Warum schläft mein baby so unruhig

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Wie schafft man es, dass ein Baby nachts durchschläft?

Beobachtungen haben gezeigt, dass sich Säuglinge nach ein paar Wochen auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen. Fixpunkte wie das Aufstehen morgens, das Zubettgehen abends, Essenszeiten, Aktivitätsphasen und Ruhephasen, Tageslicht und Dunkelheit können dazu beitragen, dass Ihr Kind lernt, in der Nacht durchzuschlafen.

Geräusche im Hintergrund helfen beim Einschlafen

Sind sie einmal eingeschlummert, schlafen Säuglinge für gewöhnlich sehr tief. Sie werden feststellen, dass das Kind durch die üblichen Geräusche in einem Haushalt nicht erwacht. Oft können Kinder bei normalem Geräuschpegel ruhig schlafen. Es ist auch für das Kind selbst besser, wenn es sich von Anfang an daran gewöhnt, nicht nur bei absoluter Stille zu schlafen. Eine plötzliche Veränderung der Geräuschkulisse – ein lauter Knall oder plötzliche Stille – wird das Baby eher erwachen lassen als regelmässige, nicht überlaute Hintergrundgeräusche. So schlafen viele Babys besonders gut ein, wenn der Staubsauger oder die Dunstabzugshaube brummt. Im Handel gibt es Geräte, die ein konstantes leises Geräusch machen, sog. „white noise“.

Rituale auch schon für Babys

Doch nicht alle Babys können so einfach einschlafen und durchschlafen. Manche brauchen viel Ruhe und ein abgedunkeltes Zimmer, um in den Schlaf zu finden. Ebenfalls hilfreich sind Rituale – erzählen Sie eine Geschichte, singen Sie ruhige Lieder oder gehen Sie mit dem Baby vor dem Zubettgehen noch etwas an die frische Luft – ein Spaziergang mit dem Kinderwagen oder mit Körperkontakt ganz nahe bei Mami im Tragetuch.

Beachten Sie!

Für einen guten Schlaf

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Wo sollte das Baby schlafen?

Das optimale Raumklima

Einschlafen: Ohne Rituale geht es nicht

Der Traum vom ungestörten Durchschlafen

Der Einschlaftrick mit dem Taschentuch

Mahlzeiten richtig timen

Manche gesunden Babys schaffen es etwa mit sechs Monaten, ohne Nachtmahlzeit durchzuschlafen. Bereits während der ersten Lebenswochen kann sich ein Baby an eine späte Abendmahlzeit, z.B. zwischen 22 und 24 Uhr gewöhnen. Dazu gehört es, das Kind regelmässig zu wecken und es ausgiebig trinken zu lassen, bevor Sie selbst ins Bett gehen. Die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit können Sie dann ganz zum Schlafen ausnützen und das Baby weckt Sie nicht sogleich wieder auf, kaum haben Sie Ihren verdienten Schlaf gefunden. Normalerweise dehnt sich die Zeitspanne bis zur nächsten Mahlzeit immer mehr aus, weil Ihr Baby tagsüber stetig seine Nahrungsaufnahme vergrössern kann.

Warum schläft ein Baby nicht durch?

Es ist leider so, dass nur etwa die Hälfte der Kinder mit 6 Monaten nachts durchschlafen und keine Nahrung mehr brauchen. Der andere Teil der Kinder braucht dafür einige Zeit länger. Auch Babys, die eine Zeitlang durchschliefen, können nachts wieder erwachen.

Sollte Ihr Baby nachts erwachen, kann dies sehr verschiedene Gründe haben:

  • Das Baby macht einen Wachstumsschub, ist darum unruhig und braucht wieder mehr Nahrung.
  • Das Baby ist krank und fühlt sich unwohl.
  • Zahnen.
  • Blähungen.
  • Grössere Babys beginnen zu träumen, schlafen unruhig oder stossen sich den Kopf.

Was tun, wenn Ihr Baby nachts erwacht?

Überlegen Sie sich eine für Sie als Eltern passende Strategie, wie Sie konsequent vorgehen wollen, sollte Ihr Baby nachts erwachen. ES gibt nicht falsch oder richtig – aber Sie müssen sich gemeinsam an die Vereinbarung halten.

Wollen Sie, dass Ihr Baby nachts alleine im Bettchen schläft, lassen Sie Ihr Baby in seinem Bettchen einschlafen und legen es vor dem Zubettgehen wach hinein. Nachts versuchen Sie es darin zu beruhigen, indem Sie es streicheln, ihm die flache Hand sanft auf die Brust legen oder einfach nur anwesend sind. Sollte das Baby nicht weiterschlafen, muss es evtl. aufstossen oder fühlt sich unwohl, so nehmen sie es kurz hoch. Das ist aber auch schon alles – kein Schmusen, keine Aktivitäten, alles ganz ruhig. Sie können es, sobald es sich beruhigt hat, wieder ins Bettchen legen und wenn es ihm wohl ist, wird es weiterschlafen.

Bedenken Sie immer, dass Spielen, Schmusen und Singen ein Baby zwar glücklich, aber nicht wieder schläfrig machen. Lassen Sie es am besten im Bettchen liegen, berühren Sie es und sprechen Sie ganz leise und beruhigend. Mehr Körperkontakt ist in der Regel nicht nötig, denn es soll nicht zur Einschlafroutine gehören, tröstend in den Schlaf gewiegt zu werden. Damit Sie kein Licht machen müssen, lassen Sie von vornherein eine kleine Nachtlampe in der Steckdose brennen, die Ihnen den Weg zum Bettchen beleuchtet. Windelwechseln sollte nach den ersten Lebenswochen nachts nicht mehr nötig sein, es sei denn Ihr Baby hatte Stuhlgang.

Die „offizielle“ Empfehlung von Stillberaterinnen und Mütterberaterinnen ist auch, dass Sie Ihr Baby nach Möglichkeit nicht an der Brust einschlafen lassen, auch tagsüber nicht. Es verbindet sonst Trinken mit Einschlafen und braucht diese Hilfe dann natürlich auch nachts, z. T. häufig. Aus lauter Gewohnheit entwickelt es ein Hungergefühl ohne ein echtes Bedürfnis nach Nahrung. Dieser angelernte Hunger bewirkt, dass das Kind immer wieder aufwacht. Versuchen Sie in dem Fall nachts sowohl beim Stillen als auch aus dem Schoppen immer kleinere Mahlzeiten anzubieten, oder ersetzen Sie die Milch durch etwas Tee oder abgekochtes Wasser. Halten Sie Ihr Baby bei der letzten Abendfütterung nach Möglichkeit wach, bis Sie es ins Bettchen legen. Wenn es beim Stillen oder Schöppeln einschläft, wecken Sie es wieder auf, indem Sie es z.B. wickeln. Es sollte auch ohne direkten Körperkontakt einschlafen können. Dann fällt es ihm später leichter, in einer nächtlichen Wachphase wieder alleine und ohne zusätzlichen Schoppen einzuschlafen. Fragen Sie bei grösseren Schlafproblemen Ihre Mütterberaterin. Möglicherweise kann ein Schlafprotokoll über zwei bis drei Wochen aufdecken, was hinter dem Schlafproblem steckt.

Oben genannt sind viele Dinge, die funktionieren können und doch gibt es noch andere Wege. Viele Mütter entscheiden sich, das Baby die ersten Monate bei sich in einem Beistellbett schlafen zu lassen. Das Baby hört die Atemgeräusche der Mutter und für diese erleichtert sich das nächtliche Erwachen. Sie können einfach Ihren Arm ausstrecken und das Baby berühren.

Kinder sind Individuen, ebenso die Mütter. Für das Durchschlafen von Babys gibt es deshalb keine Strategie, die auf alle Kinder und Mütter gleichermassen anwendbar ist. Oftmals nützen dann die aufgeführten Tipps oder gar Schlaftrainings nach Ferber nichts und verunsichern Eltern sowie das Baby. Co-Sleeping (= das Baby schläft im Elternzimmer oder sogar im Familienbett), Stillen nach Bedarf und bewusstes Tragen und Wiegen sind ebenso gangbare Wege wie zu versuchen, das Baby mit einem Rhythmus und Ritualen zum selbständigen Schlafen zu begleiten.

(Wir bedanken uns bei einer engagierten Leserin für die wertvollen Ergänzungen aus Sicht einer Mutter)

Häufige Fragen zum Thema

Meine Tochter strampelt manchmal so wild im Schlaf. Ist das normal?

Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, wenn Ihr Baby während des Schlafes heftig strampelt. Dadurch werden seine Muskeln und auch seine grauen Zellen trainiert. Eltern sollten nicht bei jedem Strampeln oder kurzem Augenöffnen zum Bettchen laufen.

Prof. Annette Karmiloff-Smith vom Institute of…

vollständige Antwort lesen Warum können Babys durch Wiegen besser einschlafen?

Die Schlafforschung bietet dazu keine eindeutige Erklärung. Es lässt sich aber bei vielen Babys beobachten, dass nicht nur das Wiegen, sondern auch viele andere Formen einer rhythmischen Stimulation, wie Fahrten in einem Zug oder mit dem Auto, „schlaffördernd“ wirken. Schon ein Ausflug im gut…

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Letzte Aktualisierung : 20-01-20, MR / BH

Mein Baby will nicht schlafen!

Erholsamer Schlaf ist für Eltern und Baby wichtig. (meshaphoto / iStockphoto)

Erholsamer Schlaf ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine notwendige Voraussetzung, um Energie für den nächsten Tag zu tanken. Bei Babys hat Schlaf außerdem für das Wachstum und die Entwicklung eine besondere Bedeutung.

In der Nacht werden mehr Wachstumshormone freigesetzt als tagsüber. Und schließlich ist Schlaf für das allgemeine Wohlbefinden von großer Wichtigkeit: Denn wenn ein Baby untertags fröhlich und ausgeglichen ist, kommt das letztlich auch den Eltern zugute.

Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Viele Eltern sind verunsichert, wenn es darum geht, wie lange ihr Kind tagsüber oder in der Nacht schlafen sollte.

  • Gerade bei Neugeborenen ist das Schlafbedürfnis sehr unterschiedlich, sie können 16 bis 18 Stunden täglich schlafen. Davon die Hälfte tags und die Hälfte nachts. Sie schlafen jedoch nicht mehr als 1,5 bis 3 Stunden am Stück. Durch die nicht sehr ausgeprägten Tiefschlafphasen erscheint der Schlaf teilweise sehr unruhig.
  • Ab etwa drei Monaten entwickelt sich das Baby allmählich zum Nachtschläfer, sodass sich der Schlafrhythmus der Eltern wieder normalisieren kann. Die Hälfte der Babys ruhen oder schlafen dann nachts mindestens fünf Stunden und insgesamt 14-15 von 24 Stunden.
  • Zwischen vier und sechs Monaten schlafen Babys rund 13 bis 14 Stunden. Davon ca. drei Stunden am Tag. Meist pendelt es sich ein, dass das Baby 1,5 Stunden am Vormittag und 1,5 Stunden am Nachmittag schläft.
  • Ab dem siebten Monat besteht theoretisch die Möglichkeit, 11-12 Stunden hintereinander zu schlafen, wenn die Schlafphasen von vor- und nachmittags verbunden werden können.
  • Spätestens mit einem Jahr haben die meisten Kinder einen Wach-Schlaf-Rhythmus, der durch eine lange durchgehende Schlafperiode in der Nacht sowie einen kürzeren Tagesschlaf am Morgen und am Nachmittag charakterisiert ist, wobei der Gesamtschlaf bei ca. 12 bis 14 Stunden liegt.
  • Kleinkinder im Alter von einem Jahr bis zu fünf Jahren schlafen etwa zwölf Stunden.
  • Kinder im Vorschulalter können immer noch einen Schlafbedarf von zehn bis zwölf Stunden aufweisen.
  • Schulkinder haben ein Schlafbedürfnis von zehn Stunden.

Schlafbedürfnis, Schlaf- und Tagesrhythmus sind sehr individuelle Eigenschaften. Schläft Ihr einjähriges Kind nur etwa zehn von 24 Stunden und ist ansonsten gesund und fröhlich, dann fehlen ihm die zwei Stunden Differenz zum Durchschnitt sicher nicht. Bevor Sie sich über den von der Norm abweichenden Schlafrhythmus Ihres Kindes Sorgen machen, vergleichen Sie diesen mit den Schlafgewohnheiten naher Verwandter oder mit Ihrem eigenen als Kind. Es kann sein, dass sich hier Ähnlichkeiten feststellen lassen.

Ab wann können Babys durchschlafen?

Das nächtliche Durchschlafen steht in Zusammenhang mit dem Reifeprozess des Gehirns, und wie so oft gibt es bei Entwicklungsschritten sehr große individuelle Unterschiede.

Einige wenige Kinder schlafen erst ab einem Alter von 18 Monaten eine ganze Nacht durch, ganz egal, was die Eltern auch ausprobieren. Die meisten Babys lernen dies jedoch sehr schnell. Wenn Sie unsicher sind, ob bei Ihrem Baby eine Schlafstörung vorliegt, besprechen Sie die Situation mit Ihrem Kinderarzt.

Ein Neugeborenes hat einen erhöhten Nahrungsbedarf und wacht ganz natürlich – auch nachts – alle zwei bis vier Stunden auf, um zu trinken. Normalerweise verlängern sich die Schlafintervalle mit der Zeit. Studien zeigen, dass Babys bereits ab einem Alter von sechs Monaten lernen können, mindestens neun Stunden ohne Unterbrechung durchzuschlafen.

Ist das Einschlafritual Erziehungssache?

Gewissermaßen ja. Unabhängig davon, wie ausgereift die Bereitschaft/Fähigkeit Ihres Kindes zum Ein- oder Durchschlafen ist, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass man auch Babys gesunde Schlafgewohnheiten beibringen kann. Auch wenn es nicht immer offensichtlich ist: Babys lieben klare Strukturen, Wiederholungen und Rituale. Schon bald werden wiederholende Abläufe – vor allem abends – geschätzt. Dazu gehören zum Beispiel Baden, eine Babymassage, Stillen, ein Gute-Nacht-Lied oder das Vorlesen aus einem Buch. Eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Kinderschlaf ist, dass das Kind allmählich lernt, selbstständig einzuschlafen.

Bewährte Tipps zum Ein- und Durchschlafen

  • Bevor Sie die Einschlafschwierigkeiten des Kindes „behandeln“, sollten Sie natürlich sicher sein, dass Ihrem Baby nichts fehlt.
  • Die letzte Mahlzeit sollte maximal eine halbe Stunde zurückliegen, bevor Sie Ihr Baby ins Bettchen bringen.
  • Frische Windeln, ein Babybad oder eine Massage erhöhen die Einschlafbereitschaft.
  • Legen Sie von vornherein die Nacht als Zeit des Schlafens und den Tag als Zeit des Wachseins fest.
  • Halten Sie möglichst regelmäßige Bettzeiten ein!
  • Bringen Sie ihrem Baby die Verbindung zwischen Bett und Schlafen bei. Ab drei Monaten sollte das Kind nicht mehr unbedingt auf Ihrem Arm bzw. an der Brust oder Flasche oder im Wohnzimmer auf dem Sofa einschlafen, damit es sich kein falsches Einschlafschema angewöhnt.
  • Geben Sie nicht der Versuchung nach, Ihr Baby immer an der Brust oder mit dem Fläschchen in den Schlaf zu lullen. Dies mag etwas hart klingen, aber es bewirkt, dass das Baby sich schnell daran gewöhnt, dass es auch ohne Einschlafhilfe einschlummern kann.
  • Das Licht sollte nachts ausgeschaltet oder gedimmt werden.
  • Spielen Sie grundsätzlich in der Nacht nicht mit Ihrem Kind und sprechen Sie so wenig wie möglich mit ihm!
  • Sehen Sie nach Ihrem Baby, wenn es schreit, gehen Sie aber gelassen mit der Situation um. Beruhigen Sie es, indem Sie es streicheln und ihm gut zureden, wechseln Sie bei Bedarf die Windel, aber ohne das Baby aus dem Bett zu nehmen oder das Licht anzudrehen.
  • Denken Sie insgesamt bei all diesen Maßnahmen daran, die Nacht für Ihr Baby so ruhig und wenig interessant wie möglich zu gestalten. „Die Nacht ist zum Schlafen da.“
  • Das Einschlafen im Elternbett ist meist eine effektive Methode, und ab und zu ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Mein Baby weint nachts, soll ich es schreien lassen?

Selbstverständlich sollte man das Schreien des Babys niemals ignorieren! Ein Baby, das schreit, braucht seine Eltern. Allein Ihre Anwesenheit gibt Ihrem Baby Geborgenheit. Oft reicht es, wenn Sie es ein wenig halten oder streicheln, damit es sich geborgen fühlt. Ein weinendes Kind braucht die Gewissheit, dass es nicht allein ist. Gehen Sie trotzdem, nachdem Sie Ihr Baby beruhigt haben, wieder aus dem Zimmer und bleiben Sie ein wenig draußen, auch wenn es sofort wieder zu weinen beginnt.

Wenn ein Kind schreit, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es unbedingt etwas zu essen braucht oder unterhalten werden muss. Gehen Sie aber auf alle Fälle sicher, dass Ihr Baby nicht schreit weil es krank ist oder Schmerzen hat.

Mein Baby zahnt

Meist bricht der erste Zahn mit 5-8 Monaten durch. Während manche Kinder das Zahnen ohne große Probleme hinter sich bringen, ist es für andere ein sehr schmerzvoller Entwicklungsprozess. Sabbern, geschwollenes Zahnfleisch, Schlaflosigkeit, unregelmäßiges Stillen – dies alles führt zu einer generell schlechten Laune des Kindes und damit oft auch der Eltern.

Meist hilft es, seinem Kind etwas zu beißen zu geben oder mit dem Finger über den geschwollenen Gaumen zu reiben. Da beim Saugen mehr Blut in den geschwollenen Bereich fließt und so den Schmerz verstärkt, kann das Stillen für das Kind unangenehm sein. Was auch helfen kann, ist Kühlung durch kaltes Wasser oder einen im Kühlschrank kalt gehaltenen Beißring.

Worauf Sie unbedingt noch achten sollten: Ohrenschmerzen werden häufig mit den Schmerzen beim Zahnen verwechselt. Wenn Sie also den Verdacht auf ein Ohrenleiden haben, Ihr Kind Fieber hat oder Sie das Kind absolut nicht beruhigen können, sollten Sie Ihren Kinderarzt kontaktieren!

Wo soll ein Baby schlafen?

Für die Qualität des Schlafs spielt es keine Rolle, ob ein Kind allein, mit Geschwistern oder Eltern in einem Zimmer beziehungsweise einem Bett schläft. Ganz wichtig ist hingegen ein fester Schlaf-/Wach-Rhythmus, der einen gesunden und erholsamen Schlaf am Tag und in der Nacht garantiert. Ebenso förderlich für einen guten Schlaf ist die geeignete Raumtemperatur von 18-20 Grad, gesundes Raumklima (nicht zu trocken, eventuell im Winter nasse Tücher aufhängen) und kein Kopfpolster.

Warum ist es wichtig, dass mein Baby mit der Zeit lernt, auch ohne fremde Hilfe einzuschlafen?

Viele Mütter beklagen sich, dass ihr Baby zwar hervorragend auf ihrem Arm, im Kinderwagen oder im fahrenden Auto schläft, aber sofort zu schreien beginnt, sobald es im Bettchen liegt. In diesem Fall hat das Kind gelernt, Einschlafen mit Bewegung zu assoziieren. Hat ein Kind sich erst einmal daran gewöhnt, Einschlafen mit bestimmten fürsorglichen Handlungen in Verbindung zu bringen – wie z.B. geschaukelt oder im Arm gehalten zu werden – weiß es nicht, wie es auf sich allein gestellt einschlafen kann. Deshalb fängt es an zu schreien.

Wird es regelmäßig aufgehoben, sobald es schreit, und schläft es dann im Arm eines Elternteils wieder ein, wird diese Assoziation verstärkt. Auf diese Weise lernt ein Baby nie, alleine und ohne äußere Hilfe einzuschlafen. Für die Eltern stellt diese Situation oft eine große Herausforderung dar. Einerseits ist das Bedürfnis, sein Baby zu trösten, nur gesund und natürlich, andererseits ist es wichtig, dass Kinder bis zum Alter von ca. sechs Monaten lernen, selbstständig einzuschlafen und sich selbst zu regulieren. Anstatt das einschlafende Baby stundenlang im Arm zu schaukeln, könnte man zum Beispiel ein vertrautes Kuscheltier oder ein Kleidungsstück der Eltern zum Baby ins Bettchen legen.

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Aktualisiert am: 27.08.2015 | 10:01

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Heftiges Schreien tritt bei etwa 10–30% aller gesunden Neugeborenen auf. Die Situation kann für die Eltern sehr belastend sein.

Wie sich die Fremdelphase auf den Schlaf auswirkt

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Fremdelphase: Das Schlafverhalten verändert sich

Jetzt verändert sich nicht nur der Schlafbedarf, sondern auch die Art, wie Dein Baby schläft. Seine Tage werden immer aufregender und Dein Kind hat im Schlaf auch mehr Erlebnisse zu verarbeiten. Das kann auch zu sehr intensiven Träumen führen und bedeutet wahrscheinlich häufiger unruhige Nächte – sowohl für Dein Baby, als auch für Dich.

Wenn sich Kinder in der Fremdelphase befinden, begreifen sie zudem, dass Schlaf auch immer eine Trennung von den Eltern bedeutet. Auch diese Erkenntnis kann bei Deinem Baby zu Wut und Tränen führen und den Schlaf beeinträchtigen. Das Einschlafen wird dadurch natürlich nicht einfacher.

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Nähe und Vertrauen sind das A und O

Wenn Dein Baby nachts aufwacht und weint, solltest Du es daher nicht ignorieren. Solltet Ihr Euch dazu entschieden haben, dass Euer Kind im Elternbett schläft, bist Du ohnehin immer in seiner Nähe und kannst es ganz schnell trösten. Habt Ihr Euch dagegen entschieden, ist es trotzdem wichtig, Deinem Baby zu zeigen, dass Du da bist, wenn es Dich braucht. Tröste Dein Baby zum Beispiel durch sanftes Streicheln und ein Schlaflied.

Auch eine beruhigende Melodie aus einer Spieluhr, wie das hübsche Modell im Stern-Design von Fehn,Anzeige kann beim Einschlafen optimal unterstützen. Denn Babys reagieren positiv auf sanfte, harmonische Klänge und fühlen sich so geborgen.

Lass es jedoch so ruhig wie möglich angehen, damit für Dein Kind nicht noch mehr Aufregung entsteht.

Wenn möglich solltest Du es also nicht aus dem Bett heben, sondern versuchen, dass es im eigenen Bett liegend wieder einschläft. Taste Dich einfach vorsichtig heran und finde heraus, was Deinem Baby und Dir gut tut.

Tipp: Es ist in dieser Phase besonders wichtig, ein festes Zubettgeh-Ritual beizubehalten. Das gibt Deinem Baby Halt und Sicherheit. Viele Eltern baden das Kind, kuscheln zusammen und singen dann gemeinsam immer die gleichen Schlaflieder. Aber jeder kann natürlich ein eigenes Ritual für sein Kind und sich entwickeln.

Wie viel Schlaf braucht Dein Kind jetzt?

Dein Kind braucht immer weniger Schlaf. Allmählich sinkt die Ruhezeit auf 14 Stunden pro Tag. Dabei schläft es nun die meiste Zeit in der Nacht. Tagsüber macht Dein Baby noch circa zwei Tagesschläfchen. Dein Baby entwickelt einen Rhythmus, der nun für circa vier Monate anhalten kann. Hierbei kann es aber ganz individuelle Unterschiede geben. Manche Kinder brauchen mehr, manche weniger Schlaf. Wenn ein Tag besonders anstrengend oder aufregend war, kann es sein, dass Dein Kind auch mal ein paar Stunden mehr schlafen muss.

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Kann und soll der Tag-Nacht-Rhythmus Deines Babys beeinflusst werden?

Nach wie vor musst Du Dich dem Rhythmus Deines Babys anpassen. Denn wann Dein Baby Schlaf braucht und wann nicht, kann es nur selber wissen und wird sich dementsprechend seinen Bedürfnissen beugen. Dein Baby richtet sich nach seiner eigenen inneren Uhr. Du solltest in seine Bedürfnisse nicht eingreifen und Dein Baby schlafen lassen, wenn es möchte.

Wenn Du mit Deinem Baby Babykurse besuchst oder ähnliche Termine hast, lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass es zu diesen Zeiten wach sein muss. Hat Dein Baby keine Probleme damit, Schlaf zu einem anderen Zeitpunkt nachzuholen, bist Du relativ flexibel. Gehört Dein Baby allerdings zu den Kindern, die nicht so schnell und nicht überall einschlafen können, solltest Du für einen geregelten Schlafrhythmus Deines Kindes sorgen. Denn geregelte und feste Schlafenszeiten helfen Deinem Baby, sich auf tägliche Gewohnheiten einzustellen.

Das gilt auch, falls Dein Baby in der Nacht immer zu unterschiedlichen Zeiten wach wird. Seine innere Uhr hat sich noch nicht ganz eingestellt. Du kannst ihm dabei helfen, indem Du einen festen Tagesrhythmus planst und zwar sieben Tage die Woche.

Tipp: Einen geregelten Tagesablauf kannst Du schaffen, indem Du Dein Baby immer zur selben Uhrzeit stillst oder fütterst, mit ihm spazieren gehst oder badest und so weiter. Die Hauptsache ist eine Regelmäßigkeit.

Wo schläft es sich am besten?

  • Am besten geeignet ist ein Bett mit Gitterstäben, wie beispielsweise das Baby-Gitterbett „Moritz“ von Ticaa.Anzeige Dein Kind ist in der Lage, selbstständig die bequemste Schlafposition zu finden. Daher dreht es sich viel hin und her und würde ohne Gitter zu leicht aus dem Bett fallen.
  • In den ersten Jahren ist auch ein Babyschlafsack unverzichtbar und unterstützt bei einem geruhsamen Schlaf. Die Kleinen können sich nicht einfach freistrampeln und die Erstickungsgefahr ist minimiert. Der Babyschlafsack von AlviAnzeige ist für alle Jahreszeiten geeignet, besteht aus 100 Prozent Baumwolle, und gehört eindeutig zu unseren Favoriten.
  • Auch die Matratze spielt eine wichtige Rolle bei einer guten Schlafumgebung schließlich verbringen Babys auf dieser viele Stunden des Tages. Unsere Empfehlung: die OrthoMatra Bambini Babymatratze.Anzeige

Tipp: Verbanne große Kuscheltiere, Schnüre, Ketten oder Ähnliches aus dem Kinderbett. Dein Kind könnte sich selbst strangulieren oder ersticken. Auch tief hängende Mobiles können zu einer Gefahr werden. Erfahre mehr über eine sichere und schlaffördernde Umgebung in unserem Artikel „Die beste Schlafumgebung für Dein Baby“.

Weitere Hintergrundinformationen und Tipps zum Babyschlaf

In unserem Spezial „So lernt Dein Baby schlafen“ findest Du viele hilfreiche Artikel rund um Babys Schlaf. Einen schnellen Überblick zum Schlafverhalten im ersten Lebensjahr kannst Du Dir zudem in den folgenden Beiträgen verschaffen:

Entwicklung in anderen Bereichen

Erfahre auch, wie sich Dein Baby im Alter von sieben bis neun Monaten in anderen Bereichen entwickelt:

  • Bewegung: Dein Baby wird mobil
  • Ernährung: Die gesunde Mischung
  • Kommunikation: Dein Baby erkennt Stimmungen
  • Sinne: Sinnesentwicklung und Entdeckungsdrang
  • Wachstum: Größe und Gewicht Deines Babys
  • Wachstumsschub: Die 8 Wachstumsschübe Deines Babys

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Baby will nicht einschlafen: Alle wichtigen Fragen und Antworten

Zuletzt aktualisiert: 2. August 2019

Endlich ist das neue Familienmitglied da. Doch neben all der Freude, den unbeschreiblichen Glücksmomenten und der Euphorie kommt für viele junge Eltern nun das Erwachen. Das Baby schläft nicht so, wie man es eigentlich erwartet hat.

Wenn du auch zu jenen Eltern gehörst, die mit dem Baby viele nächtlichen Stunden wach sind, dann wird es dich interessieren, das Babys erstens anders schlafen und zweitens deine Hilfe brauchen, um zu einem guten und gesunden Schlaf zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Babys schlafen in den ersten Monate fast ausschließlich in einem leichten Schlaf, der sogenannten REM-Phase, denn diese stellt sicher, dass die Neugeborenen ihre Bedürfnisse wahrnehmen können
  • Wenn Eltern sehr unruhig sind, kann sich das auf das Kind übertragen, wodurch auch dieses eine Unruhe verspürt, welches sich auf den Schlaf auswirkt
  • Rituale können deinem Baby helfen, einen geregelten Einschlaf-Rhythmus zu finden

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Warum wollen Babys nicht einschlafen?

Unruhiger Schlaf bei Kleinkindern kann verschiedenste Ursachen haben. Zunächst sei gesagt, dass unruhiger Schlaf nicht immer auf eine ernsthafte Bedrohung hindeutet, sondern teilweise auch natürlich ist.

Babys sind sehr vielen unterschiedlichen Prozessen ausgesetzt. Unruhiger Schlaf verhindert Tiefschlafphasen und somit das Überleben.

Würden Babys die ganze Nacht im Tiefschlaf verbringen, so würden sie nicht merken, wenn sie Hunger haben, ihnen zu kalt ist oder sonst eine Gefahr droht.

Folgende Gründe können darüber hinaus zu einem unruhigen Schlaf führen:

  • Das Baby hatte einen ereignisreichen Tag
  • Das Baby bekommt die Zähne
  • Bauchschmerzen oder andere Krankheiten
  • Ausgeprägter Moro-Reflex
  • Zu wenig Bewegungsfreiheit oder Lärmquellen

Es gibt viele Gründe, warum dein Baby nicht einschlafen mag. Häufig verarbeitet es Erlebnisse im Schlaf, wodurch Unruhen entstehen können. (Bildquelle: 123rf.com / Anna Grigorjeva)

Hintergrundinformationen: Was du wissen solltest, wenn dein Baby nicht einschlafen will

Es gibt einige Hintergrundinformationen, die dir dabei helfen können, dein Baby und den Schlafrhythmus zu verstehen.

Dein Baby hat ein anderes Schlafbedürfnis als du

Auch wenn es dir vielleicht so vorkommt, aber die Welt deines Babys besteht nicht nur aus dem Rhythmus schlafen, essen, Windeln wechseln und wieder schlafen.

Selbst Neugeborene nehmen die Eindrücke aus ihrer Umwelt war, auch wenn sie vielleicht noch nicht alles visuell aufnehmen können. Sei es deine Stimme, die Geräusche in der Umgebung oder auch Lichteinflüsse und Gerüche. Diese Sinneseindrücke wird es dann in seinem Schlaf verarbeiten.

Davon einmal abgesehen, hat dein Baby aber ganz grundsätzlich ein anderes Schlafbedürfnis als du. Auch seine Schlafgewohnheiten kannst du nicht mit denen eines Erwachsenen vergleichen.

Der Traum eines jeden Elternpaares – das Baby schläft ohne Probleme ein und durch. (pexels.com / Bryan Schneider)

Es wird also eine Weile dauern, bis es sich an deinen individuellen Rhythmus angepasst hat. Außerdem ist es nun einmal von Mutter Natur so vorgesehen, dass dein Baby in den ersten Monaten mehr schläft. Denn diese Zeit braucht es einfach, um zu wachsen und zu gedeihen.

Es ist ein Reifeprozess, wie er natürlicher nicht sein kann und den auch keine Mutter oder kein Vater dieser Welt in irgendeiner Weise tatsächlich beeinflussen oder gar beschleunigen kann.

Was sind typische Schlafzeiten eines Babys?

Während du im Normalfall mit 7 bis 9 Stunden Schlaf auskommst, braucht dein Baby rund 14 bis 20 Stunden Schlaf. Diese Zeit schläft es aber nicht in einem Stück. Vielmehr ist es so, dass dein Baby immer mit Unterbrechungen schläft. Das bedeutet, dass sich der Schlafbedarf auf den ganzen Tag verteilt.

Dabei solltest du aber bedenken, dass nicht jedes Baby gleich ist, was seine Schlafgewohnheiten oder sein Schlafverhalten angeht. Auch bei den Kleinsten der Kleinen gibt es Unterschiede.

In den ersten Monaten lässt es sich kaum vermeiden, dass Neugeborene beim Füttern einschlafen. Ab einem Alter von ca. 3 Monaten sollte man jedoch versuchen, klare Gewohnheiten zu etablieren. Natürlich wird das Baby auch dann hin und wieder noch einschlafen, trotzdem sollten feste Uhrzeiten definiert werden.

Das Baby sollte auch bei noch wachen Zustand in sein Bettchen gelegt werden, optimalerweise befindet es sich bereits in einem leicht schläfrigen Zustand. Die Gefahr des Aufwachens besteht immer dann, wenn sich einzelne Schlafphasen abwechseln.

Bei Babys gibt es drei Entwicklungsschritte im Schlaf, die man als Eltern kennen sollte:

  • Das Neugeborenen-Schlafmuster (0-2 Monate)
  • Babyschlafmuster (2-9 Monate)
  • Kleinkinder-Schlafmuster (9-36 Monate)

Neugeborenen-Schlafmuster (0 – 2 Monate)

Der Schlaf von Neugeborenen beginnt mit der Einschlafphase. Diese sollten Eltern mit einem Ritual dem Baby so angenehm wie möglich gestalten. Werden die Müdigkeitszeichen nicht wahrgenommen, so müssen die Eltern den gesamten Schlafzyklus einmal abwarten, bevor das Neugeborene wieder einschlafen kann.

Das Baby-Schlafmuster (2 – 9 Monate)

Ist das Neugeborene einmal 3 Monate alt, so schläft es 5, manchmal sogar bis zu 8 Stunden am Stück. Die einzelnen Schlafphasen unterscheiden sich stärker und halten gleichzeitig länger an.

Kleinkinder-Schlaf (9 – 36 Monate)

Ab einem Alter von 9 Monaten können die Babys in Bildern träumen, was gelegentlich auch zu Angstträumen führen kann. Ab diesem Zeitpunkt sollte das Kind in die feste Schlafkultur der Eltern integriert werden. Knapp die Hälfte aller Kinder wird während dem Schlaf wiederholt wach.

Diese Hintergrundinformationen sollten alle Eltern kennen, denn nur wenn man die Schlafphasen seiner Kinder versteht, kann man entsprechend handeln.

Babys die älter als 6 Monate sind, kommen bereits mit 2 Schläfchen unter Tags von jeweils 90 Minuten aus. Idealerweise liegen diese am Vor- bzw. Nachmittag. Ist das Kind über ein Jahr alt, so reicht auch ein Schlaf aus.

Warum schläft mein Baby unruhig?

Um hinter die Gründe für den unruhigen Schlaf zu kommen, sollte man sein Kind vor allem auch am Tag sehr intensiv beobachten. Sollte es Schmerzen oder andere Krankheiten wie Fieber haben, so werden diese auch am Tag sichtbar sein.

Ein unruhiger Schlaf gehört bei Babys dazu und sichert deren Überleben. (Bildquelle: .com / marvelmozhko)

Möglicher Grund für einen unruhigen Schlaf können auch Verspannungen sein. In den ersten Monaten ist es beispielsweise ganz normal, dass ein Baby alle 2 bis 4 Stunden Hunger bekommt und dadurch aus dem Schlaf gerissen wird.

Nach dem Einschlafen dauert es ungefähr 30 Minuten, bis die erste Tiefschlafphase beginnt.

Der starke Moro-Reflex ist ganz normal, gerade bei sehr jungen Babys. Er sichert das Überleben und sollte daher nicht überkritisch beurteilt werden.

Blockquote!! Wissenschaftlich bewiesen ist übrigens auch, dass Eltern aufgrund unzureichender Geduld oft unbewusst einen unruhigen Eindruck auf das Baby vermitteln, wodurch es selbst mehr innere Unruhe hat.

Dein Baby wird kurz nach seiner Geburt in einem Rhythmus schlafen, der eigentlich noch gar keiner ist. Zumindest nicht so, wie du ihn von dir oder eventuell deinem größeren Kind kennst.

Auch in den ersten Lebensmonaten wird dein Baby noch nicht in einem typischen Schlaf-Wach-Rhythmus sein, wie es vielleicht auf deinem eigenen Schlafbedürfnis entgegenkommen würde.

Denn Babys müssen das nächtliche Schlafen regelrecht erst lernen. Denn sie haben eben noch nicht diesen Tag-Nacht-Rhythmus, der sich dann auch auf ihr Schlafverhalten auswirkt.

Das liegt im Endeffekt daran, dass das Gehirn von den kleinen Wonneproppen bei der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet ist.

Je weiter also der Entwicklungsstand des Gehirns deines Babys ist, umso besser wird sich dein Kind einen eigenen Schlafrhythmus zulegen.

Du kannst diesen Rhythmus zwar nicht beeinflussen oder gar einprogrammieren. Aber du kannst ihn etwas fördern. Denn besonders die ganz kleinen Kinder unterscheiden nicht nach Tag und Nacht oder nach hell und dunkel. Es ist ihnen also ziemlich egal, ob das Rollo unten ist oder nicht, wenn sie zum Schlafen hingelegt werden.

Doch dein Baby wird ganz unbewusst auf das reagieren, was in seiner unmittelbaren Umgebung passiert. So wird es mit Sicherheit aktiver, wenn du beispielsweise mit der Hausarbeit beginnst.

Ebenso wird es aber bei Weitem ruhiger bleiben, wenn du dich am Abend gemütlich vor den Fernseher setzt oder ein Buch liest.

Was tun, wenn das Baby nicht einschlafen will: Alle wichtigen Tipps und Tricks

Damit das Baby sanft in den Schlaf gleiten kann, gibt es eine Hand voll Tipps und Tricks, die Eltern kennen und unbedingt ausprobieren sollten. Außerdem ist es sehr wichtig, sich über die Ursachen der Schlafstörungen bei Babys im Klaren zu sein.

Woran kann es liegen, dass mein Baby Schlafprobleme hat?

Zunächst einmal ist es völlig normal, dass Babys in den ersten Wochen, meist in einem Zeitraum von 6 bis 12 Wochen, sehr unregelmäßig schlafen.

Ist das Neugeborene etwa 3 bis 4 Monate alt, so kannst du bereits damit beginnen, dem Kind zu einem regelmäßigen Schlafrhythmus zu verhelfen. Bereits sehr kleine Babys haben die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen.

Dies geschieht beispielsweise durch Nuckeln an den Händchen. Während einige Babys bereits nach ein paar Wochen selbstständig einschlafen können, brauchen andere dafür wesentlich länger.

Schlafprobleme sind bei Kleinkindern an der Tagesordnung. Die Ursachen können ganz verschieden sein – man muss sich nur einmal vor Augen halten, welchen Veränderungsprozessen der Körper in jungen Jahren ausgesetzt ist.

In den ersten Monaten ist es sogar so, dass Neugeborene während der Nacht Nahrung brauchen und deshalb automatisch aufwachen.

Warum schlafen Babys so viel und wie hoch ist der Schlafbedarf?

Der Grund warum Neugeborene so viel schlafen, ist im Prinzip recht einfach erklärt. Babys erleben täglich jede Menge Eindrücke, die sie nur im Schlaf verarbeiten können. Hinzu kommen noch die zahlreichen Prozesse im Körper, die täglich für Veränderung sorgen. Blockquote!! Deshalb ist der Körper eines Kleinkindes auch recht schnell schlapp und braucht Ruhe, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

Die Frage, wie viel Schlaf ein Baby braucht, lässt sich nur verallgemeinert beantworten. Letztlich ist jedes Kind individuell und hat deshalb auch individuelle Ansprüche. Die einen kommen mit weniger Schlaf aus, die anderen benötigen mehr.

Alles wichtige zur Schlafqualität sowie Tipps zum besseren Schlafen – auch bei Erwachsenen – erfährst du in diesem Artikel.

Schlafbedarf von Neugeborenen

Folgende Werte können als Durchschnitt betrachtet werden und sollten als grober Leitfaden für Eltern dienen.

Alter Schlafbedarf
0 bis 3 Monate 16-18 Stunden
3 bis 6 Monate 15 Stunden
6 bis 12 Monate 14 Stunden
Älter als 18 Monate 12 bis 13 Stunden

Wie viele Nickerchen pro Tag sind optimal?

Folgende Tabelle zeigt, wie oft Babys oder Neugeborene ein Nickerchen machen sollte.

Alter Anzahl der Nickerchen
0 bis 3 Monate 4 bis 5 Nickerchen
3 bis 6 Monate 3 Nickerchen
6 bis 14 Monate 2 Nickerchen
15 bis 36 Monate 1 Nickerchen

Ab wann schlafen Babys die Nacht durch?

Diese Aussage lässt sich pauschal tatsächlich nur schwer treffen. Generell gilt, dass Babys in den ersten 3-4 Jahren sehr unruhig schlafen, was auf die bereits angesprochenen Ursachen zurückzuführen ist.

Wichtig ist, dass die Elternteile Geduld zeigen und trotzdem an den Ritualen und Tagesabläufen festhalten. Wirkliche Wundermittel für einen Durchschlaf bei Babys gibt es nicht.

Wie bereits erwähnt, schlafen die meisten Babys während der ersten Monate fast ausschließlich in einem leichten Schlaf, der sogenannten REM-Phase. Dies stellt sicher, dass die Neugeborenen ihre Bedürfnisse wahrnehmen können. Durchschlafen bedeutet übrigens, dass ein Baby mindestens 6 bis 8 Stunden am Stück schläft.

Ab wann Babys eine ganze Nacht durchschlafen können lässt sich pauschal nicht sagen und hängt stark vom Individuum ab.

Eine Befragung von über 500 deutschen Müttern ergab, dass nur die Hälfte aller einjährigen Babys durchschlafen.

Was bringen Rituale, wenn das Baby nicht einschlafen will?

Generell ist es wichtig, feste Rituale und Rhythmen für das Kind zu schaffen. Es sollte fest in den Alltagsablauf der Eltern integriert und an deren Bettzeiten angepasst werden.

Besonders Rituale können langfristig beim Einschlafen helfen. Diese Rituale sollten zu einer festen Zeit beginnen, optimalerweise ist das Baby noch wach aber schon leicht müde. Außerdem ist wichtig, dass die Rahmenbedingungen erfüllt sind. So ist beispielsweise eine Temperatur von 18° C im leicht abgedunkelten Schlafzimmer optimal.

Bevor das Baby ins Bettchen gelegt wird, kann ein Entspannungsbad oder eine Massage wahre Wunder wirken. Wichtig ist auch, dass man sich intensiv mit ihm beschäftigen, zum Beispiel kann man ihm ein Liedchen vorsingen oder auch etwas vorlesen.

Festgelegte Schlafens- und Spielzeiten sollten ebenso in Rituale umgewandelt werden wie ein Entspannungsbad oder eine Massage. (Bildquelle: .com / ErikaWittlieb)

Zu den festen Ritualen sollte auch gehören, dass sämtliche Phasen mit hoher Aktivität eher auf den Vor- bzw. Nachmittag gelegt werden.

Abends sollte man das Kind schon einige Stunden vorher auf den Schlaf vorbereiten und eher ruhigere Aktivitäten wie beispielsweise Kuscheln auf dem Sofa einleiten. Dadurch merkt das Kind, dass das Energielevel zurückgeht und bereitet sich so unbewusst auf den Schlaf vor.

Wichtig ist auch, dass Babys feste Orte zum Schlafen haben. So kann der Mittagsschlaf von Kleinkindern beispielsweise immer auf der Couch stattfinden.

Zu einer optimalen und sicheren Schlafumgebung für dein Baby gehören:

  • eine optimale Raumtemperatur von maximal 18° Celsius
  • ein gut gelüfteter Raum, damit genügend Sauerstoff im Kinder- oder Schlafzimmer ist
  • der Verzicht von Kuscheltieren im Kinderbettchen, denn diese könnte sich dein Baby vor Mund und Nase ziehen, so dass es keine Luft mehr bekommen kann
  • das Weglassen von losen Kissen im Kinderbettchen, denn auch diese können durch die Schlafbewegungen direkt auf dem Gesicht des Babys landen und die freie Atmung unterbinden
  • eine nicht zu leichte Bettdecke, die nach Möglichkeit nicht lose liegt, damit dein Baby sie sich nicht im Schlaf über das Gesicht ziehen kann
  • der Verzicht auf elektronische Geräte
  • eine Umgebung, die möglichst frei von störenden Geräuschen oder zu grellen Lichtquellen ist

Darüber hinaus ist es natürlich selbstverständlich, dass dein Baby sein eigenes Bett hat, welches seinen kindlichen Ansprüchen und Bedürfnissen entspricht.

Ebenso verhält es sich mit einer passenden Kindermatratze, die wirklich passend fürs Bettchen ist. Denn ist die Matratze zu klein, können gefährliche Zwischenräume entstehen, die für dein Baby eine Verletzungsgefahr bedeuten können.

Denke auch immer daran, dass du für dein Baby die richtige Schlafbekleidung bereit hältst. Zum einen sollte diese natürlich schön warm und kuschelig sein, damit dein Kind nicht friert. Sie sollte aber auch gut sitzen. Also nicht zu groß oder zu weit sein.

Denn auch hier kann die Gefahr bestehen, dass sich dein Kind im besten Fall nur unwohl fühlt. Im schlimmsten Fall aber kann auch hier die Erstickungsgefahr bestehen.

Blockquote!! Lege dein Baby nie allein ins elterliche Ehebett. Denn dort kann dein Kind erstens schneller herausfallen und zweitens fühlt es sich dort nicht wohl, sondern eher verängstigt und einsam. Dein Baby braucht auch in dieser Hinsicht eher die Nähe.

Experten empfehlen von Geburt an ein eigenes Bett in der Nähe vom Elternbett, da sich das Kind dann automatisch daran gewöhnt, alleine zurechtzufinden.

Gibt es Einschlafhilfen für Babys?

Zu den bereits erwähnten Ritualen können Einschlafhilfen das Schlaferlebnis von Babys, und somit auch der Eltern steigern. Wir zeigen dir 5 Einschlafhilfen, die du unbedingt ausprobieren solltest.

Regelmäßiger Tagesablauf

Ein regelmäßiger Tagesablauf wirkt sich indirekt auf das Einschlafverhalten des Babys aus. Immer die gleichen Abläufe und Muster vermitteln ein Gefühl der Sicherheit und das Energielevel nimmt abends ab, wodurch das Einschlafen leichter gelingt. Kombiniert mit den anderen Einschlafhilfen, ist dies ein sehr wichtiger Faktor für gutes Einschlafen.

Wärme

Gerade im Winter kann es den Neugeborenen schnell kalt werden. Während das Schlafzimmer eher kühl sein sollte, so kann man dem Baby durchaus einen dickeren Schlafanzug oder einen dickeren Babyschlafsack zur Verfügung stellen.

Im Sommer hingegen kann es dem Baby zu warm sein, weshalb man sein Kind dann auch mal ohne Schlafsack ins Kinderbett legen kann.

Kuscheln

Das Kinder Nähe und Geborgenheit brauchen, ist kein Geheimnis. Hier sollten Eltern viel experimentieren, da jedes Kind seine persönlichen Vorlieben hat. Oftmals hilft schon ein beruhigender Tonfall und das Kind schläft auf dem Arm der Mutter oder des Vaters wieder ein.

Vorlesen, Vorsingen oder Musik

Auch bei diesem Punkt gilt wieder: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Einige Kinder bevorzugen Spieluhren, anderen hingegen mögen es lieber, wenn man ihnen etwas vorsingt, oder wenn sie Lieder und Geschichten hören.

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Ein weiterer Geheimtipp der bei vielen Babys zu funktionieren scheint, ist Weißes Rauschen. Das monotone Geräusch gibt den Neugeborenen Geborgenheit und ein Gefühl der Sicherheit.

Trivia: Was du sonst noch wissen solltest, wenn dein Baby nicht einschläft

Was tun, wenn das Baby nachts schreit?

Es wird natürlich auch immer wieder Situationen geben, in denen dein Baby nachts wach wird und schreit. Das kann auch dann passieren, wenn es vielleicht seinen eigenen Schlafrhythmus schon gefunden hat und üblicherweise schon hauptsächlich in den Nachtstunden schläft. Es gibt viele Gründe, warum dein Baby nachts schreiend aufwacht.

Vielleicht ein Traum, der es erschreckt hat, eine nasse Windel, der Hunger, ein Geräusch oder auch das Zahnen, Blähungen und dergleichen. In keinem Fall solltest du aber dein Baby dann einfach schreien lassen. Oftmals reicht es dann schon, wenn du es kurz auf den Arm nimmst und leise beruhigst.

Wenn dein Baby nachts schreit, ist es empfehlenswert zu überprüfen, ob es eine neue Windel braucht, Durst hat oder unter Blähungen leidet. Kannst du diese Gründe alle ausschließen, braucht es vielleicht wirklich nur ein paar Streicheleinheiten, bevor es wieder weiter schläft.

Bei nächtlichem Schreien und Weinen solltest du möglichst wie folgt vorgehen:

  • nachdem du überprüft hast, dass es deinem Baby an nichts fehlt, solltet du es kurz auf den Arm nehmen und beruhigen
  • mache dabei niemals grelles Licht an, sondern versuche alles bei gedimmten Licht zu erledigen
  • hat sich dein Baby wieder beruhigt, dann lege es zurück in sein Bettchen und warte vor der Tür einige Minuten
  • sollte es dennoch erneut anfangen zu weinen, empfiehlt es sich, dass du ein paar Minuten abwartest – meist beruhigt es sich dann gleich darauf
  • klappt das nicht, dann nimm dein Baby erneut heraus und wiege es in den Schlaf – das kannst du machen, indem du leise und langsam durch die Wohnung gehst oder es dir mit dem Baby auf dem Schaukelstuhl bequem machst

Ist das Zahnen für das nächtliche Weinen und Schreien die Ursache, dann streiche deinem Baby etwas Zahnungsmittel auf den Kiefer. Oder gib ihm etwas, worauf es herumbeißen kann. Idealerweise vielleicht einen Beißring, den du vorher im Kühlschrank aufbewahrt hast.

Weitere Tipps für die Einschlafrituale

Auch wenn du dein Baby nicht darauf programmieren kannst, zu welcher Zeit es wie lange zu schlafen hat, kannst du ihm doch eine ganz wichtige Unterstützung geben. Du kannst ihm dabei helfen, seinen eigenen Rhythmus zu finden und gleichzeitig eine gute Einschlafhilfe bieten.

Das Kuscheln mit deinem Kind kann sich neben vielen weiteren Möglichkeiten auch als gute Möglichkeit herausstellen, um dein Baby zum Einschlafen zu bewegen. (Bildquelle: .com / PublicDomainPictures)

Tipps für bewährte Einschlafrituale:

  • das warme Bad vor dem Schlafen beruhigt dein Baby ungemein
  • die wohltuende Babymassage, bevor du den Schlafanzug anziehst, genießt dein Baby immer
  • halte möglichst gleiche Zubettgehzeiten ein, auch wenn bei deinem Baby vielleicht nicht die innere Uhr noch nicht optimal eingestellt ist
  • dimme das Licht soweit es geht, wenn du dein Baby zum Schlafen fertig machst
  • summe oder singe ihm ein Schlaflied vor, während du es noch einmal im Arm wiegst, bevor du es ins Kinderbettchen legst
  • setz dich in einen Schaukelstuhl und kuschle noch etwas mit deinem Baby, während du leise zu ihm sprichst oder ihm eine Geschichte erzählst

Welches Einschlafritual für dich und dein Baby das Richtige ist, musst du allerdings selbst herausfinden. Sicher kannst du auch das eine Ritual mit dem anderen kombinieren – ganz wie es euch beiden guttut.

Wichtig ist dabei jedoch immer, dass es sowohl deinem Baby, als auch dir gefällt. Nutze diese Momente immer auch für dich. Denn nicht nur dein Baby findet so zu einer wohltuenden Ruhe und Entspannung.

Fazit

Wenn Neugeborene nicht einschlafen können oder einen unruhigen Schlaf haben, kann das Mütter und Väter schnell zur Verzweiflung bringen. In den meisten Fällen steckt dahinter aber keine ernsthafte Bedrohung.

Wir haben dir in diesem Artikel ein paar wichtige Hintergrundinformationen und Tipps mit auf den Weg gegeben, damit auch dein Baby sanfter und besser einschlafen kann und die Eltern auch mal wieder etwas Zeit für sich haben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

https://www.elterngeld.de/baby-schlaeft-nicht/#gref

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/0-12-monate/schlafvoraussetzungen/

https://www.netmoms.de/magazin/baby/babyschlaf/wenn-dein-baby-nicht-einschlafen-kann/

https://www.netdoktor.at/familie/baby/mein-baby-schlaeft-nicht-4469

Bildquelle: .com / Profile

Warum kannst du mir vertrauen?

Barbara ist Tagesmutter. In ihrer beruflichen Laufbahn konnte sie bereits viel Erfahrungen im Bereich der Erziehung sammeln. Nun bloggt sie leidenschaftlich gerne darüber und hofft, einigen jungen Eltern helfen zu können. Barbara ist wichtig, dass sie auf dem neusten Stand bleibt, deshalb informiert sie sich regelmäßig über aktuelle Themen im Bereich Erziehung.

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Durch­schlafen lernen

Noch bis zum Ende des ersten Lebensjahres sind die Schlafzyklen eines Säuglings sehr kurz. Sie wachen nachts immer wieder kurz auf. Durchschlafen bedeutet daher, dass das Kind ohne Hilfe der Eltern wieder einschläft. Manche Babys lernen es von allein, andere benötigen dabei etwas mehr Unterstützung.

Von Geburt an gibt es auch unter Babys bereits Lang- und Kurzschläfer, Frühaufsteher und Nachteulen. Wichtig für einen ausgeglichenen Schlafrhythmus ist daher, dass Sie sich auf das individuelle Schlafbedürfnis Ihres Kindes einstellen.

Beobachten Sie dazu Ihr Kind eine Woche lang: Zu welchen Zeiten wird es müde? Wie lange schläft es tagsüber? Wie lange schläft es nachts? Schreiben Sie sich die Stunden auf und rechnen Sie die Zeiten zusammen. Sie sind der individuelle Schlafbedarf Ihres Kindes. Falls Sie möchten, dass Ihr Kind nachts mehr schläft, müssen Sie das ein oder andere Nickerchen am Tag streichen.

Lassen Sie sich Zeit

Geben Sie sich und Ihrem Kind Zeit für die Umstellung und halten Sie die Änderung mindestens eine Woche durch. Eindeutige Empfehlungen, wo ein Kind schlafen sollte, ob in seinem eigenen Bett oder bei seinen Eltern, gibt es nicht. Vertrauen Sie daher auf Ihr eigenes Gefühl, was für Sie und Ihr Kind angenehm und richtig erscheint.

Unruhige Nächte

Zu unruhigen Nächten kann es zum Beispiel dann kommen, wenn sich bei Ihrem Baby ein neuer Entwicklungsschritt ankündigt. Die vielfältigen Eindrücke, die erste kleine Selbstständigkeit, die neu errungenen Fähigkeiten müssen von Ihrem Kind erst einmal verarbeitet werden. Sie kennen das vielleicht von sich selbst. In Zeiten, in denen Sie in Ihrem Beruf oder in Ihrem Privatleben viel um die Ohren haben, kann der Schlaf empfindlich gestört sein.

Ihr Baby benötigt auch Ihre nächtliche Unterstützung, wenn es krank ist oder wenn es große Veränderungen bewältigt, wie etwa einen Umzug, die Eingewöhnung in der Krippe oder die Ankunft eines Geschwisterchens. Beruhigen Sie es und zeigen Sie ihm, dass Sie da sind. Dann wird es schließlich wieder einschlafen.

Hilfen für das Durchschlafen

Haben Sie Geduld mit sich selbst und mit Ihrem Kind. Früher oder später wird es von selbst lernen, die ganze Nacht durchzuschlafen. Rituale und Einschlafhilfen können es dabei unterstützen.

  • Ab dem sechsten Lebensmonat benötigt Ihr Baby keine Nachtmahlzeit mehr. Versuchen Sie daher auf ein Fläschchen oder auf die Brust nachts zu verzichten.
  • Ermöglichen Sie tagsüber ausreichend Ruhepausen und Momente, in denen Sie und Ihr Kind gemeinsam entspannen.
  • Entwickeln Sie ein Einschlafritual vor dem Schlafengehen, bei dem Sie mit ungeteilter Aufmerksamkeit für Ihr Kind da sind.
  • Legen Sie Ihr Kind nach dem Einschlafritual noch wach in sein Bett.
  • Geben Sie Ihrem Kind eine Einschlafhilfe, die es eigenständig nutzen kann, um sich zu beruhigen, zum Beispiel ein Kuscheltier oder den Schnuller.
  • Falls Sie an die Grenzen Ihrer Kräfte stoßen, dauerhaft müde und erschöpft sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie andere professionelle Hilfe.

Schlaf bei Babys – Neugeborene schlafen nicht durch


​Das Leben mit einem Neugeborenen verändert vieles. In den ersten Monaten richtet sich beinahe alles nach den Bedürfnissen des Babys. Auch die Nächte sind bestimmt durch das Schlafverhalten Ihres Babys. Für die meisten Mütter und Eltern bedeutet dies: sie werden mehrfach in der Nacht durch das Schreien ihres Babys geweckt. Das Baby muss gestillt oder gefüttert, gewickelt und beruhigt werden, damit es wieder einschläft.

© Dalia Drulia / Fotolia

Nach einigen Wochen ist der Schlafmangel für manche eine große Belastung. Mütter und Väter leiden unter dem Schlafentzug und sind tagsüber öfter unausgeglichen, einige auch am Ende mit ihren Nerven. Manche stoßen an ihre körperlichen und seelischen Grenzen; sie sind überfordert. Da ist es gut zu wissen: Nicht Babys, die aufwachen, sondern Babys, die durchschlafen, sind die Ausnahme.

Wieviel Schlaf benötigen Babys?
Mein Baby schläft nicht durch – ist das ein Problem?
Was können Sie tun, um Ihrem Kind das Ein- bzw. Durchschlafen zu erleichtern?
Wie lernt mein Kind, sich selbst zu beruhigen?
Was sollte ich noch beim Schlaf meines Babys beachten?
Wie kann ich das Risiko des Plötzlichen Kindestodes vermindern?
Wie kommen Mütter und Väter zu ausreichendem Schlaf?
Was können alleinerziehende Mütter tun?

Wieviel Schlaf benötigen Babys?

In den ersten beiden Monaten schläft ein Neugeborenes im Durchschnitt 16 bis 18 Stunden von 24 Stunden.

Das hört sich viel an. Aber Sie müssen auch wissen, dass sich diese Stundenzahl auf sechs Schlafphasen verteilt. Das macht dann im Schnitt ca. zweieinhalb Stunden Schlaf pro Schlafphase. Dass Babys mehrmals nachts wach werden, ist also völlig normal. Es ist sogar für ihr Überleben und ihre Entwicklung notwendig. Sie haben, anders als Erwachsene, noch keine Tiefschlafphasen, sondern schlafen in einem leichten Schlaf (REM-Schlaf). Dieser leichte Schlaf lässt Babys wach werden, wenn sie Hunger haben, ihnen kalt ist oder die Windel voll ist. Der REM-Schlaf ist überlebenssichernd und von der Natur so gewollt.

Nach etwa vier bis sechs Wochen schlafen die meisten Babys abends ungefähr zur gleichen Zeit ein und wachen nachts und morgens etwa um die gleiche Zeit auf. Dies sind erste erkennbare Fortschritte in der Anpassung an das Tag-Nacht-Schema.

70 % aller Babys schlafen mit drei Monaten nachts durch (sechs bis maximal acht Stunden Schlaf am Stück). Das bedeutet aber auch, dass 30 % der Babys noch häufig nachts aufwachen und ohne Hilfe nicht wieder einschlafen können.

Bis zum sechsten Monat wachen Babys mindestens einmal in der Nacht auf, weil sie Hunger haben

Eine ganze Reihe von Babys erwacht aber bereits nach zwei oder drei Stunden Schlaf und will dann trinken. Auch wenn Sie das nächtliche wiederholte Stillen und Fläschchen geben Ihres Babys sehr anstrengen, müssen Sie es akzeptieren. Und zwar in dem Rhythmus, den Ihr Kind vorgibt. Gewöhnlich verlängern sich die Schlafenszeiten von allein.

Nach dem sechsten Monat sind es immerhin noch 12 % aller Babys, die noch häufig nachts aufwachen und ohne Hilfe nicht wieder einschlafen können. Stillbabys und solche, die es gewohnt sind, mit Elternhilfe einzuschlafen, sind dabei häufiger vertreten.

Aber denken Sie daran: Jedes Kind ist anders und Abweichungen vom Durchschnitt sind an der Tagesordnung. Kindliches Schlafverhalten gilt als angeboren. Es gibt wie bei Erwachsenen Langschläfer und Kurzschläfer. Umgewöhnen kann man das nicht. Bedenken sie, dass Ihr Kind nur so viel schlafen kann, wie es seinem individuellen Schlafbedürfnis entspricht.

Mein Baby schläft nicht durch – ist das ein Problem?

Oft bekommt die Mutter oder das Elternpaar zu hören, dass es früher ein Leichtes war, die Kinder zum Durchschlafen zu bringen, andere Kinder würden von Beginn an durchschlafen. So wird der Schlaf Ihres Babys schnell zu einem Problem, weil nun angeblich Sie als Mutter oder Elternteil etwas falsch machen. Doch das ist Unsinn.

Tatsache ist: Die innere Uhr eines Babys tickt anders als die von Erwachsenen. Ihr Baby kann noch gar nicht nachts durchschlafen. Das ist naturgegeben. Babys müssen das sogenannte Durchschlafen erst lernen. Dazu gehört, dass sie Tag und Nacht unterscheiden lernen. Das ist keine Sache von Tagen, sondern ein Prozess.

Dieser Prozess läuft bei jedem Kind individuell ab. Bei manchen Babys dauert dieser länger, bei manchen kürzer. Vergessen Sie nie: Es ist kein böser Wille, wenn Ihr Baby in der Nacht wach wird, schreit und nicht mehr zur Ruhe kommt. Es ist vielmehr eine Sache der körperlichen und seelischen Entwicklung. Halten Sie sich dies bitte immer vor Augen, wenn Sie kurz davor sind, an Ihrer Schlaflosigkeit oder Ihrem schon wieder schreienden Kind zu verzweifeln. Ihr Baby ist noch nicht soweit. Und denken Sie immer daran: jedes Kind lernt es irgendwann. Versuchen Sie Trost darin zu finden, dass diese Phase bald vorbei sein wird. Außerdem können Sie als Mutter und Eltern Ihrem Kind helfen, wie es leichter in den Schlaf findet.

Warum haben Neugeborene Probleme mit dem Ein- bzw. Durchschlafen?

Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, was es für ein Neugeborenes bedeutet, sich an die neue Lebenswirklichkeit außerhalb des Mutterleibes anzupassen. Bislang hat es im Mutterleib nicht zwischen Tag und Nacht unterschieden. Wenn die Mutter schlief, war es oft putzmunter und turnte in ihrem Bauch. Während die Mutter arbeitete, schlief das Ungeborene. Alles, was es zum Überleben benötigte, war jederzeit vorhanden. Hunger- und Durstgefühle kamen nicht auf, es war immer gleichbleibend warm und angenehm. Es war immer verbunden mit dem Leib seiner Mutter, hörte den beruhigenden Herzschlag seiner Mutter, kannte kein Gefühl des Getrenntseins von ihr.

Nach der Geburt muss das Baby sich umstellen. Es muss sich erst körperlich und seelisch entwickeln, um sich an ein für uns gültiges Tag-Nacht-Schema anzupassen. Anfangs unterscheidet das Baby noch nicht zwischen Tag und Nacht. Sechs Schlafphasen im Laufe des Tages sind typisch, manche Kinder bringen es auf mehr. Um die nächtlichen Schlafphasen auszuweiten, braucht das Baby liebevolle tagtägliche Unterstützung. Und es muss lernen, wenn es aufgewacht ist, sich selber wieder zum Einschlafen zu bringen, denn eins muss allen Müttern und Vätern bewusst sein: es heisst zwar „Durchschlafen“, aber jedes Baby wird jede Nacht mehrfach wach und muss dann lernen, sich alleine wieder zum Einschlafen zu bringen.

Was können Sie tun, um Ihrem Kind das Ein- bzw. Durchschlafen zu erleichtern?

Ihr Baby braucht noch einen engen Körperkontakt und viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Wenn Ihr Baby nicht einschlafen kann oder aufwacht und schreit, benötigt es Zeichen Ihrer Nähe und Fürsorge. Reagieren Sie vertrauensstiftend und beruhigend, helfen Sie damit Ihrem Baby, dass es sich zunehmend selbständig zur Ruhe bringen kann. Übertreiben Sie es mit Ihrer Fürsorge aber nicht. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr Baby nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht. Sprechen Sie lieber leise mit ihm und zeigen Sie ihm mit kleinen Gesten der Zuneigung, dass es sich sicher und geborgen fühlen kann.

Ein Alltag, der nach gewissen Regeln abläuft, hilft Ihrem Kind, zur Ruhe zu kommen und bietet Orientierung. Essenszeiten, Spielzeiten, Aufenthalte im Freien und Ruhezeiten müssen klar voneinander abgegrenzt erlebbar sein und sollten im gleichen Rhythmus stattfinden. Diese von Ihnen einzuführende Struktur hilft Ihrem Kind nach und nach zu lernen, dass alles seine Zeit hat. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie nun keine Ausnahmen zulassen dürfen.

Gehen Sie viel mit Ihrem Kind an die frische Luft. Der Aufenthalt in der Natur und die Bewegung tun Ihrem Kind und Ihnen gut und sind gesund.

Was Ihr Kind tagsüber erlebt, hat Einfluss auf sein Ein- und Durchschlafen. Ein Baby, das erlebt, dass seine „Welterkundungen“ zugelassen und unterstützt werden, gewinnt eher das zum selbstständigen Einschlafen nötige Selbstvertrauen. Spielt Ihr Baby etwa mit seinen Fingern, können Sie es ruhig sich selbst überlassen. Das hilft Ihrem Kind, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Am Abend sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind und Sie langsam zur Ruhe kommen. Laute Musik oder ein laufender Fernseher regen Kinder auf. Ruhige sanfte Musik dagegen mögen schon Babys sehr gerne. Sie hilft beim Entspannen, ebenso wie ein allabendliches Bad, eine sanfte Babymassage, das Zähneputzen, das Anziehen eines Schlafanzuges oder Stramplers. Wenn ein Baby regelmäßig diese Abläufe erlebt, begreift es, dass es Zeit ist, bald schlafen zu gehen. Das Erleben dieser Regelmäßigkeit verschafft dem Baby das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Gefühl benötigt ein Kind, um sich dem Schlaf hingeben zu können.

Aber nur, wenn Ihr Kind wirklich müde ist, wird es auch zur Ruhe finden und einschlafen. Zum Schlafen zwingen kann man kein Baby. Es braucht Müdigkeit. Zeichen von Müdigkeit sind z.B.: Ihr Baby wendet den Blick ab, gähnt, reibt sich die Augen. Ein übermüdetes Kind hat es ebenfalls schwer, einzuschlafen. Es gibt ein sogenanntes „Tor zum Einschlafen“. Wird es übergangen, dauert es meist länger, bis sich ein neues Tor auftut.
Es ist wissenschaftlich belegt, dass Durchschlafprobleme Wiedereinschlafprobleme sind. Alle Kinder wachen mehrmals in der Nacht auf. Nur Kinder, die es nicht wieder schaffen, sich selber in den Schlaf zu bringen, haben Durchschlafprobleme. Ein Kind, das mit Ihrer Unterstützung, zum Beispiel mittels eines kurzen Einschlafrituals, gelernt hat, einzuschlafen, hat es auch in der Nacht einfacher, nach einem Aufwachen selbstständig in den Schlaf zu finden. Es kann sich auf sich selber verlassen.

Ein Einschlafritual sorgt für Sicherheit und Halt

Jede Mutter, alle Elternpaare sollten ihr ganz persönliches Einschlafritual für ihr Baby erfinden, das zu ihnen und ihrem Baby passt und sich daran allabendlich halten. Sie werden sehen, Ihr Kind besteht auf diesem Ritual. Singen Sie Ihrem Baby zum Beispiel nach dem Hinlegen ein Gute-Nacht-Lied vor, das Sie gerne mögen. Wenn Ihr Kind ruhig und entspannt ist, geben Sie ihm einen Gute-Nacht-Kuss und gehen dann aus dem Zimmer. Dieses allabendlich wiederkehrende Ritual gibt Ihrem Kind das Gefühl, dass alles in Ordnung ist und es sich sicher und geborgen fühlen kann.

Allerdings: Das Einschlafritual sollte keinesfalls länger als 30 Minuten dauern, und Sie körperlich nicht anstrengen, da es sonst zu einer aufwändigen Einschlafhilfe wird, die weder Ihnen noch Ihrem Kind dauerhaft gut tut. Vermeiden Sie zum Beispiel, dass Ihr Kind sich daran gewöhnt, herumgetragen und gewiegt zu werden, bis es eingeschlafen ist, oder es gewohnt ist, regelmäßig an der Brust einzuschlafen und schlafend in sein Bettchen gelegt zu werden. Solche Einschlafhilfen haben unangenehme Folgen. Ihr Kind wird diese für es so angenehme Einschlafhilfe schreiend einfordern. Einschlafhilfen, die Sie auf Dauer nicht durchhalten wollen oder können, müssen Sie vermeiden. Ein Kind kann zwar umgewöhnt werden, aber der Preis für Eltern und Kind ist hoch. Eine spätere Umgewöhnung ist für Eltern und Kind anstrengend.

Wie lernt mein Kind, sich selbst zu beruhigen?

Vielleicht hat das Einschlafen auch etwas Bedrohliches für das Kind. Um selbstständig einzuschlafen, müssen Babys lernen, sich selbst zu beruhigen. Manche saugen dazu an ihren Händchen oder räkeln sich. Das sich selber beruhigen gelingt nicht jedem Baby auf Anhieb. Es gibt Babys, die nach dem Aufwachen meist wieder alleine einschlafen. Man kann sie als „Selbstberuhiger“ bezeichnen. „Zeichengeber“ hingegen brauchen elterliche Hilfe, um wieder in den Schlaf zu finden. Quengelt Ihr Baby, sollten Sie leise und beruhigend mit ihm sprechen. Reicht Ihrem Baby dieses Zeichen nicht aus, sollten Sie es sanft streicheln, damit es den Weg zurück in den Schlaf findet. Erst, wenn das nichts hilft, sollten Sie stillen oder das Fläschchen geben.

Die Fähigkeit, ohne engen körperlichen Kontakt, wie er im Mutterleib vorhanden war, einzuschlafen, wächst mit den Monaten. Sie können Ihrem Baby dabei helfen, indem Sie es zum Beispiel nach einigen Monaten nicht mehr gewohnheitsmäßig an der Brust oder auf dem Arm einschlafen lassen. Legen Sie es dann zum Einschlafen lieber in sein Bettchen und führen Sie ein gleichbleibendes, nicht zu lange währendes Schlafritual ein.

Lesen Sie dazu auch unserern Eltern Brief Nr. 2

Was sollte ich noch beim Schlaf meines Babys beachten?

Schreit Ihr Baby nachts, gehen Sie zu ihm. Es braucht Sie. Um ihm zu helfen, sich an das Durchschlafen zu gewöhnen, beachten Sie, dass…

  • … Sie im Schlafzimmer kein Licht anmachen, wenn Sie hineingehen, weil das Baby weint. Streicheln Sie es ein wenig, damit es sich geborgen fühlt.
  • … Sie Ihr Baby zügig wickeln, wenn es nass ist.
  • … Sie nicht mit ihm spielen und nur wenig und mit leiser Stimme mit ihm reden (höchstens ein paar beruhigende Worte). So erkennt das Kind, dass die Nacht nicht zum Spielen da ist, sondern Ruhe und Entspannung angesagt sind. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind nachts unterhalten.
  • … Sie Ihr Baby nicht daran gewöhnen, zum wieder einschlafen die Mutterbrust oder ein Fläschchen zu brauchen. Dann kann es begreifen lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist.
  • … das Schlafzimmer gut durchgelüftet ist. Es ist möglich, dass Ihr Kind leicht schwitzt oder friert. Sorgen Sie dann für die richtige Zimmertemperatur.

Ebenso sollte Sie bei sich selbst für Entspannung sorgen. Babys sind sehr sensibel und einfühlsam. Die Nervosität und Unruhe von Ihnen und Ihrer Umgebung überträgt sich auf Ihr Kind.

Erwarten Sie nicht, dass Sie Ihr Kind abends um 21 Uhr zu Bett bringen und bis morgens um sieben Uhr schlafen können. Wenn Ihr Kind zwischen drei Uhr und fünf Uhr schreit, weil es aufgewacht ist und Hunger oder Durst verspürt, ist das auch für ein durchschlafendes Kind normal.

Wie kann ich das Risiko des Plötzlichen Kindstodes vermindern?

Vom Plötzlichen Kindstod oder Sudden Infant Death Syndrom (SIDS) sprechen Mediziner, wenn ein zuvor gesundes Baby anscheinend ohne ersichtlichen Grund stirbt. Die meisten Fälle treten im ersten Lebensjahr auf. Die Babys wachen nicht mehr auf, sie ersticken im Schlaf. Obwohl die Ursachen für den Plötzlichen Kindstod noch nicht gänzlich erforscht sind, kennt man inzwischen einige Risikofaktoren und weiß, welche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind.

  • Babybett im Elternschlafzimmer Im ersten Lebensjahr sollte das Bettchen oder die Wiege des Babys in Ihrem Schlafzimmer untergebracht sein. Forscher vermuten, dass der Atemrhythmus der Erwachsenen das Kind positiv beeinflusst. Natürlich können Sie Ihr Kind zum Stillen und Kuscheln zu sich ins Bett holen, aber danach sollte es zum Schlafen in sein eigenes Bettchen gelegt werden.
  • Stillen
    Stillen Sie Ihr Baby möglichst bis zum sechsten Monat. Die Muttermilch bietet Schutz vor Infekten und Allergien und stärkt das Immunsystem.
  • Rückenlage
    Am besten ist es, Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken zu legen. Weder die Seitenlage noch die Bauchlage werden empfohlen.
  • Schlafsack
    Ein passender Schlafsack ist die bessere Alternative zu einer Bettdecke. Außerdem verhindert ein Schlafsack später bei älteren Babys, dass sie sich vom Rücken auf den Bauch drehen.
  • Kopfkissen und Schmusetiere
    Babys brauchen kein Kissen zum Schlafen. Auch Schmusedecken und Stofftiere sollten Sie während der ersten Zeit noch aus dem Bett Ihres Kindes nehmen.
  • Matratze
    Die Matratze sollte nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein. Ideal ist, wenn der Körper Ihres Kindes ca. 2 cm in die Matratze einsinken kann. Achten Sie darauf, dass die Matratze luftdurchlässig ist, so zirkuliert die Atemluft besser.
  • Raumtemperatur
    Achten Sie auf die richtige Temperatur im Schlafzimmer. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 16 bis 18 Grad Clesius. Lüften Sie den Raum regelmäßig. Übrigens, Babys brauchen kein Mützchen zum Schlafen. Verzichten Sie auf Wärmflaschen, Heizkissen, dicke Bettdecken und Felle.
  • Nichtraucher
    Forscher haben herausgefunden, dass Säuglinge von rauchenden Müttern ein deutlich höheres Risiko haben, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Ihre Atemwege sind vorbelastet und ihr Immunsystem ist geschwächt. Ihrem Kind zuliebe sollten Sie deshalb das Rauchen aufgeben oder zumindest in der Wohnung darauf verzichten.

Und nicht vergessen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind gesund ist. Gehen Sie zu jeder Früherkennungsuntersuchung. Und wenn Sie über das Schlafverhalten Ihres Kindes beunruhigt sind, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin darüber reden.

Wie kommen Mütter und Väter zu ausreichendem Schlaf?

Dass Sie als Mütter und Eltern eines Babys nicht monatelang auf Ihre Nachtruhe verzichten können, ist natürlich. Sie brauchen Ihren Schlaf, um sich von dem anstrengenden Alltag mit Ihrem Baby zu erholen. Sie müssen neue Kräfte sammeln. Müde, abgespannt, gestresst nach einer durchwachten Nacht – so können Sie den nächsten Tag kaum überstehen. Ihr Wunsch nach Nachtruhe ist daher völlig normal. Um wenigstens hin und wieder Kraft zu schöpfen, hilft nur, dass Sie und Ihr Partner sich absprechen. Einigen Sie sich darauf, abwechselnd aufzustehen. So kommen Sie beide in den Genuss, immer wieder einmal eine Nacht durchschlafen zu können.

Ein weiterer Tipp: Handeln Sie pragmatisch. Passen Sie die eigenen Schlafenszeiten in den ersten Monaten an die Schlafzeiten Ihres Kindes an. Damit erhalten Sie beinahe soviel Schlaf wie das eigene Kind. Und nutzen Sie auch den Mittagsschlaf Ihres Kindes zur Erholung.

Was können alleinerziehende Mütter tun?

Alleinerziehende Mütter sind zeitlich oft besonders belastet, weil kein Partner da ist, der nach Feierabend eine Entlastung darstellen könnte. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich nicht scheuen, angebotene Hilfe zu ergreifen. Lassen Sie sich von Oma und Opa, den Geschwistern und von Freunden helfen, damit Sie endlich einmal wieder ausschlafen können. Und nehmen Sie ruhig Ihr Kind mit in Ihr Bett. Schlafen Sie am Tag, wenn Ihr Kind Mittagsschlaf macht. Denken Sie daran: der Haushalt ist nicht so wichtig. Ihr Schlaf und Ihre Gesundheit sind es schon.

Die lang ersehnte Ruhe – Ab wann schläft mein Kind nachts durch?

Ab dem sechsten Monat schlafen einige Babys schon den Großteil der Nacht durch. Freut euch aber nicht zu früh. Es kann durchaus vorkommen, dass die eine oder andere Nacht noch unruhig verläuft. Dabei muss nicht unbedingt Hunger die Ursache für das Aufwachen sein. Fühlt sich euer Baby nachts unwohl und weint laut, beruhigt es mit eurer Stimme und Streicheleinheiten. Mit der Zeit pendelt sich ein beständigerer Nachtrhythmus ein. Mit sieben Monaten schläft euer Baby dann schon 8-10 Stunden durch. Es ist in dieser Phase normal, dass es ab und zu noch wach wird. Allerdings müsst ihr nicht bei jedem Schreien eures Babys aufstehen. Wartet eine kurze Zeit ab, ob es sich von alleine beruhigt. Falls nicht, geht zu ihm und beruhigt es, ohne es zwingend auf den Arm zu nehmen. Auch wenn es euch schwer fällt, bleibt konsequent. Nur so kann sich euer Baby an den neuen Schlafrhythmus und das Durchschlafen gewöhnen. Im Alter von einem Jahr benötigt euer kleiner Schatz dann noch etwa 14 Stunden Schlaf am Tag, wobei 10-12 Stunden auf die Nacht entfallen. Jetzt könnt auch ihr euch wieder auf ruhigere Nächte freuen.

Einschlafen und Durchschlafen im Babyalter

Die innere Uhr
Jeder Mensch hat einen zirkadianen Rhythmus (Winfree) nach dem die verschiedensten Körperfunktionen ablaufen. Das Schlafen und Wachen gehören auch zu diesen Körperfunktionen. Zirkadian kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus circa ( = ungefähr) und dies (= Tag) zusammen. Dies bedeutet, dass wir Menschen einen inneren Tagesrhythmus haben, der nur ungefähr mit dem naturgegebenen 24 Stunden-Tag übereinstimmt. In den ersten zwei Lebensjahren wird zunehmend ersichtlich, wie dieser Rhythmus beim eigenen Kind eingestellt ist, wie seine innere Uhr geht. Bei manchen Menschen und daher auch bei Babys ist diese innere Uhr mit dem äußeren 24 Stunden-Rhythmus identisch. Diese Babys sind sehr pünktlich, wenn es ums Schlafen oder Essen geht. Sie finden ihren Rhythmus meist ohne viel Zutun der Eltern.

Der größte Teil der Menschen gehört jedoch zu den sogenannten Abendtypen bzw. Morgenmuffel. Ihre innere Uhr geht langsamer. Sie haben einen längeren zirkadianen Rhythmus als 24 Stunden. Dadurch sind sie am Abend immer noch munter und könnten noch länger aufbleiben, am Morgen jedoch kommen sie schwer aus dem Bett und brauchen eine Zeit, bis sie in Schwung kommen. Auch bei Babys und vor allem bei Kleinkindern ist dieser Rhythmus bereits sichtbar. Diese Babys finden am Abend schwerer in den Schlaf, und haben unregelmäßigere Zeiten beim Essen usw. Wenn man sie nur nach dem eigenen Rhythmus lässt, verschieben sie alle Zeiten ständig etwas nach vorne. Sie brauchen nach der ersten Kennenlernzeit von ca. 3 Monaten die Eltern als äußere Zeitgeber, um ihre innere Uhr mit unserem von der Natur vorgegebenen 24 Stunden-Rhythmus abzustimmen.

Ein wiederum kleiner Teil der Menschen und somit auch der Babys hat einen kürzeren zirkadianen Rhythmus. Dies sind die Morgenmenschen oder Frühaufsteher. Diese Babys schlafen am Abend früh ein und lassen sich leicht zur Ruhe bringen. Sie sind jedoch oft auch sehr früh wieder wach und meinen, der Tag hat schon längst begonnen. Babys sind also unterschiedlich, manche finden ihren Tagesrhythmus ab ca. 3 Monaten ganz von selbst. Sie werden von den Eltern meist als sehr pflegeleichte Babys beschrieben. Andere wiederum sind auf die Unterstützung ihrer Eltern durch eine regelmäßige Tagesstruktur angewiesen, um einen Rhythmus für Schlafen, Essen, usw. zu finden.

Viel-Schläfer und Wenig-Schläfer gibt es von Geburt an
Der Schlafbedarf steht nicht in Zusammenhang mit dem zirkadianen Rhythmus. Beim Baby verändert sich der Schlafbedarf im ersten Lebensjahr von 12 bis18 Stunden mit drei Monaten auf 12, bis 16 ½ Stunden mit einem Jahr. Babys schlafen also unterschiedlich lang und reduzieren zusätzlich ihren Schlafbedarf im Laufe des ersten Lebensjahres. Ob ein Baby genug Schlaf bekommt, kann man feststellen, wenn man es im Wachzustand beobachtet. Ausgeschlafene Babys sind zufrieden und interessieren sich je nach Alter für ihre Umgebung.

Durchschlafen
Die Fähigkeit durchzuschlafen hängt mit der Gehirnentwicklung zusammen. 70% der Babys können ab 3 Monaten bis zu 5 Stunden in der Nacht an einem Stück schlafen (Moore 1957). Dies heißt, dass sie das kurze Aufwachen nach ca. einer Stunde nicht bemerken oder zumindest ohne zusätzliche Unterstützung schnell wieder in den Schlaf finden. Weitere 13% schaffen das mit ca. 6 Monaten. 10% der Babys brauchen jedoch im gesamten ersten Lebensjahr Hilfe zum Weiterschlafen. Vom Durchschlafen spricht man im ersten Lebensjahr, wenn das Kind 6 Stunden am Stück schläft.

Ein Durchschlafen über 10 bis 12 Stunden, wie sich das viele Eltern vorstellen, ist für Babys im ersten Lebensjahr noch nicht möglich. Zwischen 6 und 12 Monaten wachen jedoch Babys, die vorher bereits durchgeschlafen haben, zeitweise wieder auf. Häufige Ursachen sind: verringerter Schlafbedarf, Zahn- oder Ohrenschmerzen, Kranksein. Auch ein Entwicklungsschub kann Babys ebenfalls so in Beschlag nehmen, dass sie wieder vermehrt Unterstützung (z.B. mehr Geborgenheit) zum Weiterschlafen brauchen. Im zweiten Halbjahr spielen Hunger oder Durst nur mehr selten eine Rolle beim nächtlichen Erwachen. Es gibt daher viele Gründe, warum ein Baby in der Nacht wach wird und Hilfe zum Weiterschlafen braucht.

Selbstberuhigungsmöglichkeiten von Babys
Babys haben von Anfang an, Fähigkeiten sich selbst zu beruhigen. Dieser Bereich der sogenannten Selbstregulation ist anfangs mit Saugen am eigenen Händchen oder Sich-Rekeln noch sehr gering. Das Baby entwickelt sich ständig weiter und so nimmt auch seine Fähigkeit zu, sich zu beruhigen und wieder in den Schlaf zu finden. Manche raunzen oder quengeln ein wenig vor sich hin, schlafen, dann jedoch sofort weiter. Andere beruhigen sich mit Hilfe eines Schnullers, andere schaukeln etwas mit dem Kopf oder halten ein Schmusetierchen ganz fest. Die Bandbreite der Selbstberuhigungsmöglichkeiten nimmt mit zunehmendem Alter der Babys zu und sollte von den Eltern wahrgenommen und unterstützt werden.

Eine Selbstberuhigungsmöglichkeit ist sich rhythmisch zu bewegen, eine Art sich selber schaukeln. Mehr als 50% der Babys zwischen 6 und 12 Monaten schaukeln beim Einschlafen oder auch zeitweise tagsüber mit dem Körper, wackeln mit dem Kopf oder machen andere rhythmische Bewegungen. Wenn es dem Baby sonst gut geht und es im Wachzustand ausgeglichen und interessiert ist, scheint dies der Spannungsbeseitigung und Beruhigung zu dienen und ist kein Zeichen von innerer Verlassenheit. Es hört im zweiten Lebensjahr meist von selbst auf. Wenn das Baby jedoch Belastungen erlebt hat, oder auch sonst verändert ist, sollte der Kinderarzt angefragt werden.

Entwicklung von Gewohnheiten
Mit der zunehmenden Gehirnentwicklung können Babys ab ca. 5 Monaten langsam Muster erkennen. Damit entwickelt sich eine gewisse Merkfähigkeit und damit verbunden eine Erwartungshaltung. Das Baby lernt also gewisse Handlungen mit einem bestimmten nachfolgenden Ereignis zu verbinden. Dies sind Voraussetzungen, die dem Baby helfen, sich an manche Dinge zu gewöhnen und auch selbst Gewohnheiten zu entwickeln. Ab diesem Zeitpunkt kann man ein Baby an Abläufe gewöhnen (vorausgesetzt man überfordert es nicht) und somit auch verwöhnen.

Ein Kind verwöhnen heißt, ihm ständig etwas abnehmen, was es selber bereits kann. Eltern die ihr Kind verwöhnen, gehen also an den wirklichen Bedürfnissen ihres Kindes vorbei.

Positive Gewohnheiten wie z.B. immer dasselbe kurze Einschlafritual, geben dem Baby Orientierung und Sicherheit und unterstützen so das ruhige Einschlafen.

Schlafen am Tag
Der Tagschlaf von Babys verändert sich im Laufe des ersten Jahres ebenfalls. Beträgt er mit 3 Monaten noch 3 bis 6 Stunden, so schlafen Babys mit 12 Monaten am Tag nur mehr eine ½ bis 3 Stunden. Sie teilen diese Zeit anfangs meistens in drei, später in zwei Portionen auf. Zwischen 10 und 18 Monaten stellen die meisten Kinder ihre Tagschlafzeiten auf einen Mittagsschlaf um. Der Schlafbedarf eines Kindes ist eine feste Größe. Das heißt, wenn ein Kind tagsüber viel schläft, schläft es nachts umso weniger und umgekehrt (Largo).

Was hilft Babys beim „Schlafen lernen“
Viele Kinder finden in den ersten 3 bis 4 Monaten ihren Schlaf-Wach-Rhythmus und schlafen in der Nacht mehr und auch einige Stunden durch und am Tag weniger. Sie zeigen deutlich, wenn sie müde werden und schlafen leicht ein.

Wenn Eltern jedoch z.B. ein Abendkind haben, das mit 7 Monaten immer noch sehr unregelmäßig lebt, so braucht es Hilfe um einen Rhythmus entwickeln zu können. Ein regelmäßiger Tagesablauf, wo zu ähnlichen Zeiten aufgestanden, gegessen und schlafen gegangen wird, ist für diese Kinder wichtig.

Besonderes Augenmerk gilt dem Einschlafritual. Darunter versteht man die Aktivitäten, die sich vor dem Einschlafen des Kindes abspielen. Das Einschlafritual bestimmt den Verlauf des Abends und auch der anschließenden Nacht. Die letzte Stunde vor dem Einschlafen sollte möglichst ruhig und stressfrei gestaltet werden. Wenn Eltern ihr Baby schon ein wenig kennen, können sie ein passendes Einschlafritual anbahnen und schauen, ob es für ihr Kind passt. Ab 5 Monate, ist es bereits sehr sinnvoll, ein regelmäßiges Einschlafritual, das Ruhe und Geborgenheit vermittelt und das Kind auf den Schlaf einstimmt, zu gestalten. Die Dauer richtet sich nach der Zeit, die das Baby braucht, um zur Ruhe zu finden. Es sollte jedoch nicht länger als 30 Minuten sein. Durch den täglich gleichbleibenden Ablauf, von z.B. Abendmahlzeit, Schlafanzug anziehen, mit Papa noch etwas ruhig plaudern, ins Bettchen gebracht werden, Schlafliedchen und Gute-Nachtgruß, wird das Baby auf den Schlaf eingestimmt. Ein entspannendes Bad tut oft auch gut, manche Babys macht es jedoch munter.

Ein passendes Kuscheltier, eine Stoffwindel oder ein anderer, für das Baby geeigneter Gegenstand kann das Einschlafen erleichtern und sollte dem Kind zur Verfügung gestellt werden. Am Schluss sollten die Eltern nicht fluchtartig den Raum verlassen, sondern einen sanften Abgang wählen. Ein klarer, immer wiederkehrender Ablauf gibt dem Baby ein Gefühl von Sicherheit.

Im zweiten Lebenshalbjahr können Eltern auch darauf achten, dass die letzte Mahlzeit zumindest 30 min vor dem Einschlafen ist. Dann gehört das Stillen oder Trinken aus der Flasche nicht mehr direkt zum Einschlafen dazu, und die Babys vermissen es in der Nacht nicht. Zwischen Einschlafen und Durchschlafen besteht ein direkter Zusammenhang. Daher zahlt sich die entsprechende Sorgfalt beim Einschlafritual immer aus. Was dem Baby beim Einschlafen Geborgenheit vermittelt, danach verlangt es auch in der Nacht, wenn es Unterstützung zum Weiterschlafen braucht.

Wenn man mit dem Baby auswärts übernachtet, sollte möglichst viel Vertrautes mitgenommen werden.

Jedes Baby hat seine individuelle Schlafentwicklung und braucht seine Zeit um gut Ein- und Durchschlafen zu können. Eltern helfen ihm dabei mit Gelassenheit und Geduld. Wenn es jedoch zu unverständlichen Schlafproblemen oder zu Überforderung kommt, dann sollten sich Eltern in einer Beratungsstelle Hilfe holen.

Babys: Schlaf und durchschlafen im 1. Lebensjahr

Es ist wichtig, dass Kindern ihrem eigenen Bedarf entsprechend schlafen, denn zu wenig oder zu viel Schlaf kann das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Schlaf-Wach-Rhythmus bei Babys

Der Schlaf ist bei Kindern und Erwachsenen durch Schlafzyklen geprägt. Diese entstehen durch den regelmäßigen Wechsel von oberflächlichen (REM-Schlaf) und tiefen Schlafstadien (Non-REM-Schlaf). Zwischen diesen Schlafzyklen erwacht der Körper kurz, am Morgen fehlt jedoch in der Regel die Erinnerung daran. Beim Erwachsenen dauert ein Schlafzyklus zirka 90 bis 120 Minuten, beim Säugling ungefähr 50 Minuten.

In den ersten Lebenswochen des Babys ist der Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht an den Tag-Nacht-Rhythmus gebunden. So schlafen Säuglinge gleichmäßig über den Tag und die Nacht verteilt, sodass Schlafzyklen noch nicht unbedingt in die Nacht fallen. Logischerweise kann ein Baby deshalb auch noch nicht durchschlafen. Vor allem bedingt durch das Tageslicht passen Säuglinge ihr Schlafverhalten nach einigen Wochen – durchschnittlich nach zehn bis 15 Wochen – an den Tag-Nacht-Rhythmus an.

Wie Ihr Baby die Welt im ersten Jahr sieht

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Ab wann kann ein Baby durchschlafen und wie lange?

Neugeborene können zunächst noch gar nicht durchschlafen, da sie kurze Schlafperioden haben und wegen Hunger nachts zwei bis drei Mahlzeiten sowie frische Windeln brauchen. Wenn sich im Laufe der Zeit langsam ein Rhythmus ausgebildet, können Babys allmählich die Nächte durchschlafen. Durchschlafen bei Babys bedeutet, dass sie erst nach zwei Schlafzyklen von je drei bis vier Stunden erwachen, sodass sie in der Nacht insgesamt sechs bis acht Stunden durchschlafen. Bis zum siebten Monat ist es völlig normal, dass ein Baby mindestens einmal pro Nacht aufwacht, weil es Hunger hat. Wie lange es dauert, bis ein Baby durchschläft, kann individuell sehr verschieden sein, ebenso wie die Bedürfnisse des Kindes und sollte Eltern nicht unter Druck setzen.

Tipps, um dem Baby das Durchschlafen zu erleichtern

Eltern können den Schlaf-Wach-Rhythmus ihres Babys positiv beeinflussen, indem sie einen regelmäßigen Tagesablauf verfolgen. Es ist ratsam, dass Mahlzeiten, Aktivitäten wie Spaziergänge und Schlafenszeiten möglichst täglich zur gleichen Zeit erfolgen. Bestimmte Einschlafzeremonien wie eine Spieluhr erleichtern Säuglingen zudem das Einschlafen. Manche Babys schlafen besser, wenn sie gepuckt werden. Feste, regelmäßig wiederkehrende Rituale können in den ersten Wochen und Monaten für das Baby und seine Eltern hilfreich sein.

Tipps für eine ruhige Nacht:

  • Struktur im Alltag: Rituale wie ein Gute-Nacht-Lied oder eine morgendliche Massage zeigen dem Baby immer gleiche Abläufe, an die es sich gewöhnen wird. So entwickelt es auch ein Gefühl für den aktiven Tag und die ruhige Nacht. Feste Zeiten, wann das Kind zum Schlafen gebracht wird, helfen außerdem, den Rhythmus zu entwickeln.
  • Schlafbereitschaft erkennen: Lernen Sie Ihr Baby kennen und finden Sie den richtigen Zeitpunkt, es ins Bett zu bringen, indem Sie auf Müdigkeitssignale achten (gähnen, Stirnrunzeln, wendet sich ab und möchte seine Ruhe haben, reibt sich die Augen, zupft an Haaren oder Ohren).
  • Schlafbedürfnis unterstützen: Neben einem regelmäßigen Tagesablauf sollten Sie täglich ein bis zwei Stunden an die frische Luft mit dem Baby. Bieten Sie ihm außerdem ausreichend Möglichkeiten, sich zu bewegen (Krabbeldecke, Baden, Wickeltisch) und somit auszupowern.
  • Schlafen vorbereiten/Einschlafritual: Indem das Schlafen nach immer gleichem Muster vorbereitet wird (z. B. Schlafsack anziehen, Gute-Nacht-Lied singen, Spieluhr aufziehen, Küsschen geben), lernt das Baby den Ablauf kennen. Wichtig ist, dass das Zubettbringen kurz und liebevoll gestaltet ist und somit positiv gespeichert wird. Manche Kinder mögen es, wenn sich ein Elternteil mit hinlegt zum Einschlafen. Dies kann vorübergehend gemacht werden, wenn Sie das Gefühl haben, das Ihr Baby das braucht, um sich sicher zu fühlen und durchzuschlafen.
  • Ruhig und leise sprechen: Vermeiden Sie Unruhe und Stimulation von außen, indem Sie nach dem Füttern oder Windeln wechseln nur leise und ruhig mit Ihrem Baby sprechen und es gleich wieder hinlegen, wenn es ruhig ist.
  • Stimulation von außen vermeiden: Um den Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln, sollte nachts und abends nur gedämpftes Licht an sein.
  • Familienbett: Das Familienbett bietet viele Vorteile, gerade, wenn das Baby noch gestillt wird, da es nicht extra aus seinem Bettchen zum nächtlichen Stillen geholt werden muss. Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys im Familienbett seltener aufwachen und weniger schreien. Mehr Infos zum Familienbett finden Sie hier.
  • Schlafumgebung: Im ersten Lebensjahr wird empfohlen, dass das Baby im Elternschlafzimmer im eigenen Bett schläft. Mehr Infos zur Schlafumgebung für Babys

Eltern sollten akzeptieren, dass es einfach auch Babys gibt, die im ersten Jahr nicht durchschlafen und aufwachen, weil sie beispielsweise Durst haben. Das wird sich ganz sicher irgendwann ändern!

Diese 5 Gewohnheiten sind bei Babys normal

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Ist es sinnvoll, durchschlafen mit dem Baby zu trainieren?

Es gibt einfach auch Babys, die trotz aller Bemühungen ihrer Eltern schwer in den Schlaf finden oder auch mit knapp einem Jahr immer noch drei- bis viermal pro Nacht stillen möchten. Das kann für alle Beteiligten zermürbend sein und Eltern wünschen sich oft eine Lösung. Hierbei stoßen sie oft auf Schlaflernprogramme. Am bekanntesten ist die Ferber-Methode, um dem Baby Ein- und Durchschlafen beizubringen. Dabei wird das Kind ins Bett gelegt, mit einem liebevollen, aber kurzen Ritual verabschiedet und dann alleine gelassen. Weint das Baby, wird drei bis fünf Minuten abgewartet, bevor Mutter oder Vater ins Zimmer gehen, um das Kind kurz zu trösten und wieder zu verlassen. Dieses Vorgehen wird so lange wiederholt, bis das Kind schläft. Das kann jedoch gerade anfangs mehrere Stunden dauern und für alle Beteiligten schwer zu ertragen sein. Kritiker des Schlaftrainings vermuten, dass dem Baby so seelische Schmerzen zugeführt werden, die eine Frustration auslösen. Dies führe zu einem gestörten Urvertrauen und schüre auch später Verlassensängste. Außerdem kann man schlafen und durchschlafen nicht wirklich üben oder trainieren mit einem Baby, schließlich muss es seinen eigenen Rhythmus finden und zur Ruhe kommen.

Letztendlich schlafen alle Kinder irgendwann im eigenen Bett durch. Wenn die Nerven der Eltern es mitmachen, ist es ideal, dem Baby die Zeit zu geben, die es braucht, um seinen eigenen Schlafrhythmus zu finden. Bis dahin können die oben genannten Tipps unterstützend wirken.

Wenn Sie übermüdet und genervt sind: Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme über Ihre Situation. Sie wissen genau, welchen Belastungen Sie in den ersten Lebenswochen Ihres Kindes oft ausgesetzt sind und können mit Ihnen zusammen nach Lösungen suchen. Und vergessen Sie nicht: Die erste Zeit geht vorüber!

Wie viele Stunden Schlaf im ersten Lebensjahr?

Die Dauer des Schlafs ist im ersten Lebensjahr sehr unterschiedlich, durchschnittlich schlafen neugeborene Babys 16 Stunden am Tag. Manchen Babys reichen jedoch bereits 14 Stunden, während andere Babys bis zu 20 Stunden täglich schlafen. Während des Schlafens gehören rhythmische Bewegungen wie beispielsweise Kopfwackeln zum normalen Schlafverhalten von Babys.

Durchschnittliche Schlafdauer von Babys und Kindern bis 6 Jahren

Die Angaben in der Tabelle, wie viele Stunden ein Baby/Kind schläft, bezieht sich nicht ausschließlich auf den Nachtschlaf, also durschlafen, sondern benennt die Gesamtdauer pro Tag.

Alter Schlafdauer (im Durchschnitt!)
0-6 Monate ca. 17 Stunden
3 Monate ca. 14,5 Stunden
6-12 Monate ca. 14 Stunden
18 Monate ca. 13,5 Stunden
2 Jahre ca. 13 Stunden
3 Jahre ca. 12,5 Stunden
4 Jahre ca. 12 Stunden
5 Jahre ca. 11,5 Stunden
6 Jahre ca. 11 Stunden

Egal wie Ihr Kind schläft, vergessen Sie nicht: Jedes Baby ist anders und Abweichungen zu anderen und Durschnittswerten sind völlig normal. Manche Kinder schlafen gerne, andere wehren sich gegen Schlafen. Wenige Babys schlafen schon früh durch, bei anderen dauert es länger und manchmal schlafen auch die frühen „Durchschläfer“ plötzlich nicht mehr durch. Lassen Sie sich nicht von Aussagen anderer Mütter verunsichern – Ihr Baby und sein Schlaf sind eben individuell.
Unser Schlafverhalten ist uns auch in die Wiege gelegt. Wie bei den Eltern auch, gibt es bei Babys Lerchen und Eulen: Die einen brauchen nur zehn bis zwölf Stunden Schlaf, während andere bis zu 20 Stunden schlummern und ihren Schlaf genießen.

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