Was kann man gegen schwangerschaftsstreifen tun

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Schwangerschaftsstreifen: Vorbeugen und entfernen – das können Sie tun

Sie zählen zu den eher unschönen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft: Dehnungsstreifen, die vor allem am Bauch, aber auch an den Oberschenkeln, Brüsten und am Po auftreten können. Vorbeugen ist schwierig. Ein kleiner Trost: Im Laufe der Zeit verblassen die Risse.

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Die Freude über das Baby ist groß, die Schwangerschaftsstreifen (striae gravidarum) sind allerdings ein Ärgernis für viele Mütter. Trotz des täglichen Ölens während der Schwangerschaft lassen sie sich oft nicht verhindern. Denn ob man Schwangerschaftsstreifen bekommt oder nicht, hängt auch von der Veranlagung ab. „Tatsächlich treten sie bei etwa 70 Prozent der Schwangeren auf“, sagt Dermatologin Stefanie Montag.

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

„Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn die tiefen Hautschichten, die sogenannte Dermis oder Lederhaut, zerreißen. Sie sind also Resultat des Auseinanderweichens der festen, mechanischen Hautschicht“, erklärt Sven von Saldern, Facharzt für ästhetische und plastische Chirurgie in Augsburg.

„Sie sind ein Zeichen dafür, dass das Bindegewebe der Haut zu sehr unter Spannung steht und die oberflächlichen Hautzellen nicht mehr festhalten kann“, ergänzt Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Die Hautzellen verlieren ihren Zusammenhalt.“

Wo treten Schwangerschaftsstreifen auf?

Am häufigsten treten Schwangerschaftsstreifen am Unterbauch sowie an den Brüsten auf. „Wir lokalisieren sie häufig aber auch an Hüfte, Gesäß und Oberschenkeln“, so Montag. Je größer der Bauch, desto wahrscheinlicher entstehen sie. Mütter von Mehrlingen oder großen Kindern seien daher besonders gefährdet, da die Elastizität der Haut sehr strapaziert wird.

Kann man Schwangerschaftsstreifen mit Öl oder Cremes vorbeugen?

„Zwar kann Pflege ihnen entgegenwirken, auftreten können sie aber dennoch“, sagt von Saldern. Trotzdem sollte man Öl oder reichhaltige Cremes verwenden – es hält die Haut elastisch. Frauenarzt Albring rät, damit zu beginnen, bevor die Dehnung so stark ist, dass die Haut die Belastung gar nicht mehr aushält. Es müssen dafür keine Spezialöle sein. Montag rät, ein- bis zweimal am Tag zu ölen.

Gibt es weitere vorbeugende Maßnahmen?

Die beste Vorsorge ist eine behutsame Gewichtszunahme. Montag rät außerdem zu stützender Wäsche. „Sie leitet das Gewicht auf die Wäsche um.“ Darüber hinaus ist Bewegung wichtig. „Täglich eine halbe Stunde Spazierengehen ist das Minimum. Dazu ist ein bisschen Sport empfehlenswert“, sagt Albring.

Gerne wird behauptet, eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, viel Wasser und der Verzicht auf Kaffee würden helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. „Das sind aber alles nur Vermutungen“, so Albring. „Auch wenn diese Maßnahmen sinnvoll und gesund sind, eine Wirkung auf die Festigkeit oder Dehnbarkeit des Bindegewebes ist nicht bewiesen.“

Sie können auch eine Bürstenmassage vornehmen, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Hierzu eignet sich vor allem eine Bürste mit weichen Borsten, um die Haut nicht zu reizen. Sie können sowohl unter der Dusche als auch im Trockenen mit der Bürstenmassage anfangen. Nachdem Sie fertig sind, sollten Sie die massierten Stellen gründlich einölen.

Kann man Schwangerschaftsstreifen entfernen?

„Die Streifen verblassen mit der Zeit“, sagt Montag. „Die gut durchblutete Fettschicht, die unter der Dermis liegt, scheint anfangs rötlich durch die Haut. Dank der Reparaturmechanismen des Körpers werden die Dehnungsstreifen weiß.“ Aber das könne durchaus ein Jahr dauern.

Mit dem Laser gegen die Schwangerschaftsstreifen

Ganz verschwinden werden die Schwangerschaftsstreifen nicht, aber man kann mit Behandlungen dafür sorgen, dass sie weniger auffallen, erklärt von Saldern. „Per Laser kann man viele kleine Löcher ins Gewebe schießen, die vernarben und die Haut dabei straffen, wodurch die Streifen weniger sichtbar sind.“ Solche Methoden sind allerdings teuer.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das sogenannte Micro-Needling. „Dabei handelt es sich um einen mit kleinen Nadeln besetzten Roller, mit dem feinste Verletzungen in der Haut verursacht werden, was diese wiederum zur Regeneration anregt“, erklärt Montag.

Hautüberschuss nach der Geburt

Manche Frauen haben neben den Schwangerschaftsstreifen das Problem, dass sich die Haut kaum zurückzieht, ein Überschuss ist die Folge. „Hier kann die plastische Chirurgie mit einer Bauchdeckenstraffung helfen“, sagt von Saldern. Dabei handelt es sich jedoch um einen großen chirurgischen Eingriff, der mit entsprechenden Risiken verbunden ist.

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„Dabei wird die Haut von der Schamhaargrenze bis zum Rippenbogen gelöst und nach unten gezogen. Die überschüssige Haut wird weggeschnitten.“ Oft könne die Haut von der Schamhaargrenze bis zum Bauchnabel entfernt werden. „Damit verschwinden auch dort die Schwangerschaftsstreifen. Die Streifen, die über dem Nabel waren, werden nach unten gezogen und befinden sich damit nicht mehr mittig auf dem Bauch.“

  • Was sind Schwangerschaftsstreifen?
  • Warum, wann und wo entstehen Schwangerschaftsstreifen?
  • Warum bekommen manche Schwangerschaftsstreifen und manche nicht?
  • Was kann ich vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen tun?
  • Das stärkt das Bindegewebe
  • Verschwinden Schwangerschaftsstreifen wieder, wenn sie schon da sind?

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

Als Schwangerschaftsstreifen oder auch Dehnungsstreifen bezeichnet man die sichtbaren „Risse“ der Unterhaut, wenn deren Gewebe stark gedehnt wird. Dieses Phänomen ist etwas ganz Natürliches und medizinisch Unbedenkliches.

Warum, wann und wo entstehen Schwangerschaftsstreifen?

Nicht nur schwangere Frauen sind von diesem rein kosmetischen Problem betroffen, auch Personen, welche schnell zugenommen haben, kennen die plötzlich auftauchenden Streifen an allen möglichen Körperteilen, wie beispielsweise Bauch, Po, Busen und Oberschenkel. Die Dehnungsstreifen entstehen dann, wenn das Bindegewebe oder Kollagengewebe der Unterhaut überdehnt wird und irreparable Risse zurückbleiben. Das kann im Wachstum, bei Gewichtszunahme, beim schnellen Muskelaufbau und eben bei der namensgebenden Schwangerschaft passieren.

Jeder und jede kann Schwangerschaftsstreifen kriegen – nicht nur Frauen, auch Männer!

Die zunächst sichtbaren blau-rötlichen Streifen – die Färbung kommt von darunter liegenden Blutgefäßen – verblassen zwar nach einiger Zeit, bleiben aber für immer sichtbar. Wir verraten euch wie ihr eure Haut in der Schwangerschaft pflegen müsst, um Schwangerschaftsstreifen schon im Vorfeld zu vermeiden.

Warum bekommen manche Schwangerschaftsstreifen und manche nicht?

Ob Schwangerschaftsstreifen entstehen, ist von der genetischen Veranlagung der Haut abhängig. Manche Menschen besitzen eine elastische und dehnbarere Haut als andere Frauen sowie Männer und „verarbeiten“ Gewichtszunahme oder Dehnung durch einen Baby-Bauch besser. Bei der Schwangerschaft ist diese Hautelastizität jedoch durch hormonelle Einflüsse prinzipiell vermindert. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, um diese auch wieder zu verbessern.

Was kann ich gegen Schwangerschaftsstreifen tun?

Vorbeugend gegen die Streifen:

1

Eincremen: Die beste Empfehlung, um Dehnungsstreifen zu vermeiden, ist das frühzeitige Eincremen der Haut. Vor allem Massageöl oder fetthaltige Cremes sind sehr hilfreich, da sie im Gegensatz zu Lotionen auf Ölbasis hergestellt sind. Von diversen Anbietern findest du spezielle Schwangerschafts-Cremes und Massageöle. Das Eincremen hält die Haut während der Schwangerschaft geschmeidig und unterstützt das Kollagengewebe dabei, sich an die Dehnung zu gewöhnen.

Tägliches Eincremen ist das A und O! 2

Massage: Ab der 12. Schwangerschafts-Woche sollte jede Frau mit einer morgendlichen Zupfmassage beginnen. Die Haut an den Oberschenkeln, am Bauch und am Po dabei während des Eincremens locker anzupfen und loslassen. Zur Förderung der Durchblutung gibt es auch spezielle Handschuhe oder Massagebürsten. Auch das Baby genießt die Massage und werdende Väter können die Mütter dabei unterstützen.

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3

Vitamine: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft sind gesund für das Baby wie auch für den Körper der werdenden Mutter. Zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen sollte die Schwangere besonders viel Vitamin A, C und E, Proteine und Zink zu sich nehmen. Obst, Hülsenfrüchte und Gemüse sind unumgänglich und tun gut!

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4

Trinken: Die Trinkmenge sollte während der Schwangerschaft erhöht werden. Rechnet man mit einer normalen Menge Wasser von zwei bis drei Liter, sollten schwangere Frauen mindestens drei bis vier Liter Wasser täglich trinken.

5

Sport: Selbst in der Zeit der Schwangerschaft kommt frau nicht um den lieben Sport herum. Leichte sportliche Aktivitäten wie Nordic Walking, Laufen oder Schwimmen sind sehr gesund und halten das Gewebe straff!

Das stärkt das Bindegewebe:

  • Pflege
  • Massieren
  • Wechselduschen
  • Faszientraining (hier erfährst du mehr)
  • Sport
  • Viel Wasser trinken
  • Die richtige Ernährung: Vor allem Vitamin C und Vitamin B3 unterstützen das Bindegewebe. Daher solltest du Nüsse, Hirse, Zitrusfrüchte, Grünkohl Hafer, Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Brokkoli, Karfiol, Knoblauch und grünes Gemüse zu dir nehmen. Zucker hingegen arbeitet gegen dich.

Verschwinden Schwangerschaftsstreifen wieder, wenn sie schon da sind?

Sind Schwangerschaftsstreifen einmal da, bleiben sie für immer. Allerdings kann man ebenso durch Eincremen mit speziellen Ölen und Massagen, gesunder Ernährung, ausreichend Trinken sowie Sport die Folgen der Überdehnung etwas verbessern und verblassen lassen. Siehe alle obigen Tipps und Anleitungen.

Sehr viele Frauen schwören auf die Öle von Bi-Oil, um das Hautbild als auch die Streifen am Bauch, Oberschenkeln und Co im Nachhinein zu verbessern:

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Dehnungsstreifen – das könnt ihr dagegen tun

Was sind Dehnungsstreifen?

Die im ersten Stadium rötlich und später weißlich schimmernden Risse in der Unterhaut entstehen durch eine Überdehnung des Bindegewebes. Da wo das Bindegewebe besonders belastet wird, treten sie meist gehäuft auf: an Bauch, Hüften, Gesäß, Oberarmen und Brüsten. Diese Risse nennt man Striae.

Besonders das weibliche Bindegewebe ist schwächer und neigt zu Dehnungsstreifen – denn für eine Schwangerschaft muss sich die Haut an Bauch und Brust natürlich ausdehnen können. Deshalb werden die Hautrisse auch oft als Schwangerschaftsstreifen bezeichnet. Die Statistik sagt, dass rund 30 % aller Schwangeren von Dehnungsstreifen betroffen sind. Aber auch ohne schwanger zu sein kann die Haut an einigen Stellen reißen.

Wir geben dir Tipps, wie du das Bindegewebe stärken kannst.

  • Menschen mit schwachem Bindegewebe (ja, auch Männer können die Streifen bekommen) neigen eher zu einer sichtbaren Überdehnung des Gewebes.
  • Dehnungsstreifen an der Brust können aber auch beim Sport entstehen, wenn die Brust bei ruckartigen Bewegungen nicht genug Halt findet. Deshalb ist es auch so wichtig, auf einen guten Sport-BH zu achten, gerade wenn eine Bindegewebsschwäche vorliegt.
  • Aber auch während einer Kortisontherapie oder in Wachstumsphasen kann das Gewebe überdehnen und die Haut reißen.
  • Natürlich kann das auch bei starker Gewichtszunahme passieren, aber auch radikales und schnelles Abnehmen tut dem Gewebe und der Haut nicht gut.

Was kann man gegen Dehnungsstreifen tun?

Dehnungsstreifen sind relativ hartnäckig und nicht einfach loszuwerden. Sie sind wie kleine Narben im Gewebe, die durch Cremen mit Vitamin A-Salbe leicht zurückgehen. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Salbe allerdings nicht angewendet werden.

Dehnungsstreifen lasern

Dermatologen bieten die Behandlung mit Laser an, um Dehnungsstreifen zu mindern. Die Kosten (ab ca. 350 Euro) muss allerdings der Patient selbst tragen – und die werden nach der Größe der Hautareale berechnet. Drei Sitzungen sind meist nötig, um erste Erfolge zu sehen – meist sind Ergebnisse dann erst nach Monaten erkennbar.

Hausmittel gegen Dehnungsstreifen

Dass die regelmäßige Massage – hier zeigen wir dir, wie die Cellulite-Massage nach der chinesischen Tunia-Technik funktionert – und die damit verbundene gute Durchblutung dem Bindegewebe gut tut, ist erwiesen. Die gute alte Zupfmassage gilt als DAS Rezept schlechthin, das meist allen Schwangeren noch vor der 20. SSW empfohlen wird.

Und so funktioniert die Zupfmassage: Zwei kleine Hautrollen zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und zupfend leicht nach oben wegziehen. Es darf aber nicht wehtun! Vom Bauchnabel in Richtung Bauchaußenseite und bis hoch zu den Rippenbogen zupfen.

Wichtig für Schwangere: Unbedingt den Bereich über dem Schambein aussparen, dort könnte die Massage die Gebärmutter zu Wehen reizen. Vier Wochen vor dem Geburtstermin sollte der Bauch nicht mehr massiert, sondern nur noch eingeölt werden.

Neben der Zupfmassage ist auch eine Bürstenmassage toll, um Hautrissen vorzubeugen. Die Bürste sollte aber ganz weiche Borsten haben und nach dem Bürsten sollte die Haut gut eingecremt oder eingeölt werden.

Gut gegen Hautrisse: Massage mit Öl

Verwendet man zur Massage mit den Händen noch bestimmte Öle, kann man den Effekt noch steigern. Wollt ihr ein Massageöl selber machen, eignen sich Mandel-, Sesam- oder Kokosöl ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl und Orangen- oder Zitronenöl. Kakaobutter und Vitamin E sind ebenfalls perfekt für die Massage des Bindegewebes. Warmes Rizinusöl und Ringelblumensalbe leisten auch kleine Reparaturarbeiten an der Haut.

Fertig angemischt hält das Beautyregal natürlich einiges bereit – meist werden die Produkte gegen Dehnungsstreifen als Schwangerschafts-Pflegeöle ausgezeichnet, die Risse im Gewebe verhindern sollen. Natürlich können auch Öle gegen Cellulite das Bindegewebe festigen. Voraussetzung ist aber eine tägliche Massage.

Needling – Dehnungsstreifen wegrollen?

Microneedling soll gegen Hautprobleme wie Akne, Narben, Couperose und Orangenhaut helfen – und wird auch bei Dehnungsstreifen eingesetzt. Der Roller mit sehr feinen, kurzen Nadeln wird über die Haut gerollt.

Das Prinzip: Die Nadeln stechen (ohne Schmerzen) kleine Löcher in der Haut. Wie nach einer Verletzung versucht die Haut sich so schnell wie möglich zu heilen und schüttet dabei Kollagen aus, das essenziell für straffe Haut ist. Dehnungsstreifen sollen dadurch minimiert werden. Es gibt Roller, die man zu Hause verwenden kann, aber auch die Kosmetikerin bietet diese Behandlung an. Einmal in der Woche kann die Rolle zum Einsatz kommen, der Beautyroller sollte danach gründlich gereinigt werden.

Mit Selbstbräuner schummeln

Viele fühlen sich mit einer leicht gebräunten Haut wohler – gerade wenn Oberschenkel das Tageslicht erblicken. Selbstbräuner ist die gesündere Alternative, die Haut zu tönen. Wir haben Tipps, wie die Bräune aus der Tube streifenlos gelingt.

Sport macht uns straffer

Um uns straff zu halten – und Dehnungsstreifen vorzubeugen – sind Wechselduschen eine einfache Methode für zu Hause. Am besten kurbelt natürlich Sport die Durchblutung an und hilft, Fett zu verbrennen. Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen, Radfahren oder Skaten sind super für straffe Beine, den Po und die Oberarme. Wir verraten, welche Sportarten am effektivsten Cellulite bekämpfen.

Wir sind nicht allein – Dehnungsstreifen lieben lernen

Die Welle der Selbstakzeptanz rollt durchs soziale Netz – und vor allem Plattformen wie Instagram und Facebook sind gefüllt von Bildern, die für Körperakzeptanz werben. Dehnungsstreifen sind hässlich? Gegen diese Behauptung wehren sich zum Beispiel zwei Mütter aus den USA derzeit mit einer Social-Media-Kampagne im Netz. Sie waren die ewigen negativen Diskussionen über ihre Körper und deren Veränderung nach der Geburt einfach leid. Also gründeten sie den Instagram-Account „Love your lines“ und stellten Fotos von sich und ihren eigenen Schwangerschaftsstreifen ein. Gleichzeitig riefen sie andere Frauen dazu auf, zu ihren Dehnungsstreifen zu stehen und es ihnen gleichzutun. Die Idee hinter „Liebt Eure Linien“: „zwei Mütter, die echte Frauen, echte Körper und echte Selbstliebe huldigen“. Inzwischen sind unter dem Hashtag #LoveYourLines hunderte von Fotos gepostet worden.

Noch mehr Body Positivity im Netz für Dehnungsstreifen

Es folgten weitere Hashtags, die die Hautrisse in den Fokus stellten: #takingbackpostpartum gehört ebenfalls zu den Aufrufen, seine Hautrisse zu akzeptieren und mit Stolz zu tragen. Bloggerin January Harshe hatte genug von absurden Ansprüchen an Frauenkörper. Vor allem störte sie, dass Mütter, die auf Instagram ein Bild mit dem Hastag #postpartum versehen hatten, oft ungefragt von Unternehmen angesprochen wurden, die ihnen das passende Gegenmittel für ihr „Problem“ andrehen wollten.

„Uns braucht keiner zu erzählen, dass wir nicht gut genug sind“, schrieb sie auf ihrer Website. „Wir brauchen keine Lotions oder Tinkturen voller Chemikalien (…). Was wir brauchen, ist Liebe, Anmut, Freundschaft und Unterstützung.“ Der Aufruf an alle Mütter: Zeigt eure Körper, wie sie sind! Dehnungsstreifen, Dellen am Körper, schlaffere Brüste – das alles ist nicht nur normal, sondern ein Ausdruck dessen, wie stark man für eine Geburt wirklich sein muss.

Pflege des Babybauchs

In der Schwangerschaft wird die Haut im Bereich des Bauchs und den Brüsten besonders beansprucht. Um die Haut, die sich besonders dehnen muss, zu verwöhnen, sollte der Bauch täglich eingecremt oder eingeölt werden. Im Handel gibt es verschiedene Produkte, die extra für diesen Zweck angeboten werden, aber ein einfaches Mandelöl tut es auch. Eine leichte Massageder bauchs und der Brüste ist angenehm. Die Brustwarzen sollten ausgespart werden, da diese für das spätere Stillen nicht zu weich sein sollen.

Bauchmassage in der Schwangerschaft

Wenn der Bauch in der Schwangerschaft spannt oder Sie Blähungen haben, kann eine leichte Bauchmassage die Beschwerden lindern. Die Massage sollte nicht in Rückenlage durchgeführt werden und darf nicht bei Schwangeren mit vorzeitigen Wehen angewendet werden. Schenken Sie sich selbst diese Streicheleinheiten und bauen Sie es in Ihr tägliches Pflegeprogramm mit ein.

Massieren Sie den Babybauch nur mit sanftem Druck, nicht zu feste.

  • Massageöl in eine Hand geben und zwischen beiden Händen leicht erwärmen.
  • Das Öl mit sanften Bewegungen von den Seiten zum Bauchnabel hin streichen und verteilen.
  • Den Bereich rund um den Bauchnabel können Sie sanft mit kreisenden Bewegungen massieren.

Ölen, cremen, zupfen – was bringt es?

Viele Schwangere haben Angst vor Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) und cremen den Bauch deshalb von Anfang regelmäßig ein. Empfohlen wird das täglichen eincremen oder massieren mit Öl ab der 12. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. Leider ist dies kein Patentrezept gegen die gefürchteten Streifen. Dennoch bringt das Eincremen und Ölen ein Wohlgefühl, gerade wenn die Haut spannt, weil der Babybauch wächst. Auch Frauen, die mit Juckreiz am Bauch zu kämpfen haben, erfahren oft Erleichterung durch eincremen.

Bei der oft beschriebenen Zupfmassage nehmen Sie ein kleines Hautröllchen am Bauch und ziehen, also zupfen, es leicht nach oben. So können Sie die gesamte Haut am Babybauch behandeln, wenn Sie dies als angenehm empfinden. Das sanfte Zupfen regt die Durchblutung an und wirkt entspannend. Sie sollten sich dabei jedoch nicht quälen, falls Sie es nicht als angenehm empfinden. Wer mag, kann zusätzlich am Oberschenkel die Haut zupfen. Durch die so erreichte verstärkte Durchblutung erhoffen sich viele eine Straffung des Bindegewebes. Leider ist dies jedoch individuell abgelegt und lässt sich kaum beeinflussen. Dennoch tut eine Massage fast jedem gut.

Babybäuche 31. bis 36. Schwangerschaftswoche (im 7./8./9. Monat)

So beugen Sie Schwangerschaftsstreifen vor

© fotolia, wibaimages

Eine Schwangerschaft ist ein Ausnahmezustand für Ihren Körper, so auch für Ihre Haut. Denn so schön ein schwangerer Bauch und eine volle Brust aussieht, die Haut wird bis zum äußersten gestrafft.

Zum Glück ist der weibliche Körper darauf eingestellt und nach der Schwangerschaft zieht sich das Gewebe schnell wieder zusammen, doch bei vielen Frauen bleiben lästige Dehnungsstreifen zu sehen. Cremen Sie daher schon von Beginn der Schwangerschaft Ihre Haut täglich ein und gewöhnen Sie sich eine ausgiebige Hautpflege an. Denn Dehnungsstreifen lassen sich bei den wenigsten Frauen ganz vermeiden, doch mit einer guten Pflege zumindest minimieren. Neben dem täglichen Cremen, gibt es noch weitere Tipps zur Pflege. Wir sagen Ihnen welche.

Dehnungsstreifen – Schwangerschaftsstreifen

Die sogenannten Schwangerschaftsstreifen erscheinen in der frühen Schwangerschaft oft als rötlichen Streifen auf den Brüsten und später auch auf dem wachsenden Bauch, Hüfte und Oberschenkeln. Vor allem bei schneller Gewichtszunahme (nicht nur während der Schwangerschaft) entstehen die Dehnungsstreifen, einfach wegen der Überdehnung. Dabei kommt es zu feinen Rissen im Unterhautgewebe, die nach der Geburt vernarben und verblassen. Als silbrige Streifen sind sie allerdings auch dann noch auf der Haut zu sehen.

Cremen, cremen, cremen

Für solche Dehnungsstreifen müssen Sie sich nicht schämen. Schauen Sie sich im Schwimmbad oder unter der Dusche im Fitnessstudio andere Frauen mal unauffällig an – fast alle Frauen haben diese sogenannten Schwangerschaftsstreifen – viele sogar, ohne ein Kind zu haben. Es ist einfach Veranlagungssache, ob frau zu Dehnungsstreifen (und Orangenhaut) neigt oder nicht. In der Schwangerschaft heißt es aber für alle: cremen und zupfen. Denn nur mit einer gezielten Zupfmassage der gefährdeten Stellen können Sie übermäßige Dehnungsstreifen vermeiden.

Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis herum, welche Pflegemittel Ihre Freundinnen empfehlen, Sie werden bestimmt eine Vielzahl guter Produkte genannt bekommen. Letztlich ist es einfach Geschmacksache, welches Öl Sie bevorzugen. Denn ob ein teures Schwangerschaftsöl aus der Apotheke besser vor Dehnungsstreifen schützt, als beispielsweise ein Babyöl aus der Drogerie, ist wissenschaftlich nicht belegt. Wesentlich ist aber die Häufigkeit des Cremens. Gewöhnen Sie sich spätestens ab dem dritten Monat an, nach dem Duschen zehn Minuten für die Hautpflege aufzubringen. Reiben Sie Ihre Haut täglich mit Hautöl oder -lotion ein und ziehen Sie mit zwei Fingern kleine Hautpartien an Bauch, Brust und Oberschenkeln hoch, dann lassen Sie wieder los. Vernachlässigen Sie auf keinen Fall Po und Oberschenkel. Gerade in diesen „Problemzonen“ neigt die Haut zu Dehnungsstreifen und Orangenhaut.

Halten Sie Ihre Haut feucht

Neben dem täglichen Cremen sollten Sie Ihrer Haut noch weitere Maßnahmen gönnen, die alle das Ziel haben, Ihre empfindliche und gedehnte Haut feucht und elastisch zu halten. Das erreichen Sie, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre Haut gut durchblutet wird. Besorgen Sie sich in der Drogerie einen weichen Hauthandschuh, eine Körperbürste oder einen Schwamm und massieren Sie sich von unten nach oben, also von den Füßen bis zu den Schultern. Gerade in der Schwangerschaft sollten Sie keinesfalls einen zu harten Handschuh oder Bürste benutzen, da die Haut wie gesagt sehr empfindlich ist. Wechselduschen mit kaltem und warmen Wasser fördert die Durchblutung ebenfalls (außerdem machen sie schön wach, was vor allem bei einem niedrigen Blutdruck positiver Nebeneffekt ist). Auch ein wöchentliches Körperpeeling stärkt Ihre Haut und fördert die Durchblutung.

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Das sollten Sie beachten!

Das Cremen, Zupfen und Pflegen ist wirklich wichtig, doch Sie sollten ein paar Punkte beachten: Duschen oder baden Sie nicht zu heiß, das beansprucht Ihre Haut zu sehr und ist auch nicht gesund für Ihr Baby. Massieren Sie immer zum Herzen hin: Also beim Bürsten von links nach rechts und von unten nach oben. Beim Zupfen im Uhrzeigersinn. Wenn Sie zu vorzeitigen Wehen neigen, verzichten Sie lieber auf die Bauchmassage, da sie auch wehenanregend wirken kann. Besprechen Sie die Massagen mit Ihrem Arzt, wenn eine Risikoschwangerschaft besteht oder Sie starke Kontraktionen im Unterbauch spüren. Verzichten Sie ab spätestens drei Wochen vor Geburtstermin auf die Zupfmassage und streichen Sie das Öl oder die Lotion nur noch sanft ein.

Auch Ihr Baby genießt die Massage

Nicht nur für Ihre Haut ist die Massage eine Wohltat, auch Ihr Baby hat etwas davon. Denn durch die bessere Durchblutung bei einer ausgiebigen Massage bekommt Ihr Baby eine extra Portion Sauerstoff durch die Nabelschnur! Lassen Sie sich auch von Ihrem Partner massieren oder mit Öl einreiben. Diese Zeit zu zweit ist wichtig für Ihre Beziehung und entspannt Sie zusätzlich.

von Jenni Zwick

Zuletzt überarbeitet: März 2019

Entstehung von Schwangerschaftsstreifen

Eines vorneweg: Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn sich die Haut zu schnell ausdehnt, nicht genügend Zeit hat um in Ruhe mitwachsen zu können und darauf hin die untere Schicht des Bindegewebes reißt. Häufig passiert das natürlich in der Schwangerschaft aber auch im Wachstum, bei jungen Menschen oder beispielsweise bei rasanter Gewichtszunahme. Ob man zu Schwangerschaftsstreifen oder besser gesagt Dehungsstreifen neigt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Da wäre zum einen die Genetik, einige Frauen brauchen gar nichts tun und bekommen erst gar keine Schwangerschaftsstreifen. Zum anderen wäre da noch das Alter, junge Frauen neigen eher zu Schwangerschaftsstreifen, da je älter man wird, das Collagen im Bindegewebe nachlässt, die Haut nicht mehr so straff ist und diese dadurch einfach nicht so schnell reißt. Ein weiterer Faktor ist die wievielte Schwangerschaft es ist. Es kann allerdings auch sein, dass bei der ersten Schwangerschaft, im wahrsten Sinne des Wortes alles glatt gelaufen ist, es bei der zweiten oder dritten (oder wie bei mir bei der vierten?!) zu Schwangerschaftsstreifen kommen kann. Der Grund dafür ist die Vorbelastung des Bindegewebes.

Da man es jedoch vorher nicht weiß, sollte man in jedem Fall vorbeugen.

Vorbeugung

Der richtige Zeitpunkt um mit der Vorbeugung zu beginnen ist genau jetzt. Sprich im dritten Monat. Die Übungen können bis 4 Wochen vor der Geburt gemacht werden. Achtung: gerade die Zupfmassagen können, kurz vor dem ET, Wehen auslösen. In dieser langen Periode, bis kurz vor Termin, kann man also jeden Tag die Übungen durchführen. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich die Übungen aus sämtlichen Büchern und Ratgebern zusammen getragen und sowohl in der ersten, zweiten als auch in der dritten Schwangerschaft durchgeführt. So bin ich durch alle Schwangerschaften gekommen – ohne Dehnungsstreifen zu bekommen.

Tipps & Tricks

    • EINCREMEN
      Jeden Tag (morgens und abends) Bauch, Beine und Po eincremen, denn das sind die Stellen, an denen man am meisten an Umfang zulegen wird. Achtung es sollten keine Anti-Aging oder Anti-Cellulite Cremes sein, denn die Haut soll nicht gestrafft werden, sondern vielmehr mit Feuchtigkeit versorgt werden. Am besten eignet sich dafür eine ganz normale Bodylotion.
    • ZUPFMASSAGE
      dafür verwendet im besten Falle ein natürliches Öl wie Argan- Walnuss- oder Mandelöl. Ihr müsst es auf jeden Fall gut riechen können. Ich nutze Arganöl. Das hat wahrscheinlich mit meinen marokkanischen Wurzeln zu tun. Marokkanische Frauen schwören auf die Kraft des Arganöls. Das Öl wird einfach zwischen den Händen verrieben und in den Bauch einmassiert, gerne auch leicht an der Haut ziehen. Das Ganze kann man ruhig 2-3 Minuten lang machen. Wichtig: Am Ende nicht abduschen sondern einwirken lassen.
    • STRECKÜBUNGEN
      Diese Übungen sind eine Mischung aus Yoga und Gymnastik und sie dienen der Dehnung der Haut, der Streckung des Körpers und damit verbunden einer besseren Durchblutung. Wichtig: Jede Dehnung in etwa 20 Sekunden halten!
    • ERNÄHRUNG
      man sollte sich die Schwangerschaft über ja ohnehin gesund ernähren. Vitamin C, A und E sorgen dafür noch zusätzlich für eine elastische Haut.
    • KALT DUSCHEN
      oder besser gesagt Wechselduschen. Denn auch das sorgt für eine bessere Durchblutung. Achtung: gerade in der Schwangerschaft ist das besonders schwer. Ich bin finde es total schwer kalt zu duschen und gerade jetzt bin ich besonders empfindlich gegenüber unangenehmen Dingen.
    • NICHT KRATZEN
      Wahrscheinlich wird auf kurz oder lang der Bauch anfangen zu jucken. Jetzt gilt, ja nicht kratzen!!! Das kann nämlich die Hautschichten verletzten und Risse können entstehen. Tipp: wenn es zu schlimm wird, lieber eincremen oder mit Öl massieren.

Das ist alles kein Hexenwerk, es dauert weder lang noch ist es sonderlich schwer, kompliziert oder anstrengend. Es lässt sich ganz einfach in die tägliche Routine integrieren und kann so effektiv Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

Gemeinsam werden wir kugelrund!

Pflege nach der Geburt – Hilf deinem Körper

Hautveränderungen und Hautzustände nach der Geburt

Die Haut braucht auch nach der Geburt intensive Pflege, denn sie muss weiterhin Höchstleistungen vollbringen: Nach der Geburt ist die Haut vor allem damit beschäftigt, die Hautveränderungen wieder rückgängig zu machen, die während der Schwangerschaft stattgefunden haben.

Dunkle Hautbereiche hellen sich auf. Die dunkel pigmentierten Stellen auf deiner Haut werden im ersten Jahr nach der Schwangerschaft langsam wieder heller. Das betrifft die dunkle Linie zwischen Bauchnabel und Schambereich, Pigmentflecken im Gesicht sowie dunkler gewordene Muttermale, Sommersprossen, Brustwarzen und Warzenhöfe.

Schwangerschaftsstreifen werden heller. Wenn du in der Schwangerschaft Dehnungsstreifen an Bauch, Brüsten, Po oder Oberschenkeln bekommen hast, wechseln diese jetzt langsam die Farbe: Waren die Streifen vorher rot, braun oder violett, verblassen sie in den ersten Monaten nach der Geburt zu einem silbrigen Weiß. Nach und nach fallen die Schwangerschaftsstreifen kaum noch auf.

Gedehnte Haut zieht sich wieder zusammen. Nach der Geburt ist die Haut am Bauch normalerweise erst einmal schlaff und faltig. Schließlich wurde sie neun Monate lang immer mehr gedehnt und nun ist plötzlich viel weniger Inhalt da. Es dauert einige Monate, bis die Haut wieder etwa so straff ist wie vor der Schwangerschaft. Bei den Brüsten setzt dieser Prozess erst nach dem Abstillen ein und dauert auch hier mehrere Monate – allerdings wird gerade bei großen Brüsten oft nicht mehr der gleiche Zustand wie vor der Schwangerschaft erreicht. Die Brüste können dann schlaffer sein als zuvor.

Außerdem ist die Haut an den Brustwarzen damit beschäftigt, sich auf das Stillen einzustellen:

  • Empfindliche Brustwarzen. Die Hormone, die den Körper aufs Stillen vorbereiten und der Milcheinschuss machen die Brust sehr sensibel. Die Haut an den Brustwarzen ist in den ersten Tagen nach der Geburt sehr empfindlich und schmerzt möglicherweise sogar.

Bei vielen Frauen reagiert die Haut auf die Hormonumstellung, die meist anstrengende Geburt, die Erschöpfung und den Schlafmangel in der ersten Zeit mit Hautveränderungen:

  • Trockene Haut. Durch die veränderten Hormonwerte wird die Haut nach der Schwangerschaft oft sehr trocken. Sie spannt, juckt und fühlt sich rau an. Eventuell schuppt sie sich sogar oder ist gerötet. Der Hautzustand normalisiert sich meist innerhalb von einigen Monaten wieder, bis dahin solltest du die Haut mit einer intensiven Feuchtigkeitspflege versorgen.
  • Unreine Haut. Bei vielen Menschen reagiert die Haut auf Schlafmangel, Anstrengung, Erschöpfung und Stress mit Pickeln oder anderen Hautunreinheiten. Kein Wunder, dass viele frischgebackene Mamas damit zu kämpfen haben. Neben all dem Glück gibt es schließlich auch viele anstrengende Momente in der ersten Zeit.

Wie du die Haut bei ihren Aufgaben unterstützen kannst

Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du der Haut dabei helfen, die Herausforderungen zu meistern. Damit trägst du dazu bei, dass die Haut und dein Körper schneller ihren gewohnten Zustand erreichen. Wichtig ist aber, dass du dich nicht unter Druck setzt. Dein Körper macht gerade viele Veränderungen durch, die ihre Zeit brauchen. Es ist ganz normal, dass es ein wenig dauert, bis du dich wieder genau so fühlst wie vor der Schwangerschaft.

  • Sport und Bewegung. Rückbildungsgymnastik und regelmäßiger Sport helfen Körper und Haut enorm dabei, wieder in Form zu kommen. Hierbei solltest du langsam anfangen und dich allmählich steigern. Nach einer problemlosen Geburt kannst du schon in den Tagen nach der Entbindung mit ganz einfachen Rückbildungsübungen einsteigen – erkunde dich hierfür bei deiner Hebamme. Nach einem Kaiserschnitt dauert es dagegen länger, weil zunächst die Wunde verheilen muss. Wann genau du mit welchem Sport loslegen kannst, hängt von einigen Faktoren ab, zum Beispiel wie viel Sport du vor und während der Schwangerschaft gemacht hast.
  • Ernährung. Eine gesunde Ernährung kräftigt Haut und Körper. Sie hilft dir auch dabei, wieder das Gewicht zu erreichen, dass du vor der Schwangerschaft hattest. Viele Infos zu gesunder Ernährung findest du bei den Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
  • Feuchtigkeitspflege. Trockene Haut solltest du mit einer intensiven Feuchtigkeitscreme oder -lotion versorgen. Achte auch darauf, nicht zu lang und zu heiß zu duschen, denn das trocknet die Haut weiter aus. Hast du zusätzlich noch Hautunreinheiten (siehe unten), solltest du eine Feuchtigkeitspflege auf Wasserbasis und nicht auf Fettbasis wählen, um die Poren nicht zu verstopfen.
  • Reinigungsprodukte. Bei unreiner Haut helfen sanfte Reinigungslotionen oder -tücher. Das befreit die Haut von übermäßigem Fett, das Poren verstopft und so Hautunreinheiten begünstigen kann.
  • Ausruhen. Gönn dir viel Ruhe und viele Pausen. So kann sich dein Körper optimal erholen und du vermeidest Stress, der dich zusätzlich belasten würde. Mehr erfährst du unter „Die ersten Tage mit Baby“
  • Massagen. Setze ruhig die Massagen aus der Schwangerschaft auch noch nach der Geburt fort. Das hilft der Haut bei der Rückbildung und entspannt dich.
  • Stilleinlagen. Empfindliche Brustwarzen werden durch weiche Stilleinlagen geschont. Zusätzlich kannst du dir von Arzt oder Hebamme eine Salbe für die Brustwarzen geben lassen.

Schwangerschaftsstreifen

In der Schwangerschaft vergrößert sich der Bauchumfang nicht selten um rund 40 Zentimeter. Dadurch werden die Haut und das darunterliegende elastische Bindegewebe manchmal über die Belastungsgrenzen hinaus gedehnt. Mehr als die Hälfte aller Schwangeren bekommen deshalb leichte oder stärkere Schwangerschaftsstreifen (Dehnungsstreifen).

Durch die Überdehnung des Gewebes entstehen feine Risse in der Unterhaut. Sie können sich als bläulich oder rötlich schimmernde Streifen vor allem am Bauch, aber auch an Brust und Hüften zeigen. Nach der Geburt verblassen sie und bleiben als feine Linien oder Narben zurück. Pigmentstörungen verschwinden in den meisten Fällen wieder nach einiger Zeit.

Zur Behandlung der Streifen wird häufig zur Anwendung von Gels, Cremes oder verschiedenen Ölen wie zum Beispiel Oliven- oder Mandelöl geraten. Es gibt bisher jedoch keine aussagekräftigen Studien, die ihre Wirksamkeit für die Behandlung von Schwangerschaftsstreifen nach der Geburt geprüft haben. Deshalb gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, ob diese Präparate helfen können, Schwangerschaftsstreifen zu behandeln. Wenn das Eincremen wohltuend ist, spricht aber auch nichts dagegen, die Haut auf diese Weise zu pflegen.

Hilfreich für das Wohlbefinden und die Durchblutung des Gewebes sind auch leichter Sport, der die Bauchmuskulatur stärkt, Bindegewebsmassagen und Wechselduschen.

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