Wann mit abendbrei beginnen

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Der Abendbrei

  1. Ab einem Alter von 6 Monaten benötigt dein Baby noch etwa 500-600 ml Milch pro Tag.
  2. Ein Richtwert für eine volle Mahlzeit lautet: 20 Gramm Getreideflocken werden in 200 ml Muttermilch oder Folgemilch eingerührt. Süße den Brei bitte nicht zusätzlich. Später kann Obst den Geschmack abrunden.
  3. Es ist völlig normal, wenn dein Baby anfangs nur sehr kleine Portionen isst – schließlich fängt es gerade erst an, sich an Beikost zu gewöhnen. Mit der Zeit werden die Portionen dann von ganz allein größer. Du darfst nach jeder unvollständigen Mahlzeit noch stillen bzw. das Fläschchen geben bis dein Baby satt ist.
  4. Achte darauf, spezielle Getreideflocken für Babys zu verwenden, z. B. Milupa Reis Flocken, Milupa Feiner Grieß und Milupa 7 Korn Flocken. Sie sind extra für Babys gemacht und unterliegen deutlich strengeren Anforderungen und Kontrollen als konventionelle Getreideflocken für Erwachsene. Auch passt ihr Nährstoffgehalt zum Bedarf von Babys im Krabbel- und Lauflernalter.
  5. Getreideflocken für Babys haben außerdem eine altersgerechte Textur und sind somit angenehm für Babys Mundmotorik und Bäuchlein.
  6. Diese vollwertige Mahlzeit macht schön satt und der kleine Organismus bekommt alles, was er für ein gesundes Wachstum braucht. Wenn dein Baby den Milch-Getreide-Brei am Abend gut verträgt, folgt im nächsten Schritt der milchfreie Getreide-Obst-Brei.

Milch-Getreide-Brei einführen

Liebe „Soy1“,
da drehe ich die Reihenfolge einfach mal um und beginne mit dem Gluten.
Hier gibt es quasi seit einiger Zeit nicht mehr diese rigiden Empfehlungen von früher. Die Ernährung des Säuglings (Stillen, Zeitpunkt der Einführung von kleinen Mengen Nudeln bzw. anderen glutenhaltigen Getreideprodukten) hat nach aktuellem wissenschaftlichem Stand keinen Einfluss auf das Zöliakierisiko. Um zu prüfen, wie gut Ihr Kind glutenhaltiges Getreide verträgt, ist es günstig mit kleinen Mengen Gluten zu starten und die Menge allmählich zu erhöhen. Genau wie Sie es gemacht haben. Mehr müssen Sie nicht mehr tun. Sie können jetzt ganz nach Belieben glutenhaltige Breie anbieten.
Hat sich das Menü am Mittag gefestigt, spricht nichts dagegen mit einem zweiten Brei weiter zu machen. Üblicherweise ist das nach den einschlägigen Empfehlungen der Milch-Getreide-Brei. Milch & Getreide sind eine ideale Kombination am Abend. Sie liefern wichtige Nährstoffe und das Getreide sorgt für eine angenehme Sättigung.
Starten Sie zunächst (2-3 Tage) mit einer Teilportion Milchbrei plus Milch zum satt trinken. Verträgt Ihr Schatz das gut, steigern Sie die Breimenge beliebig. Solange Ihr Kind noch keine ganze Portion schafft (200-250 g) darf es noch einen Milchnachschlag geben. Ihr Baby zeigt Ihnen schon wie viel es mag und wie es vorangehen soll. Erfahrungsgemäß wird der Milchhunger bei dieser Mahlzeit automatisch weniger wenn der Brei mehr wird.
Beim Abendbrei haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können die fertigen Milchbreie (Pulver oder im Glas) nutzen: https://www.hipp.de/beikost/produkte/mi … eidebreie/
Oder Sie bereiten aus Getreideflocken plus einer Milch selbst einen Milch-Getreide-Brei zu. Mehr als die Getreidesorte zu beachten, würde ich Ihnen empfehlen auf eine babygerechte Qualität zu achten. Dabei kann ich Ihnen unsere HiPP Bio-Getreidebreie (grüne Packungen) ans Herz legen http://www.hipp.de/beikost/produkte/mil … anruehren/
Damit haben Sie zum einen die Gewähr, dass diese streng schadstoffgeprüft sind. Zum anderen sind diese Instantgetreideflocken mild im Geschmack und schon vorher durch Wärme/Dampf so aufgeschlossen, dass diese leichter verdaulich und bekömmlich sind als wenn Sie einfach so Getreide(flocken) nehmen.
Noch ein Vorteil: Instant-Getreideflocken für Babys müssen nicht in Flüssigkeit/Milch gekocht werden, sondern lösen sich ganz leicht in warmer Milch/Flüssigkeit auf.
Beginnen Sie doch z.B. mit unserem HiPP Bio-Getreidebrei „Hafer-Reis“ oder mit unseren HiPP „Reisflocken“. Auch der HiPP „Feine Hirse“ ist ideal für den Einstieg.
Bei der Wahl der Milch haben Sie verschiedene Möglichkeiten:
Sie können eine Kuhmilch nehmen. Wird Kuhmilch verwendet, raten wir im ersten Jahr für die Zubereitung von Milch-Getreide-Breien eine Mischung von 50% Vollmilch und 50% Wasser (= Halbmilch) zu verwenden und diese Mischung aufzukochen. Durch die Verdünnung der Vollmilch wird der hohe Eiweißgehalt der Kuhmilch reduziert, das ist günstiger für die noch empfindlichen Nieren Ihres Kindes. Dem Brei kann dann noch ein Teelöffel Rapsöl beigefügt werden.
Oder Sie nehmen unsere HiPP Säuglingsnahrungen. Der Vorteil der Säuglingsnahrungen ist sicherlich, dass diese besser an die Ernährungsbedürfnisse von Babys angepasst sind als Kuhmilch. V.a. der Eiweißgehalt liegt hier niedriger. Das bedeutet weniger Belastung für die noch empfindlichen Nieren und ist vermutlich auch besser für die spätere Gewichtsentwicklung, da wissenschaftliche Untersuchungen darauf hindeuten, dass eine hohe Eiweißzufuhr im jungen Alter die Tendenz zu Übergewicht fördern könnte. Auch die Nährstoffe sind passender fürs Baby. Bei einer Folgemilch (wie z.B. HiPP 2) wird zudem der Eisenhaushalt besonders unterstützt.
Einen guten Appetit und viel mehr Klarheit wünscht
Ihr HiPP Expertenteam

Die 3. Breimahlzeit: Der Milch-Getreidebrei

Ab dem 7. bis 10. Monat sind viele Kinder sehr hungrig. Schliesslich sind sie jetzt auch ständig in Bewegung. Sie können jetzt eine dritte Breimahlzeit einführen. Ein Milch-Getreidebrei sättigt für die Nacht sehr gut. Trotzdem darf das Kind danach auch noch gestillt werden oder einen Schoppen bekommen.

Am einfachsten sind Pulverbreie, die Sie nur mit Wasser anrühren müssen. Allerdings sind sie fast immer relativ stark gesüsst. Mit Getreidemehl oder -flocken und der Milch Ihres Kindes oder verdünnter Kuhmilch können Sie einen Milchgetreidebrei auch selbst zubereiten. Verwenden Sie für Ihr Kind immer Vollmilch mit 3,8% Fettgehalt (keinen Milchdrink, er hat zuwenig Fettsäuren) und verdünnen diese im ersten Lebensjahr mit Wasser. Falls Sie Ihr Kind hypoallergen ernähren müssen, verwenden Sie einen HA-Brei, den Sie mit Wasser anrühren.

Ob die Milch pasteurisiert oder ultrahocherhitzt (UHT) ist, spielt kurzfristig keine grosse Rolle. Auf längere Sicht sollte aber pasteurisierte Milch (Pastmilch) bevorzugt werden, denn UHT-Milch wird sehr hoch erhitzt und verliert dabei wichtige Inhaltsstoffe. Rohmilch oder Vorzugsmilch direkt vom Bauern (unbehandelte Kuhmilch mit natürlichem Fett- und Keimgehalt, die behördlich streng überwacht wird) kann nach Meinung der Mütterberaterinnen in der Schweiz durchaus auch für die Säuglingsernährung verwendet werden, sofern sie vorher abgekocht wurde.

Ab dem 10. Monat beginnt der langsame Übergang zu leichter Erwachsenenkost.

Letzte Aktualisierung : 11-11-19, MR

milch-getreide-brei einführen

Antwort auf:

milch-getreide-brei einführen

Liebe denisa,
genau, Du ersetzt die Stillmahlzeit durch eine Flaschenmahlzeit und später gibst Du dann Brei dazu.
Du kannst die ganz Zeit Pre-Milch verwenden, die Erklärung ist ganz einfach: Muttermilch ist der Goldstandard und von allen künstlichen Säuglingsnahrungen ist diesem Goldstandard die Pre-Nahrung noch am ähnlichsten. Alle weiteren Nahrungen entfernen sich immer weiter von Goldstandard, was keinerlei Vorteile für die Gesundheit des Kindes bringt. Deshalb ist es nicht sinnvoll und vom ernährungsphysiologischen Standpunkt her auch nicht notwendig, andere Nahrung als Muttermilchersatz zu geben, als eine Pre-Nahrung.
Wenn Du dir die Zusammensetzung der künstlichen Säuglingsnahrungen anschaust, dann kannst Du sehen, dass Pre-Nahrung eindeutig zu bevorzugen ist. Spätestens bei der sogenannten Folgemilch 2 ist es dann sogar so, dass diese kaum noch an die Muttermilch angepasst ist, oft sehr süß ist und von der Zusammensetzung her so, dass sie nicht mehr als ausschließliche Nahrung für das Kind ausreicht. Sie darf deshalb auch nur in Zusammenhang mit Beikost gegeben werden.
Es gibt Länder, in denen Folgenahrungen gar nicht erhältlich sind.
Eltern erhoffen sich, was die Werbung ja auch deutlich suggeriert, dass ihre Kinder mit einer Folgenahrung seltener gefüttert werden müssen und länger schlafen. Das ist der Hauptgrund, warum diese Nahrungen verkauft werden.
LLLiebe Grüße
Biggi Welter
Pre, 1 oder 2 – was bedeuten die Kürzel der Säuglingsnahrung
von Denise Both, IBCLC
Die EU-Norm unterscheidet zwischen drei verschiedenen Nahrungsarten:
· Säuglingsanfangsnahrung
· Folgenahrung
· Antigen-Reduzierte Nahrung
Säuglingsanfangsnahrungen sind künstliche Säuglingsnahrungen, die den Nährstoffbedarf eines Babys in den ersten vier bis sechs Monaten als Alleinnahrung decken und zusammen mit geeigneter Beikost das gesamte erste Lebensjahr gegeben werden können. Sie tragen die Silbe „Pre“ oder die Zahl „1“ im Namen.
Unter einer Pre-Nahrung wird eine adaptierte Säuglingsnahrung verstanden, die der Muttermilch weitestgehend angeglichen ist, was ihre Zusammensetzung an Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß betrifft. Pre-Nahrungen können, wie Muttermilch, nach Bedarf (ad libitum) gegeben werden.
„1“ steht für teiladaptierte Nahrung. Diese Säuglingsnahrung ist zum Teil der Muttermilch angeglichen, enthält mehr Eiweiß und außer Milchzucker noch weitere Zucker sowie Stärke. 1er-Nahrung ist nicht so dünnflüssig wie Pre-Nahrung und hält länger vor. Teiladaptierte Nahrung sollte nicht nach Bedarf gegeben werden.
Folgenahrung wird durch eine „2“ gekennzeichnet. Sie ist nicht mehr als alleinige Nahrung für den Säugling gedacht, sondern sollte frühestens ab dem fünften Monat zusammen mit Beikost gegeben werden. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich grundlegend von der der Muttermilch.
Für allergiegefährdete Babys, zu denen zur Zeit etwa ein Drittel aller Neugeborenen zählen, gibt es antigen-reduzierte Nahrungen, die durch die Abkürzung „HA“ erkennbar sind. „HA“ steht für hypoallergen und es bedeutet, dass in diesen Nahrungen das Kuhmilcheiweiß in kleinere Bestandteile aufgespalten wurde. Durch die Zerlegung des Eiweißes kann das Allergierisiko verringert werden.
Außer den oben aufgezählten Nahrungen gibt es noch Spezialnahrungen (zum Beispiel laktosefreie Säuglingsnahrung oder Nahrungen mit sehr geringem Phenylalaningehalt), die besonderen Situationen vorbehalten sind. So kommt es zwar sehr selten vor, aber es gibt tatsächlich Fälle, in denen ein Baby keine Muttermilch erhalten darf (bei Galaktosämie, einer sehr seltenen Stoffwechselstörung) oder nicht ausschließlich gestillt werden darf (z.B. bei Phenylketonurie (PKU), ebenfalls eine Stoffwechselstörung).

von Biggi Welter, Stillberaterin am 05.05.2009

MEIN BABY ISST VEGAN

Als Eltern übernehmen wir für unsere Kinder viele Entscheidungen, unter anderem auch, was wir ihnen zu Essen und Trinken anbieten.

Vegane Stillzeit

Meine Motivation mich pflanzlich zu ernähren basiert darauf Leid zu vermeiden, die Umwelt zu schützen und gesund zu leben. Die eigene Muttermilch erfüllt alle diese Kriterien! Für mich ist es selbstverständlich, auch als Veganerin, mein Baby zu stillen.

Für mich wäre es absurd, einer anderen Mutter das Kind wegzunehmen, um ihre Milch meinem Baby zu geben. Jede Mutter sollte nachvollziehen können wie schlimm das für sie wäre. Auch wenn es sich um eine andere Spezies handelt wie Mutterkuh und Kälbchen.

Ich selbst ernähre mich während der Stillzeit weiterhin rein pflanzlich, was mir auch schon während meiner veganen Schwangerschaft gut getan hat. B12 substituiere ich als Nahrungsergänzungsmittel.

Pluspunkte fürs Stillen

  • Nur die menschliche Muttermilch ist perfekt auf Menschenbabys abgestimmt
  • Muttermilch ist kalorienreich (etwa 70 kcal auf 100ml)
  • Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe
  • Muttermilch ist sehr gut verträglich
  • Die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe unterstützen das Immunsystem des Kindes
  • Stillen stärkt die Mutter-Kind-Bindung
  • Stillen ist gleichzeitig kuscheln, Trost spenden und entspannen
  • Muttermilch ist immer verfügbar
  • Muttermilch ist kostenlos
  • Es ist kein Equipment nötig
  • Das Stillen befriedigt den kindlichen Saugreflex, so dass kein Schnuller nötig ist

Langzeitstillen

Zu unserem Glück ist Stillen in Deutschland wieder „in”. Ich bin positiv überrascht, dass ich bisher weder im Familien- und Freundeskreis noch in der Öffentlichkeit fürs Stillen kritisiert wurde.

Einen festen Zeitpunkt, zu dem ich abstillen möchte, habe ich mir nicht gesetzt. Ich verlasse mich da voll auf meine und Lars Intuition und auf unsere Lebenssituation. Wenn ich ab Januar wieder arbeiten gehe, kann ich morgens, abends und nachts stillen.

Ab und zu empfinde ich das Stillen als lästig. Es passt eben leider nicht immer in unser modernes Leben. Doch mein Kind mit meiner Muttermilch ernähren zu können, ist für mich ein wundervolles Geschenk der Natur. Muttermilch ist ein einzigartiges Nahrungsmittel für den Start ins Leben.

Veganer Babybrei und Beikost

Lars bekam seinen ersten Brei mit fünfeinhalb Monaten. Weil er sich sehr für unser Essen interessierte, aber auch, weil ich glaubte frühzeitig beginnen zu müssen, damit der Übergang zur Krippe später gut klappt. Im Nachhinein würde ich vermutlich etwas später mit dem Brei beginnen.

Angefangen haben wir im Sommer mit Zucchinibrei am Mittag:

  • 100g Zucchini,
  • 50g Kartoffeln und
  • 10g Goldhirse weich kochen, dann
  • 1 EL Rapsöl und
  • 3 EL Saft dazu geben und alles zu Brei pürieren

Beim ersten Probierbrei Kartoffeln und Hirse noch weglassen und erst nach etwa einer Woche erfolgreichen Breiessens hinzunehmen. Wir froren gleich einige Portionen ein, so dass wir nicht täglich Brei kochen mussten. Jeden Tag aß Lars etwas mehr und wir wechselten das frische, saisonale bio Gemüse immer mal wieder ab. Alles lief mustergültig.

A post shared by Anne Tieseler (@grueneralltag) on Jul 3, 2017 at 8:20am PDT

Und so führten wir nach einem knappen Monat den Abendbrei ein:

  • 20g Haferschmelzflocken mit
  • 100 ml heißem Wasser aufgießen
  • 3EL Saft oder Fruchtpüree dazu geben
  • 1 TL Rapsöl und
  • 1 TL Mandelmus einrühren

Gelegentlich rührte ich den Brei auch mit Muttermilch statt mit Wasser an. Lars präferierte den Abendbrei und aß seit dem mittags oft etwas weniger.

Dann kamen die ersten Zähne. Vorbei war es mit dem schönen Essensrythmus! Im Sommerurlaub merkten wir, dass Lars gerne seine Zähne ausprobierte und am liebsten genau das essen wollte, was wir essen. Daher startete er im Urlaub mit Brot/Brötchen zum Frühstück bzw. als Nachmittagssnack: Erst blank und später dünn mit Mandelmus bestrichen, in Stücke geschnitten und bei härterem Brot kurz in Saft gedippt.

Obst, weich gekochtes Gemüse und Brot waren in – Brei war out. Lars lernte immer mehr Nahrungsmittel kennen und wurde wählerischer was ihm schmeckte und was er gerade haben wollte. Er verträgt alles gut, von Avocado über grüne Bohnen (gutes Fäustchenfood) bis hin zu Linsenpüree und Mangold. Wenn er Hunger hat, isst er nun wieder gerne Brei, inzwischen mittags auch mal mit weich gekochten Suppennudeln oder Couscous angereichert.

Die meisten Babys starten als kleine Veganer, mit Gemüsebrei, in die Beikost. Zu Beginn ist das Essen parallel zum Stillen eher eine neue Erfahrung als ein Sattmacher. Später ist es wichtig, eine abwechslungsreiche Kost zu bieten und gut zu kombinieren, damit Vitamine und Nährstoffe aufgenommen werden können. Gute Kombinationen sind zum Beispiel Vitamin C und Eisen oder auch Gemüse und Öl, da einige Vitamine fettlöslich sind. Vitamin B12 sollte bei veganen Kindern substituiert werden.

Wir können uns wirklich glücklich schätzen, welch eine riesige Lebensmittel Auswahl wir haben. Auf Empfehlung einer Freundin habe ich mir das Buch „Veggie-Baby“gebraucht gekauft und die Rezepte und Infos gefallen mir (und Lars) gut.

Ideale Tage gibt es zwar nicht viele. Wenn es klappt sieht ein idealer Essenstag bei Lars momentan so aus:

  • 6:30 Uhr: Morgens im Bett stillen und kuscheln
  • 7:45 Uhr: Haferbrei und/oder Obst, z.B. weiche Birnenstücke als Frühstück
  • 11:00 Uhr: Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei, anschließend wickeln und stillen in den Mittagsschlaf
  • 15:30 Uhr: Snack aus Brot mit dünnem Aufstrich z.B. Rapsöl, Mandelmus, Gemüseaufstrich, dazu Obst oder Obstsaft
  • 18:30 Uhr: Getreide-Obst-Mandelmus-Brei
  • 19:30 Uhr: Stillen zum Einschlafen,
  • 19:30 – 6:30 Uhr : nachts Stillen nach Bedarf

Essen in der Kinderkrippe

Drei Wochen vor dem Krippenstart waren wir wieder bei 80% Stillen. Wegen einer Erkältung mit Ohrenentzündung gewöhnte sich Lars erneut an das viele Muttermilch Trinken. Allerdings war ich froh, ihn so viel stillen zu können, denn während er krank war wollte er fast nichts essen und brauchte Trost. Viel Schlaf und Muttermilch halfen ihm, gerade so am Antibiotikum vorbeizukommen.

Das Essensthema stresste mich zunehmends. Jedoch muss ein Baby im ersten Jahr eigentlich nicht viel anderes zu sich nehmen als Muttermilch. Und Lars wuchs prächtig. Er hatte sein Geburtsgewicht verdreifacht bevor er zehn Monate alt wurde. Also beschloss ich entspannt zu bleiben! Wenn Lars in der Krippe mit den anderen Kindern isst, wird er sich schnell daran gewöhnen.

In der Krippe wird Lars nicht komplett vegan essen, obwohl die Ernährung dort zum Glück sowieso sehr pflanzenlastig ist. Wo es ohne großen Aufwand geht, sorgen die Betreuer für eine vegane Alternative. Wir möchten ihnen aber nicht zu viel Mehrarbeit zumuten und Lars nichts verbieten, wenn er sich selbst Essen nimmt oder etwas probieren möchte.

Trinken

Lars trinkt Leitungswasser. Unser Leitungswasser haben wir während meiner Schwangerschaft testen lassen – es ist einwandfrei. Selten probiert Lars einen Schluck Tee oder Saftschorle aus meinem Glas. Das Trinken aus Schraubgläsern, z.B. Marmeladengläsern, hat sich bei uns bewährt, denn es läuft kaum Wasser am Rand herab und wird verschüttet.

Getreide fürs Baby: Mehr als nur Brei

Getreide gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Ab dem 6. Monat sollten auch Babys langsam daran herangeführt werden – anfangs mit einem Milch-Getreide-Brei am Abend, später kommt ein Obst-Getreide-Brei dazu. Wir informieren dich darüber, welches Getreide sich dafür eignet und geben Tipps für Babys Abendbrei.

Nach dem klassischen Beikost-Fahrplan wird im 5. Monat mittags ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eingeführt, der die erste Milchmahlzeit ersetzt. Ab dem 6., spätestens ab dem 7. Lebensmonat kommt eine weitere Löffel-Mahlzeit dazu: der Milch-Getreide-Brei am Abend. Wird der gut vertragen, kann wiederum vier Wochen später eine weitere Milchmahlzeit am Nachmittag durch einen Obst-Getreide-Brei ersetzt werden.
➤ Lies mehr dazu: Zufüttern: Babys nach dem Stillen an Brei gewöhnen

Getreide ist ein wichtiger Nährstofflieferant

Getreide ist als wertvolle Nährstoffquelle wahnsinnig wichtig für die Entwicklung. Es enthält neben hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, wie Eisen, Magnesium und Zink, auch wichtige Ballaststoffe, die die Verdauung regulieren. Außerdem hat es eine sättigende Wirkung, weshalb es sich besonders für die Abendmahlzeit eignet. Viele Eltern versprechen sich davon ruhigere Nächte.

Du brauchst ein wenig Inspiration? Wie wäre es mit diesem leckeren Rezept:

Getreide-Brei fürs Baby: Dieses Getreide eignet sich dafür

Gibt es in der Familie keine Fälle von Glutenunverträglichkeit, hast du beim Getreide für dein Baby meist die freie Wahl. Für Babys eignet sich Getreide vor allem in Form von (Instant-)Flocken oder Grieß. Instant-Flocken haben den Vorteil, dass sie sich schneller zum Brei verarbeiten lassen: Statt wie normale Flocken und Grieß einige Zeit in Wasser zu kochen, müssen sie lediglich in heißes Wasser gerührt werden und schon ist der Brei fertig.

Beliebte Getreide-Sorten für Babys sind zum Beispiel Hafer-, Reis-, Hirse- oder Dinkelflocken, sowie Weizen- oder Maisgrieß. Du findest diese Zutaten ganz normal im Lebensmittelgeschäft, häufig in der Bio-Abteilung, sowie im Drogeriemarkt, im Naturkostladen oder im Reformhaus. Beim Einkaufen brauchst du auf keine besonderen „Baby-Sorten“ zu achten, die ganz normalen tun es auch – solange es keine rohen Körner sind. Die verträgt das empfindliche Verdauungssystem deines Babys noch nicht und reagiert im Zweifel mit schmerzhaften Blähungen.

Übrigens: Dein Baby braucht anfangs noch keine Abwechslung. Hast du eine Getreidesorte eingeführt und wird diese gut vertragen, kannst du ruhig dabei bleiben. Möchtest du etwas Neues ausprobieren, dann bitte erst drei bis vier Tage nachdem die erste Getreide-Sorte eingeführt wurde. Werden bereits mehrere Sorten einzeln gut vertragen, kannst du diese auch mischen.
Weil die Ballaststoffe aus dem Getreide im Magen quellen, achte darauf, dass dein Kind nach der Einführung der dritten Breimahlzeit, ausreichend Wasser trinkt. Sollte dein Baby nach den ersten Getreide-Mahlzeiten festen Stuhl oder gar eine Verstopfung haben, verdünne den Brei etwas mit Wasser.

Babybrei Rezepte zum Nachkochen

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Allergieprävention bei Glutenunverträglichkeit in der Familie

Manche Menschen vertragen das Klebeeiweiß (Gluten) in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Gerste, Roggen und Hafer nicht. Gibt es einen Fall von Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) in deiner Familie, solltest du das bei der Einführung von Getreide bei deinem Baby berücksichtigen.

Früher galt die Empfehlung, allergiegefährdete Babys möglichst lange vor dem Kontakt mit Allergenen zu schützen. Mittlerweile ist diese Vermeidungsstrategie aber wissenschaftlich widerlegt. Die aktuelle Empfehlung der Ernährungskommission der DGJK lautet: Die Beikost, dazu zählen auch allergene Lebensmittel, sollte zwischen der 17. und 26. Woche eingeführt werden, nicht früher und nicht später. Außerdem sei es ratsam, „Säuglingen glutenhaltige Nahrungsmittel bei der Einführung zunächst nicht in großen Mengen anzubieten“.

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Das bedeutet für dich: Zwischen dem 5. und 6. Monat solltest du schon kleinere Mengen glutenhaltiges Getreide unter den Gemüsebrei mischen, den dein Baby mittags isst. Das kann zum Beispiel eine kleine Nudel sein oder ein halber Teelöffel Haferflocken. Wird das gut vertragen, steigere die Glutenmenge langsam.

Reagiert dein Kind jedoch empfindlich auf glutenhaltiges Getreide im Gemüsebrei, solltest du den abendlichen Getreidebrei anfangs aus glutenfreiem Getreide (z.B. Reis, Hirse, Mais) zubereiten. Zur Gewöhnung solltest du aber auch hier nach und nach größerwerdende Mengen glutenhaltigen Getreides beimischen – solange, bis der Getreidebrei zu mehr als der Hälfte aus glutenhaltigem Getreide besteht. Dann kannst du schließlich ganz auf glutenhaltiges Getreide umsteigen.

Bemerkst du drei bis vier Monate nach der Gluteneinführung Symptome wie Durchfall, Bauchweh, Erbrechen und Blähungen, solltest du deinen Kinderarzt auf eine mögliche Zöliakie ansprechen.

Babys Abendbrei: Milch und Zusätze – darauf gilt es zu achten

Fachgesellschaften empfehlen als ersten Getreidebrei am Abend einen Milch-Getreide-Brei. Zwar galt Kuhmilch im ersten Lebensjahr lange als verboten, mittlerweile ist dieses Verbot jedoch überholt. „200 ml Kuhmilch am Tag verträgt Ihr Säugling ab dem 6. Monat – genau die Menge, die der Abendbrei enthält“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm. Für den Abendbrei eignet sich pasteurisierte Vollmilch (3,5 % Fett) oder HA-Milch für allergiegefährdete Babys.

Im Handel gibt es fertige Brei-Mischungen im Gläschen oder als Pulver zum Anrühren. Solltest du dich dafür entscheiden, dann achte darauf, dass keine Zusätze wie Zucker (Endung „-ose“, z.B. Fruktose, Glukose, Dextrose), Schokolade, Aromen oder Salz darin enthalten sind. Auch wenn uns Erwachsenen ein ungesüßter und ungewürzter Getreidebrei sehr fad vorkommt, reicht der Geschmack deinem Baby schon vollkommen aus. Die Zutatenliste sollte sich also wirklich nur auf Milch, Getreide und Obst beschränken.

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Gläschen sind zwar praktisch für unterwegs, aber den Milch-Getreide-Brei für dein Baby kannst du auch ganz schnell selbst kochen, versprochen! Hier das Grundrezept für Babys ersten Abendbrei:

Koche die Milch zusammen mit den Getreideflocken unter Rühren auf, schalte die Herdplatte ab und lasse das Ganze für einige Minuten quellen. Hat die Mischung eine breiige Konsistenz angenommen, rühre den Obstsaft oder das Obstpüree dazu – und fertig ist der Abendbrei für dein Baby.
*Der Obstsaft oder das Obstpüree im Brei bringen Geschmack und sorgen dafür, dass das Eisen aus dem Getreide besser aufgenommen werden kann.

➤ Mehr Rezepte findest du hier: Getreide-Brei-Rezepte fürs Baby

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Ab dem 7. Monat Obst-Getreide-Brei am Nachmittag

Lässt sich dein Baby den Abendbrei schon regelmäßig schmecken, kann ab dem 7. Monat eine weitere Getreide-Brei-Mahlzeit eingeführt werden: der Obst-Getreide-Brei, den du deinem Baby zum Beispiel als Zwischenmahlzeit am Nachmittag füttern kannst. Anders als der Abendbrei wird der Obst-Getreide-Brei nicht mit Milch sondern mit Wasser angerührt. Dazu gibt es anfangs püriertes, später feingeraspeltes Obst, vorzugsweise milde Sorten wie Apfel, Banane, Birne oder Pfirsich.

Auch Obst solltest du sortenweise und langsam einführen. Für den Anfang reichen zwei bis drei Obstsorten, die du im Abstand von einigen Tagen immer wieder im Wechsel anbieten kannst.


1 Aktualisierte Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (2016)

Ihr braucht nur 3 Zutaten: So macht ihr den Abendbrei für euer Baby ganz leicht selber

Viele Mamas setzen hohe Erwartungen in den Abendbrei. Sie hoffen, dass das Baby besser schläft, wenn es abends einen sättigenden Brei isst, statt nur Muttermilch oder das Fläschchen zu trinken. Leider ist das ein weit verbreiteter Mythos. Zwar lässt auch Hunger Babys wach werden, oft besteht das Problem aber darin, dass die Kleinen nicht wieder einschlafen können.

Der richtige Zeitpunkt für Babys Abendbrei

Mit etwa fünf bis sechs Monaten wird der Mittagsbrei eingeführt. Das ist die erste Milchmahlzeit, die für den Säugling ersetzt wird. Hat er sich daran gewöhnt und isst problemlos vom Löffel, kann der Abendbrei für das Baby eingeführt werden.

Der Abendbrei wird auch Getreide-Brei genannt und ist die erste Getreidemahlzeit, die euer Baby bekommt. Da der Darm des Kindes erst mit etwa sechs Monaten Getreideflocken verdauen kann, solltet ihr den Brei nicht früher geben. Sehr viel länger warten solltet ihr aber auch nicht, denn im Getreide stecken neben Eiweiß und Eisen viele weitere Nährstoffe, die das Baby jetzt für ein gesundes Wachstum benötigt.

Abendbrei fürs Baby selber machen: Darauf solltet ihr achten

Im Handel gibt es fertig angerührten Getreidebrei zu kaufen, genau wie Pulver, das nur mit Milch vermischt werden muss. Spart euch das Geld lieber und macht den Abendbrei für euer Baby selber. Das geht sehr einfach und ihr wisst ganz genau, was drin steckt. Fertigem Brei wird nämlich oft Zucker zugesetzt sowie Zusatzstoffe.

Der Abendbrei für euer Baby kommt mit nur drei Zutaten aus: Getreideflocken, Vollmilch und ein wenig Saft oder Obstmus. Das Obst muss sein, weil es viel Vitamin C enthält und der Körper das im Getreide enthaltene Eisen so besser aufnehmen kann.

Instantflocken sind für den Abendbrei ideal. Sie lösen sich schnell in warmer Flüssigkeit auf und sind bestens für den noch empfindlichen Mundraum des Babys geeignet. Im Handel gibt es verschiedene Flocken. Der klassische Abendbrei fürs Baby wird am Anfang mit glutenfreien Flocken zubereitet: zum Beispiel Reis oder Hirse. Ab dem siebten, achten Monat könnt ihr auf Haferflocken umsteigen. Bleibt für den Anfang bei einer Sorte Getreide für euren Abendbrei. Das Baby benötigt keine Abwechslung. Tatsächlich erhöht es auch das Allergierisiko, wenn ihr zu viele verschiedene Sorten auf einmal einführt.

Die dritte wichtige Zutat des Breis ist die Milch. Nehmt unbedingt Vollmilch mit 3,5 % Fettgehalt. Sie enthält Calcium, hochwertiges Eiweiß sowie Jod und das Baby braucht auch den höheren Fettgehalt. Es ist übrigens egal, ob es sich um frische oder H-Milch handelt. Lediglich Rohmilch ist tabu.

Abendbrei fürs Baby selber machen: Grundrezept

Für eine Portion Abendbrei benötigt ihr:

  • 20 g Getreideflocken, z.B. Reisflocken (gibt’s hier bei Amazon)
  • 200 ml Vollmilch
  • 20 g Obstmus, Obstpüree oder 2 EL Saft

Zubereitung:
Gebt die Getreideflocken zusammen mit der Milch in einen Topf und lasst sie aufkochen. Je nach Flocken bei schwacher Hitze bis zu 5 Minuten quellen lassen. Etwas abkühlen lassen und das Obstmus bzw. den Saft unterrühren.

Abendbrei fürs Baby: Variante ohne Milch

Besteht ein erhöhtes Allergierisiko, solltet ihr den Abendbrei für euer Baby nicht mit Vollmilch zubereiten. Stillt ihr, könnt ihr stattdessen Muttermilch nehmen. Die darf aber nicht aufkochen, sondern nur erwärmt werden. Alternativ könnt ihr Säuglingsnahrung nehmen. Dann kocht ihr die Getreideflocken in der entsprechenden Menge Wasser auf und rührt dann das Pulver der Säuglingsnahrung hinein.

Babybrei selber kochen

Ihr möchtet auch tagsüber den Brei für euer Kind selber kochen? Kein Problem, im Buch „Gesunde Babynahrung selbst gemacht: Das Beikost Buch mit über 60 leckeren und einfachen Rezepten für Babys und Kleinkinder“ auf Amazon findet ihr viele leckere und gesunde Rezepte für euer Baby.

Quellen und weitere Informationen zu Babys Ernährung:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Bundeszentrum für Ernährung (BzfE)

Möhrenbrei für Babys selber kochen

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Gut schlafen mit dem Milch-Getreidebrei

Der Milch-Getreidebrei enthält wertvolle Nährstoffe für eine gute Kindsentwicklung. Das Getreide im Brei liefert Eiweiss, Ballaststoffe, Mineralien und viele Vitamine. Dinkel, Hafer, Hirse oder Griess sättigen darüber hinaus sehr gut.

Eine besondere Rolle im ersten Lebensjahr des Babys kommt der Milch zu. Sie liefert wichtige Eiweissbausteine, Kalzium sowie Vitamine. In Form von Muttermilch oder Säuglingsmilch stellt sie nach der Geburt für das Baby zunächst die einzige Nahrungsquelle dar und beinhaltet alle Inhaltsstoffe, die Ihr Kleines für eine gesunde Entwicklung braucht.

Welche Milch für den Milch-Getreidebrei?

Vollmilch eignet sich hervorragend, um den Milch-Getreidebrei selbst zuzubereiten. Zwar wurde Kuhmilch lange Zeit als ungeeignet für Babys angesehen, doch das lässt sich so pauschal nicht sagen: Zwar sollten Sie Ihrem Baby im ersten Lebensjahr keine Kuhmilch in der Flasche anbieten, als Grundlage für den Milch-Getreidebrei eignet sie sich hingegen perfekt. Die tägliche empfohlene Menge von 200 ml sollten Sie allerdings nicht überschreiten. Achten Sie auf einen vergleichsweise hohen Fettgehalt der Milch zwischen 3,5 und 3,8 %.

Rohmilch und Vorzugsmilch sind hingegen nicht empfehlenswert, da sie Krankheitserreger und Bakterien enthalten können. Auch Tiermilch vom Schaf oder der Ziege sowie Pflanzenmilch sollten Sie Ihrem Kleinen nicht anbieten. Sie können den Milch-Getreidebrei auch mit Folgemilch 2 und 3 anrühren. Beide enthalten jedoch zugesetzten Zucker.

Beikostprodukte bei Coop

Wenn Sie den Milch-Getreidebrei nicht selbst zubereiten möchten, können Sie alternativ bei Coop entsprechende Produkte finden, die alle wichtigen Bestandteile enthalten. Da diese bereits mit Milchpulver angereichert sind, rühren Sie das Trockenprodukt einfach mit Wasser an. Auch Gläschen mit vorgemischtem Brei sind erhältlich. Diese müssen Sie lediglich erwärmen.

Je nach Geschmack bevorzugen Babys mitunter nur eine der genannten Varianten: Die einen lieben selbstgemachten Brei, lehnen aber Fertigprodukte ab; bei den anderen verhält es sich umgekehrt. Wenn Ihr Kleines den Milch-Getreidebrei mit frischer Milch auch nach mehrmaligen Versuchen nicht essen mag, empfiehlt es sich, auf andere Produkte bzw. Zutaten zurückzugreifen.

Alternative zum Milch-Getreidebrei bei Laktose- und Glutenunverträglichkeit

Leidet Ihr Kleines nach dem Verzehr des Milch-Getreidebreis unter Bauchschmerzen oder Erbrechen, kann eine Laktose- oder Glutenunverträglichkeit dafür verantwortlich sein. Wenn Sie diesen Verdacht hegen, konsultieren Sie am besten umgehend Ihren Kinderarzt. Er kann gegebenenfalls Entwarnung geben. Bestätigt er den Verdacht, müssen Sie jedoch auf Alternativen für den Milch-Getreidebrei zurückgreifen.

Bei einer Glutenunverträglichkeit nutzen Sie einfach glutenfreies Getreide zur Zubereitung des Breis. Hirse, Reis und Griess sind ideal, da Sie das Klebeeiweiss Gluten nicht enthalten. Leidet Ihr Baby unter einer Laktoseintoleranz, ersetzen Sie die normale Vollmilch im Milch-Getreidebrei einfach durch laktosefreie Milch.

Früchte für den Geschmack

Wollen Sie dem Brei besondere Geschmacksnoten verleihen, mischen Sie dem Milch-Getreidebrei einfach etwas Fruchtmus oder Fruchtsaft bei. Kleine Schleckermäuler erhalten dadurch zusätzliche Vitamine. Weiche Obstsorten wie Pfirsich, Banane oder Apfelmus sind bestens auch schon für Babys geeignet. Da Obst viel Fruchtzucker enthält, sollten Sie dem Brei aber nur kleine Mengen hinzufügen.

Milch-Getreidebrei selbst zubereiten: Grundrezept für den Abendbrei

  • 200 Milliliter Vollmilch
  • 20 Gramm Getreideflocken, zum Beispiel Hafer- oder Hirseflocken
  • 2 Esslöffel Fruchtsaft, Fruchtmus oder geriebene Früchte– zum Beispiel Äpfel

Geben Sie die Milch und die Getreideflocken in einen Topf und kochen Sie sie auf. Lassen Sie den Brei etwa 3 Minuten köcheln und rühren Sie gelegentlich um. Anschliessend rühren Sie den Saft, das Mus oder die geriebenen Früchte unter. Achten Sie darauf, dass der Milch-Getreidebrei eine angenehme Temperatur hat, bevor Sie ihn Ihrem Baby geben.

Babybrei-Rezepte: Brei selbermachen mit Getreide, Obst und Gemüse

Selbst gemachter Babybrei schmeckt nicht nur besser als der gekaufte – du kennst auch alle Inhaltsstoffe. Wir zeigen dir wie du Getreide-Obst-Brei und Gemüsebrei selber zubereiten kannst.

Ein Gang durch einen Drogeriemarkt zeigt, dass das Angebot an Babybrei im Gläschen unfassbar groß ist. Die Verführung ist also groß, zu diesem vielfältigen „Fast Food“ zu greifen. Dabei sind in den Gläschen oft Schadstoffe und wenig Gemüse enthalten. Wir zeigen dir, dass es leckerer, gesünder und sogar preiswerter ist, selber Brei für dein Baby zuzubereiten. Auch für Kochmuffel ist es machbar, denn der Aufwand ist nicht groß und es kann Vieles auf Vorrat gekocht werden.

Wichtig: Gib jedem Babybrei ein paar Tropfen Rapsöl hinzu. Nur so können die fettlöslichen Vitamine aufgespalten und von deinem Baby aufgenommen werden.

Babybrei-Rezept #1: Getreide-Obst-Brei zum Nachmittag

Getreide-Obst-Brei schmeckt Babys und Kindern. (Foto: Anika Martin / utopia.de)

Für einen Getreide-Obst-Brei brauchst du:

  • 100ml Wasser
  • 20g Bio-Vollkorngetreideflocken (z.B. Hafer)
  • 100g Bio-Obst (als Mus oder gerieben, zerdrückt)
  • 1TL Rapsöl oder Mandelmus

Zubereitung:

  1. Wasche und schneide das Obst.
  2. Lass es mit sehr wenig Wasser leicht köcheln.
  3. Püriere es zu einem Mus.
  4. Koche das Wasser mit Getreideflocken in einem Topf auf.
  5. Lasse den Brei drei Minuten köcheln.
  6. Gib dann das pürierte Obst und das Öl hinzu.

Varianten:

  • Unterwegs kannst du statt Getreide auch anderthalb Stücke zerbröselten Vollkorn-Zwieback verwenden und in 50 Milliliter Wasser einweichen.
  • Beim Obst stehen dir nahezu alle Möglichkeiten offen, die dein Baby verträgt. Bei Verstopfungen helfen Pflaumen. Geriebener Apfel oder Bananen hingegen sind bei zu weichem Stuhl gut.

Achte wie immer darauf, saisonales und bio-zertifiziertes Obst zu nutzen, damit das Kind von den Nährstoffen profitiert und keine Schadstoffe zu sich nimmt.

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Babybrei-Rezept #2: Gemüsebrei

Babybrei aus zwei Sorten Gemüse zu kochen ist einfach, kostengünstig und gsund. (Foto: Anika Martin / utopia.de)

Als ersten Brei zur Beikost neben dem Stillen oder der Pre-Milch führen viele Mütter den Mittagsbrei ein. Hier haben Babys oft ihre ersten Geschmackserlebnisse nach der Mutter- oder Flaschenmilch. Für das Basisrezept brauchst du:

  • 100g Bio-Gemüse (z.B. Möhren)
  • 50g Bio-Kartoffeln
  • 80ml Wasser
  • 1 EL Rapsöl

Achte darauf, dass alle Zutaten Bio-Qualität haben und idealerweise aus regionalem Anbau stammen. In unserem Saisonkalender siehst du, welche Gemüsesorten du je nach Monat gut verwenden kannst.

Gemüsebrei selber machen – Rezept

Püriere das sanft gegarte Gemüse für den Mittagsbrei. (Foto: Anika Martin / utopia.de)

  1. Schäle die Kartoffeln und Möhren und wasche sie gründlich ab.
  2. Schneide sie dann in etwa 2cm große Stücke.
  3. Gib das Gemüse und die Kartoffeln zusammen mit dem Wasser in einen kleinen Topf und verschließe ihn mit einem Deckel.
  4. Erhitze den Topf bis das Wasser kocht und schalte die Temperatur dann etwas herunter, so dass das Wasser weiter köchelt.
  5. Prüfe nach 10 Minuten, ob das Gemüse so weich ist, dass du es mit einer Gabel teilen kannst. Es sollte aber nicht zu weich werden, da sonst wichtige Nährstoffe verloren gehen.
  6. Nimm das Gemüse vom Herd und lass es kurz etwas abkühlen.
  7. Püriere es dann mit einem Pürierstab. Mit zunehmendem Alter deines Kindes kann auch der Brei stückiger werden und es genügt, wenn du ihn mit einer Gabel zerdrückst.
  8. Wenn die Konsistenz zu fest ist, füge noch etwas abgekochtes Wasser hinzu.
  9. Gib das Rapsöl erst kurz vor dem Verzehr hinzu. Wenn du nur kleine Portionen fütterst, reichen auch ein paar Tropfen Öl pro Portion aus.

Du kannst den Brei im Kühlschrank aufbewahren (bis zu drei Tage). Auch Babybrei einfrieren ist kein Problem. Dazu füllst du den noch heißen Brei in sterilisierte Schraubgläser, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Sobald der Brei abgekühlt ist, stellst du die Gläser in die Tiefkühltruhe.

Rezept-Varianten für den Gemüsebrei

In den ersten Monaten brauchen Babys noch keine großartige Abwechslung bei ihrem Essen. Sie müssen sich erst langsam an Geschmack und Konsistenz von Babybrei gewöhnen. Allmählich kannst du aber ein wenig experimentieren:

  • Tausche die Möhren zum Beispiel gegen Pastinaken, Kürbis oder Brokkoli aus. Nahezu jedes Bio-Gemüse ist geeignet. Statt Kartoffeln kannst du Vollkornnudeln oder Reis garen.
  • Auch Bio-Fleisch oder -Fisch kannst du bei Bedarf im Brei verarbeiten. Dazu garst du einfach 30 Gramm kleingewürfeltes Bio-Fleisch gemeinsam mit dem Gemüse. Füge dann noch zwei Esslöffel Apfelsaft (100% Direktsaft) oder zwei Teelöffel Obstmus hinzu oder reiche es als Dessert. Das Vitamin C aus dem Obst führt dazu, dass der Körper das Eisen aus Fleisch oder Fisch besser aufnimmt.
  • Für die vegetarische Variante kann das Fleisch auch durch eisenreiches Getreide wie Hirse ersetzt werden. Dazu einfach einen Esslöffel Hirseflocken am Ende des Kochens zum Gemüse geben und kurz mitkochen. Gib auch bei dieser Variante noch Apfelsaft oder Obstmus hinzu.

Babybrei-Rezept #3: Abendbrei mit Milch und Getreide

Griesbrei füllt Babys Bauch vorm Schlafen. (Foto: CC0/ / Efraimstochter)

Für den Milchbrei brauchst du:

  • 200ml Bio-Vollmilch mit 1,5% Fett (oder: 100ml Vollmilch + 100ml Wasser)
  • 20g feines Bio-Vollkorngetreide oder Gries
  • nach Bedarf 20g Bio-Obst

Zubereitung:

  • Griesbrei: Rühre den Grieß mit einem Schneebesen in die kochende Milch. Schalte die Herdplatte aus und lasse ihn etwa zwei bis drei Minuten weiter köcheln.
  • Getreidebrei: Gib das Getreide in die kalte Milch und koche sie unter Rühren auf. Lass das Ganze noch drei Minuten weiter köcheln.
  • Milchbrei kannst du nach Belieben mit Obst verfeinern.

Viele Eltern scheuen sich, ihrem Kind Kuhmilch zu geben. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können Babys ab dem 6. Monat Kuhmilch im Getreidebrei essen – aber vor dem ersten Geburtstag nicht pur trinken. Zu Beginn ist es ratsam, die Milch mit Wasser zu strecken (halb Milch, halb Wasser). Liegt in der Familie eine Laktoseintoleranz vor, ist es ratsam, den Kinderarzt zu Rate zu ziehen.

Tipp: Der Abendbrei kann auch mit Muttermilch oder Pre-Milch zubereitet werden.

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Getreidebrei einfach, schnell und günstig selbst machen

Etwa vier Wochen nach Einführung des ersten Babybreis, wird abends klassisch der Getreide-Milch-Brei eingeführt.

Beim ersten Kind haben wir diesem Tag ehrlich entgegen gefiebert. Stand doch überall, dass Babys durch den Abendbrei richtig tief und lange schlafen. Leider entsprach das bei uns so gar nicht der Realität. Denn grade ab dem 6. Lebensmonat standen bei uns nachts alle Kinder Kopf – Zähne und Krabbelversuche sei Dank.

Nichtsdestotrotz, der Getreidebrei gehörte bis jetzt immer zu den Produkten, die ich für unsere Kinder halbfertig gekauft habe.

Als Instantpulver gibt es im Supermarkt eine große Auswahl an Getreideflocken – viele davon biologisch angebaut und aus Vollkorn.

Auf dem Blog Tiny Spoon habe ich dann 2015 erstmals gelesen, wie einfach es ist, das Pulver für den Getreidebrei selbst herzustellen. Alles was man dafür braucht sind Körner bzw. Flocken und einen leistungsstarken Standmixer.

Warum überhaupt selbst machen?

Warum ich es praktisch finde, den Getreidebrei selbst zu machen?

Zum einen kann man die Zutaten auch in kleinen Mengen frisch zubereiten – zum anderen kann ich so für die ganze Familie quasi das selbe kochen.

Unsere großen Kinder essen zum Beispiel gerne Grießbrei und Bircher Müesli – die Zutaten hierfür sind also sowieso immer im Schrank.

Zusätzlich kann man die Konsistenz wunderbar variieren und irgendwann recht einfach zum normalen Familienessen übergehen.

Und wen das alles noch nicht überzeugt hat: Man spart ganz nebenbei Verpackungsmüll und Geld. Denn selbst die hochwertigen Demeter Getreide kosten oft wesentlich weniger als die Packung fertige Instantflocken.

Vollkorngetreide für den Milch-Getreidebrei

Je nach Alter des Kindes und nach Ausschluss eventueller Unverträglichkeiten lassen sich folgende Rohstoffe einfach selbst zu Instantbrei verarbeiten:

– Dinkelflocken /-körner
– Haferflocken
– Hirse
– Reis
– Weizengrieß
– Buchweizenkörner

Die Körner oder Flocken einfach mit dem Standmixer zu einem feinen Pulver verarbeiten und dieses entweder direkt verarbeiten oder luftdicht verschlossen lagern.

Absolut Lesenswert auch der Artikel „Welches Getreide ist gut für Babys“ mit vielen hilfreichen Informationen zum Thema Milchbrei und Getreide.

Zubereitung des Milch-Getreidebreis

Für eine Mahlzeit 20 g Getreidepulver mit 200 ml Milch {je nach Alter und evtl. Allergien Fertigmilch oder Vollmilch} anrühren und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Wenn der Brei cremig ist, den Topf vom Herd nehmen und den Brei auf Esstemperatur abkühlen lassen.

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