Wann lächeln baby bewusst

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So klein, so zart und so laut – das Leben mit einem Neugeborenen ist ganz schön anstrengend. Doch dann sind da diese zauberhaften Momente, der Winzling schlummert und die Mundwinkel ziehen sich nach oben. Nur ein Reflex sei dieses „Engelslächeln“ erklären Wissenschaftler. Doch für Eltern ist es wunderbar, denn das Baby wirkt einfach glücklich und friedlich. Ein warmes gutes Gefühl macht sich in Mamas und Papas Bauch breit.

Babylachen ist pures Glück (© Thinkstock)

Tatsächlich zeigt eine neue Studie der britischen Universität Durham, dass Ungeborene schon im zweiten Drittel der Schwangerschaft damit anfangen, Gesichtsausdrücke zu üben. Mit einem 4-D-Ultraschall sahen die Forscher das erste Erlernen von Mimik. Lachen ist kompliziert umzusetzen, es sind über 300 Muskeln, die dabei bewegt werden – und viele Botenstoffe nötig, die das menschliche Hirn erreichen. Vor allem das sogenannte Glückshormon Seratonin wird freigesetzt, darum ist das Lachen auch so gesund und wichtig.

Ein Babylachen versöhnt mit durchwachten Nächten

Eltern müssen gar nicht lange auf ein erstes „richtiges“ Lächeln warten. Säuglinge beobachten ihre Eltern gespannt, denn deren Gesichter können sie schon gut sehen. Und gähnt Papa, so macht auch das Kleine den Mund auf. Der Winzling reagiert auf die Stimmen der Eltern und auch eindeutig auf deren Freude. Schon in seinem zweiten Lebensmonat lächelt ein Baby zum ersten Mal bewusst. Es nimmt seine Umgebung immer mehr wahr und zeigt deutlich, was es mag. Für Eltern ist dieses erste Lächeln eine Belohnung für die durchwachten Nächte, denn dieses Lächeln lässt das ganze kleine Gesicht strahlen und kommt von Herzen. Sofort lächeln Eltern zurück und fühlen sich wohler. Und das Kind spürt natürlich auch die Reaktion der Eltern.

Im dritten Lebensmonat entdecken Babys dann den Humor. Studien zeigen, dass ihnen meist gefällt, was auch ihren Eltern gefällt, doch wenn der Nachwuchs zum ersten Mal laut und herzhaft über etwas lacht, dann ist diese Lachen einfach nur pures Glück. Das Baby kann in diesem Alter nun schon sehr gut sehen und beobachtet die Reaktionen der Eltern genau. Finden die es auch zum Brüllen komisch, wenn etwas hinfällt? In diesem Alter bringt vieles Babys zum Lachen: Geräusche, eine Mama, die sich hinter ihren Händen versteckt, Papa, der immer den Bauch kitzelt und noch vieles mehr.


Je älter das Baby wird, desto mehr beginnt es die Reaktionen der Erwachsenen zu testen. Oft werden alle Erwachsenen begeistert aus dem Kinderwagen heraus angegrinst – denn alle lachen so schön zurück. Für Eltern kommt es dann ein wenig überraschend, wenn die kleine Grinsebacke plötzlich ein paar Wochen später nicht mehr jeden anlacht – doch auch das ist normal: Im Alter von etwa fünf Monaten beginnen Babys Zusammenhänge zu begreifen. Und sie unterscheiden fremde von bekannten Gesichtern. Dafür entdecken sie oft auch einen besonderen Humor, werfen leidenschaftlich gern Dinge aus dem Kinderwagen (lustig, wenn Mama das aufhebt), können sich über die eigenen Quietschgeräusche freuen oder aber einfach über Papas Gesang.

Die Magie der Sprache, Wörter als Witze, schätzen übrigens schon Minis. Sie finden einige Laute einfach komisch. Wenn sie mit etwa einem Jahr erste Wörter selbst bilden, freuen sich sich oft über deren Klang – und über die Reaktion der Erwachsenen. Kleinkinder ergötzen sich oft am Klang einiger Wörter. Auch wenn diese für Eltern nicht so witzig sind. Doch die Wortschöpfungen der Kleinen (etwa Bupse statt Mütze) finden Mama und Papa wiederum komisch.

Lachen steckt an und ist gesund (© Thinkstock)

Je älter Kinder werden, desto mehr Freude haben sie an Witzen, bestimmten Wörtern, Situationen oder auch Kinderbüchern. Im Kindergartenalter beginnen sie auch selbst Witze zu erzählen oder lachen Tränen über ein bestimmtes Wort („Mama – hast du Pups gesagt?!“). Und auch wenn der Humor nicht immer ganz den der Eltern trifft, ein kicherndes fröhliches Kind besänftigt gestresste Eltern. Manchmal kann man sich auch revanchieren und Witze aus der eigenen Kinderzeit erzählen. Häschenwitze allerdings kommen scheinbar im Jahr 2012 nicht mehr so gut an. Als ich einen Lieblingswitz aus meiner Kindheit erzählte, sah meine 6jährige Tochter mich nur an und sagte: „Und was ist daran bitte witzig, Mama?“ Macht nichts, wir lachten trotzdem. Denn Lachen ist gesund. Es gibt sogar ein Fachgebiet, das die die Auswirkungen des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit untersucht: die Gelotologie.

Wer sich etwas Gutes tun möchte, findet heraus, worüber das eigene Kind lacht – denn Mitlachen ist gesund. Unser Tipp für trübe Novembertage ist dieser Youtube-Clip:


Wenn Lächeln die schönste Sprache der Welt sein soll, dann ist das Lachen Deines Babys die Krönung davon. Kaum etwas bringt mich mehr zum Strahlen als ein Grinsen meines Babys. Aber warum kann ein Baby Dich so glücklich anlachen?

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Ab wann lachen Babys?

Babys können ab der 6. Woche lachen und setzen ihr Grinsen und Lächeln auch aktiv ein, um mit den Eltern zu kommunizieren. Bereits das ungeborene Kind übt im Mutterleib verschiedene Gesichtsausdrücke, es trainiert seine Muskeln für seinen großen Auftritt in als neuer Weltbürger. Ein Neugeborenes nutzt diese antrainierten Muskelbewegungen bereits vom ersten Tag an.

Zum Lachen benötigt jeder Mensch etwa 135 Muskeln. Und wie bei jeder andere Bewegung auch, müssen die Muskeln das Zusammenspiel lernen, damit am Ende ein Gelächter dabei herauskommt.

Verschiedene Stufen des Babylachen

Wie lernen Babys lachen?

So sieht es aus, wenn ein Baby mit dem reflexartigen Engelslächeln lacht

Engelslächeln

Jedes Neugeborene kann zuerst diesen Reflex zeigen, eine unbewusste Handlung, die Du zum Beispiel auslösen kannst, wenn Du Deinem Kind über die Wange streichst. Es wird auch als Reflexlächeln bezeichnet, aber Engelslächeln macht mehr Freude.

Begrüßungslächeln

Ab der 4. oder 5. Woche nach der Geburt erkennt Dein Baby Stimmen oder Gesichter wieder. Es entwickelt Sympathie und zeigt ein Grinsen, wenn es Dinge oder Personen wiedererkennt.

Dieses Lächeln erfolgt auch durch ein Imitieren der Gesichtsausdrücke Erwachsener. Da die meisten Menschen ein Kind anlächeln, lächelt Dein Kind automatisch zurück.

Bewusstes Lächeln

Dein Baby kann ab einem Alter von 6 Wochen aktiv lächeln.

Richtig bewusst entscheiden, wen es wann anlacht, lernt es aber erst im 4. bis 6. Monat, denn nun kann es Gesichter unterscheiden. Jetzt wird das Lachen denen vorbehalten, die dem Baby bereits vertraut sind, also den Eltern, Geschwistern oder anderen engen Bezugspersonen.

Lachen mit Stimme

Ein richtiges lautes Lachen mit Ton bzw. stimmhaftes Lachen kommt meist erst ab der 16. bis 18. Woche vor. Es kann aber natürlich auch etwas länger dauern bis Dein Baby richtig herzhaft quietscht und laut lacht vor Freude.

Humor und Lachen über Witze

Wenn Dein Kind 1 Jahr alt ist, entwickelt es langsam einen Sinn für Humor. Dabei kann es gut sein, dass es nun nicht mehr über einiges lacht, was bisher noch ein sicherer Auslöser war. Es ist nun in der Lage, Dinge zu bewerten, die es lustig findet und dementsprechend lacht es auch viel oder weniger.

Warum ist das Lachen für das Baby wichtig?

Babys müssen Erwachsene anlachen, um zu überleben. Es ist ihre einzige Möglichkeit, ihre Liebe und ihr Vertrauen zu zeigen. Sie bauen mit dem Lachen eine Bindung auf, denn wir reagieren darauf positiv.

Natürlich ist Babylachen für Dich als Elternteil wichtig, weil es Dich glücklich macht. Aber für Dein Kind ist es ein notwendiger Reflex, damit Du Dich auch weiterhin um Dein Baby kümmerst, es kann ja noch nicht wissen, dass Du es liebst.

Selbst blinde Babys können lachen, obwohl sie niemanden erkennen können. Babylachen ist ein instinktiver Vertrauensbeweis, den die Natur eingerichtet hat.

Wie kannst Du das Lächeln Deines Babys fördern?

In den ersten 4 Wochen seines Lebens mag Dein Baby einfache und ruhige Spielzeuge. Am besten ein- oder zweifarbig, oder schwarz/weiß, da die Farbwahrnehmung und das Sehen noch nicht vollkommen ausgebildet ist. Von allzu bunten und aufregenden Spielzeugen wird es sich überfordert fühlen, denn es muss ja erst lernen, Eindrücke zu verarbeiten.

Hiermit kannst Du Dein Baby ab der 5. Woche zum Lachen oder Lächeln bringen:

  • bunte Spielzeuge
  • Impulse zum Greifen geben
  • weiche Bälle in Richtung des Kindes werfen
  • unterschiedliche Reize geben, wie z.B. pusten, streicheln, klopfen
  • Verstecken hinter den Fingern spielen
  • Anlächeln und Grimassen schneiden
  • Vorlesen: Ab dem 3. Monat kannst Du anfangen, Deinem Kind aus Büchern vor zu lesen oder Geschichten zu erzählen. Verändere dabei Deine Tonlage oder werde lauter und leiser – beobachte die Reaktionen Deines Kindes dabei.

Bis wann sollte ein Baby lachen können?

Jedes Kind hat individuelle Entwicklungsschritte. Genauso wie Du, denn Du musstest vermutlich auch erst lernen, die Euphorie des Mama- oder Papa-Lebens mit der nicht enden wollenden Erschöpfung durchwachter Nächte in Einklang zu bringen. Und natürlich wünscht Du Dir als Elternteil, dass Du Dein Kind zum Grinsen bringen kannst, sobald Du es glücklich ansiehst.

Während Dein Nachwuchs das Lachen lernt, wird es auch Zeiten geben, in denen es wenig oder überhaupt nicht lacht, weil es sich seiner neuen Fähigkeiten erst bewusst werden muss.

Die Stadien des Lächelns sind nur Anhaltspunkte. Jedes Kind nimmt sich die Zeit dafür, die es braucht, also habe Geduld mit Dir und Deinem Kind.

Falls Du ein Frühchen hast, kann es ohnehin länger dauern, bis Du bewusst angekichert wirst. Dein Liebling muss schließlich noch ein wenig Bauchzeit nachholen.

Worüber lachen Babys?

Kurz gesagt: über alles(!).

Babys lachen bis zu 400 mal am Tag, Erwachsene nur etwa 15 mal. Es muss also für Babys weit mehr Lustiges geben, als für Mama und Papa, was eigentlich schade ist.

Kinder lachen über Dinge, die Erwachsene nicht komisch finden, ein einfaches Husten von Oma kann ebenso zu einem Grinsen führen wie eine putzige Katze. Das Kind ist, sobald es einen eigenen Humor entwickelt hat, in der Lage, zu verstehen, wann Du etwas witzig findest, und wird häufig auch nur deshalb lachen, weil Du gerade fröhlich bist.

Umgekehrt kannst Du mit Deinem Kind gemeinsam lachen, auch wenn Du nicht weißt, worüber ihr euch gerade amüsiert. Das Lachen von Mama, Papa und Baby ist ein gemeinsames positives Erlebnis. Positive Erfahrungen stärken die gegenseitige Bindung, also tut es nicht nur Deinem Baby gut – sondern auch Dir.

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Zweiter bis sechster Lebens­monat

Wie das Baby Kontakt aufnimmt

Eltern, Großeltern, Geschwistern – allen geht das Herz auf, wenn das Baby sie anlächelt. Schon um die sechste Lebenswoche herum reagiert das Baby mit seinem ersten Lächeln. Es drückt Freude und Interesse aus. Für viele Eltern ist dieses sogenannte „soziale Lächeln“ eine Belohnung für manche Mühe und Herausforderung der letzten Wochen. Das Baby beginnt auch, seine Stimme auszuprobieren, und reagiert auf Ihre Ansprache mit Lallen und eigenen Lauten.

Um den dritten Lebensmonat hat Ihr Kind großes Interesse daran, Ihr Gesicht zu erkunden. Es führt jetzt aktiver und auf seine eigene Weise erste „Gespräche“ mit Ihnen. Ahmen Sie die Laute Ihres Kindes nach, warten Sie, bis es antwortet, und antworten Sie ihm wieder. Ihr Baby genießt es, sich mit Ihnen auf diese Weise zu unterhalten.

Ahmen Sie die Laute Ihres Kindes nach, warten Sie, bis es antwortet, und antworten Sie ihm wieder. Ihr Baby genießt es, sich mit Ihnen auf diese Weise zu unterhalten.

Bis es selbst Ihre Laute nachahmt, dauert noch ein wenig. Das geschieht erst etwa ab dem sechsten Lebensmonat. Wenn Sie auf das Brabbeln Ihres Kindes reagieren, sich immer wieder mit ihm unterhalten, festigen Sie damit nicht nur die Beziehung zu Ihrem Baby, sondern fördern damit auch seine Sprachentwicklung.

Lieblingsmensch

Am liebsten kommuniziert das Baby mit der Person, die es ständig betreut. Sie schafft es auch am besten, das Baby zu trösten und zum Lachen zu bringen.

Forschen mit Augen und Händen

Etwa ab dem dritten Monat interessiert sich das Baby immer mehr für Neues. Zuvor Iiebt das Neugeborene das Vertraute. Doch nun befriedigt das Baby sein Bedürfnis, die Welt zu erkunden, zunächst vor allem über das Schauen. Neugierig erforscht es alles mit seinen Augen und kann sich manchmal gar nicht satt sehen.

Ein Baby braucht Zeit und Ihre Nähe, um sich in neuen Situationen sicher zu fühlen.

Um den vierten Lebensmonat herum gibt sich das Baby damit nicht mehr zufrieden. Es will auf seine Umgebung aktiv einwirken und sie begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn es kann jetzt gezielt nach Gegenständen greifen. Was es sieht, möchte es in den Händen halten; von dort wandert es in den Mund. Denn hier spürt das Baby am besten, wie sich die Dinge anfühlen.

Mit gezieltem Greifen sind Säuglinge in der Lage, ihre Umgebung ein Stück weit unabhängig von den Eltern zu erobern. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei. Lassen Sie es zum Beispiel mit einem Löffel trommeln, mit den Füßen gegen sein Mobile treten oder erlauben Sie ihm, seinen Schnuller immer wieder fallen zu lassen. Es möchte sehen, was durch seine eigenen Handlungen mit den Dingen passiert.

Nähe und Sicherheit geben

In den ersten drei Monaten ist das Baby zu allen Menschen zugewandt und freundlich. Später verlangt es in ungewohnter Umgebung schnell die Nähe seiner Eltern. Zwar sind neue Situationen und unbekannte Menschen ungeheuer faszinierend, doch können sie auch verunsichern. Das Baby braucht Zeit und Ihre Nähe, um sich sicher zu fühlen und mit der neuen Situation vertraut zu werden.

Es gibt große Unterschiede, wie lebhaft und angeregt oder entspannt und zurückhaltend Babys ihre Umwelt erkunden. Schauen Sie sich an, was Ihr Baby Ihnen mit seinem Körper zeigt. Ist es entspannt und fühlt es sich wohl, wird es sich konzentriert mit einem Gegenstand beschäftigen. Ist es hingegen angespannt oder gelangweilt, spielt es nur halbherzig und lustlos. Hilflos fühlt es sich, wenn es zur Regungslosigkeit erstarrt, bei dem kleinsten Geräusch zusammenzuckt, die Augen aufreißt, weint oder vor sich hin starrt.

Helfen Sie Ihrem Baby, sein Gleichgewicht wiederzufinden, wenn es von Reizen überflutet wird. Es kann schon genügen, wenn Sie laute Geräusche oder ein Überangebot an Spielzeug reduzieren und ab und zu eine kleine Auszeit für Ihr Baby einlegen, wenn es mit vielen Menschen zusammen ist.

So unterstützen Sie Ihr Kind im zweiten bis sechsten Lebensmonat

  • Vermitteln Sie Ihrem Kind Sicherheit, indem Sie ihm zeigen: „Du bist nicht allein.“
  • Nehmen Sie Ihr Kind in einer fremden Umgebung zunächst auf den Arm, damit es sich langsam an die Situation gewöhnen kann.
  • Vermeiden Sie eine Reizüberflutung durch zu viele Spielsachen, Geräusche oder Menschen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es verstehen. Imitieren Sie die Laute Ihres Kindes, wenn es mit Ihnen ein „Gespräch“ anfängt – es hat seine Freude daran!
  • Machen Sie Ihrem Kind Spielangebote, aber überlassen Sie ihm die Führung. Wiederholen Sie Ihr Angebot, wenn es Interesse zeigt. Schwächen Sie Ihr Spiel ab oder hören Sie auf, wenn das Kind beginnt, sich abzuwenden.

Monat 2 : die Entwicklung Ihres Babys

Fotogalerie

Babys erstes Jahr

Sehen Sie, was Juliet in ihrem ersten Lebensjahr lernt.

Was passiert diesen Monat?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihr Schatz Sie diesen Monat mit seinem ersten strahlenden Lächeln überrascht! Und: Seine Schlafperioden werden länger, genauso wie seine Wachphasen.

Das erste echte Lächeln

In diesem Monat ernten Sie für all Ihre bisherigen Bemühungen ein strahlendes, zahnloses Lächeln. Das erste echte Lächeln ist mit Sicherheit eines der herzergreifendsten Ereignisse für Eltern. Sehen Sie es als Belohnung: Sie haben Windeln gewechselt, gefüttert, gebadet, geküsst und geknuddelt, ohne dass Ihr Wonneproppen bisher ernsthaft darauf reagiert hat. Und dann passiert es: Ihr Baby lächelt, und Sie sind sicher, es hat nicht nur in die Windel gemacht. Sie werden außer sich vor Freude sein – auch wenn Sie vorher die schlimmste Nacht Ihres Lebens hatten.

Die Schlaf-Abschnitte werden länger

Wenn Ihr Baby durchschläft, dann gehören Sie zu einer glücklichen Minderheit. Die meisten Babys in diesem Alter wollen immer noch mitten in der Nacht gefüttert werden, meistens nur einmal, manchmal aber auch mehrmals. Die gute Nachricht ist aber, dass Ihr Baby nun länger schläft und auch längere Zeiträume wach bleibt. Die meisten Babys haben zwei bis vier längere Schlafperioden und sind etwa 10 Stunden am Tag wach.

Wie gut kann mein Baby sehen?

Bis zum Alter von zwei Monaten mag Ihr Baby zweifarbige, einfach strukturierte Dinge, weil es Farbunterschiede und Farbabstufungen noch nicht gut erkennen konnte. Nun fängt es an, sich für detaillierte und komplizierte Muster, Farben und Formen zu interessieren. Geben Sie Ihrem Kind daher möglichst viele unterschiedliche Gegenstände zum Anschauen und zum Befühlen. Eine gute Wahl sind zum Beispiel Plastikspielzeug und weiche Bälle.

Kontrollierte Bewegungen

Ihr Baby wird jetzt seine Bewegungen besser koordinieren können. Die ruckartigen Arm- und Beinbewegungen eines Neugeborenen sind verschwunden, nun bewegt es sich sanfter und runder. Außerdem wird Ihr zwei Monate altes Kind ab jetzt Dinge bewusst greifen, auch wenn das Loslassen erst später kommt. Vorher war das Greifen noch unbewusst und instinktiv.

Wie kann ich mein Baby in seiner Entwicklung unterstützen?

Ihr Baby wird jetzt von bunten Mobiles, Spielbögen oder anderem Spielzeug, das über ihm hängt, begeistert sein. Vermutlich wird es voller Freude strampeln und vielleicht auch schon versuchen, mit seinen Fäustchen dagegen zu schlagen.

Entwickelt sich mein Baby normal?

Denken Sie immer daran, jedes Baby ist einmalig und durchläuft seine Entwicklung im eigenen Tempo. Diese Anhaltspunkte können Ihnen nur sagen, wozu Ihr Baby grundsätzlich in der Lage ist – wenn noch nicht sofort, dann sicher bald.
Wenn Sie ein Frühchen oder Frühgeborenes haben, werden Sie merken, dass es etwas mehr Zeit braucht als andere Babys seines Alters. Deswegen kriegen Frühgeborene von ihren Kinderärzten zwei Altersangaben: ihr chronologisches Alter (vom Tag der Geburt gerechnet) und ihr angepasstes Alter (vom eigentlichen Geburtstermin gerechnet). Sie sollten Ihr Frühgeborenes an seinem angepassten Alter messen, nicht an dem chronologischen. Keine Sorge: Die meisten Ärzte beurteilen die Entwicklung eines Frühgeborenen nach dem ursprünglichen Geburtstermin und können die Fähigkeiten entsprechend einschätzen.

Wenn Sie sich Sorgen über die Entwicklung machen oder unsicher sind, dann fragen Sie Ihren Arzt oder die Hebamme.
Die Entwicklung Ihres ein Monate alten Babys
Die Entwicklung Ihres drei Monate alten Babys
Zuletzt überarbeitet: Januar 2020

Babyentwicklung: Darum lacht Ihr Baby

Nichts verbindet uns Menschen so sehr wie ein Lächeln und Lachen. Dabei kommen wir nicht mit dieser Fähigkeit auf die Welt, sondern sie muss sich im Laufe der Zeit erst entwickeln. Im folgenden Artikel erfahren Sie, welche Arten des Lachens es gibt und wann diese zum ersten Mal auftreten.

Das steckt hinter Lachen und Lächeln

Lächeln ist der Ausdruck von Freude und purem Glück, es kann aber auch aus Verlegenheit oder als „Verzweiflungsreaktion“ auf einen negativen äußerlichen Reiz eintreten.
Dabei ist Lächeln sowohl angeboren als auch anerzogen. So zeigen nämlich auch blind geborene Kinder das sogenannte Vorlächeln. Während sehende Kinder mit zunehmendem Alter immer mehr und öfter lächeln, lächeln blinde dann immer seltener. Dies liegt daran, dass die Reize von außen fehlen. Babys fühlen sich nämlich durch den Anblick von ihnen zulächelnden Gesichtern dazu animiert, diese nachzuahmen und ebenfalls zu lächeln. Ein dem Baby freundlich zugewandtes Gesicht ist daher ausschlaggebend für seine positive Entwicklung. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass Babys gänzlich aufhören zu lächeln, wenn die sie anlachenden Gesichter von Bezugspersonen fehlen. Dies kann sich fatal auswirken, denn die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens sowie des Urvertrauens – welches immens wichtig für die spätere Beziehungsfähigkeit ist – hängen grundlegend von einer herzlichen Bezugsperson des Kindes ab.

Aus diesem Grund ist bei einer postpartalen Depression der Mutter besondere Vorsicht geboten. Geht es der Mutter nicht gut, sollten unbedingt andere Bezugspersonen wie Vater oder Großeltern den Part des gut gelaunten und herzlichen Gegenübers übernehmen. So kann negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes vorgebeugt werden und die Mutter hat Zeit, sich zu erholen.
Auf jeden Fall sollte das Kind auch immer ehrlich angelächelt werden, denn es spürt sofort, ob die Emotionen seines Gegenübers authentisch sind oder nicht. Sind sie es nicht, führt dies zu großer Verwirrung beim Kind, die sich ebenfalls sehr negativ auf seine psychische Entwicklung auswirken kann.

Lachen ist nicht gleich Lachen

Wenn wir das Wort „Lachen“ hören, denken wir automatisch an eine bestimmte Gefühlsregung und wir haben wahrscheinlich auch ein ganz bestimmtes Bild davon im Kopf. Dabei gibt es längst nicht nur ein Lachen, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Formen davon. Gerade in der Entwicklung von Kindern unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Lachen. Diese treten auch nicht alle zur selben Zeit das erste Mal auf, sondern sind typisch für verschiedene Entwicklungsstadien.

Das Reflexlächeln – wenn Ihr Baby das erste Mal lächelt

Diese Art des Lächelns ist das erste Lächeln, das Sie bei Ihrem Baby nach der Geburt beobachten können. Seinen Namen hat es daher, da es mehr eine reflexartige Muskelkontraktion als ein Ausdruck von Emotionen ist. Nichtsdestotrotz lässt sein Anblick garantiert Ihr Herz schmelzen. Das ebenfalls unter dem Begriff Engelslächeln bekannte Lachen tritt bevorzugt auf, während Ihr Baby schläft und sich in den REM-Phasen befindet. Stehen Sie dann am Bettchen Ihres kleinen Lieblings, stehen die Chancen gut, dass Sie dieses wunderbare Lächeln in seinem Gesicht entdecken können.

Das allgemeine Lächeln – wenn Ihr Baby zu strahlen beginnt

Ab etwa einem Alter von sechs Wochen werden die Wachphasen Ihres Babys immer länger. In dieser Zeit zeigt es auch zum ersten Mal das strahlende Lachen. Typisch für dieses sind die zusammengekniffenen Augen. Da das Baby in dieser Zeit von der Mutter über die Oma bis hin zum Lieblingskuscheltier alles anstrahlt, was sich in seiner Nähe befindet, wird dieses Lächeln auch allgemeines Lächeln genannt. Nun ist es jedoch besonders wichtig, dass Sie zurückstrahlen. Egal, ob Sie Ihr Baby stillen, im Arm wiegen oder wickeln, strahlen Sie es bei jeder Gelegenheit aus vollstem Herzen an und freuen Sie sich, wenn Sie von Ihrem kleinen Engel zurückangestrahlt werden.

Das spezifische Lächeln – wenn Ihr Baby nur mehr Vertrautes anlächelt

Im Alter zwischen sechs und acht Monaten sind die kognitiven Fähigkeiten Ihres Babys so weit gereift, dass es zwischen vertrauten, kaum vertrauten und fremden Personen unterscheiden kann. Das heißt, dass es nun anfängt, nicht mehr wahllos alles und jeden anzulächeln, sondern nur mehr seine engsten Bezugspersonen. Wer diese sind, ist stark von der individuellen Situation abhängig. Je mehr Menschen sich regelmäßig mit dem Kind beschäftigen, desto mehr Bezugspersonen hat es auch. Während es diese nun bewusst anlächelt, reagiert es fremden Personen gegenüber plötzlich distanziert und manchmal sogar mit weinen. Diese Reaktion ist als das sogenannte Fremdeln bekannt und ein völlig normaler Entwicklungsschritt in diesem Alter.

Die verschiedenen Ursachen von Lachen

Lachen ist zwar grundsätzlich immer ein Ausdruck von Freude und Glück, kann jedoch verschiedene Ursachen haben. Dies gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder.

Lachen als Zeichen von Vorfreude

Steht ein freudiges Ereignis an, ist es das Normalste auf der Welt, aus Vorfreude auf dieses zu lachen oder zumindest zu lächeln. Auch Kinder können ab etwa dem Ende des ersten Lebensjahres bestimmte Ereignisse, wie Worte und Handlungen, mit den daraufhin eintretenden Folgen verknüpfen. Daher beginnt das Baby in diesem Alter auch damit, aus Vorfreude auf ein bestimmtes Ereignis zu lachen. Besonders bei anstehenden Kitzelspielen werden Sie dieses Lachen beobachten können. Ihr kleiner Liebling wird nämlich bald wissen, dass ihn die kleine Maus, die gerade in Form von Mamas Hand seinen Bauch entlang spaziert, gleich kitzeln wird, und schon anfangen zu lachen, bevor das Mäuschen sein Ziel erreicht hat.
Übrigens: Solche vorsichtigen Kitzelspiele sorgen nicht nur für gute Laune bei Ihnen und Ihrem Baby, sondern festigen auch Ihre Bindung zueinander. Forscher haben nämlich herausgefunden, dass Kitzeln die Sympathie stärkt und das gegenseitige Vertrauen vergrößert.

Lachen als Zeichen von Vertrauen

Ihr Baby durchlebt zahlreiche „gefährliche“ Situationen mit Ihnen: Es reitet wie ein Cowboy auf Ihren Oberschenkeln und fliegt wie ein tollkühner Pilot durch die Lüfte, bevor es von Ihren sicheren Armen aufgefangen wird. Manchmal wirkt es dabei kurz so, als ob Ihr Baby zu schreien oder auch zu weinen beginnen würde. Dies liegt daran, dass die Situation an sich auf Ihr Baby bedrohlich wirkt. Merkt es jedoch, dass es stets von Ihnen beschützt wird und sich daher in keinerlei Gefahr befindet, fängt es plötzlich an zu lachen. Die ursprüngliche Unsicherheit sowie Bedrohung sind verschwunden und grenzenlosem Spaß in den sicheren Armen von Mama und Papa gewichen.

Pures Glück – Babys erstes Lächeln

Lächeln ist eine wichtige soziale Kompetenz, die wie eine Art Universalsprache innerhalb der Familie fungiert. Wenn ein Baby zum ersten Mal seine Eltern anlächelt, sind alle Anstrengungen, die der Alltag mit einem Neugeborenen mit sich bringt, auf einen Schlag vergessen. Babys Lächeln wirkt wie Balsam. Doch ab wann lachen Babys?

schon im mutterleib erkennbar: das engelslächeln

Bereits in den ersten Tagen nach der Geburt verziehen Säuglinge ihr Gesicht zu einem Lächeln. Oftmals im Schlaf. Schon im Mutterleib kann ein solches Mienenspiel zuweilen per Ultraschall beobachtet werden. Dieses unbewusste Lächeln, im Volksmund auch Engelslächeln genannt, ist nach Ansicht der meisten Experten auf dem Gebiet der Verhaltensforschung eher eine Muskelkontraktion. Das Kind imitiert also noch nicht seine Bezugspersonen. Daher spricht man in diesem Stadium auch von einem Vor- oder Reflexlächeln.

ab der sechsten woche alltäglich: das unspezifische lächeln

Wenn die Wachphasen zwischen der sechsten und achten Woche länger werden, strahlt Baby immer öfter über das ganze Gesicht. Die Stimmen von Mama oder Papa animieren es dazu. Aber auch jeder andere, der sich dem Kind freundlich nähert, wird mit einem Lächeln von ihm bedacht. Die Fähigkeit zu lachen ist angeboren. Sie lässt sich einem Kind nicht beibringen. Selbst ein blindes Baby kann lachen, ohne dass es ihm antrainiert werden müsste. Doch ab wann lacht das Baby bewusst?

vom sechsten monat an exklusiv: das bewusste lächeln

Im Alter von sechs bis acht Monaten haben sich nicht nur die körperlichen, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten des Babys weiter ausgeprägt. Es kann jetzt zwischen vertrauten und weniger vertrauten Menschen unterscheiden. Weniger bekannten Gesichtern gegenüber fremdelt es. Seinen engsten Bezugspersonen dagegen schenkt es jetzt immer öfter ein bewusstes Lächeln. Damit drückt es nicht nur Wohlbefinden aus, sondern macht seinem Gegenüber auch verständlich, dass es sich zugehörig fühlt.
Dieses gewinnende Lächeln, mit dem das Baby nicht zuletzt auch seine Familie an sich bindet, macht auch deutlich, warum wir Menschen überhaupt lächeln: Psychologen sind sicher, dass es sich dabei um ein universelles Kommunikationsmittel handelt. In der Geschichte der Menschheit gehört das Lächeln zu den Urformen der Verständigung. Menschen lächelten, als sie noch keine Sprache zur Verfügung hatten.

von der geburt ihres kindes an gilt für eltern: bitte lächeln!

Zwar ist die Fähigkeit zu lächeln angeboren, doch ist es psychologischen Erkenntnissen zufolge für die emotionale Gesundheit des Kindes von entscheidender Bedeutung, dass Eltern ihr Kind vom ersten Tag an anlächeln – und sein Lächeln erwidern. Wenn Eltern dazu nicht imstande sind, beispielsweise aufgrund einer Depression, kommt dies einer Zurückweisung gleich, wodurch die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind leiden kann. Auch für später gilt: Humor und Lachen schweißt die Familie zusammen – auch und gerade bei Konflikten oder Misserfolgen.

was bringt ein kind zum lachen?

Je nach Alter lachen Kinder über ganz unterschiedliche Dinge: Das Baby reagiert auf Berührungen mit einem Lächeln und begrüßt seine Eltern auf diese Weise. Mit einem halben Jahr ist das laute Lachen für Kinder dann ein Ventil, wenn es beim Toben und Spielen aufregend wird. Etwa beim „Fliegen“ über Papas Kopf oder beim Hoppe-Hoppe-Reiter-Spiel auf Mamas Schoß. Im ersten Moment ist dem Baby zum Schreien oder Weinen zumute, doch dann merkt es schnell, dass gar keine Gefahr besteht und es immer wieder in den sicheren Armen von Mama und Papa landet – das Lachen ist befreiend. Hinzu kommt, dass Papa und Mama selbst laut lachen. Grundsätzlich entwickeln Babys ihren Humor, indem sie sich die Eltern zum Vorbild nehmen. Psychologen zufolge können sie im Alter von sechs Monaten noch nicht allein entscheiden, ob sie etwas lustig finden oder nicht. Die Säuglinge lernen, was lustig ist, vor allem aufgrund der Reaktionen ihrer Eltern.
Im Alter zwischen einem und zwei Jahren etwa entwickeln Kinder dann auch eigenen Humor. Sie finden in dieser Phase vor allem Widersprüche lustig, also wenn sich etwas anders verhält als erwartet. Zum Beispiel wenn sich der große Bruder ein Lätzchen umbindet.
Lächeln ist die schönste Art, sich ohne Worte miteinander zu verständigen. Das Baby nutzt diese Form der Kommunikation schon recht früh. Es bindet damit seine Bezugspersonen an sich. Je öfter sich Eltern und Kinder gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt gegenseitig anlächeln, umso stärker wird das emotionale Band zwischen ihnen.

Babyentwicklung: So entwickeln Babys einen Sinn für Humor

Babys beglücken ihre Eltern schon früh mit fröhlichem Lachen – ist das ein Ausdruck von Humor? Woher wissen wenige Monate alte Menschen schon, was lustig ist? Laufen, Sprechen und moralische Werte lernen Kinder meistens von ihren Eltern. Nun haben Forscher ergründet, wie sich der Sinn für Humor entwickelt.

Babys – Vorsicht ansteckend: Baby lacht sich schlapp

Babys
Vorsicht ansteckend: Baby lacht sich schlapp

Papa belustigt diesen kleinen Wonneproppen. zum Video

Witzig ist, worüber Mama oder Papa lachen

Babys entwickeln ihren Sinn für Humor nach dem Vorbild der Eltern. Mit sechs Monaten können sie noch nicht allein entscheiden, ob sie etwas lustig finden oder nicht. Babys lernen das anhand der Reaktion ihrer Eltern. Das schreibt ein amerikanisches Forscherteam in einer Mitteilung des britischen Psychologenverbands (BPS). Die Wissenschaftler wollen ihre Ergebnisse am 6. September auf der jährlichen Konferenz des Verbandes an der Universität von Strathclyde im schottischen Glasgow vorstellen.

Babys schauen sich Gefühle von den Eltern ab

Mit ihrer Studie wollten Gina Mireault vom Johnson State College und John Sparrow von der Universität von New Hampshire herausfinden, ob sich schon Säuglinge im Alter von sechs Monaten Gefühle von ihren Müttern und Vätern abgucken. Dass acht Monate alte Babys das so machen, war bereits bekannt. Die Forscher entdeckten während ihrer Tests, dass die Babys ihren Eltern aufmerksam zusahen, wenn diese in einer bestimmten Situation über etwas lachten. Die Forscher vermuten nun, dass der Nachwuchs auf diese Art und Weise den Sinn für Humor entwickelt.

Eltern – Einfach süß: So lustig kann ein Staubsauger sein

Eltern
Einfach süß: So lustig kann ein Staubsauger sein

Dieses Baby kann gar nicht genug davon bekommen. zum Video

Lachen über große Faszination auf Babys aus

Für die Studie analysierten die Wissenschaftler das Verhalten von 30 Kindern erst im Alter von sechs, dann mit zwölf Monaten. Vor den Augen der Babys blätterten sie in einem Bilderbuch und hielten einen roten Schaumstoffball. Dann kam Bewegung in das Geschehen: Einer Forscherin wurde mit dem Buch sanft auf den Kopf geschlagen, dabei gab sie seltsame Laute von sich. Ein anderer Wissenschaftler setzte sich den Schaumstoffball auf die Nase. Die Eltern sollten den Versuch entweder ausdruckslos beobachten oder laut darüber lachen. Zwar beobachteten die Babys das Geschehen in beiden Fällen gespannt, die lachenden Mamas und Papas faszinierten sie aber besonders.

Mit einem Jahr entwickeln Kinder ihren eigenen Humor

„Humor mag als ein leichtfertiges Thema erscheinen, aber er ist entscheidend für das Verständnis der Kindesentwicklung“, wird Mireault in einer Mitteilung des Psychologenverbandes zitiert. Für sechs Monate alten Kinder seien die Eltern eine Quelle für emotionale Informationen. „Bereits mit zwölf Monaten haben die Kinder genug Lebenserfahrung, um sich ihre eigene Meinung zu bilden – zumindest darüber, ob etwas lustig ist.“

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Wenn Babys lächeln …

© fotolia, Peter Kögler

… verblasst selbst die Mona Lisa. Für alle Eltern sind es unvergessliche Momente, wenn sich nach den ersten Lebenswochen Babys kleiner Mund immer öfter zu einem Lächeln verzieht.

Sicher fragen sich alle Mamis und Papis anfangs, woher dieses Lächeln kommt, ob und was das Baby dabei denkt. Einfach zu ergründen ist das – wie bei Mona Lisa – manchmal nicht: Bei Babys ist eben Lächeln nicht gleich Lächeln.

Wenn ein Baby geboren wird, bringt es schon ein ganzes Repertoire an Gesichtsausdrücken mit auf die Welt, um den Eltern klar machen zu können, wie es sich fühlt. Es kann zeigen, ob es ruhig oder angespannt ist, ob es seine momentane Situation als angenehm oder unangenehm empfindet. Diese angeborene Fähigkeit übt das Baby schon im Mutterleib, wo man es per Ultraschall dabei beobachten kann.

Aber das erste Lächeln ist eben doch etwas ganz besonderes und wohl alle Eltern warten gespannt darauf. Lächeln ist übrigens einzigartig für die Spezies Mensch.

Manche Eltern glauben schon in den ersten Tagen nach der Geburt eine Art Reflexlächeln zu bemerken. Doch ist diese Mimik in den ersten zwei, drei Wochen noch sehr flüchtig und nicht sonderlich ausgeprägt, weshalb man sie kaum als richtiges Lächeln bezeichnen kann.

Babylächeln kann man in drei Stufen einteilen: das Vorlächeln oder auch Reflexlächeln (das so genannte Engelslächeln oder Engelslachen), das allgemeine Lächeln und schließlich das bewusst gewählte, an Bezugspersonen gerichtete, geschenkte Lächeln.

  • Das Reflexlächeln oder Engelslächelns haben Babys in den ersten Lebenswochen. Sie können es nicht willentlich steuern – manchmal „verzieht“ sich das Gesicht zu etwas, das wie ein Lächeln aussieht. Häufig passiert das im Schlaf und die Eltern sind im 7. Himmel. Es sieht aber auch zu süß aus!
  • Das allgemeine Lächeln bekommen Mami und Papi so um die vierte, fünfte Woche herum zum ersten Mal zu sehen. Man kann es schon als richtiges Begrüßungslächeln bezeichnen. In den kommenden Tagen und Wochen dauert es nun immer länger, wird immer ausgeprägter und breiter – und bald strahlen große Augen mit denen der Eltern um die Wette. Zwar ist der Auslöser für dieses Lächeln oft noch immer die Stimme, bzw. das Gesicht von Mami oder Papi, doch kann es gut sein, dass das Baby auf ein fremdes und freundliches Erwachsenengesicht ebenso reagiert. Mit einem allgemeinen Lächeln darf jedermann rechnen, der sympathisch erscheint. In dieser Phase spricht man noch von einem „unspezifischen“ Lächeln.
  • Das voll ausgeprägte, spezifische Lächeln tritt erst irgendwann zwischen dem fünften und siebten Monat auf. Es ist fast immer sehr ausdrucksstark und hat etwas besonders fröhliches in sich. Fehlt dieser besondere Ausdruck hier und da, lässt sich in Babys Gesicht kaum ablesen, um welche Art des Lächelns es sich denn nun handelt; ob es ein allgemeines Lächeln als Ausdruck von Wohlbefinden, ein reines Begrüßungslächeln (wie an Tante Frieda) oder ein auf ganz bestimmte Bezugspersonen gerichtetes, spezifisches Lächeln als persönlicher Gruß ist. Dieses letztere, spezifische Lächeln bleibt nämlich nur den Eltern oder einigen wenigen, anderen Personen vorbehalten, die das Baby sehr gut kennt. Manch einer, der sich ihm noch vor kurzem nähern durfte und mit einem freundlichen Lächeln bedacht wurde, ist nun perplex, wenn seine bloße Anwesenheit protestierendes Geschrei auslöst. In dieser Phase kennt das Baby die Gesichter der Eltern und enger Bezugspersonen sehr genau und filtert alle übrigen aus.

Man könnte sagen, das Baby entscheidet nun, wer zum auserwählten Kreis seiner Favoriten zählt und wer nicht.

Babys lächeln noch ehrlich und nur dann, wenn sie jemanden wirklich mögen. Ein aufgesetztes Lächeln, wie wir Erwachsenen es gelegentlich schon aus „diplomatischen“ Gründen anwenden (müssen), ist Babys völlig unbekannt.

Auch braucht man Babys das Lächeln nicht zu lernen. Alle Babys lächeln irgendwann, weil ihnen diese Fähigkeit angeboren ist und sich lediglich noch entwickeln muss. Sogar blinde Babys lächeln, wenn auch weniger und nicht voll entwickelt, weil ihnen das Zurücklächeln von Bezugspersonen fehlt. Für die Entwicklung eines voll ausgeprägten Lächelns braucht es das „Feedback“ von Mami und Papi. Deshalb ist auch die Zuwendung, die die allermeisten Eltern ihren Kleinen zukommen lassen, um sie zum Lächeln zu bringen, nicht umsonst (weil das Lächeln ja ohnehin kommt). Es ist vielmehr sehr wichtig für den Aufbau einer engen Beziehung und gibt den Babys viel Gelegenheit, Mami und Papi kennen zu lernen. Der Lohn wird ganz sicher die Aufnahme in den engsten Favoritenkreis sein, der sich einem ganz persönlich gewidmeten, strahlenden Lächeln sicher sein kann.

Natürlich haben sich auch die Psychologen intensiv mit dem Babylächeln beschäftigt und eine einleuchtende Erklärung gefunden: Babys können als Gabe der Genetik deshalb so unwiderstehlich lächeln, weil sie keine andere Möglichkeit haben, lieb gewonnene Erwachsene in ihrer Nähe festzuhalten. Mit einem solchen Lächeln stellen sie eine ganz ähnlich intensive Verbindung her, als könnten sie jemanden tatsächlich am Ärmel zurückhalten und ihm sagen „bleib doch noch ein bisschen bei mir!“

Da ist ganz sicher was dran. Aber was gibt es schöneres, als ein herrliches Babylächeln zu genießen, ohne überhaupt um das „warum“ wissen zu wollen?

von Ute Linnert

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2018

Kommunikation: Lächeln und erste Laute

Waren in den ersten vier Wochen schreien und weinen die einzigen Kommunikationsmittel, die Ihr Baby hatte, so kommen in diesem Monat zwei ganz neue hinzu: Ihr Baby wird zum ersten Mal lächeln und Laute machen.

Das erste Lächeln

Was gibt es schöneres als sein Baby lächeln zu sehen? Im Alter von rund sechs Wochen ist es soweit: Ihr Baby wird plötzlich den Mund zu einem Lächeln öffnen. Lächeln Sie zurück und es wird Sie lieben!

Nun hat Ihr Baby gelernt, Ihnen eine Reaktion zurück zu geben – ein wichtiger Meilenstein in seinem Leben. Es wird das mit dem Lächeln immer und immer wieder ausprobieren und gespannt Ihre Reaktion verfolgen.

Experten nennen dies „soziales Lächeln“. Und wenn Sie zurück lächeln, wird es sich freuen. Es wird wahrscheinlich anders reagieren, ob Sie Ihr Baby hochhalten oder Fremde es anschauen.

Bevor Ihr Baby Sie anlächelt, werden Sie diesen Monat bereits kurz vor dem Einschlafen so etwas wie ein zufriedenes Lächeln in seinem Gesicht sehen. So als wäre es einfach glücklich.

Erste Laute

Ihr Baby wird in diesem Monat auf Ihre Stimme reagieren. Es wird vielleicht mit den Armen und Beinchen zu fuchteln beginnen, heftig Strampeln und Sie anschauen. Und es wird nun beginnen, mit Ihnen zu sprechen, indem es erste Laute von sich gibt.

Zu Beginn noch werden das gurgelnde und gurrende Laute sein, ein Quietschen vielleicht. Aber gegen Ende des Monats wird Ihr Schatz schon erste Vokale mit seinem Mündchen formen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Baby

Ihr Baby erkennt Ihre Stimme ganz genau und freut sich, wenn es sie hört. Sprechen Sie deshalb so oft Sie können mit Ihrem Baby. Erzählen Sie ihm, was Sie machen, was Sie sehen oder denken. Lesen Sie dazu auch: So sprechen Sie mit Ihrem Baby richtig

Auch wenn Sie nicht in seinem Blickfeld sind, wird Ihr Schatz Ihre Stimme erkennen und sich freuen, dass Sie da sind.

Weinen

Weinen wird noch für lange Zeit eines der wichtigsten Kommunikationsmittel Ihres Babys bleiben. Sicherlich haben Sie inzwischen entdeckt, dass es ganz verschiedene Arten von Weinen gibt: Ihr Baby weint anders, wenn es Hunger hat, als wenn es müde ist.

Manchmal aber weinen Babys auch ohne jeden Grund. Und selbst, wenn Sie alles versucht haben, Ihr Kind zu beruhigen, kann es weiter weinen und schreien.

Dann heisst es für Sie: Ruhig bleiben und Nerven behalten. Legen Sie Ihr Baby in sein Bettchen und gehen Sie aus dem Zimmer. Vielleicht hilft es Ihnen, fünf Minuten vor die Türe zu gehen und kurz Ihr Lieblingsmusikstück zu hören, bevor Sie wieder zu Ihrem Baby zurück gehen.

Wenn es immer noch weint, kann das auch bedeuten, dass ihm etwas fehlt, dass es beispielsweise Blähungen hat. Einige Kinder schreien auch immer zur selben Zeit.

Was aber immer der Grund sein mag, warum Ihr Kind weint: Wichtig ist, dass Sie ihm zeigen, dass Sie für es da sind und es gerne haben. Liebevolle Nähe kann beruhigend wirken, auch wenn Ihr Baby vielleicht nicht sofort mit dem Schreien aufhören kann. Lesen Sie auch: 8 Gründe, warum Ihr Baby schreit

Hinweis: Bedenken Sie, dass die Entwicklung eines Kindes sehr individuell verlaufen kann. Sie finden hier allgemeine Richtwerte, die von den Daten und der Entwicklung Ihres Babys abweichen kann. Ein Grund dafür kann beispielsweise die Dauer der Schwangerschaft sein. Vor allem Frühgeborenen müssen Sie etwas mehr Zeit geben.

Wann lachen Babys das erste Mal?

Wissenswertes über das Babylachen

  • Lächeln ist angeboren. Kinder verziehen schon im Mutterleib die Mundwinkel nach oben. Auch blinde Kinder, die niemals ein Lächeln gesehen haben, nutzen diese Mimik, um Freude oder Erkennen auszudrücken.
  • Der Mensch ist die einzige Spezies, die lächeln und lachen kann. Zwar verziehen auch Primaten den Mund, das ist aber in der Regel eher eine Drohgebärde. Nur die menschlichen Lippen- uns Gesichtsmuskeln sind anatomisch anders geformt, dass ein ausgeprägtes Lachen möglich ist.
  • Lächeln verbindet: Die Wissenschaft geht davon aus, dass das Reflexlächeln von Babys ein nonverbaler Bindungsversuch von neugeborenen Kindern ist. Indem sie ihre Bezugspersonen anlächeln, drücken sie aus: „Bleib bei mir“.
  • Babys lächeln immer ehrlich. Frühestens im Kindergartenalter eignen sich Kinder ein „diplomatisches Lächeln“ an, um Kontakte zu knüpfen oder Konfliktsituationen zu bewältigen.
  • Lachen ist gesund. Es stärkt den sozialen Zusammenhalt, fördert die Durchblutung, schüttet Endorphine aus und es ist ein effektives Training für die Gesichtsmuskeln.

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