Was hilft gegen pubertätspickel?

Irgendwann ist es so weit. Bei den einen früher, bei den anderen etwas später: Die Kinderzimmertür geht auf und heraus kommt ein unbekanntes Wesen: übellaunig, wortkarg, frech und streng riechend. Die Pubertät hat begonnen, die Hormone spielen verrückt, die Empathiefähigkeit sinkt gegen null, im Gehirn ist ein Totalumbau im Gang. Was für Eltern die Balance zwischen Loslassen und Grenzensetzen in dieser Zeit schwierig macht, ist, dass die Pubertierenden mal Kind sind und sich dann wieder erstaunlich erwachsen geben.

Das manifestiert sich auch in der Körperpflege. Während Mädchen eher zu viel duschen, ist es bei den Jungs zumindest zu Beginn der Pubertät oft umgekehrt: Der junge Mann trägt nur angesagte Klamotten und achtet sorgfältig auf den Sitz der Frisur, doch ein entscheidendes Detail im Stylingprogramm geht unter: Er stinkt gemütlich vor sich her. Mit der Hormonumstellung verändert sich die Körperausdünstung. Jugendliche riechen oft heftig nach Schweiss. Die tägliche Dusche ist deshalb bereits in den oberen Primarschulklassen für viele Jungs und Mädchen ein Muss. Zudem kämpfen rund 80 Prozent der Jugendlichen mit Pickeln und Mitessern. Wenn die Haut mit unzähligen Pusteln übersät ist, leidet oft auch das ohnehin wackelige Selbstwertgefühl. Die tägliche Reinigung ist das A und O im Kampf gegen Akne:

  • Gesicht morgens und abends gründlich reinigen, um die Haut von überschüssigem Fett, abgestorbenen Hautschuppen, Make-up und Schmutz zu befreien.
  • Nach der Reinigung eine Feuchtigkeitsemulsion (für trockene Haut) oder eine ölfreie
(für fettende Haut) auftragen, um die Haut optimal zu schützen.
  • Bei schwerer Akne empfiehlt sich ein Besuch beim Dermatologen. Denn die Auswirkung auf die Psyche des Jugendlichen wird oft unterschätzt.

Und noch immer sind viele Irrtümer im Umlauf. Hier die fünf wichtigsten:

1 Wer Pickel hat, wäscht sich nicht.

Akne hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Die Ursache von Akne in der Pubertät ist eine hormonelle Umstellung des Körpers. Die Talgproduktion wird gesteigert, wodurch die Haut meist fettig wirkt. Verstopfen sich die Talgdrüsen, entstehen Pickel und Papeln. Übrigens: Übermässiges Waschen –
 also mehr als zweimal am Tag – zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und kann Akne begünstigen.

2 Pickel sind ansteckend.

Bei Akne spielen Bakterien zwar eine Rolle, sie werden aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Ob jemand Akne bekommt oder nicht, liegt laut Experten an seiner genetischen Veranlagung.

3 Ab an die Sonne!

Bloss nicht! Die UV-Strahlung erhöht die Talgproduktion und Pigmentflecken können entstehen. Der Schutz mit fettfreien Sonnengels und einem möglichst hohen Sonnenschutzfaktor ist wichtig.

4 Zahnpasta macht Pickeln den Garaus.

Das Gegenteil trifft zu: Die meisten Zahnpasten enthalten Fluor, das Entzündungen begünstigt. Auch Menthol kann in Kombination mit UV-Licht Entzündungen verstärken. Zinksalben unterstützen den Heilungsprozess.

5 Mitesser und Pickel sollte man ausdrücken. Das Herumdrücken an den Pickeln verschlimmert das Problem. Beim Ausdrücken werden Öl und Bakterien verbreitet, es können Narben entstehen. Wenn nötig kann 
eine Kosmetikerin professionell Abhilfe schaffen.

Pickelalarm – auch nach der Pubertät

Am besten überlassen Sie das Ausreinigen von Pickeln einem Kosmetikstudio mit staatlich anerkannten Fachkräften. Dort werden Ihre Poren professionell gereinigt und weiteren Entzündungen vorgebeugt. Die Mitarbeiter sollten mindestens über eine zweijährige Ausbildung verfügen. Wenn Sie der Haut unbedingt selbst zu Leibe rücken wollen, tun Sie dies am besten so:

Das Gesicht 10 min. über eine Schüssel mit Wasserdampf halten, um die Finger ein Kosmetiktuch wickeln und vorsichtig den Pickel von unten herausheben. Anschließend nur die Stelle punktuell desinfizieren. Löst der Pickel sich nicht gleich heraus, den Versuch stoppen. Sie drücken sonst die Entzündung noch tiefer ins Gewebe.

Das können Sie außerdem tun:

  • Reinigen Sie nur die Mitesserpartien mit einer milden Reinigungslotion. Verwenden Sie Mittel ohne Alkohol und Waschtenside. Generell gilt für die Reinigung des gesamten Gesichts „weniger ist mehr“.
  • Gehen Sie mit Make-up und anderen deckenden Kosmetika bei Hautunreinheiten sparsam um. Sie belasten die verstopfte Haut zusätzlich. Lieber eine auf den Hautzustand abgestimmte Tagespflege und sanft mattierendes und schützendes Seidenpulver (Kosmetikhandel) verwenden. Im Notfall lassen sich Pickel mit einer wasserunlöslichen, stark deckenden Pigmentcreme, sogenanntem „Camouflage-Make-up“, übertünchen. Sie ist in verschiedenen Hauttönen in der Apotheke oder im Kosmetikfachhandel erhältlich. Vergessen Sie im Anschluss nicht die gründliche Reinigung der Haut, um das Make-up komplett zu entfernen.
  • Auf den Hautzustand abgestimmte Masken mit Zinkoxid, Kampfer oder Hyaluronsäure spenden Feuchtigkeit und wirken antibakteriell.
  • Duschen Sie nicht zu häufig und zu heiß. Wer täglich duscht zerstört den natürlichen Säureschutzfilm der Haut und macht es Keimen und Bakterien noch einfacher in die Haut einzudringen. Zu heißes Duschen lässt die sogenannte Hornschicht – also die oberste Hautschicht – aufquellen und löst den Fettanteil aus der Haut.

Männer mit empfindlicher Haut neigen zu „Rasurbrand“, einer Pickelbildung nach der Rasur. Empfehlenswert ist hier entweder nur frische Einfach- bzw. Doppelklingen oder einen Trockenrasierer zu verwenden. Drei- oder Vierfachklingen schneiden das Barthaar sehr tief ab. Es kann dann schnell einwachsen und die Haarwurzel entzünden. Nach der Rasur sollten Sie eine auf den Hautzustand abgestimmte Pflege oder ein alkoholarmes oder -freies Aftershave benutzen.

Viel häufiger als vor 20 Jahren
Akne – was tun gegen die Pubertätsplage?

In westlichen Ländern tritt sie häufig auf, in anderen Regionen fast gar nicht und Jungen sind meist stärker betroffen als Mädchen. Die Akne ist vor allem in der Pubertät eine große Plage. Noch immer kursieren zu ihr viele falsche Annahmen. Denn man kann einiges dagegen tun.

Pickel im Gesicht, an den Schultern und auf der Brust – und das gerade in der Pubertät, wenn das Selbstvertrauen oft ohnehin gegen null geht. Akne kann ein Fluch sein und die Zahl betroffener Teenager ist groß.

„Akne tritt deutlich häufiger auf als vor 20 Jahren noch“, sagt Thomas Dirschka, Sonderdelegierter des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen. „Etwa 85 Prozent aller Jugendlichen entwickeln zumindest eine leichte Form.“

Jungen häufiger betroffen als Mädchen

Querschnitt durch die Haut mit der Struktur eines gesunden Haarfollikels mit Talgdrüsen und einem mit Talg, Eiter oder weißen Zellen gefüllten Akne-Pickel.

(Foto: imago/imagebroker)

In der Pubertät, die heute oft schon mit acht oder neun Jahren einsetzt, vergrößern sich unter dem Einfluss des Insulin-Wachstumsfaktors (IGF) und bestimmter Sexualhormone, der Androgene, die Talgdrüsen und produzieren verstärkt Talg. Dieser dringt normalerweise nach außen. Bei Akne verstopft Hornmaterial, das von ebenfalls angeregten Zellen gebildet wird, die Poren. Mitesser entstehen, die sich entzünden können. Jungen sind häufiger von schweren Verläufen betroffen als Mädchen, zudem gibt es familiäre Häufungen, wenn beiden Elternteile als Kinder selbst betroffen waren.

Auf von der Zivilisation wenig berührten pazifischen Inseln komme Akne kaum vor, sagt der Magdeburger Dermatologe Harald Gollnick. Die Hautkrankheit sei eine Zivilisationserkrankung, so wie Bluthochdruck oder Diabetes, ergänzt die Berliner Dermatologin Yael Adler. Sie trete vor allem in Ländern mit westlichem Ernährungsstil gehäuft auf. „Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, stimulieren die Talgdrüsen stärker als unverarbeitete Steinzeitkost, als naturbelassene pflanzliche Nahrung.“

Zucker, Milch und weißes Mehl

Zucker, Milch und weißes Mehl sind demnach sogenannte insulinotrope Nahrungsmittel: Sie setzen den Wachstumsfaktor IGF frei, der über eine Kaskade von Signalen die Talgdrüsen stimuliert und sie größer werden lässt. Und gerade kohlenhydratreiches Fast Food, Milch und Milchprodukte sowie zuckerhaltige Schoko- oder Müsliriegel werden von Jugendlichen sehr gemocht.

Das beginne oft schon beim Frühstück – mit gezuckten Cornflakes in Milch, erklärt Gollnick. „Wir leben im Proteinexzess, viele konsumieren einen halben Liter Milch am Tag.“ Eine Studie in Südkorea habe gezeigt, dass sich die Akne von Teilnehmern verschlechterte, wenn sie sich von Fast Food ernährten. In einer zweiten Gruppe, die gemüsehaltige traditionelle Gerichte des Landes erhielt, besserten sich die Symptome hingegen oder blieben unverändert.

Einfluss von Umweltgiften und Medikamenten

Zwölfjähriger Junge mit beginnender Gesichtsakne: Die Pubertät setzt heute oft schon mit acht oder neun Jahren ein.

(Foto: imago stock&people)

Etliche weitere Faktoren werden diskutiert, wie die Berliner Ärztin Adler erklärt: ein Einfluss von Umweltgiften und bestimmten Medikamenten etwa oder auch von Kosmetik-Inhaltsstoffen und Hormonen im Trinkwasser. „Die Studienlage dazu ist bisher nicht sonderlich reichhaltig.“ Klar sei, dass Rauchen Hauterkrankungen verschlimmern könne. „Im Rauch sind viele Giftstoffe enthalten, die Durchblutung wird heruntergefahren, Heilungsverläufe werden verzögert und Entzündungen begünstigt.“ Auch von Marihuana sei bekannt, dass es Akne verstärken könne.

Ein relativ neues Phänomen ist die spät einsetzende Akne bei Frauen ab etwa 25 Jahren, die über Jahre anhalten kann. „Die Pille scheint da eine Rolle zu spielen, die genauen Zusammenhänge sind aber noch unklar“, sagt Dirschka.

40 Prozent behandlungsbedürftig

Rund 40 Prozent aller Betroffenen hätten eine behandlungsbedürftige Form von Akne, sagt Gollnick, Präsident des Weltforums Akne. Effektive, nebenwirkungsarme Medikamente gebe es schon lange – nur scheuten viele Jugendliche den Gang zum Arzt oder bekämen aus ihrem Umfeld zu hören, da müsse man eben durch. Das kann fatale Folgen haben: „Je später die Therapie beginnt, desto eher gibt es einen schweren Verlauf und desto höher ist das Risiko für Narben.“

Noch immer bedeute die Erkrankung ein Stigma, sagt Adler. „Menschen mit Akne schämen sich sehr für ihre sichtbaren Hautveränderungen.“ Gerade in der Pubertät stelle es ein großes Problem dar, sich selbst nicht schön zu finden. Zudem gebe es oft schlimme Reaktionen. „Akne bedient einen archaischen Reflex im Menschen: Da ist eine Krankheit, da heißt es lieber Abstand nehmen.“ Dabei bestehe keine Ansteckungsgefahr und keinerlei Zusammenhang mit Unsauberkeit.

„Das wissen viele Jugendliche gar nicht und probieren immer neue Gesichtswässerchen und Reinigungsmittel aus“, sagt Adler. Auch spezielle Bürsten oder Porenentleerer würden verkauft – und nichts davon sei sinnvoll. „Die aggressive Reinigung der Gesichtshaut ist der häufigste Fehler bei Akne.“ In vielen Fällen verschlimmere sich das Problem dadurch. „Man ist nicht schmutzig bei Akne“, betont Adler. „Das ist eine Fehlannahme, die durch Werbeslogans wie „porentief rein“ gefördert wird. Klar muss sein: Reinigung ist nicht die Antwort.“

Mit den richtigen Medikamenten schnell im Griff

Mit den richtigen Medikamenten lasse sich Akne binnen gut eines Monats in den Griff bekommen, sagt Gollnick. Oft werden sogenannte Retinoide mit einem antibakteriell wirksamen Präparat kombiniert. Noch sei die Forschung in dem Bereich den Therapiemöglichkeiten um 15 Jahre voraus. Das Interesse der Pharmafirmen sei lange gering gewesen, inzwischen aber erwacht. „In den nächsten eineinhalb bis zwei Jahren werden neue Medikamente auf den Markt kommen“, sagt der Magdeburger Mediziner. Gearbeitet werde etwa an Gelen und Emulsionen, deren Wirkstoffe besser in die Haut gelangen und in den Fett- und Androgenstoffwechsel eingreifen. „Den Bereich der Antibiotika wollen wir komplett verlassen.“

Um ein Abklingen zu unterstützen, können Betroffene vor allem eines tun: ein gesundes Leben führen. „Allein über die Ernährung mit gemüselastigen Nahrungsmitteln und reduziertem Milchkonsum kann jeder selbst Akne um eine Stufe abmildern – und das meist schon innerhalb von vier Wochen“, sagt Adler. „Ballaststoffreiche Nahrung verbessert die Darmflora und bekämpft Entzündungen über diesen Weg.“ Schlechter Schlaf sei ein Thema, wenn er auf einen stressbedingt höheren Cortisolspiegel zurückgehe. „Das verändert den Hormonhaushalt und ist ein direkter Stimulus zur Ankurbelung der Produktion der Talgdrüsen.“

Achten sollten gerade Jugendliche auch darauf, ihre Haut nicht mit Cremes und allerlei anderen Produkten zu überpflegen. „Es reicht, sein Gesicht morgens und abends mit warmem Wasser zu waschen“, betont Adler. „Auftragen sollte man am besten gar nichts.“ Auch von einem anderen beliebten kosmetischem Mittel rät Adler ab: dem Sonnenbad. „Mit der Bräunung ergibt sich zwar oft eine scheinbare Verbesserung“, erklärt sie. Einige Menschen reagierten auf den UV-A-Anteil des Sonnenlichts aber mit verstärkten Symptomen, vor allem in Kombination mit Sonnenschutzmitteln. „Man kennt das unter dem Begriff Mallorca-Akne.“

Tausche Dich mit anderen über Insidertipps aus

Tröste Dich, Du bist nicht alleine, auch andere müssen sich mit Pickeln und Hautunreinheiten rumschlagen. Wenn Du bei der Bekämpfung Deiner Pickel am liebsten aus Deiner Haut fahren würdest, kannst Du das in unserem Beauty-Forum mit vielen Leidensgenossinnen tun! Es gibt kaum ein Teen Girl, das sich nicht fragt, ob es sich richtig um seine Haut kümmert.

Die richtige Ernährung

An dem Spruch, dass wahre Schönheit von innen kommt, ist natürlich auch was dran. Besonders bei unreiner oder problematischer Haut wie Akne kannst du mit gesunder Ernährung so einiges erreichen! Mit welchen Vitaminen und Mineralstoffen Du Dir Klarheit verschaffen kannst, zeigen wir Dir in unseren Anti-Pickel-Ernährungstipps!

Akne: Bald gibt’s einen Impfstoff dagegen

Gute Nachrichten für alle, die sich ihre komplette Pubertät über mit schrecklicher Akne rumschlagen müssen. Forscher der University of California, San Diego arbeiten schon seit längerer Zeit an einem Impfstoff gegen unreine Haut und haben jetzt einen Durchbruch geschafft. Anscheinend kann das Mittel nun schon Testpersonen gespitzt werden, was einen sehr großen Fortschritt bedeutet.

„Akne wird zum Teil von den P. Acnes Bakterien verursacht, die ein Patient sein ganzes Leben mit sich trägt. Eine Impfung dagegen konnten wir nicht entwickeln, da diese Bakterien zum Teil auch gut sind“, erklärt Eric C. Huang, der Projektleiter der Studie. „Aber wir haben einen Antikörper für ein toxisches Protein gefunden, dass die P. Acnes Bakterien auf der Haut absondern. Dieses Protein löst die Entzündungen aus, die zur Akne führen.“

Genauer ausgedrückt, verhindert der Impfstoff also, dass die negativen Eigenschaften der Bakterien ausbrechen, ohne sie komplett zu zerstören. Klingt ziemlich fantastisch!

Der einzige Nachteil: Leider müssen wir uns noch einige Zeit gedulden, bis wir uns endlich für immer von der Akne verabschieden können. Doch ist das Warten nicht am schönsten, wenn es sich zu warten lohnt? Absolut!

Mädchen-Forum

Mehr als ein Schönheitsmakel, Akne ist eine Hautkrankheit. Auf Mädchen.de findest du alles rund um das Thema Akne bekämpfen und Akne – Tipps und Hilfe.

BR Fernsehen – Gesundheit!

Akne ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt. Pickel und Pustel zeigen sich in der Regel erstmals in der Pubertät und verschwinden in den meisten Fällen spätestens im dritten Lebensjahrzehnt. Manchmal können Hautunreinheiten aber auch dann noch bestehen bleiben. Jeder vierte Erwachsene hat Akne weit über die Pubertät hinaus. Egal ob jung oder alt – die meisten Betroffenen geben an, stark unter den lästigen Pickeln zu leiden. Trotzdem zögern sie den Besuch beim Hautarzt aus Scham hinaus. Ohne Grund: Denn Akne ist eine Hauterkrankung und kann behandelt werden. Je früher die Betroffenen etwas dagegen unternehmen, desto weniger leiden sie unter Spätfolgen wie Narben.

Wie Pickel entstehen

Bei Akne ist die Talgproduktion der Hautdrüsen krankhaft gesteigert.

Bei Akne ist die Talgproduktion der Hautdrüsen in Gesicht, Dekolleté und Rücken krankhaft gesteigert. Schuld ist meist eine Hormonumstellung. Diese ist typisch für die Pubertät, bei Frauen an den Tagen vor der Menstruation oder in der Schwangerschaft.

Hinzu kommt in der Regel eine Verhornungsstörung des Follikelausführganges. Dabei bildet sich zu viel Hornhaut in oder auf der Pore, durch die der Talg eigentlich nach außen gelangen soll. Die Folge: Der Talg kann nicht mehr abfließen. Es entsteht ein Mitesser.

Dieser gestaute Talg ist ein gefundenes Fressen für eine Gruppe von Bakterien, die sogenannten Propionibakterien. Sie kommen ganz natürlich auf der Haut vor und werden in der Regel durch den Säureschutzmantel der Haut in Schach gehalten. Siedeln sich diese Bakterien jedoch in der Talgdrüse an, kommt es zu einer unschönen Entzündung – ein Pickel entsteht.

Weitere Ursachen von Akne

Genetische Faktoren spielen übrigens eine große Rolle bei Akne. Das bedeutet: Wenn die Eltern bereits unter Pickeln gelitten haben, ist das Risiko erhöht, dass auch die Kinder an Akne erkranken.

Bekannt ist außerdem, dass sich Aknesymptome durch Stress, Schlafmangel, Zigarettenkonsum und ein geschwächtes Immunsystem verstärken. Auch Sonne, einige Kosmetika und Arzneimittel können bei Menschen, die zu Akne neigen, Pickel hervorrufen. Hartnäckig hält sich das Ammenmärchen, dass mangelnde Hygiene für Akne verantwortlich ist. Das stimmt keinesfalls.

„Akne ist kein Hygiene-Problem oder Folge mangelnder Körperpflege. Es hat mit fettiger Haut zu tun. Wenn ich dann noch fettige Cremes schmiere, kann ich Akne richtig anzüchten. Leute mit trockener Haut haben weniger Akne, es gibt auch eine genetische Komponente, ob jemand starke oder weniger starke Akne hat. Jeder hat irgendwann mal ein bisschen Akne. Es gibt den Satz ‚Nur Eunuchen haben keine Pickel‘“

. Prof. Dr. Dr. med. Johannes Ring, Haut- und Allergiezentrum Biederstein, TU München

Denn: Männliche Hormone regen die Talgproduktion an. Männliche Hormone, sogenannte Androgene, kommen bei Männern UND bei Frauen vor. Gebildet werden diese hauptsächlich von den Hoden (bei Männern), den Eierstöcken (bei Frauen) und von der Nebennierenrinde. Allerdings produzieren beide Geschlechter unterschiedliche Mengen des Hormons. Ist das natürliche Mengenverhältnis der Hormone im Körper gestört, kann Akne eine der unangenehmen Folgen sein.

Bei ständig wiederkehrenden Pickeln frühzeitig zum Arzt

Hier und da mal einen Pickel zu haben, ist fast normal. Doch wenn die lästigen Rötungen immer wiederkehren oder sich sogar bereits unter der Haut ausbreiten, ist es Zeit zu handeln, und einen Termin beim Hautarzt auszumachen. Niemandem muss die Erkrankung peinlich sein. Im Gegenteil: Je früher der Betroffene zum Hautarzt geht, desto eher kann dieser mit einer individuellen Therapie beginnen.

Eine rasche und gezielte Akne-Therapie hat häufig noch einen weiteren Vorteil. Denn eine reine Haut zählt auch bei uns als Zeichen von Attraktivität und Gesundheit. Jeder Akne-Patient hat meist auch eine seelische Betroffenheit. Man will sich verstecken, zweifelt, das Selbstwertgefühl leidet. Eine gesunde Haut trägt zweifelsohne zu seelischer Ausgeglichenheit bei.

Wie die Hautkrankheit behandelt wird

Je nach Schwere der Akne hat der Dermatologe unterschiedliche Möglichkeiten für die Therapie:

Behandlung

Salicylsäure

Der Wirkstoff in Cremeform wird bei leichten Akneformen empfohlen. Salicylsäure weiche verhornte Stellen auf und erleichtert so den Talgabfluss. Salicylsäure tötet keine Bakterien ab.

Benzoxylperoxid

Benzoxylperoxid (BPO) wirkt der Verhornungsstörung der Haut entgegen. Es wirkt schälend auf die Haut und tötet zudem Bakterien ab. Der erhöhte Talgfluss wird von dem Wirkstoff jedoch nicht beeinflusst. Benzoxylperoxid ist meist als Creme oder auch als Waschlotion erhältlich und wird in der Regel gut vertragen. Nebenwirkungen können trockene, schuppige, brennende Haut mit geröteten Stellen sein.
Vorsicht bei Kleidung, Bettwäsche und bunten Handtüchern – Benzoxylperoxid hat auf Textilien einen stark bleichenden Effekt. Um unschöne Flecken zu vermeiden, benutzen Sie am besten weiße Handtücher und Bettwäsche.

Antibiotika

Gute Ergebnisse erzielen Betroffene auch mit Antibiotika. Sie sollen jene Bakterien bekämpfen, die in der Haut für die Entzündungen verantwortlich sind. Bei leichten Akne-Formen wird der Wirkstoff (z.B. Erythromycin) mit Cremes oder Salben auf die Haut aufgetragen. Bei schweren Akneformen kann unter Umständen auch eine zeitlich begrenzte, innerliche Antibiotika-Therapie (z.B. mit Minocyclin) sinnvoll sein.

Fruchtsäure

Die gängigste Behandlungsmethode mit Fruchtsäure ist das Peeling. Dieses wird in der Regel bei einer Kosmetikerin durchgeführt. Das Peeling mit Fruchtsäure bewirkt eine oberflächliche Schälung der Haut, bei der die abgestorbenen Hautzellen entfernt werden. Verstopfte Poren werden geöffnet, der Talg kann frei abfließen. Fruchtsäure hat allerdings keinen Einfluss auf den erhöhten Talgfluss bei Akne-Patienten.
Nach der Behandlung mit Fruchtsäure kann eine Rötung oder ein Brennen auftreten. Nach dem Peeling wird von Sonnenbädern abgeraten, da es sein kann, dass die Haut dann besonders lichtempfindlich ist.

Vitamin-A-Säure-Präparate

Vitamin-A-Säure-Präparate (Retinoide) wirken der Verhornung der Talgdrüsen entgegen und reduzieren so die Bildung von Pickeln und Mitessern. Bei leichten Formen verordnet der Arzt in der Regel Vitamin-A-Säure-Präparate, die äußerlich anzuwenden sind. Bei schweren Akneformen können innerlich angewandte Vitamin-A-Säure-Präparate helfen. Allerdings gibt es eine Reihe von Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Austrocknen der Haut und der Schleimhäute, sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Außerdem muss während der Therapie bei weiblichen Patientinnen eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, da es sonst zu Missbildungen beim Neugeborenen kommen kann.

Hausmittel gegen Pickel und Pustel

Hände aus dem Gesicht!

Achten Sie einmal darauf, wie oft Sie sich am Tag ins Gesicht fassen. Meist lässt es sich vermeiden. Denn mit jeder Berührung gelangen Schmutzpartikel, Schweiß und Bakterien auf die empfindliche Gesichtshaut, die erneut Pickel auslösen können. Um die Übertragung zu minimieren, hilft es auch, sich mehrmals täglich die Hände zu waschen. Außerdem sollten Sie nicht selbst an jedem Mitesser oder Pickel herumdrücken. Das gehört in die Hände einer Kosmetikerin.

Heilerde

Heilerde aus dem Reformhaus ist ein natürliches und gut verträgliches Mittel gegen Akne und fettige Haut. Es handelt sich um hochfein gemahlenen und gesiebten Löß. Zur Anwendung rühren Sie das Pulver mit etwas lauwarmen Wasser zu einer dickflüssigen Paste an und tragen diese auf die Haut auf. Anschließend lassen Sie die Heilerde auf der Haut trocken. Während dieser Zeit nimmt die Heilerde den überschüssigen Talg auf. Die Maske ist umso wirksamer, je länger sie auf der Haut trocknet. Danach mit lauwarmen Wasser abspülen. Auch wenn die Haut nach der Behandlung mit Heilerde etwas spannt und sich trocken anfühlt, sollten Sie die Haut jetzt nicht nachfetten, sondern sie maximal mit einer leichten Feuchtigkeitscreme pflegen.

Grüner Tee

Setzen Sie am Morgen eine Tasse grünen Tee auf, den Sie lange ziehen lassen. Am besten eignen sich unparfümierte Tees. Tagsüber können Sie die Haut immer wieder damit betupfen. Die darin enthaltene Gerbsäure wirkt entzündungshemmend. Antioxidantien und Mineralstoffe schützen und nähren die Haut.

Teebaumöl

Teebaumöl wird immer wieder bei unreiner Haut empfohlen, denn es wirkt desinfizierend und austrocknend. Doch hier gibt es einiges zu beachten, denn Teebaumöl ist stark konzentriert und kann Haut- und Schleimhautreizungen auslösen.
Teelbaumöl ist in unterschiedlichen Qualitäten zu erhalten. Achten Sie darauf, dass Sie zu 100 Prozent naturreines Öl mit weniger als 15 Prozent Cineolgehalt kaufen und der Terpin-4-ol-Gehalt mindestens 30 Prozent beträgt. Doch Vorsicht: Wegen der Gefahr durch Hautreizungen sollten Sie Teebaumöl nur verdünnt anwenden.

Experte im Beitrag:

Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein der TU München
Biedersteiner Str. 29
80802 München

Die Krankheitsschübe können wiederkehren – vor allem im Herbst und Winter und wenn wieder zu viel gecremt und geschminkt wird. Daher sollten Betroffene auch nach überstandener Erkrankung mit ihrem Arzt klären, welche Hautpflege für sie optimal ist und welche Produkte sie verwenden dürfen. Grundsätzlich sollte man auf den pH-Wert seiner Pflegeprodukte achten. Die Oberfläche der Haut hat einen pH-Wert von etwa 5 (leicht sauer), dem sollten auch die Pflegeprodukte entsprechen. Außerdem sollten sie keine reizenden Stoffe enthalten. Zur Gesichtsreinigung von empfindlicher Haut empfehlen Hautärzte sogenannte Syndets, also synthetische seifenfreie Waschstücke, oder seifenfreien Reinigungsschaum.

Es lohnt sich, häufig das Handtuch zu wechseln. So haben Bakterien keine Chance. Die Haut damit nicht abrubbeln. Viel besser: sanftes Abtupfen.

Die Tagespflege sollte möglichst öl- und fettfrei sein, um die Poren nicht erneut zu verstopfen.

Wer Make-up und Puder benutzt, sollte Schwämmchen und Pinsel häufig reinigen. Hier wachsen sonst wahre Bakterienkolonien.

Ernährung und Pickel – gibt es einen Zusammenhang?

Milch

Verschiedene Studien konnten einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Akne herstellen. Das Aknerisiko war bereits auf das doppelte erhöht, wenn die Studienteilnehmer mehr als drei Portionen Milch, vor allem Magermilch, in der Woche tranken.

B-Vitamine

Auch B-Vitamine stehen unter Verdacht, die Entstehung der Akne zu begünstigen. B-Vitamine finden sich in hohen Dosen vor allem in Nahrungsergänzungsmitteln und in den sogenannten Energy-Drinks. Wer unter Akne leidet, sollte den Konsum dieser Erfrischungsgetränke minimieren oder im besten Fall ganz darauf verzichten.

Süßigkeiten

Ob Süßigkeiten wie Kuchen oder Schokolade Akne verstärken oder gar verursachen, darüber streiten sich die Wissenschaftler. Einige Studien deuten darauf hin, dass Weißmehl und Zucker, die den Insulinspiegel rasch nach oben treiben, einen Einfluss auf Akne haben. Andere Studien dagegen finden keinen Zusammenhang. Grundsätzlich ist aber nichts gegen das ein oder andere Stück Schokolade einzuwenden, wenn die Ernährung im Allgemeinen ausgewogen und gesund ist.

Hausmittel gegen Pickel: Das sind die Geheimtipps

  • Aloe Vera: Die Pflanze Aloe vera ist ein effektives Hausmittel zur Linderung von Hautrötungen und Entzündungen. Der Saft der Pflanze kann direkt auf die unreine Haut gerieben werden. Es gibt jedoch auch zahlreiche Pflegeprodukte mit Aloe vera, die ebenfalls wirksam gegen Pickel und Mitesser sind.
  • Apfelessig: Apfelessig ist ein schnelles Hausmittel gegen Pickel und Mitesser. Die Säure des Essigs sorgt dafür, dass sich die Poren verkleinern und die Pickel austrocknen. Zusätzlich hat Apfelessig eine antibakterielle Wirkung. Bakterien, die auf der Haut Entzündungen verursachen können, werden durch den Apfelessig abgetötet.
  • Backpulver: Der Hauptbestandteil von Backpulver ist Natrium. Das Pulver hilft, den pH-Wert der Haut zu neutralisieren. Das führt dazu, dass Giftstoffe von der Haut abgetragen werden können. Verrühren Sie das Pulver mit etwas Wasser, entsteht eine Lotion, die gegen Pickel, Akne und Mitesser wirkt.Dampfbad mit Kamille oder Petersilie: Ein Dampfbad öffnet verstopfte Poren und entfernt Mitesser auf sanfte Weise. Kochen Sie einfach etwas Wasser, geben Sie Kamille, Petersilie oder andere Heilkräuter hinzu und halten Sie dann Ihr Gesicht mit etwas Abstand über die Schüssel mit heißem Wasser.
  • Eiswürfel: Kühlen Sie einen wachsenden Pickel mit einem Eiswürfel, hilft das gegen die Schmerzen und die Schwellung. Die Gefäße ziehen sich zusammen und der Pickel wird kleiner.
  • Gesunde Ernährung: Eine Gesunde Ernährung hilft, Hautunreinheiten wie Mitessern vorzubeugen. Die richtige Ernährung aus viel Vollkornprodukten und Gemüse nährt auch die Haut. Zucker, Weißmehl, Nikotin und Alkohol verschlechtern dagegen das Hautbild und begünstigen die Entwicklung von Mitessern, Pickeln und Akne.
  • Heilerde: Heilerde ist ein beliebtes Hausmittel gegen Pickel, Mitesser und Akne. Dieses Hausmittel enthält viele Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Diese Inhaltsstoffe wirken unter anderem entzündungshemmend. Wird das Mittel als Gesichtsmaske aufgetragen, entzieht es der Haut überschüssiges Fett und befreit die Poren von Talg, Schmutz und anderen Hautunreinheiten.
  • Honig: Honig hat eine antibakterielle Wirkung. Vor allem der aus Neuseeland stammende Manuka-Honig wird als Naturheilmittel verwendet. Er kann Entzündungen vorbeugen oder die Heilung bestehender Entzündungen unterstützen. Manuka-Honig verhindert sogar die Bildung von Narben.
  • Knoblauch: Knoblauch findet sich in jedem Haushalt. Möchten Sie dieses Mittel gegen Pickel, Mitesser und Akne nutzen, müssen Sie lediglich eine Knoblauchzehe aufschneiden und leicht über die unreine Haut reiben. Mit der antiseptischen Wirkung unterstützt der Knoblauchsaft die schnelle Abheilung des Pickels.
  • Kokosöl: Kokosöl enthält Laurinsäure, die antimikrobakteriell wirkt und damit Akne auf natürliche Weise effektiv bekämpfen kann. Tragen Sie einfach täglich eine kleine Menge des Hausmittels auf Mitesser, Pickel oder Akne auf und Sie werden schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung Ihres Hautbildes erkennen können. Im Gegensatz zu anderen Gesichtsreinigern gegen Akne ist Kokosöl sehr hautschonend und auch für empfindliche Haut geeignet.
  • Meersalz: Meersalz kann als natürliches Peeling genutzt werden, um die Haut zu reinigen. Das Peeling können Sie spielend einfach selbst anrühren: Mischen Sie einfach Meersalz, Olivenöl und etwas Wasser zu einer Masse zusammen und massieren Sie diese in die Haut ein. So wird die Neubildung von Mitessern reduziert. Allerdings sollte das Meersalz-Peeling nicht angewandt werden, wenn die Haut bereits angegriffen ist. Dann eignet sich ein Dampfbad mit Salzwasser besser. Geben Sie einfach einen Teelöffel Meersalz in kochendes Wasser und halten Sie Ihr Gesicht für zehn Minuten mit etwas Abstand über die Schüssel.
  • Schwarzer Tee: Die Gerbstoffe in schwarzem Tee können die Behandlung von Akne unterstützen. Schwarzer Tee wirkt entwässernd. Auf die Haut getupft entfaltet er eine ähnliche Wirkung: Er trocknet den Pickel aus. Gleichzeitig besitzen die Gerbstoffe eine antibakterielle Wirkung. Sogar Juckreiz verringert diese Teepflanze aus China.
  • Teebaumöl: Teebaumöl ist ein gern genutztes Hausmittel bei Hautunreinheiten. Das Öl des australischen Teebaums wirkt nachweißlich antibakteriell und entzündungshemmend. Bei einer natürlichen Behandlung von Akne, Mitessern oder Pickeln können Sie die betroffenen Stellen täglich vorsichtig mit einem Wattestäbchen mit Teebaumöl betupfen.
  • Zahnpasta: Zahnpasta kann Pickel austrocknen. Allerdings ist Zahnpasta nicht für die Anwendung auf der Haut gedacht und kann diese unnötig reizen. Vor allem bei Akne sollten Sie auf dieses Hausmittel verzichten. Andere Hausmittel wie Heilerde, Teebaumöl und Aloe vera sind hautschonendere Alternativen bei unreiner Haut.
  • Zinksalbe: Zinksalbe unterstützt die Wundheilung – auch bei Akne und Pickeln. Zusätzlich verhindert das enthaltene Zink die Produktion von Talg und somit auch, dass die Poren verstopfen. Sogar Narben, die durch Akne entstanden sind, kann Zinksalbe aufweichen und glätten.
  • Zitronensaft: Zitronensäure hat eine antibakterielle Wirkung. Auf die Haut aufgetragen kann Zitronensaft die Entstehung von Pickeln verhindern oder die Heilung beschleunigen. Allerdings kann purer Zitronensaft die Haut auch zusätzlich reizen und Akne verschlimmern.
  • Zugsalbe: Zugsalbe hilft, unterirdische Pickel an die Hautoberfläche zu ziehen. Öffnet sich die verstopfte Pore, kann der Talg abfließen und die Entzündung abheilen.

Unreine Haut und Mitesser, manche Menschen begleiten sie lebenslänglich. Wenn sich im Gesicht kleine schwarze Punkte bilden, versuchen wir alles um die lästigen Mitesser wieder loszuwerden. Es gibt zwar zahlreiche Cremes und Medikamente, doch oft müssen Betroffene dafür tief in den Geldbeutel greifen. Es gibt jedoch Alternativen, die Hautunreinheiten zu entfernen. Denn die lästigen Pickel und Mitesser können ganz natürlich mit Hausmitteln behandelt werden. Wie kann man also Entzündungen verbeugen und die Mitesser effektiv behandeln? Und welche Hausmittel wirken den Mitessern am besten entgegen und sind zudem noch preiswert? Der Porensauger* fällt hier als als erste Lösung zuerst ins Auge. Als Universalpacket bietet sich der Porensauger in Kombination mit Schlammmasken* aus dem Toten Meer und dem Komedonenquetscher* an. Allerdings gibt es einige weitere Möglichkeiten wie ihr eurer Haut mit einfachen Hausmitteln helfen könnt.

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Was sind Mitesser?

Mitesser entstehen, wenn die Poren mit Hauttalg verstopfen. Wenn der Talgpfropfen* dann mit Luft in Kontakt kommt, bilden sich die unschönen kleinen schwarzen Punkte. Die Mitesser entstehen vor allem dann, wenn die Drüsen zu viel Fett produzieren. Kommt es zur Entzündung des Mitessers entsteht daraus ein Pickel. Mitesser treten vor allem in der sogenannten T-Zone im Gesicht auf. Das bedeutet Stirn, Kinn und Nase sind hauptsächlich betroffen. Es gibt zwei Arten – die offenen und die geschlossenen Mitesser. Bei den geschlossenen Mitessern ist ein weißer Punkt erkennbar, sie neigen zu eitrigen Prozessen. Die offenen Mitesser sind gelblich und haben einen schwarzen Kopf. Beide Arten sollten sehr vorsichtig entfernt werden, da es sonst zu Entzündungsprozessen kommen kann. Dies passiert, wenn die Bakterien durch das Ausdrücken zu tief in die Haut und Umgebung gelangen. Um Entzündungen zu vermeiden, kannst du auch eine Kosmetikerin zu Rate ziehen, sie kann die Mitesser sachgemäß entfernen.

Welche Hausmittel helfen gegen Mitesser?

1. Kamille beruhigt die Haut

Die Kamille gilt bereits seit vielen Jahren als ein wirksames und preiswertes Hausmittel. Besonders bei Entzündungen und Pickeln, sagt man ihr eine effektive Wirkung nach. Denn die Heilpflanze enthält ätherische Öle, die desinfizierend wirken. Kamille wirkt also gleich zweifach gegen Pickel und Mitesser, das natürliche Hausmittel hilft die Entzündungen zu beruhigen und öffnet die verstopften Poren. So können Mitesser leichter entfernt werden. Die meisten Menschen haben einen Kamillentee zu Hause, du kannst ein Tuch kann in diesen Tee tränken und dann für einige Minuten auf dein Gesicht legen. In der Apotheke kannst du übrigens auch abgepackte Kamillenblüten kaufen. Ebenfalls wirksam kann ein getrockneter Kamilleteebeutel sein, der Tee sollte jedoch eine hohe Qualität aufweisen. Auch ein Dampfbad über einem Kamilleaufguss ist hilfreich.

2. Quark trocknet Mitesser aus

Quark ist ein sehr beliebtes Hausmittel gegen Mitesser, er gilt aufgrund der guten Wirksamkeit auch als Wunderwaffe. Das Milchprodukt führt der Haut Feuchtigkeit zu, die Milchsäure und -fette helfen, die Haut zu pflegen. Das Hautbild wird feiner und zusätzlich werden auch Augenringe abgemildert. Der Fettgehalt spielt bei diesem fantastischen Hausmittel keine Rolle, denn die Inhaltsstoffe sind sehr wirkungsvoll gegen Mitesser. Sie pflegen die Haut und trocknen die weißen Stellen ebenso aus, wie die die schwarzen Köpfe. Der Quark kann als Maske für einige Minuten aufgetragen und danach wieder abgewaschen werden. Entweder wird er pur verwendet oder mit etwas Honig vermischt. Der Honig verleiht der Haut nach Anwendung der Maske, zusätzlich ein geschmeidiges Aussehen.

3. Natron entfernt Mitesser

Natron ist ein bewährtes Hausmittel gegen Mitesser. Es hilft überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen zu entfernen, diese sind die Hauptursachen für Hautunreinheiten. Natron wirkt ähnlich desinfizierend wie Salz, beides erhältst in jedem gut sortierten Supermarkt. Du kannst ganz leicht eine Gesichtsmaske aus Natronpulver, Salz und Wasser selbst herstellen. Dafür brauchst nur das Natronpulver, mit etwas Salz vermischen, etwas Wasser hinzufügen und zu einer Paste verrühren. Etwa 10 Minuten wird die Maske auf die Mitesser aufgetragen. Danach kannst du dein Gesicht sanft mit Wasser reinigen und von den Rückständen der Paste befreien. Zum Abschluss kannst du noch eine pflegende Creme auftragen.

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4. Zitrone und Zucker – ein Peeling hilft

Zitrone kann gegen Hautprobleme sehr wirksam sein. Die Säure des Zitronensaftes hilft, Bakterien und Keime abzutöten. Zusätzlich entfernt der Zitronensaft abgestorbene Hautzellen und verkleinert große Hautporen. Für das Peeling kannst du etwas Zucker mit Zitronensaft vermischen, bis ein Peelinggemisch entsteht. Dieses kannst du nun auf die betroffene Stelle auftragen. Mit leicht kreisenden Bewegungen werden Hautschuppen abgetragen. Der Zitronensaft kann auch mit Honig, Joghurt und Salz vermischt werden. Der Honig macht die Haut schön weich, das Salz hilft das überschüssige Fett auf der Haut zu entfernen und wirkt zudem antibakteriell.

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5. Teebaumöl bringt Hilfe

Viele Betroffene schwören auf den Einsatz des australischen Teebaumöls*, denn es trocknet die Haut aus und überschüssiges Fett wird entfernt. Das Öl, am besten mit Hilfe eines Wattepads, dünn auf die betroffenen Partien auftragen. Vorsicht aber bei Allergien, die ätherischen Öle können zu einer Reizung der Augen und Nasenschleimhäute führen. Es sollte daher vor der ersten Anwendung vorsichtig ausprobiert werden. Des Weiteren gilt es zu beachten, dass Teebaumöl* die Haut austrocknet. Wer bereits unter trockener Haut leidet, sollte das Gesicht gut abgewaschen und hinterher eine pflegende Creme auftragen. Beim Eincremen von Mitessern ist es übrigens ratsam, eine nicht-fettende Creme zu verwenden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Talgdrüsen noch mehr verstopfen.

6. Zinksalbe oder Zahnpasta

In der Apotheke kann man eine Zinksalbe kaufen, die effektiv gegen jede Art von Mitesser hilft. Eine Alternative dazu ist eine Zahnpasta. Wichtig dabei ist aber, dass diese den Wirkstoff Zink enthält. Zinksalbe eignet sich vor allem bei trockner und zugleich unreiner Haut. Die Salbe ist eine günstige Alternative zu den teuren Cremes. Ein kleiner Klecks wird auf entzündete Mitesser aufgetragen. Zink hilft, Pickel und Mitesser auszutrocknen und Bakterien zu bekämpfen. Du solltest allerdings dabei beachten, dass Zink stark schmiert. Es empfiehlt sich also, wenn man die Paste vor dem Schlafengehen aufträgt, ein kleines Pflaster darüber zu legen. Übrigens kann auch ein Übermaß an Hautpflege, die Ursache für verstopfte Hautporen sein. Es empfiehlt sich daher bei unreiner Haut Make-up und Kosmetik nur sparsam und möglichst nicht täglich aufzutragen,

Das Wundermittel und eine Patentlösung gegen Mitesser gibt es leider nicht. Es gibt aber zahlreiche Hausmittel, die Mitesser wirksam bekämpfen können und deine Haut pflegen. Du solltest daher am besten selbst austesten, welches Hausmittel und welche Pflege dir besonders guttun.

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