Warzen BEI kinder

Inhalte

Warzen bei Kindern: Was hilft?

Behandlung von Warzen

Solange die Warze nicht stört, empfiehlt Apotheker Vogt, erst mal abzuwarten. Bei fast zwei Dritteln der Kinder verschwinden die lästigen Knubbel innerhalb von zwei Jahren. Wer nicht so viel Geduld aufbringt, kann es mit verschiedenen Behandlungsmethoden probieren – abhängig von der Art der Warze und dem Alter des Kindes. „Gegen alle drei Warzenformen helfen spezielle Tinkturen und Pflaster aus der Apotheke“, sagt Vogt. „Die darin enthaltene Salicylsäure weicht die Ober­fläche der Warze auf.“ Die erweichte Hornschicht lässt sich dann nach und nach entfernen. Der Arzt kann außerdem Mittel verschreiben, die zusätzlich einen virusabtötenden Wirkstoff enthalten. Wichtig: Tinkturen gegen Warzen dürfen nicht auf die gesunde Haut gelangen. Am besten zum Schutz eine fetthaltige Creme um die Warze herum auftragen. In der Regel dauert es vier bis acht Wochen, bis diese verschwindet.

Füße lieber in Latschen stecken

Warzen sind häufig ein Mitbringsel aus dem Schwimmbad. Dort – und in öffentlichen Duschen oder Saunen – sind Badelatschen deshalb eine gute Vorbeugemaßnahme. Nach dem Baden die Füße gründlich abtrocknen, auch die Zehen­zwischenräume. Die Hände regelmäßig mit Seife waschen. Wenn trotzdem eine Warze gewuchert ist, möglichst nicht anfassen und nicht daran herum­drücken. Hat sich einer aus der Familie eine Dornwarze eingefangen, besser nicht gemeinsam baden oder duschen. Handtücher, Socken und Strümpfe immer bei 60 Grad waschen, damit sich nicht alle Familien­­mitglieder anstecken.

Mit Stickstoff und Laser

Ist die Warze sehr hartnäckig oder schmerzt sie beim Gehen, rät Vogt, den Hautarzt auf­zusuchen. Er kann sie vereisen, lasern oder chirurgisch entfernen. Zum Glück ist das oft nicht notwendig. Die meisten Warzen verschwinden von alleine, sobald sich das Immunsystem wieder erholt hat.

Warzen

Warzenarten

Warzen (Verrucae) sind kleine, scharf begrenzte Wucherungen (Tumoren) der Oberhaut. Sie werden durch Viren ausgelöst, in den allermeisten Fällen durch Humane Papillom-Viren (HPV). Besonders oft treten Warzen bei Kindern und Jugendlichen auf. Prinzipiell kann man aber in jedem Lebensalter Verrucae bekommen.

So entstehen die meisten Warzen Humane Papillomviren infizieren Zellen der oberen Hautschicht und vermehren sich in deren Zellkernen. Die abgestorbenen Zellen verhornen.

Es gibt unterschiedliche Typen von HPV. Je nachdem, welcher Virustyp für die Infektion verantwortlich ist und wo er sich ansiedelt, entwickeln sich morphologisch unterschiedliche Warzenarten. Außerdem gibt es einige Hautveränderungen, die wie Warzen aussehen, aber anderen Ursprungs sind. Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung der wichtigsten echten und unechten Warzen sowie Möglichkeiten der Behandlung (Allgemeines zur Warzenbehandlung lesen Sie weiter unten):

Gemeine Warzen (Verrucae vulgares)

Gemeine oder Gewöhnliche Warzen sind die häufigste Form von Virus-Warzen. Andere Bezeichnungen sind Vulgäre Warze, Haut- oder Stachelwarze. Diese Hautknötchen können sich überall am Körper bilden. Am häufigsten finden sich solche Warzen an der Hand oder am Fuß. Eine Warze am Finger sitzt in vielen Fällen in der Nähe vom Nagelrand (periungual).

Meist sind Gewöhnliche Warzen stecknadelkopf- bis erbsengroß. Ihre anfangs glatte Oberfläche wird mit zunehmendem Wachstum zerklüftet und verhornt. Außerdem nehmen die zuerst hautfarbenen Hautwucherungen allmählich eine schmutzig-gelbe Farbe an. Sie treten manchmal einzeln (solitär) auf. Allerdings beobachtet man sie öfters in größerer Anzahl.

In der Regel verursachen Verrucae vulgares keine Druckschmerzen und keinen Juckreiz. Wer nicht warten möchte, bis die Hautknötchen von allein abheilen, kann verschiedene Möglichkeiten der Warzenbehandlung versuchen. Dazu zählen vor allem Vereisen (mit flüssigem Stickstoff) und eine Säurebehandlung (etwa mit Salizylsäure). Gelegentlich werden andere Methoden angewendet, etwa eine Lasertherapie.

Pinselwarzen (Verrucae filiformes)

Es handelt sich dabei um eine Sonderform der Gemeinen Warzen mit einem langen, fadenförmigen Stiel. Sie bilden sich besonders bei älteren Menschen im Gesicht (an Augenlidern, Lippen, Nase) oder am Hals. Gelegentlichjucken sie. Außerdem kann man Pinselwarzen beim Waschen, Abtrocknen oder Rasieren reizen oder verletzen. Vor allem aber werden die fadenförmig oder stachelartig aussehenden Warzen im Gesicht vielfach als kosmetisch störend empfunden. Deshalb lassen viele Betroffene sie vom Arzt entfernen, beispielsweise durch Vereisen (Kryotherapie), eine Säurebehandlung oder mittels Laserbehandlung.

Dornwarzen (Verrucae plantares)

Im Unterschied zu Gewöhnlichen Warzen sind Dornwarzen keine erhabenen, halbkugeligen Hautwucherungen. Stattdessen sind Dornwarzen nach innen gedrückt. Das liegt daran, dass sie sich in der Regel an der Fußsohle bilden: Das auf ihnen lastende Körpergewicht drückt die Warzen nach innen in die Unterhaut. Außerdem sind Dornwarzen im Gegensatz zu Gewöhnlichen Warzen meist recht schmerzhaft. Jeder Schritt kann für Betroffene unangenehm sein.

Dornwarzen kann man bekommen, wenn man sich beim Barfußlaufen in Schwimmbad, Turnhalle oder Gemeinschaftsdusche mit den auslösenden Viren (HPV) infiziert. Um sie wieder los zu werden, kann man ein salizylsäurehaltiges Pflaster aufkleben. Es weicht die Hornschicht auf, sodass sie sich beim einem warmen Fußbad leicht abschleifen lässt. Eine andere Therapiemöglichkeit besteht darin, die Dornwarzen zu vereisen (Kryotherapie). Man kann sie aber auch mit elektrischem Strom „verbrennen“ (Elektrokoagulation) oder mit einem speziellen medizinischen Instrument („scharfer Löffel“) abtragen.

Mehr über das Aussehen und die Behandlung der schmerzhaften Fußsohlenwarzen lesen Sie im Beitrag Dornwarzen.

Flachwarzen (Verrucae planae juveniles)

Bei wenig erhabenen Warzen im Gesicht oder an den Händen handelt es sich wahrscheinlich um sogenannte Flachwarzen oder Planwarzen. Gelegentlich bildet sich dieser Warzentyp auch an anderen Körperstellen. Am häufigsten beobachtet man Flachwarzen bei Kindern und Jugendlichen. Sie werden deshalb auch juvenile Warzen genannt.

Auslöser dieser Warzenform sind – wie bei anderen echten Warzen – Humane Papillom-Viren. Ein geschwächtes Immunsystem kann eine Infektion mit diesen Viren begünstigen. Besonders Kinder kratzen sich die Flachwarzen oft auf. Dann können sich entlang der Kratzspur neue Flachwarzen bilden, weil die Viren mit den Nägel verteilt werden.

Flachwarzen sind harmlos und verschwinden oft von allein wieder. Wer nicht darauf warten will oder sehr stark und Flachwarzen leidet, sollte mit dem Arzt über Behandlungsmöglichkeiten sprechen. Beispielsweise kann man Flachwarzen mit Vitamin-A-Säure oder Salizylsäure auflösen (eventuell in Kombination mit einer UV-Bestrahlung). Außerdem kann man sie vereisen (Kryotherapie) oder mit elektrischem Strom „verbrennen“ (Elektrokoagulation). Manchmal werden sie auch mit einem speziellen chirurgischen Instrument (Kürette) abgetragen oder mittels Laser-Therapie entfernt.

Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Flachwarzen.

Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

Dellwarzen sind keine echten Warzen – trotz ihres Namens und ihres ähnlichen Aussehens. Sie werden nämlich nicht von Humanen Papillom-Viren verursacht. Stattdessen ist das Molluscum-contagiosum-Virus der Auslöser dieser warzenähnlichen, harmlosen Hautknötchen.

Meist treten Dellwarzen in Gruppen an ein oder zwei Hautstellen auf. Bei manchen Menschen finden sie sich aber auch locker über den Körper verteilt. Am häufigsten ist bei Erwachsenen die Genitalregion von Dellwarzen befallen. Dagegen sind bei Kindern oft auch andere Körperstellen betroffen, etwa Gesicht, Hals oder Achselhöhlen.

In ihrem Inneren enthalten Dellwarzen ein infektiöses Sekret. Wenn man damit in Berührung kommt, kann man sich recht leicht anstecken (Schmierinfektion). Das gilt besonders, wenn die eigene Haut aufgeweicht ist (zum Beispiel bei Schwimmbad- oder Saunabesuchen). Dann können die auslösenden Viren nämlich leichter in die Haut eindringen. Auch Wunden, Pilzinfektionen der Haut und Neurodermitis begünstigen eine Infektion mit den Dellwarzen-Erregern.

Meist verschwinden Dellwarzen von allein wieder. Sie können sich aber auch jahrelang halten. Ähnlich wie Flachwarzen lassen sie sich mit Salizylsäure oder Vitamin-A-Säure beseitigen. Man kann sie aber auch mit einem chirurgischen Instrument abtragen. Außerdem besteht die Möglichkeit der Irritationsbehandlung: Durch Auftragen einer reizenden Flüssigkeit entzündet sich die Haut im Bereich der Dellwarzen. Dadurch sollen sie schneller abheilen.

Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag Dellwarzen.

Alterswarzen (Seborrhoische Keratose)

Alterswarzen (Senile Warzen) sind ebenfalls keine echten Warzen, auch wenn sie diesen ähneln. Ihre Ursache ist unbekannt. Man weiß aber, dass sie nicht durch Viren verursacht werden – weder durch HPV noch durch andere Virustypen. Alterswarzen sind deshalb auch nicht ansteckend.

Der Name dieser warzenähnlichen Hautknötchen rührt daher, dass sie vor allem im höheren Lebensalter auftreten. Sie bilden sich bevorzugt im Gesicht, an Brust und Rücken, auf den Handrücken sowie den Vorderseiten von Armen und Beinen. Ihr Aussehen ist sehr variabel. Deshalb unterscheiden Mediziner verschiedene Formen von Alterswarzen, zum Beispiel gestielte Alterswarzen sowie Stukkokeratosen.

Weil Alterswarzen harmlos sind und meist keine Beschwerden bereiten, müssen sie in der Regel nicht zwingend entfernt werden. Wer sie dennoch los werden will, sollte sich dazu (wie bei anderen Warzen) an einen Arzt wenden: Man kann Alterswarzen mit einem chirurgischen Instrument abtragen (Kürette, scharfer Löffel, Skalpell) oder mittels Laser beseitigen. Gestielte Warzen lassen sich einer elektrischen Schlinge entfernen.

Alles Wichtige über diese weit verbreiteten, harmlosen Hautwucherungenlesen Sie im Beitrag Alterswarzen.

Stielwarzen (Fibrome)

Auch Stielwarzen sind keine echten Warzen. Es handelt sich vielmehr um weiche, gutartige Wucherungen bestimmter Hautzellen. Ihr medizinisch korrekter Name lautet weiche Fibrome.

So ziemlich jeder Mensch bekommt früher oder später die kleinen, gestielten, hautfarbenen Hautanhängsel. Warum das so ist, weiß man nicht. Da Stielwarzen in manchen Familien aber gehäuft vorkommen, vermuten Experten eine genetische Veranlagung.

So wie Alterswarzen sind auch Stielwarzen harmlos und nicht ansteckend. Sie können aber kosmetisch störend sein. Manchmal sind sie auch mechanisch störend. So kann es bei Stielwarzen im Halsbereich passieren, dass dünne Halsketten oder feine Seidentücher daran hängen bleiben. In solchen Fällen können Betroffene ihre Stielwarzen vom Arzt entfernen lassen – mittels Laser, elektrischem Strom (Elektrokoagulation) oder mithilfe einer chirurgischen Schere.

Mehr über diese gestielten Hautanhängsel erfahren Sie im Beitrag Stielwarzen.

Warzen bei Kindern – erkennen, behandeln und vorbeugen

Kategorie(n): Gesundheit

Wir Erwachsene kennen sie und wissen darum wie unangenehm sie sein können. Sie sind kein Zeichen von Reinlichkeit oder Hygiene, so sind tatsächlich die meisten Erwachsenen einmal mit ihnen in Kontakt gekommen. Es sind mal kleinere, mal größere Unebenheiten auf der Haut, die sich schuppig oder regelreicht weich anfühlen können.

So unauffällig sie an der Oberfläche aussehen mögen, so stark schmerzen sie häufig in der Tiefe.

Die Rede ist von Warzen. Die hautfarbenen Knubbel können im Grunde fast an jedem Körperteil auftreten und daher je nach Auftrittsort sehr unangenehme Folgen mit sich bringen. Besonders Warzen an Händen und Füßen, Stellen die wir zum Laufen oder Greifen nutzen, können durch Berührung enorme Schmerzen bereiten. Auch Kinder können bereits von den unangenehmen Wegbegleitern betroffen sein.

Was sind Warzen?

Im Allgemeinen sind Warzen oftmals gutartige Hautwucherungen, welche bevorzugt eben an den sichtbaren Körperteilen auftreten. Betroffen sind überwiegend die Finger, das Gesicht oder die Fußsohlen. Die Ursache für die Entstehung von Warzen ist eine Virusinfektion, wobei es knapp 100 verschiedene Typen solcher Viren gibt.

Die häufigste Form der Warzen ist ungefähr so groß wie der Kopf einer Stecknadel, maximal wird jedoch die Größe einer Erbse erreicht. Die Form erinnert dabei meist an einen Blumenkohl und die knubbelige Hautausstülpung fühlt sich leicht schuppig an.

Wie lassen sich Warzen am Besten erkennen?

Warzen lassen sich meist an der Form bzw. dem typischen Aussehen erkennen. Es ist allerdings nicht immer eindeutig, ob es sich bei der Hautwucherung um eine Warze oder vielleicht eine andere Erkrankung handelt. Daher wird aus Sicherheitsgründen immer ein Arztbesuch empfohlen wenn eine Warze bei Kindern auftritt. Immer wieder stellt sich nämlich bei einer vermeintlichen Warze beispielsweise eine Hautkrebserkrankung heraus, auch wenn dies eher selten vorkommt.

Die häufigsten Formen von Warzen bei Kindern

  • vulgäre Warze
    Die häufigste Form der Warze (vulgäre Warze) lässt sich an der gelb gräulichen Farbe sowie der knubbeligen, leicht zerklüfteten Oberfläche erkennen. Die Kinder verspüren keine Schmerzen, empfinden die verhornte Hautschicht lediglich als störend. Tatsächlich treten sie vermehrt bei Kindern auf und sind im Erwachsenenalter eher selten. Typisch für diese Art Warzen bei Kindern ist die Vermehrung. So gilt es besonders bei vulgären Warzen darauf zu achten, dass sie keine sogenannten Tochterwarzen entwickeln und sich somit über größere Hautstellen ausbreiten. Eine Ansteckung findet durch eine Schmierinfektion statt.
  • Dornwarzen (Fußsohlenwarzen)
    Eine Dornwarze erkennt man anhand der weichen sowie glatten Struktur der Warze. Die Farbe ist hier eher bräunlich und sie treten fast immer an den Fußsohlen auf. Dornwarzen werden als besonders unangenehm empfunden, da sie sich durch den ständigen Druck auf die Fußssohlen stark in die Tiefe des Fußes entwickeln können. Die Folge sind Schmerzen beim Gehen in den Hautschichten aber auch bis in das Fussskelett. Die Behandlung von Dornwarzen ist schwierig, da eine ausschließlich oberflächliche Behandlung meist nicht zur Heilung ausreicht.
  • Dellwarzen (Schimmbadwarzen)
    Anders sieht hingegen die Dellwarze aus. Diese sind meist sehr klein, hautfarben und besitzen in der Mitte der Warze eine Eindellung. Die Dellwarzen sind häuig auftretende Warzen insbesondere bei Kindern mit schwachem Immunsystem oder Neurodermitis. Während sie bei Erwachsenen fast ausschließlich im Genitalbereich auftreten, leiden Kinder meist an Dellwarzen in Gesicht, Hals oder den Achselhöhlen. Sie sind sehr ansteckend, das Auftreten einer Warze nach der Infektion des verursachenden Virus (Molluscum-contagiosum) erfolgt allerdings sehr verspätet. Dellwarzen sind nicht schmerzhaft und recht einfach zu behandeln. Häufig aber bedarf es keiner Behandlung, da ein regeneriertes Immunsystem gut mit dem Erreger zurecht kommt und sich selbst heilen kann.

Wie kann man eine Warze bei Kindern behandeln?

Wenn sie nicht alleine abheilen oder als störend empfunden werden, kann eine entsprechende Behandlung mit Salizylsäure oder Milchsäure die Warzen aufweichen oder verschwinden lassen. In Apotheken oder Drogerien sind zahlreiche Mittel erhältlich um die Warzen auch bei Kindern oberflächlich zu behandeln. (hier findet man individuelle Mittel für die verschiedenen Warzen-Typen)

Manche Warzen, speziell tief gehende Warzen wie die Dornwarzen müssen vom Arzt behandelt oder entfernt werden. Er hat die Möglichkeit Warzen oberflächlich abzuschaben (häufigste Behandlung bei Dellwarzen), zu vereisen, lasern oder wenn nötig herauszuschneiden.

Ursachen für Warzen bei Kindern

Die Ursachen bei Kindern sind verschieden.

  • Ansteckung bei anderen Warzenträgern

    Badeschuhe schützen Kinderfüße vor Warzen

    Zum Einen kann natürlich der Kontakt mit anderen Warzenträgern Grund für das Entstehen einer Warze sein. Besonders in Schwimmbädern, Saunen oder dem eigenen Badezimmer kann man sich schnell mit Warzen anstecken. Sie lieben das feuchtwarme Klima und können sich dort ideal ausbreiten. Auch der regelmäßige Besuch von Kindergärten und Schulen fördern das Entstehen von Warzen, da dort überdurchschnittlich viele Viren lauern. Wenn das Kind sich beim Spielen noch verletzt, können die Viren umso leichter in den Körper eindringen.

  • schlechtes Immunsystem
    Auch ein zu schwaches Immunsystem kann für eine Warze verantwortlich bzw. zuträglich sein, da Warzen ja häufig durch eine Infektion hervorgerufen werden. Sobald der Körper weniger Abwehrkräfte besitzt haben es Viren und Bakterien leichter in die Zellen einzudringen und Erkrankungen hervorzurufen.
  • schlechte Durchblutung der Haut
    Kinder mit Neurodermitis neigen verstärkt dazu sich mit Warzen anzustecken. In der schlecht durchbluteten Haut können sich die Erreger unauffällig ausbreiten. Weitere Gründe für die Warzenbildung können Temperatureinflüsse oder Durchblutungsstörungen sein.

Warzen bei Kindern vorbeugen

Eltern können ein paar Dinge tun, um die Entstehung von Warzen bei Kindern weitestgehend zu verhindern. Dazu zählen:

  • Stärkung des Immunsystems
    Durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft wird das Immunsystem der Kinder gestärkt. Viel Bewegung führt außerdem zur stärkeren Durchblutung aller Körperteile, was die Ansiedlung vieler Keime erschwert.
  • Füße trocken halten
    Warmes, feuchtes Klima in den Schuhen erhöht die Wahrscheinlichkeit von Warzen an den Fußsohlen. Wichtig deshalb: Kinderfüße nach dem Schwimmbad gut abtrocknen und Schuhwerk regelmäßig wechseln. Besonders Kinder die stark an den Füßen schwitzen sollten täglich ihre Schuhe wechseln, damit diese im Inneren richtig trocknen können.
  • Ansteckung erschweren
    Um sich vor allem in Schwimmbädern nicht anzustecken, sollten Badeschlappen getragen werden. Zudem ist es ratsam, sich keine Handtücher oder Bademäntel zu teilen. Auch Sportkleidung sollte nicht gemeinsam genutzt werden.
  • Kinderhaut pflegen
    Um es Viren und Bakterien zu erschweren, sich auf der Kinderhaut anzusiedeln ist es wichtig diese entsprechend zu pflegen. Verwendete Reinigungsprodukte sollten immer speziell für Kinder ausgezeichnet sein. Besser als Seifen, die die haut austrocknen sind spezielle Reinigungsöle oder Duschgels. Auch regelmäßiges Eincremen nach dem Baden oder Duschen ist wichtig um die Haut vor der Austrocknung zu schützen.

Dornwarzen und andere Typen von Warzen

Dorn- oder Plantarwarzen unterscheiden sich nicht nur optisch von anderen Warzen-Arten. Ihre Entstehung beschränkt sich auf die Unterseite des Fußes. Ihre Auslöser sind bestimmte Typen des Humanen Papillomavirus.

Lücken in der körpereigenen Immunabwehr und kleine Haut-Defekte ermöglichen eine Ansteckung durch Kontakt- oder Schmierinfektion. Im Folgenden werden die Entstehung und die Unterschiede zu anderen Warzen genauer erklärt.

Eine Dornwarze an der Hand?

Abb.1: Warzen an der Hand

An der Hand oder der Handinnenfläche bildet sich nur in Ausnahmefällen eine Dorn- oder Plantarwarze.

Die Erreger von Warzen sind immer humane Papillomviren, doch an der Oberseite der Hand, an Fingern oder Fingerkuppen entwickeln sie andere Typen und Formen als an der Fußsohle.

Grundsätzlich beeinträchtigt der HPV die Zellen der Epidermis, der Oberhautschicht, und die Bindegewebszellen zwischen diesen. Der Virus löst ein unkontrolliertes Wachstum dieser Zellen aus.

Sie beginnen schnell zu wuchern und gleichzeitig schneller abzusterben. Normalerweise werden „überalterte“ abgestorbene Hautzellen unauffällig abgestoßen und durch neue ersetzt.

Unter dem Einfluss des Virus sterben ungleich mehr und schneller Hautzellen ab, während von unten das neue Material nachschiebt.

Die Folge sind optische Hautveränderungen, gutartige Wucherungen, Verfärbungen und Hautverhärtungen.

Die Plantar- oder Dornwarze am Fuß oder an der Unterseite einer Zehe kann im Gegensatz zu den gewöhnlichen Warzen nicht nach außen an die Hautoberfläche wuchern.

Schließlich werden Fußballen, Zehenballen und Ferse ständig beim Gehen und Stehen belastet. Also wachsen die entarteten Hautzellen nach innen und verhärten dort.

Strukturen wie ein Keil oder eine Gewebeansammlung wie ein Steinchen bilden sich und drücken kräftig ins Weichteilgewebe des Fußes.

Weil die Haut und das Bindegewebe in diesem Bereich des Fußes sehr gut durchblutet sind, platzen unter dem wachsenden Druck viele der feinen Kapillargefäße. Winzige Blutergüsse entstehen.

Typisch für die Dornwarze ist daher das Aussehen eines Hühnerauges oder einer dicken, punktuellen Hornhaut mit einem schwarzen Punkt oder schwarzen Mustern in der Mitte.

An der Hand wäre eine solche Dornwarze allenfalls an den Ansätzen der Finger, in der Handinnenfläche denkbar, beispielsweise wenn jemand viel mit schwerem Gerät (Schaufeln, Hacken) hantiert und daher ähnlicher Druck auf den Bereich der Warze entsteht wie am Fuß.

Die typische Dornwarze, die optisch eher einem Hühnerauge oder einer verdickten Hornhaut ähnelt, bildet sich also fast ausschließlich am Fuß.

Stift gegen Warzen

  • Löst Warzen schonend und schnell ab
  • Sichtbare Ergebnisse nach 1 Woche
  • Für Erwachsene & Kinder ab 4 Jahren
  • Wirkt mit aktivem Power-Gel

Zum Produkt

Unterschiedliche Arten von Warzen

Warzen, medizinisch als Verrucae bezeichnet, sind kleine, überwiegend gutartige Tumore oder Wucherungen auf der Epidermis, der obersten Hautschicht. Auslöser sind verschiedene Typen der humanen Papillomviren, kurz HPV genannt.

Von diesen Viren sind etwa 150 Varianten bekannt und genau analysiert. Sie zählen zu den unbehüllten DNA-Viren und werden wiederum in mehrere Gattungen unterteilt. Ihre Angriffspunkte sind, je nach Typus, die Haut und die Schleimhäute.

Unbehüllte Viren haben die Eigenschaft, nicht nur in das Zellwachstum ihres „Opfers“ einzugreifen, sie müssen die einzelnen Hautzellen auch abtöten, um sich weiterverbreiten zu können.

Die fehlende umhüllende Membran, die sie von anderen Virentypen unterscheidet, macht sie auch angreifbarer.

Das bedeutet auch, dass angemessene Hygienemaßnahmen ihre Ausbreitung und die allgemeine Ansteckungsgefahr sehr gut eindämmen können. Trotzdem können sich selbst bei trockener Luft die HPV-Typen, die Dorn- und Plantarwarzen auslösen, bis zu sieben Tage lang halten und weiterverbreiten.

Auslöser und Lage verschiedener Hautwarzen-Typen

Nicht alle Papillomviren sind harmlos. Einige besetzen die Schleimhäute im Genitalbereich und stehen im Verdacht, beispielsweise Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten auszulösen.

Doch die Viren, die gewöhnliche Warzen auf der Haut vorzugsweise bei Kindern, Frauen und Heranwachsenden auslösen, sind zumindest in dieser Beziehung harmlos.

Sie lösen allenfalls Juckreiz aus. Im Gegensatz dazu drückt die Dornwarze ins Gewebe der Fußsohle und kann Wohlbefinden, eine gesunde Körperhaltung und die Bewegungsfreude stark beeinträchtigen.

Verruca vulgaris – gewöhnliche Hautwarzen

HPV Typ 1, 2 3 und 4 liegen vor, wenn sich gewöhnliche Hautwarzen, Verruca vulgaris ausbilden. Dies sind die typischen, oft „blumenkohlartig“ geformten, bräunlich oder grau gefärbten Wucherungen, die auf der Handfläche, an Fingern, Fingerkuppen, Zehen, auf der Kopfhaut oder im Gesicht auftreten.

Diese Art Warzen kann recht groß werden und optisch abstoßend aussehen, so dass es eine kosmetische Notwendigkeit ist, sie schnell zu entfernen.

Die Plantarwarzen oder Dornwarzen, Verrucae plantares, die sich fast ausschließlich auf der Fußsohle bildet, geht dagegen auf HPV 1, 2 oder 4 zurück.

Verrucae plana juvenilis – typische „Puberträts-Warzen

Abb.2: Warzen auf der Stirn

Flache Warzen, die typischerweise in der Pubertät auftreten, Verrucae plana juvenilis, werden von Typ 3 oder 10 ausgelöst. Sie treten bevorzugt im Gesicht, an den Handflächen und Fingern oder Fingerkuppen auf.

Aber auch Brust oder Unterarme können betroffen sein. Die millimetergroßen, flachen Pusteln fallen häufig gar nicht so stark auf, dass es notwendig wird, sie zu entfernen. Wer kratzt, bringt sie jedoch zum Bluten und vor allem dazu, die Viren weiter über die Haut zu verteilen.

Verrucae filiformes oder Pinselwarzen

Abb.3: Pinselwarze

Eine Sonderform, Verrucae filiformes, Pinselwarzen , sind langstielige Gebilde, die sich an den Lippen, Augenlidern, Nase oder Hals setzen und möglicherweise jucken.

Gelegentlich stellen sie bei der gewöhnlichen täglichen Hautpflege ein Problem war.

Der Auslöser der Dellwarzen ist der Molluscum-contagiosum-Virus, ein Verwandter des Pockenvirus, kein HPV-Vertreter. Dellwarzen sind hochansteckend, sehen aber völlig anders aus als Verrucae. Landläufig ist die Erscheinung auch als „Schwimmbadwarze“ bekannt.

Dabei bilden sich überall am Körper kleine, mit milchiger, infektiöser Flüssigkeit gefüllte Pusteln. Kinder zwischen dem zweiten und zwölften Lebensjahr werden häufig davon befallen. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem fallen ihnen zum Opfer.

Trockene, schrundige Haut, schlechte Hautdurchblutung, Neurodermitis oder bestimmte Hautinfektionen begünstigen eine Ansteckung.

Meist heilen Dellwarzen von alleine ab, notfalls können sie chirurgisch entfernt werden. Gewöhnliche Warzenpflaster oder Vitamin-A-Säure beschleunigen ihre Heilung. Dabei sollte die umgebende Haut gut durch Salbe geschützt werden.

Stielwarzen (Fibrome) oder Alterswarzen, seborrhoische Keratosen

Stielwarzen, auch als Alterswarzen oder seborrhoische Keratosen bekannt, werden nicht von Viren verursacht und sind daher auch nicht ansteckend. Sie können spontan entstehen, die genauen Ursachen sind nicht bekannt.

Vermutlich spielen genetische Veranlagung und ein häufiger Aufenthalt an der Sonne eine Rolle. Alterswarzen sitzen meist etwas erhöht auf der Haut, sind uneben und sehr dunkel gefärbt.

Sie sind definitiv keine Form von Hautkrebs, wie oft befürchtet wird, und stellen allenfalls ein kosmetisches Problem dar.

Der Hautarzt kann sie entfernen, ohne dass dabei Narben entstehen. Da keine Viren beteiligt sind, sollten Betroffene auf keinen Fall versuchen, sie mit gewöhnlichen Warzenpflastern und ähnlichen Mitteln zu entfernen.

Das führt nur zu Entzündungen und gereizter, verletzter Haut.

Stift gegen Warzen

  • Löst Warzen schonend und schnell ab
  • Sichtbare Ergebnisse nach 1 Woche
  • Für Erwachsene & Kinder ab 4 Jahren
  • Wirkt mit aktivem Power-Gel

Zum Produkt

Bei Hautveränderungen am besten den Arzt fragen

Wer im Zweifel ist, ob es sich bei einer ungewöhnlichen Hautveränderung um eine Warze oder ein anderes Phänomen handelt, sollte unbedingt einen Hautarzt zu Rate ziehen.

Das gilt ganz besonders dann, wenn

  • Warzen oder Dellwarzen sich extrem schnell ausbreiten oder häufen
  • Eine Warze sich entzündet hat
  • An der befallenen Körperstelle beispielsweise bereits eine Neurodermitis oder eine andere Hauterkrankung vorliegen oder ein Verdacht darauf besteht.

Interessante Artikel über Dornwarze:

  • Dornwarze Startseite
  • Dornwarzen und andere Typen von Warzen
  • Dornwarzen bei Kindern
  • Mittel gegen Dornwarze
  • Hausmittel gegen Dornwarzen
  • Schutz für die Füße
  • Dornwarzen entfernen
  • Dornwarzen behandeln
  • Bilder zu Dornwarzen
  • Interaktive Infografik

Dornwarzen entfernen: Selbst behandeln oder Arzt aufsuchen?

Dornwarzen sind lästig, ansteckend und sollten daher besser entfernt werden. Erfahren Sie hier, was die Ursachen sind, welche Hausmittel helfen und wann ein Arztbesuch angesagt ist.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Dornwarzen werden durch Viren übertragen

Dornwarzen – auch Plantarwarzen genannt – werden durch humane Papillomviren (HPV) übertragen. Das macht sie stark ansteckend, nicht nur bei direktem Kontakt, sondern auch als Schmierinfektion. So können sie monatelang ohne Wirt überleben, beispielsweise auf den Fußböden im Schwimmbad. Aber auch, wenn Sie an den Füßen viel schwitzen und keine atmungsaktiven Schuhe tragen, fördert das die Warzenbildung.

Damit die Viren in Ihre Haut eindringen können, reicht Hautkontakt nicht aus. Erst bei kleinen Verletzungen, wie beispielsweise Rissen bei trockener Haut, gelangen die Viren unter die Haut. Ihr Immunsystem spielt bei der Infektion auch eine Rolle – wenn Sie ein starkes Immunsystem haben, bilden sich nichts zwangsläufig Warzen aus.

Wer Dornwarzen hat, sollte auf Hygiene achten, um andere Personen nicht anzustecken. Teilen Sie sich keine Handtücher mit anderen und waschen sich nach dem Auftragen von Salben oder Warzenpflastern gründlich die Hände.

Dornwarze selbst entfernen: Das sollten Sie beachten

Bevor Sie sich bei einem Arzt in Behandlung begeben, können Sie versuchen, Dornwarzen mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke den Kampf anzusagen. Sie sollten sich allerdings auf eine langwierige Behandlung einstellen, da Dornwarzen ausgesprochen hartnäckig sind.

Diabetiker jedoch sollten Dornwarzen nicht selbst behandeln, da sie häufig unter Nervenschäden im Fußbereich leiden. Auch Personen mit Gesundheitsproblemen wie einem geschwächten Immunsystem, Durchblutungsstörungen, gestörter Wundheilung und Kinder unter vier Jahren sollten vor der Selbstbehandlung einen Hautarzt konsultieren.

Dornwarzen entfernen: drei Methoden

Grundsätzlich stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Behandlung von Dornwarzen zur Verfügung:

  • Salicylsäure: So können Sie versuchen, die verhornte Haut mit Salicylsäure aufzulösen, bis sich die Dornwarzen entfernen lassen. Der Wirkstoff wird entweder täglich aufgetragen oder als getränktes Pflasters aufgebracht, das alle paar Tage gewechselt werden muss. Die Behandlung dauert meist sechs bis zwölf Wochen.
  • Monochloressigsäure: Ähnlich wirken Mittel mit Monochloressigsäure. Auch sie lösen die Hornhaut auf. Im Vergleich zu Mitteln mit Salicylsäure hat Monochloressigsäure den Vorteil, dass der Wirkstoff nur einmal wöchentlich aufgetragen werden muss.
  • Vereisen: Auch für die Kältebehandlung von Warzen gibt es in der Apotheke rezeptfreie Mittel. Diese vereisen die Haut und lassen die betroffenen Hautschichten und damit auch die Warze absterben. Vor der Behandlung sollten Sie die Hornhaut, die Dornwarzen häufig bedeckt, entfernen, damit das Mittel die Warze erreicht. Bei der Vereisung können bis zu drei Behandlungen erforderlich sein, ehe sich die Dornwarzen entfernen lassen.

Dornwarzen: Welche Hausmittel helfen?

Aber nicht nur Medikamente aus der Apotheke können die Dornwarzen bekämpfen. Angeblich sollen einige Hausmittel dabei helfen, die lästigen Warzen loszuwerden. Wissenschaftliche Nachweise gibt es dafür aber nicht.

So sollen etwa Zwiebelstücke, die 24 Stunden in Essig eingelegt waren, über Nacht mit einem Pflaster auf der betroffenen Stelle fixiert werden. Dies wird so lange angewendet, bis sich die Warze zu einem schwarzen Punkt in der Haut zusammengezogen hat.

Alternativ können Sie die betroffenen Stellen auch mit einer halbierten Knoblauchzehe mehrmals täglich behandeln. Besser riecht Zitronensaft, der ebenfalls gegen Dornwarzen helfen soll. Auch mit Essig und Salz lässt sich eine Lösung herstellen, die Sie auf die betroffene Hautstelle reiben können. Rizinus- oder Teebaumöl sollen ebenfalls helfen. Hierzu wird die Warze regelmäßig mit einigen Tropfen eingerieben. Allerdings ist nicht wissenschaftlich bewiesen, ob diese Hausmittel tatsächlich helfen.

Bei Schmerzen zum Arzt gehen

Da Plantarwarzen wegen des ständigen Drucks auf die Fußsohle nach innen wachsen, können Sie bei starker Ausbildung Schmerzen verursachen – der Name Dornwarze kommt also nicht von ungefähr. Spätestens dann ist es an der Zeit, einen Arzt, am besten einen Dermatologen, aufzusuchen.

Der Hautarzt behandelt die Warzen mit anderen Methoden als denen, die Ihnen zu Hause oder aus der Apotheke zur Verfügung stehen. Er kann Dornwarzen mit einem Laser entfernen.

Eine andere Methode ist die Elektrokoagulation. Dabei werden die Warzenzellen durch Strom abgetötet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Warzen wiederkommen, liegt hier bei nur etwa 30 Prozent.

Ansteckung mit Dornwarzen vorbeugen

Wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, können Sie einer Ansteckung mit Dornwarzen vorbeugen:

  • Virusinfektion: Dornwarzen bei Kindern- Was Sie wissen sollten
  • Warzen: Wie sie übertragen werden
  • Wiederkehrende Viren: Warzen bloß nicht selbst behandeln
  • Schnell eingefangen: Vulgäre Warzen – Stachelwarzen erkennen und behandeln
  1. Laufen Sie in Schwimmbädern, Saunen und Sportanlagen nicht barfuß. Brausen Sie sich Ihre Füße nach dem Schwimmbad- oder Saunabesuch an den dafür vorgesehenen Fußduschen ab.
  2. Verwenden Sie grundsätzlich nur Ihre eigenen Handtücher und trocknen Sie nach dem Baden auch Ihre Zehenzwischenräume gründlich ab. Wechseln Sie Ihre Handtücher am besten täglich.
  3. Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig ein: So entstehen weniger Risse in der Haut und die Viren können nicht so leicht in die Haut eindringen.
  4. Wenn Sie oder ein Familienmitglied an Dornwarzen leiden, achten Sie auf gründliche Hygiene. Waschen Sie Textilien, die mit den Warzen in Kontakt gekommen sind, wie beispielsweise Socken und Handtücher, bei mindestens 60 Grad Celsius. Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach der Warzenbehandlung gründlich.

Warzen sind zwar meist ungefährlich, aber oft sehr schmerzhaft. Ärzte fanden jetzt eine einfache Methode, wie sich Warzen entfernen lassen: mit Klebeband.

Warzen sind in Deutschland die häufigste Hauterkrankung. Es gibt etwa 40 Behandlungsmethoden – viele sind aber schmerzhaft, und es ist nicht auszuschließen, dass sie auf Dauer nicht helfen und die Warzen immer wiederkommen. Warzen entfernen – schnell und für immer? So klappt es wirklich!

Warzen entfernen ohne Nebenwirkungen

Französische und amerikanische Kinderärzte haben jetzt eine einfache und zuverlässige Methode entdeckt, wie sich Warzen entfernen lassen. Die Methode hat keine Nebenwirkungen und kann auch zu Hause gemacht werden: Um die Warzen zu bekämpfen, werden sie einfach abgeklebt.

So lassen sich Warzen entfernen: Verbandsklebeband oder normalen Klebefilm auf die Stelle kleben. Das kann innerhalb von vier Wochen zum Erfolg führen Foto:

Virusbefallene Hautzellen (Epithelzellen) wachsen durch verstärkte Hornbildung zu harmlosen Hautgeschwülsten heran. Diese Warzen können ganz unterschiedlich aussehen. Kleine, hornige Stachelwarzen kommen überall auf der Haut vor, sind stecknadelkopf- bis erbsengroß mit rauer, schuppiger Oberfläche. Pinselwarzen sind dünne, zapfenartige Auswüchse (meist Gesicht, Hals).

Die Dornwarzen wachsen an den Fußsohlen tief ins Gewebe. Kinder und Jugendliche haben häufig weiche Flachwarzen, besonders im Gesicht oder an den Händen. Wichtig: Mit Warzen im Genitalbereich (Feigwarzen) sollten Sie immer zum Arzt gehen!

Mehr als 80 Typen der so genannten HPV-Viren (Human Papilloma Virus) können Warzen auslösen. Für eine Übertragung reicht zum Beispiel ein Händedruck. Auch Hautschuppen (z. B. im Schwimmbad, Fitness-Studio) können ansteckend sein. Auch wenn sie meist harmlos sind: Jeder kann seine Warzen entfernen lassen.

Mehr als 80 Typen der HPV-Viren (Human Papilloma Virus) können Warzen auslösen Foto: gettyimages/Laguna Design

So können Sie Warzen entfernen

Warzen heilen häufig von allein ab, können aber zum Beispiel über zwei Jahre auf der Haut bleiben. Gängige Therapien, mit denen sich Warzen entfernen lassen, sind zum Beispiel:

  • Vereisen mit Stickstoff
  • Auflösen mit ätzenden Wirkstoffen (z. B. Salizylsäure)
  • Chirurgische Behandlung mit Hitze (z. B. Laser) oder Skalpell

Das kann schmerzhaft sein, und die Warzen kehren häufig zurück, weil noch Viren im Körper bleiben. Chirurgische Methoden können außerdem Narben hinterlassen. Besser: Warzen entfernen mit natürlichen Maßnahmen. Besonders gut eignet sich z.B. die weiße Flüssigkeit der grünen Feige. Die betroffene Stelle mehrmals täglich damit einreiben und den Vorgang so lange wiederholen, bis die Warze verschwunden ist.

Warzen entfernen auf natürliche Art: Die zähflüssige Milch, die ausfließt, wenn man grüne Feigen erntet, ist ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen Warzen Foto: istock/PeterTG

Warzen entfernen mit Klebeband

Französische und amerikanische Kinderärzte empfehlen jetzt eine neue, natürliche Methode, mit der sich Warzen entfernen lassen. „Die Warze, zum Beispiel am Finger, wird einfach mit Klebeband umwickelt“, sagt der Kinderarzt Dr. med. Dan Rosenberg aus Lyon (Frankreich).

Dazu kann man Verbands-Klebeband (aus der Apotheke) nehmen. Aber Warzen entfernen funktioniert auch mit normalem Tesafilm. Eine Studie zeigt: Vereisung half in 60 Prozent der Fälle, Klebeband aber bei 85 Prozent.

Warzen entfernen – So wirkt die Methode

Das luftdichte Abkleben und der leichte Druck auf die Haut lösen an der betroffenen Stelle einen Heilungsreiz aus. Folge: Infizierte Hautzellen werden getötet und abtransportiert. Das Klebeband hilft dem Körper, sich selbst zu helfen: Manchmal verschwinden auch andere Warzen, wenn nur eine behandelt wird.

Warzen entfernen: Das raten die Experten

Möchte Sie Warzen entfernen, sollten Sie diese unter leichtem Druck luftdicht abkleben. Verband nicht so eng machen, dass zum Beispiel eine Fingerspitze weiß (blutleer) wird. Bei Schmerzen den Verband entfernen (vorher mit Massage- oder Speiseöl einreiben, lässt sich leichter abziehen).

An schwierigen Stellen (z. B. Fingerbeuge) können Sie eine kleine Kugel (z. B. Glasperle) mit Klebeband auf der Warze fixieren. Aber nie zu fest.

Egal ob im Fitnessstudio oder in der Badeanstalt: Einfache Badelatschen oder Flipflops schützen Sie davor, sich mit warzenauslösenden Viren zu infizieren © Fotolia

Warzen entfernen in vier Wochen

Der Verband sollte sechs Tage lang bleiben. Fällt er vorher ab, oder wird er zu locker (z. B. nach dem Duschen oder Baden) – einfach erneuern. Nach sechs Tagen die Warze in warmem Wasser einweichen, dann die obere Hornschicht mit Bimsstein vorsichtig abrubbeln. Am nächsten Tag wieder Klebe-Verband machen.

Wenn der Verband beim Warzen entfernen hilft, dann ist das meistens schon nach zwei bis drei Wochen zu sehen. Im Durchschnitt verschwindet eine Warze nach etwa vier Wochen. Bei richtiger Anwendung gibt es keine Nebenwirkungen, die Behandlung kann – wenn nötig – bis zu zwei Monate fortgeführt werden.

Warzen entfernen gelingt, wenn Sie nach sechs Tagen die Warze in warmem Wasser einweichen, dann die obere Hornschicht mit Bimsstein vorsichtig abrubbeln und wieder das Klebeband auflegen Foto: istock/Senkin

So halten Sie die Ansteckungsgefahr mit Warzen gering

Jede Methode, mit der sich Warzen entfernen lassen, braucht Zeit und Geduld. Leider lässt sich eine Ansteckung mit Warzen kaum verhindern – fast jeder Mensch infiziert sich in seinem Leben einmal.

Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, sollten Sie an öffentlichen Orten, an denen man barfuß unterwegs ist, Badelatschen tragen. Warzenauslösende Viren kommen besonders häufig in Badeanstalten, Saunen und im Fitnessclub vor, da sie sich in einem feuchtwarmen Klima besonders gut vermehren können.

Kapitel

  1. 1. Überblick
  2. 2. Dornwarzen
  3. 3. Feigwarzen

Warzen sind gutartige, aber meist ansteckende Hautwucherungen. Es gibt verschiedene Warzenarten. PraxisVITA erklärt, wie Warzen entstehen, woran man sie erkennen kann und welche Behandlung hilft.

Sie sind klein, treten oft sehr plötzlich auf und sorgen meist für Scham bei den Betroffenen: Warzen. Dabei handelt es sich um gutartige Hautwucherungen, von denen allerdings viele Arten ansteckend sind. Ausgelöst werden Warzen in erster Linie von Mensch zu Mensch durch eine Infektion mit sogenannten Humanen Papillomaviren (HPV), von denen es um die 90 verschiedene Typen gibt. Die Viren dringen durch winzige Verletzungen in die oberste Hautschicht ein, infizieren einige Zellen und lösen so die warzenhafte Wucherung aus. Warzen können an verschiedenen Körperstellen auftreten, besonders häufig entstehen sie an den Fingern, im Gesicht und unter den Fußsohlen.

Welche Warzenarten gibt es?

Gewöhnliche Warzen

Gewöhnliche Warzen treten oft an den Fingern auf und sind in der Regel ansteckendFoto: iStock

Gewöhnliche Warzen, auch Stachelwarzen genannt, sind die am häufigsten auftretende Warzenart. Sie treten vor allem im Gesicht, an den Fingern und unter dem Nagelbett auf, können stecknadelkopf- bis erbsengroß werden und haben eine raue, schuppige Oberfläche.

Mosaik- und Dornwarzen

Dornwarzen treten häufig unter der Fußsohle auf und können für Beschwerden sorgenFoto:

Mosaik- und Dornwarzen treten unter der Fußsohle auf. Während Mosaikwarzen, die ihren Namen ihrem beetartigen Wachstum verdanken, flach sind und in der Regel keine Probleme verursachen, können Dornwarzen für große Schmerzen sorgen. Bedingt durch das eigene Körpergewicht wachsen sie wie ein Dorn tief in die Haut ein verursachen so Beschwerden beim Gehen. Die Oberfläche von Dornwarzen ist meist stark verhornt und von dunklen Punkten durchsetzt.

Wenn Warzen an empfindlichen Stellen wie beispielsweise im Gesicht sitzen, sollte die Behandlung von einem Arzt übernommen werdenFoto: iStock

Dellwarzen

Besonders Kinder sind für Dellwarzen anfällig und verbreiten diese ungewollt auch oft schnell weiterFoto: Alamy

Dellwarzen, für die Kinder sehr anfällig sind, sehen aus wie hellrote kleine Knötchen, in deren Mitte sich die namensgebende Delle befindet. Drückt man auf die Warze, tritt eine breiartige, weißlich gefärbte Flüssigkeit aus. Anders als viele andere Arten entstehen diese Warzen nicht durch eine HPV-Infektion, sondern durch ein Pockenvirus. Betroffene Körperstellen sind meist Gesicht, Arme, Beine und Hals.

Plane Warzen (Flachwarzen)

Flachwarzen treten vor allem bei Kindern und Jugendlichen gehäuft auf. Sie sind wie der Name bereits sagt eher flach, meist nur ein paar Millimeter groß und befinden sich im Gesicht oder an den Händen.

Feigwarzen

Feigwarzen betreffen den Genital- und Analbereich, werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und verursachen oft Juckreiz an den entsprechenden Körperstellen. Sie können beetartig wachsen und sehen aus wie kleine Knötchen, die rötlich bis grau-weißlich gefärbt sind.

Alterswarzen

Anders als die meisten anderen Warzentypen entstehen Alterswarzen mit zunehmendem Alter oft von allein und sind nicht ansteckendFoto: iStock

Die zerklüfteten, grau-braunen bis schwarzen Knötchen entstehen vor allem ab dem 50. Lebensjahr an der Brust, am Rücken und im Gesicht und werden nicht durch HPV-Viren ausgelöst. Alterswarzen sind rundlich bis oval und können zwischen linsen- und bohnengroß werden. Anders als andere Warzen sind sie nicht ansteckend ­– und daher in erster Linie ein kosmetisches Problem. Die genauen Entstehungsmechanismen sind bis heute nicht genau klar, allerdings können Alterswarzen durch UV-Strahlen begünstigt werden.

Wie erkennt man Warzen?

Generell sind Warzen auch für Laien gut erkennbar. Trotzdem kann eine Abklärung beim Arzt sinnvoll sein, um sicherzugehen, dass es sich wirklich um eine gutartige Wucherung handelt – denn auch Krankheiten wie Hautkrebs können warzenähnliche Gebilde auslösen. Vorsicht ist vor allem dann gefragt, wenn sich Hautbereiche sehr plötzlich verändern. In diesen Fällen wird der Arzt in der Regel eine Gewebeprobe entnehmen und durch eine Laboruntersuchung feststellen lassen, um was für eine Hautwucherung es sich handelt.

Eine HPV-Impfung schützt Mädchen nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs, sondern auch vor bestimmten Typen des Virus, die Warzen auslösen könnenFoto: iStock

Wie werden Warzen behandelt?

Wenn die Warzen-Diagnose gesichert ist, erfolgt die Behandlung je nach Warzenart und Körperstelle. Tatsächlich verschwinden viele Warzen nach einer Zeit von allein wieder – es kann also auch helfen, erst einmal ein paar Wochen abzuwarten. Bei virusbedingten Warzen ist das aufgrund der Ansteckungsgefahr allerdings nicht empfehlenswert.

Die typischsten Behandlungsmethoden für Warzen sind Vereisen mit flüssigem Stickstoff, Lösungen und spezielle Pflaster. Eine sehr einfache Variante haben französische und amerikanische Kinderärzte entdeckt: Demnach lassen sich Warzen entfernen, indem man sie einfach eine Zeit lang abklebt. Alles zu der Methode erfahren Sie in unserem Artikel „Warzen entfernen – ohne Schnitt und Chemie.“ Bei den Arzneimitteln zur Entfernung von Warzen kommen in der Regel Substanzen wie Salizylsäure oder Milchsäure zum Einsatz. Diese weichen die verhornte Haut auf und sorgen so dafür, dass die Warze Stück für Stück abgetragen wird. Je nach Tiefe und Dicke der Warze kann das mehrere Wochen dauern – dementsprechend muss die Behandlung regelmäßig wiederholt werden. Da die Tinkturen die Haut stark schädigen können, sollten die Bereiche um die Warze mit einer fettigen Salbe (beispielsweise Vaseline) geschützt werden. Etwas schneller geht in der Regel die Vereisung: Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff vereist, wodurch diese nach ein paar Tagen von alleine abfällt.

Extra-Tipp: Nach jeder Warzenbehandlung ist es sinnvoll, alle benutzten Gegenstände und die eigenen Hände zu desinfizieren, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Und es gibt noch mehr Hygieneregeln zu beachten: Wenn Sie virusbedingte Warzen haben, sollten Sie keine Textilien (beispielsweise Handtücher) mit anderen teilen. Waschen Sie außerdem alle Textilien, die mit der Warze in Berührung kommen (zum Beispiel auch Bettwäsche und Socken) bei 60 Grad.

Wie kann ich mich vor Warzen schützen?

Eine Impfung gegen HPV kann gegen die Erkrankung durch manche Typen des Virus schützen. Die HPV-Impfung wird derzeit Mädchen zwischen neun und 14 Jahren empfohlen, um das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu senken. Außerdem schützt sie vor Feigwarzen.

Gegen gewöhnliche Warzen gibt es keinen Impfschutz. Dennoch lässt sich die Ansteckungsgefahr durch ein paar Tricks senken: Laufen Sie beispielsweise in öffentlichen Einrichtungen wie Saunen und Schwimmbädern nie barfuß herum. Trocknen Sie Finger- und Zehenzwischenräume nach dem Baden gut ab. Ist jemand in Ihrer Familie von Warzen betroffen, achten Sie außerdem darauf, gesonderte Textilien zu verwenden.

Dornwarzen

Was passiert, wenn eine Warze entzündet ist?

Eine Warze entsteht aufgrund einer Infektion mit bestimmten Viren (humane Papilloma-Viren). Es kommt zu hartnäckigen Knötchen auf der Haut, die meist verhornt sind. Die Warzen führen normalerweise weder zu Schmerzen noch zu einem Juckreiz. Dennoch sind sie für Betroffene oft stark störend.

©

Vor allem wenn Betroffene an den Warzen kratzen, knibbeln oder herumschneiden, kann manchmal eine Zweitinfektion (Superinfektion) entstehen. Bei den Erregern, die zusätzlich eindringen, handelt es sich dann zumeist um Bakterien. Typische Bakterien, die solche Sekundärinfektionen an der Haut verursachen, sind Staphylokokken und Streptokokken. Selten handelt es sich um eine Sekundärinfektion mit krankmachenden Pilzen.

Doch nicht nur wegen der Gefahr einer Entzündung sollten Betroffene nicht eigenmächtig an den Warzen kratzen oder sie anderweitig eröffnen. Die Flüssigkeit innerhalb der Warzen enthält die auslösenden Viren, die sich auf angrenzende oder andere Hautstellen ausbreiten. Dort können sie weitere Infektionen und damit die Bildung von noch mehr Warzen auslösen. Zudem können die Viren auf andere Menschen übergehen.

Woran erkennt man eine superinfizierte Warze?

Eine Warze mit einer Entzündung durch eine bakterielle Superinfektion zeigt neben dem ursprünglichen Warzenbefund eine Rötung, Wärmebildung und Schwellung. Infizierte Warzen können auch schmerzhaft sein und manchmal bluten. Bei einer Infektion durch Bakterien kann Eiter vorhanden sein. Eiterhaltige Warzen sind hochinfektiös und verbreiten sich leicht auf andere Menschen oder Körperstellen. Blasen oder Pusteln können ebenfalls auftreten. Bei einer solchen Hautentzündung muss es sich nicht unbedingt ursprünglich um eine Warze handeln. Verschiedene Hautbefunde können zuerst als eine vermeintliche Warze oder wie ein Knötchen erscheinen und dann zu einer entzündeten Stelle werden.

Anzeichen einer entzündeten Warze

Sonderfall entzündete Dellwarze

Dellwarzen sind eine besondere Art von warzenähnlichen Veränderungen der Haut. Sie werden durch ganz andere Viren verursacht als die gewöhnlichen Warzen oder als andere Warzenarten wie die Feigwarzen. Dellwarzen können zum einen ebenfalls von einer Superinfektion mit Bakterien betroffen sein, wenn sie eröffnet sind. Zum anderen kommt es manchmal aufgrund der Dellwarze zu einer Entzündungsreaktion des Organismus. Die häufige Folge davon ist ein Verschwinden der Dellwarze innerhalb kurzer Zeit. Dies kündigt sich durch eine rötliche Verfärbung der Dellwarze an. Eine Superinfektion mit Bakterien dehnt sich im Gegensatz zur entzündeten und abheilenden Dellwarze auf das umgebende Gewebe aus und führt dort zu einer Rötung und zu Schmerzen.

Wie wird eine entzündete Warze behandelt?

Bei den Zeichen einer Entzündung an der Haut sollten sich Betroffene bei einem Arzt vorstellen, um einer Verschlimmerung entgegenzuwirken. Im Extremfall dehnt sich eine Infektion weit im Gewebe aus und kann gefährlich werden oder es kommt zu einer Blutvergiftung (Sepsis), bei der die Entzündung sich über den Blutkreislauf verbreitet. Der Arzt wird bei einer bakteriellen Infektion an der Haut Antibiotika zur Einnahme oder zur örtlichen Behandlung verschreiben. Bestimmte Desinfektionsmittel können ebenfalls hilfreich sein. Gegebenenfalls sind bei der Entzündung an der Warze weitere Behandlungsmaßnahmen erforderlich wie beispielsweise das Eröffnen einer Eiterhöhle (Abszess), damit die Entzündung abheilen kann.

Warzen (Verrucae) – Arten, Symptome und Behandlung

Besonders häufig entwickeln sich Warzen im Gesicht, an Fingern und Fußsohlen (Bild) sowie im Genitalbereich.

↓ Warzenarten
↓ Ursachen
↓ Symptome
↓ Diagnose
↓ Therapie
↓ Vorbeugung
↓ Zusammenfassung

Die gängigsten Warzenarten kurz vorgestellt

Es gibt etwa 90 Arten an humanen Papillomaviren, die als Ursache der Warzen in Frage kommen. Ausgenommen davon sind Dellwarzen, die durch ein Pockenvirus ausgelöst werden. Alterswarzen entstehen nicht durch Viren, sind also auch nicht ansteckend.

Vulgäre Warzen

Verrucae vulgares – gewöhnliche oder Stachelwarzen – sind die häufigste Art Warzen. Meist treten sie im Gesicht, an den Fingern sowie unter der Nagelplatte auf. Ihr Umfang beträgt Stecknadelkopf- bis Erbsengröße, ihr Aussehen ist oft schuppig und rau und erinnert an die Oberfläche eines Blumenkohls.

Pinselwarzen

Verrucae filiformes sind eine besondere Form der gewöhnlichen Warzen mit einem längeren, fadenförmigen Stiel. Sie treten meist bei älteren Personen auf, und zwar an Augenlidern, Lippen, Nase oder Hals, und können gelegentlich jucken. Beim Waschen, Trocknen oder Rasieren sollte man an diesen Stellen vorsichtig sein. Wenn sie gereizt oder gar verletzt werden, kann es zu einer weiteren Verbreitung kommen. Auch Pinselwarzen sind harmlos, werden aber häufig aus kosmetischen Gründen mit den weiter unten genannten Behandlungsmethoden entfernt.

Fußsohlen-Warzen

Bei den Verrucae plantares unterscheidet man hauptsächlich zwischen Dorn- und Mosaikwarzen. Letztere sind sehr flach, erscheinen in großer Zahl nebeneinander und verursachen nur selten Beschwerden. Der Name Mosaikwarzen beruht auf ihrer Anordnung auf der Haut.

Dornwarzen wachsen hingegen wie Pflanzendornen tief in die Haut hinein. Deshalb können sie sehr schmerzhaft sein, wenn sie beim Gehen und Laufen durch das Körpergewicht belastet werden. Ihre weißliche Oberfläche ist meist stark verhornt und mit kleinen dunklen Punkten gesprenkelt.

Plane Warzen

Die Verrucae planae juveniles oder Flachwarzen werden nur wenige Millimeter groß. Sie befallen besonders häufig Kinder und Jugendliche in großer Zahl an den Händen und im Gesicht.

Feigwarzen

Die Condylomata acuminata, wie diese Warzen medizinisch genannt werden, bevölkern den Genital- und Analbereich. Aus diesem Grund können sie für die betroffenen Personen psychisch besonders unangenehm sein. Die Übertragung erfolgt bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Feigwarzen sind rötliche oder grauweißliche Hautwucherungen, die sich oft beetartig ausbreiten. Ausführliche Informationen zu dieser Warzenart sind hier zusammengestellt.

Dellwarzen

Die Mollusca contagiosa werden, wie bereits erwähnt, nicht durch Papilloma-, sondern durch ein Pockenvirus übertragen. Sie werden deshalb auch nicht zu den echten Warzen gezählt, obwohl sie ähnlich aussehen. Es handelt sich dabei um hellrote Wucherungen von ungefährer Stecknadelkopfgröße, die im Zentrum eine typische Delle aufweisen – daher der Name. Dellwarzen treten hauptsächlich an den Armen und Beinen, am Hals und im Gesicht in Erscheinung. Übt man Druck auf sie aus, tritt eine weißliche, breiartige Flüssigkeit aus. Von Dellwarzen sind besonders häufig Kinder mit trockener Haut und einer Neigung zu Neurodermitis betroffen. Das liegt daran, dass ihr Immunsystem der Haut nur schwach ausgebildet ist. Ausführliche Informationen zu Dellwarzen sind hier zusammengestellt.

Alterswarzen

Die Hautwucherungen der Verrucae seborrhoicae sind eine Alterserscheinung und treten etwa ab dem 50. Lebensjahr auf, in der Regel auf der Brust, auf dem Rücken und im Gesicht. Sie können rund oder oval geformt sein und die Größe von Linsen oder Bohnen erreichen. Die Oberfläche ist stark zerklüftet und grau-braun bis schwarz gefärbt. Ihre Zahl nimmt mit dem Älterwerden zu, wobei UV-Strahlung ihre Ausbreitung begünstigt. Die Ursache dieser Warzen ist bis heute unbekannt. Allerdings weiß man, dass sie nicht durch Viren entstehen und auch nicht ansteckend sind.

Ursachen und Risikofaktoren von Warzen

Bis auf Dell- und Alterswarzen werden alle anderen Arten durch humane Papillomaviren hervorgerufen. HP-Viren werden in der Regel von Mensch zu Mensch übertragen, also bei jeder Art von Berührung. Sie tummeln sich aber auch in der Umwelt. Beim Barfußlaufen in Schwimmbädern, Turnhallen oder in der Sauna können sie über eine Schmierinfektion in den menschlichen Körper gelangen. Kleinste Risse oder Verletzungen in der Haut oder den Schleimhäuten geben ihnen die Möglichkeit, sich dort einzunisten. Anschließend infizieren sie die umliegenden Zellen und Warzen bilden sich aus.

Das bedeutet allerdings noch nicht, dass jeder Mensch automatisch Warzen bekommt, wenn er von HP-Viren befallen ist. Meist müssen bestimmte Faktoren hinzukommen, die eine Hautwucherung begünstigen. Menschen, die leicht schwitzen oder häufig feuchte Hände haben, neigen eher zu einer Warzenbildung als andere. Weitere Risiken bestehen bei einem geschwächten Immunsystem oder angegriffener Haut, etwa in Folge einer Neurodermitis, bei Diabetes-Patienten und bei Rauchern.

Von den rund 90 verschiedenen Arten an HP-Viren gelten unter Fachleuten vor allem die Varianten 16 und 18 als gefährlich. Man geht davon aus, dass diese Viren zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Karzinomen im Genitalbereich beitragen können. Die meisten Warzen werden jedoch von anderen HPV-Arten verursacht. Eine Ausnahme bilden die Feigwarzen, da diese in seltenen Fällen die Typen 16 und 18 enthalten.

Ein erhöhtes Risiko für Warzen besteht bei Kindern und Jugendlichen. Denn ihr Immunsystem ist noch nicht in der Lage, die Erreger ausreichend wirksam zu bekämpfen. Kommen sie zum ersten Mal in Berührung mit HP-Viren, haben diese ein relativ leichtes Spiel. Eine spezifische Immunreaktion gegen die Erreger bleibt nämlich noch aus. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass sich die Warzen bei jungen Menschen nach einiger Zeit von selbst wieder zurückbilden. Dies geschieht, sobald der Körper die entsprechenden Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

Dellwarzen entstehen durch Pockenviren und gelangen ebenfalls über Schmierinfektionen in den Organismus. Alterswarzen hingegen bilden sich typischerweise ohne Viren meist aus den bekannten Altersflecken und unter Einfluss von UV-Strahlung. Die wirkliche Ursache ist nicht bekannt. Sie sind völlig harmlos.

Die Symptome bei Warzen

Warzen bereiten normalerweise keine größeren Beschwerden. Allerdings können Dornwarzen an der Fußsohle beim Gehen sehr schmerzhaft sein. Feigwarzen neigen zur Auslösung von Juckreiz, da sie sich an sensiblen Hautpartien befinden.

Unter kosmetischen Gesichtspunkten werden die Hautwucherungen jedoch als störend und hässlich empfunden. Dies gilt vor allem, wenn sie an jederzeit sichtbaren Stellen wie den Händen und dem Gesicht wachsen. Meist stehen sie von der Hautoberfläche deutlich ab und zeigen eine zerklüftete Oberfläche.

Diagnose von Warzen

Wahrscheinlich kennt jeder Mensch das charakteristische Aussehen von Warzen. Die meisten Arten sind völlig harmlos und verursachen keine Beschwerden. Trotzdem sollte bei neu aufgetretenen Hautwucherungen durchaus ein Arzt zu Rate gezogen werden. Denn die Ursachen für eine Veränderung können auch woanders liegen. Der Arzt kann bei seiner Diagnose feststellen, ob es sich wirklich um Warzen handelt oder eventuell um einen Hautkrebs. Dieser führt nämlich anfangs häufig zu einem ähnlichen Erscheinungsbild.

Meist kann die betreffende Hautpartie mit einer eingehenden Betrachtung diagnostiziert werden. Eventuell nimmt der Arzt ein Dermatoskop – das ist eine Lupe mit einer integrierten Lichtquelle – zu Hilfe. Ist eine Schleimhaut von der Wucherung betroffen, kann die Stelle mit Essigsäure betupft werden. Dadurch färbt sich das Warzengewebe weiß, die umliegende Schleimhaut aber behält ihre Färbung.

Sollten danach immer noch Zweifel bestehen, kann der Arzt – am besten ein Hautspezialist – eine Gewebeprobe unter örtlicher Betäubung entnehmen. Diese wird anschließend in einem Labor untersucht. Sie bringt eindeutige Sicherheit, ob es sich um eine gutartige Warze oder um eine bösartige Hautveränderung handelt.

Therapie bei Warzenbefall

Zum Glück verschwinden viele Warzen nach einer gewissen Zeit von selbst, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Andererseits sorgen sie für ein unschönes Aussehen, wenn sie im Gesicht, am Hals und an den Händen auftreten. Dornwarzen in der Fußsohle können starke Schmerzen hervorrufen und sollten entfernt werden. Auch Feigwarzen im Genital- und Analbereich sind eine Belastung, vor allem unter kosmetischen Gesichtspunkten, aber auch, wenn sie Juckreiz verursachen. Außerdem ist zu bedenken, dass alle Warzen, die durch Viren entstehen, ansteckend sind.

Aus diesen Gründen raten Mediziner dazu, aus Viren entstandene Warzen grundsätzlich behandeln zu lassen. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die vom Ort des Auftretens, von der Art und von der Anzahl abhängen. Ausgenommen sind Alterswarzen, da sie nicht ansteckend sind und somit keine Therapie benötigen.

Therapie mit Salizyl- oder Milchsäure

Gewöhnliche, plane und einzeln vorkommende Dornwarzen können mit speziellen Lösungen oder Pflastern behandelt werden. Meist enthalten diese Arzneien Salizyl- oder Milchsäure bzw. eine Kombination der beiden, die für ein Aufweichen der verhornten Oberfläche sorgen. Nach der vorgeschriebenen Verweildauer werden etwa Hände und Füße warm gebadet. Anschließend trägt der Arzt oder eine medizinische Fachkraft die aufgeweichte Hornhautschicht ab. Dabei können punktförmige kleine Blutungen auftreten, die normalerweise aber völlig ungefährlich sind. Nach dieser Behandlung wird die Lösung oder das Pflaster erneut aufgebracht, damit auch die tiefer liegenden Warzenteile aufweichen. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt, bis die Warze vollständig entfernt ist. Die Dauer hängt von der Dicke und Tiefenausdehnung in der Haut ab und kann sich eventuell über mehrere Wochen hinziehen.

Grundsätzlich kann der Patient die Behandlung nach Anweisung durch den Arzt auch selbst zu Hause vornehmen. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass die aggressiv wirkenden Arzneimittel nicht auf die gesunde Haut gelangen. Eine fettige Salbe oder Vaseline – rund um die Warze aufgetragen – schafft Abhilfe. Die Hände und benutzte Utensilien müssen danach gründlich desinfiziert werden, um die HP-Viren nicht auf andere Körperpartien zu verteilen. Außerdem ist zu beachten, dass die Substanzen in Tinkturen und Pflastern die Viren nicht abtöten. Es kann also durchaus passieren, dass die Erreger verschleppt werden. Dann entstehen in der näheren Umgebung der behandelten Warzen neue Hautwucherungen, die wiederum therapiert werden müssen.

Vereisung von Warzen mittels Kryotherapie

Eine Alternative zu Pflastern und Tinkturen ist die Kryotherapie. Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff vereist. Bei flachen Warzen (Verrucae planae) im Gesicht oder am Hals erfolgt die Behandlung mit einem Wattebausch. Er wird mit dem Stickstoff getränkt und ein paar Sekunden lang auf die Wucherung getupft. Durch die Vereisung stirbt das Warzengewebe ab und löst sich nach einigen Tagen selbstständig von der Haut. Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares) an den Händen können mit aufgesprühtem Stickstoff aus einer Flasche beseitigt werden.

Weitere Therapiemethoden

Waren die zuvor genannten Methoden nicht erfolgreich, kann der Arzt eine Tinktur mit 5-Fluoruracil verordnen. Dieser Wirkstoff lässt nicht nur die Warze verschwinden, sondern tötet auch die HP-Viren ab. Allerdings sind solche Präparate mit äußerster Sorgfalt zu verwenden, da 5-Fluoruracil die Hautzellen angreift.

Falls Warzen stark wuchern, in größerer Anzahl auftreten und Beete bilden, kommt ein chirurgischer Eingriff oder eine Laserbehandlung in Frage. Bei besonders tief reichenden Dornwarzen unter den Fußsohlen können schmerzhafte Wunden entstehen. Eventuell benötigen sie einige Wochen für eine vollständige Abheilung.

Für die Therapie von Feigwarzen kommen spezielle Substanzen zum Einsatz, die über einen längeren Zeitraum angewendet werden müssen. Sind die Wucherungen zu stark, kann der Arzt das entsprechende Warzengewebe mit einem scharfen Löffel entfernen. Man nennt eine solche Behandlung Kürettage.

Vorbeugung gegen Warzenbefall

Jeder Mensch kann sich vor Warzen schützen, entweder mit einer Impfung gegen humane Papillomaviren oder mit gewissen Regeln der Hygiene. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern, Saunen, Sport- und Turnhallen oder auch in Hotelzimmern sollten Badeschlappen oder ähnliche Fußbekleidung getragen werden. Nach dem Baden oder Schwimmen sind die Zwischenräume von Fingern und Zehen gründlich abzutrocknen. Ebenso hilftt eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und und somit einer Warzenbildung vorgebeugt.

Der Infektion mit bestimmten HP-Viren kann durch eine Impfung vorgebeugt werden. Diese hat den Vorteil, dass sie das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und andere Karzinome in den Genitalregionen senkt. Außerdem kann sie – abhängig vom Impfstoff – die Entstehung von Feigwarzen verhindert. Mediziner empfehlen die Impfung bei Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, bevor sie Geschlechtsverkehr haben. Für eine ausführliche Beratung sollte ein Hautarzt konsultiert werden. Die Impfung schützt allerdings nicht vor anderen Arten wie planen, vulgären oder Warzen an den Fußsohlen.

Menschen, die selbst von Warzen befallen sind, können ebenfalls vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um die Infektion nicht weiter zu verbreiten. So sollten Familienangehörige beispielsweise nicht die gleichen Handtücher oder Waschlappen benutzen. Alle Badtextilien und Kleidungsstücke, die mit Warzen in Kontakt kommen, sind bei mindestens 60° zu waschen. Die Hände und benutzten Gegenstände sollten nach Berührung oder Behandlung einer Warze immer gründlich desinfiziert werden. So können Betroffene eine weitere Verteilung der Viren auf andere Körperstellen und andere Personen vermeiden.

Warzen – alles Wichtige kurz zusammengefasst

Warzen sind harmlose Hautwucherungen, die von einem Arzt relativ leicht diagnostiziert und therapiert werden können. Meist reicht eine Prüfung mit dem Auge aus, um die Art der Warze zu bestimmen. Soll eine Behandlung erfolgen, richtet sich diese nach der Gattung, der Anzahl sowie der betroffenen Körperpartie. Die meisten Warzen lassen sich mit speziellen Tinkturen, Pflastern oder durch Vereisen entfernen. In manchen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Alterswarzen, die nicht auf Grund von Viren entstehen, sind nicht nur harmlos, sondern auch nicht ansteckend. Eine Therapie muss hier also lediglich aus kosmetischen Gründen erfolgen.

Trotz allem gilt zu berücksichtigen, dass nicht jede Hautveränderung, die wie eine Warze aussieht, gutartig ist. Auch ein Hautkrebs kann im frühen Stadium einer Warze ähneln. Deshalb sollte man bei jeder Veränderung einen Arzt konsultieren, um ganz sicher zu gehen. Über unsere Startseite können Sie online Fotos an einen Hautfacharzt aus Heidelberg senden und so schnell eine fachliche Meinung zu Ihrem individuellen Fall bekommen.

So kann man Dornwarzen behandeln

Will man Dornwarzen entfernen, braucht man Geduld: Die Hauttumoren können recht hartnäckig sein. Eine konsequente Behandlung ist aber ratsam, besonders wenn die Plantarwarzen große Schmerzen beim Gehen verursachen. Manche Patienten treten nämlich schmerzbedingt mit dem betroffenen Fuß immer nur ganz vorsichtig auftritt und möglichst so, dass die Dornwarze dabei nicht belastet wird. Dieser Schongang kann mit der Zeit Spätfolgen wie Fußfehlstellungen verursachen. Außerdem drohen Verletzungen, wenn man nicht richtig geht.

Es gibt verschiedene Möglichkeit, Dornwarzen zu behandeln:

Um die Hornschicht einer Stechwarze aufzulösen, kann ein salizylsäurehaltiges Pflaster für mindestens 48 Stunden aufgeklebt werden. Die Säure weicht die Hornschicht auf. Nach Entfernen des Pflasters nimmt man ein ausgiebiges Fußbad mit lauwarmem Wasser. Dann kann man die aufgeweichte Hornschicht mithilfe einer Nagelfeile oder eines Bimssteins sanft abschleifen. Bei Bedarf kann der ganze Vorgang wiederholt werden. Danach kann man zusätzlich eine Säure-Lösung applizieren, um das Warzengewebe zu zerstören – eventuell in Kombination mit 5-Fluorouracil, einem Zellgift.

Eine weitere Möglichkeit, wie man hartnäckige Dornwarzen entfernen kann, ist die Kryotherapie – also das Vereisen mit flüssigem Stickstoff. Im Prinzip das gegenteilige Verfahren ist die Elektrokoagulation: Dabei werden die Plantarwarzen mit elektrischem Strom „verbrannt“. Zudem lassen sich Dornwarzen entfernen, indem man sie mit einem Laser stark erhitzt und so zerstört (Lasertherapie).

Schließlich kann der Arzt die Dornwarzen auch mit einem speziellen chirurgischen Instrument (dem scharfen Löffel) abtragen.

Welche Behandlungsmethode man auch wählt: Konnte man die Dornwarzen erfolgreich beseitigen, ist das Problem meist nicht endgültig erledigt. Die Warzen kehren leider oft wieder.

Globuli gegen Warzen am Fuß

Anwendungsgebiete – Haut & Haare

© PantherMedia / Arve Bettum

Unter Warzen (Verrucae) versteht man primär gutartige Tumoren der Haut und Schleimhäute, welche zumeist durch sogenannte Papillomviren induziert werden.

Verschiedene Typen von Warzen sind bekannt. So kommt etwa die Feigwarzen oft an Schleimhautregionen, beispielsweise nahe der Gesäßfalte, vor, die vulgäre Warze dagegen eher am Handrücken. Die typischen Warzen am Fuß, genauer an der Fußsohle, werden als Dornwarzen oder Verrucae plantares bezeichnet. Gekennzeichnet sind diese durch eine kaum vorgewölbte Oberfläche, welche meist von einer dicken Hautschwiele (sog. Kallus) überzogen wird. Zusätzlich kann man diese an zahlreichen bräunlichen bis schwärzlichen Punkten oder kleinen Streifen erkennen. Sie sind äußerst schmerzhaft.Bei Warzen handelt es sich um eine der weltweit häuftigsten Erkrankungen. Die Verbreitung kann durch Barfußgehen, wie beispielsweise im Schwimmbad oder einer Umkleidekabine erfolgen. Die Zeit bis sich die Warze entwickelt (Inkubationszeit) beträgt 4 Wochen bis 8 Monate. Betroffen sind vorwiegend Kinder und Jugendliche.Grundsätzlich besteht bei Warzen eine hohe Spontanteilungsrate, weshalb die Behandlung zunächst zurückhaltend angegangen werden kann. In einigen Fällen können Betroffene durch homöopahtische Mittel bei der Heilung unterstützt werden.

Angewendete Globuli bei Warzen am Fuß

Die Nachfolgende Übersicht soll eine genaue Darstellung über die gängigen homöopathischen Mittel geben, welche sich für eine Selbstbehandlung eignen.

Gegen alle Arten von Warzen

Die betroffene Person zeigt einen verschlossenen Charakter, überspielt oft Fehler und hat ein Gefühl der Wertlosigkeit.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Arnica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Medorrhinum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Warzen an Fingern und Fußsohlen

Die betroffene Person ist kontaktfreudig, ich-bezogen, fantasievoll, faul und unordentlich.

Sulfur

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Sulfur sollte nicht angewandt werden, wenn andere Hautausschläge bestehen, da sonst eine unangenehme Erstverschlimmerung eintreten könnte.

Stark verhornte und harte Warzen

Die betroffene Person weist häufig eine mangelnde Durchsetzungsfähigkeit auf. Betroffene Kinder können sich oft schlecht wehren(sowohl auf dem Schulhof, als auch bei Infekten).

Causticum Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Betroffene Kinder können durch die Gabe von Causticum Hahnemanni teilweise weniger sanft und mutterverbunden werden.

Hornige, rissige Warzen

Causticum Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Harte, flache Warzen oder Warzen an der Fußsohle

Antimonium crudum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Anzeige: Bücher zum Thema bei Amazon

Zu beachten:

Außerdem kann bei Dornwarzen Antimonit D6 Trit. 3 mal täglich angewendet werden. Schulmedizinisch werden bei Warzen allgemein Keratolytika, Stoffe mit hornlösender Wirkung, angewandt. Dazu gehören beispielsweise Vitamin-A-Säurehaltige Cremes oder Salizylsäure. Dies kann etwa in Form eines Pflasters erfolgen. Auch möglich sind Methoden aus der Suggestivmedizin (z.B. „Besprechen“ oder „Scheinbestrahlungen“). Insbesondere bei Dornwarzen werden auch die sogenannte Lasertherapie und die chirurgische Abtragung der Warze eingesetzt. Ebenso wird häufig die sogenannte Kryotherapie, die Behandlung mit Kälte, angewandt. Es ist in jedem Fall ratsam, einen Facharzt zu konsultieren, sofern sich die oben genannten Symptome der Warzen unter Anwendung der Globuli nicht bessern oder sogar verschlimmern.

Quellenangaben:

Wichtiger Hinweis

Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden. Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden. Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Inhalte sind sorgfältig erarbeitet und werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Richtigkeit überprüft und aktualisiert. Jedoch unterliegen die Erkenntnisse in der Medizin einem ständigen Wandel. Wir übernehmen daher keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität sämtlicher Inhalte auf den Webseiten.

Viele Menschen sind verunsichert, wenn Sie das erste Mal Warzen bei sich entdecken und sind besorgt. Im Folgenden klären wir Sie über Warzen und Dornwarzen auf. Lesen Sie weiter, um mehr über die Ursachen, Symptome und Behandlung von Warzen an den Füßen zu erfahren.

Was sind Warzen und Dornwarzen?

Warzen und Dornwarzen können unangenehme Ärgernisse sein. Warzen sind kleine Auswüchse an der Hand oder den Füßen und wachsen entweder einzeln oder in kleineren Gruppen. Einige Arten von Warzen treten besonders an bestimmten Stellen auf, wie zum Beispiel Dornwarzen welche ausschließlich an der Sohle der Füße auftreten – diese Art wird hier genauer erklärt. Andererseits gibt es die gewöhnlichen Warzen (med. verrucae vulgaris), die vor allem auf den Zehen, an den Händen und an den Fingern auftreten.

Die Warzen machen sich meistens in Form von kleinen, harten Hautflächen bemerkbar. Sie haben die gleiche Farbe wie die Haut und sind meistens spröde, flach und verrunzelt. Wenn sich die Warzen auf der Fußsohle befinden, sind sie üblicherweise weiß und haben häufig einen schwarzen Punkt auf der Hautoberfläche (Blutader). Diese Warzenform kann durch den Druck des Körpergewichts auf den Fuß sehr schmerzhaft sein.

Welche Ursachen gibt es für Warzen und Dornwarzen?

Die meisten Warzen werden durch sogenannte Schmierinfektionen übertragen. Zu Schmierinfektionen kann es besonders an Orten wie Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen, Umkleidekabinen, Fitnesscentern und in anderen warmen und feuchten Umgebungen kommen.

Wie entwickeln sich Warzen und wie verbreiten sie sich?

Bei Warzen und Dornwarzen handelt es sich um Infektionen der obersten Hautschicht, die durch sogenannte Humane Papillomviren (HPV) hervorgerufen werden. Der Virus, der insgesamt in etwa 100 verschiedenen Varianten auftreten kann, löst besonders schnell Warzen aus, wenn sich auf der Haut Verletzungen (z.B. nach dem Rasieren) befinden. Das ist der Hauptgrund dafür, weshalb viele Frauen Warzen an den Beinen haben, bei Männern dagegen Warzen eher im Gesicht auftreten.

Wenn Sie an Ihrem Körper eine Warze entdeckt haben, bedeutet das, dass Sie mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, durch den sie verursacht werden. Dieser Kontakt kann auch schon eine Weile zurückliegen. Die meisten Menschen infizieren sich durch direkten Körperkontakt, zum Beispiel beim Händeschütteln. Der Virus kann aber auch über Objekte übertragen werden. Das passiert am häufigsten, wenn Sie das gleiche Handtuch oder eine Türklinke benutzen, mit der vorher ein Mensch in Kontakt gekommen ist, der an Warzen leidet. Auf feuchten Böden, wie Sie beispielsweise in Badezimmern oder in Schwimmbädern vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung mit einer Warze am Fuß oder einer Dornwarze am wahrscheinlichsten.

Wie sehen gewöhnliche Fußwarzen und Dornwarzen aus?

Die gewöhnliche Warze ist 1 mm bis 1 cm groß und oval mit einer unregelmäßigen Oberfläche. Warzen sind normalerweise nicht schmerzhaft, auch wenn sie in manchen Fällen eitern oder bluten können. Dabei können Warzen einzeln oder in kleinen Gruppen auftreten.

Dornwarzen sind klein, wachsen uneben und befinden sich auf der Fußsohle. Sie sind weiß, eher flach und haben oft einen schwarzen Fleck auf der Oberfläche (Blutader).

Wie kann man Fußwarzen und Dornwarzen vorbeugen?

Die meisten Menschen haben zumindest einmal in ihrem Leben eine Warze am Fuß oder eine Fußsohlenwarze. Es gibt aber Wege, um sich und andere vor Warzen zu schützen und diesen somit vorzubeugen.

Ein wesentlicher Schritt zur Vorbeugung ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Versuchen Sie Ihre Hände sauber zu halten und nicht austrocknen zu lassen. Zum eigenen Schutz vor Warzen, sollten Sie in öffentlichen Einrichtungen wie Fitnessstudios die Geräte (Handgriffe und Sitze) vor Benutzung desinfizieren und ein eigenes frisches Handtuch verwenden. Falls Sie unter Warzen an den Händen leiden, sollten Sie zudem Handschuhe tragen, um eine Ansteckung von anderen Personen zu vermeiden. Seien Sie außerdem achtsam beim Rasieren! Indem Sie Schnittverletzungen vermeiden, erschweren Sie es dem HPV, in den Körper einzudringen.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Füße immer sorgfältig abtrocknen und auch trocken halten. Socken sollten täglich gewechselt werden. Andernfalls haben es die Humanen Papillomviren leichter, sich auszubreiten. Ebenso sollten Sie eigene Warzen (oder die von anderen Personen) nicht berühren, andernfalls besteht die Gefahr, dass diese sich auch auf andere Körperstellen ausbreiten.

Wenn Sie vermuten, dass Sie irgendwo mit HPV in Berührung gekommen sind, waschen Sie am besten Ihre Füße gründlich mit desinfizierender Seife.

Wie sich Warzen entfernen lassen

Die meisten Warzen verschwinden mit der Zeit von selbst. Alternativ bieten sich auch verschiedene Hausmittel an, um die Warzen zu behandeln. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Abwarten als auch die Behandlung der Warzen mit Hausmitteln, viel Geduld erfordern und schmerzhaft sein können. Die Hausmittel töten die HP-Viren nicht ab, aber sie schaffen für gewöhnliche Warzen und Dornwarzen eine unangenehme Hautumgebung.

Hier finden Sie einige Möglichkeiten, um Warzen zu entfernen:

  • Salizylsäure – Salizylsäure verändert die natürliche Hautumgebung so, dass die Warzen nicht überleben können. Dabei löst die Säure die Substanz, welche bewirkt, dass Hautzellen zusammenkleben, wodurch sich die Warze auflöst. Es kann einige Wochen dauern, bis sich bei dieser Methode erste Ergebnisse zeigen. Die Resultate der Behandlung sind unterschiedlich. Als erstes sollten Sie versuchen, mit oder die Haut zu feilen, denken Sie aber daran, den Stein oder die Feile nicht mit anderen Menschen zu teilen. Wiederholen Sie den Vorgang einmal in der Woche, während die Behandlung mit Salicylsäure weiterläuft. Sie sollten Ihre Haut vorher fünf Minuten einweichen, bevor Sie dieses Verfahren anwenden. Die Behandlung sollte 12 Wochen oder länger durchgeführt werden.
  • Flüssigstickstoff – Bei dieser Methode werden die Warzen an den Füßen mit Hilfe von Flüssigstickstoff vereist. Rezeptfreie Medizinprodukte wie der Scholl Warzenentferner Freeze nutzen eine Mischung aus Dimethylether und Propan um einen geeigneten Kühleffekt zu erreichen. Die Vereisungsmethode ist klinisch bewiesen und die Behandlung lässt sich bequem zuhause durchführen. Der Scholl Warzenentferner Freeze vereist die Warze, anschließend bildet sich eine Blase. Durch dieses effektive Verfahren fällt die Warze nach ungefähr 10 bis 14 Tagen ab und es bildet sich eine neue Hautschicht.
  • Arzneimittel – Warzen können beispielsweise auch mit Arzneimitteln entfernt werden, die von einem Arzt auf einem Rezept verschrieben werden müssen. Eine solche Methode enthält Wirkstoffe wie Glutaraldehyd oder Silbernitrate, um die befallenen Hautzellen abzutöten.

Falls die Behandlung keine Wirkung zeigt und die Warzen weiter fortbestehen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Untenstehend finden Sie einige operative Behandlungsmöglichkeiten:

  • Elektrochirugie und Abschabung – Bei elektrochirurgischen Behandlungen werden elektrische Ladungen genutzt, um die Hautstellen zu verbrennen, auf welchen sich Warzen befinden. Bei der Abschabung handelt es sich um die chirurgische Entfernung des Warzengewebes mit einem scharfen Messer oder einem kleinen, löffelförmigen Instrument. Häufig werden beide Methoden gemeinsam angewendet.
  • Laseroperation – Bei diesem Prozess wird das Warzengewebe mit einem intensiven Lichtstrahl oder Laser verbrannt.

Warzen: Tiefer Stachel im Fleisch

Warzen können überall wachsen. Besonders gern aber wuchern sie an den Händen, zwischen den Zehen, an den Armen oder am Hals. Manche kleben auch flach auf Fußsohlen, andere sprießen im Gesicht oder an den Schleimhäuten der Genitalien.

Viele Warzen sehen aus wie winzige hautfarbene Knötchen. Manche aber sind zerfasert und schuppig und überdecken ganze Hautpartien. An den Fußsohlen tun sie mitunter ziemlich weh: Sie ragen in die Oberhaut hinein und drücken auf die tiefer liegenden empfindlichen Nervenenden.

Schon ein Händedruck reicht

Hinter den Gewächsen stecken Viren, sogenannte humane Papillom-Viren – kurz HPV. Sie dringen in die Zellen der Oberhaut ein. Nach frühestens vier Wochen, manchmal erst nach mehreren Monaten, fangen diese Zellen an zu wuchern. Über hundert verschiedene Erregertypen gibt es. Sie befallen nur den Menschen.

Warzen sind ansteckend. Ihre Erreger wandern meist beim Händedruck von Hand zu Hand. Auch im Schwimmbad oder in der Sauna stecken sich viele Menschen an. Denn Wasser und Wärme weicht die Hornschicht auf. Die Viren dringen dann in die weiche Haut ein und vermehren sich in den Zellen. Vielfach verschwinden die Knötchen nach einiger Zeit so plötzlich, wie sie aufgetaucht sind. Die körpereigene Abwehr bekämpft die Viren – zumindest vorläufig. Denn sie können – müssen aber nicht – jederzeit wieder eine Warze hervorrufen.

Symptome

Gewöhnliche Warzen sehen aus wie schuppige Beulen. Mitunter werden sie enorm groß und verhornen regelrecht. Besonders lästig sind sie, wenn sie an Fingern oder Zehen, am Nagelbett, Handrücken oder an den Ellenbogen sitzen – also dort, wo die Warzen Stöße abkriegen. Dann verbreiten sich die Erreger schnell: durch abgeschürfte Hautzellen oder mit dem Blut, das durch die Warze rinnt.

Feigwarzen sind anfangs so groß wie Stecknadelköpfe. Die winzigen Knötchen bilden sich an Genitalien und After. Sie wachsen schnell an und wuchern schließlich blumenkohlartig über Schamlippen und Penis. Am liebsten bilden sie sich unter der Vorhaut, an den kleinen Schamlippen und am After. Denn Genitalwarzen mögen es warm und feucht.

Wie sehr Warzen schmerzen können, weiß jeder, der sie an den Fußsohlen hat. Meist sind es vulgäre, also gewöhnliche Warzen. Besonders aber nerven Dornwarzen. Flach sitzen sie in der Hornhaut und bilden lange, spitze Stiele. Die ragen tief ins Gewebe hinein und drücken auf die Nervenfasern. Beim Drauftreten tut es weh.

Flachwarzen befallen vor allem Kinder

Die rundlichen, leicht zerfaserten Papeln erheben sich flach auf der Hautoberfläche. Oft sind Flachwarzen so platt, dass man sie kaum ertasten kann. Hellbraun oder hautfarben gefärbt, sitzen sie auf Stirn und Wangen, auf Mund und Hals, auf Handrücken und Armen. Durch Kratzen gelangen die Erreger an gesunde Stellen, wo sie andere Hautzellen infizieren. Um die Ursprungswarze bilden sich dann lauter kleine neue Knötchen. Flachwarzen befallen überwiegend Kinder.

Dellwarzen werden nicht vom üblichen Papillomvirus hervorgerufen, sondern sie bilden sich, wenn die Haut vom sogenannten Molluscum-Contagiosum-Virus befallen wird. Dieses Virus gehört zur Gruppe der Pockenviren, es ist aber harmlos. Dellwarzen übersäen, Pickeln ähnlich, ganze Hautpartien im Gesicht, am Hals und am Rumpf. Sie sind leicht rosa gefärbt, ballonartig aufgebläht und in der Mitte leicht gedellt.

Diagnose

Ein verdächtig wucherndes Gewächs auf der Haut kann vieles sein: ein Leberfleck, ein Muttermal – oder eben eine Warze. Erkennen kann das nur der Hautarzt. Meist sieht er schon an der Form, was Warze ist und was nicht. Ist er sich nicht ganz sicher, nimmt er ein Dermatoskop zu Hilfe, eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung. Damit schaut er sich das Gewebe genau an.

Auswüchse an den Genitalien betupft er zudem mit verdünnter Essigsäure. Sind Viren am Werk, färbt sich das Gewebe an den befallenen Stellen weiß. Die restliche Haut behält ihre Farbe. Wenn Sie selbst feststellen, dass vermeintliche Warzen sich allmählich verändern, sollten Sie die Wucherung unbedingt einem Hautarzt zeigen.

Gewebeprobe bringt Klarheit

Bei warzenartigen Wucherungen an den Genitalien wird die Ärztin in jedem Fall eine Gewebeprobe entnehmen, um den Virentyp zu bestimmen. Denn manche Papillomviren können Krebs verursachen. Meist aber handelt es sich bei der unangenehmen Hautbesiedelung um Feigwarzen. Sie werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und sind hoch ansteckend. Schlimmstenfalls sitzen sie wie ein Blumenkohl auf Schamlippen und Penis. Abgeflacht bis hahnenkammartig wachsen sie am After.

Therapie

Ob sich Warzen völlig ausheilen lassen, ist umstritten. Sie sind aber gut zu behandeln. Doch Vorsicht: Viele der gängigen Mittel sind ätzend und können Narben hinterlassen. Sie sollten daher grundsätzlich Ihre Warzen in Absprache mit dem Hautarzt therapieren.

Der geht meist mit Eisspray zu Werke, entfernt die Wucherungen mit dem Skalpell oder ätzt sie mit Tinkturen weg. Es kann jedoch sein, dass die Viren in der Haut bleiben. Das heißt aber nicht, dass sie unbedingt wieder Warzen entstehen lassen.

Bei Kindern verschwinden Warzen oft von ganz allein. Bei Erwachsenen kann es dauern. Daher raten Ärzte oft dazu, die Hautgewächse lieber gleich zu entfernen. Damit das nicht wehtut, betäubt der Arzt die Warze zuerst durch ein Pflaster mit entsprechendem Wirkstoff oder mit Eisspray. Anschließend schneidet er sie mit einem elektrischen Messer, einer kleinen Stanze oder mit einem scharfen Löffel heraus.

Mit flüssigem Stickstoff vereist

Er kann sie aber auch mit flüssigem Stickstoff vereisen. Unter der Geschwulst bildet sich dann eine Erfrierungsblase, auf der die Warze regelrecht schwimmt. Diese hebt der Arzt dann einfach ab. Von einer Behandlung mit Laser raten Hautärzte allerdings ab. Danach kann die Stelle wehtun, oder es bilden sich womöglich Narben. Zudem ist die Ansteckungsgefahr hoch: Während der Arzt die Warze abträgt, werden ultrafeine Partikel freigesetzt. Die enthalten Viren. Sie wirbeln durch die Luft, und jeder im Raum kann sie einatmen.

Seit kurzem bestrahlen Ärzte die Warzenhaut mit speziellem Infrarotlicht. Hautärzte bezeichnen dieses Verfahren als WIRA-Therapie. Das Rotlicht dringt tief ins Gewebe und erwärmt die Haut ohne zu brennen. Nach mehrmaligem Bestrahlen sind die Warzen meistens weg.

Warum sie so reagieren, darüber rätseln Forscher noch. Möglicherweise verschwinden die Warzen, weil die Haut warm ist und dadurch besser durchblutet wird. Das regt die körpereigene Abwehr an, die Viren zu bekämpfen.

Spezielle Pflaster ätzen Auswüchse weg

Auch Pflaster mit Salicylsäure eignen sich gegen vulgäre Warzen und Dornwarzen an den Füßen. Sie werden in Warzengröße zurechtgeschnitten und mehrmals für ein bis zwei Tage auf die Beule geklebt. Danach wird die Warze mehrmals am Tag über mehrere Wochen mit einer Lösung aus Salicylsäure bestrichen. Die löst zunächst das Gewebe an. Die Lösung dringt tief in die Haut und ätzt das Ding regelrecht weg.

Zudem hilft beispielsweise eine Tinktur, die den Wirkstoff 5-Fluorouracil enthält. Der tötet kranke Hautzellen ab. Allerdings erwischt er auch gesunde. Beide Mittel sollten deshalb vorsichtig und nur auf befallene Stellen aufgetragen werden.

Flachwarzen verschwinden bei Vitamin A

Gegen flache Warzen, vor allem im Gesicht, helfen vielfach Cremes mit Vitamin-A-Säure. Dreimal täglich sollten Sie das jeweilige Mittel mit einem Wattestab auf die Warze auftragen, so lange, bis sich die Warzen von selbst abschälen. Aber auch hier sollten Sie vorsichtig sein: Diese Mittel greifen die gesunde Haut an.

Dellwarzen entfernt die Hautärztin mit einem scharfen Löffel. Eine Stunde vorher bestreicht sie die Gewächse mit einer Salbe, die betäubend wirkt.

Klassische Genitalwarzen sind immer ein Fall für den Arzt. Er stanzt oder schneidet sie großflächig heraus. Mitunter muss er nachbehandeln. Denn an den Schnitträndern breiten sie sich gelegentlich erneut aus.

Manche Papillomviren sind gefährlich

Um zu sehen, ob HP-Viren die Gebärmutterschleimhaut krankhaft verändert haben, macht der Frauenarzt im Rahmen der Krebsfrüherkennung einmal im Jahr einen sogenannten PAP-Abstrich. Mit einem Wattestäbchen entnimmt sie dabei ein paar Zellen vom Gebärmutterhals, also dem unteren Teil der Gebärmutter, der in die Scheide mündet. Anschließend untersucht sie diese Zellen. Diese Untersuchung bezahlen die Krankenkassen.

Durch einen zusätzlichen – von Ihnen zu bezahlenden – HPV-Test kann der Arzt feststellen, ob es sich um HP-Viren handelt, die Krebs in der Gebärmutterschleimhaut verursachen können. Gegen diese Viren gibt es eine Impfung. Jungen Mädchen empfehlen Ärzte daher, sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr vorbeugend gegen die HP-Viren vom Typ 16 und 18 impfen zu lassen.

Tipps

Warzenviren mögen es kühl und feucht. Halten Sie daher die befallenen Körperteile stets trocken und warm. Kalte, nasse Hände und Füße begünstigen eine Ansteckung.

Wenn Sie Warzen an den Fußsohlen haben, sollten Sie täglich die Strümpfe wechseln und nicht barfuß in Schuhen laufen.

Tragen Sie stets Badelatschen in öffentlichen Bädern, Saunen oder im Freibad. Benutzen Sie dort nur Ihr eigenes Handtuch.

Kratzen Sie nicht an den Warzen. Dadurch werden die Erreger übertragen, und die Wucherungen breiten sich leichter aus.

Nicht jede Wucherung ist eine Warze. Seien Sie daher vorsichtig mit einer selbstgestrickten Behandlung, Sie könnten die Sache damit nur verschlimmern! Überlassen Sie das Erkennen und Behandeln lieber dem Hautarzt.

Wenden Sie die Salben, Cremes oder Tinkturen wirklich nur auf der Warze an. Die Mittel können die gesunde Haut verätzen.

Feigwarzen sind weiter verbreitet als vermutet. Etwa ein bis zwei Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung sind angesteckt. Bei häufigem Partnerwechsel empfiehlt es sich schon deshalb, beim Sex Kondome zu benutzen.

Expertenrat

Oberärztin Mirjana Ziemer von der Universitäts-Hautklinik in Jena antwortet.

Befallen Warzen gleichermaßen Männer wie Frauen?

Gewöhnliche Warzen tauchen bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern. Das liegt daran, dass bei Frauen der Kreislauf anders arbeitet. Ihr Körper ist an der Oberfläche weniger stark durchblutet. Das soll Wärmeverluste im Inneren verhindern. Frauen haben daher öfter kalte Hände und Füße als Männer. Warzen wiederum mögen das kalte und feuchte Milieu.

Wie gefährlich sind Feigwarzen?

Das ist abhängig vom jeweiligen Virentyp. Da sich Feigwarzen jedoch durch sexuellen Kontakt übertragen, müssen sie in jedem Fall behandelt werden. Dabei gibt es eine Reihe therapeutischer Möglichkeiten. Mitunter heilen sie, wie andere Warzen auch, spontan ab. Es gibt jedoch auch HP-Viren, die ein Potential zur bösartigen Entartung haben. Durch diese Typen können Tumoren entstehen. Bei Frauen verursachen sie den gefürchteten Gebärmutterhalskrebs, bei Männern können Geschwüre an der Vorhaut entstehen.

Kann man Warzen besprechen?

Warzen zu besprechen gehört nicht zu den gängigen Methoden in der Therapie. Tatsächlich spielt die Psyche aber eine gewisse Rolle. Manchen Menschen hilft allein der sogenannte Placeboeffekt: Eine harmlose Flüssigkeit auf die betroffene Stelle gepinselt oder ein Bindfaden, gekreuzt über die Warze, mag in den Augen dieser Personen genügen, damit die Dinger verschwinden. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass zufällig während einer solchen Prozedur die Warze spontan heilt.

Zeichen von Abwehrschwäche

Anzeige

Klammheimlich und plötzlich erscheinen sie, ebenso unbemerkt verschwinden sie meist wieder: Warzen – eine unschöne Viruserkrankung der Haut. Der Mensch, ihr „Wirt“, hat nur den Wunsch, den Makel, der meist an Händen, Füßen und Ellbogen auftritt, so schnell wie möglich wieder loszuwerden. So veröffentlichte die Zeitschrift „Öko-Test“ Anfang des Jahres in ihrem Jahrbuch für 2006 einen Test von Warzenmitteln aus der Apotheke mit dem überraschenden Ergebnis, daß keines der neun Produkte das Urteil „sehr gut“ verdiene.

Warzen gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen. Am liebsten tummeln sich die sogenannten Papillomaviren dort, wo es warm und feucht ist. So zum Beispiel auf Böden von Schwimmbädern und Saunen, oft auch auf Hotelböden oder in Handtüchern. Sie dringen über winzige Verletzungen in die obersten Hautschichten ein und vermehren sich dort. Ihr Ziel sind die Keratinozyten. Das sind spezielle Zellen der menschlichen Epidermis, die die Hornsubstanz Keratin bilden. Von der Ansteckung bis zum Erscheinen einer Warze können Wochen bis Monate vergehen.

Erkennen

Warzen treten ganz mannigfaltig auf. So entstehen die sogenannten vulgären Warzen, auch gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen genannt, meist an Händen, Nagelrändern und Fußsohlen. Die „juvenilen“ oder auch flachen Warzen betreffen hauptsächlich Kinder und Jugendliche und sind im Gegensatz zur Stachelwarze eher weich. Die Fußsohlenwarze wird auch Dornenwarze genannt, da sie unter dem Fuß dornartig in die Tiefe wächst und sehr schmerzhaft sein kann. Feig- oder Genitalwarzen wachsen an den Geschlechtsteilen oder im Analbereich. Alterswarzen treten meist erst ab dem 50. Lebensjahr auf. Allerdings stammt deren Ursache nicht aus der Familie der Papillomaviren. Ihr Erreger ist unbekannt.

Behandeln

Über kaum eine Erkrankung kursieren derart viele Gerüchte von erfolgversprechenden Behandlungen. Vom „Besprechen“ in Vollmondnächten auf einem Friedhof über das Wegbeten bis hin zur Eigenurin-Therapie sind den wundersamen und alternativen Heilmethoden kaum Grenzen gesetzt. Viele Betroffene gehen allerdings zunächst in die Apotheke. Die dort verkauften Mittel enthalten Silbernitrat, Salicyl- und Milchsäure. Auch gibt es Mittel, die Warzen mit Kälte den Garaus machen. Ob Säure, Silber oder Kälte: Bislang belege keine Studie, so „Öko-Test“, daß der Erfolg einer Methode im Vergleich zur Spontanheilung deutlich besser ausfällt. Keines der Mittel bekämpfe die Viren, welche die Warzen wachsen lassen. Der Ansicht widerspricht Professor Eggert Stockfleth von der Klinik für Dermatologie der Berliner Charité – das Virus müsse auch überhaupt nicht zerstört werden. „Es ist ein Irrglaube, daß das Virus eliminiert werden muß. Es ist Aufgabe des Immunsystems, das Virus in Schach zu halten. Denn es bleibt ohnehin im Körper“, sagt Stockfleth.

Warzen sind also das Symptom einer geschwächten Abwehrlage des Körpers. Das beweise auch die Tatsache, daß Warzen bei Erwachsenen eher selten sind. Ist deren Immunsystem geschwächt, können sie allerdings plötzlich auftreten – sei es bei einem leichten Infekt oder bei einer Immunschwächeerkrankung wie Leukämie oder Aids. Bei Kindern, deren Abwehrsystem noch nicht ausreichend geschult ist, wachsen Warzen häufiger, verschwinden dann aber im Laufe der Zeit. Meist ist nach spätestens zwei Jahren der Spuk vorbei. Dermatologen der Universität in Arkansas gelang es auch, das Immunsystem anzuregen, indem sie Patienten kleine Stücke von Krankheitserregern in die Warzen spritzten. Die fremden Moleküle von Mumpsviren oder Pilzen sollten die Immunzellen aktivieren. Bei 80 Prozent der Patienten verschwanden alle Hautwucherungen, in die Erregerteile gespritzt wurden, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Archives of Dermatology“ über ihren Erfolg.

Anzeige

„Verschwindet die Warze nach vier bis sechs Monaten nicht von allein, empfehle ich einen Arztbesuch, da eine bösartige Erkrankung, wie zum Beispiel eine Leukämie oder Hautkrebs, ausgeschlossen werden sollte“, erklärt Stockfleth den Umgang mit hartnäckigen Fällen. Widerspenstige Warzen können chirurgisch entfernt werden. „Das Ausschälen mit einem scharfen Löffel wird nur noch selten angewandt“, sagt der Dermatologe. „Man kann ein Virus ja nicht einfach herausschneiden.“ Zudem begünstigt das Verfahren, daß die Warze wiederkommt, und kann schmerzhafte Narben entstehen lassen. Vielmehr solle man zunächst die Verhornung abtragen. „Das funktioniert sehr gut mit einem Salicylsäurepflaster, mit Laser oder der Kältetherapie“, sagt Stockfleth. Bei der sogenannten Kryotherapie (Vereisung) werden die Warzen mit flüssigem Stickstoff oder Kohlensäureschnee mehrere Sekunden lang vereist. Durch die Kälte wird eine örtliche Immunreaktion ausgelöst. Außerdem entsteht eine Blase, welche die Warze abheben läßt.

Danach komme es darauf an, das Immunsystem zu stärken. Die Körperabwehr dämme dann das Virus ein, so Stockfleth. Eine der modernsten Methoden ist hier eine Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod. Sie fördert das Immunsystem dort, wo man sie aufträgt. „Das funktioniert über eine Aktivierung sogenannter Langerhanszellen, die auch für die Immunität verantwortlich sind“, erklärt Stockfleth. Oder man trägt einen speziellen Lack auf, der das Zellwachstum hemmt (zum Beispiel Verrumal). Und im Sommer 2005 zeigte eine Studie, daß Polyphenon, eine Substanz aus dem grünen Tee, gegen Feigwarzen wirkt. Auch wird emsig an einem Impfstoff gearbeitet. Wechselbäder und regelmäßige Saunabesuche helfen ebenso wie eine Infrarotbestrahlung. Der Therapieerfolg ist hier offenbar auf eine Stärkung der Durchblutung zurückzuführen.

Einen zuverlässigen Schutz gegen die Hornhautwucherungen gibt es derzeit nicht. Es empfiehlt sich, in Saunen und Schwimmbädern Badeschlappen zu tragen und Handtücher nicht gemeinsam zu benutzen. Häufig werden Warzen auch aufgekratzt, in der Hoffnung sie so zu entfernen. Dann bluten sie, das Virus kann dadurch leicht verbreitet werden. Die wohl wirksamste Waffe bietet ein starkes Immunsystem. Eine ausgeglichene Ernährung, kombiniert mit viel Schlaf, Bewegung und einem möglichst streßfreien Tagesablauf, kann helfen, Warzen wirkungsvoll zu bekämpfen.

Badewetter: Hochsaison für Warzen

Warzen sind hässlich und unberechenbar. Sie finden sich bei jedem zweiten Schulkind auf der Haut. Man rückt ihnen mit Medikamenten oder Messer auf die Pelle, sie werden verätzt, verkocht oder vereist. Dabei wäre auch Abwarten oft ebenfalls eine gute Alternative, sagt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.

„Warzen werden durch über 100 Typen des menschlichen Papillomvirus (Humanes Papillomvirus (HPV)) hervorgerufen“, berichtet Professor Dr. Johannes G. Liese, Infektionsspezialist der Universitäts-Kinderklinik Würzburg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Kindergesundheit. „Sie sind bei direktem Kontakt ansteckend, wie andere Viruskrankheiten auch. Bis sich jedoch nach einer Ansteckung die ersten Warzen zeigen, können je nach HPV-Typ mehrere Wochen und sogar bis zu zwei Jahre vergehen“.

Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Körperkontakt von Mensch zu Mensch, oft aber auch über Hautschuppen am Boden beim Barfußlaufen in Schwimmbädern, Umkleidekabinen oder in der Turnhalle. Durch Kratzen können Papillomviren auch bei einer betroffenen Person auf andere Körperstellen übertragen werden.

Das Risiko einer Ansteckung ist höher, wenn auch andere Familienmitglieder oder mehrere Mitschüler in der Klasse Warzen haben. Warzenviren sind allerdings nicht wählerisch und besiedeln gern auch Tiere. Deshalb sei eine Übertragung von HP-Viren auch durch befallene Haustiere auf den Menschen möglich, sagt der Würzburger Infektions-Experte Professor Liese.
Für die Wissenschaft sind die meist gutartigen, knötchenförmigen Wucherungen der obersten Hautschicht nach wie vor ein ungelöstes Rätsel: Warum verschwindet manche Warze nach einiger Zeit ohne jegliche Behandlung? Warum reicht manchmal schon das Bepinseln mit Farbe, um Warzen zu vertreiben? Und warum weichen bestimmte Warzen jahrelang nicht von der Stelle, obwohl der Arzt sich alle Mühe gibt? Fragen, die sich zwar mit dem Hinweis auf das komplizierte Immunsystem erklären, aber nicht schlüssig beantworten lassen.

Besonders häufig siedeln sich Warzen an Körperstellen an, die häufigen Verletzungen ausgesetzt sind, z. B. Finger, Ellenbogen, Knie oder Gesicht, wuchern aber durchaus auch anderswo: Sie verunstalten schöne Hände, weil sie um die Nagelplatte herum wachsen oder plagen die Füße durch ihren Druck auf die Fußsohle beim Laufen.

Als besonders problematisch erweisen sich Warzen, die um die Fingernägel (seltener um die Fußnägel) herum wachsen, berichtet die Stiftung Kindergesundheit: Sie laden die betroffenen Kinder (und Erwachsene) geradezu dazu ein, an ihnen zu knibbeln, sie aufzukratzen oder beim Fingernägelkauen zu verletzen. Dadurch kann aber ansteckendes Virusmaterial zu anderen Körperstellen, insbesondere ins Gesicht weitergetragen werden, wo dann neue Warzen entstehen können. Da Kinder ihre Warzen häufig aufkratzen, wachsen die lästigen Hautgebilde oft an solchen Kratzlinien entlang.

Viele Optionen, mäßige Erfolge

Warzen können in jedem Alter auftreten, mit Vorliebe befallen sie jedoch ältere Kinder. „Die Liste der bei Warzen eingesetzten Behandlungen ist lang, die Therapieerfolge sind mäßig und das Risiko eines erneuten Warzenbefalls ist hoch“, bedauert Professor Liese. Zur Behandlung der Warzen bieten sich zahlreiche Methoden an. Manche der Therapien sind schmerzhaft, andere nehmen viel Zeit in Anspruch, wiederum andere sind sehr teuer und trotzdem: Einen hundertprozentigen Erfolg garantiert keine von ihnen. Nach einer Metaanalyse der Cochrane Library ist die Wirksamkeit am besten belegt für das Auftragen von Salicylsäure oder die Abtragung der Warzen in Vollnarkose.
Wenn der Leidensdruck des Warzenträgers nicht allzu hoch ist, rät Infektiologe Professor Johannes Liese zum Abwarten. Eine erst kürzlich publizierte Studie von Kinder- und Jugendärzten an der Johns Hopkins Universität in Baltimore hat erneut gezeigt, dass viele Kinder ihre Warzen auch ohne Behandlung nach einiger Zeit verlieren. Die Mehrzahl der in der Studie beobachteten 214 Kinder wurde mit Salizylsäure oder einer Vereisung (Kryotherapie) behandelt, einige Kinder blieben dagegen unbehandelt. Das Ergebnis: Bei 16% der behandelten Kinder waren die Warzen nach einem halben Jahr komplett abgeheilt, unter den unbehandelten war das sogar bei 36% der Fall. Nach zwölf Monaten betrug das Verhältnis 39% (behandelt) gegenüber 46% (unbehandelt). Und ganz gleich, ob behandelt oder ohne Therapie: Nach spätestens zwei Jahren waren zwei von drei Kindern (65%), nach vier Jahren 80%,komplett warzenfrei (Kuwabara A et al. Children with Warts: A Retrospective Study in an Outpatient Setting. Pediatr Dermatol 2015 Apr 15. doi: 10.1111/pde.12584). Warzen, die von allein verschwinden, hinterlassen auch keine Narben, im Gegensatz zu der aggressiveren chirurgischen Entfernung.

Manchmal hilft ein bisschen Magie

Auch bei einer Suggestivtherapie sind keine Narben zu erwarten. Bitte nicht wundern: Das so genannte „Besprechen“ oder die Warzenbeschwörung sind nachweislich wirksam! Vor allem Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren sind suggestiven Therapiemethoden besonders zugänglich, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So hilft oft schon das Bestreichen der Warze mit farbigen Salben, Lösungen oder mit einfachem Zuckersirup. Hauptsache, der Patient glaubt die Behauptung des Arztes, es handele sich dabei zum Beispiel um eine hochwirksame „Schneckenspucke“. Die Suggestion kann dafür sorgen, dass auf dem Umweg über die Psyche die Abwehrkräfte angeregt werden.

Ohne geheimnisvolles Brimborium wirken salicylsäurehaltige Warzenpflaster, die auf das Warzenareal aufgeklebt werden. Nach drei bis vier Tagen kann der Arzt die aufgeweichten Hornschichten mit einem Hornhauthobel, einem Skalpell oder einer Kürette („scharfer Löffel“) abtragen.

Direkt gegen die Warzenviren wirken die antiviralen Substanzen Cignolin und Glutaraldehyd sowie die nur durch den Arzt anwendbaren Zellgifte Podophyllin und 5-Fluoruracil. Eine weitere Möglichkeit bietet die neuartige Substanz Imiquimod, ein auf der Haut wirksamer Immunmodulator, der gegen bestimmte Vorstufen von Hautkrebs entwickelt wurde. Der für Kinder nicht zugelassene Wirkstoff ist jedoch teuer, wirkt erst nach längerer Behandlung und hat starke Nebenwirkungen.

Wenn alles nichts hilft, kann der Arzt hartnäckige Warzen auch mit Elektroinstrumenten „verkochen“, mit Kältetherapie vereisen, mit Laserstrahlen verdampfen oder bei einer Operation mit einem Skalpell oder einem scharfen Löffel entfernen. Ist die Warze endlich weg, sollte man allerdings nicht zu früh jubeln. Ganz gleich, mit welcher Methode der erfreuliche Erfolg erzielt wurde: Das Warzenvirus kann im Körper verbleiben und bei einem Schwächeanfall des Abwehrsystems durch Stress, als Folge einer immununterdrückenden Behandlung und auch während einer Schwangerschaft zu erneutem Befall führen.

Zur Vorbeugung sollte man bei Schwimmbadbesuchen Badeschuhe tragen und die Füße vor dem Wiederankleiden immer gut abtrocknen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit. Jedes Familienmitglied sollte nur eigene Handtücher und Toilettenartikel benutzen. Statt Turnschuhen im Sommer besser Sandalen tragen: Schwitzende, feuchte Füße sind besonders anfällig für eine Infektion mit einem der lästigen Warzenviren. Für Menschen, die bereits Warzen unter den Fußsohlen haben, gibt es in Apotheken und Sanitätshäusern Schutzsocken und wasserfeste Pflaster. Sie bieten einen wirksamen Schutz gegen eine Übertragung der Viren und ermöglichen auch Kindern mit ausgeprägten Plantarwarzen die Teilnahme an Sportveranstaltungen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.