Was beachten in schwangerschaft?

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Was darf ich in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft sollte man sich an gewisse Regeln halten, um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden. (puhhha / Fotolia.com)

Eine Schwangerschaft bringt grundlegende Veränderungen im Leben einer Frau mit sich. Auch bislang alltägliche Handlungen werden nun in Hinblick auf die Schwangerschaft hinterfragt: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Informationen auf dieser Seite:

Medikamente
Belastungen des täglichen Lebens
Krankheiten
Reisen
Hygiene
Genussmittel
Haustiere

„Darf ich mir noch die Haare färben, oder schädige ich damit mein Kind? Welche Medikamente darf ich einnehmen? Ist Alkohol ein absolutes Tabu? Und muss ich meine Ernährung nun gänzlich umstellen?“ Viele Frauen haben Angst, durch falsche Verhaltensweisen eine Fehlgeburt oder Frühgeburt herauszufordern.

Doch nicht nur die werdenden Müttern, auch manche behandelnden ÄrztInnen sind in einigen Belangen unsicher: Schwangere finden manche Fragen zu „banal“, um sich damit an den Arzt zu wenden, nicht spezialisierte Ärzte befürchten wiederum rechtliche Folgen, wenn nach einer Behandlung beim Kind angeborene Auffälligkeiten auftreten, und antworten allzu vorsichtig.

Die folgenden Tipps richten sich an Frauen, deren Schwangerschaft soweit unproblematisch verläuft. In Zweifelsfällen ist es immer wichtig, sich vom betreuenden Arzt beraten zu lassen.

++ Mehr zu diesem Thema: Fotoshow – was Sie in der Schwangerschaft dürfen und was nicht ++

Medikamente & medizinische Anwendungen

Medikamente sollten in der Schwangerschaft nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Eine Behandlung sollte immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Der Arzt trifft eine individuelle Nutzen-Risiko Abwägung und führt eine Beratung bezüglich Fehlbildungen durch. Die Dosierung sollte immer so niedrig wie möglich gehalten werden.

++ Mehr zum Thema: Medikamente in der Schwangerschaft ++

Belastungen des täglichen Lebens

Tragen von schweren Gegenständen

Was den Beruf anbelangt, so sind im Mutterschutz diesbezüglich klare Richtlinien verankert. Für den privaten Bereich gilt, dass schwere Lasten besser von jemand anderem getragen werden sollten, weil das Tragen schwerer Gegenstände Frühgeburten begünstigen und das Fehlgeburtsrisiko erhöhen kann.

Gartenarbeit

Sofern sich Schwangere dabei wohl fühlen und sich nicht überbeanspruchen, ist Gartenarbeit durchaus möglich. Das Klettern auf Leitern sollten sie jedoch anderen überlassen. Auch ist das Tragen von Handschuhen empfehlenswert, um das Verletzungs- und Infektionsrisiko zu vermindern; vor allem im ländlichen Bereich besteht bei der Gartenarbeit die Gefahr, sich mit Toxoplasmose zu infizieren.

Renovieren und Streichen

Auch Schwangere können den Pinsel schwingen oder tapezieren. Doch sollte dabei der Kontakt mit Lösungsmitteln und das Einatmen von Lösungsmitteldämpfen vermieden werden (entsprechende Schutzausrüstung z.B. Atemschutz verwenden oder nur in sehr gut belüfteten Räumen arbeiten!). Die Verletzungsgefahr (Sturz!) ist ebenfalls stets zu berücksichtigen. Generell ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen.

Fernsehen / Computer / Handy / Mikrowellenherd / Elektrogeräte

Es gibt keinen Grund zur Sorge, dass „Elektrosmog“ oder Mikrowellenstrahlung bei normalem Umgang mit den Geräten irgendeinen negativen Einfluss auf die embryonale Entwicklung haben könnte. Die größte Gefahr für die Schwangere durch die moderne Mobiltelefonie ist das erhöhte Unfallrisiko beim Telefonieren am Steuer von Fahrzeugen.

Laute Musik, Rockkonzerte

Ihr Kind hört zwar mit, allerdings ist es vor starker Lärmbelastung recht gut geschützt. Unter Umständen ist es eher ungünstig, sich ins dichteste Gedränge bzw. direkt neben den Basslautsprecher zu stellen.

Sport und Freizeit

Durchaus positiv kann sich Sport und Freizeitvergnügen in gemäßigter Form auf die Schwangerschaft auswirken. Man sollte sich vor allem im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel nicht mehr überlasten und Verletzungsrisiken nach Möglichkeit minimieren.

++ Mehr zum Thema: Sport in der Schwangerschaft ++

Haare färben, Strähnchen, Dauerwelle

Die Anwendung üblicher Kosmetika inklusive Haarkosmetika (Produkte zum Färben und Entfärben der Haare, Dauerwellen, Strähnchen färben) ist in der Schwangerschaft unbedenklich, jedoch gab es Berichte über Schwermetallbelastung (Blei) bei Produkten wenig renommierter Hersteller.

Krankheiten und Beschwerden

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Grundsätzlich ist es bei Infektionen des Nasen-Rachenraumes wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auf eine hohe Luftfeuchtigkeit zu achten. Das Inhalieren von Emsersalz oder das Lutschen von Menthol- oder Eukalyptus-Bonbons in den üblichen Mengen kann man auch während der Schwangerschaft bedenkenlos praktizieren.

Ist die Nase aufgrund von Schnupfen so verstopft, dass man nur mehr schlecht atmen kann, empfehlen sich Nasentropfen oder Nasensprays auf Meersalzbasis, die Anwendung von abschwellenden Nasentropfen ist in der Schwangerschaft nicht systematisch untersucht.

Bei quälendem nächtlichem Husten kann in Absprache mit dem Arzt vorübergehend mit codeinhaltigen Hustenmitteln behandelt werden. Pflanzliche Hustensäfte sind in der Schwangerschaft nicht untersucht und daher nicht erste Wahl.

Im Fall einer fiebrigen Erkältung mit Bronchitis oder beginnender Lungenentzündung sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Zur Fiebersenkung ist die Behandlung mit Paracetamol empfohlen, bei Anzeichen einer bakteriellen Lungenentzündung ist eine auf die Schwangerschaft abgestimmte Antibiotikatherapie wichtig. Bettruhe und körperliche Schonung sind dann selbstverständlich ebenso angeraten.

Halsschmerzen

Es gibt Lutschtabletten, die durchaus in der Schwangerschaft eingenommen werden können. Auch hier empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Arzt.

Fieber und Schmerzen

Wichtig ist es, das Bett zu hüten. Feuchtkalte Wadenwickel senken das Fieber und man sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Bei Auftreten von Fieber sollte unverzüglich der Arzt verständigt werden. Paracetamol ist das Mittel der Wahl zur Fiebersenkung bzw. Schmerzlinderung in der Schwangerschaft. Kühlend wirken auch Pfefferminztee und Gurken.

Gegen Schmerzen allgemein helfen außerdem Entspannungsbäder (nicht zu heiß!) oder Massagen, aber auch Physiotherapie und Akupunktur – nach Möglichkeit sollten in der Schwangerschaft die nichtmedikamentösen Schmerzbehandlungen maximal ausgeschöpft werden, bevor eine gut abgestimmte medikamentöse Behandlung eingeleitet wird.

Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen

Morgendliche Übelkeit ist vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft sehr häufig und völlig normal. Oft helfen nichtmedikamentöse Strategien, z.B. viele kleine Mahlzeiten – die erste am besten noch morgens im Bett. Bei seltenem schweren Schwangerschaftserbrechen können in Absprache mit dem Arzt gut untersuchte Medikamente wie Meclozin eingesetzt werden.

++ Mehr zum Thema: Schwangerschaftsübelkeit ++

Auch für Sodbrennen, welches in der Spätschwangerschaft häufiger auftritt, gilt, dass zunächst nichtmedikamentöse Therapien versucht werden sollten, um die Beschwerden zu lindern. Darüber hinaus steht jedoch bei Bedarf eine Reihe von Medikamenten mit guter Verträglichkeit zur Verfügung.

Durchfall

Akuter und anhaltender Durchfall muss ärztlich abgeklärt und der Flüssigkeitsersatz unbedingt gewährleistet werden. Entsprechende Elektrolytpräparate zum Ausgleichen des Flüssigkeits- und Salzverlustes aus der Apotheke sollten ohnehin in keiner Hausapotheke fehlen. Falls erforderlich, ist eine darüber hinausgehende medikamentöse Behandlung, gegebenenfalls eine Antibiotikatherapie, unter ärztlicher Aufsicht ebenfalls möglich.

Rückenschmerzen

Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft kommt es öfters zu Rückenschmerzen. Dem kann man entgegenwirken, indem man häufiger die Position wechselt – z.B. vom Sitzen zum Liegen. Auch vorbeugende Gymnastik und Physiotherapie können diesbezüglich sehr hilfreich sein. Mit warmen (nicht zu heißen) Bädern und mit Massagen lässt sich oft eine Muskelentspannung und damit eine Schmerzlinderung erzielen, ebenso mit Akupunkturbehandlung. In manchen Fällen ist der Einsatz von Medikamenten allerdings unerlässlich: Hier ist ärztliche Rücksprache dringend empfohlen, um Risiko und Nutzen der Medikamente genau abzuwägen.

++ Mehr zum Thema: Rückenschmerzen in der Schwangerschaft ++

Herpesbläschen

Aciclovir-haltige Cremes sind hilfreich – bei starkem Befall muss unter ärztlicher Aufsicht eine systemische antivirale Therapie mit Aciclovir in Erwägung gezogen werden. Bei Genitalherpes sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, da die Erkrankung bei der Geburt auf das Baby übertragen werden und dann schwerwiegende Folgen haben kann.

++ Mehr zum Thema: Herpes in der Schwangerschaft ++

Schwangerschaftsstreifen

Nicht jede Frau bekommt diese berühmt-berüchtigten Andenken an die Schwangerschaft. Deren Ausbildung hängt hauptsächlich von der individuellen Veranlagung und der Hautbeschaffenheit ab. Eincremen und eine „Zupfmassage“ kann dem Einreißen der unteren Hautschichten ein wenig vorbeugen. Es ist jedenfalls nicht nötig, allzu kostspielige Cremes zu verwenden. Einfache Lotionen, Weizenkeimöl oder Babyöle reichen für den erzielbaren Effekt völlig aus.

++ Mehr zum Thema: Schwangerschaftsstreifen ++

Zahnschmerzen

Akute Zahnprobleme können und sollen zu jeder Zeit in der Schwangerschaft rasch behandelt werden. Es bestehen weder Bedenken gegen etwaige benötigte Röntgenuntersuchungen noch gegen Betäubungsspritzen, Kurznarkosen oder die üblicherweise angewandten Behandlungstechniken.

Hingegen können sich unbehandelte Entzündungen oder eitrige Herde sehr negativ auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken. Umfangreichere Sanierungen, etwa aus ästhetischen Gründen, sind eher auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bezüglich der Schädlichkeit von Amalgam-Füllungen existieren unterschiedliche Meinungen – ein nicht akut nötiger umfangreicher Austausch vorhandener Amalgamfüllungen sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Bestehende intakte Amalgamfüllungen stellen kein Risiko für das ungeborene Kind dar.

Reisen in der Schwangerschaft

Fliegen

Flugreisen sind auch während der Schwangerschaft grundsätzlich möglich und erlaubt. Fliegen ist vor allem in der Frühschwangerschaft bzw. im ersten Schwangerschafts-Drittel im Vergleich zum Autofahren eine für die Schwangere sichere Reisemethode – u.a. aufgrund der zahlreichen Unebenheiten auf der Straße und dem damit verbundenen „Ruckeln“ im Auto.

Bei Langstreckenflügen ist darauf zu achten, dass die Schwangere über ausreichende Beinfreiheit verfügt, um die Beine strecken sowie die Füße heben und senken zu können. Da langes Sitzen zu einer Erhöhung der Thrombosegefahr – welche bei Schwangeren grundsätzlich etwas erhöht ist – beiträgt, sollte auf Bewegung zwischendurch geachtet werden. Darüber hinaus ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Ab der 28. bis 34. Schwangerschaftswoche wird von manchen Fluglinien im Vorfeld ein ärztliches Attest verlangt, und hochschwangere Frauen werden meist nach der 36. Schwangerschaftswoche nicht mehr befördert – eine (Früh-)Geburt im Flugzeug ist für alle Beteiligten kein Spaß. Kommt es während der Schwangerschaft zu Komplikationen, so sollte eine Flugreise auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen und die Notwendigkeit hinterfragt werden.

++ Mehr zum Thema: Reisen während der Schwangerschaft ++

Impfungen

Bisher hat sich kein Lebend- oder Totimpfstoff als fruchtschädigend erwiesen, und es liegen zu vielen Impfstoffen bereits umfangreiche Untersuchungsergebnisse zur Anwendung in der Schwangerschaft vor. Trotzdem werden unnötige Impfungen in der Schwangerschaft vermieden. Wenn immer sich aber reale Erkrankungsrisiken für die Schwangere durch eine Impfung verringern lassen, rechtfertigt dieser Nutzen eine Impfung auch in der Schwangerschaft. So gibt es z.B. die klare Empfehlung, bei Schwangerschaft zur Grippezeit auch in der Schwangerschaft gegen Influenza zu impfen (da Schwangere ein deutlich höheres Risiko für schwere Influenzakomplikationen haben).

Voraussetzung für eine Impfung in der Schwangerschaft ist die erwiesene Wirksamkeit und ein zu erwartendes Infektionsrisiko für die Schwangere (und deren Kind). Unter diesem Aspekt sind auch die Impfempfehlungen bei (unvermeidbaren) Fernreisen zu betrachten. Jedenfalls sollte ein Tropenmediziner zu Rate gezogen werden. Prophylaxe gegen Malaria bei Reisen in Malariaregionen ist auch in der Schwangerschaft dringend empfohlen. Chloroquin, Proguanil, aber auch andere Medikamente, je nach Resistenz des örtlichen Erregers, können eingesetzt werden. Die Malaria stellt während der Schwangerschaft für Mutter und Kind eine erhebliche Gefährdung dar. Auf konsequenten Schutz vor Stechmücken (Kleidung, Moskitonetze etc.) ist auf jeden Fall zusätzlich zu achten, wenn ein Malariagebiet unbedingt in der Schwangerschaft bereist werden muss.

Schifffahrt

Gegen eine Kreuzfahrt ist grundsätzlich nichts einzuwenden, je nach Reiseziel sind jedoch, wie bei allen Fernreisen, alle nötigen Vorkehrungen hinsichtlich Impfschutz und Infektionsprophylaxe zu treffen.

Versicherung

Beachten Sie, dass Stornoversicherung und Krankenversicherung für eine Reise bei Schwangeren in der Regel nur bis zu einer bestimmten Schwangerschaftswoche -meist 34. oder 35. SSW- gelten.

Hygiene und Kosmetika in der Schwangerschaft

Slipeinlagen

Slipeinlagen sind auch während der neun Monate verwendbar, doch sollten es Produkte ohne Plastikeinsatz sein, da aufgrund mangelnder Luftdurchlässigkeit ansonsten Hitze- und Feuchtigkeitsstau auftreten, wodurch in manchen Fällen Scheideninfektionen begünstigt werden.

Tampons

Tampons sollten während der Schwangerschaft nicht benutzt werden. Diese trocknen die Scheide aus, wodurch mitunter Infektionen gefördert werden. Ausnahme: Schutztampons im Hallenbad/in der Therme , von welchen sich jedoch auch gerade in der Schwangerschaft kein zuverlässiger Schutz vor möglichen problematischen vaginalen Infektionen erwartet werden sollte.

Seife, Intimlotionen

PH-neutrale Seifen kann man zur Hygiene verwenden, auf die oft übertriebene Anwendung diverser (meist nutzloser) Intimlotionen sollte jedoch, um das normale, gesunde Scheiden-Milieu zu erhalten, verzichtet werden.

Kosmetika

Auch während der Schwangerschaft spricht rein gar nichts gegen Kosmetika und übliche Hautcremes, wenn sie das Wohlbefinden der Schwangeren fördern.

Pickelcremes

Häufig treten Hautunreinheiten aufgrund der hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft auf, meist bessert sich die Hautbeschaffenheit aber ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft von selbst.

Gegen Akne hochwirksame Medikamente mit Vitamin-A-Säure (z.B. Isotretinoin), welche auch an Frauen in der fruchtbaren Lebensphase als Tabletten verschrieben werden, können zu sehr schweren angeborenen Anomalien bei Babys führen und sind in der Schwangerschaft absolut tabu. Diese dürfen nur bei besonders sichergestellter Verhütung eingenommen werden und die sichere Verhütung muss sogar einen Monat lang nach Ende der Einnahme fortgesetzt werden.

Genussmittel in der Schwangerschaft

Kaffee, schwarzer Tee

Auch Schwangere müssen nicht auf eine Tasse zwischendurch verzichten, doch gilt: Alles mit Maß und Ziel!

Cola, Soft-Drinks

Solche Getränke können zwar in kleinen Mengen getrunken werden, gerade für werdende Mütter ist es jedoch empfehlenswert, Wasser und aufgespritzten Säften den Vorzug zu geben. Herkömmliche Softdrinks sind sehr zuckerhaltig. Bei bestehenden Gewichtsproblemen sollte auf diese unnötige „Kalorienbombe“ sowieso besser verzichtet werden.

++ Mehr zum Thema: Schwanger – welche Lebensmittel sollte ich meiden?

Nikotin

Der Konsum von Tabak ist für Schwangere schädlich und stört die Entwicklung des Kindes. Wie bei allen Giften ist jedoch auch beim Tabakrauch die Dosis und damit die Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag bedeutend. Frauen, denen es zu schwer fällt, während der Schwangerschaft mit dem Rauchen vollständig aufzuhören, können ihrem Kind trotzdem Gutes tun, indem sie die tägliche Zigarettenmenge auf ein Minimum reduzieren – es gilt die Devise „je weniger, desto besser“.

++ Mehr zum Thema: Rauchen in der Schwangerschaft ++

Günstig wäre es, wenn auch der Partner diesen Nikotinverzicht unterstützten würde. Nikotin führt zwar nicht zu schweren angeborenen Auffälligkeiten bei den Babys, ihr Wachstum wird jedoch eingeschränkt: Das Geburtsgewicht ist bei reifen Neugeborenen starker Raucherinnen oft unter 2.500 Gramm, die Anfälligkeit für Erkrankungen im Neugeborenenalter steigt, und dosisabhängige, messbare negative Auswirkungen auf die Intelligenzentwicklung der Kinder von starken Raucherinnen wurden beschrieben.

Alkohol

Alkohol in der Schwangerschaft ist stark fruchtschädigend; ein fetales Alkoholsyndrom mit schweren angeborenen Anomalien und geistiger Behinderung sowie fetale Alkoholeffekte (reduzierte geistige Entwicklung, auffälliges Sozialverhalten) sind bekannt. Regelmäßiger (aber auch vereinzelter) erhöhter Alkoholkonsum erhöht das Risiko für angeborene Anomalien. Geringe Alkoholmengen (< 1/8 Liter Wein pro Tag) sind vermutlich unbedenklich, eine „sichere“ Alkoholmenge ist jedoch nicht beschrieben. Auf Alkohol sollte daher in der Schwangerschaft gänzlich verzichtet werden.

++ Mehr zum Thema: Alkohol in der Schwangerschaft ++

Drogen

Der Missbrauch von illegalen Drogen in der Schwangerschaft, aber auch die Begleitumstände des Drogenmissbrauchs können die Gesundheit des Ungeborenen beeinträchtigen – die fruchtschädigenden Risiken sind substanzabhängig, jedoch meist geringer als bei Alkoholmissbrauch. Bei Drogenabhängigkeit (v.a. auch Alkohol) empfiehlt sich unbedingt eine rasche Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Drogenberatungszentrum, einer teratologischen Beratungsstelle oder einem Arzt des Vertrauens.

++ Mehr zum Thema: Drogen in der Schwangerschaft ++

Sexualität

Geschlechtsverkehr kann man so oft und so lange haben, wie der Spaß beiderseits vorhanden ist. Im Falle von Blutungen, vorzeitigen Wehen oder anderen Komplikationen sollte die Gynäkologin oder der Gynäkologe konsultiert werden. Eventuell muss dann auf andere, für die Schwangere schonendere Sexualpraktiken umgestiegen werden. Sex am Ende der Schwangerschaft kann eventuell vorzeitige Wehen auslösen und die Geburt einleiten.

Haustiere in der Schwangerschaft

Katzen

Schwangere Katzenliebhaberinnen mit fehlender Toxoplasmose-Immunität sollten das Reinigen des Katzenklos besser anderen Personen überlassen. Waschen Sie sich die Hände, nachdem Sie eine Katze gestreichelt haben, und verzichten Sie während der Schwangerschaft auf Schmusen und allzu engen Kontakt. Toxoplasmoseträger sind eher junge Katzen bzw. Katzen, die im Freien jagen.

++ Mehr zum Thema: Toxoplasmose in der Schwangerschaft ++

Hunde

Sofern die Hunde gesund sind, ist die Haltung als eher unproblematisch anzusehen.

Andere Haustiere

Auch für alle anderen Haustiere gilt, dass auf die eigene Hygiene im Umgang mit Haustieren und auf deren Gesundheit geachtet werden muss. Grundsätzlich sollte sich ein sehr enger Kontakt in Grenzen halten.

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Autoren:
Dr. med. Britta Bürger, Silvia Hecher, Mag. (FH), MSc
Medizinisches Review:
Dr.med. Herbert Juch, Leiter der Forschungseinheit Humane Teratogene, Institut für Zellbiologie, Histologie und Embryologie sowie Institut für Humangenetik; Medizinische Universität Graz

Aktualisiert am: 01.07.2013 | 00:00

Schäfer Spielmann Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit 7. Auflage,2006, Elsevier Verlag
Reproductive toxicology center 2737 Devonshire Pl NW #120 Washington DC 20008-3459. http://www.reprotox.org
Austria Codex 2011

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Was dürfen Schwangere nicht essen

Was dürfen Schwangere nicht essen: Einführung

Da die Ernährung Einfluss auf die Entwicklung deines Babys hat, solltest du zumindest ein paar Grundlagen beachten. Dieser Artikel fokussiert sich auf die Dinge, die du in der Schwangerschaft nicht essen solltest. Welche Ernährung in der Schwangerschaft dagegen zu empfehlen ist, kannst du hier nachlesen.

Vorab: Grundsätzlich verzichten solltest du in der Schwangerschaft auf Alkohol und Zigaretten, da diese negative Folgen für das Baby haben können.

Was dürfen Schwangere nicht essen: Toxoplasmose und Listeriose vermeiden

Welche Lebensmittel schaden meinem Kind? Diese Frage stellen sich wohl alle schwangeren Frauen. Eine potenzielle Infektion mit Toxoplasmose oder Listeriose ist die Ursache, warum du bestimmte Lebensmittel meiden solltest. Die Bakterien dieser Infektionen sind zwar nicht sonderlich gefährlich, aber sie können in die Plazenta gelangen und somit dem Baby schaden. Salmonellen können schwangere Frauen dagegen selber sehr mitnehmen und dadurch die Schwangerschaft verkomplizieren.

Was dürfen Schwangere nicht essen: Tipps, was jetzt Tabu ist

  • Rohes Fleisch oder Fisch: Vor allem rohe Wurst, Schinken, Salami oder Tartar sollte aufgrund der Gefahr von Toxoplasmose in der Ernährung weggelassen werden. Roher Fisch, z.B. in Sushi, bietet Angriffsfläche für Listerien. Meide auch rohe Eier oder Speisen, in denen rohe Eier enthalten sind.
  • Geräuchertes Fleisch oder Fisch: Bei geräucherten Lebensmitteln besteht eine erhöhte Gefahr für Keime.
  • Verarbeitetes Obst und Gemüse: Gemüse und Obst zum Beispiel solltest du nicht abgepackt kaufen, da hier Bakterien enthalten sein können. Plastikverpackungen sind zudem ein guter Nährboden für die Erreger. Achte darauf, grundsätzlich jedes Lebensmittel sorgfältig zu waschen vor dem Verzehr.
  • Kumarin: Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom oder Nelken enthalten Kumarin. In größeren Mengen besteht die Gefahr einer wehenfördernden Wirkung.
  • Rohe oder unbehandelte Milchprodukte: Milch solltest du nur in der erhitzten Variante konsumieren. Weichkäse wie Brie, Gorgonzola oder Mozzarella ist aus Rohmilch hergestellt und daher nicht gut für dein Baby, da du dir Infektionen wie Salmonellen, Listerien oder Tuberkulose einfangen kannst, welche in der Folge Hirnschäden für das Kind bedeuten können.

Was dürfen Schwangere nicht essen: Diese Lebensmittel nur in Maßen

  • Koffein
  • Waldpilze
  • Weißmehlprodukte
  • Softdrinks
  • Fertiggerichte
  • Süßigkeiten

Damit dein Kind alle Nährstoffe bekommt, die es braucht, ist eine komplett vegane Ernährung in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Als Veganer solltest du dich also eng mit deinem Arzt abstimmen und während der Schwangerschaft intensiv kontrollieren lassen.

Ernährung in der Schwangerschaft – hier erfährst du, was du essen kannst. Du möchtest weitere Tipps für deine Schwangerschaft? Von Tee in der Schwangerschaft bis Nagellack in der Schwangerschaft – wir versorgen dich mit allen wichtigen Informationen.

Wenn du dich mit anderen über deine Ernährung austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Meine Lebensphase …

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft sollten Sie Ihre Lebensweise anpassen, um das Kind so gesund wie möglich zu erhalten. Wichtig sind ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung, und vielleicht müssen Sie auch bestimmte Alltagsgewohnheiten ändern.

Unsere 12 Tipps zur Lebensweise verraten Ihnen, wie schon kleine Änderungen im Alltag zu einer gesunden Schwangerschaft verhelfen können.

1. Ernähren Sie sich ausgewogen

Beachten Sie als werdende Mutter unsere Anweisungen für eine ballaststoffreiche, fettarme und gesunde Ernährung. Diese liefert Energie und hilft, Ihren wachsenden Nährstoffbedarf und den Ihres Kindes abzudecken.

In der Schwangerschaft ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung wichtig; beachten Sie ausserdem, welche Lebensmittel besonders wichtig oder zu vermeiden sind.

2. Bestimmte Lebensmittel und Getränke sollten Sie vermeiden oder reduzieren

Einige Lebensmittel und Getränke sollten während der Schwangerschaft vermieden oder reduziert werden. Komplett vermeiden sollten Sie Alkohol und bestimmte Feinkost-Lebensmittel. Koffein und manche Fischsorten sollten sicherheitshalber nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite zur Ernährung in der Schwangerschaft.

3. Nehmen Sie während der gesamten Schwangerschaft ein Multivitaminpräparat für Schwangere ein

Während der Schwangerschaft steigt die empfohlene Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen über das Essen um bis zu 100 %. Selbst mit den besten Vorsätzen kann eine ausreichende Versorgung allein über die Nahrung schwierig sein. elevit® Pronatal enthält Folsäure und Eisen sowie in der Schwangerschaft bedeutende Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Folsäure senkt das Risiko von Neuralrohrdefekten wie Spina bifida. Das enthaltene Eisen hilft nahrungsbedingtem Eisenmangel vorzubeugen.

Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen spielen bestimmte Omega-3-Fettsäuren bei der Entwicklung des Babys eine entscheidende Rolle. Besonders wichtig ist die ausreichende Versorgung mit DHA (Docosahexaensäure) für die gesunde Entwicklung und Funktion von Augen und Gehirn. DHA kommt aber in der Nahrung fast ausschliesslich in fettreichen Meeresfischen vor, die in der Schweiz selten zum normalen Ernährungsplan gehören. Zudem entwickeln viele Frauen gerade in der Schwangerschaft eine Abneigung gegen fettreichen Fisch. Das Nahrungsergänzungsmittel elevit® Omega3 wurde speziell entwickelt, um die Einnahme der empfohlenen Menge von 200 mg DHA auf einfache und angenehme Weise zu ermöglichen.

4. Sorgfalt beim Umgang mit Lebensmitteln

Einfache Massnahmen wie Hände waschen vor dem Umgang mit Lebensmitteln, saubere Arbeitsflächen in der Küche, Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr, vollständiges Durchgaren von Nahrungsmitteln und Aufbewahrung bei der richtigen Temperatur helfen, Sie und Ihr Kind gesund zu erhalten.

5. Geburtsvorbereitungs- und Stillkurs

Hier erfahren werdende Mütter und Väter, was in dieser aufregenden neuen Lebensphase auf sie zukommt und erhalten Unterstützung zur Vorbereitung auf die Geburt. So lernen sie, die Herausforderungen von Schwangerschaft, Geburt und der ersten Zeit als Eltern besser zu bewältigen.

6. Hilfreiche Tipps gegen Übelkeit

In der Schwangerschaft kann Übelkeit die Lebensqualität beeinträchtigen. Hier finden Sie hilfreiche Tipps, mit denen sich Häufigkeit und Schwere der Anfälle von Übelkeit und Erbrechen verringern lassen.

7. Abhilfe bei Verstopfung und Sodbrennen

In der Schwangerschaft können verstärkt Verstopfung und Sodbrennen auftreten. Hier einige bewährte Hilfsmittel gegen diese Beschwerden.

8. Regelmässige Bewegung

Leichte körperliche Aktivität der Mutter wie z. B. Schwimmen, Walken, Wandern oder leichte Gymnastik, kann das Wohlbefinden fördern, da sie eventuelle Rückenschmerzen, Verstopfung, Müdigkeit oder Wassereinlagerungen lindert. Wenn Sie nicht an Bewegung gewohnt sind, müssen Sie eventuell vorsichtig anfangen, um sich nicht zu überanstrengen. In der Schwangerschaft vermeiden sollten Sie grosse Anstrengungen, Kontaktsportarten und generell Aktivitäten mit Sturzgefahr. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

9. Beckenbodentraining beginnen

Mit fortschreitender Schwangerschaft steigt der Druck auf die Beckenbodenmuskulatur. Machen Sie spätestens ab der 12. Schwangerschaftswoche nach Absprache mit Ihrem Arzt täglich Übungen zur Stärkung des Beckenbodens, das stärkt die Blase während und nach der Schwangerschaft.

10. Alkohol und Drogen meiden, Rauchen aufgeben

Am sichersten ist es, während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit keinen Alkohol zu trinken und keinerlei Drogen zu nehmen. Auch das Rauchen sollten Sie spätestens dann einstellen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber.

Während der gesamten Schwangerschaft ist Bewegung wichtig, um fit zu bleiben, Stress abzubauen und sich auf die Geburt vorzubereiten.

11. Gute Pflege für Zähne und Zahnfleisch

Seien Sie in der Schwangerschaft beim Zähneputzen und mit der Zahnseide besonders vorsichtig, da die Anfälligkeit für Zahnfleischreizungen höher ist. Wenn Sie sich übergeben mussten, spülen Sie anschliessend den Mund mit Wasser aus und putzen Sie nicht sofort die Zähne, um Zahnschmelzschäden durch Magensäure zu vermeiden. Sagen Sie beim Zahnarzt Bescheid, dass Sie schwanger sind.

12. Vorsicht mit der Katzentoilette!

Wenn Sie eine Katze haben, tragen Sie beim Reinigen der Katzentoilette Gummihandschuhe oder lassen Sie das jemand anderen übernehmen, die Ausscheidungen können schädliche Bakterien enthalten. Auch bei der Gartenarbeit empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen.

Checkliste für die Schwangerschaft

Wir haben eine umfassende Checkliste für alles Wichtige während der Schwangerschaft vorbereitet. Hier finden Sie unsere praktische Schwangerschafts-Checkliste zum Lesen und Ausdrucken, damit Sie an alles denken.

In der Frühschwangerschaft passieren viele Dinge in Deinem Körper. Schon bevor du deinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hast, ist in Deinem Körper bereits einiges passiert. Ab dem Moment in dem die Samenzelle in Deine Eizelle eingedrungen und mit ihr verschmolzen ist, spricht man von Befruchtung. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Zellteilung. Bei jeder Teilung verdoppelte sich die Anzahl der Zellen in deiner befruchteten Eizelle. Etwa zwei Tage nach der Befruchtung wandert die befruchtete Eizelle den restlichen Weg des Eileiters hinunter bis in Deine Gebärmutter. Dort findet dann die Einnistung statt.

Bis wann spricht man von einer Frühschwangerschaft?

Vielleicht warst Du in der 5., 6., oder schon in der 9. Schwangerschaftswoche als Du deinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hast. Von einer Frühschwangerschaft spricht man letztendlich aber bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche. Eine Schwangerschaft wird insgesamt in drei Drittel unterteilt. Die Frühschwangerschaft ergibt somit das erste Drittel. Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, ist dies auch das Drittel der Ängste, Sorgen und völlig neuen Eindrücke.

Typische Symptome der Frühschwangerschaft

Die meisten Schwangerschaften werden innerhalb der ersten 12. Wochen festgestellt. Hier wird oftmals als erstes ‘Symptom’ das Ausbleiben der Regelblutung angegeben. Wenn Du Dich gerade auf dem Weg zu einem Wunschkind befindest, solltest Du jedoch nach Möglichkeit nicht direkt am ersten Tag den Du mit der Periode überfällig bist, einen Schwangerschaftstest durchführen. Einige Schwangerschaftstest sind in der ganz frühen Frühschwangerschaft falsch negativ. Daher ist es von Vorteil wenn Du Dich möglichst in Geduld übst und noch ein bis zwei Wochen mit einem Test wartest. Oftmals machen sich bis dahin auch schon einige andere typische Symptome der Frühschwangerschaft bemerkbar. Durch die hormonelle Veränderung, die mit Beginn einer Schwangerschaft, in Deinem Körper vor sich geht, können einige Symptome ausgelöst werden. Vielleicht bist Du in letzter Zeit häufiger von Müdigkeit überrollt und spürst meist in den frühen Morgenstunden eine leichte – teilweise auch starke – Übelkeit. Aber auch das Deine Brüste empfindlicher geworden sind und ein gewisses Spannungsgefühl da ist, kann ein Anzeichen für eine Frühschwangerschaft sein. Sollte ein Schwangerschaftstest negativ ausfallen, Dein Gefühl und diverse Symptome aber für eine Frühschwangerschaft sprechen, so bleibt Dir immer noch der Gang zum Gynäkologen. Dort kann mittels Blutentnahme eine Schwangerschaft festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Typische Beschwerden in der Frühschwangerschaft

All die Anzeichen die für eine Schwangerschaft sprechen können leider auch im Verlauf zu typischen Beschwerden werden. In manchen Fällen kann beispielsweise die Übelkeit bis zum Ende der Frühschwangerschaft hin anhalten. Wenn Du damit zu kämpfen hast gibt es einige Hilfsmittel um besser damit klar zu kommen. Beispielsweise solltest Du mit einem Glas lauwarmen Wasser in den Tag starten. Dazu ein Zwieback oder einen Butterkeks und Dein Magen ist schon mal behutsam versorgt. Bei extrem langanhaltender und stark ausgeprägter Übelkeit mit eventuellem Erbrechen kannst Du natürlich auch zu homöopathischen oder schulmedizinischen Mitteln greifen. Dies sollte aber nach Möglichkeit nur nach Absprache mit Deinem Gynäkologen passieren. Beschwerden wie Spannungsgefühl in den Brüsten, Rückenschmerzen und Sodbrennen gelten grundsätzlich als bedenkenlos und normal. Der Körper verändert sich und dies bringt gerade zu Beginn einige Veränderungen mit sich. Solltest Du aber beispielsweise Blutungen bekommen, wäre es ebenfalls an der Zeit einen Arzt auf zu suchen.

Verhalten in der Frühschwangerschaft

Wenn es Dir bis auf die ein oder anderen typischen Symptome und Beschwerden jedoch gut geht, so kannst Du dich erst einmal möglichst normal verhalten. Gerade für die ersten Schwangerschaftswochen gibt es oftmals ganze Kataloge voll mit vermeintlichen Tipps und Ratschlägen, aber auch mit einigen Verboten. Vieles davon ist inzwischen ziemlich umstritten und sollte in jedem Fall gründlich hinterfragt werden. Dennoch gibt es mit Beginn Deiner Schwangerschaft Verhaltensänderungen die Du definitiv einhalten solltest. Alkohol, Rauchen, aber auch sämtliche andere Drogen sollten spätestens jetzt absolut tabu sein. Genauso solltest Du Medikamente nur noch in Absprache mit Deinem Gynäkologen Dir nehmen. Die Entwicklung Deines Babys erfolgt zu großen Teilen in der Frühschwangerschaft, in der es extrem entscheidend ist, wie man sich als werdende Mama verhält. Es gibt aber auch Angewohnheiten die Du gar nicht ablegen, sondern eventuell nur verändern musst. Wenn Dein Morgen nur ein guter Morgen ist, wenn Du Deinen heiß geliebten Kaffee trinkst, dann trinke ihn auch weiterhin. Eine Tasse täglich ist in der Regel bedenkenlos. Und wenn Du bereits bei Deinem Gynäkologen warst und dieser Dir eine intakte Schwangerschaft bestätigt hat, so musst du erst einmal nicht großartig auf Dein Verhalten achten, jedoch solltest Du spätestens jetzt auf den Konsum von Alkohol, Drogen und Tabak k o m p l e t t verzichten. Genauso wichtig ist es nun, das Du auf Dein eigenes Körpergefühl hörst. Dies wird Dir zeigen was jetzt geht und was eben nicht. Viele Frauen, die bis dahin mehrmals die Woche Sport betrieben haben schrauben mit Beginn der Schwangerschaft ihr Tempo erst einmal runter. Auch Geschmacks- und Geruchsveränderungen können dafür sorgen, dass sich Dein Verhalten automatisch etwas verändert. Im Großen und Ganzen ist aber erst einmal wichtig zu realisieren, das man bald Mama wird.

Wann suche ich mir eine Hebamme?

Dabei kann Dir sicherlich auch eine Hebamme helfen. Und auch wenn die meisten Frauenärzte leider erst ab der 20. Schwangerschaftswoche auf die “Hebammensuche” hinweisen, so sollte man damit nicht solange warten. Der optimale Zeitpunkt ist meist nachdem Du von deinem Frauenarzt deinen Mutterpass erhalten hast. Viele Frauenarztpraxen haben vor Ort Flyer oder arbeiten vielleicht sogar mit Hebammen zusammen, welche man beispielsweise zuerst kontaktieren kann. Aber auch im Internet oder vielleicht durch Freunde und Bekannte wird man erste Kontaktdaten für die Hebammensuche bekommen. Da die meisten Krankenkassen nur die Kosten für ein Vorgespräch pro Versicherte (Schwangere) übernehmen, sollte man von einem großartigen Hebammencasting absehen. Sollte man jedoch trotz allem mehr als eine Hebamme kennen lernen wollen, so muss man die Kosten hierfür ab dem 2. Vorgespräch selbst übernehmen. All sowas kannst Du aber auch am Besten direkt mit der kontaktierten Hebamme besprechen und klären.

Ängste und Sorgen

Wenn ich mich mit ‘meinen Frauen’ zum ersten Mal treffe sind vielleicht noch nicht all zu viele Fragen vorhanden. Diese kommen meist erst zum Ende der Schwangerschaft. Jedoch tauchen immer wieder Ängste und Sorgen auf, welche eine Schwangere in der Frühschwangerschaft beschäftigen können. Heutzutage kann man sich leider viel zu viel falsch informieren. Daher rate ich auch grundsätzlich vom googlen ab. Jeder empfindet eine Schwangerschaft anders und nicht alles was man im Internet so lesen kann muss auch auf Dich selbst zu treffen. Es ist also definitiv von Vorteil erstmal auf sich selbst und vor allem das eigene Bauchgefühl zu hören. Dein Körper verändert sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft enorm und so musst Du Dich und Dein neues Körpergefühl erst mal wahrnehmen. Das Dich besonders in dieser Anfangsphase Ängste und Sorgen plagen ist (leider) ganz normal. Der Austausch mit anderen Schwangeren kann da teilweise sicherlich hilfreich sein um zu sehen, dass man mit seinen Gedanken nicht alleine ist. Wichtig ist aber sich zu merken, dass keine Schwangerschaft der anderen gleicht und das, nur weil die beste Freundin anfänglich mit starker Übelkeit zu kämpfen hatte, Du jetzt nicht auch unbedingt unter Schwangerschaftsübelkeit leiden musst. Auch in Bezug auf weitere Schwangerschaften ist es immer wieder wichtig, dass Du vorherige Schwangerschaften und damit vielleicht verbundene negative Erlebnisse ausblendest.

Fehlgeburten gehören leider so sehr zur Natur und dem Leben wie eine glückliche, gesunde und völlig intakte Schwangerschaft. Niemand ist davor so wirklich gewappnet, aber niemand ist auch so wirklich davor gewappnet beim Überqueren der Straße von einem Auto überfahren zu werden. Das Beispiel ist sicherlich nicht optimal, aber man sollte einfach im Hinterkopf wissen, das eine nicht intakte Schwangerschaft vorkommen kann. Mich haben schon einige Frauen kontaktiert, welche nicht wussten wohin mit sich und ihrem Schmerz, weil es für sie aus heiterem Himmel kam und sie zu vor tatsächlich noch nie davon gehört haben, dass in der Frühschwangerschaft eine Fehlgeburt keine Seltenheit ist.

Die ersten Wochen genießen

Und trotz all den Sorgen und Ängsten die in der Frühschwangerschaft auftauchen können, solltest Du möglichst versuchen diesen Zustand zu genießen. Eine positive Grundeinstellung wird Dich sehr viel weiter bringen als pausenloses Gedankenmachen.

Für Deine Schwangerschaft wünsche ich Dir alles Liebe,

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Die ersten drei Monate Ihrer Schwangerschaft – Folge 2

Die Entwicklung Ihres Babys

Von der Befruchtung der Eizelle bis zum Ende der 12. Woche einer Schwangerschaft entwickelt sich Ihr Baby so rasant wie sonst nie wieder in seinem Leben. Alle Organe entstehen. Kopf, Arme, Beine und Körper entwickeln sich. Zusätzlich erschafft Ihr Körper in diesen ersten Wochen ein komplett neues Organ: die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt. Sie versorgt Ihr Baby mit allem, was es zum Wachsen und Gedeihen braucht.

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1. bis 4. Woche Ihrer Schwangerschaft

In den ersten beiden Wochen dieser – rein medizinischen – Rechenweise sind Sie eigentlich noch gar nicht schwanger. Vielmehr entwickelt sich erst die Eizelle in Ihrem Eierstock, die heranreift, am Ende der zweiten Woche in den Eileiter abgestossen wird und sich nun auf den Weg in die Gebärmutter macht. Der Eisprung hat stattgefunden und die Befruchtung der Eizelle kann erfolgen.

Da Sie bereits wissen, dass Sie schwanger sind, hat die Befruchtung der Eizelle tatsächlich stattgefunden. In der dritten Woche teilt sich die Eizelle stetig und wächst weiter zu einem Zellhaufen, den die Mediziner Morula nennen.

In den nächsten Tagen differenzieren sich die Zellen in einen inneren, mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum und eine umgebende Schicht. Der gedeihende Zellhaufen wird Blastozyste genannt. Die aus zwei Zellgruppen bestehende Blastozyste nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein.

Aus der inneren Zellgruppe wird sich nun Ihr Kind entwickeln, aus der äusseren Zellgruppe entstehen die Plazenta und die Fruchtblase (Amniosack). Bis zum Ende der vierten Schwangerschaftswoche ist aus dem Zellhaufen bereits ein winzig kleiner Embryo entstanden, der schnell weiter wächst. Ihr Kind hat zu diesem Zeitpunkt die Grösse eines Apfelkerns.

In den ersten vier Wochen produziert der sog. Dottersack rote Blutkörperchen und versorgt Ihr Baby mit Nährstoffen, bis die Plazenta soweit ausgereift ist, um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Erst gegen Ende der vierten Woche wachsen die Zellen der Plazenta in die Gebärmutterschleimhaut und sichern ab diesem Zeitpunkt die Blutzufuhr und Nährstoffversorgung Ihres Babys.

5. bis 8. Woche Ihrer Schwangerschaft

In der fünften Schwangerschaftswoche passiert etwas Weltbewegendes: Das Herz Ihres Babys beginnt zu schlagen. Es ist so winzig wie ein Mohnsamen, aber pumpt bereits jetzt Blut. Es ist schon in verschiedene Kammern unterteilt und wird bald einen geregelten Rhythmus finden, der übrigens mit circa 150 Schlägen pro Minute viel schneller ist, als der von Ihnen.

Die wichtigsten Organe wie Nieren und Leber beginnen zu wachsen. Die Nervenröhre, die das Gehirn mit dem Rückenmark verbindet, schliesst sich in dieser Woche. Die oberen und unteren Gliedmassen bilden sich heraus und auch die Gedärme entstehen und finden Ihren Platz.

In der sechsten Woche formen sich bereits die Gesichtszüge Ihres Kindes mit grossen dunklen Punkten an den Stellen, an denen sich die Augen befinden. Die Nasenlöcher sind schon zu erkennen und Vertiefungen zeigen, wo die Ohren wachsen werden.

Im Gehirn bildet sich die Hirnanhangdrüse heraus und die ersten Muskelstränge wachsen heran. Auch im Mund tut sich einiges: Die Zunge und die Stimmbänder entstehen.

In der siebten Woche misst Ihr Baby schon über einen Zentimeter und ist so gross wie eine kleine Weintraube. Seine Leber produziert fleissig rote Blutkörperchen, bis sich das Knochenmark gebildet hat und diese Aufgabe übernimmt. Die bereits vorhandenen Organe wie Herz und Gehirn werden immer komplexer.

Zusätzlich entstehen jetzt die Zähne, die noch lange als Zahnknospen im Kiefer versteckt sind und auch der Gaumen bildet sich. Die Haut ist noch dünn und durchsichtig. Die Adern sind deutlich sichtbar. Eine Darmschlinge Ihres Babys wölbt sich hervor, um die Nabelschnur zu bilden.

Ab der achten Woche wird Ihr Kind von den Medizinern Fötus genannt, was „das Kleine“ bedeutet. Der embryonale Schwanz hat sich als Steissbein in den Körper zurückgezogen und alle Organe, Muskeln und Nerven beginnen zu arbeiten. Augenlider bedecken jetzt die Augen Ihres Babys, sie bleiben aber bis zur 27. Schwangerschaftswoche fest verschlossen. Nun sind auch schon Kniegelenke ausgebildet und Ihr Kleines kann mit seinen Beinen reflexartig strampeln.

9. bis 12. Woche Ihrer Schwangerschaft

Ihr Kind ist nun etwa zwei Zentimeter gross und wiegt ungefähr zwei Gramm. Alle Gelenke sind vorhanden und können bewegt werden. Dazu gehören Schultern, Ellbogen, Knie, Hand- und Fussgelenke. Sogar die Finger und Zehen sind deutlich sichtbar. Das Innenohr ist ausgebildet und die Genitalien beginnen sich zu formen, auch wenn zu diesem Zeitpunkt das Geschlecht per Ultraschall noch nicht erkennbar ist. Die Plazenta ist weit genug entwickelt, um ihre volle Funktionstüchtigkeit aufzunehmen und die komplizierte Hormonproduktion zu unterstützen.

Am Ende der zehnten Woche sind alle lebenswichtigen Organe wie Leber, Nieren, Darm, Gehirn, Herz und Lungen angelegt und zumindest schon in gewissem Umfang funktionstüchtig. Könnten Sie Ihr Baby jetzt sehen, würden Sie schon winzige Fingernägel und flaumiges Haar entdecken können.

Am Ende der 12. Woche schluckt und trinkt Ihr Baby bereits Fruchtwasser und die Nieren produzieren daraus Urin, der über die Blase wieder ausgeschieden wird. Das Fruchtwasser wird übrigens alle paar Stunden komplett erneuert.

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Die Nervenzellen multiplizieren sich mit grosser Geschwindigkeit und Nervenverbindungen und Nervenbahnen beginnen sich im Gehirn zu formen. Sogar der Greifreflex ist schon vorhanden: Würden Sie die Handinnenfläche Ihres Babys berühren, würde es sofort die winzigen Händchen um Ihre Finger schliessen und Sie festhalten.

Die sensible Phase ist damit abgeschlossen, Ihr Kleines ist schon ganze vier Zentimeter gross und sieht tatsächlich aus wie ein winzig kleiner Mensch. Alles ist angelegt und vorhanden – von den Organen bis hin zu allen Körperteilen. Ihr Baby tritt und strampelt. Seine Hauptaufgabe besteht in den nächsten Wochen und Monaten nur noch darin, weiter zu wachsen und alle Organe noch feiner auszubilden bis ein Überleben ausserhalb des Mutterleibes möglich ist.

Ihr Körper in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft

Mit Beginn der Schwangerschaft verändert sich als erstes Ihr Hormonhaushalt. Zunächst sorgt das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) dafür, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann und die Schwangerschaft erhalten bleibt. Bis etwa zur 10. Schwangerschaftswoche verdoppeln sich alle zwei Tage die Hormonwerte. Dies führt zu einem schnellen und sehr starken Anstieg der Hormone im mütterlichen Organismus.

Das hCG führt ausserdem dazu, dass die Gelbkörper in den Eierstöcken der Frau ein zusätzliches Hormon, das Progesteron, produzieren. Dieses ist ebenfalls für die gesamte Schwangerschaft von Bedeutung. Es bewirkt, dass keine weiteren Eisprünge mehr stattfinden, keine Menstruationsblutung einsetzt und die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung der befruchteten Eizelle gelockert wird. Progesteron lockert überdies Muskeln, Bänder und Gewebe, damit das Kind im Mutterleib genügend Platz zum Heranwachsen bekommt und schliesslich geboren werden kann.

In der Schwangerschaft werden jetzt auch die Nährstoffe wie Proteine und Fette stärker gespeichert, was bei entsprechender Veranlagung und Ernährung natürlich besonders rasch ein Übergewicht fördern kann.

Das Blutvolumen vergrössert sich bis zum Ende der Schwangerschaft um etwa 1,5 Liter. Und auch der Flüssigkeitshaushalt nimmt in Ihrem Körper um bis zu 7 Liter zu. Das bedeutet für Herz und Kreislauf natürlich deutlich mehr Arbeit, weshalb Sie gerade beim Treppensteigen oder anderen körperlichen Aktivitäten schneller aus der Puste geraten können und vielleicht häufiger als gewöhnlich mit Müdigkeit zu kämpfen haben.

Schwangerschaftsbeschwerden und was Sie dagegen tun können

Durch die beschriebenen hormonellen und stoffwechselbedingten Veränderungen werden viele Prozesse in Ihrem Körper beeinflusst. Das wiederum kann zu einigen teils heftigen und unangenehmen Begleiterscheinungen während der Schwangerschaft führen.

Doch Sie müssen nicht alles stoisch ertragen, es gibt viele Tipps, die Ihnen Linderung verschaffen können. Natürlich ist jede Frau anders, und was bei der einen super hilft, nutzt bei der anderen gar nichts. Geben Sie in diesem Fall nicht gleich auf, wenn ein Tipp bei Ihnen nicht funktioniert. Probieren Sie einfach den nächsten aus

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Bis zu 90 Prozent aller Frauen leiden an mehr oder weniger ausgeprägter Übelkeit oder an Erbrechen während der Schwangerschaft. Dabei muss sich die Übelkeit keineswegs nur auf die Morgenstunden beschränken. Bei den meisten Frauen bessert sich die Übelkeit nach der 12. Schwangerschaftswoche. Einige wenige leiden jedoch die gesamte Schwangerschaft darunter.

Ein Trost für alle Betroffenen ist, dass Schwangerschaften mit dieser Begleiterscheinung als stabiler gelten. Das heisst, es treten im Vergleich zu einer Schwangerschaft ohne Übelkeit und Erbrechen weniger Frühgeburten und seltener Verzögerungen der kindlichen Entwicklung auf. Das heisst im Umkehrschluss natürlich nicht, dass Sie sich Sorgen machen müssen, wenn Ihnen nicht übel ist.

Warum dieser Zusammenhang mit der Übelkeit besteht, ist allerdings wissenschaftlich bis heute nicht eindeutig erwiesen. Genauso wenig, warum Schwangeren überhaupt so oft schlecht wird. Es gibt zwar unzählige Theorien, aber keine gesicherten Erkenntnisse. Trotzdem gibt es einiges, was man selbst gegen die schwangerschaftsbedingte Übelkeit tun kann.

Schwangerschaftsübelkeit – Was tun?

  • Essen Sie schon vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit, wie z. B. ein Dinkel-Knäckebrot, etwas frisches Obst, Mandeln oder Nüsse. Stellen Sie sich den Snack schon am Abend direkt neben Ihr Bett.
  • Essen Sie häufig am Tag eine Kleinigkeit. Vielen Frauen hilft es, wenn Sie stündlich etwas zu sich nehmen, damit der Magen nicht rebelliert und keine Blutzuckerschwankungen auftreten. Gerade letztere stehen im Verdacht, eine Schwangerschaftsübelkeit zu verstärken. Meiden Sie also möglichst zuckerhaltige Speisen bzw. Mahlzeiten aus isolierten Kohlenhydraten ( Weissmehl, weisser Reis, helle Nudeln, Kuchen etc.), die den Blutzuckerspiegel enorm belasten.
  • Warten Sie mit dem Zähneputzen am Morgen bis es Ihnen besser geht und Sie schon etwas essen konnten.
  • Probieren Sie ätherische Öle aus: Tragen Sie ein kleines Riechfläschchen immer bei sich, an dem Sie sofort riechen können, wenn die Übelkeit Sie überrascht. Suchen Sie sich den für Sie passenden Duft aus den folgenden Ölen aus: Bergamotte, Grapefruit, Mandarine, Neroli, Pfefferminze und Zitrone.
  • Vorbeugend und in akuten Situationen können Sie zwei Akkupressurpunkte stimulieren. Der erste Punkt heisst Nei-Kuan-Punkt. Betrachten Sie Ihre linke Handinnenfläche. Der gesuchte Punkt liegt nun drei Fingerbreit von der Handgelenksfalte entfernt genau zwischen Elle und Speiche. Klopfen Sie mehrmals mit dem Mittelfinger der rechten Hand auf diesen Punkt oder drücken Sie ihn sanft. Der zweite Punkt heisst Magen 36 und liegt eine Handbreit unterhalb der Kniescheibe und genau eine Daumenbreite seitlich aussen neben der Schienbeinkante. Drücken Sie mit Ihrem Daumen mehrere Male auf diesen Punkt, während Ihnen übel ist.
  • Gehen Sie so oft wie möglich an die frische Luft. Auch Bewegung hilft bei einigen Frauen gut gegen die Übelkeit.
  • Trinken Sie Fenchel-, Kamille-, Cumin- oder Ingwertee.
  • Gerade Cumin (Kreuzkümmel) kann – besonders wenn gleichzeitig Gelüste auf saure Speisen vorherrschen – auch in einem Glas (heissem) Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft getrunken werden.
  • Nehmen Sie bei Bedarf Ingwerkapseln. Obwohl häufig vor Ingwer wegen dessen angeblich wehenanregender Wirkung gewarnt wird, hat sich gezeigt, dass Ingwer nur in solchen Mengen problematisch wäre, die kaum jemand zu sich nehmen würde. In verzehrüblichen Dosen ist Ingwer in der Schwangerschaft jedoch vollkommen unbedenklich, wie eine Studie ergeben hat, die sich der Sicherheit des Ingwers während der Schwangerschaft gewidmet hat. In dieser Untersuchung wogen sogar die Kinder der Ingwergruppe bei der Geburt mehr als die Kinder der ingwerfreien Kontrollgruppe. In einer weiteren Studie hat sich ferner gezeigt, dass schon nach viertägiger Einnahme von zweimal täglich je zwei Ingwerkapseln à 250 mg Ingwer die schwangerschaftsbedingte Übelkeit im Vergleich zur Placebogruppe deutlich rückläufig war.
  • Essen Sie Vollkornbrot, Bananen und Nüsse. Darin sind Vitamine der B-Gruppe (insbesondere Vitamin B6) enthalten. Bei manchen Frauen helfen diese Vitamine gegen die Übelkeit. Besonders vitamin-B6-reich sind Walnüsse, Sesam, getrocknete Bananen, Avocados und auch Kohlgemüse.
  • Gute Erfahrungen werden mit einigen homöopathischen Mitteln berichtet, die jedoch sehr individuell nach dem jeweiligen Befinden der Schwangeren ausgewählt werden sollten. Fragen Sie hierzu einen erfahrenen Homöopathen um Rat.

Geruchsempfindlichkeit

Meist ist die gesteigerte Geruchsempfindlichkeit eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen. Plötzlich können Sie Ihr Parfum oder das Deo Ihres Mannes nicht mehr ertragen, beim Geruch von bestimmten Speisen wird Ihnen speiübel und erst recht, wenn in Ihrer Nähe jemand raucht. Ja, sehr vielen Frauen schmeckt nicht einmal mehr der geliebte Kaffee am Morgen. Hören Sie unbedingt auf Ihre Nase und gehen Sie all diesen üblen Gerüchen aus dem Weg, denn Ihr Körper zeigt Ihnen, was gut für Sie und Ihr Baby ist und signalisiert Ihnen mit der plötzlichen Abneigung, was Sie unbedingt meiden sollten.

Spezielle Gelüste

Gerade in der Frühschwangerschaft kann es Ihnen nun passieren, dass Sie eigenartige Gelüste an sich entdecken. Vielleicht möchten Sie nun zum Frühstück saure Gurken auf Ihr Nutellabrot legen oder greifen nun häufig zu Nahrungsmitteln, die Sie früher immer links liegen gelassen haben. Hier sollten Sie Ihre Gelüste jedoch ganz genau in Augenschein nehmen. So bedeutet Lust auf Schokolade nun nicht unbedingt, dass Sie täglich eine Tafel Schokolade (oder mehr) essen sollten.

Im Gegenteil: Ein gesteigertes Verlangen nach Schokolade kann darauf hindeuten, dass Ihr Körper bestimmte Nährstoffe, z. B. mehr Magnesium benötigt, da Kakao zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln gehört. Um sich jedoch mit dem dringend erforderlichen Magnesium zu versorgen, ist herkömmliche Schokolade die denkbar schlechteste Lösung. Alles über gesunde Schokolade und wie sie eine solche sogar selbst herstellen können, lesen Sie hier: Schokolade ist eine Versuchung wert

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Lebensmittel, die Ihnen wertvolles Magnesium liefern, wie z. B. Mandeln und grünes Blattgemüse.

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Auch bei typisch sauren Gelüsten wählen Sie gezielt jene sauren Lebensmittel aus, die auch gesund sind. So sollten Sie von sauren Drops oder gezuckerten Essiggurken eher Abstand halten und stattdessen zu frischem rohem Sauerkraut, einem Senfdip zur Rohkost oder zuckerfreien Essiggurken aus dem Bioladen greifen.

Empfindliche oder schmerzende Brüste

Für viele Frauen ist ein ungewohntes Brustspannen oder empfindliche Brüste und Brustwarzen eines der ersten Anzeichen der Schwangerschaft – oft noch bevor ein Schwangerschaftstest gemacht werden kann. Die Brüste bereiten sich von Anfang an auf ihre bevorstehende Aufgabe – das Ernähren des Kindes mit Muttermilch – vor. Sie sind somit ab sofort ein lebenswichtiges Organ für Ihr Kind.

Wenn das Brustspannen Ihnen zu schaffen macht, kann ein weicher, gut stützender Schwangerschafts-BH helfen. Bei starken Schmerzen machen Sie ein warmes Lavendel-Brustbad oder einen warmen Lavendelumschlag. Das beruhigt und entspannt gleichzeitig. Sie können sich auch in der Apotheke ein Massageöl aus Lavendel und Neroli emulgiert in einem kaltgepressten Basisöl mischen lassen und damit sanft Ihre Brüste massieren. Achten Sie unbedingt auf alkoholfreie Hydrolate, da diese die Haut nicht austrocknen, sondern ihr noch Feuchtigkeit zuführen.

Leisten- und Kreuzbeinschmerzen

Manchmal machen Schwangeren auch heftige Leisten- und Kreuzbeinschmerzen in den ersten Wochen zu schaffen. Die Leistenschmerzen kommen daher, dass sich die sogenannten Mutterbänder dehnen, um der wachsenden Gebärmutter Platz zu machen. Diesen Dehnungsschmerz können Sie als heftiges Ziehen in Ihren Leisten spüren. Legen Sie sich bei zu starken Schmerzen hin und gönnen Sie sich Ruhe. Ein warmes Bad entspannt und lindert zusätzlich den Schmerz.

Die Schmerzen im unteren Rücken – auch Kreuzbeinschmerzen genannt, können verschiedene Ursachen haben. Bei manchen Frauen hat sich die Gebärmutter in Richtung Kreuzbein verlagert. Durch das Wachstum des Kindes und das zunehmende Gewicht der Gebärmutter entsteht dort nun ein starker Druck. Hier hilft es, in Bauchlage zu schlafen, um den Druck zu nehmen. Tagsüber können Sie sich öfter mal kurz in die Knie-Ellenbogenlage begeben (auf alle Viere sozusagen), um Ihren Rücken zu entlasten.

Eine andere Ursache von Kreuzbeinschmerzen ist die ganz natürliche, hormonell bedingte Auflockerung des Iliosacralgelenkes (Darmbein-Kreuzbein-Gelenk). Warme Bäder, Umschläge mit ätherischen Ölen von Wacholder und Rosmarin oder Massagen mit entsprechenden Ölen helfen gut gegen die Schmerzen.

Am besten sind jedoch tägliche Übungen, um diesen Bereich zu unterstützen. Es gibt verschiedene Yoga-Übungen und andere Rückenschulen, die gezielt dieses Gelenk entlasten und die Muskeln lockern und stärken. Erkundigen Sie sich nach Yogakursen für Schwangere oder gezielten Rückenschulen. Fragen Sie auch Ihre Hebamme nach speziellen Kursangeboten für Sie.

Wichtig ist, dass Sie den unteren Rücken häufig auflockern durch Streck- und Beugeübungen und Rumpfdrehen. Legen Sie sich zum Beispiel mit dem Rücken auf den Boden. Die Schultern bleiben in Bodenkontakt. Dann ziehen Sie das linke Knie an, während das rechte Bein ausgestreckt am Boden liegen bleibt. Drehen Sie nun den Kopf zur linken Seite und drücken Sie mit Ihrer Hand Ihr linkes Knie sanft zur rechten Seite so weit wie Sie kommen. Sie müssen nicht den Boden mit dem Knie berühren, aber Sie sollten spüren, wie sich Ihr unterer Rücken dehnt. Das Gefühl sollte angenehm, keinesfalls schmerzhaft sein. Wiederholen Sie die Übung dann mit dem anderen Bein zur anderen Seite.

Medikamente in der Frühschwangerschaft

Bei der Einnahme von Medikamenten ist besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Die Medikamente gelangen über den mütterlichen Blutkreislauf in die Plazenta und können von dort direkt auf das Kind einwirken. Zwar lässt die Plazenta nicht jedes Medikament gleichermassen durch, aber manche Substanzen können über diesen Weg schwere Schädigungen beim Kind verursachen.

Stehen Sie wegen chronischer Erkrankung wie beispielsweise Diabetes, Asthma, Epilepsie oder Bluthochdruck unter Dauermedikation, sollten Sie Ihren Kinderwunsch unbedingt schon vor der Schwangerschaft mit Ihrem Arzt besprechen, um die bestmögliche Versorgung Ihrerseits zu gewährleisten und möglichst keine Schäden beim Kind zu riskieren.

Sind Sie jedoch überraschend schwanger geworden, setzen Sie bitte nicht plötzlich Ihre Medikamente ab – auch das kann schwere Folgen für Sie haben, die dann möglicherweise Auswirkungen auf Ihr Kind haben. Vereinbaren Sie in diesem Fall sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft einen Termin bei Ihrem behandelnden Arzt und besprechen Sie die weitere Vorgehensweise.

Verfallen Sie keineswegs in Panik. Gerade in den ersten beiden Schwangerschaftswochen gilt das „Alles-oder Nichts“-Prinzip. Das heisst, übersteht der Embryo in den ersten 14 Tagen sämtliche Einflüsse unbeschadet und entwickelt sich gesund, bleibt die Schwangerschaft bestehen, anderenfalls kommt es in den meisten Fällen zu einem ganz natürlichen Schwangerschaftsabbruch, den die Frau gar nicht bemerkt, sondern höchstens als leicht verspätete oder stärkere Regelblutung wahrnimmt.

Impfungen in der Frühschwangerschaft

Impfungen sollten ebenfalls nicht während einer bestehenden Schwangerschaft durchgeführt werden. Zum einen wegen einer möglichen Impfreaktion, das heisst Erkrankung der Geimpften, zum anderen aber vor allem auch wegen der Zusatzstoffe, die in den meisten Impfstoffen enthalten sind wie Aluminium, Quecksilber und Formaldehyd. Dies sind Giftstoffe, die über die Plazenta zu Ihrem Kind gelangen und dort Schäden verursachen könnten.

Reisen in ferne Länder, die besondere Impfungen erfordern, sollten Sie besser nicht während Ihrer Schwangerschaft unternehmen.

Nahrungsergänzungsmittel in der Frühschwangerschaft

Wenn Sie keine chronischen Vorerkrankungen haben und sich gesund, vitalstoffreich und basenüberschüssig ernähren, gibt es prinzipiell keine Notwendigkeit, irgendwelche Arzneien, Vitamine oder sonstige Nahrungsergänzungsmittel in der Frühschwangerschaft einzunehmen. Insbesondere Nahrungsergänzungsmittel, die Folsäure, Eisen oder Jod beinhalten, sollten erst nach entsprechenden Blutuntersuchungen bzw. nach einer Analyse Ihrer augenblicklichen Ernährung verordnet werden.

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Wie Sie sich in der Schwangerschaft auf gesunde und ganzheitliche Weise mit allen erforderlichen Nähr- und Vitalstoffen versorgen können, lesen Sie hier: Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft.

Haarefärben, Flugreisen und Co.

Eine Schwangerschaft kann von einem auf den anderen Tag liebgewonnene Gewohnheiten auf den Kopf stellen. Plötzlich tauchen Fragen auf, wie z. B. ob Sie sich wohl noch die Haare färben oder Ihre Nägel lackieren dürfen. Und was ist mit Flugreisen während der Frühschwangerschaft?

Der Umgang mit Chemikalien

Die Chemikalien von Haarfärbemitteln dringen durch die Kopfhaut der Mutter ein und sind dann sowohl in der Muttermilch als auch im Fettgewebe des gestillten Kindes nachweisbar. Eindeutige Hinweise auf eine vorgeburtliche Schädigung des Kindes wurden in den bisher durchgeführten Studien jedoch nicht nachgewiesen. Trotzdem sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass die Chemikalien bis zu Ihrem Kind durchdringen und deshalb vorsichtshalber wenigstens in den ersten drei Monaten auf das Haarefärben verzichten.

Ähnliches gilt auch für Nagellacke und Nagellackentferner. Häufiges Hantieren mit Lösungsmitteln, wie sie in Nagellackentfernern vorkommen, ist nicht ungefährlich. Die inhalierten Lösungsmittel können Fehlgeburten und Schädigungen wie Taubheit, Hirnfehlbildungen, einen offenen Rücken oder Klumpfüsse verursachen. Wenn Sie sich daher die Nägel lackieren möchten, dann wählen Sie unbedingt einen naturbelassenen Lack und einen ebenso natürlichen Nagellackentferner aus dem Naturkosmetiksektor. Sie werden sofort den Unterschied erkennen, da der Nagellackentferner angenehm duftet und der Nagellack nur wenige Tage hält. Letzteres sollten Sie positiv werten, da es die natürliche Qualität unterstreicht. Auch Ihre Nagelgesundheit wird sich über diese Änderung in Ihrem Leben freuen.

Gehen Sie in jedem Fall mit sämtlichen Chemikalien, die in Kosmetika, Putzmitteln und Heimwerkerprodukten vorkommen, äusserst vorsichtig um. So sollten Sie in der Frühschwangerschaft auf das Anstreichen von Wänden, das Hantieren mit Epoxidharzen, wie sie in vielen Zwei-Komponenten-Klebern vorkommen, oder das Verwenden von jeglichen Lösungsmitteln konsequent verzichten.

Flugreisen

Flugreisen sind während der Schwangerschaft generell kein Problem. Weder der Kabinendruck noch die Strahlung in höheren Lagen sollen eine Gefährdung für Ihr Kind oder die Schwangerschaft darstellen. Auch die Metalldetektoren können Sie bedenkenlos passieren. Diese arbeiten mit schwacher elektromagnetischer Schwingung, die leitfähige Gegenstände wie Metalle aufspürt. Es gibt bisher keinen Anhaltspunkt dafür, dass dies in der Schwangerschaft schädlich ist. Allerdings wird das Handgepäck mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Die Streustrahlung für Vorbeigehende soll aber vernachlässigbar sein.

Dennoch würden wir von Langstrecken-Flugreisen – wenn es sich einrichten lässt – abraten, da damit für das Baby in jedem Fall Stress und Einschränkungen verbunden sind. Falls Sie dennoch mit Ihrem Baby im Bauch abheben möchten, dann sollten Sie bei Langstreckenflügen unbedingt darauf achten, dass Sie ausreichend trinken (keinen Kaffee, keinen Alkohol), leichte Kost essen (am besten selbst mit ins Flugzeug gebracht), viel herumlaufen und nicht zu lange mit angewinkelten Beinen sitzen wegen der Thrombosegefahr.

Hiergegen helfen auch Stützstrümpfe sowie Fuss- und Beingymnastik. Falls Sie zu einer Schwangerschaftsübelkeit neigen, könnte es sein, dass diese durch das Fliegen verstärkt wird. Denken Sie in diesem Fall an die weiter oben erwähnten Ingwerkapseln und fragen Sie zusätzlich vor der Flugreise Ihre Hebamme oder Ihre Ärztin um Rat, was Sie in Ihrem persönlichen Fall beachten sollten.

Nun wünschen wir Ihnen weiterhin eine gesunde und glücklich „Kugelzeit“ sowie viel Vorfreude auf Ihr Baby :-).

Zu den nächsten Folgen unserer Schwangerschaftsserie geht es hier entlang:

  • Die beste Zeit der Schwangerschaft – Folge 3
  • Schwangerschaft ganzheitlich erleben – Die letzten Wochen – Folge 4
  • Natürliche Geburt: spontan, sanft und schmerzfrei – Folge 5
  • Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft
  • Entschlacken in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die erste Folge finden Sie hier: Schwangerschaft aus ganzheitlicher Sicht – Folge 1

Viele weitere wertvolle Informationen zur Schwangerschaft und wie man seinem Kind den bestmöglichen Start ins Leben bieten kann, finden Sie, wenn Sie in unsere Suchfunktion einfach “ Schwangerschaft“ eingeben.

* Ein lesenswertes Buch zum Thema Schwangerschaft finden Sie .

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Fehlgeburten: Jede dritte Schwangerschaft endet mit dem Abort

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Bloß nichts sagen. Abwarten, bangen und hoffen. Viele Paare behalten es erst mal für sich, wenn sie erfahren, dass sie vielleicht Eltern werden. Vielleicht, diese Einschränkung ist in den ersten Schwangerschaftsmonaten wichtig. „Man schätzt, dass dreißig, vielleicht sogar bis zu vierzig Prozent aller Schwangerschaften in den ersten zwölf Wochen in einem Abort enden“, sagt Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte.

Abort, das ist die medizinische Bezeichnung für einen Abgang des Embryos oder Fötus im ersten Schwangerschaftsdrittel. Erst nach der zwölften Woche spricht man von einer Fehlgeburt.

Für ein frühes Ende der Schwangerschaft gibt es viele mögliche Gründe: Am häufigsten sind genetische Störungen, fehlerhafte Zellteilungen, die eine Weiterentwicklung des Embryos nicht ermöglichen. „Auch eine Gelbkörperschwäche, Infektionen oder Immunreaktionen, also Abstoßungsreaktionen des mütterlichen Gewebes gegenüber dem Gewebe der Plazenta, können Ursachen sein“, erklärt Albring.

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Nur in sehr seltenen Fällen steckten ernsthafte Erkrankungen bei der Frau dahinter. „Es ist einfach so, dass die Natur in den ersten Wochen genau schaut, welcher Embryo sich zu einem gesunden Kind entwickeln kann und welcher nicht“, sagt Alexandra Gottmann, Frauenärztin und Psychotherapeutin in der Pro-Familia-Beratungsstelle in Troisdorf.

Emotionale Bindung viel früher

Früher hätten Frauen das oft gar nicht mitbekommen. Heute wüssten Frauen schon sehr früh, dass sie schwanger sind. „Man kann bereits ab der sechsten Woche einen Herzschlag auf dem Ultraschallgerät sehen“, sagt die Ärztin. Dann bauen viele Schwangere schon eine Bindung zum Kind auf. Außerdem sind Schwangerschaften heute oft lange geplant: „Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen, dass alles klappt.“

Aber das ist rein statistisch in bis zu vier von zehn Schwangerschaften nicht der Fall. „Frauen wissen ja auch um die Gefahr“, sagt Bettina Strehlau, Diplom-Psychologin und Hebamme aus Berlin. „Es ist aber doch etwas ganz anderes, wenn es einen selbst betrifft.“

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Der Zeitpunkt der Fehlgeburt spiele in der persönlichen Betroffenheit dann kaum eine Rolle: „Wenn Frauen und ihre Partner sich auf das Elternsein freuen, vielleicht auch lange versucht haben, schwanger zu werden, dann ist eine Fehlgeburt immer mit großer Traurigkeit und Schmerz verbunden.“

So verhindern Sie beim Baby den Neuralrohrdefekt

Bis zu 1000 Föten werden in Deutschland mit dem Neuralrohrdefekt geboren. Sie überleben meist nur wenige Stunden. Die Diagnose ist schrecklich. Sie lässt sich jedoch leicht verhindern.

Quelle: Die Welt

Manche Paare sind dann froh, niemandem von der Schwangerschaft erzählt zu haben. Für andere sei es aber wichtig, über ihren Verlust zu sprechen, sagt Strehlau. Sie empfiehlt den Frauen, sich Verbündete zu suchen: „Es gibt bestimmt Frauen im nahen Umfeld, die auch schon so eine Erfahrung gemacht haben.“ Die könne man zum Beispiel fragen, was ihnen geholfen und gut getan hat.

Nach dem Abort rauschen die Hormone in den Keller. Das kann die Trauer zusätzlich verstärken, sagt Albring. Wichtig sei, sich zu schonen und ein paar Tage Ruhe zu haben. Vielleicht kann auch der Partner freinehmen. „Auch er hat ja schließlich einen Verlust erlebt, den er verarbeiten muss“, sagt Strehlau.

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„Gemeinsame Gespräche über die Gefühle, Ängste und Sorgen sind jetzt ganz wichtig für die Paarbeziehung.“ Sie empfiehlt zur Trauerbewältigung einen Brief an das Kind. Da könne man alles reinschreiben, was man dem Kind gerne sagen würde und ihn gemeinsam mit den Ultraschallbildern als Erinnerung aufheben. Manchen helfe das, um symbolisch Abschied zu nehmen.

Frauen trifft keine Schuld

Viele Frauen machen sich nach einer Fehlgeburt außerdem große Sorgen: Kann ich überhaupt ein Kind bekommen? Albring beruhigt: „Ein oder zwei Spontanaborte sind etwas ganz Normales im Leben einer Frau, und die Wahrscheinlichkeit, danach wieder schwanger zu werden, ist sehr hoch.“

Trotzdem plagen betroffene Frauen oft Selbstzweifel: Habe ich mich nicht richtig verhalten? Eine Beratung kann den inneren Druck nehmen: „Es ist wichtig, dass Frauen wissen, dass sie keine Schuld tragen, sondern die Natur ihre eigenen Entscheidungen trifft“, sagt Alexandra Gottmann.

Schon ein einziges Glas kann dem Kind schaden

In der Schwangerschaft sollten Frauen komplett auf Alkohol verzichten. Denn schon ein einziges Glas kann dem Gehirn des ungeborenen Kindes schaden und schlimme Folgen haben.

Quelle: N24

Bis die seelischen Wunden heilen, brauche es Zeit, sagt Strehlau: „Erfahrungsgemäß dauert es mehrere Monate, bis Frauen an den Punkt kommen, an dem die Trauer nicht mehr so wehtut.“ Wer die Trauer nicht überwinden kann oder große Ängste vor einer neuen Schwangerschaft entwickelt, sollte sich psychologische Hilfe suchen. Manchmal sei auch eine Paartherapie gut, sagt Strehlau. „Besonders wenn Paare sehr unterschiedlich mit der Trauer umgehen und nicht darüber sprechen können.“

Nach einem Abort sollten Frauen mindestens zwei Monate abwarten, bevor sie versuchen, wieder schwanger zu werden, rät Albring. „Die Gebärmutter braucht Zeit, um sich von der vorherigen Schwangerschaft vollständig zu erholen.“

Waren Stress, Konflikte oder eine Erkrankung die mögliche Ursache, ist es sinnvoll, mit einer neuen Schwangerschaft so lange zu warten, bis die belastenden Faktoren gelöst sind. Frauen, die bereits drei oder mehr Aborte hatten, sollten die Ursachen medizinisch abklären lassen.

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