Was beantragen nach geburt

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Checkliste: Was müsst ihr wann beantragen?

In diesem Artikel erwartet dich:

Hier Checkliste zum Abhaken downloaden

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Eine Geburt ist immer auch etwas Neues. Neu ist für euch vor allem der Umgang mit dem Baby, die vielen Dinge rund ums Baby, die ihr braucht und sicherlich auch die Wege die ihr erledigen müsst, um beispielsweise das Elterngeld zu beantragen. Viele Dinge lassen sich schon weit vor der Geburt vorbereiten. Denn wenn das Baby erst mal da ist, wollt ihr ja sicher dem kleinen Knirps all eure Aufmerksamkeit schenken – nicht dem Papierkram. Wir klären euch auf, was ihr wann vorbereiten könnt und wie die zeitlichen Fristen sind.

Welche Vorbereitungen sind vor der Geburt zu treffen?

Frauenarzt

Falls ihr noch keinen habt, braucht ihr ab der ersten Stunde eurer Schwangerschaft einen Frauenarzt. Euer Arzt sollte einfühlsam sein und ihr solltet euch in seinen/ihren Händen wohlfühlen und auch die Praxis mögen. Denn das wird in nächster Zeit wie euer zweites Zu Hause werden.

  • Was: Alle 2-4 Wochen habt ihr Untersuchungstermine. Regelmäßig wird euer Blut, Blutdruck und Urin überprüft. Ihr werdet gewogen und nicht ganz so oft (aber ab und zu) wird ein Ultraschall gemacht. Verschiedene kleinere Untersuchungen wie ein Blutzuckertest etc. stehen auch auf dem Plan. Zum Ende hin müssen zudem die Herztöne und die Versorgung eures Babys ständig am CTG kontrolliert werden.
  • Wann: Zur Schwangerschaftsfeststellung könnt ihr jederzeit kommen. Ultraschall wird meistens ab der 6. Schwangerschaftswoche gemacht.
  • Wo: Frauenärzte findet ihr über google oder jameda (mit Bewertungen) oder den gelben Seiten eures Heimatortes.

Hebamme

Je nachdem wo ihr wohnt, solltet ihr euch relativ früh um eine Hebamme kümmern. Hebamme sind rar, aber sehr sehr wichtig!

  • Was: Sie kommen ab dem ersten Tag zu euch nach Hause. Sie wiegen das Baby, geben euch Tipps, helfen beim Stillen, reinigen den Nabel und schauen sich gegebenenfalls eure Wunden an.
  • Wann: Eigentlich hat jeder das Recht auf eine Hebamme – aber leider ist in manchen Großstädten kaum umsetzbar. Deshalb sucht bestenfalls in den ersten Wochen nach einer Hebamme, mit der ihr auf gleicher Wellenlänge liegt.
  • Wo: Auf www.hebammensuche.de werdet ihr eventuell fündig. Vielleicht kann euch euer Frauenarzt auch eine Hebamme vermitteln oder ihr schaut in der Geburtsklinik vorbei.

Geburtsvorbereitungskurs suchen

Gegebenenfalls könnt ihr diese Hebamme auch gleich fragen, ob sie einen Geburtsvorbereitungskurs leitet oder weiß, wo ihr einen machen könnt. Der GVK findet meistens zum Ende der Schwangerschaft statt und beschäftigt sich mit den Themen Wehen, Geburt, Kindspflege etc. Vor allem ist er aber auch eine schöne Möglichkeit Mamis in eurer Umgebung kennen zu lernen, die zur ungefähr selben Zeit wie ihr entbinden werden. Vielleicht sogar der Grundstein für eine lange Freundschaft <3 Im Regelfall übernimmt eure Krankenkasse die Kursgebühren.

Weitere Kurse

Es gibt auch weitere spezielle Kurse zur Säuglingspflege, Kinder- und Baby 1. Hilfe Kurse, Sportkurse wie zum Beispiel Yoga und Pilates, zu denen ihr euch anmelden könnt. Meistens bekommt ihr von eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt Informationen, wenn ihr danach fragt.

Entbindungsort bestimmen

Mit der Hebammensuche und dem ersten Termin kommt sicher auch die Frage auf, wo ihr entbinden möchtet.

  • Wo: Wollt ihr die Geburt klassisch im Krankenhaus erleben, möchtet ihr ein Geburtshaus aufsuchen oder wollt ihr gar daheim entbinden? Über eure Ideen und Vorstellungen kann eure Hebamme ganz intensiv mit euch sprechen.
  • Wann: Eventuell müsstet ihr auch hierbei schon ziemlich zeitig tätig werden. Manche Krankenhäuser möchten gar keine Anmeldungen, andere bereits in der 16. Woche und auch von Krankenhäusern, die in der 8. Woche Anmeldeschluss haben wissen wir.

Kinderarzt suchen

Grade in Ballungsgebieten, gibt es oftmals einen Engpass, was die Anzahl der vorhandenen Ärzte betrifft. Damit ihr nicht erst verzweifelt suchen müsst, wenn die erste „U“ außerhalb des Krankenhauses ansteht, informiert euch lieber vorher in Sachen Kinderarzt. Einen wirklichen Termin machen, kann man ja nicht (da keiner weiß, wann das Baby sich auf den Weg macht), aber es ist zumindest eine Erleichterung, dann einfach anrufen zu können und sofort einen Termin zu bekommen.

Arbeit: Mutterschaftsurlaub, Elternzeit und Steuerklasse

Euer Arbeitgeber sollte abhängig von eurem Beruf sofort informiert werden. Seid ihr zum Beispiel Krankenschwester, Kindergärtnerin, Friseurin oder übt einen anderen Beruf aus, der während der Schwangerschaft sowohl euer Wohl als auch das eures Kindes gefährden könnte, müsst ihr ein Beschäftigungsverbot bekommen. Seid ihr keinen gefährlichen Dämpfen ausgesetzt und sitzt beispielsweise „nur“ am Schreibtisch, könnt ihr mit der freudigen Information auch warten, bis die 3-Monatsfrist vorbei ist. Das obliegt euer Entscheidung. Auf jeden Fall sollte euer Arbeitgeber ziemlich bald von eurer Schwangerschaft erfahren, denn nur wenn er davon weiß, gilt auch das gesonderte Mutterschutzgesetz für euch.

Euer Arbeitgeber kann ein entsprechendes Zeugnis eures Arztes oder eurer Hebamme verlangen, aus dem der mutmaßliche Entbindungstag hervor geht. Die Kosten für dieses Schwangerschafts-Bestätigung trägt der Arbeitgeber. Durch den errechneten Entbindungstermin weiß er dann schon mal eure Pflichtfehlzeiten (laut Mutterschutzgesetz 6 Wochen vor dem Entbindungstermin und 8 Wochen danach)

Steuerklasse wechseln!

Sobald ihr von der Schwangerschaft wisst, lohnt es sich die Steuerklassen zu wechseln. Grundvoraussetzung ist, ihr seid verheiratet und arbeitstätig. Möchtet ihr als Mami ein Jahr komplett daheim bleiben und Elterngeld beziehen? Dann ist folgender kleiner (natürlich legaler!) Trick interessant für euch. Wir verraten euch, wie ihr nämlich mehr Elterngeld beanspruchen könnt.

Kurz und knapp (mehr dazu lest ihr in unserem Ratgeberartikel: Steuerklassenwechsel in der Schwangerschaft)

Das Elterngeld berechnet sich aus eurem Netto-Durchschnittsgehalt der letzten 12 Monate. Das heißt, wenn ihr mehr Netto in mindestens 6 Monaten vor der Geburt bekommt, würdet ihr auch mehr Elterngeld bekommen. Also wechselt ihr die Steuerklasse bestenfalls in die 3. So bekommt ihr mehr Gehalt ausgezahlt und euer Mann dafür weniger, denn er muss dann notgedrungen in die 5. Keine Angst, das bekommt ihr dann spätestens in der Steuererklärung wieder… Also habt ihr zwar in der vorgeburtlichen Zeit weniger Geld zur Verfügung, aber dafür in der Elternzeit umso mehr. Den Wechsel der Steuerklassen, könnt ihr zusammen mit eurem Partner beim Finanzamt im Wohnort beantragen.

Abgesehen davon könnt ihr mit eurem Arbeitgeber auch eure Pläne bezüglich Elternzeit besprechen. Spätestens 7 Wochen vor dem Start in die Elternzeit, solltet ihr den Antrag in der Arbeit eingereicht haben. Diesen Antrag auf Elternzeit könnt ihr euch schon mal holen und soweit (bis auf das Startdatum) fertig machen, denn der Zettel muss sofort nach der Geburt zum Arbeitgeber, damit ihr nach der 8-wöchigen Mutterschutzzeit nahtlos in die Elternzeit gehen könnt. Vorher könnt ihr es leider nicht abgeben, denn ihr wisst ja das Geburtsdatum noch gar nicht sicher.

Vaterschaftsanerkennung/Sorgerecht

Über diesen Punkt braucht ihr euch nur als unverheiratetes Paar Gedanken machen. Seid ihr verheiratet, gilt der Ehemann auch gleichzeitig als Vater. Bestenfalls geht ihr für die Vaterschaftsanerkennung schon vor der Geburt zum Standesamt oder Jugendamt. So könnt ihr als Vater direkt mit in die Geburtsurkunde aufgenommen werden. Folgende Unterlagen benötigt ihr:

  • Personalausweise beider Eltern
  • Geburtsurkunden oder Abstammungsurkunden beider Eltern

Was ihr in Sachen Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht schon vor der Geburt erledigen könnt und viele weitere Informationen bekommt ihr in unseren jeweiligen Ratgeberartikeln dazu: Sorgerecht und Vaterschaftsanerkennung.

Hilfe bei Familienproblemen, finanziellen Sorgen und Existenzängsten

Krankheit, Todesfall, Alleinerziehend, oder einfache Ratlosigkeit und finanzielle Probleme? Es gibt verschiedene Hilfsorganisationen, die euch unterstützen und weiterhelfen. Seid ihr schwanger und habt Geldprobleme, Sorgen oder Existenzängste?

Dann holt euch einen Termin zur Beratung:

  • Caritas
  • Diakonie
  • wellcome
  • AWO
  • DRK

Außerdem stehen Frauen, die Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II beziehen, während der Schwangerschaft besondere Leistungen zu. Zum Beispiel könnt ihr Zuschüsse zur Erstausstattung beantragen. Weitere Informationen hierzu bekommt ihr in unserem Ratgeber: Finanzielle Hilfe in Notlagen

Welche Anträge auf Gelder sollten vor der Geburt vorbereitet bzw gestellt werden?

Der Elterngeldantrag umfasst mehrere Seiten. Ihr könnt euch die Dokumente schon vorab downloaden und soweit ausfüllen wie ihr kommt.

  • Wann: Das Elterngeld kann rückwirkend für die letzten 3 Lebensmonate vor der Antragstellung gezahlt werden. Die Bearbeitung bei der Elterngeldstelle nimmt gegebenenfalls auch etwas Zeit in Anspruch. Deshalb liegt es sicherlich in eurem Sinne, den Antrag so schnell wie möglich zu vollenden und abzusenden.
  • Was: Neben dem ausgefüllten Elterngeldantrag (von beiden Elternteilen unterschrieben) braucht ihr folgende Dokumente:
    • Geburtsurkunde des Kindes im Original (Verwendungszweck „Elterngeld“)
    • Bescheinigung der Krankenkasse und des Arbeitgebers über den Bezug von Mutterschaftsgeld nach der Geburt
    • Einkommensnachweise: bei Nichtselbstständigen Lohn- oder Gehaltsabrechnungen für die letzten zwölf Monate vor der Geburt bzw. vor dem Mutterschutz, bei Selbstständigen der Steuerbescheid für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt
    • Arbeitszeitbestätigung durch den Arbeitgeber bei Teilzeitarbeit im Bezugszeitraum bzw. Erklärung über die Arbeitszeit bei selbständiger Arbeit
    • Bei Beamtinnen: Bescheinigung über die Dienstbezüge während des Mutterschutzes nach der Geburt

Elterngeld steht euch zu! Umfang, Pflichten und Verfahren, könnt ihr ganz genau im Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit nachlesen.

Kindergeld wird von den Familienkassen gezahlt und muss auch dort beantragt werden. Es ist eine steuerliche Ausgleichzahlung, die der Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder dienen soll. Anspruch habt ihr also automatisch, und doch bedarf es „natürlich“ einem schriftlichen Antrag.

  • Wo: Den Antrag auf Kindergeld und die Anlage Kind zum Antrag auf Kindergeld für die Familienkasse findet ihr hier.
  • Was: Zum ausgefüllten Antrag und der ausgefüllten Anlage benötigt ihr noch die Geburtsurkunde des Kindes im Original (Verwendungszweck „Familienkasse“) und die Steueridentifikationsnummer eures Kindes. Diese erhaltet ihr automatisch nach der Geburt.
  • Wann: Abschicken könnt ihr den Antrag auch erst, sobald ihr die Geburtsurkunde und die Steueridentifikationsnummer in den Händen haltet. Das Elterngeld wird voll ab dem Monat gezahlt, in dem euer Kind geboren wurde, auch rückwirkend.

Krankenkasse und Mutterschaftsgeld

Bei der Krankenkasse könnt ihr auch weit vor dem Entbindungstermin vorbeischauen. Dort wird euch alles genau erklärt. Wie sind die Fristen? Wie soll euer Baby krankenversichert werden? Was ist das Mutterschaftsgeld und wie beantragt ihr es? Was braucht ihr von der Krankenkasse und was brauchen die von euch? Wie seid ihr während des Mutterschutzes und der Elternzeit krankenversichert? Uvm… Ihr seht schon, es kommt ein ziemlicher Papierkrieg auf euch zu. Aber zur Belohnung gibt es vielleicht sogar eine Kleinigkeit von eurer Krankenkasse geschenkt. Jede Krankenkasse möchte natürlich auch dass ihr euer Baby dort ebenfalls versichert.

Bei der Krankenversicherung VOR der Geburt einzureichen sind:

  • Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin (Kopie der Bescheinigung für den Arbeitgeber oder aus dem Mutterpass)
  • Antrag für die Familienversicherung für des Kindes (Name und Geburtsdatum nach der Entbindung mitteilen)
  • Antrag für die eigene Mitgliedschaft des Kindes, sofern eine Familienversicherung nicht möglich ist.

NACH der Geburt zu erledigen

Einwohnermeldeamt/Standesamt

In vielen Kliniken könnt ihr euer Baby gleich direkt anmelden. Ansonsten habt ihr genau eine Woche Zeit euer Kind in dem Standesamt oder Einwohnermeldeamt des Geburtsortes anzumelden. Für die Anmeldung braucht ihr:

verheiratete Eltern:

  • Geburtsbescheinigung der Geburtsklinik
  • Personalausweise der Eltern
  • Heiratsurkunde oder beglaubigte Kopie aus dem Familienbuch

unverheiratetete Eltern:

  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde Mutter
  • Vaterschaftsanerkennung

Die Geburtsurkunden dauern ein wenig in der Bearbeitung. Ihr könnt sie euch gegen eine extra Gebühr zuschicken lassen oder im Standesamt abholen.

Vaterschaftsanerkennung nach der Geburt

Konntet ihr euch um die Vaterschaftsanerkennung nicht schon vor der Geburt kümmern, müsst ihr zuerst die Geburtsurkunde des Kindes beantragen, das Kind also anmelden. In die Urkunde wird dann zunächst nur die Mutter eingetragen. Beim Jugendamt kann der Vater dann unter Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht erklären. Alle wichtigen Punkte nachlesen könnt ihr in unseren Ratgeberartikeln: Sorgerecht und Vaterschaftsanerkennung.

Krankenkasse

Bei der Krankenkasse NACH der Geburt einreichen:

  • Geburtsurkunde (gebührenfrei, mit dem Vermerk „für die Krankenkasse bzw. Mutterschafthilfe“)
  • Bestätigung über die Inanspruchnahme von Elternzeit bzw. den Bezug von Erziehungsgeld (entsprechenden Vordruck erhaltet ihr von der Krankenkasse mit der Endabrechnung für das Mutterschaftsgeld)
  • Vordruck zur Prüfung der Arbeitslosenversicherungspflicht während des Mutterschaftsgeldbezuges

vorbereitete Dokumente vervollständigen und absenden

  • Kindergeld: bei Erhalt der Steueridentifikationsnummer und Geburtsurkunde (Vermerk: Familienkasse), den Antrag und Anlage an die Familienkasse
  • Elterngeld: Anträge und vorbereitete Unterlagen + Geburtsurkunde (Vermerk: Elterngeld) + Bescheinigung der Krankenkasse zur Zahlung des Mutterschaftsgeldes an die zuständige Elterngeldstelle
  • Elternzeit: Antrag auf Elternzeit (Geburtsdatum und Fristen nachtragen) an den Arbeiitgeber

Kinderreisepass

Wollt ihr die Landesgrenzen verlassen, benötigt ihr für euer Kind einen Kinderreisepass. Diesen beantragt ihr mit euren Personalausweisen, der Geburtsurkunde und einem Passbild eures Kindes im Einwohnermeldeamt. Beantragt nur ein Elternteil den Kinderreisepass (bei Nicht-Alleinerziehenden), benötigt es den Personalausweis und eine Vollmacht des anderen Elternteils. Für USA-Reisen gelten besondere Bestimmungen. Dafür benötigt ihr einen Kinderreisepass mit Chip. Achtung: Die Beantragung dauert länger, während ihr den normalen Kinderreisepass in der Regel sofort mitnehmen könnt.

Und wie ist es mit dem KiTa-Platz?

Grade in den Großstädten wird vielen Schwangeren erzählt, dass sie sich am besten gleich auf die Suche nach einem geeigneten KiTa-Platz für den Nachwuchs machen sollten. Ja eigentlich hätten sie ja bestenfalls schon vor der eigentlichen Befruchtung losgehen sollen. Viele Städte haben jetzt die Notbremse gezogen und ein Gesamtportal eingerichtet. Man meldet sich also online an und kann sich für verschiedene KiTa’s „bewerben“. In den meisten Fällen geht das erst wenn euer Kind schon da ist, bzw. ein Jahr im Voraus. Die Vergabe läuft dann mehr oder weniger gut. Natürlich habt ihr auch weiterhin die Chance, Tage der offenen Tür zu besuchen und direkt mit eurer Wunsch-KiTa Kontakt aufzunehmen. Ein allgemeingültiges Rezept haben wir hier nicht, da jede Stadt und jede Region das anders handhabt. Informiert euch einfach zeitig und dann sollte nichts mehr schief gehen!

Fazit

Ihr seht, dass ihr unheimlich viel schon während der Schwangerschaft organisieren und planen könnt. Wir wissen wie schwer es vorstellbar ist, wie es sein wird mit dem Familienzuwachs. Deshalb möchten wir euch aus eigener Erfahrung den Hinweis mitgeben, dass man alle Pläne und beantragte Elterngeldmodelle auch im Nachhinein ändern kann. Ihr müsst euch also nicht komplett festlegen. Möchtet ihr doch länger zu Hause bleiben oder früher wieder das Arbeiten beginnen. Stresst euch nicht! Mit ein paar neuen Anträgen ist das alles machbar.

Behördengänge, Anträge und Formulare nach der Geburt

Jede Menge Papierkram und Bürokratie: Wenn ein Baby zur Welt kommt, muss allerhand erledigt werden. Damit du nicht den Überblick verlierst, haben wir die wichtigsten Behördengänge hier für dich zusammengestellt.

Mit der Geburt deines Kindes kommen wichtige Formalien, Behördengänge und Erledigungen auf dich zu. Seien es Elternzeit, Kindergeld oder Krankenversicherung – nach der Ankunft deines kleinen Schützlings musst du so einiges an Bürokratie überwinden. Unsere Empfehlung deswegen: Informiere dich rechtzeitig und notiere dir die wichtigsten Schritte, denn teilweise gibt es strenge Fristen, die du einhalten musst. Außerdem hilft ein frühzeitiges Kümmern stressigen Zeiten nach der Geburt entgegen – damit du noch genug Zeit hast, mit deinem kleinen Schatz zu kuscheln.

Hier kannst du eine Checkliste mit den wichtigsten Behördengängen und Formalitäten nach der Geburt kostenlos als pdf herunterladen.

Anträge, die Sie nach der Geburt stellen müssen

➤ Geburtsurkunde

Du musst dein Baby binnen einer Woche beim Standesamt anmelden. Hierbei werden auch der Vor- und Nachname deines Kindes festgelegt. Durch die Anmeldung erhältst du die Geburtsurkunde samt beglaubigter Kopien, die du für weitere Anträge, zum Beispiel für die Beantragung des Kindergelds, brauchst. Viele Krankenhäuser bieten an, die Anmeldung für frischgebackene Eltern zu übernehmen.
Frist: Die Anmeldung muss bis sieben Tage nach der Geburt erfolgen.
Kosten: ca. 10 Euro für die Originalurkunde und ca. 5 Euro pro Kopie
Amt: Standesamt
Benötigte Unterlagen: Personalausweis, Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienstammbuch und Geburtsbescheinigung der Klinik. Bei Unverheirateten, falls schon vorhanden: Vaterschaftsanerkennung
➤ Vaterschaftsanerkennung
Die Vaterschaftsanerkennung betrifft nur unverheiratete Paare, da eine Vaterschaft durch die Heirat quasi automatisch als gegeben betrachtet wird. Idealerweise beantragst du die Vaterschaft schon vor der Geburt, dann kann der Vater direkt in die Geburtsurkunde des Kindes eingetragen werden. Wird die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt beantragt, wird in der Geburtsurkunde vorerst nur der Name der Mutter vermerkt. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen – der eingetragene Vater muss nicht der biologische Vater sein.
Frist: Es gibt keine Frist.
Kosten: kostenlos
Amt: Jugend- oder Standesamt
Benötigte Unterlagen: Personalausweise und Geburtsurkunden von Mutter und Vater, ggf. Geburtsurkunde des Kindes, Zustimmung der Mutter
➤ Krankenversicherung
In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht – die gilt auch schon für kleine Neugeborene, denen in den ersten Wochen und Monaten natürlich auch viele Arztbesuche bevorstehen. Du solltest also so schnell wie möglich deine Krankenkasse über die Geburt deines Kindes informieren. Dies geht im ersten Schritt bereits telefonisch, im zweiten Schritt werden dir dann alle benötigten Formulare zugeschickt, die du ausfüllen musst. Nachdem du die Unterlagen zusammen mit der Geburtsbescheinigung, die vom Standesamt extra dafür bereitgestellt wird, zurückgeschickt hast, dauert es etwa zwei Wochen, bis die Krankenkassenkarte bei dir eintrifft. Aber keine Sorge: Arztbesuche kannst du mit deinem Kleinen auch schon in der Zwischenzeit erledigen; die Karte musst du später dann einfach nachreichen. Sind Vater oder Mutter privat versichert, kann es zu Abweichungen im Ablauf kommen, sprich dazu am besten mit deiner Krankenkasse.
Frist: so schnell wie möglich erledigen
Kosten: je nach Tarif der Krankenkasse
Wo: Krankenversicherung von Vater oder Mutter
Benötigte Unterlagen: Geburtsurkunde und ggf. Vaterschaftsanerkennung, wenn das Kind bei Unverheirateten über den Vater versichert werden soll

Eltern

Wie viel kosten Kinder?

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➤ Einwohnermeldeamt
In der Regel wird die Geburt eines Kindes automatisch an das Einwohnermeldeamt weitergeleitet. Trotzdem ist es ratsam, sich nach der Geburt kurz zu erkundigen, ob dies auch wirklich geschehen ist. Gleichzeitig kannst du dein Kind auch direkt auf deiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen. In einem Zug kannst du auch einen Kinderreisepass erstellen lassen. Tipp: Bei vielen Einwohnermeldeämtern bekommen Neugeborene ein sogenanntes „Stadtpaket“, in welchem sich Gutscheine und Ermäßigungen verstecken.
Frist: am besten zeitig nach der Geburt
Kosten: Meldung kostenlos, Kinderreisepass 13 Euro
Wo: Einwohnermeldeamt
Benötigte Unterlagen: Personalausweis, Lohnsteuerkarten der Eltern, Geburtsurkunde, für den Reisepass zusätzlich: Lichtbild des Babys, Zustimmung beider Elternteile bzw. Vollmacht
➤ Kindergeld
Da die Bearbeitungsdauer für das Kindergeld ein bis zwei Monate dauern kann, bietet es sich an, den Antrag bereits vor der Geburt zu stellen, auch wenn er erst mit Einreichen der Geburtsurkunde seine Gültigkeit erlangt. Die Zahlung beginnt mit dem Geburtsmonat des Kindes und wird bei einer längeren Bearbeitungsdauer auch rückwirkend ausgezahlt. Grundsätzlich hat jedes Kind in Deutschland Anrecht auf Kindergeld, wobei der Rechtsanspruch nach vier Jahren verjährt.
Frist: am besten zeitig nach Erhalt der Geburtsurkunde, eine rückwirkende Auszahlung ist maximal für drei Monate möglich
Kosten: kostenlos
Wo: Familienkasse der Agentur für Arbeit
Benötigte Unterlagen: Geburtsbescheinigung vom Standesamt
➤ Elterngeld
Die Kür aller Anträge: Das Elterngeld soll Einkommensausfälle in der Betreuungszeit des Kindes auffangen. Die Höhe richtet sich nach dem bisherigen Nettoeinkommen – mindestens 300 und höchsten 1.800 Euro. Beantragt wird das Elterngeld bei der Elterngeldstelle. Welche Stelle für Sie zuständig ist, können Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachsehen.
Frist: am besten so früh wie möglich nach der Geburt, das Elterngeld wird rückwirkend für bis zu drei Monate ausgezahlt
Kosten: kostenlos
Wo: Elterngeldstelle
Benötigte Unterlagen: Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate, Geburtsbescheinigung vom Standesamt

Baby und Geld

Elterngeld-Rechner: Elterngeld und Elterngeld Plus ganz schnell berechnen

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➤ Elternzeit
Elternzeit steht jedem Elternteil grundsätzlich für maximal drei Jahre zur Verfügung. Anmelden musst du sie spätestens sieben Wochen vor Beginn bei deinem Arbeitgeber. In dem Schreiben musst du festlegen, wie du die ersten 24 Monate der Elternzeit gestalten willst. Verpflichtend ist auch, die Geburt des Kindes dem Arbeitgeber zu melden – dies kannst du gleich mit der Beantragung von Elternzeit und Mutterschutz kombinieren.
Frist: mindestens sieben Wochen vor Beginn
Kosten: kostenlos
Wo: Arbeitgeber
Benötigte Unterlagen: schriftlicher Antrag
➤ Mutterschaftsgeld
Bist du während deiner Schwangerschaft angestellt und gesetzlich krankenversichert, dann steht dir in der Zeit des Mutterschutzes – in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung – eine finanzielle Absicherung zu.
Frist: spätestens sieben Wochen vor dem Geburtstermin
Kosten: kostenlos
Wo: Krankenkasse
Benötigte Unterlagen: Arbeitgeberbescheinigung, Bescheinigung vom Frauenarzt über den Geburtstermin

Familie & Job

Wiedereinstieg nach der Elternzeit

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➤ Kinderfreibetrag
Bei der Besteuerung wird den Eltern ein bestimmter Geldbetrag steuerfrei gestellt. Diesen Kinderfreibetrag müssen Sie beim Finanzamt beantragen – dort können Sie gleichzeitig bei Bedarf auch einen Kindergeldzuschlag beantragen.
Frist: am besten sobald die Geburtsurkunde vorliegt
Kosten: kostenlos
Wo: Finanzamt
Benötigte Unterlagen: Antrag auf Lohnsteuerermäßigung
➤ Kinderbetreuungsplatz
Benötigst du einen Betreuungsplatz für dein Kind, solltest du diesen möglichst bald nach der Geburt sichern – am besten schau dich schon davor nach einem Platz um, da sich die Suche in manchen Städten nicht einfach gestaltet.
Frist: je nach Bedarf zeitig nach Geburt beantragen
Kosten: je nach Einrichtung
Wo: Jugendamt oder freie Träger
Benötigte Unterlagen: je nach Einrichtung

Kleinkind

Richtige Kinderbetreuung für Ihr Baby finden

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Der Schwangerschaftstest ist positiv, der Arzt bestätigt das kommende Glück und du stürzt dich auf Erziehungsratgeber und schwangerschaftsbegleitende Literatur, damit du auf den neuen Erdenbürger perfekt vorbereitet bist. Jedoch solltest du auch an die vielen Formalitäten denken, die mit einem neuen kleinen Menschen einhergehen.

Ein guter Rat: Du solltest versuchen, die meisten Anträge schon im Vorfeld so weit auszufüllen, dass du nach der Geburt nur noch den Namen des Babys eintragen musst, um den Papierkram abzuschicken. So kannst du dich nach der Geburt ganz auf dein Baby konzentrieren und musst dich nicht mit der Bürokratie herumplagen.

1. Vaterschaftsanerkennung

Eine Sache, die du noch während der Schwangerschaft auf den Weg bringen kannst, ist die Vaterschaftsanerkennung. Diese ist dann von Bedeutung, wenn Mutter und Vater des Babys nicht miteinander verheiratet sind. Mit der Anerkennung der Vaterschaft durch den Vater, wird erst das offizielle Verwandtschaftsverhältnis zwischen Papa und Kind hergestellt.

Das ist wichtig, wenn es zu Sorgerechtsfragen oder möglichen Erbschaftsansprüchen kommt. Für die Vaterschaftsanerkennung müssen Vater UND Mutter des Kindes zum Standesamt bzw. zum Jugendamt. Denn für diesen Antrag ist die Zustimmung beider Elternteile notwendig.

Hintergrund

Checkliste Baby-Erstausstattung Was braucht mein Kind wirklich? Kinder kosten Geld. So viel steht fest. Vor allem deine Drogerie-Rechnung wird in den nächsten Monaten unaufhaltsam in die Höhe schnellen und dich in Staunen versetzen. Ganz zu schweigen vom Kinderwagen, Autositz, Wippe, Hochstuhl, Babybett, Daybed, Wiege, Stubenwagen, Babybay, Wickeltisch … Die Liste an Dingen, die du und dein Kind „unbedingt brauchen“, ist unendlich lang. Doch was brauchst du wirklich? Hier kommt deine Checkliste fürs Baby!

2. Geburtsurkunde beantragen

Ohne Geburtsurkunde kannst du für dein Baby erstmal absolut nichts beantragen, deswegen solltest du diese auch innerhalb der ersten Woche nach der Geburt beantragen. Das geht entweder persönlich beim Standesamt oder auch direkt über das Krankenhaus, falls du dich dazu entschließt, dein Kind in einer Klinik zur Welt zu bringen.

Viele Krankenhäuser machen es den Eltern dabei einfach und übernehmen heutzutage die Anmeldung. Dafür wird dir nach der Geburt ein Umschlag gereicht, auf dem alle wichtigen Informationen für dich vermerkt sind: welche Unterlagen nötig sind, welche Geldbeträge anstehen usw. Auf dem Umschlag musst du dann nur noch die Daten von dir und deinem Baby angeben – Unterschrift nicht vergessen! Wurde dies erledigt, sendet dir das Krankenhaus die Geburtsurkunde und Ausführungen für die weiteren Anträge nach Hause.

3. Kindergeld beantragen

Da wir zum Glück in einem Sozialstaat leben und Familien besonders gefördert werden, hast du das Anrecht auf Kindergeld. Dafür musst du allerdings den nötigen Antrag einreichen. Um Kindergeld zu bekommen, wendest du dich an die zuständige Familienkasse oder das Arbeitsamt.

Dafür brauchst du eine besondere Ausführung der Geburtsurkunde, die dir extra für den Kindergeldantrag ausgestellt wird. In der Regel befindet sich diese in den Unterlagen, mit denen dir die Geburtsurkunde deines Kindes zugesendet wird. Für die Bearbeitung des Antrags braucht das Amt etwa vier bis sechs Wochen. Jedoch musst du dich bei dem Kindergeldantrag nicht unnötig stressen, da dieses auch rückwirkend ausgezahlt wird.

4. Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

Auch wenn viele Krankenhäuser es einem mit der Geburtsurkunde leichtmachen, informieren sie nicht immer das Einwohnermeldeamt über den neuen Baby-Bürger. Deshalb solltest du auch dort so bald wie möglich persönlich vorstellig werden und die Geburtsurkunde einreichen. Du kannst bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Kinderausweis für zukünftige Reisen ausstellen lassen und schlägst dabei zwei Fliegen mit einer Klappe. Denke für den Kinderausweis auch immer daran, dass du ein biometrisches Foto deines Kindes brauchst.

5. Krankenversicherung beantragen

Für Arztbesuche und Untersuchungen ist eine Krankenversicherung unabdingbar – auch für Babys. Für die ersten Male ist ein Neugeborenes automatisch über die Mutter krankenversichert. Dennoch sollte man sich so schnell wie möglich um eine offizielle Versicherung des Kindes kümmern. In der Regel erfolgt das dadurch, dass das Kind in deiner Familienversicherung aufgenommen wird.

Auch für diesen Antrag brauchst du eine spezielle Ausfertigung der Geburtsurkunde, die dir in der Regel mit der ausgehändigten Geburtsurkunde mitgegeben wird. Den Antrag für die Aufnahme in die Familienversicherung bekommst du bei deiner Krankenkasse. Diese ganze Prozedur verläuft für gesetzlich Versicherte meist problemlos und ohne große Umstände.

Bei Privatversicherungen läuft das ganze etwas anders. Wenn ein Elternteil privat versichert ist und der andere gesetzlich, wird das Kind nicht automatisch in die kostenlose gesetzliche Familienversicherung aufgenommen. Das ist abhängig von der Höhe der jeweiligen Einkommen.

Verdient der Privatversicherte über einen gewissen Grenzwert, muss die private Versicherung das Baby bei sich aufnehmen. Dies erfolgt zwar ohne extra Risikoprüfung oder Wartezeit, jedoch verlangt die Privatversicherung dafür einen eigenen Beitrag. Für die Privatversicherung muss der entsprechende Antrag innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt gestellt werden.

6. Elterngeld beantragen

Das Elterngeld beantragen Neueltern bei der Elterngeldstelle des jeweiligen Bundeslandes. Zwar wird das Elterngeld ebenfalls, wie vieles andere auch, rückwirkend gezahlt – allerdings nur bis zu drei Monate. Daher solltest du dich frühzeitig damit auseinandersetzen und diese Anträge am besten ebenfalls während der Schwangerschaft soweit wie möglich ausfüllen. In Familienzentren kannst du dich in Sachen Elterngeld ausführlich beraten lassen und notfalls auch Hilfe für das Ausfüllen des Antrags holen.

7. Elternzeit beantragen

Damit du eine entspannte Zeit mit deinem Neugeborenen verbringen kannst, solltest du dringend Elternzeit beantragen. Dafür ist auch ausnahmsweise Mal kein Antrag nötig. Du musst deinen Arbeitgeber einfach sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit davon schriftlich in Kenntnis setzen. Du musst ihn dabei informieren, was deine Pläne für die ersten 24 Monate der Elternzeit sind, beispielsweise ob du planst Teilzeit zu arbeiten. Wenn du das möchtest, musst du auch gleich deine gewünschte Stundenzahl und deine genauen Arbeitszeiten angeben.

Mutterschaftsgeld beantragen Was dir vor und nach der Geburt zusteht Trotz ihrer wundervollen Seiten bereitet eine Schwangerschaft Frauen oftmals auch Kummer und Sorgen. Um zumindest für eine finanzielle Entlastung zu sorgen, gibt es das Mutterschaftsgeld.

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Formalitäten nach der Geburt: Geburtsurkunde, Kinderfreibetrag, Krankenversicherung

  • Geburtsurkunde: Das Naheliegende: die Geburtsurkunde, die das Standesamt am Geburtsort ausstellt. Wer im Krankenhaus entbindet, dem wird dieser Ämtergang meist abgenommen, ansonsten musst du die Urkunde innerhalb einer Woche nach der Geburt beantragen. Du erhältst vier Exemplare, eins davon brauchst du für den Antrag auf Elterngeld, eins für das Kindergeld. Die Geburtenbuchstelle leitet die Anmeldung ans Einwohnermeldeamt weiter – dazu musst du nichts unternehmen.
  • Kinderfreibetrag: Wer den Kinderfreibetrag eintragen und eventuell die Steuerklasse wechseln will, muss dafür zum Finanzamt.
  • Krankenversicherung: Krankenversichert ist dein Baby automatisch. Innerhalb der ersten zwei Lebensmonate musst du die Geburt schriftlich anmelden, manche Krankenkassen verlangen eine Kopie der Geburtsurkunde für den Antrag. In der gesetzlichen Krankenkasse ist die Familienversicherung für dein Kind kostenlos. Privat Versicherte müssen auch für ihr Kind Beiträge zahlen.

Weitere Informationen

  • Das Formular für das Kindergeld kannst Du unter www.arbeitsagentur.de downloaden.
  • Wo der Antrag für Elterngeld hin muss, findest du auf der Internetseite des Familienministeriums: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie
  • Hier kannst Du auch alles rund ums Elterngeld nachlesen: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie

Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld

  • Schon vor der Geburt kannst du alles für den Antrag auf Kindergeld vorbereiten, stellen kannst du ihn aber erst nach der Geburt. Zuständig sind die Familienkassen der Arbeitsämter. Rückwirkend wird Kindergeld für ein halbes Jahr bezahlt. Sei rechtzeitig vorbereitet und berechne hier den Geburtstermin deines Babys!
  • Elterngeld gibt es rückwirkend für bis zu drei Monate vor dem Monat der Antragstellung – es lohnt sich also, diese Formalie schnell zu erledigen. Möglich ist das ab dem Tag der Geburt, und zwar bei der Elterngeldstelle, die zuständige Behörde ist je nach Bundesland unterschiedlich.Neben der Geburtsurkunde brauchst du dazu einen Nachweis über das Einkommen des letzten Jahres.
  • Das Betreuungsgeld wurde im Sommer 2015 gekippt, weil es laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gegen das Grundgesetz verstößt und eigentlich Ländersache ist. 2013 wurde das Betreuungsgeld eingeführt, und zwar für Eltern von Ein- bis Dreijährigen, die ihr Kind zuhause betreuen und weder Kitaplatz noch Tagesmutter in Anspruch nehmen.

Geburt und Behördengänge

Mit der Geburt eines Kindes stehen einige Behördengänge an. Vieles kann aber schon während der Schwangerschaft erledigt werden.

Sind die Eltern des Kindes miteinander verheiratet, ist die Vaterschaft juristisch eindeutig und die Eltern tragen die gemeinsame Sorge. Bei unverheirateten Paaren hat zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht. Die Vaterschaft kann aber bereits vor der Geburt anerkannt und eine gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt oder einem Notar bzw. einer Notarin abgegeben werden.

Familienname des Kindes

Hat ein verheiratetes Paar denselben Familiennamen, erhält auch das Kind diesen Namen. Ist er unterschiedlich, müssen die Eltern entscheiden, ob ihr Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters tragen soll. Hat die Mutter das alleinige Sorgerecht, erhält das Kind automatisch den Familiennamen der Mutter.

Anmeldung bei der Krankenkasse

Das Kind sollte möglichst bald nach der Geburt bei der Krankenkasse angemeldet werden. Meist genügt ein Anruf, und die Krankenkasse sendet die notwendigen Formulare zu. Sind beide Elternteile gesetzlich krankenversichert, wird das Kind beitragsfrei mitversichert (Familienversicherung). Ist der besserverdienende Elternteil privat versichert, muss auch das Kind privat versichert werden.

Anmeldung bei Standesamt

Die Geburt des Kindes muss innerhalb von sieben Tagen beim zuständigen Standesamt angezeigt werden. Wird das Kind in einem Krankenhaus geboren, erfolgt die Geburtsanzeige durch das Krankenhaus. Kommt das Kind in einem Geburtshaus oder zu Hause zur Welt, sollte vorab geklärt werden, wer die Geburt beim Standesamt melden wird.

Finanzamt

Im Finanzamt des Wohnsitzes erfolgt die Eintragung des Kindes auf der Lohnsteuerkarte.

Bürgeramt

Im Bürgeramt kann ein Kinderreisepass für das Kind beantragt werden.

Wenn das Kind in einer Klinik geboren ist, übernimmt dies in aller Regel die Entbindungsklinik durch eine schriftliche Anzeige.

Andernfalls ist die Geburt durch den Kindesvater, die Hebamme bzw. den Arzt oder die Kindesmutter selbst mündlich, d. h. unter persönlicher Vorsprache beim Standesbeamten bzw. bei der Standesbeamtin anzuzeigen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Zur Beurkundung werden neben der Geburtsanzeige je nach Familienstand und Staatsangehörigkeit der Kindeseltern weitere Unterlagen benötigt:

  • bei miteinander verheirateten Eltern
    • Geburtsurkunden
    • Eheurkunde oder ein beglaubigter Abdruck aus dem Eheregister,
  • bei nicht miteinander verheirateten Eltern
    • Geburtsurkunde der Mutter
    • falls die Vaterschaft bereits anerkannt wurde:
      • Erklärungen über die Vaterschaftsanerkennung
      • Geburtsurkunde des Vaters
      • ggf. die Sorgeerklärungen
  • Personalausweis, Reisepass oder ein anerkanntes Passersatzpapier der Eltern
  • eine von einer Ärztin/einem Arzt oder einer Hebamme/einem Entbindungspfleger ausgestellte Bescheinigung über die Geburt, soweit sie bei der Geburt anwesend waren.

Eine Eheurkunde ist auch vorzulegen, wenn die Ehe bereits aufgelöst ist.

Wenn weitere Unterlagen benötigt werden, erhalten Sie vom Standesamt eine entsprechende Mitteilung.

Kosten und Gebühren

Über die Geburt werden einmalig gebührenfreie Bescheinigungen für die Beantragung von Mutterschaftshilfe, Kindergeld und Elterngeld sowie für religiöse Zwecke ausgestellt.

Die Ausstellung weiterer mit der Geburtsanzeige angeforderter Urkunden ist gebührenpflichtig.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Geburt eines Kindes ist binnen einer Woche der zuständigen Stelle anzuzeigen.

Bei der Berechnung der Anzeigefrist ist der Tag der Geburt nicht mitzurechnen.

Ist ein Kind totgeboren oder in der Geburt verstorben, so muss die Anzeige spätestens am dritten auf die Geburt folgenden Werktag erstattet werden.

Weitere Auskünfte – auch über vorzulegende Dokumente – erhalten Sie unter der Telefonnummer (0511) 168-41295.

An wen muss ich mich wenden?

Standesamt Hannover

Rechtsgrundlagen

§§ 18 ff. Personenstandsgesetz (PStG)
§ 33 Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV)

Navigation – Präsidialdepartement

Für die Registrierung der Geburt benötigen wir von allen Eltern eine ausgefüllte Namenskarte. Diese erhalten Sie direkt im Spital oder im Geburtshaus. Auf die Namenskarte schreiben Sie den / die gewünschte/n Vornamen und Familiennamen für das Kind und unterschreiben diese (Mutter und Vater). Bitte schreiben Sie leserlich, damit der Name korrekt registriert wird. Beachten Sie auch, dass die Namensgebung verbindlich ist. Eine spätere Namensänderung ist nur teilweise möglich und mit Kosten verbunden.

Mehr Informationen zur Namensgebung finden Sie in der Kategorie Vorname und Familienname.

Zusätzliche Unterlagen:

  • Gemeinsames Sorgerecht: Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, benötigen wir eine Kopie der Vereinbarung über das gemeinsame Sorgerecht. Diese können Sie direkt im Spital oder im Geburtshaus abgeben.
  • Schweizer Familienausweis: Verheiratete Eltern, die einen Familienausweis besitzen, können diesen gerne beim Spital oder Geburtshaus abgeben. Gerne ergänzen wir den Familienzuwachs darin.
  • Wohnsitznachweis: Wohnen die Mutter oder / und der Vater im Ausland, benötigen wir für die Registrierung der Geburt eine aktuelle Wohnsitzbestätigung.
  • Andere Unterlagen: Schweizerische Staatsangehörige, und ausländische Staatsangehörige, welche seit 2005 bereits einmal in der Schweiz ein Kind bekommen haben oder nach 2005 in der Schweiz geheiratet haben, brauchen keine weiteren Dokumente einzureichen. Aus ökologischen Gründen, bitten wir Sie auf die Einsendung von anderen Unterlagen, wie Pass- und ID Kopien, zu verzichten.

Mutter und/oder Vater sind ausländische Staatsangehörige

Bei ausländischen Staatsangehörigen benötigen wir unter Umständen weitere Dokumente für die Registrierung der Geburt. Diese unterscheiden sich je nach Staatsangehörigkeit, Zivilstand und Geburtsland der Eltern. Gerne beraten wir Sie über die nötigen Dokumente. Füllen Sie hierfür bitte unser Kontaktformular Geburt aus. Bitte informieren Sie sich frühzeitig über die notwendigen Dokumente, da es sonst bei der Registrierung der Geburt zu Verzögerungen kommen kann.

Hinweis

Kinder werden vom Zivilstandsamt Zürich nur in die schweizerischen Familienbüchlein eingetragen. Sind die Eltern im Besitz eines ausländischen Familienbüchleins, ist das entsprechende Konsulat zuständig.

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