstörungen
  • Infektionen, Fehlbildungen oder Erkrankungen des Babys
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Alkohol, Zigaretten und andere Drogen
  • Stress
  • Vorzeitiger Blasensprung
  • Mangelerscheinungen, wie Magnesiummangel

Was hilft gegen vorzeitige Wehen?

Solltest Du wirklich vorzeitige Wehen haben, kann Dein Arzt dir wehenhemmende Medikamente geben, um die Geburt noch aufzuhalten, sodass Dein Baby genügend Zeit bekommt, sich zu entwickeln. Manchmal kann es auch schon helfen, wenn Schwangere sich mehr Ruhe gönnen und Belastungen vermeiden.

Senkwehen erkennen (Vorwehen)

Senkwehen bekommst Du normalerweise in den letzten Wochen vor der Geburt. Sie werden daher auch oft als „Vorwehen“ bezeichnet. Sie schieben Dein Kind tiefer in Dein Becken, damit es die richtige Ausgangsposition für die Geburt einnehmen kann. Dein Bauch senkt sich mit dem Baby nach unten. Deine Lunge hat wieder mehr Platz und Du kannst dadurch wieder besser atmen. Auch wenn Du wieder mehr essen kannst, ist das möglicherweise ein Zeichen dafür, dass Dein Baby langsam ins Becken eintritt. Wenn Du zum ersten Mal schwanger bist, treten die Senkwehen etwa vier bis sechs Wochen vor der Geburt auf. Wenn Du bereits schwanger warst, kann Dein Kind auch erst kurz vor der Geburt in Dein Becken rutschen. Auch das ist ganz normal.

Senkehen: Eintritt ins Becken

Senkwehen müssen von Übungswehen unterschieden werden. Es handelt sich um zwei verschiedene Wehenarten, jedoch gehen sie ineinander über. Übungswehen machen sich deutlich früher bemerkbar als Senkwehen und können bereits in der Mitte der Schwangerschaft auftreten. Beiden gemein ist, dass sie nicht den Muttermund öffnen.

Geburtswehen erkennen

Die eine Mutter erzählt von stechenden Rückenschmerzen, eine andere sagt, sie hätte die Geburtswehen wie ein festes Band empfunden, das den Bauch einschnürt. Wieder eine andere beschreibt Geburtswehen als einen sehr schlimmen Menstruationskrampf. Geburtswehen öffnen den Muttermund und verkürzen den Gebärmutterhals. Die ersten Geburtswehen kommen allerdings nicht ruckartig oder aus dem Nichts. Die Spannung baut sich langsam auf und wieder ab. Zuerst spannt sich die Muskulatur im oberen Bereich der Gebärmutter an. Diese Kontraktion verbreitet sich wie eine Welle über die ganze Gebärmutter bis nach unten bis zum Muttermund. Auf dem Höhepunkt dieser Welle ist Dein ganzer Bauch angespannt. Die Entspannung erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge, also von unten nach oben.

Anzeichen für Geburtswehen

Besonders bei Deiner ersten Schwangerschaft kann es schwierig sein, Wehen oder andere Signale Deines Körpers richtig zu erkennen. Wenn Du allerdings folgende Zeichen an Dir beobachtest, so zeigen sich bei Dir möglicherweise die ersten Geburtswehen.

  • Du bekommst starke Rückenschmerzen oder ein starkes Ziehen im Bereich der Leiste.
  • Deine Gebärmutter beginnt sich rhythmisch anzuspannen.
  • Du spürst eine Spannung im Bauch, die sich langsam steigert und nach einem Höhepunkt wieder abnimmt.
  • Wenn die Wehen länger als 30 Sekunden dauern und in regelmäßigen Abständen in dieser Stärke wiederkehren, deutet dies auf richtige Geburtswehen hin.
  • Oft haben Geburtswehen zu Beginn einen Abstand von etwa 20 bis 30 Minuten. Wenn sich die Pausen zwischen den Wehen auf unter 10 Minuten verkürzen, dann steht die vollständige Öffnung des Muttermundes kurz bevor.

Eine sichere Methode, um zu testen, ob Du echte Geburtswehen hast, ist es, ein warmes Bad zu nehmen. Übungswehen werden bei Entspannung im warmen Wasser schwächer, Geburtswehen kommen dadurch richtig in Gang.

Arten der Geburtswehen

Je nachdem in welcher Phase der Geburt Du Dich befindest, empfindest Du die Wehen unterschiedlich. Man unterscheidet darum folgende Arten der Geburtswehen:

  • Eröffnungswehen: Die Geburt wird mit der Erweiterung des Muttermundes auf ungefähr zehn Zentimeter eingeleitet. Das Ende der Eröffnungswehen, wenn sich der Muttermund vollständig öffnet, kurz bevor die Presswehen einsetzen, wird von den meisten Frauen am schmerzhaftesten empfunden.
  • Presswehen: Das Kind wird in der Austreibungsphase zum Beckenausgang und dann durch die Scheide hinausgeschoben. Obwohl der Druck in diesem Abschnitt der Geburt größer ist, wird der Schmerz während der Presswehen von den meisten Frauen als erträglicher als die Eröffnungswehen empfunden, weil sie die Geburt durch Pressen aktiv unterstützen können.
  • Nachgeburtswehen: Nach der Geburt des Kindes wird die Plazenta, die als sogenannte „Nachgeburt“ bezeichnet wird, abgestoßen und ausgeschieden. Die Nachgeburtswehen spüren viele Frauen kaum noch, weil durch die Geburt Endorphine ausgeschüttet werden, die sie den Schmerz weniger stark empfinden lassen.
  • Nachwehen: Diese Wehen in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt unterstützen die Rückbildung der Gebärmutter und stillen Blutungen. Die Nachwehen sind bei Mehrgebärenden in der Regel stärker als bei Erstgebärenden. Auch das Stillen fördert durch seine Stimulation des Hormons Oxytocin diese Wehentätigkeit. Das bedeutet aber auch, dass sich die Gebärmutter von stillenden Frauen schneller wieder zurückbildet.

Geburtswehen: Wann ins Krankenhaus?

Wenn die Wehen so stark werden, dass Du währenddessen nicht mehr sprechen oder etwas anderes nebenbei tun kannst, ist es an der Zeit, in die Geburtsklinik oder ins Geburtshaus zu fahren. Auch wenn die Geburtswehen innerhalb einer halben Stunde etwa alle drei bis fünf Minuten auftreten, ist es höchste Zeit sich auf den Weg zu machen. Wenn Du nicht zum ersten Mal entbindest, solltest Du sogar noch früher fahren, weil die zweite Geburt meist schneller verläuft als die erste.

Du kannst natürlich jederzeit in die Geburtsklinik fahren, wenn Du unsicher bist oder zu Hause keine Ruhe findest. Die Hebamme wird dann mit einem CTG und einer Tastuntersuchung klären, ob Du schon echte Geburtswehen hast und wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Wenn Du tatsächlich viel zu früh in die Klinik gekommen bist, wird sie Dich noch mal nach Hause schicken. Das muss Dir aber nicht peinlich sein, denn das passiert vielen Frauen, die zum ersten Mal entbinden. Es ist besser einmal zu oft als zu spät ins Krankenhaus zu fahren.

Senkwehen

Geburt

Der Kopf Ihres Babys wandert in Richtung Beckenboden

Senkwehen werden auch als Vorwehen bezeichnet und treten in den letzten Schwangerschaftswochen kurz vor der Geburt auf. Die Senkwehen bewirken, dass Ihr Baby ins Becken rutscht und so später die richtige Position zur Geburt findet. Sie treten in unregelmäßigen Abständen auf und sind in der Regel nicht schmerzhaft.

Wie auch bei den Übungswehen übt die Gebärmutter bei den Senkwehen das zusammenziehen und schiebt dabei den Kopf Ihres Babys in Richtung Beckenboden. Dabei senkt sich Ihr gesamter Bauch nach unten, und Sie können wieder besser atmen.

Es ist ihre erste Schwangerschaft? Dann treten die ersten Senkwehen meist zwischen der 34. SSW und 36. SSW auf. Bei Mehrfachgebärenden treten sie später auf – nicht selten rutscht das Baby erst kurz vor der Geburt in den letzten Schwangerschaftswochen ins Becken.

Senkwehen – wie oft treten sie auf

Die Abstände zwischen den einzelnen Senkwehen sind unregelmäßig. Sie werden nicht stärker und sind in der Regel nicht schmerzhaft. Es ist völlig normal, dass zwischen den einzelnen Wehen mit unter Stunden oder auch Tage liegen können.

Sie sollten keine unangenehmen Schmerzen verursachen und nicht mehr als vier Mal pro Stunde oder häufiger als zehn Mal am Tag auftreten. Andernfalls sollten Sie Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt verständigen, da es sich um vorzeitige Wehen handeln könnte.

Senkwehen – wie fühlen sie sich an

Während den Senkwehen verspüren die meisten Frauen perioden-ähnliche Schmerzen und ein stärkeres Ziehen im Bauch nach unten. In einigen Fällen werden sie auch durch Rückschmerzen begleitet.

Senkwehen – welche Funktion haben sie

Die Senkwehen lassen Ihr Baby in den Beckenboden eintreten, indem es dann die richtige Ausgangsposition für die Geburt einnehmen kann. Ihr Bauch rutscht gesamthaft merkbar nach unten und Sie können wieder besser atmen.

Senkwehen – Unterschied zu Geburtswehen

Der Unterschied zu den Übungswehen und den Geburtswehen ist, dass sich diese nicht auf den Muttermund auswirken. Ebenso wie die Übungswehen, öffnen sie nicht den Muttermund.

Ob es sich um Übungswehen, Senkwehen oder Geburtswehen handelt, finden Sie ganz einfach mit einem alten Hebammentrick – legen Sie sich in eine warme Badewanne. Senkwehen lassen in der Regel nach – Geburtswehen nicht.

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Was Senkwehen bewirken

Die Intensität wird von jeder Frau anders empfunden. Die Senkwehen treten noch unregelmäßig auf. Sie werden als ein starkes Ziehen

  • im Unterbauch,
  • in den Leisten oder
  • im Rücken

gespürt. Dabei kann der Bauch auch hart werden.

Während dieser Phase senkt sich der Bauch der Schwangeren. Deshalb

  • fällt das Atmen wieder leichter und
  • der Magen hat mehr Platz.

Das Ungeborene nimmt langsam seine Geburtsposition ein.

Intensität und Intervalle

Etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche können Senkwehen auftreten. Die werdende Mutter bemerkt dann

  • einen extrem harten Bauch,
  • Schmerzen in den Oberschenkeln wie bei einem Muskelkater und auch
  • Rückenschmerzen.

Die Senkwehen hören nach einiger Zeit wieder auf, trotzdem werden sie von den meisten Frauen als unangenehm empfunden. Sie kommen in unterschiedlichen Intervallen, es können Stunden, manchmal kann auch ein ganzer Tag dazwischen liegen und insgesamt können sie mehrere Tage dauern.

Die Schwangere kann nun auch einen verstärkten Druck auf

  • die Blase und
  • das Becken

spüren. Bei Mehrgebärenden treten die Senkwehen oft erst kurz vor der Entbindung auf, werden aber meist stärker empfunden.

Das Empfinden der Senkwehen ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Nicht jede Schwangere bemerkt ihre Senkwehen. Teilweise ist der Bauch plötzlich tiefer gerutscht, ohne dass die werdende Mutter die Senkwehen bemerkt hat. Andere Frauen wiederum empfinden die Senkwehen als sehr unangenehm und schmerzhaft. Beides ist normal und vollkommen in Ordnung.

Die wenigsten Frauen benötigen bei den Senkwehen ein Schmerzmittel. Sofern eine Schwangere die Schmerzen als sehr stark empfindet, sollte sie zuerst abklären lassen, ob es sich wirklich nur um Senkwehen oder vielleicht schon um richtige Geburtswehen handelt.

Atemtechniken und Entspannungsmethoden zur Schmerzlinderung

Zur Linderung können die im Geburtsvorbereitungskurs erlernten Atemtechniken angewendet werden.

Eine harmlose Methode, die Beschwerden der Senkwehen zu lindern, ist eine warme Badewanne. Hier kann sich die werdende Mutter entspannen und normalerweise verschwinden die Schmerzen durch die angenehme Wärme. Ein warmes Vollbad entspannt die Muskeln und kann damit zur Erleichterung beitragen.

Manchen Frauen hilft es, wenn sie während der Senkwehen auf und ab gehen, andere finden eine Liegeposition mit erhöhtem Oberkörper angenehm.

Wann immer die Schwangere unsicher ist, ob alles in Ordnung ist, sollte sie eine Hebamme oder einen Arzt um Rat fragen.

Verschiedene Teesorten zur Linderung der Schmerzen

Himbeerblättertee

Eine Teesorte, die gegen die Beschwerden bei den Senkwehen helfen kann, ist der Himbeerblättertee. Dieser wird von den Hebammen für alle Schwangeren etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Er hilft nicht speziell gegen die Beschwerden der Senkwehen sondern bereitet den Körper auf die Geburt vor:

  • Die Gebärmuttermuskulatur wird gelockert.

  • Krämpfe im Unterleib werden gelöst.

  • Der Tee beruhigt die werdende Mutter

Zusätzlich enthält er viele wertvolle Vitamine und wirkt wehenanregend. Dies ist auch der Grund, weshalb der Himbeerblättertee nicht zu früh getrunken werden darf. Hier würde die Gefahr einer Frühgeburt bestehen.

Der Himbeerblättertee kann in der Apotheke bereits fertig gekauft oder die Blätter selbst aufgebrüht werden.

Mit Melisse und Frauenmantel kombinieren

Je nachdem, welche zusätzlichen Beschwerden bestehen, können nach Rücksprache mit der Hebamme weitere Teesorten hinzugefügt werden. Melisse wirkt beispielsweise beruhigend und Frauenmantel reguliert die Hormonausschüttung.

Auch bei pflanzlichen Wirkstoffen sind Nebenwirkungen möglich

Letztlich sollte eine Schwangere den Himbeerblättertee sowie auch die anderen Teesorten nur dann gegen die Beschwerden bei den Senkwehen trinken, wenn auch die Hebamme dazu rät. Es handelt sich zwar „nur“ um pflanzliche Wirkstoffe, diese können jedoch zu schwerwiegenden Folgeerscheinungen wie z.B. vorzeitigen Wehen führen.

Senkwehen: So erkennst du sie!

Deine Schwangerschaft nähert sich dem Ende, bald hast du es geschafft und hältst endlich dein Baby in den Armen. Doch bis es soweit ist, bereitet sich dein Körper fleißig auf die Geburt vor – allen voran deine Gebärmutter. Der Muskel zieht sich immer wieder zusammen und trainiert schon während der gesamten Schwangerschaft, was du möglicherweise als leichte Kontraktionen spürst. Ist dein Baby bereit für die Geburt, werden aus ihnen schließlich die echten Geburtswehen. Zuvor wirst du vermutlich ab etwa der 25. Schwangerschaftswoche (25. SSW) immer wieder einen harten Bauch bemerken. Das sind die sogenannten Übungswehen, die schließlich in den letzten Wochen in Senkwehen übergehen.

Was sind Senkwehen überhaupt?

Etwa um die 36. SSW wirst du vermehrt Senkwehen spüren.

So fühlen sich Senkwehen an:

  • sie dauern etwa 30 Sekunden bis eine Minute
  • sie treten über mehrere Stunden immer wieder unregelmäßig auf
  • die Abstände zwischen Senkwehen sind relativ lang und dauern 15 Minuten oder länger
  • machen sich durch Ziehen im Rücken oder Unterleib (ähnlich wie Menstruationsschmerzen) bis hinein in die Oberschenkel bemerkbar
  • ihre Intensität ist von Frau zu Frau unterschiedlich – manche spüren sie gar nicht, andere müssen die Senkwehen veratmen

Was bewirken Senkwehen?

Durch die Kontraktionen rutscht das Baby tiefer ins Becken und nimmt seine Geburtsposition ein. Positiver Nebeneffekt: Du bekommst wieder besser Luft, da das Baby nicht mehr so sehr auf die Lunge drückt. Auch das Sodbrennen sollte jetzt weniger werden. Außerdem bewegt sich der Gebärmutterhals von der Kreuzbeinhöhle nach vorne in Richtung Schambein. Diese Veränderungen verursachen bei manchen Frauen Beschwerden und Schmerzen. So erzeugt der Druck des Köpfchens Reibung an den Beckenknochen, den Bändern und Knorpelverbindungen im Becken. Auch die Bewegung des Muttermunds kann als Stechen in der Vagina zu spüren sein. Mit Wärme und einer sanften Massage können die Schmerzen gelindert werden.

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Übungswehen, die du meist kaum spürst, können Senkwehen also nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch schon Auswirkungen auf den Muttermund und Gebärmutterhals haben. Der kann sich nämlich schon langsam öffnen bzw. verstreichen. Deshalb solltest du spätestens jetzt auch deine Kliniktasche packen und die letzten Sachen für die Baby-Erstausstattung einkaufen, falls noch etwas fehlt.

Worin unterscheiden sich Senkwehen von echten Geburtswehen?

Manche Frauen verwechseln die frühen Senkwehen mit Geburtswehen, vor allem dann wenn der Termin schon fast vor der Tür steht. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es wirklich losgeht, ruf am besten erst einmal im Krankenhaus oder bei deiner Hebamme an. Dass du die Wehen nicht sofort einordnen kannst, ist vollkommen normal, schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein Baby.
Du kannst auch einen einfachen Test anwenden: Nimm einfach ein warmes Entspannungsbad:

  • Werden die Wehen dadurch stärker sind es wahrscheinlich echte Geburtswehen.
  • Verschwinden sie wieder, sind es Senkwehen.

Auch wenn die Wehen mit der Zeit in ihrer Intensität steigen, die Abstände immer kürzer und regelmäßiger werden und die Schmerzen zunehmen, sind das vermutlich Geburtswehen.

Senkwehen: Dann solltest du besser zum Arzt gehen

Übungs- und Senkwehen sind in den letzten Wochen vor der Entbindung normal. Allerdings sollten sie zwischendurch immer mal wieder verschwinden. Ist das nicht der Fall und halten sie über einen längeren Zeitraum an, solltest du zur Sicherheit mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin sprechen. Übrigens auch immer dann, wenn du ein ungutes Gefühl hast!

Willst du dich mit anderen werdenden Mamis über deine Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt austauschen? Dann schau doch mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

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