Vogelhaus selber bauen

Vogelhaus bauen: Bauanleitung

In diesem Vogelhäuschen lassen sich Piepmätze gerne kulinarisch verwöhnen! Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung können geschickte Handwerker das Vogelhaus selber bauen.

Wenn draußen das Schmuddelwetter beginnt und die Temperaturen sinken, dann ist es doch am schönsten, ein Dach über dem Kopf zu haben. Damit sich auch kleine Piepmätze im Herbst und Winter wohl fühlen, können Sie ihm im Garten oder auf dem Balkon ein Vogelhaus bauen. Für jeden, der gerne bohrt und schraubt, ist unsere Vogelhaus-Bauanleitung ideal. Gearbeitet wird mit Akkuscharubern, Zweigang-Bohrschrauber und Holzbohrern – erfahrene Handwerker sind also gefragt. Nichts desto trotz können Ihre Kinder Ihnen dabei helfen, wenn Sie das Vogelhaus selber bauen. Fleißige Helfer sind auf jeder Baustelle wichtig! Unser Tipp: Die Anleitung funktioniert auch, wenn Sie einen Nistkasten bauen wollen.

Material für das Vogelhaus

● ca. 80 Äste, Mindestlänge 32 cm, Stärke ca. 2 – 4 cm

● Moos

● Zentimetermaß

● Folie (z. B. aufgeschnittene Mülltüte)

● Packung Schrauben 4 x 50 mm

● Akku-Zweigang-Bohrschrauber, z.B. PSR 18 LI-2 von Bosch

● Akkuschrauber,

● Säge, Tacker

● Holzbohrer 4 mm
Schwierigkeitsgrad: mittel bis erhöht
Zeitaufwand: ca. 4 – 5 Stunden
Zu schwierig oder zeitaufwändig? Eine einfache Futterstelle für Vögel zum Nachbasteln haben wir hier für Sie.

Bauanleitung für das Vogelhaus

➤ Je vier Äste auf eine Länge von 20, 22 und 28 cm mit der Gartensäge kürzen.
➤ In die 20 cm langen Äste an beiden Enden mit einem Abstand von 2 cm mit dem Akku-Zweigang-Bohrschrauber und einem 4 mm Holzbohrer ein Loch bohren.
➤ Die vorgebohrten Äste mit den 22 cm Ästen mit dem Akkuschrauber zu zwei Rahmen zusammenschrauben. (siehe Bild)
➤ An zwei der 28 cm langen Äste je an einem Ende mit einem Abstand von 2 cm mit dem Akku-Zweigang Bohrschrauber und einem 4 mm Holzbohrer ein Loch bohren. Für das Dach durch die gebohrten Löcher die anderen beiden 28 cm Äste im 45 Grad Winkel mit dem Akkuschrauber anschrauben.

➤ Drei Äste mit der (Akku)Gartensäge auf eine Länge von 20 cm kürzen. Die beiden Rahmen samt Dach in den beiden unteren Ecken und der Dachspitze mit den zugesägten Ästen zusammenschrauben. Nun ist das Rohgestell des Hauses fertig!
➤ Das Dach des Vogelhauses mit einer Folie bespannen und mit dem (Akku)Tacker befestigen. Ca. 28 Äste auf eine Länge von 32 cm mit der Gartensäge kürzen.
➤ Die Äste auf das Dach und als Boden mit dem Akkuschrauber anschrauben. Ca. 12 Äste auf eine Länge von 22 cm mit der Gartensäge kürzen. Die Äste an die Außenseiten des Hauses mit dem Akkuschrauber anschrauben. (siehe Bild)

➤ Nach Belieben die Rückseite und Vorderseite des Vogelhauses mit Ästen verkleiden und an eine Außenwand schrauben. Mit dem Moos können noch vereinzelte Lücken im Dach gestopft werden.

Während wir unser Essen im Warmen genießen, müssen Vögel im Winter oft hungern. Also helfen Sie ihnen und bauen Sie ein Vogelfutterhaus selber. Hier unsere Anleitung dazu.

Vögel brauchen im Winter unsere Hilfe

Wenn es zwitschert im Garten, dann ist das wohl das schönste Naturgeräusch was es wohl gibt. Vögel sorgen also jederzeit dafür, dass wir uns im Freien so richtig wohl fühlen. Und das sollten Sie den kleinen Tierchen spätestens im Winter dadurch danken, in dem Sie ihnen Futter anbieten. Warum? Weil Schnee und Eis es für die Vögel fast unmöglich machen genügend Nahrung zu finden.

Vögel füttern – ja oder nein?

Natürlich gibt es aber auch genügend Leute, die gegen das Füttern sind. Das Hauptargument der Fütterungsgegner: Erleichtern wir den Vögeln die Nahrungssuche im Winter, setzen wir dadurch die natürlichen Auslesemechanismen außer Kraft. Außerdem werden durch die Winterfütterung oft auch nur die Arten gefördert, die eh schon häufig in der Natur auftreten.

Sie müssen nun selbst entscheiden, ob Sie einen Beitrag zum Tierschutz leisten und die Artenvielfalt erhalten, oder ob Sie der Natur ihren Lauf lassen möchten. Wir persönlich sind klar für das Füttern der Vögel im Winter. Sie möchten doch sicherlich den Winter über auch keinen Hunger leiden müssen, oder?

Wie sieht die richtige Winterfütterung aus?

➥ regelmäßig füttern:

Zunächst einmal müssen Sie eines wissen: haben Sie erst einmal mit dem Füttern angefangen, dann sollten Sie dies auch den ganzen Winter hindurch bis ins zeitige Frühjahr machen. Das ist wichtig, denn Vögel gewöhnen sich schnell an einen Futterplatz. Füttern Sie also nicht nur ein paar Mal, um die Vögel anzulocken, sondern regelmäßig.

➥ das richtige Futter verwenden:

Verwenden Sie zur Fütterung beispielsweise Meisenknödel, Sonnenblumenkerne, Rosinen, Haferflocken oder auch die fertigen Futtermischungen aus dem Handel. Natürlich können Sie aber auch Vogelfutter selber herstellen. Essensreste wie Speck, Kartoffeln, usw. sind absolut tabu! Damit schaden sie den kleinen Tierchen, anstatt dass Sie Ihnen helfen.

Welche Vögel, welches Futter am meisten bevorzugen, finden Sie in dieser Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

➥ Futter richtig anbieten:

Meisenknödel und –ringe können Sie geradezu überall aufhängen, denn diese bestehen zu einem großen Teil aus Fett und fangen nicht schnell an zu schimmeln. Wichtig ist jedoch, dass Katzen oder andere Feinde nicht an diese Futterstellen gelangen können.

Anders sieht es bei losem Vogelfutter aus. Damit dieses nicht nass wird und eventuell noch anfängt zu schimmeln, ist es sinnvoll, dass Sie es in ein überdachtes Vogelfutterhaus geben. Wir reden jetzt nicht von einem richtigen Vogelhaus, in dem die kleinen Tierchen auch nisten können, sondern lediglich von einer überdachten Futterstelle. So etwas besitzen Sie nicht? Kein Problem! Solch ein Vogelfutterhaus können Sie in Handumdrehen selber bauen. Die nachfolgende Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen müssen.

Anleitung zum Bau eines Vogelfutterhauses

Damit Sie eine genaue Vorstellung davon bekommen, wie unser Vogelfutterhaus später einmal genau aussehen soll, hier eine vereinfachte Darstellung:

Das benötigen Sie für das Vogelfutterhaus:

➤ 1 Holzplatte als Boden (20cm x 20cm x 2cm)
➤ 2 Holzplatten für das Dach (15cm x 20cm x 1cm)
➤ 4 Holzleisten für die Ränder (20cm x 5cm x 1cm)
➤ 4 Holzleisten als Dachstützen (20cm x 2cm x 2cm)
➤ Nägel
➤ Hammer
➤ Klarlack oder Buntlack
➤ Pinsel

Schritt 1:

Zunächst einmal müssen Sie die vier Holzleisten für den unteren Rahmen (jeweils beide Enden), die vier Trägerbalken für das Dach (jeweils nur ein Ende) und auch die beiden Holzplatten für das Dach selbst (nur eine der beiden langen Seiten) auf Gehrung schneiden, sprich also alle Leisten bzw. Holzplatten in einem 45-Grad-Winkel ansägen.

Bitte beachten: Auf der Skizze sind diese Elemente nicht auf Gehrung geschnitten!

Mein Kauftipp!
Mit einem fertigen Bausatz geht es leichter. Diesen Bausatz haben wir verwendet und ihn mit unseren Kindern gemeinsam zusammengebaut.
“ Mehr dazu hier…

Schritt 2:

Ist das erledigt, dann können Sie nun die erste Leiste für den Rahmen an die Außenseite der Bodenplatte halten und daran festnageln. Dann nehmen Sie die nächste Leiste, legen diese exakt an die erste und nageln auch diese wieder an der Bodenplatte fest. Das Gleiche wiederholen Sie mit den letzten beiden Leisten.

Für mehr Halt sollten Sie obendrein auch die Ecken, an denen zwei Leisten zusammenkommen, mit Nägeln verbinden.

Schritt 3:

Da Sie im ersten Schritt auch schon die vier Holzleisten, die als Dachstützen dienen, auf Gehrung gesägt haben, können Sie diese nun auch direkt befestigen. Dazu jede einzelne Holzleiste in eine Ecken setzen und von unten mit der Bodenplatte vernageln.

Schritt 4:

Nun geht es darum, die beiden Dachplatten miteinander zu verbinden. Legen Sie die auf Gehrung gesägten Seiten aneinander, damit ein 90-Grad-Winkel entsteht und verbinden Sie beide Platten mit Nägeln.

Schritt 5:

Ist das Dach fertig, müssen Sie dieses nur noch auf die angeschrägten Dachstützen setzen, ausrichten und an den Dachstützen festnageln. Fertig ist Ihr Vogelfutterhaus!

Schritt 6:

Diesen Schritt können Sie durchführen, müssen Sie aber nicht. Denn anschließend können Sie Ihr Vogelfutterhaus nun noch mit Klarlack überziehen oder aber sogar wunderschön mit Buntlack verzieren, eben ganz nach Ihrem Geschmack. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Anschließend müssen Sie das Vogelfutterhaus nur noch aufstellen oder an einem Baum befestigen und mit Futter befüllen. Mit etwas Geduld werden Sie dann schon bald die ersten hungrigen Vögelchen in Ihrem Futterhaus fressen sehen.

Mehr Ratgeber

Stand: 01.12.2017 11:11 Uhr – Mein Nachmittag

Aus ausgehöhlten Baumstämmen, Stroh oder Kunststoff: Vogelhäuser gibt es in Hülle und Fülle. Wer ein wenig handwerkliches Geschick und ein paar Resthölzer zu Hause hat, kann sich selbst ein Vogelhäuschen bauen. Der Vorteil: Sie können die Größe Ihrem Garten oder Balkon anpassen und bekommen ein einmaliges, individuelles Stück.

Notwendiges Material

  • Restholz, z.B. alte Bretter, Dachlatten oder Kanthölzer
  • lange Schrauben
  • Holz- oder Leinöl
  • Pflanzen für die Begrünung

Anleitung: So wird das Vogelhaus gebaut

Bild vergrößern Mit handwerklichem Geschick entsteht schnell ein individuelles Vogelhäuschen.

Bauen Sie zunächst einen robusten Ständer aus Kanthölzern. Für den Fuß vier kurze Hölzer an beiden Seiten anschrägen und als Stützen an einem langen Holz verschrauben. Darauf ein Bodenbrett in der gewünschten Größe befestigen. Auf das Bodenbrett kommen vier Eckpfeiler. Wenn Sie vermeiden wollen, dass große Vögel wie Tauben das Haus nutzen, wählen Sie diese nicht zu hoch. Stehen die Pfeiler, wird unten eine niedrige Verblendung an das Bodenbrett geschraubt. Sie verhindert, dass Futter herausfällt. Dann auch an den oberen Teil der Pfeiler ringsum Verblendungen anbringen. Daran wird das Dach befestigt. Es sollte einen Neigungswinkel von etwa 15 Grad haben, damit Regenwasser gut abläuft. Achten Sie darauf, dass das Dach ein wenig übersteht. So ist die Bodenplatte besser vor Feuchtigkeit geschützt.

Als Letztes wird das Vogelhaus wetterfest gemacht. Dafür das Dach mit Dachpappe eindecken und das Holz mit Lein- oder Bioöl im gewünschten Farbton streichen. Ganz besonders hübsch sieht das Vogelhaus aus, wenn das Dach noch begrünt wird. Dafür sind Dickblattgewächse wie Fette Henne, Hauswurz oder Mauerpfeffer gut geeignet. Sie wurzeln flach und brauchen wenig Wasser.

Der ideale Standort

Bild vergrößern Wer eine Futterstelle hat, lockt viele Vögel in seinen Garten.

Achten Sie beim Aufstellen darauf, dass der Untergrund nicht zu uneben ist und das Häuschen stabil steht. Stellen Sie die Futterstelle zudem nicht zu nah am Fenster auf. Die Vögel könnten versehentlich in die Scheibe fliegen. Etwa zwei Meter Abstand sind bereits ausreichend – so lassen sich die Tiere gut beobachten. Platzieren Sie das Häuschen außerdem nicht zu nah an Büschen und Sträuchern. Die Vögel können sonst sich nähernde Katzen nicht rechtzeitig wahrnehmen. Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Manschette aus Blech am Ständer des Häuschens anzubringen oder ein Stück Maschendraht herumzuwickeln, um die Katzen am Heraufklettern zu hindern. Eine kostenlose Variante sind stachelige Brombeerranken. Verwenden Sie keinen Stacheldraht, da sich die Katzen daran verletzen könnten. Besonders sicher sind hängende Vogelhäuschen.

Das Vogelhäuschen regelmäßig reinigen

Links

Bauanleitung für ein Futterhaus

Eine Anleitung als PDF mit Beispielen für genaue Maße vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). extern

Das Vogelhäuschen sollte regelmäßig gereinigt werden. So verhindern Sie, dass sich durch Vogelkot und Futterreste Krankheiten ausbreiten. Dazu mindestens einmal die Woche, besser täglich, die Bodenplatte mit einer Bürste sauber fegen. Zusätzlich regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Benutzen Sie keine chemischen Reiniger, da Rückstände über das Futter von den Vögeln aufgenommen werden könnten. Tragen Sie bei der Reinigung möglichst Einweghandschuhe, um sich vor Keimen zu schützen. Tipp: Füttern Sie lieber häufiger, dafür aber kleinere Mengen, die schnell weggefressen werden. So bleibt das Häuschen länger sauber und Sie verhindern, dass sich Schimmel bildet.

Weitere Informationen NDR Info

Von der Milchtüte zum Vogelhäuschen

NDR Info

Eine Saft- oder Milchtüte, zwei Stöcke, eine Schere und ein bisschen Schnur: Daraus können auch Kinder ganz leicht ein Vogelfutterhäuschen bauen. mehr

Vogelfutter selbst herstellen

Im Winter freuen sich Vögel über eine Extraportion Futter. Statt es fertig im Handel zu kaufen, kann man es ganz einfach selbst mischen und nach Belieben gestalten. mehr

Vögel im Winter richtig füttern

Im Winter ist es sinnvoll, Vögel zu füttern. Welches Futter ist geeignet und welches tabu? Wie sieht die optimale Futterstelle aus? Antworten auf die wichtigsten Fragen. mehr

Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Vogelhaus-selber-bauen-Eine-Anleitung,vogelhaus132.html

Futterhäuschen selber bauen

Machen Sie Gartenvögeln eine Freude

Wenn es draußen friert und schneit, ist ein Futterhaus eine gute Möglichkeit unseren Gartenvögeln zu helfen. Die Häuschen lassen sich ganz einfach selber bauen. Anleitungen und Tipps finden Sie hier oder im Buch „Ein Heim für Gartenvögel“.

Futterspender – Foto: Julian Heiermann

Anders als beim Bau von Nistkästen, sind der Fantasie des Erbauers von Futterhäuschen fast keine Grenzen gesetzt. Wichtigste Kriterien bei der Fütterung sind, dass das Futter trocken bleibt und die Vögel ihr Futter nicht verkoten können. Erfüllt werden beide Voraussetzungen durch den Einsatz von Futterspendern, die kontinuierlich nur soviel Nahrung in Reichweite des Vogels lassen, wie dieser auch tatsächlich frisst. Futtersilos und Futtersäulen entsprechen diesem Prinzip und bieten gleichermaßen die Möglichkeit, die Gefiederten aus nächster Nähe zu beobachten. Das Futtersilo mit Bodenplatte und Dach, welches an dieser Stelle vorgestellt werden soll, bietet allerdings mehreren Vögeln gleichzeitig Platz, um sich im Winter mit Körnern zu versorgen.
Wie Sie ein Futtersilo im Handumdrehen selbst bauen können, zeigt Ihnen unser NABU-Experte Julian Heiermann in diesem Video:


Datenschutzinfo

Das braucht man:

18 mm starke Fichten-, Tannen- oder Kiefernholzbretter
10 mm starke Holzleiste (ca. 80 cm lang)
3 mm starkes Plexiglas
circa 40 verzinkte Nägel, besser Holzschrauben
2 Ösenschrauben mit Holzgewinde
Seil zum Aufhängen (mindestens einen Meter lang)


Und so wird’s gebaut:

  • Einzelteile mit ihren entsprechenden Maßen aussägen
  • Bodenplatte, Seitenwände und Zwischenwand zusammenschrauben oder nageln
  • Die zwei Plexiglasscheiben, die den eigentlichen Futterspender darstellen, an beide Seiten der aufrechten Holzteile anbringen. Wichtig: Einhalten eines Abstands zur der Bodenplatte von rund zwei Zentimetern, damit sich die Körner gut verteilen können
  • Beide Dachplatten aufsetzen, wobei eine befestigt und die andere mit einem Scharnier versehen werden kann. So kann sie hochgeklappt werden und das Nachfüllen von Futter wird ermöglicht.
  • An den beiden Seitenwänden werden die Ösenschrauben ins Holz gedreht, an denen nun das Seil für die Aufhängung befestigt werden kann.


Vogelhaus selber bauen: Bauanleitung für Vogelhäuser

Ein Vogelhaus kann man zwar fertig kaufen, aber es macht viel mehr Spaß, einen Nistkasten selbst zu bauen und originell zu gestalten. Auch wenn die Entwürfe eine schöne Dekoration für den Garten sind, bieten sie einer Reihe von Vögeln einen sicheren Unterschlupf für die Brutzeit. Durch Beobachtung wissen Sie am besten, welche Vogelarten sich in Ihrem Garten aufhalten. Bevor Sie mit dem Bau des Vogelhauses beginnen, sollten Sie beim Bauplan die Maße sowie die Größe des Einfluglochs, die für die Vögel unterschiedlich sind, beachten.

Vogelhaus für Meisen selber bauen

Unsere Vogelhäuser sind in erster Linie auf Meisen zugeschnitten. Der detaillierte Bauplan sowie jede Gestaltungsidee haben wir in den Anleitungen ausführlich beschrieben. Ob Ihnen persönlich der Japan-Look oder der Stil à la Hundertwasser besser gefällt, ist den Vögeln wahrscheinlich piepegal. Denn für Meisen und Konsorten selbst steht nicht die Architektur ihres Vogelhauses im Vordergrund, sondern der Schutz ihrer Brut.

Was Sie beim Bau eines Vogelhauses beachten sollten

Damit der Bau des Vogelhauses auch gelingt, sollten Sie folgende Punkte nicht außer Acht lassen: Für Vogelhäuser verwendet man üblicherweise Nadel(Fichten-)holz. Sperrholz oder Pressplatten müssen sorgfältig behandelt werden, damit sie witterungsbeständig sind. Für die Gestaltung der Außenflächen sollten Sie lösemittelfreie Farben wie zum Beispiel Acryllacke verwenden. Bei der Farbauswahl sind helle Farben besser geeignet, da sich Kästen mit dunklen Farben zu sehr aufheizen können.

Wichtig! Verwenden Sie nur Baumaterial, das für den Kontakt mit Tieren freigegeben ist!

Auch bei der Aufhängung darauf achten, dass der Kasten nicht den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. Ideal ist eine Platzierung, wenn das Einflugloch vor Regen geschützt gegen Osten oder Südosten ausgerichtet ist. Nach der Kühle der Nacht kann sich das kleine Federvieh wohltuend durch die Morgensonne wieder aufwärmen. Tagsüber lässt es sich im Halbschatten gut aushalten. Zur Lüftung und Entfeuchtung des Vogelhauses sind zwei Bohrlöcher von zirka 5 mm in der Bodenplatte notwendig.

Vogelhäuser und vor allem der Inhalt sind auch für andere Tiere attraktiv. Um die Vögel vor Nesträubern wie zum Beispiel Katzen zu schützen, sollten die Häuschen entsprechend hoch hängen. Sind die Vogelhäuser an Pfosten aufgehängt, kann man runde und kegelförmige Manschetten aus Aluminiumblech anbringen, an denen Marder und Eichhörnchen scheitern.

Ungiftiger Holzschutz: Streichen Sie alle Hölzer vor der Montage mit einem umweltverträglichen Holzschutz, dann hält das Vogelhaus deutlich länger und die Vögel sind keinen Giftstoffen ausgesetzt. Durch farblose Holzlasur bleibt die frische, helle Holzfärbung erhalten und das Holz ist trotzdem witterungsbeständig.

Zum Weiterlesen: Rotkehlchen, Zaunkönig oder Bachstelze bevorzugen Behausungen in Halbhöhlen-Form. Hier geht’s zur Anleitung.

Anleitung: Vogelhäuser schick in Schale

Bei zu großen Einfluglöchern an den Vogelhäusern könnte der Inhalt ein gefundenes Fressen für Elstern werden. Montiert werden sollten die Nisthilfen im Vorfrühling, besser noch im Herbst. Die Vögel können sich so frühzeitig mit der Unterkunft vertraut machen. Sie bietet ihnen zudem im Winter Schutz vor Nässe und Kälte.

Die Reinigung kann zwischen September und Februar erfolgen. Das alte Nest entfernen und Verschmutzungen mit kochendheißem Wasser und Bürste beseitigen. Ob die Zaungäste sich für Ihr schickes Modell entscheiden, wird sich im Laufe des Frühlings zeigen.

Vogelhaus selber bauen: Material und Skizze

Bauteile aus einem Fichte-Glattkantbrett 1,8 x 19 x 150 cm zuschneiden:

  • Rückwand: 1 Stück 28 x 16 cm
  • Seitenwand: 2 Stück 28 x 14 cm
  • Boden: 1 Stück 12,2 x 12,4 cm
  • Vorderwand: 1 Stück 25 x 12,4 cm
  • Dach: 1 Stück 20 x 19 cm
  • Kleinmaterial: Schrauben, Leim, Bildrahmenaufhänger

© Tillmann Straszburger

Dieser Nistkasten hat die klassischen Maße eines Meisenhäuschens. Eine Anflugstange ist bei den meisten Vögeln nicht notwendig. Eine Ausnahme machen hier nur die Stare. Zum Vergrößern der Skizze hier klicken.

Vogelhaus selber bauen: Bauanleitung

Bauanleitung für das Vogelhaus © Chris Lambertsen

Schritt 1/6: Bauteile zuschneiden

Sind alle Bauteile für den Nistkasten zugeschnitten (Maße siehe Zeichnung), auf der Tischkreissäge die angezeichnete Schräge der Seitenwände zuschneiden.

© Chris Lambertsen

Schritt 2/6: Rückwand verschrauben

Die Rückwand mit vorgebohrten Schraubenlöchern bündig auf die Seitenwände schrauben. Die lose eingesetzte Vorderwand und der Boden dienen als Unterstützung. Anschließend den Boden bündig verschrauben.

© Chris Lambertsen

Schritt 3/6: Einflugloch bohren

Einflugloch – Größe nach Vogelart – in die Vorderwand bohren.

© Chris Lambertsen

Schritt 4/6: Kanten anfasen

Die sichtbar bleibenden Kanten mit einem Hobel anfasen.

© Chris Lambertsen

Schritt 5/6: Klappe fixieren

Beim Verschrauben der beweglichen Vorderwand dienen die zwei gegenüberliegenden Schrauben als Drehachse. Mit der unteren Schraube wird die Klappe fixiert.

© Chris Lambertsen

Schritt 6/6: Pultdach montieren

Damit die seitlichen Dachüberstände gleich sind, das Pultdach mittig montieren.

Vogelhaus 1: Meisenpost

© Chris Lambertsen

Schon von weitem leuchtet der Kasten im typischen Postgelb und lockt die Meisen mit seiner Signalfarbe förmlich an. Das Vogelhäuschen wurde einmal mit verdünnter Farbe vorgestrichen und zweimal mit Hochglanzlack lackiert. Beide Klappen für die Briefschlitze sind nur angedeutet und bestehen aus dem Rest einer Abschlussleiste, die aufgeleimt wird. Die Briefmeise wird erst auf einem Bogen vorgezeichnet und dann mit Pauspapier auf den Kasten übertragen. Mit einem wasserfesten Filzstift zeichnen Sie die Konturen nach.

Vogelhaus 2: Pressehaus

© Chris Lambertsen

Man muss nicht Chefredakteur sein, um dieses Haus zu besetzen. Damit die neuesten Nachrichten etwas länger lesbar sind, werden die Zeitungsschnipsel in eine Schale mit Acryllack ganz eingetaucht. Dann nach und nach auf die Fläche bringen und glattstreichen. Das geht mit einem Pinsel oder per Hand (Gummihandschuhe sind ratsam). Ruhig mehrere Schichten übereinander kleben, damit der Holzton nicht durchschimmert. Um die Klappe nicht zu verkleben, wird sie vorher herausgenommen. Zum Schluss alles mit Klarlack überziehen, damit Wasser abperlt. Kleiner Gag: Die Anflugstange und das Schleifenband mit Aufschrift „Presse“.

Vogelhaus 3: Strandkabine

© Chris Lambertsen

Meisen in maritimer Umgebung fühlen sich wahrscheinlich in der Strandkabine wohl. Die Lattenzaun-Optik wird einfach nur mit einem spitzen Schraubenzieher in das weiche Fichtenholz geritzt und mit einem Klarlack geschützt. Dadurch wird der Farbton des Holzes intensiver. Der obere Teil des Nistkastens wird mit weißem Acryllack komplett zweimal gestrichen und die Flächen mit hellem Blau ausgefüllt. Der Rettungsring besteht aus einem Gummi- O-Ring (Dichtungsring), der identisch mit dem Durchmesser des Einfluglochs ist. Das Pappschild „Besetzt“ mit Klarlack lackieren und aufkleben.

Vogelhaus 4: Fachwerkhaus

© Chris Lambertsen

Für Nesthocker, die die deutsche Gemütlichkeit lieben, ist ein Fachwerkhaus das optimale Zuhause. Zunächst wird der Kasten rundum weiß grundiert. Die Fachwerkbalken werden mit Tesaband (2 cm breit) vorgeklebt, um die Konturen zu erhalten. Dann die Flächen mit einem Acryllack in Beige dünn auftragen, so dass das Weiß durchschimmert. Klebebandstreifen abziehen und die „Balken“ in Hellbraun mit einem feinen Pinsel nachziehen. Backsteine in Rot mit Fugen aufmalen. Das Dach mit Schleifpapier (wasserfest) eindecken. Pultdach mit PU-Leim einstreichen und Schleifpapier fest andrücken.

Vogelhaus 5: Hundertwasser-Stil

© Chris Lambertsen

Architektur für kleine Paradiesvögel. Für die Fassadengestaltung haben wir eine rote Fliese mit dem Hammer (in der Plastiktüte, damit die Stücke nicht herumfliegen) zerschlagen. Die Scherben werden vorn und an der rechten Seite aufgeklebt. Beide Säulen aus Kiefernholz am Portal haben 2 cm ∅ und sind in Ultramarinblau und Türkis gestrichen. Die Auskerbungen an der Dachkante mit der Stichsäge (feines Kurvenblatt) aussägen. Krönende Abschlüsse bilden Gardinenstangen- Endstücke aus Metall. Auf das Dach kann man Filz, aber auch Moos kleben. Aus Flaschenbürsten wurden Bäume.

Vogelhaus 6: Japan-Look

© Chris Lambertsen

Bei der fernöstlichen Variante haben wir das Häuschen in Japanrot und Schwarz hochglänzend lackiert. Dazu den ersten Anstrich mit einem Drittel Wasser verdünnen, nachdem Trocknen schleifen und zweimal mit unverdünnter Acrylfarbe streichen. Beim Dach ebenso vorgehen. Die untere Hälfte der Fassade wurde mit einem Tischset aus Bambus verkleidet. Aufgerollt in der Gehrungslade auf Maß schneiden und aufkleben. Die schwarzen Essstäbchen am unteren Ende vorbohren und mit Flachkopfnägeln befestigen. Das obere Ende unter die angenagelte Bambusstange am Dach klemmen.

Nistkasten selber bauen: Ein Häuschen in ruhiger Lage

Je nachdem, wo der Nistkasten angebracht wird, wählt man die Art der Aufhängung. Werden die Kästen fest an Hauswand, Garage oder Pfosten montiert, bringen Sie eine senkrechte Leiste auf der Rückseite des Häuschens an. Diese ragt entweder oben und unten über das Dach hinaus und wird mit Nägeln oder Dübeln und Schrauben befestigt. Oder sie schließt wie bei unseren Nistkästen oben mit dem Dach ab und erhält einen stabilen Metallaufhänger. Am Baumstamm befestigt, sollten Sie verzinkte Nägel (Kupfer schädigt den Baum) einsetzen.

Um den Baum zu schonen, ist ein Drahtbügel, den man über einen starken Ast hängt, eine gute Lösung. Der Nistkasten muss frei hängen und darf nirgends gegenstoßen. Einen besseren Halt bieten zwei Drähte, die man der Stammstärke anpasst und die an den Seiten des Nistkastens fixiert werden. Damit die Drähte nicht einwachsen, muss der Kasten jedes Jahr neu befestigt werden. Und denken Sie da ran, Vögel lieben einen freien Anflug, deshalb darf man das Haus nie in dicht verzweigte Bäumen hängen!

Bauvorschriften für Nistkästen – Perfekt zugeschnitten auf die jeweiligen Vögel

Vogelart: Kohlmeise

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: ab 10 x 10 cm Innenhöhe: 20 bis 28 cm
  • Größe des Flugloches: ab 3,2 bis 3,4 cm ∅
  • Aufhängung und Platzierung: 1,8 bis 4,5 m über dem Boden, am Haus, im Baum.

Vogelart: Blau- und Tannenmeise

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: ab 10 x 10 cm Innenhöhe: 20 bis 28 cm
  • Größe des Flugloches: ab 2,6 bis 2,7 cm ∅
  • Aufhängung und Platzierung: 1,8 bis 4,5 m über dem Boden, am Haus, im Baum.

Vogelart: Star

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 13 x 13 cm Innenhöhe: 20 bis 25 cm
  • Größe des Flugloches: ab 4 bis 4,5 cm ∅
  • Aufhängung und Platzierung: 1,5 bis 3 m über dem Boden, auf Zaunpfählen und Bäumen.

Vogelart: Kleiber

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 10 x 10 cm Innenhöhe: 20 bis 28 cm
  • Größe des Flugloches: ovales Loch: 4,5 cm breit, 3 cm hoch
  • Aufhängung und Platzierung: 1,8 bis 4,5 m über dem Boden, in der Nähe großer Bäume.

Vogelart: Haussperling (Spatz)

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 25 x 25 cm Innenhöhe: mind. 38 cm
  • Größe des Flugloches: ab 3,2 bis 4,5 cm
  • Aufhängung und Platzierung: 3 bis 6 m über dem Boden, an Bäumen und Gebäuden.

Vogelart: Feldsperling

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 25 x 25 cm Innenhöhe: mind. 38 cm
  • Größe des Flugloches: ab 2,7 bis 3,4 cm ∅
  • Aufhängung und Platzierung: 3 bis 6 m über dem Boden, an Bäumen und Gebäuden.

Vogelart: Gartenrotschwanz

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 10 x 10 cm Innenhöhe: 20 bis 25 cm
  • Größe des Flugloches: ovales Loch: 4,5 cm breit, 3 cm hoch,
  • Aufhängung und Platzierung: 1,8 bis 4,5 m über dem Boden, am Haus, im Baum.

Vogelart: Rotkehlchen

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 15 x 15 cm Innenhöhe: 20 cm
  • Größe des Flugloches: kein Loch, halb offene Vorderwand
  • Aufhängung und Platzierung: Bis 3,6 m über dem Boden. Nistet bevor zugt in Bodennähe.

Vogelart: Zaunkönig

  • Ungefähre Abmessungen: Bodenmaß: 10 x 10 cm Innenhöhe: 20 cm
  • Größe des Flugloches: ab 3,6 bis 3,4 cm ∅
  • Aufhängung und Platzierung: 1,8 bis 3 m über dem Boden, im Efeu an der Hauswand.

Auch interessant:Hier finden Sie weitere Inspirationen und Baupläne für Vogelhäuser – und zwar aus biegsamen Flugzeugsperrholz.

Weitere Tipps für den perfekten Nistkasten:Hier erfahren Sie, welche Fehler Sie beim Bauen und Anbringen von Nistkästen unbedingt vermeiden sollten.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.