Wann fällt nabel ab

Inhalte

Die richtige Nabelpflege bei Neugeborenen

Wann fällt der Nabelschnurstummel ab?

Die Hebamme oder eine Ärztin klemmt die Nabelschnur mit einer Plastikklemme oder mit einem Faden nach der Geburt ab, um ein Nachbluten zu verhindern. Der letzte Rest der Nabelschnur fällt bei den meisten Babys innerhalb der ersten zehn Tage ab. Bei manchen Babys dauert es sogar nur drei Tage, bis es soweit ist. Es ist aber auch völlig normal, wenn der Nabel erst nach zwölf bis 14 Tagen vollständig abgeheilt ist.

Was muss ich bei der Nabelpflege beachten?

Der Bauchnabel des Babys muss wie andere Wunden auch täglich versorgt werden, damit alles gut abheilt. Manchmal übernimmt die Hebamme die Nabelpflege, doch auch Eltern sollten sich mit der Pflege auskennen damit sich der Nabel nicht entzündet.
Für die Nabelpflege gibt es im allgemeinen zwei verbreitete Methoden: die geschlossene und die offene Nabelpflege. Bei der offenen Nabelpflege achtet man darauf, dass möglichst viel frische Luft an den Nabel kommt. Wichtig ist hier, dass der Nabel von der Windel nicht bedeckt wird. Am besten faltet ihr den oberen Rand der Windel dafür nach innen. Bei der geschlossenen Variante wird eine sterile Nabelkompresse angelegt. Die hält trocken, verhindert dass etwas an der Wunde schubbert und bringt Abstand zwischen Klemme und Haut. Die Kompresse wird täglich bei der Pflege gewechselt damit sie immer trocken bleibt.

  • Bevor du mit der täglichen Nabelpflege bei deinem Baby beginnst solltest du dir gründlich die Hände waschen.
  • Das Wichtigste bei der Nabelpflege ist, den Babynabel immer trocken und sauber zu halten. Wenn der Nabel über längere Zeit schmiert und Wundsekret austritt das nicht regelmäßig entfernt wird, kann es zu Entzündungen kommen.
  • Zum Reinigen genügt eine 0,9-prozentige Kochsalzlösung. Das ist im Prinzip Wasser und gleicht dem Salzgehalt im Blut. Der Vorteil ist, dass die Lösung nicht brennt wenn sie die Wunde berührt und das Baby sich das Säubern so eher gefallen lässt.
  • Befeuchte einen sterilen Gazélappen (gibt es in der Apotheke) oder ein steriles Wattestäbchen mit der Kochsalzlösung. Damit entfernst du jetzt vorsichtig eingetrocknetes Wundsekret, das sich um den Nabel gesammelt hat.
  • Wenn du dich für die geschlossene Variante der Nabelpflege entschieden hast, legst du jetzt noch eine Kompresse an und danach die neue Windel. Bei der offenen Variante schlägst du die Windel einmal um, damit sie den Nabel nicht berührt.
  • Wichtig: Berühre den Nabel so wenig wie möglich mit den Fingern.
  • Mit dem ersten Babybad solltest du warten bis der Nabel abgefallen ist. Die Schleimhäute des Babys sollten nicht mit Bakterien vom Nabelstummel in Berührung kommen.

Braucht der Babynabel außerdem besondere Pflege?

Nein. Bis der Nabelstummel abgefallen und der Nabel verheilt ist, solltest du ihn bei der geschlossenen und der offenen Variante möglichst in Ruhe lassen. Bitte keinen Puder, Öle oder Cremes benutzen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zudem, dass die Reinigung des Nabels nur mit Wasser und unter Umständen einer milden Seife erfolgen sollte. Einige Hebammen empfehlen trotzdem manchmal Puder, was den Prozess des Abfallen des Nabelstummels beschleunigen kann, manchmal aber auch dazu führen kann, dass die Wunde häufiger nachblutet.

Tut der Nabelschnurstummel dem Baby weh?

Die Antwort ist Nein, das Baby hat hier keine Schmerzen, denn der Nabelschnurstummel enthält keine Nerven. Von daher kann er dem Neugeborenen nicht weh tun. Einige Babys fangen trotzdem an zu weinen bei der Nabelpflege, wahrscheinlich weil es doch ein unangenehmes und für das Kleine natürlich ungewohntes Gefühl ist und vielleicht auch weil es manchmal an der verheilenden Wunde etwas ziept.

Wann muss ich zum Arzt?

  • Bei Anzeichen für eine Nabelentzündung solltest du unbedingt den Arzt aufsuchen. Das erkennst du an geröteter Haut rund um den Babynabel, an einem blutigen oder eitrigen Nabel. Oft kommt auch noch Fieber dazu, das durch die Entzündung ausgelöst wird.
  • Bei Anzeichen für einen Nabelbruch solltest du ebenfalls so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Einen Nabelbruch erkennst du daran, dass der Nabel vorgewölbt ist.
  • Bei komplizierten Nabelgranulomen solltest du ebenfalls einen Arzt aufsuchen.

Was ist ein Nabelgranulom?

Im Volksmund wird ein Nabelgranulom auch „wildes Fleisch“ genannt. Diese knotenartigen Gewebebildungen entstehen in der Regel, wenn der Nabel sich entzündet hat. Hebammen behandeln die Nabelgranulome oft sehr erfolgreich mit rein homöopathischen Mitteln. Sollte die Wucherung auch mit diesen Methoden nicht abheilen, kann der Arzt das Gewebe mit einem Silbernitratstift verätzen.

Was mache ich, wenn der Rest der Nabelschnur abgefallen ist?

Auch wenn der Nabelschnurstummel abgefallen ist, kann der Nabel noch etwas schmieren. Die Flüssigkeit ist Wundsekret, das auch blutig sein kann. Meist ist dies aber harmlos und kann ebenfalls mit einem Gazétuch und der Kochsalzlösung trocken gepflegt werden. Wenn du eine Hebamme zur Nachsorge hast, wird sie den Nabel des Babys regelmäßig kontrollieren und eventuell auch mit homöopatischen Mitteln zusätzlich behandeln, sollte das nötig sein.

Wie pflege ich den verheilten Babynabel?

Auch jetzt noch solltest du darauf achten, dass der Nabel nach dem Baden immer schön trocken ist. Dazu kannst du ihn mit den Fingern auch vorsichtig spreizen. Bei einem feuchten Nabel können sich Keime bilden, darum ist es wichtig ihn trocken und sauber zu halten. Ansonsten ist keine zusätzliche Pflege nötig.

Wie ihr außerdem die Ohren und die Nase eures Babys richtig pflegt, dazu findet ihr in diesem Artikel einige wertvolle Tipps.

Bild: Luma Pimentel on Unsplash; istock

Nabelschnur-Pflege

Wofür ist die Nabelschnur da?

Vor der Geburt ist die Nabelschnur die Lebensader Ihres Babys. Nach der Geburt wird die Nabelschnur abgeklemmt und durchtrennt. Das tut weder Mutter noch Kind weh. Übrig bleibt ein zwei bis drei Zentimeter langer Rest der Nabelschnur. Das Abnabeln geschieht entweder direkt nach der Geburt oder wenn die Nabelschnur nicht mehr pulsiert; Das ist Teil einer natürlichen und physiologischen dritten Stufe der Geburt – auf diese Weise kann noch Blut der Plazenta zum Baby fließen.

Wie lange hat mein Baby noch den Rest Nabelschnur?

Irgendwann zwischen dem fünften und fünfzehnten Tag nach der Geburt trocknet der Rest Nabelschnur, verfärbt sich schwarz und fällt ab. Dann hinterlässt er eine kleine Wunde, die ein paar Tage braucht, um zu heilen.

Muss der Rest Nabelschnur besonders gepflegt werden?

Sie sollten ihn trocken und sauber halten, damit keine Infektionen entstehen. Bakterien, die sich immer auf unserer Haut befinden, die in diesem Fall aber schädlich sind, könnten die Nabelschnur hinauf wandern und eine Infektion hervorrufen. In Entwicklungsländern, in denen es an Hygiene mangelt, ist es an der Tagesordnung, dass infektiöse Nabelschnurstümpfe zu Tetanus führen. Das ist für die Neugeborenen sehr gefährlich.
Waschen Sie sich also immer die Hände, bevor Sie den Rest Nabelschnur Ihres Kindes anfassen – ebenso vor und nach dem Wickeln und jeder anderen Pflege. Achten Sie darauf, dass weder Urin noch Stuhlgang Ihres Kindes auf die Nabelschnur gerät: Falten Sie die Windel immer in Richtung weg von der Nabelschnur und lassen Sie Luft daran.
Falls doch einmal Ausscheidungen an die Nabelschnur geraten, waschen Sie alles gut ab, und benutzen Sie am besten nur Wasser. Sollte das nicht reichen, können Sie nach Rücksprache mit der Hebamme und je nach dem Heilungszustand des Nabelschnurrestes eine milde Seife benutzen. Denn der Stuhlgang Ihres Kindes hat einen hohen Fettanteil und kann deshalb allein mit Wasser schwer zu entfernen sein. Viele Hebammen empfehlen dafür Muttermilch oder Calendulaessenz zu verwenden.
Sie können Ihr neugeborenes Baby schon baden, während Sie noch darauf warten, dass der Rest Nabelschnur abfällt und die Wunde heilt. Viele Eltern und Kinder haben am Baden großen Spaß. Dennoch braucht Ihr Kind das tägliche Bad nicht unbedingt, um sauber zu bleiben. Wichtig ist, dass Sie offensichtlichen Schmutz entfernen – ansonsten sind Babys in diesem Alter sauber genug.
Außerdem ist besonders wichtig, dass Ihrem Kind nicht kalt wird! Fachleute empfehlen deshalb, mit dem Baden zu warten, bis sich die Körpertemperatur Ihres Babys nach der Geburt stabilisiert hat. Warten Sie – falls möglich – mindestens bis zu sechs Stunden nach der Geburt. Und achten Sie darauf, dass der Raum warm ist. Trocknen Sie Ihr Kind sofort ab und hüllen Sie es danach gut ein, damit die Körpertemperatur stabil bleibt.
Nachdem der Rest Nabelschnur abgefallen ist, dauert es normalerweise sieben bis zehn Tage, bis die Wunde vollständig verheilt ist. Wenn der Rest abfällt, entdecken Sie vielleicht ein bisschen Blut in der Windel. Das ist normal. Wenn der Nabel etwas länger braucht, um zu heilen, finden Sie möglicherweise klumpige Stücken – eine Art Bindegewebe – in der Wunde. Sie sind kein Grund zur Sorge und verschwinden bald wieder. Ihre Hebamme wird sich den Nabel Ihres Kindes auch bei jedem Besuch ansehen.
Früher wurde der Rest Nabelschnur mit antiseptischen Tüchern oder Puder behandelt. Der Gebrauch von Antiseptika oder Antibiotika ist in weniger entwickelten Ländern, in denen Infektionen der Nabelschnur noch zum Tod der Babys führen, unentbehrlich. Aber in den meisten westlichen Ländern, in denen die hygienischen Standards hoch sind, ist dies nicht mehr notwendig.

Laut Studienergebnissen wird der Heilungsprozess durch Antiseptika nicht gefördert. Es hilft genauso, einfach die Nabelschnur gut zu reinigen. Die Ausnahme bilden frühgeborene oder kranke Babys. Mit Antiseptika dauert es übrigens auch länger, bis der Rest Nabelschnur abfällt. Dann kann schon mal eine beunruhigte Mutter zum Arzt gehen, weil sie glaubt, etwas sei nicht in Ordnung.

Woran erkenne ich eine Infektion am Nabel?

Gehen Sie mit ihrem Kind zum Arzt, wenn:

  • Ihr Baby Fieber bekommt, lethargisch wird oder krank wirkt.
  • Der Nabel und die Umgebung des Nabels geschwollen und rot sind.
  • Der Rest Nabelschnur geschwollen ist oder schlecht riecht.

Es ist normal, dass der Nabel, wenn er trocknet, abfällt und heilt, ein bisschen „schmutzig“ aussieht. Manchmal sieht es fast so aus, als ob sich Eiter bildet. Und manchmal riecht er auch schlecht, ohne dass es zu einer Infektion gekommen ist. Bitten Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt, den Nabel Ihres Kindes zu untersuchen, wenn Sie glauben, dass er nicht normal aussieht oder wenn er anfängt zu riechen.

Sicherlich ist die Pflege des Nabelschnurrestes deines Kindes zunächst einer der Punkte, die dir Sorgen bereiten. Aber ich versichere dir: Mit der folgenden Anleitung wirst du die Angst vor der Reinigung und Pflege des letzten Restes der Nabelschnur deines Kindes ganz schnell beiseitelegen.

Welche Arten der Nabelpflege gibt es?

1. Die Natürliche Nabelpflege
Der Nabelschnurrest deines Kindes heilt ohne jegliche Maßnahmen ab. Er wird weder mit einem Tupfer oder Verband abgedeckt, noch desinfiziert oder gepudert. Die Absonderungen, die während der natürlichen Mumifizierung des Restes der Nabelschnur deines Babys auftreten können, werden mit einem Wattestäbchen oder Papiertuch und klarem Wasser entfernt.
2. Die Abdeckende Nabelpflege
Bei dieser Variante heilt der Nabelschnurrest unterhalb der Windel deines Babys ab. Dabei solltest du den zunehmend harten „Rest“ mit einer Kompresse oder einem Tupfer umwickeln und diesen am besten mit einem Schlauchverband fixieren. Wichtig ist, dass die Windel darüber nur locker geschlossen wird, um einen unnötigen Druck und somit auch Verletzungen zu vermeiden.
3. Die Offene Nabelpflege (wird allgemein empfohlen)
Der Nabel heilt offen, d.h. oberhalb der Windel ab. Am besten funktioniert dies, wenn die Windel ein wenig nach innen oder außen eingeschlagen wird. Du kannst bei dieser Variante ebenfalls den Nabelschnurrest mit einer Kompresse/Tupfer umwickeln, um Druckstellen zu vermeiden.

Womit kannst du den Nabelschnurrest pflegen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man den Nabel seines Kindes pflegen kann. Auch unter uns Hebammen herrscht zu diesem Thema keine einheitliche Meinung. Jede Hebamme handhabt die Nabelpflege etwas anders. Suche dir am besten aus den folgenden Beispielen die für dich passende Variante heraus. Wichtig ist aber immer, dass du deine Hände vorab gründlich mit Wasser und Seife reinigst, sodass keine Keime in den sensiblen Nabelbereich deines Kindes gelangen können.

1. Reinigung mit Muttermilch
Wann?
Wenn der Nabel normal abheilt oder bei einem „schmierenden“ Nabel.
Wie wird es angewendet?
Mehrmals täglich einige Tropfen auf den Nabelgrund träufeln.

2. Reinigung mit steriler Kochsalzlösung
Wann?
Wenn der Nabel normal abheilt oder ebenfalls bei einem „schmierenden“ Nabel.
Wie wird es angewendet?
Die Ränder des Nabels können mit einem getränkten Wattestäbchen gereinigt werden.

3. Reinigung mit Wecesin-Streupulver
Wecesin-Streupulver wirkt entzündungshemmend und heilungsfördernd, ABER nicht desinfizierend. Es bewirkt nachweislich ein schnelleres Abfallen des Nabelschnurrestes.

Wie wird es angewendet?
Ein bis mehrmals täglich etwas Pulver auf die „Nabelwunde“ streuen. Pulverreste und Absonderungen sollten vorher mit sterilem Kochsalz entfernt werden.

4. Reinigung mit Calendula-Essence
Calendula wirkt reinigend, pflegend und beugt Entzündungen vor. Alternativ kann auch Rose-Teebaum-Essence verwendet werden.

Wie wird es angewendet?
Ein paar Tropfen der Essence auf ein Wattestäbchen geben und ringsherum um den Nabel im Nabelgrund auftragen. Alternativ kannst du auch direkt auf den Nabelgrund einen Tropfen geben.

5. Reinigung mit Alkohol (Octenisept Wund-Desinfektion)
Wann?
Alkohol kann bei einem entzündeten Nabel angewendet werden.
Octenisept wirkt austrocknend und reduziert somit die Keimbesiedlung.
Wie wird es angewendet?
Die Flüssigkeit auf ein Wattestäbchen auftragen und damit den
Nabelgrund säubern.
Achtung! Octenisept kann Hautreizungen rund um den Nabel verursachen

Wie lange dauert es, bis der Nabelschnurrest bei deinem Kind abfällt?

Das Abfallen des Nabelschnurrestes bei Neugeborenen ist sehr individuell. Der Zeitpunkt liegt in der Regel zwischen dem 5. und dem 15. Tag. In seltenen Fällen kann der Nabelschnurrest aber auch deutlich länger benötigen, z.B. wenn dein Baby nach der Geburt eine Behandlung mit Antibiotikum erhalten hat.

Ich habe dir im folgenden Beispiel exemplarisch zusammengefasst, wie der Prozess der Nabelheilung ablaufen kann:

2. Tag: Der Rest der Nabelschnur deines Babys ist gut eingetrocknet. Auf der Wochenbettstation wird man dann die Nabelklemme entfernen.
4. Tag: Der Nabelschnurrest hat sich etwas in den Hautnabel gezogen. Es kann sein, dass der Nabelgrund leicht nässt.
6. Tag: Der Rest ist abgefallen. Bitte erschrecke nicht, wenn eine leichte Schmierblutung dabei auftritt. Dies kann vorkommen und ist völlig normal.
7.-11. Tag: Du wirst mehrmals kleine bräunliche Absonderungen außen am Nabel feststellen.
12. Tag: Der Nabel deines Kindes hat sich geschlossen und es treten keine weiteren Absonderungen mehr auf.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man den Nabel seines Kindes pflegen kann. Auch unter uns Hebammen herrscht zu diesem Thema keine einheitliche Meinung. Jede Hebamme handhabt die Nabelpflege etwas anders. Suche dir am besten aus den folgenden Beispielen die für dich passende Variante heraus. Wichtig ist aber immer, dass du deine Hände vorab gründlich mit Wasser und Seife reinigst, sodass keine Keime in den sensiblen Nabelbereich deines Kindes gelangen können.

Was kann ich tun, wenn der Nabel meines Kindes „schmierig“ aussieht?
Ich behandel in diesen Fällen den Nabelgrund zuerst mit Kochsalz, Calendula Essence oder Ocentisept, je nachdem wie verschmiert der Nabel/-grund bereits aussieht.

Dabei gebe ich dieses auf ein Wattestäbchen und reinige den Nabelgrund zunächst gründlich. Du brauchst keine Angst haben, dass dies deinem Baby wehtun könnte. Im Nabelschnurrest befinden sich keinerlei Nerven, die bei deinem Kind Schmerzen verursachen könnten.

Im Anschluss trage ich rund um den Nabel im Nabelgrund Wecesin-Streupulver auf. Die Reinigung und Pulveranwendung empfehle ich täglich zu wiederholen.

Wenn der Nabel deines Kindes nach 24 Stunden nicht deutlich besser aussieht, dein Kind dir verändert vorkommt oder anfängt Symptome zu entwickeln, empfehle ich dir umgehend einen Kinderarzt aufzusuchen oder in eine Kinderklinik zu gehen.
Symptome können u.a. Fieber bzw. Untertemperatur, apathisches Auftreten sein oder wenn dein Kind sich kaum oder nicht zu den Mahlzeiten wecken lässt.

Die Nabelschnur

Die Nabelschnur, durch die Ihr Kind während der Schwangerschaft mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wurde, lässt man normalerweise nach der Geburt noch auspulsieren. Dann wird sie mit einer Wundklemme abgeklemmt und der verbleibende Rest aseptisch durchtrennt, um die Blutung zu stoppen. Dieses Abnabeln hat einen hohen symbolischen Wert, weshalb oft den jungen Vätern angeboten wird, die Schere anzusetzen. Der Schnitt tut dem Kind nicht weh.

Wenn Sie Stammzellen aus dem Nabelschnurblut Ihres Kindes einer öffentlichen Nabelschnurblutbank spenden wollen oder es in einer privaten Nabelschnurblutbank einlagern wollen, sollten Sie das bereits vor der Geburt mit dem geburtshilflichen Team besprochen haben.

Die Blutgefässe, die durch die Nabelschnur führen (zwei Arterien und eine Vene) schliessen sich sehr schnell. Bereits nach wenigen Tagen kann die Klemme entfernt werden. Der Nabelschnurrest trocknet aus, da er nicht mehr mit Blut versorgt wird, und nach etwa einer Woche fällt er von selbst ab. Wir geben Ihnen Tipps zur Pflege des Nabelstumpfs. Eine Woche nach der Geburt können Sie auch ohne weiteres Ihrem Baby das erste Vollbad geben.

Selten kann bei Säuglingen ein Nabelbruch oder eine Schwellung des Nabels und der Nabelregion auftreten, die Sie sehen und ertasten können. Sie wird nach einiger Zeit abklingen und ausheilen. Wenn Sie jedoch besorgt sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder Ihrer Mütterberaterin darüber.

Wissen

Werden Neugeborene zu früh abgenabelt?

Letzte Aktualisierung : 04-11-19, BH

unsortiert

Der Nabel zeigt uns ein Leben lang die vormals bestehende Verbindung zur Mutter, daher ist genau dieser – scheinbar oft so empfindliche – Teil des Körpers für fast jede Frau in den ersten Tagen besonders wichtig.

Beinahe jede Mutter beschäftigt sich auf die eine oder andere Weise sehr intensiv mit der richtigen Nabelpflege.

Wann fällt der Nabelschnurrest bei einem Neugeborenen ab?

Bei jedem Kind dauert das Abfallen des Nabelschnurrestes unterschiedlich lange. Häufig fällt der Nabelschnurrest in etwa zwischen dem 5. und 9. Tag nach der Geburt ab, manchmal jedoch auch erst zwischen dem 10. Und 15. Tag.
Selten kommt es vor, dass der Nabelschnurrest auch erst viel später (nach 3 Wochen) abfällt, an und für sich bedarf es aber auch dann keiner speziellen Behandlung.

Es gibt keine Normen, keine bestimmte Zeit, in der der Nabelschnurrest abfallen muss.
Um das Eintrocknen/das Abfallen des Nabelschnurrestes zu beschleunigen, kann man auch, so der Nabel nicht gerötet ist oder eitert, einmal täglich ein wenig Staubzucker auf den Nabelschnurrest auftragen (die darin enthaltene Glucose fördert den Abheilungsprozess).

Verschiedene Arten der Nabelpflege:

Es gibt verschiedene Arten den Nabel zu pflegen. Verschiedene Studien darüber haben keine eindeutigen Vorzüge der unterschiedlichen Pflegearten erhoben.

Offene oder abdeckende Pflege:

Bei der offenen Nabelpflege sollte man darauf achten, dass möglichst viel frische Luft an den Nabel kommt. Dementsprechend kann man auch die Windeln so umschlagen, dass die Klemme und die Wunde nicht bedeckt sind. Hierbei muss man darauf aufpassen, dass der Windelrand nicht am Nabelstumpf reibt (das kann manchmal schwierig sein).

Bei der geschlossenen Variante wird eine luftdurchlässige, sterile Nabelkompresse auf/um den Nabelschnurrest gelegt. Dadurch wird der Nabel einerseits trocken gehalten, andererseits kann man dadurch einen Abstand zwischen Klemme und Haut bringen. (Die Klemme kann dann nicht an der Haut scheuern.)

Natürliche Nabelpflege:

Der Nabelschnurrest wird nicht behandelt (weder abgedeckt, noch gepudert, o.ä.)

Hin und wieder kann der Nabel zu riechen beginnen (bevor er dann meist am nächsten Tag abfällt), das ist kein Grund zur Sorge, wenn keine Infektionszeichen (Rötung der Nabelumgebung) vorhanden sind.

Reinigung:

Zur Reinigung der Nabelpflege gibt es keine „Normen“. Viele Hebammen haben dahingehend unterschiedliche Meinungen. Es überwiegt aber deutlich die Meinung, dass eine möglichst gute Luftzufuhr gegeben sein soll, um die Heilung zu beschleunigen, wobei darauf zu achten ist, dass der Nabel nicht nass wird.

Sollte er doch einmal nass werden (z.B. durch Urin), tupft man ihn vorsichtig trocken. Es ist schon wichtig, auf eine regelmäßige Reinigung zu achten, jedoch muss er nicht bei jedem Wickeln mit Wasser gesäubert werden. (An sich reicht es, einmal täglich mit etwas lauwarmem, abgekochtem Wasser und einem damit befeuchteten Wattebausch/Wattestäbchen zu reinigen).

Säuberung des Nabelstumpfes- verschiedene Möglichkeiten:
  • warmes, abgekochtes Wasser: Wattebausch oder Wattestäbchen darin eintunken und vorsichtig, einmal tgl. reinigen, anschließend gut trocken tupfen (geht auch am besten mit einem Wattestäbchen)
  • Calendula-Essenz: wird empfohlen, weil sie gut reinigt und Entzündungen vorbeugt. Man soll mit ihr einen Wattebausch oder ein Wattestäbchen tränken und vorsichtig abtupfen.
  • Octenisept: wird eigentlich fast immer von der Klinik verschrieben; desinfiziert Haut und Schleimhäute bei kleineren Verletzungen und Wunden wie z.B. Schnittwunden, Hautrissen, Schürfungen oder kleinflächigen leichten Verbrennungen (Verbrennungen 1. Grades). Octenisept ist optimal für die Nabelpflege beim Neugeborenen. Anwendung: einmal pro Tag ist ausreichend.
  • Rose-Teebaum-Hydrolat: insbesondere bei übel riechenden Nabeln. Es empfiehlt sich jedoch, das Hydrolat zur Hälfte mit Calendula-Essenz zu vermischen. Für eine generelle, also regelmäßige, Pflege empfiehlt es sich jedoch eher nicht, da es für die empfindliche Haut um den Nabel zu stark zu sein scheint. Außerdem sollte man (generell mit ätherischen Ölen) sehr sparsam umgehen. Ein Tropfen ist ausreichend.
  • Muttermilch: Viele Hebammen und Mütter träufeln Muttermilch auf den Nabel, dies gilt als altbewährte Methode und soll die Abheilung fördern. Auch ein Nabel der nach dem Abfallen des Nabelschnurrestes schmiert, kann mit einigen Tropfen Muttermilch behandelt werden.
  • Bei einem geröteten oder schmierenden Nabel kann außerdem Wecesin Puder verwendet werden. Es wirkt sowohl wundheilungsfördernd als auch entzündungshemmend. Es kann beim Neugeborenen 3x täglich dünn auf die betroffene Stelle aufgestreut werden.
  • (Manchmal/selten verordnen Ärzte auch noch – automatisch – antibiotisches Puder, welches an sich, bei einem nicht infizierten Nabelschnurrest nicht notwendig ist.)

Stichwort Nabelpflege

Nach dem Abnabeln wird der Rest der Nabelschnur heute mit einer Klemme versorgt. Meist fällt der Nabelrest zwischen dem dritten und achten Tag ab.

Hier die wichtigsten Hinweise für eine sorgfältige Nabelpflege vor allem in den ersten 14 Tagen nach der Geburt:

  • Waschen Sie sich vor jeder Nabelpflege gründlich die Hände.
  • Reinigen Sie den Nabel einmal täglich mit abgekochtem, handwarmem Wasser und tupfen Sie ihn anschließend mit einer sauberen Mullwindel trocken. Nicht reiben!
  • Achten Sie beim Wickeln darauf, dass die Windel unterhalb des Nabels anliegt, damit er trocken bleibt. Außerdem vermeiden Sie so, dass die Windel über den Nabel reibt.
  • Falls am Nabelschnurrest noch eine Nabelklemme vorhanden ist, sollten Sie diese mit einer Kompresse abpolstern, damit keine Druckstellen entstehen.
  • Wenn keine Entzündungszeichen da sind, können Sie Ihr Kind auch baden, bevor der Nabel abgeheilt ist. Allerdings reicht Waschen mit dem Waschlappen völlig.
  • Wenn sich Rötungen zeigen, Flüssigkeit austritt oder sich unklare Schwellungen zeigen, sollten Sie die Hebamme informieren oder die kinderärztliche Praxis aufsuchen.

Es gibt wenige Dinge an einem Neugeborenen, das den Eltern so viel Angst macht wie der Nabel. Dafür gibt es allerdings keinen Grund, da man als Eltern nichts an dem Nabel machen muss, wenn man eine Nachsorgehebamme hat. Diese wird bei Ihren Hausbesuchen immer den Nabel kontrollieren und versorgen.

Inhalt

Was ist die Nabelschnur?

Die Nabelschnur ist die Verbindung von der Mutter zum Kind und wird darüber mit allen Lebenswichtigen Dingen, wie zum Beispiel Sauerstoff, Nährstoffe… versorgt. Sie ist im Durchschnitt 50 – 60 cm lang und 1,5 – 2 cm dick und von prall-elastischer Konsistenz. In der Nabelschnur verlaufen 3 Nabelschnurgefäße, wobei davon 2 Nabelarterien sind und 1 Nabelvene. Diese sind durch eine gallertartige Schutzschicht umgeben. Durch den spiraligen Verlauf (ähnlich wie bei einem Telefonhörerekabel) besitzt sie eine hohe Dehnungsfähigkeit. Nach der Geburt wird die Hebamme ca. 2 cm vom Bauch des Kindes entfernt an der Nabelschnur eine Plastikklemme setzen. Danach kann die Nabelschnur durchgeschnitten werden.

Wann fällt der Nabelschnurstumpf ab?

Man kann in den Nabelschnurgefäßen oft noch Blutreste erkennen. Es erfolgt aber kein neuer Blutstrom mehr. Das führt dazu, dass das Nabelschnurgewebe abstirbt, austrocknet und sich zersetzt (Mumifikation), und schließlich abfällt. Hier hat jedes Kind sein eigenes Tempo, meist fällt der Nabelschnurrest nach 5-9 Tagen ab. Aber auch ein früheres oder späteres Abfallen ist als normal anzusehen. Ist der Nabelschnurrest abgefallen, ist die Nabelwunde meistens hügelig vorgewölbt. Dies hat aber nichts mit einen Nabelbruch zu tun.

Die Wunde ist bis zur endgültigen Verheilung feucht und nässt (Das Nässen schaut gelblich aus und wird fälschlicher Weise von Eltern mit Eiter verwechselt) mehr oder weniger stark, mit abnehmender Tendenz. In den ersten Tagen, nachdem der Nabelschnurrest abgefallen ist, können vereinzelt Tropfen von frischen oder eingetrockneten Blut vorkommen.

Was ist Nabelpflege?

Jede Hebamme hat eine etwas andere Art Nabelpflege auszuüben. Aus Studien lassen sich keine eindeutigen Vorzüge der einen oder anderen Pflegemethode sehen. Oft sind die Empfehlungen vielfältig und führen zum gleichen Ziel. Manche Hebammen halten den Nabel nur sauber, andere geben Muttermilch drauf oder ein Streupuder. Es gibt verschiedene Puder, es sollten aber keine Puder mit Antibiotikaanteil benutzt werden. Dies ist höchst allergiegefährdend.

Der Nabel kann offen oder mit einem Tupfer umwickelt abheilen. Manche Eltern wünschen den Nabel zu umwickeln, da sie wirklich Angst davor haben. Wird die Windel unterhalb vom Nabelschnurrest verschlossen, muss darauf geachtet werden, dass die Windel den Nabelschnurstumpf nicht blutig reibt. Einfacher ist es die Windel locker über dem auch unter der Windel gut abheilenden Nabelschnurrest zu schließen. Manche Hebammen entfernen auch gerne die Plastikklemme ab dem 2. Tag.

Eines muss aber von jedem gemacht werden: Bevor der Nabel angefasst wird, müssen immer die Hände gewaschen werden. In der Klinik sogar desinfiziert, um eine Besiedelung von Fremdkeimen zu vermeiden.

Tut die Nabelpflege dem Kind weh?

Diese Frage brennt allen Eltern unter den Nägeln. Deshalb möchte ich sie, hier an dieser Stelle auch beruhigen. Da sich keine Nerven in der Nabelschnur befinden, spürt das Neugeborene am Nabel auch keine Schmerzen. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn das Baby bei der Nabelversorgung weint. Hier muss sich Ihr Baby über was anderes aufregen.

Nabelpflege beim Baby

Unmittelbar nach der Geburt hilft die Hebamme bei der Nabelpflege

Nach dem Kappen der Nabelschnur beginnt Ihr Baby ein eigenständiges Leben. In den meisten Fällen übernimmt während seiner ersten Lebensstunden die Hebamme die Nabelpflege. Dabei gibt es auch heute noch verschiedene Vorgehensweisen: Manche schwören auf eine Erstversorgung mit antiseptischem Puder oder Kendall Webcol (kleine, mit medizinischem Alkohol getränkte Tüchlein).

Andere Hebammen wiederum reinigen den Nabel mit dem verbliebenen Nabelrest ausschliesslich mit klarem Wasser. Danach wird die Nabelregion sorgfältig abgetupft oder mit warmer Luft vorsichtig trockengepustet. Eine luftdurchlässige Kompresse oder eine spezielle Nabelbinde verhindert, dass Keime an die empfindlichste Stelle ihres Babys gelangen können.

Entweder noch in der Klinik, spätestens jedoch nach Ankunft Ihrer kleinen Familie zu Hause, sind schliesslich Sie allein für die Nabelpflege verantwortlich. Sollten allerdings Fragen auftreten, dürfen Sie sich natürlich auch weiterhin vertrauensvoll an Ihre Hebamme wenden.

Hygienische Grundregeln für einen gesunden Bauchnabel

Damit die Windel nicht an dem Nabelrest samt Klemme scheuert, sollten Sie den oberen Rand der Windel immer ein wenig umschlagen. Der Nabel liegt dann frei und es kommt auch mehr Luft heran. Solange die Nabelregion nicht unangenehm riecht und keine Rötung zu erkennen ist, die auf eine eventuelle Entzündung hindeutet, genügt es vollkommen, bei jedem Windelwechsel die Nabelregion genau anzuschauen und eventuelle Feuchtigkeit mit einem sauberen Tuch abzutupfen.

So banal es auch klingt: Bitte waschen Sie sich immer die Hände, bevor Sie den Nabel Ihres Babys anfassen. Achten Sie darauf, dass weder Urin noch Stuhl an die empfindliche Stelle gelangen. Sollte es während der Nabelpflege doch einmal zu einem Missgeschick kommen und die Region ist verunreinigt, empfiehlt sich das vorsichtige Abtupfen mit ein paar Tropfen Muttermilch oder Calendula-Essenz, einer homöopathischen, entzündungshemmenden Tinktur, die aus Ringelblumen gewonnen wird.

Der Nabelrest ist abgefallen!

Fünf bis zehn Tagen nach der Geburt ist der Nabelrest eingetrocknet und sieht schwarz aus. Schliesslich fällt er von allein ab und hinterlässt eine kleine Wunde. Keine Sorge: Der Nabelstummel enthält keine Nerven, sodass Ihr Baby keinerlei Schmerzen verspürt.

Es ist völlig normal, wenn der Bauchnabel noch einige Tage ein wenig schmiert und geringe Mengen Wundsekret austreten. Die frische Wunde tupfen Sie am besten einmal täglich mit einem Wattestäbchen, welches Sie zuvor in abgekochtem Wasser tränken, vorsichtig ab. Anschliessend bedecken Sie die Nabelregion grosszügig mit einem kleinen Zellstoff-Pad. Sobald nichts mehr nässt, besteht die beste Nabelpflege in sorgsamem Reinigen mit klarem Wasser, beim Baden eventuell unter Zusatz von milder Babyseife, anschliessendem gewissenhaftem Abtrocknen und viel frischer Luft.

Ist der Nabel ihres Babys schliesslich verheilt, sollten Sie ihn weiterhin gut beobachten und von Zeit zu Zeit, am besten nach einem Bad, mit den Fingern vorsichtig ein wenig spreizen, um ihn gut abtrocknen zu können. So haben Keime kaum Chancen, sich überhaupt erst anzusiedeln.

Ein entzündeter Nabel gehört in die Hände eines Arztes!

Eine Entzündung des Nabels tritt vergleichsweise selten auf und ist nicht zwangsläufig auf unzureichende Nabelpflege zurückzuführen. Deshalb sollten Sie sich keinesfalls scheuen, bei folgenden Problemen einen Arzt aufzusuchen:

  • Rötung des Hautbereiches rund um den Nabel
  • unangenehmer Geruch
  • Austritt von Blut oder Eitermengen, die über das normale Wundnässen hinaus gehen
  • der Nabel hat sich vorgewölbt (es könnte sich eventuell um einen Nabelbruch handeln)
  • unklares Fieber

Manchmal entdecken die Eltern auch kleine, blaurot gefärbte Geschwulst am Nabel ihres Kindes. Dabei handelt es sich zumeist um ein Nabelgranulom, was der Kinderarzt schmerzlos entfernt.

Achtung! Bitte kratzen Sie niemals mit dem Fingernagel am Nabel Ihres Babys herum, auch wenn sich eventuell ein wenig Schorf gebildet hat! In die Utensilien zur Nabelpflege gehören ausschliesslich Wasser, weiche Tupfer, nicht fusselnder Zellstoff und weiche Läppchen, die nach Gebrauch bei 90 Grad gewaschen werden können.

In der Zeit, in welcher der Nabel Ihres Babys trocknet, abfällt und ausheilt, sieht er zuweilen ein wenig „schmutzig“ aus. Das ist ganz normal. Sollten Sie unsicher sein, bitten Sie Ihre Hebamme oder den Kinderarzt, sich die Sache ein wenig genauer anzuschauen.

Laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation treten in Europa lediglich bei 0,5 bis einem Prozent aller Neugeborenen Probleme beim Abheilen des Bauchnabels auf. Die Angst vieler Eltern, bei der Nabelpflege etwas falsch zu machen, ist demnach vollkommen unbegründet. Sorgsame Pflege, das Einhalten hygienischer Grundregeln und ein wenig Geduld sind bedeutend hilfreicher als pausenlos ängstliches Nachschauen oder gar Herumfummeln.

Nabelpflege beim Baby

Nabelschnur und Bauchnabel: Wann fällt er ab?

Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und das Ende, das am Bauch des Babys hängt, wird mit einer Klemme oder einen Bändchen verschlossen. Diese verhindern ein Nachbluten aus dem Nabelschnurende und werden oft bereits zwei Tage nach der Geburt entfernt. Bis das Nabelschnurende schließlich vom Bauchnabel beim Baby abgefallen ist, dauert es etwa fünf bis zehn Lebenstage. Die Nabelschnur verbindet während der Schwangerschaft Mutter und Kind. Vom Mutterkuchen (Plazenta) entspringt sie als eine Art fingerdicker Schlauch, der Blutgefäße in sich führt und das Ungeborene mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und „verbrauchtes“ Blut wieder in den Kreislauf der Mutter zurückführt.

Nabelpflege Zuhause

Nach einer fachgerechten Abnabelung empfehlen Ärzte, den Nabelschnurrest beim Baby regelmäßig mit einer 70%igen Alkohollösung zu reinigen. Dies dient dem Schutz vor einer Bakterieninfektion und fördert den Heilungsprozess. In der zweiten Lebenswoche des Babys fällt der bis dahin mumifizierte Nabelschnurrest dann meistens von selber ab. Sind bis dahin keine Komplikationen bezüglich der Heilung entstanden, sollte der Bauchnabel des Babys nun trocken und möglichst offen an der Luft sein. Die Windel sollte den Bauchnabel nicht überdecken. Sie kann gegebenenfalls umgeschlagen werden. Der Bauchnabel des Babys sollte stets trocken und sauber gehalten werden, um ihn vor Infektionen zu schützen. Bei jedem Wickeln sollte er kontrolliert werden. Das Baby kann auch mit Nabelschnurrest gebadet werden.

Welche Mittel werden bei der Bauchnabelpflege beim Baby benutzt?

Die Bauchnabelpflege beim Baby kann mit unterschiedlichen Mitteln erfolgen. Jede Hebamme hat ihr eigenes Rezept und es gibt nicht „das Richtige“, sondern viele Arten, die gut funktionieren. Einige Hebammen benutzen antiseptischen Puder, andere nehmen flüssige Lösungen und viele Mütter weltweit pflegen den Bauchnabel ihres Babys lediglich mit Wasser und Seife. Solange der Bauchnabel unauffällig aussieht, sollte nur so viel Pflege wie nötig erfolgen. In Apotheken sind spezielle Nabelpflegesets erhältlich, die aber prinzipiell nicht nötig sind. Im Wochenbett ohne Betreuung durch eine Hebamme kann ein Nabelpflegeset jedoch hilfreich sein.

Folgende Komplikationen erfordern eine besondere Behandlung bei der Nabelpflege des Babys:

  • Das Nabelgranulom bezeichnet eine Veränderung in der Gewebebildung. Eine meist etwa erbsengroße Gewebswucherung wird von ärztlicher Seite mit Silbernitrat verätzt, manchmal auch operiert.
  • Ein Nabelgangrän ist eine Symptomatik, die bei der Zersetzung des Nabelschnurendes auftreten kann. Als übelriechender Fäulnisprozess sollte er konsequent mit Alkohollösung behandelt werden, damit er heilt.
  • Die Nabelentzündung, die beispielsweise durch ein Gangrän oder eine bakterielle Infektion entsteht, kann unter Umständen zu einer Neugeborenensepsis führen. Oft muss sie mit einer Antibiotikum-Therapie behandelt werden.

Wann Sie den Nabel kontrollieren lassen sollten

  • das Baby bekommt Fieber, wirkt apathisch
  • der Nabel und manchmal auch das Gebiet um den Nabel sind gerötet, blutig oder geschwollen
  • der Nabelschnurrest ist geschwollen und stinkt

Wenn die Bauchnabelpflege beim Baby normal verläuft wird, treten in der Regel nur selten Komplikationen auf. Eltern sollten aufmerksam sein, wenn der Bauchnabel ihres Babys blutig ist. Auch ein roter Nabel oder ein wunder Bauchnabel sollte der Hebamme oder dem Kinderarzt gezeigt werden, um drohende Komplikationen auszuschließen oder abzuwenden. Die Nabelpflege beim Baby bis zu dessen Abheilen ist sehr wichtig, verläuft aber in den allermeisten Fällen unkompliziert.

Die Nabelpflege bei Neugeborenen – worauf muss man achten?

Nabelpflege bei Babys ist wichtig, denn der verheilende Bauchnabel braucht Aufmerksamkeit. In der Regel zeigt Ihnen Ihre Hebamme, wie das genau funktioniert. Aber bis der Nabelschnurrest abfällt, dauert es oft eine Weile. Doch keine Sorge, die Pflege des Nabels ist leichter als gedacht.

Bei der Mehrheit der Babys fällt er innerhalb der ersten zehn Lebenstage ab. Manche Babys verlieren den Rest der Nabelschnur bereits nach zwei bis drei Tagen. Es ist aber auch ganz normal, dass dies erst nach zwölf bis 14 Tagen passiert.

Tut der Nabelschnurstummel meinem Baby weh?

Nein! Ihr Baby hat hier keine Schmerzen, denn der Nabelschnurstummel enthält keine Nerven. Allerdings fangen einige Babys trotzdem zu weinen an bei der Nabelpflege. Das passiert aber aus einem anderen Grund, vermutlich weil das Gefühl für Ihr Baby noch unangenehm ist.

Der Bauchnabel Ihres Babys muss, wie jede andere Wunde auch, täglich versorgt werden, damit er gut abheilt.
Es gibt zwei verbreitete Methoden für die Nabelpflege: Die geschlossene und die offene Nabelpflege. Bei der offenen Nabelpflege sollten Sie darauf achten, dass möglichst viel frische Luft an den Nabel Ihres Babys kommt. Der Nabel darf nicht von der Windel bedeckt werden. Für die geschlossene Variante wird eine sterile Nabelkompresse angelegt. Diese hält trocken und bringt Abstand zwischen Klemme und Haut. Die Nabelkompresse sollte täglich gewechselt werden.
Darüber hinaus gibt es aber noch einige Dinge, die Sie bei der Nabelpflege beachten sollten:

1) Hygiene

Bevor Sie mit der täglichen Nabelpflege bei Ihrem Baby beginnen, sollten Sie sich unbedingt gründlich die Hände waschen.

2) Nabel trocken & sauber halten!

Das Wichtigste bei der Nabelpflege: Halten Sie den Nabel immer trocken und sauber. Sonst kann es passieren, dass der Nabel über längere Zeit schmiert und Wundsekret austritt, was wiederum zu Entzündungen führen kann.

3) Kochsalzlösung

Zum Reinigen können Sie 0,9 % Kochsalzlösung verwenden. Das ist prinzipiell Wasser und gleicht dem Salzgehalt im Blut, deshalb brennt die Lösung auch nicht.

4) Wundsekret entfernen

Befeuchten Sie einen sterilen Gaze Lappen (in der Apotheke erhältlich), oder ein steriles Wattestäbchen mit der Kochsalzlösung und entfernen Sie vorsichtig trockenes Wundsekret, welches sich um den Nabel gesammelt hat.

5) Kompresse anlegen bzw. Windel einschlagen

Wenn Sie sich für die geschlossene Variante der Nabelpflege entschieden haben, können Sie jetzt eine Kompresse anlegen danach eine neue Windel. Bei der offenen Variante hingegen können Sie die Windel einmal umschlagen, damit diese den Nabel nicht berührt.

6) Auf die Finger achten

Berühren Sie den Nabel so wenig wie möglich mit den Fingern.

7) Das erste Babybad

Mit dem ersten Babybad sollten Sie warten, bis der Nabel abgefallen ist, denn die Schleimhäute Ihres Babys sollten nicht mit Bakterien von dem Nabelstummel in Berührung kommen.

Nabel fällt nicht ab

  • Keine Lust auf Sex: Was hilft bei sexueller…

    Kommunikation ist der Schlüssel für ein erfülltes Sexleben. Also: Let’s talk about sex! Mehr…

  • 19. Schwangerschaftswoche (19. SSW)

    Ihr Babybauch ist nicht mehr zu übersehen. Das Kind nutzt den Platz weiterhin für seine Turnübungen. Mehr…

  • Zeugung: Junge oder Mädchen

    Seit jeher versuchen Eltern, das Geschlecht ihres Nachwuchses zu beeinflussen. So kann es klappen. Mehr…

  • 13. Schwangerschaftswoche (13. SSW)

    Das Ende des ersten Trimesters ist erreicht. Schon bald wird Ihre Umwelt Ihre Schwangerschaft an Ihren körperlichen Veränderungen wahrnehmen. Mehr…

  • Auswertungshilfen für Temperaturkurven

    Die eigene Temperaturkurve innerhalb des Zyklus ist einzigartig, trotzdem ist es manchmal hilfreich, Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Anhand der abgebildeten Beispielkurven können… Mehr…

  • 9. Schwangerschaftswoche (9. SSW)

    Auch wenn andere äußerlich noch nichts von Ihrer Schwangerschaft bemerken, werden Sie selbst in der 9. Schwangerschaftswoche wahrscheinlich schon feststellen, dass Ihr Bauch größer… Mehr…

  • 11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

    In der 11. Schwangerschaftswoche sind Schwindel und Ohnmacht keine Seltenheit. In der Regel gibt es aber trotzdem keinen Grund zur Sorge. Mehr…

  • Erste Anzeichen für die Geburt – wann geht…

    Geht es jetzt endlich los oder doch noch nicht? Auf diese Symptome sollten Sie besonders achten, Mehr…

  • 6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)

    In der 6. Schwangerschaftswoche entwickelt sich Ihr Baby rasant weiter und auch Sie bemerken Veränderungen an Ihrem Körper. Mehr…

  • 17. Schwangerschaftswoche (17. SSW)

    Der Tastsinn Ihres Babys ist in der 17. Schwangerschaftswoche schon gut ausgeprägt und über alle Hautregionen verteilt. Mehr…

Über die Nabelschnur wird Ihr Kind vor der Geburt mit allem versorgt, was es zum Leben braucht: Sauerstoff, Nährstoffe und Antiköper. Sobald es auf der Welt ist, wird die Nabelschnur durchtrennt. Um Infektionen zu vermeiden, muss die Nabelwunde bei Säuglingen sorgfältig gepflegt werden.

Die Nabelschnur bei der Geburt

Bei der Geburt macht Ihr Kind seinen ersten Atemzug. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur deckt die Hebamme die Wunde mit Gaze (Baumwollgewebe) ab. Da der Nabelstumpf nicht mehr mit Blut versorgt wird, trocknet er allmählich aus und verfärbt sich schwarz. 5 bis 21 Tage nach der Geburt fällt er schliesslich ab. In dieser Zeit müssen Sie die Nabelwunde sorgfältig pflegen, bis sie ganz verheilt ist. Keine Sorge: Das ist für Sie als Eltern ganz einfach und für Ihr Baby überhaupt nicht schmerzhaft.

Nabelpflege in vier Schritten

Es ist wichtig, den Nabel Ihres Kindes zu pflegen: So können Sie verhindern, dass schädliche Bakterien eindringen und eine Infektion auslösen.

So gehen Sie vor:

  1. Waschen Sie sich immer erst die Hände, bevor Sie den Nabel berühren: Da Ihr Baby noch kaum Antikörper hat, ist es sehr anfällig für Bakterien in seiner Umgebung.
  2. Reinigen Sie den Nabelschnurrest mit einer sterilen Kompresse, die mit isotoner Kochsalzlösung getränkt ist.
  3. Tragen Sie anschliessend Eosin auf, eine antiseptische Lösung, die austrocknend wirkt. Achten Sie darauf, den Nabel mit Hilfe einer Kompresse gut zu trocknen.
  4. Wenn Sie Ihrem Baby wieder Windeln anziehen, haben Sie zwei Möglichkeiten:
  • Sie können den Nabel einfach an der Luft lassen. Achten Sie darauf, dass er ausserhalb der Windel liegt: Schlagen Sie den Bund der Windel einfach unterhalb des Nabels um.
  • Sie können den Nabel auch mit einer Kompresse abdecken, bevor Sie die Windel anziehen; dabei schlagen Sie den Bund ebenfalls um.

So verhindern Sie, dass sich der Nabel an der Windel reibt oder mit Stuhl oder Urin in Kontakt kommt.

Wir empfehlen Ihnen, den Nabelschnurrest ein- bis zweimal täglich zu reinigen, bis er abfällt und die Nabelwunde vollständig verheilt ist. Ziehen Sie nicht an der Nabelschnur, wenn sie sich zu lösen beginnt; sie wird zu gegebener Zeit von selbst abfallen. Wenn der Nabelstumpf abfällt, kann die Nabelwunde etwas bluten oder es können kleine Fleischklümpchen sichtbar sein: Keine Sorge, das ist völlig normal.

Nabelpflege verhindert das Eindringen von schädlichen Bakterien und beugt Infektionen vor.

So erkennen Sie eine Infektion

Die folgenden Zeichen weisen auf eine Infektion hin. Sie können vor dem Abfallen des Nabelschnurrests auftreten oder erst danach:

  • Der Nabelstumpf oder Nabel riecht schlecht oder ist plötzlich geschwollen oder gerötet.
  • Es tritt Eiter aus (schmieriger Belag).

Blutet die Wunde mehrere Tage nach dem Abfallen des Nabelstumpf immer noch, empfiehlt sich ein Arztbesuch.

Informieren Sie sich auch beim Schweizerischen Roten Kreuz: Es bietet verschiedene Kurse an, in denen sich Eltern auf die Geburt eines Kindes vorbereiten können.

Gut zu wissen

Auch nach der Geburt gibt es noch eine Verwendung für die Nabelschnur: Sie können das Blut spenden, das sich darin befindet. Denn Nabelschnurblut, das auch als Plazentablut bezeichnet wird, enthält Stammzellen. Daraus können die wichtigsten Zellen unseres Körpers gebildet werden: rote Blutkörperchen, die Sauerstoff transportieren, weisse Blutkörperchen, die Infektionen bekämpfen, und Blutplättchen, die an der Blutgerinnung beteiligt sind.

Stammzellen werden hauptsächlich zur Behandlung von Blutkrankheiten wie Leukämien, Lymphomen und anderen Krebsarten eingesetzt. Spenden Sie also das Nabelschnurblut: Das kostet Sie nichts und kann Leben retten!

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.