Was gegen husten machen

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Was hilft gegen Husten? Die besten Hausmittel gegen Husten

Was hilft gegen Husten? Diese Frage stellen sich jährlich Millionen Menschen, die plötzlich von der unangenehmen Krankheit heimgesucht werden. Ob plötzlicher Wetterwechsel, ein erkälteter Partner oder die falsche Kleidung: Für Husten, eines der am weitesten verbreiteten Krankheitssymptome, gibt es viele Ursachen und Ansteckungsmöglichkeiten. Manche Menschen trifft es sogar mehrmals pro Jahr. Wer dann gleich zu starken Medikamenten greift, tut seinem Körper nichts Gutes. Deshalb erklären wir im folgenden Beitrag, wodurch Husten entsteht und welche Hausmittel gegen Husten am effektivsten wirken.

Der Hustenreflex – warum wir husten

Husten schützt die Lunge und ist deshalb eine wichtige, instinktive Funktion des Körpers. Deshalb lässt er sich auch nicht unterdrücken. Der Hustenreflex sorgt dafür, dass Sekrete und Schleim sowie Schadstoffe wie Staub aus der Lunge entfernt werden. Dazu zieht sich die Muskulatur rund um die Lunge zusammen und stößt die Luft explosionsartig aus. Die Atemwege werden befreit. Husten ist also ein lebenswichtiger Reflex.

Die häufigsten Ursachen für Husten

Husten kann viele Ursachen haben. Am häufigsten weist er auf eine Virusinfektion wie eine Erkältung oder Grippe hin. Wer gleichzeitig unter Fieber und Hals- oder Gliederschmerzen leidet, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Grippe. Bei milderen Symptomen handelt es sich vermutlich um eine Erkältung. Ein gesundes Immunsystem hilft dabei, Erkältungen vorzubeugen und Husten zu vermeiden. Schwerere Krankheiten wie Bronchitis und Lungenentzündung werden ebenfalls oft von starkem Husten begleitet.

Allergiker müssen in vielen Fällen husten, wenn sie Allergenen ausgesetzt sind. Das ist vor allem bei Allergien gegen Nahrungsmittel, Hausstaubmilben und Schimmelpilze der Fall. Hustet man nur vereinzelt, weist das darauf hin, dass Fremdkörper wie Staub oder Nahrung versehentlich in die Lunge gelangt sind. Hier liegt keine Krankheit vor.

All diese Formen werden als akuter Husten bezeichnet, da dessen Dauer begrenzt ist. Im Gegensatz dazu bezeichnen Mediziner Husten, der länger als zwei Monate anhält, als chronisch. Die Ursache dafür können Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Lungenkrebs sein.

Neben der Dauer unterscheidet man Husten danach, ob er von Auswurf begleitet wird oder nicht. Ein trockener Husten ohne Auswurf wird auch als Reizhusten bezeichnet, da er wegen gereizter Atemwege entsteht. Er tritt beispielsweise bei Asthma oder eingeatmeten Fremdkörpern auf. Wird Schleim aus den Bronchien ausgehustet, nennt man das produktiven Husten. Dieser entsteht bei Virus- und Bakterien-Infektionen. Eine Erkältung beginnt meist mit einem bellenden Reizhusten. Nach etwa ein bis zwei Tagen fangen die Atemwege an, Sekrete zu produzieren. Diese nehmen Viren, Staub und andere unerwünschte Substanzen auf. Der Schleim muss also abgehustet werden, damit der Patient genesen kann.

Was hilft gegen Husten?

Wer als allergische Reaktion auf eine Substanz husten muss, sollte den Kontakt damit sofort einstellen. Bei der kurzfristigen Linderung des Reizhustens können Hausmittel gegen Husten jedoch helfen. Ansonsten werden diese in erster Linie angewendet, wenn der Husten als akutes Symptom einer Erkältung auftritt. Dies ist bei den meisten Betroffenen der Fall. Wird der Husten von weiteren Beschwerden wie Schmerzen in der Brust, Fieber oder blutigem Auswurf begleitet, reichen Hausmittel gegen Husten nicht mehr aus. Hier ist ein Arztbesuch nötig.

Wirkungsvolle Hausmittel gegen Husten mit Auswurf

Was hilft gegen Husten, wenn dieser produktiv ist? Um festsitzenden Schleim zu lösen und den Auswurf zu begünstigen, sollten Betroffene zunächst viel trinken. Dadurch wird das Sekret flüssiger und der Körper benötigt weniger Kraft, um es abzuhusten. Empfohlen werden mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee, die gleichmäßig über den Tag verteilt getrunken werden. Besonders effektiv wirkt ein schleimlösender Fencheltee. Wer viel schwitzt, muss mehr trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Als effektives Hausmittel gegen Husten hat sich das Inhalieren erwiesen. Es befeuchtet ebenfalls die Schleimhäute und erleichtert so das Abhusten. Dafür wird Wasser aufgekocht, womit frische Zusatzstoffe wie Kamille, Thymian oder Pfefferminze übergossen werden. Alternativ kann das heiße Wasser mit ätherischen Ölen aus Eukalyptus oder Fenchel angereichert werden. Der Patient beugt sich nun über das Gefäß und atmet die Dämpfe ein. Um die Wirkung zu verstärken, legt man sich ein Handtuch über den Kopf. Ein Dampfbad mit diesen Inhaltsstoffen entfaltet eine ähnliche Wirkung.

Was hilft noch gegen Husten? Hier lohnt ein Blick in die Natur. Fenchel- und Eukalyptushonig schwächen den Hustenreiz. Ein Löffel vor dem Schlafengehen kann daher hilfreich sein.

Was tun bei Reizhusten?

Auch bei Reizhusten sollten Betroffene zunächst viel trinken. Die Flüssigkeit befeuchtet die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum. Da trockene Schleimhäute den Hustenreiz verstärken, wird dieser durch die Flüssigkeit gemildert. Sinnvoll ist das Trinken von Wasser oder von Salbeitee, der die Schleimhäute mit seinen ätherischen Ölen schützt. Unterstützend dazu hilft eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. In trockenen Räumen kann man beispielsweise ein offenes, mit Wasser gefülltes Gefäß auf die Heizung stellen. Um trockene Schleimhäute feucht zu halten, lohnt sich ebenfalls das Inhalieren.

Die Natur bringt Pflanzen wie Zwiebeln hervor, die sich dank entzündungshemmender Stoffe hervorragend als natürliches Hausmittel gegen Husten eignen. Wer Reizhusten entgegenwirken möchte, fertigt einen Zwiebelsud an. Dazu wird eine klein geschnittene Zwiebel mit Honig oder Kandiszucker verrührt und bei geringen Temperaturen langsam aufgekocht. Anschließend wird die Mischung mindestens eine Stunde lang stehen gelassen und danach gesiebt. Von dem Sud nimmt der Erkrankte dreimal täglich je einen Teelöffel zu sich.

Ähnlich wirkungsvoll sind Kartoffelwickel. Wer sich fragt, was hilft gegen Husten, für den ist es auch eine Alternative Kartoffeln weich zu kochen und anschließend in einem Tuch zerdrücken. Der Wickel wird geschlossen, in ein Handtuch gehüllt und auf die Brust oder um den Hals gelegt. Die Kartoffeln sollten dabei nicht zu heiß sein. Vor dem Wickeln sollte der Betroffene testen, ob er die Temperatur als angenehm empfindet. Statt Kartoffeln kann ein aufgekochter Brei aus Leinsamen und Wasser verwendet werden. Der Wickel entspannt, wärmt und lindert dadurch den unangenehmen Hustenreiz.

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Reizhusten – das unangenehme Kratzen im Hals

Ihre Augen tränen und auch der trockene Husten lässt das gemeine Kratzen im Hals nicht verschwinden? Dahinter kann ein Reizhusten stecken. Eine Erkältung ist eine der möglichen Ursachen für den ständigen Hustenreiz. Doch es gibt weitere Auslöser für Husten ohne Auswurf (unproduktiven Husten). Hier erfahren Sie die möglichen Ursachen und Tipps, um den Hustenreiz zu lindern.

Überblick:

  • Begleitsymptome
  • Ursachen
  • nächtlicher Reizhusten
  • Hausmittel
  • Husten in der Schwangerschaft
  • Wann zum Arzt

Was genau ist ein Reizhusten (trockener Husten)?

Wenn Sie Husten haben, bei dem sich kein Schleim bildet, wird dieser als Reizhusten bezeichnet. Aufgrund der Tatsache, dass bei dieser Hustenvariante typischerweise ein Hustensekret ausbleibt, wird der Reizhusten auch als trockener Husten bezeichnet.

Gut zu wissen: Unproduktiver Husten
Weil keine Schleimbildung und so kein Auswurf erfolgt, sprechen Mediziner bei einem Reizhusten auch von einem „unproduktiven Husten“. Ein trockener Husten ist in gewisser Art und Weise ziemlich unangenehm. Denn oft löst schon ein kleines Kitzeln im Hals einen unangenehmen Hustenreiz aus. Das Problem: Durch den Husten verschwindet das Kratzen im Hals nicht. Viel eher wird das lästige Gefühl im Hals verstärkt.

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Diese Begleitsymptome sind bei Husten ohne Auswurf möglich

Wenn bei Ihnen durch den heftigen Hustenreiz Symptome wie

  • tränende Augen,
  • Kratzen im Hals,
  • Heiserkeit oder
  • ein vorübergehender Verlust der Stimme

in Erscheinung treten, sollten Sie wissen, dass all die genannten Punkte zu den denkbaren Begleitsymptomen eines Reizhustens zählen. Ein trockener Husten ist in gewisser Art und Weise ziemlich unangenehm. Denn oft löst schon ein kleines Kitzeln im Hals einen unangenehmen Hustenreiz aus. Das Problem: Durch den Husten verschwindet das Kratzen im Hals nicht. Viel eher wird das lästige Gefühl noch verstärkt.

Diese Ursachen kann ein Reizhusten haben

Es gibt meist mehr als eine Ursache. Zu den Faktoren, die zu einem unproduktiven Husten führen können, gehören unter anderem diese:

  • Entzündungen (beispielsweise Luftröhren-, Lungenentzündung oder Bronchitis)
  • Reizungen (durch Staub, Zigarettenrauch und Co.)
  • Fremdkörper (wie etwa eine versehentlich eingeatmete Fliege beim Fahrradfahren)
  • trockene Rachenschleimhaut (zum Beispiel nach einer langen Rede)

In vielen Fällen kündigt ein akuter Husten jedoch eine Erkältung an. Denn der heftige Hustenreiz kann auch entstehen, wenn sich die Auslöser eines grippalen Infekts (beispielsweise Rhinoviren) an den Schleimhäuten der oberen Atemwege – Nase, Mund, Rachen – festsetzten. Der Organismus versucht dann nämlich, die Eindringlinge mithilfe von kräftigen Luftstößen (Husten) aus dem Körper zu entfernen. Kommt es zur Erkältung, wird aus dem trockenen Husten für gewöhnlich ein Husten mit Schleimbildung (produktiver Husten). Darüber hinaus ist am Ende einer Erkältung auch ein erneutes Auftreten von Reizhusten möglich.

Nächtlicher Störenfried

Auch nachts verschont Sie ein Reizhusten nicht. Denn oftmals ist der Reiz so stark, dass es Betroffenen schwer fällt einzuschlafen. Vor allem verschnupfe, erkältete Personen haben im Liegen das Problem, dass Nasensekret den Rachen hinunterfließt. Das wiederum löst oft Hustenreiz und Halskratzen aus. Daneben kann auch eine zu trockene Raumluft die Symptome verstärken. Damit der Hustenreiz nachts nicht unnötig verstärkt wird, sollte gerade im Schlafzimmer auf eine hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Ein Löffel Honig vor dem Schlafengehen kann als natürliches Hausmittel ebenfalls den starken Reiz, Husten zu müssen, etwas lindern.

Den Hustenreiz verstehen

Ein Husten ist nervig, jedoch hat er durchaus seinen Sinn – auch nachts. Denn der Hustenreiz setzt meist dann ein, wenn Krankheitserreger, wie etwa die einer Erkältung oder Lungenentzündung, Ihre Atemwege befallen. Jeder Husten ist daher ein Verteidigungsmittel, mit dem Ihr Immunsystem arbeitet.

Der starke Luftstoß, der durch einen Hustenreiz ausgelöst wird, dient dazu, Fremdkörper, Schadstoffe, Krankheitserreger und Co. möglichst schnell aus Ihren Atemwegen zu entfernen. Sobald ein Husten länger als vier Wochen anhält, sprechen Mediziner im Übrigen von einem chronischen Husten.1 Zu diesem kommt es beispielsweise bei Asthma, Stimmbandlähmung oder Blutstau in der Lunge bei Patienten mit einer Herzschwäche.

Was hilft gegen trockenen Husten? Die besten Hausmittel gegen Reizhusten

Wenn Ihr Reizhusten nicht nachlässt oder sich verschlimmert, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen, um die Ursache zu klären. Zudem ist ein Mediziner dazu in der Lage, Ihnen Medikamente wie einen Hustensaft, Sirup oder Pastillen zu empfehlen, die Ihren Hustenreiz lindern können. Zusätzlich zur ärztlichen Behandlung helfen mitunter auch diese Hausmittel gegen Reizhusten:

Tee gegen Reizhusten

Eine Tasse warmer Tee (beispielsweise aus Thymian, Fenchel oder Salbei) hilft gelegentlich dabei, trockene und gereizte Rachenschleimhäute wieder zu befeuchten und den Hustenreiz sowie das Kratzen im Hals zu lindern.

Rezept für Hustentee

  • 1 TL Spitzwegerich
  • 1 TL Malve
  • 1 TL Eibisch
  • 1 TL Wollblume

Die Kräuter mit 1 Liter heißen (nicht kochendem) Wasser aufgießen und 8-10 Minuten ziehen lassen. Wenn Sie möchten, geben Sie noch einen Teelöffel Honig in Ihren Tee. Diesem werden entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen.

Zwiebelsaft gegen Reizhusten

Dieses Hausmittel kennt vielleicht auch Ihre Oma. Das ätherische Öl in der Zwiebel soll wie ein Hustensaft wirken, die Bronchien beruhigen und den Hustenreiz stillen.

Zwiebelsaftrezept

  • 1 Zwiebel
  • 4-6 EL Zucker

Nehmen Sie zur Herstellung des Hausmittels eine Zwiebel und hacken Sie diese in grobe Stücke. Geben Sie anschließend vier bis sechs Esslöffel Zucker darüber. Das Gemisch in einem Topf bei schwacher Hitze langsam aufkochen lassen. Drücken Sie nach dem Abkühlen alles durch ein Küchentuch und fangen Sie den Sud in einer Schüssel auf. Nehmen Sie einen Teelöffel Zwiebelsaft sobald sich der Reizhusten bemerkbar macht. Im Kühlschrank ist der Zwiebelsaft etwa drei bis vier Tage lang haltbar.2

Inhalieren

Inhalationen lindern das Kratzen im Hals und wirken beruhigend. Die Schleimhäute der oberen Atemwege werden durch den heißen Wasserdampf gereinigt und besser durchblutet. Festsitzender Schleim kann so gelöst und das Sekret leichter abtransportiert werden.

Inhalieren: Anleitung

  • Salbeiblätter
  • Schüssel mit 2 Litern kochendem Wasser
  • Handtuch

Übergießen Sie die Salbeiblätter in einer Schüssel mit heißem Wasser und lassen Sie diese dann kurz abkühlen. Anschließend legen Sie ein Handtuch über Ihren Kopf sowie die Schüssel und inhalieren den Wasserdampf mit tiefen Atemzügen. Alternativ zum Salbei ist es auch möglich, Kochsalz zu verwenden. Ein Inhalator aus der Apotheke kann zudem die Schüssel und das Handtuch ersetzen.

Bitte beachten: Hausmittel können nie eine ärztliche Behandlung ersetzten. Zudem gibt es keine Garantie dafür, dass die aufgeführten Methoden die gewünschte Wirkung entfalten.

Weitere Tipps gegen hartnäckigen Husten

  • Viel trinken: am besten warmen Tee.
  • Luftfeuchtigkeit in Räumen erhöhen: zum Beispiel mit einer Wasserschale auf der Heizung.
  • Kalte Luft meiden: lange Spaziergänge im Winter können durch das Zusammenziehen der Bronchien den Husten verstärken.
  • Seitlich oder mit erhöhtem Kopf schlafen: so kann der zähe Schleim leichter abfließen.

Husten in der Schwangerschaft

Eine Ursache für nächtlichen Reizhusten kann bei Schwangeren neben Infekten auch die gastroösophageale Refluxkrankheit darstellen. Das Hauptsymptom Sodbrennen wird unter anderem aufgrund des zunehmenden Drucks durch das Kindswachstum auf den Muskelring zwischen Speiseröhre und Magen ausgelöst. Die aufsteigende Magensäure gelangt in den Rachenbereich und reizt dort die Schleimhaut, was durch Reflexe zu einem Hustenreiz führen kann.

Typisch für Husten in der Schwangerschaft ist als Ursache auch die sogenannte Schwangerschaftsrhinitis (Schwangerschaftsschnupfen). Die Hintergründe dieser nicht-infektiösen Erkrankung sind noch nicht eindeutig geklärt. Jedoch vermutet man einen Zusammenhang zwischen dem durchblutungsfördernden Effekt des in der Schwangerschaft ansteigenden Östrogenspiegels und dem Anschwellen der Nasenschleimhäute — beziehungsweise der verstärkten Produktion von Nasensekret. Gerade im Liegen kann so Schleim in den Rachen gelangen und Hustenattacken auslösen.

Unabhängig von der Ursache ist ein Husten in der Schwangerschaft für gewöhnlich nicht gefährlich für Ihr Kind. Das Fruchtwasser schützt das Baby vor den Erschütterungen, die im Körper beim Husten ausgelöst werden. Um bei erkältungsbedingtem Husten die Symptome etwas zu lindern, können Hausmittel helfen. Dabei, aber vor allem auch bei der Einnahme von Medikamenten, sollten Sie stets Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Wann sollte man bei Reizhusten zum Arzt?

Leiden Sie länger als vier Wochen unter Husten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine Chronifizierung zu verhindern.3 Weiterhin ist auf folgende Begleitsymptome zu achten:

  • Fieber
  • Atemnot
  • Schmerzen

Treten neben dem Husten eines oder mehrere der genannten Symptome auf, sollten Sie ebenfalls umgehend ärztliche Hilfe ersuchen. So können Ursachen wie beispielsweise eine Bronchitis rechtzeitig erkannt werden.

Bei Reizhusten bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten. Neben Erkältungskrankheiten kann hier Keuchhusten, Pseudokrupp oder der Beginn einer asthmatischen Erkrankung ein Auslöser sein, der abgeklärt werden muss.4 Auch das Verschlucken eines Fremdkörpers als Ursache sollte von Fachpersonal ausgeschlossen werden.

Hausmittel gegen Husten
Alpenmedizin: Tipps aus der Naturapotheke

Husten ist ein Schutz- und Reinigungsmechanismus der Lunge und kann viele verschiedene Ursachen haben: von einer banalen Erkältung über chronische Erkrankungen wie COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Nebenwirkungen von Medikamenten bis hin zum Lungenkrebs.

Die Anwendung von pflanzlichen Hustenmitteln sollte sich in der Selbstmedikation auf die Behandlung des akuten Hustens beschränken, der auf einer banalen Virusinfektion der Atemwege beruht und seit weniger als zwei Wochen besteht. Dieser „Erkältungshusten“ beginnt üblicherweise mit Halsschmerzen, einem gereiztem Hals und trockenem Reizhusten. Nach etwa drei Tagen wird der Husten dann produktiv und damit schleimiger.

Heilpflanzen können dieses Krankheitsgeschehen auf mehrere Arten positiv beeinflussen, weil sie beruhigende, schleimlösende und krampflösende Wirkungen entfalten.

Eibisch, Isländisch Moos, Spitzwegerich, Malve, Huflattich und Königskerze wirken hustenberuhigend, indem sich ihre Schleimstoffe wie eine Hülle über die gereizten Stellen an den Schleimhäuten legen. Der reizmildernde Effekt ist umso stärker, je länger die Schleimstoffe Kontakt mit der Schleimhaut haben. Deshalb sind Lutschtabletten bei trockenem Husten besonders effektiv und lindern gleichzeitig Halsschmerzen und Heiserkeit. Tee oder Saft sollten aus demselben Grund vor dem Hinunterschlucken etwas länger im Mund belassen werden.

Spitzwegerichblätter werden nachweislich seit Jahrhunderten bei Husten verwendet. Sie wirken reizmildernd, schleimhautabdichtend, antibakteriell und entzündungshemmend. Diese Wirkungen werden vor allem dem Aucubin, dem Catalpol und den enthaltenen Schleimstoffen zugeschrieben.

Die Schleimstoffe wirken dabei nicht nur reizmildernd, sondern zeigten im Reagenzglas auch immunstimulierende und antibakterielle Effekte. Auch Honig legt sich wie ein Balsam um die gereizten Schleimhäute, weshalb die Anwendung durchaus Sinn macht.

Hustenauswurffördernde Wirkungen bei Arzneipflanzen beruhen meist auf Saponinen oder ätherischen Ölen. Die positiven Effekte saponinhaltiger Heilpflanzen sind meist darauf zurückzuführen, dass sie den Bronchialschleim verflüssigen. Zu ihnen gehören Efeu, Primelwurzel, Bittere Kreuzblume, Schlüsselblume oder auch Süßholzwurzel.

Ätherische Öle, wie sie in Thymian, Fenchel, Bibernelle, Fichte, Latsche, Lärche, Zirbe, Wacholder oder Quendel vorkommen, erhöhen darüber hinaus auch die selbstreinigende Wirkung der Bronchien – der Schleim kann also besser abgehustet werden.

Efeublätter haben sich in der Behandlung akuter und chronischer Atemwegsinfekte sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern seit Langem bewährt. Efeuextrakte sind sehr gut untersucht und mehrere klinische Studien haben sie als effektiv und gut verträglich bewertet. Besonders aussagekräftig ist hierbei eine 2015 erschienene Übersichtsarbeit, die die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen belegt. Neuere Untersuchungen bestätigen auch einen Nutzen bei kindlichem Asthma.

Thymian- und Quendelkraut wirken durch ätherisches Öl und Flavonoide schleim- und krampflösend auf die Bronchien. Thymian eignet sich dabei sowohl innerlich als auch äußerlich – das ätherische Öl kann als Badezusatz oder verdünnt als Einreibung erkältungsbedingte Symptome lindern.

In Meerrettich, Rettich, Brunnenkresse sowie in geringerem Ausmaß auch in der Speiserübe sind es die scharf schmeckenden Senfölderivate, die eine Anwendung bei Husten rechtfertigen. Senföle wirken nämlich antibakteriell, antiviral und pilzhemmend. Nimmt man sie über die Nahrung zu sich, werden sie über die Atemluft und den Harn wieder abgegeben und können so ihre antimikrobiellen Effekte in den Bronchien und den Harnwegen entfalten. Schleimlösende Wirkstoffe konnten auch in Alantwurzel und Lindenblüten nachgewiesen werden.

Die Zwiebel enthält antibakteriell wirksame Schwefelverbindungen und entfaltet nachweislich antiasthmatische Effekte. Bei Asthma und chronischen Hustenerkrankungen zeigt sich die Süßholzwurzel als vielversprechend: Neben den schleimlösenden Saponinen wiesen experimentelle Untersuchungen auch immunregulatorische Effekte sowie krampflösende Wirkungen in den Bronchien nach. Diese Kombination kann bei Asthma einen therapeutischen Nutzen bringen.

Die Klebrige Primel ist zwar bisher unerforscht, aber als Primelart können bei ihr schleimlösende Wirkungen vermutet werden. Zu den anderen genannten Heilpflanzen wie Johannisbeerblättern, Ehrenpreiskraut und Heublumen kann aufgrund fehlender Untersuchungen keine Aussage bezüglich tatsächlicher Wirksamkeit getroffen werden.

Reizhusten (trockener Husten) lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Dazu gehören zum Beispiel Reizungen der unteren oder der oberen Atemwege durch Entzündungen, allergische Reaktionen oder eingedrungene Fremdkörper. Reizhusten kann aber auch als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten.

Reizungen der unteren Atemwege können entstehen durch:

  • eingedrungene Fremdkörper
  • Tumoren
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)
  • Entzündung der Bronchialschleimhaut (Bronchitis)
  • Reizung der Atemwege durch Schadstoffe (z.B. Staub, Gase, Chemikaliendämpfe)

Auch wenn die oberen Atemwege wie Nase, Nasennebenhöhlen und Rachenraum gereizt werden, kann es zu einem Husten ohne Auswurf kommen. So können auch beginnende Erkältungskrankheiten und Grippeerkrankungen von einem Reizhusten begleitet sein. Meist geht Reizhusten dabei jedoch relativ schnell in einen sogenannten produktiven Husten mit Schleimbildung über.

Als weitere Ursachen für Reizhusten kommen unter anderem infrage:

  • Rippenfellentzündung (trockene Pleuritis) z.B. bei Lungenentzündung, Tuberkulose, Lupus erythematodes
  • Chronisches Asthma
  • Refluxkrankheit (Rückfluss von Magenflüssigkeit in die Speiseröhre)
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Lungenfibrose (Vermehrung und Vernarbung des Lungengewebes)

Darüber hinaus kann Reizhusten als Nebenwirkung einiger Medikamente auftreten, wie zum Beispiel ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz, Betablocker, Schmerz- und Rheumamittel (NSAR). Auch eine kleinere Lungenembolie kann Beschwerden wie Reizhusten hervorrufen – manchmal ist Reizhusten dabei das einzige Symptom.

Bei einem Reizhusten können auch psychische Ursachen eine Rolle spielen. Ist dies der Fall, tritt der sogenannte psychogene Reizhusten anfallartig auf und dauert oft stundenlang an. Viele Betroffene verspüren gleichzeitig den Zwang, sich zu räuspern. Bei emotionaler Anspannung verstärkt sich der Husten, während des Schlafs hingegen setzt er aus. Wenn dem Reizhusten keine organischen Befunde zugrunde liegen, spricht man von einem Tic beziehungsweise einer funktionellen Störung.

Je nach Grunderkrankung geht Reizhusten mit weiteren Symptomen einher:

Ist eine beginnende Erkältungskrankheit für den Reizhusten verantwortlich, können gleichzeitig Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Schnupfen auftreten.

Wenn der Husten trocken und schmerzhaft ist und von trockenen oder tränenden Augen begleitet wird, kann eine Reizung der Atemwege durch Staub, rauch- und gasförmige Schadstoffe als Ursache infrage kommen. Gleichzeitig kann es zu weiteren Beschwerden wie Kopfschmerzen und herabgesetzter Belastbarkeit kommen.

Geht trockener Husten mit einseitigen, atemabhängigen Brustschmerzen einher, ist möglicherweise eine trockene Pleuritis (Rippenfellentzündung) der Auslöser.

Reizhusten in Verbindung mit Kurzatmigkeit, die zunächst vor allem bei Belastung auftritt, und häufigem Wasserlassen in der Nacht können auf eine chronische Herzinsuffizienz hindeuten. Wenn der Reizhusten anhält, quält und gleichzeitig die Atmung bei körperlicher Belastung erschwert ist, deutet dies auf chronisches Asthma hin – auch wenn bislang noch keine schweren Asthmaanfälle vorgekommen sind.

Reizhusten liegt auch häufig bei der Refluxkrankheit vor. Meistens ist eine Schwäche des Mageneingangs für diese Erkrankung verantwortlich. Der Reizhusten entsteht, wenn Magensäure bis in die Speiseröhren gelangt. In diesem Fall tritt der trockene Husten vorwiegend morgens auf.

Man unterscheidet also zwei Formen von Husten:

  • trockenen, unproduktiven Husten (Reizhusten) ohne Schleimbildung
  • produktiven Husten mit zum Teil zäher Schleimbildung

Trockener, unproduktiver Husten ist eine Reaktion auf verschiedene schädliche Reize, z.B. Rauch, Staubpartikel oder Chemikaliendämpfe sowie Magensaft und Botenstoffe (z.B. Bradykinin). Der Reizhusten ist hart, schmerzhaft und ohne Auswurf. Die häufigsten Ursachen sind Rauchen, Staubarbeiten (z. B. Schleifen), schwere Erkrankungen der Atemwege wie beispielsweise Keuchhusten oder Tuberkulose bzw. Bronchialkarzinom, Sodbrennen (Refluxösophagitis), oder auch Arzneimittelnebenwirkungen (z. B. nach der Einnahme von ACE-Hemmern).

Gereizte Rachenschleimhaut kann zu trockenem Husten führen und der geringste Anlass kann zur Auslösung von Husten bzw. zu einem regelrechten Hustenanfall führen. Die Reinigungsfunktion für die Atemwege fehlt. Dieser Husten hat somit keinen physiologischen Nutzen.

Produktiver Husten resultiert meist aus einer Infektion mit Viren oder Bakterien. Häufig kommen zu einem produktiven Husten auch Fieber, Schnupfen oder Heiserkeit hinzu. Beim produktiven Husten kommt es zu einer vermehrten Schleimbildung. Der Husten geht mit Auswurf einher. Dieser Schleim kann Nährboden für weitere Krankheitserreger wie zum Beispiel Bakterien sein. Es ist daher wichtig, das Abhusten des Schleims zu unterstützen, statt den Hustenreiz zu unterdrücken.

Krankheitsbild & Ursachen

Beschreibungen von Husten durch Patienten können sehr unterschiedlich ausfallen und reichen von quälend oder schmerzhaft über bellend bis heiser. Husten kann bevorzugt zu bestimmten Tageszeiten auftreten oder mit bestimmten Begleitumständen zusammenhängen, wie zum Beispiel mit körperlicher Belastung (Sport oder schwere körperliche Arbeit) oder mit dem Essen bestimmter Nahrungsmittel, auf die ein Patient allergisch reagiert. In manchen Fällen tritt Husten anfallsartig auf, in anderen gemeinsam mit Geräuschen beim Ein- oder Ausatmen.
Je nach Erscheinungsform unterscheidet man Reizhusten, produktiven Husten und Bluthusten:

Reizhusten

Hierbei handelt es sich um Husten ohne Auswurf (unproduktiver Husten). Dieser Hustentyp entsteht aufgrund einer Reizung der unteren Atemwege, zum Beispiel durch

  • Fremdkörper
  • Tumore
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)
  • Entzündung der Bronchialschleimhaut (Bronchitis)
  • Schadstoffe (zum Beispiel Staub, Gase, Chemikaliendämpfe)

Auch eine Reizung der oberen Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachenraum) kann zu einem Husten ohne Auswurf führen. Manche Medikamente (wie beispielsweise ACE-Hemmer, die gegen BluthochdruckBluthochdruck
Laut Hochdruckliga liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 mmHg. Bluthochdruck ist eine krankhafte Steigerung des Blutdruckes in den Arterien auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen Wert von über 90 mmHg. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nierenschwäche und Herzschwäche.
und Herzinsuffizienz eingenommen werden) verursachen als Nebenwirkung einen Reizhusten. Bei einer kleineren Lungenembolie ist in manchen Fällen Reizhusten das einzige Krankheitsanzeichen.

Produktiver Husten

Darunter versteht man Husten, der mit viel Schleimbildung einhergeht. Seine häufigsten Ursachen sind

  • Erkältungen
  • chronische Bronchitis
  • COPD
  • Lungenentzündung

Auch bei Asthma oder einer allergischen Erkrankung kommt es aufgrund einer ständigen Entzündungsbereitschaft in den Atemwegen zu einer gesteigerten Schleimproduktion. Normalerweise ist dieser Schleim glasklar. Bei zusätzlichen bakteriellen Erkältungskrankheiten (Sekundär- oder Superinfektionen) wird er dagegen meist gelblich oder grünlich und verklumpt.

Bluthusten

Hier tritt beim Husten ein blutiger Auswurf auf, der die folgenden Ursachen haben kann:

  • schwere Bronchitis mit Schleimhautblutung
  • Lungenembolie
  • Tuberkulose
  • Lungenkrebs
  • Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche)

In sehr seltenen Fällen können auch Gerinnungsstörungen, wie sie zum Beispiel der Bluterkrankheit zugrunde liegen oder nach Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (Marcumar) auftreten, zu Bluthusten führen.
Je nach Dauer unterscheidet man akuten und chronischen Husten:

Akuter Husten

Er dauert kürzer als drei bis vier Wochen. Am häufigsten sind durch Bakterien oder Viren ausgelöste Infektionen der oberen und unteren Atemwege und Erkältungskrankheiten mit Entzündung der Atemwege (Bronchitis) die Ursache.
Weitere Ursachen für akuten Husten:

  • Allergien, oft auch begleitet von Entzündungen der Nasenschleimhaut (Rhinitis) oder der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), der Bindehaut (Konjunktivitis), des Rachens (Pharyngitis) und des Kehlkopfs (Laryngitis)
  • allergisches Asthma
  • akute Vergiftungen durch Schadstoffe (zum Beispiel nach Bränden oder Unfällen am Arbeitsplatz). Häufig folgt in diesem Fall auf die Phase mit akutem Husten eine beschwerdefreie Zeit von sechs bis vierundzwanzig Stunden. Dann tritt erneut Husten auf, wobei eine schwere Vergiftung auch zu einem toxischen Lungenödem oder einer akuten Lungenentzündung (interstitielle Pneumonie oder Bronchiolitis) führen kann.
  • Pneumothorax , d.h. eine Luftansammlung in der Brusthöhle (zwischen Lungenfell und Rippenfell), die dazu führt, dass der betroffene Lungenflügel teilweise oder vollständig in sich zusammenfällt. Charakteristisch ist plötzlich einsetzende Atemnot, einseitige stechende Schmerzen und trockener Husten.
  • bei einer akuten Lungenembolie haben 50% der Betroffenen akuten Husten.
  • Verschlucken bzw. Einatmen eines Fremdkörpers (siehe Fremdkörperaspiration bei Kindern)

Chronischer Husten

Wenn Husten länger als drei oder vier Wochen anhält, bezeichnet man ihn als chronisch. Er kann unterschiedliche Ursachen haben und sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Häufig sind es wiederholte Atemwegsinfektionen (sogenannte kreisende Infektionen), die zu einem lang andauernden Husten führen.
Bei einer Hustendauer von mehr als 3 Monaten muss abgeklärt werden, ob zum Beispiel ein Raucherhusten bzw. eine COPD oder Asthma vorliegt. Zu Dauerhusten kann nicht nur jahrelanges Rauchen, sondern auch eine Schädigung durch Industriestaub führen.
Die wichtigsten Ursachen für chronischen Husten sind:

  • Asthma bronchiale
  • Allergien
  • chronische Bronchitis und COPD (häufig bei Rauchern)
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Lungenentzündung
  • Tuberkulose
  • Zerstörung der Lungenbläschen (Lungenemphysem )
  • chronische Vernarbung des Lungengewebes (Lungenfibrose)
  • Nebenwirkung von Medikamenten (z.B. ACE-Hemmer, Betablocker, Kortison)
  • LungenkrebsLungenkrebs
    Das ist der im Brustkorb gelegene Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, in dem die Brusteingeweide untergebracht sind – also das Herz, zugehörige Nerven, Gefäße und Lymphknoten. Die Pleuren (Rippen- und Lungenfell), welche die beiden Brustfellhöhlen mit den Lungenflügeln auskleiden, bilden eine Trennwand zwischen Mediastinum und Lunge. Nach vorne und hinten wird dieser Raum vom Brustbein und der Brustwirbelsäule begrenzt, von oben und unten erstreckt er sich etwa ab Höhe des Schlüsselbeins bis hinunter zum Zwerchfell.
    (Bronchialtumor). Chronischer Husten ist das häufigste Symptom bei der Erstdiagnose eines Bronchialkarzinoms.
  • Stimmbandlähmung
  • Blutstau in der Lunge bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Hier tritt Husten typischerweise bei körperlicher Anstrengung oder beim Hinlegen auf.
  • Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Milcheiweißunverträglichkeit)
  • Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Gastroösophagealer Reflux)
  • Fremdkörperaspiration (siehe auch Fremdkörperaspiration bei Kindern )
  • Pseudokrupp (siehe auch Besonderheiten bei Kindern )
  • Keuchhusten Pertussis (siehe auch Besonderheiten bei Kindern )
  • MukoviszidoseMukoviszidose
    Bei der Erbkrankheit Mukosviszidose, an der in Deutschland rund 8.000 Menschen leiden, führt ein fehlerhaftes Gen dazu, dass der Salz- und Wassertransport der Schleimhäute in Lunge, Darm und anderen Organen verändert ist und dadurch ein abnormal zähflüssiger Schleim in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gebildet wird, der die Bronchien und Verdauungswege verstopft. Atemnot, chronischer Husten, aber auch eine gestörte Verdauung und Infektanfälligkeit sind die Folgen.
    (eine erbliche Stoffwechselstörung, die durch die Produktion von zähem Schleim zu Schäden vor allem an Lunge und Bauchspeicheldrüse führt)
  • permanent behinderte Nasenatmung (siehe auch Besonderheiten bei Kindern )

Anhaltender Husten kann auch rein psychisch bedingt sein. Man bezeichnet dies als „psychogener Husten“ oder auch als Hustentick. Allerdings wird gerade ein schwer abklärbarer oder schlecht therapierbarer Husten, der eigentlich mulitkausal verursacht ist, von Nicht-Pneumologen mitunter auch als psychogen fehlgedeutet. Fast immer findet man auch bei „psychogenen Husten“ eine organische Ursache.

Husten beim Baby

Was kann man gegen den Husten tun?

Prinzipiell ist Husten ein Zeichen dafür, dass die Atemwege beispielsweise durch Schleim oder Krankheitserreger gereizt sind. Das Husten soll die Atemwege von den „Reizstoffen“ befreien. Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihrem Kind helfen:

  • Ihr Baby sollte viel trinken, um die Atemwege feucht zu halten.
  • Das Aufstellen eines Wäscheständers mit feuchter Wäsche im Zimmer des Kindes hilft ebenfalls, weil dadurch die Luft angefeuchtet wird. Alternativ können Sie auch einige feuchte Handtücher im Raum aufhängen. Weniger zu empfehlen sind elektrische Luftbefeuchter, weil diese auch Krankheitserreger verstreuen können.
  • Pflanzliche schleimlösende Extrakte (z. B. auf Efeubasis) können das Abhusten erleichtern. Für Babys nicht zu empfehlen sind Präparate mit Menthol, Kampfer, Eukalyptus oder Pfefferminze. Die enthaltenen ätherischen Öle reizen die Atemwege zusätzlich und können im schlimmsten Fall zu Erstickungsanfällen führen. Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker bei der Auswahl geeigneter Husten- oder Erkältungspräparate für Ihr Kind beraten.
  • Hustendämpfende Säfte (bei trockenem Reizhusten) kann und sollte nur der Arzt verschreiben. Diese Säfte unterdrücken zwar den Hustenreiz, verhindern so aber auch die Reinigung der Bronchien und können manchmal sogar den Atemantrieb unterdrücken.

Hustet Ihr Baby länger als ein bis zwei Tage, sollten Sie auch bei fehlenden Begleitsymptomen auf jeden Fall den Kinderarzt aufsuchen. Möglicherweise verordnet der Arzt Ihrem Baby eine Inhalationstherapie oder unternimmt weitere Schritte, um den Husten zu lindern. Zeigt Ihr Baby beim Husten auch nur geringe Anzeichen von Atemnot (graue Haut, hörbares „Ziehen“ beim Luftholen oder gar blaue Lippen), müssen Sie sofort in die Klinik oder den Kinderarzt aufsuchen!

Husten: Es gibt sieben Arten von Husten bei Kindern

Er ist rasselnd, bellend, trocken, verschleimt – und meist mit schlaflosen Nächten verbunden: Husten bei Kindern. Husten ist eine Schutzreaktion des Körpers und oft das Symptom für eine Krankheit, die harmlos, aber auch lebensbedrohlich sein kann. So deuten Eltern die sieben häufigsten Hustenarten.

Müde, abgekämpft, mit Rotznase legen sich die Kleinen ins Bett, schlafen friedlich ein und plötzlich geht es los: Bellen wie von einem kleinen Seelöwen dringt aus dem Kinderzimmer. Der kleine Körper kämpft gegen Hustenanfälle. Eltern wissen dann, es ist um ihre Nachtruhe geschehen.

Bei diesem Husten gleich zum Arzt

Husten ist keine Krankheit, aber eine Schutzreaktion des Körpers, dadurch werden Fremdkörper und Schleim herausgeschleudert. Husten ist ein Symptom dafür, dass etwas die Atemwege reizt, sei es Schleim oder ein Krankheitserreger.

Ringt das Kind zugleich mit Atemnot, wie bei Pseudo-Krupp oder einem verschluckten Fremdkörper, hustet es sehr stark und sind die Atemgeräusche sehr laut und auffällig, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn der Husten nach wenigen Tagen, spätestens einer Woche nicht abgeklungen ist und immer wieder kehrt, sollte man ärztlichen Rat einholen. Es ist dann abzuklären, ob es sich um einen chronischen Husten handelt, der in Zusammenhang mit einer Allergie, mit Asthma oder einer Abwehrschwäche steht.

Verschiedene Arten von Husten

Je nachdem, wie das Husten sich anhört, kann man schon Rückschlüsse auf den Auslöser ziehen. Grundsätzlich lassen sich diese Arten von Husten unterscheiden:

  • Trockener Husten. Mögliche Ursache: Allergie, beginnender Infekt.
  • Bellender, rauer Husten. Mögliche Ursache: Krupp-Husten, Pseudokrupp, vor allem wenn der Husten nachts auftritt.
  • Rasselnder, feuchter Husten. Mögliche Ursache: In den Atemwegen steckt viel Sekret fest. Dieser Schleim muss abgehustet werden. Aber Achtung! Zu viel Schleimlöser können den Husten verstärken.
  • Husten mit Schmerzen in der Lunge oder im Bauch. Mögliche Ursache: Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Mediziner unterscheiden auch nach produktivem Husten und unproduktivem Husten. Produktiv heißt in dem Fall, das Schleim produziert wird, der abgehustet werden muss.

Meist klingt Husten nach wenigen Tagen von selbst wieder ab, doch beobachten sollte man den Verlauf in jedem Fall. Wird er nicht durch eine Infektion ausgelöst, vergeht der Husten nach etwa drei Tagen, steckt eine akute Infektion der oberen Atemwege hinter den Symptomen, die noch von anderen Erscheinungen begleitet wird (glasige Augen, Appetitlosigkeit, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen), dauert der Husten etwa eine Woche. Tritt die selbe Art von Husten allerdings über mehrere Wochen immer wieder auf, kann es chronischer Husten sein, der auf andere Auslöser hinweist wie Asthma bronchiale, Allergien, allgemeine Abwehrschwäche.

Husten reinigt und schützt die Atemwege

Neben Viren und Bakterien können auch andere Auslöser die Atemwege reizen, Rauch, Zigarettenrauch, Gase oder verschluckte und eingeatmete Gegenstände. Unser Körper ist schlau: Man kann sich die Atemwege wie einen ungemähte Wiese vorstellen. Statt langer Grashalme im Wind wiegen sich Flimmerhärchen in der Atemluft, die wir ein- und ausatmen. Eine dünne Schleimschicht bedeckt diese Flimmerhärchen, diese Schicht bildet eine Barriere für Krankheitserreger. Viren, Bakterien, Pilze, Staub, Pollen und kleine Teilchen bleiben darin hängen und werden durch die Bewegung der Flimmerhärchen mit dem Schleim wieder zum Rachen hin befördert, von hier wird der Schleim entweder geschluckt oder ausgehustet.

Jede Infektion der Atemwege ist ein Störfaktor in diesem Selbstreinigungssystem, es produziert eine größere Menge an zähem Schleim. Der Schleim sammelt sich an, mit Husten versucht der Körper ihn loszuwerden.

Diese Hausmittel lindern Husten

– Viel trinken. Schleimlöser sind vor allem warme Getränke, bei trockenem Husten tut auch stilles Wasser oder verdünnter Fruchtsaft gut und kühlt den entzündeten Bereich.

– Die Luft im Raum feucht halten, am einfachsten mit einem feuchten Tuch, das über oder neben dem Bett aufgehängt wird, noch einfacher, einen Wäscheständer mit feuchter Wäsche in den Raum stellen. Dadurch ist die Atemluft des Kindes feuchter, das unterstützt, dass sich zäher Schleim in den Bronchien verflüssigt, das ist besonders wichtig bei trockenem Reizhusten, Keuchhusten und Pseudokrupp.

– Stoßlüften und kühle Raumtemperatur

– Warme Suppe, vor allem Hühnerbrühe

– Hustentees: Salbei ist der Klassiker für Atemwegsinfekte. Dazu einfach Salbeiblätter (frisch oder getrocknet) mit kochendem Wasser überbrühen und ziehen lassen, wer mag, kann auch ein Salbeiblatt in den Mund legen. Außerdem helfen Thymian, Fenchelsamen, Spitzwegerichkraut, Süßholzwurzel.

– Hustensaft selbst machen: Hier ist die Zwiebel das Heilmittel aus der Natur. Einfach und schnell: Eine Zwiebel hacken, in ein Schraubglas mit einem Esslöffel festen Honig geben, Glas verschließen. Nach einiger Zeit bildet sich ein Saft, das ist der Hustensaft, der unbedenklich gegeben werden kann und sich immer wieder nachbildet.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender.

  • Hilfe bei Reizhusten: Bronchitis bei Kindern behandeln und vorbeugen
  • Hausmittel und Medikamente: Was hilft bei verschleimten Bronchien?
  • Chronischer Reizhusten: Diese Erkrankungen können dahinterstecken
  • Kein harmloser Husten: Schutz vor Keuchhusten ist nicht nur bei Kindern wichtig

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Globuli gegen Husten (Kleinkind)

Kleinkind: Behandlung – Grippe & Erkältung

© PantherMedia / joruba

Das Husten ist häufig eine der Hauptbeschwerden bei einem grippalen Infekt von Kleinkindern. Er kann jedoch auch andere Ursachen haben, wie eine Reizung der Atemwege durch Allergene in der Umgebung des Kleinkindes oder eingeatmete Fremdkörper, wie Pollen oder Staub.

Husten ist ein angeborenen Schutzreflex, der dazu dient, Fremdkörper von der Oberfläche der Schleimhaut der Atemwege zu entfernen und so den ungestörten Gasaustausch in der Lunge zu garantieren.

Es kann zwischen produktivem Husten, bei dem Sekret abgehustet wird, und unproduktivem Husten, bei dem das Abhusten nicht möglich ist, da kein Sekret vorhanden, unterschieden werden.

Bei grippalen Infekten des Kleinkindes ist in den meisten Fällen Sekret vorhanden, es kann als rasselndes oder brodelndes Nebengeräusch gehört werden. Um das vorhandene Sekret wässrig und damit leichter abhustbar zu halten, sollten in der Eigenmedikation schleimlösende Mittel verwendet und auf eine gute Versorgung des Kleinkindes mit Flüssigkeit geachtet werden.

Leidet das Kind unter einem trockenen Husten, befindet sich die Krankheit entweder in einem Anfangsstadium oder es handelt sich wahrscheinlich nicht um einen grippalen Infekt. Bei trockenem Husten liegt meist eine Reizung der Schleimhäute durch trockene Umgebungsluft oder eingeatmete Stäube oder Allergene vor.

Husten bei einem Kleinkind kann aber auch das erste Symptom einer sehr viel schwerwiegenderen Problematik wie Asthma, Keuchhusten oder Lungenentzündung sein.

Diese Unterscheidung zu treffen, sollte einem Facharzt überlassen werden, da dieser auf Grund seiner Erfahrung und Ausbildung den Schweregrad der Erkrankung einschätzen kann und eine notwendige Therapie einleiten kann.

Eine homöopathische Eigenbehandlung kann den natürlichen Heilungsverlauf eines selbstlimitierenden (über die Zeit unbehandelt abklingenden) Infektes unterstützen und wird häufig in diesem Rahmen erfolgreich eingesetzt.

Sie ersetzt jedoch nicht die Erfahrung und das Fachwissen eines approbierten Facharztes mit homöopatischer Zusatzausbildung.

Angewendete Globuli bei Husten (Kleinkind)

Zur Eigenbehandlung mit Globuli, die das Abhusten erleichtern und somit die Selbstheilungskräfte des Kindes bei Infekten der oberen Atemwege unterstützen, kommen verschiedene Mittel zur Anwendung.Zum Auffinden des am besten wirksamen Mittels sollten ebenso sehr Beschwerde-spezifische Symptome (Hustenart, Häufigkeit, zeitliche Verläufe) beobachtet werden, als auch allgemeine Symptome, die subjektiv nichts mit der Erkrankung zu tun haben (zum Beispiel Wesensveränderungen).
In der folgenden Tabelle werden die am häufigsten verwendeten Mittel zur Eigenmedikation von Husten bei Kleinkindern zusammengefasst.

Welche Ausprägung trifft auf Ihr Kleinkind zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Heftige Hustenanfälle, Kind läuft blau an, da es nicht mehr zum Luftholen kommt

Eine Begleiterscheinung ist, ein so starker Husten, dass es zu Erbrechen und Nasenbluten kommen kann. Die Hustengeräusche sind tief klingend, bellend und heiser. Die Ursache kann eine Reizung des Kehlkopfes sein. Betroffene Kinder sind häufig Asthma- und Keuchhustenpatienten.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Nachts (besonders nach Mitternacht) und nach dem Niederlegen.

Angewendete(s) Mittel:

Drosera

Potenz: D12

Rasselnder Husten, häufig in feuchtwarmem Umgebungsklima beginnend, Atemnot mit Blauverfärbung des Kindes, Husten unaufhörlich, heftig, pfeifend, spastisch, erstickend

Begleiterscheinungen sind, Würgen, Erbrechen (lindert nicht die Beschwerden), Steifheit, Zyanose (Blauverfärbung) und Periodizität (Wiederauftreten in gleichen Abständen). Das Kind hat eine schnelle, ängstliche Atmung, das Gesicht ist sehr blass und die Augen sind bläulich umringt. Im Hustenanfall ist das Gesicht heiß und blau. Bronchitis und Husten mit asthmatischen Beschwerden können eine Ursache dafür sein.

Im Freien

In geschlossenen Räumen (Erstickungsangst), bei Temperaturextrema

Ipecacuanha

Potenz: D12

Husten mit zähem, eitrigem Auswurf und stechenden Schmerzen. Rechte Seite stärker betroffen

Die Begleiterscheinungen sind eine typische Schwellung der oberen Augenlider morgens, Erschöpfung und Schwäche beim Husten, mit starkem Schwitzen. Häufig ist das Kind sehr kontrolliert, so dass die Schwere der Erkrankung unterschätzt wird.Husten und Bronchitis mit allgemeiner Schwäche können eine Ursache sein.

Durch Wärme.

Durch Kälte, Liegen auf der schmerzhaften Seite, zwischen 2 und 4 Uhr morgens.

Kalium carbonicum

Potenz: D12

Hinweis:

Nicht bei Fieber anwenden!

Harter, trockener, schüttelnder Husten

Begleiterscheinung sind die Verschlechterung des Hustens durch kalte Luft und Temperaturwechsel (beim Betreten oder Verlassen der Wohnung mit dem Baby). Die Arznei wirkt gut bei schlanken, freundlichen, zugewandten Kindern, mit gutem Appetit und einem ausgeglichenen Wesen. Ursache können häufig wiederkehrende Infekte sein.

Im Sitzen oder aufrechtem Tragen und bei der Lagerung auf der rechten Seite.

Temperaturwechsel und Lagerung auf der linken Seite.

Phosphorus

Potenz: D12

AD

Trockener Husten abends und nachts, morgens reichlich Auswurf (schleimig, gelb), Husten erschüttert den ganzen Körper

Begleiterscheinungen können sein, dass das Kind auffällig heiße Füße und keinen Durst hat , obwohl Fieber besteht und der Mund trocken ist. Die Arznei wirkt gut bei anschmiegsamen, leicht zum Weinen zu bringenden Babys. Trost ist für diese Babys ebenso wichtig wie Medikation. Allgemeine Infektion der Schleimhäute (Erkältung), mit dem Husten sind die vordergründige Beschwerde.

Besser durch Trost und frische Luft

Schlechter durch Wärme und abends/nachts

Pulsatilla

Potenz: D12

Husten ist trocken, laut, rau und hohl, bellend, kein Auswurf

Die Begleiterscheinungen sind typische Anzeichen eines Infekts, mit starken Zeichen einer Mitbeteiligung der Speicheldrüsen und Lymphknoten (sowohl am Hals auch in der Leiste). Die Arznei wirkt gut bei Babys mit hellem Haar und heller Haut, eher zartem Körperbau und wenig Muskelkraft.Ursache können Infekthusten, häufig mit vergrößerten Lymphknoten und Speicheldrüsen sein.

Durch warme Getränke (ungesüßter Tee).

Durch Süßes (auch gesüßter Tee), abends vor Mitternacht.

Spongia

Potenz: D12

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Zu beachten:

Folgende Personengruppen sollten ohne Verzögerung einen Facharzt aufsuchen:

  • Kinder mit bekanntem Asthma bronchiale
  • Kinder mit bekanntem Keuchhusten
  • Kinder mit bekannter Mukoviszidos
  • Kinder ohne Impfschutz
  • Immunsupprimierte Kinder
  • Frühgeborene Kinder mit bekannter Lungenfunktionseinschränkung

Quellenangaben:

  1. Matthias Angstwurm und Thomas Kia, Mediscript StaR 14, Pädiatrie, Elsevier Verlag, 2013, S.94
  2. Heribert Möllinger, Homöopathische Sprechstunde, Aira Verlag, Kapitel 7, 2013
  3. Berndt Rieger: Homöopathie, das Praxisbuch, Haug Verlag, 2007, S. 180
  4. Homöopathisches Repetitorium, Deutsche Homöopathie-Union, Ausgabe März, Kapitel Spezielle, Arzneimittel, 2013
  5. , Möllinger, 2013, S.20 f.

Wichtiger Hinweis

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Husten bei Kindern

Prinzipiell ist Husten ein Zeichen dafür, dass die Atemwege durch Schleim, Krankheitserreger oder andere Fremdstoffe gereizt sind. Der Körper will sie durch das Husten nach draußen befördern. Mit folgenden Maßnahmen können Sie den Prozess bei Ihrem Kind unterstützen:

  • Ihr Kind sollte viel trinken (z. B warmes Wasser, Tee), damit die Atemwege feucht bleiben.
  • Hängen Sie feuchte Handtücher im Zimmer auf oder stellen Sie gleich den Wäscheständer mit feuchter Wäsche auf, um die Raumluft anzufeuchten. Weniger zu empfehlen sind elektrische Luftbefeuchter, weil diese auch Krankheitserreger verstreuen können.
  • Pflanzliche schleimlösende Extrakte (z. B. auf Efeubasis) können das Abhusten erleichtern. Achtung jedoch bei Präparaten mit Pfefferminz, Menthol, Kampfer oder Eukalyptus: Deren ätherischen Öle können bei Kindern unter drei Jahren Atembeschwerden und sogar Erstickungsanfälle auslösen, da sie die Atemwege reizen und die Schleimbildung anregen können. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie bei der Auswahl des richtigen Präparates für Ihr Kind.
  • Hustenstillende Säfte (bei trockenem Husten) kann und sollte nur der Arzt verschreiben. Diese Säfte unterdrücken zwar den Hustenreiz, verhindern so aber die Reinigung der Bronchien und können manchmal auch den Atemantrieb unterdrücken.

Hustet Ihr Kind sehr stark und zeigt dabei laute Atemgeräusche (Stridor), müssen Sie unverzüglich einen Kinderarzt oder eine Klinik aufsuchen. Bedenken Sie auch, dass der Krupp-Husten (Pseudo-Krupp) gefährlich sein kann, weil er zu Atemnot führen kann.

Ein plötzlicher und unvermittelt starker Husten bei Kleinkindern kann darauf hindeuten, dass Ihr Sprössling einen Fremdkörper verschluckt hat. Bringen Sie das Kind sofort zum Arzt oder in eine Klinik!

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