Verstopfung BEI säuglingen was tun

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Verstopfung bei Babys

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Stuhlgang bei Babys

Was ist normal, was nicht?

Woran merke ich, dass mein Baby Verstopfung hat?

Wenn Ihr Baby sich anstrengen muss, um in die Windel zu machen, dann ist das noch nicht notwendigerweise eine Verstopfung. Bald werden Sie die Geräusche und Gesichtsausdrücke kennen, die damit einhergehen, wenn Ihr Baby in die Windel drückt. Sie werden auch bald wissen, was normaler Windelinhalt ist und was nicht – Sie können sich dazu auch unsere Bildergalerie mit Windelinhalten ansehen.
Eine Verstopfung ist bei Babys unter drei Monaten sehr selten, besonders wenn sie gestillt werden. Verstopfungen haben häufiger Babys, die schon Brei und Beikost bekommen.
Auch wenn Ihr Baby einmal über mehrere Tage gar nicht in die Windel macht, muss das noch keine Verstopfung sein. Bei Stillbabys kann die Bandbreite zwischen täglich fünfmal Stuhlgang und alle zehn Tage einmal Stuhlgang variieren – beides ist normal.

Was sind die Anzeichen für eine Verstopfung?

Wenn es um die Verdauung geht, dann gibt es oft eine normale Anzahl oder bestimmte Zeiten, in denen Ihr Baby ausscheidet. Wie bei Erwachsenen auch kann das bei Babys sehr unterschiedlich sein und auch das Aussehen der Ausscheidungen kann sich von Mal zu Mal ändern.
Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Ihr Baby verstopft sein könnte, dann achten Sie auf die folgenden Anzeichen:

  • Weinen, Schmerzen, Unwohlsein oder Gereiztheit bevor es in die Windel macht.
  • Trockener, harter, kugelförmiger Stuhl, der nur schwer herauskommt.
  • Weniger als drei volle Windeln pro Woche.
  • Übelriechende Blähungen und faul riechender Stuhlgang.
  • Appetitlosigkeit.
  • Ein harter Bauch.

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber auch sehr flüssiger Stuhlgang kann das Anzeichen einer Verstopfung sein. Flüssiger Stuhl kann an einer festen Blockade von hartem Stuhl im Enddarm vorbeirutschen. Wenn Sie das sehen, nehmen Sie also nicht automatisch Durchfall an, denn es könnte auch Verstopfung sein (CKS 2008, NHS 2008).

Woher kommt die Verstopfung bei meinem Baby?

Ihr Baby könnte aus mehreren Gründen Verstopfung haben:

  • Säuglingsnahrung. Ein Baby, das Säuglingsnahrung bekommt, neigt eher zu Verstopfungen, weil die Pre- oder Folgemilch schwerer verdaulich ist als Muttermilch. Das kann den Stuhl fest und klumpig machen. Der Stuhlgang von Stillbabys dagegen ist fast immer weich und flüssig, selbst wenn das Baby ein paar Tage lang überhaupt keinen Stuhlgang hatte (NHS 2009, Quinlan et al 1995).
  • Zu wenig Muttermilch. Babys, die zu wenig Muttermilch bekommen, haben oft auch wenig Stuhlgang, wirken auch oft unzufrieden. Wenn Sie diesen Verdacht haben, machen Sie in Absprache mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme eine Stillprobe.
  • Feste Nahrung einführen. Babys sind oft verstopft, wenn sie sich an Brei und Beikost gewöhnen und ihr Körper lernt, mit der neuen Nahrung zurechtzukommen. Zu wenig Ballaststoffe und zu wenig Flüssigkeit können ebenfalls zu Verstopfung führen (NHS 2008).
  • Kleine Verletzungen an der Analschleimhaut. Babys, die kleine Verletzungen wie Einrisse und Fissuren an der Analschleimhaut haben, halten den Stuhl möglicherweise zurück, was dann zu einer Verstopfung führt.
  • Dehydrierung. Ihr Baby könnte nicht trinken wollen, weil es zahnt, Soor, eine Halsentzündung, eine Erkältung oder eine Ohr-Infektion hat. Oder Ihr älteres Baby trinkt nicht genug zusätzlich zu seinem Brei. Was auch immer der Grund ist: Wenn Ihr Baby nicht genug Flüssigkeit bekommt, kann das zu hartem, trockenen Stuhl führen, der sich nur schwer herausdrücken lässt.
  • Eine Krankheit oder medizinische Ursache. Manchmal ist eine Verstopfung ein Anzeichen für eine Lebensmittelallergie, eine Lebensmittelvergiftung wie Botulismus oder eine Darmerkrankung.
    Sehr selten ist die Verstopfung die Folge einer angeborenen Krankheit; beispielsweise wenn der Dickdarm nicht richtig arbeitet (Morbus Hirschsprung), wenn After und Enddarm sich in der Schwangerschaft nicht richtig verbunden haben (Analatresie), bei einem offenen Rücken (Spina bifida) oder bei Mukoviszidose (CKS 2008).

Was kann ich gegen die Verstopfung bei meinem Baby tun?

Bevor Sie etwas tun, sollten Sie mit dem Arzt/der Ärztin sprechen. Er/Sie wird Ihr Kind untersuchen und eine Stuhlprobe betrachten. Oft schätzen Eltern den Stuhl Ihres Babys ganz anders ein als Ärzte. Hier sind einige Tipps, die Ihnen vermutlich auch Ihr Kinderarzt/Ihre Kinderärztin empfehlen wird:

  • Fahren Sie mit den Beinen des Babys Fahrrad. Dadurch kann sich der Stuhl besser durch den Darm bewegen (CKS 2008, NHS 2008). Manchmal hilft es auch schon Fieber im After zu messen – dieser Reiz reicht oft schon für eine Stuhlentleerung.
  • Wenn Ihr Baby Säuglingsnahrung bekommt, dann geben Sie ihm zwischen den Mahlzeiten extra Wasser. Verdünnen Sie aber nicht zusätzlich die Milch (CKS 2008). Achten Sie darauf, das Milchpulver in der richtigen Dosis einzumischen, denn zu viel Pulver kann Ihr Baby dehydrieren und das verursacht Verstopfung (NHS 2009a). Ihr Kinderarzt empfiehlt Ihnen vielleicht auch, eine andere Marke auszuprobieren.
  • Wenn Ihr Baby bereits Brei oder Beikost bekommt, geben Sie ihm viel Wasser oder verdünnten Fruchtsaft (ungezuckert!) (CKS 2008, NHS 2008). Auch ballaststoffreiche Ernährung kann helfen (Loening-Baucke et al 2004), bei Babys unter einem Jahr sollten Sie aber nicht zu viele Ballaststoffe geben. Pürierte oder kleingehackte Äpfel, Aprikosen, Blaubeeren, Birnen, Pflaumen, Zwetschgen, Himbeeren und Erbeeren sind alle ballaststoffreich (CKS 2008). Reduzieren Sie stopfende Lebensmittel wie Reis und Bananen.

Wenn das alles nicht gegen die Verstopfung hilft, dann wird Ihnen der Arzt/die Ärztin für Ihr Baby ein Glycerin-Zäpfchen aus der Apotheke verschreiben.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Babys manchmal verstopft sind, besonders wenn sie Beikost bekommen. Der kleine Körper muss erst lernen, die neuen Lebensmittel zu verdauen. Mit Ihrer Hilfe und Fürsorge sowie der nötigen Behandlung wird sich mit der Zeit ein problemloser, regelmäßiger Stuhl einstellen. Zuletzt überarbeitet: Januar 2020

Quellen

CKS. 2008. NHS Clinical Knowledge Summaries. Clinical topic – Constipation. www.cks.nhs.uk
Draper R. 2011. Constipation in childhood. Patient UK. www.patient.co.uk
Loening-Baucke V, Miele E, Staiano A. 2004. Fiber (glucomannan) is beneficial in the treatment of childhood constipation. Pediatrics. 113:e259-64
NHS. 2008. Constipation. NHS Choices, Health Encyclopaedia. www.nhs.uk
NHS. 2009. Common formula feeding problems. www.nhs.uk
Quinlan PT et al. 1995. The relationship between stool hardness and stool composition in breast- and formula-fed infants. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 20(1):81-90

Verstopfung bei Babys: Probleme mit dem grossen Geschäft

Wenn sich Ihr Baby sehr quält, bevor es in die Windel macht, dann leidet es möglicherweise an einer Verstopfung. Verstopfungen bei Säuglingen haben verschiedene Ursachen. Es gibt mehrere Wege, wie Sie Ihrem Kleinen helfen können.

Anzeichen für Verstopfung sind häufig Blähungen und Schmerzen im Bauchbereich. Bild: danchooalex, E+, Getty Images Plus

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Von Julia Wohlgemuth

Das Wichtigste in Kürze:

  • Verstopfung bei Kindern wird häufig durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr ausgelöst.
  • Ein fester Stuhlgang, welcher aus vielen kleinen Kügelchen besteht, ist ein Hinweis auf Verstopfung.
  • Bauchschmerzen, ein verhärteter Bauch und Blähungen sind auch Indizien für Verdauungsprobleme eines Kindes.
  • Hier erfahren Sie, was Sie gegen Verstopfung bei Ihrem Kind unternehmen können.

Vielleicht haben Sie das ja schon bei Ihrem Baby beobachtet: Das Köpfchen läuft hochrot an, es drückt und drückt, häufig beginnt es zu weinen aber trotzdem kommt nichts heraus. Wenn doch etwas in die Windel geht, bereitet es Ihrem kleinen Kind offensichtlich Schmerzen und hinzu kommt vielleicht noch Bauchweh.

Ihr Säugling hat Probleme mit dem Stuhlgang. Kommt es immer wieder zu einer Verstopfung, kann dies für Ihr Baby, aber auch für Sie belastend sein. Mit ein paar Tipps können Sie Ihrem Baby dabei helfen, die Verdauung wieder in Gang zu bringen und vom Bauchweh erlöst zu werden.

Wann spricht man von einer Verstopfung?

Der rote Kopf allein, wenn Ihr Baby sein grosses Geschäft erledigt, ist soweit normal und noch kein Anzeichen dafür, dass es an Verstopfung leidet. Wenn das Kind allerdings grosse Mühe und sichtlich Schmerzen beim Stuhlgang hat, der Stuhl dann sehr fest ist und aus kleinen Kügelchen besteht, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass Ihr Kind Verdauungsprobleme hat.

Dies ist auch der Fall, wenn Ihr Baby für ein oder zwei Tage keinen Stuhlgang hatte. Zumindest gilt dies für Schoppenkinder oder Babys, die schon Breikost bekommen. Bei Kindern, welche noch gestillt werden, kann es durchaus normal sein, dass sie mehrere Tage keinen Stuhlgang haben.

Stillkinder sind von Verstopfung nur äusserst selten betroffen, da die Muttermilch der stillenden Mutter stimulierend auf den Darm wirkt und die Verdauung anregt.

Weitere Anzeichen für Verstopfung sind zudem, dass der Windelinhalt des Kindes faul riecht und immer wieder übel riechenden Blähungen den kleinen Körper verlassen. Auch ein harter Bauch und ein unglückliches Baby, wenn es versucht, die Windel zu füllen, sind Hinweise auf eine Verstopfung. Vielleicht bemerken Sie sogar ein bisschen Blut in der Windel, welches ein Anzeichen für zu starkes Pressen ist.

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung bei Babys

Viele Ursachen für die Verstopfung sind hausgemacht und lassen sich, wenn einmal als solche erkannt, vermeiden. Ein häufiger Grund für eine Verstopfung bei Babys ist zu wenig Flüssigkeitsaufnahme. Zu Dehydrierung kann es zum Beispiel kommen, wenn Ihr Kind Fieber hat oder krank ist und deshalb nicht viel trinken möchte oder wenn es draussen sehr heiss ist.

Eventuell könnte es auch an falscher Zubereitung der Flaschennahrung liegen. Überprüfen Sie, ob Sie das auf der Packung angegebenen Wasser-Milch-Verhältnis einhalten. Allerdings ist Säuglingsnahrung auch bei korrekter Zubereitung weniger gut verdaulich als Muttermilch.

Manche Babys reagieren sehr sensibel auf die Einführung von Beikost oder neuer Nahrung. Feste Nahrung zu essen ist deshalb ebenfalls ein sehr verbreiteter Grund für Probleme mit der Verdauung, so wie auch das Essen von übermässig stopfenden Lebensmitteln wie Bananen oder Getreide.

Ausreichend Bewegung ist gesund und regt die den Magen-Darum-Trakt des Kindes an. Wird Neugeborenen, Säuglingen und Kindern nicht genügend Gelegenheit zum Strampeln gegeben, kann sich dies ebenfalls negativ auf den Stuhlgang auswirken. In seltenen Fällen kann die Verstopfung auch ein Zeichen für eine Krankheit sein, wie zum Beispiel eine Lebensmittelallergie oder eine angeborene Darmkrankheit.

Leidet Ihr Baby zum ersten Mal unter einer schwereren Verstopfung, besonders wenn es noch sehr jung ist, oder wenn trotz Selbsthilfemassnahmen nach zwei Wochen keine Besserung eintritt, sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen.

Hat Ihr Baby oder Kleinkind neben der Verstopfung auch noch heftige Bauchschmerzen, einen sehr verhärteten Bauch oder Krämpfe im Bauch, sollten Sie sofort zum Arzt. Dies könnte ein Hinweis auf eine schwerere Erkrankung wie zum Beispiel ein Darmverschluss sein.

Lesen Sie auch: Was die Ursachen für Bauchschmerzen beim Baby sind.

Das hilft Ihrem Baby bei Verstopfung

Krankheitsbedingte Gründe für eine Verstopfung bei einem Kind sind nur sehr selten. In den meisten Fällen können Sie Ihrem kleinen Kind dabei helfen, seinen Stuhlgang zu regulieren. Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass Ihr Baby ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Bieten Sie Ihrem Kind dazu zwischen den Mahlzeiten Wasser oder Fencheltee an. Auch verdünnten Apfel- oder Pflaumensaft zu trinken kann hilfreich sein, damit Ihr Kleinkind von den Bauchschmerzen schnellstmöglich erlöst wird.

Wenn Ihr Baby nur ungern trinkt, können Sie den Brei mit etwas extra Wasser anreichern. Die Schoppennahrung sollten Eltern aber nicht verdünnen, sondern gemäss der Packungsbeilage normal zubereiten. Eventuell könnte es helfen, eine andere Säuglingsnahrung auszuprobieren, um den Stuhlgang zu verbessern.

Wenn Ihr Baby schon Beikost isst, sollten Sie auf stopfende und blähende Nahrungsmittel wie Bananen, Karotten oder Reis verzichten und stattdessen lieber auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit Äpfeln, Trauben oder Aprikosen achten.

Lassen Sie Ihr Baby viel frei strampeln. Sie können ihm auch dabei helfen, indem Sie beim Wickeln mit den kleinen Beinchen Velo fahren.

Milchzucker ist ebenfalls eine Möglichkeit, um den Stuhlgang Ihres Babys weicher zu machen. Es eignet sich auch schon für Säuglinge. Da jedoch sowohl Schoppennahrung als auch Muttermilch bereits Milchzucker enthalten, sollte dies nicht als Dauergabe in den ersten sechs Lebensmonaten gegeben werden.

Achtung bei kalkhaltigem Wasser

Wohnen Sie in einem Gebiet, in dem das Wasser sehr kalkhaltig ist? Dann kann dies ebenfalls für eine Verstopfung sorgen! Kalk kann sich mit Säuren aus der Milch im Darm verbinden und zu einem bröckeligen und harten Stuhl führen. In diesem Fall sollten Sie spezielles Babywasser zur Zubereitung der Schoppen verwenden.

Verstopfung beim Baby (Säugling) und Kind

Was sind die Ursachen für Verstopfung bei Baby und Kind?

Verstopfung bei Baby und Kind kann unterschiedliche Ursachen haben. Babys, die nicht gestillt werden, sondern Ersatznahrung bekommen, leiden häufiger unter Verstopfung, da die Flaschenmilch zum Teil nicht gut vertragen wird oder die Verdauung sich erst an die ungewohnte Kost gewöhnen muss. Lang anhaltende Verstopfungen bei Säuglingen entstehen außerdem zum Teil in Folge einer seltenen angeborenen Veränderung des Dickdarms (Morbus Hirschsprung). Dabei wird der betroffene Darmabschnitt durch eine Störung der Darmnerven krampfartig verengt.

Stuhlgang beim Baby in Bildern: Das sagt ein Blick in die Windel aus

Bei Kindern ist die Ursache für lang anhaltende Beschwerden häufig die so genannte Gewohnheitsverstopfung. Sie entsteht beispielsweise, wenn Kinder dauerhaft zu wenig Gemüse und Obst essen, nicht genug trinken, sich zu wenig bewegen oder den Stuhlgang aufgrund schmerzhafter Risse am After (Analfissur) einhalten. Daneben können auch psychische Faktoren eine Rolle spielen, sie sind aber nur selten die alleinige Ursache.

Wie äußert sich eine Verstopfung bei Baby und Kind?

Bei Säuglingen äußert sich eine Verstopfung durch ungewöhnlich langes Ausbleiben des Stuhlgangs sowie ausgiebiges Schreien und Anziehen der Beine aufgrund von Bauchschmerzen. Weitere mögliche Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Einrisse der Analschleimhaut, Blut an der Außenseite des Stuhls und Schmerzen bei der Darmausscheidung. Einige Säuglinge lassen zwar regelmäßig mehrere Tage vergehen bis die Windel wieder gefüllt wird, allerdings kann man spätestens nach zehn bis 14 Tagen ohne Stuhlgang davon ausgehen, dass eine Verstopfung vorliegt.

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Ältere Kinder werden in der Regel zu erkennen geben, dass sie nicht „können“ oder über Schmerzen klagen. In schweren, länger anhaltenden Fällen kann es außerdem zu „Stuhlschmieren“ oder „paradoxem Durchfall“ kommen. Dabei schiebt sich flüssiger, vergorener Stuhl aus tiefer gelegenen Darmbereichen an dem verhärteten Stuhl im Endbereich vorbei und gelangt so in die Unterhose oder die Windel.

Wie wird Verstopfung bei Baby und Kind diagnostiziert?

Besonders bei schweren und hartnäckigen Verstopfungen bei Baby und Kind kann eine Diagnose durch den Arzt sinnvoll sein, um die Ursachen abzuklären. Durch Abtasten des Bauchs und eine rektale Untersuchung lässt sich verhärteter Stuhl feststellen. Ist bei bestehender Verstopfung kein Stuhl im Endbereich des Darms vorhanden, kann dies ein Hinweis auf Morbus Hirschsprung sein, da hierbei die Verstopfung meist nicht im Mastdarm, sondern in tiefer liegenden Regionen des Dickdarms entsteht. Bei der Diagnose von Morbus Hirschsprung kann eine Druckmessung (Manometrie) an Anus und Mastdarm helfen. Zur Bestätigung wird eine Gewebeprobe (Biopsie) der Darmschleimhaut entnommen und untersucht.

Wie wird Verstopfung bei Baby und Kind behandelt?

Alle untenstehenden Maßnahmen sollten nur nach einer Untersuchung und mit Zustimmung des behandelnden Arztes erfolgen.

Bei voll gestillten Säuglingen, die einige Tage keinen Stuhlgang haben, aber ansonsten beschwerdefrei sind, ist in der Regel zunächst keine Behandlung notwendig. Oft handelt es sich um eine „Scheinverstopfung“ und die Windel ist nach wenigen Tagen wieder wie gewohnt befüllt. Treten Beschwerden auf, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Sofern kein Darmverschluss und keine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegen, kann ein Teelöffel Milchzucker (Laktose oder Laktulose) im Fläschchen dabei helfen, den Stuhl zu verflüssigen. In schweren Fällen kommen stuhlerweichende Medikamente zum Einsatz.

Verstopfung bei Babys und Kindern: Hausmittel

Für Kinder und Babys, die bereits feste Nahrung zu sich nehmen, haben sich neben stuhlerweichenden und abführenden Medikamenten folgende Maßnahmen bewährt:

Die Dosierung der Medikamente oder Hausmittel muss individuell ermittelt und angepasst werden. Hilfreich kann dabei auch ein „Klo-Tagebuch“ sein, in dem die Toilettengänge oder Windelbefüllungen protokolliert werden. Generell ist es bei Verstopfung wichtig, die verordneten Therapiemaßnahmen konsequent und langfristig einzuhalten, um eine wiederkehrende Verstopfung zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für die Gewohnheitsverstopfung, bei der eine Behandlung mehre Monate oder Jahre dauern kann.

Eine Verstopfung, die durch Morbus Hirschsprung verursacht wird, ist sehr selten, kann aber in den meisten Fällen operativ behandelt werden.

Wie verläuft eine Verstopfung bei Baby und Kind?

Eine Verstopfung bei Säuglingen und Kindern verläuft, sofern sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird, in der Regel unproblematisch und klingt innerhalb weniger Tage wieder ab. Kommt es durch dauerhafte Fehlernährung oder eine ausbleibende Behandlung zu einer Gewohnheitsverstopfung, können unangenehme und ungesunde Folgeerscheinungen auftreten. Bei der Gewohnheitsverstopfung wird der Mastdarm durch den dauerhaft festsitzenden Stuhl „ausgeleiert“ und geweitet, wodurch immer wieder Verstopfungen entstehen. So kann es unter anderem zu Stuhlschmieren, wiederholten Einrissen der Darmschleimhaut, blutigem Stuhl, einer Gewichtsabnahme sowie Wachstumsstörungen kommen. Möglich sind auch psychische Störungen infolge einer Verstopfung, welche die Symptome zusätzlich verstärken und eine Behandlung erschweren können.

Wie kann man einer Verstopfung bei Baby und Kind vorbeugen?

Bei Säuglingen entsteht eine Verstopfung meistens bei der Umstellung auf Ersatznahrung oder wenn diese nicht vertragen wird. Eine dauerhafte Verstopfung lässt sich daher oft vermeiden, indem eine andere Flaschenmilch gefüttert wird.

Für ältere Kinder gelten zur Vorbeugung von Verstopfung die gleichen Regeln wie für Erwachsene: Eine faser- und ballaststoffreiche Ernährung, genügend trinken und viel Bewegung.

Beikost: Ist Ihr Baby bereit für Brei?

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Babys Stuhlgang – was ist normal und was nicht

Obwohl das Thema auf den ersten Blick vielleicht nicht sehr attraktiv erscheint, gibt der Stuhlgang von Babys oft Anlass zur Sorge und Verzweiflung bei vielen Eltern. Was bedeuten die verschiedenen Farben des Stuhls oder die veränderte Konsistenz des täglichen Windelinhalts? Selbst sehr erfahrene Eltern haben wahrscheinlich noch nicht alle Kombinationen gesehen, die bei Babys auftreten können. Im folgenden Artikel erfahren Sie alles über den Stuhlgang Ihres Babys

Zusammensetzung

Der Stuhlgang setzt sich aus etwa 75 % Wasser und einer Kombination von lebenden und abgestorbenen Bakterien zusammen, deren Funktion darin besteht, Nahrung, Eiweiße, Abfallstoffe aus der Nahrung, Zellbeläge, Fette, Salze und Stoffe, die durch den Darm und Leber ausgeschieden werden, zu verdauen.

Geruch

Aufgrund der Zusammensetzung ist es keineswegs überraschend, dass der Stuhl unangenehm riecht. Dies ist jedoch eine Folge der Aktivität von Bakterien, die eine Vielzahl von Substanzen und Gasen erzeugen. Der Stuhl, der länger im Darm bleibt, hat einen noch unangenehmeren Geruch. Ein sehr schwerer, säuerlicher Geruch lässt eine Allergie gegen Kuhmilchproteine vermuten. Normalerweise hat der Stuhlgang von gestillten Babys keinen unangenehmen Geruch, während er bei Flaschen-Babys doch etwas unangenehmer ist. Wenn ein Baby in Kontakt mit verschiedenen Proteinquellen kommt, (beim Einführen der Mischkost, vor allem Fleisch) wird auch der Geruch vom Stuhl unangenehmer. Wenn Sie denken, dass der Geruch des Stuhlgangs sehr unangenehm ist, so sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt darüber.

Farbe

Voll gestillte Babys nehmen täglich eine Vielzahl von Proteinen auf, die von der Ernährung der stillenden Mutter abhängig sind. Abhängig davon verändert sich auch die Farbe des Stuhlgangs. Aber auch der Stuhlgang jener Babys, die sich ausschließlich mit Säuglingsmilchnahrung ernähren und deshalb praktisch jeden Tag die gleiche Art von Nahrung erhalten, verändert sich. Der Grund dafür ist, dass sich die Darmflora des Babys verändert (die Zusammensetzung der Bakterien im Darm). Deshalb kann der Stuhlgang von Flaschen-Babys am Montag anders aussehen als am Freitag.

Konsistenz

Babys Stuhl kann hart wie Stein, weich wie Butter oder flüssig wie Joghurt sein. Gestillte Babys haben in der Regel einen senfgelben, leicht breiigen oder glatten Stuhl. Babys, die mit Milchersatz gefüttert werden, haben einen Stuhlgang wie Pudding. Wenn der Stuhlgang des Babys dem eines Hasen ähnelt (Kügelchen), dann hat das Kind wahrscheinlich eine Verstopfung. Es gilt die Regel – wenn der Stuhlgang rollt, dann ist er wahrscheinlich zu hart.

Häufigkeit

Wie oft das Baby in die Windel drückt, ist eigentlich nicht so wichtig, wie es die meisten Eltern glauben. Nach 6 Monaten sollte das Kindes nicht öfter als 6x pro Tag und nicht weniger als 1x pro Woche ausscheiden. Alles dazwischen ist völlig normal. Während dieser Zeit verlangsamt sich die Geschwindigkeit des Nahrungstransports durch den Darm. Bewegt sich das Essen zu schnell durch das Verdauungssystem, absorbiert der Körper nicht genügend Nährstoffe. Wenn sich jedoch die Nahrung zu langsam bewegt, kann dies auf eine Verstopfung hindeuten. Die Konsistenz (Härte) des Stuhlgangs ist also wichtiger als die Frequenz der Ausscheidung.

Mit dem Wachstum und der Nahrung verändert sich auch der Stuhlgang

Neugeborenes

Der erste Stuhlgang des Babys ist klebrig, schwarz-grün und wird Mekonium genannt. Er beginnt schon lange Zeit vor der Geburt zu entstehen. Er enthält Fruchtwasser, Körperzellen, Galle, Haar, bzw. alles, was das Baby noch in der Gebärmutter heruntergeschluckt hat. Obwohl es sehr unattraktiv aussieht, hat Mekonium keinen Geruch. Nach ein paar Tagen wird der Stuhlgang wässriger und gelblicher. Im ersten Monat wird das Baby etwa 10x pro Tag in die Windel drücken.

2–4 Monate

In dieser Zeit pendelt sich die Anzahl der Ausscheidungen bei etwa 4x pro Tag ein. Die Frequenz der Ausscheidung ist bei gestillten Babys in der Regel häufiger als bei Flaschen-Babys. Es kann jedoch sein, dass wegen der guten Verwertung der Nährstoffe in der Muttermilch, auch voll gestillte Babys nur einmal pro Woche ausscheiden und es sich dabei um keine Verstopfung handelt.

5–12 Monate

Wenn ein Baby anfängt feste Nahrung zu essen, verändert sich auch sein Stuhlgang. Der Stuhlgang von gestillten Babys wird von der Konsistenz her dickflüssiger und jener von Flaschen-Babys dünner.
Nach der Einführung der festen Nahrung wird in der Regel auch bei Babys, die voll gestillt wurden und davor nur einmal pro Woche Stuhlgang produzierten, dieser jetzt regelmäßiger.

1–3 Jahre

Nach dem ersten Geburtstag kann das Baby bereits alle Arten fester Nahrung genießen, deswegen wird sein Stuhl härter und dickflüssiger. Zwischen 12 und 18 Monaten werden Sie möglicherweise die sogenannten „Gemüse-Windeln“ bemerken, wenn Sie im Stuhlgang größere Stücke von unverdautem Gemüse finden. Die Ursache hierfür ist, dass sich der Darm des Kindes während dieser Zeit noch daran gewöhnt, große Stücke von Gemüse zu verdauen. Dazu kommt, dass viele Kinder die Nahrung nicht gut genug kauen. Allmählich wird das Baby in der Lage sein, auch diese Nahrung besser zu verdauen und es werden in seiner Windel keine Stückchen mehr zu finden sein.

Was tun bei Verstopfung?

  • Wenn das Kind gestillt wird, dann sollte die Mutter mehr Ballaststoffe (Obst und Gemüse) verzehren.
  • Bei Flaschen-Babys wird empfohlen, eine solche Säuglingsmilchnahrung auszuwählen, die genau auf dieses Problem (Novalac IT) abgestimmt ist. Es enthält mehr Laktose und Magnesium, dadurch wird der Stuhl aufgeweicht und die Stuhlausscheidung erleichtert. Beraten Sie sich mit dem ausgewählten Kinderarzt.
  • Wenn Ihr Kind bereits feste Nahrung genießt, dann stellen Sie sicher, dass es genug frisches Obst und Gemüse konsumiert, ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser), trinkt und reichen Sie ihm keine Schokolade oder Schokobrei, Reis und gekochte Karotten.

Wann sollte man den Kinderarzt aufsuchen?

  • Der Stuhlgang ist schwarz (Verdacht auf verdautes Blut aus dem Magen oder Dünndarm), Stuhlgang ist rot (Verdacht auf Blutungen aus dem Darm oder Rektum), Stuhlgang ist weiß (Probleme mit der Gallenblase).
  • Wenn Ihr Kind beim Stuhlgang weint oder vor Schmerz schreit
  • Der Stuhlgang ist schleimig (es kann sich um eine Infektion oder Intoleranz handeln)
  • Der Stuhlgang wird nach der Einführung einer neuen Nahrung stark verändert (es kann sich um eine Allergie handeln)
  • Wenn der Stuhlgang auch nach dem vollendeten ersten Lebensjahr sehr flüssig ist oder das Kind Durchfall hat (flüssiger Stuhlgang mehr als 5x pro Tag).

4 Dinge, die den Stuhlgang des Babys verändern können

Antibiotika

Ein Kind, das Antibiotika einnimmt, kann Durchfall bekommen oder unter Blähungen leiden. In solchen Fällen ist es empfehlenswert, Präbiotika zu verwenden. Studien haben gezeigt, dass Präbiotika (Novalac Premium) die Dauer von Durchfall, welcher durch Antibiotika hervorgerufen wurde, verkürzen können.

Gastroenteritis

Kinder mit einer Darmvirose müssen am ersten Tag oft erbrechen und brauchen danach noch etwa zwei Wochen, bis sich Ihre Verdauung geregelt hat. Nachdem das Virus den Darm befallen hat, brauchen die guten Bakterien einige Zeit, um das ursprüngliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Auch in diesen Fällen kann der Heilungsprozess durch die Verwendung von Präbiotika (Novalac Premium) beschleunigt werden.

Reisen

Auf Reisen ist es manchmal schwierig für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, was zu Verstopfung führen kann. Das Wasser an neuen Orten kann Bakterien enthalten, an die das Verdauungssystem des Kindes nicht gewöhnt ist, weshalb Durchfall auftreten kann. Auch in diesem Fall können sich Präbiotika (Novalac Premium) als nützlich erweisen. Es ist am besten Präbiotika ein paar Tage vor der geplanten Reise einzuführen.

Eisenzusatz

Bei der Einnahme von Eisenpräparaten (wegen Anämie) wird der Stuhlgang dunkel oder sogar schwarz, was vollkommen normal ist. Wenn der Stuhlgang schwarz ist und das Kind keine Eisenpräparate einnimmt, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt Rücksprache halten.

Dieser Artikel ist von rein informativer Natur und kann nicht dazu verwendet werden eine Diagnose zu stellen oder die Behandlung festzulegen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Kinderarzt Ihres Kindes.

Durchfall bei Babys: Alle wichtigen Fragen und Antworten

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2019

Babys leiden häufig an Durchfall, doch meistens verschwindet er auch schnell wieder. Gerade in den ersten Lebensmonaten hat dein Baby noch ein besonders empfindliches Verdauungssystem.

Sehr häufig ist der Auslöser des Durchfalls jedoch harmlos. Was die Auslöser sein können und was du beachten solltest findest du in diesem Beitrag.

  • Da dein Baby bei Durchfall viel Flüssigkeit verliert, ist es wichtig, dass es viel trinkt
  • Der Durchfall bei Babys kann durch verschiedene Dinge, wie eine Magen-Darm-Erkrankung, eine Lebensmittelunverträglichkeit, aber auch durch Folgen einer Impfung hervorgerufen werden
  • Wenn du dir unsicher bist, oder nichts gegen den Durchfall hilft, dann gehe direkt mit deinem Baby zum Arzt

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Die Heilnahrung der Firma Humana wirkt Durchfall entgegen und enthält Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in bedarfsdeckenden Mengen und ist extra gut bekömmlich, damit sie deinem Baby bei Durchfall ausreichend Inhaltsstoffe geben kann.

Auch enthält die Heilnahrung Banane, denn der hohe Faseranteil des Obstes hilft dabei, den Stuhlgang deines Babys schnell zu normalisieren. Du kannst das Pulverdeinem Baby entweder als Getränk, oder als Brei verabreichen.

Ab wann spricht man von Durchfall bei Babys?

Wenn dein Baby mehr als drei bis fünf dünne Stuhlgänge pro Tag in seiner Windel hat und dazu mit Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust oder Fieber reagiert, kannst du Durchfall bei deinem Baby annehmen.

Manchmal hat es auch Bauchweh und seine Bauchdecke ist angespannt. Oft ist Durchfall bei deinem Baby jedoch harmlos und hört schnell wieder auf. Vielleicht hat dein Baby zu viel Obst gegessen oder etwa anderen nicht vertragen.

Die Dehydrierung deines Babys stellt eine ernstzunehmende Gefahr bei Durchfall dar. (Bildquelle: .com / 2554813)

Hintergründe: Was du über Durchfall bei Babys wissen solltest

Wenn du denkst, dass dein Baby an Durchfall leidet, dann haben wir in diesem Abschnitt interessante Hintergrundinformationen.

Woran erkenne ich, dass mein Baby Durchfall hat?

Häufig quält sich dein Baby über Bauchkrämpfe und bekommt dünnen Stuhl. Bei akutem Durchfall ist dein Baby oft schlecht gelaunt, quengelig und hat keinen Appetit.

Der Durchfall kann zudem ein Hinweis darauf sein, dass mit deinem Baby etwas nicht in Ordnung ist. Du solltest das Leiden deines Babys auf jeden Fall sehr ernst nehmen und erforschen, was der Auslöser für den Durchfall ist, am besten zusammen mit einem Arzt.

Wie gefährlich ist Durchfall bei meinem Säugling?

Bei Durchfall besteht die Gefahr, dass dein Säugling, durch den hohen Verlust an Flüssigkeit und Salzen austrocknet. Falls sich ein sehr starker Durchfall und die begleitenden Symptome nach 6 Stunden nicht bessern, sollte dein Säugling sofort zum Kinderarzt.

Dehydrierungs-Erscheinungen durch schweren Durchfall mit Erbrechen und meist Fieber, kannst du an folgenden Reaktionen deines Babys erkennen:

  • Eingefallene Fontanelle
  • Weinen ohne Tränen
  • Eingefallene Augen
  • Seltener Lidschlag
  • Baby erscheint teilnahmslos
  • Hände und Füße sind verfärbt
  • Urin ist stark gelblich
  • Urin befindet nur in kleiner Menge in den Windeln
  • Lippen oder Haut sind trocken

Was tun gegen Durchfall bei Babys: Woher er kommt und was du dagegen tun kannst

Du merkst, dass dein Baby Durchfall hat? Dann ist es wichtig zu wissen, warum und was du dagegen tun kannst. Im folgenden Abschnitt haben wir alle wichtigen Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Welche Ursachen hat Durchfall bei meinem Baby?

Es gibt viele Ursachen für Durchfall bei deinem Baby. Überwiegend verursacht die Ansteckung mit Viren, Bakterien und Parasiten häufigen dünnen Stuhl bei deinem Baby und es zeigen sich oft auch Erbrechen und Fieber.

Es gibt eine Reihe weiterer Gründe, warum Durchfall bei deinem Baby auftreten kann:

  • Zahnen bei deinem Baby
  • Laktoseintoleranz
  • Glutenunverträglichkeit
  • Durchfall nach Einnahme von Antibiotika
  • Etwas anderes gegessen oder getrunken
  • Ungewohnte Aufregung
  • Veränderungen
  • Zu viel Obst und Säfte
  • Lebensmittelvergiftung
  • Enzymmangel
  • Erkältung
  • Mittelohrentzündung,
  • Blinddarmentzündung
  • Harnwegsinfektionen
  • Atemwegserkrankungen

Warum hat mein Baby beim Zahnen Durchfall?

Die Phase des Zahnens ist bei deinem Baby ein natürlicher Prozess, allerdings wird der Organismus bei kleinen Kindern durch die Anstrengungen beim Zahnen geschwächt und damit anfälliger für Infektionskrankheiten.

Daher kommt es bei Babys beim Zahnen oft zu Magen-Darm-Infektionen und zu Schlafproblemen. Manchmal bekommen die Säuglinge auch Fieber und fühlen sich insgesamt unwohl.

Je nachdem wie lange es dauert, bis die neuen Zähne durchkommen, kann Durchfall öfter auftauchen.

Blockquote !! Empfindliche Babys reagieren schnell mit einem wunden Po.

Es kann helfen, den Po deines Säuglings nach dem Säubern an der frische Luft trocknen zu lassen.

Warum bekommt mein Baby nach dem Impfen Durchfall?

Durchfall, Fieber und Erbrechen können nach einer Impfung als Folgeerscheinung auftreten. Statistisch gesehen sind diesen Nebenwirkungen bei deinen Babys eher selten zu befürchten.

Babys haben oft Durchfall, weil ihr Verdauungssystem sehr sensibel reagiert. (Bildquelle: .com / digihanger)

Kinderärzte sprechen dabei jedoch nicht von klassischen Nebenwirkungen, sondern von den Anzeichen eines aktivierten Immunsystems bei den Kindern. Die Kindergesundheit ist dabei also nicht beeinträchtigt.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) hat einen Impfkalender entwickelt, welcher die zeigt, wann du welche Impfung vornehmen solltest. Wenn du die Impfungen nach diesem Kalender vornimmst, dann sind die Impffolgen statistisch gesehen äußerst gering.

Wann ist Durchfall bei meinem Baby ansteckend?

Viren und Bakterien lösen im empfindlichen Magen-Darm-Trakt deines Babys ansteckende Infektionskrankheiten mit Durchfall, Fieber und Erbrechen aus. Durchfall ist bei deinem Baby bis zu 14 Tage lang ansteckend.

Was hilft meinem Baby gegen Durchfall?

Wenn dein Baby Bauchschmerzen hat und mit Durchfall reagiert, hilft ihm erst einmal Ruhe und Entspannung. Wenn es sich nicht wohl fühlt, hat dein Baby meistens auch nicht so viel Hunger. Warme Tees helfen ihm, seinen angespannten Bauch und die Verdauung zu beruhigen. View this post on Instagram

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Darum solltest du es immer wieder motivieren etwas zu trinken oder ihm eine Elektrolyt-Lösung geben. Blähende Speisen, wie Hülsenfrüchte, Bohnen, Linsen oder Lauch belasten die Verdauung deines Babys unnötig und können den Durchfall verschlimmern. Diese Nahrungsmittel solltest du bei dünnen Stuhlgang vermeiden.

Was hilft meinem Baby akut und schnell gegen Durchfall?

Wenn der Durchfall bei deinem Baby schon seit ein paar Stunden andauert, sehr flüssig ist und dein Säugling sich gar nicht gut fühlt, dann suchst du sicher Hilfe um seinen Durchfall schnell zu stoppen.

Eine schnelle Hilfe gegen Durchfall kann dir im Notfall dein Kinderarzt verordnen. Um den Magen und Darm deines Babys zu entlasten, sollte es für ca. 6 Stunden keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlust, sollte dein Baby nur viel trinken.

Wenn die Kinderarztpraxis geschlossen ist, die Symptome sich verschlimmern und Fieber oder Erbrechen andauern, dann ist der Weg ins Krankenhaus notwendig.

Welche Hausmittel helfen am besten gegen Durchfall bei meinem Baby?

Sanfter und natürlicher helfen Hausmittel deinem Baby. Die bekannte Kombination von Salzstangen und Cola ist für dein Baby allerdings nicht geeignet und bleiben den Erwachsenen bei Durchfall vorbehalten.

Um seine Bauchschmerzen zu lindern und seinen Bauchraum zu entspannen, legst du ihm eine Wärmflasche auf seinen Bauch und kuschelst es mit Kissen und Decke auf dem Sofa oder im Bett ein.

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Eine ebenso hilfreiche Wirkung wie die Wärmflasche hat eine warme Kartoffelwickel. Hierzu zerdrückst du Kartoffeln und lässt sie abkühlen. Gebe nun den warmen Kartoffelbrei auf eine Mullbinde oder -windel und legen sie auf Babys Bauch.

Eine wirksame Hilfe gegen die Durchfall Symptome schenkt auch dünner, warmer Fenchel- oder Kamillentee mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Traubenzucker in kleinen Mengen aus dem Fläschchen oder einem Becher mit einem Strohhalm.

Hier findest du noch ein Rezept für ein Hausmittel, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt. Es ist eine Lösung, die den Flüssigkeitsverlust bei sehr starkem Durchfall von Babys ausgleicht.

Zutaten:

  • 1 Liter abgekochtes Wasser
  • 1 Teelöffel Kochsalz
  • ¾ Teelöffel Backpulver
  • 2 pürierte Bananen oder 1 Tasse Orangensaft
  • 4 Esslöffel Rohrzucker

Alle Zutaten werden gut miteinander vermischt. Dein Baby kann über den Tag verteilt schlückchenweise 1 – 1 ½ Liter von dieser Flüssigkeit in kleinen Portionen trinken.

Welche Globuli helfen bei Durchfall bei meinem Baby?

Homöopathie ist bei Durchfall ein oft empfohlener Weg und wird bei der Behandlung von Säuglingen immer beliebter. Das richtige homöopathische Mittel für dein Baby bei Durchfall kannst du individuell auswählen. #AffiliateLink*

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Wenn du dir unsicher bist, solltest du deinen Kinderarzt oder Heilpraktiker fragen. Hier geben wir dir einen kleinen Überblick von gut wirksamen homöopathischen Mitteln gegen Durchfall bei Babys.

Homöopathisches Mittel Symptome
Chamomilla C6 begleitet von grünem, übel riechendem Stuhlgang, Durchfall bei Zahnung
Arsenicum album D12 Durchfall (eher grünlich) und Erbrechen aufgrund verdorbener oder nicht vertragener Speisen, nachts wird der Durchfall häufig schlimmer, das Kind ist blass, unruhig, schreit und möchte nicht alleine sein
Veratrum album D12 Brech-Durchfall mit Bauchkrämpfen, dem Kind ist kalt, es ist unruhig
Ipecacuanha D12 Durchfall mit anhaltender Übelkeit aufgrund von Verdauungsstörungen
Podophyllum D12 Der Durchfall ist sehr übelriechend, dünn und kommt mit Druck heraus, das Baby leidet unter Bauchkrämpfen
Colocynthis D12 Brechdurchfall mit starken Bauchkrämpfen, das Baby krümmt sich und schreit

Die Dosierung der Globuli sprichst du am besten mit deinem Homöopathen, Heilpraktiker oder Kinderarzt ab.

Was kann mein Baby bei Durchfall essen?

Schonkost ist sehr wirksam und entlastend bei Durchfall. Wenn dein Baby Appetit hat, kannst du ausprobieren, ob es ein wenig Kartoffelbrei mit Möhren oder Reis mit Möhren oder Kürbis mag.

Außerdem sind folgende Lebensmittel gut geeignet:

  • Gesalzene Schleimsuppen aus Hafer oder Reis
  • Geriebener Apfel
  • Pürierte Banane
  • Zwieback
  • Toast
  • Salzstangen
  • Reis- oder Karottenbrei
  • Kartoffelpüree

Leicht verdauliche, fettarme Kost verträgt dein Baby auch bei Magen-Darmbeschwerden.

Am besten probierst du aus, ob dein Baby die Schonkost in kleinen Mengen, mit einem Löffelchen gefüttert, mag.

Eine leichte Schonkost entlastet den Darm deines Babys und lindert seinen Durchfall. (Bildquelle: .com / MapleHorizons)

Welche Medikamente bei Durchfall?

Medikamente gegen Durchfall mit oder ohne Erbrechen und Fieber bei Babys und Kleinkindern gibt es in Tablettenform, als Zäpfchen oder Tropfen. Dein Kinderarzt kennt, nach Untersuchung deines Babys, das passende Mittel.

Meistens verordnet er Maßnahmen zum Ausgleich des Flüsssigkeits- und Nährstoffhaushalts deines Babys. Stilles Mineralwasser, Fenchel- und Kamillentee oder eine Elektrolyt-­Glukose-Mischungen aus der Apotheke sind hier die Mittel der Wahl.

Zu beachten ist, dass Medikamente gegen Durchfall für Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren nicht zugelassen sind. Auch Antibiotika sollte dein Kinderarzt nur im Notfall einsetzen, weil sie die Darmflora deines Babys angreifen.

Bei welchen Anzeichen muss mein Baby bei Durchfall zu Kinderarzt?

Es ist lebenswichtig, dass du dein Baby bei Dehydrierung schnell zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus bringst, wo es schnell behandelt werden kann. Denn es sollte in solchen Fällen immer wieder in kleinen Mengen, besonders gut eignet sich eine Elektrolytlösung, zu trinken bekommen.

Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch des Durchfalls bei deinem Säugling kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Tagen oder Wochen dauern. Bei einer Salmonellen-Erkrankung beträgt die Inkubationszeit fünf bis 72 Stunden.

In diesen Fällen muss dein Baby ärztlich behandelt werden. Auch Lebensmittelvergiftungen können besonders bei deinem Säuglingen lebensgefährlich sein, weil er sehr schnell sehr viel Flüssigkeit verliert und geschwächt wird.

Trivia: Was du sonst noch über Durchfall bei Babys wissen solltest

Bekommt mein Stillkind auch Durchfall?

Grundsätzlich reagiert die Verdauung bei deinem voll gestillten Baby sehr individuell. Es kann sein, dass es immer nach dem Stillen verdaut und du es wickeln musst oder aber es hat über mehrere Tage gar keinen Stuhlgang.

Wenn dein Baby in der Stillphase Durchfall bekommt, dann zeigt sich zwölf mal am Tag sehr flüssiger Stuhl in seiner Windel. Um den Flüssigkeit- und Nährstoffgehalt auszugleichen, solltest du in jedem Fall weiter stillen.

Der Stuhl bei Stillkindern ist normalerweise dünner als bei Kindern die schon feste Nahrung erhalten. Das ist nicht weiter besorgniserregend.

Auf keinen Fall solltest du rauchen oder Alkohol trinken während des Stillens.

Dein Baby bekommt dann nicht nur Durchfall, sondern kann auch andere ernsthafte gesundheitliche Schäden davontragen.

Kann ich bei meinem Baby Durchfall vorbeugen?

Das Risiko für Durchfall, der durch Ansteckung ausgelöst wurde, kannst du durch eine sehr gute Hygiene mindern. Häufiges gründliches Händewaschen und Händewaschen vor dem Essen sind tägliche Rituale, die auch dein Kind meistens schon früh und gerne mit macht.

Durchfall ist keine eigenständige Krankheit sondern ein Symptom und Zeichen dafür, dass mit deinem Baby etwas nicht in Ordnung ist. (Bildquelle: .com / mermyhh)

Sauberkeit in Lebensbereich deines Babys ist eine Voraussetzung, damit sich deine Kind nicht mit Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel eine Magen-Darm-Infektion ansteckt.

Außerdem hat die Verträglichkeit der Nahrungsmittel Auswirkungen auf das Verdauungssystem deines Baby. Deshalb sollte die Ernährung altersangemessen sein und Lebensmittel, wie zum Beispiel Joghurt enthalten, um die Darmflora zu stärken.

Wie kann ich den Darm meines Babys stärken?

Die Basis für einen gesunden Körper während und nach dem Durchfall bei kleinen Kindern ist der Ausgleich von Flüssigkeitsverlust. Ergänzend kann die Gabe von Apfelpektin die Dauer des Durchfalls bei deinem Baby verkürzen.

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Apfelpektin bindet Giftstoffe im Darm und legt eine Schutzfilm über die gereizten Darmwände. Auch Kamillenextrakt wirkt leicht entzündungshemmend auf den Darm deines Babys und löst Bauchkrämpfe.

Die Gabe von Probiotika, wie Joghurt oder andere zuckerfreien Produkte mit Milchsäure- und Bifidobakterien, die für deinen Säugling geeignet sind, helfen seine Darmflora zu regenerieren und widerstandsfähiger zu machen.

Hilft Heilnahrung meinem Baby bei Durchfall?

Wenn dein Baby sowieso schon durch den Durchfall belastet ist, kann es sein, dass eine Nahrungsumstellung vom Fläschchen mit der gewohnten Nahrung auf Heilnahrung noch zusätzliche Anstrengung von deinem Baby fordert.

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Die Umstellung von gewohnter Nahrung auf Heilnahrung solltest du daher nur in Ausnahmen vornehmen. Sehr wirksam gegen Durchfall bei deinem Säugling ist auch mal ein einfacher Reisbrei.

Wenn du doch, nach Absprachen mit deinem Kinderarzt, auf Heilnahrung umstellen musst, dann findest du in diesem Artikel ganz unter bei den weiterführenden Medien eine Link zu einer Seite mit vielen tollen Rezepten von der Kinderkrankenschwester Lucia Cremer.

Durchfall tritt gerade bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu einem Alter von zwei Jahren besonders häufig auf. Nicht immer ist er ansteckend oder gefährlich für dein Baby. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass dein Baby viel trinkt.

Auf Medikamente gegen Durchfall solltest du verzichten. Bei länger andauerndem oder starken Durchfall ist es besser, wenn du dein Baby deinem Kinderarzt vorstellst. Gute Hausmittel helfen dabei, dass sich der Bauchbereich deines Babys entspannt und die Verdauung wieder beruhigt.

https://fuerbabyskochen.de/

https://www.pampers.de/baby/entwicklung/artikel/durchfall-bei-sauglingen

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/krankheitszeichen/durchfall/

Bildquelle: Shelbey Miller / unsplash.com

Paula ist Hebamme von Beruf, übt ihren Job aber auf Grund einer Allergie nicht mehr komplett aus. Mittlerweile berät sie werdende Eltern vor der Geburt und hilft bei Fragen nach der Geburt. Diese Erfahrungen motivierten sie, darüber Artikel zu verfassen. Ihr Wunsch ist es, so noch mehr Eltern zu erreichen und Fragen klären zu können.

Durchfall
 Wann du mit dem Baby bei Durchfall zum Arzt musst

Durchfall ist ein Symptom, keine Krankheit. Meist stecken Viren oder Bakterien dahinter, die sich im Darm ausbreiten. Die Folgen sind ähnlich wie bei einem Schnupfen: Die entzündete Schleimhaut schwillt an, rötet sich, sondert Wasser und Schleim ab. Im Unterschied zum Schnupfen ist die entzündete Fläche im Darm jedoch viel größer, der Körper verliert wesentlich mehr Wasser und auch große Mengen an lebenswichtigen Mineralstoffen wie Natrium, Kalium und Chlor.
Durchfall kann aber auch andere Ursachen haben. Manche Medikamente, wie Antibiotika beispielsweise, führen zu Durchfall. Stillbabys bekommen häufig dünnen Stuhl, wenn ihre Mutter raucht.

Durchfall kann außerdem eine Begleiterscheinung von Atemwegserkrankungen, Harnwegsinfektionen, Blinddarm- oder Mittelohrentzündungen sein oder auftreten, wenn die Zähnchen durchbrechen. Auch wenn das Kind große Mengen Fruchtsaft trinkt, wird der Stuhlgang flüssig, weil Zucker im Darm Wasser bindet. Durchfall tritt häufig gemeinsam mit Blähungen und Bauchschmerzen auf. Werden Säuglinge gestillt, ist ein sehr weicher und bis zu zehnmal täglich auftretender Stuhl (Muttermilchstuhl) allerdings normal.

Manch eine Mutter sorgt sich, wenn ihr ausschließlich gestilltes Baby einen oder mehrere Tage keinen Stuhlgang hat.

Kurz nach der Geburt füllen Neugeborene ihre Windel mit dem sogenannten Kindspech, dem Mekonium. Der Stuhl ist grünlich bis schwarz und stammt noch aus der Bauch- Zeit. Danach scheidet das Baby nach einer 1- 2 tägigen Phase des Übergangstuhles bis zur sechsten Woche rund drei bis vier Mal täglich grünlich, gelblich oder bräunlichen Stuhlgang aus, der nicht übel riecht und von flüssiger, grieseliger oder breiiger Konsistenz sein kann. Ungefähr ab der 5.-7. Lebenswoche kann es Eltern verunsichern, wenn das Kind ein bis mehere Tage keine volle Windel hat, dh. es nur Urin abgibt, aber keinen Stuhlgang.

Bei ausschließlich gestillten Kindern ist dies ein ganz normales Verdauungsverhalten, da reife Muttermilch sehr gut vom Organismus des Kindes aufgenommen und zu einem hohen Anteil verstoffwechselt wird. Die Babys behalten dieses Verhalten bis in die Beikostphase hinein bei.

Wie merke ich als Mutter, ab wann meinem Kind das Ausbleiben von Stuhlgang zum Problem wird?

Entscheidend ist zu sehen, wie es dem Kind geht. Verhält es sich wie immer, d.h. es ist zufrieden, gibt Urin ab, der Bauch ist nicht hart oder gebläht, sein Trinkverhalten unauffällig und es gedeiht, dann ist es nicht nötig in dieses System einzugreifen oder sich Sorgen zu machen. Genauer hinsehen muss ich als Mutter erst, wenn die obigen Punkte nicht gegeben sind.

Was kann ich in einem solchen Fall tun?

1. Überprüfen, ob das Kind genug Nahrung bekommt. Dies geht am besten über die Waage, d.h. man kontrolliert sein Gewicht. Falls das Kind wenig oder gar nicht zugenommen hat, wäre es sinnvoll zusammen mit einer Hebamme oder Stillberaterin den Nahrungsaufbau zu besprechen und umzusetzen.

2. Ich massiere den Bauch des Babys im Uhrzeigersinn, am bestem mit Kümmel- oder Mandelöl.

3. Ich nehme mir Zeit für mein Kind, schalte mögliche Stressfaktoren aus, lasse selbst als Mutter los und entspanne mich zusammen mit meinem Kind.

In aller Regel komme ich mit diesen Maßnahmen schon sehr weit und meist ist damit die “Scheinverstopfung” gelöst. Falls das Baby auch dann keinen Stuhlgang hat, ist es sinnvoll mit Hebamme oder Kinderarzt Kontakt aufzunehmen.

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Stuhlgang Baby: So erkennst du, ob er normal ist

Übergangsstuhl: heller, grüner Stuhlgang

In den folgenden Tagen nach dem Kindspech wird sich die Farbe des Kots langsam verändern: von schwarz zu eher gelblichem oder hellem, grünem Stuhlgang. Babys sollten jetzt auch schon drei Windeln täglich voll machen. Dieser Stuhl wird auch als Übergangsstuhl bezeichnet. Jetzt gilt: Vorsicht vor dem Spritzpups!

Was ist Spritzpups?

Spritzpups wird die gelegentliche, spontane Darmentleerung von Stillbabys beim Wickeln genannt, die schon mal bis zu zwei Metern (!) und ohne Vorwarnung durch das Zimmer fliegen kann. Grund für diese stinkende Ladung, ist die Übergangsmilch, die sich beim Stillen nach dem Kolostrum für zwei Wochen in den Milchdrüsen der Mutter bildet. Sie lässt den Stuhl des Babys hell und dünnflüssig werden.

Stuhlgang Baby: Stillkinder

Bekommt dein Kind nach den ersten zwei Lebenswochen reife Muttermilch, verändert sich sein Stuhlgang erneut. Dabei kann er verschiedene gelbliche Färbungen annehmen. Und ob du es glaubst oder nicht: Geruchlich ist er mit einer süßlichen oder auch säuerlichen Note tatsächlich verhältnismäßig angenehm.

Gesunder Stuhlgang Stillkinder:

  • Gold-gelber Stuhlgang bis ocker mit breiig, cremiger Konsistenz
  • Kann auch an Durchfall erinnern und flüssig sein
  • Hellgrüne Färbung möglich, leicht schaumiger Stuhlgang: Baby bekommt offenbar vorwiegend kalorien- und fettarmen Milch, die zuerst fließt. Dein Kind sollte länger an einer Brust trinken.
  • Riecht nicht streng, eher süßlich und leicht säuerlich

Wie oft Stuhlgang bei Stillkindern

Wie häufig ein Stillkind eine volle Windel hat, kommt darauf an, wie alt es ist. In den ersten Wochen nach der Geburt wird Babys Stuhlgang sehr regelmäßig kommen. Solange deine Brust „nur“ Übergangsmilch produziert, kann nach jeder Mahlzeit Babystuhl in der Windel sein. Danach, wenn die Milch nahrhafter wird, kann es sein, dass dein Kind nur einmal täglich die Windel vollmacht oder sogar nur einmal in sieben Tagen –­ das ist alles normal. Die Stillexpertin und Buchautorin Nancy Mohrbacher schreibt dazu auf ihrem Blog: „Wenn dein Baby jünger als 6 Wochen ist, weniger als 3 bis 4 Mal pro Tag Stuhlgang hat oder dieser am fünften Tag noch nicht gelb geworden ist, erkennst du anhand seiner Gewichtsentwicklung, ob dies nur eine normale Variation oder ein Grund zur Sorge ist. Erst nach 6 Wochen machen einige gesunde gestillte Babys viel seltener in die Windel, manchmal sogar nur einmal pro Woche.“

Die Annahme „weniger Stuhlgang – Baby krank“ ist ab diesem Alter also falsch. Denn auch während eines Wachstumsschubs nimmt der Körper deines Nachwuchses mehr Nährstoffe auf und scheidet somit weniger Stuhl aus. Es ist alles in Ordnung, „solange das Baby ­einen entspannten Eindruck macht und mindes­tens 150 Gramm in der Woche zunimmt“, erklärt auch Medizinpädagogin Edeltraut Hertel aus Chemnitz im Gespräch mit dem Familienportal ‚Baby und Familie‘.

Verstopfung beim Baby und Kleinkind

Eine Verstopfung bei Babys und Kleinkindern ist leider keine Seltenheit. Aber nicht jedes Mal, wenn die Windel leer bleibt, müssen Sie sich Sorgen machen. Woran Sie eine echte Verstopfung erkennen, wie Sie sie behandeln können und wie Sie Ihrem Kind die Angst vorm „Groß machen“ nehmen.

Symptome einer Verstopfung bei Baby und Kleinkind

In den ersten sechs Lebenswochen sollte ein gestilltes Kind mehrmals am Tag Stuhlgang haben. Danach ist es ohne weiteres unbedenklich, wenn es einige Tage kein „Groß“ in die Windel macht. Solange der Säugling sechs bis acht Mal täglich in die Windel nässt und auch sonst einen fitten Eindruck macht, brauchen Sie sich zunächst keine Sorgen zu machen.

Eine Verstopfung macht Bauchweh.

Ernstzunehmende Anzeichen einer Verstopfung sind hingegen ein harter Bauch, in Intervallen auftretendes Bauchweh und Schmerzen beim Stuhlgang. Letzteres zeigen Babys häufig durch das Anziehen der Beine zum Bauch und natürlich durch ärgerliches Weinen. Dazu kommt, dass der Windelinhalt sehr trocken und hart ist, oft auch faulig riecht.
Aber nicht alle Verstopfungen zeigen sich durch ausschließlich harten Stuhl. Auch schleimig-flüssige Durchfälle können Zeichen dafür sein, dass der Darminhalt zu lange verweilt und sich durch Vergärungsprozesse wieder verflüssigt hat. Ebenso kann Blut im Stuhl ein Zeichen für eine Verstopfung sein, genauso wie Kotschmieren und Einkoten bei größeren Kindern, da der Schließmuskel unter dauerhaftem Druck geschwächt wird. Begleitet werden Verstopfungen zudem oftmals von übelriechenden Blähungen. Früher oder später verliert Ihr Kind außerdem den Appetit.

Ursachen von Verstopfungen bei Babys

Allgemein ist es so, dass nicht-gestillte Babys anfälliger für Verstopfungen sind. Das liegt daran, da die Pre- und Folgemilch schwerer zu verdauen ist als Muttermilch. Es sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, die Säuglingsnahrung präzise nach Anleitung und mit kalkarmem Wasser anzurühren, da Kalk den Stuhl im Darm trocken und fest werden lassen kann.
Sobald die erste Beikost gefüttert wird, sind durch die Umstellung ebenfalls Verstopfungen möglich. Anhaltende und häufige Verstopfungen können auch ein Zeichen für eine Unverträglichkeit bestimmter Flaschennahrung oder Lebensmittel sein.
Verstopfungen können auch entwicklungsbedingt als Reaktion auf das Trocken werden und den Abschied von der Windel auftreten. Auch Reisen, Umzüge oder familiäre Spannungen und der damit verbundene Stress können die Verdauung beim Kind lahm legen. In seltenen Fällen können auch Erkrankungen, wie eine Unterfunktion der Schilddrüse oder Diabetes mellitus sowie Fehlbildungen chronische Verstopfungen auslösen.

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Häufig gehen Verstopfungen bei Klein- und Kindergartenkindern allerdings darauf zurück, dass sie dem Stuhlgang bewusst oder unbewusst entgegenwirken. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn sie sich vor anderen als der eigenen Toilette zu Hause ekeln oder wenn im Kindergarten und beim Spielen „keine Zeit“ war, um aufs Klo zu gehen. Problematisch wird es, wenn die verstopfungslösende Darmentleerung dann so schmerzhaft für das Kind ist, dass es eine Angst vorm „Groß machen“ entwickelt. Im schlimmsten Fall wird es sich dann den Stuhlgang immer und immer wieder verkneifen, bis es zur erneuten Verstopfung mit anschließenden Schmerzen auf der Toilette kommt und ein Teufelskreis beginnt.

Was Sie bei einer Verstopfung tun können

Solange sich die Symptome und die Dauer der Verstopfung sowie die Schmerzen ihres Kindes in Grenzen halten, können Sie versuchen, das Problem selbst zu behandeln. Wenn Sie sich unsicher sind, die Verstopfung schon mehrere Tage anhält oder das Kind starke Schmerzen hat, sollten Sie aber dringend einen Arzt aufsuchen.
In allen anderen Fällen kann ein warmes Bad helfen, den Bauch zu entspannen. Mit einer sanften Bauchmassage in kreisenden Bewegungen regen Sie die Darmtätigkeit an, ebenso, wenn Sie mit den Beinchen des auf dem Rücken liegenden Kindes in der Luft Rad fahren. Größere Kinder sollten zum Toben angeregt werden, da Bewegung die Verdauung in Gang bringt.
Achten Sie besonders darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Gerade bei der Fläschchengabe sollte zwischen den Mahlzeiten immer mal wieder Wasser, Tee oder ungesüßte Fruchtsäfte zu trinken gegeben werden.

Wieviel muss ein Baby trinken? – 10 Fragen zum Trinken bei Babys

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Sollten Sie den Verdacht auf eine Unverträglichkeit haben, dann probieren Sie Säuglingsnahrung anderer Hersteller aus. Bei Beikoskindern kann ein Teelöffel Keimöl im Babybrei helfen, den Stuhl weicher zu machen. Auch ballaststoffreiche Lebensmittel wir pürierte oder geriebene Äpfel, Birnen, Trauben, Zwetschgen oder Erdbeeren sowie etwas Kleie im Babybrei können die Verdauung anregen. Dabei ist aber unbedingt auf eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr während der Mahlzeiten zu achten. Außerdem sind stopfende Lebensmittel wie Banane, Reis Schokolade, gesüßte Getränke und Weißmehlprodukte tabu.
Bei starken Verstopfungen kann dem Kind auch Laktulose aus der Apotheke verabreicht werden. In der Regel reicht 1 Teelöffel Laktulose pro Tee oder Flaschenmahlzeit aus, um den Stuhl zu verflüssigen. Sollte die Verstopfung weiterhin anhalten, kann die Dosis auf 2 Teelöffel angehoben werden.
Sollte das alles nicht helfen, suchen Sie einen Arzt auf. Oft werden dann Zäpfchen oder andere Medikamente verschrieben, die die Darmtätigkeit anregen und den Stuhl weicher machen. Unangenehme Einläufe sollten dabei stets die letzte Maßnahme sein und nur dann durchgeführt werden, wenn nichts anderes mehr hilft oder die Verstopfung sehr akut ist.

So können Sie einer Verstopfung vorbeugen

Damit Verstopfungen gar nicht erst entstehen, sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Kind viel bewegt und mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nimmt. Beikostkinder und ältere Kinder sollten vor allem ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, Gemüse und Milchprodukte essen. Während und zwischen den Mahlzeiten sollte es außerdem reichlich Wasser oder ungezuckerte Tees oder Fruchtsäftetrinken. Eine Routine beim Toilettengang, zum Beispiel immer nach dem Frühstück, kann außerdem dabei helfen, die Verdauung zu regulieren.

Babybrei Rezepte zum Nachkochen

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Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie Ihrem Kind die Angst vorm Stuhlgang nehmen können!

Tipps gegen die Angst vorm Stuhlgang

Nach schmerzhaftem Stuhlgang in Folge einer Verstopfung entwickeln viele Kinder eine Angst vorm „Groß machen“. Diese Angst gilt es mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen zu behandeln.

Kinder entwickeln schnell eine Angst nach schmerzhaften Stuhlgang.

Sobald ein Kind im Alter von zwei bis drei Jahren gelernt hat, den Stuhlgang bewusst zurückzuhalten, können schmerzhafte Erlebnisse bei der Darmentleerung (z.B. nach einer Verstopfung) einen Teufelskreis in Gang setzen. Aus Angst vor erneuten Schmerzen verkneift sich das Kind dann den Stuhlgang bis zur erneuten Verstopfung. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist schwierig und braucht oftmals viel Zeit.
➤ Am wichtigsten: Die Angst ernst nehmen! Mit einem „So schlimm kann es doch nicht sein!“ oder „Stell‘ dich nicht so an!“ ist keinem Kind in der beschriebenen Situation geholfen. Auch wenn Sie der Meinung sind, dass einmal die Zähne zusammenbeißen und drücken nicht so schwer sein kann, kann genau das für Ihr Kind eine riesige Hürde darstellen.
Angst vor Schmerzen sollten Sie immer ernst nehmen und mit viel Einfühlungsvermögen entgegentreten. Ihr Kind muss spüren, dass es Ihnen vertrauen kann und dass Sie ihm glauben. Sprechen Sie also ganz ruhig mit ihm darüber, wovor es genau Angst hat und versuchen Sie zu erklären, was in seinem Körper vorgeht und woher die Schmerzen beim letzten Mal kamen.
➤ Keinen Druck aufbauen: Catherine Giessen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin aus München rät: „Man sollte versuchen, den Kindern so wenig Stress und Druck wie möglich zu machen, da somit die gesamte Toilettensituation zu einer traumatischen Erfahrung werden kann.“ Das heißt, egal wie verzweifelt Sie oder das Kind bereits sind, Ungeduld, Drohungen und Schimpfen wirken sich in jedem Fall kontraproduktiv aus.
Verkneifen Sie sich auch Sätze wie „Du bist doch schon groß!“. Ihr Kind ist in der Situation sowieso schon überfordert und darf nicht noch zusätzlich belastet werden. Kleineren Kindern kann sogar die Windel wieder angeboten werden, „damit die negative Assoziation mit der Toilette verringert wird“.
Giessen rät außerdem davon ab, der gesamten Situation zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, da dies eventuell als Verstärker der Probleme wirken kann. „Das Kind bekommt das Gefühl, dass die schwierige Situation auch Vorteile mit sich bringt, nämlich die komplette Aufmerksamkeit der Eltern“.
➤ Medikamente erklären und „Wundermedizin“ geben: Sollten Sie bereits Hausmittel oder Medikamente einsetzen, die den Stuhl weicher machen, dann jubeln Sie diese Ihrem Kind nach Möglichkeit nicht irgendwie unter. Zeigen Sie ihm die Medizin und erklären genau aber kindgerecht, wofür sie da ist, „damit es eine Idee von den Prozessen bekommt, die im Körper ablaufen und Hoffnung schöpft, dass ihm dadurch geholfen wird“, so Giessen.
Sollte Ihr Kind die Medizin verweigern, dann hilft ein bisschen Flunkern. Ein kleines TicTac zum Beispiel kann eine tolle „Wundermedizin“ aus einem weit entfernten Zauberland sein. Denken Sie sich eine schöne Geschichte aus und Ihr Kind lässt sich dann vielleicht auf den Placebo-Effekt ein. Das gleiche funktioniert natürlich auch mit „Wunderzäpfchen“ und „Wundersalben“.
➤ Ablenken und positive Zeit haben: Eines der besten Mittel gegen die Angst ist Ablenkung. Das heißt ganz viele Bücher, Spiele und Spielzeuge werden mit ins Badezimmer genommen und dann wird die Toilettenzeit zur positiv empfundenen Spielzeit. Sie können auch gemeinsam singen oder sich verrückte Reimgeschichten ausdenken. Achten Sie aber darauf, dass das Kind nicht zu lange auf dem Töpfchen oder der Toilette sitzt und legen Sie Pausen ein, in denen getobt wird.

Machen Sie die Toilettenzeit zur Spielzeit!

➤ Selbstständigkeit fördern und belohnen: Am besten geht das laut Giessen mit einer Art Bonusplan, den Sie gemeinsam mit dem Kind erstellen können. Immer, wenn das Kind dann selbstständig auf die Toilette gegangen ist, darf es einen Sticker oder Smiley in den Plan kleben. War der Toilettengang erfolgreich, dürfen mehrere Sticker bzw. Smileys eingeklebt werden. Diese sollten dann für eine kleine Belohung eingetauscht werden können, wie z.B. gemeinsames Spielen, ein Kinobesuch oder ein neues Spielzeug.
„Wichtig ist“, meint Giessen, „dass jeder realistische Versuch des Toilettengangs bereits belohnt wird, damit das Kind nicht zu lange aushält. Wenn es dann erfolgreich war, sollte es so viele Smileys bekommen, dass es zeitnah seine Belohnung eintauschen kann. Der Zusammenhang zwischen erwünschtem Verhalten und Belohnung sollte deutlich sein“.
Nachdem die größte Angst überwunden ist und das Kind einige erfolgreiche Toilettengänge gemacht hat, sollte das Belohnungssystem langsam heruntergefahren werden, indem zum Beispiel nur noch wochenweise Sticker verteilt werden.

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