Wann fontanelle zu

Kraniosynostose: Oh Nein, mein Baby hat was

Vom Suchen und Finden einer Diagnose

Auf dem Bild seht ihr die Naht auf dem Kopf meiner acht Monate alten Tochter. Warum sie operiert werden musste und wie es mir damit ging.

Mein Mann und ich haben ja das niedlichste Baby der Welt. Okay, es ist mit einer etwas schiefen Stirn auf die Welt gekommen, ein Auge erschien irgendwie größer als das andere und auf der Nase war eine seltsame Falte. „Verwächst sich“, sagten alle Ärzte dazu, die ich gefragt habe.

Und für uns spielte es erst einmal sowieso keine Rolle. Vom ersten Moment an fanden wir unser Würmchen absolut perfekt. Ich konnte verglichen mit meiner kleinen Maus nur Mitleid mit anderen Müttern haben.

Hübsch trotz allem

Aber nach einer Weile wurde ich dann doch etwas stutzig. Nichts hat sich verwachsen. Im Gegenteil. Die Stirn blieb auf der einen Seite total flach und beulte auf der anderen Seite immer mehr aus. Noch immer hätte mein Baby aber jeden Schönheitswettbewerb gewonnen – zumindest, wenn ich in der Jury gesessen hätte.

Aber ich fing an, mir auszumalen, wie meine Tochter mir mit 16 Jahren Vorwürfe machen würde: „Mama, warum hab ich so eine schiefe Stirn?“ – „Naja, der Arzt hat gesagt, ist doch nicht so schlimm und ich fand dich auch so total niedlich.“ Nee, so wollte ich mein Zukunfts-Ich nicht reden hören.

Also hörte ich auf mein Gefühl und ignorierte alle Verharmlosungen der Kopfform – auch auf die Gefahr hin, dass ich als Übermutter gelten würde. Als eine, die jeden Pups ihres Kindes untersuchen lässt. Eine, über die die Ärzte in ihrer Freizeit bei Freunden lästern. Sollten sie doch!

Es folgte eine zum Glück relativ kurze Odyssee zu ein paar Ärzten und einem Osteopathen – der mich sofort an die richtige Stelle weiter verwiesen hat, nachdem er sicher war, dass wir bei ihm nicht an der richtigen Adresse waren. Er schlug eine Helmtherapie vor.

Diagnose: Kraniosynostose

Da bekommt das Baby einen Helm aufgesetzt, in den der Kopf im Laufe mehrere Monate hineinwächst wie in eine Kuchenform. ‚Wie ätzend!’, dachte ich mir. ‚Mein armes Baby.’ Aber ich ging hin. Und wenn ich geahnt hätte, was mein Spätzchen wirklich hatte, dann hätte ich mich über die harmlose Helmtherapie gefreut.

„Kraniosynostose“: Der Arzt, der mir die Diagnose gegeben hatte, bat mich noch, das auf keinen Fall zu googeln. „Da machen Sie sich nur unglücklich.“ Was soll ich sagen? Ich habe es trotzdem getan.

Kraniosynostose bedeutet, dass zwei oder mehr Schädelplatten frühzeitig zusammengewachsen sind. Der Mensch hat fünf Schädelplatten. Am Anfang seines Lebens sind sie noch nicht miteinander verwachsen. So passt das Köpfchen problemlos durch den Geburtskanal. Denn die Platten können sich verschieben.

Und nach der Geburt kann das Gehirn ungehindert dorthin wachsen, wohin es wachsen muss. Erst mit den Jahren verwachsen die Schädelplatten miteinander und bilden einen festen Schädel.

Mein Baby hatte wahrscheinlich schon im Mutterleib zwei zusammengewachsene Schädelplatten.

Die rechte Stirnplatte war mit der dahinter liegenden Schädelplatte verwachsen. Das heißt auf schlau: Coronarnahtsynostose. Kraniosynostosen sind selten. Laut Wikipedia kommen sie bei einem von 2000 Kindern vor.

Noch fiel es kaum auf

Der Arzt erklärte mir, wie sehr sich ihr Kopf im Laufe der Zeit deformieren würde, sofern man nichts unternehmen würde. Denn weil die beiden Schädelplatten zu früh miteinander verwachsen waren, konnte die Stirnplatte auf der rechten Seite nicht nach vorne wachsen. Sie wurde ja von der dahinter liegenden Platte festgehalten. Also wuchs das Gehirn halt nach links vorne. Noch fiel es den meisten Leuten kaum auf. Noch.

Weinen hilft in so einer Situation nicht besonders viel. Also ließ ich es bald bleiben. Fremde Leute wegen Nichtigkeiten anbratzen, ist eigentlich auch nicht zielfördernd. Dennoch tat ich das eine Weile. Zum Beispiel im Parkhaus, im Supermarkt oder auf dem Gehweg. Als ich merkte, dass mich das noch unzufriedener machte, versuchte ich, auch das sein zu lassen.

Spezialisten aus zwei Unikliniken bestätigten schließlich die Diagnose und rieten zur Operation. Die Schädelplatten sollten wieder getrennt und die Stirnfront beim Eingriff begradigt werden. Der Arzt eines Teams sah meinem Baby ins Gesicht und sprach das Wort „Harlekinismus“ aus. Autsch. Er meinte damit, dass ihr gesamtes Gesicht schief sei. Wie fies, ey!

Obwohl wir unser Baby genauso lieben, wie es auf die Welt gekommen ist, wurde uns klar, dass wir die vier- bis fünfstündige Operation machen lassen müssen. In manchen Fällen hat eine Kraniosynostose zum Beispiel zur Folge, dass der Hirndruck steigt oder dass die Kinder schielen. Beides war bei unserer Tochter zumindest vorerst kein Thema.

Eine Schönheitsoperation?

Die Operation hatte also vor allem ästhetische Gründe – die aber nicht zu unterschätzen sind. Wenn eine Stirnseite zurückbleibt und die andere immer und immer mehr ausbeult, sind psychische Probleme eine mehr als wahrscheinliche Folge.

Es war klar, dass wir das nicht so lassen konnten. Trotzdem habe ich mich immer unter Rechtfertigungsdruck gesehen, wenn andere mich fragten, warum die Operation gemacht werden müsse. „Nur“ von ästhetischen Gründen zu sprechen, erschien mir nicht genug. Ich hatte dann fast das Gefühl, ich mute meinem Baby eine unnötige Schönheitsoperation zu.

Doch letztlich wusste ich immer, dass ich ihr noch viel mehr zumuten würde, wenn ich der Operation nicht zustimmen würde.

Während ich diese Zeilen schreibe, liegt meine kleine Maus im Bettchen. Sie schläft mit kahlrasiertem Kopf. Eine riesige Naht führt im Zickzack vom einen zum anderen Ohr – wir haben die Operation hinter uns. Sie fand vor etwas über einer Woche statt. Ihr Köpfchen und auch ihre Augen waren danach zwei Tage lang so angeschwollen, dass sie gar nichts sehen konnte.

Und während ich sie deswegen bemitleidete, schärfte sie schon ihre anderen Sinne: tastete ihr Spielzeug mit ihren Fingern ab und lauschte ganz genau auf ihre Umgebung. Es ist unfassbar, wie tapfer sie den Eingriff weggesteckt hat.

Jetzt muss ich mal weg vom Laptop und nach ihr schauen. Denn obwohl sie sich sehr schnell wieder erholt hat, ist sie im Moment noch anhänglicher als zuvor. Das wäre ich an ihrer Stelle auch!

Aber eines will ich euch noch mit auf den Weg geben, bevor ich den Laptop zuklappe: Hört immer auf euer Gefühl. Ich bin so froh, dass ich das getan habe und deshalb von einem Arzt zum anderen gegangen bin.

Ich habe es gut gemeint

Es war hart, mein Töchterchen nach der Operation leiden zu sehen, aber gemeinsam haben wir die wenigen anstrengenden Tage überstanden. Und schon jetzt ist das Ergebnis absolut überwältigend. Ihre Stirn und ihr Gesicht sind endlich symmetrisch.

Es ist mir wirklich nicht leicht gefallen, sie den Ärzten zur Operation zu geben. Aber ich würde es wieder tun. Denn: Eva meint’s gut.

Hier geht es zum Bericht über die erste Nachuntersuchung nach sechs Monaten. Nicht alles hat sich entwickelt, wie ich es gehofft hatte.

Und hier lest ihr, wie mir die Kranio-Facebook-Gruppe geholfen hat, das alles zu überstehen.

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Osteopathie bei Kindern und Säuglingen

Kinder und Säuglinge sind keine kleinen Erwachsene und werden auch nicht wie Erwachsene osteopathisch behandelt.

Säuglinge unterliegen vielen Veränderungen, von Leben im Mutterleib und dem Leben außerhalb; diese Umstellung geht nicht immer reibungslos.

Im Mutterleib ist das Baby verschiedenen Einflüssen ausgesetzt:

  • Zwangshaltung im Mutterleib und anatomische Gegebenheiten der Mutter üben Druck auf den kleinen Körper aus.
  • Wärend der Geburt entstehen wiederum große Drücke, wenn das Kind sich durch den Geburtskanal dreht. Hierbei schieben sich die Schädelplatten des Kindes übereinander.
  • Wenn zusätzlich die Geburt zu schnell geht und das Becken der Mutter noch nicht locker genug ist verstärken sich die Drücke auf die Schädelplatten. Dies kann zu Funktionsstörungen führen.
  • Dies wirkt sich auch an der Schädelbasis aus. Dort treten sehr viele Nerven aus, die für Verdauung, Schlucken oder Saugen zuständig sind. Bei zu viel Druck oder Zug (Kaiserschnitt) kann es hier zu Traumata bis hin zu Wirbelverschiebungen komme (KISS). Dies kann dazu führen, dass die Säuglinge…
  • Schluckstörungen
  • Saugstörungen
  • Lieblingsseite (mit daraus resultierende Schädelasymetrien)
  • Die sog. Dreimonatskolliken
  • Überstrecken
  • Allg. Unruhe
  • Vermehrtes Schreien

… entwickeln.

Hier nur ein kleiner Kommentar zum Kaiserschnitt. Viele denken, dass diese Geburtsform eine besonders schonende Geburtsform wäre, dies ist nicht so. Durch den Zug am Kopf des Kindes – die meisten Kinder werden am Kopf rausgezogen – entsteht ein Risiko zur Traumatisierung des Gewebes am Hinterkopf. Im Notfall ist der Kaiserschnitt immer als lebensrettende Maßnahme anzusehen.

Ich höre immer wieder, dass es in einigen Ländern z.B. in Frankreich es normal wäre, dass ein Osteopath bei der Geburt dabei ist, um Mutter und Kind gleich nach der Geburt zu versorgen. Dem ist – nach meinem Kenntnisstand – nicht so!

Dies soll nicht heißen, dass es dies grundsätzlich nicht gibt, aber wenn nur in einzelnen Kliniken

Ein Sturz von der Wickelkommode oder ein Fahrradunfall ohne Helm: Wenn ein Kind auf den Kopf fällt, ist der Schreck für die Eltern groß. Und so ein Sturz passiert leider viel häufiger, als vielen lieb ist. Ein klarer Fall für die Klinik ist, wenn ein Kind nach einem Sturz auf den Kopf nicht bei Bewusstsein ist. „Auch wenn das Kind nur kurz bewusstlos war und bereits wieder aufgewacht ist: Da gibt es keine Diskussion, das Kind muss ins Krankenhaus zur Überwachung“, sagt Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Gehirnerschütterung oder Schädel-Hirn-Trauma

Mediziner unterscheiden verschiedene Schweregrade eines Schädel-Hirn-Traumas, je nach Bewusstseinslage, Augenfunktion und der Fähigkeit des Kindes, zu sprechen oder sich zu bewegen. Die Gehirnerschütterung ist die leichteste und weitaus häufigste Form. Sie führt zu vorübergehenden Störungen der Hirnfunktionen und kann auch ohne sichtbare Verletzung auftreten. Zu den Anzeichen zählen Erbrechen und eine fehlende Erinnerung an den Vorfall. Je nach Ausprägung werden die Kinder im Krankenhaus überwacht, gegebenenfalls muss eine Aufnahme des Gehirns gemacht werden. Denn gefürchtet sind Blutungen durch den Schlag auf den Kopf.

Blutung im Schädelinneren

Sei das Kind wach, sollten Eltern den Kopf vorsichtig untersuchen, ob es äußere Verletzungszeichen wie Beulen oder Platzwunden gebe. „Ein Bruch im Knochen wird meist durch ein kräftiges Hämatom, also eine Beule, sichtbar, ist aber an sich nicht die eigentliche Gefahr. Doch das Gewebe darunter und die Blutgefäße könnten verletzt sein, daher sollten Eltern in diesem Fall ebenfalls einen Arzt oder die Klinik aufsuchen“, sagt der in Berlin niedergelassene Kinderarzt. Das gilt auch für eine blutende Platzwunde, die gegebenenfalls vom Arzt versorgt werden muss.

Selbst wenn alles in Ordnung erscheint, sollten Eltern ihre Kinder sorgfältig beobachten – denn eine Blutung im Schädelinneren kann sich noch Stunden bis Tage nach dem Unfall bemerkbar machen. Zu den Symptomen können Erbrechen, ein verändertes Wesen, Lust- und Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen sowie Erinnerungslücken an das Geschehen gehören. Die beiden Pupillen sollten bei gesunden Kindern normalerweise gleich groß sein und kleiner werden, wenn Licht darauf scheint. Sei dies nicht der Fall, sei das ein Alarmzeichen, sagt Fegeler.

70.000 Kinder mit Schädel-Hirn-Trauma

„Wenn ein Kind sehr schnell nach so einem Sturz erbricht, dann ist das eher ein Zeichen für eine Reaktion auf den Schreck“, ergänzt er. Fange das Kind dagegen nach ein bis zwei oder auch viele Stunden später an zu spucken, dann könnte dies ein Hinweis auf eine Gehirnerschütterung oder eine gefährliche Verletzung im Gehirn sein. Spätestens dann geht es ab zum Arzt.

Mehr als 28 Prozent aller Schädel-Hirn-Traumata betreffen Patienten unter 16 Jahren, heißt es in der Leitlinie „Das Schädel-Hirn-Trauma im Kindesalter“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Etwa 90 Prozent davon seien Gehirnerschütterungen, 10 Prozent als mittelschwere oder schwere Schädel-Hirn-Traumata einzustufen. Hochgerechnet seien das 70.000 Kinder und Jugendliche mit Schädel-Hirn-Trauma pro Jahr, etwa 350 sterben demnach an den Folgen.

Blutung mit Druck auf Gehirn operieren

„Kommt ein Kind mit dem Verdacht auf eine Blutung im Schädelinneren in die Klinik, dann wird in der Regel eine Computertomographie gemacht“, sagt Prof. Wolfgang Wagner von der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC). Anhand der Aufnahmen können die Mediziner Blutungen erkennen, aber auch Schädelbrüche. „Bei Säuglingen ist die Fontanelle noch offen, bei ihnen kann man auch gut mit dem Ultraschall nach Blutungen im Schädel fahnden.“ Liege eine Blutung mit Druck auf das Gehirn vor, so müsse operiert werden, dies sei aber bei Kindern eher selten.

Drei Arten von Blutungen unterscheiden die Ärzte: „Die Blutung über der Hirnhaut, eine epidurale Blutung, tritt am akutesten auf und kann ohne Behandlung lebensgefährlich werden, mit einer erfolgreichen Operation ist die Prognose im Allgemeinen recht gut“, erklärt Prof. Wolfgang Wagner von der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie. Eine Blutung unter der Hirnhaut gehe oft einher mit Verletzungen der Hirnsubstanz und habe daher eine schlechtere Prognose. Darüber hinaus gibt es noch Blutungen in das Hirngewebe hinein.

Verletzungen von Wirbelsäule und Rückenmark

Die Ärzte achten auch darauf, ob möglicherweise die Wirbelsäule und das Rückenmark verletzt ist: „Bei jeder Gewalteinwirkung auf den Schädel müssen wir davon ausgehen, dass auch Gewalt auf die Wirbelsäule und vor allem die Halswirbelsäule erfolgt ist“, sagt Wagner, der an der Universitätsklinik Mainz tätig ist. Ein Schädelbruch werde in der Regel nur operiert, wenn die Knochenteile sehr stark gegeneinander versetzt seien, und immer dann, wenn die Hirnhaut verletzt sei.

Kleinere „Stufen“ im Schädelknochen lasse man von selbst verheilen. „Normalerweise wird solch ein Bruch mit dem Schädelwachstum ausgeglichen, vor allem bei kleinen Kindern.“ Liegt kein Anlass für eine Operation vor, bleiben die Kinder mit einer Gehirnerschütterung je nach Beschwerden meist noch ein bis drei Tage in der Klinik zur Beobachtung. „Das hängt vom Alter und der Schwere der Symptome ab“, betont Wagner. (dpa)

Erste-Hilfe-Tipps gegen Schmerzen

Sportverletzungen

Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen sollten möglichst schnell gekühlt werden.

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Insektenstich

Auch bei akuten Entzündungen, etwa nach einem Insektenstich, hilft Kälte.

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Richtig kühlen (1/2)

Gekühlt werden kann mit fließendem Wasser, Eiswürfeln, Kühlkompressen oder einem Eisspray.

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Richtig kühlen (2/2)

„Kühlkompressen aber nie direkt aus der Kühltruhe auf die Haut legen, sonst kann es vor allem an Gelenken zu Unterkühlungen kommen. Besser immer ein dünnes Tuch dazwischen legen“, empfiehlt Apotheker Andreas Kiefer.

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Nicht zu stark kühlen

Wird zu stark gekühlt und die Kompresse anschließend entfernt, steigt die Durchblutung stark an und der Schmerz nimmt zu.

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Keine Verbesserung, zum Arzt

„Verbessert sich die Sportverletzung nicht innerhalb von drei Tagen oder ist die Funktion des Gelenks eingeschränkt, sollten sich Patienten unbedingt an einen Arzt wenden“, rät Apotheker Kiefer.

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Wärme gegen Schmerzen (1/2)

Wärme hilft ebenfalls gegen Schmerzen. Sie verbessert die Dehnbarkeit von Sehnen und Bändern. Bei rheumatischen Beschwerden macht Wärme die Gelenke beweglicher.

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Wärme gegen Schmerzen (2/2)

Weil die Muskelspannung sinkt, hilft Wärme bei Verspannungen. Durch die verbesserte Durchblutung wird das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt, Abfallprodukte werden schneller abtransportiert.

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Wärmflasche oder warmes Bad

Wärme kann auch gegen Schmerzen der inneren Gefäße helfen, beispielsweise bei Menstruationsbeschwerden. Oft reichen eine Wärmflasche oder ein heißes Vollbad als Wärmequellen aus.

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Salben und Wärme-Pflaster

Ein Vorteil von gefäßerweiternden Salben und Pflaster ist, dass sie die Bewegungsfähigkeit nicht einschränken und deshalb auch während der Arbeitszeit angewendet werden können.

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Vorsicht bei Fieber oder Durchblutungsstörungen

Wer an einer akuten Entzündung oder Fieber leidet, sollte auf Wärmeanwendungen verzichten. Auch bei Problemen mit den Venen oder der Durchblutung ist der Arzt gefragt.

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Hast Du Dir schon einmal überlegt, wie in aller Welt der Kopf eines Babys, der bei der Geburt durchschnittlich 34 cm Umfang hat, durch den engen Geburtskanal passt? Die Lösung dieses Rätsels lautet: An den Fonantellen schieben sich die Schädelplatten des Babys zusammen, sodass der Umfang sich verkleinert. Was genau eine Fontanelle ist und was sie Dir auch nach der Geburt über die Entwicklung Deines Babys verrät, erfährst Du hier.

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Eine Fontanelle ist eine weiche Stelle am Kopf eines Babys, an der die Schädelplatten noch nicht miteinander verwachsen sind. Die Fontanelle besteht aus häutigen Schichten, ohne dass darunter oder darüber knöcherne oder knorpelige Schichten zu finden sein. Die Platten des Schädels grenzen also noch nicht vollständig aneinander.

Ein Baby hat bei der Geburt insgesamt sechs Fontanellen, zwei davon mittig auf dem Kopf. Die bekannteste ist die große Fontanelle (Stirnfontanelle). Sie ist rautenförmig und etwa 2 x 2 cm groß. Sie befindet sich oben auf dem Kopf und ist bei den meisten Babys sehr lange und deutlich zu sehen.

Die kleine Fontanelle (Hinterhaupts-Fontanelle) befindet sich am Hinterkopf. Daneben gibt es noch vier weitere, seitliche Fontanellen.

Weil diese weichen Stellen bei der Geburt und lange danach noch nicht verknöchert oder verknorpelt sind, können sich bei der Geburt die Schädelplatten zusammen- bzw. übereinander schieben. Das Köpfchen des Babys verformt sich vorübergehend, gewinnt aber schon kurz nach dem Durchqueren des Geburtskanals die vollständige Größe zurück.

Aber die Fontanellen sind auch in einem anderen Zusammenhang sehr wichtig: Sie sorgen dafür, dass der Kopf eines Babys weiter wachsen kann und somit das Gehirn ausreichend Platz hat.

Der Schädel ist also durch die offenen Nähte formbar – das hat auch einen Nachteil. Bei einseitiger Belastung kann sich der Kopf in den ersten Monaten bzw. Jahren noch stark verformen. Wenn ein sich Baby z.B. aufgrund eines KISS-Syndroms oder einer „Lieblingsseite“ beim Liegen überwiegend auf dieselbe Seite dreht, kann sich der Kopf einseitig verformen.

Auch der berüchtigte flache Hinterkopf, der vom vielen Liegen auf dem Rücken entsteht, hat hier seine Ursache. Weil es dadurch zu einer veränderten Belastung der Halswirbelsäule kommt, haben solche Kinder als Erwachsene oft Probleme. Solche Schädelverformungen sollten daher auch behandelt werden. Manchmal hilft auch ein spezielles Babykissen gegen den platten Hinterkopf.

Außerdem ist die große Fontanelle auch mit ein Grund, warum über den Kopf eines Säuglings so viel Wärme verloren geht.

Wann ist die Fontanelle zugewachsen?

Die große Fontanelle braucht etwa zwei Jahre, um sich vollständig zu schließen. Sie wird aber im Verlauf der Monate immer kleiner.

Die kleine Fontanelle am Hinterkopf verschließt sich bereits nach etwa zwei bis drei Monaten, das heißt sie wird von knöchernen bzw. Knorpelstrukturen überwachsen. Die vier Seitenfontanellen brauchen etwa bis zum ersten Geburtstag, bis sie verwachsen sind.

Wenn eine Fontanelle geschlossen ist, nennt man sie Schädelnaht. Eine Fontanelle bei Erwachsenen gibt es nicht.

Es kann auch vorkommen, dass eine Fontanelle zu früh geschlossen wird. Diesen vorzeitigenVerschluss der Fontanelle nennt man vorzeitige Verknöcherung oder Kraniosynostose. Eine Kraniosynostose kann als Begleitsymptom verschiedener Syndrome beim Neugeborenen auftreten. 2011 wurde eine Studie veröffentlicht, die belegt, dass Rauchen in der Schwangerschaft das Risiko für eine solche Fehlbildung des Schädels erhöht.

Wenn die Verknöcherung des Schädels zu früh einsetzt – teilweise schon im Mutterleib – führt das wahrscheinlich zu Problemen. Je nachdem, welche Fontanellen wie früh geschlossen sind, findet ein kompensatorisches Wachstum statt, durch das der Schädel asymmetrische oder ungewöhnliche Formen annehmen kann. Im schlimmsten Fall ist eine Operation der Schädelplatten nötig, um dem wachsenden Gehirn Platz zu machen.

Wenn sich die Fontanelle zu langsam schließt, steckt meist irgendein Mangel dahinter, zum Beispiel ein Mangel an Vitamin D (Rachitis). Auch dieser sollte behoben werden.

9 Fakten, die Du über die Fontanelle wissen musst

Nach der Geburt kann Dir die Stirnfontanelle, die ja sehr groß und gut sichtbar ist, Aufschluss geben über den Gesundheitszustand Deines Babys. Deshalb solltest Du ruhig ab und zu einen Blick darauf werfen.

Wenn alles in Ordnung ist, kannst Du im ersten Lebensjahr an der Fontanelle das leichte Pulsieren des Blutes sehen oder fühlen. Sie ist weder stark eingedrückt, noch steht sie stark hervor.

1. Wenn die Fontanelle eingesunken ist, dann kann das ganz simpel daran liegen, dass Dein Baby sitzt. Wenn sie allerdings stark und auch im Liegen eingefallen ist, deutet das auf einen Flüssigkeitsmangel hin. Im Zweifel solltest Du lieber einen Arzt aufsuchen, denn Dehydration kann für Babys sehr gefährlich sein.

2. Ist die Fontanelle ausgebeult, steht also nach außen, so kann das zunächst daran liegen, dass Dein Baby liegt. Wenn die Stirnfontanelle auch im Sitzen nach außen gedrückt wird, kann das auf starken Druck im Schädelinneren hindeuten. Vor allem nach einem Sturz oder wenn sich Dein Baby den Kopf stark gestoßen hat, ist das ein Warnsignal.

3. Eine ausgebeulte Fontanelle kann aber auch ein Anzeichen für Fieber oder andere Erkrankungen sein. Bei einer Hirnhautentzündung zum Beispiel erhöht sich ebenfalls der Druck im Schädelinneren und die Fontanelle wölbt sich nach außen. Ebenso kann eine dauerhaft nach außen gedrückte Fontanelle ein erstes Anzeichen für einen sich bildenden Wasserkopf sein.

4. Wenn sich der Druck im inneren des Köpfchens erhöht, zum Beispiel bei einer Hirnblutung, kann die Fontanelle das nicht nur signalisieren, sie vermindert auch den Druck, indem sie sich nach außen wölbt.

5. Außerdem erlaubt die Fontanelle eine recht unkomplizierte Untersuchung des Gehirns per Ultraschall. So kann nicht nur eine Gehirnblutung, sondern auch andere Anomalien schnell entdeckt werden.

6. Hast Du aus Versehen etwas fester auf die Fontanelle gedrückt, machst Du Dir vielleicht Sorgen oder Vorwürfe. Aber auch wenn das kleine Wesen so zart und zerbrechlich scheint, Babys sind robuster, als man manchmal denken würde. Auch die samtig weichen Stellen an den Fontanellen sind zwar nicht durch Schädelplatten, aber durch starke Bindegewebsschichten geschützt. Streicheln, Bürsten oder ein leichter Druck macht Deinem Baby also nichts aus. Natürlich solltest Du trotzdem vorsichtig sein, mit der Fontanelle, aber auch mit dem Rest des Köpfchens.

7. Ist die Fonantelle straff, gibt also auch auf leichten Druck nicht nach, ist das ein Hinweis auf eine Entzündung. Du solltest einen Arzt aufsuchen.

8. Hat Dein Baby sich die Fontanelle gestoßen, hat das nicht unbedingt Folgen. Beobachte einfach, ob sich eine Beule bildet und geh im Zweifel zum Arzt.

9. Ist die Fontanelle zu klein, ist das häufig eine rein subjektive Empfindung der Eltern. Besorgniserregend ist eine kleine Fontanelle nur, wenn der Kopf nicht mehr weiter wächst, denn dann kann es sich um eine vorzeitige Verknöcherung handeln (s.o.). Deshalb wird das Wachstum des Kopfumfangs und auch die Fontanelle bei jeder U-Untersuchung vom Kinderarzt untersucht.

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Es kann um Leben und Tod gehen: 9 Symptome, mit denen Sie Ihr Kind sofort zum Arzt bringen müssen

Eltern müssen nicht gleich zum Arzt, wenn das Kleine nicht ganz fit ist. Manchmal verschwinden die Gesundheitsprobleme nach einem Tag wieder.

Generell gilt – je jünger ein Kind ist, desto schneller sollten Eltern auf Gesundheitsprobleme reagieren. Also lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig zum Arzt zu gehen.

Bei diesen Symptomen sollten Eltern zum Arzt gehen:

• Hat ein Kind Fieber, das länger als 24 Stunden hält, sollte ein Kinderarzt die Ursache klären. Das gilt auch dann, wenn das Baby nur leicht erhöhte Temperatur hat. „Bei Neugeborenen sollten Eltern allerdings sofort, zum Arzt gehen, wenn das Kind Fieber hat“, sagt der Düsseldorfer Kinderarzt Hermann Josef Kahl. Denn Fieber kann ein Symptom für Krankheiten wie Mittelohr-, Blasen- oder sogar für eine Hirnhautentzündung sein.

• Ist das Baby launischer als sonst und zeigt sich länger als 24 Stunden gereizt, sollten ein Arzt die Ursachen klären. Das gilt auch bei apathischem Verhalten oder getrübten Bewusstsein.

• Vorsicht ist geboten bei Durchfall und Erbrechen. Hält es länger als einen Tag an, läuft das Baby Gefahr, zu viel Flüssigkeit zu verlieren. Bei Still-Babys ist es zwar normal, dass sie einen weichen oder auch flüssigen Stuhl haben. Doch wenn er wässrig wird, sollte ein Kinderarzt, mögliche Magen-Darm-Erkrankungen ausschließen.

• Krampfanfälle sind in der Regel ein Alarmzeichen – besonders dann, wenn das Kind das Bewusstsein verliert. Hier gilt es, sofort den Notarzt anzurufen. Ein Krampfanfall kann sich als harmlos erweisen oder aber ein Vorbote von ernsthaften Erkrankungen sein. „Ein Krampfanfall geht immer vom Gehirn aus und kann ein Anzeichen für eine Entzündung des Gehirns sein, zum Beispiel eine bakterielle Meningitis“, erklärt Kinderarzt Kahl.

• Appetitlosigkeit ist kein gutes Zeichen, wenn sie sich zu lange hält. Weigert sich das Baby über einen längeren Zeitraum, etwas zu sich zu nehmen, wütet in seinem kleinen Körper möglicherweise eine Entzündung.

• Auch bei Atemschwierigkeiten – besonders dann, wenn Haut oder Lippen sich bläulich färben – sollten Sie mit dem Kind dringend zum Arzt.

• Bei größeren Schnittwunden oder auch Verbrennungen sollte ein Mediziner die Verletzung verarzten.

• Hat sich ein Baby am Kopf verletzt gilt es, sofort den Arzt aufzusuchen. Bei Säuglingen sind die Schädelplatten noch nicht miteinander verwachsen, sondern weisen an einigen Stellen Lücken auf, die als Fontanellen bezeichnet werden. Am deutlichsten erkennbar die große Fontanelle, die sich über der Stirn am Vorderkopf befindet. Vor allem bei inneren Kopfverletzungen treten Symptome oft erst Stunden später auf. Nur ein Arzt erkennt, ob das das Baby eine Gehirnerschütterung erlitten hat.

• Generell rät Kinderarzt Kahl Eltern, auf ihren Instinkt zu hören: „Häufig fürchten Eltern, als übervorsichtig zu gelten, wenn sie mit dem Baby gleich in die Praxis rennen. Sie wollen Ärzten nicht mit Lappalien auf die Nerven gehen. Doch das ist Unsinn, schließlich sind wir dafür da“, so Kahl.

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Auffällig – und trotzdem normal!

Was alles normal ist

Mein Baby „spuckt“

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Was alles normal ist

Die meisten Veränderungen, die Eltern am Körper ihres Babys registrieren, sind nicht krankhaft, sondern normale Reaktionen eines rasch wachsenden Organismus, der sich langsam auf die neuen Gegebenheiten des Lebens außerhalb des Mutterleibs einstellt. Wir wollen deshalb einmal das Baby mit Ihnen von Kopf bis Fuß genau beobachten:

Kopfgröße

Eine einfache und dabei unverzichtbare Untersuchung: die Kopfumfangsmessung. Da der Kopf unmittelbar nach der Geburt noch etwas „verschoben“ ist, ist die erste Messung im Rahmen der U1 noch nicht so aussagekräftig wie die weiteren Messungen, die bei jeder Vorsorgeuntersuchung zur Routine gehören.

Das kindliche Gehirn hat bei der Geburt ein Drittel seiner endgültigen Größe erreicht, mit neun Monaten die Hälfte und mit zwei Jahren drei Viertel. Der Kopf muss also mitwachsen. Er gewinnt dadurch im ersten Lebensjahr pro Monat etwa 1 cm an Umfang! Generell haben große Babys auch größere Köpfe, zudem fallen in manchen Familien die Köpfe größer aus als in anderen. Krankhaft große (oder kleine) Köpfe erkennt der Kinderarzt durch die Messung des Kopfumfangs: Liegt die Kopfgröße außerhalb des „Normal­korridors“ oder nimmt der Kopfumfang zu schnell zu, so klärt er durch eine Ultraschalluntersuchung, ob vielleicht ein Wasserkopf die Ursache ist. Ein zu kleiner oder zu langsam wachsender Kopf kann auf Schädigungen des Gehirns hinweisen oder durch zu früh verschlossene Schädelnähte bedingt sein – hier kann der Schädel nicht mehr mitwachsen, weil die einzelnen Schädelknochen an ihren Rändern zu früh verkalken und sich deshalb zu früh verbinden (Kraniosynostose oder Kraniostenose).

Kopfform

Dadurch, dass sich die meisten Kinder durch den engen Geburtskanal zwängen müssen, kommen sie meist mit einer flachen Stirn und einem vor allem hinten etwas „ausgezogenen“ Kopf auf die Welt. Das gibt sich nach ein paar Tagen.

Danach bestimmt nicht nur die Veranlagung („ein typischer Müller-Kopf“) die Kopfform, sondern auch die Schwerkraft und damit die Schlafposition: „Rückenschläfer“, heute also fast alle Kinder, haben in den ersten Monaten, manchmal auch die ganze Säuglingszeit, einen eher runden Kopf, oft mit abgeflachtem Hinterkopf.

Frühgeborene, deren weicher Schädel wegen der noch schwach ausgebildeten Hals- und Nackenmuskulatur beim Schlafen oft über Monate seitlich liegt, bekommen einen schmalen, hohen und nach hinten ausgezogenen Kopf, der oft noch jahrelang auffällt.

Einseitige Kopfformen sind ebenfalls fast immer lagebedingt, d. h. spiegeln die bevorzugte Kopfhaltung beim Schlafen wider. Typisch ist hier der an einer Seite abgeflachte Hinterkopf (er ist meist von einer Abflachung an der gegenüberliegenden Stirnseite begleitet).
Einseitige Kopfformen können jedoch auch durch einen zu frühen Verschluss einzelner Schädelnähte bedingt sein. Lassen Sie sich in Zweifelsfällen am besten vom Kinderarzt beraten.

Fontanelle

Junge Babys haben mehrere kleine Knochenlücken am Schädel – dieser spezielle kindliche Schädelbau ist z. B. bei der Geburt von Vorteil, da sich die Knochen ein bisschen gegeneinander verschieben können. Obwohl hier der Knochen „fehlt“, ist das Gehirn darunter dennoch durch die harte Gehirnhaut gut geschützt.
Am größten und auffälligsten ist die weiche Lücke zwischen den Schädelknochen etwas oberhalb der Stirn, große Fontanelle oder kurz Fontanelle genannt: Dort ist der Schädel etwas eingesunken und oft ist auch ein Pulsieren zu sehen – daher der Name (Fontanelle = kleine Quelle). Das Pulsieren kommt durch den Pulsschlag zustande, der sich auf das Gehirnwasser überträgt.
Nach der Geburt ist die Fontanelle oft kaum zu sehen oder zu tasten. Sie weitet sich in den ersten zwei Monaten auf durchschnittlich 3 cm, kann aber (oft bei Frühgeborenen) auch einiges größer sein.
Normalerweise schließt sie sich im 9.–18. Lebensmonat, manchmal aber auch schon mit drei oder vier Monaten. Solange der Kopfumfang normal weiterwächst und sich das Baby gut entwickelt, ist dies kein Grund zur Sorge. Beim Schreien oder Pressen wölbt sich die Fontanelle etwas vor. Ist sie auch sonst erhaben, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden, da dies ein Zeichen eines Wasserkopfes sein kann.

Gneis

Bei vielen Babys ist der Haarbereich (manchmal auch die Augenbrauen) von derben, fettigen, fest haftenden Schuppen überzogen. Diese braunen, manchmal auch olivgrünen Schuppen sind eine normale Begleiterscheinung der Hautmauserung, sie haben mit Neurodermitis nichts zu tun . Die Erscheinung lässt im Laufe der Säuglingszeit nach. Stören die Schuppen sehr, so können sie mit Speiseöl (etwa Olivenöl) aufgeweicht werden (mehrere Stunden einwirken lassen) und dann mit einem ganz feinen Kamm vorsichtig „abgehebelt“ werden (nicht kratzen). Nässende, juckende, gelbliche Auflagerungen auf entzündeter Kopfhaut können dagegen eine Neurodermitis anzeigen.

Schwitzen

Manche Säuglinge schwitzen im Schlaf im Hals- und Kopfbereich, oft so stark, dass ihr Strampler richtig nass wird. Dies ist eine normale Reaktion. Stellen Sie aber auf jeden Fall sicher, dass die Zimmertemperatur beim Schlafen nicht zu hoch ist (Schlaftemperatur).

Niesen und Nasenlaufen

Alle Babys niesen ab und zu, um ihre Nase zu reinigen, oft schon in den ersten Lebensstunden. Dies ist ein normaler Reflex und kein Zeichen einer Erkältung. Bei manchen Babys sind in den ersten 2–3 Monaten immer wieder schleimige, klare oder weißliche Absonderungen aus der Nase zu beobachten. Dies ist harmlos und weder Zeichen für eine Infektion (hier ist der Schleim innerhalb kurzer Zeit gelblich oder grün) noch für eine Allergie.

Speicheln

Mit etwa drei Monaten geht es bei den meis­ten Kindern los: das Speicheln. Ob beim Schlafen, beim Spielen oder Essen, immer läuft ihnen ein dünnflüssiger Speichel aus dem Mund – bei manchen Kindern so viel, dass regelmäßig die Oberkleider durchnässt werden.
Das ist völlig normal und dient womöglich der Mundreinigung oder beruhigt im „Zahnalter“ das Zahnfleisch. Nach dem ersten Lebensjahr wird das Speicheln deutlich weniger, mit 18 Monaten ist es bei den meisten Kindern vorbei.

Saugbläschen und Gaumenperlen

In den ersten Lebenswochen bildet sich in der Mitte der Lippen oft ein so genanntes Saugbläschen. Es ist ein normales Zeichen eines gesunden Appetits und tut dem Baby nicht weh. Es verschwindet von selbst, kommt aber immer einmal wieder.

Wenn das Baby schreit, sieht man in den ersten Wochen an Gaumen oder Zahnleiste oft einige gelblich-weiße, glänzende, ungefähr stecknadelkopfgroße, kaum erhabene „Pünktchen“. Dies sind kleine Einschlüsse von Hautabschilferungen, die bei Medizinern auch als Gaumenperlen oder Epithelperlen bekannt sind. Sie verschwinden von selbst.

Stumpfe, weiße, flächenhafte Auflagerungen dagegen, die sich mit dem Finger nicht leicht wegwischen lassen, können durch einen Mundsoor bedingt sein. Auch Mundsoor ist nicht schlimm, wird aber behandelt.

Brustschwellung

2–3 Tage nach der Geburt fangen bei etwa drei Viertel der Neugeborenen (sowohl bei Mädchen als auch bei Jungs) die Brüste an etwas anzuschwellen, manchmal auf einer Seite stärker als auf der anderen. Wenn Sie hinfassen, so sind oft Knoten im Brustbereich zu spüren, manchmal tritt sogar etwas milchartige Flüssigkeit aus der Brustwarze.
Aber keine Angst: Dies ist eine normale Reaktion auf die mütterlichen Hormone, die das Kind über die Blutbahn im Mutterleib in seinen Körper aufgenommen hat und die nun erst langsam abgebaut werden. Die Milchbildung hört mit 4–8 Wochen von selbst auf. Die Brustvergrößerung ist aber nicht selten auch noch im zweiten Lebenshalbjahr zu tasten.

Absonderungen aus der Scheide

Die von der Mutter im Mutterleib „geborgten“ Hormone beeinflussen beim Mädchen auch die inneren Geschlechtsorgane. Eltern beobachten deshalb nicht selten beim Windelwechseln einen zuerst glasigen, später milchigen Ausfluss aus der Scheide des neugeborenen Mädchens. Nach 1–2 Wochen hört dies von selbst auf. Um den siebten Tag herum ist dem Ausfluss nicht selten auch etwas Blut beigemischt, ebenfalls eine – vollkommen natürliche – Folge der hormonellen Umstimmung.

Stuhlgang

Was da in die Windel rutscht, ist für viele Eltern ein wahres Orakel – da werden Krankheiten, unverträgliche Nahrungsmittel, Zahnungsbeschwerden, Allergien und vieles mehr abgelesen.
Dabei ist kaum eine Lebensäußerung von Natur aus wandelbarer als der Stuhl des Babys: Der erste Stuhl, normalerweise in den ersten 24 Stunden produziert, ist das Mekonium oder Kindspech – eine fast geruchlose, zähe, schwarz-grüne Masse, der manchmal ein grau-weißlicher oder gelblicher „Mekoniumpfropf“ vorausgeht. Nach 2–3 Tagen werden die Stühle dann allmählich grün-braun, um beim gestillten Kind bis zur vierten Lebenswoche schließlich in die süßlich riechenden, orange-gelben, sehr lockeren „Muttermilchstühle“ überzugehen. In der Übergangsphase ist der Stuhl teilweise hellgrün und im Stuhl sind Schleim und feste kleine „Seifenstückchen“ zu sehen, die Stühle werden in dieser Zeit gerne auch in kleinen „Explosionen“ abgesetzt.

Sobald zugefüttert wird (auch zum Beispiel „nur“ etwas Kunstmilch), ändern sich die Stühle stark – sie werden dunkler, fester und oft sind einzelne Nahrungsbestandteile wie Fasern oder Beeren im Stuhl zu erkennen.
Gerade gestillte Kinder haben auch immer wieder Phasen, in denen sie nur selten Stuhl produzieren, etwa lediglich einen Stuhl alle 5–6 Tage. Sie sind deshalb nicht gleich „verstopft“ – die Unregelmäßigkeit macht den Kindern nämlich keineswegs zu schaffen. Nichtgestillte Kinder sind regelmäßiger, ihr Stuhl ist fester, brauner und auch im Geruch „erwachsenenartiger“.

Eingewachsene Zehennägel

Bei nicht wenigen Säuglingen wachsen die Zehennägel an den großen Zehen seitlich ein. Die Haut am Nagelrand verhärtet sich dann und ist oft gerötet. Dies bereitet dem Kind nur selten Probleme und geht meist von selbst wieder weg.

Lassen Sie den Nagel lange stehen und schneiden Sie ihn immer so gerade wie möglich ab (klippen Sie den Nagel also nicht seitlich ab). Verursacht der eingewachsene Nagel eine eitrige Nagelbettentzündung, so muss diese behandelt werden (Nagelumlauf).

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. August 2009 um 16:03 Uhr )

Osteopathie für Babys und Säuglinge

Baby Osteopathie – Erklärung

Bei der Osteopathie für Babys und Säuglinge ist die Stellung der Schädelknochen in den ersten Lebensjahren von größter Bedeutung, da die Entwicklung des Kindes von der funktionalen Anatomie des Nervensystems abhängig ist. Deshalb werden Babys und Säuglinge häufig über die Kranio Sakrale Osteopathie (Schädel/Kreuzbein) behandelt. Die Schädelknochen der Kinder sind sehr weich und verformbar. Selbst einzelne Schädelknochen bestehen noch aus mehreren Anteilen, die erst im Laufe der Jahre zusammenwachsen.

Da die Schädelknochen während des Geburtsprozess starken Druckverhältnissen ausgesetzt werden, kann das zur Verschiebung und teilweisen Überlappung der einzelnen Knochen führen, wobei sich durch die Kräfte der Selbstregulierung derartige Verformungen meist innerhalb weniger Tage zurückbilden werden.

Dabei spielt das Stillen der Babys eine zentrale Rolle. Durch die abgestimmte Saug Bewegung des Ober- und Unterkiefers, wird das Kranium (Schädel) über den Gaumen stimuliert. Daher machen sich Blockaden, die das Baby nicht alleine bewältigen kann, am Saug Verhalten bemerkbar.

Entsteht vor oder während der Geburt des Babys eine Blockade, die das Kind selbst nicht selbst lösen kann, organisiert sich der Rest des Körpers um diese Blockade, d.h. der Körper reagiert mit einer Kompensation, um alle Körperfunktionen dennoch bestmöglich aufrecht zu erhalten. Vorgeburtlich entstehen Blockaden vor allem durch Platzmangel in der Gebärmutter durch Mehrlinge, Anomalien der Gebärmutter, Becken Störungen, Unfällen oder Infektionen der Mutter. Unter der Geburt entstehen Blockaden vor allem durch erhöhte Druckverhältnisse, lange Wehen Pausen, Lagerveränderung des Kindes, oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln, wie Zange oder Vakuumpumpe. Blockierungen der Neugeborenen kommen bei Vakuumextraktionen, Spontangeburten, wie auch nach Kaiserschnitten vor. Extrem lange oder sehr kurze Geburten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Becken- oder Schädel Deformationen..

Natürlich können nicht nur bei Säuglingen, sondern auch beim Kleinkind und Schulkind Blockaden entstehen. Hauptverursacher sind Unfälle und Stürze. Aber auch Organ Belastungen durch Intoxikationen , ungeeigneter Nahrung oder andere Umweltgifte führen über Ketten der Kompensation ebenfalls zu strukturellen Veränderungen.

Ablauf der Osteopathie bei Babys und Kindern

Die osteopathische Therapie für Babys und Kinder dauert ca 20 – 30 min. Für den ersten Termin werden bis zu 40 min. benötigt, da zusätzliche Zeit für die Anamnese und Fragen der Eltern eingeplant ist . Zu Beginn der Baby Osteopathie steht die Diagnosestellung, wobei der visuelle- und Tast-Befund des Kindes, wie auch die Anamnese der schulischen und familiären Situation für Ihren Osteopathen und der weiteren Behandlung eine Rolle spielen . Die erste osteopathische Behandlung wird für die Diagnosestellung, eine anteilige Behandlung und Beratung genutzt. Alle Systeme des Kindes werden untersucht und behandelt. In den weiteren Behandlungseinheiten folgen, je nach Pathologie, weitere ausführliche osteopathische Behandlungen.

In der Baby Osteopathie gibt es große Unterschiede in der Länge der Behandlung, Herangehensweise und im Umgang mit Baby und Eltern. Allen Osteopathie Behandlungen gemeinsam ist aber, dass das Kind als Individuum respektiert wird und sich die Therapie danach richtet, welche Impulse das Kind in die Behandlung einbringt. Osteopathen ertasten und lösen Restriktionen durch sanfte Manipulationen an den betroffenen Körperbereichen und mittels Bewegung verschiedener Körperstrukturen. Grundsätzlich wird der kindliche Organismus als Ganzes, also Organen, (viscerale Osteopathie), Bewegungsapparat (parietale Osteopathie), Nervensystem, Durchblutung und Faszien, behandelt.

Entstehen bei der Osteopathie Schmerzen bei ihrem Baby?

Nein, der spezialisierte Osteopath wird während der Osteopathie Sitzung genau auf die Reaktionen des Babies achten, um so eine möglichst entspannte Situation für Mutter und Kind zu erreichen. Zudem werden bei Babies und Kindern ausschließlich sanfte osteopathische Techniken angewendet. Die ungewohnte Situation kann jedoch zu Unruhe und Weinen des Babys führen, insbesonderen wenn eine übermäßige Unruhe Grund des Besuchs in der Osteopathie Praxis sind. Durch Still Pausen, Spielzeug und aktiver Teilnahme der Eltern an der Therapie, können Anspannungen meist vermieden werden.

Sollte es nicht gelingen Ihr Baby zu beruhigen, wird der Osteopath unter Absprache mit den Eltern entscheiden, ob es dennoch sinnvoll ist die osteopathische Therapie durchzuführen. Es ist jedoch möglich, dass die Osteopathische Therapie aus medizinischen oder situativen Gründen nicht angezeigt ist und der Osteopath bzw. die Eltern sich gegen eine Therapie entscheiden. Ein weiterer Versuch zu einem erneuten Termin kann sinnvoll sein.

Fallbeispiel der Baby Osteopathie

Ein Baby kommt durch eine Spontangeburt zur Welt. Die Wehen Tätigkeit entsprach einer durchschnittlichen Länge von ca. 10 Stunden. Bei der Drehung durch den Geburtskanal, die das Kind vollziehen muss, bleibt das Kind kurzfristig stecken. Der Druck auf das Kind erhöht sich, der Stress Pegel der Mutter und des Kindes steigen. Das Kind baut eine Abwehrspannung in der Halswirbelsäulen Muskulatur zur Stabilisierung auf. Kurz darauf kann die Geburt ohne weitere Probleme zu Ende geführt werden.

Das Baby zeigt nach der Geburt zunächst eine starke Erschöpfung, fängt dann aber immer häufiger und länger an zu schreien. Bei dem Versuch, das Kind anzulegen und zu stillen , überstreckt sich das Kind, versucht zwar an der Brust zu trinken, reißt aber immer wieder den Kopf weg und schreit zwischendurch. Meist funktioniert das Anlegen auf einer Seite besser als auf der anderen. Liegt das Kind in seinem Bett, so liegt es nicht entspannt und gerade, sondern es gleicht einem Bogen, der zu einer Seite gekrümmt ist. Der Kopf ist bevorzugt zu einer Seite gedreht. Die Arme und Beine werden hektisch bewegt, das Kind findet in keiner Position zur Ruhe. Beruhigt werden kann das Kind nur durch Hochnehmen und Herumlaufen. Schon nach wenigen Tagen muss die Mutter abstillen, weil das Kind nicht in der Lage ist ausreichend an der Brust zu trinken.

Zu der Still Problematik entwickelt sich häufig auch ein Problem des Verdauungstraktes. Das Baby kämpft mit Blähungen und spuckt vermehrt. Durch die einseitige Haltung des Kopfes in der Rückenlage verformt sich der Schädel und flacht hinten einseitig ab, wodurch sich ein Parallelogramm Kopf entwickelt, d.h. dass der ganze Schädel in sich verschoben ist. Nun ist auch für jeden Außenstehenden sichtbar, dass die Entwicklung des Kindes nicht den regulären Weg genommen hat.

Was ist passiert?

Durch das Stecken bleiben im Geburtskanal während der Drehbewegung, hat das Kind eine erhöhte Muskelspannung aufgebaut. In den Kopfgelenken ist durch den erhöhten Druck eine Blockade entstanden, die Gelenkflächen haben sich gegeneinander verkeilt. Aufgrund des erhöhten Stress Pegel war das Kind hinterher nicht in der Lage seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und diese Blockade selbst zu lösen. Die Blockade führt dazu, dass die Kopfdrehung in eine Richtung eingeschränkt ist. Durch die entstehende Abflachung des Hinterkopfes verschiebt sich das Hinterhauptsbein (Os occipitale) in seiner Position. Eine Verschiebung dieses Knochens hat häufig eine Reizung mehrerer Hirnnerven zur Folge, die an diesem Knochen Austrittsstellen haben.

So ist der X. Hirnnerv (N. vagus) für die Verdauung zuständig, der XI. Hirnnerv kann bei Reizung einen muskulären Schiefhals entstehen lassen, und der XII. Hirnnerv kann bei Reizung zu Saug Problemen führen. Mit der Verschiebung des Hinterhauptsbeines entsteht auch eine Verschiebung der Halswirbelsäule, was wiederum zusätzlich Nervenreizungen zur Folge hat, die über das Zwerchfell Einfluss auf die Verdauungsorgane haben. Das Hinterhauptsbein ist noch in vier Anteilen vorhanden und würde demzufolge in einer solchen Fehlstellung zusammenwachsen, wenn es nicht behandelt wird. Eine Fehlstellung des Hinterhauptsbeines führt zur Fehlstellung der Schädelbasis, die wiederum den Gaumen und die Saug Bewegung beeinflusst. Eine Blockade in diesem Bereich führt zu Schwierigkeiten beim Stillen, was bedeutet, dass das Kind sich nicht über das Saugen selbst regulieren kann. Weniger Nahrungsaufnahme bedeutet noch weniger Kraft. Ein negativer Kreislauf ist entstanden.

Sollten Sie weitere Fragen zur Kinder- und Baby Osteopathie haben, wenden Sie sich bitte an mich!

Autor: Heilpraktiker Alexander Spies

Ich weise darauf hin, dass in der Benennung der aufgeführten Erkrankungen selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Anwendungsgebiete der Osteopathie beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen der Therapierichtungen selbst. Es existieren kaum relevante gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, das heißt Evidenz basierte Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit der Osteopathie bei Babies eindeutig belegen.

Einige der aufgeführten Erkrankungen bedürfen einer schul medizinischen Abklärung, oder werden begleitend zur ärztlichen Intervention in der Naturheilpraxis behandelt.

Ihr behandelnder Therapeut wird Sie beraten, ob die Behandlung Ihrer Erkrankung als alleinige Therapie der Naturheilkunde, bzw. begleitend zur ärztlichen Intervention sinnvoll ist, oder der sofortigen Abklärung eines Facharzt bedarf.

Kraniosakrale Osteopathie München

Das kraniosakrale System des Körpers besteht aus der Wirbelsäule, dem Kreuzbein, den Schädelknochen und den Hirnhäuten sowie der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Dieser Liquor wird im Gehirn produziert und schützt das Gehirn, das Rückenmark und die an den einzelnen Wirbelsegmenten austretenden Nerven.

In der Osteopathie geht man davon aus, dass der Liquor in einem bestimmten Rhythmus – ca. 6-12 Mal pro Minute – als eine Art Welle vom Schädel bis zum Kreuzbein verläuft. Liegen Veränderungen dieser Strömung vor oder sind Verschiebungen der Schädelplatten tastbar, kommt es zu einer Veränderung dieses Rhythmus, der Einfluss auf das Wohlbefinden und auch auf die körperlichen Funktionen haben kann.

Auch die Schädelplatten sind nach dem osteopathischen Grundgedanken nicht absolut fest verwachsen, sondern können sich durch eine hauchfeine knorpelige Schicht gegeneinander bewegen. Verschieben sich diese Platten z.B. durch Traumen, wie Stürze, Schläge oder Unfälle, können sich die Druckverhältnisse im Schädel verändern . Das Gehirn ist die oberste Schaltzentrale von dem aus alle Stoffwechselvorgänge des Körpers geregelt werden, ein System, das bereits auf winzigste Störungen extrem empfindsam reagieren kann.

Die kraniosakrale Therapie fügt sich aufgrund der sanften Behandlungsmethode und der ganzheitlichen Wirkung harmonisch in den Fachbereich der Osteopathie. Sie beruht auf den zwei Grundannahmen: Zum einen sollen die Schädelplatten nicht fest zusammengewachsen sein und sich verschieben lassen. Zum anderen muss der Liquor, der das Hirn, die und das Rückenmark mit den Nerven umgibt, uneingeschränkt fließen können. So können Verspannungen von Muskeln, Hirnhäuten und Faszien dieses System belasten und folglich Auslöser für vielfältige Beschwerden sein.

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