Was passiert wenn man in der schwangerschaft raucht?

Rauchen in der Schwangerschaft

Schluss mit dem Rauchen!

Schwangerschaft ist für Raucherinnen der Anlass, mit dem Qualmen aufzuhören. Die Erfolgsaussichten in dieser besonderen Lebenssituation sind nicht schlecht: Rund ein Drittel der schwangeren Raucherinnen beenden den Zigarettenkonsum in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Weltweit schaffen es rund 45 Prozent der schwangeren Frauen, rauchfrei zu werden. Umgekehrt bedeutet dies: Mehr als die Hälfte der Frauen raucht in der Schwangerschaft weiter.

Im besten Fall hören Frauen mit Kinderwunsch bereits vor der Befruchtung auf zu rauchen. In der Schwangerschaft ist es aber auch in den ersten Wochen noch nicht zu spät: Frauen, die bis zum Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels das Laster beenden, haben ein genauso großes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Nichtraucherinnen.

Rauchen in der Schwangerschaft erfolgreich beenden

Mit etwas aufzuhören, was seit langem zum Alltag gehört, ist nicht leicht. Trotz hoher Motivation brauchen einige Frauen zusätzliche Unterstützung, um mit dem Rauchen in der Schwangerschaft aufzuhören. Durch eine Verhaltenstherapie mit einer geschulten medizinischen Fachkraft oder mithilfe eines speziellen Raucherentwöhnungskurses für Schwangere schaffen es rund vier von 100 Frauen, das Rauchen in der Schwangerschaft zu beenden. Informationsmaterial über Angebote und professionelle Hilfe in Ihrer Nähe erhalten Sie von Ihrem Gynäkologen.

Die Universität Tübingen bietet eine Internet-Plattform, mit der Schwangere beim Verzicht auf Tabak und Alkohol unterstützt werden. Das vom Bundesministerium für Gesundheit zwischen 2011 und 2015 geförderte Projekt mit den Namen IRIS-I und IRIS-II ist bis heute kostenlos und anonym. Von 2016 bis 2018 wurde IRIS III von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) gefördert. Über zwölf Wochen lang erhalten die Schwangeren via Email Hilfe, Hintergrundinformationen, Übungen und Lösungsstrategien, um sich das Rauchen in der Schwangerschaft abzugewöhnen (http://www.iris-plattform.de/).

Eine Nikotinersatztherapie mit Nikotinpflaster oder -kaugummis bietet im Vergleich zu einem Unterstützungsprogramm keine bessere Erfolgsquote, will man mit dem Rauchen in der Schwangerschaft aufhören. Noch dazu bestehen hier gesundheitliche Bedenken. Sollte es nicht anders gehen, ist aber gerade bei starken Raucherinnen (über zehn Zigaretten pro Tag) eine Nikotinersatztherapie offenbar immer noch besser als das Qualmen. Sprechen Sie aber unbedingt vorher mit Ihrem Frauenarzt.

Medikamente zur Rauchentwöhnung sind für Schwangere nicht geeignet. Alle Behandlungsmöglichkeiten zur Raucherentwöhnung sollten immer mit dem Arzt abgeklärt werden.

Sind beide zukünftigen Elternteile Raucher, so verbessert ein gemeinsamer Verzicht die Erfolgsaussichten. Greift der werdende Vater allerdings weiterhin zur Zigarette, wird auch die Schwangere öfter rückfällig. Somit tragen die Väter nicht unerheblich zur gesunden Entwicklung ihres Kindes bei.

E-Zigaretten rauchen in der Schwangerschaft?

E-Zigaretten (elektronische Zigarette) sind keine sinnvolle Alternative für Schwangere. In den E-Zigaretten verdampft anstelle von Tabak eine nikotinhaltige Flüssigkeit, das sogenannte Liquid. Dieses enthält neben Nikotin eine Reihe von Zusatzstoffen und Vernebelungsmitteln (Propylenglykol, Glyzerin, Ethanol, Aromastoffe etc.), die gesundheitsschädlich sein können und je nach Hersteller stark variieren. Außerdem gibt es Hinweise, dass beim Verdampfen krebserregende Substanzen entstehen (Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein). Wissenschaftlich istzudem nicht belegt, dass sich E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung eignen. Schwangere sollten deshalb auch von E-Zigaretten die Finger lassen.

Schwangerschaft & Zigaretten
 Baby, ich hör‘ auf zu rauchen

… vor Wachstumsstörungen. Nikotin verringert den Blutfluss in der Plazenta. Das Gewebe des Ungeborenen wird dadurch weniger durchblutet. Deswegen ist das Wachstum dieser Kinder verzögert und ihr Geburtsgewicht niedriger. Das Längenwachstum ist bei Kindern von Raucherinnen eingeschränkt, der Kopfumfang verkleinert und das Geburtsgewicht durchschnittlich um 200 Gramm geringer. Konkret heißt das: Raucht eine Schwangere täglich eine bis fünf Zigaretten, mindert sich das Geburtsgewicht oft um 150 Gramm. Bei mehr als 20 Zigaretten täglich können es 350 Gramm sein. Eine leichtere Geburt verspricht das niedrigere Geburtsgewicht nicht. Geburtskomplikationen sind sogar häufiger.
… vor Lungenproblemen. Tabakrauch stört die Lungenentwicklung von Ungeborenen: Die Lungenfunktion vermindert sich, wenn Mama raucht – ein Problem, das nach der Geburt oft bestehen bleibt. So bekommen 28 Prozent der betroffenen Ungeborenen im ersten Lebensjahr wenigstens eine asthmatische Atemwegserkrankung. Sind Ungeborene, Neugeborene und Kleinkinder Tabakrauch ausgesetzt leiden sie häufiger an akuten und chronischen Atemwegerkrankungen, Asthma, Allergien und Mittelohrentzündung als Kinder nichtrauchender Eltern.
… vor einer späteren Nikotinabhängigkeit. Kinder rauchender Schwangerer bilden vermehrt Nikotinrezeptoren im Gehirn. Das macht sie anfälliger, später selbst zum regelmäßigem Raucher zu werden, wenn sie im Teenageralter die Droge Nikotin aus Neugier mal ausprobieren.
… vor Zellschäden. Viele Schadstoffe im Tabakrauch durchdringen die Plazenta und gelangen in Babys Blutkreislauf. Das gilt beispielsweise für Kohlenmonoxid. Er blockiert den Sauerstofftransport im Blut und gefährdet dadurch die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen. Ebenso gelangen krebserregende Substanzen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und tabakspezifische Nitrosamine in den Körper des Kindes. Sie alle können das Erbgut schädigen. Und weil der Organismus eines Ungeborenen einen höheren Stoffwechsel hat als der von Erwachsenen, macht ihn das zusätzlich anfälliger für die Schadstoffe im Tabakrauch. Dazu kommt, dass Kinder pro Zeiteinheit mehr Atemzüge machen und pro Kilogramm Körpergewicht ein höheres Atemvolumen haben als Erwachsene. Sie atmen daraufhin im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr giftige Substanzen ein.
… vor Allergien. Rauchen fördert Allergien – und das sogar über die Generationen hinweg. Enkel rauchender Großmütter haben ein höheres Risiko für eine Allergie als Kinder ohne solche Rauchbelastung im Stammbaum, wie Professor John Warner von der britischen Universität Southampton auf dem diesjährigen Welt-Allergie-Kongress betonte. Er und seine Kollegen hatten die Eltern von 908 Kindern befragt. Gemäß diesen Analysen waren die Enkel selbst dann belastet, wenn sie zu den rauchenden Großeltern keinen Kontakt hatten. „Wenn eine Schwangere raucht, schädigt sie vermutlich das Erbgut der Eizellen im weiblichen Fötus“, sagt Warner. Und aus diesen beschädigten Eizellen entstehen später die Enkel mit erhöhter Allergiedisposition.
… vor Entzugssymptomen bei der Geburt. Babys rauchender Mütter erleben ähnliche Entzugssymptome wie Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Kokain oder Heroin eingenommen haben. Das ergab eine Untersuchung der Brown Medical School in New York. Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft sechs Zigaretten täglich geraucht hatten, zeigten 48 Stunden nach der Geburt Symptome, die auf einen Entzug hindeuten: die Babys waren nervös, leicht erregbar, zitterten, litten oft unter Magen-Darm-Störungen und hatten einen zu hohen Blutdruck.

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen und einmaliger Erfahrungen. Neues Leben beginnt zu wachsen und mit jedem Tag verändert sich das Leben der werdenden Mutter ein kleines Stückchen mehr. Für werdende Mütter die rauchen bedeutet die Schwangerschaft jedoch nicht nur mit den alltäglichen Veränderungen des eigenen Körpers umgehen zu lernen, nein es bedeutet auch die Gesundheit des ungeborenen Kindes zu schützen.

So wird das Rauchen in der Schwangerschaft zu einem Thema, das kaum umstrittener sein könnte. Manche Frau verzichtet ab dem Augenblick, in dem sie erfährt, das sie schwanger ist, rigoros auf Nikotin. Andere werdende Mütter haben es schwerer und doch steht eines mit Gewissheit fest. Rachen in der Schwangerschaft schadet Mutter und Kind und kann zu fatalen Komplikationen in der Schwangerschaft sowie Fehlentwicklungen des Kindes führen.

Welche Risiken gehen Mütter ein, die in der Schwangerschaft rauchen?

Dass sich das Rauchen auf den menschlichen Körper negativ auswirkt, das sollte jedem bekannt und gleichermaßen bewusst sein. Inhaltsstoffe wie das Nervengift Nikotin oder Teer schädigten nachhaltig den gesamten Körper und sorgen für eine Abhängigkeit von der Zigarette. Erhöhte Gesundheitsgefahren und der sogenannte Nikotinabusus sind somit in jedem Fall Risiken, die werdende Mütter nicht außer Acht lassen sollten.

Rauchen kann Schäden am ungeborenen Kind verursachen

Für einen erwachsenen Menschen ist dies grundsätzlich eine persönliche Entscheidung. Möchte man rauchen und somit durch die Zigarette eine Nikotinsucht eingehen oder möchte man viel mehr gesund und vital Leben. Für werdende Mütter sollte die Frage anders gestellt sein. Möchte man seinem ungeborenen Kind körperliche wie auch emotionale Schäden ersparen oder geht man das Risiko von Fehlbildungen und Suchterscheinungen nach der Geburt sein. Denn genau das sind die Risiken für das ungeborene Kind, wenn eine Mutter in der Schwangerschaft raucht.

Sofort mit dem Rauchen aufhören oder doch lieber nach und nach?

Selbstverständlich ist es immer ratsam mit dem Rauchen aufzuhören, man verbessert die eigene Gesundheit damit und erspart sich unnötige Gesundheitsrisiken. Doch sobald eine Schwangerschaft beginnt, sollte man wirklich mit dem Rauchen aufhören. Egal ob man möchte oder nicht, man schuldet es einfach seinem ungeborenen Kind.

Doch mit dem Rauchen aufhören, das ist gar nicht so leicht. Die Entzugserscheinungen belasten den Körper und schaffen gemeinsam mit den alltäglichen Beschwerden einer schwangeren Frau eine Situation, die denkbar unangenehm ist. So versuchen viele Frauen zunächst einmal, den Zigarettenkonsum lediglich zu reduzieren. Von einer Packung auf nur wenige Zigaretten, da kann man doch gar nicht mehr merken oder? Leider doch. Denn es ist absolut, egal ob eine werdende Mutter eine ganz Stange raucht oder nur einzelne Zigaretten, das Nikotin einer einzelnen Zigarette vermag es bereits, ein ungeborenes Kind schwer zu belasten.

Die beste Lösung ist und bleibt somit in jedem Fall ein sofortiger Verzicht auf Nikotin und gegebenenfalls eine Behandlung der Entzugserscheinungen mithilfe des behandelnden Arztes. Denn nur so schützten werdende Mütter ihre Kinder vor möglichen Folgen des Rauchens in der Schwangerschaft.

Welche Folgen hat es, wenn Mütter trotz Schwangerschaft rauchen?

Doch was passiert, wenn man nicht mit dem Rauchen aufhört? Welche Risiken geht man ein, wenn man trotz Schwangerschaft munter weiterqualmt? Nun die möglichen Folgen und Risiken sind erschreckend. Von körperlichen Fehlbildungen über mentale Fehlbildungen bis hin zu einem ungewollten Ende der Schwangerschaft ist die Liste an möglichen Konsequenzen erschreckend, und selbst wenn das Kind trotz Nikotingenuss in der Schwangerschaft voll ausgebildet und lebensfähig zur Welt kommt, ist der kalte Entzug direkt nach der Geburt für das kleine Würmchen ein mehr als hartes Willkommen in dieser Welt.

Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, haben im Übrigen auch in ihrem späteren Leben oftmals erhebliche Schwierigkeiten. Konzentrationsstörungen, Unruhe, Reizbarkeit oder gar Schlafprobleme sind nicht selten eine Spätfolge des Nikotingenusses während der Schwangerschaft und einige Forscher vermuten sogar, dass die Suchtbereitschaft von diesen Kindern um ein vielfaches höher ist, als von Kindern deren Mütter in der Schwangerschaft gesund und ausgewogen gelebt haben.

Wenn also auch sie schwanger sind und noch rauchen, raten wir ihnen tunlichst, schnellstmöglich die Zigarette beiseitezulegen und für sich und ihr Kind endlich mit dem Rauchen aufzuhören!

Alles über das Rauchen auf Gesundesleben.at erfahren

  • Die E-Zigarette
  • Rauchen in Österreich
  • Wie kannst du mit dem Rauchen aufhören
  • Der Nikotinentzug
  • Der Nikotinabusus
  • Rauchen Folgen
  • Rauchen Schwangerschaft
  • Allgemeines über Rauchen

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Rauchen in der Schwangerschaft

Letzte Änderung: 14.11.2016
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Wenn Frauen in der Schwangerschaft rauchen oder Passivrauch ausgesetzt sind, stellt das ein großes Risiko für das ungeborene Kind dar. Denn das Nikotin gelangt vom Blut der werdenden Mutter über die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes. Es beschleunigt den Herzschlag des Babys und verursacht Probleme bei dessen ersten Atemübungen, die überlebenswichtig sind für die ersten Atemzüge nach der Geburt.

© Jupiterimages/Stockbyte

Inhaltsverzeichnis

  • Allgemeines
  • Weitere Informationen

Rauchen hat außerdem einen direkten Einfluss auf die Plazenta (Mutterkuchen). Die Folge: Das Baby wird schlechter mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt. Im Vergleich zu Kindern von Nichtraucherinnen wiegen Babys von Raucherinnen daher bei der Geburt weniger und sind häufig auch kleiner. Das Gewicht sinkt dabei umso mehr, je stärker die Schwangere raucht oder Passivrauch ausgesetzt ist. Daher gilt: Jede Zigarette weniger ist gut für Ihr Kind!

Kinder von Raucherinnen kommen außerdem häufiger als Frühchen auf die Welt. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht zusätzlich das Risiko für

  • Blutungen,
  • Fehlgeburten und
  • einen vorzeitigen Blasensprung.

Die Plazenta verkalkt schneller als bei Nichtraucherinnen und kann sich vorzeitig ablösen, eine lebensgefährliche Situation für das Baby.

Verzichten Sie daher auf das Rauchen in der Schwangerschaft! Auch Passivrauchen kann die Entwicklung des Babys schwerwiegend beeinflussen.

Wer in der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhört, sollte das im Übrigen vollständig tun: Die Aussage, dass das Baby Entzugserscheinungen bekäme, wenn man von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhört, dient lediglich dazu, sich die eine oder andere Zigarette schönzureden. Ein Rauchstopp in der Schwangerschaft hat ausschließlich positive Wirkungen auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes.

Video: Vorzeitige Plazentaablösung

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Am sinnvollsten ist es, schon mit dem Kinderwunsch das Rauchen einzustellen (Nikotin hat auch einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau) und die nähere Umgebung rauchfrei zu halten – spätestens sollte das aber mit dem positiven Schwangerschaftstest geschehen. Aber auch wer sich später in der Schwangerschaft zu diesem sinnvollen Schritt entscheidet tut noch viel Gutes: Wenn Sie vor der 15. Schwangerschaftswoche mit dem Rauchen aufhören, senken Sie damit das Risiko einer Frühgeburt und weiterer Komplikationen drastisch.

Mögliche Folgen von Rauchen in der Schwangerschaft

Rauchen sowie Passivrauchen in der Schwangerschaft kann vielfältige ungünstige Folgen haben und sich sowohl auf die Mutter als auch auf das Kind und auch direkt auf die Schwangerschaft auswirken.

Auswirkungen auf Mutter und Schwangerschaft

Wer in der Schwangerschaft raucht, erhöht sein Risiko für eine:

  • Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft
  • Unterentwicklung oder Fehlentwicklung der Plazenta (und in Folge eine Plazentainsuffizienz)
  • Placenta praevia (Vorderwandplazenta, die Komplikationen wie Blutungen mit sich bringen kann und häufig einen Kaiserschnitt erforderlich macht)
  • vorzeitige Ablösung der Plazenta
  • Frühgeburt
  • Fehlgeburt

Auswirkungen auf das Kind

Wenn die werdende Mutter raucht oder Passivrauch ausgesetzt ist, kann das schwerwiegende Folgen für das Baby haben – sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt. Unter anderem erhöht sich durch Rauchen in der Schwangerschaft das Risiko für:

  • niedriges Geburtsgewicht
  • schlechte APGAR-Werte (Test nach der Geburt)
  • schlechte Herzfrequenz
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Risiko doppelt so hoch wie bei Kindern von Nichtraucherinnen)
  • eingeschränktes Immunsystem
  • Herzfehler (Risiko 60% höher als bei Kindern von Nichtraucherinnen)
  • plötzlichen Kindstod (SIDS)
  • Tod des Kindes in den ersten Tagen nach der Geburt
  • Wachstums- und Entwicklungsstörungen
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • spätere Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma)
  • Allergien
  • spätere Unfruchtbarkeit oder verminderte Fruchtbarkeit

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Frauen und Rauchen

swissmom: Wie viele Frauen rauchen in der Schweiz?

Verena El Fehri: 2010 rauchten 24 Prozent der jungen Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 65 Jahren. 2001 waren es noch 30 Prozent gewesen. Am häufigsten geraucht wird in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen. 2010 waren 36 Prozent der Frauen in diesem Alter Raucherinnen.

swissmom: Welche besonderen Risiken gehen Raucherinnen ein?

Verena El Fehri: Raucherinnen, die mit der Pille verhüten, haben gegenüber gleichaltrigen Nichtraucherinnen ein 20-mal grösseres Risiko, dass sie eine Thrombose erleiden und ein Blutgerinnsel ein Gefäss verstopft. Raucherinnen mit Kinderwunsch haben grössere Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Ihr Risiko, unfruchtbar zu bleiben, nimmt zu. Raucherinnen kommen früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. Nach den Wechseljahren weisen Raucherinnen eine geringere Knochendichte auf als Frauen, die nie geraucht haben. Zudem treten bei Raucherinnen häufiger Hüftfrakturen auf.

Zur Person

Verena El Fehri ist Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz in Bern. Auch koordiniert sie die verschiedenen Projekte, die die Arbeitsgemeinschaft für das Nationale Rauchstopp-Programm und das Experiment Nichtrauchen ausführt. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Tabakprävention.

swissmom: Mit welchen Komplikationen muss eine Schwangere rechnen, wenn sie während der Schwangerschaft raucht?

Verena El Fehri: Eine schwangere Raucherin erleidet rund zweimal häufiger Komplikationen. So ist das Risiko höher für eine vorliegende Plazenta, bei der der Mutterkuchen zu nahe am Ausgang der Gebärmutter liegt (Plazenta praevia). Grösser ist ebenfalls das Risiko einer vorzeitigen Ablösung der Plazenta. Rauchen während der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Tot- oder Frühgeburt und nach der Geburt das Risiko eines plötzlichen Kindstodes. Auch weisen Kinder von Raucherinnen oft ein niedrigeres Geburtsgewicht auf.

swissmom: Warum sollten Frauen mit Rauchen aufhören?

Verena El Fehri: Eine Raucherin, die an einer tabakbedingten Krankheit stirbt, verliert durchschnittlich 14 Lebensjahre. Aufhören lohnt sich in jedem Alter. Nach dem Rauchstopp gehen neben den Risiken, die beide Geschlechter treffen, zusätzlich die geschlechtsspezifischen Gesundheitsrisiken einer Raucherin zurück. Erst recht lohnt sich ein Rauchstopp vor einer Schwangerschaft. Denn Rauchen während der Schwangerschaft schadet der Gesundheit sowohl der Mutter als auch des ungeborenen Kindes. Jede vierte Raucherin will innerhalb von sechs Monaten aufhören. Die Gründe für einen Rauchstopp sind oft persönlicher Art. Viele wollen für sich und die Gesundheit etwas Gutes tun, andere leiden unter tabakbedingten Krankheiten wie Atembeschwerden. Am grössten ist die Aufhörbereitschaft bei den 25- bis 34-Jährigen. In diesem Alter kann speziell ein Kinderwunsch, eine Schwangerschaft oder das Zusammenleben mit Kleinkindern zum Aufhören motivieren.

swissmom: Wie schnell sind die Vorteile nach einem Rauchstopp spürbar?

Verena El Fehri: Schon nach wenigen Wochen zirkuliert das Blut wieder besser durch den Körper und die Lungenfunktionen erholen sich. Körperliche Anstrengungen fallen leichter. In den Atemwegen entsteht weniger Schleim, Husten und keuchender Atem nehmen ab.

Wenn eine Frau rechtzeitig das Rauchen aufgibt, gehen die Schwierigkeit, schwanger zu werden, und das Risiko der Unfruchtbarkeit zurück. Das gilt auch für die Komplikationen während der Schwangerschaft. Sogar wenn eine Frau erst in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft mit Rauchen aufhört, sinkt das Risiko einer Frühgeburt und eines tieferen Geburtsgewichts des Neugeborenen. Bereits unmittelbar nach dem Rauchstopp riecht der Atem besser, die gelbliche Verfärbung von Zähnen und von Fingern und Fingernägeln bildet sich zurück. Der Rauchgeruch verschwindet aus den Haaren. Das Essen schmeckt besser und der Geruchssinn arbeitet wieder ungetrübt.

swissmom: Wo kann man sich für einen Rauchstopp Hilfe holen?

Verena El Fehri: Entscheidend für den Erfolg eines Rauchstopps ist die Wahl einer Methode, die in den persönlichen Alltag passt. Bei der Rauchstopplinie kennen sich die speziell ausgebildeten Beraterinnen und Berater bestens aus in den verschiedenen wissenschaftlich erprobten Aufhörmethoden. Auf Wunsch können sich Raucherinnen beim Aufhören von den Beraterinnen mit mehreren kostenlosen Anrufen begleiten lassen. Für Anrufe in Deutsch, Französisch und Italienisch ist die Rauchstopplinie unter Nummer 0848 000 181 montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr erreichbar. Für die Sprachen Albanisch, Portugiesisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch und Türkisch gibt es je eine eigene Telefonnummer.

swissmom: Warum ist Passivrauch besonders auch für Kinder so gefährlich?

Verena El Fehri: Kinder sind im Wachstum begriffen. Deshalb sind sie durch die Giftstoffe des Tabakrauchs noch stärker gefährdet. So haben Kleinkinder, die dem Passivrauchen ausgesetzt sind, schwächere Lungen. Das erhöht die Gefahr für viele Gesundheitsprobleme. Dazu gehören Infektionen der unteren Atemwege wie Bronchitis oder Lungenentzündung. Aber auch andere Atembeschwerden wie Husten, Schleimbildung, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit treten häufiger auf. Zudem tragen Kinder ein höheres Risiko für Ohrentzündungen und benötigen häufiger einen operativen Eingriff zum Einlegen eines Röhrchens ins Trommelfell.

Kontakt: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz (AT Schweiz), www.at-schweiz.ch

Newsticker

Schwanger = Rauchstopp! | 19.12.2016

Wenn werdende Mütter in der Schwangerschaft rauchen, schädigen sie damit die Nieren ihrer ungeborenen Kinder, wie eine holländische Untersuchung mit mehr als 5600 Kindern im Alter von 6 Jahren ergab. Gemessen wurde bei allen Kindern das Nierenvolumen, die eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) und die Albumin-Kreatinin-Rate. Kinder von Raucherinnen während der Schwangerschaft wiesen ein geringeres Nierenvolumen und eine schlechtere Nierenfunktion auf. Der stärkste Effekt fand sich bei Müttern, die während der Schwangerschaft fünf oder mehr Zigaretten am Tag geraucht hatten. Rauchen nur im ersten Drittel der Schwangerschaft führte zu einer erhöhten Albumin-Kreatinin-Rate. Wenn nicht die Mutter sondern nur der Vater rauchte (Passivrauchen), hatten die Kinder später lediglich ein geringeres Nierenvolumen, aber keine Nierenfunktionsstörungen.

Letzte Aktualisierung : 03-08-16, BH

Mütter, die während der Schwangerschaft rauchen, setzen die Gesundheit des ungeborenen Kindes aufs Spiel. Weil die Plazenta (der Mutterkuchen) nicht mehr so gut durchblutet wird, kann es zum Sauerstoff- und Nährstoffmangel des Kindes kommen. Deshalb sind viele Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, unterentwickelt. Diese Babys kommen oft zu leicht und zu klein zur Welt. Sie haben später oft Probleme wie beispielsweise eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit, ein schlechtes Lernvermögen oder Aufmerksamkeitsstörungen. Auch das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt, eine Fehlbildung sowie später für den plötzlichen Kindstod ist erhöht. Leider raucht trotzdem etwa jede fünfte schwangere Frau, oft weil sie es aufgrund der Sucht nicht schafft, aufzuhören. Passivrauchen einer werdenden Mutter ist ebenfalls schädlich und kann die gleichen Auswirkungen auf das Kind haben wie das Rauchen selbst.

Warum kommt es durch Zigarettenrauch zu Schäden am Kind?

Der Rauch von Zigaretten enthält eine Menge schädlicher Substanzen, die auf den Körper der Mutter und des Kindes einwirken. Zu den Inhaltsstoffen gehören bekanntlich Nikotin, dann Kohlenmonoxyd, Teerstoffe, Nitrosamine (bestimmte Stickstoffverbindungen), Benzol, Formaldehyd, Cadmium, Blausäure und viele weitere Gifte. Schätzungen gehen von bis zu 4000 unterschiedlichen Giftstoffen aus. Viele von den Stoffen, die mit dem Rauch aufgenommen werden, sind krebserregend. Die enthaltenen Substanzen können aber auch ganz andere unerwünschte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ein großer Teil von der Inhaltsstoffe kann durch die so genannte Blut-Plazenta-Schranke gelangen, die die kindliche Blutseite im Mutterkuchen von der mütterlichen Seite abgrenzt.

Nikotin, der Hauptwirkstoff der Zigaretten, führt dazu, dass sich allgemein die Blutgefäße verengen. Damit vermindert sich auch die Blutzufuhr zur Plazenta (Mutterkuchen), über die das Kind mit Sauerstoff und energiereichen Substanzen versorgt wird. Die Folgen für das Baby sind eine Unterversorgung mit Nährstoffen und ein Mangel an Sauerstoff. Das Wachstum des Babys verläuft nicht so optimal wie bei Schwangerschaften ohne Zigarettenkonsum. Das Kind kommt oft klein und untergewichtig zur Welt. Nikotin führt außerdem schnell zu einer Abhängigkeit.

Das ebenfalls im Zigarettenrauch enthaltene Kohlenmonoxyd erniedrigt die Sauerstoffzufuhr zum Kind noch mehr. Das Kohlenmonoxyd lagert sich am Hämoglobin, einem wichtigen Bestandteil der roten Blutkörperchen, an. Es besetzt die Stellen, an denen normalerweise der Sauerstoff transportiert wird. Das bedeutet, dass das Blut weniger effektiv Sauerstoff an die Organe und Gewebe bringen kann. Damit bekommt auch der Mutterkuchen und folglich das Kind noch weniger Sauerstoff.

Einige weitere Effekte des Rauchens auf das Kind oder die Mutter sind zwar belegt, aber die genauen Zusammenhänge sind unklar. In jedem Fall können bestimmte Substanzen aus dem Rauch die Zellen schädigen. Weil sich beim ungeborenen Kind noch die Organe bilden und entwickeln, können sich bleibende Schäden und Fehlbildungen ergeben (z. B. eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte oder ein Herzfehler). Im Speziellen kann sich beispielsweise die Lunge nicht so gut entwickeln wie bei anderen Kindern, so dass nach der Geburt Atemstörungen auftreten können. Der kleine kindliche Organismus ist ohnehin empfindlicher gegenüber den Schadstoffen und kann sie weniger gut aus dem Körper entfernen.

Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben, werden später öfter selbst nikotinsüchtig. Das kommt daher, dass das Gehirn mehr Andockstellen (Rezeptoren) für Nikotin ausbildet. Das Verlangen kann dementsprechend besonders groß sein. Außerdem kann es kurz nach der Geburt zu Entzugssymptomen des Kindes kommen, wenn es zuvor immer mit Nikotin über die Nabelschnur „versorgt“ wurde. Diese können sich Stunden bis Tage nach der Entbindung als Nervosität, Zittern, Reizbarkeit sowie Verdauungsstörungen und Blutdruck-Erhöhung äußern.

Die negativen Eigenschaften des Tabakrauchs können sich bereits auswirken, bevor überhaupt eine Schwangerschaft eingetreten ist. Die Fruchtbarkeit leidet unter dem Rauchen. Wenn ein Mann raucht, schädigt er seine Spermien. Er wird weniger überlebensfähige Spermienzellen haben und somit die Wahrscheinlichkeit verringern, ein Kind zeugen zu können. Eine Frau, die raucht, setzt ebenfalls ihre Chancen herab, ein Kind zu bekommen. Außerdem steigt bei rauchenden Partnern die Gefahr, dass sich eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft entwickelt.

Was sollte in der Schwangerschaft gemieden oder eingeschränkt werden?

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Rauchen in der Schwangerschaft: Die dramatischen Folgen

Die erste volle Windel eines neugeborenen Babys verrät, ob die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat oder nicht. Auch Spuren von Passivrauch sind im sogenannten Kindspech zu finden, berichten US-Forscher im Fachblatt „Environmnental Health“. Möglicherweise ließen sich auch andere Verbindungen, etwa die in vielen Kunststoffen enthaltene Chemikalie Bisphenol A, im Kindspech nachweisen.

Windelinhalt verrät Rauchbelastung der Mutter

Das Kindspech, auch Mekonium genannt, ist der erste Stuhl, den ein Baby nach der Geburt ausscheidet. Es wird von der 13. Schwangerschaftswoche an gebildet und besteht aus Zellen der Schleimhaut, eingedickter Galle sowie verschlucktem Fruchtwasser mit darin enthaltenen Haaren oder Hautzellen. Aus früheren Untersuchungen war bekannt, dass sich auch Drogen und andere Schadstoffe, die in den letzten beiden Schwangerschaftsdritteln in den Körper der Mutter gelangen, darin ansammeln. Allerdings gäben die Werte keine Auskunft darüber, wann eine Belastung stattgefunden hat, ob die Mutter etwa kontinuierlich wenig Rauch ausgesetzt war oder aber hohen Werten gegen Ende der Schwangerschaft.

Rauchen gefährdet bereits den Kinderwunsch

Schon Passivrauchen und nur wenig Zigarettenkonsum während der Schwangerschaft schaden dem Ungeborenen. Trotzdem unterschätzen viele Frauen die Gefahr und glauben, dass eine Zigarette schon keine Folgen habe. Dabei wirkt sich das Rauchen bereits negativ auf die Erfüllung des Kinderwunsches aus. Rauchende Paare warten im Durchschnitt länger auf eine Schwangerschaft als nicht Rauchende. Das liegt unter anderem daran, dass bei Frauen, die rauchen, die Eierstöcke und die Gebärmutter schlechter durchblutet sind. Bei rauchenden Männern ist sowohl die Qualität als auch die Quantität der Samenzellen verschlechtert – im schlimmsten Fall kann sogar Unfruchtbarkeit die Folge sein.

Rauchen trotz Babybauch: Fehlgeburt kann Folge sein

Werdende Mütter sollten, falls sie normalerweise rauchen, unbedingt damit aufhören, denn Rauchen kann das Wachstum des Babys nachteilig beeinträchtigen und zu einem erhöhten Risiko von Fehl- beziehungsweise Frühgeburten führen. Auch das Risiko, Babys mit Missbildungen zur Welt zu bringen, steigt. Kinder von Raucherinnen wiegen bei der Geburt durchschnittlich 200 Gramm weniger und sind wesentlich anfälliger für Infekte. Selbst passivrauchen ist bereits schädlich für das Ungeborene.

Raucherbabys sind kleiner und leichter

Nikotin wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem, Blutdruck und Herzfrequenz steigen, der Stoffwechsel beschleunigt sich. Bei rauchenden Müttern verengen sich die Blutgefäße, wodurch das Baby schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Je mehr und je länger die Mutter raucht, umso schlechter ist die Situation des Ungeborenen. Die Kinder wachsen langsamer und nehmen weniger zu. Im Extremfall ist die Versorgung des Babys so schlecht, dass es zu einer Fehlgeburt kommt. Die Frühgeborenen-Rate liegt bei Raucherinnen ebenfalls deutlich höher als bei Nichtraucherinnen.

Weitere Risiken

Auch nach der Geburt sind Raucherbabys mehr gefährdet als Kinder von Nichtraucherinnen:

  • So haben sie etwa eine doppelte so hohe Wahrscheinlichkeit, am plötzlichen Kindstod zu versterben
  • Das Risiko, an Asthma oder Allergien zu erkranken ist um 30 Prozent erhöht
  • Die Infektanfälligkeit ist erhöht
  • Die Wahrscheinlichkeit, an ADHS zu erkranken ist dreifach erhöht
  • Die Lungenkapazität ist geringer
  • Entwicklungsverzögerungen treten häufiger auf
  • Das Krebsrisiko ist erhöht

ratgeber.t-online.de: So gefährlich ist das Rauchen in der Schwangerschaft

Eine eigene Familie zu gründen, gehört zu den wohl schönsten Erlebnissen im Leben, doch leider kommt es immer wieder vor, dass Frauen in der Schwangerschaft rauchen und nicht aufhören können. Wir wollen dir hier einige wichtige Informationen und vor allem auch die Konsequenzen aufzeigen, wenn du in der Schwangerschaft rauchst und nicht schnell mit dem Rauchen aufhören wirst. Du musst wissen, dass du nicht nur dir selbst, sondern vor allem auch deinem ungeborenen Kind schadest. Rauchen ist die häufigste Ursache für Fehlbildungen und Komplikationen während der Schwangerschaft und nach der Geburt für das Baby. Dazu gehören Baby, die vorzeitig geboren werden, Babys, die zu klein geboren werden und leider immer häufiger auch Fehlgeburten.

Warum ist es so gefährlich, während der Schwangerschaft zu rauchen?

Zigarettenrauch enthält mehr als 4.000 Chemikalien, darunter sehr schädliche wie Cyanid, Blei und mindestens 60 krebserregende Stoffe. Wenn du während der Schwangerschaft rauchst, gelangen die giftigen Stoffe in deinen Blutkreislauf, von dem sich auf dein Baby ausschließlich ernährt. Dazu kommen die wohl gefährlichsten Stoffe Nikotin und Kohlenmonoxid. Diese beiden Toxine sind in der Regel die Hauptursache für Komplikationen während der Schwangerschaft. Diese Stoffe können die Plazenta negativ beeinflussen und dafür sorgen, dass dein Baby nicht mehr richtig versorgt wird. Die Folgen sind Untergewicht, Kleinwuchs und im schlimmsten Fall sogar eine Totgeburt. Das Nikotin verringert die Sauerstoffzufuhr durch Verengung der Blutgefäße in deinem Körper, einschließlich der Blutgefäße in der Nabelschnur.

Wie Rauchen dein Baby beeinflusst

Rauchen in der Schwangerschaft schadet der Mutter und dem ungeborenen Kind. Das ist eigentlich allgemein bekannt. Trotzdem gibt es noch immer werdende Mütter, die auf das Rauchen während der Schwangerschaft nicht verzichten können. Das Rauchen während der Schwangerschaft führt unweigerlich dazu, dass die Sauerstoffversorgung des Kindes im Mutterleib schlechter ist und wichtige Nährstoffen fehlen. Rauchen hat einen negativen Einfluss auf die gesamte Entwicklung des Embryos im Mutterleib. Ein Mangel an Sauerstoff kann verheerende Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung deines Babys haben. Im Durchschnitt verdoppelt das Rauchen während der Schwangerschaft die Gefahr, dass ein Baby zu früh geboren wird oder mit einem zu geringen Körpergewicht auf die Welt kommt. Außerdem verdoppelt Rauchen das Risiko einer Totgeburt. Jede Nikotin und Menthol Zigarette, die du rauchst, schadet nicht nur deinem Körper, sondern auch vollständig deinem Baby. Ein paar wenige Zigaretten am Tag, sind wahrscheinlich im ersten Moment nicht so schlimm, wie eine ganze Packung, doch der Schein trügt. Selbst wenige Mengen Nikotin können deinem ungeborenen Baby schaden und so können tatsächlich auch 2 Zigaretten am Tag, Schuld für Komplikationen in der Schwangerschaft sein.

Gewicht und Körpergröße

Solltest du in der Schwangerschaft jeden Tag ca. eine Packung rauchen, kann man davon ausgehen, dass dein Baby bei der Geburt mindestens 0,5 kg weniger wiegt, als normal empfohlen ist. Wenn du jedoch 2 Packungen oder mehr rauchen würdest, kann dein Baby wahrscheinlich 1 kg weniger Körpergewicht vorweisen und das ist sehr fatal. Rauchen in der Schwangerschaft wirkt sich nicht nur auf die Schwangerschaft oder die Geburt aus, sondern kann auch Folgeerkrankungen zur Folge haben. Sind dir diese Folgen von Rauchen es wert, weiterhin zu rauchen?

Körper und Lunge

Wenn dein Baby während dem Nikotin und anderen Schadstoffen nicht schnell genug wächst, können die Lungen nach der Geburt wahrscheinlich nicht selbst in der Lage sein zu atmen. Das hat zur Folge, dass dein Baby wochen- oder vielleicht auch monatelang an einem Atmungsgerät angeschlossen werden muss. Außerdem können so auch Folgeerkrankungen im Bezug auf die Atmung auftreten, die ein Leben lang halten. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, sind besonders anfällig für Asthma und haben ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Säuglingstod.

Herz

Ein Baby, dessen Mutter im ersten Trimester der Schwangerschaft geraucht hat, erkrankt häufiger an einem Herzfehler bei oder nach der Geburt. Das Risiko für Herzfehler ist beim Rauchen in der Schwangerschaft um bis zu 70 % größer, als bei Schwangerschaften, in denen nicht geraucht wird.

Gehirnfunktion

Rauchen während der Schwangerschaft kann lebenslange Auswirkungen auf das Gehirn deines Babys haben. Kinder von schwangeren Rauchern leiden später oft an Lernstörungen, Verhaltensproblemen und erreichen in der Regel nur relativ niedrige IQs.

Was kann gegen Rauchen in der Schwangerschaft tun?

Du kannst deinem Baby ein riesiges Geschenk geben, indem du deine Gewohnheit aufgibst – je eher desto besser. Idealerweise solltest du das Rauchen aufgeben, bevor du die Entscheidung triffst schwanger zu werden. Es ist nämlich auch so, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden sinkt, wenn du rauchst. Auch deinen Mann solltest du davon überzeugen, das Rauchen sein zu lassen. Zudem bedroht das Rauchen die Impotenz deines Mannes. Beschäftige dich lieber mit wichtigen Themen wie zum Beispiel die richtige Vorbereitung auf die Geburt, eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und eventuell schaust du dir öfter einmal im Internet Klamotten für dein Baby an. Das lenkt dich ab und hält dich vor allem vom Rauchen fern. Auch wenn du dich der Gefahren des Rauchens bewusst bist, ist es nicht immer leicht, die Gewohnheit aufzugeben. Gerne helfen wir dir in unserem Ratgeber weiter, informiere dich jetzt kostenlos über die Nichtraucher Formel.

Was das Nikotin bewirkt

• Nikotin führt zur Gefäßverengung

• Durchblutung der Gebärmutter ist nicht optimal

• Nährstoffe und Sauerstoff gelangen schlechter zum Kind

• Kohlenmonoxid gelangt ins Blut der Schwangeren

• Giftige Substanzen des Tabakrauchs gelangen über die Plazenta ins Blut des Ungeborenen

Nachweislich sind die Kinder von Frauen, die das Rauchen in der Schwangerschaft nicht aufgeben, kleiner. Zudem haben sie oft ein geringeres Geburtsgewicht. Das Risiko gesundheitliche Schäden davonzutragen ist für die Babys von Raucherinnen erhöht. Durch den Verzicht auf Zigaretten in der Schwangerschaft lassen sich folgende gesundheitliche Risiken für die Babys minimieren:

• Fehlgeburtsrisiko sinkt

• Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt sinkt

• Bessere Entwicklung der Lungen beim Kind

• Totgeburtsrisiko wird minimiert

• Asthmarisiko beim Kind sinkt

• Das Risiko Allergien zu entwickeln, sinkt

• Das Kind ist weniger anfällig gegenüber Infektionskrankheiten oder Allergien

• Plötzlicher Kindstod wird unwahrscheinlicher

In der Stillzeit sollte nicht geraucht werden

Über die Muttermilch lassen sich Neugeborene optimale versorgen. Babys, die gestillt werden, bekommen mit der Muttermilch alle zum Leben wichtigen Nährstoffe. Muttermilch schützt zudem vor Infektionen und sorgt für ein gesundes Wachstum. Beim Rauchen in der Stillzeit gelangen die Schadstoffe direkt in die Muttermilch und werden so vom Säugling aufgenommen. Zudem ist die Milchproduktion bei rauchenden Müttern geringer. Rauchen in der Stillzeit führt zur Unterversorgung des Babys und beeinträchtigt die gesunde Entwicklung des Neugeborenen. Die Gefahren beim Rauchen in der Stillzeit sind ähnlich hoch wie beim Rauchen in der Schwangerschaft.

Kinder können sich nur in einer rauchfreien Umgebung gesund entwickeln. Passives Rauchen ist für Kinder ein gesundheitliches Risiko. Kinder von rauchenden Eltern haben häufiger Atemwegserkrankungen, Asthmaanfälle und Mittelohrentzündung. Zudem ist die Funktion ihrer Lungen meistens eingeschränkt. Fazit: Eltern sollten möglichst gar nicht rauchen oder wenigstens nicht in der Gegenwart der Kinder. Hier sind auch die rauchenden Väter gefragt, die wesentlich dazu beitragen können, dass ihr Kind rauchfrei aufwächst. Werdende Eltern sollten gemeinsam mit dem Rauchen aufhören. Wenn sie es nicht ohne Hilfe schaffen, sollte sie sich informieren und helfen lassen.

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