Wann kommen zähne beim baby?

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Den Zahnwechsel beim Kind begleiten

Ein kariesfreies Milchgebiss ist eine gute Basis für gesunde bleibende Zähne. Haben die Milchzähne bereits Löcher, kann sich die Karies beim Durchbruch auf die bleibenden Zähne übertragen.

Der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ist doppelt so dick wie der der Milchzähne. Das macht sie grundsätzlich widerstandsfähiger. Zunächst sind die frisch durchgebrochenen Zähne jedoch besonders kariesgefährdet, da der Schmelz erst noch aushärtet (sogenannte Schmelzreifung). Ungefähr drei Jahre, nachdem ein bleibender Zahn durchgebrochen ist, ist der Zahnschmelz um den Zahn herum richtig hart. Das vollständige bleibende Gebiss hat mindestens 28 Zähne plus maximal vier Weisheitszähne.

Besonderheiten und Herausforderungen

  • Manchmal kann sich das Zahnfleisch an der Stelle, an der gerade ein Zahn wechselt verändern, zum Beispiel entzünden. Zahnärzte sprechen dann von einem erschwerten Zahnwechsel. Diese Stelle gilt es, sanft zu putzen und zu beobachten. Bei Unsicherheit weiß der Zahnarzt Rat.
  • Wenn Milchzähne nicht ausfallen, sollte ein Termin beim Zahnarzt vereinbart werden. Der Zahnarzt kann auf dem Röntgenbild sehen, ob die bleibenden Zähne im Kiefer angelegt sind oder nicht. Auch wenn die Wurzel des Milchzahns nicht aufgelöst wird, kann dies den Zahnwechsel blockieren.
  • Schief wachsende bleibende Zähne schiebt die Zunge zumeist nach einiger Zeit an den richtigen Ort. Wachsen Zähne zunächst in zweiter Reihe, fällt der Milchzahn zumeist bald aus. Nur bei fortgeschrittenem Alter des Kindes kommt in Betracht, den Zahn zu ziehen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt!
  • Der Zahnarzt ist zudem der richtige Ansprechpartner, wenn es um fehlende oder überzählige bleibende Zähne und um Zahnform-Anomalien (z.B. Zwillingsbildungen oder Zahnkeimpaarungen) geht. Auch gelbliche und bräunliche Flecken an den neuen Backen- und/oder Schneidezähnen sollte sich ein Zahnarzt ansehen. Sie können auf eine Störung bei der Zahnschmelzbildung hinweisen.
  • Bei den bleibenden Backenzähnen sollten die sogenannten Fissuren, die Furchen der Kauflächen, kontrolliert werden. Der Zahnarzt berät individuell, ob Fissuren versiegelt werden sollten oder nicht.

Die ersten Zähne bei Kindern nennt man Milchzähne. Sie sind kleiner und weißer als die zweiten Zähne, daher kommt ihr Name. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Funktion das Milchgebiss hat, wie die ersten Milchzähne gepflegt werden sollten, wann sie kommen und wann sie ausfallen.

Die Funktion der Milchzähne

Das Milchgebiss hat unterschiedliche Funktionen. In erster Linie sind die Kinderzähne wichtig, um Nahrung zu zerkleinern.

Beim Sprechen sind sie eine natürliche Barriere für die Zunge. Sie sind wichtig für Bildung von S-Lauten. Fehlen die vorderen Zähne, neigen Kinder zum Lispeln. Eine logopädische Therapie wird häufig notwendig.

Das Milchgebiss ist ein Platzhalter für die neuen Zähne, die zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr kommen.

Geht ein Milchzahn durch Karies oder Trauma vor dem natürlichen Zahnwechsel verloren, kann sich das bleibende Gebiss verschieben. Die zweiten Zähne können dann nicht an ihrem richtigen Platz im Kiefer durchbrechen. Dieses Problem kann nur durch eine kieferorthopädische Behandlung korrigiert werden.

Hinzu kommt, dass Zähne für das Wachstum des Kiefers essentiell sind. Milchzähne, die vor dem Zahnwechsel verloren gehen, führen zu einer Rückbildung des Kieferknochens. Der Wachstumsprozess des Gebisses wird gestört.

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In welchem Alter kommt welcher Milchzahn?

Einen genauen Zeitpunkt, wann die Milchzähne kommen, gibt es nicht. Es gibt nur Zeiträume, in denen sie kommen sollten. Im Alter von 2 Jahren ist das Milchgebiss normalerweise komplett.

Im ersten Lebensjahr erscheinen meistens die Schneidezähne in Ober- und Unterkiefer.

Sobald die ersten Zähnchen durch das Zahnfleisch kommen, sollten Sie mit der Zahnpflege beginnen.

Position der Milchzähne Alter beim Durchbruch
untere Schneidezähne 6 Monate
seitliche untere Schneidezähne 7 Monate
obere Schneidezähne 7,5 Monate
seitliche obere Schneidezähne 9 Monate
vordere Backenzähne 14 Monate
Eckzähne 18 Monate
hintere Backenzähne 24 Monate

Mit circa 2 Jahren haben Kinder ein vollständiges Milchgebiss von 20 Zähnen.

Wann fallen die Milchzähne aus?

Der Zahnwechsel ist bei jedem Kind individuell. Jedoch gibt es Richtwerte, in welchem Lebensjahr welcher Zahn ungefähr ausfällt und die bleibenden Zähne kommen.

In den meisten Fällen beginnt der Zahnwechsel etwa im sechsten Lebensjahr. Die mittleren unteren Schneidezähne werden locker und die bleibenden Schneidezähne kommen durch das Zahnfleisch.

Außerdem schiebt sich der erste Backenzahn in die Mundhöhle. Der erste bleibende Backenzahn kommt mit etwa 6 Jahren und wird deshalb Sechsjahr-Molar genannt.

Das Ausfallen der Milchzähne erfolgt in zwei sogenannten Wechselgebiss-Phasen:

  • Phase I des Wechselgebisses: Zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr kommen die neuen Schneidezähne und die ersten großen Backenzähne.
  • Phase II des Wechselgebisses: Zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr kommen die kleinen und die zweiten Backenzähne.

Die Richtwerte für den Zahnwechsel können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Zähne Alter (Richtwert) Phase
Mittlere Schneidezähne (unten) //
Erste große Backenzähne
6–7 Jahre I
Mittlere Schneidezähne (oben) //
Seitliche Schneidezähne (unten)
7–8 Jahre I
Seitliche Schneidezähne (oben) 8–9 Jahre I
Eckzähne (unten) //
Kleine vordere Backenzähne (oben)
10–11 Jahre II
Vordere kleine Backenzähne (unten) //
Hintere kleine Backenzähne (oben)
10,5–12 Jahre II
Hintere kleine Backenzähne (unten) //
Eckzähne (oben)
11–12 Jahre II
Hintere große Backenzähne 12–13 Jahre II

Sobald bleibende Zähne im Gebiss Ihres Kindes sind, sollten Sie eine Erwachsenen-Zahnpasta benutzen. Diese enthält mehr Fluorid, was den Zahnschmelz der neuen Zähne stärkt.

Warum fällt ein Milchzahn nicht aus?

Fällt ein Milchzahn Ihres Kindes nicht zum üblichen Zeitpunkt aus, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Dafür kann es verschiedene Gründe geben:

  • Wenn die Zähnchen im Säuglingsalter spät kamen, verspäten sich die bleibenden Zähne häufig auch.
  • Bei Kindern mit kleinem Kiefer muss der Kiefer erst wachsen. Dann haben die Zähne des bleibenden Gebisses genug Platz, um durchzubrechen.
  • Wurde ein Milchzahn vor dem natürlichen Ausfallen aus dem Mund des Kindes entfernt, kommt der bleibende Zahn verspätet.

Wenn Sie sich Sorgen über den Zahnwechsel Ihres Kindes machen, fragen Sie Ihren Zahnarzt. Er kann in begründeten Fällen mit einem Röntgenbild feststellten, ob das bleibende Gebiss vollständig angelegt ist.

Wie pflegt man Milchzähne richtig?

Gesunde Kinderzähne sind wichtig für die Gesundheit. Deshalb sollten Sie mit Durchbruch des ersten Zahnes mit der richtigen Pflege beginnen. Putzen ist bei Kindern nicht immer einfach. Nichtsdestotrotz müssen sie sich an die Zahnpflege gewöhnen.

Tipp: Ein gemeinsames Ritual oder ein Zahnputzlied kann Ihrem Kind helfen, sich ans Zähneputzen zu gewöhnen.

Zur Milchzahnpflege gibt es unterschiedliche Hilfsmittel. Mit kleinen Zahnbürsten für Kinder oder Fingerlingen können Sie die Zähnchen putzen. Die Zahnbürsten sollten spätestens alle 3 Monate gewechselt werden.

Welche Zahnpasta ist für Kinder geeignet?

Fluorid ist ein guter Wirkstoff, um die Entstehung von Karies zu vermeiden. Da Kinder noch nicht gut ausspucken können und einen großen Teil der Zahnpasta verschlucken, ist Fluorid in Kinderzahnpasta reduziert. Das Verschlucken von kleinen Mengen Zahnpasta ist ungefährlich.

Zu Beginn können Sie die Zähnchen abends mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta reinigen. Spätestens wenn alle Milchzähne da sind, muss zweimal täglich geputzt werden, damit keine Löcher entstehen.

Bis zum zweiten Lebensjahr sollten die Zähnchen mit einer Zahnpasta geputzt werden, die einen Fluoridgehalt von etwa 500 ppm hat.

Seit diesem Jahr empfehlen zahnmedizinische Fachgesellschaften, im Milchgebiss vom 2. bis zum 6. Lebensjahr Zahnpasten mit einem Fluoridgehalt von 1000 ppm zu verwenden. Danach kann eine Erwachsenen-Zahnpasta genutzt werden.

Ab wann können sich Kinder die Zähne selber putzen?

Kinder sind erst mit 8 Jahren motorisch in der Lage, ihre Zähne komplett selbstständig zu putzen. Erst ab 6 Jahren können Sie langsam aufhören, die Zähne Ihres Kindes zu putzen. Kontrollieren sollten Sie die Zahnpflege aber auf jeden Fall, um die Entstehung von Karies zu vermeiden.

Wie sollte das Gebiss gereinigt werden?

Es ist wichtig, dass die Außen- und Innenseiten sowie die Kauflächen geputzt werden. Hierfür empfehlen Zahnärzte die KAI-Regel:

K = Kauflächen werden mit Hin- und Her-Bewegungen geputzt

A = Außenseiten werden bei zusammengebissenen Zähnen mit kreisenden Bewegungen gereinigt

I = Innenseiten werden mit einer leichten Drehung von „rot nach weiß“ geputzt

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Wenn die ersten Zähne kommen

Das Kauen auf harten Gegenständen kann Babys das manchmal unangenehme Zahnen erleichtern. (Oksana Kuzmina / Fotolia.com)

Wann Kinder ihre ersten Zähne bekommen, ist sehr unterschiedlich. Auch die Art und Weise, wie sich dies bemerkbar macht, variiert.

Ihr Baby schläft schlechter als sonst, quengelt mehr und steckt sich immer wieder die kleinen Fäustchen in den Mund? All das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die ersten Zähne durchbrechen. Im Schnitt passiert das rund um den 6. Lebensmonat. Manchen Kindern bereitet das Zahnen Probleme und verursacht beispielsweise Schmerzen und Schlafstörungen, andere wiederum haben plötzlich den ersten Zahn im Mund und die Eltern haben im Vorfeld gar nichts bemerkt.

In welcher Reihenfolge kommen die Zähne?

Das kindliche Milchgebiss besteht aus insgesamt 20 Zähnen, also aus fünf Zähnen pro Kiefer-Quadrant: dem mittleren und dem seitlichen Schneidezahn, dem Eckzahn und dem ersten und zweiten Milchmahlzahn.

Die ersten Zähne, die durchbrechen, sind in den meisten Fällen die beiden unteren Vorderzähne (untere mittlere Schneidezähne). Einige Zeit danach folgen die gegenüberliegenden oberen Zähne (obere mittlere Schneidezähne).

Danach folgen in der Regel die beiden Zähne jeweils seitlich davon (seitliche Schneidezähne), und zwar meist wieder zuerst im Unterkiefer und kurze Zeit danach gegenüber im Oberkiefer.

Als Nächstes kommen meist die vorderen Backenzähne oben und unten, anschließend die Eckzähne und als Letztes schließlich die hinteren Backenzähne. Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren haben die meisten Kinder schließlich ein vollständig entwickeltes Milchgebiss und die Zahnung ist abgeschlossen. Zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr werden die Milchzähne dann schrittweise durch die bleibenden Zähne ersetzt.

Wie kündigen sich Zähne an?

Verschiedene Anzeichen können darauf hinweisen, dass ein Zahn im Anmarsch ist:

  • Ihr Baby schläft schlecht, ist unruhig, quengelig und weint öfter als sonst.
  • Ihr Baby speichelt besonders viel.
  • Ihr Baby steckt vermehrt die eigene Faust oder Gegenstände in den Mund und kaut darauf herum.
  • Die Zahnleiste ist gerötet und geschwollen.
  • Die betroffene Stelle ist berührungsempfindlich.
  • Manche Kinder haben begleitend zum Zahnen erhöhte Temperatur, Fieber oder sogar Mittelohrentzündungen, gelegentlich können auch Allgemeinsymptome wie Bauchschmerzen oder Durchfall auftreten. Der Zahndurchbruch an sich löst diese Symptome jedoch nicht aus – sie stammen von einer der vielen gelegentlichen Infektionen, die sich alle Kinder einmal zuziehen. Und gerade im Zeitraum des Zahnens ist die Ansteckungsgefahr beim Kind erhöht.

Wichtig: Nicht alle Babys zeigen diese oder ähnliche Symptome, bei einigen geht das Zahnen auch völlig unkompliziert über die Bühne. Umgekehrt dürfen nicht automatisch alle Beschwerden, die ein Baby in diesem Lebensabschnitt hat, auf das Zahnen geschoben werden.

So können Sie Ihrem Baby helfen

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Baby das Zahnen erleichtern können:

  • Zahnende Babys empfinden es meist als angenehm, auf relativ harten Gegenständen zu kauen, dies lindert das Druckgefühl im Zahnfleisch. Geben Sie Ihrem Kind eine harte Brotrinde oder Karotte (niemals unbeaufsichtigt!), besorgen Sie einen speziellen Beißring oder lassen Sie Ihr Kind auf Spielsachen, bei denen sich nichts ablösen kann und verschlucken lässt, herumkauen.
  • Manche Beißringe sind mit einer Kühlfunktion versehen – legt man sie in den Kühlschrank (nicht ins Gefrierfach!), bleiben sie anschließend eine Zeit lang kühl. Dies bringt vor allem bei geschwollenem und gerötetem Zahnfleisch zusätzlich Linderung.
  • Auch Zahnbürsten zum Zähneputzen Lernen, die statt Borsten kleine Noppen haben, sind zum darauf Kauen geeignet und helfen gleichzeitig bei der Gewöhnung an das Zähneputzen.
  • Das Nuckeln am Fläschchen kann für das Baby ebenfalls beruhigend sein – geben Sie ihm jedoch nur Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Das dauerhafte Nuckeln an süßen Getränken schadet den Zähnen von Anfang an!
  • In Drogeriemärkten oder Apotheken werden rezeptfrei einige Salben oder Gele angeboten, die zur Schmerzlinderung auf die Kieferleiste aufgetragen werden können. Vorsicht: Einige davon enthalten eine hohe Konzentration (bis zu 30%) an Zucker oder Zuckerersatzstoffen! Zucker selbst kann den eben erst durchgebrochenen Zahn sofort schädigen, aber auch Zuckeraustauschstoffe sind problematisch, weil das Kind auf den Geschmack „süß“ trainiert wird. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach Zahnungshilfsmitteln, die zuckerfrei sind.

Manche Eltern schwören auf die Wirkung von Bernsteinketten. Davon ist unbedingt abzuraten! Denn auf der einen Seite ist kaum zu erwarten, dass irgendein Zusammenhang zwischen einer Halskette und Zahnungsbeschwerden bestehen könnte, auf der anderen Seite besteht jedoch eine nachgewiesene Strangulationsgefahr!

Schmerzmittel vom Kinderarzt

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby sehr starke Schmerzen hat, können gegebenenfalls auch schmerzstillende Medikamente helfen. Gerade bei Babys muss jedoch jede Art von Medikamentengabe im Vorfeld mit dem Kinderarzt besprochen werden!

Richtige Pflege der Zähnchen

Sobald der erste Zahn da ist, muss er auch regelmäßig gepflegt werden. Schon die kleinsten Zähne müssen mindestens einmal täglich – besser natürlich morgens und abends – gereinigt werden, zumindest mit einem Wattestäbchen oder einem speziellen Fingerling. Das regelmäßige und vor allem richtige Zähneputzen ist eine wesentliche Maßnahme zur Vorbeugung gegen Karies und zur Gesunderhaltung der Zähne.

Lernen Sie Ihrem Kind von Anfang an, dass Zähneputzen zu den täglichen Ritualen dazugehört. Lassen Sie es schon früh die Zähne selbst putzen bzw. auf speziellen Babyzahnbürsten herumkauen und putzen Sie nur anschließend ein wenig nach.

Mit der Verwendung von Zahnpasta sollte man warten, bis das Kind die Zahnpasta verlässlich ausspucken kann und sie nicht versehentlich schluckt. Danach sollte spezielle Kinderzahnpasta verwendet werden.

Viele Kinderärzte empfehlen für Kinder, die noch keine Zahnpasta verwenden, die Einnahme von Fluoridtabletten. Dies rührt daher, dass fluoridhaltiger Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies ist.

In Österreich ist der natürliche Fluorgehalt des Trinkwassers sehr gering (in den meisten Gemeinden unter 0,25 mg/Liter), daher wird die Einnahme von Fluortabletten oft empfohlen. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Kinderarzt beraten.

++ Mehr zum Thema: Zahnvorsorge mit Fluor ++

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Aktualisiert am: 02.07.2019 | 14:15

Voitl P: Kinderkrankheiten von A bis Z. Verlagshaus der Ärzte, 2012
Von Cramm D et al.: Unser Baby – Das erste Jahr. GU – Gräfe und Unzer Verlagsgruppe, 2012
Largo RH: Babyjahre – Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. Piper Verlag GmbH München, 3. Auflage 2010

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Zahndurchbruch und -entwicklung

Zahnentwicklung beginnt vor dem -durchbruch

Bereits im Mutterleib bilden sich im Kiefer die ersten Ansätze der Zähne. Etwa zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche entsteht die Zahnleiste, aus der sich später die Zähne den Weg bahnen. Noch während der Schwangerschaft lagern sich dort beim Embryo die zur Zahnbildung notwendigen Mineralien ab.

Der Zahndurchbruch

Zunächst sind die Zähne in der Kauleiste verborgen, meist beginnt der Durchbruch zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat des Babys. Zu Beginn zeigen sich nur kleine weiße Spitzen, es bilden sich die Wurzeln und die Zahnkrone wächst weiter durch das Zahnfleisch.

In der Regel beginnt der Prozess mit den beiden mittigen Schneidezähnen des Unterkiefers, die des Oberkiefers folgen etwas später. Mit einem Jahr sind bei den meisten Kindern die oberen und unteren Schneidezähne durchgebrochen. Bereits jetzt entwickeln sich die vorderen Backenzähne, gefolgt von den Eckzähnen.

Der Kiefer wird nun größer, um den Milchzähnen genügend Platz zu bieten. Mit 18 Monaten sind die vorderen Backenzähne, mit 20 Monaten auch die Eckzähne vollständig zu sehen.

Um den zweiten Geburtstag haben sich bei den meisten Kindern schließlich auch die hinteren Backenzähne den Weg gebahnt.

Bei anderen Kindern dauert es länger, sie zeigen erst im Alter von drei Jahren ihr vollständiges Gebiss. Das ist nicht weiter bedenklich: Wie alle Entwicklungsprozesse verläuft auch der Zahndurchbruch von Kind zu Kind unterschiedlich.

Probleme beim Zahnen

Noch bevor sich der erste Zahn zeigt, kann es zu einem schmerzhaften Druck im Kiefer kommen. Auch Rötungen und Schwellungen an den Durchbruchstellen sind nicht unüblich.

Viele Kinder zeigen rote Wangen und die äußere Mundregion ist empfindlich, oft auch wund. Der Windelbereich kann ebenfalls zum Wundsein neigen.

Weitere Symptome, die gelegentlich mit dem Zahndurchbruch einhergehen, sind veränderter Stuhl – er kann flüssiger, aber auch verhärtet sein.

Leichtes Fieber ist ebenfalls eine häufige Begleiterscheinung. Daran ist ersichtlich, dass der Körper durch die Zahnentwicklung sehr beansprucht wird und der Stoffwechsel auf Hochtouren läuft. Das kann sich ebenso in einem geschwächten Immunsystem wie psychisch auswirken.

Das gesamte Wohlbefinden des Kindes kann darunter leiden, unruhiger Schlaf und Geschrei sind die Folge. Für Eltern bedeutet das, die Nerven zu bewahren und beruhigend auf das Kind einzuwirken.

Trösten und Kuscheln schafft Nähe und hilft, die Zeit zu überstehen. Andere Kinder hingegen zeigen kaum Symptome und der Zahndurchbruch erfolgt nahezu unbemerkt.

Maßnahmen gegen Schmerzen und andere Symptome

Dem Druck, den das Baby im Kiefer spürt, versucht es selbst entgegenzuwirken. Indem beliebige Gegenstände in den Mund genommen werden und es darauf herumkaut. Der Schmerz wird so erträglicher.

Oft hilft es, wenn das Kind auf einen kalten Gegenstand beißt. Ergänzend können Sie ein geeignetes schmerz- und entzündungshemmendes Gel auf das Zahnfleisch auftragen, ein Arzt kann eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

Leidet Ihr Kind unter einem wunden Po, lindern Sie die Beschwerden durch Hygiene und Wundsalben. Sabbert es viel, hilft es, die Mundregion immer wieder abzuwischen, um sie nicht unnötig zu reizen.

Zusätzlich kann in dieser Zeit ein kleines Halstuch verhindern, dass der Speichel das Oberteil des Kindes durchnässt.

In unruhigen Nächten ist die Nähe zu Ihnen besonders wichtig. Ihr Kind benötigt Zuwendung und Geborgenheit.

Leicht erhöhte Temperatur ist kein Grund zur Sorge. Bei höherem Fieber ist ein Arztbesuch anzuraten, um die Ursache zu klären. Es kann auch ein Infekt vorliegen, der behandelt werden muss.

Zahnpflege ist wichtig

Bereits die ersten Zähnchen sollten sorgfältig gepflegt werden. Die Milchzähne fungieren als Platzhalter, Probleme können sich auf das Gleichgewicht der Mundflora und den Zustand der nachwachsenden bleibenden Zähne auswirken.

Nicht jedes Baby mag es, wenn auf einmal eine Zahnbürste in seinem Mund herumwerkelt. In diesem Fall schafft vielleicht eine Fingerhut-Zahnbürste aus Silikon, ein Lappen oder eine Watterolle Abhilfe.

Denken Sie sich kleine Reime oder Zahnputzlieder aus, um es abzulenken. Schnell kann das Zähneputzen auf diese Weise zum Vergnügen werden.

Sobald Ihr Kind selbstständiger wird, können Sie kleine Rituale aus der Zahnpflege machen. Eine andere Möglichkeit ist ein Spiel: Das Kind darf Ihre Zähne putzen und umgekehrt. Bei Ihnen lernt es auf spannende Weise, wie es die eigenen Zähne richtig pflegt: Erst werden die Kauflächen geputzt, dann die Außenseiten, dann die Innenseiten.

Achten Sie außerdem auf eine ausgewogene, nicht zu zuckerhaltige Ernährung, um Karies weniger Spielraum zu bieten. Stellen Sie Verfärbungen oder Veränderungen am Zahnschmelz fest, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.

Außerdem sind regelmäßige Kontrollbesuche zu empfehlen – diese sollten ein- bis zweimal im Jahr stattfinden.

Die weitere Entwicklung der Zähne

Noch während die Milchzähne ihren Dienst verrichten, wachsen verborgen im Kiefer die bleibenden Zähne heran. Zunächst brechen, etwa im Alter von sechs Jahren, neue Backenzähne durch. Diese haben noch kein Pendant im Kindergebiss und wachsen hinter den Milchzähnen.

Im gleichen Zeitraum bahnen sich die mittleren Schneidezähne ihren Weg. Die Wurzeln der Milchzähne bilden sich immer mehr zurück, bis diese keinen Halt mehr haben und ausfallen. In die entstehenden Lücken wachsen die bleibenden Zähne hinein.

So bricht Zahn für Zahn das neue Gebiss durch, bis die Milchzähne mit 12 bis 13 Jahren vollständig ersetzt sind. Schließlich folgen ganz hinten noch weitere Backenzähne, damit ist der Wechsel abgeschlossen – das bleibende Gebiss hat also, anders als das Milchgebiss, 28 statt 20 Zähne.

Bei einigen Menschen entwickeln sich später noch Weisheitszähne hinter den letzten Backenzähnen. Das geschieht oft erst im Erwachsenenalter und ist nicht immer unproblematisch.

Wie beim Milchgebiss gilt auch für das bleibende: Die sorgfältige Zahnpflege sollte selbstverständlich sein und eine ausgewogene Ernährung trägt zur Gesunderhaltung der Zähne bei. Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt sind zu empfehlen, um eventuelle Probleme frühzeitig feststellen und beheben zu können.

Sie sehen, die Zahnentwicklung verläuft zwar nach einem festen Plan, nicht aber bei jedem Kind in derselben Geschwindigkeit. Hier nochmals die Entwicklung im Überblick, wobei die Altersangaben variieren können:

  • 6. Monat: mittlere untere Schneidezähne
  • 12. Monate: alle Schneidezähne durchgebrochen
  • 18. Monate: vordere Backenzähne
  • 20. Monate: Eckzähne
  • 24. Monate: hintere Backenzähne
  • 6 Jahre: Beginn des Zahnwechsels
  • 13 Jahre: bleibendes Gebiss vollständig

Bleibende Zähne: in welcher Reihenfolge kommen sie?

Die Entwicklung unserer Kinder geht wirklich unglaublich rasant vorwärts. Als Eltern glaubt man sich gerade noch an die Nächte mit dem zahnenden Säugling zu erinnern, da fallen die Zähnchen schon wieder aus und die bleibenden Zähne kommen.

Viele Babys bekommen ihre ersten Zähnchen unter Schmerzen, haben heiße Backen und vielleicht sogar Fieber. Zum Glück ist das nicht bei allen neuen Zähnen so. Kommen die bleibenden Zähne, merkt man fast gar nichts. Sie wachsen beinahe unbemerkt. Plötzlich hat man einen Backenzahn, der da vorher noch nicht war.

Aufregend wird es für die Kinder und die Familie erst dann noch mal, wenn der obere Schneidezahn nur noch an einem “Faden” hängt und mutig gezogen werden muss, um dem neuen Platz zu machen.

Der komplette Gebisswechsel dauert etwa bis zum 18. Lebensjahr, wenn man die Weisheitszähne mit einbezieht.

Wer sein Leben lang seine Zähne gut pflegt, regelmäßig zum Zahnarzt geht, sollte dann echt mehrere Jahrzehnte Ruhe haben.

Zähne entstehen schon während der Schwangerschaft

Das Wunder der Natur macht es, dass die Anlage der Zähne bereits am Anfang der Schwangerschaft entwickelt wird. Auch wenn überhaupt noch nicht in Sicht, sind alle Zähne bei der Geburt komplett “vorhanden”. Im Alter von ungefähr zweieinhalb bis drei Jahren sind bei den meisten Kindern alle 20 kleinen Milchzähne komplett. Bis etwa zum sechsten Lebensjahr verändert sich zahnmäßig bei den Kindern normalerweise nichts.

Wie kommt es, dass Milchzähne ohne Mühe herausfallen

Mir erzählte neulich die Mutter eines 8-jährigen Mädchens, dass die Kleine von ihrer Mama wissen wollte, warum die Milchzähne nicht vom Zahnarzt gezogen werden müssen, sondern von alleine rausfallen. Wir haben dann gemeinsam im Internet recherchiert, warum das wirklich so ist. Ganz einfach, die Natur weiß, dass die Zähen jetzt “dran” sind. Die nachschiebenden Zähne bewirken, dass sich die Zahnwurzeln der kleinen Milchzähne auflösen. Dadurch fallen die Milchzähne schmerzlos raus.

Bis dann in der Zahnlücke ein bleibenden Zahn wächst, kann es durchaus noch Monate dauern. Eltern müssen sich keine Sorgen machen, wenn sich die Lücke nicht sofort wieder füllt.

Wann und in welcher Reihenfolge kommen die bleibenden Zähne

Zahnwechsel zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr

Die ersten zweiten Zähne sind die Backenzähne – die Sechser – zuerst wachsen die unteren dann die oberen. Sie füllen eine Lücke im Kiefer hinter dem bisher letzten Milchzahn. Für die Sechser muss kein Milchzahn weichen.

  • untere mittlere Schneidezähne
  • obere mittlere Schneidezähne
  • untere seitliche Schneidezähne
  • obere seitliche Schneidezähne

Das Kind ist jetzt etwa neu Jahre alt

Zahnwechsel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr

  • obere kleine Backenzähne
  • untere Eckzähne
  • untere kleine Backenzähne
  • zweite obere kleine Backenzähne
  • zweite untere kleine Backenzähne
  • obere Eckzähne
  • unteren zweiten kleinen Backenzähne
  • zweiter großer Backenzahn als hinterster Zahn

Insgesamt müsste das Kind nun 28 Zähne haben. Die Weisheitszähne wachsen oft um den 18. Geburtstag herum. Manchmal dauert es noch länger, und manche Weisheitszähne kommen nie oder liegen quer im Kiefer ohne Probleme zu machen.

Zahnpflege von Anfang an – nicht erst bei den bleibenden Zähnen

Man könnte davon ausgehen, dass die Milchzähne nicht unbedingt besonders gut gepflegt werden müssen, da sie ja sowieso herausfallen. Es gibt eine Menge Gründe, warum dies falsch ist. Einen ganz unglaublich wichtigen Punkt möchte ich hier aber nennen, der möglicherweise nicht bekannt ist. Es ist nämlich möglich, dass ein kranker Milchzahn bereits die noch im Kiefer direkt darunter liegenden bleibenden Zähne ansteckt, und es deshalb zu Schädigungen kommen kann.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Zuerst kommen eigentlich bei allen Babys die Schneidezähne. Mehrheitlich sind es die vorderen unteren Schneidezähne, die als erstes Durchbrechen. Aber es gibt auch Babys, bei denen zeigen sich die oberen Schneidezähne zuerst. Es ist gar nicht so selten, dass sich einzahnendes Baby nicht an die Reihenfolge der Mehrheit hält, daher ist diese Reihenfolge hier auch nur als Hinweis zu verstehen, wie es eben bei den meisten Babys ist. Hält sich das eigene Baby nicht an den Zeitplan und die Reihenfolge fürs Zahnen ist das erst einmal kein Grund zur Beunruhigung.

Reihenfolge der Zähne beim Zahnen

Zähne kommen fast immer paarweise. Los geht es mit ca. 6 Monate, es ist aber nicht so selten, dass sich die ersten Zähne schon mit 4 Monaten zeigen lassen. Es ist auch erblich bedingt, wer selbst beim Zahnen früh dran war, kann damit rechnen, dass auch der Nachwuchs früher zahnt. Es gibt auch echte Spätzahner, die mit einem Jahr erst mit dem Zahnen beginnen.

Wann kommt welcher Zahn?

Untere zentrale Schneidezähne

Die ersten beiden Zähne, die meist zu sehen sind, sind üblicherweise die unteren beiden zentralen Schneidezähne. Im Schnitt sind Babys jetzt sechs oder sieben Monate alt, sie können aber auch vier Monate oder zehn Monate oder etwas seltener auch schon ein Jahr alt sein, wenn die ersten Zähne kommen.

Obere zentrale Schneidezähne

Danach folgen die beiden oberen zentralen Schneidezähne. Es ist allerdings gar nicht so selten, dass diese vor den unteren ans Licht kommen. Sie kommen zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat.
Die Zähnchen tauchen tatsächlich meist paarweise auf.

Im Alter von zwölf Monaten lachen die meisten Babys dann schon mit vier Milchzähnen im Mund.

Frontzähne

Es folgen die oberen Frontzähne. Einer links und einer rechts von den beiden oberen Schneidezähnen. Diese beiden Zähne kommen im Schnitt zwischen dem 9. und 13. Monat

Und dann bekommen auch die unteren Schneidezähne ihre Begleitzähne und werden von den unteren Frontzähnen flankiert. Diese beiden Zähne kommen, wenn das Baby zehn bis 16 Monate alt ist.

Mit ca 16 Monaten sollte das Baby also zwei Mal vier zusammenhängende Zähne oben und unten haben. Das macht das Lächeln ihres Kindes natürlich besonders schön.

Erste Backenzähne beim Baby

Es folgen dann die ersten oberen Backenzähne. Zuerst schiebt sich dabei der erste Molar heraus. Es bleibt etwas Platz für die Eckzähne, die kommen erst später. Die beiden oberen Ersten Molare zeigen sich beim Baby meist zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat. Sie werden dicht gefolgt von den ersten beiden unteren Backenzähnen.

Eckzähne

Bevor es mit den Backenzähnen weiter geht, folgen erst die oberen Eckzähne. Diese füllen zwischen dem 16. und 22. Lebensmonat die Lücke, die zwischen den äußeren Frontzähnen und den ersten Backenzähnen geblieben ist. Den oberen Eckzähnen dicht auf den Fersen sind die unteren Eckzähne. Mit den Eckzähnen oben und unten hat das Baby nun oben und unten zwei schöne durchgehende Reihen Zähne. Jeweils acht Stück sind zu sehen und es fehlen nur noch vier Zähne bis das Milchzahngebiss vollständig ist.

Letzten Backenzähne

Diesmal zeigen sich, meist zwischen dem 20. und 31. Lebensmonat, zuerst die unteren zweiten Backenzähne. Die hinteren oberen Backenzähne schieben sich meist zwischen dem 25. und 33. Monat durch.

Zahnen abgeschlossen

Mit ca. 30 Monaten ist bei vielen Kindern dann das Zahnen abgeschlossen, das Milchgebiss mit seinen 20 Zähnen ist dann vollständig.

7 Anzeichen, die dir verraten, dass Babys erster Zahn bald kommt

Quengelt euer Baby neuerdings ausgiebig, sabbert viel mehr und ist irgendwie ständig schlecht gelaunt? Möglicherweise liegt es daran, dass demnächst der erste Zahn durchbricht.
Im Video: Die besten Tipps, damit euer Baby nachts durchschläft

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Wie funktioniert das mit den Milchzähnen überhaupt?

Wann sich der erste Zahn bei einem Baby zeigt, ist ganz individuell. Bei den meisten Säuglingen zeigt sich der erste Zahn zwischen dem vierten und sechsten Monat. In seltenen Fällen kommen manche Babys bereits mit ersten Zähnen auf die Welt.
Bei anderen wiederum zeigt sich das erste Zähnchen erst zum ersten Geburtstag. Habt einfach Geduld und macht euch nicht allzu viele Sorgen, wenn sich im Mund eures Babys nach dem ersten halben Jahr noch keine Zähne zeigen.

Bereits im Mutterleib werden die sogenannten Keime des Milchgebisses im Kiefer angelegt. Das Milchgebiss eines Kindes besteht dann aus 20 Zähnen, darunter sind acht Schneidezähne, vier Eckzähne und acht Backenzähne. Übrigens brechen die letzten Backenzähne häufig als letztes durch. Meistens ist das Milchgebiss sogar erst im Alter von zwei Jahren vollständig.
​Das Milchgebiss bleibt den Kleinen dann bis sie ungefähr ins schulfähige Alter kommen. Dann grinsen sie stolz und präsentieren ihre Zahnlücken. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit. Zunächst einmal muss sich der erste Zahn überhaupt mal zeigen.

Erste Anzeichen fürs Zahnen

In der Zeit, in der sich der erste Zahn langsam durchs Zahnfleisch drückt, treten häufig ganz typische Symptome auf. Einige Experten gehen davon aus, dass im Speziellen Symptome wie Launenhaftigkeit, Durchfall und Fieber gar nicht direkt mit dem Zahnen selbst in Verbindung stehen.
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Diese Symptome führen sie darauf zurück, dass sich Kinder in dieser Zeit alle möglichen Dinge in den Mund stecken, um durch das Kauen ihr Zahnfleisch zu massieren. Dabei kommen sie vermehrt mit Viren und anderen Keimen in Kontakt.​
​Während manche Babys scheinbar gar keine Probleme beim Zahnen haben, ist es für andere manchmal sogar recht schmerzhaft und alles andere als kinderleicht. Gerötete Wangen und geschwollenes Zahnfleisch sind deutliche Anzeichen fürs Zahnen. Kommen einige der folgenden Anzeichen hinzu, so ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um eurem Kind ein wenig Linderung zu verschaffen:

1. Das Baby kaut und nagt an allem, was greifbar ist, zur Not auch an der eigenen Faust.
2. Das Sabbertuch ist viel häufiger in Gebrauch, denn beim Zahnen wird mehr Speichel produziert.
3. Durch das verstärkte Sabbern wird die Haut um den Mund wund, wie bei einem Ausschlag.
4. Die Laune war selten schlechter.
5. Euer Baby hat deutlich weniger Appetit als gewöhnlich.
6. Der Schlaf ist eher unruhig und insgesamt schlecht.
7. Quengeln, schreien und weinen – auch das kommt jetzt häufiger vor.

Was lindert die Zahnungsschmerzen?

Die meisten Kinder suchen jetzt nach Nähe, möchten mehr kuscheln und brauchen liebevolle Aufmerksamkeit. Versucht euer Kind ein wenig abzulenken. Ein Spaziergang oder einfaches auf den Arm nehmen können die Beschwerden schon lindern.

​Reicht das nicht, könnt ihr eurem Kind einen gekühlten Beißring (hier bei Amazon kaufen) oder einen nassen Waschlappen anbieten. Eine sanfte Massage des Zahnfleisches mit einem lindernden Zahnungsgel aus der Apotheke, kann schon Wunder wirken. Noch mehr Tipps, um Baby das Zahnen zu erleichtern, findet ihr in unserem detaillierten Artikel: Schnelle Hilfe beim Zahnen. Tritt trotz allem keine Linderung ein, solltet ihr euren Kinderarzt aufsuchen und euch beraten lassen.

Weitere Informationen rund ums Zahnen findet ihr auf den folgenden Gesundheitsportalen:
Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Bundesverband der Kinder- und Jubendärzte e.V. (BvKJ)

Super als Beikost: Babybrei aus Kartoffeln, Möhren und Hähnchen

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zahnärztliche Behandlung für Familien, Kinder und Jugendliche

Babys erster Zahn

Schon von der Geburt an sind die Milchzähne im Kieferknochen angelegt. Im Durchschnitt beginnen ab dem sechsten Lebensmonat die ersten Zähne schubweise durchzubrechen. Die Kinderzahnarztpraxis in München Nord hält einen zahnärztlichen Kinderpass für Ihr Kind bereit. In dem wertvolle Informationen und Tipps untergebracht sind.

Bekommt Ihr Baby erste Zähne?

Wenn Ihr Baby erste Zähne bekommt, kann das Geschrei groß sein, da Ihr Kind Schmerzen haben kann. Bei manchen Säuglingen durchbrechen erste Zähne kaum merkbar von heute auf morgen. Auch hier gilt: „Jedes Kind ist anders“. Das Zahnen ist allerdings ein natürlicher Vorgang, der nur selten mit kurzfristig leichter Temperaturerhöhung eintritt.

Woran merke ich, dass mein Baby erste Zähne bekommt?

Es gibt Anzeichen dafür, dass Ihr Baby erste Zähne bekommt. Starkes Sabbern sowie das Stecken von Fingern und Gegenstände in den Mund können Anzeichen dafür sein, dass der Erste Zahn durchbricht. Gerötete Wangen und geschwollenes Zahnfleisch sind auch ein Hinweis. Babys erster Zahn kann sich allerdings auch durch erhöhte Temperatur oder sehr quengeliges Verhalten äußern. Manche Babys stecken sogar die Fäustchen beim Zahnen in den Mund.

Was tun wenn Ihr Baby erste Zähne bekommt?

Sie können Ihr Kleinkind bei dem Durchbruch von Babys ersten Zähnen durch eine Vielzahl an Möglichkeiten unterstützen. Kleine Kinder lieben es auf einem kühlen, nassen Waschlappen herum zu kauen. Diesen können Sie vorher in kühlem Kamillentee einweichen. Dieser wirkt beruhigend und lindert die Schmerzen. Zudem sollten Sie Ihr Baby auf einem Beißring kauen lassen, um das Druck und Spannungsgefühl zu lindern. Mit den ersten Zähnchen erwacht bei ihrem Kind auch das Interesse nach festen Speisen.

Wann kommt Babys erster Zahn?

Babys erste Zähne kommen sehr unterschiedlich. Es scheint so, als kämen manche Babys schon mit Zähnen zur Welt, andere bekommen sie erst in einem Alter von einem Jahr. Bei einer Vielzahl von Babys lassen sich die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zuerst sehen. Die Backenzähne sowie sie Eckzähne kommen zuletzt. Meist sind Babys erste Zähne mit insgesamt 20 Milchzähnen zwischen dem 22. und 30. Monat abgeschlossen. Vereinbaren Sie gleich nach dem ersten Zahn einen Termin bei uns. Hier erhalten Sie dann auch gleich den zahnärztlichen Kinderpass.

Geschafft! Babys erster Zahn ist da. Ab wann Zähne putzen?

Mit dem Durchbruch von Babys ersten Zähnen sollten Sie mit dem Zähne putzen beginnen. Denn bereits sehr kleine Kinder nehmen unterschiedliche Zuckerarten zu sich, die zu Karies führen können. Muttermilch enthält Milchzucker, Saft Schorlen enthalten natürlichen Fruchtzucker, ebenso Kinderbreie, die meist mit Fructose versetzt sind. Genauso sollte man die sogenannten „Kinderprodukte“ nicht unterschätzen, da diese ebenfalls Zucker enthalten können.

Zähne putzen akzeptieren kleine Kinder besser, wenn Sie sie schon im Babyalter daran gewöhnen. Deswegen massieren Sie – am besten schon vor dem Durchbruch der ersten Babyzähne – spielerisch und sanft die Kiefer Ihres Babys, mit einer weichen Kinderzahnbürste. Spätestens allerdings mit dem ersten Zahn. So gewöhnt sich Ihr Baby von Anfang an leichter an die Zahnbürste und Sie reduzieren damit eine mögliche Zahnarztangst bei Kinder. Wir bieten übrigens regelmäßig eine Kinder Zahnputzschule an.

Zudem sollten Sie von Anfang an konsequent beim Zähne putzen mit ihrem Kind umgehen. Bedenken Sie, im Nachhinein wird Ihr Kind daran leiden, wenn Karies entsteht. Darum versuchen Sie gleich im Babyalter ihr Kind spielerisch und durch schöne Geschichten zum Zähneputzen zu animieren. Zum Beispiel auch durch kindgerechte, glitzernden Kinderzahnbürsten und nach verschieden Früchten schmeckende Kinderzahnpasta. Die Kinderzahnarztpraxis in München Bogenhausen hält ein paar Anregungen dafür für Sie und ihr Baby bereit.

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